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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : E-Auto, (Plug-in)Hybrid - Vorteile/Nachteile ...



poca
01.01.2019, 21:19
... auch gegenüber herkömmlichen Antriebsmotoren, vor allem auch im Hinblick auf neue Umweltschweinereien wie Lithium und Kobaltabbau für die Herstellung von leistungsfähigen Akkus.

Eigentlich dachte ich, mein nächstes Auto wird ein (Plug-in)Hybrid, den ich mit Hilfe meiner eigenen Photovoltaikanlage "betanke". Jetzt lese/sehe ich immer häufiger Berichte über die neuen Umweltsünden, die begangen werden, um notwendige Rohstoffe zu gewinnen.

Was ist die beste Alternative? Gibt es unterschiedliche Alternativen, je nach Einsatzschwerpunkt und benötigter Laufleistung? Habt ihr eigene Erfahrungen?

Vielleicht ist hier Platz für ein gemeinsames Brainstorming, poca

Punpun
01.01.2019, 21:43
Vergess Wasserstoff nicht , es hat schon seinen Grund warum gerade Toyota aber auch Hyundai neben Hybrid weniger oder gar nicht auf E sondern an Wasserstoff forschen und setzen.
Aber das ist noch Zukunftsmusik, es wird nicht die eine Lösung geben .
Deutsche Firmen setzen nur auf E Autos und deswegen wird Wasserstoff bzw. die Brennzelle und ein bBetankunsnetz extra hier noch nicht gefördert , weil man nicht der Konkurrenz in die Karten spielen will.
So war es ja auch schon beim Hybrid wo die deutschen Firmen weiter sehenden Auges mit Dollerzeichen darin auf lukrative SUV Diesel gesetzt haben bis es zum Knall kam.
Gleiches wird sich jetzt sicher hier mit dem E Auto wiederholen was unsinigerwiese als einzige Alternative in Deutschland gesehen wird.

Der Plug in Hyrid des Prius in der neusten Version hat ja sogar Solarzellen auf dem dach das bis zu 5km jeden Tag ermöglicht.

Experten wie Killmann von Toyota meinen das Wasserstoff, Elektro, Hybride aus Elektro und Benzin sowie Verbrenner mit Diesel oder Benzin noch lange Zeit nebeneinder laufen werden.
Es wird nicht "die" eine super Energiequelle geben, sondern es wird mehrere gleichberechtigte Nebeneinader geben je nach Verwendungszweck,
Es kommt halt darauf an wozu man das Fahrzeug benötigt , was für einen Geldbeutel man hat und wo man wohnt
Für LKWs wird Wasserstoff sicher Zukunftsweisend sein, genauso für Taxis
Für Busse in Städten vermutlich Elektroantrieb, für privatpersonen in Städten meist auch Hybrid
Für Leute mit weniger Geld und Kleinswagen vermutlich noch länger Verbrenner
Für private Viel und Fernfahrer vermutlich Diesel usw....
Wasserstoffauto: "Die Brennstoffzelle wird sich durchsetzen" - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/wasserstoffauto-die-brennstoffzelle-wird-sich-durchsetzen-a-1235431.html)

Was ganz Neues ist die Idee aus Kot sauberes Trinkwasser und Energie zu erzeugen
Bill Gates baut "Wundermaschine": Kotverbrennung fur Energie und Wasser - n-tv.de (https://www.n-tv.de/wissen/Kotverbrennung-fuer-Energie-und-Wasser-article14275836.html)
...aus Menschlichem
Energiequelle der Zukunft?: Forscher gewinnen Kohle aus Kot - n-tv.de (https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-gewinnen-Kohle-aus-Kot-article20770637.html)
oder Tierischen Kot (Hühner) kann Kohle gemacht werden , genauso wie aus Biomassse von Kühe
Neue Grundlage fur Brennstoffe: Forscher verwandeln Huhnerkot in Kohle - n-tv.de (https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-verwandeln-Huehnerkot-in-Kohle-article20147986.html)
oder sogar aus Urin
Energielieferndes WC in Betrieb: Aus Urin wird Strom - n-tv.de (https://www.n-tv.de/wissen/Aus-Urin-wird-Strom-article14646011.html)

Experten sagen als Kaufempfehlung

Wer aktuell nicht unbedingt einen Neuwagen braucht solte sich auch keinen kaufen , sondern so lange wie möglich noch sein altes Auto weiter fahren.
Die Zeit und das Geld spielen Im bis dahin dann aktuell in die Karten.
Wenn man aber jetzt doch unbedingt eins braucht , sollte man sich bei kleinen Geldbeutel einen ganz günstigen Verbrenner bsw, als Klein oder Kleinstwagen holen oder ein Hybridfahrzeug, ausser man fährt jeden Tag auf der Autobahn.

poca
02.01.2019, 07:09
Ja, ich habe auch schon gedacht, dass vielleicht gerade das Nebeneinander verschiedener Technologien ein Teil der "Lösung" ist. Dann wird nicht von einer Schweinerei so viel gebraucht. Außerdem fallen alle Schweinereien auf und es kann an saubere(re)n Lösungen gearbeitet werden.
Das Hauptproblem ist wahrscheinlich, wie so oft, das Übermaß. Auch die Tatsache, dass alle bisher entwickelten Sparmöglichkeiten dazu genutzt werden, bei gleichbleibender Umweltbelastung eher die Autos zu vergrößern, als wirklich was zu sparen, ärgert mich sehr.

Insgesamt hatte ich ja gedacht, dass der Plug-In-Hybrid für mich die beste Lösung bietet, weil ich momentan noch eine ungünstige Kombi aus täglichen Kurzstrecken aber auch immer wieder nötigen Langstrecken an den Wochenenden habe. Aber wenn ich den mit meinem eigenen Strom laden will, brauche ich auch hier ein leistungsfähiges Akku.

michaelX
02.01.2019, 09:52
Autofahren ist Umweltschweinerei per se.

Die Herstellung von Benzin und Diesel ist nicht weniger umweltbelastend als die Herstellung von Li-Io Batterien. Wasserstoff hat einen katastrophalen Wirkungsgrad und es gibt derzeit "keine" Tankstellen.

Die Herstellung eines Neuwagens verursacht zwischen 30 und 40 Tonnen Dreck.

Das sinnvollste ist, das eigene Auto so lange zu fahren, bis es absolut nicht mehr geht.

