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frangipani
27.03.2007, 10:54
...dass Menschen zum Zeitpunkt des Todes von bereits Verstorbenen abgeholt werden?

Der Gedanke geht mir seit Samstag nicht mehr aus dem Kopf. Meine Mutter, die sonst eine sehr rationell denkende Frau und eher "Kopfmensch" ist, erzaehlte mir Folgendes:

Sie traeumte, dass ein Freund der Familie (von dem sie wusste, dass er schwer krank ist) ihr im Traum begegnete, flankiert von meinem verstorbenen Bruder, meiner verstorbenen Oma und zwei kleinen Maedchen. Der Freund hat nicht mit ihr gesprochen, sondern sich eine Kapuze aufgesetzt und hat sich umgedreht und ist gegangen.
Am naechsten Morgen bekam sie den Anruf, dass der Freund in der Nacht verstorben ist.

Das ist nun schon das zweite Mal, dass sie so etwas erlebt hat - in der Nacht vor dem ueberraschenden Anruf meines Bruders, dass er ins KH muesse, traeumte sie, dass sie an seinem Bett sass, er haette geschlafen und ihre Mutter (die auch schon lang nicht mehr lebt) waere gekommen und haette gemeint, meine Mutter muesse sich jetzt besonders um ihren Sohn kuemmern.
Die Bedeutung des Traumes wurde ihr erst nach dem Anruf klar ... bzw Wochen spaeter, als mein Bruder monatelang im Koma lag.

Kann es wirklich sein, dass wir 'abgeholt' werden? Der Gedanke waere unglaublich beruhigend.


liebe Gruesse
frangipani

Inaktiver User
27.03.2007, 12:16
Hallo frangipani,

ich beschäftige mich seit längerer Zeit mit genau diesem Thema.
Vor vielen, vielen Jahren hatte mir die Mutter einer Freundes mal erzählt, dass sie aus ihrem Körper "steigen" kann und sie täte es öfter. Das hat mich schockiert, ich habe seit dem viel zum Thema gelesen.
Angelangt bin ich dann bei Stephen Hawking ("Das Universum in der Nussschale"). Man mag sich fragen wie das alles zusammen hängt aber dazu muss man eben wie ich viele Jahre an dem Thema mehr oder weniger dran sein.
Man hört diese Storys ja wirklich oft. Ein Buch gibt es von Moody, das ich vor längerer Zeit natürlich auch gelesen habe. Darin wird beschrieben, was Leute mit Nahtodeserfahrungen berichten.
Auch wenn ich sehr sehr skeptisch bin, man kann dazu neigen an das was du beschreibst zu glauben.
Allerdings weiß das bis heute tatsächlich keiner.
Es gibt ja so etwas wie Vorahnungen.
Andererseits wurde von denen mit Nahtodeserfahrung ganz oft berichtet, dass Verwandte da waren oder verstorbene Freunde u.s.w., als sie sich selbst irgendwo nach einem Unfall oder während einer OP liegen sahen.
Es kann so sein, dass es weiter geht, dass die Seele eben doch existiert in Form des Bewusstseins. Dass der Körper zum Lernen herhalten muss... wir vielleicht auch imme rwieder geboren werden bis wir endlich so weit sind, dass es aufhört.
Aber es kann auch sein, dass das alles nur die letzten, seltsamen Hirntätigkeiten sind. Der Körper ist ja lange nach dem sogenannten klinischen Tod noch nicht tot. Einige Organe machen ja noch ein paar Tage weiter und wer weiß was das so mit sich bringt.
Zweifler sagen der Tunnel, den man evtl. am Ende des Lebens sieht, das helle Licht u.s.w. und eben auch die "Abholenden" sind sozusagen die "letzten Zuckungen" und nur Einbildung.
Ich weiß von meiner Oma, dass sie Monate vor ihrem Tod bereits Bilder der ganzen lieben Verstorbenen in ihrem Wohnzimmer aufgestellt hatte, vielleicht sucht man auch unbewusst nach einer Verbindung, weil man weiß, dass man bald dort hin gehen wird, wo die Verstorbenen sind. Meine Oma war schon 89 als sie starb.
Ich finde das Thema spannend und wie du schreibst, es könnte beruhigend sein. Wiedergeboren werden will ich eigentlich nicht. Ich würde gern an einen sogenannten besseren Ort gehen. Hier ist mir eigentlich alles viel zu dumm und aggressiv. Wir Menschen machen ja irgendwie alles kaputt und falsch.
Bin gespannt was hier noch geschrieben wird.
Schöne Grüße von unterm reetdach

Inaktiver User
27.03.2007, 12:32
Kann es wirklich sein, dass wir 'abgeholt' werden? Der Gedanke waere unglaublich beruhigend.


Liebe Frangipani,
darauf kannst du dich felsenfest verlassen :Sonne:

Manchmal sind die "Abholer", seien es nun vorausgegangene Freunde, Verwandte oder Angehörige der Seelenfamilie, auch von den das Sterben begleitenden Menschen zu fühlen, fast könnte man "sehen" sagen.
Ich habe es selber erlebt, als mein Junge starb und meine Freundin, die Intensivkrankenschwester ist und schon viele Menschen sterben sah, bestätigt das.
Sie "sieht" die abholenden Geistwesen (menschliche Umrisse, ähnlich wie Schatten).
Manchmal sind unsere Jenseitigen Freunde auch in Krisen anwesend/wahrnehmbar.

Wir gehen nach dem Sterben in eine große, wunderbare Geborgenheit. Wichtig ist, das Licht und die Liebe auch annehmen zu können!

Es gibt wirklich viele glaubwürdige Mitmenschen, die solches erzählen, erlebt haben oder vom Hörensagen kennen. Immer mehr Menschen trauen sich, davon zu berichten. Die Zeiten sind zum Glück vorbei, dass man deswegen automatisch in die "Irren-Ecke" geschoben wird.

frangipani
28.03.2007, 01:27
Danke euch beiden fuer eure Antworten - von Moody habe ich schon gehoert, aber noch nichts gelesen.

Dass bei einem Sterbenden nochmals ganze Filme ablaufen, das kann ich mir gut vorstellen. Mich verbluefften eher die Erlebnisse meiner Mutter, da sie sonst eben eher nuechtern ist - aber sicher hat das auch seinen Sinn, dass sie diese Traeume hat.

Ja, es ist ein beruhigendes Gefuehl, ich habe vor dem Moment des Sterbens auch keine Angst mehr, seit mein Bruder starb.



liebe Gruesse

frangipani

Inaktiver User
29.03.2007, 13:35
Man man. Lavendelmond, ich beneide dich darum, dass du so sicher bist. Was hat dich überzeugt?
Ich schrieb ja schon, dass ich "letztendlich" bei der Physik im weitesten Sinne angekommen bin weil mir das "einfache Glauben" irgendwo zu wenig ist, sogar die Berichte, von denen ich wirklich viele gelesen habe, haben mich nicht endgültig überzeugen können. Fakt ist ja immerhin, dass wir vor diesem "tod sein" oder sterben, vor einem Rätsel stehen, einfach nicht glauben können, dass danach alles zu Ende sein soll. Also - ich sags mal ganz gemeien - spinnen wir uns was aus. Noch dazu eben die Tatsache, dass der Körper noch ein wenig weiter macht, während sich das Leben schon verabschiedet hat und wer weiß was für Halluzinationen produziert.
Bei der Physik bin ich ganz am Anfang und versuche Branen und die vielen Dimensionen, die es ja geben soll, die schwarzen Löcher... irgendwie mit dem "danach" in Zusammenhang zu bringen. Es gelingt mir derzeit noch nicht aber wie gesagt, ich arbeite dran. :-)
Liebe Grüße von der Reethexe

Inaktiver User
29.03.2007, 14:24
Reethexe,
was mich überzeugt hat, ist das mehrfache eigene Erleben/Wahrnehmen von außerkörperlichen Wesenheiten und die Berichte von absolut glaubwürdigen Menschen.

heideluft
29.03.2007, 15:35
Das kann ich nur bestätigen. Ich habe auch schon mehrfach die Anwesenheit eines Wesens wahrgenommen, obwohl ich allein im Raum war.

Ich glaube absolut daran, dass die Seelen der Verstorbenen, denen wir besonders verbunden sind, um uns sind. Meine von mir sehr geliebte Großmutter starb vor 3 Jahren. Dies fiel in eine Zeit,in der ich selbst viele Probleme zu bewältigen hatte und oft grübelte.

Kurz nach ihrem Tod "träumte" ich von ihr, ich sah sie vor mir stehen und sie sagte:"Solange du mit so vielen anderen Dingen beschäftigt bist, kann ich keinen Kontakt zu dir aufnehmen.."

Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich denke oft an sie, aber in dieser Form ist sie mir nie wieder begegnet. Vielleicht entfernen die Seelen sich auch ein Stück von uns nach einer Weile.

Heute Mittag starb meine andere Großmutter, auch das muss ich noch "verarbeiten". Sie ist sehr alt geworden, und das sanfte Einschlafen war ein gnädiges Ende, bewahrte sie vor langer Bettlägerigkeit. Trotzdem ist es nicht leicht, ein Familienmitglied zu verabschieden.

LH Heideluft

Giselle
29.03.2007, 18:13
Hallo frangipani,

ich glaube auch daran, dass wir mal von unseren Lieben abgeholt werden. Früher habe ich mich mit solchen Dingen überhaupt nicht befasst, aber als meine Oma letztes Jahr gestorben ist, hat sie kurz vor ihrem Tod auch einige Dinge gesagt, die mich zu dem Glauben bringen. Sie hat zum Beispiel zu meinem Opa gesagt: "Geh mal bitte von meinem Bett weg, ... (ein Freund der Familie, der vor einigen Jahren verstorben ist) steht da und will mich abholen." Oder: "Die Verwandten warten schon auf mich und feiern ein Fest." Es sind noch einige ähnliche Sätze gefallen, die mich sehr bewegt haben und an die ich immer noch viel denke.

Natürlich können das auch wirklich die letzten Hirntätigkeiten oder Halluzinationen gewesen sein, aber daran will ich nicht glauben! Ich glaube vielmehr auf jeden Fall, dass wir von lieben Seelen abgeholt werden und ich finde den Gedanken auch sehr beruhigend.

Liebe Grüße
Giselle

prinzessin01979
29.03.2007, 21:06
Hallo,

der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod, ist oftmals mit das Einzigste was uns hier noch aufrecht erhält, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist.

Und ich finde es ehrlich gesagt nicht so toll, ( vielleicht bin ich heute extrem sensibel ) dass nun Zweifel hier ausgerechnet im Trauerforum geschürt werden.
Klar, man kann über alles diskutieren, aber ich denke,
ob Physik , Halluzinationen usw. - für uns ist nur die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit unseren geliebten Vorrausgegangen, ein kleiner Trost!

Melissa

Atis
29.03.2007, 21:44
Ich denke, man kann sagen, dass es Beweise dafür gibt, dass es sich NICHT um Halluzinationen handelt, sondern um echte Erlebnisse, die uns zeigen, dass es ein Weiterleben nach dem Tod gibt.

Denn: Wenn es nur Halluzinationen sind,

- wie kommt es dann, dass Blinde und stark Sehbehinderte berichten können, dass sie wieder sehen konntem, und beschreiben konnten, was sie sahen?

