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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kein Abschied - oder ist es etwas Anderes?



Inaktiver User
22.03.2007, 13:48
Mir ist in den letzten Monaten immer wieder derselbe verzweifelte Hilfeschrei aufgefallen:

Ich konnte mich vor seinem/ihrem Tod nicht mehr verabschieden.

In verschiedenen Strängen wird im Moment auch dazu geschrieben, wie bitter es empfunden wird, wenn ein geliebter Mensch unsere Welt verläßt, aber kein richtiger, offizieller, beschreibbarer Abschied erlebt wurde.

Ich würde dieses Thema gerne mal ganz bewußt hier zur Diskussion stellen. Ich selbst bin sicher, dass Sterbende sich immer "verabschieden", bevor sie gehen. Allerdings hat das m. E. überhaupt nichts mit dem zu tun, was wir Lebenden unter Abschied verstehen. Es ist ein Loslassen ganz anderer Art, eines das ja mit dem "Nie wieder" endet. Wenn ich mich von einem Lebenden verabschiede, mit dem Gedanken "nie wieder" hat das doch eine gehässige und negative Komponente. Die "Verabschiedung" eines Sterbenden gleicht da doch eher einer Liebeserklärung.

Ich denke, es tut uns allen gut, wenn darüber berichtet wird, wie so ein letztes Mal aussehen kann, ob es wirklich in den letzten Minuten sein muss, ob es vielleicht Gemeinsamkeiten gibt, die wir hier lesen können, auch wenn die Erfahrungen ganz unterschiedlich sind.

Für die "Neuen", warum gerade ich das Thema aufgreife. Vor über 5 Jahren hat sich mein Partner nach 15 Jahren zusammen sein das Leben genommen - mitten aus dem Leben, ohne Abschiedsbrief, ohne ersichtlichen Grund, ohne vorherige Andeutungen, für mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Heute geht es mir wieder gut. Aber ein Thema hat mich auch lange beschäftigt: Warum hat er sich nicht verabschiedet? Nach einiger Zeit wußte ich: Er hat sich verabschiedet, aber nicht so wie wir das 15 Jahre lang gemacht haben, wenn wir auseinander gegangen sind. Ich weiß bis heute nicht, ob er seinen Tod geplant hat, ob er den Zeitpunkt festgelegt hatte, als wir uns das letzte Mal gesehen haben. Aber das Loslassen für immer, das "Nie wieder" habe ich auch durch ihn erlebt. Es war für mich eben nur erst im Nachhinein zu erkennen.

Kranich

Inaktiver User
22.03.2007, 14:01
Meine betagte Mutter starb "in meinen Armen", wie man so schön sagt. Ich wusste, dass ihr Tod nahe war und blieb stundenlang bei ihr. Als ihre Atemzüge seltener wurden, habe ich sie umarmt. Dann hat sie, ganz friedlich, ihren letzten Atemzug gemacht. So konnte ich mich von ihr verabschieden. Aber wann und wie sie sich von mir verabschiedet hat? Ich weiß es nicht.

Mit einem Onkel von mir, eine Art Vaterersatz, war ich als junge Frau einmal im Urlaub. Er wollte von mir, dass ich mich an den Kosten einer bestimmten Ausgabe beteilige, obwohl das für ihn sehr ungewöhnlich war (er war sehr großzügig). Ich habe ihm schweren Herzens (war immer klamm) das Geld gegeben..
Jahre später besuchte er mich. Er litt schon lange an Diabetes, war aber nicht schwer krank. Plötzlich umarmte er mich, entschuldigte sich für die Sache im Urlaub (ich hatte dies schon längst vergessen) und gab mir das Geld bis auf den Pfennig zurück. Ich wollte das eigentlich nicht, aber es war ihm wichtig und er bat mich unter Tränen, dies anzunehmen. Ich fand dies merkwürdig.

2 Wochen später starb er ganz ganz plötzlich, ohne dass wir uns noch mal gesehen hätten.

Heute weiß ich, dass die Geste mit dem Geld eine Art Abschied war. Für ihn, ich habe dies nicht bemerkt.

Ich denke es gibt verschiedene Arten des Abschiednehmens und natürlich gibt es auch Tod ohne Abschied.

Liebe Grüße, an alle in diesem Forum:blume:

Inaktiver User
22.03.2007, 14:04
Danke Rosemary, Du hast es noch besser beschrieben.

Die Frage muss wirklich lauten:
Wie "verabschieden" wir uns und wie "verabschieden" sich diejenigen, die sterben werden?

Kranich

ness
22.03.2007, 15:50
Hey Ihr!!!

ja, das kann schon sein, dass sich die Verabschiedungen unterscheiden, von den Sterbenden und von denen, die zurück bleiben.

aber wie ist das mit den gefühlen, dass man vielleicht versäumt hat, noch so vieles zu sagen???

einen lieben gruß.
und ein dankeschön für dieses forum mit euch.
ness

Timipu
22.03.2007, 18:00
Hallo ihrs,

mein Opi ist auch ganz plötzlich gestorben, also einfach morgens nicht mehr aufgewacht. Er war nicht krank oder so.