Ich kenne mehrere Leute mit Hybridautos, die von den Verbräuchen begeistert sind. Vor allem lassen sich diese Verbräuche wohl ohne größere Anstrengungen seitens der FahrerInnen erreichen. Wenn man dann noch solar betanken kann, finde ich das persönlich eine gute Alternative.

3komma14159
02.01.2019, 10:38
Ich persönlich fahre ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug. Das ist für mich die beste Wahl. Weil ich einerseits in einer Großstadt lebe und nur einen Stellplatz besitze, andererseits immer wieder kurze Strecken fahre, so dass ein Verbrennungsmotor sehr stark belastet würde. Dann benötige ich aber auch auch ein Fahrzeug, mit dem ich 200 bis 300 km fahren können muss. Deshalb kam für mich ein reines Elektrofahrzeug nicht in Frage. Darüber hinaus bestätigt meine Erfahrung mit elektrischem Fahren diese Entscheidung. Der Stromverbrauch ist doch abhängig von eingeschalteten weiteren Verbrauchern (Klimaanlage und Heizung) sehr hoch und die Reichweite ist somit extrem unzuverlässig.

3komma14159
02.01.2019, 10:44
...

Die Herstellung eines Neuwagens verursacht zwischen 30 und 40 Tonnen Dreck.

Das sinnvollste ist, das eigene Auto so lange zu fahren, bis es absolut nicht mehr geht.

...


Das Sinnvollste wäre einen Diesel mit gutem Partikelfilter zu fahren, bis er auseinander fällt. Damit würde vor allem entsprechend CO2 gespart.
Der automatische Flottentausch wird in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass die Luft in den Städten nachhaltig besser wird. Aber wir sollten uns vergegenwärtigen, dass wir NOX an anderen Stellen viel mehr exponiert sind, als auf den Straßen. darüber hinaus gibt es seriöse Pneumologen, die die Schädlichkeit von NOX für den Menschen grundsätzlich in Zweifel ziehen.

michaelX
02.01.2019, 13:33
Vermutlich meinst du diesen Typen bei Youtube.

Der "automatische Flottenaustausch" ist eine bequeme Lüge in die eigene Tasche, der Autobstand in D wird seit Jahren immer älter. Es wird mindestens 20 Jahre dauern, bis sämtliche Autos, die heute illegal die Luft verschmutzen, komplett von der Straße verschwunden sind. Und bis dahin machen wir deiner Meinung nach einfach weiter wie bisher?

Hat, nebenbei bemerkt, wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun.

3komma14159
02.01.2019, 14:58
Bei Youtube habe ich mich darüber nicht informiert.

Ich meine den hier: Diesel-Fahrverbote: "Die Schadstoffbelastung in Stadten ist vollig unbedenklich" | STERN.de (https://www.stern.de/tv/diesel-fahrverbote---die-schadstoffbelastung-in-staedten-ist-voellig-unbedenklich--8444006.html)

Interessant ist auch, dass die eigentlich sehr strengen kalifornischen Grenzwerte hier eingehalten werden.
Darüber hinaus wird die Abgassituation auch ohne Fahrverbote von Jahr zu Jahr besser. Dazu trägt auch der sukzessive Flottenaustausch bei, egal wie lange er dauert. Jenseits der Manipulationen der Automobilindustrie wird ja mit mit jedem neuen Auto mit moderner Abgastechnik grundsätzlich die Luft verbessert.

poca
02.01.2019, 21:07
Wenn man dann noch solar betanken kann, finde ich das persönlich eine gute Alternative.

Das Problem beim selbst betanken ist dann aber, dass ich ein leistungsfähiges Akku brauche, um nachts den Strom in mein Auto packen zu können, der tagsüber produziert wird. Tagsüber bin ich ja meist unterwegs und kann so nicht den direkten Weg wählen (wenn das technisch überhaupt möglich ist).

poca
03.01.2019, 07:00
Ich persönlich fahre ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug.

was genau ist das für einer, wenn ich fragen darf? Ich habe ja zusätzlich zu der Frage "welcher Antrieb" noch das Problem, dass ich gerne ein kleines Auto mit großem Kofferraum hätte, damit ich als mittlerweile "überwiegend Alleinfahrerin" trotzdem den großen Hund sicher verstaut kriege und hinten drin auch noch Platz für meine Einkäufe und andere zu transportierende Gegenstände habe.
Das ist ja schon bei normalem Antrieb fast nicht lösbar und bei den plug-ins gibt es ja deutlich weniger Auswahl.

Haben die eigentlich ähnlich große Akkus wie die E-Autos? Könnte es dann bei Unfällen, Bränden und potentiell nötigen Rettungsaktionen auch ähnliche Probleme geben?

3komma14159
03.01.2019, 07:51
Ich fahre den BMW 225xe Active Tourer. Ob der dann groß genug für Deine Bedürfnisse ist, weiß ich nicht. Aber es gibt z.B. den VW Passat GTE Variant. Der müsste groß genug sein. Außerdem gibt es z.B. von Kia oder Mitsubishi SUVs.
Die Plugins haben meist eine elektrische Reichweite von ca. 40 bis 50 km. Die wird allerdings im Regelbetrieb nicht erreicht.

michaelX
03.01.2019, 09:59
Was wäre denn ein "normales" Auto, das deinen Kriterien in Punkte Kofferraum und Hund entspräche?


Haben die eigentlich ähnlich große Akkus wie die E-Autos? Könnte es dann bei Unfällen, Bränden und potentiell nötigen Rettungsaktionen auch ähnliche Probleme geben?

Nein, die Akkus sind deutlich kleiner, daher auch die geringere Reichweite.

E-Autos gehen nicht häufiger in Feuer auf als andere auch und die Feuerwehren sind inzwischen geschult. Rettungskarte unter die Sonnenblende ist bei jedem Auto eine gute Idee.

poca
04.01.2019, 07:14
Im Moment fahre ich einen kleinen Kombi, genügt, um von A nach B zu kommen, aber da reicht der Kofferraum nur für den Hund (da gibt es schon bei normalen Autos eigentlich nicht meine Wunschkombination, vielleicht ginge das am ehesten Richtung Roomster oder sowas). Alles, was ich darüber hinaus transportieren will, fährt auf der Rückbank, leider manchmal auch Dreckiges.
SUVs sind mir zu groß, das sind die Autos, wo ich mich ärgere, dass die Einsparungsmöglichkeiten dafür genutzt werden, das Auto höher, schneller, stärker zu machen, der Verbrauch dann aber im Endeffekt gleich bleibt.
Wer von den vielen Menschen, die damit in der Stadt rumfahren, auch noch meist alleine, braucht sowas?

Ich habe neulich einen Bericht gesehen, dass E-Autos schwer zu löschen sind, wenn sie denn mal brennen und dass außerdem bei Auffahrunfällen die Gefahr besteht, dass die Batterien reißen und sich die Fahrzeuginsassen und Rettungskräfte durch auslaufende Inhaltsstoffe verätzen können. Die Feuerwehren können sich zum Teil per tablet über die Konstruktion des Fahrzeugs und Lage der Kabel informieren, um sich nicht einer Gefahr auszusetzen, aber das ist noch nicht durchgängig so.

Insgesamt erschien das alles sehr kompliziert und wenn ich sowas sehe, überlege ich, aus welcher Richtung solche Infos kommen könnten. Ist das neutrale Berichterstattung oder möchte da irgendwer eine an sich sinnvolle Entwicklung verhindern? Ich denke, dass es sicher auch bei der Bergung normaler Autos Gefahren gibt, aber wie sind die Relationen?

michaelX
04.01.2019, 12:38
Die Relationen sind einfach: Es gibt 50 Millionen PKW in Deutschland, davon sind vielleicht eine Million E-Autos. Wer geht eher in Flammen auf? Benzin schwappt in einem Plastikkanister unter dem Fahrzeugboden rum, Batterien sind in einem Stahlcontainer untergebracht.
Ja, Lithium ist superleicht entflammbar aber es geht hier nicht um elementares Lithium. Aber solche Geschichten werden natürlich gerne propagiert, immerhin geht es hier um einen Billionen-Markt. Da kann man auf solche nebensächlichen Details schlecht Rücksicht nehmen.

Die aktuellen Kühlmittel in der Klimaanlage sind hochgefährlich, da kann bei einem Unfall Flußsäure entstehen, aber so gut wie niemand würde auch nur darüber nachdenken, ein Auto ohne Klima zu kaufen.

Was machst du denn derzeit mit deinem hausgemachten Strom, einspeisen? Du bräuchtest wohl so eine PowerWall o.ä.

Punpun
04.01.2019, 16:40
Ich habe neulich einen Bericht gesehen, dass E-Autos schwer zu löschen sind, wenn sie denn mal brennen und dass außerdem bei Auffahrunfällen die Gefahr besteht, dass die Batterien reißen und sich die Fahrzeuginsassen und Rettungskräfte durch auslaufende Inhaltsstoffe verätzen können. Die Feuerwehren können sich zum Teil per tablet über die Konstruktion des Fahrzeugs und Lage der Kabel informieren, um sich nicht einer Gefahr auszusetzen, aber das ist noch nicht durchgängig so.

Insgesamt erschien das alles sehr kompliziert und wenn ich sowas sehe, überlege ich, aus welcher Richtung solche Infos kommen könnten. Ist das neutrale Berichterstattung oder möchte da irgendwer eine an sich sinnvolle Entwicklung verhindern? Ich denke, dass es sicher auch bei der Bergung normaler Autos Gefahren gibt, aber wie sind die Relationen?

Man braucht sich nur die deutschen Autozeitschriften , vor allen die aus dem Springer Verlag wie Auto Bild aber auch all die anderen Autozeitungan wie Auto,Motor,Sport usw. Ansehen, dann weiss man woher der Wind seit Jahrzehnten hier dreht.
Die Berichterstattung muss einfach pro VW,VAG wie Skoda,Seat usw. sein...schliesslich ist das wichtigste Werbekunde und bezahlt ordentlich.
Jeder vergleichstest wird gewonnen.
Man hattte jahrzehntelang trotz aller Warnungen erfolgreich in Deutschland als eijes der wenigen Länder massiv auf Diesel gesetzt und Hybrid gegenüber den Asiaten völlig ignoriert,
Weil man damit keine schnell verbrauchsarmen schweren lukrativen Suvs oder Premiumautos verkaufen konnte.
Auch der Hybrid wie der Prius würde mit solchen Berichten und Angstmachetei in den Köpfen der einheimischen Bevölkerung die letzten 20Jahre zu Gunsten der deutschen Industrie erfolgreich und massiv gebasht.
In dem Augenblick wo VW und Co endlich mit Ihren E Modellen soweit sind und , wird dich die bezahlte Berichterstattung um 180 Grad drehen,jede wette.:smile:

katelbach
04.01.2019, 20:04
Im Moment fahre ich einen kleinen Kombi, genügt, um von A nach B zu kommen, aber da reicht der Kofferraum nur für den Hund (da gibt es schon bei normalen Autos eigentlich nicht meine Wunschkombination, vielleicht ginge das am ehesten Richtung Roomster oder sowas). Alles, was ich darüber hinaus transportieren will, fährt auf der Rückbank, leider manchmal auch Dreckiges.


Gehr mir wie dir. Ich fahre auch alles Graffl auf der Rückbank spazieren - das ist mir aber egal.

Ich fahre einen Volvo V50 (den zweiten), der ist für mich optimal von den Maßen, der Funktionalität und der Ästhetik. Vor allem ist es ein richtiger Kombi, d.h. hinten ziemlich eckig, nicht abgeschrägt.Leider gibt es das Modell nicht mehr. Ich hab schon vor den Dieselskandalen überlegt, was ich mir dann irgendwann kaufen soll, und dachte an einen Roomster, der auch nicht mehr gebaut wird. Richtige Kombis gibt es fast nicht mehr. SUV kommt nicht in Frage, nicht nur, weil sie mir von Grund auf unendlich unsympathisch sind, sondern auch viel zu hoch für Hunde. Da bräuchte ich ja schon für einen jungen Hund eine Rampe .
Ich werde tatsächlich meinen E5-Diesel fahren, bis er auseinanderfällt.

Solltest du fündig werden, poca, dann lass es mich wissen.

poca
07.01.2019, 06:55
Solltest du fündig werden, poca, dann lass es mich wissen.

Mach ich, katelbach. Aber mach dir nicht allzu große Hoffnungen, ich bin ja noch in der Findungsphase.

Bevor ich ein Auto finde, muss ich allerdings erst meine Einstellung dazu mal finden. Ich finde das so schwer, alle Vor- und Nachteile zu erkennen und gegeneinander abzuwägen incl. mich zu entscheiden, welche der entsprechenden Infos real oder geschönt sein könnte. Dafür müsste ich ja auch wissen, wo die Infos her kommen und welche Lobbyistengruppe sie in Umlauf gebracht haben könnte.

michaelX
07.01.2019, 16:42
Du könntest dich auch direkt an die bekannten Lobbygruppen wenden und deren Meinungen einholen. Infos zum Thema Thema eAuto von Greenpeace und vom ADAC z.B. Eine Schnittmenge wird es geben.

