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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rente unter Palmen genießen? Wer macht es?



klaucki3
27.08.2018, 18:02
Ich werde in den kommenden Wochen 61! Und ganz ehrlich: ich fühle mich fitter den je! vor einigen Tagen habe ich meinen Rentenbescheid bekommen... große Sprünge kann man ja dann nicht mehr machen. Das ist klar!

Aber seit einigen Tagen gehe ich mit dem Gedanken schwanger, warum nicht mit dem wenigen Geld ins Ausland und unter Palmen und Sonne billig (viel billiger) leben?

Natürlich bin ich nicht blauäugig, es gilt einiges zu überlegen. Ist klar! Es wäre deshalb schön, wenn ich Menschen kennen lernen könnte, die diesen Schritt gemacht haben oder machen werden.

Sternenfliegerin
27.08.2018, 18:14
Ich habe früher aus anderen (beruflichen) Gründen auch über eine Auswanderung in tropische Gefilde nachgedacht.

Zunächst einmal solltest Du definieren, was Du mit "unter Palmen" meinst, den mediterranen Raum oder wirklich den tropischen. ;)

In Asien kannst Du z.B. als Europäer in vielen Ländern keine Immobilie auf Deinen Namen erwerben, da muß immer ein einheimischer Mittelsmann ran und das kann gehörig schiefgehen, wie viele Fälle nach einiger Zeit belegen.

BlueVelvet06
27.08.2018, 18:34
Wieso bekommst du mit noch nicht mal 61 schon deinen Rentenbescheid, wenn ich fragen darf?

Welches wären denn die Länder, die generell für dich in Frage kämen?

Spadina
27.08.2018, 19:05
Ich war ja letzen Winter in Südamerika. 3 Monate. Leben kann man da schon billiger als hier, aber der Flug ist ja nun mal kein Schnäppchen.

Mallorca würde mir auch gefallen, aber da fressen einen die Kosten auf. Florida wäre auch nett, aber da dort die Amis und Kanadier überwintern, kann man das preislich auch vergessen.

Ich werde mich mal in Foren für homesitting umschauen. Ich bin für alles zu haben, wo es Angebote in wärmeren Gefilden gibt. Palmen sind mir nicht wichtig, aber Wärme....

Opelius
27.08.2018, 19:14
ich habe bei meinem letzten Urlaub am Sonnenstrand in Bulgarien einen älteren Herrn kennengelernt, der von sich aus erzählte, dass er in der Nähe von Varna ein Haus mit großen Garten und eigenem Brunnen für 26.000 € erworben hat. Er hat die letzten 50 Jahre in Schottland gelebt und das Wetter gehasst.

Nur eines muss man mitbringen, eine sehr gute Krankenversicherung, die existiert seit der Wende nicht mehr. Ärzte und Krankenhäuser wollen Bares.

Die Landeswährung ist die Leva, die entspricht im Wert unserer alten DM. Und das gesamte Preisniveau bewegt sich auch auf dem Level.

Anemone
27.08.2018, 19:54
Rentenbescheid oder Rentenauskunft? Die bekommt man ja eh jedes Jahr.
Ich weiß von zwei alten Ehepaaren, ist auch schon eine Weile her, die sich wenn auch nicht unter Palmen, so aber in idyllischer Landlage einen Altersruhesitz wünschten und in einem Fall auch herrichteten. Solange man sich fit fühlt und auch ist, klar. Aber das kann sich ändern. Und in beiden Fällen waren die Leute froh, Ärzte und Pflegemöglichkeiten nahe bei zu haben. Nicht jeder fällt mit 90 glücklich und tot um.
Und natürlich muss man sich gut überlegen ob das südliche Ambiente nicht öde wird, wenns jahraus, jahrein immer dasselbe ist. Das ist aber Mentalitäts- und Ansichtssache.

BlueVelvet06
27.08.2018, 21:23
Ach so, du meinst, es könnte nur eine Rentenauskunft gewesen sein? Das ist natürlich möglich.


Ich war ja letzen Winter in Südamerika. 3 Monate. Leben kann man da schon billiger als hier, aber der Flug ist ja nun mal kein Schnäppchen.

Mallorca würde mir auch gefallen, aber da fressen einen die Kosten auf. Florida wäre auch nett, aber da dort die Amis und Kanadier überwintern, kann man das preislich auch vergessen.

Ich werde mich mal in Foren für homesitting umschauen. Ich bin für alles zu haben, wo es Angebote in wärmeren Gefilden gibt. Palmen sind mir nicht wichtig, aber Wärme....

Vor allem bekommt man keine Aufenthaltserlaubnis. Das ist nämlich generell auch ein Thema. Wir Deutschen stellen uns ja immer vor, dass wir überallhin können, das ist aber längst nicht der Fall. Deshalb auch meine Frage, wohin es gehen soll. Ich hab zwei Freundespaare, die ausgewandert sind. So einfach wie gedacht war das nicht.

Renate-Alice
27.08.2018, 21:26
Ich habe Freunde, die 4, 5 Monate- also unseren Winter- in Thailand verbringen. Sie leben da in einer Hütte am Strand OHNE elektrischen Strom. So schön kann der Strand samt Palmen und so billig kann das Leben dort gar nicht sein, dass ich so leben würde wollen!

Spadina
27.08.2018, 22:47
Vor allem bekommt man keine Aufenthaltserlaubnis. Das ist nämlich generell auch ein Thema. Wir Deutschen stellen uns ja immer vor, dass wir überallhin können, das ist aber längst nicht der Fall. Deshalb auch meine Frage, wohin es gehen soll. Ich hab zwei Freundespaare, die ausgewandert sind. So einfach wie gedacht war das nicht.

Na, ich will ja nicht auswandern. Mit einem normalen Touristenvisum kommt man doch schon weit. Housesitting würde ich wie Urlaub veranstalten. Mal hier 4 Wochen, dann dort 4 Wochen, und noch mal 4 Wochen dann tatsächlich die Gegend erforschen.

Hauptsache Sonne, andere Tapeten, ich bin nicht anspruchsvoll. Katzen und Hunde versorgen, den Postkarten leeren und ansonsten den lieben Gott einen netten Mann sein lassen.

BlueVelvet06
28.08.2018, 00:38
Ja, du nicht :blume: aber ich hatte Klaucki so verstanden.

ereS
28.08.2018, 07:56
es gibt einige ganz wichtge erste ueberlegungen beim thema auswandern
zum einen, wo bekomme ich dauerhaft eine aufenthaltserlaubnis ?
und welche sprachen spreche ich, bzw. kann diese noch lernen um mich in diesem land zu verstaendigen ?
und wo bekomme ich eine bezahlbare krankenversicherung, um in diesem land abgesichert zu sein ?
und will ich mich dauerhaft aus d abmelden, oder behalte ich noch einen wohnsitz hier ?
ebenfall noch eine ueberlegung
in welches land wird ohne probleme oder abzuege meine staatliche rente ueberwiesen ?
das sind die ersten fragen die ich mir stellen wuerde

ich mache es ein wenig anders
ich ueberwintere in warmen gefilden, im letzten jahr knapp 2 monate, und bin dabei dies weiter auszuweiten

Inaktiver User
28.08.2018, 08:18
Ich kenne bisher niemanden, der im Alter ganz ins Ausland gegangen ist, aber einige, die eine Ferienwohnung im Süden haben und dann immer mehrere Monate dort sind. Das geht aber eher nicht, wenn man aufs Geld achten muss, weil Miete und andere Kosten zuhause weiterlaufen.

Inaktiver User
28.08.2018, 08:35
Findet ihr den Gedanken wirklich verlockend? Ich möchte die Rente lieber mit meinen Freunden verbringen, hier in meinem sozialen Umfeld, das mir sehr zusagt. Da finde ich längere Aufenthalte anderswo eher kontraproduktiv, von Auswandern ganz zu schweigen.

Kleinfeld
28.08.2018, 08:50
Findet ihr den Gedanken wirklich verlockend? Ich möchte die Rente lieber mit meinen Freunden verbringen, hier in meinem sozialen Umfeld, das mir sehr zusagt. Da finde ich längere Aufenthalte anderswo eher kontraproduktiv, von Auswandern ganz zu schweigen.

So geht es uns ja auch, ich will überhaupt nicht weg aus meinem Umfeld. Ist dann aber wieder Herbst und Winter, krieg ich regelmäßig einen Koller und will auswandern:zwinker: Irgendwohin wo es ganzjährig warm ist.
Allerdings niemals Asien.

Inaktiver User
28.08.2018, 08:54
Ach, so ein hübsches Winterquartier könnte ich mir schon später für mich vorstellen, die Freunde können auch mal zu Besuch kommen.

Aber wenn ich die TE richtig verstanden habe, ist die Motivation bei ihr wohl eher die, mit wenig Geld gut zu leben. Das geht dann aber tatsächlich nur, wenn man seine Zelte hier vollständig abbricht.

