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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alt - allerdings nicht "plötzlich"



Henriette1
29.10.2017, 13:15
Mädelz, ich bin schon länger alt und nicht so "plötzlich" wie die TE im 50er Strang, aber auch ich hätte gerne einen Rat.

Fakt: ich bin über 80, lebe mittlerweile absolut ohne Anhang , allerdings mit einem Hund allein in meinem Haus mit Garten. Meine Rente ist gering, aber ich komme zurecht, mein Kopf ist noch klar, meine Gelenke schmerzhaft aber funktionierend.

Nun zur Endstation: Bleibe ich solange es geht voller Gottvertrauen (also naiv) in meiner Behausung, in der ich mich wunderbar fühle, oder verscherbel ich die Immobilie (allein die Miete im S-Heim würde meine ganze Rente schlucken) und fühle mich dort eingesperrt und unglücklich - also auf shakespearisch "Machen oder NichtMachen"?
Haus ist geschätzt, Platz im S-Heim vorgemerkt, also alles nicht ganz so naiv:smirksmile:, doch allein die Vorstellung vom Procedere Hausentrümpelung raubt mir den Schlaf.

Manno, das Leben ist schwer, wenn der letzte Rest der Zukunft fast verbraucht ist!!!

Hair
29.10.2017, 14:09
Hallo, bin zwar erst über 50, habe aber just gerade über dieses Thema nachgedacht. Wir haben ein Haus und mein Mann ist ein Sammler. Mein Vater, dessen Haus es ursprünglich war, war es auch.
Meine Mutter hat es damals hocherfreut verlassen und ist unbelastet in ihre neue Wohnung gezogen. Jetzt, durch eine Krebserkrankung die Endlichkeit ihres Lebens vor Augen, mistet sie alles aus, was nicht wir oder jemand anders haben wollen.

Sie will solange es geht selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Zur Not mit Pflege und Essen auf Rädern.
So wie ich es mir auch wünschen würde. An Möbeln und Hausrat nur das Allernötigste, so dass ich zur Not schnell umziehen könnte ohne allzuviel zurücklassen zu müssen.

Minimalismus ist so ein schönes Wort.:blume:

twix25
29.10.2017, 14:20
Liebe Henriette

Ich habe ganz viel Anerkennung dafür dass du hier zu diesem Thema einen Strang eröffnest.

Auch wenn ich noch einiges jünger bin habe ich schon vor vielen Jahren angefangen auszumisten um den ganzen Krempel meinen Kindern nicht zu hinterlassen.


Dass das allein das Aussortieren ein belastendes Thema ist kann ich gut verstehen
Zumal es ja auch etwas von
" Leben wegwerfen" hat


Im Familienkreis gibt es einen Menschen in deinem Alter der auch gerne so lange wie möglich im Haus bleiben möchte
Sich ebenfalls scheut auszusortieren und Keller und Dachboden sind voll.

Anfangs wollte ich noch unterstützen denke aber heute, wir lassen alles so und kümmern uns erst dann um diese Themen wenn es soweit ist

jofi2
29.10.2017, 14:43
Irgendjemand wird Dein Haus entrümpeln, den Umzug ins S-Heim organisieren und gegebenenfalls auch Überbrückungsmaßnahmen managen müssen.
Hast Du da jemanden und weiß der oder die davon?

Spadina
29.10.2017, 15:04
Ich bin mit 62 einfach in eine seniorengerechte Wohnung gezogen. Miete wunderbar niedrig, barrierefrei, bislang Service null, kann aber jederzeit organisiert oder gebucht werden.

Und so bin ich mein eigener Herr.

Sollte mich ein starkes körperliches Übel ereilen, ich in ein Pflegeheim müssen, dann ist das eben so. Hier 3 Monate Kündigungsfrist. Dort eben Geld fürs Heim. Wie auch immer, ich habe nicht mal Ersparnisse.

Begib Dich nicht zu früh in Abhängigkeiten.

Wenn Dir Haus und Garten zu viel sind, würde ich verkaufen, eine seniorengerechte Wohnung mieten und dort lustig leben...

Entrümpeln in Auftrag geben, sich von vielen Dingen eben befreien....

Ich habe mich auch völlig neu eingerichtet, etwas mehr Komfort. Seniorenbett, neues Sofa, alters- und rückenfreundlich.

Wenn es tatsächlich zu schlimmen Dingen kommen sollte - dann kann man das auch dann regeln oder regeln lassen, das kann man ja festlegen.

Mein Motto: lebe jetzt, lebe dort, wo noch Kraft ist und nicht dort, wo Lebensenergie entzogen wird.

Sehe ich bei meinem Vater, der sich nicht mehr selbst versorgen kann. Da wird viel geboten im Heim. Mensch ärgere ich nicht, lustlose Mitbewohner, nach 19 Uhr liegen alle im Bett, da wird nicht mal über die Stränge gehauen, da sitzen die überwiegenden Mitbewohnerinnen den ganzen Tag vor der Eingangstür, stumm, beobachten jeden, der rein und rausgeht.

Wenn es irgendwann mal so sein muß, dann reicht so etwas für ganz zum Schluß. Nicht eine Sekunde vorher....

Inaktiver User
29.10.2017, 15:08
Ausmisten und alles wegwerfen, was man nicht täglich braucht und was keinen (wirklichen!) Erinnerungswert hat (damit meine ich auch Fotos, die man 30 Jahre keines Blickes gewürdigt hat).
Wir sind zwar erst in den 50ern, sind aber kürzlich umgezogen und haben genau das gemacht - wochenlang haben wir ausgemistet, in immer neuen Runden, und haben verschenkt, verkauft und weggeworfen. Unsere Wohnung ist "leer", wir haben unfassbar viel Raum und könnten uns jederzeit auf die Hälfte verkleinern - es ist herrlich!

Inaktiver User
29.10.2017, 16:02
Haus ist geschätzt, Platz im S-Heim vorgemerkt, also alles nicht ganz so naiv:smirksmile:, doch allein die Vorstellung vom Procedere Hausentrümpelung raubt mir den Schlaf.

Mach' Dir keinen "Kopp". Da gibt es professionelle Hausentrümpelungen. Wenn Du Dich wohl in Deiner Behausung fühlst, dann bleibe dort, so lange es nur irgendwie geht. Mein Vater ist mit 96 verstorben, lebte bis zu seinem Tod in meinem Elternhaus mit Garten. Mit dem Kochen haben wir es dann so gemacht, er war sehr selbständig, und ist mit Hilfe von Bofrost-Gerichten ganz gut über die Runden gekommen. Das Einkaufen für ihn hatte ich übernommen. Wir hätten auch in unserem Haus für ihn eine 65qm-große ebenerdige Wohnung gehabt, mit Terrasse und Gartenanteil, nein, das wollte er nicht. Da war nichts zu machen.

Er war noch total klar bis zu seinem Tod, nur so 1-2 Jahre vor seinem Tod hatte die körperliche Kraft schwer nachgelassen. Ich habe dann eine Rundum-Betreuung für ihn organisiert, eine sehr liebe und fürsorgliche Polin, das Eßzimmer wurde in ein Schlafzimmer umgewandelt. Hat alles geklappt.

Vielleicht wäre das auch für Dich im Falle der Fälle eine Alternative?

Nocturna
30.10.2017, 10:27
Mädelz, ich bin schon länger alt und nicht so "plötzlich" wie die TE im 50er Strang, aber auch ich hätte gerne einen Rat.

Deine Schreibweise gefällt mir! Du „hörst“ dich locker 30 Jahre jünger an. Wenn ich bedenke, wie meine Eltern mit ihrem Seniorenhandy zu kämpfen haben, bin ich mega-erstaunt, wie locker du hier rüberkommst und dich zurechtfindest. Respekt. :allesok:

Ich lese, dass du gerne in deinem Haus bleiben würdest. Kommst du auch darin zurecht, wenn du eines Tages mal einen Rollator brauchst, so im Hinblick auf Waschmaschine im Keller, Stufen vor der Haustür, Schlafzimmer im 1. Stock? Hast du eine passende Infrastruktur in der Nähe wie Ärzte, Supermarkt, Bäckerei oder musst du jedes Mal erst ins Auto steigen?