Und nicht vergessen, auf den eigenen Bauch zu hören! DU mußt damit fahren und es v.a. vor dir selber rechtfertigen, wenn es darauf ankommt.

3komma14159
27.01.2019, 23:07
Das ist die umfassendste Seite, die ich bisher über E- und Pluginhybrid-Fahrzeuge gefunden habe.
Elektroautos im Vergleich: Reichweite, Preis, Leistung - EFAHRER.com (https://efahrer.chip.de/elektroautos#hersteller=0&modell=0&preis_ab=20000&preis_bis=65.000&reichweite=0&sitze=4&sort=beliebtheit&full=true)

3komma14159
27.01.2019, 23:11
Übrigens findet sich hier auch ein interessanter Reichweitenrechner.

poca
28.01.2019, 07:10
Das ist die umfassendste Seite, die ich bisher über E- und Pluginhybrid-Fahrzeuge gefunden habe.
Elektroautos im Vergleich: Reichweite, Preis, Leistung - EFAHRER.com (https://efahrer.chip.de/elektroautos#hersteller=0&modell=0&preis_ab=20000&preis_bis=65.000&reichweite=0&sitze=4&sort=beliebtheit&full=true)

Super, danke, sehr informativ! Aber ich seh schon, mein Auto muss erst noch gebacken werden

3komma14159
28.01.2019, 08:18
Ich würde heute die Diskussion genau beobachten, mir überlegen, wann ich ein neues Auto benötige und dann abhängig von den Strecken, die ich zurücklege, entscheiden, welches Fahrzeug (Diesel, Hybrid oder Elektro) für meine individuellen Bedürfnisse das richtige ist. Vor dem Hintergrund des hohen CO2-Verbrauchs bei der Produktion muss das nicht zwangsläufig ein Elektrofahrzeug sein.
Gruss Pi (überzeugter Fahrer eines Fz. mit E-Kennzeichen)

michaelX
28.01.2019, 18:32
Entsteht bei der Produktion eines nicht-E-Autos weniger CO2?

3komma14159
28.01.2019, 18:59
Bei Produktion eines E-Fahrzeuges wird wegen des Akkus erheblich mehr CO2 produziert, je größer der Akku desto mehr CO2.

So hat ein Verbrennungsfahrzeug insbesondere bei Fahrzeugen mit großem Akku wie dem Tesla einen Vorsprung von ca. 7-8 Jahren bis diese die CO2-Differnz eingespart haben. D.h. u.U. gar keinen, weil dann der Akku zu erneuern ist.

(Den Text habe ich nach Heimkehr konkretisiert, bzw. eindeutiger formuliert.)

3komma14159
31.01.2019, 18:51
Nachtrag:

Hier ist ein umfassender Bericht über die CO2-Bilanz bei Kfz-Produktion und -betrieb.

https://www.adac.de/der-adac/motorwelt/reportagen-berichte/auto-innovation/studie-oekobilanz-pkw-antriebe-2018/

3komma14159
31.01.2019, 19:00
Der Artikel bezieht sich auf den Strommix 2013, wäre also heute günstiger für die Elektromobilität.
Hier ist zu berücksichtigt, dass irgendwann die Akkus auszutauschen sind.
Auch wird jedes zusätzlich aus dem Stromnetz genommen Kw Strom die Abschaltung deutscher Kohlekraftwerke verzögern oder auch den Import von Atomstrom verstärken.

michaelX
31.01.2019, 19:45
Das sind mir viel zu pauschale Aussagen deinerseits.

3komma14159
31.01.2019, 20:16
Das sind mir viel zu pauschale Aussagen deinerseits.

Welche Aussage ist Dir zu pauschal?
Und wie pauschal ist Deine Aussage?

michaelX
31.01.2019, 20:25
Der ADAC hat schon seit Jahren jegliche Glaubwürdigkeit verspielt.

Akkus muß man *irgendwann* austauschen, noch weiß niemand genau wann. Das ständig zu erwähnen schürt nur unnötige Ängste.

Deutschland produziert dermaßen viel Strom, daß wir den in den letzten Jahren schon dafür bezahlen mußten, daß ihn das Ausland abgenommen hat.

Berechnungen zufolge soll der Strombedarf bei einer kompletten Umstellung auf Elektroautos um ca 17% steigen. Das ist nicht besonders viel. Weiterhin wird der direkte Einsatz von Strom für die Fortbewegung stromfressende Techniken wie z.B. Raffinerien teilweise überflüssig machen.

Man muß nicht zwangsläufig Atomstrom einkaufen.

3komma14159
31.01.2019, 20:54
Wann man die Akkus austauschen muss, wirst Du besser wissen als ich.
Nach wievielen Ladezyklen muss ein entsprechend großer Litiumakku ausgetauscht werden?
Sind es 1000 oder 2000 oder wesentlich mehr? Nach wieviel Jahren hat man die erreicht?
Die CO2-Produtionszahlen finden sich auch anderweitig und differieren sehr stark, weil die Produktionsbedingungen sehr unterschiedlich sind. Ich finde ihn zzt. nicht, aber vor ca. 2 Jahren gab es einen Artikel nach dem für die Produktion der elektrischen B-Klasse ca. 10 to CO2 und für die Produktion der konventionellen B-Klasse 5,5 to frei gesetzt werden (leider ohne Quelle, sorry).
Vielleicht war mein Verweis auf Atomstrom etwas polemisch, aber wir arbeiten daran möglichst alle Kern- und Kohlekraftwerke abzuschalten, haben erhebliche Probleme unsere Infrastruktur den neuen Bedingungen anzupassen (Stichwort Leitungsbau) und müssen natürlich auch noch die erneuerbaren Energien weiter ausbauen. Da stelle ich mir die Frage, wann individuell der richtige Zeitpunkt ist, auf Elektromobilität umzusteigen.