- wie kommt es dann, dass ein Kind, das nach einem schweren Unfall klinisch tot war, nach der Reanimation noch einmal zu sich kommt und der Mutter sagt, "Ich muss gehen, aber XY (der Bruder des Kindes) wartet schon auf mich! Und irgendwann kommst Du dann auch zu uns!" Das Kind verstirbt, und erst kurz danach erfährt die Mutter, dass auch ihr anderes, ebenfalls an dem Unfall beteiligtes Kind tot ist...

- wie kommt es dann, dass Menschen mit Nahtoderfahrungen nach ihrem klinischen Tod Dinge berichten,die sie einfach nicht hätten wissen können, hätten sie bloß Halluzinationen gehabt. So berichten z.B. Menschen, was sich in den Räumen nebenan abspielte u.ä. Ein Beispiel hierzu ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Eine Frau berichtete ihrer Krankenschwester von ihren Erlebnissen während ihres klinischen Todes, alles sei sehr schön und angenehm gewesen, aber eines habe sie irritiert: "Ich 'ging' dann ein Stockwerk höher, während Ihr hier damit beschäftigt wart, meinen Körper zu reanimieren. Dort sah ich im Treppenhaus draußen auf der Fensterbank einen einzelnen Turnschuh herumstehen. Wer macht denn so etwas?"
Die KS war skeptisch, aber da sie das Erzählte nicht mehr losließ, ging sie nachschauen - und fand auf der besagten Fensterbank einen einzelnen Turnschuh.

Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Nahtoderfahrungen und ähnlichen Themen und ich denke, wir dürfen davon überzeugt sein, dass wir, wenn wir sterben, von unseren Lieben abgeholt werden. Und zwar in ein sehr sehr schönes Leben. :smile:

Auch viele eigene Erlebnisse haben mich davon überzeugt. Von lediglich zweien will ich kurz berichten:

Als mein Großvater mütterlicherseits unerwartet verstarb, blieb die Pendeluhr, die er gehegt und gepflegt und täglich aufgezogen hatte, stehen (was nie zuvor vorgekommen war). Ich war diejenige, die dies entdeckte, und damals als Jugendliche schockte es mich ein wenig. Später sah ich es als ein Abschiedszeichen meines Opas.

Bevor wir unsere Tochter adoptierten, hatte ich drei Fehlgeburten. Bei einer der Schwangerschaften träumte ich, ich hätte einen kleinen Jungen, der gerade krabbeln konnte. Er krabbelte unter sein Gitterbett, ich schrie im Traum, "Nein", aber da krachte das Bett schon zusammen, und ich wachte mit furchtbarem Herzklopfen auf und wußte, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Einige Minuten später stellte ich die Blutung fest.

Mein Mann und ich haben verstorbene Menschen und Tiere gesehen und gespürt.

Ich denke, wir können ganz beruhigt sein - niemand ist allein, wenn er stirbt, und der Tod ist nicht das Ende.

Inaktiver User
30.03.2007, 07:55
Liebe Atis!

Diesen Satz von dir :

Ich denke, wir können ganz beruhigt sein - niemand ist allein, wenn er stirbt, und der Tod ist nicht das Ende.

kann man nicht laut genug sagen, nicht groß genug schreiben!

Darum noch einmal

Ich denke, wir können ganz beruhigt sein - niemand ist allein, wenn er stirbt, und der Tod ist nicht das Ende.

silu
30.03.2007, 09:03
Danke für die deutlichen Worte Lavendelmond und Atis...
Auch ich glaube ganz fest daran, dass mein Mann jetzt irgendwo ist wo er nicht allein ist, wo es ihm gut geht und wo er nicht mehr leiden muss.
Ich denke, das ist auch für uns Hinterbliebene sehr wichtig zu wissen. So lässt sich ein schweres Schicksal vielleicht ein wenig leichter nehmen (mit dem Wissen, dass der der gegangen ist nicht allein ist). Also ich finde es zumindest sehr wichtig für mich. Und diesen Glauben daran beziehe ich auch in meine Trauer mit ein, denn ich "spreche" (wenn meist auch nur geistig) ja noch mit meinem Mann und sehe manchmal winzige Zeichen (wie zB gestern: eine dicke Hummel, die ständig ums Grab flog und zwischendurch immer zu mir kam).
Ich drück euch alle ganz lieb!
Danke für dieses Forum !
silu (die sich gerade mit unbezahlten Rechnungen und Inkasso-Büros (!!! *schock*) auseinandersetzen muss, weil die Rechnungen des Mannes liegengeblieben sind...:( - nimmt denn dieser Papierkram nie ein Ende??)

Inaktiver User
30.03.2007, 10:19
ich glaube auch fest daran, dass es nach dem tod weitergeht und dass die, die gegangen sind, an einem schönen, hellen ort sind.
ich musste beim lesen eurer beiträge an die geschichte meiner mutter denken:
sie war beim tod einer guten freundin dabei. die freundin hatte asthma und wasser in der lunge und erstickte während meine mutter bei ihr zuhause zu besuch war. es muss furchtbar gewesen sein - aber kurz bevor sie starb, wurde die freundin ganz ruhig, sie blickte in die ferne und hatte ein lächeln auf dem gesicht. ich bin mir sicher, dass sie etwas sah, das sie erwartete- ein licht, eine verwandter oder vielleicht gott?
meine mutter sagte später zu mir, so schrecklich dieses erlebnis auch war, hat es ihr doch die angst vor dem tod genommen..

Liebe grüße,
Lillan

prinzessin01979
31.03.2007, 13:13
Vorgestern verstarb ein lieber bekannter von uns. Er war schon sehr alt. Kurze zeit vor seinem tod, war noch jemand bei ihm, im krankenhaus. Da sagte er immer ich sehe meinen vater...

Sein dad starb im 2. weltkrieg...

Ich bin mir ganz, ganz sicher, sein dad hat ihn in die neue welt abgeholt... :smile:

Lg,
Melissa

Atis
31.03.2007, 14:09
Silu, es tut mir sehr leid, dass Du zusätzlich zu Deiner Trauer auch noch Berge von Papierkram bewältigen musst, das ist gerade jetzt sicher sehr schwer. Ich bin sicher, dass Dein Mann in der Nähe ist und versucht, Dir zu helfen, mit allem fertig zu werden.