Meine Omi hat erzählt, er habe am Abend vorher seine Hausschuhe in den Mülleimer getan. Auf die Frage von ihr, was das denn soll, meinte er, dass er die nicht mehr bräuchte, ließ sich da auch nicht beirren und hat aber keine konkrete Antwort gegeben, warum er das denkt. Meine Oma dachte noch: "Jetzt spinnt er" und hat die Schuhe heimlich aus dem Müll genommen. Und am nächsten Tag wusste auch sie, dass er sie wirklich nicht mehr brauchte. Komisch gell? Aber sonst war er fit und fidel.

Was auch auffällig war: Mein Opi hat abends meist nur wenig gegessen, war immer sportlich und ein Asket, aber an dem Abend bevor er starb hat er sogar Pralinen gegessen, da hat sich meine Omi gewundert. Und er ist in der Nacht sogar noch aufgewacht und hat meine Omi gebeten, ihm was zu kochen, weil er Hunger habe und ihm kalt sei. Sie meinte dann: es ist drei Uhr morgens, ich koch jetzt nix." Ne Scheibe Brot wollte er aber nicht. Sie hat ihm dann eine Wärmflasche gemacht. Heute grämt sie sich sehr über ihre Reaktion, weil sie ihm das "letzte Essen" verweigert hat.

Aber sie sagt auch, dass sie es früher schon häufig erlebt hat, dass ältere Leute am Tag vor ihrem Tod recht viel essen. Sie haben früher immer so gesagt: "Derjenige braucht was für seine letzte Reise".

Grüßle von Timipu

Inaktiver User
22.03.2007, 18:45
Bei "Abschied" ist mir als erstes diese Erinnerung hochgekommen:


Wir waren in der Lebenshilfe, Martin im Rollstuhl, schwer gezeichnet von der Krankheit. Es sollte einfach nur ein Besuch sein, ein "Hallo, es gibt mich noch".

Da war dann ein Moment, wo er seine Hände in die Hände der Lehrerin legte, ihr tief in die Augen schaute und sagte:
"Du hast mit mir das Schreiben geübt"

Ich wusste sofort, das ist jetzt sein Abschied von ihr, sein Dank an sie.

:heul:

Inaktiver User
22.03.2007, 19:07
Vor ca. 27 Jahren habe ich in der Teestuben-/Dritte-Welt-Laden-Arbeit, die ich damals "machte", einen jungen Mann (so um die 20) kennengelernt, der von Geburt an schwer körperlich behindert war durch eine linksseitige Spastik samt Lähmung - ausserdem auch manisch depressiv mit immer wiederkehrenden Einweisungen in die Psychiatrie. Seine Mutter, die er vergötterte, war an einem Nierentumor gestorben, als er noch ziemlich klein war - sein Vater hat sich rührend um die drei Kinder gekümmert.

Walter war immer "Gast" ... und Einige haben sich sehr um ihn gekümmert. Aber er fühlte sich immer irgendwie ausgestossen und als Krüppel und witterte überall nur Mitleid statt Freundschaft.
Meine Tochter, damals ungefähr 5, hat ihn erst ein bisschen beobachtet und ihn dann einfach gefragt, warum er immer so zuckt ... und daraus entstand eine wunderschöne Freundschaft. Er hat mir immer wieder erzählt, wie sehr es ihn gerührt hat, dass dieses kleine Mädchen ganz einfach die Fragen gestellt hat, die doch alle anderen letztlich auch hatten - aber nicht ausgesprochen haben aus Rücksicht etc.
Er fühlte sich total angenommen - die Beiden haben jede Woche viele Stunden zusammen verbracht (ich war auch immer dabei), sie kletterte auch ganz ungeniert auf seinen Schoss und zeigte ihm ihre Schätze und plapperte drauflos - und er hat ihr vorgelesen ... Auch an Tagen, an denen er mit Niemandem reden wollte.
Etwa 8 Jahre später hatte er dann einen Tumor hinter seinem gesunden Auge ... nicht operabel ... und dann Metastasen ... ganz schlimme Depressionsschübe etc.
Hoffnungsloser Fall - zum Sterben haben sie ihn dann nach Hause entlassen.

Ich hatte als alleinerziehende Mutter und ganztags berufstätig jeden Tag irgendwie keine Zeit ... und eines Abends, kurz vor Feierabend MUSSTE ich dann noch zu Walter fahren.
Alles war wie immer. Sein Vater war froh, dass ich ihn am Krankenbett abgelöst habe ...
Ich habe mit Walter geredet - ihm ein bisschen erzählt - er war schon tagelang sehr unruhig und auch nicht mehr ansprechbar - aber als ich ihm von meiner Tochter ganz liebe Grüsse ausgerichtet habe, drehte er seinen Kopf zu mir, atmete ein paarmal ganz tief, seufzte irgendwie erleichtert auf - sein Atem wurde erst ganz ruhig und dann unregelmässig ... und er ist in wenigen Minuten in meinen Armen eingeschlafen. Für immer.

Ich werde das nie vergessen, es war, als ob er auf meine Tochter gewartet hatte ... und mit meinem Besuch und den Grüssen und Erzählungen konnte er dann "heimgehen" ...
SEIN Abschied von einem kleinen (und jetzt schon pubertierenden) Mädchen, das ihm eine bedingungslose Liebe und dieses Annehmen als ganz normaler Mensch entgegengebracht hatte - und dessen Liebe er selbst auch annehmen konnte, ohne diesen ewigen Verdacht auf Freundschaft aus Mitleid haben zu müssen.

Inaktiver User
22.03.2007, 19:20
Ich sitze jetzt hier und mir kullern die Tränen. Ich habe mir gar nicht bewußt gemacht, was hier an Antworten kommen könnte und wie sehr diese berühren.
Schon jetzt vielen Dank dafür. :blume:

Inaktiver User
22.03.2007, 19:56
Tag der Tränen ?
Ich weine auch.

kaffeesahne
22.03.2007, 21:19
Ich weine auch.

Eben habe ich den ersten Beitrag gelesen, und musste dann los zur Therapiestunde.

Ich hatte mehrere Abschiede.

...der letzte:
Er klingelt bei mir. Weint.
"Ich wusste nicht, wo ich sonst hingehen soll."

Am nächsten Tag hat er den Tod gewählt.

Kaffeesahne

prinzessin01979
22.03.2007, 21:31
...der letzte:
Er klingelt bei mir. Weint.
"Ich wusste nicht, wo ich sonst hingehen soll."

Am nächsten Tag hat er den Tod gewählt.

Kaffeesahne


Liebe Kaffeesahne,

das tut mir unentlich leid...

(ich wünschte mein brüderchen, wäre mal zu mir gekommen u. hätte geweint u. mir all seinen seelenkummer erzählt... - vielleicht wäre dann alles ganz anders gekommen... )

Das muss so bitter für dich gewesen sein...

Ich umarm dich mal ( wenn ich darf ).

Melissa

prinzessin01979
22.03.2007, 21:37
Liebe Kranich,

du schreibst, dass sie sich schon irgendwie von uns verabschieden, bevor sie gehen...

Ich habe darüber einiges gelesen, insbesondere bei suizid, nehmen sie ja für sich selber in einer bestimmten art und weise abschied...

Brüderchen fuhr einen tag vorher,( unerwartet ) nochmal zu unseren cousin und brachte etwas zu trinken mit und abends ging er zu einer ungewohnten zeit bei seinen zwei besten freunden vorbei, dort ließ er ein basecape von sich liegen... dasselbe tat er auch 2 tage vorher auf einer party, wo komischer weise die meisten seiner freunde u. ehemaligen schulkameraden anwesend waren... dort liess er auch eins seiner basecapes liegen...

Ach und unserer mutti, steckte er noch ein aktuelles passbild von sich in ihre geldbörse... welches sie ein paar tage nach seinem tod fand... ( sie hatte bis dahin ein von ihm wo er noch klein war )

Hinterher ist uns bewußt geworden, dass dies eine art abschiedsgeschenke waren...

Melissa

kaffeesahne
22.03.2007, 21:47
Danke, Prinzessin01979!

Es ist schon merkwürdig, die Szene wühlt mich auf.
Aber trauern in dem Sinn kann ich immer noch nicht wirklich.
Er hat die Entscheidung getroffen. Und ich kann sie sogar verstehn.

Keiner hätte ihm helfen können, nur er selber. Sein Leben muss jeder selbst leben, das können wir unseren Lieben leider nicht abnehmen.

Abschiedsgeschenke? Hört sich schön an.. irgendwie.

Ein halbes Jahr nach seinem Tod hatte ich den ersten Traum von ihm.

Ich war ganz klein und stand auf einem Tisch.
Er war Riesengroß, stand vor dem Tisch und neigte sich herunter, lächelte mich an.

Da hat er mit der Hand ausgeholt, und viele kleine (für mich grosse) bunte schöne Bälle auf den Tisch geworfen.

Ich habe mich sehr reich beschenkt gefühlt!

Ich fühle mich sehr zweigeteilt. Hier schreibe ich von diesen traurigen Augenblicken, in einem anderen Strang habe ich gerade sehr albern geantwortet....

Ich muss das wohl so annehmen.
Im moment lebe ich alles, Trauer und Spass, gleichzeitig.
Merkwürdig.

Kaffeesahne

prinzessin01979
22.03.2007, 21:56
Liebe Kaffeesahne,

wie lange ist es her, seitdem er gegangen ist?

Deinen Traum finde ich wunderschön! Vielleicht wollte er dir damit sagen, dass das leben für dich! noch viele bunte überraschungen bereithält! ( die bunten bälle ) Und du weitermachen sollst, hier auf erden...

