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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KFO-Behandlung meiner 11jährigen Tochter, Zuzahlung von 800 €



Inaktiver User
23.03.2007, 18:22
Hallo an alle KFO-Erfahrenen,
meine Tochter hat eine Kieferfehlstellung und bekommt jetzt auch die entsprechende Behandlung. Ich habe mir von meiner ZÄ einen KFO-Spezialisten empfehlen lassen, sie kennt ihn noch von der Ausbildung her und hält ihn für einen sehr guten Kieferorthopäden.
Ich war nun mit meiner Tochter hin und habe auch einen sehr guten Eindruck sowohl vom Arzt als auch von der Praxis, macht alles einen sehr professionellen Eindruck. Die Krankenkasse hat sehr schnell ihre Einwilligung zur KFO-Behandlung gegeben, weil ganz klar eine Behandlung notwendig ist. Nun hat sie erstmal eine herausnehmbare Klammer bekommen, danach kommen festsitzende Brackets und danach wieder eine herausnehmbare Klammer. Der Arzt hat mich jetzt darüber aufgeklärt und mir auch anhand von Modellen gezeigt, daß die "Standard-Behandlung" die die Krankenkasse bezahlt nicht der Qualität entspricht, die er für empfehlenswert hält. Die Brackets der KA sind viel größer (größere Klebefläche), Draht wäre qualitativ schlechter (nickelhaltig) dien Nachsorgeklammer auch nicht so hochwertig, wie die die er emphielt. Lange Rede kurzer Sinn: Die hochwertigere Behandlung, die er mir sehr ans Herz legt, weil einfach viel besser, kostet insgesamt 800 € (alles zusammen, da kommt auch nichts mehr hinzu, egal wie lange die Beh. dauert)
Mein Exmann meinte gestern wohl zu meiner Tochter, "das ist ein raffgieriger ZA", er gibt da nichts hinzu (ich hatte ihn gebeten, beim letzten Termin hinzugehen, weil ich schon vermutet habe, daß noch irgendwas mit Extrazahlungen kommt)
Wer hat Erfahrungen mit der KFO-Behandlung und "Extra-Zahlungen". Ich wäre ja schon bereit (kann mit 40 € Raten abzahlen) aber ich muß auch das Gefühl haben, daß es hier nicht wirklich um unnötige Extrakosten geht und die KA-Version nicht vielleicht doch völlig ausreicht.

LG
Gudmag

Inaktiver User
03.04.2007, 07:26
Hallo Gudmag,
es hört sich so an, als hätte Dir der Kieferorthopäde es gut und anschaulich erklärt. Es macht Sinn, mehr zu zahlen, denn die Krankenkassen bezahlen wirklich nur das "notwendige" an Materialien und wenn Du in Raten bezahlen darfst, ist das doch in Ordnung. Deine Tochter profitiert alleine schon durch die "Tragequalität" der hochwertigeren Materialien.
Lg Bine

Jolies
08.04.2007, 23:08
Hallo Gutmag,

bei meiner Tochter ist es nun auch so weit das die Zähne gebändert werden. Die lose Klammer hat sie 1 Jahr getragen.
Was mich verwundert, daß dir der Arzt schon zu diesem Zeitpunkt ein Komplettpreis nennt. Er kann doch noch gar nicht wissen wie die Behandlung verläuft?

Was ist denn in den 800 Euro enthalten?

Es ist bei uns so, daß jetzt Röntgenaufnahmen, Zahnreinigung, Versiegelung der Zähne und ein Gespräch, in dem ihr erklärt wird wie sie Zähne und Brackets pflegt anstehen. Bei der KFO hätte ich schlappe 300 Euro dafür zahlen müssen.
Mein Zahnarzt bietet diese Leistungen auch an. Bei ihm zahle ich dafür nichts :ooooh:
Er rechnet das als Kassenleistung ab.
Also ich wäre vorsichtig bei so einem Komplettangebot. Du siehst ja an meinem Beispiel, daß man durchaus nicht alles zahlen muß was dir der KFO erzählt.

LG Jolies :osterhase:

Inaktiver User
09.04.2007, 00:10
Doch, man kann vorher sagen, wie die Behandlung abläuft und mit welchen Behandlungsapparaturen, es sei denn, es kam etwas unvorhergesehens, wie z. B. bei herausnehmbaren Geräten schlechte Mitarbeit des Patienten. Dann geht man z. B. auf festsitzend über.

Lg Bine

Inaktiver User
10.04.2007, 09:41
Hallo Jolies, hallo bine,

ich habe mich mittlerweile auch noch im Internet schlau gemacht.
Also die Brackets, bei denen ich zuzahlen muß, sind z.B. viel leichter zu reinigen, die Behandlung ist insgesamt kürzer und soll auch nicht so schmerzhaft sein. Insgesamt wird es für meine Tochter wohl einfach komfortabler; ich denke ich zahl es in Raten ab. Erstmal danke schön für die Antworten.
LG
Gudmag

Sunnymoon
10.04.2007, 15:21
Noch eine Informationsmöglichkeit: www.unabhaengige-patientenberatung.de (http://www.unabhaengige-patientenberatung.de)
Die Seite ist von den Sozialverbänden und Verbraucherzentralen und wird von den Krankenkassen finanziert. Man kann da (auch telefonisch) Rat bekommen von Ärzten, Juristen... zu medizinischen Problemen.
Vielleicht hilft's?

LG
Sunnymoon

Inaktiver User
11.04.2007, 14:41
Hi Sunnymoon,
klasse, werd ich mir gleich mal unter Favoriten abspeichern!
Vielen Dank für den Tipp :-)

LG
Gudmag

Inaktiver User
13.04.2007, 09:42
Also ich musste auch vor einigen Jahren für meine KFO-Behandlung am Schluss etwas zuzahlen - allerdings wurde ich von dem miserablen KO nicht aufgeklärt, dass ich auch während der "normalen" behandlung kleinere Brackets bekommen hätte können... da ich eine Nickelallergie (nur leicht) habe, hatte ich solange ich eine "Feste" Spange hatte, Probleme damit.

Nun trage ich seit 3 Jahren statt einer herausnehmbaren Klammer (die man zum Schluss zum festigen bekommt) von innen an die Zahnrückseiten geklebte Drähte, hat mich für oben und unten 240 euro gekostet, aber ich muss sagen, es ist sicherer, weil bei mir damals eine starke korrektur vorgenommen wurde. Solche Investitionen in "bessere" behandlung lohnen sich schon - sprich das doch mal mit der ZÄ noch vorher ab.