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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossiertalk: Gut angezogen im Job



BRIGITTE Community-Team
23.02.2007, 15:11
Liebe Userinnen,

selbstverständlich kommt es im Job vor allem auf eines an: Kompetenz.
Trotzdem kann das richtige Outfit dabei helfen, Ihre Stärken und Talente zu unterstreichen.

Wie wichtig ist Ihnen, was Sie bei der Arbeit tragen? Sind Sie im Job stilsicher?

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Austausch,
Ihre Redaktion Brigitte.de

Übrigens: Hier können Sie ein Interview mit Style-Berater Mario Eimuth lesen. (http://www.brigitte.de/job/karriere/dossier-mode-interview/?p=1)

Das ganze Dossier zum Thema finden Sie in der neuen BRIGITTE (Heft 6, ab 28.2. am Kiosk)

Inaktiver User
23.02.2007, 16:36
Wie wichtig ist Ihnen, was Sie bei der Arbeit tragen? Sind Sie im Job stilsicher?


Ich lege bei meiner Arbeit sehr viel Wert auf mein Äußeres, eine gepflegte Erscheinung ist in meinem Arbeitsbereich unerläßlich, da ich als Schnittstelle das Unternehmen mit repräsentiere.

Ein wenig orientiere ich mich daran, was die anderen Kollegen/innen tragen, im normalen Arbeitalltag ist Jeans mit chicen Schuhen und Oberteil gerne gesehen. Bei Meetings mit Externen ist Hosenanzug angesagt. Immer dezentes Make up und gut frisiert ist eh klar. Macht mir aber auch Spaß!:smirksmile:

Eva21
28.02.2007, 20:54
Kaputtgelacht habe ich mich beim Lesen des Statements, man dürfe niemals zwei Mal in einer Woche dasselbe Outfit tragen, weil das suggeriere, man sei abends nicht nach Hause gekommen.

Klasse! Demnächst werde ich mich auch umziehen, wenn ich mittags mal heimkomme.

Karla48
28.02.2007, 21:06
Das sehe ich aber auch so. Mein Chef kann meine Jeans, weißen Blusen und Rollis sowieso nicht auseinander halten :-))

Völlig übersehen wird bei den ganzen Ratgeber-Stories m.E. auch immer, dass nicht jeder Job im toughen Business-Bereich angesiedelt ist. Im sozialen Bereich z.B. spielt Kleidung eine wesentlich untergeordnetere Rolle (eher in Richtung: Hauptsache praktisch...).

Es fehlt auch der Hinweis darauf, dass wohl auch der Unternehmens-Trend eine Rolle spielt. Wenn der Chef in Jeans und Sweatshirt kommt, passt die Kleid-und-Kaschmir-tragende Mitarbeiterin vielleicht nicht so optimal. Und wenn er Birkenstock trägt, dann passt die Sekretärin doch auch in Birkenstocks zu ihm - alles schon gesehen :-))
Es gibt doch auch diese Spielregel, nach der man niemals ein teureres Auto als der Chef fahren soll. Das läßt sich doch auch auf die Kleidung übertragen, oder?

Inaktiver User
05.03.2007, 16:29
Mal ganz davon abgesehen, daß ich einen hysterischen Schreikrampf kriege, wenn noch mal jemand behauptet, unerlässliche Bestandteile einer Business-Garderobe seien ein schwarzer Hosenanzug und eine weiße Bluse... Zwei Sätze weiter steht dann was von "aber bitte nicht verkleiden" :gegen die wand:

Tut mir ja schrecklich leid, aber in Hosenanzug und Bluse fühl ich mich verkleidet. Mal ganz davon abgesehen, daß ich bisher sehr wenig "offizielle Business-Mode" gesehen hab, die weiblichen Körperformen schmeichelt. Und mit "weiblich" meine ich: Busen oberhalb von Körbchengröße B, Taille und Hüften, Oberschenkel.
Geschwungene, kurvige Formen und keine Bretter.
Der Einkauf "offizieller" Bekleidung ist für mich jedenfalls immer ein Alptraum: Blusen/Jacketts spannen über dem Busen, wenn nicht, hängen die Schultern bzw. schlabberts am Bauch.
Hosen sind entweder an den Oberschenkeln so eng, daß man jede Delle einzeln abzählen kann, dafür aber stehen sie an der Taille 10cm ab. Oder aber sie sind im "figurfreundlich-zeitlosen" Oma-Schnitt, mit schmalem Abschluss und - oh Grauen - vielleicht noch mit "frechem" Schlitz am Saum *schauder*

Mit meiner Figur ist Klamottenkauf sowieso schwierig, aber sobald es in den Business-Bereich geht, ist es komplett aus. Zum Glück kann ich auch mit Jeans und Oberteil arbeiten, bewege mich damit aber schon am unteren Ende des Kleidungsspektrums.

Von solch schwierigen Fällen war aber im Bericht nichts zu lesen. Nur ziemlich allgemeingültige Weisheiten. Schade, ich finde, aus dem Thema hätte man mehr machen können.

Was mir auch fehlte, war eine über reine Modefragen hinausgehende Beschäftigung mit dem Thema. Zum Beispiel: Warum gibt es überhaupt sowas wie Business-Bekleidung (spezielle Berufsbekleidung für z.B. Ärzte, Gießereiarbeiter usw. mal beiseite)?
Und warum muss sie so farblos sein?
Fühlen wir uns wirklich kompetenter beraten, wenn die Dame/der Herr hinter dem Bankschalter im Pinguin-Einheitslook rumlaufen und man ihnen deutlich ansieht, daß sie sich unwohl fühlen?
Warum sind Herrenanzüge immer schwarz, grau oder dunkelblau, bei besonders modemutigen auch mal braun?
Warum wollen/müssen wir Frauen uns da anpassen, wenn wir Erfolg haben wollen?
Was macht eine Bluse "besser" als ein Shirt und warum ist eine weiße Bluse besser als z.B. eine grüne?

noxima
06.03.2007, 10:45
Ich bin in einem 'normalen' Büro tätig, ohne größeren Publikumsverkehr. Trotzdem achte ich täglich auf eine gute Kleidung. Jeans höchstens dann zum eleganten Blazer. Eine Kleiderordnung haben wir nicht. Kostüm finde ich jedoch sehr unflexibel über den Tag, da würde ich mich auch nicht wohlfühlen. Ich habe meistens eine Bluse zu Hose, oder ein Seidenrolli mit Blazer etc. an.

Sportliche Kleidung gehört für meine Begriffe in den Freizeitbereich. Wenn ich manchmal sehe, dass Mitarbeiter in öffentlichen Bereichen (Bank, etc) Sweat-Shirts anhaben, das finde ich unpassend.

Im Winter geht es ja noch....aber wenn der Sommer mit seinem Sandalen-Look kommt, oh Graus:freches grinsen:

Inaktiver User
10.03.2007, 21:20
Mal ganz davon abgesehen, daß ich einen hysterischen Schreikrampf kriege, wenn noch mal jemand behauptet, unerlässliche Bestandteile einer Business-Garderobe seien ein schwarzer Hosenanzug und eine weiße Bluse... Zwei Sätze weiter steht dann was von "aber bitte nicht verkleiden" :gegen die wand:

Dem kann ich nur zustimmen. Ich gehöre auch zu den Business-Frauen und besitze nicht einen einzigen Hosenanzug und ich glaube, ich hatte mal eine weisse Bluse, überlege auch manchmal, ob ich nicht eine brauchen könnte, wenn ich solche Fotostrecken sehe, komme aber regelmässig zu der Erkenntnis, dass ich sie noch nie vermisst habe.

Es ist nicht mal im Ansatz nötig, sich mit Hosenanzug und weisser Bluse auszustatten, um businessgerecht gekleidet zu sein.

Das ist eher was für die Neulinge oder die phantasielosen, die wie Frau Merkel eine Stylistin beschäftigen, die ihnen erzählt, es gäbe nichts besseres, um so mit der ansonsten meist männlichen Masse zu verschmelzen.