Spadina
28.08.2018, 09:44
Für mich ist es völlig klar, einfach nur den Winter woanders zu leben. Meine Wohnung hier, das ist mein Heimathafen. Den gebe ich doch nicht auf.

Mir reicht es auch, von Januar bis April weg zu sein. Die graue Zeit (zumindest in Hamburg) im November/Dezember kriege ich noch hin, weil ich weiß, die Sonne naht.... Weihnachten ist hier auch schön aber dann: weg. Bloss weg.

Ich liebäugle mit Kolumbien im Moment, letze Woche war es noch Marokko...

Kleines Appartement mieten, für 200 € kriegt man da schon was, Leben für 500 $, das ist schon luxeriös.

Krankenversicherung: alles, was über 6 Wochen hinaus geht, muß dazugezahlt werden, Ich habe letztes Jahr 160 € dafür geblecht, mit Rückholung etc. Das ist immer ganz wichtig.

Mit anderen Worten: ich gebe pro Monat 1000 € aus, wenn ich den Flug mit auf 3 Monate umlegen würde.

Wer seine Reise sonstwo bucht, gibt das meist schon für eine Woche Urlaub aus.

Kleinfeld
28.08.2018, 09:46
Mit anderen Worten: ich gebe pro Monat 1000 € aus, wenn ich den Flug mit auf 3 Monate umlegen würde..

Für wieviele Personen?

Spadina
28.08.2018, 10:00
Für wieviele Personen?


Ich bin Single.

Kleinfeld
28.08.2018, 10:03
Ich bin Single.

Das ist aber doch alles andere als günstig?

Inaktiver User
28.08.2018, 10:06
Spadina, vermietest Du Deine Wohnung hier denn solange unter? Oder ist es Eigentum?

Ruba
28.08.2018, 10:09
Nach DEM Sommer will ich lieber nach Schottland auswandern !

Spadina
28.08.2018, 10:10
Das ist aber doch alles andere als günstig?

Wie jetzt - ich verreise für 3 Monate und gebe dafür ingesamt 3000 €nen aus - und das ist teuer? Öhm. ja?

Kleinfeld
28.08.2018, 10:13
Wie jetzt - ich verreise für 3 Monate und gebe dafür ingesamt 3000 €nen aus - und das ist teuer? Öhm. ja?

Ich bin davon ausgegangen, das es Lebenshaltungskosten sind von denen du sprichst. Und da finde ich 1000 Euro monatlich für eine Person schon viel.

Inaktiver User
28.08.2018, 10:13
Wie jetzt - ich verreise für 3 Monate und gebe dafür ingesamt 3000 €nen aus - und das ist teuer? Öhm. ja?

Das ist natürlich nicht teuer, wenn man es sich leisten kann. Wenn man aber eine kleine Rente hat - und darum ging es im Eingangsbeitrag - und vielleicht 600 Euro Miete zahlt, sind 3.000 Euro on top ziemlich viel.

Inaktiver User
28.08.2018, 10:14
Ich bin davon ausgegangen, das es Lebenshaltungskosten sind von denen du sprichst. Und da finde ich 1000 Euro monatlich für eine Person schon viel.

Ich hab das so verstanden, dass es Unterkunft, Lebenshaltungs- und Reisekosten sind. Laufende Kosten in der Heimat (Miete, Versicherungen) fallen weiterhin an.

Kleinfeld
28.08.2018, 10:18
Ich hab das so verstanden, dass es Unterkunft, Lebenshaltungs- und Reisekosten sind. Laufende Kosten in der Heimat (Miete, Versicherungen) fallen weiterhin an.

Ok, wenn man nur über den Winter bleibt. Aber im EP war ja die Rede von günstig die Rente genießen, sprich alle Zelte hinter sich abbrechen.

Spadina
28.08.2018, 10:23
Ich hab das so verstanden, dass es Unterkunft, Lebenshaltungs- und Reisekosten sind. Laufende Kosten in der Heimat (Miete, Versicherungen) fallen weiterhin an.

Klar, fallen hier die Kosten für Miete, Strom, etc. weiter an.

Der Etat für 3 Monate Überwinterung sind also 3000 €.

Essen in Südamerika ist spottbillig. Mit den Öffis durchs Land reisen ebenfalls, 5 Stunden Busfahrt umgerechnet 5 €.
Ich war auf Galapagos, habe für 17 € übernachtet.

Mit anderen Worten hier sind in dieser Berechnung auch schon Unternehmungen drin....

Inaktiver User
28.08.2018, 10:26
Ok, wenn man nur über den Winter bleibt. Aber im EP war ja die Rede von günstig die Rente genießen, sprich alle Zelte hinter sich abbrechen.

Für dauerhaft finde ich 1.000 Euro im Monat aber auch nicht soooo günstig, dass ich dafür extra umsiedeln würde. Mit günstiger Miete oder abbezahltem Eigentum kann man auch in D von 1.000 Euro gut leben.

Spadina
28.08.2018, 10:26
Aber seit einigen Tagen gehe ich mit dem Gedanken schwanger, warum nicht mit dem wenigen Geld ins Ausland und unter Palmen und Sonne billig (viel billiger) leben?


Von Auswandern lese ich da nichts. Ich habe das so aufgefaßt, nur zu überwintern.

Spadina
28.08.2018, 10:29
Für dauerhaft finde ich 1.000 Euro im Monat aber auch nicht soooo günstig, dass ich dafür extra umsiedeln würde. Mit günstiger Miete oder abbezahltem Eigentum kann man auch in D von 1.000 Euro gut leben.

Himmel, es ist der reine Preis fürs überwintern - 3 Monate . der Flug von 1000 € (für Südamerika) wurde da monatlich mit 333 € eingedröselt. Und der Flugpreis ist echt schon ein Schnäppschen.

Inaktiver User
28.08.2018, 10:30
Von Auswandern lese ich da nichts. Ich habe das so aufgefaßt, nur zu überwintern.

Ich hab das so verstanden, dass die Motivation ein billigeres Leben ist. Und dafür muss man nach meinem Verständnis ganz gehen, um keine doppelten Kosten zu haben.

Opelius
28.08.2018, 10:35
ich würde der Strangeröffnerin dringend anraten, sich nicht daran zu orientieren, wie schön ein Land im Sommerurlaub ist. Da sie vermutlich noch ein paar Jahre arbeiten muss, würde ich den Jahresurlaub darauf verwenden, ein Überwinterangebot in ihrem Traumland zu machen, gibt es ab 4 Wochen.
Denn so schön und lebhaft ein Sommerurlaub sein kann, er spiegelt keine Wirklichkeit, wenn man allein auf weiter Flur die kühle Jahreszeit im Traumland verbringt. Im Sommer sind tausende von Geschäften auf, im Winter machen die dicht, weil es für die wenigen Touristen nicht lohnt. Ich habe das im Winter auf einer holländischen Insel erlebt, das einzigste Geschäft hatte mo - fr nur von 10 - 12 Uhr auf. Eine einzige Kneipe und Restaurant von 18 bis 21 Uhr.
Das muss man erlebt haben. Und dann sind alle jungen Leute die Englisch oder Deutsch können einfach nicht da.

Und man muss sich bei seiner Krankenkasse erkundigen, wie viel sie bei Erkrankungen im Ausland bezahlen. Innerhalb der EU gibt es da Regeln. Aber man kommt an einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung nicht rum.

Und man sollte so bald wie möglich bei der Volkshochschule einen Sprachkursus belegen (wenn man ungefähr weiß wohin man möchte). Denn wer die dortige Sprache nicht einigermaßen beherrscht, ist so beliebt wie eritreischer Flüchtling bei uns.

BlueVelvet06
28.08.2018, 10:41
Von Auswandern lese ich da nichts. Ich habe das so aufgefaßt, nur zu überwintern.

Ich lese bei
warum nicht mit dem wenigen Geld ins Ausland und unter Palmen und Sonne billig (viel billiger) leben? nichts von Überwintern, nur davon, mit dem wenigen Geld nach Renteneintritt billiger leben zu können als hier und das funktioniert ja nur, wenn man die Kosten insgesamt drücken kann und nicht die Kosten hier weiter laufen lässt und noch zusätzlich was fürs Reisen ausgibt.

Sowas kommt ja auch öfter als Doku im TV Rentnergluck am Goldstrand - Im Alter nach Bulgarien - ZDFmediathek (https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-grad-rentnerglueck-am-goldstrand-100.html)

Hier eine Liste von Sendungen, in denen es um Rentner geht, die nach Bulgarien ziehen
Fernsehsendungen uber Bulgarien-Auswanderer - Auswandern nach Bulgarien (http://www.bulgarien-franz.de/2018/01/22/fernsehsendungen-bulgarien-auswanderer/)

Renate-Alice
28.08.2018, 12:01
Nach DEM Sommer will ich lieber nach Schottland auswandern !

:lachen: :lachen: :lachen:
You made my day!!!!!

