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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Entscheidungen treffen - eine Riesenqual...



Inaktiver User
17.02.2007, 11:21
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Inaktiver User
17.02.2007, 11:36
Aber das 1 Zimmer Apartment waere meine Freiheit und damit bin ich dann auch nicht zufrieden... ich habe regelrecht Panik, mich falsch entschieden zu haben, wie ich es ja auch mit dem Einzug in die WG bei dem Parchen gemacht habe. Da habe ich mich auch getaeuscht und hielt es fuer perfekt. Nur kann man natuerlich nie im Vorfeld wissen, wie sich das Zusammenleben wirklich entwickelt. Es gibt eben keine Garantie.. Trotzdem benoetige ich gerade ein bisschen mehr Sicherheit, in mir selbst, Vertrauen, dass ich es schon richtig mache....
Vielleicht kennt ihr diese Situationen auch ?

Warum machst du es dir selbst so schwer? Deine momentane Wohnsituation ist unbefriedigend, du fühlst dich nicht wohl. Frag dich, ob es noch schlimmer werden kann, wenn du ausziehst?! Und dann halte dir die Vorteile vor Augen, die ein eigenes Apartment mit sich bringt.

Ob es laut ist? Ich denke, du bist tagsüber vermutlich ohnehin nicht zuhause, und erfahrungsgemäß ist abends und nachts der Straßenverkehr nicht mehr so laut wie tagsüber. Ich bin vor anderthalb Jahren auch umgezogen aus einer absolut ruhigen Wohngegend an eine verkehrsreiche Straße, und schon nach kurzer Zeit habe ich das gar nicht mehr wahrgenommen.

Dir fehlt wirklich das nötige Selbstvertrauen. Du schaffst es, wenn du nur willst (oder wenn der Leidensdruck groß genug wird, dass du es anders nicht mehr aushältst, aber willst du wirklich so lange warten?).

Ricarda44
17.02.2007, 11:39
Es gibt keine Garantie für nix im Leben, was Menschen und Entscheidungen anbetrifft.
Bei Dir scheint die Entscheidungsmuskulatur ziemlich zu hängen. Das kannst Du aber ganz schnell ändern, in dem Du Dich öfter zu Entscheidungen zwingst. Ist doch erstmal gleichgültig, ob es eine gute oder eher schlechtere Entscheidung war. Der Mensch lernt aus seinen Fehlern. Um so mehr Entscheidungen Du triffst - und die erste triffst Du ja gleich morgens (bleibe ich liegen, oder stehe ich auf?), um so besser wird es Dir in Zukunft gelingen.

Zu dem Straßenlärm muss ich sagen: Ich bin groß geworden auf 'nem Dorf, musste zur Ausbildung in die Stadt, hab dort direkt an einer Kreuzung gewohnt. Schlimm aber auch!!! Die ersten 2 Nächte dachte ich "Das wird ja gar nichts mit schlafen". Aber dann hab ich das nicht mehr gehört und sogar wieder mit offenem Fenster geschlafen.

Mach Dir das Leben mal nicht so schwer. Triff 'ne Entscheidung, steh dazu und freu Dich drauf, wie es werden wird. Komplikationen kann's immer geben. Auch wenn Du die Entscheidung triffst, nicht umzuziehen.

Inaktiver User
17.02.2007, 12:38
Vielen lieben Dank Euch beiden.
Ich habe gerade erstmal ausgiebig geheult, soll ja bekanntlich auch helfen:smile: , bin in mich gegangen und habe gemerkt, dass das 'innere Kind' eben noch kein Vertrauen hat, dass der erwachsene Teil wirklich gut fuer einen sorgt und ein schoenes Zuhause schaffen koennte. Jetzt geht es mir aber deutlich besser und mein Ehrgeiz ist angestachelt, das 1 Zimmerapartment entsprechend schoen und heimelig einzurichten (auch wenn hierueber noch etwas Unsicherheit herrscht..aber ich bekomme das hin)
Bzgl. des Strassenlaerms fand ich Eure Einschaetzung sehr hilfreich. DANKE :blumengabe: :blumengabe:

Sourgirl
17.02.2007, 13:16
Hallo Michala,
Glückwunsch erst mal zu Deiner Entscheidung!
Mir geht es manchmal auch so; ich bin auch nicht immer entscheidungsfreudig. Ich versuche dann immer Entscheidungen auf Probe zu treffen. Bei kleineren Dingen ist das ganz einfach: wenn ich mich nicht entscheiden kann, ob ich den Pulli nehme, dann sag ich mir: ich kaufe den jetzt. Fühle ich mich mit der Entscheidung gut, dann kaufe ich ihn, wenn nicht, lasse ich es. Oder ich geh aus dem Geschäft raus, habe ich nach ein paar Stunden oder nach einer Nacht immer noch das Gefühl, das ich ihn brauche, dann kaufe ich ihn. Bei größeren Dingen hilft Dir vielleicht eine Pro- und Contra-Liste. Und ansonsten kann ich Dir nur raten: hör' auf Dein Gefühl. Du hast ja selbst geschrieben, dass Du Dich in der WG nicht wohlfühlst, Du kennst Deine Gefühle gut, also nutze das. Was nützt es Dir, wenn Dir die Vernunft sagt, dass die ENtscheidung richtig ist, Du Dich aber schlecht fühlst? Das ist viel belastender. Und ganz wichtig, Ricarda hat es schön beschrieben: man lernt aus seinen Fehlern. Also mach' Dein Leben nicht von den Entscheidungen abhängig, Du hast immer die Möglichkeit etwas zu ändern, wenn Du mal eine Fehlentscheidung getroffen hast. Mir hat das immer am meisten zu schaffen gemacht; die Angst davor eine Entscheidung treffen zu müssen und dann eben die falsche Wahl zu treffen. Diese Belastung & Sorge empfand ich immer als schlimmstes, aber seit ich mir sage, dass jeder Mensch so viele Entscheidungen zu treffen hat und man sauch ruhig mal die falsche Wahl treffen kann, geht es mir viel besser.

Bianci
17.02.2007, 16:18
Ich kann Dich so gut verstehen! Auch mir wurde Entscheidungsfreudigkeit nicht gerade in die Wiege gelegt. Vor einigen Jahren war ich fast genau in der gleichen Situation wie Du und habe ewig überlegt, bis ich mich schließlich gegen die unangenehme WG und für die 1-Zimmer-Wohnung (auch an einer lauten Straße) entschieden habe.

Im Laufe der Jahre ist bei mir dann aber die Angst, falsche Entscheidungen zu treffen, weniger geworden. Denn ich habe gemerkt, dass selbst ganz langes Grübeln einen nicht davor bewahren kann, eine Fehlentscheidung zu treffen. Entschlüsse, die sich im Nachhinein nicht als die richtigen entpuppen, gehören halt zum Erwachsenwerden und -sein dazu. Früher habe ich in meiner Qual, mich für Dinge entscheiden zu müssen, immer so viele Leute wie möglich um Rat gefragt. Dadurch habe ich aber z.T. gegen meinen Instinkt gehandelt: Z.B. habe ich mich damals aus Karriere- und Vernunftgründen für meinen jetzigen Job entschieden, in dem ich nun kreuzunglücklich bin.

Heute überlege ich bei wichtigen Dingen zwar immer noch sorgfältig, mache eine Pro&Contra-Liste usw, zögere den Entschluss aber nicht mehr ewig raus. Und ich höre mehr auf mein Bauchgefühl als auf andere Leute, womit ich mich viel wohler fühle. Vor einigen Tagen hab ich übrigens entschieden, besagten Job zugunsten eines schlechtbezahlteren, aber angenehmeren zu knicken - was in meinem Umfeld einige entsetzte Reaktionen hervorgerufen hat. Ich fühle mich aber sehr viel glücklicher, seitdem ich weiß, dass bald mein letzter Arbeitstag bei meiner jetzigen Stelle sein wird.

Inaktiver User
20.02.2007, 13:00
Ja, Danke Euch beiden auch, pro-und contra-liste stimmt, geht ja auch noch.
Bin jetzt so froh mittlerweile, dass ich mich dafür entschieden habe. Heute schehe ich das Apartment zum 2. Mal und dann wird auch direkt der Mietvertrag unterschrieben. Jetzt wird nicht lange gefackelt. Schlimmer kann es wirklich nicht mehr werden.
Dafür 2 Fehlkäufe am Wochenende getätigt... grrr, wird wieder umgetauscht. Ich über weiter.... :cool:

Inaktiver User
20.02.2007, 18:40
Liebe Michaela, mir ging es auch mal so wie dir. Zu meiner Geschichte: Ich war früher ein graues Mäuschen mit wenig Selbstbewusstsein und mein erster Freund (mit 21!) war ziemlich tonangebend und stand stets im Mittelpunkt. Ich hatte immer das Gefühl, mit ihm konkurrieren zu müssen, er hat mich auch ständig für jede Kleinigkeit kritisiert. Irgendwann merkte ich, dass ich mit Schweißausbrüchen 45 min lang in der Drogerie umherschlich, weil ich mich nicht für ein Shampoo entscheiden konnte - es hätte ja ein Fehlkauf sein können. Wie krank!

Als irgendwann die Beziehung zu Ende war, stellte ich fest, dass ich auch auf eigenen Beinen mein Leben ganz gut auf die Reihe bekam und es wurde immer besser mit meiner Selbstsicherheit.

Hast du irgendeine Erfahrung gemacht, die zu deiner Unsicherheit geführt haben könnte? Ehrgeizige Eltern? Irgendjemand, der dir nahe steht und ständig an dir rumgekrittelt hat? Ein Ziel, das du meintest nie erreichen zu können?

Nur Mut, jeder macht mal Fehler. Vom Kauf eines "falschen" Pullis geht die Welt nicht unter. Niemand hat einen perfekten Lebens(ver)lauf. Wenn du versuchst, Entscheidungen durch Hinauszögern zu vermeiden, wirst du nicht weiterkommen, sondern auf der Stelle treten. Es ist besser, man trifft eine falsche Entscheidung, als dass man gar nicht handelt. :blumengabe:

Bianci
21.02.2007, 18:39
Hast du irgendeine Erfahrung gemacht, die zu deiner Unsicherheit geführt haben könnte? Ehrgeizige Eltern? Irgendjemand, der dir nahe steht und ständig an dir rumgekrittelt hat? Ein Ziel, das du meintest nie erreichen zu können?



Ich glaube, dass in der Tat bei ganz vielen Leuten so etwas der Hintergrund ist - auch wenn es bei Michaela natürlich ganz anders sein kann, das wissen wir ja nicht.

Auf mich jedenfalls trifft es voll zu. Was Du schreibst, klingt als würdest Du meine gesamte Kindheit beschreiben :niedergeschmettert:

Schruli
01.03.2007, 10:30
Ich musste gestern entscheiden ob ich wie verabredet bei meinem Freund einen gemütlichen Abend verbringe oder ob ich spontan zum (angeheirateten) Onkel zum Geburtstags-Pizza-Essen gehe.
Ich hab auch immer Probleme mit Entscheidungen aber so gequält hab ich mich noch nie und hab sogar geheult. Eigentlich ist das doch wirklich blöd so nen Aufstand zu machen...

Inaktiver User
01.03.2007, 11:11
Hallo Schruli,
du Arme, kann Dich so gut verstehen. Es ist manchmal zum Haareausreifen.
Bei einigen Entscheidungen führe ich mich so auf, als ginge es um Leben oder Tod.
Manno.
Hoffe, du fühltest Dich letztlich besser mit der getroffenen Entscheidung ?
Übrigens: die Wohnung habe ich abgesagt. Ich war noch ein 2. Mal dort mit meiner Freundin und ich hörte das Radio der Nachbarin so glasklar, dass ich aufgrund des Lärmpegels abgesagt habe. Bin froh, dass dieser Zufall eingetreten ist, als ich gerade in der Wohnung war.
Nun fühle ich mich gut mit der Entscheidung. Nächste Entscheidung steht schon wieder an bei mir, die ein wenig schwerwiegender ist: bleibe ich beimeinem Freund, bleibe ich bei meinem jetztigen ARbeitgeber, ziehe ich ins Ausland, wenn ja in welches, oder bleibe ich doch hier....? Ein einziges Kuddelmuddel...aber ich schaffe das irgendwie ..

Sourgirl
01.03.2007, 12:40
Ich drücke Dir die Daumen, Michaela!

amsara
01.03.2007, 19:27
Es beruhigt mich ja, dass ich nicht alleine mit diesem Problem bin. :knatsch: ....
Auch ich hab mich immer extrem schwer mit Entscheidungen getan. Entweder ich treffe frohgemut eine Entscheidung, bekomme dann aber im Nachhinein völlige Panik, ob denn das alles so richtig war. Oder ich fühle mich wie der berühmte Esel, der sich nicht zwischen den beiden Heuballen entscheiden kann und letztendlich verhungert. Kennt ihr diese Geschichte? Ich bin dann nicht in der Lage, auch nur ein Stückchen in die eine oder andere Richtung zu gehen und fühle mich wie gelähmt.
Momentan habe ich auch eine Entscheidungsschwierigkeit bezüglich eines Umzugs. (Ist das jetzt gerade die Zeit dafür? :smirksmile:)
Die Wohnung in der ich jetzt wohne ist eigentlich recht schön, aber in einem extrem runtergekommenen Haus. Das Treppenhaus ist total verschimmelt, den Schimmel hatte ich auch schon in der Wohnung und habe ihn vielleicht noch. Die Mieter um mich herum sind völlige Messies, aus deren Wohnungen es stinkt (Katzenurin etc.) Zudem ist die Wohnung so gut wie nicht isoliert (Dachboden) und im Winter sehr heizungsintensiv sowie im Sommer ein absoluter Brutkasten. Höchste Zeit also umzuziehen! Da ich in einer Stadt wohne, in der es sehr schwer ist, eine Wohnung zu bekommen, habe ich seit ca. einem Jahr gesucht (allerdings nicht immer ernsthaft, sondern zwischendurch auch sehr sporadisch).
Jetzt habe ich eine Wohnung gefunden, die in einigem gar nicht meinen Suchkriterien entspricht (recht klein, dafür recht teuer), in anderem aber sehr wohl (Balkon, Garten, Badewanne) zudem liegt sie noch direkt um die Ecke bei meinem Freund (mit dem eine Zusammenzug noch zu früh wäre). Da ich wirklich die Nase voll habe von meiner Wohnung, mir vor dem Sommer graut und ich auch nicht mehr weiter suchen will, habe ich den Mietvertrag unterzeichnet. Und PROMPT!!! kamen die Bedenken. Hätte ich nicht doch noch weiter suchen sollen? Vielleicht hätte ich noch etwas Besseres gefunden? Ist die Küche nicht viel zu klein? Und auch zu dunkel? Werde ich diesen Entschluss nicht schnell bereuen? Seit ca. einer Woche dreht sich bei mir dieses Karussel, mal mehr und mal weniger heftig. Um mich völlig verrückt zu machen, lese ich noch weitere Wohnungsanzeigen und habe sogar noch einen Besichtigungstermin vereinbart!!!!! Ich wäre wirklich sehr glücklich, wenn ich endlich mal zu meinen Entscheidungen stehen könnte und sie akzeptieren könnte, aber es fühlt sich immer so an, als ob ich eine "falsche" Entscheidung nie wieder rückgängig machen könnte. Vielleicht können wir uns ja hier irgendwie gegenseitig Mut machen?!:yeah:

Schruli
02.03.2007, 09:40
Es beruhigt mich ja, dass ich nicht alleine mit diesem Problem bin. :knatsch: ....
Auch ich hab mich immer extrem schwer mit Entscheidungen getan. Entweder ich treffe frohgemut eine Entscheidung, bekomme dann aber im Nachhinein völlige Panik, ob denn das alles so richtig war. Oder ich fühle mich wie der berühmte Esel, der sich nicht zwischen den beiden Heuballen entscheiden kann und letztendlich verhungert. Kennt ihr diese Geschichte? Ich bin dann nicht in der Lage, auch nur ein Stückchen in die eine oder andere Richtung zu gehen und fühle mich wie gelähmt.


Das hast du gut gesagt. So gehts mir auch oft.
Aus deiner jetzigen Wohnung würde ich auch ausziehen. Das sind ja echt widrige Umstände.

Eine meiner bisher größten Entscheidungen/Herausforderungen hab ich im nächsten Jahr vor mir. :knatsch: Von zu Hause ausziehen. :knatsch: Wann, wohin, usw.

Inaktiver User
02.03.2007, 10:47
Zum Thema "Wohnungswechsel": Stetzt Euch doch nicht so unter Druck! Falls die neue Wohnung nicht die richtige sein sollte, dann sucht man sich eben eine neue.
Man muß sich einfach zugestehen, daß man auch falsche "Entscheidungen" treffen kann. Oft stellt man dies aber erst fest, wenn man sie getroffen hat. Da kann man vorher noch so viel überlegen. Gerade bei Umzügen, da merkt man erst, wenn man wirklich mit all seinen 7 Sachen in der Wohnung lebt, ob man sich wirklich wohl fühlt.
Und wenn nicht? Dann sucht man sich eben eine andere Wohnung. Was ist so schlimm daran, auch mal falsche Entscheidungen zu treffen? Meiner Meinung nach sollte man dann dazu stehen und es beim nächsten Mal versuchen, anders zu machen.

Ich bin selber vor Jahren mal in eine Wohnung gezogen, wo ich dachte, "die KÖNNTE es sein". ... War sie aber nicht. Es wimmelte von Silberfischen, das war echt eklig! Außerdem fühlte ich mich in der Gegend nicht so recht wohl.... also zog ich nach 4 Monaten wieder aus, ohne mich weiter zu "quälen" und mich dazu zu zwingen, mit der getroffenen Entscheidung nun zu leben.

Die nächste Wohnung war dann ein Volltreffer. Klar, hatte ich auch vorher Zweifel, Bedenken... Aber man darf sich auch nicht verrückt machen!

Ich wünsch Euch viel MUT!!!!!

Estelle

Schruli
05.03.2007, 09:08
So und schon ist es so weit.

Am Wochenende standen freie Wohnungen in meinem Ort in der Zeitung.
Gab gerade etwas Knatsch zu Hause und da hab ich gleich beschlossen, heute mal dort anzurufen.
Allerdings geht mir das jetzt irgendwie schon zu schnell und ich bin schon wieder am überlegen, ob ich überhaupt anrufen soll :knatsch:

Inaktiver User
05.03.2007, 09:12
Ruf an, Schruli ! Dann hast Du mehr Klarheit, auch wenn mehr Optionen wieder eine neue Entscheidungssituation bedeuten...
Drück Dir die Daumen und halte uns auf dem Laufenden,
lg

Inaktiver User
05.03.2007, 09:13
Ich drücke Dir die Daumen, Michaela!

Liebes Sourgirl,
danke ! Das ist lieb von Dir.. momentan zerreisst es mich echt, vor allem die Situation mit meinem Freund....

Schruli
05.03.2007, 12:10
So, es ist Mittag und eigentlich wollte ich jetzt mal telefonieren gehen...aber dooferweise trau ich mich nicht mal (bin bei dem Gedanken schon total aufgeregt). Manchmal könnte ich mich echt über meine eigene Blödheit ärgern, nur ändern kann ich trotzdem nix.

Michaela, ich wünsche dir viel (Entscheidungs-)Kraft für die Sache mit deinem Freund.
Dieses Thema hatte ich vor kurzem auch noch zu bewältigen.

Inaktiver User
05.03.2007, 12:23
Sei nicht zu streng mit Dir, Du hast Angst und es ist wichtig, diese Angst ernst zu nehmen und anzunehmen, als dagegen zu kaempfen. Aber es scheint ja auch ein (unbewusster) Gewinn (für Dich und für mich scheinbar auch) in der Unentschlossenheit zu liegen.
Ich glaube es hat, was mit Verantwortung übernehmen zu tun vor der wir uns vielleicht drücken möchten ??

Und ich habe mich schon richtig gut arrangiert und eingerichtet mit meiner "ich-kann-mich-nicht-entscheiden-situation"...fragt sich nur, wie lange alle Beteiligten (mein Freund) dieses "Spiel" mitspielen wollen. Ehrlich gesagt, weiss ich, dass ich mit ihm nicht alt werden kann und trotzdem habe ich soviel Angst, wenn ich mich gegen ihn entscheide, eine Falschentscheidung zu treffen.

Inaktiver User
05.03.2007, 13:59
Liebe Schruli,

keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung! :smirksmile:

Nur Mut!!! :blumengabe:

Gruß,
Estelle

Schruli
05.03.2007, 16:09
Ich bin so feige! Jetzt ruf vielleicht schon meine jüngere Schwester bei den Vermietern an! :ooooh:
Sie will dann auch zur Besichtigung mitkommen wenn es so weit ist.

Inaktiver User
05.03.2007, 17:22
Schruli, wovor hast Du genau Angst?
Wenn ich es richtig verstanden habe, wohnst Du zur Zeit noch bei Deinen Eltern. Wie alt bist Du denn (wenn ich fragen darf)?
Ich bin mit 20 von zu Hause ausgezogen. Es ist schon "ungewiß" gewesen, man weiß ja nicht, was auf einen zukommt so ohne die Eltern.
Aber es ist eine tolle Erfahrung!! Du kannst Dir ein eigenes Reich nach Deinen Vorstellungen schaffen! Das ist doch toll! :blumengabe:
Und: Ist doch schön, wenn Dich jemand zur Wohnungsbesichtigung begleitet... würde ich auch so machen! Und nicht vergessen: Es ist ja erstmal nur eine Besichtigung, Du brauchst Dich ja noch gar nicht entscheiden, ob Du die Wohnung nun nimmst oder nicht. Keine Panik!
(Ich habe mir bestimmt 20 Wohnungen angesehen, bevor ich mich für meine jetzige entschieden habe). Eine Wohnungsbesichtigung ist keine Verpflichtung, einen Mietvertrag zu unterschreiben! :smile:

Schruli
08.03.2007, 10:32
Estelle, ich weiss nicht ob es Angst ist, aber in einer eigenen Wohnung in der ich dann allein rumhocke "nur" damit ich ausgezogen bin, würde ich mich sehr einsam fühlen und meine Familie vermissen. Sicher kann ich sie besuchen, aber das ist lange nicht das Selbe.
Ach ja, die eine Wohnung war schon so gut wie vergeben, bei der anderen war niemand erreichbar. Habs dann auch nicht weiter versucht, denn die wäre schon recht teuer für mich allein.

Inaktiver User
09.03.2007, 11:28
Hallo Schruli,
schön, wieder von Dir zu hören :blumengabe:
Also:
Du hast Dir die erste Wohnung wirklich angesehen! (Entscheidung 1)
Du hast Dir sogar eine zweite Wohnung angesehen (Entscheidung 2)
Und Du hast durchgerechnet, die zweite Wohnung wäre zu teuer, und hast sie "abgehakt". (Entscheidung 3)

Schonmal 3 Entscheidungen, die Du erfolgreich getroffen hast!!
Herzlichen Glückwunsch! Geht doch! :zwinker:

Ich habe ein wenig das Gefühl, daß Du Dir durch die Wohnungsbesichtigungen darüber klar geworden bist, daß Du lieber doch noch bei Deiner Familie wohnen möchtest. Sehe ich das richtig? Wenn ja, dann hat Dir die ganze Situation doch geholfen! Du hast Dich bewußt für etwas entschieden! Ist doch gut!
Vielleicht reifen mit der Zeit auch neue Entscheidungen heran... das wird sich dann zeigen!

Weiterhin viel Glück, Mut und Entscheidungsfreudigkeit

wünscht Dir Estelle :blumengabe:

Schruli
09.03.2007, 12:16
:ooooh: Nein, nein Estelle, ich bin immernoch der feige Schisser, der sich nicht entscheiden kann. Hab ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.

Meine Schwester hat die beiden Nummern angerufen :peinlich: . Da hiess es die eine Wohnung sei schon so gut wie vergeben und auf der anderen Nummer hat sie niemanden erreicht und ich habs auch nicht mehr versucht.

Totzdem danke für dein liebes Posting :blumengabe:

Inaktiver User
09.03.2007, 20:45
Ach Schruli... ich mußte gerade schmunzeln! Dann hast Du Dir die Wohnungen gar nicht angesehen und auch nicht selber angerufen?
Liebes! Weißt Du, wenn Du so viel zweifelst, ob ein Auszug von zu Hause das richtige wäre, dann warte doch einfach noch ab (wie gesagt, keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung). Vielleicht ist die Zeit noch nicht reif für eine Entscheidung? Setz Dich nicht selber unter Druck (ich schätze mal, von Deinen Eltern hast Du keinen Druck, ausziehen zu müssen, oder?).
Ich WOLLTE damals von zu Hause ausziehen! Aber ich bin damals mit meinem Freund zusammengezogen, das war dann auch wieder etwas anderes. (Ich hatte keine Angst vor dem Alleinsein). Ein halbes Jahr später ging die Beziehung aber zu Ende, und ich blieb allein in der Wohnung. Am Anfang hatte ich auch Angst... ich kannte das Alleinleben ja gar nicht. Aber ich glaube auch, daß diese "Angst" ganz normal ist.
Heute finde ich es wunderschön, alleine zu wohnen. :freches grinsen: Dennoch freue ich mich darauf, irgendwann wieder mit einem Partner zusammenzuleben, aber bis dahin ist noch Zeit. Und die Zeit bis dahin werde ich genießen!

Laß Dir Zeit mit der Wohnungssuche! Du mußt es ja nicht über´s Knie brechen! Ist ja auch eine "größere" Entscheidung.
Wenn Du Dich generell schlecht enscheiden kannst, dann versuch doch mal, jeden Tag nur eine Kleinigkeit zu entscheiden (z.B. "geh ich heute Abend aus oder mach ich´s mir zu Hause gemütich"). Vielleicht lernst Du so mit der Zeit, entscheidungsfreudiger zu werden und wirst mutiger.
Ich wünsch es Dir!!

Viel Glück :blumengabe:
-Estelle-

Schruli
12.03.2007, 12:09
Liebe Estelle,

zum Glück (?) waren dieses Wochenende keine Wohnungsanzeigen für mein Dorf in der Zeitung.

Ich glaube, ich werde erstmal versuchen mich seelisch und moralisch auf die Wohnungssuche einzustimmen - das ging letzte Woche zu schnell und kam eher zufällig und unerwartet. Zudem ging es beruflich auch drunter und drüber (hab eine neue Stelle und HABE ENTSCHIEDEN :freches grinsen: sie anzunehmen, da sie unbefristet ist).

Von zu Hause wird mir eigentlich (noch) kein nennenswerter Druck gemacht. Das Ultimatum ist mein 25. Geburtstag.

Tja, einen Freund habe ich und es würde mir vermutlich etwas leichter fallen, wenn ich mit ihm zusammenziehen könnte. Naja, nun will ich nicht aus meinem Dorf weg und er will nicht von der Stadt ins Dorf und überhaupt...(aber ins gemachte Nest setzen wenn er nicht arbeiten muss würde er schon ganz gern - vorrausgesetzt meine Wohnung wäre gemütlich genug :unterwerf: )

Liebe Grüße
Schruli :blumengabe:

Inaktiver User
14.03.2007, 13:29
Hallo, ihr lieben Entscheidungsgequälten.....:zwinker:
bin in meinen Entscheidungen auch schon ein Stückerl weiter...

Habe mich nun von meinem Freund getrennt (Geschichte steht auch im Thread Schicksal, Zufall, Trennung)
und fühle mich einerseits besser dabei, da mein Bauchgefühl mir sagt, dass es richtig war, habe aber natürlich trotzdem Angst, keinen mehr abzubekommen mit meinen 34, kleiner Scherz, nein, aber muss jetzt nach und nach meinen eigenen Entscheidungsweg weiter gehen. z.Bsp. in welche Stadt es mich nun von Berufswegen hinzieht (Ausland oder Süddeutschland), auch wenn ich hier wieder mal viel Angst spüre...aber Schritt für Schritt, stets mein Bauchgefühl im Auge, muss es gehen.