Du schreibst das du es merkwürdig findest, zusammen trauer und auch freude zu empfinden. Ich glaube, dass ist alles so ziemlich normal... na klar sind wir so unendlich traurig , dass sie gegangen sind- aber gleichzeitig sind wir doch noch hier- in dieser welt... und umso schöner ist es doch wenn wir noch und trotz alledem freude empfinden können... und unsere lieben vorausgegangenen freut das ganz bestimmt auch- wenn wir wieder etwas mut u. hoffnung fassen- und wieder lebensfreude entwickeln können...

kaffeesahne
22.03.2007, 22:06
Liebe Prinzessin,

danke für deine lieben Worte!

Er ist jetzt 1 1/2 Jahre tot.

Und bei deinem Bruder, wie lange ist das her?

Bitte löse dich von dem Gedanken: ..."vieleicht wäre dann alles ganz anders gekommen..."
Es gibt immer eine Alternative in der Erinnerung.

Wichtig ist aber, das ER zu dem Zeitpunkt keine gesehen hat.

Du konntest sein Leben nicht leben.
Du kannst nur Deins leben.

Ganz liebe Grüße
Kaffeesahne

prinzessin01979
22.03.2007, 22:23
Liebe Prinzessin,



Du konntest sein Leben nicht leben.
Du kannst nur Deins leben.

Ganz liebe Grüße
Kaffeesahne

Jetzt stehen mir die tränen in die augen... ja und das möchte ich auch so gern wieder!!! Und ich habe auch zu brüderchen schon gesagt: ok, es war deine entscheidung nicht mehr leben zu wollen- aber ich , ich lebe noch... und ich möchte verdammt nochmal nicht mein ganzes leben so traurig sein... ich bin gerade mal 28 jahre alt geworden... und ich habe für mich entschieden: das ich kämpfen werde! Nicht- um jeden tag einfach irgendwie zu überstehen- nein! - ich möchte auch eines tages wieder glücklich sein können... und habe ihm dabei gebeten mir zu helfen. Und bin mir sicher, er zeigt mir jetzt irgendwie den weg- auch wenn er fast 12 jahre jünger ist wie ich... ;-)

Und ja , ich muss mich auch davon lösen- von diesen hätte ich doch und wäre es doch usw... aber da brauch ich glaube noch ein bisschen...

Bei mir ist es knapp ein halbes jahr her.

War es ein freund von dir oder jemand aus der familie, liebe kaffeesahne?

Sei ganz lieb gegrüßt,
Melissa

kaffeesahne
22.03.2007, 22:28
Ein Freund, der mein Leben 21 Jahre begleitet hat.
Wir haben gemeinsam auch andere aus dem Freundeskreis verabschieden müssen.

Ich glaube dir, wenn du das Gefühl hast, er hilft dir.
Aber mal ein anderer Gedanke:
Ich finde, alles hat seine Stunde. Die Trauer hat die ihre, und sie läßt sich nicht abkürzen.

Leb die Trauer aus.
Ein halbes Jahr ist nicht viel, es ist nur ein Sandkorn.

Sei traurig, verzeih ihm!
Verzeih dir!

Kaffeesahne

prinzessin01979
22.03.2007, 22:48
21 Jahre- so eine lange zeit... er fehlt dir bestimmt sehr in deinem leben...

Mir verzeihen... ja, es ist nur so schwer... Ich habe das gefühl, einfach keine gute, große schwester gewesen zu sein. Raus von zu hause zu beginn der lehre- ab in die welt, meinen eigenen kram gemacht, abendzu mein brüderchen gesehen, auch mal was mit ihm unternommen und sonst... mit mir all die jahre selber beschäftigt gewesen...

ich weiss einfach nicht mehr, ob das normal ist. ( gewesen ist )

Wir hatten denoch eine starke bindung zu einander- umso schwieriger für mich- das er nicht mehr zu mir kam- als er probleme hatte.

Ihm verzeihen? Ich bin ihm irgendwie nicht böse... seine verzweiflung steht dazwischen- auch wenn ich seinen weg, der entgültig ist, nicht verstehen kann.

kaffeesahne
22.03.2007, 22:52
Du bist du, Prinzessin, niemand anders.
Wenn du zurückdenkst, kannst du dir wirklich vorstellen, diese Dinge nicht getan zu haben, dein eigenes Leben gelebt zu haben.
Er wusste, das du da bist.
Er wusste, das alle anderen da sind, und doch hat er SEINEN Weg gewählt.
Dafür wird er schon SEINE Gründe gehabt haben.

Magst du erzählen, was geschehen ist?

Kaffeesahne,
die tiefen Respekt vor den Entscheidungen der Menschen hat

prinzessin01979
22.03.2007, 22:55
Liebe Kaffeesahne,

ich danke dir, für deine so lieben worte!

Meine geschichte findest du hier: unter: wie soll ich leben ohne dich...

Liebe Grüße,
Melissa

kaffeesahne
22.03.2007, 22:59
Entschuldige, ich wusste das nicht, werd aber gleich lesen.

Ich mache seit einiger Zeit eigentlich einen grossen Bogen um das Trauerforum.

Bei neue Foren Beiträge hab ich heute reingeschaut, und so wie es aussieht, ist es für mich Zeit für das Thema.