Man kann sich zweifellos das Leben passend machen, wenn man unter gar keinen Umständen sein Haus verlassen will. Dem Pflegedienst ist es egal, ob er in eine Wohnung oder in ein Haus kommt um die Bewohnerin zu duschen oder Medikamente zu verabreichen. Die Frage lautet aber nicht, was machbar ist, sondern was für dich bequemer sein wird.

Wenn du außer Gelenke keine weiteren körperlichen Baustellen hast, kannst du locker noch etliche Jahre draufrechnen, den letzten Rest der Zukunft sehe ich noch lange nicht erreicht. Die Frage ist, kostet dich die Anstrengung in deinem Haus zu bleiben mehr an Lebenskraft (wie schaffe ich den Alltag mit Haus) als es dir an Gewinn bringt (so ein schöner Garten). In deinem Fall würde ich nicht unterschätzen, dass dir gar niemand unter die Arme greift. Wer kümmert sich um Haus und Hof, wenn du stürzt und nach OP erst mal drei Wochen auf Reha gehst? Entweder man stirbt jung, quasi jetzt in deinem Alter oder man wird so alt, dass man eines Tages die Gießkanne nicht mehr halten kann, um die Blumen draußen zu versorgen.

Jeder kann nur von seinen Erfahrungen sprechen. Meine Eltern haben ihr Haus für eine seniorengerechte Wohnung verlassen und ich kann definitiv sagen, je älter die beiden werden, umso besser die Entscheidung in die Wohnung umzuziehen. Bei meinen Eltern ist der ganz normale Alltag schon eine Herausforderung, kleinste Entscheidungen kosten eine Menge Kraft. Ich sehe keinen Weg, wie sie in einem Haus leben könnten ohne dass es verfällt oder das Leben darin (Sauberkeit in allen Räumen) zur Belastung wird.

Klar, mit Geld lassen sich viele Probleme lösen, vom Gärtner bis zur Haushaltshilfe und später mal die Rundumpflege durch eine polnische Pflegekraft. Da würde ich auch zum Verbleib raten, aber du musst dir dein Geld einteilen, das sehe ich das nicht wirklich. Mit Gelenkproblemen kann man auch 100 Jahre alt werden, bedenke auch, dass dein Haus mit dir altert. Es werden Reparaturen und Instandhaltungen nötig sein, die sowohl Entscheidungen wie auch Geld kosten.

Noch ganz zum Schluss ein Gedanke. Kann man deine Gelenkprobleme nicht medizinisch behandeln im Sinne von Gelenkersatz? Ich habe auch hier meine Eltern vor Augen. Wenn meine Schwiegermutter mit 80 die künstliche Hüfte akzeptiert hätte, würde sie heute mit über 90 nicht so eingeschränkt leben. Hätte sich meine Mutter nicht erst jetzt mit 83 ein Schultergelenk einsetzen lassen, wären ihr einige Jahre Schmerzen und Bewegungseinschränkung erspart geblieben. Du bist tatsächlich noch jung genug um Weichen zu stellen für die nächsten 20 Jahre.

Herzliche Grüße
Nocturna

heimat
30.10.2017, 10:32
Hallo.....ich möchte gerne mit austauschen das Thema ist auf jedenfall gut ausgewählt und wird zu mir passen.
Mit Eintritt in eine sogenannte ältere Lebensphase haben sich viele Erfahrungen angesammselt und das mehr an Wissen
macht wohl klug und ängstlich zugleich.

Was wird sein wenn ich älter werde dies Gedanken schleichen sich bei mir ein. Mein Mann und ich sind in Rente und unser Hund hält uns fit.....soweit es geht .....raus bei jedem Wetter etc.
Die Tage haben ihre Struktur gefunden und es ist so gut.
Unser Haus haben wir erst spät gebaut , um im Alter in einer gewissen Sicherheit zu wohnen. Es ist für mich eine schlimme
Vorstellung das alles zu verkaufen und in ein Seniorenheim zu ziehen. Nein soweit bin ich noch nicht meine Bücher, Bilder der Garten....das alles geben mir Freude und Halt.
Die Nachteile in Abhängigkeit zu leben sind in meinen Gedanken aber aufgeben und verlassen alles was mir lieb und teuer ist
ist eine bedrückende Vorstellung. Solange wie möglich im eigenen Haus mit div. Hilfen ja so möchte ich es .
Der Gedanke was ist ......wann es sein muß ......ich denke damit sollte ich mich nicht weiter belasten.
Es wird sich dann schon regeln......ist wohl naiv ....kann aber auch ein gewisser Selbstschutz sein.

Henriette1
30.10.2017, 12:59
Oh, ich hatte gar nicht diese Resonanz erwartet auf die Frage eines alten Muttchens.
@ Nocturna - Danke für die Blumen, machen mich sehr munter!
Also barrierefrei ist mein Haus nicht, bin im letzten Winter nach einem Ermüdungsbruch im Knie mit dem Rollator durchs Haus geschlichen und hab sämtliche Türbekleidungen verkratzt, mein Hund musste ausschliesslich im Garten pinkeln und so, und die dann organisierte Putzhilfe war sowas von :niedergeschmettert::heul:, dass ich im 5-gerade-sein-lassen-Modus versankt - allerdings lebte da noch mein Mann.
By the way: Ich lasse kein Messer an meinen Luxuskörper, wenn es sich nur irgendwie vermeiden lässt!
@ 1Cherie - eine fürsorgliche Polin im Haus verursacht mir noch mehr Albträume als die Entrümpelung (bin ja kein alter Mann :zwinker:!) und @ Heimat - meine vielen, vielen Bücher zurückzulassen machen mich unendlich traurig.
Und diese Einsamkeit, die ich zum ersten Mal in meinem Leben erfahre, finde ich einfach wunderbar - das spricht gegen die evtl. erzwungene Geselligkeit im S-Heim (O-Ton: die Neue ist hochnäsig und arrogant!).
@ Info - ausmisten, was man nicht täglich braucht, wie soll das gehen? Damit würde das ganze Wohnfluidum flöten gehen, und von 12 Tellern 8 in die Tonne werfen, das isses auch nicht.
Adler oder Zahl - diese ganze Rest-Zukunfts-Chose ist ein Zufallsexperiment, lt Duden: Wagnis, Risiko, Abenteuer.

Henriette Bimmelbahn
fuhr noch nie nach einem Plan:ooooh:

Promethea71
30.10.2017, 13:21
Ein weites Feld.

Ich kann ja nur aus zweiter Hand berichten.

Meinen Großeltern war ihr Haus das wichtigste überhaupt und sie wollte da nie raus. Auch nicht als sie aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen weder den Garten noch den Keller noch die erste Etage betreten konnten und alles entsprechend verwahrloste (bis wir jemanden engagiert haben) und eigentlich nur noch da saßen und warteten. Sie hatten dann später eine tägliche Zugehfrau. Sie wohnten 500 km von uns entfernt.

Ein Jahr bzw. sechs Monate vor ihrem Tod haben wir sie mit sanftem Zwang in eine Altersheim umgezogen - meine Großmutter war da schon sehr dement, mein Großvater fast blind aber er ist dort - auch den regelmäßigen Kontakt zu uns und zu zwei anderen fitten Bewohnern nochmal aufgeblüht und hat mir auf dem Sterbebett gesagt, wie sehr er bereut, dass er nicht viel früher umgezogen ist und wie viel schöne Zeit zusammen wir durch sein Beharren auf das Haus verloren haben.