Ich halte es da eher mit meinen französischen Kolleginnen, die weiblicher gekleidet auch zum Ziel und vor allem zu Führungsposistionen kommen.


Tut mir ja schrecklich leid, aber in Hosenanzug und Bluse fühl ich mich verkleidet. Mal ganz davon abgesehen, daß ich bisher sehr wenig "offizielle Business-Mode" gesehen hab, die weiblichen Körperformen schmeichelt. Und mit "weiblich" meine ich: Busen oberhalb von Körbchengröße B, Taille und Hüften, Oberschenkel.

Das geht mir ganz genauso. Ich wüsste auch nicht, welchen Vorteil ein solches Outfit bringen sollte, denn das trägt eher dazu bei, zu verschwinden.


Geschwungene, kurvige Formen und keine Bretter.
Der Einkauf "offizieller" Bekleidung ist für mich jedenfalls immer ein Alptraum: Blusen/Jacketts spannen über dem Busen, wenn nicht, hängen die Schultern bzw. schlabberts am Bauch.

Ich habe bei zwei Firmen bisher gute Erfahrungen gemacht, wenn ich nicht selbst zur Nähmaschine greife. Das eine ist Aust, die Businessmode verkaufen und das andere Landsend, bei denen ich grad heute Abend aus dem Specialoffers-Angebot einiges bestellt habe.


Hosen sind entweder an den Oberschenkeln so eng, daß man jede Delle einzeln abzählen kann, dafür aber stehen sie an der Taille 10cm ab. Oder aber sie sind im "figurfreundlich-zeitlosen" Oma-Schnitt, mit schmalem Abschluss und - oh Grauen - vielleicht noch mit "frechem" Schlitz am Saum *schauder*

Hosen trag ich im Büro so gut wie gar nicht. Sie sind mir meist zu warm, wenn ich den ganzen Tag im geheizten Büro verbringe und ich empfinde sie auch als unförmig und unbequem.


Mit meiner Figur ist Klamottenkauf sowieso schwierig, aber sobald es in den Business-Bereich geht, ist es komplett aus. Zum Glück kann ich auch mit Jeans und Oberteil arbeiten, bewege mich damit aber schon am unteren Ende des Kleidungsspektrums.

Schau mal bei den beiden Händlern, von denen ich oben schrieb.


Von solch schwierigen Fällen war aber im Bericht nichts zu lesen. Nur ziemlich allgemeingültige Weisheiten. Schade, ich finde, aus dem Thema hätte man mehr machen können.

Schade ist es zwar, aber das ist immer auf Einheitsgrösse 38 zugeschnitten und Probleme gibt es dabei nicht.


Was mir auch fehlte, war eine über reine Modefragen hinausgehende Beschäftigung mit dem Thema. Zum Beispiel: Warum gibt es überhaupt sowas wie Business-Bekleidung (spezielle Berufsbekleidung für z.B. Ärzte, Gießereiarbeiter usw. mal beiseite)?
Und warum muss sie so farblos sein?

In anderen Ländern hat man dazu andere Ansichten, unter denen die Kompetenz nicht leidet. Das sehe ich immer wieder. Ein Problem sind für mich Kongresse, wo die Hälfte der Frauen scheinbar Berichte wie den hier angesprochenen als Anleitung zur Kleiderauswahl zu Rate zieht. Langweilig ist das und mehr nicht.

Meiner Meinung nach ändert es sich allerdings langsam, bleibt aber stilvoll und leider meist teuer von der Tasche über die Schuhe bis hin zu den anderen Teilen des Outfits.


Fühlen wir uns wirklich kompetenter beraten, wenn die Dame/der Herr hinter dem Bankschalter im Pinguin-Einheitslook rumlaufen und man ihnen deutlich ansieht, daß sie sich unwohl fühlen?
Warum sind Herrenanzüge immer schwarz, grau oder dunkelblau, bei besonders modemutigen auch mal braun?
Warum wollen/müssen wir Frauen uns da anpassen, wenn wir Erfolg haben wollen?
Was macht eine Bluse "besser" als ein Shirt und warum ist eine weiße Bluse besser als z.B. eine grüne?

Fragen über Fragen. Ich fühle mich kompetent beraten, wenn der Mensch, von dem ich mir Beratung erhoffe, kompetente Argumente liefert, wieso ich seiner Ansicht folgen oder sein Produkt bevorzugen soll. Dass dazu ein Auftreten einschliesslich Kleidung gehört, das passend zum Mann oder der Frau gewählt ist, sah ich jetzt an einem schönen Beispiel.

Karstadt hat die kleineren Häuser verkauft und diese wurden jetzt von Hertie übernommen, die ein vorgeschriebenes Auftreten für ihre Belegschaft haben, wie mir einer der dort arbeitenden erklärte. Frauen in dunklem Hosenanzug, Hose oder Rock, immer in Kombination mit einer weissen Bluse. So viel Passform- und Auswahlunglück in einem Haus, das den Menschen mit Kleidung locken soll, die sie verkaufen, war ein Witz.

vita

anbel
10.04.2007, 18:55
Ich kann mir nicht vorstellen, mit einfacher Jeans und schlichtem Oberteil im Büro aufzutauchen. Das ist doch sehr underdressed.
Ziel ist eben ein seriöses Erscheinungsbild. Das muss ja nun nicht konservativ sein. Mir hat es immer gefallen, die Mitte zu treffen zwischen Büro- und Freizeitkleidung. Besonders im Büro möchte ich modisch und gepflegt erscheinen.
Ich selbst trage im Büro...
... das schlichteste Outfit: Eine gute Jeans mit Bluse und Blazer/Cardigan, dazu hohe Schuhe. Dieses Outfit ist allerdings schon die untere Grenze. Jeans kommen mir nur sehr selten ins Büro.
... das Kostüm: Mit kurzen (Mitte der Oberschenkel) bis gut knielangen Röcken, mit Feinstrumpfhosen und dem passenden Blazer/ Jackett. Ich bevorzuge Kostüme mit femininer Silhouette, einem Wickelgürtel beim Blazer etwa, der die Taille betont. Kostüme zu tragen, bedeutet nicht, steif oder altmodisch auszusehen. Ich kombiniere sie wahlweise mit Top oder Bluse (lieber Top) oder auch mal T-Shirt. Wenn das Kostüm schlicht ist und in gedeckter Farbe gehalten, darf gern eine Seidenhalstuch hinzukommen.
... businesslike: Hosenanzüge sind hier wohl sehr verpönt. Ich muss gestehen, dass ich sie durchaus gerne trage, allerdings nur etwas femininer geschnittene. Schwarz eher ungern, dafür Grau, Blau oder auch dezente Nadelstreifen. Auch zu Hosenanzügen trage ich lieber Tops als Blusen und hier besonders gerne schöne Halstücher (teilweise, wenn alles passt, auch Nicki).
... bequem: Das bequemste und praktischste sowie häufig genutzte Outfit besteht aus einer Hose (viele schwarze, einige graue, blaue und andersfarbige)und einem Top, oder auch mal einer Bluse. Dazu ein eng taillierter Blazer oder ein schöner Cardigan, und oft ebenfalls ein Nickituch: Um den Hals geknotet, den Knoten nach vorne oder zur Seite gedreht, verleiht es dem Outfit einen frechen Touch.

Ich bin Extremen begegnet: Sowohl Jeans-und-Shirt-Typen als auch Frauen, die Krawatten trugen. Für mich ist im Job jedenfalls ein Hosenanzug ebenso unerlässlich wie meine Blusen - auch wenn ich öfter Tops trage.
Natürlich hängt es auch vom Arbeitsumfeld ab. Ich hatte einmal eine Stelle als Redakteurin einer Zeitschrift ins Auge gefaßt. Dort hätte ich ohne weiteres Jeans getragen (gute Jeans) und natürlich hübsche, etwas feinere Oberteile mit Blazer.

Inaktiver User
10.04.2007, 19:00
ich habe die erfahrung gemacht, dass, je besser ich mich kleide, je mehr und besser werde ich von anderen (nicht nur im job) akzeptiert...