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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst vor Behandlungen KH Aufenthalt



nadi81
20.02.2007, 13:49
Hallo alle zusammen!
Ich hatte vor 7 Jahren eine Fehlgeburt und mit mir hat da damals nie einer richtig drüber gesprochen. Hab nur Tabletten gegen die Depressionen bekommen und das wars. Seitdem verweigere ich jeden Krankenhausaufenthalt und einige Behandlungen. Ich bin Allergikerin und wegen Asthmaanfällen schon öfters deswegen im KH gewesen und ich kann einfach nicht über Nacht da bleiben. Jedesmal unterschreibe ich diesen Zettel, das ich auf eigene Gefahr hin das KH wieder verlasse. Ich drücke mich seid mehr als einem Jahr vor einer Darmspiegelung, weil ich den Gedanken nicht ertrage, da so ausgeliefert mit einer "scheiß-egal-Spritze" zu liegen. Das war bei der Fehlgeburt damals genauso. Spritze, Arme und Beine am gyn. Stuhl festgeschnallt,... keine Decke, ...es war furchtbar für mich und keiner war da!
Anfang Feb. hatte ich nen Termin zur Darmspiegelung, war an dem Tag auch in der Praxis und bin-als dieser OP Kittel kam- panisch, heulend, mit den Helferinnen schimpfend,-aus der Praxis gerannt!!Kosten muß ich nun natürlich für dir Behandlung übernehmen!!
Bin jetzt schon 2 mal bei einer Psychologin gewesen, die die Wurzeln dieser Panikattacken früher bei der Fehlgeburt sieht.
Zusammen mit Ihr soll ich diese Praxis nochmal aufsuchen..!! Ums verrecken nicht!!!
Kennt das jemand von euch??
lg, nien81

Inaktiver User
20.02.2007, 14:16
Hm...was brauchst du?

Verständnis von andern, die genauso wie du reagieren?

Oder Hilfe und Unterstützung, weil du etwas ändern möchtest?

Abc
20.02.2007, 20:09
Kommst du denn ansonsten mit der Psychologin klar?

Ich halte den Vorschlag, die Praxis mit jmd. der dir nahe steht oder dich kennt (was ist mit deinem Mann, oder eine Freundin?) zu besuchen, für gut. Gerade die Psychologin kann ja anhand deiner Körperreaktionen sehen, auf was genau du so panisch reagierst.

Oder liegt es an der Darmspiegelung?

vielleicht schreibst du ein wenig mehr, daß man sich deine Ängste besser vorstellen kann.

Inaktiver User
28.02.2007, 18:59
Hey, ich könnte mir vorstellen, dass du vielleicht beides brauchst, das Verständnis von Menschen, die eine ähnliche Panikreaktion kennen (kann ja auch vor etwas anderem sein als dem Krankenhaus, unter der Panik leidet sich immer ähnlich, glaube ich).

und zweitens die Ermutigung, was zu ändern.

Die Konfrontationsmethode ist (leider :smirksmile: ) die erfolgreichste Therapie gegen Ängste, also immer da ran, wovor frau sich panisch fürchtet, natürlich in machbaren kleinen Schritten.

Von daher hat deine Psychologin sicher recht mit ihrem Vorschlag.

Vielleicht bist du aber noch nicht ganz so weit und brauchst erstmal die Zeit, es dir überhaupt im Kopf vorzustellen, dass du diese Praxis betrittst.

Auf die Dauer bleibt einem wirklich nichts anderes übrig, als sich den Ängsten zu stellen, weiß ich auch aus jahrelanger z.T. leidvoller Erfahrung, *der einzige Weg hinaus ist der Weg hindurch*.

Ich wünsche dir massenhaft Mut und Zuversicht, dich dieser Herausforderung zu stellen, auch du kannst es schaffen, wenn du dazu entschlossen bist! :blumengabe:

Gruß von Biene

Hillie
28.02.2007, 19:07
Hallo nadi81,
ich hatte bei der Darmspiegelung keinen OP-Kittel an und auch keine Spritze bekommen. Das wurde genau wie bei meinem Mann in der Praxis eines Internisten / Internistin ambulant gemacht und war nach ca. 15 Minuten vorbei. Keine Schmerzen, keine unangenehmen Gefühle und über die Schamgegend wurde ein Handtuch gelegt.
Warum gehst du ins Krankenhaus?
Hillie