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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Versandgebühren



Sally_brown
27.03.2007, 11:22
Hallo,
ich hoffe, hier findet sich jemand, der mir einen Tipp geben kann.

Ich habe bei Ebay einen Mantel ersteigert, der Mängel aufweist, die nicht in der Beschreibung erwähnt waren und die auf dem Foto nicht zu sehen waren.

Ich habe mich per Email beschwert, daraufhin wurde mir gesagt, ich solle den Mantel zurückschicken, mir würde der Kaufbetrag dann erstattet werden.

Ich hätte allerdings auch gern die ursprünglichen und die jetzt anfallenden Versandkosten erstattet. Hätte ich von den Mängeln gewusst, hätte ich nicht auf den Mantel geboten.

Jetzt frage ich mich: Habe ich ein Recht auf Erstattung der Versandkosten? Falls ja, wie mache ich das diesen Leuten klar?

Bei den Ebay-Regeln habe ich nichts Passendes gefunden: Überall ist nur die Rede vom Kaufpreis.

Danke im Voraus!!
Sally

Inaktiver User
27.03.2007, 13:49
Hallo Sally,

ich hatte auch gerade so einen Fall - allerdings bin ich die Verkäuferin. In meinem Angebot hatte ich versehentlich eine falsche Größe für eine Hose angegeben.
Also für mich war es selbstverständlich, der Käuferin auch die Versandkosten zu erstatten (also genau den Betrag, den sie mir überwiesen hatte, Kaufpreis + Versandkosten). Genauso selbstverständlich war für mich, ihr auch die neu anfallenden Versandkosten zu erstatten! Schließlich hätte sie nicht auf mein Angebot geboten, hätte ich die richtige Größe angegeben. Und sie hatte Lauferein...
Ich hatte sogar ein richtig schlechtes Gewissen ihr gegenüber...

Also, lange Rede, kurzer Sinn: Du solltest auf die Versandkosten bestehen und das auch der Verkäuferin mitteilen! Wenn sie darauf nicht eingeht, schreib einfach an das Ebay-Team ("Streitfall", "sonstige Gründe")... hab ich auch schon öfters gemacht und die haben mir immer sehr zügig und kompetent weitergeholfen. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, daß Du auf den Versandkosten sitzen bleibst!
Lieben Gruß,
Estelle

Sally_brown
27.03.2007, 14:45
Hallo Estelle,
ich finde es auch eine Selbstverständlichkeit, die Versandgebühren zu erstatten, und ich wundere mich darüber, dass mir das nicht gleich angeboten wurde. Es handelt sich um einen Verkaufsagenten, eigentlich sollte man da ja eine entsprechende Professionalität erwarten, immerhin lebt der davon.

Ich habe meine Frage, ob die Versandgebühren auch erstattet werden, heute morgen erneut geschickt - bisher keine Antwort. Einmal versuche ich es noch auf diesem Weg, mit dem Hinweis, dass ich mich an Ebay wende, wenn ich keine Antwort kriege. Allerdings wäre mir am allerliebsten, wenn ich mit einem Paragraphen drohen könnte oder so.

Mal sehen, was kommt.

Vielen Dank für Deine Antwort! :blumengabe:
Sally

LichtereChakren
28.03.2007, 00:49
Die Rücksendekosten lassen sich vermeiden: Der Verkäufer versteigert den Artikel (Mantel, expliziter beschrieben) gleich wieder, 2. Käufer überweist Geld + Porto an Verkäufer, Verkäufer überweist Porto an 1. Käufer (+ Kaufpreis und Portoerstattung für den 1. Kauf) (alternativ: 2. Käufer überweist Kaufpreis an Verkäufer und Porto an 1. Käufer), der 1. Käufer schickt Ware direkt an den 2. Käufer.

So fallen nicht 3x, sondern nur 2x Versandgebühren an.

LG

Borealis
28.03.2007, 03:20
Standen in der Auktion keine Garantiebedingungen? Und auch nicht in den Mails, oder auf der Rechnung? Ist das ein privater oder gewerblicher Anbieter? Wenn der Verkäufer Verkaufsagent ist, dann ist er doch vermutlich auch gewerblicher Verkäufer, und dann müssten diese Dinge schon da stehen (ich glaube, Pflicht ist da im Angebot, und entweder auf der Rechnung oder in einer Mail). Hat er vielleicht eine "Mich"-Seite, auf der was steht?
Der Standard bei den meisten Verkäufern ist:
bei einem Warenwert von über 40 EUR übernimmt der Verkäufer die Kosten im Falle einer Rücksendung, ansonsten übernimmt sie der Käufer. Habe ich auch so drinstehen - aus Kulanzgründen übernehme ich persönlich allerdings die Rücksendekosten immer - kann man allerdings nicht von jedem erwarten.

Ebayfan
28.03.2007, 12:59
Der Standard bei den meisten Verkäufern ist:
bei einem Warenwert von über 40 EUR übernimmt der Verkäufer die Kosten im Falle einer Rücksendung, ansonsten übernimmt sie der Käufer. Habe ich auch so drinstehen - aus Kulanzgründen übernehme ich persönlich allerdings die Rücksendekosten immer - kann man allerdings nicht von jedem erwarten.

Das sind die Bestimmungen für das Widerrufsrecht. Wenn man nicht die 40 Euro Klausel hineinschreibt, muss man sowieso die Rücksendekosten erstatten. Das ist keine Kulanz bei gewerblichen Händlern, sondern gesetzlich geregelt.

Hier geht es aber nicht um das Widerrufsrecht, sondern um eine berechtigte Reklamation. Das ist etwas ganz anderes! Schließlich liegt hier der Fehler beim Verkäufer und er muss alles erstatten. Kaufpreis, Hin- und Rücksendekosten. Alles andere würde den Käufer benachteiligen. Soweit mir bekannt ist, spielt es dabei keine Rolle, ob der Verkäufer gewerblich oder privat ist. Er hat's verbockt - er muss dafür gerade stehen.

Das Problem ist nur, dieses Recht durchzusetzen, wenn der Verkäufer sich stur stellt.

Sally_brown
28.03.2007, 20:27
Hier geht es aber nicht um das Widerrufsrecht, sondern um eine berechtigte Reklamation. Das ist etwas ganz anderes! Schließlich liegt hier der Fehler beim Verkäufer und er muss alles erstatten. Kaufpreis, Hin- und Rücksendekosten. Alles andere würde den Käufer benachteiligen. Soweit mir bekannt ist, spielt es dabei keine Rolle, ob der Verkäufer gewerblich oder privat ist. Er hat's verbockt - er muss dafür gerade stehen.

Das Problem ist nur, dieses Recht durchzusetzen, wenn der Verkäufer sich stur stellt.
Genau. :allesok:

Aber der Verkäufer hat's eingesehen: Ich hatte heute eine Email, dass ich sowohl den Kaufpreis als auch sämtliche Versandkosten erstattet bekomme. Jetzt muss ich nur noch hoffen, dass das auch geschieht.

Danke für Eure Hilfe!!
:blumengabe:
Sally