Lillan, Menschen, die eine Nahtoderfahrung durch z.B. Ersticken oder Ertrinken hatten, berichten auch oft, dass ihr Körper zwar einen Todeskampf durchmachte, ihre Seele währenddessen aber bereits außerhalb des Körpers war und sie sich sehr sehr wohl und friedlich und geborgen fühlten.

Melissa, ja, ich glaube auch, dass Euer Bekannter von seinem Vater abgeholt und willkommen geheißen wurde!

Inaktiver User
03.04.2007, 13:22
Einen schönen Tag für Euch.
Seit ich das letzte mal hier war ist ja einiges geschrieben worden.
Prinzessin, es war sicher nicht meine Absicht jemandem hier die Hoffnung zu nehmen. Sollte das so gewesen sein tut es mir Leid. Bei dir ganz besonders. (Ich wollte dir noch eine Internetadresse schicken. Kann man hier denn auch mailen? Ich weiß doch wie sehr du deinen Bruder vemisst. Ach man.)
Andererseits stelle ich ja eigentlich nur Fragen, Euch, mir selbst... Ich würde gern wissen was "danach" kommt und wäre genau so getröstet wie es viele von Euch sind wenn ich denn überzeugt wäre, dass es mit Licht und Liebe weiter geht, dass wir all unsere Lieben wieder sehen u.s.w... Nur leider kann ich nicht (einfach so) glauben. Es geht nicht, nicht nur aus wissenschaflichen Gründen. Ich brauche immer Beweise, das ist, vielleicht leider so.
Mir ist noch nie etwas in diese Richtung passiert, obwohl ich mit Sicherheit offen dafür bin. Natürlich habe ich auch manchmal das gefühl nicht allein zu sein, aber ich denke dann immer, das sind einfach irgendwelche Urängste.
Wie oft habe ich schon darum gebeten, mehr zu erfahren. Vielleicht bin ich ja sogar in dieses alte Hexenhau gezogen deswegen.
es ist sogar so, dass ich mit einer Freundin, die sehr krank war und bei der abzusehen war, dass sie mich nicht überleben wird, vor 3 Jahren vereinbart hatte, dass sie, wenn es irgendwie möglich ist, mir irgendein Zeichen geben soll, wenn sie die Grenze überschritten hat. Sie starb vor etwas mehr als 2 Jahren und Ihr könnt mir glauben, dass ich noch heute Öhrchen spitze und auf irgend etwas warte. Es kommt einfach nichts... :-(

Nun könnte man meinen, aha ein Zweifel! Zweifel sollten ja wohl auch immer erlaubt sein. Radikale Ansichten sind nie gut, blinder glaube ist mir persönlich eben einfach zu wenig. Euch, die Ihr entsprechende Erlebnisse habt kann ich nur beneiden. Aber ich habe ja auch nicht nur diese Zweifel weil mir ein Beweis fehlt. Ich zweifle ja nicht nur. Ich sage mir, es kann ja auch Gründe dafür geben, dass sich Verstorbene einfach nicht melden können, wollen oder was auch immer. Vielleicht ist es "verboten". Gründe dafür gäbe es genug. Vielleicht befinden sie sich ihre Seelene, bzw. ihr Bewusstsein aber auch in einer Dimension, zu der wir einfach keine Verbindung aufnehmen können und sie dann eben auch nur unter bestimmten Umständen mit uns, z.B. in Krisen. Und es gibt ja auch die Ansicht, dass Zeit nur hier bei uns existiert. Das wäre auch noch eine Erklärung. Wir (als Seelen) bedienen uns des Körpers um zu lernen, uns auszudrücken... Wenn dem so ist, wäre es ein Fehler anderen in diese Lernphase zu pfuschen indem man ihnen Mitteilungen aus dem "Jenseits" macht.

Ich würde mich freuen, wenn ich mit Euch über genau diese Themen diskutieren könnte und. Wenn es aber Euer Wunsch ist, Euch nicht von jemandem wie mir irritieren zu lassen, dann schreibe ich nicht mehr. Ich will ja niemanden verletzen und ich weiß selbst was Trauer bedeutet.
Nur ist es eben so, ich möchte erfahren, vielleicht kommt da das Trost spenden ein wenig zu kurz. Ich wünsche Euch jedoch ganz viel Kraft und immerhin stehen meiner Meinung nach die Chancen ja wirklich nicht schlecht dafür, dass es weiter geht, wie auch immer das genau aussehen mag.

Ganz liebe Grüße Reethexe

Atis
03.04.2007, 21:49
Wenn es aber Euer Wunsch ist, Euch nicht von jemandem wie mir irritieren zu lassen, dann schreibe ich nicht mehr. Ich will ja niemanden verletzen und ich weiß selbst was Trauer bedeutet.
Warum solltest Du nicht mehr schreiben? Du stellst Fragen, Du möchtest offensichtlich lernen, erfahren, wissen, Dich austauschen. Das ist doch okay.

Du schreibst, Du brauchst Beweise. Und oft fällt mir auf, dass Leute sagen, "Es weiss ja niemand, was danach kommt". Mein Gedanke ist dann immer: "Wirklich nicht?" Wenn man sich sehr mit Nahtoderfahrungen beschäftigt und viel liest (z.B. Moody, Kübler-Ross, Kenneth Ring und viele andere, siehe auch den Thread "Unser Forums-Bücherschrank"), dann hört man so viele Dinge, die sich nicht mit "letzten Aktivitäten des Gehirns" oder "Halluzinationen" erklären lassen.Warum wird dies nicht anerkannt? Siehe meine Beispiele oben: Es ist nicht erklärbar, dass klinisch Tote offensichtlich in Nebenräume 'gehen' können usw., usw.(siehe oben). Für mich sind dies Beweise, dass es danach weitergeht...

Und natürlich haben mich die eigenen Erlebnisse darin bestärkt. Du sagst, dass Dir noch nie so etwas passiert ist. Vielleicht wartest Du zu sehr darauf? Mir ist bei meinen / unseren Erlebnissen aufgefallen, dass sie selten dann geschehen, wenn man darauf wartet. Sondern eher dann, wenn man gar nicht damit rechnet...

Inaktiver User
04.04.2007, 08:12
Warum wird dies nicht anerkannt?


Atis, ich vermute, aus Angst !
Angst davor, dass tatsächlich etwas "danach" kommt.
Etwas, was -scheinbar- gänzlich unbekannt ist.
Auch Angst vor der "eigenen Größe".
Denn, wenn man sich sehr intensiv mit der Thematik beschäftigt, dann erkennt man so manches, was der Mensch an sich immer weit von sich weisen würde.
(Verantwortung für sich selbst und diese Welt)
(und die beständige Nähe zum Schöpfer)

Ich habe selber so meine kleinen Probleme damit, dann und wann. Denke, kann das wirklich sein, dass wir ein solch großes Potenzial und Wirkmacht haben?

Wenn man anfängt darüber nachzudenken und sich darin zu verlieren, in der Vorstellung, was da alles noch IST und ewig existiert, dass unser Universum das wir wahrnehmen können mit menschlichen Sinnen und Gedanken, nur ein winziger Teil ist... und dass es "Zustände/Orte" gibt, die für uns Menschen nicht mal vorstellbar sind...
usw.
usw.

An ein Weiterleben nach dem "Tod" zu glauben, ist wie ein Sprung ins kalte tiefe Wasser ;-)

Werde ich schwimmen können oder untergehen?

Inaktiver User
04.04.2007, 08:14
Als Anregung hier noch mal mein Buch-Tipp
"Zuhause in Gott"

Dieses Buch ist eine gute Möglichkeit von vielen, tiefer in die Thematik einzutauchen
(ich lese es gerade selber zum dritten Mal)

Inaktiver User
04.04.2007, 11:17
Hallo,

auch ich bin sicher und habe eigene Erfahrungen in meinem Leben, die mich ruhig sein lassen, dass wir nicht nur unsere Körper sind und dass alle Seelen auch weiterhin leben. Und ja, wir werden abgeholt. :blumengabe:

nathaliethor

Madame_butterfly
04.04.2007, 15:37
Liebe Frangipani,
liebe Reethexe,

auch ich glaube ganz fest an ein (Weiter)Leben nach dem Tod und daran, dass wir an der Schwelle des Übergangs in unser neues Leben von unseren Liebsten, die uns vorausgegangen sind, in unendlicher Liebe empfangen werden.

Weißt Du, wir können die Schöpfung und den Urgedanken wohl niemals wahrhaftig erfassen. Und das macht auch Sinn, denn sonst könnten unsere Seelen nicht „unbelastet“ ihre Erfahrungen auf der Erde einsammeln. Deshalb wohl sind wir neben unserem Verstand auch mit unserem Glauben und unserem Urvertrauen ausgerüstet. Und doch finde ich es immer wieder richtig, die Dinge zu hinterfragen, sie verstehen zu lernen. Ich habe es einst nach dem Tod unseres Kindes, nach seiner Umwandlung, so für mich ausgedrückt:

»… unsere Gedanken, unsere Sehnsucht und unsere Liebe prallen gegen eine unsichtbare Wand, wie gegen das Ende des Horizonts, den unsere Augen erblicken. Weiter können wir einfach nicht schauen. Aber hinter dem Horizont, da gibt es einen Ort, der unseren Augen verschlossen ist. Darum müssen wir sicherlich glauben, aber gewiss auch verstehen lernen, müssen weiter schauen. Warum sonst hat uns Gott mit Verstand und Sprache ausgestattet?«

Als unser Töchterchen starb, hatte auch ich diese große, schier unendliche Not, diese Angst, dass es sich ganz allein auf die Reise in ein „fremdes Land“ begeben hat. Es war ein schrecklicher Gedanke und hat mir das Herz ein weiteres Mal zerrissen. Ja, da war jene unvorstellbar quälende Not, dass ein kleines Kind, das einem anvertraut wurde, das noch zu klein ist, um allein durch die Welten zu reisen (so meine menschliche und mütterliche Vorstellung), nun ganz allein auf die „große“ Reise gegangen ist – allein und weit, weit entfernt von Mami und Papi.

Doch überraschend, wie aus heiterem Himmel (?!), dachte ich an meine verstorbene Großmutter, die ich übrigens nie kennengelernt habe, weil auch sie bereits in jüngeren Jahren starb. Aber nun tauchte ihr Bild vor meinem inneren Auge auf, und ich empfing dabei ein besonders warmes, zärtliches Gefühl. Immer wieder fragte ich mich, warum ich gerade jetzt immer und immer wieder an meine Großmutter denken musste. Ich konnte es mir nicht erklären.

Aber dann trug sich ein Erlebnis zu und machte meine Großmutter nochmals präsenter, in wirklich beeindruckender Weise. Ein Zeichen aus dem Himmel, ein liebevoller Gruß, eine Antwort auf angsterfüllte Fragen, denen auch mein Verstand sich nicht länger verschließen konnte. Denn in dem Moment, in dem ich diese eine bange Frage, wer sich nun um unser Kind kümmern wird, in mir bewegte, just in diesem Moment erhielt ich ganz unvermittelt die beruhigende Antwort: „Omi Antonia!“ Ja, meine Großmutter, sie kümmert sich um unser Kind, damit es sich in seiner neuen Umgebung schnell zurechtfindet. Und allein dieses Wissen ließ mich damals ruhig sein …

Ich bin zuversichtlich in meinem Glauben, dass alle unsere Lieben – und auch unser Kind – sich nun in einer bezaubernd schönen und friedlichen Welt befinden. Und so muss ich auch denken, denn jede andere Vorstellung würde mich um den Verstand bringen. Und doch bin ich ähnlich angelegt, wie Du, liebe Reethexe. Auch ich hinterfrage immer wieder die Erlebnisse und muss immer wieder lernen, meinen Sinnen, meinen Gefühlen, meiner inneren Stimme neu zu vertrauen. Muss lernen, die Ratio einfach hier und da weniger wichtig zu nehmen. Aber es ist doch auch das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele, das uns nach vorn bringt, das uns die Dinge in seiner Gänze begreifen lässt. Indem ich gelesen und hinterfragt habe, hat mein Verstand auch noch eine Portion „Sicherheit“ bekommen. So kann ich mit anspielenden Aussagen, wie „Ja, wenn es Ihnen in Ihrer Trauer hilft, so zu denken …“ oder „Wie schön, dass Sie daran glauben …“ gut leben. Das könnte ich vielleicht nicht, wenn sich nicht auch mein Verstand einst auf die Suche begeben hätte.

Ist es nicht so, dass wir manchmal das Flüstern aus der anderen Welt erst dann erfahren, wenn wir durch Krisen gehen, Grenzerfahrungen durchleben müssen, wenn nichts mehr bleibt …? Doch dann kann es, so wünsche ich uns allen, zu einer Gewissheit wachsen. Aber die Zeichen, Botschaften und Signale sind manchmal eben auch ganz anders, als wir es erwarten … kleiner, bescheidener, und dann wieder gar großartig, beinahe mächtig, dass es einem den Atem raubt …

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich bestimmte Geschehnisse erst annehmen kann, wenn ich sie verstehe … Und doch habe ich zwischenzeitlich gelernt, auch meiner inneren Stimme und meinem Gefühl zu vertrauen, die Ereignisse einfach anzunehmen, ohne sie zu bewerten. Es ist ein wirklicher spiritueller Erfahrungsprozess. Für mich ist es so, als gelte es, eine Kunst zu erlernen.

Doch was ich darüber hinaus festgestellt habe, ist folgendes: Wenn man sich einmal auf das Thema Spiritualität eingelassen hat, dann lässt es einen nicht mehr los. Vermutlich, weil die Seele sich (endlich) artikulieren darf, sich auf ihre Suche und ihr Sein besinnt … Wenn mich heute jemand fragt, warum ich mir mit manchen Botschaften aus der himmlischen Welt so sicher bin, so antworte ich ganz entspannt: „Ich habe es gefühlt – und damit weiß ich es.“ Denn »das Herz des Menschen ist im Stande, die Bedeutung dieser Stimmen zu fühlen und zu begreifen.« (Khalil Gibran)

Liebe, liebe Grüße :blume:

Atis
05.04.2007, 01:05
Liebe Lavendelmond,

ja, es hat wohl viel mit Angst zu tun, mit der Angst vor dem Unbekannten und dieser unvorstellbaren Größe dessen, was danach kommt...
Ich kenne das auch von mir selbst, bzw. es ist nicht direkt Angst - Angst habe ich nur, wenn ich daran denke, dass Wesen, die ich liebe, sterben und ich Abschied nehmen muss.
Es ist bei dem Gedanken an meinen eigenen Tod eher so, dass ich keine Angst habe, mir aber der Atem stockt bei der Vorstellung daran - weil es so etwas absolut Großes und, ja, Großartiges ist... weil es meiner Meinung nach so ist, dass wir nach dem Tod nach Hause gehen, in unsere eigentliche Heimat. Es ist absolut keine Furcht, aber Ehrfurcht...

Wenn mein Mann und ich Verstorbene gespürt und gesehen haben, dann hatten wir (so stellten wir immer fest, wenn wir darüber sprachen) beide auch dieses Gefühl von "Wow, das überfordert mein armes kleines Gehirn jetzt fast ein bißchen":smirksmile: - es ist einfach eine Berührung mit einer Welt, die so viel größer und großartiger ist als das, was wir sonst so wahrnehmen...


Liebe Nathaliethor, liebe Madame_butterfly,

ja, die eigenen Erlebnisse lassen einen einfach WISSEN, dass es nach dem Tod weitergeht. Und das klingt natürlich für viele Menschen erst einmal komisch... Mir ging es jedenfalls schon des öfteren so, dass ich, wenn ich von eigenen Erlebnissen berichtete, feststellte, dass ich auf andere entweder abgehoben wirkte, oder sie interpretierten es als Arroganz, oder man bekommt den Spruch zu hören, den Du, Madame_butterfly, zitierst: "Ja, wenn es Dir in Deiner Trauer hilft" (da fehlt dann nur noch ein begütigendes, nachsichtiges Kopftätscheln, nicht wahr?:freches grinsen: ).

Aber es ist einfach so - wenn man manche Dinge erlebt hat, WEISS man einfach, dass es nach dem Tod weitergeht, es tut mir leid, wenn das arrogant / überheblich / besserwisserisch klingt, aber so ist es nun mal...

prinzessin01979
05.04.2007, 10:46
Einen schönen Tag für Euch.

Prinzessin, es war sicher nicht meine Absicht jemandem hier die Hoffnung zu nehmen. Sollte das so gewesen sein tut es mir Leid. Bei dir ganz besonders. (Ich wollte dir noch eine Internetadresse schicken. Kann man hier denn auch mailen? Ich weiß doch wie sehr du deinen Bruder vemisst. Ach man.)