3komma14159
31.01.2019, 21:38
2017 hatten wir in Deutschland eine Stromproduktion von ca. 650 Terawattstunden, davon knapp die Hälfte aus Kohle, Kernernergie und Ölprodukten gewonnen. Diese sind also alle noch zu ersetzen. Da ist mir der Hinweis auf unseren Stromexportüberschuss von 50 Terawattstunden (ca. 7,5%) zu pauschal. Das bedeutet, selbst bei vollständigem Ersatz konventioneller Kraftwerke durch alternative Energien ergibt sich ein Defizit von rd. 10%. ( dass es nach meinen Informationen nicht 17 sondern 20% sind, die für die Elektromobilität erforderlich wären, spielt hier keine Rolle).

michaelX
01.02.2019, 12:01
Ich weiß nicht, wie lange Akkus in Autos halten, sonst weiß das bisher aber auch noch niemand!

Wenn man mal konservativ von 1000 kompletten Ladezyklen ausgeht (etwas hypothetisch, gewiss) und 300km Reichweite bei einem Tesla (da geht wohl eher mehr), ergibt das jedenfalls eine ganz schöne Strecke bevor man die Akkus tauschen muß.
Abgesehen davon gehen Akkus selten kaputt, sie werden im Normalfall "nur" immer leistungsschwächer. Man kann also weiterhin damit fahren, nur nicht mehr so weit.
Nebenbei, das ist nicht ein Block, das sind tausende von Zellen und es werden Möglichkeiten entwickelt werden, die auch einzeln zu tauschen. das geht mit den heute verbauten Akkus noch nicht, das wird sich aber entsprechend ändern. Vor 50 Jahren waren Vergaser und Trommelbremsen der Stand der Technik.

Den CO2 Ausstoß bei der Förderung von Öl, dessen Verarbeitung und Transport rauszurechnen ist Selbstbetrug. Der ist nicht zu verachten, fällt halt über die Nutzungsdauer des Autos an anstatt direkt beim Bau. Das macht es aber nicht besser.

Daß sich Länder wie Bayern weigern, neue Stromtrassen zu bauen, wird denen auf die Füße fallen. Das hat aber mit Elektromobilität primär nichts zu tun.

3komma14159
01.02.2019, 13:10
Zu Bayern ist leider zu ergänzen, solange es einen deutschlandweiten Stromverbund gibt, ist dies von allen Stromerzeugern und -nutzern zu finanzieren.

Ich möchte hier noch einmal grundsätzlich anmerken, dass ich mich aus Überzeugung für ein Plug-in-Hybrid Fahrzeug entschieden habe. Ich nutze es an 2-3 Tage und bewege mich ansonsten im Umweltverbund. Ich bin auch davon überzeugt, dass wir unseren CO2-Ausstoss reduzieren müssen.
Aber wir sollten uns genau überlegen, wann wir lediglich Greenwashing betreiben.
Ich denke wir beide wissen genau, auf welche Argumente wir nicht eingegangen sind. Deshalb sollten wir unseren Austausch von Pauschalisierungen beenden.

poca
02.02.2019, 08:55
Ich finde das aber gerade interessant, weil es genau mein Problem wiederspiegelt. Es gibt so viele Infos, so viele Aussagen und auch immer wieder mehr und anderes, was noch mit einbezogen kann.
Das macht es mir sehr schwer, eine befriedigende Entscheidung zu treffen. Wer hat recht mit seinen Aussagen? Ist auch wirklich alles berücksichtigt? Kauf ich? Kauf ich (noch) nicht? Warte ich noch diese oder jene potentielle Veränderung ab?
Auf der anderen Seite ist es so, wenn ich jetzt nicht kaufe, und damit eine möglicherweise positive Entwicklung boykottiere, geht es vielleicht auch nicht weiter, weil der Absatz zu wünschen übrig lässt.

3komma14159
02.02.2019, 09:52
Schau Dir an, wie lang Deine Wege sind, welche Möglichkeiten Du hast, Dein Auto aufzuladen, wieviel Geld Du investieren möchtest und entscheide dann. Vor 12 Jahren habe ich mir ein vom VCD ( Verkehrsclub Deutschland) als besonders umweltfreundlich empfohlenen Dieselfahrzeug gekauft. Damit wäre ich heute die absolute „Umweltsau“.

Alle anderen Argumente sind eh fragwürdig. Die Automobilindustrie hat illegale Abschaltvorrichtungen in die Fahrzeuge eingebaut. Da werden von renommierten Wissenschaftlern epidemiologische Betrachtungen wie toxikologische Erkenntnisse behandelt, da fahren Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich durch die Straßen von Düsseldorf, halten ihren mit Steuermitteln gekauften Saugrüssel an Auspuffe von Dieselfahrzeugen und wundern sich darüber, dass diese punktuellen Ergebnisse Flächengrenzwerte überschreiten. Dann misst der WDR an Tunnelportalen und ist überrascht, dass auch dort Flächenwerte überschritten werden. Seine wesentlich niedrigeren Messungen in den Nebenstraßen oder auch nur wenige Meter abseits (wo die Menschen sich dauerhaft aufhalten, leben) sind nicht schlagzeilenträchtig genug.
Da werden vor dem Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen Messungen von 2008 vorgelegt, das Gericht wiederum hält es nicht für erforderlich, das nicht zu hinterfragen, sondern für die Autobahn, auf der gar nicht gemessen worden ist, ein m.E. völlig unverhältnismäßiges Fahrverbot zu verhängen. Dazu muss man wissen, dass Stickoxid sich mit wenigen Meter Abstand von der Emissionsstelle schon stark abbaut.
Menschen, die das vorgenannte hinterfragen, werden bestenfalls ignoriert, oder aber mit Holocaustleugnern und Reichsbürgern gleichgesetzt.
Das alles ist unserem gemeinsamen Ziel, ehrlich und effizient die Umwelt zu verbessern, nicht zuträglich.

michaelX
02.02.2019, 11:16
@poca
Mehrere Staaten in Europa haben bereits angekündigt ab 2025 bzw 2030 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen. Die Richtung, in die es gehen wird, ist ziemlich eindeutig. Pferdekutschen wurden auch nicht über Nacht vom Auto abgelöst, das hat fast 100 Jahre gedauert.




Da werden von renommierten Wissenschaftlern epidemiologische Betrachtungen wie toxikologische Erkenntnisse behandelt,

Wer möchte sich gerne für eine toxikologische Studie zur Verfügung stellen, Hand hoch!

Deine angeführten Beispiele sind direkte Folgen der verbauten Abschalteinrichtungen und gegen das Urteil des Vg GE darfst auch du gerne Revision einlegen. Die vorgebrachten Argumente scheinen den vorsitzenden Richter jedenfalls überzeugt zu haben.

