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Gofmann
09.03.2007, 19:04
Seit Karfreitag nicht mehr mit dem Mund geklöppelt!

Mein Sein war stets ein Sein der sublimen Sympathie, stilvoll und stufenlos, und ich wilderte mit meiner Wampe in allen Wäldern, ich pirschte mit meiner Pranke durch alle Pinten und ich leuchtete mit meiner Lampe in alle Löcher. So schnüffelte ich mit dem stoischen Stummel der straffenden Stigmata, der stygischen Symbolik der stampfenden Somata, an strapsigen Stelzen in pralligen Pelzen. Ich drückte mit dem preschenden Prügel des Pöbels, dem knienden Kolben des Knechters und der lustvollen Leier des Luders meine duftigen Dramen in dunkelste Dosen – und häufte mit meinem höllischen Hintern in himmlischste Hosen. Ich war der Schließer ohne Schlüssel, der Seiler auf der Schüssel, ja selbst der Rüttler mit dem Rüssel. Doch die kahlen Künder des kolkenden Kodex kreuzten Karfreitag meine klebrigen Kreise und kündeten von der knüseligen Keuschheit!

Ich bin der Schandpfahl für die Schlaufe, ein Tampon in der Taufe!

„O Gofmann, das kollektive Kontinuum der kosmischen Kapriolen verlangt von eurer kohärenten Klüngelei eine popelige Partie im Hause der Blender und Brüter, der Heimat der Wedler und Wüter. Ihr sollt mit Muße die Maske des Müfflers tragen, ihr sollt euch leutselig an den Lehren des Löters laben. So spottet den xenokratischen Xenien der Xenophobie – den tiefgefrorenen Thanatismen der Theokratie –, auf dass ihr den yuppigen Yogis am Yggdrasil mit eurer unorthodoxen Unverfrorenheit und dem unikalen Usus der unabdingbaren Unverschämtheit die ungustiösen Unsitten der unbegrenzten Umwege uneigennützig umpflügt. Doch gebet Acht, o gütigster aller Gofmanns, gebet Acht: Poser, Protzer, Preller und Pauker stehen mit ihren Klatschkästen der Kachaxie an allen Ecken und Enden bereit – bereit, um euch vom wahrhaftigen Wege der weltlosen Wahrheit widerstandslos und ohne weiteres wegzuführen.“

Ich bin der Todesmut des Typhus, die Fehlgeburt der Filzlaus!

Meine fleischigen Freunde mit fischigen Fingern, meine dampfenden Drohnen mit dienenden Dingern, nun brennt der Baum und die Büchse brummt nicht mehr. Meine durchtriebenen Dränge dürsten nach dreißig drallen Dirnen in devoten Dressen – nach siebzig seligen Senhoritas, die mich in ihrer stierigen Steilheit stressen! Japsend wie joviale Jungfrauen, jahrein, jahraus, hinein, hinaus, nach dem juckenden Joche des Judas, dem klebrigen Kelche des Karras – mit meinen blähenden Backen sollen wieder brünstige Berge beschallt werden, mit meiner kantigen Kanone sollen wieder krönende Korken geknallt werden. Mit goldenen Gabeln in nuckelnden Nabeln will ich muschige Melonen beglücken; in paschigen Perioden, als puffige Personen, will ich zartbesaitete Zitronen zerplücken!

Ich bin die Kackwurst ohne Karma, der Durchfall aus dem Dharma!

Ich poliere eure Pümpel und protze, ich massiere alle Münder und motze, ich signiere meinen Stempel und strotze! Darum preiset und salbet mich, pfeffert und salzet mich – denn die Welt ist ein Hort der Schleimer, Schlitzer, Schmatzer und Spritzer; ein Heim für Staucher, Strecker, Seiler und Schlecker. Und wer nur einmal mit seinen blähenden Backen die Buchstaben des bedächtigen Beschisses beschallte, sich nur zweimal mit verstopften Venen in verdächtige Verse der Verdammnis verknallte, der wird auf ewig die zweifelhafte Zeche des zittrigen Zünders zahlen und mit seiner Peitsche für plündernd-peinliche Pöbel prahlen!

euer Gottlob Gofmann

Inaktiver User
09.03.2007, 20:51
:lachen:
rührend!
Muss ich mich nun vor Dir fürchten?
:ooooh:


:freches grinsen: für Dich, :blumengabe: zum Abwischen

Gofmann
10.03.2007, 14:38
Muss ich mich nun vor Dir fürchten?


Nein, denn ich bin der Schließer ohne Schlüssel, ein Seiler auf der Schüssel. Darum lausche nun...

Gofmanns medizinischem Manifest – auf Schulattest stand "Schweinepest!"

Meine schwerkranken Schwitzer und vollschlanken Flitzer: In unserer großen Galaxis gab’s einst eine Praxis, bei Darmstadt im Ruhrpott, eine Straße zum Schafott! Toxische Transplantationen und wundnasse Wurminfektionen, danket den Depressionen und achtet auf Abduktionen – in meiner Badehose stellte ich die Diagnose: „Sie brauchen eine Narkose, wie wär’s denn mit Hypnose? An den Nieren frisst Nekrose, aus dem After ächzt Arthrose, selbst der Nacken hat Neurose und der Lochzahn sitzt ganz lose! ... Sie waren einst Matrose, Sie müffelnde Mimose? Dann hören Sie die Prognose und essen mehr Glukose!“

Ja, als dichtender Doktor fuhr ich am Abend in die Sprechstunde, ich saß auf einem Traktor und beneidete die Baumkunde. Machte Akupunktur mit Nabelschnur, bekam Konjunktur durch Hirnfraktur – denn ich war oft träge und ein mieser Kollege, drum wurd ich zum Heiler und schärfte die Säge: „Im Kittel amputieren, ein Drittel noch halbieren, die Klemme schön fixieren und Reste dann einfrieren! ...Eine Spritze in die Ritze und ein Pflaster für die Laster, dann die Creme für Probleme und mein Konto voller Zaster.“

Selbst im Bordell lockte das Skalpell, professionell und schnell – denn ich war der Kunde der Stunde für spätere Funde. In meinem Altruismus verschenkte ich Sadismus, drückte Asthma in die Arme und noch Rheuma aus den Darme. Und so krächzte ich vom Klimax: „Ich tune Deinen Thorax! ...Mit der Flachzange durch die Wange und zum Binden etwas Borax. ...Schwester! Eine Sonde in die Blonde, einen Stützstrumpf für den Armstumpf!“ ...Und so gipste ich mit meinem Geburtshaken von Dortmund nach Dinslaken, war Halbgott in Grau und am Tage meist blau – legte Katheter zum Elfmeter und schoss ihn in den Äther!

euer grölendes Gastroskop Gottlob Gofmann