Meine älteste Freundin ist inzwischen 98, lebt noch alleine in ihrer Wohnung auf der dritten Etage und versorgt sich im Wesentlich allein. Nach einem Oberschenkelbruch vor drei Jahren hatten wir wenig Hoffnung, aber es ist unglaublich, wie gut sie sich mit ihrer Hartnäckigkeit, Lebenslust und Disziplin da wieder rausgekämpft hat.

Sie hat allerdings alles an Behandlungen und Ersatzteilen gewollt, was geht (Hörgerät, mehrere Stents, teilweise künstliche Gelenke). Sie hat mehrere feste Kreise (Stammtisch, Kino, Theater) wo sie regemäßig hingeht und seit sie mit 90 das Autofahren aufgegeben hat, ist sie zu Fuß, mit dem Bus und dem Taxi unterwegs. Die ständige Bewegung - körperlich wie geistig - ist Teil ihres Altersrezeptes - neben ausgesprochen glücklichen Genen.
Und sie hat viel aktive Hilfe im Alltag, anfänglich für Gardienen und Wasserlieferung, inzwischen auch Einkaufen, Waschen etc. alles was mit körperlicher Anstrengung zu tun hat und dass sie diese Hilfen akzeptiert hat ihr dass Alleine leben auch ermöglicht.



Wie und wo leben deine Freunde und Bekannten?
Hast du noch Familie?
Wer würde sich kümmern, wenn du morgen halbtot umfällst?


Könntest du dir vorstellen das ganze Haus mit allem was drin ist zu verkaufen und einen neuen Lebensabschnitt in einer barrierefreien Wohnung zu verbringen mit der Option, dass dich dort ein Pflegedienst soweit unterstützt, wie du es jeweils brauchst? Du nämest in die Wohnung dann nur mit, von dem du meinst, dass du es die nächsten zwanzig Jahre brauchst.
Es könnte die vermittelnde Lösung zwischen im eigenen Haus überfordert und einsam sein und dem Altersheim sein mit seiner aufgedrängten Gesellschaft.

Spadina
30.10.2017, 13:22
Bücher zurücklassen? Welche liest Du denn wirklich noch? Sind es Goethes oder Schillers Erstausgaben oder vielleicht einfach die wirklich nett anzusehenden Bücher vielleicht von Readers Digest? Gerne gelesen, aber danach nie wieder ins Interesse gerückt?

Bücher, so wurde uns doch beigebracht, wirft man nicht weg, sind kostbar. Bei Erstausgaben mag das stimmen. Aber heute ist ein Buch erst als Einband zu haben, dann als Taschenbuch, dann 2 Jahre später wird es als Mängelexemplar verhökert und auf dem Flohmarkt ist es 10 Cent wert, bei Bücheraufkauforganisationen noch nicht mal das....

Bücher sind heute eher Altpapier, auch geerbt will keiner die Schinken haben, man liest lieber die neuesten Bestseller und davon gibt es laufend neue, man kommt gar nicht nach mit dem Lesen.

Alte Fachbücher sind vom Wissensstand überholt, der Inhalt interessiert auch niemanden mehr.

Zu glauben, man habe dort wahre Schätze im Regal - das ist ein Irrtum. Aber der wird gepflegt durch anerzogene Dummschnacksätze von anno schlag mich doch.

Wie gesagt, edle Erstausgaben und Bücher vor 1900 vielleicht mal ausgenommen....


Marie Condo lesen: Magic Cleaning.

Sehr hilfreich, mal Tabula rasa zu machen. Auch im Kopf. Und eine reine Befreiung von Dingen zu erlangen, die man nicht und nie wieder braucht.

An den Dingen festhalten, das findet im Kopf statt und sagt dann eigentlich auch: ich will rein gar nichts ändern....

Und jetzt schon gar nicht. Also lieber die Bücher, das Porzellan weiter pflegen....

Wozu dann die Anfrage überhaupt?

frangipani
30.10.2017, 13:27
Liebe Henriette,

ich bin nur zufällig über diesen Strang gestolpert, ich 'gehöre' noch in den 50+. Aber dein Stil gefällt mir :)

Du erinnerst mich etwas an meine Mutter (76), die auch noch trotz Makula D und Gehbeschwerden allein lebt, das Gesellige im Seniorenheim genauso erzwungen finden (und hassen) würde und die schwer Wert auf ihre Selbständigkeit und eigenen Entscheidungen legt.
Die einzigen Unterschiede sind, dass sie keinen Bock auf Computer und Handy hat und dass sie vor 8 Jahren von 120qm auf 45qm Wohnung und 50qm Terrasse umgezogen ist, dafür radikal ausgemistet hat. Die Wohnung liegt mitten in der Kleinstadt, 5min Fussweg (mit Rollator) zu Marktplatz, Cafes, Arzt und Apotheke.
Sie hing aber auch nicht so an Büchern und Tellern, das ginge mir schon wieder ganz anders. Zumindest mit bestimmten Büchern.

Mir ging nur eben durch den Kopf - wäre denn ein junger Mitbewohner, dem du ein (paar?) Zimmer vermietest, eine Lösung? Das ist ja nochmal was anderes als eine polnische Pflegerin. Aber zumindest wäre jemand im Haus und du hättest auch ein bisschen Einnahmen. Und hin und wieder Abwechslung.
So, wie du hier rüberkommst, könnt ich mir gut vorstellen, dass du mit einem vielleicht nicht 08/15 Untermieter, der dir nicht auf die Pelle rückt, ganz gut klar kommen könntest. Und dafür in deinem Haus bleiben kannst.

Wie deine Kinder dann später mal ausmisten, ok, da musst du es ihnen dann wohl überlassen, ob sie den Entrümpler kommenlassen oder nicht. Ausser, du kriegst vorher noch den Rappel und sortierst selbst aus.

frangipani
30.10.2017, 13:31
Meine älteste Freundin ist inzwischen 98, lebt noch alleine in ihrer Wohnung auf der dritten Etage und versorgt sich im Wesentlich allein. Nach einem Oberschenkelbruch vor drei Jahren hatten wir wenig Hoffnung, aber es ist unglaublich, wie gut sie sich mit ihrer Hartnäckigkeit, Lebenslust und Disziplin da wieder rausgekämpft hat.

Sie hat allerdings alles an Behandlungen und Ersatzteilen gewollt, was geht (Hörgerät, mehrere Stents, teilweise künstliche Gelenke). Sie hat mehrere feste Kreise (Stammtisch, Kino, Theater) wo sie regemäßig hingeht und seit sie mit 90 das Autofahren aufgegeben hat, ist sie zu Fuß, mit dem Bus und dem Taxi unterwegs. Die ständige Bewegung - körperlich wie geistig - ist Teil ihres Altersrezeptes - neben ausgesprochen glücklichen Genen.
Und sie hat viel aktive Hilfe im Alltag, anfänglich für Gardienen und Wasserlieferung, inzwischen auch Einkaufen, Waschen etc. alles was mit körperlicher Anstrengung zu tun hat und dass sie diese Hilfen akzeptiert hat ihr dass Alleine leben auch ermöglicht.



Das find ich toll, Promethea. Auch dass sie ja einen anscheinend sehr gemischten Freundeskreis hat.

Torun
30.10.2017, 14:09
Henriette, die Frage, die Du Dir ehrlich beantworten solltest, ist: Macht Dein Haus Dich noch glücklich, oder ist es eher Last als Lust? Wenn Dein Haus Dich ganz ehrlich und wirklich jetzt noch glücklich macht, dann bleib. Wenn es beginnt, Dir über den Kopf zu wachsen, dann geh. Denn erst dann ist die Zeit dafür gekommen, nicht vorher.