Es soll Menschen geben, die direkt an Hauptstraßen leben; wer schon mal durch Essen gefahren ist, weiß, daß manche sogar direkt an der A40 leben. Warum diese Menschen weniger Recht auf sauberere Luft haben sollen als andere, erschließt sich mir nicht.
Nox wird in Bodennähe nach ca einem Tag abgebaut, wir kippen aber täglich rund um die Uhr tonnenweise Nox dazu, es wird also derzeit nicht weniger.

Da saubere Luft dem Menschen nicht schadet, sind Nachrichten über saubere Luft keine Nachrichten. Warum sollte man über etwas unproblematisches berichten?

nagini
02.02.2019, 11:23
Da mein Mann und ich unsere beiden Wagen jeweils auch beide nutzen, verwende ich in diesem Zusammenhang die Ich-Form.

Ich fahre seit vergangenem Sommer einen e-Wagen Hyundai Ioniq. Vorteile: rein elektrisch, Reichweiten je nach Witterung 150 - 220 km (angegeben ist bis 280 km, aber das erreicht man kaum), was für den Alltag vollkommen ausreichend ist. Fahrgefühl lasse ich mal außen vor, weil Geschmackssache (ich persönlich bin absolut begeistert), Bedienbarkeit angenehm (bin bislang ohnehin ausschließlich Automatic gefahren, da fällt die Umstellung nicht schwer), gut Platz innen, besonders im Kofferraum. Das ist für mich einer der wichtigsten Vorzüge, denn durch das Fließheck wirkt es von außen, als hätte man hinten wenig Platz, tatsächlich können wir dort alle drei Hunde bequem unterbringen.

Nachteile: als Viel- und öfter auch Langstreckenfahrer muß man relativ häufig laden. Die übliche Strecke, die von mir zu bewältigen ist, ist mit mindestens 2, im Winter mit 3 Ladungen zu schaffen, vorausgesetzt, alle Ladestationen sind im Betrieb und nicht defekt (was leider nicht allzu selten vorkommt). Zeitaufwand, um sich die Lademöglichkeiten inkl. Alternativen auf der geplanten Route vorab auszusuchen würde mir nicht gefallen, allerdings nutzt für die längeren Strecken ausschließlich mein Mann diesen Wagen.

Kosten: relativ günstig, weil mit wenigen km gebraucht gekauft - mit etwa 34.000 €. Relativ deshalb, weil Ladungen bislang kostenlos bis sehr preiswert unterwegs, zu Hause mit Ökostromanbieter ebenfalls deutlich unter den bisherigen Spritkosten.

Neu haben wir jetzt auch einen Tesla Model X. Das ist natürlich vor allem ein teures und gewöhnungsbedürftiges Luxusmodell. Vorteile: sehr großzügiger Innenraum, Bedienbarkeit (nach einer gewissen Eingewöhnungszeit) extrem einfach, Reichweite rd. 500 km (das hängt natürlich von Witterung, Geschwindigkeit und div. anderen Faktoren ab, ich fahre auch auf Autobahnen selten schneller als 110 km/h), Platz Kofferraum sehr groß (perfekt für Hunde, bei zurückgeklappten Rücksitzen könnte man bequem zu zweit darin schlafen, entsprechend ist der Platz wenn man viel zu transportieren hat), Möglichkeit für Anhängerkupplung. Wichtig für mich war aber v.a. die Ladeinfrastruktur, die von Tesla bereits so gut ausgebaut ist, daß ich mir über Lademöglichkeiten kaum Gedanken machen muß. Sparsamkeit hier (wird aber soweit ich weiß jetzt nicht mehr angeboten) durch kostenloses Laden über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs, relativiert sich m.E. allerdings durch höhere Kosten durch Ersatz-/Zusatzteile. Umweltfreundlichkeit: kann man natürlich so nicht wirklich sagen, für einen Wagen in dieser Größenordnung kann man beim besten Willen nicht behaupten, er wäre "umweltfreundlich", außer natürlich daß er Dreck in Innenstädten (wo ich diese große Kiste ohnehin nicht fahre) weniger ausbläst.

Nachteil: wirklich großes Ding, für Stadtverkehr weder effizient noch nützlich, als vielfahrendes Langstreckenfahrzeug dagegen kaum zu überbieten, weil Rundum-Sorglos-Paket.

Was die "Umweltsünden" angeht: natürlich haben wir uns darüber Gedanken gemacht. Viel ist die Rede von Kobalt und Lithium in Verbindung mit Elektroautos und das ist richtig. Allerdings: diese Rohstoffe werden schon lange in Handyakkus, Haushaltsgeräten (Mixer, Handstaubsauger und was es sonst noch so an akkubetriebenen Geräten gibt) verbaut. Jetzt durch den stärker werdenden Bedarf rückt das mehr in den Blick der Öffentlichkeit, was ich insofern begrüße, weil hier aus meiner Sicht die größte Chance besteht, die Abbaubedingungen hinsichtlich Kinderarbeit und Umweltschäden deutlich zu verbessern, zumal e-Mobilität sich besonders mit dem Umweltgedanken "schmückt". Was bei all den Diskussionen ebenfalls wenig erwähnt wird ist, daß die Lebensdauer der Akkus zwar begrenzt sein mag (hier sind die Garantiefristen interessant), was erstmal bedeutet, daß die Leistung zwar nachläßt, aber so ein Akku trotzdem noch einige Lebensdauer hat. So können solche Akkus als Stromspeicher in ein hauseigenes System in Verbindung mit einer Solaranlage verbaut werden und leisten da noch jahrelang gute Dienste, darüber hinaus sind diese Akkus keine Wegwerfartikel. Sie werden bereits jetzt zu einem hohen Prozentsatz recycled (genaue Zahlen sind mir nicht geläufig, in Zukunft werden rd. 99 % aller Rohstoffe der Akkus recycled werden), das ist eine Entwicklung, die jetzt schon in Gang gesetzt und wirtschaftlich genutzt wird. Ist ja auch logisch und sinnvoll, denn eine Technologie, die von einem immer weniger vorhandenen Rohstoff zu anderen, ebenfalls begrenzt verfügbaren Rohstoffen wechselt, wäre ziemlich dumm.

