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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mietzahlung WG



Inaktiver User
26.02.2007, 23:21
Hallo,

ich ziehe zum 1. März in eine WG und meine Mitbewohnerin wohnt dort seit etwa einem Jahr. Ihre jetzige Mitbewohnerin zieht aus und ich ziehe ein. Es war abgemacht, dass ich meiner Mitbewohnerin am Monatsanfang meinen Anteil an Miete, BK, NK und Flatrate überweise und dann alles von ihrem Konto abgeht.

Aus einem Gespräch mit der Hausverwaltung weiss ich, dass sie mit der Miete etwa einen Monat im Rückstand ist. Sie überweist die Miete anscheinend jeden Monat einzeln (statt Dauerauftrag), hat das über eine längere Zeit immer um ein paar Tage verschludert und zahlt nun die Miete für den laufenden Monat am Monatsende. Im Gespräch war ihr das auch sehr unangenehm und sie hat dem Vermieter versprochen, das diesen Monat zu regeln.

Nun habe ich gestern eine email von ihr bekommen, in der sie fragt, ob wir die Mietzahlung nicht umgekehrt machen können - ich kriege ihren Anteil und dann geht alles von meinem Konto ab. Als Grund nennt sie, dass sie Angst hat, die Zahlungen nicht auf Reihe zu kriegen. Mir ist dabei sehr unwohl, denn ich bin in Gelddingen sehr gut organisiert und weiss halt, dass ich ihr per Dauerauftrag alles pünktlich überweisen würde. Umgekehrt habe ich da aber meine Zweifel und möchte nicht auf ihre Zahlungen angewiesen sein, zumal sie ja offen zugibt, damit überfordert zu sein und rumzuschludern.
Wir kennen uns übrigens nicht und sind beide als Hauptmieter im Mietvertrag.

Nun bin ich etwas ratlos - soll ich auf ihren Vorschlag eingehen oder auf der ursprünglichen Vereinbarung bestehen, dass alles von ihrem Konto abgeht? Und wie teile ich ihr das nett und freundlich mit, denn ich möchte nicht schon vor meinem Einzug schlechte Stimmung verbreiten.

Für Eure Meinungen wäre ich sehr dankbar!!

LG Carolina

akademikerin
26.02.2007, 23:40
BEIDE als Hauptmieter? Und ihr kennt euch nciht?! AUTSCH!

Vorschlag: du zahlst deinen Anteil direkt an die Hausverwaltung und SIE erteilt denen eine Abbuchungsermächtigung. Dann holen die sich das Geld von ihr automatisch. Kannst du ja für deinen Teil auch machen.

Aber: wenn die so chaotisch ist ... ihr haftet beide als GEsamtschuldner für die vollen Rückstände - du mindestens ab Einzug. Also, wenn sie nicht bezahlt, dann bist DU dran ...

Coralee
27.02.2007, 08:12
Mir rollen sich auch gerade ein bißchen dir Fußnägel hoch, aka. Carolina scheint sich über die gesamtschuldnerische Haftung nicht im Klaren zu sein :ooooh:

Mutig :freches grinsen:

Ich würde auch meinen Anteil direkt an dem VM überweisen und sie sollte das auch tun. Am besten per DA. Oder zumindest darauf hoffen, daß sie es tut...eigentlich würde ich es mir sogar monatlich nachweisen lassen in diesem speziellen Fall.

Aus der Praxis weiß ich, daß es bei uns z.B. nicht möglich für eine Wohnung zwei hälftige Abbuchungen von zwei verschiedenen Konten zu tätigen oder nur einen Teil abzubuchen. Entweder alles oder nix trotz modernster Programme :freches grinsen:

Igel224
27.02.2007, 11:26
Ich würde da bald wieder ausziehen. So etwas kann nur schief gehen, ...siehe gesamtschuldnerische Haftung. Du zahlst dann deren Schulden mit, und ob du dann was wiederkriegst, wer weiss???

Inaktiver User
27.02.2007, 23:07
Vielen Dank für Eure Antworten!
Ich hatte da auch von Anfang an ein sehr ungutes Gefühl, aber die Hausverwaltung hat sich nicht auf einen Untermiet-Vertrag eingelassen und bei mir im Freundeskreis kamen dann nur so Aussagen wie "Ach, da wird schon nichts passieren". Nun kann ich es ja erstmal nicht ändern, werde aber sobald wie möglich wieder ausziehen! Und bis dahin kann ich nur hoffen, dass es klappt.

Mit der Hausverwaltung habe ich gesprochen, die wollen die Miete nur in einer Zahlung haben.

Nun werde ich vermutlich doch auf ihren Vorschlag eingehen, denn wenn sie mir monatlich (werde auf DA drängen!) die Miete überweist, weiss ich zumindest, dass die Miete dann auch beim Vermieter landet. Umgekehrt hätte ich Angst, dass ich ihr meinen Anteil überweise und sie dann die Zahlung an den Vermieter verschludert.

Vielen Dank nochmal für Eure Kommentare - sie haben meine Angst bestätigt und sowas passiert mir bestimmt nicht nochmal. Wie heisst es so schön - aus Fehlern lernt man...

Lg Carolina

akademikerin
27.02.2007, 23:42
Gerade DAS hätte dich vorher stutzig werden lassen müssen. Jetzt ist es zu spät. Ihr seid beide MIeter. Ihr bekommt euch gegenseitig nicht aus der Wohnung raus. Und einzeln auch nicht, es sei denn, ihr könnt jeweils jemanden finden, der den Vertrag übernimmt.

Bleib auf jeden Fall in Kontakt mit der Hausverwaltung, damit sie dich rechtzeitig informieren, wenn etwas nicht passt. Und im Zweifel: lieber über DEIN Konto als über ihres. Denn dann kannst du jeden MOnat sehen, wie ernst ihr das ist ...

Ich drück die Daumen.

Coralee
28.02.2007, 07:41
Vielen Dank für Eure Antworten!
Ich hatte da auch von Anfang an ein sehr ungutes Gefühl, aber die Hausverwaltung hat sich nicht auf einen Untermiet-Vertrag eingelassen und bei mir im Freundeskreis kamen dann nur so Aussagen wie "Ach, da wird schon nichts passieren". Nun kann ich es ja erstmal nicht ändern, werde aber sobald wie möglich wieder ausziehen! Und bis dahin kann ich nur hoffen, dass es klappt.

Lg Carolina


Ich will dich ja nicht frustrieren, aber ihr könnt den MV nur gemeinsam kündigen. Selbst wenn du ausziehst, haftest du weiter gesamtschuldnerisch für die Miete. :knatsch:

Bei der Zahlungsmoral deiner Mitmieterin wäre der Vermieter ja blöd auf eine zweite Geldquelle zu verzichten. Der ist vermutlich heilfroh, daß er dich jetzt hat. :freches grinsen:

Inaktiver User
28.02.2007, 12:49
Zum baldigen Auszug: Ich habe mal durchs Internet geguckt und meine gelesen zu haben, dass wir die Wohnung zwar nur gemeinsam kündigen können, ich aber auch aus dem Vertrag rauskomme, wenn ich einen Nachmieter stelle? Ich bin ja selber als Nachmieterin in die Wohnung reingekommen.

Inwieweit haben denn in diesem Fall meine Mitbewohnerin und der Vermieter ein Mitspracherecht?

Und vielen Dank nochmal für Eure netten Beiträge und dass Ihr nicht über mich herfallt :smirksmile: - habe schon selbst erkannt, wie blöd das von mir war :knatsch: Ich ziehe Morgen um und obwohl es eine super Wohnung ist, kann ich mich so gar nicht freuen...

Coralee
28.02.2007, 13:41
Sicher geht alles gut. Wenn man vom schlimmsten ausgeht, kann es nur besser kommen :blumengabe:

Wenn der Vermieter und die Mitmieterin zustimmen ist eine Vertragsentlassung natürlich möglich, auch wenn es rechtlich nicht vorgesehen ist.

Aber es geht sicher alles gut :zwinker:

akademikerin
28.02.2007, 14:00
Carolina,

das Märchen von dem Nachmieter hält sich immer. WENN der Vermieter ihn/sie akzeptiert: ja, das geht. Aber er MUSS es nicht!