Allerdings denke ich auch, dass es für Dich wichtig ist, eine Ansprechperson für Alltagsdinge zu haben. Falls Du in einer Universitätsstadt wohnst, könntest Du Dich beim Studierendenwerk erkundigen - es gibt so Wohnprojekte, wo ein Student mietfrei bei Dir wohnt und Dich dafür im Alltag unterstützt, wo Du Unterstützung gebrauchen könntest. Vielleicht möchtest Du Deinen Rasen nicht mehr selber mähen oder die Einfahrt nicht mehr kärchern; vielleicht wäre es Dir eine Hilfe, wenn jemand den Wocheneinkauf mit Dir macht; vielleicht wäre beruhigend, wenn nachts jemand im Haus wäre. Voraussetzung wäre natürlich, dass Dein Haus sich so aufteilen lässt, dass Du mit jemand Fremdem unter einem Dach leben könntest.

Ich kann Dich im übrigen verstehen - Seniorenbespaßung im Altersheim wäre auch absolut nichts für mich. So alt kann ich gar nicht werden, dass mir da jemals der Sinn nach stehen würde.

Inaktiver User
30.10.2017, 14:31
@ 1Cherie - eine fürsorgliche Polin im Haus verursacht mir noch mehr Albträume als die Entrümpelung (bin ja kein alter Mann :zwinker:!) und @ Heimat - meine vielen, vielen Bücher zurückzulassen machen mich unendlich traurig.

Erstens bist Du ja kein alter Mann, sondern eine ältere Dame, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Und wenn es körperlich nicht mehr anders geht, dann bleiben Dir eben nur zwei Varianten, entweder in Deinem vertrauten Heim mit all den Büchern und einer Rundum-Betreuung zu bleiben oder dann doch in ein Seniorenheim.

Nach dem Tod meines Mannes habe ich unser Haus mit all den vertrauten Erinnerungen (und einem 1400qm-großen Garten) verkauft und bin in eine nicht sehr kleine Eigentumswohnung umgesiedelt. Ich bin unendlich froh, dass ich das geschafft habe, das Haus aufzulösen, in die neue Wohnung umzusiedeln und ich bin jetzt echt hier angekommen. Die neue Wohnung ist so konzipiert, dass ich für den Fall der Fälle, pflegebedürftig zu werden, ohne Weiteres auch eine Rundum-Betreuung mir in die Wohnung holen kann.

Das wäre mir immer lieber, als in einem Seniorenheim mit evtl. 11/2 Zimmer ... umzuziehen, wo dann die Heimbewohner mit "Spielen" geistig fit gehalten werden sollen. Nee, wirklich nicht. Wir hatten mal meinen Vater, als wir in Urlaub gefahren sind, für 6 Wochen in einer Kurzzeitpflege in einem wirklich guten Seniorenheim untergebracht. Er wurde dort gut versorgt, aber er hat geweint, als wir ihn wieder nach Hause in mein Elternhaus zurückgebracht haben. Dann haben wir das mit der Rundumbetreuung organisiert und er ist auch dort friedlich "eingeschlafen".

Inaktiver User
30.10.2017, 14:52
Ich kann deine Gedankengänge gut verstehen, Henriette, auch wenn ich noch ein wenig jünger bin.

Ein Haus zu verkaufen, nur weil man vielleicht irgendwann nicht mehr kann, ist so eine Sache. Wenn es weg ist, ist es weg.
In meiner Gegend ist die 24-Stunden-Pflege durch osteuropäische Pflegerinnen gerade sehr beliebt. Ausserdem gibt es eine mobile Krankenschwester, Essen auf Rädern und andere Hilfen.

In meiner Nachbarschaft sehe ich mehrere alte Frauen, die auf diese Weise im eigenen Haus bleiben können. Auch der Staat unterstützt solche Regelungen zunehmend, weil es billiger ist als eine Unterbringung im Altenheim.

In dem Haus, in dem ich wohne lebte früher eine Großtante. Sie hatte keine Zentralheizung und das heisse Wasser kochte sie am Herd, aber sie blieb bis zu ihrem 97. Lebensjahr hier wohnen. Dann war sie allerdings froh über den Service im Altenheim :smirksmile:

Inzwischen ist das Haus total renoviert und auf dem neuesten Stand. Man könnte im EG eine große, barrierefreie Wohnung einrichten, falls das nötig würde.

Henriette1
30.10.2017, 15:30
:niedergeschmettert:Spadina, ich bin baff, erstaunt, verwundert, perplex über Dein Bücher-Statement - ich fasse es nicht, zwischen uns liegen Welten!!!
Ich lebe mit Bücher - Bücher sind mein Leben seit über 60 Jahren (auch wenn Goethe + Reader's Digest nicht die Schwerpunkte sind)!
Ich hätte mir mein Leben ohne Bücher gar nicht vorstellen können, diese Rückzugsorte der Phantasie und Sprache, und nur weil ich jetzt alt bin, soll ich mich davon trennen?
Und das mit den Tellern war als Metapher gemeint:smile:

Nocturna
30.10.2017, 15:40
Ich hätte mir mein Leben ohne Bücher gar nicht vorstellen können, diese Rückzugsorte der Phantasie und Sprache, und nur weil ich jetzt alt bin, soll ich mich davon trennen?

Man muss aber kein Buch in Händen halten um in Phantasiewelten abzugleiten, mir reicht ganz simpel mein E-Book-Reader.

Ich ziehe keinen Mehrwert aus Büchern im Regal und habe das abgeschafft und nur wenige Bücher mit schönen Einbänden aus Dekogründen behalten. Es ist mir aber durchaus klar, dass es andere Ansichten darüber gibt.

Inaktiver User
30.10.2017, 16:15
Ich hätte mir mein Leben ohne Bücher gar nicht vorstellen können, diese Rückzugsorte der Phantasie und Sprache, und nur weil ich jetzt alt bin, soll ich mich davon trennen?


Wenn du in deinem Haus wohnen bleibst, brauchst du die Bücher doch nicht zu entsorgen. Wozu denn? Damit die Regale leer stehen?
Das wird irgendwann ein Entrümpelungsdienst machen, dann landen sie auf dem Flohmarkt. So what?

jofi2
30.10.2017, 16:48
Wenn henriette keine polnische Pflegekraft will, wieso sollte sie dann einen fremden Studenten im Haus haben wollen?
Ich habe sie so verstanden dass sie ihr Haus nicht gern mit fremden Menschen teilen möchte.

Inaktiver User
30.10.2017, 17:38
Deine Schreibweise gefällt mir! Du „hörst“ dich locker 30 Jahre jünger an. Wenn ich bedenke, wie meine Eltern mit ihrem Seniorenhandy zu kämpfen haben, bin ich mega-erstaunt, wie locker du hier rüberkommst und dich zurechtfindest. Respekt. :allesok:



Genau meine Gedanken!:allesok:

Inaktiver User
30.10.2017, 18:11
Genau meine Gedanken!:allesok:

Ketzerische Gegenfrage: Warum sollte Henriette nicht gut mit ihrem Handy zurecht kommen? Alt ist doch nicht gleich verkalkt.
Und das Kompliment, dass sich jemand "jünger" anhöre, setzt ein ziemlich trauriges Bild von Achtzigjährigen voraus. Wie würde sich denn eine "normale" Achtzigjährige anhören? Nicht wie jemand, der fit im Kopf ist?

