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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Obstkerne einpflanzen



Megan_Rose
16.03.2007, 20:32
Hallo zusammen,

vorgestern überkam mich ein Hauch von Gärtnerlust. Ich habe einen Apfel ausgestochen und die Kerne in einen Topf mit Erde gesteckt. Als Schulkind hatte ich das schon mal mit einem Aprikosenkern gemacht, und daraus ist tatsächlich ein kleines Bäumchen geworden. Dummerweise habe ich es in einem strengen Winter auf dem Balkon vergessen, und dabei ist es erfroren. :niedergeschmettert:

Mit dem Äpfelchen möchte ich mir mehr Mühe geben. :Sonne:

Wer von euch hat schon mal erfolgreich Obstkerne eingepflanzt? Demnächst möchte ich auch einen Mangokern und Birnenkerne in Blumentöpfe setzen, einfach so, und beobachten, was daraus wird. Ich finde es spannend, einem selbstgezogenen Pflänzchen beim Wachsen zuzuschauen. Bei meinem "Talent" ist es auch eine Herausforderung für mich.

Tragen solche selbstgepflanzten Bäumchen eigentlich auch Früchte? Apfelbäume z.B. sollen ja veredelt werden - was passiert, wenn man das nicht tut?

Was sollte man beachten, damit die Kerne gut gedeihen?

Freue mich auf eure Erfahrungen. :blumengabe:

LG Megan Rose

Maedel
16.03.2007, 22:43
Hallo Megan Rose,
meine Versuche habe ich mit Avocado- und Zitronenkernen gemacht. Die Avocadokerne sind immer gut angewachsen und ausgetrieben, aber die Pflanze sieht im Laufe der Zeit doch ziemlich langweilig aus. Deswegen mache ich das nicht mehr. Aber die Zitronenpflanzen (aus den Kernen von ganz normalen, selbstgegessenen Zitronen) wachsen ganz hübsch. Ich habe 3-5 Kerne in einen kleinen Topf mit Blumenerde gesteckt; die Pflanzen wachsen allerdings ziemlich langsam. Sie sind jetzt etwa 1,5 Jahre alt und ca. 17 cm hoch. Mir macht es auch Spaß zu beobachten, was sich denn aus den Kernen so entwickelt!
Gruß von
Mädel :knicks:

dastin
16.03.2007, 22:49
Hallo
Also, wir haben mal ne Ananas ausprobiert, das ist nix geworden, und wir hatten auch mal n Mangobäumchen, obwohl wir schon garnicht mehr dran geglaubt hatte, der Keim hat sich nämlich Zeit gelassen, und ist auch noch erstmal nach unten gewachsen. Irgendwann kam dann doch ein Keim, wir haben ihn in den Garten gesetzt, und mein Vater ist irgendwann mitr dem Rasenmäher drüber:knatsch: , seit dem ist nichts mehr zu sehn.
lG und viel Spaß mit sein Sprößlingen:blume: :blume: :blume: :blume:
Tin

easyklee
17.03.2007, 08:54
Ich habe Pinienkerne aus einem Zapfen in normale Erde gesteckt und es kamen lauter kleine Pflanzen. Nach dem Umtopfen sind jedoch alle eingegangen. :wie?:

Ich versuche es jetzt nochmal und stecke jeden Kern in einen Topf. Mal sehen was das wird.

Jenufa
20.03.2007, 16:39
Mein letztes "Apfelbäumchen" hat Mehltau bekommen und ist eingegangen. Ich wäre mir nicht mal sicher, dass da ein Baum daraus geworden wäre, da solche Obstbäume inzwischen oft so gezüchtet und geschnitten werden, dass sie mehr an einen Strauch erinnern. Falls Du Anzeichen von Mehltau siehst, geh sofort dagegen vor, sonst können Dir noch eigentlich weniger anfällige Pflanzen dabei eingehen.
Zitronen etc. eignen sich ganz gut, dabei immer Zitruspflanzenerde und -dünger verwenden, das tut ihnen gut.

Aster
21.03.2007, 14:51
Habe schon öfter Zitronen- und Orangenkerne eingepflanzt. Sie sind dann immer so 15cm groß geworden und irgendwann eingegangen...:heul: wohl doch nicht das richtige Klima hier....

Megan_Rose
21.03.2007, 22:01
Freut mich zu lesen, dass hier doch einige mit Kernen experimentieren. Da die Resultate gemischt sind, bin ich gespannt, wie lange "mein" Apfelbäumchen durchhält - sofern es überhaupt entsteht. Bisher regt sich im Blumentopf noch nichts, habe die Kerne ja erst vor einer Woche eingepflanzt. Wie lange hat es bei euch so gedauert, bis die Triebe sichtbar wurden?

Wenn sich das Apfelbäumchen - oder Sträuchlein - gut entwickelt, werde ich es auch mit exotischeren Sachen probieren. Kostet ja nicht viel. :freches grinsen: Ich würde die Töpfe auf unsere Westfensterbänke stellen, denn da wird es im Sommer tropisch heiß.

Asphaltblume
25.03.2007, 15:16
Was das Früchtetragen deines selbstgezogenen Apfelbäumchens angeht: Du wirst aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die Sorte bekommen, die du eingepflanzt hast (z.B. Braeburn, Elstar oder Jonagold), aber Früchte wird er schon tragen, halt eine neue Sorte, die meistens der Wildform etwas ähnlicher ist.
Allerdings entstehen ja so auch die absichtlich gezüchteten neuen Sorten - Blüte wird befruchtet (nur dass das nicht mehr dem Zufall und den Bienen überlassen wird), entwickelt sich zum Apfel, dessen Kerne ausgesät werden, und dann schaut man, wie das Bäumchen sich macht, wie es wächst, wie anfällig gegen Krankheiten es ist, wie die Früchte sind.
Genießbar sind sie sicherlich!

Man veredelt Obstbäume aus zwei Gründen: Erstens, um die Sorte reinzuerhalten, eine Art von Klonen: Man nimmt ein wildes (und dadurch robustes) Apfelbäumchen und pfropft ein Reis einer Edelsorte so darauf, dass die Krone und also die fruchttragenden Zweige nur aus der Edelsorte gebildet werden. Zweitens, weil die Unterlage bestimmte gewünschte Eigenschaften hat, die die Edelsorte nicht hat. Beispielsweise die Toleranz bestimmter Bodenverhältnisse, Krankheitsresistenz (Wurzelkrankheiten) oder die Wüchsigkeit (ob ein Obstbaum hoch wächst oder niedrig bleibt, hängt vorwiegend davon ab, ob man eine stark- oder schwachwüchsige Unterlage verwendet).