Ich gehe jetzt zu deinem Strang, lesen.
Ich wünsche dir alles Liebe!:blumengabe:
Kaffeesahne

Ricarda44
23.03.2007, 08:04
Ich kann mich an eine Sache erinnern, da war ich 9 Jahre. Wir waren mit der Klasse zum Baden gefahren. Und ich arme Wurst konnte noch nicht schwimmen. Wir gingen alle im Gänsemarsch auf dem Steg entlang, der das 3-m-Becken vom flacheren trennte. Ich trabte als Letzte. Übermütig wie man ist, steckte ich den rechten Fuß ins Wasser, rutschte ab oder verlor das Gleichgewicht - ist ja auch egal - jedenfalls plumpste ich ins tiefe Wasser und war mir der Tatsache nicht schwimmen zu können schon bewusst und machte auch gar keine Anstalten wieder hoch zu kommen. Ich sah über mir das Wasser wirbeln (das sah ganz lustig aus und gar nicht bedrohlich) und in Sekundenschnelle hatte ich nur die Gedanken "Das war es wohl. Ich muss ertrinken. Tschüß meine liebe Mama und mein lieber Papa".
Da war keine Angst, aber auch keine Hoffnung. Es tat auch nichts weh.
Und plötzlich griff 'ne Hand nach mir.
Da hatte mein Klassenlehrer, der zuvor an der Spitze marschiert war, mich so zu sagen "an den Haaren heraus gezogen".
Na, dann erfolgte das Übliche, damit ich wieder fit werde.

Ja, hm. Das ist so das, was mir in Erinnerung geblieben ist:
ES tut nicht weh.
Man hat keine Angst.
Aber letzte liebe Gedanken an liebe Menschen.

Vielleicht sind Bücher von Elisabeth Kübler-Ross über Nahtoderfahrungen für Euch interessant? Gerade Menschen, die dem Tod schon geweiht waren und ihm noch mal so "von der Schippe gesprungen sind", können meines Erachtens ganz gut wiedergeben, was sie so empfunden haben. Leider habe ich so ein Buch nicht mehr. Denn ich verschenke diese immer ganz gerne, wenn mir liebe Menschen mit dem Tod eines lieben Menschen so ganz schwer klar kommen. Da ist es immer hilfreich, wenn man Trost dadurch bekommt, wenn andere, die KURZ DAVOR standen und reanimiert wurden oder aus dem Koma erwachten, ihre Gefühle schildern.
Also mir hat meine eigene Erfahrung und das Lesen anderer Erfahrungen die Angst vor Sterben und Tod genommen. Aber um so wichtiger ist es mir auch, meinem Leben einen Sinn zu geben.

Ich denke, es könnte sein, dass es die Leute schwerer haben, die ihren Mitmenschen mit Groll und Gram im Leben begegnet sind, sich selbst immer zu wichtig genommen haben und wenig für andere ihr Herz geöffnet haben.

Es ist wichtig, sich mit dem Thema Sterben und Tod zu befassen. Meist ereilt uns diese Aufgabe aus dem Stehgreif heraus, weil in unserer Nähe so ein Ereignis eintritt. Viele Menschen sind aber auch beruflich fast täglich mit dem Thema konfrontiert. Ärzte, Altenpfleger/innen usw.

Ich versuche es heute schon, meinen Kids irgendwie zu vermitteln, dass Tod nur für die Hinterbliebenen sehr schwer ist, weil sie dieses Gefühl eines großen Verlustes, Angst, Schmerz, Verzweiflung usw. in sich spüren.

Und solche Sätze, die man dann ja oft zu hören bekommt: "Es wird schon weiter gehen...." - ja, man mag sie in solcher Situation nicht hören. Das klingt so lapidar, das ist ein Satz, der irgendwo im Moment der Trauer an unserem Bewusstsein abprallt und keinen Einlass findet, denn da sind ganz, ganz andere Gefühle.

Aber, auch wenn wir diesen Satz in einer bestimmten Zeit nicht wahrhaben wollen - er hat seine Berechtigung. Und viele von uns können das bestätigen.

Liebe Kranich, das hast Du fein gemacht, dieses Thema aufzugreifen. Ich denke, da tauchen wir mal wieder etwas tiefer in die Materie und Nichtmaterie.

Inaktiver User
23.03.2007, 08:55
Ich habe meinen Partner das letzte Mal 5 Tage vor seinem Selbstmord gesehen. Er war damals beruflich in einer anderen Stadt, so dass wir uns nur am Wochenende sehen konnten. An diesem letzten Abend wollte er unbedingt mit mir in das Restaurant gehen, in dem wir 15 Jahre zuvor das erste Mal zusammen essen waren. Es war ein Ausflug in die Vergangenheit und wir haben viel über die Zeit zwischen den beiden Essen geredet. Als wir um 1.00 Uhr morgens rausgingen, sahen wir den Vollmond. Er nahm mich in den Arm und meinte: Wenn wir ab jetzt getrennt sind, schauen wir den Mond an und denken aneinander. Wir sind dann noch bis 4.00 Uhr morgens durch die Innenstadt gegangen. Er wollte in jede Strasse, in jedes Geschäft schauen. Ich war so müde, aber er liess sich nicht davon abbringen. Danach sind wir noch nach Hause gefahren, haben seine Sachen zusammen gesucht und ich habe ihn zum Flughafen gebracht. Wir haben uns wie immer am Auto verabschiedet, und er ging in das Gebäude. Ich sass schon wieder im Auto, als ich plötzlich wie panisch ausstieg und hinter ihm herrannte. Ich konnte ihn nur noch von weitem sehen, weil er schon durch die Kontrolle gegangen war. Ich habe mich wieder ins Auto gesetzt und geheult ohne Ende. Ich wußte nicht, dass ich ihn nie wieder sehen würde. Als ich zu Hause zurück war, lag sein Schlüssel von der Wohnung auf dem Tisch. Sofort nachdem er gelandet war, habe ich ihn angerufen. Er meinte nur, ich wäre doch immer da, wenn er kommen würde, er bräuchte ihn deswegen nicht mehr.
Die Tage darauf waren eigentlich normal. Freitags wollte er wie gewohnt wieder kommen. Als ich morgens wach wurde, hatte er mir auf die Mailbox gesprochen, wie sehr er mich lieben würde. Ich habe versucht, ihn auf dem Handy zu erreichen, immer wieder habe ich die Wahlwiederholung gedrückt -1 Stunde lang ununterbrochen. Später erfuhr ich, dass er in dieser Stunde in das Hochhaus gegangen ist und aus dem obersten Stock gesprungen war. Einen Abschiedsbrief hatte er nicht hinterlassen.

Ein paar Tage später - ich kam nur noch mit Schlaftabletten zur Ruhe - kam er nachts im Traum und setzte sich zu mir ans Bett. Er erzählte mir, wie schön es da wäre, wo er jetzt sei, und er fragte mich, ob ich nicht mit ihm kommen wolle. Es hat mich zerrissen, aber ich habe geantwortet, dass ich hier bleiben würde, ich könnte nicht mitgehen. Er nahm mich in den Arm und ging. Ein paar Näche später kam er wieder. Er erzählte mir aus seinem Leben, teilweise Erlebnisse, die ich kannte,vieles aber, was ich nicht wußte. Als er zu Ende erzählt hatte, konnte ich verstehen, warum er nicht hier bleiben wollte, und auch warum er darüber zu Lebzeiten nicht sprechen konnte. Danach ist er nie wieder gekommen.

Aber der Vollmond ist uns geblieben, die ersten Monate habe ich die Vollmondnächte auf dem Balkon verbracht und mit ihm geredet. Und ganz genau an seinem ersten Todestag sah ich morgens die Kraniche wegfliegen. Kraniche sind in der Mythologie Seelentiere, die die Seelen der Menschen in ihre neue Welt begleiten. Da wußte ich, dass er endgültig gegangen war und fing an loszulassen. Es hat noch weitere 2 1/2 Jahre gedauert, bis ich zum Friedhof ging, den ganzen Tag dort blieb und ihm erklärte, dass ich nicht weiter die Partnerin eines Toten sein wollte, sondern jetzt mein Leben als ungebundener Single fortsetzen wollte - frei für das, was das Leben mir bietet.

Auch wenn mir jetzt seit langer Zeit selbst wieder die Tränen kullern, ich bin dankbar für diese Zeichen und Abschiede. Ich hätte es lieber anders gehabt, aber so konnte ich verstehen und respektieren.

Kranich

Inaktiver User
23.03.2007, 09:46
Liebe Kranich, deine Geschichte ist sehr bewegend.

Und dein Bild ist wunderschön. Die Bedeutung der Kraniche kannte ich noch nicht, aber bereits beim Lesen in der Mitte deines Beitrages musste ich immer dieses Bild anschauen und wusste, dass es da einen Zusammenhang gibt.

Ich möchte dir heute diesen Spruch widmen, der Autor ist ein französischer Komponist, dessen Namen ich mir nicht merken kann:

"Und scheide ich von dir, so lasse ich dir mein Herz zurück"

prinzessin01979
23.03.2007, 11:07
Liebe Kranich,

jetzt weiß ich, warum du kranich als deinen usernamen gewählt hast. Ich bin sehr bewegt von deiner geschichte!

Melissa

prinzessin01979
23.03.2007, 11:11
Ich wünsche dir alles Liebe!:blumengabe:
Kaffeesahne

Ich wünsche Dir auch alles, alles Liebe! Und wenn Du reden magst, ich bin hier oder per PM zu erreichen.

Sei lieb gegrüßt,
Melissa

Henner
23.03.2007, 16:03
Was ich hier gelesen habe, bewegt mich sehr, weil es mich an meine eigene Geschichte erinnert. Was ich erlebt habe, erzählte ich bisher nur wenigen Menschen.

Mein Vater erkrankte an einem Hirntumor. In der letzten Phase seiner Krankheit war er nicht mehr ansprechbar, er dämmerte vor sich hin. Ich war damals 18 Jahre und heillos überfordert mit der Situation. Mein Bruder schlug mir vor, dass er alleine in den Spital gehen würde. Ich litt zwar, konnte aber irgendwie nicht mehr ans Krankenbett. Ich hatte einfach nur Angst um ihn.

In der Nacht bevor er starb passierte etwas, das ich heute für real halte. Ich erwachte, weil ein heller Lichtstrahl unter der Türe meines Zimmers hindurch schimmerte. Mein Vater «flutschte» durch die Türe und setzte sich an mein Bett. Er sagte mir, dass er nun sterben würde, und dass alles gut würde. Er sprach ruhig und gefasst auf mich ein. An alles kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich weiss nur, dass er immer wieder sagte, dass alles gut werden würde.

Am nächsten Tag hielt ich das für einen sehr schlechten Traum. Bis dann der Anruf meines Bruders kam, derr ihn Tod im Bett vorfand.

Das Erlebnis hat mich damals sehr aufgewühlt und auch verängstigt. Ich hatte das Gefühl, dass das nicht sein kann. Heute ist es eine wunderbare Erinnerunng, die ich nicht missen will.

Henner

Inaktiver User
23.03.2007, 20:07
Liebe Kranich, deine Geschichte ist sehr bewegend.

Und dein Bild ist wunderschön. Die Bedeutung der Kraniche kannte ich noch nicht, aber bereits beim Lesen in der Mitte deines Beitrages musste ich immer dieses Bild anschauen und wusste, dass es da einen Zusammenhang gibt.

Ich möchte dir heute diesen Spruch widmen, der Autor ist ein französischer Komponist, dessen Namen ich mir nicht merken kann:

"Und scheide ich von dir, so lasse ich dir mein Herz zurück"

Liebe Rosemary,
ich danke Dir für die liebe Geste. Spontan habe ich gedacht wie schön. Ich habe den ganzen Tag darüber nachgedacht, ob ich ihn für mich auch so sehe. Sei mir nicht böse, aber ich habe mein Herz bei mir, ich habe es meinem Freund nicht zurückgelassen.

Als die Kraniche damals an seinem ersten Todestag wegzogen, hatte ich das Gefühl, er fliegt mit ihnen und sie nehmen mich oder wenigstens ein Stück von mir mit. Da habe ich mein Herz mitgegeben. Aber im Frühjahr kamen die Kraniche zurück. Sie haben mir mein Herz wieder mitgebracht, aber meinen Freund haben sie in seiner Welt gelassen. Ich war alleine mit einem leeren Herz. Ich habe dann Monate gebraucht, mein Herz wieder dahinzusetzen, wo es hingehört und in diesem Herz ein kleines Stückchen Raum zu schaffen, der nur meinem Freund gehört. Da hat er seinen Platz, von dort kann er mich erinnern, mal wieder mit dem Mond zu sprechen, den Kranichen im Herbst Grüße mitzugeben und im Frühjahr zu lauschen, ob sie für mich etwas mitgebracht haben.

Ich habe ihm mein Herz zurückgelassen, aber er hat es mir wieder gegeben, damit ich mein Leben für mich weitergestalten kann, und - was anfangs bitter - heute willkommen ist, auch um es einem Anderen zu schenken.

Kranich

Inaktiver User
23.03.2007, 23:19
Hallo !

Es gibt ein Leben danach,das hat sich auch beim heutigen lesen wieder für mich bestätigt.

Meine Eltern,damals erst kurz geschieden. Mein Vater (34J.) war ausgezogen.Ich habe in unendlich geliebt und gelitten unter dieser Situation. ( Mutter hatte schon einen Neuen).

Mit meinem Vater hatte ich tel.Verbindung.
Was sonst nie war,er hatte mich,bei meiner Lehrstelle angerufen und mir viel erzählt,aber so dureinander,das ich davon nichts mehr weis. Mein Lehrherr meinte ich müßte langsam Schluß machen um zu arbeiten.

Zwei Tage später Breufsschule,ich konnte mich nicht konzentrieren,war sehr nervös,unruhig. Bin noch wie immer nach der Schule,mit zu meiner Freundin gegangen.
Da steht die Schwester in der Tür und weint,du sollst schnell nach Hause kommen.
Mein Herz ist mir fast aus dem Leib gesprungen,ich wußte,es ist was mit meinem Vater.

Zu Hause, meine Tante,meine Mutter weint, mein Vater hatte sich in der Nacht zuvor umgebracht.
Ich kann mich bis heute nicht erinnern,das meine Mutter mich in den Arm genommen hat,würde sie auch niemals zugeben.
Aber ich erinnere mich genau,sagte sie zu mir, der xy ist auch da, ich sollte doch gehen um ihn zu trösten.
Das habe ich ihr bis heute nicht verziehen.
Beide fühlten sich scchuldig.

Warum hat er sich umgebracht,hab ich in den Himmel geschrieen,er wußte doch wie ich an ihm hänge,unsere Spaziergänge und Gespräche,wegen mir hätte er doch bleiben müßen.
Filmriss,ein ganzes Jahr,fehlt in meiner Erinnerung.
Immer wieder,Jahrelang diese eine Frage - WARUM. Keine Antwort.

Jahre später hat meine Mutter so mit mir geschimpft,weil ich nicht aufhörte zu fragen. So habe ich mich immer mehr von ihr entfernt.

30 Jahre nach seinem Tod. Gelesen,Gesucht, habe ich ein Medium gefunden.
Endlich konnte ich Kontakt mit ihm bekommen,ich habe alle Fragen beantwortet bekommen,er hat mir auch gesagt warum,das er in seiner Seele krank war,das er mich immer begleitet und er wußte alles von mir. Wir hatten eine Seelenverwandschaft.

Endlich konnte ich meine Trauer loslassen,ich weiss das es ihm gut geht. Das nach dreißig Jahren unedlicher Trauer.
Es war so als wenn eine Tür in mir aufgegangen wäre,ich habe viele Zeichen von ihm bekommen,bis heute.

Ich habe in der Altenpflege,viel gelernt über das Sterben und die Zeichen die es gibt.
Angst vor dem Tod,habe ich nicht mehr,weiß ich doch,dass ich meinen Vater wieder sehe.

Jetzt bin ich wieder traurig,so geht es mir auch wenn ich hier lese, aber schön das ich es einmal schreiben konnte.

Liebe Grüße Melia

Inaktiver User
24.03.2007, 00:18
Hallo Kranich !

Dir wollte ich doch noch Danke sagen,dass du dieses Thema

hier reingestellt hast.:blumengabe:

Ich habe auch deine Berichte verfolgt und freue mich für dich,dass du deinen Weg gefunden hast.

Liebe Grüße Melia

Inaktiver User
24.03.2007, 05:37
Liebe Melia,

ich drück Dich mal ganz vorsichtig. Danke für Deine Erzählung. Du beschreibst, dass auch nach langen Jahren dieser Abschied und das endlich Verstehen möglich ist.

Mir geht es so wie Dir. Mir geht es wieder richtig gut, aber wenn ich hier lese, kullern mir dann auch wieder die Tränen. Ich bin ehrlich gesagt noch am Nachdenken, wie ich das finde, da ich dachte, dass alle Tränen geweint sind. Andererseits ist es auch wohltuend zu lesen, dass das eigene Erleben nichts exotisches, befremdliches ist, sondern auch andere Menschen so damit umgehen. Das empfinde ich auch jetzt nach langer Zeit noch als wohltuend und bestätigt mich auf meinem Weg.

Kranich

Inaktiver User
24.03.2007, 17:00
Liebe Rosemary,
ich danke Dir für die liebe Geste. Spontan habe ich gedacht wie schön. Ich habe den ganzen Tag darüber nachgedacht, ob ich ihn für mich auch so sehe. Sei mir nicht böse, aber ich habe mein Herz bei mir, ich habe es meinem Freund nicht zurückgelassen.

Kranich

Liebe Kranich,

ich habe den Spruch zitiert, weil du geschrieben hast, dass dein Lebensgefährte in Liebe von dir gegangen ist und ich deshalb glaube, dass er dir sein Herz gelassen hat.

liebe Grüße (wollte dich nicht ins Grübeln bringen)

Inaktiver User
24.03.2007, 19:49
Liebe Kranich,

ich habe den Spruch zitiert, weil du geschrieben hast, dass dein Lebensgefährte in Liebe von dir gegangen ist und ich deshalb glaube, dass er dir sein Herz gelassen hat.

liebe Grüße (wollte dich nicht ins Grübeln bringen)
Liebe Rosemary,
ich finde das gut, dass Du mich hast ins Grübeln gebracht - ganz ehrlichen Dank dafür. So konnte ich mir da auch besser drüber klar werden. Mir hilft es sehr, wenn ich durch wertschätzende Worte meine Gefühle überdenke - zu oft drehe ich mich da sonst im Kreis.
Und soll ich Dir was sagen, ich merke grade erst, dass der Satz ganz andersrum da steht, als ich ihn gelesen und aufgefasst haben. Ich hatte verstanden, dass mein Herz bei meinem Freund ist, aber es liest sich jetzt genau andersrum: Er ist gegangen und hat sein Herz bei mir gelassen.
Da habe ich doch jetzt gleich wieder, was zum Nachdenken, denn obwohl ich über vieles nachgedacht habe -darüber noch nicht. Also gleich nochmals vielen Dank:blumengabe:
Kranich

Inaktiver User
24.03.2007, 21:34
Danke Kranich,für deine Antwort.:blumengabe:

Mir geht es wieder gut,wenn man von den Verletzungen meiner Mutter absieht.

Ich bekomme immer noch Zeichen,von meinem Vater und von meinem verstorbenen Mann.

Es ist ein gutes Gefühl,für mich. Trotzalledem,der Schmerz ist immer noch da.
Der Schmerz ist leiser geworden.

Grüße Melia