Ingeline
30.10.2017, 18:18
Henriette
Du erinnerst mich an meine Mutter.
Sie ist jetzt 89 Jahre und lebt alleine in einem großen Haus mit großem (teilweise nicht einsehbarem Garten).
Da sie auf dem Land wohnt fährt sie mit dem Auto zum Einkaufen und Bekannte besuchen.
Seit ihr Lebenspartner vor 3 Jahren verstorben ist, fühlt sie sich alleine.
Da ich meine Mutter kenne, habe ich darauf bestanden, dass sie ein Notfallarmband trägt. Für den Garten zusätzlich noch eine Trillerpfeife um den Hals (sie pfeift mir was ;-) ).
Durch Druck von meinen Schwestern und mir kommt jetzt immer für die Gardinen und den Großputz eine Haushaltshilfe zu ihr. Begeistert ist sie darüber nicht.
Einer meiner Söhne hat den ganzen Sommer über ihren Rasen gemäht ( 2 Stunden Arbeit mind. ) und kam dafür extra 150km einfach angefahren. Meine 2 Schwestern helfen ihr im Garten. Damit könnte sie noch eine Weile im Haus bleiben.
Denkste...gestern mußte sie selbst wieder mal Unkraut jäten und stürzte dabei auf den Rücken. Weder Armband noch Trillerpfeife hatte sie dabei. Eine Nachbarin hat sie rufen gehört und zu dritt haben sie sie dann ins Haus gebracht. Heute kocht sie schon wieder selbst.
Da sie jetzt ganz alleine wohnt, möchte sie gerne, dass ich jede Woche für 2 Tage mind. zu ihr komme. Das geht beruflich schon mal nicht und so sieht mein Lebensentwurf auch nicht aus. Mich abzugrenzen habe ich hier im Forum gelernt ;-)
Betreutes Wohnen kommt für sie zur Zeit nicht in Frage. Eine ihrer Bekannten war dort in einer Einrichtung für 3 Wochen und erzählt schlimme Dinge.
Henriette ich erzähle aus der Tochtersicht.
Ich erwarte von meiner Mutter, wenn sie weiterhin in ihrem Haus bleiben will, dass sie sich an unsere Vereinbarungen hält. Es gibt Hilfen für den Notfall, die sie eben auch benützen soll. Eine Haushaltshilfe ist meines Empfindens nach auch notwendig für die gröberen Arbeiten.
Bisher sträubt sich meine Mutter vehement dagegen, Kleiderschränke usw. auszumisten. Das sehe ich nicht als Problem, das können wir später auch noch machen.
Was mich erstaunt ist ihre Sorglosigkeit wegen des Wohnens. Ihr Haus ist wirklich groß und hat mehrere Stockwerke.
Schon als sie 80 Jahre wurde, habe ich sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie doch alle ihre wichtigen Räume ins Erdgeschoss verlegen sollte. Ebenerdig wäre im Alter doch einfacher...dachte ich.
Sie war stur und hat nichts verändert. Jetzt ist die Dusche im ersten Stock, ebenso das Schlafzimmer. Also jedes Mal 18 Marmorstufen hoch und wieder runter. Kleiderschränke hat sie auch noch im 2. und 3. Stock. Wahnsinn!
Meine Mutter hat das Geld für Umbaumassnahmen. Jetzt erst merkt sie, wie umständlich das alles ist. Nach zwei Stürzen konnte sie nur noch im Erdgeschoss wohnen.
Das ist meine Mutter. Es geht immer nach ihrem Willen und so langsam merkt sie, dass wir nicht immer parat stehen, wenn sie ruft.
Henriette, Du weißt selbst, wie Du es Dir "seniorengerecht" im Haus machen kannst.
Das würde für mich an erster Stelle stehen. So lange es geht, mich selbst versorgen zu können.
Ich bin zwar erst Anfang 60, habe aber meine Wohnverhältnisse besser geregelt. Von November bis April lebe ich immer alleine im Haus. Meine Nachbarin passt da auf, ob meine Rolläden bis 9 Uhr oben sind. Sind sie es nicht, klingelt sie bei mir und schaut nach. Vielleicht hast du auch Nachbarn, die da nach Dir schauen.
Mir fallen noch hundert Sachen ein...für heute zu viel.

jofi2
30.10.2017, 19:46
Ich denke, Ingelines Post stellt deutlich dar, dass das verbissene Festhalten an einer Lebensform, die man eigentlich nicht mehr schafft oder unter Umständen in naher Zukunft nicht mehr schaffen wird auf Kosten anderer gelebt wird.

Ich bewundere das keineswegs und finde es auch überhaupt nicht mutig.
Für mich ist das keine echte Selbstbestimmung. Ich will mein Leben selbstbestimmt organisieren und zwar möglichst so, dass für alle vorhersehbaren Fälle die Lösung von mir ausgesucht und so weit es geht abgesichert wurde.

Spadina
30.10.2017, 20:17
Ich hätte mir mein Leben ohne Bücher gar nicht vorstellen können, diese Rückzugsorte der Phantasie und Sprache, und nur weil ich jetzt alt bin, soll ich mich davon trennen?

Henriette, warum meinst/vermutest du, mein Leben wäre ohne Bücher verlaufen?

Ich schrieb schon, ich bin in eine seniorengerechte Wohnung gezogen.

Ich habe (sie wurden von mir gezählt) 1337 Bücher, so der Eintrag in meinem Tagebuch, verschenken oder auf Flohmärkten verkaufen wollten, aber niemand wollte die, nicht mal die Bücherei für den dortigen Flohmarkt.
Die werden erschlagen von den Bücherwelten der Menschen, die sich nach dem Krieg in Wohlstandszeiten eben genau solche Bücherwände (endlich!) anschaffen konnten. Und Kinder und Enkel wollen diese Buchrücken nicht in ihren Wohnungen sehen....

Bei mir war es "nur" eine riesige Wand voller Bücher, meine Welt. Gesammelt seit den 70er Jahren. Zudem habe ich noch massenhaft Bücher in Büchereien ausgeliehen, wenn ich lesen wollte. Ohne Buch ist auch mein Leben nüschte..... Soweit dazu.

Wenn du in deinem Haus bleibst, ist das doch kein Thema.

Aber wer, wie ich, sich für eine kleinere Wohnung entscheidet und diese nicht komplett vollwühlen will, der muß sich trennen. Und wenn man dies getan hat, dann in einer neuen Wohnung wohnt, die einfach angenehm freie und helle Wände hat, der sagt ziemlich bald, wie schön, dass diese alten Schinken keinen Platz mehr wegnehmen.

Ganz ehrlich: wie oft liest du denn in den alten Dingern?

Ich habe nur noch ein Bücherregal, eher mit Sachbüchern, die auch neueren Datums sind. Und eben einige wenige Lieblingsbücher, die ich tatsächlich nicht ausrangiert habe.

Ansonsten habe ich meine Bücherei stets dabei.

Der Tolino ist so eine tolle Erfindung, inzwischen habe ich fast 200 Bücher darin, wovon die Hälfte meist nicht einmal gelesen ist. Ich liebte es schon immer, Bücher auch zu kaufen, wenn mir die Beschreibung gefiel.

Das Ding begleitet mich durch die Welt, ist für mich auch praktisch, da ich die Schrift vergrößern kann. Tja, das Alter.....

Aber es ist so, auch meine alte Wohnungseinrichtung wollte niemand, weder das soziale Kaufhaus, weder Ebay Kleinanzeigen waren ein Erfolg. Gerne, wenn ich alles umsonst dorthin gebracht hätte, aufgebaut hätte, aber selbst was tun, nein das wollte niemand.

Das ist die Realität. Aber nun lebe ich glücklich, befreit von Dingen, die ich wirklich nicht mehr brauche. Freude an Dingen gönne ich mir neu, das ist das Leben, noch schöne Dinge zu entdecken, Freude und Glück daraus zu ziehen.

Vielleicht falle ich morgen um, wer weiß das schon. Das Alte wurde gelebt, hatte seine Zeit und seinen Raum - und für den letzten kleinen Rest des Lebens mache ich neue verrückte Dinge. Und zwar gerne.

Mein Vater, über 90, lebt noch in einem Heim. Gebildeter Mann, auch unzählige Bücher. In seinem Zimmer dort ist kein Platz, in seiner noch vorhandenen Wohnung preist er diese Bücher immer an (gelegentlich besucht er seine Wohnung noch einmal), man möge die Bücher doch mitnehmen, wäre doch schade drum....

