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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beetabtrennung mit Holzpflöcken, worauf achten?



Borealis
22.03.2007, 02:24
Hi,
ich bin gerade dabei, mir einen kleinen Gemüsegarten anzulegen, und möchte den gerne vom Rasen durch diese kleinen Holzpflöcke, die man in den Boden rammt, abtrennen.
Im Baumarkt gibts die gerade im Angebot mit 30 cm Länge, und dann gibts wohl auch noch längere, die teurer sind. Macht die Länge da einen Riesenunterschied? Welchen? Ausser, daß die längeren ja auch schwieriger in den Boden zu kriegen sind. Und wie bekommt man die überhaupt in den Boden? Einfach mit Vorschlaghammer draufhauen?
Und dann sind die ja wohl druckimprägniert? Wie umweltfreundlich sind die eigentlich? Ob die wohl Schadstoffe an den Boden abgeben?
Und wie lange hält sowas eigentlich? Insbesondere bei Verwendung von Kompost ... ob die da wohl schneller verrotten?

Ardea
22.03.2007, 15:47
Hallo Borealis,

du meinst diese kleinen (manchmal halbierten, dann an einem Draht angetackert) Holzpflöcke, Durchmesser etwa 4cm?

Die kann man recht leicht in den Boden hämmern, nur war ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Der Bogen war irgendwie Eckig und die Pflöcke waren auch nicht ganz gerade in der Erde. Das war irgendwie nix. Vielleicht hätte ich diese Dinger auch einfach fachgerechter in die Erde bringen sollen. :wie?:
Außerdem kann man an die Pflöckchen hin gar nicht gut rasenmähen und durch diese halbierten Pflockketten wächst der Rasen durch.
Nach nicht mal einer Saison hab ich sie wieder rausgerupft (war viel schwerer als das reinhämmern :smirksmile:) und dann große Holzpalisaden (Durchmesser ca 10cm) in 15cm lange Stücke geschnitten und diese dann auf Sand bodeneben wie Pflastersteine versenkt.

Vielleicht hat hier noch jemand einen brauchbaren Tipp für dich, wie du die Dinger in den Boden bekommst? Zu Schadstoffen und verrotten kann ich leider nichts beisteuern.

Grüße
Ardea

Borealis
22.03.2007, 16:36
Hi Ardea,
die, die ich meine, hatten einen grösseren Durchmesser, also auch so 10 cm, und würden dann wohl einzeln in den Boden gerammt, ohne Drahtverbindung. Und waren auch rund, und nicht halb.
Halten Deine Holzstücke denn jetzt, die sind ja jetzt gar nicht imprägniert, oder doch?

Ardea
23.03.2007, 11:50
Hallo Borealis,

aso, dann ist's mir jetzt klarer.
Mit diesen langen und dicken Pflöcken kann man schon was schöneres zaubern. Diese Pflöcke in den Boden hauen erfordert aber schon ein wenig Können, denn sie sollen ja schließlich gerade sein.
Die 30cm Pflöcke würde ich an deiner Stelle fast zu zwei Drittel wegen der Stabilität in die Erde bringen (sollte ganz gut mit einem Hammer und einer Unterlage, damit du die Pflöcke nicht aufschlägst funktionieren).
Bei längeren und damit auch weiter herausragenden Pflöcken bin ich mir nicht sicher, ob ein reines reinklopfen reicht, das habe ich noch nicht ausprobiert.

Unsere Abgrenzung aus "Holzrundlingen" hält sehr gut und sind auch stabil, wackeln nicht wenn man darauf steht. Lt. meinem Vater waren diese Pflöcke Druckimprägniert, was die Haltbarkeit erhöht. Natürlich ist die Oberfläche etwas abgewettert, aber das stört mich nicht.

Inaktiver User
24.03.2007, 16:05
Hallo Borealis,

wir hatten diese Pflöcke und wir sind davon kuriert. Wir fassten zwei Beete von jeweils 1 x 2 m, die direkt vor unserer Terrasse lagen, damit ein; die Pflöcke waren etwas länger, eher 40-45 cm, Durchmesser ca. 8 cm, druckimprägniert. Mein Mann verbrachte STunden damit, sie mit einem massiven Vorschlaghammer in den Boden zu rammen und konnte sich dann 3 Tage wg. eines tierischen Muskelkaters und Rückenschmerzen nicht bewegen. Armer Kerl. :-))

Nach 4-5 Jahren holten wir die Dinger alle wieder raus und mauerten eine nette Einfassung, sieht hübsch aus, ist stabil - und es VERROTTET nicht. Wir hatten das Problem, dass eins der Beete trotz Gartensüdlage auch im Sommer wg. einer Mauer ab Nachmittag im Schatten lag und das Holz trotz Druckimprägnierung Feuchtigkeit zog und vergammelte. Ameisen taten dann zusätzlich ihr Übriges. Die Pfähle zogen wir zum Teil verschimmelt und morsch aus dem Boden.