Was nun die Frage für die persönliche Autonutzung angeht: wir haben die Möglichkeit, auf dem eigenen Grundstück zu laden, von daher kommt für uns jetzt reine e-Mobilität in Frage. Würden wir auf Ladestationen angewiesen sein, wäre es wohl eher ein Plug-In-Hybrid, der für kurze Strecken elektrisch, auf längere Strecken mit herkömmlichem Kraftstoff fährt. Die meisten e-Autos, soweit ich das bislang mit verfolgt habe, bieten nicht genug Platz im Innenraum, da ist die Auswahl unter den Verbrennern nach wie vor größer. Der noch neue Hyundai Kona ist zwar schick und wirkt familientauglich, hat eine gute Reichweite von ca. 400 km und ist somit auch als Reisefahrzeug tauglich, tatsächlich ist der Platz hinten (für Gepäck oder falls man Hunde dabei hat) lächerlich gering. Etwas besser ist der jetzt gerade neu auf dem europäischen Markt herausgekommene KIA e-Niro. Selbe Plattform wie Ioniq, aber höher, komfortabel zu sitzen, Platzangebot familientauglich, Reichweite ebenfalls so um die 400 km, preislich liegt man da zwar noch im halbwegs realistischen Bereich zwischen 35 - 45.000 €, was für uns bedeutet, daß wir im Frühjahr den Ioniq gegen den e-Niro ersetzen werden.

Nun hoffe ich, daß dieser lange Text nicht erschlägt. Es ist für mich aktuell ein spannendes Thema, zumal mir bewußt ist, daß e-Mobilität noch einiges an Potential hat, was die Entwicklung zur besseren Umweltverträglichkeit angeht. Das halte ich allerdings für eine logische Grundvoraussetzung, wenn sich relativ neue Technologien durchsetzen, ich erinnere mich noch gut an die Diskussionen um die Umweltverträglichkeit von Windkraftanlagen, die vor einigen Jahren noch recht lebhaft tobten.

3komma14159
02.02.2019, 12:06
@poca

Hier hast einen sicher sehr authentischen Bericht über E-Mobilität. Diese findet übrigens hauptsächlich auf dem Land statt, weil die Menschen dort die besten Möglichkeiten haben, eigene Ladestationen zu nutzen. Im Gegensatz zu Nakinis Beispiel sind es allerdings meist Zweit- und Drittfahrzeuge, vielleicht weil der Tesla recht teuer ist, oder auch weil die Menschen für längere Strecken doch mehr Sicherheit suchen.
Was noch ein wichtiges Argument sein kann, ist, dass für konventionelle Antriebe in Zukunft sicher die Steuern erheblich steigen werden. Aber als Early Adoptor gehst Du auch ein Risiko ein. Das kannst Du auch davon abhängig machen, wieviel Du für ein Auto ausgeben möchtest und wann Du wieder wechseln willst.
Ich persönlich fühle mich durch die Aktionen gegen den Verbrennungsmotor, die Kfz-Industrie und das Handeln von Politik und Wissenschaft verunsichert.
Und die Hurra-Patrioten, die sämtliche kritischen Stimmen abbügeln, machen mir Sorge, dass kein durchdachtes Handeln stattfindet. Zzt. hat der CO2-Verbrauch der verkauften Kfz. wieder zugenommen, weil weniger Diesel gekauft werden, obwohl nicht ... (schönen Gruß an Michael).

nagini
02.02.2019, 13:35
Ich persönlich fühle mich durch die Aktionen gegen den Verbrennungsmotor, die Kfz-Industrie und das Handeln von Politik und Wissenschaft verunsichert.
Und die Hurra-Patrioten, die sämtliche kritischen Stimmen abbügeln, machen mir Sorge, dass kein durchdachtes Handeln stattfindet. Zzt. hat der CO2-Verbrauch der verkauften Kfz. wieder zugenommen, weil weniger Diesel gekauft werden, obwohl nicht ... (schönen Gruß an Michael).

Ja, das geht mir genauso. Für viele scheint die Entscheidung Pro/Contra Verbrenner vs. Elektro ähnlich eifernde Anhängerschaft zu bedeuten, wie man es in den vergangenen Jahren in Vegan/Fleischesser beobachten konnte. PlugIn ist nochmal eine eigene "Kategorie", zum einen (begründete Vermutung, keine eigene Erfahrung) ist ein PlugIn sowohl mit Elektromotor + kl. Akku ausgestattet, hat aber trotzdem Verbrennermotor, d.h. es müssen zwei verschiedene technische Ausstattungen gepflegt und gewartet werden, da denke ich mir ist die Reparaturanfälligkeit evtl. auf mittlere Sicht höher.

Was für die Frage der TE vielleicht noch wissenswert wäre: keine übereilte Entscheidung treffen, gerade aktuell lohnt sich ggf. noch ein wenig Beobachten, Vergleichen und Warten, denn es kommen dieses Jahr bzw. 2020 neue, verbesserte, z.T. leistungsstärkere e-Wagen auf den Markt, was bedeutet, daß sich der Gebrauchtwagenmarkt für Neukäufer deutlich günstig entwickeln wird. Das haben wir jetzt gerade mit unserem Ionic, den wir ursprünglich für knapp 30.000 € wieder verkaufen wollten. Da aber in wenigen Monaten ein Ioniq mit leistungsstärkerem Akku auf den Markt kommen wird, drückt das auf den Wiederverkaufswert der jetzigen Wagen, man wird also mit Sicherheit im Laufe des Jahres sehr gute Gebrauchtwagen auf diesem Sektor bekommen, die preislich günstiger sind als jetzt schon.

Weiterer Tipp: vor dem Umstieg 2 - 4 Wochen einen Elektrowagen oder PlugIn mieten. Das kostet etwas, lohnt aber unbedingt, wenn man sehen will, ob man damit klarkommt, gerade auch was längere Strecken angeht. Es gibt Vermieter, die ausschließlich Elektrofahrzeuge führen und über die man gelegentlich auch gebrauchte Fahrzeuge, die sehr gut gewartet sind, kaufen kann.

Zuletzt: klar definieren, was der Wagen können soll. Wenn es überwiegend ein Kurzstreckenfahrzeug mit reichlich Innenraum sein soll, könnte sich z.B. die Warterei lohnen, aktuell wird von Sono-Motors der Sion entwickelt, soll ab 2020 (?) in Serienreife gehen, ist eine spannende Neuentwicklung von einem jungen Team in München. Es wird zwar statt der bisher gedachten 16.000 + 4.000 € für den Akku nun bei 16.000 + 9.500 € Akku kosten, ist aber nach wie vor im Vergleich sehr, sehr günstig und bietet neben den Solarzellen am Auto selbst (die allerdings nur unter günstigsten Bedingungen pro Tag rd. 30 km einbringen) vor allem einen komfortablen Platz innen, was die meisten anderen Elektrofahrzeuge nicht bringen, weil sie auf bereits bestehende Plattformen, wie sie für Verbrenner konstruiert wurden, aufbauen, während Sono wie Tesla auch auf eine eigens entwickelte Plattform aufbaut, d.h. es wird hier platzeffizienter gebaut.

3komma14159
02.02.2019, 13:49
Der Plugin hat für mich den Vorteil, dass ich in der Stadt selber weitgehend umweltfreundlich fahren kann und auch den Motor nicht auf kürzeren Strecken strapaziere, bzw. dass das umweltschädliche Anlaufen des Motors außerhalb der Stadt stattfindet.
Allerdings bin ich recht enttäuscht, dass die elektrische Reichweite doch abhängig von Außentemperatur, Heizung, Klimaanlage und Fahrstil sehr variiert und recht gering ist (vgl. meinen Link weiter vorne). Ich schaffe es z.B. leider nicht, die angegebenen 40 km bei einfacher langsamer Autobahnfahrt zu erreichen, d.h. ich habe sie noch nie erreicht.

3komma14159
02.02.2019, 13:51
P.S. Je kleiner der Akku, desto besser ist die CO2-Bilanz des Elektrofahrzeugs.

wildwusel
02.02.2019, 15:06
Poca, wenn du zwei ganz unterschiedliche Nutzungsumfelder hast (tägliche Kurzstrecken mit wenig Gepäck, Langstrecke am Wochenende) und vielleicht noch keine autotaugliche Ladestation im Haus, wären vielleicht zwei Fahrzeuge die bessere Lösung, z.B. ein E-Roller für Alltags, ein Benziner oder Hybrid für Langstrecken, und vielleicht noch, wenn mal Lasten zu bewegen sind, ein Lasttaxi oder ein Mietwagen, damit du nicht ständig einen großen Wagen "mir dir rumschleppst". Muß man ausrechnen.

Das war eigentlich mein Plan, nur, schnelle E-Roller gibt's noch nicht so...

michaelX
02.02.2019, 16:55
π, könntest du es bitte unterlassen, mir Dinge zu unterstellen, die ich nie gesagt habe! Wo habe ich behauptet, der CO2 Ausstoß sei nicht zurückgegangen? Ich schrieb, Nox nimmt nicht so ab, wie du es behauptest! Der Unterschied zwischen Co2 und Nox sollte dir ja geläufig sein.
Hurrapatrioten dürften wohl Menschen sein, die die deutsche Autoindustrie und ihre Politik kritiklos über den grünen Klee loben. Was ich definitiv nicht tue.

Ich widerlege hier lediglich deine Argumente, die so in der Form von besagter Autoindustrie vorgebracht werden - gegen Elektroautos, pro Verbrenner. Was ist denn jetzt z.B. mit den Anwohnern von Hauptstraßen, warum dürfen die keine saubere Luft habe?

Du fühlst dich verunsichert? Warum? Die Regierung tut doch alles in ihrer Macht, die Autofahrer und die Industrie zu schützen, ansonsten hätte es doch schon längst für alle spürbare Konsequenzen gegeben. Noch darf man ja überall rumfahren, teilweise sogar so schnell wie man möchte. Das sieht in anderen europäischen Ländern und in vielen Städten schon bedeutend anders aus. Dort dürfen manche Auto unter bestimmten Bedingungen heute schon schlicht nicht mehr benutzt werden. (Und nein, das befürworte ich!)

3komma14159
03.02.2019, 14:22
@poca
...
Und die Hurra-Patrioten, die sämtliche kritischen Stimmen abbügeln, machen mir Sorge, dass kein durchdachtes Handeln stattfindet. Zzt. hat der CO2-Verbrauch der verkauften Kfz. wieder zugenommen, weil weniger Diesel gekauft werden, obwohl nicht ... (schönen Gruß an Michael).

Lieber Michael, Du solltest Dir lieber überlegen, was Dich an meinen Aussagen so triggert, dass Du sie noch nicht einmal richtig liest. Hier habe ich z.B. lediglich darauf hingewiesen, dass der CO2-Ausstoß der neu verkauften KFZ. wieder steigt.
Weiter vorne habe ich angeführt, dass neue Fahrzeuge weniger NOX ausstoßen und dass so die Emissionen aus dem KFZ-Verkehr zurückgehen werden. Das nennt man Flottenwechsel. Das hast Du in Zweifel gezogen, weil die Fahrzeuge nicht ausgewechselt würden. Aber da wir nicht auf Kuba leben, findet hier keine „Kubanisierung“ der Flotte statt. Das ist bestenfalls eine Frage der Zeit. Warum macht denn die Kfz-Industrie das alles mit? Weil sie ein schlechtes Gewissen hat? Weil sie ein großes Geschäft aufkommen sieht? Weil sie keine andere Wahl hat?
Da gibt es noch viel mehr Argumente, über die wir beide uns nicht einig werden. Aber ich denke, ich habe recht differenziert argumentiert und wir beide sollten es aufgeben.

Es ist mir allerdings noch wichtig, Dir darzulegen, dass ich Dir nichts unterstelle, noch nicht einmal „Hurra-Patriotismus“.

3komma14159
09.02.2019, 23:22
Hallo Poca,

ich habe aber noch eine interessante Seite zur Elektromobilität gefunden:
Privatnutzer | ElektroMobilitat NRW (https://www.elektromobilitaet.nrw.de/privatnutzer/)

zu Plugin-Hybrid-Fahrzeugen findest Du hier wohl nichts, aber es wird z.B. auch auf Brandgefahr bei E-Fahrzeugen eingegangen.

Punpun
12.02.2019, 13:08
Alternativer Antrieb
Was taugt die Brennstoffzelle fürs Auto der Zukunft?
Brennstoffzelle: Was bringt die Wasserstofftechnologie furs Auto? - WELT (https://www.welt.de/wirtschaft/gruenderszene/article188631963/Brennstoffzelle-Was-bringt-die-Wasserstofftechnologie-fuers-Auto.html)

3komma14159
18.02.2019, 05:40
Das größte Problem der Elektromobiltät sind das Laden bzw. die Ladezeit und -infrastrutur. Diese Probleme hat die Brennstoffzelle nicht. Andererseits gibt es bereits heute das Speicherproblem der alternativen Energien, die nicht immer just-in-time zur Verfügung stehen, so dass in Zukunft die Brennstoffzelle trotz des schlechten Wirkungsgrades eine echte Alternative wird/sein könnte.