Reethexe

Liebe Reethexe,

natürlich kann man hier fragen stellen, auch solche, ob es ein leben nach dem tod gibt. :smirksmile:
Ich bin manchmal sehr empfindlich geworden, daher sicher meine reaktion.
Ich glaube und hoffe ja sehr an ein leben nach dem tod. Doch auch ich kann manchen kleinen zweifel, der wie ein winziger stachel im verstand sitzt, nicht ausschalten. Doch dann gibt, es wieder diese kleinen zeichen von brüderchen, die mir einfach vom gefühl her sagen- ja, dass kam von ihm und dann denke ich an all die erlebnisse von sovielen anderen menschen ( nahtoderfahrungen, zeichen von verstorbenen usw. ) auf der erde, so dass ich jedesmal diesen kleinen zweifel wieder ausräumen kann.
Denn soviele zufälle gibt es einfach nicht. Außerdem weiss ich auch, dass unser verstand nur begrenzt ist. Und dann stelle ich mir die frage, warum es dann überhaupt hier ein leben auf der erde gibt. Und komme letztendlich zu dem schluss- dass ich darin keine wirkliche logig sehe- wenn beim tod alles vorbei sein sollte.
Es muss etwas danach geben, dass sagt mir rein mein gefühl. :smirksmile:

Die internetadresse kannst du mir über eine PM schicken. :blumengabe:

Sei lieb gegrüßt,
Melissa :blume:

Inaktiver User
05.04.2007, 16:53
"Ja, wenn es Dir in Deiner Trauer hilft" (da fehlt dann nur noch ein begütigendes, nachsichtiges Kopftätscheln, nicht wahr? ).


:allesok:

Ich hab es einer Bekannten mal so erklärt: Wenn die Männer in den weißen Kitteln kommen, weil Du glaubst, dass ich verrückt bin, werde ich einfach sagen, dass war eine meiner üblichen Geschichten, die ich so gerne erzähle. :fg engel: Und mich Dir gegenüber danach entsprechend verhalten.

nathaliethor

Inaktiver User
05.04.2007, 18:48
Ja, es gibt ein Weiterleben nach dem Tod. Das glaube ich nciht, das ist mir Gewissheit.
Schon als Kind habe ich oft eine Frau gesehen die ich nciht kannte. Heute weiß ich, es war meine Großmutter, die nach uns schaute.
Dann habe ich oft einen jungen Mann gesehen, er war mir fremd und doch vertraut. Heute weiß ich, es war mein Vater, der schon Monate vor meiner Geburt sterben musste.
Meinen Großvater sehe ich oft und gern - er kümmert sich um unsere lieben Kleinen.
Ja, selbst meine Tiere sehe ich oft - sie sind glücklich und zufrieden, tollen mit unseren Kleinen auf der grünen Wiese hinter Opas Haus.
Ich selbst stand auch schon an der Schwelle, es ist unbeschreiblich. Alle waren da, aber sie haben mich nur besucht, sagten, meine Zeit ist noch nicht reif.
Mir kann keiner erzählen, dass mit dem Tod des Körpers alles vorbei ist. Die Zeit hier auf der Erde dient der Vorbereitung auf eine schöne neue Zeit. Alles, was wir hier erleben, hilft uns drüben.
Angst vor dem Tod habe ich nicht - nur vor dem Schmerz, den meine Lieben hier haben werden, wenn ich gehe.

Inaktiver User
05.04.2007, 21:46
:wangenkuss: für Citro :blumengabe:

Inaktiver User
05.04.2007, 22:03
nur vor dem Schmerz, den meine Lieben hier haben werden, wenn ich gehe..

Hallo Citronella,
auch ich finde Deinen Beitrag sehr hilfreich und schön. An diesem Satz bin ich allerdings hängen geblieben. Bevor ich hier meine (Fehl)Interpretationen vom Stapel lasse: Darf ich Dich bitten, was genau Du damit meinst?

Ich habe soviele Assoziationen dazu, dass ich nicht sicher bin, ob ich Dich verstehe.

:blumengabe:

Grüße
nathaliethor

Bloodyzicke
06.04.2007, 00:18
Hallo ihr alle,

ich finde auch, dass diese Art von Glauben eine sehr beruhigende ist.
Angst vor dem Tod? Mh, die hab ich jetzt vor knapp einem Jahr verloren.
Immer öfter habe ich meinen Schatz gespürt und gemerkt, er ist noch da und lässt mich nicht allein.
Und selbst wenn rationale Menschen behaupten, das ist alles Einbildung... Bitteschön, von mir aus kann das ruhig so sein, aber es hilft trotzdem und ich glaube fest daran. Was ist so verkehrt an einer Einbildung die das Leben erleichtert und Ängste nimmt? So lange man nicht den Alltag aus den Augen verliert ist es etwas sehr gutes!

Im letzter Zeit geht es mir häufig wieder schlechter und es hilft ungemein Stefan laut davon zu erzählen und sicher nicht immer und schon gar nicht unbedingt sofort, aber ich bekomme meine Antwort.

Es nimmt mir nicht nur die Angst vor dem Tod, sondern auch im Leben. Früher hatte ich ständig Angst, erst recht wenn ich im dunklen nach Hause laufe. Mit jedem Geräusch wurde ich panischer. Aber heute? Was soll mir schon groß passieren? Entweder habe ich meinen persönlichen Schutzengel oder aber im "schlimmsten" Fall wären wir eben wieder vereint.

Versteht mich nicht falsch, ich würde das nie selbst tun und ich bin auch nicht sonderlich risikofreudig und reize das Glück bis an die Grenze. Ich habe hier noch einiges zu erledigen und hänge am Leben.Außerdem würde ich mir nie verzeihen können, das ich anderen vorsätzlich so viel Leid zumute!!! Aber manches Mal, wenn ich darüber nachdenke, dann ist es für mich ein "Nach Hause Kommen".

Und in gewisser Weise wird mir dann warm ums Herz.


