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Inaktiver User
28.02.2007, 12:35
Hallo,
wie haltet ihr es wenn ihr unter Freunden/Bekannten nach eurem Gehalt gefragt werdet? Meine Meinung dazu ist, das man das besser nicht erzählt. Mein Mann hat z.B. einen recht guten Job und viele seiner Freunde sind der Meinung er wäre "steinreich". Viele von denen verdienen nicht so viel, obwohl es sich meiner Meinung nun keine astronomischen Zahlen sind. Bei einem von diesen Freunden ist es nun so, das dieser sich gerne von meinem Mann einladen lässt. So nach dem Motto "Du hast es ja". Am Anfang seiner Karriere hat mein Mann diesem Freund wohl mal erzählt was er so verdient. Kürzlich hat mein Mann besagten Freund zum Essen eingeladen.
Ich finde das nicht so toll, warum soll man sich ständig dazu aufgefordert fühlen andere einzuladen, die sich dann auch noch nicht mal bedanken.

Gruß,
Moonstone

Inaktiver User
28.02.2007, 13:03
in USA ist es üblich, recht schnell danach zu fragen und ehrlich darauf zu antworten. Nachdem sich die meisten Sitten ja eh globalisieren, erwarte ich das auch in näherer Zukunft bei uns.

Ich hätte kein Problem damit, das jemandem mitzuteilen. Wieso auch?
mit Einladen/Rechnung übernehmen hat die Gehaltshöhe allerdings m.E. gar nichts zu tun. Das tue ich entweder, weil ich es tun mag (auch als Studentin) oder nicht. Auffordern lassen dazu würde ich mich schon gar nicht.

Sunnycat
28.02.2007, 13:57
Mein Mann un dich verdienen beide wirklich nicht schlecht, haben aber langsam den Eindruck, dass viele neidisch reagieren, wenn man 2 Mal im Jahr in Urlaub geht, sich neue Möbel kauft etc.

Mich stört das, ich muss mich doch für meine Ausbildung mit diesem Gehalt nicht rechtfertigen. Jeder ist doch für sich selbst verantwortlich, oder was meint ihr?

lg
sunny

Sunnycat
28.02.2007, 13:59
Mein Mann un dich verdienen beide wirklich nicht schlecht, haben aber langsam den Eindruck, dass viele neidisch reagieren, wenn man 2 Mal im Jahr in Urlaub geht, sich neue Möbel kauft etc.

Mich stört das, ich will mich für meine Ausbildung nicht rechtfertigen müssen. Es herrscht doch freie Berufswahl.

lg
sunny

Inaktiver User
28.02.2007, 20:32
Oh ja, so langsam finde ich das auch lästig...

ich fange gerade nach dem Studium meinen ersten Job an, und werde von Freunden, Familie, Professoren und so weiter gefragt, was mir die Stelle denn nun bringt.

(insbesondere bei den Professoren finde ich es etwas plump, da zwei ihrer Kollegen in einem eigenen Projekt, dass nichts mit unserer FH zu tun hat, gewissermaßen mein Arbeitgeber sind...)

Andererseits ist es bei der Frage auch immer OK, die Antwort zu verweigern. meist ist der Wortlaut ja in etwa "Darf man Fragen, ob...", und auf ein kurzes und direktes nein war noch keiner eingeschnappt. So jedenfalls meine bisherigen Erfahrungen dazu.

Genneris
28.02.2007, 21:30
Ich bin der Meinung, das diejenigen, die einen um das Gehalt beneiden, nicht gewillt wären, die Arbeit, die man für dieses Gehalt erbringen muß, zu leisten.

Laue Jöbchen, wo man für viel Kohle wenig tun muß, dürften in Deutschland heutzutage sehr rar sein.

Inaktiver User
01.03.2007, 12:34
in USA ist es üblich, recht schnell danach zu fragen und ehrlich darauf zu antworten. Nachdem sich die meisten Sitten ja eh globalisieren, erwarte ich das auch in näherer Zukunft bei uns.
Ich weiss gar nicht, warum sich die Leute bei der Frage nach ihrem Gehalt immer so anstellen. Ich hab mich da frueher immer bedeckt gehalten aber inzwischen wissen doch einige, was ich verdiene (bzw. bekomme :zwinker: ).
Dass man innerhalb der Firma nicht darueber reden soll, ist nachvollziehbar. Wenn Kollege A fuer die gleiche Arbeit mehr bekommt als Kollege B, geht B sofort zum Chef und will auch so viel wie A, was dem Chef dann einiges an Rhetorik abverlangt, um zu erklaeren, dass Bs geringeres Gehalt gerechtfertigt ist.

Aber im privaten Bereich... ich weiss nicht. Ich hab auch noch nie erlebt, dass jemand neidisch war oder sonstwie negativ reagiert hat.

Dory

Cat101
01.03.2007, 12:41
Ich kann nicht verstehen warum das Thema Gehalt so tabuisiert wird. Ist in meiner Familie auch nicht anders. Mein Bruder und meine Schwägerin haben ähnliche Jobs wie ich und ich fände schon interessant was die beiden verdienen. Dann könnte ich eher einschätzen, ob mein Gehalt angemessen ist. Da ich kein Tarifgehalt habe, wurde mein Gehalt halt verhandelt.
Ich finde dass man eher neidisch ist, wenn man nicht weiss was die anderen verdienen. Mein Bruder fährt zum Beispiel auch mehrmals pro Jahr in Urlaub, während bei mir finanziell gar kein Urlaub drin ist. Da wir ungefähr den gleichen Job haben, mein Bruder aber um einiges jünger ist, denk ich automatisch er muss ja einiges mehr verdienen als ich. Ich gebe zu, da bin ich manchmal neidisch. Wenn ich aber wüsste er verdient genauso viel, könnte er mir ja sogar noch Tipps geben, warum ich mir nicht soviel leisten kann, wie ich meine Finanzen optimiere.

GuteLaune
01.03.2007, 12:48
Ich sage seit einiger Zeit auch ganz offen, wieviel ich verdiene - bzw. wie wenig eigentlich nach Abzug aller Steuern übrigbleibt. Meine Gesprächspartner sind dann oft ganz überrascht, weil es wohl das Vorurteil gibt, dass in meinem Beruf dicke Gehälter gezahlt werden.
Manche Kollegen unterstützen solche Vorurteile, in dem sie viel Wert auf Äußerlichkeiten legen: Schickes Auto, tolle Reisen uws.
Tatsächlich sind die Gehaltsstrukturen so, dass ich zwar auch von meinem Drei-Fünftel-Job ganz manierlich leben kann. Reich werde ich davon aber nicht. Und weil mir vor allem eine gute Ausbildung meiner Kinder (Gymnasium mit vielen Nebenkosten, die trotz Büchergeld noch anfallen, Musikunterricht, Freizeiten usw.) wichtig ist, langt bei mir das Geld halt nur noch für ein altes Auto und einen preiswerten Urlaub auf dem Campingplatz.
Das verwundert manchen - wenn ich dann erkläre, wovon ich tatsächlich leben (und ein Haus unterhalten) muss, schlucken sie schon.

Polarstern
01.03.2007, 13:36
Oh ja, so langsam finde ich das auch lästig...

ich fange gerade nach dem Studium meinen ersten Job an, und werde von Freunden, Familie, Professoren und so weiter gefragt, was mir die Stelle denn nun bringt.

(insbesondere bei den Professoren finde ich es etwas plump, da zwei ihrer Kollegen in einem eigenen Projekt, dass nichts mit unserer FH zu tun hat, gewissermaßen mein Arbeitgeber sind...)

Andererseits ist es bei der Frage auch immer OK, die Antwort zu verweigern. meist ist der Wortlaut ja in etwa "Darf man Fragen, ob...", und auf ein kurzes und direktes nein war noch keiner eingeschnappt. So jedenfalls meine bisherigen Erfahrungen dazu.

Hallo!

Ich kann diese Einstellung absolut nicht nachvollziehen. Gerade als Jobeinsteiger finde ich es sogar wichtig, sich auszutauschen.

Bei uns im Institut werden nicht alle nach Tarif bezahlt und ich finde es extrem unfair, wenn jemand für eine Tätigkeit mit gleichem Aufwand weniger Lohn bekommt.
Meine früheren Professoren fragen auch nach meinem Gehalt oder anderen Arbeitsbedingungen, wie zB Anzahl der Urlaubstage, damit sie Studenten kurz vor dem Abschluß sagen können, was sie in etwa erwartet. Das finde ich ok.

Ich habe kein Problem damit, mein Gehalt kundzutun (es ist sowieso so niedrig, daß mich jeder bedauert :zwinker:). Ich frage mich eher, warum jemand das unbedingt geheimhalten will.

Ach ja, neidisch bin ich auch. Nicht im Sinne, daß ich jemandem seinen Urlaub nicht gönne, sondern mit einem "Hach, da wäre ich auch gern mal" Gefühl", das die Reisenden bisher immer nachvollziehen konnten.

LG
Polarstern

Tante_Karla
01.03.2007, 15:46
Mein Bruder und meine Schwägerin haben ähnliche Jobs wie ich und ich fände schon interessant was die beiden verdienen. Dann könnte ich eher einschätzen, ob mein Gehalt angemessen ist.

Dann sag doch einfach, was Du verdienst und frage sie nach ihrer Meinung, ob das in Eurem Job realisitisch ist oder ob Du Dich falsch verkauft hast.

Ich bin Freiberuflerin, mein Einkommen variiert, deshalb könnte ich dazu keine konkreten Angaben machen. Würde ich aber auch nicht, da ich der Meinung bin, dass das niemanden etwas angeht.

Linda73
01.03.2007, 15:57
Ich weiss weder von Freunden so genau was sie verdienen, noch wissen sie es von mir so genau. Wenn jemand einen neuen Job annimmt, kommt mal ein Kommentar wie "ich verdiene jetzt ca. 10% mehr" aber die Beträge bleiben unbenannt.

ABER, generell habe ich kein Problem damit mein Jahresgehalt zu benennen. Ich bin hier sicherlich von einem US-Umfeld geprägt, in dem die allgemeine Haltung vorherrscht, dass ein Unternehmen den Mitarbeitern, das bezahlt, was sie wert sind. Es ist kaufmännisch wenig sinnvoll jemanden überzubezahlen.

Eine Vorschreiberin sagte sehr treffend, dass man für ein gutes Gehalt auch ganz schön reinbuttern muss. Das sind nicht nur Überstunden, das sind auch Verantwortung, Termindruck, Urlaube werden um Quartalsabschlüsse herum geplant, man macht nicht mehr als 2 WO Urlaub am Stück etc, etc.

Allerdings finde ich es seltsam, wenn Freunde aufgrund von Gehaltsunterschieden wie im ersten Beitrag genannt ein "Recht" ableiten, eingeladen zu werden. Das finde ich frech.

Inaktiver User
01.03.2007, 16:01
Zur Orientierung ist es halt ganz praktisch zu wissen, was man in manchen Berufen so verdienen kann. Deswegen habe ich kein Problem damit drüber zu sprechen. Nach dem Motto Sag ich Dir, sagst Du mir und umgekehrt. Ich bin da auch ehrlich.

LG herbstblatt2

Butterkeks
01.03.2007, 16:10
Das es eine amerikanische Sitte ist offen über sein Gehalt zu sprechen ist mir neu.

In meinen Arbeitsverträgen waren bis jetzt auch immer Klauseln die es mir sogar untersagt haben. Bis jetzt dachte ich immer das sei so üblich. Nachdem ich eure Postings lese, kommen mir solche Vertragsklauseln seltsam vor und ich bin etwas verunsichert.

Yana
01.03.2007, 16:24
Wenn mich jemand fragt was ich verdiene, dann sag ich es auch. Warum auch nicht.
DieFrage ist nur, was das dem Gegenüber bringen soll, denn wieviel von einem Gehalt übrig bleibt hängt doch sehr stark von den Fixkosten ab.
Es kann also durchaus sein, dass jemand, der weniger verdient als ich, sich einen Urlaub leisten kann. Ich kann mir halt (obwohl ich schon denke, dass ich gut verdiene) keinen Urlaub leisten, aber das finde ich auch nicht schlimm.

Inaktiver User
01.03.2007, 19:25
Das es eine amerikanische Sitte ist offen über sein Gehalt zu sprechen ist mir neu.

In meinen Arbeitsverträgen waren bis jetzt auch immer Klauseln die es mir sogar untersagt haben. Bis jetzt dachte ich immer das sei so üblich. Nachdem ich eure Postings lese, kommen mir solche Vertragsklauseln seltsam vor und ich bin etwas verunsichert.

kommt auf die Branche an, consulting z.B. reglementiert (aber das ist ja auch in Deutschland so). Generell kriegst du aber sehr freimütig Auskunft.

Sehnsuchtsvolle
02.03.2007, 00:02
Mein Einkommen lässt sich für jeden nachlesen - denn ich bin im öffentlichen Dienst beschäftigt und der Verdienst ist klar geregelt, von daher sage ich immer die Einordnungsgruppe, die bei meinem Beruf auch keine Überraschung darstellt, von daher habe ich damit kein Problem. Mein Mann verdient in der freien Wirtschaft auch nicht schlecht, aber ich würde unser Einkommen außerhalb des Freundeskreises nicht kundtun, warum auch? Was spielt es für eine Rolle? Leider ist es meiner Erfahrung mit Bekannten so, dass es so schon heißt: "Ihr fahrt schon wieder in den Urlaub? Euer Geld möchte ich haben." Was für ein Blödsinn, wir sind nicht reich, wir bekommen nichts geschenkt, sondern werden einfach unserer Qualifikation nach bezahlt, aber damit haben wohl viele ein Problem.

Heroica
02.03.2007, 00:54
Ich mache im Verwandten- und Freundeskreis recht unterschiedliche Erfahrungen, was die Offenlegung des Einkommens angeht.

Von einigen Leuten weiß ich recht genau, was sie verdienen, das liegt aber auch daran, dass sie entweder im öff. Dienst sind oder in Branchen tätig sind, in denen Berufseinsteiger alle in etwa das gleiche Grundgehalt haben.
Andere machen darum fast wieder ein Staatsgeheimnis. Die Eltern einer Bekannten empfanden es etwa als Schikane, dass sie dem Studentenwerk gegenüber ihr Einkommen offen legen sollten, als ihre Tochter einen Platz im Studentenwohnheim wollte (die Vergabe erfolgt zT nach sozialen Kriterien). Sie meinen, das ginge nur das Finanzamt etwas an.
Ein anderer Bekannter würde sein Einkommen am liebsten noch vor der eigenen Frau verheimlichen ("es reicht locker, mehr braucht sie nicht zu wissen"), was aber wegen der gemeinsamen Steuererklärung nicht klappt.

Was ich selbst bei meinem Nebenjob oder als Referendarin bekomme, darf gerne jeder wissen - warum auch nicht (ok, hier ist der Neidfaktor auch noch nicht ganz so hoch ;-) )
Ich würde auch später kein Geheimnis um mein Gehalt machen wollen, aber wenn dann Leute anfangen, direkt zu erwarten, dass man das höhere Einkommen automatisch mit ihnen teilt - na ja.
Ich würde zwar Leute, die weniger haben als ich, gerne mal einladen, aber eben auch weil ich es möchte und nicht weil es schon so erwartet wird...

Yana
02.03.2007, 10:27
Ich mache im Verwandten- und Freundeskreis recht unterschiedliche Erfahrungen, was die Offenlegung des Einkommens angeht.

Bei mir weiss nur ein Teil der Verwandten was ich verdiene, diejenigen eben, die danach gefragt haben. Die anderen wissen zwar, dass ich mehr verdiene als sie, aber wieviel, das wissen sie nicht.
Ein Verwandter hat eine Rente von 900 Eur und er regt sich ständig über Leute auf, die "Besserverdiener" sind (ich weiss allerdings nicht ab welchem Einkommen man bei ihm schon zu dieser Kategorie zählt).
Er scheint dabei immer zu übersehen, dass man dafür aber auch eine bessere Qualifikation braucht, als nur die Schulpflicht erfüllt zu haben. Man hat den Eindruck, dass er der einzige Mensch sei, der je gearbeitet hat und alle anderen brauchen nur das Geld von der Strasse aufzuheben.

erdbeereis
02.03.2007, 12:05
Weder im Freundes-, Bekannten und schon garnicht unter den Verwandten habe ich es je erlebt, dass sich über konkrete Gehälter oder Einkommen (bei uns sind viele selbstständig) ausgetauscht oder DIREKT nach den Summen gefragt wurde. Ich finde das geht doch niemanden was an. Wie hier schon jemand sagte, was sollte es dem Fragenden nützen ausser einer befriedeten Neugier? Was weiß ich ob derjenige das nicht Leuten weitertratscht, die das nun garnüscht zu interessieren hat? Mich hat jedenfalls noch niemand gefragt und ich werde auch niemanden danach fragen. Wozu auch?

Inaktiver User
02.03.2007, 12:30
Fragen nach meinem Gehalt beantworte ich grundsätzlich nicht. Wenn diese Frage zum ersten bis fünften Mal kommt, höre ich sie gaaaanz zufällig nicht. Bohrt jemand weiter nach, sage ich einfach, dass ich darüber nicht spreche.

Gründe wurde hier schon zu Hauf genannt:


Ich bin der Meinung, das diejenigen, die einen um das Gehalt beneiden, nicht gewillt wären, die Arbeit, die man für dieses Gehalt erbringen muß, zu leisten.

:schildgenau:


Eine Vorschreiberin sagte sehr treffend, dass man für ein gutes Gehalt auch ganz schön reinbuttern muss. Das sind nicht nur Überstunden, das sind auch Verantwortung, Termindruck, Urlaube werden um Quartalsabschlüsse herum geplant, man macht nicht mehr als 2 WO Urlaub am Stück etc, etc.

Das sind auch meine Erfahrungen. Zusätzlich noch widersprüchliche Kommentare wie einerseits "Waaas, Du machst nur eineinhalb Wochen Urlaub? Was kümmerst Du Dich um Quartalsabschlüsse etc.? Ich würde für eine berufliche Fortbildung nie meinen Tarifurlaub verschwenden!" und andererseits "Was, Du hast schon wieder ein neues Möbelstück / Du hast Dir immer noch keinen neuen Schlafzimmerschrank gekauft? (Je nach Situation.) Du musst eben länger arbeiten, Du kriegst ja auch mehr Geld." (Dass dieser Zusammenhang auch in umgekehrter Richtung gilt - mehr Geld, weil höhere Qualifikation und mehr Leistung - wollen die meisten nicht sehen.

Derartige Fragen / Kommentare zum Lebensstil und Lebensstandard sind für mich keine psychische Belastung, aber nervtötend, übergiffig und manchmal schlicht dummdreist.


Ein Verwandter hat eine Rente von 900 Eur und er regt sich ständig über Leute auf, die "Besserverdiener" sind (ich weiss allerdings nicht ab welchem Einkommen man bei ihm schon zu dieser Kategorie zählt).
Er scheint dabei immer zu übersehen, dass man dafür aber auch eine bessere Qualifikation braucht, als nur die Schulpflicht erfüllt zu haben. Man hat den Eindruck, dass er der einzige Mensch sei, der je gearbeitet hat und alle anderen brauchen nur das Geld von der Strasse aufzuheben.

Jep, genau das.


Allerdings wurde hier auch die Frage der Einstiegsgehälter angesprochen. Das ist ein wichtiger Faktor, gerade als Einsteiger ist Orientierungshilfe in Sachen Gehalt wichtig, damit man weder überzogene Forderungen stellt, noch sich zu billig verkauft.
Hier würde ich, wenn ich Einsteigerin wäre, eventuell antworten - aber nicht gegenüber Freunden, Verwandten und direkten Kollegen, sondern in einer anonymen Umfrage (Wirtschaftsjournale, Foren von Berufsverbänden etc.). Wobei sich dann natürlich auch wieder die Frage stellt, wie anonym das Ganze wirklich ist.

Aber im privaten Kreis: nie, nie, nie.

meta1
06.03.2007, 13:56
Er scheint dabei immer zu übersehen, dass man dafür aber auch eine bessere Qualifikation braucht, als nur die Schulpflicht erfüllt zu haben. Man hat den Eindruck, dass er der einzige Mensch sei, der je gearbeitet hat und alle anderen brauchen nur das Geld von der Strasse aufzuheben.


Wenn das so einfach wäre.
ich kenne da einige, mich eingeschlossen, die eine "anständige" Ausbildung haben, studiert haben und trotzdem um einiges weniger bekommen, als andere, die vielleicht nichts gelernt haben.

Da gehört auch eine gewissen Portion Glück dazu.

Polarstern
06.03.2007, 16:19
Wenn das so einfach wäre.
ich kenne da einige, mich eingeschlossen, die eine "anständige" Ausbildung haben, studiert haben und trotzdem um einiges weniger bekommen, als andere, die vielleicht nichts gelernt haben.

Da gehört auch eine gewissen Portion Glück dazu.

Yep! Aber genau deshalb lohnt es sich auch nicht, neidisch zu sein. Ich habe irgendwann mal festgestellt, daß eine gleichaltrige Frau, die bei Opel Türen in Autos einbaut, etwa das dreifache von mienm Akademikerinnengehalt bekommt (bei geregeltem Urlaub und 39 Stunden Woche).

Nun kann ich entweder neidisch werden oder mein Leben verfluchen. Ich habe für mich beschlossen, daß ich meinen Job mag und nicht tauschen möchte. :krone auf:

LG
Polarstern

Yana
06.03.2007, 18:14
Wenn das so einfach wäre.
ich kenne da einige, mich eingeschlossen, die eine "anständige" Ausbildung haben, studiert haben und trotzdem um einiges weniger bekommen, als andere, die vielleicht nichts gelernt haben.

Da gehört auch eine gewissen Portion Glück dazu.

Glück gehört in gewissem Maß auch dazu, klar.
Ich nehme an, du arbeitest als Beamtin im gehobenen Dienst (weil du mal was von einem Verwaltungsstudium geschrieben hast, glaube ich). Da verdient man sich wirklich keine goldene Nase. Sicher hat die Arbeit den Vorteil, dass sie zumindest sicher ist, aber das wars dann auch schon (die meisen Beamten nennen es auch "gesicherte Armut"). Da verdient z.B eine Bürokauffrau bei Siemens mehr (ohne Studium).
Im Allgmeinen jedoch lässt sich schon sagen: je besser die Qualifikation, desto besser die Wahrscheinlichkeit auf ein besseres Gehalt.

Latona
06.03.2007, 23:16
Wenn das so einfach wäre.
ich kenne da einige, mich eingeschlossen, die eine "anständige" Ausbildung haben, studiert haben und trotzdem um einiges weniger bekommen, als andere, die vielleicht nichts gelernt haben.

Da gehört auch eine gewissen Portion Glück dazu. So sehe ich das auch. Es ist nicht nur die Frage, ob man sich in seiner Branche oder mit seiner Ausbildung adäquat verkauft, sondern es ist genauso die Frage, was der Markt für eine bestimmte Qualifikation, und sei sie noch so anspruchsvoll, hergibt.

Da aus dem Gehalt immer auch rückgeschlossen wird, was jemand im wahrsten Sinne des Wortes verdient, verstehe ich es, wenn man nicht darüber reden will, jedenfalls dann nicht, wenn man der Meinung ist, für seine Qualifikation eigentlich mehr verdient zu haben.

Mein Gehalt ist nicht besonders hoch, aber ich muss mich dafür nicht tot machen und kann bequem davon leben. Mir reicht es, und diese Info sollte den anderen auch reichen.

frauclooney66
07.03.2007, 12:26
Na also, ich hoffe doch sehr, daß unsere Freunde und Bekannten etwas mehr an uns interessiert als unser Gehalt :wie?:

Das war noch nie ein Thema, weder im Bekannten- noch Freundeskreis. Und selbst in der Familie werden da keine konkreten Zahlen genannt. Warum auch ?
Noch schöner, aber leider wahr, wie hier beschrieben, daß man sich für ein durch Leistung erbrachtes gutes Gehalt mehr oder weniger rechtfertigen muss :ooooh:

kar.la
07.03.2007, 12:32
In meinem Arbeitsvertrag steht, dass ich über mein Gehalt Stillschweigen zu bewahren habe und daran halte ich mich im Allgemeinen.

painkiller
07.03.2007, 13:39
In unserem Freundeskreis ist es ein Tabuthema über das Einkommen zu sprechen. Wenn jemand den Job wechselt sagt er/sie nur, dass er/sie jetzt mehr/oder weniger verdient, aber es werden keine Summen genannt. Ehrlich gesagt interessiert es mich auch nicht, was andere verdienen bzw. an Geld erhalten. Freunde, die sich von mir aushalten lassen würden, besitze ich nicht.

Im Familienkreis weiss jeder was der andere bekommt. Ich habe sogar Kontovollmacht über alle Konten und verwalte und verschiebe die Gelder regelmäßig.

Asoleado
07.03.2007, 15:48
Im Allgmeinen jedoch lässt sich schon sagen: je besser die Qualifikation, desto besser die Wahrscheinlichkeit auf ein besseres Gehalt.

Auf RTL Explosiv gab's vor ein paar Tagen einen Gehältervergleich:

Die Allgemeinärztin verdient 1600,--EUR netto und musste noch die Praxisanschaffungen (ca. 100.000 EUR) abzahlen.

Die Table Dancerin 2600,--EUR netto bei weniger Stunden.

Und das ganze wurde noch mit einem Altersunterschied von gut 10 Jahren gekrönt.

Polarstern
07.03.2007, 16:54
Auf RTL Explosiv gab's vor ein paar Tagen einen Gehältervergleich:

Die Allgemeinärztin verdient 1600,--EUR netto und musste noch die Praxisanschaffungen (ca. 100.000 EUR) abzahlen.

Die Table Dancerin 2600,--EUR netto bei weniger Stunden.

Und das ganze wurde noch mit einem Altersunterschied von gut 10 Jahren gekrönt.

Wieder ein schönes Beispiel dafür, warum ich auch für mehr Geld nicht gern tauschen würde! :freches grinsen:

Yana
07.03.2007, 17:54
Auf RTL Explosiv gab's vor ein paar Tagen einen Gehältervergleich:

Die Allgemeinärztin verdient 1600,--EUR netto und musste noch die Praxisanschaffungen (ca. 100.000 EUR) abzahlen.

Die Table Dancerin 2600,--EUR netto bei weniger Stunden.

Und das ganze wurde noch mit einem Altersunterschied von gut 10 Jahren gekrönt.

Die Sendung habe ich nicht gesehen. Mag sein, dass der Ärztin nach Abzug der Kosten nicht mehr übrig bleibt. Sicher ist es auch schwierig als Selbstständige erst mal Fuß zu fassen bis es eine Stammklientel an Patienten gibt.

Ob man Table Dancerin als ernsthaften Beruf in Erwägung zieht, wage ich doch eher zu bezweifeln. Sicher gibt es da noch ganz andere "Berufe", in denen Frau dann noch mehr verdient.

Ich finde aber so als groben Anhaltspunkt, in welchem Beruf was verdient wird, den Jobatlas der Süddeutschen (http://www.sueddeutsche.de/app/jobkarriere/jobatlas/index.html?action=detail&detail=gehalt&id=12&back_action=abisz&back_search=a)Zeitung sehr informativ. Da beginnt das Ärztegehalt (Anfangsgehalt) bei ca. 3400 Eur brutto (ca. 1900 netto).

Heroica
07.03.2007, 23:16
Na ja, und was macht díe Tabledancerin mit 40 oder 50...?
Aber es stimmt schon, dass viele davon ausgehen, dass man sich als Akademiker automatisch mal dumm und dämlich verdienen wird. Dass dem nicht so ist, zeigt leider schon die Existenz von 1€-Jobs an Universitäten...

Auch deshalb finde ich es wichtig, sich über Gehälter auszutauschen. Ich sehe aber ein, dass es Bereiche gibt, in denen dies nicht notwendig ist.

meta1
08.03.2007, 08:47
Glück gehört in gewissem Maß auch dazu, klar.
Ich nehme an, du arbeitest als Beamtin im gehobenen Dienst (weil du mal was von einem Verwaltungsstudium geschrieben hast, glaube ich). Da verdient man sich wirklich keine goldene Nase. Sicher hat die Arbeit den Vorteil, dass sie zumindest sicher ist, aber das wars dann auch schon (die meisen Beamten nennen es auch "gesicherte Armut"). Da verdient z.B eine Bürokauffrau bei Siemens mehr (ohne Studium).
Im Allgmeinen jedoch lässt sich schon sagen: je besser die Qualifikation, desto besser die Wahrscheinlichkeit auf ein besseres Gehalt.


Schön wär es, ist aber leider nicht so.
Im öffetnlichen Dienst, in dem ich bin, leider nicht beamtet, und mit befristetem Vertrag bis September, sieht es im Allgemeinen sehr schlecht aus.

Rhea
08.03.2007, 20:32
Als Beamtin ist es für mich normal über mein Gehalt zu sprechen. Jeder, der es wirklich wissen wollte, könnte es schließlich bis auf den letzten Cent herausbekommen. Ich finde annährungsweise kann man sich ruhig äußern. Wenn Leute sich ganz bedeckt halten, gehe ich zunächst davon aus, dass sie sich ihren Lebensstadard in erster Linie nicht erarbeitet haben, sondern auf andere Art dazu gekommen sind und das gerne verdecken wollen.

Auf die Idee, dass jemand von dem Gehalt der Freunde profitieren wollen könnte bin ich noch nicht gekommen.

Sehnsuchtsvolle
08.03.2007, 22:43
Vom Lebensstandard aufs Einkommen zu schließen, funktioniert nur bedingt. Ich kenne genügend Leute, die z.B. fürs Eigenheim eine ganz ordentliche Finanzspritze von den Eltern bekamen. Wer jetzt glaubt, diese Hausbesitzer würden richtig viel Geld verdienen, liegt absolut falsch.

Heroica
08.03.2007, 23:59
@ Sehnsuchtsvolle: Ja, das stimmt. In meinem Heimatort wurde gerade ein Neubaugebiet erschlossen, da bauen fast nur junge Familien mit 1-2 Kindern, bei denen die Frau oft gar nicht arbeitet und der Mann weiß Gott keinen hochbezahlten Job hat.
Wer von den Eltern da Finanzspritzen bekommen kann, hat natürlich Glück. Ich befürchte aber, dass einige sich da den Kredit von der Bank auch einfach haben schön rechnen lassen... Aber das wäre wieder ein anderes Thema.

Yana
09.03.2007, 13:54
Wer von den Eltern da Finanzspritzen bekommen kann, hat natürlich Glück. Ich befürchte aber, dass einige sich da den Kredit von der Bank auch einfach haben schön rechnen lassen... Aber das wäre wieder ein anderes Thema.

Ich denke schon, dass die meisten da ganz schöne Finanzspritzen bekommen, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass Banken keinen Kredit schönreden, sondern eher gar keinen Kredit vergeben, wenn man kein Eigenkapital hat.

Wir mussten trotz meines guten Gehaltes ganz schön bei den Banken betteln, um den Kredit für unsere Wohnung aufnehmen zu können. Einige Banken haben die Kreditvergabe auch verweigert, weil wir kein Eigenkapital hatten.

hawaiianstarline
09.03.2007, 22:07
Auf RTL Explosiv gab's vor ein paar Tagen einen Gehältervergleich:

Die Allgemeinärztin verdient 1600,--EUR netto und musste noch die Praxisanschaffungen (ca. 100.000 EUR) abzahlen.

Die Table Dancerin 2600,--EUR netto bei weniger Stunden.

Und das ganze wurde noch mit einem Altersunterschied von gut 10 Jahren gekrönt.

da wäre es dann auch mal interessant zu wissen, ob die table-dancerin versichert ist, oder schwarz arbeitet, und wie viel davon der "trinkgeld"-anteil ausmacht.
was bringt es, so viel zu verdienen, aber aber keine versicherungszeiten zu haben? :knatsch:

Sehnsuchtsvolle
09.03.2007, 22:22
... und ich wollte noch nie fast nackt auf dem Tisch tanzen und mir von Kerlen Scheine in die Unterhose stecken lassen... :knatsch:

Inaktiver User
10.03.2007, 14:19
Wer das preisgibt kann nur ziemlich dumm sein. Und wer sich deshalb auch noch so ein schlechtes Gewissen machen läßt und für andere zahlt, der ist für meinen Geschmack einfach bescheuert und unfähig zwischen Freunden und Schmarotzern zu unterscheiden.

Inaktiver User
10.03.2007, 21:33
@ Sehnsuchtsvolle: Ja, das stimmt. In meinem Heimatort wurde gerade ein Neubaugebiet erschlossen, da bauen fast nur junge Familien mit 1-2 Kindern, bei denen die Frau oft gar nicht arbeitet und der Mann weiß Gott keinen hochbezahlten Job hat.

Man kann sich sein Eigenkapital auch zusammensparen, bevor man Kinder hat.

Gruß, Leonie

clematis61
10.03.2007, 23:55
Hallo, in unserer Firma wird nach Tarif bezahlt. Also in unserer Abteilung verdienen und bekommen alle Kolleginnen gleich.

Das Verhalten im Urlaub lässt keine Schlüsse auf die Entlohnung zu. Der eine geht gern ins Restaurant essen, der andere Macht gern Fernreisen, wieder eine andere hat eine tolle teure Wohnung. Andere haben teure Hobbys und vielleicht Familienangehörige, die sie unterstützen möchten oder müssen.

Ich meine damit, der, der eine teure Wohnung hat, oder eine super Urlaubsreise plant, ist nicht unbedingt der "Mehrverdienende". Vielleicht kauft er sonst nur bei ALDI ein, um sich diesen Luxus zu gönnen.

Inaktiver User
11.03.2007, 00:28
also..
da ich freiberuflich bin..sage ich ganz klar..mein stundenlohn..
da meine freunde wissen, wie ich arbeite..können sie selbst ausrechnen..

leo

Heroica
12.03.2007, 14:46
Man kann sich sein Eigenkapital auch zusammensparen, bevor man Kinder hat.

Gruß, Leonie

Natürlich kann man das. In den von mir angesprochenen Fällen handelt es sich allerdings meist um junge Paare Anfang/ Mitte Zwanzig, da kann so furchtbar viel aus eigenen Mitteln noch nicht angespart worden sein, schon gar nicht, wenn man sonst auch nicht gerade bescheiden lebt.

ausgebrannt
12.03.2007, 22:44
in USA ist es üblich, recht schnell danach zu fragen und ehrlich darauf zu antworten.

O je. In welchen Kreisen? Und nach welchen Regeln? Als Kanadieren (die in den USA studiert und lang gearbeitet hat) habe ich eine ganz andere Art "Offenheit" diesbezuglich erlebt, als sie von vielen Deutschen wahrgenommen wird. Es sieht zwar so aus, als ob Amis ueber vieles recht offen reden, aber eine Ordnung dafuer herrscht.




Nachdem sich die meisten Sitten ja eh globalisieren, erwarte ich das auch in näherer Zukunft bei uns.


Und das macht mir Angst. Viele sogen. amerikanische Sachen werden hier kontextlos uebernommen (hoehere Ansprueche ohne entsprechend hoehere Haftungsrisiko bzw. Verantwortung), passen gar nicht in das System hier ein, und sind meines Erachtens eher schaedlich.


Meiner Meinung nach, brauchen nur mein Noch-Ehemann (solang er das Recht darauf hat) und meine Steuerberaterin ueber mein Gehalt Bescheid zu wissen.

Das mit Erwartungen auf Einladungen geht mir auf den Keks. Zur Zeit uebe ich, niemanden einzuladen. Wahrscheinlich zu extrem, aber erst mal muss ich das Aushalten von dem Druck im Bauch beim Bezahlen von getrennten Rechnungen schaffen, dann probiere ich es mit Gleichgewicht.

Mocca
13.03.2007, 08:53
Wer das preisgibt kann nur ziemlich dumm sein. Und wer sich deshalb auch noch so ein schlechtes Gewissen machen läßt und für andere zahlt, der ist für meinen Geschmack einfach bescheuert und unfähig zwischen Freunden und Schmarotzern zu unterscheiden.


Mit derlei Pauschalurteilen solltest du dich lieber etwas zurückhalten, EinStern! Zur Diskussion trägt man auf diese Art und Weise nichts bei.

Mocca

ausgebrannt
13.03.2007, 09:00
Mit derlei Pauschalurteilen solltest du dich lieber etwas zurückhalten, EinStern! Zur Diskussion trägt man auf diese Art und Weise nichts bei.

Mocca


Ob Belehren viel besser ist?

Mich wuerde interessieren, wie Mocca unterscheidet, und ob sie/er Tipps hat, wie man am besten mit den ganzen Subtilitaeten und grauen Bereichen umgeht.

Hilfereich habe ich es schon gefunden, Gehalt auf der Meta-Ebene anzusprechen. z.B. Durchschnittliche Einkommen von bestimmten Berufsgruppen sind viel niedriger, als viele denken.

Mocca
13.03.2007, 09:40
Die "Belehrung" erfolgte in meiner Eigenschaft als VIP, ausgebrannt, und zwar deshalb öffentlich, weil EinStern die PN- Funktion ausgeschaltet hat, so dass ich sie ihr nicht persönlich zukommen lassen konnte.


Mocca

Inaktiver User
13.03.2007, 09:55
Ich würde der ganzen Sache (Gehaltsfragen) nicht soviel Bedeutung zumessen. Wir haben im Bekanntenkreis 2 Bankangestellte in fast identischen Positionen. Irgendwann brüstete sich einer der beiden damit, sooo viel zu verdienen. Das konnte nicht sein, 50 oder 100 Euro mehr ja, aber nicht den hohen Betrag, den er genannt hatte (Steuerklasse u.a. außen vor gelassen). Wie das so ist, kam irgendwann raus, dass besagter Freund tatsächlich nur geflunkert hatte und er mit seinem Gehalt im normalen Rahmen lag.

Deshalb könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man es gerade bei dieser Frage mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Meist lehne ich die Beantwortung dieser Frage ab oder antworte: "Ich meine, es ist zu wenig und mein Chef meint, es ist zuviel". Vielleicht etwas blöder Spruch, aber danach war das Thema erledigt.

Ayaen
13.03.2007, 14:41
Wenn Leute sich ganz bedeckt halten, gehe ich zunächst davon aus, dass sie sich ihren Lebensstadard in erster Linie nicht erarbeitet haben, sondern auf andere Art dazu gekommen sind und das gerne verdecken wollen.


Wie kommt man auf einen solch abwegigen Schluß? Erschließt sich mir nicht. :wie?:

Ich spreche nicht über mein Gehalt, weil es niemanden etwas angeht. Und erst recht nicht in einer so neidischen Gesellschaft wie diese. Allein schon die Tatsache, daß man sich darüber Gedanken macht, wie die Leute zu ihrem Lebensstandard kommen, ob sie es „verdienen“ oder „sonst irgendwie anders dazu gekommen sind“, spricht Bände.

Ayaen

Latona
13.03.2007, 16:09
Ich finde es durchaus legitim, wenn ein gutverdienender Mensch selbst entscheidet, wem gegenüber er Einkommensfragen offen legt. Man will ja nicht von Hinz & Kunz angebettelt werden. Es sollte den Leuten selbst überlassen bleiben, wem gegenüber im Freundes- und Bekanntenkreis sie wie großzügig sind. Das ist private Wohltätigkeit.

Die Offenlegung des Einkommens gegenüber dem Staat hingegen ist ebenfalls legitim, denn dieser hat die Aufgabe, für eine gewisse Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen. Das gilt aber ausnahmslos für alle.

Zimtschnecke
07.05.2007, 14:16
Natürlich bleibt jedem selbst überlassen, ob er über sein Gehalt sprechen möchte oder nicht. Aber ich frage mich, wieso die Einstellung "Das geht niemanden etwas an" so verbreitet ist und so für selbstverständlich angesehen wird, als wenn jemand über die Farbe seiner Unterwäsche oder sein Sexualleben Auskunft geben soll. Für mich das Gehalt absolut kein privates oder intimes Thema, von dem niemand wissen darf.
Ich kann zwar verstehen, dass man keinen Neid schüren möchte, vor allem bei Leuten, die deutlich weniger verdienen oder sowieso immer nur am Nörgeln sind, dass alle anderen mehr haben als sie selber. Aber ich habe umgekehrt auch den Eindruck, dass die Geheimnistuerei immer genau bei denen am größten ist, die Angst haben, dass man ihnen ihr hohes Gehalt nicht gönnt. Wenn jemand meint, dass sein Gehalt angemessen ist, weil er viel leistet oder besonders viel Qualifikation mitbringt, soll er/sie doch einfach dazu stehen. Leute, die immer nur neidisch sind, haben sowieso nicht verstanden, dass niemand sie daran gehindert hat, Arzt/Apotheker/Lehrer/Tennis-Star oder wer-weiss-was zu werden, wenn sie das so beneidenswert finden.

AnnaM
07.05.2007, 15:33
Ich erzähle grundsätzlich nie, wie viel Geld ich verdiene, weil ich auf das ewige: Mein Beruf ist aber viel stressiger und ich verdiene viel zu wenig-blablabla einfach keine Lust habe.

Inaktiver User
07.05.2007, 15:50
Ich erzähle davon kontextabhängig bzw. nicht.

Manchmal ist es nämlich interessant und kenntniserweiternd darüber zu sprechen.

Inaktiver User
07.05.2007, 15:55
Die "Belehrung" erfolgte in meiner Eigenschaft als VIP, ausgebrannt, und zwar deshalb öffentlich, weil EinStern die PN- Funktion ausgeschaltet hat, so dass ich sie ihr nicht persönlich zukommen lassen konnte.


Mocca

Liebe Mocca,

ich finde es gut, dass Du auf den Ton achtest!:blumengabe:

LG herbstblatt2

Ayaen
08.05.2007, 09:03
Natürlich bleibt jedem selbst überlassen, ob er über sein Gehalt sprechen möchte oder nicht. Aber ich frage mich, wieso die Einstellung "Das geht niemanden etwas an" so verbreitet ist und so für selbstverständlich angesehen wird, als wenn jemand über die Farbe seiner Unterwäsche oder sein Sexualleben Auskunft geben soll.

Weil wir in einer Neidgesellschaft leben, in der sich jeder zum Richter darüber erhebt, ob andere das, was sie besitzen / verdienen / im Lotto gewinnen, etc. wirklich „verdient“ haben. Zahlreich in diesem Strang und auch in anderen zu lesen.

Ich frage mich im Gegensatz zu dir, warum es für so viele Leute so interessant zu sein scheint, wie viel andere verdienen. Mich interessiert nicht die Bohne, was meine Kollegen, Nachbarn, Freunde oder Verwandte verdienen und frage sie auch nie danach. Deswegen kann ich wohl das Interesse von anderen an mein eigenes Gehalt nicht nachvollziehen.



Aber ich habe umgekehrt auch den Eindruck, dass die Geheimnistuerei immer genau bei denen am größten ist, die Angst haben, dass man ihnen ihr hohes Gehalt nicht gönnt. Wenn jemand meint, dass sein Gehalt angemessen ist, weil er viel leistet oder besonders viel Qualifikation mitbringt, soll er/sie doch einfach dazu stehen.

Siehst du? Jetzt spekulierst du über die Beweggründe und die Gehaltshöhe von Menschen, die keine Lust haben, ihr Gehaltszettel an die große Glocke zu hängen, und unterstellst ihnen indirekt aber deutlich, sie wüßten im Grunde, daß sie es „nicht verdienen“. DAS ist die Einstellung, die oben mit Neidgesellschaft meinte.


Leute, die immer nur neidisch sind, haben sowieso nicht verstanden, dass niemand sie daran gehindert hat, Arzt/Apotheker/Lehrer/Tennis-Star oder wer-weiss-was zu werden, wenn sie das so beneidenswert finden.

Leute, die neidisch sind, maßen sich an, darüber urteilen zu dürfen, was anderen zusteht und was gerecht ist, und kommen natürlich immer zu dem Schluß, daß sie selbst sowieso nur benachteiligt werden (von wem denn eigentlich?). Würden sie diese Energie, die sie in die Analyse der vermeintlichen Verdienste und verheimlichten Reichtümer anderer und grundsätzlich der Ungerechtigkeit der Welt stecken, in ihr eigenes Leben investieren, ginge es ihnen wesentlich besser und sie wären um einiges glücklicher.

Ayaen

Kappuziner
15.05.2007, 18:10
Steht in euren Arbeitsverträgen nicht drin, dass das Gehalt vertraulich ist? Ich würde deswegen keinen Stress mit meinem AG riskieren.

In manchen Gegenden von China fragen sie einen übrigens relativ schnell im Smalltalk, wie viel man wiegt!

Das finde ich noch schlimmer (zumal dann dabei auch nicht so gut lügen kann :freches grinsen:)

Inaktiver User
16.05.2007, 00:30
ach du liebe Güte. Viel = Zeichen von Wohlstand und damit auch guter Arbeit?
Dann hab ich eben - mit Verweis auf deine Signatur - schwere Knochen udn 100kg ;-)

Kappuziner
16.05.2007, 00:32
was dann aber ein (kleiner) Widerspruch zu deiner Signatur wäre :smirksmile:

Brombeerkatze1
16.05.2007, 12:56
Ja, komische Neidgesellschaft....
ich habe schonmal gehört wie jemandem einem Bettler nichts geben wollte weil sich schon so mancher Millionen zusammen gebettelt hat :krone auf:

Pia1976
16.05.2007, 13:07
Ich frage mich im Gegensatz zu dir, warum es für so viele Leute so interessant zu sein scheint, wie viel andere verdienen. Mich interessiert nicht die Bohne, was meine Kollegen, Nachbarn, Freunde oder Verwandte verdienen und frage sie auch nie danach. Deswegen kann ich wohl das Interesse von anderen an mein eigenes Gehalt nicht nachvollziehen.
Ayaen

Ayaen, nicht nur als Anwort auf Deinen Post oben, sondern auch auf die vielen anderen, die nicht nachvollziehen können, warum gefragt wird:

Ich beabsichtige, mir demnächst einen neuen Job zu suchen. In einer anderen Branche. Mit ein paar Jahren Beruferfahrung. Ich habe Freunde und Bekannte, die in dieser Branche arbeiten. Selbstverständlich frage ich da nach Gehältern. Vielleicht nicht in dem "was verdienst Du denn so?"-Stil, sonder eher "wieviel kann jemand wie ich denn fordern?", aber die Antwort ist durchaus auch "also ich verdiene xxx, Dich würde ich demgemäß bei yyy einschätzen". Das finde ich nicht abwegig. Das ist nicht Neugier, sondern Informationssuche um den eigenen Preis einschätzen zu können. Diese ganzen Statistiken wer wo wieviel verdient helfen einem nämlich dann nicht weiter, wenn die Durchschnittswerte aus 3 Einzelwerten gebildet wurden, die um Faktor 3 auseinanderlagen.

Inaktiver User
16.05.2007, 13:38
Ja, komische Neidgesellschaft....
ich habe schonmal gehört wie jemandem einem Bettler nichts geben wollte weil sich schon so mancher Millionen zusammen gebettelt hat :krone auf:

ich find das alles murks.....die neidgesellschaft und auch, dass man über geld nicht spricht....

ich habe bis jetzt noch von (fast) jedem erfahren, wieviel er verdient

es ist erstaunlich, wie offen leute darüber sprechen können, wenn ich das thema anschneide

hätt ich nie gedacht.

je mehr geld sie verdienen bzw haben desto schweigsamer sind sie - und geiziger :smirksmile: :zwinker: (beobachte ich immer wieder)

Inaktiver User
21.05.2007, 00:04
Neidgesellschaft?
Ich gebe zu, manchmal bin ich schon ein wenig neidisch auf andere. Und auf deren selbstverstaendliches Anspruchsdenken.

Und es ist eben nicht so, dass jeder der es nicht ganz so dicke hat, nicht hart genug arbeitet. Da macht man es sich ein wenig zu einfach!

Eine Bekannte hat mir neulich sehr offen erzaehlt, was ihr Freund so verdient. Und sie war der Meinung (im Hinblick auf spaetere Kinder), dass man von diesem Gehalt ja noch nicht einmal zu zweit leben koennte!
Und ich war zu erstaunt ihr zu erzaehlen, dass dieses Jahresgehalt um ca. 40 000 Euro hoeher ist, als das was mein Mann und ich zusammen verdienen.
Und ich finde, man kann sehr wohl zu zweit von diesem Geld leben! Insofern finde ich es wirklich besser, wenn man sich ueber das Gehalt ausschweigt.
Manchmal besser fuer die Freund-/ oder Bekanntschaft.


Gruss, Seestern

Yana
21.05.2007, 13:33
Eine Bekannte hat mir neulich sehr offen erzaehlt, was ihr Freund so verdient. Und sie war der Meinung (im Hinblick auf spaetere Kinder), dass man von diesem Gehalt ja noch nicht einmal zu zweit leben koennte!
Und ich war zu erstaunt ihr zu erzaehlen, dass dieses Jahresgehalt um ca. 40 000 Euro hoeher ist, als das was mein Mann und ich zusammen verdienen.
Und ich finde, man kann sehr wohl zu zweit von diesem Geld leben! Insofern finde ich es wirklich besser, wenn man sich ueber das Gehalt ausschweigt.
Manchmal besser fuer die Freund-/ oder Bekanntschaft.


Das Problem ist meistens, dass man nicht sieht welche Ausgaben Leute haben, die gut verdienen.

Es kann natürlich sein, dass deine Freundin einen gewissen Luxus gewöhnt ist, auf den sie nicht verzichten möchte.
Aber es kann auch sein, dass das Paar hohe finanzielle Verpflichtungen hat (z.B. Haus usw.), die unbedingt auch dieses hohe Einkommen erforderlich machen.
Klar, geht es nur um ein paar Urlaubsreisen, auf die man bei weniger Geld verzichten müsste, dann kann man sehr wohl als Familie von diesem Einkommen leben.
Hat man aber schon vor der Familiengründung finanzielle Verpflichtungen, die man nicht so einfach "loswerden" kann, dann braucht man auch mit Kindern weiterhin das Zweiteinkommen.

Deshalb ist es immer etwas schwierig zu beurteilen, ob jemandem von seinem hohen Einkommen nach Abzug der Fixksoten auch wirklich viel Geld zum Leben übrig bleibt.

Vor zwei Wochen sagte eine Mutter im Kindergarten zu mir: "Du musst aber viel Geld verdienen, wenn du für die Krippe 500 EUR und für den Kindergarten 200 EUR ausgeben kannst".
Ich habe ihr zwar nicht gesagt, was ich verdiene, aber ich hab schon darauf hingewiesen, dass wir dafür nie in den Urlaub fahren.

Klasse
23.05.2007, 23:05
ich finde, es kommt immer darauf an, mit wem man über sein gehalt redet.
guten freunden erzähle ich schon was ich verdiene, aber ich würde es nicht jedem, der fragt und mit dem ich keinen guten kontakt habe erzählen.

Asoleado
30.05.2007, 13:13
Mich interessiert, was andere verdienen u. ich mache auch kein Geheimnis aus meinem Gehalt.

Mit Fahrzeit bin ich ca. 11 Std. aus dem Haus u. verdiene relativ gut, habe aber einen anstrengenden u. anspruchsvollen Job, der mir oefters tierisch an die Nerven geht.

Wenn ich dann v. meiner Nachbarin hoere, dass sie 6,39 € pro Std. (Altenpflegerin m. Schichtdienst) verdient, werde ich ganz dankbar f. meinen Job, der ziemlich sicher ist u. ich höchstens mal hier u. da eine Ueberstunde machen muss.

Das ist eigentlich der einzige Grund. Genauso wie ich Berichte ueber Hartz4 Empfaenger schaue, denn es macht mich einfach dankbar, auch wenn ich fast taeglich ueber meinen Job schimpfe.

Inaktiver User
30.05.2007, 17:00
wer schimpft schon nicht gerne über seinen job.....wenn wir ehrlich sind, sind wir doch froh, dass wir einen haben....

Asoleado
31.05.2007, 11:34
So isses...

claudya22
21.04.2008, 20:31
Seit mein Mann und ich nen anständigen Job haben und auch gut verdienen, zeigen wir das ja auch irgendwie.
Also damit meine ich, dass wir uns eine schönere, grössere Wohnung leisteten, neue Möbel, neuer LCD Fernseher, Home Cinema Anlage, neuer PC, ich kauf jeden Monat Klamotten, geh regelmässig zum Friseur und Maniküre, mein Mann geht auch regelmässig zum Friseur und kauft sich auch gern Klamotten, dazu gehen wir regelmässig auswärts essen und gehen auch 2 mal im Jahr in den Urlaub, kauften uns ein (Occassion) Auto,und noch zu alldem können wir auf unser Haus sparen.
Einige unserer Freunde/Bekannte haben das natürlich bemerkt, zum Teil mögen sie es uns gönnen und ein paar reagieren neidisch. Besonders solche die früher als es uns nicht rosig ging, ging es ein paar Bekannten wesentlich besser als uns, und sie haben das uns gegenüber auch gezeigt. Und manchmal auch ein wenig gestichelt so in dem Sinne:"Sieh mal, ich hab nen auto und ihr nicht!" Das fand ich immer fies.
Nun gehts uns aber seit 2 Jahren besser als diesen Bekannten die stichelten und diese sind jetzt sehr neidisch.
Obwohl wir nicht offiziell raushängen lassen wieviel wir verdienen. Jedoch seh ich aber keinen Grund wieso ich länger leben soll wie ich vom Sozialamt leben würde... Wir dürfen uns doch auch Dinge gönnen, schliesslich arbeiten wir hart dafür und haben auch das Recht uns Dinge zu leisten die halt für viele "Luxus" sind oder so! Wir erzählen auch nichts unseren Bekannten. Aber gewisse Dinge sind offensichtlich, z.b. wenn ich Klamotten kaufen gehe und die Neuen Sachen dann trage dann kommt der Spruch:"Ach, schon wieder was Neues."
Oder wenn wir halt im Urlaub waren ist es doch logisch und normal (oder nicht??) das ich dann erzähle wie der Urlaub war. Ich werd ja auch danach gefragt, und wenn ich dann erzähle merk ich oft wie einfach gewisse Leute neidisch reinschauen...:knatsch: Und auch das Auto konnten wir nicht verbergen, was ja auch klar ist... Ausserdem warum sollte ich es verbergen? ich geb ja nicht an damit, aber wir haben genug gelitten und mussten jeden cent zweimal umdrehen bevor wir ihn ausgaben.
Als wir noch wenig Geld hatten und uns praktisch nix leisten konnten war ich auch nicht neidisch auf die Freunde/Bekannte die mehr hatten als ich.
Ist für mich nicht so begreifflich...:wie?:

Schokoholic
22.04.2008, 07:11
Sorry Claudya, aber das klingt für mich schon so ein bißchen nach "mein Haus, mein Auto, mein Boot...". Wenn jemand so penetrant betonen(zeigen muss, was er sich alles leisten kann, finde ich das auch unangenehm, unabhängig davon, ob das nun mehr oder weniger als meine eigenen Besitztümer sind. Ich käme nie auf die Idee, meinen relativen materiellen Wohlstand so raushängen zu lassen:wie?:

marylin
22.04.2008, 08:08
Ich finde es nicht schlimm, zu zeigen, was man hat. Schließlich arbeitet ihr ja auch dafür.

Aber wie heißt es so schön: Neid muss man sich verdienen. Mitleid kriegt man geschenkt. :smile:

Inaktiver User
22.04.2008, 11:31
Sorry Claudya, aber das klingt für mich schon so ein bißchen nach "mein Haus, mein Auto, mein Boot...". Wenn jemand so penetrant betonen(zeigen muss, was er sich alles leisten kann, finde ich das auch unangenehm, unabhängig davon, ob das nun mehr oder weniger als meine eigenen Besitztümer sind. Ich käme nie auf die Idee, meinen relativen materiellen Wohlstand so raushängen zu lassen:wie?:


Irgendwie klingt auch Dein Posting für mich nach Neid, Shokoholic (aber ich will es Dir nicht unterstellen, glaube es eigentlich auch gar nicht, aber so kommt es halt an).

Es ist schon so, daß man Freude an einem gewissen Wohlstand hat, auf den man lange hingearbeitet hat und den man sich jetzt leisten kann. Warum den kaputten Fernseher nicht durch einen Plasma/LCD ersetzen? (nur als Beispiel). Und warum kein Auto kaufen, wenn man es benötigt?

Wohlstand raushängen lassen, ist für mich schon noch was anderes. Dinge anzuschaffen, die man seit Jahren möchte/benötigt, ist für mich durchaus okay.

So lange die persönliche Vorsorge da nicht außen vor bleibt, warum nicht?

Lisa_S
22.04.2008, 11:52
Ich finde es nicht schlimm, zu zeigen, was man hat. Schließlich arbeitet ihr ja auch dafür.

Aber wie heißt es so schön: Neid muss man sich verdienen. Mitleid kriegt man geschenkt. :smile:

Ich finde das auch nicht schlimm. Wieso auch? - Wenn die Leute mit viel Geld so wie es ist, glücklich sind? - ist doch easy. Ich zeige ja auch gerne, dass ich relativ (vgl. zu Vollzeitangestellten) viel Freizeit hab und bin stolz darauf. So wie Leute mit viel Geld sagen "Och, jetzt kauf ich mir xxxxx", sag ich "Och, Ich muss nicht um acht Uhr früh bei der Arbeit sein", oder im Vergleich "Zwar kann ich mir dies oder das nicht leisten, dafür muss ich nicht jedem morgen in die ewige Tretmühle und pünktlich um acht- oder neun Uhr bei der Arbeit erscheinen".

Die einen sagen eben: "Mein Haus, mein Auto, mein Boot"

Ich sage: "Mein Traumjob, meine Freiheit, meine Freizeit"

:allesok:

Jedem sein Lebensweg, so wie es ihm gefällt!

Allerdings, gerade wegen Neider sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man zeigt, was man hat, dies kann Reichtum, Traumjob oder Begabung(en) sein. Man läuft Gefahr, ausgenutzt oder sogar verhasst zu werden.

Oh. Peeeeeee-essssssssssssssssss: Bin Freelancerin, nicht Hausfrau.

Schokoholic
22.04.2008, 13:58
Irgendwie klingt auch Dein Posting für mich nach Neid, Shokoholic (aber ich will es Dir nicht unterstellen, glaube es eigentlich auch gar nicht, aber so kommt es halt an).

Es ist schon so, daß man Freude an einem gewissen Wohlstand hat, auf den man lange hingearbeitet hat und den man sich jetzt leisten kann. Warum den kaputten Fernseher nicht durch einen Plasma/LCD ersetzen? (nur als Beispiel). Und warum kein Auto kaufen, wenn man es benötigt?

Wohlstand raushängen lassen, ist für mich schon noch was anderes. Dinge anzuschaffen, die man seit Jahren möchte/benötigt, ist für mich durchaus okay.

So lange die persönliche Vorsorge da nicht außen vor bleibt, warum nicht?

Selbstverständlich soll sich jeder anschaffen, was ihm gefällt und was er sich leisten kann!!! Mir ist nur diese Aufzählung


Seit mein Mann und ich nen anständigen Job haben und auch gut verdienen, zeigen wir das ja auch irgendwie.
Also damit meine ich, dass wir uns eine schönere, grössere Wohnung leisteten, neue Möbel, neuer LCD Fernseher, Home Cinema Anlage, neuer PC, ich kauf jeden Monat Klamotten, geh regelmässig zum Friseur und Maniküre, mein Mann geht auch regelmässig zum Friseur und kauft sich auch gern Klamotten, dazu gehen wir regelmässig auswärts essen und gehen auch 2 mal im Jahr in den Urlaub, kauften uns ein (Occassion) Auto,und noch zu alldem können wir auf unser Haus sparen....Jedoch seh ich aber keinen Grund wieso ich länger leben soll wie ich vom Sozialamt leben würde... Wir dürfen uns doch auch Dinge gönnen, schliesslich arbeiten wir hart dafür und haben auch das Recht uns Dinge zu leisten die halt für viele "Luxus" sind oder so!

etwas unangenehm aufgefallen und ich kann mir vorstellen, dass sich deutlich ärmere Leute daran stören, wenn es im RL genauso rüberkommt. Mehr nicht.

In unserem Bekanntenkreis ist auch eine ziemlich große Spanne zwischen Sehr gut- und Ziemlich-Wenig-Verdienern, aber das ist eine anerkannte Tatsache und die Bessergestellten betonen das nicht ständig. Und keiner neidet dem anderen was.

Malina70
22.04.2008, 14:13
Hallo Schokoholic,

ich hatte Claudy so verstanden, dass sie sich diese Dinge eben leisten, ohne eigens darauf hinzuweisen, aber auch ohne sie zu verheimlichen (was in den meisten Fällen ja auch gar nicht geht, weil die Umgebung es mitbekommt). Dass die Aufzählung jetzt etwas seltsam rüberkommt, liegt einfach in der Natur der Sache.

Ich finde es auch okay, wenn man sich Dinge leistet, die man gerne haben möchte. Warum sollte man das nicht tun? Ich habe eher ein Problem damit, wenn Leute die Dinge, die sie sich leisten gar nicht mehr richtig genießen können, weil sie zur Selbstverständlichkeit geworden sind. Und wenn sie nicht mehr nachvollziehen können, dass ihr Lebenstil für andere eben nicht normal sonder mehr oder minder gehoben ist.

Ich glaube, man kann auch mit viel Geld und ohne in Sack und Asche rumzulaufen, bescheiden rüberkommen und mit - verhältnismäßig - wenig Geld protzig wirken.

Viele Grüße,

Malina

Lisa_S
22.04.2008, 14:51
Seit mein Mann und ich nen anständigen Job haben und auch gut verdienen, zeigen wir das ja auch irgendwie.

Warum nicht? - Jedoch wie gesagt: ich wär ein wenig vorsichtig.

übrigens: Was ist denn ein "nicht-anständiger" Job? :wie?:

*machs mir mal bei strahlendem Sonnenschein im Liegestuhl vor Deinem Bürofenster bequem* :aetsch: :freches grinsen: :zwinker:


Also damit meine ich, dass wir uns eine schönere, grössere Wohnung leisteten, neue Möbel, neuer LCD Fernseher, Home Cinema Anlage, neuer PC, ich kauf jeden Monat Klamotten, geh regelmässig zum Friseur und Maniküre, mein Mann geht auch regelmässig zum Friseur und kauft sich auch gern Klamotten, dazu gehen wir regelmässig auswärts essen und gehen auch 2 mal im Jahr in den Urlaub, kauften uns ein (Occassion) Auto,und noch zu alldem können wir auf unser Haus sparen....

Klingt gut.

Ich möchte hierzu einen Kontrast "malen", denn ich finde, das passt gut und zeigt die Vielseitigkeit des Begriffes "Wohlstand": Okay, die grössere Wohnung haben wir auch. Dann: Neue Möbel? - Nö, noch alte Möbel aus meiner Studizeit :freches grinsen: Glotze auch uralt. Trage meine alten Klamotten bis die kaputtgehen, kann auf jeden Monat neue Kleider gut verzichten. Friseur? - Ja. ich selbst. Die Spitzen meiner langen Haare kann ich sehr gut selbst (und es wird sogar GERADE!!! :ooooh: :freches grinsen: ) schneiden: spart Zeit und Geld. Maniküre ? - ööööh....wie meine Hände nach 15 Jahren Fingernägelkauen (jetzt nicht mehr) und 5 Jahren Labor aussehen, mag ich mal hier nicht beschreiben :freches grinsen: Auswärts essen? - Nö, mag genau wissen, was in meinem Essen drin ist, v.a. jetzt, wo ich abnehme. Lieber selbstgekochtes...öh..besser: Selbst zubereitetes Sandwich :freches grinsen:
Auto: haben wir. (Allerdings bin ich bisher dreimal durch die Führerscheinprüfung gefallen :heul:), und zweimal im Jahr Urlaub:Ja, das wär nicht übel. Aber dafür müsste ich ja mehr arbeiten! :ooooh: - Nö danke! :aetsch: Bin Minimalistin, die auf die obig genannten Güter locker verzichten kann, und es vorzieht, lieber weniger zu arbeiten :blumengabe:

Pe-esss: Mein Mann teilt diese Ansicht, sein Berufsziel ist daher: Auf Teilzeit reduzieren.

Pe-peeeeee-essssssss: Mein Posting ist mit Humor zu nehmen, die Fakten stimmen allerdings.

claudya22
22.04.2008, 21:26
Hallo Ihr
Also mit meinem Posting wollte ich nicht ausdrücken dass ich angebe oder prahle! Sorry wenn das so rübergekommen ist.

Es ist nur so, dass ich nicht begreiffe wieso ich weiterhin leben soll wie ein Sozialhilfeempfänger wenn ich es jetzt anders kann? Und genau auf das sind gewisse Leute einfach neidisch.
Ich hab deshalb hier im Posting genau betont, punkto Auto, Möbel etc.
Ich geh natürlich nicht zu einer Bekannten hin und sage:"Hey, ich hab mir jetzt tolle Möbel gekauft"
Es ist so, dass Bekannte zu Besuch kommen und dass dann eben sehen, und dann merk ich eben wie sie neidisch werden und auch öfter mal was rauslassen dieesbezüglich... Und das geht mir auf den Wecker.

Ich finde einfach viele Leute gönnen den anderen nichts.

Sorry wenns falsch rüberkam, hab das hier nur im Forum so betont, im richtigen Leben betone ich solche Dinge sicherlich nie. Und wenn ich direkt gefragt werde geb ich auch ne ehrliche Antwort, aber oftmals kann der Fragende dann nicht damit umgehen und zeigt Neid.

claudya22
22.04.2008, 21:36
Warum nicht? - Jedoch wie gesagt: ich wär ein wenig vorsichtig.

übrigens: Was ist denn ein "nicht-anständiger" Job? :wie?:


Hey Lisa,
mit anständigem Job meinte ich dass ich jetzt eine gute Stelle habe, die mir Spass macht und auch gut bezahlt ist.
Am anfang hatte ich es recht schwer, hatte ein scheiss arbeitsplatz (kollegen, umfeld, chef...) hab 100% gearbeitet aber verdient wie 50%... Und von solchen Jobs hatte ich ganze 3, bis dann eben ENDLICH mein "anständiger" Job kam! :blumengabe:

PS: Was ich noch allgemein sagen wollte. Auf all die Dinge, wie Plasma, Auto etc. könnte ich auch verzichten. Jedoch wenn ich das Geld habe darf ich es doch kaufen? Wieso nicht. Muss man sich deshalb schämen, ich glaube nicht. Schliesslich gönne ich anderen auch ihre Sache.
Jeder setzt anderswo seine Prioritäten und das ist auch gut so.

Inaktiver User
23.04.2008, 08:28
PS: Was ich noch allgemein sagen wollte. Auf all die Dinge, wie Plasma, Auto etc. könnte ich auch verzichten. Jedoch wenn ich das Geld habe darf ich es doch kaufen? Wieso nicht. Muss man sich deshalb schämen, ich glaube nicht. Schliesslich gönne ich anderen auch ihre Sache.
Jeder setzt anderswo seine Prioritäten und das ist auch gut so.

Natürlich darfst und sollst Dir die Dinge gönnen, von denen Du meinst, daß sie Dir Freude machen und Spaß bringen! Etwas zurücklegen ist gut und wichtig, aber nur auf einem ewig geschlossenen Geldsack zu hocken, ist auch nicht erstrebenswert!

Ich meine, claudya, Du wirst möglicherweise einige Bekannte verlieren, aber das sind die, die Dir möglicherweise noch nie gut gesonnen waren. Um die ist es nicht schade.

Du bekommst sicher andere dazu, die Dir von Herzen gönnen, daß Du etwas erreicht hast.

Laß Dich von der manchmal allumfassend scheinenden Neidgesellschaft nicht beeinflussen, such Dir Freunde, die frei davon sind, die auch ihr Leben in die Hand nehmen, anstelle griesgrämig und neidig durch die Gegend zu laufen.

Lisa_S
23.04.2008, 11:17
Hey Lisa,
mit anständigem Job meinte ich dass ich jetzt eine gute Stelle habe, die mir Spass macht und auch gut bezahlt ist.
Am anfang hatte ich es recht schwer, hatte ein scheiss arbeitsplatz (kollegen, umfeld, chef...) hab 100% gearbeitet aber verdient wie 50%... Und von solchen Jobs hatte ich ganze 3, bis dann eben ENDLICH mein "anständiger" Job kam! :blumengabe:

PS: Was ich noch allgemein sagen wollte. Auf all die Dinge, wie Plasma, Auto etc. könnte ich auch verzichten. Jedoch wenn ich das Geld habe darf ich es doch kaufen? Wieso nicht. Muss man sich deshalb schämen, ich glaube nicht. Schliesslich gönne ich anderen auch ihre Sache.
Jeder setzt anderswo seine Prioritäten und das ist auch gut so.

Natürlich musst Du Dich nicht schämen, weil Du all diese Dinge leisten kannst. Und dass Bekannte, die eure Möbel & Co. sehen, neidisch werden, find ich einfach nur scheisze von denen! :nudelholz:

Du hast - wie ich - hart dafür gearbeitet, wie ich: 100% und mehr geschuftet für einen 50% Lohn und Dich dann für einen Job entschieden, der Dir Spass macht und noch gut bezahlt wird. Das ist toll, wenn man sowas gefunden hat und es einem nix ausmacht, vollzeit zu arbeiten.

Tja, ich denke, ich würde mich auch ein paar Dinge leisten, wenn ich gut verdienen würde, allerdings ist es für mich sowas von selbstverständlich, mich materiell ein wenig einzuschränken, dass ich gar nicht wüsste, was ....:freches grinsen: Und Hemmungen habe, mir etwas zu kaufen....HILFE, ICH WERD NOCH N GEIZKRAGEN!!!! BITTE NICHT!!!! :ooooh: :freches grinsen:

Lustig finde ich es dann, wenn manche (NICHT ALLE!!!) Bekannte mit gutbezahlten Vollzeitjobs mich um meine Freiheit bezüglich Zeit bewundern/beneiden. Und dann kommen wir zum Schluss, dass wir eigentlich beide "gleich reich" sind, nur sind die Einheiten anders: Bei Dir, liebe Claudya, sind es - salopp gesagt: Euro. Bei mir sind es Sekunden, Minuten, Stunden.

Was mehr Wert ist, darüber kann man endlos diskutieren.

Da ich persönlich die Einheit Sekunden bevorzuge, macht es mir überhaupt nichts aus, wenn andere Leute "mehr haben" oder "viel haben", denn dafür müssen sie - frech ausgedrückt - eben acht Stunden am Tag in eine Firma arbeiten gehen. Und das nicht zu müssen, mich von keinem Chef rumschubsen lassen zu müssen (total übertrieben formuliert), ist mir persönlich mehr Wert als .....Plasma.....Ferrari...ich weiss nicht, was alles. *lol* :freches grinsen: (Man versteht, was ich meine).

Schade finde ich, und damit meine ich NICHT Dich, Claudya, dass viele Menschen sich über HABEN definieren. Das sind wohl die bemitleidenswerten Neider von euch. :zwinker:

Aber nur keine Hemmungen. Ich "zeige auch, was ich hab", indem ich uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuurgemüüüüüüüüüüüüüüü üüüüüüüüüüüüüüüüüütlich durch die Strassen schlendere, in keinerlei Stress bin, und nicht dies und das und jenes heute schon erledigt haben muss oder nur um die und die Uhrzeit dies und das erleidigen kann.

Fussl
23.04.2008, 13:27
ach Lisa_S................*werdlaut* :fluestertuete: ich komme grade von meinem allmittaglichen Nach-dem-Esse-Verdauungsspaziergang in mein zweckendfremdes Büro zurück :zwinker:


*machs mir mal bei strahlendem Sonnenschein im Liegestuhl vor Deinem Bürofenster bequem*
ich weiß gaaanz genau, wie es sich anfühlt.....:freches grinsen: :freches grinsen:. *schlepplaptopinsanderezimmernachnebenanweilsonneh iernochjetztda*

Ich liiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeebe meine Freiheit und Freizeit!!!!

Irgend ein heller Mensch hat mal gesagt: Geld alleine macht auch nicht glücklich...........ich finde, da ist was dran.

OT-Ende :freches grinsen:

Lisa_S
23.04.2008, 13:30
ach Lisa_S................*werdlaut* :fluestertuete: ich komme grade von meinem allmittaglichen Nach-dem-Esse-Verdauungsspaziergang in mein zweckendfremdes Büro zurück :zwinker:


ich weiß gaaanz genau, wie es sich anfühlt.....:freches grinsen: :freches grinsen:. *schlepplaptopinsanderezimmernachnebenanweilsonneh iernochjetztda*

Ich liiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeebe meine Freiheit und Freizeit!!!!

Irgend ein heller Mensch hat mal gesagt: Geld alleine macht auch nicht glücklich...........ich finde, da ist was dran.

OT-Ende :freches grinsen:

:wangenkuss:

*Sofareinstell* :entspann:

Mit Sonne wird das allerdings heute nix :regen: (DAS ist OT, das andere gehört dazu: FREIHEIT/ZEIT ist auch ein Lohn!)

Inaktiver User
23.04.2008, 13:39
Leider nix mit dem Sofa draußen.

Ich kann mir meine Arbeit ja auch so einteilen, daß ich im Sommer mit Lap und Schnurlos auf der Terrasse sitze. Absolut toll.

3 Tage bin ich heuer schon draußen zum Arbeiten gewesen ... Biotop daneben, die Blumen blühen, die Flugsaurier brüllen. Ein Traum.