Opelius
28.08.2018, 12:22
Und ich würde der TE dringend empfehlen, sich bei der Rentenberatung anzumelden, um zu erfahren, wie die Rente ins Ausland transferiert werden kann. wer innerhalb des EU-raums bleibt, kann im Prinzip sein Konto in Deutschland behalten. Er kann sein nötiges Bargeld an Automaten beziehen (die meistens allerdings Gebühren berechnen). Aber alle Daueraufträge und Rechnungen online erledigen. Sobald man allerdings mit einer Fremdwährung zu tun hat, fallen meistens um die 8% Gebühren von der ausländischen Bank und der heimischen Bank an. Wie sind die Gebühren bei einer Bank in dem Auswandererland? Ob dann auch Krankenkassenbeiträge abgeführt werden oder man bei Nachweis der Auswanderung davon befreit wird und ob es für die private Krankenversicherung einen Zuschuss bekommt?

Beratungsseiten findet man im Netz: z.B. Beratung zur Auswanderung (https://www.deutsche-im-ausland.org/nc/planung-und-tipps/beratungsstellen-in-deutschland.html) oder Bundesverwaltungsamt (https://www.bva.bund.de/DE/Organisation/Abteilungen/Abteilung_ZMV/Bundesstelle_für_Auswanderer_und_Auslandstaetige/Beratungsstellen/Beratungsstellen_Wohlfahrt/beratungsstellen_wohlfahrt_inhalt.html)

und noch ein Nachtrag:
ich empfehle die Lektüre von
"Irgendwo im Süden, wo es warm ist … (http://www.dsa-ev.de/files/RiS_3.pdf)
Vorruhestand und Ruhestand im Ausland"
Peter Schöllhorn

ereS
28.08.2018, 23:10
opelius
vielen dank fuer deine interessanten links:allesok:

ambiva
29.08.2018, 00:04
mal ab von den kosten: ich habe nur mitgekriegt, dass menschen im alter lieber wieder nach deutschland zurück kommen.

also leute, die so etwa die letzten 15 jahre oder 20 jahre im billigen palmenland gearbeitet haben.

sie sind dort fremd geblieben und haben nicht die bindungen aufgebaut, die sie brauchten.

ich selbst kann es mir auch nicht vorstellen, in den infrage kommenden ländern, die ich kenne, habe ich mich immer als fremde gefühlt... aber gut, vielleicht wenn man eine passene auswanderercommunity irgendwo findet?

Spadina
29.08.2018, 00:14
mal ab von den kosten: ich habe nur mitgekriegt, dass menschen im alter lieber wieder nach deutschland zurück kommen.

also leute, die so etwa die letzten 15 jahre oder 20 jahre im billigen palmenland gearbeitet haben.

sie sind dort fremd geblieben und haben nicht die bindungen aufgebaut, die sie brauchten.

ich selbst kann es mir auch nicht vorstellen, in den infrage kommenden ländern, die ich kenne, habe ich mich immer als fremde gefühlt... aber gut, vielleicht wenn man eine passene auswanderercommunity irgendwo findet?

Meine Freundin hat 2 Jahrzehnte in Venezuela gelebt, dann 2 Jahre in Deutschland, igitt, wie kalt, nee bloss nicht.
War dann 10 Jahre auf den Kanaren, wieder 2 Jahre in Deutschland, brr, nein danke. Wieder 10 Jahre Kanaren. Sie hatte immer freiwillig in die RV eingezahlt,

Mit 74 fing sie an, sich körperlich nicht mehr wohl zu fühlen, das Gesundheitssystem von Spanien war aber eine Katastrophe.
Mit 76 entschloss sie sich wegen ihrer Probleme, wieder nach Deutschland zu gehen.

Obwohl immer noch brrr, war sie froh, wieder hier zu sein, denn es wurde Pacreaskrebs diagnostiziert, sie lebte noch ein Jahr alleine, bevor sie in ein Hospiz wechselte. Sie war richtig glücklich, dass sie hier so gut betreut wurde. Inzwischen ist sie verstorben.

Ich würde deshalb nie wirklich auswandern, man weiß ja nie, was passieren könnte.

Daher finde ich den Entschluss, nur einige Monate in der Sonne zu verbringen, super. Im Frühjahr hier wieder anzukommen, wunderbar.

Spadina
29.08.2018, 00:22
Es stimmt, man kluckt in fremden Ländern nach Möglichkeit mit weiteren Deutschen zusammen. Weil man mit Einheimischen (wie zum Beispiel mit Südamerikanern) nicht so wirklich in Kontakt kommt, nur vereinzelt. Die Mentalität ist eine völlig andere.

(Von daher ist hier in D das Ansinnen von Integration auch .... öhm... ja, genau .... wohl nicht wo wirklich umsetzbar. Tief im Herzen bleibt man lieber unter sich)

Und in der Tat, wenn man ganz allein nur unter Einheimischen ist, die Sprache auch nicht soooo gut kann, fehlen einem gute Gespräche. Über Skype ist das nicht dasselbe. Wer sich da nicht mit sich selbst beschäftige kann, au weia....

Vienna__
29.08.2018, 01:17
Obwohl immer noch brrr, war sie froh, wieder hier zu sein, denn es wurde Pacreaskrebs diagnostiziert, sie lebte noch ein Jahr alleine, bevor sie in ein Hospiz wechselte.

Meine Freundin hat den Pankreaskrebs überlebt - mit Mitte 40. So und nun? Das sind doch keine ausschlaggebende Argumente, ob man nun auswandert oder nicht. Was kommt, weiß niemand. Muss doch jeder selbst wissen, was ggf. kommen könnte oder auch nicht und wie dann ggf. damit umgegangen wird. Ich bleib doch nicht in D nur mit dem Gedanken, ich könnte Krebs kriegen. Das wäre ja mal völlig daneben. Wenn es dann tatsächlich so wäre, kann man neu entscheiden. Man muss nicht den Teufel an die Wand malen.

ereS
29.08.2018, 03:07
mal ab von den kosten: ich habe nur mitgekriegt, dass menschen im alter lieber wieder nach deutschland zurück kommen.

also leute, die so etwa die letzten 15 jahre oder 20 jahre im billigen palmenland gearbeitet haben.

sie sind dort fremd geblieben und haben nicht die bindungen aufgebaut, die sie brauchten.

ich selbst kann es mir auch nicht vorstellen, in den infrage kommenden ländern, die ich kenne, habe ich mich immer als fremde gefühlt... aber gut, vielleicht wenn man eine passene auswanderercommunity irgendwo findet?es ist doch ein himmelweiter unterschied, ob man in einem, wie du es nennst " palmenland" arbeitet, oder dort seinen lebensabend verbringt

Spadina
29.08.2018, 08:05
Meine Freundin hat den Pankreaskrebs überlebt - mit Mitte 40. So und nun? Das sind doch keine ausschlaggebende Argumente, ob man nun auswandert oder nicht. Was kommt, weiß niemand. Muss doch jeder selbst wissen, was ggf. kommen könnte oder auch nicht und wie dann ggf. damit umgegangen wird. Ich bleib doch nicht in D nur mit dem Gedanken, ich könnte Krebs kriegen. Das wäre ja mal völlig daneben. Wenn es dann tatsächlich so wäre, kann man neu entscheiden. Man muss nicht den Teufel an die Wand malen.


Aber sie war ja ausgewandert, hat über Jahrzehnte hinweg entweder in Venezuela oder Spanien gelebt. Und wäre es ihr gesundheitlich besser gegangen, wäre sie auch dort geblieben. Sie hat nie daran gedacht, Krebs zu bekommen.

Aber man hat dort gar keine richtige Diagnose gestellt, die war nichtsagend. aber sie brauchte Hilfe, die das dortige Gesundheitssystem nicht anbot. Und erst dann beschloss sie, nach Deutschland zurückzukehren. Die Diagnose wurde doch erst hier gestellt.

Das ist doch ein ganz anderer Schnack über die Dinge.

Inaktiver User
29.08.2018, 08:16
Das ist aber eine Einstellung, die mich echt nervt - alles so doof in Deutschland, aber kaum ist man krank, ist es dann auf einmal doch gut genug.

Opelius
29.08.2018, 08:29
Das ist aber eine Einstellung, die mich echt nervt - alles so doof in Deutschland, aber kaum ist man krank, ist es dann auf einmal doch gut genug.

Das hat aber nichts mit mit Doofdeutschen zu tun. Ich habe es vor 3 Jahrzehnten auch mit Ausgewanderten in Südafrika erlebt. Sie kehrten mit Ende der Apartheid sowohl nach Holland wie nach Deutschland und UK in ihr Geburtsland zurück. Und erlebten den gewaltigen Zwiespalt: "es ist nur da schön, wo ich gerade nicht bin". Sie pendelten fortan ständig.

Prigitte
29.08.2018, 08:50
@ Astronaut: Das sehe ich auch so!

Antje3
29.08.2018, 09:16
Ich gestehe ja gerne jedem zu, dort zu leben, wo sein Herz hängt – was mich aber schon „ärgert“ ist das Rosinenpicken.

Man kommt gerne wieder in die soziale Hängematte mit dem guten Gesundheitssystem zurück, wenn sich dann herausstellt, daß im Ausland die medizinische Versorgung teuer oder mies oder beides ist.

Gerne dann auch, ohne Beiträge zu zahlen. Dann ist Deutschland auf einmal wieder gut. Dann stellt man fest, daß sogar Hartz 4 besser ist, als „Leben wo andere Urlaub machen“.

Ich kenne auch einen Fall aus eigener Bekanntschaft - ausgewandert nach Spanien - eine der Inseln. Etliche Jahre dort. Dann krank geworden. Miserabel diagnostiziert - viel zu spät stellte sich raus, Hautkrebs. Rückkehr nach Deutschland - letztlich aber zu spät für Heilung. Unerheblich, ob es Pech war, schlechte Ärzte, schlechtes Gesundheitssystem, schlechte Kommunikation oder eine Mischung aus allem... auf einmal war alles dort schlecht, was vorher himmelhoch gelobt wurde....

Opelius
29.08.2018, 09:29
Ich gestehe ja gerne jedem zu, dort zu leben, wo sein Herz hängt – was mich aber schon „ärgert“ ist das Rosinenpicken.

.

Ich verstehe diese Vorwürfe nicht. Habt Ihr noch nie eine Fehlentscheidung getroffen? Nie in eine Traumgroßstadt gezogen, um festzustellen, dass man sich die dortigen Vergnügen kaum leisten kann?

Soll es verboten werden, sich dort anzusiedeln, wo man es gerade schön findet?

"Schuster bleib bei Deinen Leisten".

Spadina
29.08.2018, 09:46
Meine Freundin hatte immer hier in die Rentenkasse eingezahlt, bevor sie ausgewandert ist, hier auch gearbeitet.

Sie hat eh ihr ganzes Leben gearbeitet, weil ja ausgewandert, auch dort wirft ihr niemand einfach Geld in den Schoß. Sie war immer gut gestellt.

Bekam auch eine deutsche Rente, war darüber hier dann auch gesetzlich krankenversichert.
Wem bitte sehr, würde es anders gehen, dann vielleicht dran zu denken in Deutschland Rat zu holen?

Und bei so einer schweren Diagnose zu wissen, hier habe ich eine Pflegeversicherung, warum die nicht auch nutzen?

Ihre Freunde auf den Kanaren waren leider auch gerade alle gestorben. Alt, krank, fremdes Land. Sie hat ja nie auf ihr Leben im Ausland geschimpft, was hier angenommen wird.

Aber hier in Deutschland waren Angehörige, Kinder, warum dann allein in Spanien vor sich hindümpeln?

Es fiel auch nie das Wort Deutschland ist doof, sondern das Wetter ist doof, ich möchte gerne in der Sonne leben....

klaucki3
29.08.2018, 10:07
Hallo Leute,

sorry, kein Rentenbescheid sondern eine (diesmal) detaillierte Auskunft über mehrere Seiten! Mit den genauen Zeiten, Kindererziehung, Zeiten im Ausland, Zeiten bei deutschen Arbeitgebern. Alle korrekt!

Versteht mich nicht falsch, es ist nicht sehr wenig,... aber für ein erfülltes Rentnerleben - so wie ich es mir vorstelle - zu wenig. Urlaub und mehrmals im Monat ausgehen, wäre einfach nicht mehr drin!

Da meine Tochter und mein Enkelkind in NRW leben, möchte ich schon gerne im EU-Ausland bleiben. Nächstes Jahr im Urlaub gucke ich mir mal Bulgarien und den Goldstrand an.. evtl. käme auch Griechenland in Frage.

Weiter weg könnte ich mir auch vorstellen, aber da gibt es natürlich mehr Hürden.

Gestern habe ich mir in der ZDF-Mediathek 360 Grad: "Renter am Goldstrand" angeguckt. Gar nicht schlecht....

Aber ein Kollege von mir meinte heute, dafür bist du noch viiiiel zu jung:freches grinsen:

BlueVelvet06
29.08.2018, 10:40
Hallo Leute,

sorry, kein Rentenbescheid sondern eine (diesmal) detaillierte Auskunft über mehrere Seiten! Mit den genauen Zeiten, Kindererziehung, Zeiten im Ausland, Zeiten bei deutschen Arbeitgebern. Alle korrekt!

Die hast du aber nicht zum ersten Mal bekommen, die gibt es schon seit Jahren regelmäßig.


Aber ein Kollege von mir meinte heute, dafür bist du noch viiiiel zu jung:freches grinsen:

Vielleicht weißt du das ja auch: du musst nicht aufhören zu arbeiten, sondern könntest noch weiter arbeiten. Das erhöht dann deine Rente ab dem Zeitpunkt, an dem du sie beziehst.

Anemone
29.08.2018, 11:33
Genau, die Rentenauskunft gibts eh jedes Jahr, meist überfliegt man sie in jüngeren Jahren nur, scheint ja alles sooo weit weg. Und wenn du jetzt 61 bist musst du doch sicher auch bis (fast?) 67 arbeiten. Ist schon noch eine Weile.

Im übrigen verstehe ich nicht diesen Hype um "in der Sonne leben". OK, ich akzeptiere und sehe es, dass es offenbar vielen so geht.
Aber ich denke, auch ich bin nicht allein mit dieser persönlichen Verständnislosigkeit.
Ich finde, durch die Jahreszeiten wird das Jahr auch abwechslungsreich und es ergeben sich ja auch die verschiedensten Möglichkeiten. Klar, ich bin auch muffig, wenns tagelang grau und regnerisch ist. Aber um nichts möchte ich den ersten Frühlingsgeruch missen, das Sprießen der Pflanzen von Anfang an beobachten, ich möchte auch den ersten Herbstnebel nicht missen, Frost nicht und Schnee nicht. Ich bin hier verwurzelt, menschlich, kulturell und gefühlsmäßig. Ich möchte an der Tagespolitik und am Geschehen nah dran sein, das interessiert mich einfach zu sehr, als es aus der Ferne zu verfolgen.

Opelius
29.08.2018, 11:37
Da meine Tochter und mein Enkelkind in NRW leben, möchte ich schon gerne im EU-Ausland bleiben. Nächstes Jahr im Urlaub gucke ich mir mal Bulgarien und den Goldstrand an.. evtl. käme auch Griechenland in Frage.

Weiter weg könnte ich mir auch vorstellen, aber da gibt es natürlich mehr Hürden.

Gestern habe ich mir in der ZDF-Mediathek 360 Grad: "Renter am Goldstrand" angeguckt. Gar nicht schlecht....

Aber ein Kollege von mir meinte heute, dafür bist du noch viiiiel zu jung:freches grinsen:

Die Flugzeit Düsseldorf Varna beträgt 2 h 50 min. Es gibt noch mehr Flughäfen, die in den Sommermonaten fast täglich angeflogen werden. In den Wintermonaten deutlich weniger. Kreta, die längste Flugzeit Griechenland 3 h 20 min. Also leistbar und vor allem bezahlbar.

Wenn Du etwas von einem langen Aufenthalt im sonnigen Süden haben willst, ist der Zeitpunkt Deiner Berentung der beste. Denn dann sind die körperlichen Beeinträchtigungen noch erträglich. Und Du schaffst es auch den Papierkram zu erledigen und Deine Wohnung aufzulösen.

Und bist fit genug, Dich dort einzufinden und die Sprache zu erlernen. Viel Glück.

BlueVelvet06
29.08.2018, 12:02
Aber ich denke, auch ich bin nicht allein mit dieser persönlichen Verständnislosigkeit.
Ich finde, durch die Jahreszeiten wird das Jahr auch abwechslungsreich und es ergeben sich ja auch die verschiedensten Möglichkeiten. Klar, ich bin auch muffig, wenns tagelang grau und regnerisch ist. Aber um nichts möchte ich den ersten Frühlingsgeruch missen, das Sprießen der Pflanzen von Anfang an beobachten, ich möchte auch den ersten Herbstnebel nicht missen, Frost nicht und Schnee nicht. Ich bin hier verwurzelt, menschlich, kulturell und gefühlsmäßig. Ich möchte an der Tagespolitik und am Geschehen nah dran sein, das interessiert mich einfach zu sehr, als es aus der Ferne zu verfolgen.

Nein, du bist nicht allein. Ich mag die Jahreszeiten auch sehr. Ich kenne jemand, der früher berufsbedingt nach Kalifornien gegangen ist und das auch sagte. Damals war ich noch jung und dachte mir, meine Güte, was hat der nur? Mittlerweile mag ich den Rhythmus sehr, der durch die Jahreszeiten entsteht, wenn ich auch finde, dass der Winter um zwei Monate zu lang ist aber auch da kann man ja was dagegen unternehmen.

Ich kann mir heute nicht mehr vorstellen, mich kulturell auf ein neues Land so richtig mit allem Drum und Dran einzulassen. Ich bin Deutsche, bin so sozialisiert. Gewisse Dinge sind für mich eine Selbstverständlichkeit und in anderen Ländern sind es andere Dinge. Ich bezweifle, dass man fremde Selsbtverständlichkeiten nach Renteneintritt im Alter von Mitte 60 noch verinnerlichen kann. Wenn man in jüngeren Jahren in ein fremdes Land geht und dort arbeitet, ist das was ganz anderes, da muss man sich ja auch zwangsläufig assimilieren, bei Rentnern fällt das flach.

Das zeigen mMn auch die Beispiele der Dokus sehr gut, die meisten gehen zwar in ein fremdes Land, integrieren sich dort aber nicht, sondern bleiben unter sich und denken sich, dass sie regelmäßigen Kontakt zu den Einheimischen haben, wenn sie mal mit dem Gemüsehändler reden oder mit der Putzfrau. Aber in ihrem Leben kommen die Einheimischen eigentlich gar nicht vor, was man auch daran sieht, dass sie die Sprache nicht wirklich können.

klaucki3
29.08.2018, 12:09
Danke an alle für die rege Diskussion! Ja, Opelius so habe ich mir das auch gedacht...

Noch zur Info: Bis vor ein paar Wochen habe ich noch gar nicht groß über die Rente nachgedacht. Mein Gedanke: Ich arbeite noch bis zum Ende meiner regulären Zeit und dann...

Allerdings stehen jetzt bei meinem Arbeitgeber betriebsbedingte Kündigungen an und "er" sprach mich darauf an: Wie es denn bei mir aussehen würde?

Alle unsere Mitarbeiter ab 59 Jahren wurden ins Personalbüro zitiert! Nach dem ersten Schock mach ich einfach das Beste draus und denke mal nach...

Stand jetzt: Wenn ich nicht bis 65 arbeite und gleiche Beiträge wie in den letzten Jahren zahle, bekomme ich exakt 200 Euro weniger Rente! Krass!

BlueVelvet06
29.08.2018, 12:20
Naja, das ist klar. Ein Jahr Durchschnittsverdienst bedeutet 32 Euro Rente monatlich, lebenslang. Aber das wird dein AG dir vielleicht ausgleichen, ganz oder teilweise, da gibts Möglichkeiten für Sonderzahlungen, mit denen man das ausgleichen kann. Eine Freundin arbeitete bei der Bank und ist mit 57 auf Wunsch der Bank gegangen, bei fast vollem Ausgleich.
Man hat ja auch weniger Kosten, wenn man nicht arbeitet.

Char_lotte
29.08.2018, 12:21
Aber hier in Deutschland waren Angehörige, Kinder, warum dann allein in Spanien vor sich hindümpeln?


Meine Kinder sind der Grund, warum ich vom Leben im Süden - und das auch nur im Winter - lediglich manchmal träume.

Hinzu kommt noch eine gewisse Liebe zur Heimat.

ereS
29.08.2018, 12:50
Meine Kinder sind der Grund, warum ich vom Leben im Süden - und das auch nur im Winter - lediglich manchmal träume.

Hinzu kommt noch eine gewisse Liebe zur Heimat.na ja man kann ja nie so genau wissen, wohin es die kinder verschlaegt und wie sich der kontakt zu den kindern dauerhaft gestaltet

fuer mich waeren die kinder nie ein grund, meinen wohnort oder meine ueberwinterungsplaene nach ihnen zu richten

Kleinfeld
29.08.2018, 12:54
Meine Kinder sind der Grund, warum ich vom Leben im Süden - und das auch nur im Winter - lediglich manchmal träume.

Ja, so geht es mir auch und hoffe, das die Kinder auch halbwegs erreichbar bleiben. Man hat ja schließlich auch Enkelkinder.
Das wäre ganz furchtbar für mich, könnte ich die nur ein oder zwei mal im Jahr sehen:heul:

Opelius
29.08.2018, 12:59
na ja man kann ja nie so genau wissen, wohin es die kinder verschlaegt und wie sich der kontakt zu den kindern dauerhaft gestaltet

fuer mich waeren die kinder nie ein grund, meinen wohnort oder meine ueberwinterungsplaene nach ihnen zu richten

Auflach! Unser jüngster Sohn ist mit folgenden Betreuungswünschen für unsere Enkel in den letzten 6 Jahren an uns herangetreten:
1. Rio de Janeiro für drei Monate
2. Umzug nach Osnabrück ( Die Fahrzeit dorthin war so etwa 1 Stunde)
3. nach drei Jahren Umzug nach Ludwigshafen.

Kleinfeld
29.08.2018, 13:01
Auflach! Unser jüngster Sohn ist mit folgenden Betreuungswünschen für unsere Enkel in den letzten 6 Jahren an uns herangetreten: 1. Rio de Janeiro für drei Monate

:ooooh: Ganz schön weit zum Baby sitten:freches grinsen:

Hair
29.08.2018, 13:52
...
Man hat ja auch weniger Kosten, wenn man nicht arbeitet.

Nein, leider nicht. Das dachte ich auch immer. Du hast aber nur noch Freizeit und die will gefüllt sein. Hier mal essen gehen, ein neues Hobby, Sky Abo.
Mehr Sport, Aida Urlaub. Man braucht tatsächlich mehr Geld.

Ich persönlich hoffe ja, dass dem nicht so ist. Weniger schicke Kleidung mit Jacket für den Beruf, weniger Benzingeld, für meinen Mann fällt die Fahrkarte weg, sind mal eben 240€.
Haare nicht mehr färben, alle Kleidungstücke auftragen, solche Sachen halt.
Allerdings will man es zuhause dann evtl schöner haben, gesundheitsbedingte Ausgaben für den Treppenlift oder Badumbau sind nötig, evtl Pflegehilfe, oje. Pflegeheim ist im östlichen EU Ausland tatsächlich billiger.

klaucki3
29.08.2018, 14:00
einen sehr großen Freundes- und Bekanntenkreise habe ich gar nicht - und meine Tochter wohnt eh fast drei Stunden Autofahrt von mir entfernt...

Ich finde es einfach schön, mal rumzuspinnen - weil theoretisch könnte ich überall auf der Welt leben. Ich denke auch seit einiger Zeit vermehrt an meinen Vater... Er war noch als 17Jähriger im Krieg (und zwei Jahre Kriegsgefangener). Er hat sich ein Leben lang abgeschufftet und spekulierte immer auf seine Rente.
So nach dem Motto: "Wenn ich erst Rentner bin dann...".

Mit 62 ging er damals in Frührente und zwei Monate später ist er aus seinem Auto ausgestiegen, schloss die Haustür auf und fiel tot um.

Inaktiver User
29.08.2018, 14:43
Die hast du aber nicht zum ersten Mal bekommen, die gibt es schon seit Jahren regelmäßig.

Nein, die mehrseitige Auskunft, von der Klaucki spricht, bekommst Du nicht regelmäßig. Die wird nur im Rahmen einer Kontenklärung versandt.

BlueVelvet06
29.08.2018, 15:32
Nein, die mehrseitige Auskunft, von der Klaucki spricht, bekommst Du nicht regelmäßig. Die wird nur im Rahmen einer Kontenklärung versandt.

Doch, ich hab die schon mehrfach bekommen. Auch dieses Jahr wieder und es hat sich im Jahr 2017/2018 nichts geändert, von dem ich wüsste.

ereS
31.08.2018, 12:12
Nein, leider nicht. Das dachte ich auch immer. Du hast aber nur noch Freizeit und die will gefüllt sein. Hier mal essen gehen, ein neues Hobby, Sky Abo.
Mehr Sport, Aida Urlaub. Man braucht tatsächlich mehr Geld.

Ich persönlich hoffe ja, dass dem nicht so ist. Weniger schicke Kleidung mit Jacket für den Beruf, weniger Benzingeld, für meinen Mann fällt die Fahrkarte weg, sind mal eben 240€.
Haare nicht mehr färben, alle Kleidungstücke auftragen, solche Sachen halt.
Allerdings will man es zuhause dann evtl schöner haben, gesundheitsbedingte Ausgaben für den Treppenlift oder Badumbau sind nötig, evtl Pflegehilfe, oje. Pflegeheim ist im östlichen EU Ausland tatsächlich billiger.alleine was man an fahrtkosten unterhalt fuer das kfz, das auswaertige essen in der mittagspause spart, das ist schon enorm

was das gesundheitliche anbetrifft, das weiß man nie...

Schweinebacke
31.08.2018, 15:57
Nach DEM Sommer will ich lieber nach Schottland auswandern !

Ich denke, ist gar nicht so schlecht. Schottland ist wunderschön

Schweinebacke
31.08.2018, 16:01
einen sehr großen Freundes- und Bekanntenkreise habe ich gar nicht - und meine Tochter wohnt eh fast drei Stunden Autofahrt von mir entfernt...

Ich finde es einfach schön, mal rumzuspinnen - weil theoretisch könnte ich überall auf der Welt leben. Ich denke auch seit einiger Zeit vermehrt an meinen Vater... Er war noch als 17Jähriger im Krieg (und zwei Jahre Kriegsgefangener). Er hat sich ein Leben lang abgeschufftet und spekulierte immer auf seine Rente.
So nach dem Motto: "Wenn ich erst Rentner bin dann...".

Mit 62 ging er damals in Frührente und zwei Monate später ist er aus seinem Auto ausgestiegen, schloss die Haustür auf und fiel tot um.

Manchmal denke ich, dass genau das den Leuten Angst macht. Das Gefühl zu haben, nicht mehr gebraucht zu werden etc.

klaucki3
13.09.2018, 13:49
Oh doch, gebraucht werde ich noch! Zumindest als Großmutter. Meine Tochter bedauert beispielsweise sehr, dass ich nicht vor Ort wohne. Ihr Plan: ich ziehe in ein paar Jahren zu ihr in die Nähe - allerdings weiß ich dann wirklich nicht, wie ich die Miete in einer Großstadt zahlen soll...

Mein Plan jetzt: Ganz alleine weg ziehen ist auch blöd. Zumal ich die Partnersuche bzw. -findung von selbigem auch noch nicht ganz aufgegeben habe! Deshalb habe ich mich jetzt in zwei Partnerbörsen angemeldet. Oh je... Nö, das ist keine Option mehr für mich!!

Von einem Bekannten habe ich vor einigen Tagen erfahren (er ist auch auf der Suche und angemeldet in einer Partnerbörse), er könne sich die tollen Frauen aussuchen, die ihn so anschreiben! Findet auch immer wieder eine, die dann ein paar Wochen "getestet" wird. Wenn es dann noch nicht passt für ihn - ist er schwubs wieder im Internet unterwegs...

Und mein Eindruck: Als Frau mit 60 bist du für die Herren, die noch einigermaßen - wie soll ich es ausdrücken - nicht zu der Rubrik "Opa mit Hut und Stock" gehören, einfach nicht mehr vorhanden.

Antje3
13.09.2018, 13:58
Und mein Eindruck: Als Frau mit 60 bist du für die Herren, die noch einigermaßen - wie soll ich es ausdrücken - nicht zu der Rubrik "Opa mit Hut und Stock" gehören, einfach nicht mehr vorhanden.


So boshaft es klingt – ich zitiere für Dich an dieser Stelle mal meine Mutter:

„Die in meinem Alter suchen „Arm-Candy“ – am liebsten 20 Jahre jünger. Und die, die jemanden in meinem Alter suchen, möchten vorbauen für den Pflegefall und suchen eine potentielle Altenpflegerin“

(Die Antwort ihres Gesprächspartners bei diesem denkwürdigen Dialog war: „Gell, sie sind finanziell unabhängig…?!“)

klaucki3
14.09.2018, 14:23
das ist gar nicht boshaft. Das ist die Realität!

Spadina
14.09.2018, 22:36
„Die in meinem Alter suchen „Arm-Candy“ – am liebsten 20 Jahre jünger. Und die, die jemanden in meinem Alter suchen, möchten vorbauen für den Pflegefall und suchen eine potentielle Altenpflegerin“


Von daher genieße ich meine Rente gerne allein.

Ab 107 Jahre bei Männern aufwärts, mit Millionen auf dem Konto, ohne Erben, da hätte ich Einfühlungsvermögen und den Optimismus, das ändert sich demnächst.... Und dann noch mehr Palmen.....

Silberlicht
17.09.2018, 13:59
Ab 107 Jahre bei Männern aufwärts, mit Millionen auf dem Konto, ohne Erben, da hätte ich Einfühlungsvermögen und den Optimismus, das ändert sich demnächst.... Und dann noch mehr Palmen.....

Muss man des jetzt verstehen?
Was soll sich da ändern? Je reicher einer ist, umso eher sieht so manches junges Zuckerstück über Hängebauch, Altersflecken und Glatze hinweg!
Auch hat das nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun! Es ging doch um (billigeres) Überwintern irgendwo im warmen Süden!

Kleinfeld
17.09.2018, 14:04
Muss man des jetzt verstehen?Was soll sich da ändern?

Quasi der Aggregatzustand:freches grinsen: Von scheintod 107 bis ganz tot (also nicht mehr 108):pfeifend:

Spadina
17.09.2018, 16:06
Quasi der Aggregatzustand:freches grinsen: Von scheintod 107 bis ganz tot (also nicht mehr 108):pfeifend:

Genau so ist es!

BlueVelvet06
17.09.2018, 16:51
Irgendwie verstehe ich das jetzt auch nicht. Wäre es dann nicht besser, sich einen Mann in dem Land / aus dem Land zu suchen, in das man sich vorstellen könnte, auszuwandern? Denn dass man einen findet, der dann auch noch bereit wäre, mit auszuwandern, halte ich doch für relativ unwahrscheinlich. Außerdem kann dann wenigstens einer die Landessprache und kennt die Gegebenheiten vor Ort.

Anemone
17.09.2018, 17:46
Ging es nicht eigentlich beim Eröffungsposting generell darum, die eigene (!) Rente unter Palmen (wo auch immer) zu genießen? Da war ja das Angeln eines solventen Herrn ja nicht das Thema.

joringel
20.09.2018, 15:01
Als meine Schmerzen erst bei 10 Grad anfingen, hatte ich auch den Traum ins Warme zu ziehen. Heute hab ich selbst in der größten Wärme Schmerzen, also bleib ich doch lieber in meinem gewohnten Umfeld und mach dann eben Urlaub.

Lea1958
21.09.2018, 18:00
Ich mache seit einigen Jahren jeweils einen langen Jahresurlaub in Südeuropa. Das ist natürlich zeitlich noch nicht mit einem Auswandern vergleichbar, aber hat mir klar gemacht, dass es mit einem Umziehen im fortgeschrittenen Lebensalter nicht so einfach ist.

Ich suche mir für meine Urlaube natürlich keine häßlichen Ecken aus, gehe aber bewusst in nicht allzu touristische Gegenden. Erstens, weil dort die Quartiere günstiger sind und ich gern ein Stück in den fremden Lebensalltag eintauchen möchte, ein Stück weg vom Leben in Deutschland.

Ein Fazit von mir ist, dass bequeme und relative komfortable Wohnungen/Häuser überall ihren Preis haben. Einfache und preisgünstige Wohnmöglichkeiten erfordern eine sehr hohe Anpassungsfähigkeit, ein sich Einlassenkönnen auf andere Lebenrhythmen und -weisen, wie z. B. ein höherer Lärmpegel im Umfeld und Auskommen mit landestypischen Standards und Produkten. Und sie ziehen unter Umständen andere Kosten nach sich (z. B. Erfordernis eines Autos, lange Wege für alle Besorgungen und sonstigen Notwendigkeiten, hohe Energiekosten, um unzureichend isolierte Gebäude einigermaßen warm zu bekommen und ähnliches). Und ohne Berufstätigkeit vor Ort hat man nur wenige Möglichkeiten private Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen, von engen Sozialkontakten ganz zu schweigen. Da ist dann die Frage, was sich vor Ort dann eigentlich bei dem eventuell beim Lebensunterhalt gesparten Geld machen kann.

Ich für mich habe beschlossen, dass ich es später, gern auch längeren Urlauben, belassen werde. Ein Umsiedlung kommt nicht in Frage und ich möchte mir die Pflege und Unterhaltung von zwei Wohnsitzen nicht ans Bein binden bzw. werde ich mir das gar nicht leisten können.

Ich fühle mich der europäischen Kultur zu verbunden, um später auf einen anderen Kontinent umzuziehen. Das wäre keine Option für mich.

Bulgarien ist ein wunderschönes, vielfältiges Land und mag die Mentalität der Menschen sehr gern. Aus meiner Sicht ist die Schwarzmeerküste aber kein attraktives Ganzjahresziel, die Winter sind zwar kürzer als hier, aber ausgesprochen nass, kalt ungemütlich und das Frühjahr und der Herbst sind auch nicht nur schön. Da ist der Mittelmeeraum angenehmer, obwohl man auch dort im Winter ganz schön frieren kann.

Ostseewelle
15.12.2018, 17:16
Rente an der Ostsee.....😉
Das machen wir ab 2019 im August, wir freuen uns schon sehr auf die schöne Zeit.
Ich bin 62 und gehe ab kommendem Jahr in Rente.
Unter Palmen könnte ich es mir nicht vorstellen.


🙋

Phyllis
15.12.2018, 18:53
wir haben uns für sehr wenig Geld ein Haus an der Mecklenburger Seenplatte gekauft - wenn wir in Rente sind werden wir dort leben, es ist wesentlich günstiger als hier in NRW/RLP lebe an der Grenze. Das Leben dort hat einen hohen Freizeitwert und die fehlenden Arbeitsplätze brauchen wir dann nicht mehr.

Im Winter wollen wir mit dem Wohnmobil dann ein paar Monate in die Wärme und dort überwintern.

Nocturna
15.12.2018, 21:24
wir haben uns für sehr wenig Geld ein Haus an der Mecklenburger Seenplatte gekauft - wenn wir in Rente sind werden wir dort leben, es ist wesentlich günstiger als hier in NRW/RLP lebe an der Grenze. Das Leben dort hat einen hohen Freizeitwert und die fehlenden Arbeitsplätze brauchen wir dann nicht mehr.
Ich bin aus Bayern und könnte mir schwer vorstellen woanders zu leben, aber die Mecklenburger Seenplatte ist toll. Wir sind da mal eine ganze Woche mit einem Hausboot herumgeschippert und haben an den kleinen Ortschaften Rast gemacht. Total idyllisch und sehr günstige Preise.

Ich bewundere ja schon jeden, der es wagt im Ruhestand seine Zelte abzubrechen und woanders nochmal neu anzufanfen.

Wiedennwodennwasdenn
16.12.2018, 08:56
wir haben uns für sehr wenig Geld ein Haus an der Mecklenburger Seenplatte gekauft

Das Leben dort hat einen hohen Freizeitwert und die fehlenden Arbeitsplätze brauchen wir dann nicht mehr.

Und wie sieht es dort mit der ärztlichen Versorgung aus ? Ich bin vor zwei Jahren vom Großraum Köln in die Peripherie NRWs gezogen und das ist schon ein Unterschied wie Tag und Nacht. Da wage ich mir gar nicht vorzustellen, wie es in MeckPomm aussieht.

Phyllis
16.12.2018, 19:56
nun, das Haus ist in einem kleinen Ort mit 6000 Einwohnern da gibt es schon Infrastruktur - eigentlich alles da, Supermarkte, Kneipen, Restaurants ….Ärzte ..habe mal geguckt, es gibt 8 Ärzte ..das muss reichen ...welche Fachärzte muss ich noch checken

Phyllis
16.12.2018, 19:57
Das Arztthema gibt es ja im Ausland auch

ereS
17.12.2018, 02:07
wir haben uns für sehr wenig Geld ein Haus an der Mecklenburger Seenplatte gekauft - wenn wir in Rente sind werden wir dort leben, es ist wesentlich günstiger als hier in NRW/RLP lebe an der Grenze. Das Leben dort hat einen hohen Freizeitwert und die fehlenden Arbeitsplätze brauchen wir dann nicht mehr.

Im Winter wollen wir mit dem Wohnmobil dann ein paar Monate in die Wärme und dort überwintern.
ersteres fuer mich ein alptraum:ooooh:
zweiteres klingt viel besser, wobei es nicht unbedingt ein wohnmobil sein muß, da wuerde ich lieber etwas schnellere verkehrsmittel bevorzugen:smirksmile:
waerme muß aber richtig warm sein

chaos99
17.12.2018, 06:10
Im Alter ein Wohnmobil nutzen, wurde ich mir verkneifen und Alternativpläne machen.
Dieselfahrzeuge gibt es bald nicht mehr ;)

Also lieber gleich in die Sonne.

Phyllis
17.12.2018, 12:14
ersteres fuer mich ein alptraum:ooooh:
zweiteres klingt viel besser, wobei es nicht unbedingt ein wohnmobil sein muß, da wuerde ich lieber etwas schnellere verkehrsmittel bevorzugen:smirksmile:
waerme muß aber richtig warm sein

warum ein Alptraum? .Nocturna hat es gut beschrieben ..Das ist Plan B ..wenn ich es mir leisten kann hier weiter zu wohnen in der Rente ohne auf viel zu verzichten bleib ich hier ...ich bin völlig flexibel ..ich habe nur keine Lust meine "mickrige" Rente in die Miete hier im Ballungsgebiet zu stecken

wodolo
17.12.2018, 13:27
Hallo zusammen,

ich hab gerade mal so durch diesen Strang geblättert und möchte hier mal als einen Aspekt zum Thema meine Erfahrung mitteilen.
Ich bin 63 und lebe seit drei Jahren mit meinem Mann in einem Wohnmobil. Ein besseres Leben als auf Reisen kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen. Kleiner Haushalt, immer was Neues zu sehen und zu erleben.
Wir haben ein halbes Leben lang auf diesen "Ausstieg" gespart und uns dann unseren Traum verwirklicht.
Ärzte gibt es überall auf der Welt und wenn man nicht gerade chronisch krank ist, ist das ausreichend.
Sicher braucht man da auch ein bisschen Gottvertrauen...

Was die Dieselfahrzeuge angeht, so ist das ein ziemlich Deutsches, höchstens noch Europäisches Problem. Sobald man Europa verlässt, interessiert das niemanden mehr. Im Gegenteil, mit einem Euro 6 Fahrzeug bekommt man schon ausserhalb der EU Probleme, da es nur innerhalb den erforderlichen "reinen" Sprit gibt.

Wir haben eine Reihe von Freunden, die, auch ohne Wohnmobil, viele Monate des Jahres im Ausland, in wärmeren Gefilden, auf anderen Erdteilen verbringen. Es gibt da die unterschiedlichsten "Modelle".

Kurz und gut, mir wärs zu langweilig immer an einem Ort, selbst wenn der unter Palmen ist.

Euch allen herzliche Adventsgrüße

BlueVelvet06
17.12.2018, 13:37
Danke für deinen Beitrag, das finde ich interessant. Ihr musstet nur ein halbes Jahr sparen, das finde ich sehr wenig. Mit 63 ist man ja auch noch ein junger Rentner, da ist man ja auch noch oft nicht wesentlich unfitted als mit 50. Wie ist das denn, habt ihr hier noch eine Wohnung für den Fall, dass die Gesundheit nicht mehr so mitmacht und ihr doch wieder an einem Ort bleiben wollt?

Anemone
17.12.2018, 13:47
Äh, von halbem Jahr sparen war doch nicht die Rede, sondern von einem halben Leben.:smile:
Das wäre für mich ein Albtraum, ehrlich gesagt. Immer auf engem Raum zusammen. Immer wo anders.

Interessant, wie die Menschen gestrickt sind, und auch toll, dass sich solche Träume, wie auch immer, verwirklichen lassen.
FRüher hatten ältere Menschen keine Wahl, als zuhaus zu bleiben und vielleicht Enkel zu betreuen, wobei da viele ja auch zufrieden sind.
Nur auch interessant zu wissen, wie ist es in höherem Alter? Nicht alle Menschen sind bis +80 fit und munter. Habt ihr dafür auch geplant?

BlueVelvet06
17.12.2018, 14:00
*sich an den Kopf klatsch*
Ja, das macht schon eher Sinn, wer lesen kann...

Phyllis
17.12.2018, 14:39
wodolo Du sprichst mir aus dem Herzen, toll das wäre auch mein Traum.

Ich glaube sogar das im Womo leben günstiger ist als ein Haus und/oder Mietwohnung. Es sei denn man hat natürlich einen Moreno oder ähnliches in 6 stelligem Bereich in der Anschaffung ;)

Ich kenne auch jemanden der lebt da, es fallen Stellplatzgebühren, Gasflaschen fürs Heizen und Kochen, Lebensmittel und Sprit an...der kommt mit 500 Euro im Moment hin - er fährt allerdings nicht viel

ereS
17.12.2018, 15:00
warum ein Alptraum? .Nocturna hat es gut beschrieben ..Das ist Plan B ..wenn ich es mir leisten kann hier weiter zu wohnen in der Rente ohne auf viel zu verzichten bleib ich hier ...ich bin völlig flexibel ..ich habe nur keine Lust meine "mickrige" Rente in die Miete hier im Ballungsgebiet zu steckenich wuerde in der pampa eingehen, wie eine primel:heul:
aber jeder, wie er es mag
bevor ich in die pampa ziehen wuerde, wuerde ich lieber in einer groß-wg in einem haus wohnen, das kann auch eine altersform des wohnens sein
ich und mein mann 2 zimmer, und kueche gemeinsame nutzung oder so irgendwie...
aber ich kann auch dich sehr gut verstehen

Phyllis
17.12.2018, 15:04
och ..ich wohne jetzt auch in der Pampa eres, :prost: die Pampa ist sogar noch größer und heisst Eifel …

WG wäre nichts für mich, ich brauch meine Ruhe ..aber so ist eben jeder verschieden

Paraplumeau
17.12.2018, 15:22
ich wuerde in der pampa eingehen, wie eine primel:heul:


Ich bin Berlinerin, meine Definition für Pampa ist also sehr groß gefasst, aber die Mecklenburger Seenplatte würde ich nun nicht als Pampa bezeichnen.

wodolo
18.12.2018, 20:40
Was auch immer man unter Pampa versteht, sie hat ihre schönen Seiten: viel Ruhe, Bewegung in der Natur, im besten Fall wenig Menschen. Auch ich bin Berlinerin und liebe meine Stadt, aber nach zwei, drei Wochen hab ich inzwischen in der Regel genug.
Dann sind Kinder, Enkel und Freunde durchgeknuddelt, alle Vorsorgetermine abgearbeitet und wir düsen wieder los.
An das Zusammensein auf engem Raum gewöhnt man sich, man muss es wollen. Die Beziehung muss allerdings funktionieren, sonst kann es sicher die Hölle sein. Wir sind seit 36 Jahren verheiratet, das Fernweh hatten wir beide schon immer. Zuerst waren wir mit unseren drei Kindern unterwegs, jetzt allein. Und wir lieben es beide so wie es ist.
Unsere Wohnung haben wir untervermietet, aber nicht aufgegeben. Wir gehen sehr wohl davon aus, dass wir nicht ewig so reisen können. Irgendwann sind wir zu alt oder werden krank oder haben genug vom Reisen... dann ziehen wir wieder in die Wohnung zurück, fahren vielleicht nur noch über den Winter nach Spanien oder Portugal oder so.
Unser Mobil ist Marke Eigenbau, unserem kleinen Budget angemessen. Klar lebt man auf Reisen billiger als zu Hause - wenn man es will. Das kommt auf die Ansprüche an. Campingplätze mit allen anfallenden Kosten wie Strom, Wasser usw. muss man wollen. Wir wollen nicht. In vielen Ländern kann man gut frei stehen, preiswert essen gehen, dort, wo die Einheimischen essen - ja, auch an der Garküche auf der Straße, da ist es oft am leckersten. Wo es warm ist, braucht man wenig Gas, die Alternative ist eine Dieselstandheizung. Alles Dinge die man vorher bedenken muss, wenn man so einen Ausstieg plant. Freunde von uns leben so mit einem Tagesbudget von 8.- € und darben nicht.
Ich bekomme schon Rente, als Grundeinkommen reicht das, ein bisschen zubuttern vom Ersparten und schon ist man gut unterwegs.
Ich liebe es, morgens noch nicht zu wissen, wo ich abends stehen werde, welche Bilder, Gerüche und Geräusche mich in den Schlaf begleiten.
Klar, ist nichts für jeden. Und das ist auch gut so. Wenn alle so unterwegs wären,
gäbe es ja kein ruhiges Plätzchen mehr. *grins*
Slow travelling ist unser Motto. An einem Ort so lange bleiben, wie es uns gefällt, dann gehts weiter.
Jetzt probieren wir grad mal was Neues aus. Anfang Januar fliegen wir nach Bangkok und probieren mal aus, wie es sich als Backpacker reist. Es ist ja leider so, dass man nicht die ganze Welt von Deutschland aus mit dem Auto erreichen kann.
Ich bin schon ganz aufgeregt, das Reisefieber steigt.

Phyllis
18.12.2018, 20:50
genial wodolo :blumengabe: Wir haben auch ein Wohnmobil, schon ein älteres einen RMB - aber leider die Zeit noch nicht

In welche Länder reist Ihr? Auch ausserhalb Europa?

wodolo
18.12.2018, 20:59
Also die letzten beiden Winter haben wir in Marokko verbracht, den letzten Sommer in Bulgarien und Griechenland. Als es noch möglich war, haben wir ganz Nordafrika bereist - Algerien, Libyen, Tunesien, Ägypten. Ausser Marokko ist das alles jetzt zu unsicher geworden. Wir waren aber auch schon in ganz Skandinavien unterwegs. Früher mit den Kindern mit Zelt und Fahrrad, später mit dem Mobil.
Kommenden Sommer ist Russland geplant. Auf der Liste steht auf jeden Fall der Iran, Kasachstan, Georgien, Armenien usw.
Es gibt noch viel zu sehen...

twix25
18.12.2018, 21:17
Mein Traum wodolo!!

Ich bräuchte noch zum Glück einen Hund dabei

Vor allem slow traveling :yeah:

Am liebsten in D ein großes !! 1 Zimmerappartement behalten, z.T untervermieten

wodolo
23.12.2018, 12:11
Da kann ich nur sagen: Tu es Baby!

Schöne Feiertage und liebe Grüße :nikolaus:

Meatloaf
06.01.2019, 04:27
@wodolo
Das hört sich richtig spannend an und ich finde es klasse, daß Ihr so auf Achse seid. :allesok:

@Phyllis
Glückwunsch zum Domizil an der Mecklenburger Seenplatte in Kombination mit dem Wohnmobil. :yeah:
Da kommt sicherlich keine Langeweile auf. :schild genau:

Ich habe ja seit vielen Jahren ein Häuschen im sonnigen Süden und beim letzten Sommerurlaub vor Ort wurde mir klar, daß ich eigentlich nur 2 Möglichkeiten habe:

- Entweder arbeite ich bis zum Renteneintritt mit knapp 67 (was ich bei dem Knochenjob, den ich mache, eigentlich für ausgeschlossen halte. Das schaffe ich körperlich keine 8 Jahre mehr.) Einen anderen Job (mit Festanstellung) werde ich in meinem Alter nicht mehr bekommen. Das ist Fakt.

- oder ich spare in den nächsten 3 Jahren Einiges zusammen, so daß ich bis (mindestens) 67 in meinem Haus am Meer leben kann.

Die Lebenshaltungskosten betragen dort nur einen Bruchteil, ich habe vor Ort einheimische und deutsche Freunde und Bekannte, einen Garten und das Meer in fußläufiger Entfernung. :liebe: kann mich leidlich verständigen (natürlich noch ausbaufähig), habe dort unzählige (zum Teil auch mehrmonatige) Urlaube verbracht und liebe diese Gegend.

Ich habe schon mit 18 alleine längere Zeit in Übersee gelebt, bin immer viel gereist und auch innerhalb Deutschlands des öfteren umgezogen...richtig heimisch wurde ich hier nie mehr.
Und ich bin auch kein Fan der vier Jahreszeiten, Herbst und Winter brauche ich nicht zwingend, Schnee und Kälte hasse ich.
Meine Kinder sind erwachsen und leben zum Teil weit weg, ich hätte aber den Flughafen um die Ecke und käme sicherlich des öfteren zu Besuch oder sie zu mir. :knicks:

So weit zu den "Rahmenbedingungen".
Für mich ist die Sache klar.
Wie seht Ihr das? :kristallkugel:

twix25
06.01.2019, 12:59
Wie seht Ihr das? :kristallkugel:

Bekannte, 5 erwachsene Kinder haben mit 60 in D alles aufgegeben und sind auf eine griechische Insel gezogen

Sie hatten Geld für ein Jahr vor Ort

Seit Jahrzehnten sind sie dort immer wieder auf Urlaub gewesen, der Sprache zumindest für Alltag fähig

Die Kinder sind in D weit auseinander und kommen eh nicht soo oft

Mittlerweile, 5 Jahre später haben sie erst ein, jetzt sehr kleine Häusschen gebaut, auf nem Grundstück was etwas abgelegen, aber traumhaft schön ist

Dafür ist der Flughafen relativ nah zum nächstgelegenen größeren Ort

Bedeutet: Besuch ist unkompliziert möglich und kommt nicht weniger häufig als früher und wenn alle zusammen da sind, wird durchaus auch gezeltet

ich finds so toll, dass sie das gewagt haben und sich in der alten Ehe ein neues Projekt zugelegt haben

Kosten sind da eh niedriger und . Geld kommt rein, da der Mann einen Beruf hatte, der z.T online möglich ist oder aber 3 Monate im Jahr per Urlaubsvertretung

BlueVelvet06
06.01.2019, 13:19
Für mich ist die Sache klar.
Wie seht Ihr das? :kristallkugel:

Ich seh das so, dass es für dich passen muss. Alle Argumente für und Wider haben ihre Berechtigung, die Frage ist doch nur, welche der Argumente auf deine persönliche Situation zutreffen.

Magst du das mit den Lebenshaltungskosten mal erläutern? Was die Lebensmittel betrifft, entspricht das nicht meinen Beobachtungen, jedenfalls nicht in der EU. Was mMn in anderen Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit preiswerter ist, sind Dienstleistungen wie Putzfrau etc., deshalb auch Restaurantbesuche. Dafür ist die Qualität von Handwerkerarbeiten oft erstaunlich schlecht, was deutsche Handwerker sehr beliebt macht.


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Eine ehemalige Kollegin war der Meinung, in Griechenland ein kleines Haus mit Grundstück erworben zu haben. Sie war auch beim Notar und alles, allerdings funktioniert(e) das mit dem Grundbuch in Griechenland noch anders, nicht nach Flurstücken, sondern nach Eigentümern. Was natürlich Unsinn ist und zu vielen Verwicklungen und Betrügereien führt. Die Umstellung auf ein Grundbuch wie es bei uns üblich ist, ist schon lange im Gange, aber eben noch nicht abgeschlossen. Das kann man heute leicht googeln, aber vor 20 Jahren musste man sich auf das verlassen, was einem gesagt wurde.
Nun ist es leider doch nichts mit dem Lebensabend auf einer griechischen Insel, sehr bedauerlich für sie, dabei spricht sie fließend griechisch.