Liebe Grüße und trotz allem ein paar schöne Ostertage

Yasmin

Inaktiver User
06.04.2007, 13:16
Hallo Citronella,
auch ich finde Deinen Beitrag sehr hilfreich und schön. An diesem Satz bin ich allerdings hängen geblieben. Bevor ich hier meine (Fehl)Interpretationen vom Stapel lasse: Darf ich Dich bitten, was genau Du damit meinst?

Ich habe soviele Assoziationen dazu, dass ich nicht sicher bin, ob ich Dich verstehe.

:blumengabe:

Grüße
nathaliethor

Gern erkläre ich, was ich damit meine:
Mein Mann ist ein sehr lieber und vor Allem sehr sensibler Mensch. Er kann es schon nicht ertragen, wenn er sieht, dass ich Kopfschmerzen habe. Er fühlt sich dann so hilflos - machtlos.
Damals nach dem schweren Unfall, den ich hatte, litt mein Mann am Meisten unter der Trennung. Er konnte mich seiner Meinung nach nciht erreichen, jedoch spürte ich seine nähe und hörte seine Worte. Meine Seele ist eins mit seiner Seele.

Der Vater meines Mannes ist schwer krank. Als Papa auf der Intensivstation lag und es sehr schlecht für ihn aussah, da litt mein Mann Höllenqualen.

Unsere Eltern (also die Eltern meines Mannes) sind schon ganz nervös, wenn sie uns eine Woche lang nicht sehen und wir kommen dann auch nicht am Wochenende. Sie leiden darunter, machen sich Sorgen, dass wir sie nicht mehr lieben oder ihnen etwas Schlimmes verschweigen (Krankheiten oder andere Sorgen).

Als der Onkel meines Mannes in die andere welt ging, litt mein mann auch sehr darunter. Für ihn war H. wie ein Bruder (sie sind nur wenige Jahre auseinander).

Selbst den tod unserer Tiere konnte mein Mann nur schwer verkraften - er hang sehr an den Beiden.

Deshalb habe ich Angst davor, eher zu gehen als mein Mann oder seine Eltern. Meinen Vater könnte ich drüben kennenlernen, darauf freue ich mich schon. Meine Mutter sagt immer, er sei ein toller Mann.

Inaktiver User
06.04.2007, 15:01
Hallo Citronella,

ich danke Dir sehr! Das habe ich so nicht... wissen können :blumengabe:

Grüße
nathaliethor

frangipani
10.04.2007, 01:26
Hallo Ihr Lieben

ich bin noch nicht aus diesem Strang verschwunden - lese (un)regelmaessig mit, ich hab nur gerade etwas viel zu tun - ich wollte mich nur kurz melden und sagen, dass ich die Unterhaltung hier sehr interessant finde. Danke.

lg
frangipani

stern2007
11.04.2007, 19:59
Hallo zusammen und einen besonderen Gruß an Atis;

ich habe mich dass erstemal heute in diesem Forum eingeklickt.
Meine Mutter ist vor 9 Wochen gestorben. Bis jetzt konnte ich
noch nicht darüber schreiben; habe nur die Beiträge in diesem
Forum gelesen.
Ich komme auch nur sehr schwer über den Verlust meiner Mutter
hinweg und habe mir deshalb auch Bücher über die Nahtoderfahrungen
gekauft, weil ich wissen wollte, ob es meiner Mutter gut geht.
Ich habe den Beitrag von Atis gelesen. Sie schildert, dass die Pendeluhr ihres Großvaters zum Todeszeitpunkt stehen geblieben ist.
Da kann ich euch sagen, dass meine Armbanduhr zur Sterbezeit
meiner Mutter ebenfalls stehen geblieben ist.

Ich hatte schon immer ein sehr enges Band zu meiner Mutter.
Als ich 14 Jahre alt war, musste ich ins Krankenhaus und
wurde operiert. Ich wachte aus der Narkose auf, verließ das
Krankenbett und ging zum Schwesternzimmer.
Ich stand im Türrahmen, als dass Telefon im Schwesternzimmer
klingelte. Die Schwester stand mit dem Rücken zu mir und konnte
mich nicht sehen. Als sie den Telefonhörer abnahm sagte ich damals einfach:"Ich will mit ihr sprechen" und es war meine "MUTTER" die anrief, um sich an mir zu erkundigen!!!!!

:Sonne:

Icebird
17.04.2007, 15:05
Hallo ihr alle,
bin sehr berührt und nachdenklich wegen euren Geschichten.

Meine Mama hat auch immer so Ahnungen und nicht alle, aber viele haben sich schon bewahrheitet, leider auch diese:
Sie fuhr gerade vom einkaufen heim als sie urplötzlich vor Ihrem geistigen Auge meinen Bruder am Kreuz hängen sah. Sofort mußte sie an den Straßenrand fahren um sich zu beruhigen. Doch den ganzen restlichen Tag und auch in der Nacht fand sie keine Ruhe mehr wegen diesen Bildes (sie hatte schon Erfahrung mit ihren Ahnungen). In dieser Nacht bzw. Früh ist mein Bruder mit einem anderen Verwandten tödlich verunglückt, es war ein Karfreitag.

Wir hoffen sehr, daß es so ist wie ihr beschreibt (er "abgeholt" wurde, wiedersehen mit Verwandten, Freunden ...)

Atis
17.04.2007, 20:47
Wir hoffen sehr, daß es so ist wie ihr beschreibt (er "abgeholt" wurde, wiedersehen mit Verwandten, Freunden ...)
Es ist wirklich so, Icebird, da kannst Du wirklich ganz sicher sein.

Inaktiver User
17.04.2007, 20:48
Es ist wirklich so, Icebird, da kannst Du wirklich ganz sicher sein.
*unterschreib* :blumengabe:

Icebird
18.04.2007, 14:34
Lieb von Euch, danke.:blumengabe:

Schön, dieses Forum zu haben. Hier findet man Trost und das Gefühl, nicht alleine zu sein.