Aber niemand will sie, man hat seinen eigenen Kram, dazu war er starker Zigarrenraucher, jedes Buch stinkt wie Teufel. Das kriegt man nie wieder raus, nicht nach 60 Jahrzehnten Zigarrenrauch... Aber auch ohne diesen Rauchgestank gibt es kein Interesse. Das ist die eigentliche Wahrheit, das sind keine Werte mehr, die man sich vielleicht einreden will....

Inaktiver User
31.10.2017, 10:17
Ich denke, Ingelines Post stellt deutlich dar, dass das verbissene Festhalten an einer Lebensform, die man eigentlich nicht mehr schafft oder unter Umständen in naher Zukunft nicht mehr schaffen wird auf Kosten anderer gelebt wird.

Henriette wirkt auf mich weder verbissen noch so, als ob sie es nicht mehr schaffen würde.

Sie hat sich für einen Platz im Seniorenheim vormerken lassen. Bis dahin kann sie selbstbestimmt leben, egal ob in ihrem Haus oder in einer Wohnung, die sie sich erst kaufen müsste. Ihrem Hund geht es damit sicher auch besser, und wenn ihre ganze Rente für das Seniorenheim drauf geht, hat sie nicht mehr viel Spielraum.

Ich würde erst mal versuchen, alle mobilen Dienste zu nutzen.

Alte Menschen sind sehr unterschiedlich. Manche sind schon mit Mitte sechzig angeschlagen, andere sterben mit 96 Jahren im eigenen Haus, ohne dass sie vorher Pflege brauchten (ein Nachbar von mir). Es gibt kein Patentrezept, was "man" im Alter zu tun hat.

Henriette1
31.10.2017, 11:45
Mädelz, ihr habt euch ja so viele Gedanken gemacht, das berührt mich sehr:blumengabe::blumengabe:

@jofi, ich halte nicht "verbissen" an einer Lebensform fest. Ich steuere ja gerade mein Lebensboot in ruhigen Gewässern auf der Suche nach dem angenehmsten letzten Hafen (nein, vorletzten:fg engel:), und das organisiere ich absolut selbstbestimmt. Wenn allerdings ein Sturm kommt, weiss ich nicht, ob ich mich am Mast festhalten würde - aber, mein Gott, das Leben ist endlich, hat aber unendliche Möglichkeiten.
@ Ingeline, der Vergleich mit deiner Mutter passt nicht ganz: Mein Wohnbereich befindet sich nur noch ebenerdig, mein Garten wächst langsam zu, Rasenmähen alle 10 Tage 30 Min., Unkraut ist kein Thema, Führerschein abgegeben, Seniorenfahrrad angeschafft, ausserdem Bus, S-Markt, Krankenhaus,Arzt fussläufig 15 Min. Und ich habe keine Sippe zum Plagen, bin absolut alleinstehend und auf Dienstleister angewiesen.
@ Spadina, Sorry, da hab ich wohl emotional beim Thema Buch überdreht, ich wollte keinesfalls mit "Bildung" trumpfen, aber die Vorstellung, dass mein ganzes Umfeld im Schrott landet, macht nicht eben munter, auch wenn ich weiss, dass es weder 'n Appel und 'n Ei wert ist.
Alter ist eine absurde Sache - es ist, als ob sich der Schmetterling in eine Raupe verwandelt, die mühsam davonschleicht:pc kaputt:

Inaktiver User
31.10.2017, 11:51
Alter ist eine absurde Sache - es ist, als ob sich der Schmetterling in eine Raupe verwandelt, die mühsam davonschleicht:pc kaputt:

Was für ein amüsanter Vergleich :freches grinsen:

Inaktiver User
31.10.2017, 12:12
Was für ein amüsanter Vergleich :freches grinsen:

Eine Raupe? Das muss aber nicht unbedingt sein. Meine Wohnungsnachbarn, da ist er 81 Jahre , seine Frau 80 Jahre "jung". Er geht regelmäßig ins Fitness-Studio, und im übrigen, in dem Fitness-Studio, wo ich selbst zugange bin, gibt es über 70-Jährige und auch über 80-Jährige noch ziemlich fitte Menschen, die zwar auch manchmal über Schmerzen in der Wirbelsäule klagen, aber das tun auch schon Jüngere. Beide Herrschaften sind noch regelmäßig im Auto in ganz Europa oder auch im Flugzeug ins Ausland unterwegs.

Ingeline
31.10.2017, 12:14
Henriette - Raupe ;-)
Was könntest Du in Deinem Haus noch verändern, damit Du es leichter "bewirtschaften" kannst?
Dein Ziel sehe ich darin, möglichst lange alleine selbst zurecht zu kommen.
Meiner Mutter ihr Haus und der Garten sind einfach zu groß, um es alleine zu bewältigen.
Sie mit 89 Jahren aus ihrem gewohnten Umfeld zu holen, wäre die Katastrophe für sie.
Ob sie will oder nicht, ich werde mich um Erleichterungen für sie kümmern. Sie wehrt sich gegen Veränderungen. Nach ein paar Tagen weiß sie dann diverse Erleichterungen zu schätzen.
Da sie alleine lebt, finde ich ihr Notrufarmband sehr gut (es beruhigt mich mehr als sie).
Gestern haben mir ganz spontan Nachbarn angeboten, mir zur "Hand" zu gehen, wenn ich es bräuchte. Ich wohne in einem Innenhof und habe mehrere Nachbarn. Eine Nachbarin räumt seit Jahren morgens um 6 Uhr den Schnee weg, macht sogar einen Weg zu meiner Treppe. Ich zeige mich dann auf andere Art und Weise erkenntlich.
Meine Katze zu füttern wäre auch kein Problem, wenn ich wegfahre.
Für mich ist das beruhigend zu wissen, dass meine Nachbarn "ein Auge" auf mich haben.
Ich liebe das Alleinleben sehr, genieße meine Zeit mit mir.

Wie sieht es mit Deiner Nachbarschaft aus?

jofi2
31.10.2017, 12:44
Ok Henriette, wenn Du alle Eventualitäten (Betreuungsvollmacht, Hausverkauf, Überbrückung wenn Pflege plötzlich notwenig wird usw. )., dann sind meine Einwände natürlich obsolet.

Hast Du einen konkreten Meilenstein für den Hausverkauf, z.B. wenn Du den Rasen nicht mehr mähen kannst? Oder wenn Du den Haushalt nicht me hr schaffst oder oder oder?????

Nocturna
31.10.2017, 13:47
@ Ingeline, der Vergleich mit deiner Mutter passt nicht ganz: Mein Wohnbereich befindet sich nur noch ebenerdig, mein Garten wächst langsam zu, Rasenmähen alle 10 Tage 30 Min., Unkraut ist kein Thema, Führerschein abgegeben, Seniorenfahrrad angeschafft, ausserdem Bus, S-Markt, Krankenhaus,Arzt fussläufig 15 Min. Und ich habe keine Sippe zum Plagen, bin absolut alleinstehend und auf Dienstleister angewiesen.

Das hättest du mal gleich erwähnen können :smirksmile:. Ich hatte eine Wohnsituation wie bei mir zuhause im Kopf, eher geringe Grundfläche, dafür viele Geschosse. Unser Haus wird nie seniorengerecht werden, auch nach Umbau nicht.

Wohnst du ländlich oder in einer Stadt? Hat der Supermarkt einen Lieferdienst? Gibt es Taxis, die dich zum Doc bringen können, wenn die 15 Minuten zu viel werden? Ich weiß schon, warum ich so auf die selbstfahrenden Autos warte, die würden so manchem Senioren eine unglaubliche Mobilität bis ins hohe Alter bieten.

