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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gesundheitsprüfung PKV



Inaktiver User
18.02.2007, 08:13
Guten Morgen,

ich hoffe, mir kann jemand helfen:

Ich bin selbständig und bisher in der GKV, möchte aber im Sommer in die PKV wechseln. Jetzt habe ich aus folgenden Gründen Bedenken wegen der Gesundheitsprüfung:

1. Vor ca. 7 Jahren habe ich eine Therapie wegen einer Essstörung angefangen. Damals war ich in der Endphase meines Studiums. Die Therapie habe ich nicht beendet, weil ich umgezogen bin und sich das Problem dann auch selbst erledigt hat.

2. Vor 4 Jahren habe ich mir von einer Hausärztin ein Antidepressivum verschreiben lassen, das mir sehr gut getan hat. Vor ca. 3 Jahren hatte ich es abgesetzt und bin dann zu einer Psychotherapeutischen Praxis gegangen, weil ich dachte, dass das vielleicht besser von einem "Experten" behandelt wird. Dort wurde mir auch das Antidepressivum verschrieben, ich war insgesamt 2 Mal dort.

3. Vor 1,5 Jahren war ich beim Hausarzt, meine berufliche Situation war sehr angespannt und ich konnte schlecht schlafen. Ich habe ihm erzählt, dass ich in der Vergangenheit ein Antidepressivum genommen hatte und er hat mir noch eine Packung verschrieben.
Seitdem habe ich keine Probleme gehabt.

Problem Nr. 2 hoffe ich zu umgehen, weil einige Kassen nur nach den letzten 3 Jahren ambulanter Behandlungen fragen. Muss ich auch alle Medikamente angeben, die ich jemals genommen habe?

Habe ich mit dieser Vorgeschichte überhaupt eine Chance, genommen zu werden? Am besten stelle ich erstmal nur unverbindliche Anträge, oder?
Andererseits denke ich, dass es doch jede Menge Leute gibt, die Depressionen entwickeln.

Kennt jemand eine Kasse, die "kulanter" ist in diesen Fragen?

Es wäre klasse, wenn mir jemand helfen kann!

Inaktiver User
18.02.2007, 11:49
Hallo Tigercreme,
soweit ich es mitbekommen habe, lehnen PKV's Leute mit einer Psychotherapie/psychischen Problemen-Vorgeschichte "dankend" ab.
Würde an Deiner Stelle ersteinmal unverbindliche Anträge stellen.

Ich habe mal in meinen Versicherungsvertrag geschaut. Denke mal, bei meiner Versicherung (DBV Winterthur) müßtest Du Deine gesamte Vorgeschichte angeben:

"Wurde in den letzten 10 Jahren eine Psychotherapie oder eine Behandlung wegen einer Sucht- oder Krebserkrankung durchgeführt oder wurde jemals eine HIV-Infektion (z.B. durch einen AIDS-Test) festgestellt?

"Bestehen oder bestanden in den letzten 3 Jahren Krankheiten, Unfallfolgen, Gebrechen, Gesundheitsstörungen oder sonstige Beschwerden oder sind Sie durch Ärzte oder andere Heilbehandler untersucht, beobachtet, beraten, operiert oder behandelt worden?"

"Sind Sie in den letzten 6 Jahren in Krankenhäusern, Heilstätten oder Sanatorien behandelt, untersucht, beobachtet oder operiert worden?"

Viele Grüße
wenyi

DerExperte
18.02.2007, 12:54
ich sehe keine möglichkeit.
es ist einfach noch "zu frisch".
wenn das jetzt alles schon 10 jahre oder länger her
wäre, so wäre etwas möglich. so nicht.
es wird nach den ärztl. behandlungen und untersuchungen
gefragt. zeitraum unterschiedlich.
aber so muss ich gar nicht erst näher hinsehen.
es haben zu viele behandlungen (im weitesten sinn) in der vergangenheit stattgefunden.

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
19.02.2007, 09:17
Mist. Ich hatte gehofft, mit einem Risikozuschlag oder einem Leistungsausschluss aufgenommen zu werden.

Wenn ich jetzt einen Probeantrag stelle und abgelehnt werde, hat das aber doch keine Nachteile für mich, wenn ich dann in ein paar Jahren wieder einen Antrag stelle, oder?

DerExperte
19.02.2007, 09:56
psychische vorgeschichten können keinen leistungsauschluss geben, da mögliche folgeerkrankungen zu wenig erforscht sind.
egal was für einen antrag- es wird bei richtigen gesundheitsangaben nichts bringen.
zudem gibt es eine art schufa auch dort. ein antrag jetzt kann später schon noch zu problemen führen. wie lange so etwas registriert ist weiss ich allerdings nicht.

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
19.02.2007, 10:35
Aber selbst wenn ein Leistungsausschluß möglich wäre, würde ich mir das bei Deiner Vorgeschichte gut überlegen. Wenn Du plötzlich wieder Hilfe in dem Bereich brauchst, kann das ganz schön teuer werden bzw. Dich in den finanziellen Ruin teiben! (Eine Bekannte, deren GKV nur eine bestimmte Anzahl von Sitzungen zahlt, zahlt privat für eine halbe Stunde Gespräch schon allein 60 Euro ....)

Inaktiver User
19.02.2007, 11:26
Naja, ich bin ab meiner Hochzeit im April 70 % beihilfeberechtigt, müsste also nur 30 % zahlen.
Aber danke für eure Ratschläge, dann werde ich jetzt keinen Antrag stellen und abwarten, bis die 10 Jahre rum sind.

DerExperte
19.02.2007, 11:48
Naja, ich bin ab meiner Hochzeit im April 70 % beihilfeberechtigt, müsste also nur 30 % zahlen.
Aber danke für eure Ratschläge, dann werde ich jetzt keinen Antrag stellen und abwarten, bis die 10 Jahre rum sind.

hallo tigercreme!

da kann die sache anders aussehen. denn bei einigen versicherern gibt es im bereich beihilfe einen kontahierungszwang. bin aber nicht ganz sicher, ob das bei familienangehörigen auch greift. frag einfach danach. zudem musst du schauen, was im detail versichert ist. gerade u.a. im bereich psychtotherapie sind oft große versicherungslücken vorhanden. schau dir den entsprechenden tarif mit den bedingungen genau an. denn du triffst die wahl- hoffentlich dann die richtige.

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
19.02.2007, 11:59
Danke für den Tipp, das wäre ja klasse! Da werde ich mich mal nach erkundigen.

scorpion69
19.02.2007, 13:10
wenn die Beihilfe zum ersten male greift gibt es dieses kontrah. zwang max. einen risikozuschlag von 30 % aber der antrag muß innerhalb von 2 monaten gestellt werden

Inaktiver User
19.02.2007, 13:51
Ich habe gerade mal gegoogelt und was von 6 Monaten gelesen.
Aber immerhin scheint es da ja Möglichkeiten zu geben, zum Glück!