Lisa_S
23.04.2008, 14:13
Leider nix mit dem Sofa draußen.

Ich kann mir meine Arbeit ja auch so einteilen, daß ich im Sommer mit Lap und Schnurlos auf der Terrasse sitze. Absolut toll.

3 Tage bin ich heuer schon draußen zum Arbeiten gewesen ... Biotop daneben, die Blumen blühen, die Flugsaurier brüllen. Ein Traum.

...und kein Chef, der einem rumkommandiert.

Auf uns Freelancer :prost:

und

auf diejenigen, die sich gerne materielle Güter leisten und bereit sind, dafür vollzeit in eine Firma arbeiten zu gehen (Ich bewundere nämlich die Eigenschaft, sich ins System einordnen zu können):

:prost:

Inaktiver User
23.04.2008, 14:36
...und kein Chef, der einem rumkommandiert.

Auf uns Freelancer :prost:

und

auf diejenigen, die sich gerne materielle Güter leisten und bereit sind, dafür vollzeit in eine Firma arbeiten zu gehen (Ich bewundere nämlich die Eigenschaft, sich ins System einordnen zu können):

:prost:

*lach* Ich bin selbständig und habe selbständig noch nebenbei was anderes angefangen, also so richtig als "Freelancer" verstehe ich mich nicht.

Eher als Selbständige+Investorin.

Aber das sind nur Details am Rande.

Dem Luxus in bestimmten Bereichen bin ich nicht abgeneigt, aber ich finde die meisten Statussymbole überflüssig und absolut nicht erstrebenswert. Die Dinge, die ich habe, habe ich, aber NICHT, weil sie Statussymbole sind oder sein könnten.

Auch ist mein "Gehalt" keines, sondern maximal Gewinn, und auch der setzt sich aus vielen Variablen zusammen und steht erst nach der Bilanzierung fest. Und was ich vor 2 Jahren verdient habe, interessiert auch nicht. (Oder hat nicht zu interessieren!)

Lisa_S
23.04.2008, 15:21
*lach* Ich bin selbständig und habe selbständig noch nebenbei was anderes angefangen, also so richtig als "Freelancer" verstehe ich mich nicht.

Eher als Selbständige+Investorin.

Aber das sind nur Details am Rande.

Dem Luxus in bestimmten Bereichen bin ich nicht abgeneigt, aber ich finde die meisten Statussymbole überflüssig und absolut nicht erstrebenswert. Die Dinge, die ich habe, habe ich, aber NICHT, weil sie Statussymbole sind oder sein könnten.

Auch ist mein "Gehalt" keines, sondern maximal Gewinn, und auch der setzt sich aus vielen Variablen zusammen und steht erst nach der Bilanzierung fest. Und was ich vor 2 Jahren verdient habe, interessiert auch nicht. (Oder hat nicht zu interessieren!)

Naja, so n bisschen "Gewinn" hab ich nebenbei auch :peinlich: :freches grinsen: ..

Statussymbole, nur um zu zeigen, das man SIE HAT, find ich auch superdoof. :zahnschmerzen:

Luxus? - Hm. Muss erst definiert werden :allesok:

Inaktiver User
23.04.2008, 15:27
Naja, so n bisschen "Gewinn" hab ich nebenbei auch :peinlich: :freches grinsen: ..


Davon bin ich eigentlich auch ausgegangen! :freches grinsen: :blumengabe: Daß Geld irgendwo auch ein Motor ist, empfinde ich ja auch so.

Ich habe einfach nur umgestaltet, umorganisiert und verändert, damit ich die Dinge tun kann, die mich am meisten interessieren, und dafür lasse ich nun banaleres, was kein Geld bringt.

Letzteres machen nun eben meine Mitbewerber! :smirksmile:

Ich wollte mehr Zeit, mehr Freiheit und ein angenehmes Umfeld. Das hab ich nun, und bin glücklich dabei.

Luxus ist für mich, z.B., GENAU SO arbeiten zu können!

Lisa_S
23.04.2008, 15:50
Davon bin ich eigentlich auch ausgegangen! :freches grinsen: :blumengabe: Daß Geld irgendwo auch ein Motor ist, empfinde ich ja auch so.

Ich habe einfach nur umgestaltet, umorganisiert und verändert, damit ich die Dinge tun kann, die mich am meisten interessieren, und dafür lasse ich nun banaleres, was kein Geld bringt.

Letzteres machen nun eben meine Mitbewerber! :smirksmile:

Ich wollte mehr Zeit, mehr Freiheit und ein angenehmes Umfeld. Das hab ich nun, und bin glücklich dabei.

Luxus ist für mich, z.B., GENAU SO arbeiten zu können!

Für mich auch!

Denn wie hiess es so schön im Film "The Shining"?

All work and no play makes Jack a dull boy
All work and no play makes Jack a dull boy
All work and no play makes Jack a dull boy

:blumengabe:

claudya22
24.04.2008, 20:39
Natürlich darfst und sollst Dir die Dinge gönnen, von denen Du meinst, daß sie Dir Freude machen und Spaß bringen! Etwas zurücklegen ist gut und wichtig, aber nur auf einem ewig geschlossenen Geldsack zu hocken, ist auch nicht erstrebenswert!

Ich meine, claudya, Du wirst möglicherweise einige Bekannte verlieren, aber das sind die, die Dir möglicherweise noch nie gut gesonnen waren. Um die ist es nicht schade.

Du bekommst sicher andere dazu, die Dir von Herzen gönnen, daß Du etwas erreicht hast.

Laß Dich von der manchmal allumfassend scheinenden Neidgesellschaft nicht beeinflussen, such Dir Freunde, die frei davon sind, die auch ihr Leben in die Hand nehmen, anstelle griesgrämig und neidig durch die Gegend zu laufen.

Vielen Dank für Dein nettes Posting! :blumengabe: Das hat mich sehr gefreut. Kann dir voll und ganz zustimmen! Auf solche Leute die so neidisch sind kann ich wirklich gut verzichten.
Ja an solchen Dingen merkt man dann wer die wahren Freunde sind...

Inaktiver User
25.04.2008, 11:13
Vielen Dank für Dein nettes Posting! :blumengabe: Das hat mich sehr gefreut. Kann dir voll und ganz zustimmen! Auf solche Leute die so neidisch sind kann ich wirklich gut verzichten.
Ja an solchen Dingen merkt man dann wer die wahren Freunde sind...

Ich finde auch, Claudya, dass Deine Einstellung okay ist :blumengabe:

Inaktiver User
25.04.2008, 11:15
Natürlich bleibt jedem selbst überlassen, ob er über sein Gehalt sprechen möchte oder nicht. Aber ich frage mich, wieso die Einstellung "Das geht niemanden etwas an" so verbreitet ist und so für selbstverständlich angesehen wird, als wenn jemand über die Farbe seiner Unterwäsche oder sein Sexualleben Auskunft geben soll. Für mich das Gehalt absolut kein privates oder intimes Thema, von dem niemand wissen darf.
...

Aber ich habe umgekehrt auch den Eindruck, dass die Geheimnistuerei immer genau bei denen am größten ist, die Angst haben, dass man ihnen ihr hohes Gehalt nicht gönnt. Wenn jemand meint, dass sein Gehalt angemessen ist, weil er viel leistet oder besonders viel Qualifikation mitbringt, soll er/sie doch einfach dazu stehen. Leute, die immer nur neidisch sind, haben sowieso nicht verstanden, dass niemand sie daran gehindert hat, Arzt/Apotheker/Lehrer/Tennis-Star oder wer-weiss-was zu werden, wenn sie das so beneidenswert finden.


Nein, das sehe ich ganz anders, liebe Zimtschnecke. Das Stichwort heisst Datensparsamkeit. Wenn mein bester Freund wissen möchte, wieviel ich verdiene, sage ich ihm das. Wenn's mein Nachbar bei einem gemeinsamen Bier wissen will, sage ich nur lächelnd »Genug«. Ich gebe auch meine Adresse nicht her (Gewinnspiele und ähnlicher Schmonzenz). Ich habe keine Kundenkarte. Ich sehe nicht ein, warum ich mein Geburtsdatum für eine Kundendatei hergeben sollte. Gewisse Sachen gehören sich einfach nicht.

Inaktiver User
25.04.2008, 11:21
Nein, das sehe ich ganz anders, liebe Zimtschnecke. Das Stichwort heisst Datensparsamkeit. Wenn mein bester Freund wissen möchte, wieviel ich verdiene, sage ich ihm das. Wenn's mein Nachbar bei einem gemeinsamen Bier wissen will, sage ich nur lächelnd »Genug«. Ich gebe auch meine Adresse nicht her (Gewinnspiele und ähnlicher Schmonzenz). Ich habe keine Kundenkarte. Ich sehe nicht ein, warum ich mein Geburtsdatum für eine Kundendatei hergeben sollte. Gewisse Sachen gehören sich einfach nicht.


Ganz, ganz korrekt!

Ich hab auch so eine Nachbarin, die alles wissen will - wieviel ich für einen Hausverkauf bekam, wieviel ein anderes Grundstück gekostet hat, whatever.

Was bringt es den Leuten, das zu wissen????

Da könnte ich diese Informationen gleich im Gemeindeblatt abdrucken lassen.

Als Selbständige ist man sowieso noch viel sparsamer mit seinen Daten, aus gutem Grund! Auch Barzahlung der meisten Dinge ist eine Vorsichtsmaßnahme, die gar nicht so verkehrt ist.

Elwyn
25.04.2008, 11:39
Was bringt es den Leuten, das zu wissen????

Naive bis plumpe Neugier, eigene Unsicherheit, der Wunsch, sich zu vergleichen, der Wunsch, besser dazustehen als andere, Neid, eigene Unzufriedenheit...

ausser natürlich bei ganz ganz guten Freunden...

Ich habe ebenfalls gelernt, an dieser Stelle nicht zu offen zu sein...

Nadine75
25.04.2008, 12:33
@Claudya22
Ich habe das auch nicht so verstanden, als wenn du angeben würdest.
Manche Menschen meinen ja, durch das pure Kaufen und das Vorhandensein der Sachen -ohne dein Zutun und ohne irgenwelche Ansprache- wäre das schon "angeben". Also praktisch ohne daß sie überhaupt deine Meinung erfragen oder deinen Lebenssinn nach dem du lebst.

Lisa_S
25.04.2008, 14:22
Naive bis plumpe Neugier, eigene Unsicherheit, der Wunsch, sich zu vergleichen, der Wunsch, besser dazustehen als andere, Neid, eigene Unzufriedenheit...

ausser natürlich bei ganz ganz guten Freunden...

Ich habe ebenfalls gelernt, an dieser Stelle nicht zu offen zu sein...

Oder der beliebte Kommentar: "Waaaaaaaas Du hast einen Uniabschluss und verdienst NUUUUUUUUUUUUUUR xxxx?" :knatsch: Ja, dann kann sich die betroffene Person selbst besser fühlen.

Inaktiver User
07.05.2008, 14:32
Ich finde es einerseits nicht schlecht, einfach um sich richtig einordnen zu können.

Anderseits ist es so, dass manche Menschen glauben, Sie verdienen nicht schlecht und wenn man dann hört was sie verdienen, denkt sich der ein oder andere mit doppeltem Gehalt, dass das eher mickrig ist. Also sorgt das auch für nicht so gute Stimmung wie ich finde.

Daher kann ich nicht eindeutig sagen, ob das nun gut oder schlecht ist. Wenn mich eine gute Freundin fragen würde, dann antworte ich ohne zu zögern. Bei Fremden oder nicht so guten Bekannten, würde mich so eine Frage irritieren.

Blöd finde ich, wenn manche sich völlig ausschweigen, wenn es um dieses Thema geht.

Inaktiver User
07.05.2008, 14:37
Blöd finde ich, wenn manche sich völlig ausschweigt wenn es um dieses Thema geht.

Da eindeutig im Vertrag vereinbart ist, dass über die Höhe des Einkommens geschwiegen werden soll, würde ich es auch ganz sicher nicht herausposaunen nur weil jemand anderes das blöd findet.

Lisa_S
07.05.2008, 14:38
Daher kann ich nicht eindeutig sagen, ob das nun gut oder schlecht ist.

Doch kann man. Jedoch nur jeder für sich selbst. :blumengabe:

Inaktiver User
07.05.2008, 15:07
Doch kann man. Jedoch nur jeder für sich selbst. :blumengabe:

Ich hatte auch für mich selbst gesprochen

Inaktiver User
07.05.2008, 15:09
Da eindeutig im Vertrag vereinbart ist, dass über die Höhe des Einkommens geschwiegen werden soll, würde ich es auch ganz sicher nicht herausposaunen nur weil jemand anderes das blöd findet.

Die Geheimhaltungsklausel im Arbeitsvertrag bezieht sich m. E. auf das Kommunizieren an Kollegen und nicht an Freunde oder Familie.

Lisa_S
07.05.2008, 15:13
Ich hatte auch für mich selbst gesprochen

Na eben. Wenn es für Dich reicht, Deine persönliche "Kosten-Nutzen-Analyse" (Arbeitszeiten/Freizeit vs. Gehalt) stimmt, dann verdienst Du gut.

:blumengabe:

Schokoholic
07.05.2008, 15:27
Da eindeutig im Vertrag vereinbart ist, dass über die Höhe des Einkommens geschwiegen werden soll, würde ich es auch ganz sicher nicht herausposaunen nur weil jemand anderes das blöd findet.

Niemand wird Dir einen Strick daraus drehen, wenn Du Freunden eine "Hausnummer" (sprich Größenordnung) angibst. Mit solchen Klauseln soll verhindert werden, dass andere Mitarbeiter mit dem Argument "Nettefrau macht aber genau das Gleiche wie ich, verdient aber 5.000 € mehr, ich verlange eine entsprechende Gehaltserhöhung" ankommen.

Inaktiver User
07.05.2008, 15:30
Die Geheimhaltungsklausel im Arbeitsvertrag bezieht sich m. E. auf das Kommunizieren an Kollegen und nicht an Freunde oder Familie.

So kann man es sehen, klar. Allerdings ist die global abgefaßt und damit auch eindeutig (passieren wird trotzdem kaum was).

Ich glaube, es kommt auch immer an, wer fragt und warum, und vor allem wie.

Latona
08.05.2008, 20:53
@ Svende
Ich finde es einerseits nicht schlecht, einfach um sich richtig einordnen zu können.

Anderseits ist es so, dass manche Menschen glauben, Sie verdienen nicht schlecht und wenn man dann hört was sie verdienen, denkt sich der ein oder andere mit doppeltem Gehalt, dass das eher mickrig ist. Also sorgt das auch für nicht so gute Stimmung wie ich finde.

Daher kann ich nicht eindeutig sagen, ob das nun gut oder schlecht ist. Wenn mich eine gute Freundin fragen würde, dann antworte ich ohne zu zögern. Bei Fremden oder nicht so guten Bekannten, würde mich so eine Frage irritieren.
Bekannten oder Fremden gegenüber würde ich auf keinen Fall mein Gehalt preisgeben. Sollen die ihre Neugierde doch woanders befriedigen, und auf Sprüche wie "Für eine Akademikerin ist das aber wenig" habe ich auch keinen Bock.

Aber selbst wenn Du mit Freunden offen darüber redest: Du kannst nicht sicher sein, dass dann nicht das passiert, was Du oben geschrieben hast, nämlich, dass die Freunde vielleicht der Meinung sind, sie hätten im Vergleich zu Dir ein besseres Gehalt verdient - und das belastet dann möglicherweise das Verhältnis. Dann hält man doch lieber den Mund.

Ich habe eine Freundin, die Führungskraft ist und wesentlich mehr Geld verdient als ich. Das sehe ich daran, was sie sich im Vergleich zu mir alles leisten kann. Aber ich bin noch nie auf die Idee gekommen, sie zu fragen, was sie verdient. Ausserdem ist ihr Job um einiges stressiger und verantwortungsvoller als meiner, so dass sie ihr Geld sicher zu Recht verdient.

Im übrigen nage ich keineswegs am Hungertuch, diese Zeiten sind GottseiDank seit einigen Jahren vorbei. Ich kann mir viele meiner materiellen Wünsche problemlos erfüllen. Und wenn ich über 50 Euro für die Konzertkarte einer First Class Rock Band ausgeben soll, dann mache ich das. Bei manchen Rocklegenden weiß man ja nicht, ob sie je wieder auf Tour gehen werden ...:freches grinsen:

schneegans
10.05.2008, 13:31
Aber selbst wenn Du mit Freunden offen darüber redest: Du kannst nicht sicher sein, dass dann nicht das passiert, was Du oben geschrieben hast, nämlich, dass die Freunde vielleicht der Meinung sind, sie hätten im Vergleich zu Dir ein besseres Gehalt verdient - und das belastet dann möglicherweise das Verhältnis. Dann hält man doch lieber den Mund.

Ich habe eine Freundin, die Führungskraft ist und wesentlich mehr Geld verdient als ich. Das sehe ich daran, was sie sich im Vergleich zu mir alles leisten kann. Aber ich bin noch nie auf die Idee gekommen, sie zu fragen, was sie verdient. Ausserdem ist ihr Job um einiges stressiger und verantwortungsvoller als meiner, so dass sie ihr Geld sicher zu Recht verdient.

Was Du schreibst, entspricht voll und ganz meiner Meinung. Ich selbst hatte nach meinem 2. Uniabschluss extrem Probleme, einen Job zu finden. Als ich dann endlich einen im Ausland hatte, war der im Vergleich zu D gut dotiert - die Einheimischen hatten, so glaube ich, eindeutig mehr. Meine Freunde in D, die z. T. so etwas wie "Jobverweigerungsstrategien" an den Tag legten, neideten mir das Gehalt sofort und erwarteten großzügige Einladungen. Beispielsweise sprach eine Bekannte von "Luxus", als ich eine Schramme an meinem Auto reparieren ließ (die Schramme war recht groß und auffällig). Ihr Mann gehörte zu den ersten, die ohne zu arbeiten, einen Großbildfernseher besaß, man macht aufwendige Reisen und wohnt in recht großen Wohnungen. Alles über den Dispo. Das zeigt mir, dass es unterschiedliche Haltungen dazu gibt, was man, gemessen am Gehalt, ausgibt. Ich würde niemals von den Ausgaben, die jemand tätigt, auf das tatsächlich verfügbare Haushaltsnetto schließen, da es Leute gibt, die deutlich über ihre Verhältnisse leben. Um da dann auch entsprechende Spekulationen zu vermeiden, teile auch ich niemandem das genaue Gehalt mit, höchstens eine Hausnummer. Übrigens arbeitet dieser konsumfreudige Herr auch heute noch nicht, sondern beschäftigt sich etwa vier halbe Tage pro Woche mit freiberuflichen Tätigkeiten, die seine Internetkosten und den Krankenkassenbeitrag decken. Ich weiß, ich bin mal wieder gemein heute.

Dani
10.05.2008, 14:46
Ne, das würde ich keinem sagen, was ich verdiene:

Derjenige der mehr hat als ich, wird die Nase rümpfen oder mich bedauern. Der, der weniger hat als ich, wird mich beneiden.

Fragen nach dem Verdienst gehören für mich zu intimen Details aus meinem Leben, wie z.B. wann meine fruchtbaren Tage isnd o s. ä.

Inaktiver User
13.05.2008, 07:40
Ne, das würde ich keinem sagen, was ich verdiene:

Derjenige der mehr hat als ich, wird die Nase rümpfen oder mich bedauern. Der, der weniger hat als ich, wird mich beneiden.

Fragen nach dem Verdienst gehören für mich zu intimen Details aus meinem Leben, wie z.B. wann meine fruchtbaren Tage isnd o s. ä.

Sehe ich absolut genauso.

Lisa_S
13.05.2008, 12:19
Auf die Frage "Wieviel verdienst Du?"

finde ich persönlich

"Genug für mich"

eine gute Antwort. :zwinker:

amarylle
13.05.2008, 14:47
Auf die Frage "Wieviel verdienst Du?"

finde ich persönlich

"Genug für mich"

eine gute Antwort. :zwinker:

Und die Variante für die abhängig Beschäftigten unter uns:

"Mehr als ich bekomme." :freches grinsen:

januaria
22.05.2008, 14:57
Für mich kommt es auch immer darauf an, wer das aus welchem Grund wissen will.

Mit engen Freunden spreche ich auch über solche Themen. Man ist vertraut genug miteinander, um zu wissen, wieviel Arbeit der Job macht, welche Anstrengungen hinter welchen Qualifikationen stehen oder standen, wieviel Berufserfahrung man hat und auch, welcher Lebensstandard bei den Leuten in diesem Kreis Usus ist.

Mit externen Fachkollegen kann man sich, wie ich finde, durchaus auch über die Bezahlung austauschen, um z. B. zu wissen, wo man selbst steht oder etwa wie die Perspektiven in anderen Betireben der Branche oder in anderen Regionen aussehen.

Mit Kollegen am eigenen Arbeitsplatz würde ich nicht darüber sprechen - aus klimatechnischen Gründen. :knatsch: :smirksmile:

Als Partygespräch mit Unbekannten oder flüchtig Bekannten halte ich Themen wie Gehalt oder die gesamte persönliche finanzielle Situation für unpassend. In dem Moment geht's doch nur um Neidhascherei, Übertrumpfen :krone auf: oder eben Mitleid erheischen. :heul:

Latona
04.06.2008, 01:04
@ schneegans
Ihr Mann gehörte zu den ersten, die ohne zu arbeiten, einen Großbildfernseher besaß, man macht aufwendige Reisen und wohnt in recht großen Wohnungen. Alles über den Dispo. Das zeigt mir, dass es unterschiedliche Haltungen dazu gibt, was man, gemessen am Gehalt, ausgibt. Ich würde niemals von den Ausgaben, die jemand tätigt, auf das tatsächlich verfügbare Haushaltsnetto schließen, da es Leute gibt, die deutlich über ihre Verhältnisse leben. Schon aus diesem Grund bin ich nie neidisch, wenn Leute einen hohen Lebensstandard haben. Denn wer weiß, wie die den finanzieren. Und wer sich in dieser Hinsicht verschuldet, nur weil er meint, mit einem gehobenen Konsumniveau mithalten oder gar auftrumpfen zu müssen, obwohl er es sich von seinen finanziellen Ressourcen her gar nicht leisten kann, der kriegt höchstens mein Mitleid - gepaart mit ein bisschen Verachtung über soviel Dummheit. :freches grinsen:

Inaktiver User
04.06.2008, 07:26
Die Geheimhaltungsklauseln über das Geld in Verträgen sind nicht Makulatur sondern haben einen Sinn, ich wäre damit vorsichtig.
Es geht nicht darum, dass man darüber diskutiert wer was im Betrieb verdient.
Es gibt nun mal Leistungsträger in Schlüsselpositionen an denen eine Menge hängt und die deswegen nicht das Megagehalt bekommen.
Wer zum Chef geht und seine Forderung nach Gehaltserhöhung damit begründet, dass Frau xy mehr verdient hat da etwas am Leistungsprinzip nicht verstanden.
Bei mir müsste diejenige damit rechnen, dass ich alle Kollegen an eine Tische setze und die Forderungen dieser Kollegin ebenso offen diskutiere und die anderen frage wie sie das sehen.
Wird bestimmt ne lustige Diskussion.

Bei Porsche am Fließband mag das funktionieren, dass man über Löhne offen spricht bei Vertrieben wird das problematisch da der Wettbewerb gezielt abwerben kann und damit die restlichen Arbeitsplätze in Gefahr bringt, wenn gute Leute plötzlich weg sind.

Bei einer Erbengeneration, wie wir es nun mal sind, ist es nicht zielführend Rückschlüsse vom Auto oder von Immobilien auf das Gehalt oder Einkommen zu ziehen.

Auch sind wir eine Neidgesellschaft, so dass die Wenigsten zeigen wie viel sie wirklich haben, wozu auch gibt eh nur Ärger.
V.G.

Inaktiver User
04.06.2008, 11:20
Es gibt nun mal Leistungsträger in Schlüsselpositionen an denen eine Menge hängt und die deswegen nicht das Megagehalt bekommen.


Hallo Frank,

obigen Satz verstehe ich nicht: Soll er bedeuten, dass manche Leute gerade kein besonders hohes oder auch nur überdurchschnittliches Gehalt bekommen, weil sie auf Schlüsselpositionen sitzen und eine Menge von ihnen abhängt???

Entschuldige, vermutlich stehe ich auf dem Schlauch. Ich dachte immer, Leistungsträger sein sei eigentlich ein gutes Argument für ein überdurchschnittliches Gehalt?

Hilfst Du mir gerade mal auf die Sprünge? :blumengabe:

Gruß,
kappa