Das Rasenmähen kann auch ein Roboter erledigen, der macht das zuverlässig und lautlos. Kein Angehöriger sollte dafür seine Freizeit opfern müssen. Ich habe das bereits an den Roboter delegiert, sehr angenehm. Was passieren kann, aber nicht muss, ist, dass man immer mehr Tätigkeiten abgeben muss (wie Hausreinigung, Schneeschaufeln, Heckenschnitt) und dafür auch Geld in die Hand nehmen muss. Die Frage ist, ob es Kinder gibt, die finanziell einspringen würde, wenn es knapp wird. Alternativ gibt es dann eben nichts zu erben und man fasst eine Umkehrhypothek oder Leibrente ins Auge.

Inaktiver User
31.10.2017, 14:04
Ich weiß schon, warum ich so auf die selbstfahrenden Autos warte, die würden so manchem Senioren eine unglaubliche Mobilität bis ins hohe Alter bieten.
Das ist für mich auch einer der interessantesten Aspekte.
Der Anteil an alten Menschen in der Bevölkerung wird immer größer, viele fahren leider auch dann noch mit dem eigenen Auto, wenn sie kaum noch was sehen oder schon sehr unsicher sind.

Selbstfahrende Autos könnten dieses Problem prima lösen. Wenn jeder Ort / jede Stadt eine kleine Flotte von solchen Car-Sharing-Autos hätte, wäre das für alte Leute eine ideale Möglichkeit und vermutlich preiswerter als jedes Taxi.

Inaktiver User
31.10.2017, 15:33
Das hättest du mal gleich erwähnen können :smirksmile:. Ich hatte eine Wohnsituation wie bei mir zuhause im Kopf, eher geringe Grundfläche, dafür viele Geschosse. Unser Haus wird nie seniorengerecht werden, auch nach Umbau nicht.

So wie bei mir! Einen Garten mit 1400 qm, der Nachbar ein ganzes Stück weit weg, ein Haus mit Wendeltreppe in das Hochparterre, eine selbstgenutzte Einliegerwohnung, eine Terrasse von 130qm, nur Treppen und dann der Garten mit einem Teich, obwohl wir einen Gärtner hatten.

Nee, ich habe den Absprung rechtzeitig geschafft, eine 160qm-große Penthouse-Wohnung in bester Lage, mit Aufzug ausgehend von der Tiefgarage, guten Kontakt und Ansprache mit den Hausbewohnern (7 Familien). Wenn jemand verreist, wird man informiert mit den nötigen telefonischen Notkontakten, Briefkastenschlüsssel usw. usf.

Das muss man altersmäßig beizeiten machen, sonst schafft man das nicht. Für mich wäre es ein Horror gewesen, körperlich - wie mein verstorbener Mann - auf fremde (meine) Hilfe, Pflegedienst etc. pp. angewiesen zu sein oder dann eben ins Alten-/Seniorenheim zu gehen. Verwandte 400 km weit weg. Das sollte alles gut überlegt sein.

Nocturna
31.10.2017, 15:53
Nee, ich habe den Absprung rechtzeitig geschafft, eine 160qm-große Penthouse-Wohnung in bester Lage, mit Aufzug ausgehend von der Tiefgarage, guten Kontakt und Ansprache mit den Hausbewohnern (7 Familien).

Das ist ja schon arg geil! Allein die Qual der Wahl, in welchem Räumen man sich heute aufhalten will. :cool:

Nun, nicht jedem stehen diese finanziellen Mittel zur Verfügung, aber seniorengerechte Wohnungen gibt es immer häufiger. Ich halte sie für eine geeignete Alternative, wenn das eigene Haus zu unbequem wird, aber ein Altenheim nicht zur Debatte steht.

Meine Mutter (nach Schlaganfall, nach Oberschenkelhalsbruch, nach künstlichem Schultergelenk ...) könnte in ihrem Haus nicht mehr leben. Stolperschwellen zur Terrasse, zu wenig Manövrierraum für den Rollator, Treppe vor der Haustür, Waschkeller unten). In der seniorengerechten Wohnung dagegen lässt sie es sich nicht nehmen, den Wäschekorb auf den Rollator zu stellen und mit dem Lift in den Waschkeller zu fahren. Äh ja, sie hat eine Zugehfrau, aber mein Vater putzt immer vorher, damit es nicht schmutzig ist, wenn die Dame kommt (aber das ist ein anderes Thema ...).

Inaktiver User
01.11.2017, 15:41
Das ist ja schon arg geil! Allein die Qual der Wahl, in welchem Räumen man sich heute aufhalten will. :cool:
Nun, nicht jedem stehen diese finanziellen Mittel zur Verfügung, .
Nocturna, wenn Du meine jetzige Wohnung damit meinst, das ist durchaus sehr sehr überschaubar. Ich pflege mich weder in dem Gästezimmer noch in dem Gästebad aufzuhalten, noch den ganzen Tag in der Küche. Zur Zeit sitze ich in meinem kleinen Arbeitszimmer, was als "Kind"-Zimmer gedacht ist. Auf jeden Fall ist es eine seniorengerechte Wohnung.

Was die finanziellen Mittel betrifft, so hält sich ja die TE im eigenen Haus mit Garten auf. Also sollte man da als erstes Mal an Verkauf und den Erlös denken, um damit evtl. sich eine Eigentumswohnung zuzulegen oder sich eben in eine seniorengerechte Wohnung entweder einzukaufen oder zu mieten.

heimat
04.11.2017, 11:18
Henriette1
Ich sehe es wie Du beschreibst.....ich hätte mir ein Leben ohne Bücher garnicht vorstellen können....
Zu Zeiten als es noch keine digitalen Medien gab , waren die Bücher meine Rückzugwelt in denen ich mehr erfahren konnte über das Leben (Psychologie....Biografien....etc. und last but not least lesen was meiner Gemütslage gut tat. Bücher sind Freunde in guten wie in schlechten Zeiten, sie geben Antworten auf Fragen und ich bin ein Mensch der schon immer von klein auf wissen wollte ......wie die Welt funktioniert.
Natürlich bin ich heute auch in der neuen Zeit angekommen , noch im Beruf wurde ich frühzeitig mit der Arbeit am PC vertraut. Konnte meinen Wiedereinstieg in das Berufsleben erleichtern, da ich als erstes eine EDV -Schule besuchte.
Doch meine Lieben schenkten mir Ein E-Book natürlich habe ich noch ein Smartphone , handy und Pc.
Ich werde das E-Book nicht benutzen ......ich brauche ein Buch wo ich gemütlich im Sessel lesen kann ohne Blendung und vor allem ich streiche auch an oder knicke eine Seite ein.
Auch aussortieren was nicht mehr relevant ist macht kein Problem.
Mein Bücherregal habe ich selbst gebaut.....in der Schreinerwerkstatt (Praktikum)
Da bin ich stolz drauf aber von wegen Bücher zum angeben , ist nicht meine Denkungsart im Gegenteil komme ich in eine Wohnung kann ich anhand der Einrichtung schon fühlen .......kalt? oder warm? bzw. Ist jetzt mein Statement in Sachen
Bücher und ich hoffe sie werden nie ersetzt mit oberflächlichen Nachrichten. Ja so individuell sind die Ansichten wie auch die Altersplanungen und die Menschen selbst.

Inaktiver User
04.11.2017, 12:44
Bücher und ich hoffe sie werden nie ersetzt mit oberflächlichen Nachrichten.

Bücher werden nicht verschwinden. Ein Medium wird nur dann ganz durch ein anderes ersetzt, wenn dieses identisch ist. Elektronische Medien können aber zB. die haptischen Qualitäten von Büchern nicht ersetzen.

Aber ich halte den teilweisen Ersatz von Print durch elektronische Medien in manchen Bereichen durchaus für sinnvoll. Bei Tageszeitungen zB. Es ist Ressourcenverschwendung, wenn für so kurzlebige Meldungen massenweise Papier verbraucht wird.
Anders sieht das bei schön gestalteten Zeitschriften aus.

jofi2
04.11.2017, 13:10
Liebe Heimat, ein gutes E-Book blendet nicht.