Wir würden es nicht mehr machen, zumindest nicht mehr mit diesen dicken Pfählen. Dann lieber diese aufgerollten Halbpflöcke, die es am Meter gibt, die lassen sich leichter austauschen.

LG,
Zuza

Borealis
25.03.2007, 11:43
@Zuza:
Danke für Deinen ausführlichen Bericht :blumengabe:, dann werden wir jetzt nochmal über Alternativen nachgedenken.

333
26.03.2007, 13:24
Hallo
wir hatten auch diese Holzpflöcke als Beetbegrenzung, die waren nach ein paar Jahren alle verschimmelt.Ich habe mal in einer Gartensendung einen Beitrag gesehen,da wurde so etwas wie eine Leiste aus Metall oder Blech vorgestellt,als Beetbegrenzung.Die kann man auch biegen,also daß es nicht nur so gerade wird.Leider weiß ich nicht wo es so etwas gibt.Weiß jemand was für Material das ist ,oder wo man das bekommt?
Gruß 333

Borealis
28.03.2007, 03:43
@Zuza: ich hoffe, Du liest nochmal mit. Aus was habt ihr denn die Beetabtrennung letztlich gemauert? Wir waren heute im Baumarkt - und diese stinknormalen Betonabtrennungen sind ja vermutlich schon das preiswerteste und haltbarste, was man da machen kann. Sind zwar nicht wirklich schön (das waren aber auch sämtliche teureren Lösungen, die es da gab auch nicht) - allerdings wollte ich sowieso ein Buxbaumhäckchen drumrumpflanzen, von daher wäre das auch nicht so wichtig - nur, mein Mann glaubt mir gerade nicht, daß man die Abtrennung dann gar nicht mehr so sieht.
Aber - und da gebe ich ihm recht - zum Grundprinzip Bauerngarten passen die Dinger auch nicht so richtig.

Bertrande1
28.03.2007, 08:10
Hallo Borealis,

ich habe ein kleines Beet mit diesen Rundhölzern abgetrennt, weil es höher stand als das andere und war damit nicht zufrieden. Es ist schwierig, das richtig hinzukriegen und es war nicht lange haltbar. (Vielleicht waren die Pflöcke auch nicht tief genug im Boden?)

Bei den anderen Beeten habe ich nur noch Buxhecken und bin begeistert. Der Bux geht ohne zusätzliche Abtrennung bei mir bis zum Rasen und ist bis auf das Schneiden absolut pflegeleicht.

Viele Grüße
bertrande

Inaktiver User
28.03.2007, 11:36
Hallo Bertrande,

die Pflöcke müssen wirklich tief in den Boden geklopft werden, sonst fehlt die Stabilität. Mein Mann benutzte dafür einen großen, entsprechend schweren Vorschlaghammer, was tierisch ins Kreuz geht.

Hallo Borealis,

doch, ich guck hier noch rein. :-) Ich hab gerade ein Bild (http://img408.imageshack.us/img408/7412/dscn3331ov4.jpg)gemacht, dann siehst du, wie das bei uns aussieht (muss dringend ran, stelle ich fest). Mein Mann hat sich wirklich die Mühe gemacht, und hat gemauert. Vorher hob er um die Beete herum, als die Pflöcke weg waren, einen kleinen Graben aus, von der Breite her etwa so breit wie Ziegelsteine sind, goss ein Betonfundament und darauf mauerte er dann fröhlich das Mäuerchen. 3 Tage Knochenjob, ich entwickelte abends ungeahnte Rückenmassagefähigkeiten und überlegte, ob ich nicht beruflich umsatteln soll. :freches grinsen: Aber ich finde das Ergebnis sehr hübsch, es wirkt nicht so glatt, kalt, sondern ländlich-rustikal. Auf den "Podest" stelle ich immer einen großen Pott mit einer schönen Hängepflanze.

LG,
Zuza

Borealis
28.03.2007, 11:51
Hallo Bertrande,
wächst denn da der Rasen nicht durch?
Ich dachte, man braucht irgendeine Beetbefestigung, die in die Erde geht, damit der Rasen eben da bleibt, wo er ist.

Borealis
28.03.2007, 11:55
Zuza,

:freches grinsen: das sieht auch schön aus, das Bild muß ich meinem Mann dann auchmal zeigen.
Nur schade, daß ich sowas bei meinem Mann nicht in Auftrag geben kann, weil wir alles Handwerkliche immer gemeinsam machen.

Bertrande1
28.03.2007, 13:37
Borealis, das hält sich in Grenzen. Ab und zu traut sich mal ein Büschelchen durch, genauso wie das übliche Unkraut, dann rupfe ich es halt raus. Aber die Hecke ist inzwischen sehr dicht, weil am Anfang fleißig geschnitten, fast wie ein Mäuerchen.
Zuza, da haben meine Kräfte nicht ausgereicht. Mit dem Vorschlaghammer bin ich nicht der Größte.:knatsch: