PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kinder und Karriere - wo sind die Erfolgsmodelle?



Marla32
26.02.2007, 22:37
Hallo liebe Community,
ich bin 32 Jahre alt, habe studiert, arbeite in einem sehr gut bezahlten (und auch den männlichen Kollegen nicht finanziell unterlegenen) Traumjob, werde beruflich gefördert mit eindeutigen Karriereaussichten, habe meine Work-Life-Balance im Griff UND möchte in naher Zukunft Kinder bekommen. Bringe also alle Voraussetzungen mit, die sich unsere Familienministerin für ihre Modellmütter so wünscht. Seit einigen Tagen suche ich im Internet nach einem Forum, wo ich mich mit anderen Menschen (egal ob Väter oder Mütter) austauschen kann, die sowohl ihre Familien als auch ihren Beruf erfolgreich in ihr Leben integrieren konnten. Bis jetzt ist mir leider noch keine Seite wirklich positiv aufgefallen. Da les ich viele Argumente, was es uns zur Zeit schwer macht, oder warum etwas nicht geht. Das hilft mir in meiner Situation leider gar nicht weiter, denn ich habe mir in den Kopf gesetzt, dass es geht - und damit meine ich nicht die (für mich in meiner Situation) Kompromiss-Modelle Teilzeitjob / Teilzeit-Mutter. Ich will ein Modell finden, in dem beides geht und ich bin mir sicher, dass es da draußen bereits heute Menschen gibt, die im Vorstand oder der Geschäftsführung eines Unternehmens sitzen, liebevolle Eltern sind und nicht einen Partner haben, der/die ihnen die Erziehung und Kinderbetreuung abnimmt.

Ich wünsche mir Impulse und Anregungen wie es funktionieren kann - Erfolgsmodelle, die Probleme wie Kita-Öffnungszeiten, Bindungstheorien, Dienstreisen, Kinderkrankheiten, Chefs-die-nicht-daran-glauben, Rabeneltern-Vorwürfe etc. für sich geregelt bekommen. Und wenn mir jemand mit einem wirklich guten Spezial-Forum o.ä. weiterhelfen kann, würde ich mich auch sehr freuen. Ansonsten denke ich, gehört mein Thema schon in dieses Forum, denn es ist für mich Teil der "neuen Frauenbewegung".

Ich freue mich auf den Austausch mit Euch!
Marla

Inaktiver User
27.02.2007, 08:51
Seit einigen Tagen suche ich im Internet nach einem Forum, wo ich mich mit anderen Menschen (egal ob Väter oder Mütter) austauschen kann, die sowohl ihre Familien als auch ihren Beruf erfolgreich in ihr Leben integrieren konnten.

Wenn Du Anregungen suchst, wieso es in keinem Fall gehen kann oder wieso Du Deinen Kindern mit Deinen Ideen Schaden zufügst, bist Du hier zu Informationszwecken richtig.

Wenn Du aber Vorbilder oder Informationen suchst, würde ich sagen, bist Du hier nichit am richtigen Ort. Da würde ich eher so etwas (http://www.berufstaetige-muetter.de/base/index.php) bevorzugen.

Oder schau mal hier (http://www.bpw-germany.de/staticpages/index.php?page=2003072912350229&new_menu=BPW%20GERMANY_Wer%20wir%20sind_Ziele&menu=BPW%20GERMANY_&PHPSESSID=d385ff5307a2ff8ad633ea1734536771) rein, ob Du etwas findest.

Gruss

vita

Inaktiver User
27.02.2007, 10:27
Liebe Marla

Kinder und Karriere?

Wenn DU beruflich nicht zurückstecken willst, sollte es dein Mann tun. Teilzeit-job, Teilzeit-Vater. Warum muss immer die Frau zurückstecken? Kann ja auch der Mann, oder?

Aber ich persönlich bin schon der Meinung, dass zumindest ein Elternteil auf Teilzeit reduzieren sollte, denn für Kinder sollten Eltern schon da sein.

Leider steh ich mit meinen "konservativen" Ansichten alleine da und werde jetzt wieder mal die Buh-Frau dieses Stranges :zwinker:

Trotzdem weils so schön war: Eltern, die beide vollzeit arbeiten und/oder Karriere machen halte ich persönlich für sehr egoistisch. Sorry! Tut mir leid, nicht böse sein. :blumengabe:

Also: Auch die Herren der Schöpfung dürfen für's Vatersein ihre Karriere opfern, oder?

Inaktiver User
27.02.2007, 10:30
Liebe Marla

Kinder und Karriere?

Wenn DU beruflich nicht zurückstecken willst, sollte es dein Mann tun. Teilzeit-job, Teilzeit-Vater. Warum muss immer die Frau zurückstecken? Kann ja auch der Mann, oder?

Aber ich persönlich bin schon der Meinung, dass zumindest ein Elternteil auf Teilzeit reduzieren sollte, denn für Kinder sollten Eltern schon da sein.

Leider steh ich mit meinen "konservativen" Ansichten alleine da und werde jetzt wieder mal die Buh-Frau dieses Stranges :zwinker:

Trotzdem weils so schön war: Eltern, die beide vollzeit arbeiten und/oder Karriere machen halte ich persönlich für sehr egoistisch. Sorry! Tut mir leid, nicht böse sein. :blumengabe:

Sie suchte den Austausch mit Vätern oder Mütter - Fairyprincess, Du bist eine Frau ohne Kinder und Erfahrung in diesem Bereich und vertrittst eine nicht von Dir geprüfte Meinung - so Deine Selbstdarstellung.

Marla sucht Erfolgsmodelle und das bist Du in diesem Bereich jedenfalls nicht mal im Ansatz.

vita

Inaktiver User
27.02.2007, 10:41
Sie suchte den Austausch mit Vätern oder Mütter - Fairyprincess, Du bist eine Frau ohne Kinder und Erfahrung in diesem Bereich und vertrittst eine nicht von Dir geprüfte Meinung - so Deine Selbstdarstellung.

Marla sucht Erfolgsmodelle und das bist Du in diesem Bereich jedenfalls nicht mal im Ansatz.

vita

Jaaaaaaaaaaaaaa Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! :freches grinsen:
(Für Hardcore Emanzen bin ich natürlich wieder die Buhfrau, war ja klar)

So und jetzt wieder zur sachlichen Diskussion mit Inhalt:

Liebe Marla, ich bin einfach der Meinung, dass es diese "Erfolgsmodelle" nicht gibt. Ein kleiner Mensch, ein Kind, braucht den engen Kontakt und den Bezug zu den Eltern. Ich bin der Meinung, dass ein Elternteil wenigstens auf "Karriere" verzichten kann, dem Kind/den Kindern zu liebe. Ich bin zwar weder Karrierefrau noch Mutter, trotzdem der Meinung, dass sich beides nicht vereinbaren lässt, ohne dass es auf die Kosten des einen oder anderen geht.

Wie wäre es mit teilweise von zu Hause aus arbeiten? Geht das? Flexible Arbeitszeiten? (Dann kannst du von Morgens 5 Uhr bis Mittags 12 Uhr arbeiten und wärst am Nachmittag fürs Kind da). Kommt drauf an, wie dein Arbeitgeber zu flexiblen Arbeitszeiten und Arbeit von zu Hause aus steht.

Einer von euch sollte sich über solche Modelle oder Teilzeitarbeit Gedanken machen.

Inaktiver User
27.02.2007, 10:44
Jaaaaaaaaaaaaaa Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! :freches grinsen:

Na, wenn schon eine Frage gestellt wird, wäre doch auch eine passende Antwort drauf angemessen.

Oder gibst Du ein Statement über das Autofahren ab, wenn jemand nach dem Weg fragt?

Peinlich!

Inaktiver User
27.02.2007, 10:52
Na, wenn schon eine Frage gestellt wird, wäre doch auch eine passende Antwort drauf angemessen.

Oder gibst Du ein Statement über das Autofahren ab, wenn jemand nach dem Weg fragt?

Peinlich!

Nein, liebe Vita

Mir reichts, tut mir leid, aber jeden Tag rumzicken und rumkeifen, sorry, das ist nicht mein Ding. Du akzeptierst keine anderen Meinungen, zickst nur rum, ohne jeglichen sachlich-intelligenten Inhalt. Nicht mein Niveau.

Such dir in Zukunft bitte jemand anderen, um deinen Frust abzulassen, denn ich werde dich ab jetzt, ab heute einfach ignorieren. :zwinker: Zeit und Nerven sind mir zu schade für sowas. Sorry.

Adios!

Inaktiver User
27.02.2007, 10:55
Such dir in Zukunft bitte jemand anderen, um deinen Frust abzulassen, denn ich werde dich ab jetzt, ab heute einfach ignorieren. :zwinker: Zeit und Nerven sind mir zu schade für sowas. Sorry.

Adios!

Ich habe keinen Frust, ich sehe nur, dass Du eine Botschaft verbreitest, von der Du keine Ahnung hast.

Hier wurde explizit nach Erfolgsmodellen gefragt. Diese gibt es und die könnte man ihr nennen. Sie hat nicht nach Zweiflern oder Kritikern ihrer Idee gefragt.

Aber vielleicht habe ich da ja was überlesen.

Dir auch einen bezaubernden Tag

vita

Anitra
27.02.2007, 11:13
Liebe Marla

Kinder und Karriere?

Wenn DU beruflich nicht zurückstecken willst, sollte es dein Mann tun. Teilzeit-job, Teilzeit-Vater. Warum muss immer die Frau zurückstecken? Kann ja auch der Mann, oder?

Aber ich persönlich bin schon der Meinung, dass zumindest ein Elternteil auf Teilzeit reduzieren sollte, denn für Kinder sollten Eltern schon da sein.

Leider steh ich mit meinen "konservativen" Ansichten alleine da und werde jetzt wieder mal die Buh-Frau dieses Stranges :zwinker:

Trotzdem weils so schön war: Eltern, die beide vollzeit arbeiten und/oder Karriere machen halte ich persönlich für sehr egoistisch. Sorry! Tut mir leid, nicht böse sein. :blumengabe:

Also: Auch die Herren der Schöpfung dürfen für's Vatersein ihre Karriere opfern, oder?

:allesok: :allesok: :allesok:

Du stehst NICHT alleine da, fairyprincess.


Damit der Angriff, dass diese Aussage von einer Kinderlosen kommt, abgemildert wird, möchte ich mich (habe zwar keine KindER, aber immerhin EINES groß gezogen) auch als Mutter voll anschließen.

Ich finde es geradezu beschämend für eine Gesellschaft Kind(er) und berufliche Karriere (für BEIDE Elternteile - es geht NICHt darum, dass eine/r sie macht) überhaupt vereinbaren zu WOLLEN. Das ist Egoismus pur -meiner Meinung nach - und geht - nach meinem Empfinden - am Sinn des Kinderkriegens vollkommen vorbei.

Ich schließe mich daher der Meinung an, dass es auch die Väter sein können, die vorrangig für das Kind /die Kinder da sind.

Karriere: JA!
Kinde(er): JA!

Aber bei Kindern eben nur die Karriere eines Elternteils.

Dies ist keine FORDERUNG von mir, kein Doma meinerseits, sondern nur meine Meinung, eigentlich mehr noch mein tiefes Empfinden.

Anitra

Mir ist bewußt, dass die Fragestellung der Ausgangsposterin eine andere war. Aber ich gehe davon aus, dass man auch persönliche Meinungen zu einem solchen Ansinnen vertreten darf.

Inaktiver User
27.02.2007, 11:17
Du stehst NICHT alleine da, fairyprincess.

:yeah: :allesok:


Ich finde es geradezu beschämend für eine Gesellschaft Kind(er) und berufliche Karriere (für BEIDE Elternteile - es geht NICHt darum, dass eine/r sie macht) überhaupt vereinbaren zu WOLLEN. Das ist Egoismus pur -meiner Meinung nach - und geht - nach meinem Empfinden - am Sinn des Kinderkriegens vollkommen vorbei.

:schild genau: Diese Meinung teile ich.

Da mir vorgeworfen wurde, dass ich weder Mutter noch Karrierefrau bin, möchte ich dazu noch sagen, dass ich auch viele andere Eltern kenne, welche dieselbe Meinung teilen. Ebenfalls kenne ich Karriereeltern, deren Kinder ...hm....*lieber schweige*

Inaktiver User
27.02.2007, 11:20
Liebe Anitra,

eine Antwort auf die Frage der Posterin die diesen Thread eröffnete und Hilfe in ihren Belangen erwartete, ist das wohl kaum.

Kurrios, welche Kreise das hier mittlerweile zieht.

Was treibt Euch nur um, Eure Message so sehr an die Leute bringen zu wollen, dass es überall, auch wenn die Frage eine andere war, angebracht wird.

Langsam erinnert ihr stark an Fanatiker.

kopfschüttelnd

vita

Inaktiver User
27.02.2007, 11:27
Es ist wirklich erstaunlich, dass ausgerechnet diejenigen, die sich darüber beschweren, dass das Hausfrauenmodel beleidigt und Hausfrauen abgewertet und beschimpft würden, sich nun ungefragt und am Thema vorbei als erste äussern müssen. Natürlich um mit moralischen Verurteilungen um sich zu werfen.

Hier war nicht gefragt was Hausfrauen unhd Kinderlose von Erwerbstätigen halten. (Prophylaktisch: Hier will auch niemand Hausfrauen und Kinderlose abwerten. Offenbar wird ja nur das vorhanden sein alternativer Modelle schon als Angriff gesehen).

Die Frage war schlicht und einfach ob jemand Erfahrung damit hat Vollzeitberufstätigkeit mit Karriere zu verbinden.

Selbstbefriedigende moralische Beurteilungen bitte für sich behalten, wenn sie mit dem Thema nichts zu tun haben. Und wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.

minstrel
27.02.2007, 11:29
Liebe Marla,



Ich will ein Modell finden, in dem beides geht und ich bin mir sicher, dass es da draußen bereits heute Menschen gibt, die im Vorstand oder der Geschäftsführung eines Unternehmens sitzen, liebevolle Eltern sind und nicht einen Partner haben, der/die ihnen die Erziehung und Kinderbetreuung abnimmt.

ich halte Deine Anfrage für eine sehr gute Idee. Ich kann zwar selbst noch nicht als positives Beispiel dienen , da ich noch keine Kinder habe, plane aber ebenfalls mit 30+ im Traumjob Fuss gefasst zu haben und dann ist Familiengründung angesagt. Im RL suche ich schon seit einiger Zeit nach Mutmacherbeispielen. Ich kenne bereits drei (immerhin), davon eine die Leiterin der Personalabteilung bei einem grossen Unternehmen (zwei Kinder).

Was die entscheidenden Faktoren zu sein scheinen:
- Ein ausgesprochen partnerschaftliches Beziehungsverständnis (meist verbunden mit geringen Differenzen im Einkommen der Partner).
- Improvisations- und Organisationstalent aller Beteiligten
- Bereitschaft, viele externe Hilfskräfte einzubeziehen


Während der erste Punkt in einer Beziehung bereits festgelegt ist, kann man bei den letzten beiden noch dazulernen. (Gerade aus diesem Grund sind für mich auch die positiven Beispiele so wichtig.) Ich nehme mal an, Du hättest Deinen Traumjob mit Aufstiegschancen nicht ergattert, wenn Du nicht in der Lage wärst, flexibel auf Herausforderungen zu reagieren und, wo möglich, Arbeit zu delegieren. (Ich klinge wie eine Stellenanzeige :zwinker: .) Es ist also zu schaffen!

Inaktiver User
27.02.2007, 11:29
Einfach mal Fresse halten.

Ah, voll ins Schwarze, was? :zwinker:

Mir fällt auf, dass hier nur die Emanzen solche Ausdrücke verwenden, wie "Fresse halten", dass die Emanzen ständig beleidigen müssen und andere Meinungen nicht akzeptieren. Wie kommt's ? :zwinker:

Schlechtes Gewissen? :zwinker:

Merkt ihr eigentlich nicht, dass ihr euch mit solchen Ausdrücken total ins Abseits katapultiert, jenseits der Grenze, wo ihr überhaupt noch ernst genommen werdet?

minstrel
27.02.2007, 11:34
Und wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.

:freches grinsen:


dass ihr euch mit solchen Ausdrücken total ins Abseits katapultiert

:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

zum Mitlachen für fairyprincess

http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Nuhr

Inaktiver User
27.02.2007, 11:37
:freches grinsen:



:freches grinsen: :freches grinsen: :freches grinsen:

zum Mitlachen für fairyprincess

Und ab jetzt spätestens wird das Gerücht verbreitet, Emanzen mögen Nuhr?

:yeah: :krone auf: :blumengabe:

Inaktiver User
27.02.2007, 11:39
Hallo Maria,

ich hab eine Verständnisfrage: planst du Kinder ohne Partner? Oder mit einem Partner, der auch beruflich eingespannt ist und nicht zur Verfügung steht?


und an den Rest: Könnt ihr euch bitte woanders hauen?

Inaktiver User
27.02.2007, 11:43
Zum Thema:
In Deutschland hat man ja recht lang Mutterschaftsurlaub wenn ich mich nicht täusche? Wie lang eigentlich genau? Ich denke, wie stressig eine 100% Berufstätigkeit mit Kind ist, steht oder fällt mit der Kinderbetreuung. Kinder sind halt sehr unterschiedlich. Das eine sträubt sich total gegen Dritte, für ein anderes ist auch wechselnde Fremdbetreuung kein Problem. Und: mit Kindern wirds halt immer anders als man denkt, Planungssicherheit hat man nicht mehr so. Kleinkinder sind oft krank, und können dann auch nicht in die Krippe gegeben werden. Ansonsten denke ich, wenn man eine gute und gut gelegene Krippe hat, kann man sein Kind ab 1/2 auch dort sehr gut betreuen lassen. Und aus meiner Sicht besser täglich, als nur einen oder zwei Tage - Kinder brauchen wohl immer sie gleichen Abläufe um sich sicher zu fühlen.

Wenn ihr genug verdient um Euch eine professionelle Kinderfrau bei Euch zu Hause zu leisten, stelle ich mir das ziemlich stressfrei vor.

Inaktiver User
27.02.2007, 11:45
Oder lass die professionelle Kinderbetreuung männlich sein und heirate sie, dann schlägst Du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Anitra
27.02.2007, 11:48
Liebe Anitra,

eine Antwort auf die Frage der Posterin die diesen Thread eröffnete und Hilfe in ihren Belangen erwartete, ist das wohl kaum.

Liebe Vita,

da hast du Recht. Deshalb habe ich unter mein posting auch folgendes geschrieben:

"Mir ist bewußt, dass die Fragestellung der Ausgangsposterin eine andere war. Aber ich gehe davon aus, dass man auch persönliche Meinungen zu einem solchen Ansinnen vertreten darf."



Was treibt Euch nur um, Eure Message so sehr an die Leute bringen zu wollen, dass es überall, auch wenn die Frage eine andere war, angebracht wird.

Was andere umtreibt weiß ich nicht. Was mich selbst anbelangt so verstehe ich mich inzwischen als Gegenpol zum "mainstream", der sich ständig mehr herauskristallisiert, je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige. Ich finde nicht, dass man auf Fragen wie die der Eingangsposterin, ausschließlich im "hilfreichen" Sinn tätig sein sollte oder müßte, sondern, dass man sie ruhig mit vollkommen anderen Ideen einer - im persönlichen Sinne -wünschenswerten Gesellschaft konfrontieren darf.


Langsam erinnert ihr stark an Fanatiker.

Die Fanatiker sehe ICH eigentlich nur auf der "anderen Seite". Aber so hat wohl jeder seine Sichtweise.

Anitra

Inaktiver User
27.02.2007, 11:53
Was andere umtreibt weiß ich nicht. Was mich selbst anbelangt so verstehe ich mich inzwischen als Gegenpol zum "mainstream", der sich ständig mehr herauskristallisiert, je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige. Ich finde nicht, dass man auf Fragen wie die der Eingangsposterin, ausschließlich im "hilfreichen" Sinn tätig sein sollte oder müßte, sondern, dass man sie ruhig mit vollkommen anderen Ideen einer - im persönlichen Sinne -wünschenswerten Gesellschaft konfrontieren darf.



Die Fanatiker sehe ICH eigentlich nur auf der "anderen Seite". Aber so hat wohl jeder seine Sichtweise.

Anitra

Liebe Anitra,

ich finde es schon sehr fanatisch, wenn Du die Frage der Posterin nach einer Antwort zum Thema und einer, die wohl provozieren sollte, in dieser Weise ignorierst, dass Du einen Kreuzzug gegen den Mainstream hier fortsetzt und mit einem kleinen Schlusssatz garnierst.

Wieso machst Du nicht einen Thread gegen den Mainstream auf und lässt beispielsweise diese Frau zu ihren Informationen kommen, die sie explizit erbeten hatte?

Das hat schon was von Abtreibungsgegnern, die sich in jede Diskussion in den Vordergrund drängender Weise einschalten, selbst wenn niemand um diese Sichtweise bat, nur weil sie den Mainstream verhindern wollen.

Es ist und bleibt mir ein Rätsel, gerade auch in dieser Vehemenz.

vita

Anitra
27.02.2007, 12:25
Liebe Anitra,

ich finde es schon sehr fanatisch, wenn Du die Frage der Posterin nach einer Antwort zum Thema und einer, die wohl provozieren sollte, in dieser Weise ignorierst, dass Du einen Kreuzzug gegen den Mainstream hier fortsetzt und mit einem kleinen Schlusssatz garnierst.

Ich habe mich an fairyprincess "angehängt", liebe Vita. Es geht mir auch nicht um Provokation - wenngleich man das so verstehen kann - sondern eigentlich nur darum, herauszufinden, weshalb man Kind und Karriere überhaupt unter einen Hut bringen WILL? Ich kann es nämlich tatsächlich nicht nachvollziehen, kann nicht nachvollziehen, weshalb man nicht bereit ist Kindern zuliebe zurückzustecken. Das "Nicht-zurückstecken-wollen" halte ICH für Egoismus pur und leider auch sehr kennzeichnend für den Ist-Zustand unserer Gesellschaft.


Wieso machst Du nicht einen Thread gegen den Mainstream auf und lässt beispielsweise diese Frau zu ihren Informationen kommen, die sie explizit erbeten hatte?

Ich verbringe ohnehin zu viel Zeit hier (das ist natürlich allein mein Problem) und will mich daher nicht mit einem eigenen Strang einbringen. Überlegt hatte ich dergleichen durchaus schon. Aber da ich mittlerweile nur noch drei bis höchstens vier Mal pro Woche überhaupt hier bin (eine weitere Reduzierung meinerseits ist angestrebt), wäre dies nicht im Sinn der Sache.


Das hat schon was von Abtreibungsgegnern, die sich in jede Diskussion in den Vordergrund drängender Weise einschalten, selbst wenn niemand um diese Sichtweise bat, nur weil sie den Mainstream verhindern wollen.

Nur zu deiner Information: Ich distanziere mich von Abtreibungsgegnern. Frau sollte IMMER - bis zu einem gewissen Stadium der Schwangerschaft - das Recht auf straffreie Abtreibung haben. Nur MEINE Meinung.


Es ist und bleibt mir ein Rätsel, gerade auch in dieser Vehemenz.

vita

Vehemenz, liebe Vita, sehe ich insbesondere bei dem Schrei nach Selbstverwirklichung um jeden Preis, wenn es um die Frage der Vereinbarkeit von Kindern und Karriere (ich rede nicht von Berufstätigkeit, sondern von KARRIERE) geht.

Vielleicht beenden wir diese Diskussion, sie hilft der Eingangsposterin tatsächlich nicht weiter.

Anitra

Waldmeisterin
27.02.2007, 12:49
Nachdem Du Dich auf der Karriereleiter schon fest etabliert hast kannst Du Dir sicher nach den acht Wochen Mutterschutz eine gute Kinderfrau leisten.

Ich glaube nicht dass Kinder durch gute und engagierte Fremdbetreuung irgendwelchen Schaden nehmen.

Allerdings - es gibt viel mehr Teilzeitmodelle als man sich vorstellen kann. Viele Unternehmen sind da auch durchaus bereit ihre guten und hochqualifizierten Mitarbeiter durch weitgehendes Entgegenkommen bei der Stange zu halten.

Überleg Dir also (ggfls. zusammen mit Deinem Partner) gut ob es sich nicht so einrichten lässt dass ihr nicht doch etwas mehr Zeit als ein Standard-Vollzeit-Beschäftigter mit eurem Baby verbringen könnt. Ob ihr auch einen Teil eurer Arbeit von zu Hause aus erledigen könnt. Ob ihr eure Präsenzzeiten im Betrieb etwas runterfahren könnt.

Denn wozu hat man denn eigentlich ein Baby?

Doch nicht für die Renten oder die Großeltern. Und auch nicht "weil Kinder irgendwie zum Leben dazugehören". Oder weil sich ein niedlicher Wonneproppen im Lebenslauf oder im stylischen Wohnambiente gut machen würden.

Man hat ein Kind einzig und allein fürs Herz und aus Spaß und Freude am Leben und auch aus Liebe.

Wenn Du das auch so siehst dann würdet ihr schon sehr viel verpassen wenn ihr euer Kind beide gleichzeitig im ersten Lebensjahr hauptsächlich bloß schlafend erlebt.

Und Du musst auch mit einkalkulieren dass die Tage noch so wohlorganisiert sein können - mehrere schlaflose Nächte am Stück euch dennoch an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringen können.

Das Leben mit Säugling ist nun mal alles andere als normal. Und man sollte deshalb auch von Anfang an gar nicht versuchen seinem Arbeitgeber vormachen zu wollen man würde das völlig spurlos über die (irgendeine Parallel?-)Bühne bekommen.

Also - legt euch von Anfang an am Besten nicht allzusehr auf irgendein Modell fest. Sondern versucht euch möglichst viel Flexibilität vorzubehalten.

Verwendet viel Sorgfalt auf die Auswahl der "Fremd"-Betreuer. Es sollte jemand sein der nicht nur fachlich qualifiziert ist. Sondern dessen Wesen und Einstellung euch gefällt. In dessen Gesicht ihr gerne schauen mögt und bei der oder dem ihr euer Baby wirklich gut aufgehoben wisst. Außerdem solltet ihr die Lage auch hinsichtlich Ersatzleuten gut sondieren. Denn was ist wenn die liebe Nanny mal einen Unfall hat oder ihre Mutter auf der Nase liegt?

Und ansonsten genießt vor allem die erste Zeit mit eurem Kind in vollen Zügen. Sie geht sehr schnell vorbei und kommt nie wieder.

Ach ja - ich war bei meinen kleinen Kindern zu Hause. Ich fand das sehr sehr schön und hätte mir Fremdbetreuung nicht leisten können und auch nicht gewollt.

Aber bloß kein Dogmatismus.

Finde es kein bisschen verwerflich wenn Eltern aus welchen Gründen auch immer ihr Kind fremdbetreuen lassen. Ich kenne sehr viele liebevolle und hochengagierte und kompetente Eltern die das schon früh begonnen haben und die ein tolles Verhältnis zu ihren tollen Kindern haben.

Ayaen
27.02.2007, 13:03
Überleg Dir also (ggfls. zusammen mit Deinem Partner) gut ob es sich nicht so einrichten lässt dass ihr nicht doch etwas mehr Zeit als ein Standard-Vollzeit-Beschäftigter mit eurem Baby verbringen könnt. Ob ihr auch einen Teil eurer Arbeit von zu Hause aus erledigen könnt. Ob ihr eure Präsenzzeiten im Betrieb etwas runterfahren könnt.


Ich glaube kaum, daß ein Unternehmen einer Mitarbeiterin einen Telearbeitsplatz zur Verfügung stellen wird, damit sie mehr Zeit mit ihrem Baby verbringt. Wenn ein Unternehmen solche Investitionen tätigt, dann dafür, daß die Mitarbeiterin zu Hause auch arbeitet… Oder wie stellst du es dir vor? Baby auf dem Schoß vor dem Laptop sitzend, in der einen Hand die Maus, in der anderen die Milchflasche? Ja, so läßt sich tatsächlich sehr konzentriert arbeiten. Möchte nur den Arbeitgeber sehen, der sich davon überzeugen läßt.

Ayaen

Inaktiver User
27.02.2007, 13:06
Es geht mir auch nicht um Provokation - wenngleich man das so verstehen kann - sondern eigentlich nur darum, herauszufinden, weshalb man Kind und Karriere überhaupt unter einen Hut bringen WILL? Ich kann es nämlich tatsächlich nicht nachvollziehen, kann nicht nachvollziehen, weshalb man nicht bereit ist Kindern zuliebe zurückzustecken. Das "Nicht-zurückstecken-wollen" halte ICH für Egoismus pur und leider auch sehr kennzeichnend für den Ist-Zustand unserer Gesellschaft.

:schild genau:

An alle:

Außerdem ist hier ein Diskussionsforum, oder? Kann da nicht jeder Mensch einfach seine Meinung dazu geben? Oder sollten wir uns raushalten und wir taufen das Forum um auf "Ego Emanze: warum Karriere und Kinder kein Problem sind". :zwinker:

Eigentlich dachte ich, dass erwachsene, vernünftige und intelligente (hier hat's viele intelligente, und/oder gebildete Frauen) Frauen miteinander in einer Art und Weise diskutieren können, die man als "zivilisiert" bezeichnen darf :knatsch: Das heisst konkret: andere Meinungen akzeptieren, sachlich antworten, sachlich diskutieren, keine Beleidigungen, keine Beschimpfungen, kein Ausbuhen anderer Meinungen. Es können nun mal nicht alle Menschen gleicher Meinung sein.


Denn wozu hat man denn eigentlich ein Baby?

Doch nicht für die Renten oder die Großeltern. Und auch nicht "weil Kinder irgendwie zum Leben dazugehören". Oder weil sich ein niedlicher Wonneproppen im Lebenslauf oder im stylischen Wohnambiente gut machen würden.


:freches grinsen: :allesok: :schild genau:

minstrel
27.02.2007, 13:41
Ich glaube kaum, daß ein Unternehmen einer Mitarbeiterin einen Telearbeitsplatz zur Verfügung stellen wird, damit sie mehr Zeit mit ihrem Baby verbringt.

Auch Chefs sollen bisweilen Familie haben. Ich nenne als Beispiel mal die Firma Novartis (weltweit führend in der Pharmabranche), bei der ich von derartigen Übereinkünften weiss. Selbstverständlich argumentiert man nicht mit dem Baby. Man erwähnt in einer Gehaltsverhandlung ja auch nicht den geplanten Urlaub, sondern stellt die eigene Leistung für die Firma in den Vordergrund.

In etwa so:

Ich habe festgestellt, dass ich inzwischen einen Tag in der Woche benötige, um den Papierkram XY zu erledigen . Ich denke, dass ich das sehr gut zu Hause erledigen kann, da ich von dort Zugriff auf alle wichtigen Dokumente habe. Da ich an diesem Tag meinen Arbeitsweg von Z h/min spare, kann ich meine Arbeitskraft der Firma besonders effizient zu Verfügung stelle -zumal ich weiss, dass ich zu Hause sehr konzentriert arbeite (keine Störung durch Kollegen). Ich schlage vor, dass ich während eines Probezeitraums von 6 Monaten jeweils Donnerstags zu Hause
arbeite.

Inaktiver User
27.02.2007, 13:45
@minstrel,

das wird auch in vielen Unternehmen mittlerweile so gehandhabt. Eine Kollegin von mir arbeitet in Elternzeit 20 Wochenstunden von zu Hause aus und sie ist nicht die einzige.

Allerdings benötigst Du für diese Zeit Kinderbetreuung. Du wirst kaum nebenbei einen Säugling betreuen und konzentriert arbeiten. Ruhe zum Arbeiten brauchst Du.

Waldmeisterin
27.02.2007, 13:53
@Ayaen:

Doch - man kann sowohl mit einem hungrigen Baby als auch mit einer tobenden Meute von Schulanfängern auch mal konzentriert zu Hause arbeiten.

Vielleicht nicht gerade während des Fütterns oder Tobens. Aber man kann sich die Zeit zuhause ja einteilen.

Das wissen auch immer mehr Arbeitgeber und machen da gerade ihren Top-Mitarbeitern die erstaunlichsten Zugeständnisse nur um sie nicht zu verlieren.

Wobei ich es gar nicht für nötig halte dass gleich Tele-Arbeitsplätze eingerichtet werden. Notebook und Telefon gehören doch zum allgemeinen Standard und da lässt sich schon hübsch schaffen damit.

Ich würde niemandem der wirklich an seiner Karriere interessiert ist raten sich komplett auf die Telearbeitsschiene zurückzuziehen. Da kann man sehr schnell außen vor und weg vom Fenster sein.

@ Minstrel:

:schild genau: - Geht doch.

minstrel
27.02.2007, 13:58
wo sind die Erfolgsmodelle?


das wird auch in vielen Unternehmen mittlerweile so gehandhabt. Eine Kollegin von mir arbeitet in Elternzeit 20 Wochenstunden von zu Hause aus und sie ist nicht die einzige.


Geht doch.

:prost:

Inaktiver User
27.02.2007, 14:04
:prost:

Ich sah ja auch wenig Probleme, da ich es mit Hilfe des Arbeitgebers auch hin bekommen habe.

Ich sehe nur bis heute nicht, dass man konzentriert arbeiten kann, wenn man sich nebenbei um Kinder kümmert. Das haut meiner Erfahrung und auch der, die wir firmenintern gemacht haben, nicht hin.

minstrel
27.02.2007, 14:10
Ich sehe nur bis heute nicht, dass man konzentriert arbeiten kann, wenn man sich nebenbei um Kinder kümmert.Das haut meiner Erfahrung und auch der, die wir firmenintern gemacht haben, nicht hin..

Danke für den guten Rat. Ich werde den auf jeden Fall in die Planung einbeziehen.

Eines der positiven Beispiele, die ich erwähnte, ist eine Nachbarin von mir. Sie hat sich selbstständig gemacht, arbeitet von zu Hause aus und nutzt trotzem jede externe Kinderbetreuungsmöglichkeit, die sich anbietet (zum Beispiel auch Nachbarn :smirksmile: )

Der Vorteil an einer Karriere sollte ja auch sein, dass man sich qualitativ hochwertige Kinderbetreuung finanziell leisten kann.

Und in dem Zusammenhangt verrate ich noch ganz schnell was, wofür mich so manche fee hier vermutlich ganz unfeenhaft prügeln wird:

Ich will selbst dann arbeiten, wenn ich fast mein ganzes Gehalt dafür hergeben muss, dass jemand anderes in der Zeit meine Kinder betreut.

Inaktiver User
27.02.2007, 14:19
.

Danke für den guten Rat. Ich werde den auf jeden Fall in die Planung einbeziehen.

Eines der positiven Beispiele, die ich erwähnte, ist eine Nachbarin von mir. Sie hat sich selbstständig gemacht, arbeitet von zu Hause aus und nutzt trotzem jede externe Kinderbetreuungsmöglichkeit, die sich anbietet (zum Beispiel auch Nachbarn :smirksmile: )

Der Vorteil an einer Karriere sollte ja auch sein, dass man sich qualitativ hochwertige Kinderbetreuung finanziell leisten kann.

Und in dem Zusammenhangt verrate ich noch ganz schnell was, wofür mich so manche fee hier vermutlich ganz unfeenhaft prügeln wird:

Ich will selbst dann arbeiten, wenn ich fast mein ganzes Gehalt dafür hergeben muss, dass jemand anderes in der Zeit meine Kinder betreut.

Prügeln? Geht's noch?

Was sollen diese Unterstellungen?

Auch wieder so jemand, die keine anderen Meinungen akzeptiert?

Was du tust, ist DEINE Sache, und wenn du nicht damit leben kannst, dass jemand mal was zu kritisieren wagt, solltest du meine Kommentare einfach ignorieren.

In meinen Augen sind Leute, die so "arbeitsgeil" sind einfach nur "krank im Kopf", da bin ich ehrlich, ABER - warum nicht auch "krank im Kopf" sein, wenn man selbst glücklich damit wird? Ich genieße gerne meine Freizeit, ohne Kinder (arbeite ab nächstem Jahr nur noch Teilzeit, denn ich arbeite fürs Geld und sonst für nichts, weiß aber, dass es Leute gibt, die wirklich gerne arbeiten gehen, auch wenn mir das total unverständlich und immer ein Rätsel sein wird)

Zu dir, ministrel, bleibt mir eigentlich nur folgendes Zitat von Erich Kästner:

"Der Mensch hat lieber 10 falsche Komplimente als bloß eine ehrliche Kritik".

Philipa
27.02.2007, 14:19
Hallo Marla,
ich finde deinen Ansatz sehr gut. Mir geht es nämlich genauso.
Ich bin auch der Meinung, dass es funktioniert. Man/Frau muss es nur wollen.

Aus meinem Umfeld kenne ich eine erfolgreiche Unternehmerin mit Kindern. Die Kinder (12 - 3 Jahre) werden durch eine Tagesmutter betreut. Allerding muss man dazu sagen, dass der 3jährige von seiner Mama&Papa schon sehr verzogen wurde.

Dann kenne ich noch eine Frau, die eine leitende Position in einem großen Deutschen Unternehmen hat. 1 Kind. Sie arbeitet 4 Tage /pro Woche und ist immer tel. zu erreichen.

Dann natürlich unsere Fr. v. der Lehyen. Mit 7 Kindern. Wie die allerdings die Betreuung regelt, weiss ich nicht.

Fakt wird wohl sein, dass es sehr kostspielig sein wird.
Mein persönliches Model (habe noch keine Kinder) sieht wie folgt aus:

1/2 bis 1 Jahr zuhause beim Kind. Dann nimmt mein Partner 2 Monate Erziehungsurlaub. Danach werden wir beide auf je 4 Tage pro Woche reduzieren. Die 3 verbleibenden Tage wird das Kind in eine Kindergrippe gehen dürfen.
Zusätzlich werde wir beide noch eine übereinkunft mit unseren AG finden, dass wir im Notfall (Kind krank) von zuhause aus arbeiten könne.n.
Im übrigen finde ich Kindergrippen eine sehr gute Einrichtung. Insbesondere für Einzelkinder um den Sozialen Aspekt zu fördern.

Ausserdem bin ich der Meinung, das für Eltern die qualitative Zeit mit dem Kind zählt und nicht die quantitative. Wie viele Mütter sitzen den ganzen Tag zuhause und langweilen sich und beschäftigen sich eben nicht mit ihren Kindern?

minstrel
27.02.2007, 14:25
In meinen Augen sind Leute, die so "arbeitsgeil" sind einfach nur "krank im Kopf", da bin ich ehrlich, ABER - warum nicht auch "krank im Kopf" sein, wenn man selbst glücklich damit wird?

Also ehrlich, fairyprincess, hast Du das nötig? Das hätte ich nicht von Dir gedacht. :ooooh:


Das unaufgeregte Akzeptieren anderer Meinungen habe ich hier nun schon ein paar Tage praktiziert - da wird der eine oder andere Anflug von Humor doch wohl noch möglich sein? (wenn man trotzdem lacht)

Fröhliche Grüsse,

Minstrel

(P.S. nicht ministrel - obwohl ich wirklich nicht sehr grossgewachsen bin :freches grinsen: )

Inaktiver User
27.02.2007, 14:32
Also ehrlich, fairyprincess, hast Du das nötig? Das hätte ich nicht von Dir gedacht. :ooooh:


Das unaufgeregte Akzeptieren anderer Meinungen habe ich hier nun schon ein paar Tage praktiziert - da wird der eine oder andere Anflug von Humor doch wohl noch möglich sein? (wenn man trotzdem lacht)

Fröhliche Grüsse,

Minstrel

(P.S. nicht ministrel - obwohl ich wirklich nicht sehr grossgewachsen bin :freches grinsen: )


minstrel, sorry! *Kontaktlinsen spüle*

Oke oke, ziehe das "krank im Kopf" ja schon zurück :freches grinsen: , tausche gegen "für mich absolut unverständlich" :ooooh:

Füge hinzu: Gestatten, fairyprincess, absolute Weltmeisterin im Minimalismus :freches grinsen: :blumengabe:

Aber nun zum Thema: Ich bin hier der Gegenpol, die Buh-Frau :freches grinsen: , dessen bin ich mir bewusst. Aber wär die Diskussion nicht langweilig ohne Gegenpol? Zu einseitig? :knatsch:

Philipa
27.02.2007, 14:40
By the way @fairyprincess: ich frage mich warum du dich über dieses Thema so aufregst:


Liebe Manuela

Du bist nicht allein. Ich kann Babies (Säuglinge) auch nicht ausstehen, mag aber (Klein-)Kinder sehr (sobald sie sprechen können!:zwinker: ). Ich bin nur ein wenig älter als du, verheiratet und kinderlos glücklich :zwinker:. Ich denke über Kinderwunsch genau so wie du "Höchstwahrscheinlich: nein".
Ist doch okay, nicht?

Mach's wie ich: Nimm's doch einfach locker und easy, alles kommt so wie's muss, ob mit oder ohne Baby :zwinker: Ich lass' es einfach locker auf mich zukommen, nicht jedes Ehepaar muss ja Kinder haben, geht auch ohne :zwinker:. Sollten wir jemals einen Kinderwunsch verspüren, dann okay. Wenn nicht, auch okay, denn eben nicht.

Inaktiver User
27.02.2007, 14:46
By the way @fairyprincess: ich frage mich warum du dich über dieses Thema so aufregst:

Diese Frage stell ich mich immer wieder - es scheint so etwas wie eine Botschaft der wahren Lehre, deren Wahrheitsgehalt nur leider nicht nachweisbar ist. :knatsch:

Inaktiver User
27.02.2007, 15:00
By the way @fairyprincess: ich frage mich warum du dich über dieses Thema so aufregst:

Ich bin hier nur die Buh-Frau, die sich erlaubt, zu diesem Thema ihre Meinung kundzutun. :freches grinsen:

Hier ist ja n Diskussionsforum, oder nicht? Müssen hier alle einer Meinung sein?

Inaktiver User
27.02.2007, 15:06
Ich versteh das auch nicht so ganz. Fairyprincess muss mit meiner Schwimu-in-spe verwandt sein. :freches grinsen:

Philipa
27.02.2007, 15:10
@fairyprinces:
Nö, müssen nicht alle einer Meinung sein verlangt ja keiner.
Letztendlich tut jeder sowieso das was er für richtig hält.

Ich wundere mich nur über dich. Warum du so vehemment dein Ideal vertritts, für eine Lebenslage, in die du, nach deiner eigenen Aussage, nicht kommen möchtest.

Warum tust Du das? Ich verstehe es nicht.

Inaktiver User
27.02.2007, 15:15
@fairyprinces:
Nö, müssen nicht alle einer Meinung sein verlangt ja keiner.
Letztendlich tut jeder sowieso das was er für richtig hält.

Ich wundere mich nur über dich. Warum du so vehemment dein Ideal vertritts, für eine Lebenslage, in die du, nach deiner eigenen Aussage, nicht kommen möchtest.

Warum tust Du das? Ich verstehe es nicht.

Wie gesagt: dies hier ist ein Diskussionsforum. Das Thema hier lautet "Kinder und Karriere....". Meine Meinung ist: Kinder und Karriere meist nicht vereinbar. Ich bin unter anderem aufgrund beruflicher Selbstverwirklichung (nicht Karriere) bewusst kinderlos, weil ich finde, das wär meinen Kindern gegenüber nicht fair. (Das ist einer der Gründe, warum ich keine Kinder hab).

Ich schreibe hier nur meine persönliche Meinung hin zu diesem Thema. Das mit der Vehemenz hast du reininterpretiert.

Fakt ist: ich kenne einige Familien, wo beide Eltern Karriere machen. Ach Familien wo beide Eltern vollzeit arbeiten. Auch Familien, wo die Mutter Hausfrau ist, Familien, wo der Vater Hausmann ist und eine Familie, wo die Frau Teilzeit arbeitet. Auch wenn man keine Kinder hat, sieht man sein Umfeld und bildet sich eine bestimmte Meinung. Man muss nicht in einer Situation drin sein, um eine Meinung zu haben und die auch anderen mitteilen zu dürfen, oder? :zwinker:

Meine Meinung ist leider im totalen Gegensatz zum mainstream und anscheinend gibt's keine besseren Argumente als "Du hast keine Kinder, also halt die Kla...". Schade.

minstrel
27.02.2007, 15:23
Ich sitze eigentlich hier auf meinen Händen, um mich in diese Diskussion nicht einzumischen, aber jetzt kann ich es mir einfach nicht mehr verkneifen hier


Meine Meinung ist leider im totalen Gegensatz zum mainstream und anscheinend gibt's keine besseren Argumente als

einzuhaken.

Deine These: Ich halte es für egoistisch, wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten wollen.

Die Gegenposition: Es ist nicht egoistisch, wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten wollen.

Ja wo soll es denn da um Himmels Willen Argumente geben????

Wir sind nicht einer Meinung. Fertig. Punkt. Einen Ansatzpunkt für eine Diskussion (offener Ausgang) sehe ich da nicht.

Meiner Ansicht nach, müssen wir damit über diesen Aspekt des Themas nicht mehr sprechen.


Ich zitiere die Toten Hosen:
"Wie werden niemals einer Meinung sein."
Und Goethe:
"Getretener Quark wird breit, nicht stark."

Inaktiver User
27.02.2007, 15:26
Meine Meinung ist leider im totalen Gegensatz zum mainstream und anscheinend gibt's keine besseren Argumente als "Du hast keine Kinder, also halt die Kla...". Schade.

Nein, natürlich kannst du deine Meinung äußern, dafür ist ja so ein Forum da. Ich persönlich frage mich halt nur, warum dich das Thema dich so sehr beschäftigt und du so energisch deine Meinung vertrittst?
Vor den Problemen, Job und Kinder vereinbaren zu müssen, wirst du ja höchstwahrscheinlich niemals stehen? Und das macht in meinen Augen eben schon einen Unterschied, weil man sich dann auch praktisch mit den Problemen, die auftreten auseinandersetzt.

Ich meine, die Kinder anderer Leute können dir doch eigentlich egal sein? Ich sage das auch deswegen, weil ich von berufstätigen Eltern großgezogen wurde und bin mich nicht für übermäßig gestört halte. :freches grinsen:

@ Marla: Sorry für die Nebendiskussion!

Laetitia

Philipa
27.02.2007, 15:37
Nein, natürlich kannst du deine Meinung äußern, dafür ist ja so ein Forum da. Ich persönlich frage mich halt nur, warum dich das Thema dich so sehr beschäftigt und du so energisch deine Meinung vertrittst?
Vor den Problemen, Job und Kinder vereinbaren zu müssen, wirst du ja höchstwahrscheinlich niemals stehen? Und das macht in meinen Augen eben schon einen Unterschied, weil man sich dann auch praktisch mit den Problemen, die auftreten auseinandersetzt.

Ich meine, die Kinder anderer Leute können dir doch eigentlich egal sein? Ich sage das auch deswegen, weil ich von berufstätigen Eltern großgezogen wurde und bin mich nicht für übermäßig gestört halte. :freches grinsen:

@ Marla: Sorry für die Nebendiskussion!

Laetitia

Danke. Ganz meine Meinung.
Es macht wohl auch keinen Sinn, das ganze weiter zu strapazieren.
Führt ja zu nix. Jeder darf seine Meinung haben.

@Marla, wir sollten dann auch wieder zum Topic zurückkehren.

Philipa
27.02.2007, 15:40
Hier übrigens eine ganz interessante Buchbesprechung zum Thema "Mutterglück" oder halt eben nicht.


http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=36333

Inaktiver User
27.02.2007, 15:46
Nein, natürlich kannst du deine Meinung äußern, dafür ist ja so ein Forum da. Ich persönlich frage mich halt nur, warum dich das Thema dich so sehr beschäftigt und du so energisch deine Meinung vertrittst?
Vor den Problemen, Job und Kinder vereinbaren zu müssen, wirst du ja höchstwahrscheinlich niemals stehen? Und das macht in meinen Augen eben schon einen Unterschied, weil man sich dann auch praktisch mit den Problemen, die auftreten auseinandersetzt.

Ich meine, die Kinder anderer Leute können dir doch eigentlich egal sein? Ich sage das auch deswegen, weil ich von berufstätigen Eltern großgezogen wurde und bin mich nicht für übermäßig gestört halte. :freches grinsen:

@ Marla: Sorry für die Nebendiskussion!

Laetitia

Hm, nicht ganz. Denn es geht hier um MEINE Rente (oder eben nich'), wer wird die bezahlen? hm? Die Kinder von heute, die Erwachsenen von morgen.

Mal so ne erste dreiste Antwort.

Zweite dreiste Antwort: Ich seh Kinder/Jugendliche, die nicht mal mehr "bitte" und "danke" sagen können.

Dritte dreiste Antwort: die heutigen Jugendlichen/Kinder sind absolut nicht mehr belastbar. Die sind sowas von verweichlicht oder es wird ihnen alles durchgelassen, die kennen keine Grenzen mehr. Einem Menschen, der keine Grenzen mehr kennt, dem will ich nie niemals begegnen.

Viertens ist es nicht seit gestern so, dass Eltern für ihre Kinder da sein müssen, statt der großen Karriere und dem großen Geld nachzujagen.

Aber wenn man eben egoistisch genug ist und das große Geld und die große Karriere will plus noch Kinder, dann kommen die armen Kinder eben leider zu kurz, mir kann niemand sagen, dass Kinder 5 Tage die Woche Mo-Fr. den ganzen Tag in der Krippe sein wollen. Wenn die Kinder die Wahl hätten, wären sie am liebsten bei ihren Eltern, wo sie hingehören. Basta.

Waldmeisterin
27.02.2007, 15:54
Mein persönliches Model (habe noch keine Kinder) sieht wie folgt aus:

1/2 bis 1 Jahr zuhause beim Kind. Dann nimmt mein Partner 2 Monate Erziehungsurlaub. Danach werden wir beide auf je 4 Tage pro Woche reduzieren. Die 3 verbleibenden Tage wird das Kind in eine Kindergrippe gehen dürfen.
Zusätzlich werde wir beide noch eine übereinkunft mit unseren AG finden, dass wir im Notfall (Kind krank) von zuhause aus arbeiten könne.n.
Im übrigen finde ich Kindergrippen eine sehr gute Einrichtung. Insbesondere für Einzelkinder um den Sozialen Aspekt zu fördern.

Ausserdem bin ich der Meinung, das für Eltern die qualitative Zeit mit dem Kind zählt und nicht die quantitative. Wie viele Mütter sitzen den ganzen Tag zuhause und langweilen sich und beschäftigen sich eben nicht mit ihren Kindern?

@ Philipa:

Euer Schlachtplan liest sich gut und ich drück euch ganz fest die Daumen dass dann auch alles so planmäßig läuft. :Sonne:

Ach und übrigens: Ja - die Kinder-Fremdbetreuung kann ganz schön ins Geld gehen. Andererseits sind Kinder ohnedies ein recht kostspieliges Vergnügen.

Ansonsten bitte ich Dich um zwei Gefallen:

Gib Dein Kleines bitte wenn's so weit ist nicht in eine Kindergrippe. Denn mit den fiesen Influenzaerregern sollten sich Babies noch nicht abquälen müssen. Wenn's denn schon sein muss lass es in einer Krippe betreuen ...:lachen:

Mein zweites Anliegen ist weit ernsthafter:

Ja ich finde auch dass der Qualität der mit Kindern verbrachten Zeit höheres Gewicht beizumessen ist als der Quantität.

Aber bitte revanchier Dich jetzt nicht für einzelne hier zu Tode gerittene dogmatische Ansichten und hacke nicht Deinerseits auf Nur-Hausfrauen-und-Muttis rum. Es ist durchaus nicht nötig dauernd etwas mit den lieben Kleinen zu veranstalten wenn man zuhause ist. Daraus werden dann im schlimmsten Fall die ferngesteuerten Fratzen für den Nachbarstrang die mit sich alleine so gar nix anfangen können.

Jedem wie er's kann und mag.

Philipa
27.02.2007, 15:56
Habe hier einen ganz interessanten Artikel gefunden:

http://www.welt.de/incoming/Berlin/article733730/Wie_vergiftet_das_Klima_unter_Frauen_ist.html

Wie gut, das die Welt sich dreht.
Es fehlt allerdings noch die Analyse, woher diese verweichlichten Kinder kommen.

Kommen die jetzt von Eltern die 24-h Eltern sind oder von solchen die nebenbei noch ihren Beruf haben.
Nachdem das Modell Kinder und Beruf/Karriere nicht zu sehr verbreitet ist, schätze ich von ersterem :freches grinsen:

Zwerg19
27.02.2007, 15:59
Damit jetzt alle mal ein Opfer haben!

Ich bin 27, habe einen 8-jährigen Sohn und - jetzt kommts - arbeite in einer höheren Position VOLLZEIT - und das jetzt schon seit längerer Zeit.
Mein Sohn ist nicht gestört, krank oder sonst was!
Ich bin wenigstens nicht so eine Frustbiene wie mach eine Vollzeitmutter, die nur mehr ihre Kinder betütelt und dadurch manch ein Kind einen "Knacks" abbekommt.
Wenn eine Mutter zufrieden mit ihrem Leben ist, so wird sie das an ihr Kind weiter geben können!
Ausserdem, wer bitte kann es sich noch leisten, ein Kind ohne Arbeit zu haben??? Vater Staat soll dafür aufkommen, das ich es nicht schaffe für mein Kind zu Sorgen?? Was soll das?
Wenn jemand es möchte, so sollte er das auch machen!
Niemand hat das Recht, jemanden einreden zu dürfen, er/sie darf kein Kind haben, wie sie nicht bereit ist, dafür ihr gesamtes Leben aufzugeben!!
Wie soll ich meinem Kind Werte vermitteln, wenn ich selbst keine habe - ausser Kinder kriegen und Kinder erziehen???

SO - nun an die Arbeit - ich warte auf Angriffe ;-)

eine sehr zufriedene und ausgeglichene
Zwerg

Philipa
27.02.2007, 16:03
@ Philipa:

Gib Dein Kleines bitte wenn's so weit ist nicht in eine Kindergrippe. Denn mit den fiesen Influenzaerregern sollten sich Babies noch nicht abquälen müssen. Wenn's denn schon sein muss lass es in einer Krippe betreuen ...:lachen:

Mein zweites Anliegen ist weit ernsthafter:

Ja ich finde auch dass der Qualität der mit Kindern verbrachten Zeit höheres Gewicht beizumessen ist als der Quantität.

Aber bitte revanchier Dich jetzt nicht für einzelne hier zu Tode gerittene dogmatische Ansichten und hacke nicht Deinerseits auf Nur-Hausfrauen-und-Muttis rum. Es ist durchaus nicht nötig dauernd etwas mit den lieben Kleinen zu veranstalten wenn man zuhause ist. Daraus werden dann im schlimmsten Fall die ferngesteuerten Fratzen für den Nachbarstrang die mit sich alleine so gar nix anfangen können.

Jedem wie er's kann und mag.

Oh, mit der Krippe hast du natürlich recht. :freches grinsen:
Und ansonsten bin ich ganz sicher die letzte die andere Modelle als meines (so es den klappt) nicht zulässt.

Es war auch nicht meine Absicht den sog. "Nur"-Hausfrauen zu nahe zu treten oder irgendwas zu Pauschalisieren. Sollte es dennoch passiert sein, so bitte ich vielmals um Entschuldigung.

Philipa
27.02.2007, 16:05
Damit jetzt alle mal ein Opfer haben!

Ich bin 27, habe einen 8-jährigen Sohn und - jetzt kommts - arbeite in einer höheren Position VOLLZEIT - und das jetzt schon seit längerer Zeit.
Mein Sohn ist nicht gestört, krank oder sonst was!
Ich bin wenigstens nicht so eine Frustbiene wie mach eine Vollzeitmutter, die nur mehr ihre Kinder betütelt und dadurch manch ein Kind einen "Knacks" abbekommt.
Wenn eine Mutter zufrieden mit ihrem Leben ist, so wird sie das an ihr Kind weiter geben können!
Ausserdem, wer bitte kann es sich noch leisten, ein Kind ohne Arbeit zu haben??? Vater Staat soll dafür aufkommen, das ich es nicht schaffe für mein Kind zu Sorgen?? Was soll das?
Wenn jemand es möchte, so sollte er das auch machen!
Niemand hat das Recht, jemanden einreden zu dürfen, er/sie darf kein Kind haben, wie sie nicht bereit ist, dafür ihr gesamtes Leben aufzugeben!!
Wie soll ich meinem Kind Werte vermitteln, wenn ich selbst keine habe - ausser Kinder kriegen und Kinder erziehen???

SO - nun an die Arbeit - ich warte auf Angriffe ;-)

eine sehr zufriedene und ausgeglichene
Zwerg

yiepieh! Endlich ein Erfolgsmodel und wir können zum topic zurück.:freches grinsen:

Magst Du uns noch mehr über dein Model berichten. Wie organisierst du das Ganze? Wie ist den dein Sohn betreut?

Zwerg19
27.02.2007, 16:18
yiepieh! Endlich ein Erfolgsmodel und wir können zum topic zurück.:freches grinsen:

Magst Du uns noch mehr über dein Model berichten. Wie organisierst du das Ganze? Wie ist den dein Sohn betreut?

Gerne :freches grinsen:
Mein Sohn ist seit insgesamt 5 Jahren bei einer sehr liebvollen Frau "in Betreuung", die ihn auch ins Familienleben einbindet. Vorher hatten wir eine andere, die dann aber einige "Fehler" gemacht hat und wir daraufhin diese Perle gefunden haben.
Mittlerweile geht er in der Früh selbstständig zur Schule (wir gehen gemeinsam aus dem Haus), dann - nach der Schule - zur Betreuung und ich hole ihn dann dort nach Dienstschluss ab. Sowie Computerkurs und Fussball geht er dann selbstständig von der Betreuung zu den Kursen.... also einfach selbstständig.
Musste mir wenig Sorgen machen, das mein Kind das nicht schaffen wird, da er damit aufgewachsen ist (arbeite seit seinem 1. vollendeten Lebensjahr).

Verbringe die Stunden, die wir gemeinsam haben sehr intensiv, aber auch ausgelichen. Mittlerweile ist es sogar so, das wir uns über unsere abgelaufenen Tage berichten, das ist manchmal sehr spannen, so zu hören, was BEIDE Seiten so gemacht haben. Könnte mir nicht vorstellen, das ich meinem Kind dann erzähle "Ähh, du, ja, ich hab Staub gewischt, dein Zimmer gesaugt, eingekauft, die Wäsche gemacht...." Ich würd mich zerkugeln.

Naja.. einfach Fragen, ich meld mich morgen!
Geh jetzt mein Kind holen ;-)

Corsi33
27.02.2007, 16:18
Hallo liebe Community,
ich bin 32 Jahre alt, habe studiert, arbeite in einem sehr gut bezahlten (und auch den männlichen Kollegen nicht finanziell unterlegenen) Traumjob, werde beruflich gefördert mit eindeutigen Karriereaussichten, habe meine Work-Life-Balance im Griff UND möchte in naher Zukunft Kinder bekommen. Bringe also alle Voraussetzungen mit, die sich unsere Familienministerin für ihre Modellmütter so wünscht. Seit einigen Tagen suche ich im Internet nach einem Forum, wo ich mich mit anderen Menschen (egal ob Väter oder Mütter) austauschen kann, die sowohl ihre Familien als auch ihren Beruf erfolgreich in ihr Leben integrieren konnten. Bis jetzt ist mir leider noch keine Seite wirklich positiv aufgefallen. Da les ich viele Argumente, was es uns zur Zeit schwer macht, oder warum etwas nicht geht. Das hilft mir in meiner Situation leider gar nicht weiter, denn ich habe mir in den Kopf gesetzt, dass es geht - und damit meine ich nicht die (für mich in meiner Situation) Kompromiss-Modelle Teilzeitjob / Teilzeit-Mutter. Ich will ein Modell finden, in dem beides geht und ich bin mir sicher, dass es da draußen bereits heute Menschen gibt, die im Vorstand oder der Geschäftsführung eines Unternehmens sitzen, liebevolle Eltern sind und nicht einen Partner haben, der/die ihnen die Erziehung und Kinderbetreuung abnimmt.

Ich wünsche mir Impulse und Anregungen wie es funktionieren kann - Erfolgsmodelle, die Probleme wie Kita-Öffnungszeiten, Bindungstheorien, Dienstreisen, Kinderkrankheiten, Chefs-die-nicht-daran-glauben, Rabeneltern-Vorwürfe etc. für sich geregelt bekommen. Und wenn mir jemand mit einem wirklich guten Spezial-Forum o.ä. weiterhelfen kann, würde ich mich auch sehr freuen. Ansonsten denke ich, gehört mein Thema schon in dieses Forum, denn es ist für mich Teil der "neuen Frauenbewegung".

Ich freue mich auf den Austausch mit Euch!
Marla

Hallo Marla,

Karriere würd ich das nicht nennen, was ich tue .....aber, ich arbeite seit dem Mutterschutz wieder und mein Mann ist in Elternzeit gegangen, um Abends bei der IHK sich beruflich weiterzubilden.

Ich kenne viele aus dem Eltern.de 2005er Forum (auf der Seite gibt es auch Frau und Beruf), die sehr kurz nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gegangen sind, einige Teil-, einige Vollzeit. Meine Tochter wird nächsten Monat 2 Jahre alt, seitdem sie 10 Wochen alt ist, geh ich wieder arbeiten und ernähre die Familie. Seit September 2006 (hier nehmen sie die Kinder erst ab einem Jahr in die Krippe auf :knatsch: ) geht sie begeistert in eine Krippe mit 11 weiteren Kindern. Der Zeitpunkt war ideal und es tut ihr gut. Probleme haben wir immer wieder, wenn einer von uns krank wird und gerade durch diesen regelmäßige Kontakt sind auch wir öfter an das Bett gebunden.

Unser Problem ist eine Betreuung in den ersten 3 Jahren, die zeitlich lang genug ist. Einige haben Probleme länger im Büro zu sein und das Baby ist versorgt mit einander zu verbinden, wenn das Kind nicht von einer felxiblen Tagesmutter oder der Familie betreut werden kann. Unsere Krippe macht um halb 4 Schluss, da muss ich wohl auf Teilzeit gehen, wenn mein AG mitmacht, damit unsere Tochter versorgt ist, wenn mein Mann einen neuen Job bekommt.

Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, damit es klappt:

- ganz dickes Fell :smirksmile:
- ein ausgearbeitetes Netzwerk (hier im Ort haben wir eine sehr gute Nachbarschaftshilfe, die preislich in Ordnung ist und die Krippe das gleiche wie die Tagesmutter kostet, bekommst du keinen Krippenplatz wird die ne Tagesmutter angeboten, fällt diese mal aus, ist Ersatz da, das ist nämlich wichtig)
- ein zu dir / euch stehende Familie, Partner und Eltern sind wichtige Faktoren
- ein Arbeitgeber und Kollegen, die die Situation nachvollziehen können

Dein Kind in dein Leben zu integrieren musst du alleine, da hilft alles ander nicht :smile: und trotz allem musst du dir bewußt sein, dass dein ganzes Leben und du anders wird.

Aber es wird auch wunderschön.

Grüße,
Corsi

Corsi33
27.02.2007, 16:25
Ich glaube kaum, daß ein Unternehmen einer Mitarbeiterin einen Telearbeitsplatz zur Verfügung stellen wird, damit sie mehr Zeit mit ihrem Baby verbringt. Wenn ein Unternehmen solche Investitionen tätigt, dann dafür, daß die Mitarbeiterin zu Hause auch arbeitet… Oder wie stellst du es dir vor? Baby auf dem Schoß vor dem Laptop sitzend, in der einen Hand die Maus, in der anderen die Milchflasche? Ja, so läßt sich tatsächlich sehr konzentriert arbeiten. Möchte nur den Arbeitgeber sehen, der sich davon überzeugen läßt.

Ayaen

Hallo Ayaen,

natürlcih ist das mumpitz aber auch unsere Firma richtet für Frauen Home offices mit Projektarbeiten ein, die dann von zu Hause aus erledigt werden können. Das ist ein gegenseitiges Geben und nehmen, die Arbeitnehmerin ist zufrieden und wird nicht wechseln, der Arbeitgeber behält seine Kraft.

Mitelstand - Sondermaschinenbau - einmal Arbeitsvorbereitung einmal Konstruktion. Es klappt! :smile:

Marla32
27.02.2007, 16:28
Hallo liebes Forum und alle, die auf einer sachlichen Basis mit mir dieses Thema lösungsorientiert diskutieren wollen.

Wenn ich schreibe "Ich suche..." dann steht das stellvertretend auch für meinen Mann - allerdings finde ich es affig, mich immer hinter dem "wir" zu verstecken, denn in diesem Forum schreibe nur ich. Aber es gibt den Mann an meiner Seite, der zu diesem Thema genauso denkt und in der gleichen Situation ist wie ich und mit dem ich gemeinsam die Lösung suche.

Zum Thema Ego-Trip und Rabenmutter: Ich für meinen Teil habe meine persönliche Motivation Kinder zu bekommen sehr gründlich hinterfragt und -fühlt, so dass ich da für mich sehr klar bin. Alle Postings in diese Richtung überlese ich daher, da sie sich nicht auf den Kern meiner Frage beziehen. Aber das nur am Rande.

Was ich aus Euren Antworten mitnehme bestätigt meinen Eindruck, dass ich das Thema nicht vorstrukturieren kann, sondern sehr flexibel aber trotzdem zielorientiert mal losmarschiere und sozusagen "im Gehen" mit meinen Kindern, meinem Mann und meinem Umfeld die für uns passende Konstellation entwickeln muss. Das Verhältnis aus Zeit für meine Kinder und meinen Mann, Arbeit im Büro und Arbeit zu hause werde ich so austarieren müssen, dass es passt.

Was mir sehr stark bewusst wird, ist, mit meinem Mann vertieft zu diskutieren, welche Dinge wir heute selbst machen, die wir zukünftig auslagern können, weil sie uns wertvolle Zeit nehmen (da denke ich z.B. an die komplette Hausarbeit, Autoreparaturen, Einkaufen etc.) parallel zu einer qualitativ guten Kinderbetreuung. Denn dann kann ich die Zeit, die ich zuhause verbringe, wirklich meinen Kindern widmen.

Zu Eurer Diskussion bzgl. Telearbeit: ich arbeite seit über 2 Jahren sehr erfolgreich einen Tag pro Woche zu hause. Und das, obwohl ich in einem sehr kundennahen Umfeld arbeite. Für mein Umfeld ist klar, dass ich mittwochs nicht körperlich da bin, wohl aber erreichbar. Und für mich ist das wertvolle Zeit, in der ich an strategischen Themen arbeite oder einfach nur mal wieder Mailbox etc. ausmiste um am nächsten Tag wieder gesammelt vor Ort präsent zu sein. Mein Umfeld hat sich anfangs auch schwer damit getan, akzeptiert aber mittlerweile dass es zu meinem Arbeitsstil gehört und mich letztendlich in der Zeit, in der ich da bin wesentlich aufnahmefähiger, ausgeglichener und damit auch für meine Firma besser macht. Ich genieße es zeitlich sehr flexibel zu sein, d.h. z.B. ich muss nicht tagsüber 100% arbeiten, sitze dann aber evtl. bis in die späten Abendstunden am Rechner, was sich für mich als Nachtarbeiter sehr effizient erweist. Ich glaube schon, dass man solch ein Modell im Familienalltag gut nutzen kann. Beispielsweise als kurzfristiger Kompromiss, wenn die Tagesmutter o.ä. ausfällt. So bin ich zumindest erreichbar, bzw. kann das ein oder andere Thema nebenbei erledigen. Das mache ich heute schon so, wenn ich mich nicht wohl fühle, ohne wirklich krank zu sein. Früher wäre ich an solchen Tagen ins Büro gegangen. Ebenfalls möglich ist die, zugegebenermaßen anstrengendere ,Variante Job-Schichtdienst mit meinem Mann möglich.

Worauf muss ich denn achten, wenn es um wirklich gute Kinderbetreuung geht, die nicht die klassischen Öffnungszeiten kennt? Wer von Euch hat beispielsweise tatsächlich eine Kinderfrau? Mit welchen finanziellen Kosten muss ich denn da so grob rechnen im Vergleich zu einer Tagesmutter? Wie finde ich jemand Gutes? ...
Euch erstmal einen schönen Abend - melde mich morgen wieder!

Waldmeisterin
27.02.2007, 16:41
@ Marla:

:allesok:

Ihr werdet das wuppen wenn's mal soweit ist. Viel Spaß und Erfolg jetzt schon mal :smile:

Ich hab zwar Kinderfrau geschrieben aber das kann selbstverständlich auch eine liebe und erfahrende Tagesmutter sein.

Die Exfrau eines Freundes hatte ihre beiden Jüngsten vom Mutterschutz weg bei der Tagesmutter in der Nachbarschaft. Ist super gelaufen.

Leider kann ich zur Kostenfrage nix beisteuern.

Eva39
27.02.2007, 18:00
Zu den Kosten kann ich was beisteuern. Eine Tagesmutter ist natürlich bei einem Kind am günstigsten, weil man nur den Satz für ein Kind bezahlt.

Bei zwei Kindern "lohnt" es sich schon fast, eine Kinderfrau zu engagieren. Zumindest in meinem Fall. Allerdings habe ich darauf geachtet, den Begriff Haushaltshilfe zu verwenden, da ich jemanden brauche, der auch meinen Haushalt versorgen kann, solange ich nicht da bin.

Solange man mit einem Engagement auf 400 Euro Basis auskommt, ist die Sache auch relativ unkompliziert. Allerdings hat die Haushaltshilfe auch hier Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Anspruch auf bezahlten Urlaub!

Über 400 Euro muss die Kinderfrau fest angestellt werden. Da geht schnell das gesamte Nettoeinkommen drauf, wenn man 5 ganze Tage/Woche abdecken muss. Man muss mit einem Bruttolohn pro Stunde von mindestens 8 Euro rechnen.

Yana
27.02.2007, 19:40
Worauf muss ich denn achten, wenn es um wirklich gute Kinderbetreuung geht, die nicht die klassischen Öffnungszeiten kennt? Wer von Euch hat beispielsweise tatsächlich eine Kinderfrau? Mit welchen finanziellen Kosten muss ich denn da so grob rechnen im Vergleich zu einer Tagesmutter? Wie finde ich jemand Gutes? ...
Euch erstmal einen schönen Abend - melde mich morgen wieder!

Wenn du eine Kinderfrau nimmst, dann musst du als Kosten so ca. 1600 Eur (bei 8 Eur Stundenlohn und 40 Std/woche) ausgehen.
Es kommt wohl auch auf die Gegend an, wie teuer die Kinderfrau ist. Ich würde eher mit 2000 Eur/mtl rechnen.
Der Vorteil der Kinderfrau ist, dass sie zu dir nach hause kommt und die Kinder dort betreut. Dafür ist es auch die teuerste Variante, weil du sie im Angestelltenverhältnis beschäftigen musst.

Tagesmütter sind billiger (ca 5 Eur/Std). Sie sind nicht bei dir im Angestelltenverhältnis beschäftigt. Allerdings ist es da meist schwierig jemanden zu bekommen, der ganztags das Kind betreut. Meist stehen die Frauen tageweise oder stundenweise zur Verfügung.

Kinderkrippen kosten so ca. 500 Eur/mtl (zumindest kostet meine das). Sie betreuen das Kind ganztags, allerdings können die Öffnungszeiten ein Problem sein, je nachdem wie die Entfernung zwischen der Krippe und Arbeitsstelle ist. Krippen betreuen Kinder normalerweise ab einem Alter von 2 Monaten (aber auch da gibt es Unterschiede).
Ausserdem ist es ratsam, sofort nach positivem Schwangerschaftstest die Anmeldung bei der Krippe vorzunehmen, da die Wartezeiten sehr lang sind (ca. 2 Jahre, kommt allerdings auch auf die Gegend an. Vita sagte, dass es da im Norden Deutschlands besser aussieht mit der Versorgung an Plätzen).

Ich weiss zwar nicht wo du wohnst, aber schau mal hier bei Familienservice (http://www.familienservice.de/) oder hier bei RUF (http://www.ruf-muc.de/), die vermitteln Kinderbetreuung aller Art und sie können dich auch über die Kosten informieren.
In München gibt es für kranke Kinder auch noch den Service "Gesund werden zu hause (http://www.fraueninteressen.de/Gesund.html)" (ist allerdings auch nicht billig).

Vielleicht hilft dir auch dieses Buch (http://www.amazon.de/Tagesm%C3%BCtter-Au-pairs-Haushaltshilfen-Daniela-Bergdolt/dp/3423056738/sr=1-8/qid=1172601375/ref=sr_1_8/302-7290606-0364017?ie=UTF8&s=books), da werden Kosten und rechtliche Aspekte erläutert.


Ich selbst habe drei Kinder, habe immer direkt nach dem Mutterschutz Vollzeit weitergearbeitet und auch ganz gut Karriere gemacht. Meine Kinder waren bzw sind in Kinderkrippe, -garten und Schule. Ich hatte auch zeitweise ein Au Pair (würde ich aber erst ab dem Schulalter des Kindes empfehlen).

Wenn die Kinderbetreuung stimmt, ist Vollzeitarbeit überhaupt kein Problem.

Ich wünsche Dir alles Gute:blumengabe:

Inaktiver User
27.02.2007, 22:25
Musste mir wenig Sorgen machen, das mein Kind das nicht schaffen wird, da er damit aufgewachsen ist (arbeite seit seinem 1. vollendeten Lebensjahr).


Was, du warst ein ganzes Jahr mit dem Kind zu Hause?

Meinst nicht, dass das Kind davon nen Schaden hat, ein ganzes Jahr mit der Mutter zu Hause rumzuhängen?

Der Mutterschutz nach der Geburt geht nur 8 Wochen! Ganz schön faul sowas, sich 10 Monate länger auszuruhen!

Gruenekatze
28.02.2007, 13:33
Unser Modell sieht etwas anders aus. Wir arbeiten beide Vollzeit und haben zwei Kinder (5 und 12) und ich bin bei der Kleinen nach acht Wochen wieder arbeiten gegangen, da ich damals in einem großen Projekt war und ich Teilprojektleitung hatte. Die Große ging damals schon zur Schule und danach in den Hort, die Kleine 1,5 Jahre tagsüber zu den Großeltern, dann hatten wir endlich einen Krippenplatz. Dort ist sie bis 16:00 Uhr, dann hole ich sie ab. Ich fange sehr früh an zu arbeiten (06:30 h), in der Zeit kümmert sich mein Mann um die Kinder, kann aber auch schon um 15:30 h Schluss machen (daran musste man sich in der Firma natürlich gewöhnen :smirksmile: ). An zwei Tagen arbeite ich normalerweise länger, wenn die Kleine zum Beispiel mit Freundinnen mitgeht. Aber ich gehe auch auf Geschäftsreisen, mache Projektleitungen, besuche Seminare, etc..
Wir konnten und können allerdings immer auf ein gutes Netzwerk von Freunden und Verwandten zurückgreifen, die einspringen wenn es eng wird. Umgekehrt gilt das natürlich auch. Wir haben fast täglich Kinder zu Besuch (große und kleine). Und wir haben Glück, dass unsere Kinder sehr selten krank sind.
Mit einer guten Organisation funktioniert eigentlich fast alles!

Grüße von der
Grünenkatze

Zwerg19
28.02.2007, 13:40
Was, du warst ein ganzes Jahr mit dem Kind zu Hause?

Meinst nicht, dass das Kind davon nen Schaden hat, ein ganzes Jahr mit der Mutter zu Hause rumzuhängen?

Der Mutterschutz nach der Geburt geht nur 8 Wochen! Ganz schön faul sowas, sich 10 Monate länger auszuruhen!

Hallo Bellavita!

Ja, hab noch heute ein schlechtes Gewissen dadurch ;-))
Aber was solls, da ich in dieser Zeit auch mich weitergebildet habe und auch in der Schule war, wars dann doch nichts sooo schlimm!!

Marla32
28.02.2007, 14:46
@ Eva39, Zwerg19, Waldmeisterin, Corsi33, Philipa, Vita, Minstrel (und hoffenlich hab ich jetzt keine vergessen...:smile:):

:kuss: :blumengabe:

Ich dank Euch super-herzlich für Eure Erfahrungsberichte, die persönlichen Mails, Links, Buchtips und Mut-Zusprüche!!!

Ich fühle mich dadurch sehr ermutigt, meinen Weg so zu gehen, wie ich ihn für richtig halte.

Heute grüß ich Euch von zuhause: Sitze auf dem Sofa, Laptop auf den Knien, neben mir eine Kanne mit Tee und habe mir erstmal so richtig Zeit nehmen können, die ganzen vielen Postings in Ruhe zu lesen, rauszukopieren und in einem Word-Dokument zu speichern. 11 Seiten sind dabei rausgekommen! Ab 17 Uhr starte ich dann meine Nachtschicht...

Und beim Lesen kommt auf einmal eine wunderbare Vorfreude und tausend Ideen, wie wir das alles gut stemmen können. Das Thema Kinderfrau im eigenen Haus hatte ich beispielsweise noch nie richtig angedacht und stelle erfreut fest, dass das eine echte Option sein kann. Vor allem in der Kombi als Haushälterin. Da habe ich ein gutes Gefühl, was eine klare Bezugsperson betrifft. Und gerade hier im Raum München sieht es mit Krippenplätzen ja eh ziemlich übel aus. Inwieweit kann man Kinderbetreuung eigentlich steuerlich absetzen?

Und weiter Fragen, die mich gerade beschäftigen, sind:

Wie sind Eure Erfahrungen mit den unterschiedlichen Zeitpunkten, zu denen es möglich ist wieder in den Beruf einzusteigen? Ich würde gerne 1 Jahr pausieren bzw. nach der Mutterschutzzeit rund 10h / Woche arbeiten, vorrangig Telearbeit. Danach will ich je nachdem, ob mein Arbeitgeber mich wirklich unterstützt
sukzessive wieder aufbauen oder meine derzeit noch nebenberufliche Selbständigkeit ausbauen. Karriere heißt für mich nämlich nicht unbedingt, in den Vorstand eines DAX-Unternehmens zu kommen, sondern einfach, mein eigenes, sicheres berufliches Standbein zu haben, in dem ich gerne arbeite

Wie funktionieren aus Eurer Sicht die Teilzeitmodelle? Ich habe da bisher eher den Eindruck gewonnen, solange man unter 30h bleibt sind das Zeiten, in denen man zwar beschäftigt ist, Geld verdient und unter Leute kommt, die eigene Weiterentwicklung aber ziemlich stillsteht. Wie lange akzeptieren Unternehmen solch eine Phase der Teilzeit, ohne dass man komplett aus der Weiterentwicklung fällt?

Kommt Ihr ab und an in die Situation auf eine Dienstreise zu müssen und ggf. auch mal eine Nacht nicht da zu sein? Klappt das mit Euren Männern?

Wird es mit dem 2. Kind nochmal schwieriger? Hat jemand von Euch mehr als 2 Kinder?

Bin gespannt auf Eure Rückmeldung!
Liebe Grüße,
Marla

Yana
28.02.2007, 16:28
Inwieweit kann man Kinderbetreuung eigentlich steuerlich absetzen?

Hier ein Link zur steuerlichen Absetzbarkeit (http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung2/Pdf-Anlagen/regelleistungen-steuererm_C3_A4_C3_9Figungen-deutsch,property=pdf,bereich=,rwb=true.pdf)von Kinderbetreuung


Kommt Ihr ab und an in die Situation auf eine Dienstreise zu müssen und ggf. auch mal eine Nacht nicht da zu sein? Klappt das mit Euren Männern?

Ab und zu kommen auch Diensteisen vor. Als ich erst zwei Kinder hatte, wurde das grosse Kind von meinem damaligen Au-Pair betreut und das damalige Baby von Oma und Opa (Grosseltern wohnen leider nicht in München).


Wird es mit dem 2. Kind nochmal schwieriger? Hat jemand von Euch mehr als 2 Kinder?

Ich habe drei Kinder und finde nicht, dass es im Grossen und Ganzen schwieriger wird. Allerdings wird die Kinderbetreuung teuerer und es kann eventuell problematisch werden, wenn man die Kinder morgens erst bei verschiedenen Einrichtungen abliefern muss bevor man zur Arbeit fährt (und abends in umgekehrter Reihenfolge).
Insofern wäre natürlich eine Kinderfrau praktischer, damit würden Bring- und Holzeiten entfallen.

Zu Teilzeitarbeit kann ich leider nichts sagen, da ich immer Vollzeit gearbeitet habe. Aber in dem Link, den Vita dir ganz am Anfang eingestellt hat, findest du Erfahrungsberichte zu Teilzeit.

nosmoking
28.02.2007, 22:10
Hi Marla,

wir leben in Amiland, wo die Dinge etwas anders sind als in Deutschland. Wir sind beide Wissenschaftler und beide mit einem Ausbildungs/Arbeitsvisum hier, dh keiner von uns haette zu Hause bleiben koennen bzw. wir haetten sonst das Land verlassen muessen.
Unser kleiner Sohn ist jetzt 6 Monate alt, und mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit. Ich hatte nur 6 Wochen maternity leave, also habe ich bis zur Entbindung voll gearbeitet und auch nur diese 6 Wochen nach der Entbindung. Mein Mann hat einen etwas grosszuegigeren Arbeitgeber, er hat mit paternity leave und Jahresurlaub 10 Wochen frei gehabt.
Als unser Sohn 16 Wochen alt war, haben wir eine Nanny eingestellt. Sie kommt von 9-5 Montag bis Freitag, auch wenn das Baby krank sein sollte. Sie ist Mitte 20 und macht Abendkurse am College. Wir zahlen ihr $12 pro Stunde, dh $480 pro Monat. Das geht natuerlich ins Geld, aber einen day care slot haben wir trotzdem ich mich im 4. Monat meiner Schwangerschaft bei mehreren day cares angemeldet habe, nicht bekommen koennen.

Es sind jetzt 2 Monate ins Land gegangen und bis jetzt geht es gut. Unser Sohn freut sich morgens, wenn die Nanny kommt und nachmittags, wenn wir kommen. ja klar, es gibt eben ausser uns Eltern nun noch einen Menschen, den er liebt, aber das macht uns nichts.
Unser Sohn entwickelt sich praechtig!!! Wir wollen bald auch ein zweites Kind...weil alles so gut geht.

Das machen hier uebrigens viele Familien so, und viele hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen hier haben 2-3 Kinder.

Es kann nur sein, dass wir wegen Visumsbeschraenkungen irgendwann nach Deutschland zurueckkehren muessen, und dann wissen wir nicht, wie wir das mit der Kinderbetreuung und einem weiteren Baby regeln sollen...

Gruss, Nosmo

nosmoking
28.02.2007, 22:11
leider zahlen wir $480 pro Woche!!! nicht pro Monat (waere das schoen!!!)

N.

nosmoking
28.02.2007, 22:13
ach so, die Situation, dass wir beide auf irgendwelche Kongresse oder andere Dienstreisen zur gleichen Zeit mussten, ist noch nciht aufgetreten. mal sehen, wie wir das loesen.
bisher war es so, dass eben dann einer mit Baby und Nanny klar kommen musste, und es ging bisher gut.

N.

Manuela1975
07.03.2007, 12:50
Hallo Marla,

ich finde deinen eintrag sehr interessant, weil ich in einer ähnlichen situation stecke. studiert, sehr guter job mit sehr gutem verdienst, der im übrigen auch über dem von meinem mann liegt.

nun werde ich in einem monat 32 und kann mir vorstellen, in der nächsten zeit ein kind zu bekommen. ich kann dir keine konkreten tipps geben, aber dir sagen, wie die - natürlich theoretische planung - bei uns bisher aussieht.

mein mann wird 12 monate elterngeld in anspruch nehmen. ich möchte so lange es geht, vor der geburt arbeiten (bin selbstständig) bzw. auch nach der geburt, so schnell es geht. das heißt auch, dass ich nicht vorhabe, länger als zwei monate zu stillen.

nach den 12 monaten, die mein mann zuhause war, nehme ich 2 monate elterngeld in anspruch und danach wollen wir auf die kombination "oma passt auf" bzw. kindergrippe setzen. das wäre nicht 5 x die woche ganztags, weil ich mir meine arbeitszeit frei einteilen kann, aber bestimmt mehrmals im monat.

ich bin eine frau, die in erster linie arbeitet, ABER auch ein kind haben will. nicht umgekehrt. es kann ja sein, dass ich das, was ich gerade geschrieben habe, absolut nicht funktionieren wird in der praxis - aus welchen gründen auch immer - aber es ist zumindest ein vorstellbares modell.

liebe grüße
Manuela

Manuela1975
07.03.2007, 13:08
danke yana für diesen beitrag. das macht mut.

ich bin auch davon überzeugt, dass es irgendwie geht, wenn man es wirklich WILL.

sika
07.03.2007, 14:20
Mir geht es ähnlich wie dir Manuela- bis auf den "kleinen" Unterschied, dass unser Baby schon da ist. Gründlich haben wir alles vorgeplant, alle Unkenrufe (ach, wenn das Baby mal da, willst du gar nicht mehr arbeiten...:ooooh: ) ignoriert und Kind nach genau 16 Wochen (solange geht hier in der Schweiz der Mutterschaftsurlaub!) 2 Tage/Woche in die Krippe gegeben. Ich arbeite 60% (was nach meiner Arbeitszeitregelung allerdings 33 Stunden entspricht), mein Mann 80 % (ca. 40Stunden) udn wir sind mit dieser Regelung äusserst glücklich und zufrieden. Wenn das Kind krank ist, kommen die Grosseltern gerne - wir wollten Ihnen aber keinen wöchentlichen Einsatz zumuten, da sie immer zwei Stunden fahren müssen - und wenn ich oder mein Mann einen besonderen Arbeitsanfall habe, kann ich meist noch einen Tag Krippe dazu buchen (bisher 3x).
Wir haben die Betreuung sehr partnerschaftlich geregelt, allerdings verdienen wir auch fast gleichviel, das ist schon eine grosse Hilfe.
Tipp: Genau ausdiskutieren, was man wirklich möchte (und ganz ehrlich sein) und Bereitschaften schriftlich festhalten, sonst landet man ganz schnell doch in klassischen Mustern, weil das Umfeld sehr erdrückend sein kann!

HansDampf
07.03.2007, 15:10
Hallo Marla,

als Mann kann ich Dir natürlich keine Tipps geben wie Frauen Beruf und Familie unter einen Hut bekommen. :smile:
Aber als Mann habe ich natürlich genau das gleiche Problem.:wie?:

Meine Frau ist Pianistin, seit ihrem 6. Geburtstag übt sie täglich Klavier, wenn andere Kinder spielen gingen ging sie zu ihrem Instrument. Sie liebt die Musik und ihr Instrument und sie liebt Kinder. Als unser erstes Kind unterwegs war wollte sie ihr Leben mit Kind so führen wie vorher ohne Kind. Irgendwann hat sie aber doch zugeben müssen daß es so nicht ging. Ein Leben mit Kindern lebt sich anders. Die Prioritäten verschieben sich. Und die Planbarkeit des Lebens (die berufs-orientierten Menschen meist sehr wichtig ist) nimmt ab. Darauf muß man sich einstellen.

Und nicht nur Babies brauchen Betreuungszeit, auch Schulkinder und Teenager. Und nicht immer kann diese Zeit delegiert werden, bei Liebeskummer hilft einem die Nanny vielleicht nicht.

Zeit ist in Familien die wichtigste Ressource, nicht das Geld. Und die Zeit muß Quantität und Qualität haben. Ich kenne genügend Fälle in denen die Kinder mit einer extensiven Fremdbetreuung sehr gut zurecht gekommen sind. Aber leider auch Fälle in denen das nicht der Fall war. Nur weiß das vorher niemand, das hängt von so vielen Einflüssen ab.

Daher ist es wichtig, das Thema Beruf/Kinder/Betreuung mit dem Partner und dem Umfeld zu planen. Genauso wichtig ist aber auch, flexibel zu bleiben, sich eventuell die Unlebbarkeit des gewählten Modells eingestehen zu können und gegenzusteuern. Und dann darf einem auch kein falscher Stolz im Wege stehen.

Und es reicht häufig nicht, das Leben ohne Netz und doppelten Boden zu planen. Wenn Vater und Mutter beide arbeiten und das Kleinkind 50% der Zeit krank ist hat man ein Problem! Damit muß man rechnen. Dann benötigt man Plan B und eventuell Plan C. Oder wenn auf dem Halbjahreszeugnis plötzlich Fünfer und Sechser auftauchen, braucht man Zeit für das Kind. Ein Kind ist bedürftig.

Und fast sicher kommt jeder Berufstätige in den Loyalitätskonflikt. Wenn der Chef ein Meetig überraschend auf 18 Uhr anberaumt und das Kindermädchen um 17 Gmit dem Chef über die Karriere ansteht. Und man den Kindern versprochen hat, einmal wieder gemeinsam das Lieblingsessen zu kochen. Dann muß man Farbe bekennen. Darüber sollte man sich vorher schon einmal Gedanken machen.

Auch mit inzwischen 5 Kindern sucht meinem Frau fast täglich die Balance zwischen der Liebe zu ihrem Beruf und der Liebe zu ihren Kindern zu finden. Das ist schwer, und die Lösung ist keine statische sondern immer wieder neu zu finden. Ich kann sie darin vor allem dadurch unterstützen, daß meine Loyalität der Familie gegenüber vor der meinem Arbeitgeber gegenüber rangiert.
Das weiß mein Chef und die Folgen für meine (Nicht)-Karriere kenne ich. Auch darüber muß man vorher nachdenken.

Gruß

Hans

Eva39
07.03.2007, 15:19
Den Beitrag von HansDampf kann ich nur unterstützen.

HansDampf
07.03.2007, 18:15
Hallo Marla,


ich bin eine frau, die in erster linie arbeitet, ABER auch ein kind haben will. nicht umgekehrt. es kann ja sein, dass ich das, was ich gerade geschrieben habe, absolut nicht funktionieren wird in der praxis - aus welchen gründen auch immer - aber es ist zumindest ein vorstellbares modell.

liebe grüße
Manuela

Hallo Manuela,


spontan fiel mir auf Deine letzten Zeilen ein:"Was ist, wenn Dein denkbares Model nicht lebbar ist? Da du Dein Kind ja nicht "zurückgeben" kannst bedeutet es eine Einschränkung bei Deiner Arbeit. Da Deine Arbeit höchste Priorität hat, wirst Du darüber unglücklich sein. D.h. Dein Lebensglück hängt davon ab ob Dein vorstellbares Modell funktioniert. Damit gehst Du aber ein gewaltiges Risiko ein!" Und zusätzlich wird vielleicht Dein Kind unglücklich sein, und Dein Partner auch.

Wenn Du also wirklich der Meinung bist Dein Lebensglück ausschließlich durch Arbeit erlangen zu können (ich überspitze hier :smile: ) mußt Du dir überlegen ob du ein solches Risiko eingehen willst.

Wenn Dein Partner bereit ist im Notfall beruflich zurückzustecken, wäre dies eine Möglichkeit. Allerdings sollte man darüber nicht erst reden wenn der Notfall eingetreten ist, sondern vorher.

Ich persönlich halte ein befriedigendes Leben mit Kindern im Falle von zwei Vollzeit-Berufstätigen mit "Karriere-Ambitionen" für nicht lebbar. Weil es nicht nur um Qualitätszeit sondern auch um Zuverlässigkeit und "Commitment" den Kindern gegenüber geht. Wenn Mann oder Frau im heutigen Arbeitsleben Erfolg haben wollen zählt aber nur Commitment gegenüber dem Arbeitgeber oder dem Beruf. Und Loyalität gegenüber Familie und Beruf zerreißt uns auf Dauer. Da hilft auch die beste Fremd-Betreuung (wie zum Beispiel in Skandinavien) nicht. Das Problem ist die Exklusivität, die sowohl Familie als auch der Arbeitsmarkt von uns verlangen. Irgendwem müssen wir dann untreu werden. Man sieht das gut am Beispiel der DDR: Eine hervorragende Kinderbetreuung und ein Wirtschaftssystem welches das Engagement des Einzelnen nicht fordert. Meine Eltern zum Beispiel waren jeden Tag um 4 zu Hause, d.h. sie hatten genug Zeit sich um mich und meine Schwester zu kümmern. Mobilität war nicht gefordert, es gab kaum Dienstreisen. Für Karriere war zeitliches Engagement kaum notwendig. Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts fordert mehr und untergräbt damit die Institution Familie. Familie ist für mich nur möglich wenn sich wenigstens einer (Vater oder Mutter) diesen Anforderungen des Arbeitsmarktes ein Stück weit entzieht.

Also bitte nicht "Wenn ich es will wird schon irgendwie gehen". Das haben die Kinder nicht verdient. Die Mütter und Väter auch nicht.

Einen lieben Gruß

Hans

Suresnes24
07.03.2007, 23:27
Hi Marla,

was verstehst Du unter karriere? Vorstandvorsitzende im DAX-Unternehmen oder unter die 12% der leitenden Angestellten in D?

Bei letzterem kann ich Dir sagen, es geht.

Du brauchst:

- starke Nerven
- Unterstützung durch Partner (wenn/solange vorhanden) und familie (falls am selben Ort)
- Notfall-Pläne in Krankheitsfällen und späten Terminen/Meetings
- Du musst richtig gut sein im Job, dann geben AGs ganz erstaunliche Vorleistungen, um Dich halten zu können
- viel freude am Kind!!!!!

Und dan geht das schon.

Viel Pläne würde ich nicht machen, habe ich immer gemacht, hat nie geklappt, kam immer anders und es ging doch!

Inzwischen bin ich freiberuflich/selbstständig, wg. der freien Zeiteinteilung, das hat absolute Vorteile. ist zwar manchmal wirklich hart, aber der Vorteil: ich kann mir meine Zeit ganz flexibel einteilen. Meine Kunden interessiert nur, dass das Projekt zum richtigen Zeitpunkt vollständig abgegeben wurde, nicht wann (9 to 5) ich arbeite...

Wenn ich also tagsüber lieber einkaufen gehe, den haushalt mache oder das Kind tausend Freunde zum Zerlegen der Bude nach hause bringt, ist das auch okay. Kranke Kinder, Weihnachtsfeiern, Geburtstagsparties, Schulfeste....alles i.O.... bis auf dass ich dann abends ranklotze und entsprechend launisch und mürbe bin.

Aber das ist halt der Preis. Kind und ich zahlen ihn gerne. Ich wäre eine lausige Vollzeit-Mutter, so habe ich beides und Kind eine glückliche, erfüllte Mutter (plus ein nettes Einkommen, was die kleinen materiellen racker durchaus schätzen :freches grinsen: ).

LG
Suresnes

HansDampf
08.03.2007, 11:39
Hallo Suresnes,

als leitender Angestellter bist Du aber nicht Dein Chef. Da ist schon ein großer Unterschied zwischen Selbstständigkeit und einem Angestelltenverhältnis.

Du sagst man braucht Unterstützung durch den Partner. Was aber wenn er ebenso "Karriere" machen will und von Dir Unterstützung erwartet?

Gerade Deine Flexibilität als Selbstständige erlaubt Dir deinen Kindern und Deinem Baruf gegenüber loyal zu sein, zu verschiedenen Zeiten. Als Angestellter hast Du diese Flexibilität meist nicht, da sie Dir als fehlende Karriere-Motivation zur Last gelegt wird.

Also einfach zu sagen "Es geht" ist mir zu einfach. "Ein bisserl was geht immer" sagte schon Monaco Franze, aber ob man so zu einem zufriedenen Vater oder einer zufriedenen Mutter wird und gleichzeitig mit seiner "Karriere" zufrieden ist, ist doch fraglich.

Gruß

Hans

Manuela1975
08.03.2007, 14:54
Hallo Hans,

danke für deine ehrlichen Worte!
Du hast viele Punkte angesprochen, über sich mein Mann und ich natürlich den Kopf zerbrechen und vor denen wir auch Angst haben. Angst deshalb, weil man es nicht planen kann, was auf uns zukommt.

Ein paar Dinge lassen mich aber optimistisch sein:

Ich arbeite als freie Journalistin und kann mir meine Arbeitszeit 100% frei einteilen. Dh ich kann einen Monat 240 Stunden arbeiten (60 mal 4, keine seltenheit), im nächsten monat so gut wie nichts. Das gibt mir in der Planung des Kindes ein gutes Gefühl, weil ich es selbst in der Hand habe, Aufträge anzunehmen oder abzulehnen.

Karriereambitionen im Sinne von leitender Position etc. haben weder mein Mann noch ich. In diese Haifischbecken begebe ich mich nicht! :-) Aber die Arbeit an sich macht mir großen Spaß, gibt mir Selbstwertgefühl und bringt natürlich Geld.

Meinem Mann war Karriere nie wichtig, er arbeitet wie die meisten, um jedes Monat Geld aufs Konto zu bekommen. Daher auch der Plan, dass ER die Elternzeit nimmt.

Ich stimme Dir 100%ig zu, dass man nicht alles planen kann... aber man kann sich ein Modell zurechtlegen und schauen, inwieweit sich das erfüllen lässt. Übrigens, ausschließen kann ich es natürlich nicht, dass ich eines Tages lieber am Kinderspielplatz sitze als in der Redaktion. :-) Momentan schwer vorstellbar, aber wer weiß, was kommt!

Ich finde es auf jeden Fall klasse, wenn sich Männer auch voll in die Kinderbetreuung einbringen! Hoffentlich wird dieser Satz in ein paar Jahren schon überflüssig sein, weil es zu selbstverständlich geworden ist.

liebe grüße an alle!
manuela

Eva39
08.03.2007, 15:01
Was mich ein wenig stört ist, wenn man das Wort "Karriere" für "Berufstätigkeit" im weitesten Sinn einsetzt. Jeder versteht unter Karriere etwas anderes. Macht man denn gleich "Karriere", wenn man berufstätig ist?

Ich möchte noch etwas ergänzen, was ich ebenfalls als wichtig erachte. Als Frau passiert es heute noch ganz oft, dass man sich übernimmt. Oft gibt es sehr gute Vorsätze und Pläne, wie man die Aufgabenaufteilung vornehmen möchte. Leider fühlen sich viele Männer überfordert und ziehen sich zurück. Dann steigt die ohnehin schon große Last für die Mutter. Das ist mir passiert und war auch durch ausführliche Gespräche nicht zu ändern.

Gibt man das Kind in einen Hort oder zu einer Tagesmutter, muss das Kind abgeholt/gebracht werden. Wer macht das? Ist es generell die Mutter? Kann man sich absprechen, wenn z. B. ein wichtiger Termin dazwischen kommt? Auch da gibt es Planungs- und Koordinationsaufgaben, die es zu verteilen gilt.

Wie ist der Haushalt geregelt? Einiges kann man delegieren, einiges nicht und auch das muss geplant werden. Eine Haushaltshilfe muss man engagieren, man hat organisatorischen Aufwand.

Wer nimmt die Termine (Arzt, Schule, ...) wahr?

Ist ein gewisses Engagement oder eine gewisse Verantwortungsbereitschaft zu erwarten oder muss man sogar den Partner "organisieren"?

minstrel
08.03.2007, 15:07
Was mich ein wenig stört ist, wenn man das Wort "Karriere" für "Berufstätigkeit" im weitesten Sinn einsetzt.

Ein wichtiger Punkt in etlichen Diskussionssträngen. Der Begriff Karriere wird, vermutlich wegen der Kinder-und-Karriere-Alliteration, häufig synonym für Berufstätigkeit gebraucht.

Vielleicht sollten wir uns mal irgendwo auf eine Definition einigen :wie?: ?

Eva39
08.03.2007, 15:12
Ein wichtiger Punkt in etlichen Diskussionssträngen. Der Begriff Karriere wird, vermutlich wegen der Kinder-und-Karriere-Alliteration, häufig synonym für Berufstätigkeit gebraucht.

Vielleicht sollten wir uns mal irgendwo auf eine Definition einigen :wie?: ?

Mit dem Begriff "Karrierefrau" komme ich auch nicht zurecht. Gibt es eigentlich auch den Begriff "Karrieremann"? Oder setzt man, weil es diesen Begriff meines Wissens (noch) nicht gibt, immer noch voraus, dass ein Mann sowieso Karriere macht oder zumindest berufstätig ist?

minstrel
08.03.2007, 15:17
Tja.

Ich finde die Postings von HansDampf sehr lesenswert mit vielen wichtigen Gedanken, aber da


Da du Dein Kind ja nicht "zurückgeben" kannst bedeutet es eine Einschränkung bei Deiner Arbeit. Da Deine Arbeit höchste Priorität hat, wirst Du darüber unglücklich sein. D.h. Dein Lebensglück hängt davon ab ob Dein vorstellbares Modell funktioniert.

Habe ich mir dann auch überlegt, wieviele Männer ich kenne, die davon überzeugt sind, im Beruf absolut unentbehrlich zu sein. Und ob einer von denen wohl derartige Bedenken gewälzt hat, bevor er Vater wurde.

Yana
08.03.2007, 18:21
Ein wichtiger Punkt in etlichen Diskussionssträngen. Der Begriff Karriere wird, vermutlich wegen der Kinder-und-Karriere-Alliteration, häufig synonym für Berufstätigkeit gebraucht.

Vielleicht sollten wir uns mal irgendwo auf eine Definition einigen :wie?: ?

Jeder wird wohl Karriere für sich anders definieren.
Mir z.B. ist wichtig, dass ich so viel Geld wie möglich verdiene, nicht unbedingt, dass es im Vorstand eines Dax-Unternhemens sein muss.
Deshalb ist es wahrscheinlich allgemein so gemeint, dass man im Rahmen seiner Möglichkeiten finanziell so weit wie möglich aufsteigt.
Was nützt einem z.B. eine verantwortungsvolle Position, wenn man dafür nur einen Hungerlohn bekommt. Ich für meinen Teil möchte lieber viel Geld verdienen, damit ich mir das Leben mit Kindern auch leisten kann.

Außerdem habe ich festgestellt, dass Karriere (im Sinne von mehr Geld verdienen) auch nötig ist, um sich überhaupt die Kinderbetreuung leisten zu können.

Yana
08.03.2007, 18:28
Oft gibt es sehr gute Vorsätze und Pläne, wie man die Aufgabenaufteilung vornehmen möchte. Leider fühlen sich viele Männer überfordert und ziehen sich zurück.

Das stimmt allerdings. Deshalb sollte man sich von Anfang an nicht zu sehr auf die Mithilfe des Mannes verlassen und lieber gleich ohne ihn Planen.
Falls er dann doch seine Versprechungen hält, ist das dann ein angenehmer Effekt. Falls er jedoch überfordert ist, wird frau organisatorisch nicht aus der Bahn geworfen.

Inaktiver User
08.03.2007, 18:35
Das stimmt allerdings. Deshalb sollte man sich von Anfang an nicht zu sehr auf die Mithilfe des Mannes verlassen und lieber gleich ohne ihn Planen.
Falls er dann doch seine Versprechungen hält, ist das dann ein angenehmer Effekt. Falls er jedoch überfordert ist, wird frau organisatorisch nicht aus der Bahn geworfen.
Nicht nötig.
WIR MÄNNER planen ja schon, ohne die Mithilfe VON FRAUEN auskommen zu können - siehe Nachbarstrang "Männerbewegung" *stolzummichguck :freches grinsen:*.

Ihr könnt Euch derweil von der Arbeit bei einem guten Schluck Whiskey erholen - dann macht ihr uns auch keine Konkurrenz :blumengabe: ...

Yana
08.03.2007, 18:45
Nicht nötig.
WIR MÄNNER planen ja schon, ohne die Mithilfe VON FRAUEN auskommen zu können - siehe Nachbarstrang "Männerbewegung" *stolzummichguck :freches grinsen:*.

Ihr könnt Euch derweil von der Arbeit bei einem guten Schluck Whiskey erholen - dann macht ihr uns auch keine Konkurrenz :blumengabe: ...

Hallo Mnn,

da muss ich ja gleich mal im Nachbarstrang vorbeischauen.
Darf ich dir ein Glas Gänsewein anbieten?:blumengabe:

Suresnes24
08.03.2007, 20:25
Hallo Suresnes,

als leitender Angestellter bist Du aber nicht Dein Chef. Da ist schon ein großer Unterschied zwischen Selbstständigkeit und einem Angestelltenverhältnis.

Du sagst man braucht Unterstützung durch den Partner. Was aber wenn er ebenso "Karriere" machen will und von Dir Unterstützung erwartet?

Gerade Deine Flexibilität als Selbstständige erlaubt Dir deinen Kindern und Deinem Baruf gegenüber loyal zu sein, zu verschiedenen Zeiten. Als Angestellter hast Du diese Flexibilität meist nicht, da sie Dir als fehlende Karriere-Motivation zur Last gelegt wird.

Also einfach zu sagen "Es geht" ist mir zu einfach. "Ein bisserl was geht immer" sagte schon Monaco Franze, aber ob man so zu einem zufriedenen Vater oder einer zufriedenen Mutter wird und gleichzeitig mit seiner "Karriere" zufrieden ist, ist doch fraglich.

Gruß

Hans

Hi Hans,

sorry, ich war gestern müde und wohl ein bisschen schnell. Ich war leitende Angestellte in Führungsposition bis Sohnemann 5 war, danach bin ich mehr oder minder zufällig selbstständig geworden und bin damit unglaublich zufrieden, gerade auch wg. der Flexibilität.

Wobei bei aller Flexibilität, Termine sind Termine, manchmal kann man eben nicht aus.

Unterstützung durch den Partner ist gerade hier in D mit der etwas schwierigeren Betreuungsituation schon recht wichtig. Selbst wenn er auch Karriere macht, dass man sich zB abwechseln kann mit Bringen/Abholen, Abendsterminen, evtl. nötigen WE-Terminen etc.

Und was Yana schon aufs Tapet gebracht hat, ist auch ein sehr wichtiger Punkt: ein bzw. zwei gute Gehälter sichern einem natürlich auch eine größere Auswahl bei der Kinderbetreuung bzw. lässt einem auch bei der Auswahl der Möglichkeiten und der Qualität viel mehr Spielraum.

Zwei gute Gehälter erlauben einem zB eine nette, süße Tagesmutter für zuhause, das ist sehr angenehm gerade für Kleinkinder. Normalerweise kann die Tagesmutter dann auch ein bisschen vom Haushalt mitmachen, das ist auch eine große Entlastung.

Damit die Zeit zuhause dann auch wirklich Zeit für Kind, Partner und Freizeit ist.

LG
Suresnes

Inaktiver User
08.03.2007, 21:10
Hallo Marla :smile:

Ich habe die anderen Postings nur teilweise überflogen von daher entschuldige ich mich gleich dafür, falls ich irgendetwas wiederholen sollte.



Ich wünsche mir Impulse und Anregungen wie es funktionieren kann - Erfolgsmodelle, die Probleme wie Kita-Öffnungszeiten, Bindungstheorien, Dienstreisen, Kinderkrankheiten, Chefs-die-nicht-daran-glauben, Rabeneltern-Vorwürfe etc. für sich geregelt bekommen. Und wenn mir jemand mit einem wirklich guten Spezial-Forum o.ä. weiterhelfen kann, würde ich mich auch sehr freuen. Ansonsten denke ich, gehört mein Thema schon in dieses Forum, denn es ist für mich Teil der "neuen Frauenbewegung".

Wir haben eine etwas andere Situation, aber ich denke ich kann dir vielleicht trotzdem weiterhelfen. Nach der Geburt meines Sohnes war ich erstmal zuhause und bekam auch relativ schnell das Zweite. Zu meinem Sohn hatte ich eine sehr intensive Beziehung. Als meine Tochter geboren wurde wechselten mein Mann und ich. Ich ging arbeiten, er betreute die Kinder. So bitter es ist- die Beziehung zu meiner Tochter ist niemals soooo intensiv gewesen, wie die zu meinem Sohn. Ich liebe beide Kinder, keine Frage, aber die Bindung ist (wenn auch heute nach vielen Jahren nicht mehr so gravierend zu spüren) eine Andere, das ist Fakt. Bei meinem Jüngsten merke ich dass ich von zuhause aus arbeite, die Bindung ist sehr intensiv.

Soviel erstmal zum Thema Bindungserfahrungen...

Die Frage ist, ab wann du wieder arbeiten möchtest. Direkt nach dem Mutterschaftsurlaub (8-12 Wochen) oder erst ab einem gewissen Alter des Kindes? Da gibt es gravierende Unterschiede bei der Organisation.

Wenn du stillen möchtest, musst du auf eine ausgewogene Ernährung achten, genügend trinken und sehr wahrscheinlich mehrmals täglich abpumpen. Alles nicht so wirklich das was man normalerweise auf der Arbeit tut.

Außerdem unterschätzen angehende Eltern oft den Schlafmangel. Du kannst Glück haben und dein Kind schläft nach 6 Wochen durch, also 8 Stunden am Stück, aber das ist eher die Ausnahme. Ich nehme mal ein schlimmes Beispiel, um vorzubereiten :freches grinsen:

Mein jüngster Sohn war eine Frühgeburt. Ich musste 3 Wochen mit ihm im Krankenhaus bleiben. Bei der U3, einer Untersuchung durch den Arzt, erlitt mein Sohn einen Leistenbruch und musste direkt operiert werden. Nach diesem Krankenhausaufenthalt hatte er einen totalen seelischen Knacks weg und schlief die nächsten 6 Monate ausschließlich tagsüber (trotz Ritualen und Mamaerfahrung). Es musste also immer jemand nachts wachbleiben. Dann begann er nachts zu schlafen, wachte aber alle 2 Stunden auf, musste 1 Stunde geschleppt werden, schrie wieder nach 2 Stunden. Als sich sein Schlafen endlich einpendelte kamen die ersten Zähne. Das tut weh und bedeutet...richtig, wenig Schlaf (wir befinden uns aktuell im 1. Lebensjahr).

Sowas kann jedem passieren :knatsch:

Selbst wenn eine Frau zuhause bleibt und der Partner arbeitet wird sie insbesondere die ersten 3-5 Monate SEHR geschafft sein.

Ich halte mich für eine starke und belastbare Frau, aber bei meinem Jüngsten kam ich auch erstmal ohne Job an meine natürlichen Grenzen.

Das nächtliche Geschrei (wegen Hunger z.B.) ist auch für denjenigen belastend der liegen bleiben kann.

Ein Halbtagsjob mit kleinem Baby ist schon richtig stramm!

Ein weiterer Aspekt: Wie gut wird die Geburt verkraftet. Kaiserschnitt oder normal? Was ist bei Komplikationen nach einem Kaiserschnitt oder Folgen durch einen schlecht heilenden Dammriss oder Schnitt. Ich hatte vor einem Jahr eine OP am Steißbein aufgrund der Komplikationen die sich aus der ersten Geburt ergeben haben. Die erste Geburt ist fast 6 Jahre her...

Chefs. Chefs ist es egal wenn jemand seine Arbeit macht wie immer. Aber jede Schwäche, jedes miserable Aussehen nach einer durchwachten Nacht, jeder Fehler wird darauf geschoben, dass Karriere und Familie in dieser Form nicht zu vereinbaren seien. Auch wenn Nachbars Otto genauso ankommt weil er eine Nacht durchgesoffen hat. Meine Erfahrung. Mein Lob an alle Chefs, Vorgesetzten, Arbeitskollegen und "Kunden" die nicht so sind.

Rabeneltern-Vorwürfe, ach die gibts bei allem. Wenn du dein Kind in keinem Verein anmeldest oder zuvielen, wenn du deinem Kind einen Schnuller gibst oder eben keinen, wenn du eine frühzeitige Betreuung auswählst oder deinem trotzenden Kind aufgrund einer Absprache an der Supermarktkasse nichts Süßes kaufst. Das kannste beiseite schieben :freches grinsen: Da braucht man einfach ein dickes Fell.

Thema Dienstreisen. In diesem Fall bist du darauf angewiesen, dass dein Partner bereit ist die Versorgung des Kindes zu übernehmen, was bei der Berufstätigkeit des Mannes und einem besonders jungen Kind schwierig werden kann und für Zündstoff sorgt. Oder man braucht Schwiegereltern. Mit einer Einrichtung kannste da nix machen. Oder Kind mitnehmen :ooooh:

Kinderkrankheiten. Schnupfen, Husten, Fieber, Durchfall- damit muss man immer rechnen. Bei Durchfall und Fieber kannst du dein Kind nicht fremdbetreuen lassen. Bei den klassischen Kinderkrankheiten können die Kinder ebenfalls nicht fremdbetreut werden, wobei die ja auch nicht alle in einem Jahr kommen, wenn überhaupt.

Schwieriger wird es wenn das Kind eine Behinderung hat oder eine schwere angeborene Krankheit wie Mukoviszidose, Phenylketunurie, Epilepsie oder sowas. Wie das dann gehen soll weiß ich nicht :wie?:

Viele wenn und aber, aber ich möchte hier mal bewusst aufschreiben, was auf einen zukommen kann. Besser sein kann es ja immer *g*

Was die Betreuung angeht:

Es gibt Krippenplätze für Kinder ab 6 Monaten. Die Wartelisten sind lang, die Betreuung ist aber niemals so intensiv wie mit nur einer Bezugsperson. Die Bindung zum Erzieher ist dennoch sehr stark, unter Umständen sogar zeitweise stärker als zum Elternteil.

Tagesmütter halte ich da für angebrachter, sind sogar günstiger und flexibler im Hinblick auf Krankheitsfälle. Was aber wenn die Tagesmutter krank wird.

Au Pair finde ich sehr sinnig, aber auch nicht bei den ganz Jungen. Das wäre mit einem jungen Mädl zu riskant aufgrund der hohen psychischen und körperlichen Belastung.

Ab etwa 18 Monaten gib es Tagesstättenplätze. Die sind von den Zeiten her okay, wenn jemand Punkt 17 oder 18 Uhr alles liegenlassen kann. Dort wird auch Essen angeboten, Mittagschlaf etc.

Die ideale Betreung gibt es in diesem Fall aber tatsächlich nicht.

Ein weiterer Punkt ist dass man die Muttergefühle nicht unterschätzen sollte. Auch Karrierefrauen bekommen unter Umständen ein schlechtes Gewissen, haben die begründete Angst wichtige Meilensteine zu verpassen (das erste Wort, die ersten Schritte).

Dann muss man sich ganz klar die Frage stellen ob man überhaupt etwas von dem Kind hat! Was hat ein Kind von euch, abgesehen von Wochenenden und Feiertagen?

Wenn dein Arbeitstag um 7 Uhr beginnt und du um 18 Uhr nach Hause kommst, siehst du dein Kind unter Umständen gar nicht.

Wie gesagt, ich möchte nicht schwarz malen und meine Hochachtung an alle die doch einen Weg gefunden haben :blumengabe:

Meine höchstpersönliche Empfehlung: Auf alle Fälle 18 Monate einplanen im Hinblick auf die Betreung, die Mutter-Kind-Bindung und die Belastbarkeit der Mutter und der Familie. Die veränderte Familienkonstellation sorgt auch für reichlich viel Reibungspunkte.

Wenn es um eine Halbtagsstelle geht (auch wenn du es nicht wissen wolltest) glaube ich, dass man damit auch deutlich früher richtig gut fahren kann- auch wenn es SUPER anstrengend ist.

Bei uns ist es aktuell so, dass meine beiden Großen halbtags im Kindergarten sind (bis 13.30 Uhr), der Kleine ist zuhause. Ich kann (welch ein Glück!) flexibel von zuhause arbeiten. Ich schreibe wieder seit der Kleine 8 Monate alt ist und komme auf ein Pensum von etwa 5-8 Stunden pro Tag (oder besser Abend/Nacht vereinzelt Morgenstunden). Das ist zu schaffen wenn man nur wenig Schlaf braucht und Ehrgeiz hat (den hast du ja auch :freches grinsen:) aber ich habe eben meinen Jüngsten immer dabei, muss nichts großartig organisieren, dieses Glück haben auch nicht alle.

Ich für meinen Teil hätte es aufgrund organisatorischer (Fremdbetreuung, Krankheiten, nicht immer alles fallen lassen können, Anfahrtwege) und emotionaler Gründe (Angst etwas zu verpassen) nicht geschafft, dass wir beide unsere volle Berufstätigkeit außer Haus hätten weiterführen können.

Ich bin mir bewusst das das alles sehr negativ klingt, aber es war mir wichtig dem ganzen doch mal einen harten aber realitischen Touch zu geben :zwinker:

LG zoneja :blumengabe:

Eva39
09.03.2007, 10:55
Zu dem, was zoneja schreibt, könnte ich auch noch Geschichten beisteuern.

Mein erstes Kind war ebenfalls sehr anstrengend. Er verlangt heute noch (13 Jahre) sehr viel Aufmerksamkeit. Er hat als Baby z. B. kaum geschlafen. An Berufstätigkeit in den ersten Monaten war nicht zu denken, zumal ich nachts im besten Fall mal eine Stunde am Stück schlafen durfte. Ich habe an meiner Doktorarbeit geschrieben als er schlief. Aber auch das hielt ich nicht lange durch.

Ich halte mich auch für eine sehr belastbare Frau, aber ohne Schlaf geht jeder irgendwann kaputt. Mit wenig Schlaf kommt man nur eine gewisse Zeit lang aus.

Nachsicht durch die Chefs habe ich auch nicht erlebt.

Ich finde nicht, dass zoneja's Beitrag negativ ist. Ich halte ihn aufgrund meiner persönlichen Erfahrung für realistisch.

Mein Partner und ich hatten zu Anfang (nach ca 18 Monaten) beide einen Teilzeitjob (2/3 Stelle). Leider musste ich recht schnell Vollzeit (Abwesenheit ca 12 Stunden) arbeiten, weil er sich aus ALLEM zurückzog.

Also ohne den Partner kalkulieren finde ich nicht beziehungs- bzw. familienfördernd. Das macht man nicht lange mit und die Familie könnte zerbrechen.

Leider kann man nur im Nachhinein sehen, ob der Partner für diese Konstellation geeignet war/ist. Niemand (auch die Frau) kann einschätzen, was auf sie zukommt und wie man sich entwickelt. Deshalb kann es funktionieren oder auch nicht.

HansDampf
09.03.2007, 13:56
Tja.


Habe ich mir dann auch überlegt, wieviele Männer ich kenne, die davon überzeugt sind, im Beruf absolut unentbehrlich zu sein. Und ob einer von denen wohl derartige Bedenken gewälzt hat, bevor er Vater wurde.

Hallo Minstrel,

Da fallen mir die Worte von Steve Biddulph ("Männer auf der Suche") ein: Ein Mann der mehr als 50 Stunden (inlusive Weg zur Arbeit) pro Woche von seiner Familie abwesend ist kann kein guter Vater sein.

Daher finde ich es dringend notwendig, einer Rabenvater-Debatte zu eröffnen!

Gruß

Hans

HansDampf
09.03.2007, 14:05
Was mich ein wenig stört ist, wenn man das Wort "Karriere" für "Berufstätigkeit" im weitesten Sinn einsetzt. Jeder versteht unter Karriere etwas anderes. Macht man denn gleich "Karriere", wenn man berufstätig ist?



Hallo Eva,

ich versuche, "Karriere" nicht mit "Berufstätigkeit" gleichzusetzen.
Daher denke ich ist ein zufriedenes Familienleben mit Vollzeit-berufstätigen Eltern, einer Partnerschaft auf Augenhöhe und einer Putzfrau machbar.:smile:

Karriere beginnt da für mich, wenn ich mich entscheide, bei Interessenkonflikten (z.B. ein Meeting beim Chef und Zeitgleich ein Kino-Termin mit den Kindern) zur Loyalität mit dem Chef zu tendieren, da dieser über mein berufliches Fortkommen entscheidet. Wenn Vater und Mutter eine solche Karriere-Einstellung haben wird es sicherlich mit Kindern schwierig.
Denn wenn ich den beruflichen Erfolg brauche für mein Selbstwertgefühl, die "Vernachlässigung" der Kinder ein schlechtes Gewissen erzeugt und der Chef mich nicht leiden kann weil meine Kinder permanent krank sind und ich oft auf Arbeit fehle, dann machen mich meine Kinder und mein Job unglücklich. Und das ist die schlechteste aller Lösungen.

Gruß

Hans

Eva39
09.03.2007, 14:17
Hallo Eva,

Karriere beginnt da für mich, wenn ich mich entscheide, bei Interessenkonflikten (z.B. ein Meeting beim Chef und Zeitgleich ein Kino-Termin mit den Kindern) zur Loyalität mit dem Chef zu tendieren, da dieser über mein berufliches Fortkommen entscheidet.


Heute entscheidet er nicht nur über dein berufliches Fortkommen, sondern vielleicht sogar über deine berufliche Existenz, wenn er dich als unloyal einstuft. Dann wird's schwierig ....

HansDampf
09.03.2007, 14:24
Heute entscheidet er nicht nur über dein berufliches Fortkommen, sondern vielleicht sogar über deine berufliche Existenz, wenn er dich als unloyal einstuft. Dann wird's schwierig ....

Ja, aber nicht schwierig genug um mich um meiner beruflichen Existenz willen verbiegen zu lassen. Schließlich habe ich auch eine menschliche Existenz, die mir wesentlich wichtiger ist. Leben um zu arbeiten ist mir als Modell nicht attraktiv genug.

Gruß

Hans

Eva39
09.03.2007, 14:34
Ja, aber nicht schwierig genug um mich um meiner beruflichen Existenz willen verbiegen zu lassen. Schließlich habe ich auch eine menschliche Existenz, die mir wesentlich wichtiger ist. Leben um zu arbeiten ist mir als Modell nicht attraktiv genug.

Gruß

Hans

Ich wollte damit sagen, dass wir diese Konflikte auch haben und ständig abwägen müssen, auch wenn wir keine "Karriere" machen wollen.

Chinchilla
09.03.2007, 15:36
Hallo Marla 32,
bin Mutter einer Tochter, verheiratet und habe zwar keinen Vollzeitjob, aber eine Vollzeitausbildung absolviert, als meine Tochter 3 Jahre alt war. Vielleicht können dir meine Erfahrungen helfen. Ich hatte weder einen Kindergarten-, Kita- oder sonstwas-Platz, keine Mutter oder Schwiegermutter in der Nähe; so habe ich mich für eine Tagesmutter entschieden, die ich sorgfältig ausgewählt habe und bei der ich meine Tochter erst kurz, dann länger gelassen habe, bis ich den Eindruck hatte, dass sie sich dort wohl und geborgen fühlt. Da eine Tagesmutter flexibel ist, sind Dienstreisen, Termine außerhalb der üblichen Arbeitszeiten etc. in der Regel kein Problem; ich habe mir zusätzlich ein Netzwerk von Freundinnen und einer älteren Nachbarin geschaffen, die in Notfällen eingesprungen sind. Ich hatte stets das Gefühl dass mein Kind glücklich ist und ihr nichts fehlt. Wenn ich zuhause war, habe ich meine Zeit vorrangig mit ihr verbracht. Mittlerweile ist sie 18, macht demnächst ihr Abitur, ist selbstbewusst, intelligent und fröhlich. Wir haben eine sehr gute Beziehung und wenn ich sie anschaue, bin ich schon sehr stolz und glücklich. Mittlerweile arbeite ich wieder Teilzeit, denn man muss natürlich sehen: Auch wenn das Modell Job und Kind funktionieren kann, so hat man doch zumindest gefühlsmäßig Kompromisse zu machen. Man kann viele wichtige Stationen und Ereignisse im Leben seines Kindes nicht miterleben und man muss wissen, dass man doch öfter mal nicht 100prozentig mit seinen Gedanken beim Job sein kann, wenn der Nachwuchs krank ist, Probleme hat etc. Da wird die Sache zum Spagat, der oft schwer ist. Ich habe dann meine Arbeitszeit kurz nach der Ausbildung reduziert. Die Gründe lagen aber eher bei mir. Mein Kind war zwar stets ausgeglichen und gut drauf, aber ich hatte doch auf Dauer das Gefühl, mich nichts richtig widmen zu können und wollte einfach wieder mehr bei meinem Kind sein. So ist meine Geschichte nur eine Teil-Erfolgsstory. Ich weiß, dass Vollzeitarbeit und Kind funktionieren können, zumindest eine Zeit lang, aber es gehört sehr sehr viel dazu. Überleg es dir gut, ob du dich nicht doch zumindest zeitweise nur für eins von beidem entscheidest.

Inaktiver User
09.03.2007, 21:11
@zoneja
Deinen Beitrag finde ich sehr gut-und vor allem ehrlich!
Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, dass man Kinder nicht "planen" kann.
Man kann sich ein Kind wünschen, und hoffen, dass alles nach Plan läuft, aber Kinder sind Individuen, die sich nicht morgens aufziehen lassen, tagsüber problemlos funktionieren und abends in die Ecke gestellt werden.
Meine Tochter litt als Neugeborenes an einer Dystrophie (Ernährungsstörung). Sie musste regelmäßig gestillt und zugefüttert werden-ich hätte niemals nach ein paar Wochen, oder auch nach 6 Monaten wieder arbeiten gehen können, denn das wäre der Gesundheit des Kindes und auch meiner eigenen nicht zuträglich gewesen.

helen38
10.03.2007, 20:43
Sehr ehrliche Antwort von Zoneja - genauso isses (manchmal). Unbedingt sollte man vorher versuchen zu klären, ob und in welchem Umfang der Vater in der Lage ist, sich mit der Mutter in die Kinderbetreuung zu teilen. Vielleicht gibt es ja auch hilfs- und einsatzbereite Großeltern. In meinem Falle (ich habe 2 Kinder) traf beides zu, es gab außerdem Vollzeit-Kitaplätze, und ich habe einen relativ verständnisvollen Arbeitgeber. Allerdings habe ich nicht die ganz große Karriere gemacht :smile: , aber das hat ja ohnehin nicht jede(r) vor, trotzdem habe ich einen anstrengenden, aber interessanten Vollzeitjob.
Also, es geht - aber einfach ist es nicht. Aber was ist schon einfach im Leben? :zwinker:

Beatus
27.03.2007, 12:45
Hallo!

Mich beschäftigt als Schwangere dieses Thema im Moment sehr und freue mich über die interessante Diskussion der letzten 2 Seiten (wenn man dann die ersten beiden Seiten mal verdaut hat).

Unser Baby kommt in 10 Wochen und wir haben sehr lange hin und her überlegt wie es für uns drei und für unsere Arbeitgeber machbar ist. Eine längere Auszeit ist wg. meiner Tätigkeit ohne Vertretung nicht machbar, so dass ich mich entschieden habe nach 3 Monaten wieder mit 24 Std/Woche anzufangen. An 2Tg/Monat kann ich von zu Hause aus arbeiten. Mein Mann bleibt sehr wahrscheinlich ein paar Monate zu Hause. Außerdem arbeitet er Schicht, so dass ich ca. nur für 10 Std./Woche eine Tagesmutter brauche.

Leider noch kein Erfolgsbereicht aber vielleicht kann ich dann im Herbst berichten wie es so gelaufen ist.

Ich war doch sehr erstaunt, dass unser "Modell" bei Kollegen, Familie und Freunden so wenig akzeptiert wird. Man kommt immer wieder in Rechtfertigungs- und Erklärungsnot, so dass ich mittlerweile die Frauen die sich für Beruf und gegen Kind entscheiden verstehen kann. Denn neben Doppelbelastung und Schlaflosigkeit hat man nun auch noch gegen sein (von anderen eingeredetes) schlechtes Gewissen und ständigen Vorbehalten soie Rabenmütter-Vorwürfe zu kämpfen.

Finde es wirklich schlimm, wie Mütter, statt zusammen zu halten, sich gegenseitig bekriegen. Oft geht es in der Schwangerschaft schon los:

Ernährung in der Schwangerschaft
Stillen oder Flasche
Arbeiten oder nicht usw.

@Marla: schau mal bei http://www.berufstaetige-muetter.de
Finde die Seite ganz interssant.

Gruß Beatus

Yana
27.03.2007, 14:22
Ich war doch sehr erstaunt, dass unser "Modell" bei Kollegen, Familie und Freunden so wenig akzeptiert wird. Man kommt immer wieder in Rechtfertigungs- und Erklärungsnot,

Ja leider denken die meisten Menschen immer noch in alten Strukturen.
Das ist sehr verunsichernd, gerade beim ersten Kind. Man hat selbst noch keine Erfahrung, möchte natürlich alles richtig und gut machen und sieht sich dann Rabenmütter-Vorwürfen ausgesetzt noch bevor das Baby überhaupt da ist.
Funktioniert dann trotz tollem Plan vielleicht wirklich am Anfang etwas nicht so gut dann kommt die Keule: "ich hab's dir ja gleich gesagt."

Beim ersten Kind bin ich am Anfang fast verzweifelt, aber ich musste arbeiten, sonst hätten wir nicht leben können.
Heute bin ich froh darum, dass ich arbeiten musste, denn mit der Zeit hat sich alles super entwickelt und damit waren sämtliche Zweifel wie weggefegt und beim zweiten und dritten Kind war das Weiterarbeiten selbstverständlich und überhaupt kein Problem mehr. (Nur die Krippenplatzsuche war bei jedem Kind ein Problem.)

Wahrscheinlich liegt die ablehnende Haltung anderer Menschen darin begründet, dass sie es sich einfach nicht vorstellen können, dass es mit der richtigen Organisation wirklich gut klappt.
Vielleicht sind das auch Menschen, die nicht gut organisieren können, sich deshalb selbst damit überfordert sehen würden und es deshalb auch anderen Müttern nicht zutrauen Beruf und Familie zu vereinen.

Lass dich auf keinen Fall beirren. Nur du und dein Partner habt über eure Familie zu entscheiden.

Ich wünsche euch viel Glück:blumengabe:

Inaktiver User
27.03.2007, 18:21
Ich war doch sehr erstaunt, dass unser "Modell" bei Kollegen, Familie und Freunden so wenig akzeptiert wird. Man kommt immer wieder in Rechtfertigungs- und Erklärungsnot, so dass ich mittlerweile die Frauen die sich für Beruf und gegen Kind entscheiden verstehen kann. Denn neben Doppelbelastung und Schlaflosigkeit hat man nun auch noch gegen sein (von anderen eingeredetes) schlechtes Gewissen und ständigen Vorbehalten soie Rabenmütter-Vorwürfe zu kämpfen.

Das habe ich zu Anfang, als ich in Deiner Situation war, noch für Einzelfälle gehalten, die nur etwas verknöchert und uninformiert sind. Im Laufe der Zeit ist mir so viel Bosheit, Dreistigkeit und Übergriffiges begegnet, dass ich es mittlerweile für sehr weit verbreitet halte.

Sprachlos macht es mich nach wie vor, mit welcher Selbstverständlichkeit hier gegen alle weltweit gelebten positive Beispiele mit Vorurteilen argumentiert wird und wie leicht es dabei persönlich wird, indem man (meist ausschliesslich) die Mutter diffamiert.

Eine Erfahrung war es auf alle Fälle wert und das Ergebnis ist nach wie vor so positiv, dass ich mit meinem Drittklässler sagen kann: es war ein guter Weg.

Dir alles Gute und nur nicht kirre machen lassen

vita

Lisa_S
14.06.2007, 14:04
Flexible Jahresarbeitszeiten, Teleworking, Jobsharing, Kinderbetreuung am Arbeitsplatz, Freiberuflertum, Selbstständigkeit, Betreuung des Kindes durch Familienmitglieder oder eine nette Nachbarin?

annapaulemax
14.07.2007, 19:12
Hallo Beatus

Jetzt dürfte dein Knirps (oder deine Knirpsin) ja auf der Welt sein, (Gratuliere, ich hoffe alles ist gut gegangen!) und frage mich - meinst du, deine Pläne werden sich umsetzen lassen?

Würde mich interessieren!

Viele Grüsse

annapaulemax