Anemone
04.11.2017, 13:46
E-Books blenden? Im Gegenteil, bei ungünstigen Lichtverhältnissen ist das Lesen damit erheblich komfortabler. Ich lese abends im Bett und durch die doch etwas vergrößerte Schrift, wie es für mich angenehm ist und duch die Hintergrundbeleuchtung ist das Lesen viel angenehmer als bei einem üblichen Buch. Ich hab beides und wenn ich was spontan entdecke, kauf ich auch normale Bücher, schon gar, wenn sie Abbildungen oder Illustrationen enthalten. Aber ich finde E-Reader eine tolle Erfindung. Und natürlich auf Reisen, keine Frage.

Sariana
04.11.2017, 14:16
Liebe Heimat, ein gutes E-Book blendet nicht.

Außerdem hat es eine Notizfunktion, man kann Lesezeichen setzen.
:liebe:
So viele Bücher, wie ich im Urlaub gelesen habe, könnte ich gar nicht mitschleppen.

heimat
05.11.2017, 10:46
Anemone,
die E-Books sind eine gute Erfindung und ich wollte das nicht absprechen , bei mir ist es im Prinzip die Handhabung .
Kann nicht mehr im Bett lesen und im übrigen ist diese angspannte Haltung für meinen Schultergürtel nicht zuträglich.
Deshalb liebe ich Bücher !:smirksmile: und bevorzuge sie .

heimat
05.11.2017, 10:53
Sariana,
Ich habe kein schlechtes E-Book, das ist es nicht ,in meinem Beruf mußte ich sehr viel am Computer arbeiten und meine Augen danken es mir , weil ich nicht mehr so fokussiert gucken muß und es gibt sehr wohl Blendungen ,ausgelöst auch durch Lichteinfall .
Ok wir sind uns einig ......jedem das seine und mir das meine. :smile:

heimat
05.11.2017, 11:01
Ok Vidrei so sehe ich es auch. Politische Nachrichten etc. lese ich sehr gerne in den elektronischen Medien und vor allem sie sind differenzierte indem man recherchieren kann.

heimat
05.11.2017, 11:06
Liebe Jofi2,

Meine E-Book ist ok aber vielleicht sind es meine Augen weniger:smirksmile:

jofi2
05.11.2017, 11:10
Sariana,
Ich habe kein schlechtes E-Book, das ist es nicht ,in meinem Beruf mußte ich sehr viel am Computer arbeiten und meine Augen danken es mir , weil ich nicht mehr so fokussiert gucken muß und es gibt sehr wohl Blendungen,ausgelöst auch durch Lichteinfall .
Ok wir sind uns einig ......jedem das seine und mir das meine. :smile:

Computer blenden, Ipads auch. Dass ist der Grund, warum ich nicht auf dem Ipad sondern auf einem blendungsfreien E-Book lese.
Das mit den angespannten Schultern verstehe ich auch nicht. Die Lesehaltung ist beim E-Book nicht anders als bei einem normalen Taschenbuch, dem es ja auch in der Größe entspricht.

Versteh' mich nicht falsch. Mir ist wurscht, mit welchem Medium Du liest. Ich will nur Deine Begründungen verstehen.

Spadina
05.11.2017, 11:14
Gerade wenn die Augen nicht so dolle sind, ist ein E-Book ein Segen.

Ich konnte bis vor wenigen Jahren gar kein Buch mehr lesen, oder wenn, dann mühsam mit Lupe, was für ein Umstand! Dieses Rumgefummel! Echt nervend.

Mit E-Book kann ich die Schrift vergrößern, ich kann Notizen machen, das Format ist ideal für die Handtasche. Ich lese täglich in der S-Bahn, wenn ich in die Stadt fahre. Klein, handlich, blendfrei, bei Bedarf ist Licht zuschaltbar, ich tippe hinten an, um umzublättern. Einfach toll.

Ich möchte den Tolino nicht missen. Ich fliege jetzt für mehrere Monate nach Südamerika. Das ist das wichtigste Teil überhaupt, was ich mitnehme.... Meine Privatbücherei. Und ich kann dort jederzeit übers Internet weitere Bücher kaufen und sie hochladen.

Inaktiver User
05.11.2017, 11:24
Das Lesen von eBooks am Abend kann zu Schlafstörungen führen (https://www.heise.de/tp/features/Das-Lesen-von-eBooks-am-Abend-kann-zu-Schlafstoerungen-fuehren-3369237.html)

Für Leute, die gerne vor dem Schlafengehen lesen, sind konventionelle Bücher wohl geeigneter, wenn sie danach gut schlafen möchten.

bittersweet0403
05.11.2017, 11:29
Fakt: ich bin über 80, lebe mittlerweile absolut ohne Anhang , allerdings mit einem Hund allein in meinem Haus mit Garten. Meine Rente ist gering, aber ich komme zurecht, mein Kopf ist noch klar, meine Gelenke schmerzhaft aber funktionierend.

Ich kann dir nur raten, dich zügig deutlich zu verkleinern, eine kleine Seniorenwohnung zu nehmen. Die immobilie kannst du verkaufen.

Warum? Du wirst nicht jünger. Eine entsprechende Aktion wird nicht leichter, wenn du älter wirst.
Du schreibst, dass deine Rente gering ist. Hilfsleistungen kosten aber viel Geld. Ohne Anhang impliziert mir, dass du keinerlei Familie hast, auf die du im Notfall zurückgreifen kannst.

Ich habe viele Jahre in der ambulanten Pflege gearbeitet und viele alte Menschen kennengelernt. Diejenigen, die in deiner Situation waren, haben letztendlich alle bereut, dass sie sich nicht angepasst haben in einer Zeit, wo sie das noch konnten. Die saßen dann in einem total verdreckten Haus, weil sie sich keine umfassende Hilfe leisten konnten. Und die Kraft für Veränderungen fehlte natürlich auch. Wenn dann keine Angehörigen helfend eingreifen können, verläuft das Leben sehr unschön.

jofi2
05.11.2017, 11:30
Wie die Untersuchung zeigt war die Stichprobe winzig und die Altersgruppe total eingeschränkt. Das bedeutet aber im Klartext, dass man daraus nicht viel ableiten kann. Es ist bestenfalls eine Vorstudie, mehr nicht.
Hinzukommt, dass offensichtlich nicht kontrolliert wurde, wie lange die Versuchspersonen abgesehen vom abendlichen Lesen pro Tag dem Computerlicht ausgesetzt waren. Das kann aber auch eine Rolle gespielt haben.

Was mich betrifft: Besser als ich zu schlafen dürfte schwer möglich sein.:lachen:

Spadina
05.11.2017, 11:35
Geht mir auch so. Ich lese immer noch kurz vor dem Einschlafen. Dann klappe ich den Deckel vom Tolino zu, schiebe ihn unters Kopfkissen und drehe mich um und schlafe....

Sofort und süß und selig.

Inaktiver User
05.11.2017, 12:06
Ich lese überhaupt nicht im Bett und schlafe trotzdem sofort ein.

Inaktiver User
05.11.2017, 12:48
Ich lese überhaupt nicht im Bett und schlafe trotzdem sofort ein.

:freches grinsen: Ich auch!

twix25
05.11.2017, 13:41
Ich lese überhaupt nicht im Bett und schlafe trotzdem sofort ein.

Das ist ein Fall fürs "Fassungslosfurum" :nudelholz:

:lachen:

Inaktiver User
05.11.2017, 14:18
Das ist ein Fall fürs "Fassungslosfurum" :nudelholz:

:lachen:

Ich bin auch jedesmal fassungslos, dass das klappt. Allerdings merke ich es nicht mehr, weil ich schon schlafe :freches grinsen:

Inaktiver User
05.11.2017, 14:19
Das ist ein Fall fürs "Fassungslosfurum" :nudelholz:

:lachen:

:allesok:

heimat
07.11.2017, 10:20
Jofi2
Stimme Dir in allen Details zu:zwinker: