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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mir geht´s wieder gut - ich liebe das Leben



Inaktiver User
17.02.2007, 09:45
In einem der Stränge wurde die Idee geboren, und ich greife sie gerne auf. Warum nicht auch mal über die Zeit schreiben, in der die Trauer vergangen ist und wieder an allererster Stelle das Leben steht? Den Zeitpunkt beschreiben, an dem man morgens aufgewacht ist, die Sonne ins Zimmer geblinzelt hat und man mit einem Juchhuu aus dem Bett gesprungen ist und sich einfach nur gefreut hat, wie schön die Welt im Sonnenlicht aussieht. Oder sogar darüber berichten, dass plötzlich das Herz sich wieder geöffnet hat, und einer neuen Liebe Raum gegeben hat. Oder, oder, oder......

Es gibt schon den Strang "Zeichen der Heilung", aber hier soll es nicht um die Zeichen gehen, die Momente, in denen man der Trauer für einen Moment entfliehen kann, sondern wirklich Geschichten, aus denen wir lesen können, dass eines Tages und dann auch dauerhaft, das Leben wieder den allergrößten Raum eingenommen hat.

Mancher, der/die hier schreibt mag noch alleine den Gedanken entsetzlich finden, kann und will sich auch nicht vorstellen, dass es wieder so eine Zeit im eigenen Leben kann. Die bitte ich trotzdem die Hoffnung nicht aufzugeben, und vielleicht sogar zu versuchen, diese Geschichten über das Wiederhinwenden zum Leben als kleinen Schimmer in ihrer eigenen Traurigkeit zuzulassen.

Damit es hier nicht zu lang wird, schreibe ich meine Geschichte im nächsten Posting.

Kranich

Inaktiver User
17.02.2007, 09:56
Mir geht´s wieder gut - ich liebe das Leben. Vor 5 1/2 Jahren hat sich mein Freund das Leben genommen- nach 15 Jahren Beziehung. Ich habe mich innerlich und äußerlich in die hinterste Ecke verkrochen. Beruflich musste ich mich mit Menschen treffen, oft auch mit Männern, aber privat bin ich abgetaucht. Irgendwann ging es mir zwar wieder besser, aber der Teil meines Ichs, in dem Liebe programmiert ist, war sozusagen gelöscht. Den Gedanken an eine neue Beziehung habe ich nicht abgelehnt, sondern er war nicht existent.

Eines Abends - nach über 4 Jahren - war ich mit einem Mann essen. Es war nett, wir haben gelacht und uns prima unterhalten. Plötzlich fragte mich dieser Mann: Sag mal, was glaubst Du eigentlich, warum ich mich mit Dir verabredet habe? Da schoss es mir wie ein Blitz durch den Kopf: ich war seit Jahren überhaupt nicht mehr auf die Idee gekommen, dass sich ein Mann mit mir verabredete, weil ich eine Frau bin, weil er mich als Mensch, mein Lachen, auch mein Aussehen gut findet. Mir wurde klar, dass ich alle Treffen immer ganz schnell auf die berufliche Schiene schob. Ich habe plötzlich verstanden, dass ich mich innerlich nicht als Single, sondern als Gefährtin eines Toten sah.

Dieser Abend ging bis zum nächsten Morgen um 4.00 Uhr. Dann machte auch die letzte Cocktailbar zu. Er endete in inniger Umarmung und "Knutscherei" am Auto. Ich bin am Wochenende drauf zum Friedhof gefahren und bin den ganzen Tag dort geblieben. Ich habe an dem Tag, die Beziehung zu meinem verstorbenen Freund beendet. Ich habe ihm wie einem Lebenden erklärt, warum es so ist, dass ich seine Entscheidung nun akzeptiere, aber mein Leben nun wieder für mich haben möchte. Er hat seinen Platz in meinem Herzen, aber er ist nicht mehr der Mann, mit dem ich - und wenn es auch nur in Gedanken ist - mein Leben verbringe, mit dem ich mich verbunden fühle. Ich habe einen großen Teil meines Erwachsenenlebens mit ihm verbracht, das kann und will ich nicht vergessen, aber meine Zukunft gehört mir, nicht mehr uns.

Der Abend damals war der Beginn einer wohltuenden, wenn auch nicht dauerhaften Beziehung. Dass sie nicht dauerhaft war, hatte mit meinen Erlebnissen nichts zu tun. Ich lernte zuzulassen, dass ich mich wieder verlieben kann, fing wieder an zu vertrauen, dass der, der mir wichtig ist, am nächsten Tag auch noch da ist. Und als es nach ein paar Monaten zu Ende ging, hatte ich Liebeskummer und war fast glücklich, dass ich dieses Gefühl wieder zurückgewonnen hatte.

Mir geht´s wieder gut - ich liebe das Leben. Jetzt kommt das Frühjahr. Ich freue mich auf die Farben, das Licht und die Wärme. Ich freue mich auf die Menschen, die ich dann auf den Strassen treffe. Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich vor 5 Jahren war. Ich habe etwas erlebt und weil ich es überlebt habe, hat es mich innerlich gefestigt, mich ruhig und gelassen in die Zukunft blicken lassen. Ich weiß, dass ich wieder lieben kann, aber dass ich mein Leben auch alleine lebenswert finde. Draussen ist heute strahlend blauer Himmer, und die Sonne scheint. Ich freue mich auf das, was mich in meinem Leben erwartet. :yeah: :Sonne:

Kranich

Lorolli
17.02.2007, 10:02
@ Kranich :blumengabe:

Glück ist ...

Glück ist, das Schöne zu sehn,
aber auch den Nächsten verstehn.
Glück ist, ein Lachen geben,
eines zu erhalten, ein grosser Segen.
Glück ist, Freunde die zu uns stehn,
die unser Handeln auch verstehn.
Glück ist, wenn man sich freuen kann,
und zwar oft, nicht irgendwann.
Glück ist, viel Liebe zu spüren,
viel empfinden, bei jedem berühren.
Glück ist, die Tränen laufen lassen,
traurig sein zu können, ohne hassen.
Glück ist, Wärme zu empfinden,
trotz Kälte, Geborgenheit zu finden.
Glück ist, ein Ziel vor sich zu haben,
sich auch an kaum mögliches zu wagen.
Glück ist, vergessen zu können,
nicht dem Gestern nachzurennen.
Glück ist, dass man das Glück sieht,
weil's jeden Tag geschieht.

Autor: unbekannt

Henne65
17.02.2007, 10:09
liebe kranich, was für eine schöne idee von dir; danke für die schöne geschichte, die hoffentlich vielen hier mut macht! :blumengabe:

doyo
17.02.2007, 21:06
liebe Kranich,

zum Glueck habe ich eben Dein Posting entdeckt. Du machst mir Mut! Ich habe meinen Mann vor knapp 7 Monaten, nach 30jaehrigem zusammensein verloren.
Im grossen und ganzen habe ich meine Trauer im Griff. Heute hat sie mich allerdings wieder mit solch einer Wucht gepackt......
Ja, ich bin die Frau meines toten Mannes. Ich merke wie Er ganz langsam nun doch zur Erinnerung wird. Panik! Ich kann aber noch nicht loslassen. Mit dem Kopf verstehe ich dass das geschehen muss, damit ich mein Leben ohne Ihn weiter leben kann. Ich vertraue auf die Zeit und meine Trauerarbeit. Deine Zeilen bestaetigen mir mein Gefuehl.
Ich danke Dir

Ricarda44
20.02.2007, 14:36
Genau richtig, kranich!!!
Es wird immer mal Zeiten geben, wo man ganz unten im Tal ist. Da kann es nur noch, wenn man sich dann auch selber anstrengt, wieder bergauf gehen.
Nie unterkriegen lassen!

Und jetzt viel Spaß mit Frühjahr & Co.!!!

Inaktiver User
23.02.2007, 09:50
Wo sind sie denn - die Geschichten von wiederkehrender Freude und Zuwendung zum Leben? Es gibt sie doch.:yeah:
:blumengabe:

Kranich

Ricarda44
23.02.2007, 10:35
Ja, es gibt sie.
Das "Funktionieren" rettet einen eine ganze Zeit lang darüber hinweg, zu resignieren.

Ich hab mir vor kurzem einige Motivationsbücher wieder zugelegt. Ist eigentlich schon so ein Hobby von mir, wenn's mal 'ne Schräglage im Leben gibt.

Da hatte ich dann auch schon mal drin rumgelesen - natürlich nur das, was mich interessiert und was mir nützlich erschien.
Und als ich dann meine 3 km Jogging/Walkintour vor mir hatte, fiel mir so auf: "Früher hab ich immer die lange Strecke abgepeilt und gedacht, boa noch so weit. Jetzt war mein Blick immer höchstens 3 m vor mir".

Als ich ausgepowert nach Hause kam, habe ich überlegt, in wie weit diese Situation des nicht weit sehen wollens auch auf mein tägliches Leben übertragbar ist.
Und es stimmt: Genau das, was ich seit einiger Zeit beim Sport praktiziere, hatte sich auch unbewusst in mein Leben eingeschlichen.
Keine wahren Ziele mehr. Keine große Freude auf bestimmte Dinge.
Wo waren sie alle hin, meine Euphorien, Wünsche usw.
Weg.
Von einem Tag in den anderen funktionieren.

Beim nächsten Lauf habe ich bewusst den Blick wieder nach vorn gelenkt. Die Strecke war nach wie vor sooooo lang. Aber da hinten, da war das Ziel. Ich habe mich wieder umgeschaut: Den Blick über's weite Feld. Mich gefreut über die majestätische Eiche, die mitten auf dem Feld ganz allein schon jahrelang dem Sturm trotzt.

Als ich dieses Mal geschafft zu Hause ankam, erwischte ich mich dabei, dass ich mich auf den Geburtstag meiner Lütten im März freute. Bislang waren mir Feierlichkeiten seit einiger Zeit egal. Pflicht, es schön zu machen für die Kids.
Der Mut kehrt wieder. Die Freude auch.
Ich denke wieder verstärkt über meine Selbständigkeit nach und entdecke, dass die ganzen Ideen nur gelauert haben, wieder mein Hirn auf Hochtouren zu bringen.

Ich gebe mir noch etwas Zeit. So recht traue ich dem beginnenden Optimismus nicht. Sollte es wieder so werden, wie es mal war? Nur mit einem anderen Bewusstsein und anderen Erfahrungen im Gepäck?

Ich wusste eigentlich immer, dass ich mich nicht so schnell umhauen lasse. Aber durch die Wahrnehmung beim Laufen neulich, habe ich doch festgestellt, dass das Unterbewusstsein oftmals andere Wege geht.

Ja und ausgemistet habe ich auch. Meine Aussagen dazu unter "Unnötiger Ballast" habt Ihr ja gelesen.

Die Zeit für Veränderung ist wieder reif.

Mein Sohn (16) sagte neulich: "Mama, haste schon gesehen, MEINE Schneeglöckchen blühen wieder. Die kommen immer wieder"

Nein, ich hatte sie noch nicht gesehen, obwohl sie direkt an der Treppe zu unserem Haus stehen. Vor ca. 6 Jahren hatte mein Sprössling sie doch aus meinem Garten (!!!!) ausgegraben und sie direkt am Haus platziert. Was ihm zunächst den Unmut seiner Mutter einbrachte, weil man blühende Gewächse nicht so einfach nach Lust und Laune ausbuddelt!

Er freut sich heute noch drüber. Ich mich nun auch wieder.
Es gibt so viele schöne Dinge, die man schon erlebt hat.
Trotzdem verliert man den Blick dafür, wenn man von schlimmen Ereignissen niedergedrückt wird.

Aber er kommt wieder: Der Blick für das Schöne im Leben.

Leute, lasst Frühling werden!

Inaktiver User
06.03.2007, 12:54
*hochschubs*:blumengabe:

Ricarda44
06.03.2007, 17:30
Schiiiiiieeeeb.

Inaktiver User
06.03.2007, 18:58
Schiiiiiieeeeb.
Gemeinsam schiebt´s sich leichter.
:kuss: :Sonne: :yeah::blumengabe:

Ricarda44
07.03.2007, 07:49
Ja *grins* und *freu* und denke "Mist, ich bin heute wohl faul, hab noch nicht mal die Betten gemacht."
Das nenne ich jetzt aber nicht "Zeichen der Heilung". Das ist pure Faulheit!!!

Ricarda44
07.03.2007, 07:50
Und 'ne Schlafmütze bin ich auch. "Zeichen der Heilung" war 'n anderes Thema. Aber "Mir geht's wieder gut" kann ich auch wieder unterstützen. Noch wer da?

Karli
07.03.2007, 13:10
Mein Mann ist im Oktober 2005 mit 41 Jahren von mir gegangen.
Ich kann auch sagen - mir geht es wieder gut - ich liebe das Leben auch ohne Mann.
Aber ich liebe es anders! Mein Mann fehlt mir trotzdem noch jeden Tag, jeden Morgen und jeden Abend und trotzdem freue ich mich über die Sonne, über das Erblühen der Natur und das ich jeden Morgen wieder aufstehen kann und jedesmal denke ich, ihn würde das auch freuen.
Es heißt die Zeit heilt alle Wunden - das stimmt so nicht. Für mich deckt sie sie nur zu.
Karli

Inaktiver User
07.03.2007, 18:49
das erlebe ich auch so, Karli

eigentlich sind meine "Wunden verheilt"
(sprich: das Leben ist wieder lebenswert und freudvoll)
aber wehe, wehe....
die Wunden reißen so schnell wieder auf, manchmal ganz unverhofft und ohne erkennbaren Grund
besonders schlimm kann´s werden mit konkretem Grund, seufz

wenigstens heilen die Wunden schneller erneut zu, als noch am Anfang

"etwas" bleibt vermutlich zurück bis zu unserem eigenen Lebensende

Ricarda44
20.03.2007, 07:41
Und der hier geht mal wieder nach oben!
Ist wichtig!

Inaktiver User
14.04.2007, 22:08
Und der hier geht mal wieder nach oben!
Ist wichtig!

Und nochmal hochschubs - ans Sonnenlicht:Sonne:
:blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume: :blume:

Ricarda44
17.04.2007, 19:38
Weißte was, liebe Kranich? Ich bin auf dem Weg in die Selbständigkeit. Zeichen der Heilung, net wahr? Ich fühle Auftrieb ohne Ende. Manchmal auch wieder Wut. Aber in erster Linie gucke ich da nach vorn. Da, wo ich hin will.
Das tut so richtig gut.

Liebe Grüße!

Lillian2207
18.04.2007, 12:51
Liebe Kranich,

ich möchte auch einen klitzekleinen Beitrag geben, auch wenn er klein ist, ist es wenigstens etwas!

Ich war gestern mit meinem neuen Chef (habe ab dem 1.06. eine neue Stelle) und dem Personalchef zum Essen, zur Vertragsunterzeichnung. Es war ein schöner Abend, fast vier Stunden haben wir über Pläne und Aufgaben gesprochen. Die Beiden waren auch sehr freundlich und man merkt Ihnen an, das sie sich auf mich freuen und mir schon Vertrauen schenken. Ich bin also gut aufgehoben gewesen und dabei hatte ich so eine Angst vor diesem Abend. Als ich dann nach Hause fuhr, hatte ich eine richtig gute Zeit. Ich habe mich wieder auf ein Stück Zukunft gefreut, ich habe ein Fünkchen Liebe aufs Leben in meinem Körper gefunden. Das hatte ich so lange nicht mehr und es hat sich so gut gefühlt!

Ich fand, diese Erfahrung passt doch ein bisschen hier her, oder? :-))

Lieben Gruß
Lillian

Inaktiver User
18.04.2007, 16:28
Ich habe mich wieder auf ein Stück Zukunft gefreut, ich habe ein Fünkchen Liebe aufs Leben in meinem Körper gefunden. Das hatte ich so lange nicht mehr und es hat sich so gut gefühlt!

Ich fand, diese Erfahrung passt doch ein bisschen hier her, oder? :-))



Ich halte mal schnell ein Streichholz an das Fünkchen und bringe damit einen riesiggroßen Holzstoß zum Brennen. Dann kannst Du von dem Fünkchen immer wieder was zurückholen und die Liebe aufs Leben weiterfühlen.

Einn schönes Bild - das gehört auf jeden Fall hierhin. Schon jetzt guten Start am 1. Juni:blumengabe:

Lillian2207
19.04.2007, 09:03
Danke schön liebe Kranich!

:-)

silu
23.04.2007, 02:29
Gerade musste ich wieder so weinen. Alles scheint mir dann in dem Moment der tiefen Traurigkeit so sinnlos.
Dabei wollte ich euch doch auch endlich mal etwas positives schreiben - und das mach ich jetzt auch:
ich habe mich entschlossen mir nun doch eine eigene Wohnung zu suchen (zur Info: bin damals mit meinem Mann bei meinen Eltern eingezogen, damit ich Hilfe bei seiner Pflege hatte, seit August 06 ist er nun tot) und habe zu 99% auch schon eine - geht mal wieder alles sehr schnell.
Aber einfach wird es nicht. Ich weiß gar nicht wie es ist alleine zu leben. Aber ich freue mich auch so auf meine eigenen vier Wände. Endlich wieder mehr Selbstständigkeit und nicht mehr nur ein indenTaghineinleben. Das lässt mich wieder auf eine Zukunft hoffen.
Trotzdem beschleichen mich auch Gedanken wie: macht das Sinn, kann ich mir das leisten?
Ich hab auch ein bisschen Angst die ganzen Möbel und Kartons voller Hausrat hervorzukramen - denn das letzte Mal als ich diese Dinge in der Hand hatte lebte mein Mann noch (er war da zwar schon krank und ich hatte auch eine schlechte Vorahnung, dass ich die Dinge eben beim nächsten Mal alleine ansehen werde), wir haben sie damals für den Umzug zusammen eingepackt.
Und mit wem spreche ich mich ab?
Ich muss nun alles alleine entscheiden - auch wenn man natürlich familie und Freunde hat, die einen beraten, aber gerade bei solchen "Kleinigkeiten" fehlt mir mein Mann unwahrscheinlich doll. Wir haben uns immer so gut ergänzt. Alles war wunderbar.
Außerdem habe ich bald eine Prüfung an der Uni und wenn ich die einigermaßen gut hinter mich gebracht habe, dann will ich mich auch endlich für mein Examen anmelden - ein weiterer Schritt Richtung Zukunft.
IRgendwie scheint schon wieder alles auf einmal zu kommen. Ich hoffe, ich bin dem ganzen gewachsen...
Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!
silu

Inaktiver User
23.04.2007, 08:03
Liebe Silu,
das wird sicher hart werden.
Aber der Grundgedanke ist gut !
Du kannst ja nicht noch jahrelang bei deinen Eltern bleiben, man rutscht dann ja doch etwas in die Rolle des "Kindes".

Silu, du hast Mut ! Das bewundere ich. Ich selber habe noch nie alleine gewohnt, gelebt... ging vom Elternhaus in die Ehe und Mutterschaft. (war nicht so geplant, hat sich so ergeben)

Wer weiß, vielleicht ist das alles "einfacher" und schöner, als man so denkt und Befürchtungen hegt.

Ich kann mir vorstellen, dass dein Mann jetzt unheimlich stolz auf seine Silu ist !
:blumengabe::blumengabe::blumengabe:

Inaktiver User
23.04.2007, 08:36
Liebe Silu,
ich freue mich für Dich und bin - ohne Dich zu kennen - stolz auf Dich und Deinen Mut und Deinen Willen. Du bist noch so jung und hast so viel Leben vor Dir. Erfreulich zu lesen, dass Du es jetzt annimmst und Dich aufmachst, Dein Leben zu entdecken. Ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass aus 99% Wohnung schnell 100% werden.

Du hast sicherlich ein gehöriges Stück Arbeit vor Dir - Arbeit für die Seele, den Körper, für Herz und Kopf. Aus dem "Wir" ein "Ich" zu gestalten ist ein schmerzhafter, aber sehr dankbarer Weg - Du wirst jeden Tag wissen, welche Schritte Du gegangen bist und Dir selbst und Deinem Leben täglich ein wenig näher kommen. Du wirst täglich etwas mehr loslassen und täglich etwas Neues dazu bekommen.

Eine schmerzhafte und traurige Zeit, aber zugleich warten auch spannende und wohltuende Erfahrungen auf Dich. Und vor einem solltest Du keine Angst haben - dass Du es nicht schaffst. Du hast etwas erlebt, was bitter und zerstörend war. Das zu überstehen gibt Energie und Mut für alle Zeiten.

Lass uns wissen, wie es weitergeht. Wir können Dir hier sicherlich nicht die Entscheidungen abnehmen. Oft reicht es aber zu zuhören, Erfahrungen austauschen und dadurch Ideen und Klarheit für den eigenen Weg zu bekommen.

Liebe Grüße von Kranich

Ricarda44
21.05.2007, 11:09
.

Ricarda44
21.05.2007, 11:10
Ja, reicht nicht.
Also nochmal.................

.

Inaktiver User
13.06.2007, 09:02
*mal wieder vorsichtig hochschubs*:Sonne:

Ricarda44
14.06.2007, 19:25
So wie ich heute wieder mal 3 Stunden am Stück Rasen gemäht habe und dabei so feststellte, dass ich mit jedem Mal mähen, mir eine neue Strategie ausdenke, damit es schneller geht.....
Und dadurch echt 'ne halbe Stunde früher fertig wurde, dachte ich so: Es gibt immer einen Weg. Selbst beim schnöden Gras abschnipseln.
Ich hab so das Gefühl, das Gehirn wird getrimmt auf immer bessere Lösungssuche für alle Alltäglichkeiten.

Inaktiver User
27.06.2007, 14:48
.... und schubs....:blumengabe:
Ich werde nicht aufgeben, es wird noch Andere geben, die nach der düsteren Zeit sagen können:

Mir geht´s wieder gut - ich liebe das Leben:Sonne:

Inaktiver User
27.06.2007, 16:15
*leisedenFingerheb*


Heute liebe ich mein Leben ganz besonders.

Inaktiver User
27.06.2007, 20:33
*leisedenFingerheb*


Heute liebe ich mein Leben ganz besonders.

Juchhuu :kuss: :musiker:

Erzähl:blume: :blume: :blume: :blume: :blume:

teichmuschel
27.06.2007, 20:46
Immer wieder lese ich diesen Strang und denke darüber nach:
"Liebe ich das Leben". Ich kann es noch nicht so sehen. Ich lebe schon gerne - aber mir fehlt das Quäntchen zu sagen: Ich liebe das Leben. Nach wie vor bin ich in einer Gedankenspirale. Immer wieder die Frage, warum der Tod meiner Mutter mich so erschüttert hat, mein Leben so aus der Bahn geworfen hat, mein Selbstvertrauen dahinschmelzen hat lassen (vielleicht war dieses ja auch nie richtig vorhanden), mich so "klein" macht. Wo ist meine Neugierde auf das Leben, wo meine Diskussionsbereitschaft, wenn es meiner Meinung nach ungerecht zugeht. Alles irgendwie weg oder verschüttet.
Es ist doch der Weg wie er sein sollte. Die Eltern sterben vor den Kindern. War es mein grenzenloser Egoismus der die Vorstellung hatte, dass selbst wenn ich 90 Jahre alt werde meine Mutter mir am Sterbebett die Hand hält? So abgedreht kann man doch gar nicht sein.
Meine Mama war immer für mich und meine Geschwister da. Sie hat uns nach dem frühen Tod unseres Vaters alleine großgezogen mit vielen Schwierigkeiten und existenziellen Sorgen.
Ich hatte eine so liebevolle Mama und trotzdem gelingt es mir nicht an die schönen gemeinsamen Erlebnisse zu denken-
Wird es mir je gelingen?

Eine kummervolle und gedankenvolle
Teichmuschel

Inaktiver User
28.06.2007, 07:40
Juchhuu :kuss: :musiker:

Erzähl:blume: :blume: :blume: :blume: :blume:


Kranich, ich hatte ein Super-Erfolgserlebnis

Ich habe doch die Geschäftsidee mit den Kerzen gehabt (machte vor Wochen in der BriComm eine Umfrage, vielleicht hast du das gesehen).
So.
Und nun hatte ich meine erste offizielle Auftragsarbeit!

Eine Hochzeitsplanerin hat mich um eine Hochzeitskerze gebeten für ihre Kundin.
Lavendel also los, kauft "Zutaten" und gestaltet im Geiste die Kerze und schmückte sie dann in weniger als einer halben Stunde !

Ich teilte der Auftraggeberin die Materialkosten mit und sagte: Mach du den Preis, ich bin mir da unsicher und nehm garantiert zu wenig, "geschäftsschüchtern" wie ich bin.

Halt dich fest!
Ich bekomme sage und schreibe 45 Euro für die Kerze !!!

Das ist für mich viel Geld.
Vor allem:
EIGENES GELD

Ich habe also doch (!) trotz ärztlich attestierter dauernder Arbeitsunfähigkeit eine Möglichkeit, eigenes Geld zu verdienen.

Das macht mich froh.


Außerdem mache ich jetzt gute Fortschritte beim Trompete-Lernen, und auch das macht mich froh.

Ja, gegenwärtig kann ich sagen: Ich liebe das Leben.

Das Leben ist jetzt gut zu mir.
Und ich bin gut zu mir.

Fehlt nur noch, dass mein Manuskript tatsächlich von einem Verlag angenommen wird, dann ist das Lavendelglück vollkommen.

Und mein Mann hat mir neulich Blumen geschenkt, einfach so (das ist seeehr selten)

Und der Neurologe sagte, ich solle nicht wegen dem Hohen Blutdruck abnehmen, ich wäre doch nur leicht übergewichtig (!) und nicht unförmig, und meine Hypertonie käme von der Instabilität des Vegetativen Nervensystems, was von den vergangenen Jahren herrührt.
Außerdem will er mich erst in 4 Monaten wiedersehen. Dann fangen wir an, das Antidepressivum zu reduzieren. Er sagt, wenn ich wieder ganz ruhig und ausgelichen sei und mein Körper nicht mehr in Alarmbereitschaft, dann würde auch der Blutdruck sich normalisieren.

Und mein Sohn hat es geschafft zum Nichtraucher zu werden,

Und mein Mann hat eine gute, gut bezahlte Arbeit gefunden.

Und der Garten fängt an, schön zu werden.

Und, und, und....


Ja, ich liebe mein Leben :blumengabe:

Ricarda44
28.06.2007, 08:05
Liebe Lavendel,

Das sind doch echt mal Nachrichten, bei denen man gleich morgens sich riesig freut!!!

Mit Deinem Manuskript - hast Du da schon mal geschaut über Book on Demand?
Ich habe auch ein Manuskript liegen und wollte es endlich in diesem Jahr als Taschenbuch veröffentlichen. Aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, doch noch ein wenig zu warten und so einige Storys hinzuzufügen. Ich hätte, wenn ich dann zur Tat der Veröffentlichung geschritten wäre, es über diese Schiene, wie oben genannt, raus gebracht.

Kranich, Dein Bild gefällt mir heute besonders gut!!!!!

Inaktiver User
28.06.2007, 08:37
Book on Demand will ich nicht, ganz bewußt.

Ricarda, wie geht es deinem Humpelbein?
Meines ist zu 95 % wieder in Ordnung

Inaktiver User
28.06.2007, 08:43
Kranich, Dein Bild gefällt mir heute besonders gut!!!!!
Oh Danke Ricarda,:blumengabe:
ich finde dieses Mal besonders die Gesamtaussage "Signatur und Avater" gelungen.:smile:
Was sich ironisch und für Andere egozentrisch anhört, war für mich nämlich Jahrelang ein Tabuthema: Wenn mich Keiner bemerkt, wenn ich nicht über mich rede, dann sind meine Problem auch nicht da. Und gestern habe ich mir so gedacht, "ich" bin doch eigentlich auch da.

@Lavendelmond, das sind ja wirklich tolle Neuigkeiten. Besonders könnte die Hochzeitsplanerin bei Dir ja Stammkundin werden:smile: Hast Du sie darauf mal angesprochen?

Das Du auch gesundheitlich auf dem Weg der Besserung bist, ist auch erfreulich zu hören. Mach weiter so :wangenkuss:

Ricarda44
28.06.2007, 10:44
@ Lavendel:
Also, mein Humpelfuß ist 100 % wieder o.k., war wohl nur 'ne leichte Zerrung oder sowas Abartiges.
Na, dann sieh mal zu, dass die restlichen 5 % sich auch wieder gut anfühlen.

@Kranich
Klar bist Du da!!!! Man muss sein Licht auch nicht immer unter den Scheffel stellen. Ist doch gut, dass Du da bist. Sollen es andere ruhig wissen, net wahr?!

teichmuschel
25.07.2007, 18:18
Ich finde der Strang muss mal wieder nach oben.

Ich bin nach meiner Arbeit in den Garten, habe mich in den Liegestuhl gelegt, Hund und Katze haben um mich herumgetollt und ich finde mittlerweile:

Mir geht's an vielen Tagen wieder gut und vor allen Dingen - ich liebe das Leben.

Das musste ich jetzt Euch und mir selber mal wieder sagen:smirksmile:

Liebe Grüße
Teichmuschel

Inaktiver User
25.07.2007, 18:42
Das erste Mal stellte sich mir der Tod einen Tag vor Weihnachten (1984) vor. Er holte meine geliebte Schwiegermutter von mir, eine Frau, die ich nie vergessen werde, und für die der Weg in die weite endlose Welt des Dauerschlafes eine Erlösung war (sie hatte Krebs). Sie starb neben mir auf dem Sfa im Wohnzimmer, und den kalten Luftzug, der den Tod ankündigte, werde ich auch nicht so schnell vergessen.
Fünf Jahre später erwischte es meinen Bruder, wir haben bis zum 17. Lebensjahr alles zusammen gemacht, wir hatten sogar die erste gemeinsame Wohnung. Er kam bei einem Autounfall ums Leben, und ich sehe seinen rasierten Schädel auf der Intensivstation immer noch vor mir. Die Narbe am Kopf ging von Ohr zu Ohr, bestimmt kein schöner Anblick, aber ich habe durch meine nassen Augen sowieso kaum etwas gesehen. Er wurde nur 31, das ist jetzt 19 Jahre her, und nichts ist schlimmer, als eine vollendete Tatsache. Du kannst nichts machen, nicht eingreifen, alles bleibt, wie´s ist.
Im März 2002 kam ich dann ran. Nachdem es mir schon vorher immer schlechter ging, und ich mir eigentlich - und auch anderen - in jeder HInsicht etwas vormachte, kam der totale Kollaps im März 2002. Ich hatte drei Liter Rotwein getrunken, und in Wasser aufgelöste Schlaftabletten genommen. Ich wußte einfach nicht mehr weiter, ständig sind immer alle zu mir gekommen, und wollten Hilfe. Sie bekamen sie auch, ich jedoch blieb auf der Strecke. Meine Mutter fand mich (und mein bester Freund), und sie brachten mich zum Kriseninterventionszentrum. Von da an ging´s stetig bergauf.
Ich habe eine Therapie begonnen (war immer strikt dagegen), und ich habe eine psychosomatische Kur hinter mich gebracht.
Mein neues Leben beginnt ab April 2003, von da an bin ich ein neuer/alter Mensch. Ich möchte die Erfahrungen, die ich während der Therapie - Zeiten gemacht habe, nie missen, und auch die Therapie selbst wird von mir mit anderen Augen gesehen.
Ich bin hier in der Bri eigentlich nur in den Strängen zu finden, die eher für die oberflächliche Unterhaltng zuständig sind, dieser Strang ist der erste, in dem ich etwas über mich und meine Geschichte schreibe. Warum ich das mache weiß ich nicht, vielleicht weil Kranich den Strang eröffnet hat, oder weil dieser Strang irgendwie so "versteckt" liegt,ein Kompliment ist das auf jeden Fall, ich öffne mich nicht jedem. Der Strang jedenfalls ist´n Hammer.
Wenn jemand mal´n Rat braucht..., einfach an Kobi, Bratpfanne., Sohnemann., Nihilist, Jeff_Tweedy denken...:zwinker:

Achja, das Leben, auch wenn´s manchmal nicht so den Anschein bei mir hat, ist absolut lebenswert. Ich habe eine tolle Tochter, habe meinen Freundeskreis auf die Leute eingeschränkt, die den Titel Freund auch verdienen, das heißt in der Praxis, dass sie mich Tag und Nacht anrufen können, Hilfe wird da sein, und das Gleiche verlange ich auch von ihnen.

Kraaf
25.07.2007, 18:59
vielleicht weil Kraaf den Strang eröffnet hat

Neee, hat er nicht, sondern Kranich und dafür ein :blumengabe:

Und das hier ist für dich :blumengabe:

:smirksmile: Kraaf

Inaktiver User
25.07.2007, 19:01
Neee, hat er nicht, sondern Kranich und dafür ein :blumengabe:

Und das hier ist für dich :blumengabe:

:smirksmile: Kraaf

Manchmal bin ich wie vernagelt...:gegen die wand:


Mich hat echt das Kra irritiert..., sorry

Inaktiver User
25.07.2007, 19:38
und ich liebe es, wie dieser spezielle Strang hier
wächst, und wächst, und wächst....

so wie alles Lebendige ein Wachstum zeigt



für alle Schreiber und "Wieder-Lieber" ein :liebe:

Inaktiver User
25.07.2007, 23:47
Was ich noch sagen wollte..., der Tod..., der macht mir keine Angst. Ich hab ihn schon gesehen. Bewußt Leben, das ist es, zieht euch das rein. Wenn ihr bewußt lebt, braucht ihr vor´m Tod auch keinen Schiss zu haben. Die Frage ist doch immer, wie man zu Ende geht, jämmerlich, mit allen medizinischen Mitteln am Leben gehalten, auch wenn man nicht mehr entscheidungsfähig ist...? Nein, das will ich nicht. Ich möchte nach einem herrlich gelebten Leben selber bestimmen, wann ich abgehen will, und keiner soll mir dazwischen quatschen.
Frönt euren Hobbies, liebt eure Frauen/Männer/Kinder/Freunde. Das sind alles wichtige Faktoren im Leben, und Geiz ist mit Sicherheit nicht geil... und dann könnt ihr´n Abgang machen. Ihr könnt euren Kindern/Enkeln erzählen was ihr alles erlebt habt, bleibt/seid phantasievoll, lasst euch nicht gehen, lasst euch vor allen Dingen nicht unterkriegen. Und wenn ihr meint, ihr habt gewonnen, dann ist alles okay, und ihr seid auf der Siegerstraße. :blumengabe:

Inaktiver User
26.07.2007, 00:14
Hallo Sohnemann, gestern nacht haben wir uns auf der heiteren Seite des Lebens getroffen. Meinen Strang hast Du entdeckt und Du schreibst viel über Dich - endlich wieder eine Geschichte über die schöne Seite des Lebens, und das man auf die lebenswerte Seite wechseln kann. Danke dafür:blumengabe:

Ich habe nur wirklich das Bedürfnis zu einem Thema, etwas zu sagen:
Ich finde es ist ein gutes Gefühl, wenn man sagen kann, ich habe keine Angst vor dem Tod - ich kann das für mich auch sagen. Aber ich bin mir auch sicher, dass ich (fast) Alles dafür tun würde, mein Leben zu behalten und dafür auch zu kämpfen. Ich schreibe viel in diesem Teil der bricom, weil mein Partner sich vor fast 6 Jahren das Leben genommen hat. Er hatte auch keine Angst vor dem Tod - aber das ist etwas ganz Anderes. Du wirst das wissen - Du kennst beide Seiten.:blumengabe:

Inaktiver User
26.07.2007, 01:08
Hallo Sohnemann, gestern nacht haben wir uns auf der heiteren Seite des Lebens getroffen. Meinen Strang hast Du entdeckt und Du schreibst viel über Dich - endlich wieder eine Geschichte über die schöne Seite des Lebens, und das man auf die lebenswerte Seite wechseln kann. Danke dafür:blumengabe:

Ich habe nur wirklich das Bedürfnis zu einem Thema, etwas zu sagen:
Ich finde es ist ein gutes Gefühl, wenn man sagen kann, ich habe keine Angst vor dem Tod - ich kann das für mich auch sagen. Aber ich bin mir auch sicher, dass ich (fast) Alles dafür tun würde, mein Leben zu behalten und dafür auch zu kämpfen. Ich schreibe viel in diesem Teil der bricom, weil mein Partner sich vor fast 6 Jahren das Leben genommen hat. Er hatte auch keine Angst vor dem Tod - aber das ist etwas ganz Anderes. Du wirst das wissen - Du kennst beide Seiten.:blumengabe:
Die Bri scheint hier wieder etwas zu spinnen, schönen Dank für dein Posting..., aber einmal hätte gereicht...:freches grinsen:
Was ich an meiner "Neuzeit" schätze, ist der Humor. Ich finde, den sollte man einfach nicht verlieren, und das macht auch die Reife des Lebens aus. Es gibt viele Menschen, die einfach nur noch griesgrämig durch die Gegend laufen, und die trotz einiger Unsäglichlkeiten es verlernt haben, das Leben zu genießen. Nicht dazu gehört für mich unbedingt der Konsumterror, mit dem einige versuchen zu kompensieren. Dass Geiz aber nicht immer geil ist, werden diese Leute spätestens dann merken, wenn sie mit ihrem Mercedes nicht in´s Krankenhaus fahren können...:blumengabe:

Inaktiver User
26.07.2007, 08:09
Ich geh mal ´ne Runde löschen ;-)

Inaktiver User
26.07.2007, 08:23
Ich geh mal ´ne Runde löschen ;-)
:ooooh: :peinlich: Guten Morgen Lavendelmond,

einmal hätte wirklich gereicht, aber es ging überhaupt nicht. Dass jetzt alle Versuche nachgewiesen werden, ist ja auch irgendwie gemein. :ooooh: Aber zwischen Mitternacht und 1.00 Uhr ging offensichtlich die ganze bricom nicht. Es gibt überall Postings in zigfacher Ausführung.:blumengabe:

Also Sohnemann - war wirklich keine Absicht:blumengabe:

Inaktiver User
26.07.2007, 08:27
Es gibt in der Tat seit gestern vermehrt techn. Schwierigkeiten, es finden Umbauarbeiten statt.

Kranich, macht doch nix, ich habe in der virt. Kerze auch löschen müssen.
Habe ich doch "endlich mal" was zu tun gehabt als Moderatorin :zwinker:

Inaktiver User
26.07.2007, 09:40
Guten Morgen, war ja "Helter Skelter " hier gestern....:knatsch:

Inaktiver User
27.07.2007, 15:24
Kranich, macht doch nix, ich habe in der virt. Kerze auch löschen müssen.
Habe ich doch "endlich mal" was zu tun gehabt als Moderatorin :zwinker:

Das stimmt - endlich mal wieder "Aufpasser-Arbeit" :zwinker: :wangenkuss:

Es hat sich wohl rumgesprochen, dass wir hier aufpassen wie die Luchse und jeden "anzählen", der hier rumstänkert oder mies ist. Ein wunderbares Domizil für verletzte und traurige Seelen zum Ausruhen, Weinen und Heilen.:liebe: :blumengabe:

Inaktiver User
21.10.2007, 14:32
und schubs,
und schubs,
und schubs,
..... da ist er wieder oben - mein eigener Strang:Sonne:

Ich habe mal ein wenig drin gelesen - schöne Worte stehen drin. :in den arm nehmen:

Mir geht es immer noch gut - die Traurigkeit ist nicht mehr da, es gibt nur noch wohltuende Erinnerungen. Auch das ich mich derzeit so sehr an den 9. November 2001 erinnere ist wohltuend. Ich möchte diesen einen Menschen, der mir so viel bedeutet hat, und der dennoch nicht in unserer Welt bleiben wollte, nie vergessen. :blume:

Ich liebe das Lachen, ich liebe das Leben, ich freue mich auf die Zukunft.:yeah:

Ricarda44
21.10.2007, 16:56
:smile:

prinzessin01979
21.10.2007, 18:58
und schubs,
und schubs,
und schubs,
..... da ist er wieder oben - mein eigener Strang:Sonne:

Ich habe mal ein wenig drin gelesen - schöne Worte stehen drin. :in den arm nehmen:

Mir geht es immer noch gut - die Traurigkeit ist nicht mehr da, es gibt nur noch wohltuende Erinnerungen. Auch das ich mich derzeit so sehr an den 9. November 2001 erinnere ist wohltuend. Ich möchte diesen einen Menschen, der mir so viel bedeutet hat, und der dennoch nicht in unserer Welt bleiben wollte, nie vergessen. :blume:

Ich liebe das Lachen, ich liebe das Leben, ich freue mich auf die Zukunft.:yeah:

Liebe Kranich,

ich freue mich so für Dich!:smile:

Ich hoffe , eines Tages werde ich das auch sagen können.

Sei lieb gegrüßt,
Melissa:blumengabe:

Inaktiver User
21.10.2007, 21:04
Liebe Kranich,

ich freue mich so für Dich!:smile:

Ich hoffe , eines Tages werde ich das auch sagen können.

Sei lieb gegrüßt,
Melissa:blumengabe:

Liebe Melissa,

vielen Dank:in den arm nehmen:

Ich bin sicher, dass Du es wieder sagen kannst. Aber es dauert, bei Selbstmord eben vielmehr als bei anderen Todesfällen. Sei sicher, dass es Deinem Bruder gut geht, wo er jetzt ist.

Vielleicht gibt es in der anderen Welt ein Land, in dem diejenigen, die hier nicht bleiben wollten, besonders viel Lebensfreude haben. Dann wäre Dein Bruder mit meinem Freund zusammen - er war einer der witzigsten Berliner mit einer der größten Kodderschnauzen - bald 3 mal so alt wie Dein Brüderchen. Da würde er viel lernen - ich bin sicher auch wieder zu lachen.:blume:

Wenn Du einen Kranich jetzt Richtung Süden ziehen siehst, gib ihm einen Nachricht für Deinen Bruder mit - Kraniche sind Seelenvögel. Sie begleiten die Seelen in dieser Welt und auf ihrem Weg in die neue Welt.:blumengabe:

Inaktiver User
28.11.2007, 09:32
... und als Frain will ich nicht nur Ricardas Heilungsstrang nach oben schubsen, sondern natürlich auch meinen Eigenen. Mir geht es wirklich gut. Aus Kranich ist Frain geworden und ich fühle mich seit langen Jahren wieder vollständig und unverwundet.

Ich wünsche Euch Allen, dass ihr diesen langen Weg auch geht. Jede/r hat da sein eigenes Tempo, aber Licht scheint auf allen Wegen:blumengabe:

Sternzeit2506
28.11.2007, 13:09
Bye-bye Kranich und welcome Frain :smile: ,

dachte schon, du hast dich aus dem Forum verabschiedet, da unter Kranich plötzlich gelöscht stand. Aber nein, da bist du ja noch und scheinbar mit neuem Namen, weil es dir richtig gut geht. Das freut mich so sehr und ich müsste gerade grinsen, als ich von deinem Wechsel las.

Weiterhin alles Gute für dich, Sternzeit

Inaktiver User
28.11.2007, 13:44
Bye-bye Kranich und welcome Frain :smile: ,

dachte schon, du hast dich aus dem Forum verabschiedet, da unter Kranich plötzlich gelöscht stand. Aber nein, da bist du ja noch und scheinbar mit neuem Namen, weil es dir richtig gut geht. Das freut mich so sehr und ich müsste gerade grinsen, als ich von deinem Wechsel las.

Weiterhin alles Gute für dich, Sternzeit
Hihi, dann hat der Kobold ja schon etwas Gutes bewirkt. :blumengabe:

Für Dich auch alles Gute Sternzeit:in den arm nehmen:

Ricarda44
29.11.2007, 07:43
Ja, Kranich ähm, sorry: frain, nun bekam ich aber auch einen leichten Schreck als ich unter Kranich las "gelöscht".
Wo ist sie hin? Und warum? Und ohne Abschied? Geht's ihr gut?

Aber neeee, da isse ja noch :kuss:
Das ist schön, frain.......Aber an den neuen Nick muss ich mich erstmal gewöhnen.

Und nochmal: Das ist nicht MEIN Strang!!!! Grrrrrrr :zwinker:

Haferflocke
29.11.2007, 18:19
Liebe Frain,

was Du schreibst, macht Hoffnung. Vielleicht kann die Welt wirklich irgendwann wieder bunt werden, das Herz unverwundet....ich hoffe es so sehr!

Liebe Grüße,
Haferflocke

Ricarda44
14.12.2007, 19:10
Es wird wieder bunt.
Das ist in Zeiten der Trauer und der Schwere nur noch nicht ersichtlich.
Aushalten und abwarten.
Es wird........das ist sicher.

prinzessin01979
08.01.2008, 23:32
Ich möchte den Strang mal wieder hochschubsen- das wir alle nie die Hoffnung verlieren werden- oder wieder Hoffnung bekommen, dass unser Leben eines Tages wieder lebbar wird.

Melissa:kerze:

Jalaka
09.01.2008, 14:27
Hallo ihr Lieben,

ich lese gerne hier im Forum, oft mit Tränen in den Augen, weil mich die Geschichten hier sehr an meine eigene Geschichte erinnern.
Irgendwie hilflos macht mich jedoch das Ausmass der Trauer hier, weil viele Todesfälle hier noch so frisch sind.
Dann wird mir wieder klar, in welch seltsamer Phase und Zeit ich mich einmal befunden habe, und dass es wohl jedem auferlegt ist, da durch zu gehen, ohne dass man von aussen jemanden helfen kann.

Ich bin sehr dankbar, dass diese Zeit für mich irgendwann zu Ende gegangen ist, ich habe hauptsächlich mit dem Verstand gekämpft.
Und trotzdem weiß ich voller Demut, dass ich die Menschen um mich herum auch nicht für immer haben werde und hoffe noch auf viel gemeinsame Zeit.

Als ich zwölf war, erkrankte mein Vater an Krebs, als ich vierzehn war, starb er.
Unsere zuvor glückliche Familie hatte viel mitgemacht, einerseits war ich froh, dass er erlöst war, andererseits konnte ich mir ein Leben ohne ihn einfach nicht mehr vorstellen.
Ich war voller Wut und Hass auf eine Welt, in der ich Astronaut oder Forscher werden konnte, die darauf wartete, von mir endeckt zu werden.
Die Welt, die mir erst einen lieben Vater gegeben hat, und ihn uns, ohne uns zu fragen, wieder wegnahm, war nichts für mich.
Ich ging durch die Welt und fühlte mich nicht mehr zugehörig und fand auch keine Ziele mehr, um die ich kämpfen wollte.
Mein Neid auf meine Klassenkameraden, die doch alles hatten, und sich über Spielzeuge und Urlaube freuen konnte, stieg und stieg.
Ohne meinen Papa hatte ich keine Freude mehr, alles war leer und schal.
Insgeheim nahm ich mir vor, nicht mehr lange auf dieser nutzlosen Welt bleiben zu wollen, aber in bißchen bleiben mußte ich noch, meiner Familie wollte ich so schnell keinen weitere Trauer mehr zumuten.
Vier Jahre hat diese Phase gedauert.
Ich habe einfach, ohne jede Lebensfreude und ohne Sinn, funktioniert, nur keine Schwierigkeiten machen war mein Motto.

Mit Gleichaltrigen hatte ich meine Probleme, einen guten Freund hatte ich gefunden, ein Scheidungskind, immer schwarz gekleidet, mit morbidem Humor, er hatte auch schon Einblick in dunkle Zeiten gehabt.
Wir haben viel unternommen, oft ohne zu reden, und wußten einfach, dass das Leben scheiße ist.
Einmal lagen wir am See auf dem Steg, und erzählte mir von einem Mädchen, in das er sich verliebt hatte.
Ich bestärkte ihn darin, Kontakt zu ihr aufzunehmen.
Am nächsten Tag war er tot.
Irgendwo hatte er Schlafmittel herbekommen, und eine Überdosis geschluckt. Das Mädchen hatte ihm gesagt, sie wolle nichts von ihm.
Alles brach wieder über mich herein.
Nein, nicht schon wieder dachte ich.
Aber diesmal lehnte ich mich auf.
Ich hatte nicht mitbekommen, wie gut es mir inzwischen gegangen war.
Ich wollte nicht schon wieder diese furchtbaren Zeiten.
Ich sah seine weinenden Eltern am Grab stehen, und ich habe eine so abartige Wut auf ihn verspürt.
Wie er alles kaputt macht alle Leben um ihn herum, nur weil er die Ablehnung eines Mädchens nicht erträgt, einen derarten Schaden anrichtet.
Diesmal habe ich nicht getrauert.
Ich habe sehr viel nachgedacht.
Wie sehr mein Glück, meine Ausgegleichenheit und meine Zufriedenheit mit dem Dasein anderer verknüpft ist.
Ich habe begonnen zu akzeptieren, mit sechzehn Jahren, dass mein ganzes Leben lang Menschen sterben werde, und dass ich nicht jedesmal vollkommen am Boden sein will.
Dass ich einen Weg finden muß, ein Leben lang damit leben zu können.

Eine weitere Hilfe war Jahre später das Gespräch einer Freundin, die gerade ihren Bruder verloren hatte.
Sie sagte, der Verlust sei die eine Sache, die andere, dass sämtliches Urvertrauen jetzt weg ist.
Das ständig alles passieren kann, dass man vor nichts sicher ist, dass jemand aus dem Haus geht und niemals wiederkommen kann.
Dieser Verlust einer einem wohlgesonnenen Welt schmerzt minderstens genauso wie der Verlust des Bruders.

Da ist mir aufgegangen, wie pessimistisch ich der Welt gegenüber gestanden bin. Ich habe hinter jeder Ecke neues Unheil vermutet, da mein Vertrauen in eine gute Welt schon vor Jahren geschwunden ist.

Ich habe mich wieder viel mit meiner Realität auseinander gesetzt, und habe mir ein Bild der Welt kreiert, in der ich leben kann.
In meiner Welt hat man auf nichts Anspruch, alles sind Geschenke.
Die Welt des "Warums" gibt es nicht mehr, weil die Schöpfung groß und mächtig ist, ich bin nur eines unter Billiarden Geschöpfen, die hier leben, gelebt haben und leben werden, und ich werde keine Erklärungen hören dürfen, warum dieses oder jenes passiert.
Die Welt der Richter, des Schadensersatzes, der Gesetze und der der Gerechtigkeit ist ein hypothetisches Konstrukt, in der Menschen sich vorspielen, wir hätten irgendeine Macht die Dinge zu bestimmen.
In meiner Welt muß man es akzeptieren, Menschen wieder gehen (sterben) zu lassen, einfach weil man daran kaputtgeht, wenn man es nicht tut.
In meiner Welt gibt es nur wenige Dinge, die ein Mensch wirklich bestimmen kann, und für diesen Teil gibt es keine lahmen Ausreden, sondern jeder muß Verantwortung übernehmen.
In meiner Welt sind Menschen, die man liebt, die einzigen Schätze, und es ist Gesetz, sie achtsam zu behandeln.
Immer im Bewußtsein zu haben, das es Geschenke sind, auf die man keinen Anspruch hat, und dass man sie jederzeit, wenn es darauf ankommen sollte, wieder loslassen muß.
Das man die Zeit mit Ihnen geniesen muß, irgendwann dreht sich das Rad der Zeit und sie werden nicht mehr dasein.

Wie sehr ich bereits in meiner Welt versunken bin, hat sich gezeigt, als meine Grosseltern starben.
Mein Arbeitgeber hat mich freigestellt, und ich konnte die letzten Wochen mit ihnen verbringen.
Wir haben viel gelacht und geweint in dieser Zeit, über das Sterben geredet, obwohl sie nicht an ein Jenseits glaubten, habe ich ihnen das Versprechen abgerungen, auf der anderen Seite auf mich aufzupassen, wenn es ihnen denn möglich sein sollte.
Ihre Freunde und Familie habe ich oft angerufen, um sie zu einem letzten Besuch zu überreden, aber alle hatten wichtige Termine und keine Zeit.
Als meine Grosseltern kurz hintereinander starben, habe ich ihre Hand gehalten, und war von vollkommenen Frieden erfüllt.
Ich habe nicht getrauert, weil ich so lange Zeit hatte, mich von ihnen zu verabschieden, dass es mir wie eine Show für die anderen Leute vorgekommen wäre.
Die anderen jedoch waren vollkommen am Boden zerstört und in tiefster Trauer.
Ich habe gemerkt, dass ich sie nicht mehr verstehe.
Was haben sie denn gedacht, wieviel Zeit sie mit zwei schwerkranken Ende achtzigjährigen noch haben?
Alle haben mich gefragt, was sie die letzten Tage noch erzählt haben, und ich hätte sie am liebsten angebrüllt, warum sie nicht vorbei gekommen als sie noch lebten.
Zur Beerdingung hatten natürlich alle plötzlich Zeit, aber als meine Grosseltern nach ihnen gefragt haben, war jeder schwer beschäftigt!

Meine Grosseltern hatten ein langes Leben, voller Entbehrungen während des Krieges, später sehr selbstbestimmt und sehr glücklich, wie sie mir immer wieder versichert haben.
Sie sind in ihrem eigenen Häuschen gestorben, und haben nie darunter leiden müssen, sich nicht mehr selbst versorgen zu können und auf fremde Hilfe angewiesen sein zu müssen.
Sie hatten alle ihre Ziele in dieser Welt erreicht und freuten sich auf das Sterben.

Viele Trauernde habe ich nicht verstanden.
Schrecklich, so schrecklich ist der Verlust, habe sie gesagt.
Da wurde mir klar, wir leben nah beieinander, aber doch auf Milliarden Lichtjahre entfernten Planeten.

Für mich war die diese andere Welt, in der ich nun lebe, der Schlüssel.
Die Welt, die man kannte, hört in dem Moment, in der man zum ersten Mal einen geliebten Menschen verliert, auf zu existieren.
Man wird in eine neue Realität geworfen, und Trauer ist für mich auch, diese neue Welt zu akzeptieren zu können.
Die neue Welt hat mir auch viel gegeben.
Zwar müssen immer wieder wichtige Menschen mich verlassen, aber was man nicht vergessen darf, es kommen auch Menschen hinzu, die wieder einen wichtigen Platz in meinem Herzen bekommen werden.

Bevor ich abends einschlafe, stelle ich mir die Personen, die ich liebe, nacheinander vor, und bin dankbar, dass ich sei habe.
Dankbar für meine Freunde, für meine Beziehung, für meine Arbeit, für mein Leben.
Ich kann nicht sagen, mir gehts wieder gut, aber mir geht es anders gut.
Das Leben jedoch, das liebe ich wieder.

LG Jalaka

Inaktiver User
09.01.2008, 14:59
Liebe Jalaka,

vielen Dank für Dein Posting - mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Es steckt so viel Überlegung und bewußtes Auseinandersetzen mit Schmerz, Verlust und Tod drin, und dann wieder so viel Liebe darin, dass es mich sehr berührt.

Aus einem anderen Posting von Dir habe ich entnommen, dass Du noch nicht dreißig Jahre alt bist. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du auf Deinem Weg in Liebe und Frieden weitergehen wirst.:blumengabe:

Und jetzt lese ich es nochmals.....

Inaktiver User
09.01.2008, 16:37
Jalaka, ich möchte mich auch ausdrücklich bedanken für dieses so wertvolle Posting.
Ich hoffe, dass viele es lesen werden.

Es ist so wahr, was du über die "neue Welt" schreibst.
Und überhaupt...
Ich bin beeindruckt von deinen Gedankengängen und deiner Reife und klaren Sicht.

Inaktiver User
10.01.2008, 13:21
Hallo Jalaka,

dein Posting hat mich überwältigt, so klar, so reif, so weise. Ich danke dir von ganzem herzen!

lg

Ricarda44
12.01.2008, 19:30
Danke, Jalaka!
"Man sieht nur mit dem Herzen gut...."

Inaktiver User
19.01.2008, 10:55
Mir geht es so gut - ich liebe mein Leben gerade genauso wie es ist. Und - auch kein alltäglicher Zustand: ich liebe auch mich so wie ich bin. Ich habe die Höhen und Tiefen, die ich durchschritten und durchlitten habe, als mein Leben angenommen und freue mich auf das, was kommt. :blumengabe:

Eines weiß ich jetzt: Ich bin stark:Sonne:

Auch wenn ich die Zeit ab dem 11. September 2001 nicht nochmals erleben will, sie hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin - und das ist gut so.
Für Lutz (http://de.youtube.com/watch?v=IHZUW5bCVdc&feature=related), den ich nie vergessen werde.

prinzessin01979
19.01.2008, 15:23
Mir geht es so gut - ich liebe mein Leben gerade genauso wie es ist. Und - auch kein alltäglicher Zustand: ich liebe auch mich so wie ich bin. Ich habe die Höhen und Tiefen, die ich durchschritten und durchlitten habe, als mein Leben angenommen und freue mich auf das, was kommt. :blumengabe:

Eines weiß ich jetzt: Ich bin stark:Sonne:

Auch wenn ich die Zeit ab dem 11. September 2001 nicht nochmals erleben will, sie hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin - und das ist gut so.
Für Lutz (http://de.youtube.com/watch?v=IHZUW5bCVdc&feature=related), den ich nie vergessen werde.


Schön, hier mal wieder etwas von Dir zu hören, liebe Frain! :kuss:
Und wenn ich eines Tages, vielleicht auch mal diese Zeilen schreiben kann, wie Du, s.ob. gehn wir einen zusammen:prost: :freches grinsen:

Jedenfalls freut es mich immer wieder, wenn ich lese, dass es Dir gut geht! :smile:

Liebe Grüße,
Melissa

Inaktiver User
19.01.2008, 17:49
Melissa, ich bin sicher, dass Du auch wieder so unbeschwert leben kannst. Bei mir hat es auch lange Jahre gedauert, und ich habe viel Tränen und Kummer investiert. Auch wenn es sich seltsam anhören mag - ich "freue" mich für jeden, der hier wirklich seine Trauer auslebt. Meine Erfahrung ist, dass Trauer Zeit und Anstrengung braucht, um sie zu verarbeiten. Wer anfangs zu viel verdrängt, wird irgendwann wieder davon überwältigt.

Bei mir ist das Leben auch nicht mehr so wie es vorher war. Ich habe einen Weg erfahren, der sich von allem abkehrt. Du hast diesen Weg durch Deinen Bruder auch erlebt. Aber mein "neues" Leben gefällt mir gut - es ist nicht mehr so unbeschwert, aber die Tiefe läßt auch Leichtigkeit zu, die ich heute viel mehr geniessen kann als früher.

Ich bin sicher, Du wirst da auch hinkommen, und dann gehen wir Champagner trinken - auf das Leben, auf uns und auf die 2, die jetzt auf der anderen Seite des Lebens ihren Frieden gefunden haben. :prost:

Inaktiver User
16.02.2008, 20:14
Schnell hinter Ricardas Strang her schubsen. :Sonne:

Mir geht´s weiter gut, ich geniesse es zu leben, zu lachen, und Lutz dabei trotzdem nicht zu vergessen.:blumengabe:

mmoonixx
22.02.2008, 03:28
Liebe Jalaka,
habe jetzt erst Deinen Beitrag gelesen und kann nur sagen : JA JA JA....Du hast in der Schule des Lebens dass gelernt was Dir als Examen vorgesetzt wurde;beim ersten Examen(sprich Tod) ist man nicht vorbereitet und es ist furchtbar;bei den folgenden Examen hat man dass Gefühl es geht ein bisschen besser und dann hadert man mit denjenigen die noch nicht für den Ernstfall gelernt haben.
Ich wünsche Dir weiterhin Seelenfrieden.
Ein lieber Gruss
mmoonixx

Inaktiver User
21.04.2008, 21:13
Mir geht es wirklich wieder gut, und ich liebe mein Leben so sehr.:liebe:

Am Wochenende war ich in Berlin, für mich die Stadt, in der Lutz gestorben und beerdigt ist - seit 6,5 Jahren fliege ich regelmäßig morgens nach Berlin, fahre zum Friedhof und fliege am gleichen Tag ohne rechts und links zu schauen nach Hause. Seit 1 Jahr bin ich gar nicht mehr da gewesen, ich wollte einfach nicht mehr. Ich mochte nicht mehr "auf Trauer umstellen".

Seit 6,5 Jahren war ich das 1. Mal wieder über Nacht da, sogar über 2 Nächte, weil ich das beruflich so mußte. Mir hat es gegraut davor, und es ist anders gekommen. Ich bin wieder zu Hause und hatte ein richtig schönes Wochenende. Ein wenig habe ich gearbeitet. Ich habe Freunde getroffen, die ich bislang nur ausserhalb von Berlin gesehen habe. Es war alles so völlig normal - irgendwie wie immer.

Aber das Allerschönste für mich: Ich war auch auf dem Friedhof - das erste Mal nicht alleine, sondern mit einem Freund, den ich erst nach Lutz Tod kennen gelernt habe. Nachdem im Frühjahr 2002 der Grabstein aufgestellt war, hatte ich ein tränendes Herz gepflanzt. Ich hatte es die ganzen Jahre immer gesehen, aber nie blühend. Und gestern - viel zu früh für die Jahreszeit, blühte es groß und kräftig. Es verdeckte an dem Grabstein das Todesdatum - welch ein Zeichen. Er lebt noch - nicht hier, nicht auf dieser Welt, aber durch das tränende Herz sieht man den Namen, und wann er geboren wurde. Alles Andere ist in dem Herz verborgen.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie glücklich und beschwingt ich von dem Friedhof gegangen bin. Ich habe es geahnt und gehofft, jetzt weiß ich es.:blumengabe:

prinzessin01979
22.04.2008, 00:51
Aber das Allerschönste für mich: Ich war auch auf dem Friedhof - das erste Mal nicht alleine, sondern mit einem Freund, den ich erst nach Lutz Tod kennen gelernt habe. Nachdem im Frühjahr 2002 der Grabstein aufgestellt war, hatte ich ein tränendes Herz gepflanzt. Ich hatte es die ganzen Jahre immer gesehen, aber nie blühend. Und gestern - viel zu früh für die Jahreszeit, blühte es groß und kräftig. Es verdeckte an dem Grabstein das Todesdatum - welch ein Zeichen. Er lebt noch - nicht hier, nicht auf dieser Welt, aber durch das tränende Herz sieht man den Namen, und wann er geboren wurde. Alles Andere ist in dem Herz verborgen.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie glücklich und beschwingt ich von dem Friedhof gegangen bin. Ich habe es geahnt und gehofft, jetzt weiß ich es.:blumengabe:

Liebe Frain,

wie schön!!! :liebe: Es stimmt welch ein wundervolles Zeichen! :engel:

Es freut mich so sehr für Dich! :wangenkuss:

Liebe Grüße,
Melissa

marko
22.04.2008, 07:39
Liebe Fraim,

ein schöneres Zeichen hättest Du nicht bekommen können!

Liebe Grüße
Birgit mit Marko:engel: im Herzen
:liebe: :blumengabe: :liebe:

Haferflocke
22.04.2008, 10:03
Liebe Frain,

das mit dem tränenden Herz ist so schön. Es berührt mein Herz...

Alles Liebe,
Haferflocke

Inaktiver User
05.08.2008, 00:56
Weil ich nicht weiß, wo ich es sonst posten sollte, hole ich mal meinen eigenen Strang wieder hervor.

Zum Einen - mir geht´s immer noch gut, ich liebe das Leben wie nie zuvor. Im November sind es 7 Jahre her, dass sich mein Partner umgebracht hat. Ich werde ihn nie vergessen, aber mein Leben ohne ihn ist auch sehr lebens- und liebenswert.

Zum Anderen - ich habe jetzt ein paar Mal im Trauerforum Postings gelesen mit dem Tenor: "Du bist hier nicht richtig. Schreib nicht so viel, weil Du hier verletzt werden kannst."

Ich hoffe, dass das nicht der Fall ist. Für mich und viele Andere war und ist das Trauerforum der Ort, an dem wir trotz Virtualität geschützt und geborgen unseren Kummer von der Seele schreiben können. Wir haben hier auch ohne viel Aufsehen gegenseitig aufeinander aufgepasst und seit Jahren war hier kein Troll mehr unterwegs. :blumengabe:

Simplemind66
05.08.2008, 21:13
Liebe frain,

Ich werde dieses Forum so gut es geht schützen!
Sollte mir trotzdem etwas entgehen, bitte ich um sofortige Nachricht!! Ich reagiere sofort!

Inaktiver User
05.08.2008, 21:15
Liebe frain,

Ich werde dieses Forum so gut es geht schützen!
Sollte mir trotzdem etwas entgehen, bitte ich um sofortige Nachricht!! Ich reagiere sofort!

Es gibt viele, die Dich unterstützen. Gemeinsam sind wir hier unglaublich stark.:blumengabe:

Simplemind66
05.08.2008, 21:19
Danke schön!!

Ich fühle mich hier auch sehr wohl.

Inaktiver User
28.08.2008, 23:38
Ich mache etwas, was ich selbst noch nicht so ganz überblicke. Ich werde mir einen Wohnsitz in der Nähe von Berlin zulegen. Wunderschön gelegen, an einem kleinen See und nur 30 Minuten von Berlin entfernt.

Ich kann es nicht glauben, was ich da mache. Ich gehe in die Stadt, die für mich das Synonym für Tod und Trauer ist, wo mein Lebensgefährte gestorben und beerdigt ist. Wie kann es sein, dass ich mir meinen Traum vom Leben ausgerechnet dort verwirkliche.

Ich liebe das Leben wirklich - jetzt hoffe ich, dass es mir wieder so gut geht, dass ich diese Stadt ertrage. Aber ich war selten so sicher, das Richtige zu tun wie jetzt. :blumengabe:

Und ich möchte den Strang auch wieder hochschubsen. Ich würde gerne als Beispiel dafür dienen, dass man auch nach dem Suizid des geliebten Menschen wieder jubeln kann. Ich wünsche Euch Allen, dass Ihr den Mut nicht verliert. Das Leben kommt wieder - wenn die Zeit soweit ist.

kleinejuno
14.09.2008, 04:01
Liebe Frain, liebe Jalaka,

ich bin bisher nur stille Mitleserin hier, weil ich noch nicht dir Kraft hatte meine Geschichte hier zu posten, und weil ich das Gefühl habe, dass was ich erlebe nicht in einen - sei er auch noch so lang- Thread quetschen zu können.
Es ist unbeschreiblich für mich- und keiner könnte es verstehen.

Ich wollte auch schon oft - soo gerne- andere trösten, aber mir fehlten die richtigen Worte und do ließ ich es doch...

Ich habe diesen Thread schon öfters gesehen und ich gebe zu ich habe zuerst gedacht: Was soll der hier? Wieso setzt Ihr uns diesen Thread vor die Nase, wo uns doch gerade alles Glück entronnen ist.

Heute habe ich nun gelesen... nein ich habe ihn förmlich aufgesogen... so viel Mut und Kraft können einem selten tröstende Worte geben.

Und ihr habt es geschafft, dass in mir zumindest wieder der Wunsch aufkeimt das Leben zu lieben. Es wird ein langer Weg sein, aber überhaupt zu denken die Trauer irgendwann loslassen zu können und an das Gute zurück zu denken, dass ist unbeschreiblich viel Wert.

Ich danke Euch für Eure Geschichten und ich bewundere Euch für Eure Kraft.

Ich habe das Leben früher mit jeder Faser geliebt und nun bringt Ihr das alte Trotzkind in mir raus, dass sagt: Ich lasse nicht zu, dass dieses Erlebnis auch mich tötet. Ich habe so viel Liebe zu geben und so viel in mir. Ich werde nicht die Gleiche sein, aber ich will wieder der Mensch werden, der ich war, der ... (Schwer zu verstehen... aber ich denke wenn könnt Ihr das).

Danke, danke, danke.... ich finde kaum Worte und ich weiss, nach diesem Hoch folgt ein Tief- aber in diesem Moment weiß ich, dass hinter den Wolken irgendwo die Sonne ist.

Eure kleinejuno

Inaktiver User
14.09.2008, 07:12
Guten Morgen Kleinejuno,

gut, dass Du zu uns gefunden hast. Wenn Du Deine Geschichte aufschreiben magst, kannst Du das gerne auch hier tun - sozusagen mal zur Probe. Ich denke, ich kann für fast alle Schreiberlinge hier schreiben: es tut gut, einfach mal runterzuschreiben, was passiert ist. Der Mantel der Anonymität schützt, man muss sich nicht rechtfertigen für den Kummer und die Trauer und weinen tut immer gut. Es ist der erste Schritt, dass die Seele sich äußert und auch nach Hilfe schreit, wenn die Schmerzen zu gross werden.

Hier möchte ich Dir noch den Strang von Ricarda zeigen: http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=34935

"Zeichen der Heilung" ist auch ein wohltuender Strang. Es sind die kleinen Schritte, die wir hier gehen, die uns zeigen, dass wir es schaffen. Zeichen, die Menschen, die unsere Erlebnisse hatten, vielleicht gar nicht wahrnehmen. Uns hat der Tod sehr sensibel gemacht - das hilft auch zu heilen, auch wenn es anfangs so sehr weh tut.

Komm wieder, Kleinejuno, hier hilft jeder jedem und auch Deine Geschichte ist hier gut aufgehoben. :blumengabe:

Inaktiver User
06.11.2008, 20:48
Mir geht´s wieder gut - ich liebe das Leben. Auch diese Woche, die jedes Jahr schwierig ist. Sonntag vor 7 Jahren - das letzte Mal sehen, morgen vor 7 Jahren das letzte Mal sprechen. Dann 48 Stunden lang verzweifelt versucht ihn ans Telefon zu bekommen - auch vor 7 Jahren. Und am 9. vor 7 Jahren war es dann für immer vorbei.

Ich frage mich, ob diese eine Woche im November jemals ohne diese Aufteilung wieder durch mein Leben gleiten kann? Es tut nicht mehr weh, es ist nur eine unglaubliche Wehmut und ein Schmerz, den ich nicht definieren kann. Ich lache und treffe mich mit Freunden, und dann kommt der Erinnerungsblitz mit dem "heute vor 7 Jahren......" und die Tränen drohen zu kullern.

Ich akzeptiere es. Weil ich während des Jahres so gar nicht mehr trauere, bin ich fast froh, dass es diese Woche im November gibt. Ich fände es viel schlimmer, wenn ich irgendwann mal "unterm Weihnachtsbaum" denke, "da war doch was gewesen". Ich weiß, dass ich ihn nie vergessen werde, und ich will es auch nicht. Nun sind es schon 15 gemeinsame Jahre und 7 Jahre im neuen Leben.:blumengabe:

Und jetzt suche ich mal Ricardas Strang, weil es doch auch nach 7 Jahren noch ein Zeichen der Heilung gibt.:smile:

Inaktiver User
06.11.2008, 21:22
frain :blumengabe: :in den arm nehmen:

Inaktiver User
06.11.2008, 21:31
frain :blumengabe: :in den arm nehmen:
Du hier :ooooh:

Wie schön:blumengabe: :Sonne: :wangenkuss: :in den arm nehmen: :yeah:

Wie geht´s der Oma? (Und Dir natürlich auch)

Inaktiver User
11.10.2009, 17:04
Mir ist grad danach, den Strang mal wieder hochzuschubsen. Ich fände es schön und tröstlich, wenn erfreuliche Lichter ins Leben weiter beschrieben werden.:blumengabe:

Inaktiver User
14.10.2009, 17:12
Nun, ich hätte da so ein Licht :smile:

Ich habe eine Anstellung bekommen als Schreibkraft.
(vorerst Minijob, später Halbtags)

Ich schreibe nun Entlassungsberichte der Onkologie (Krebspatienten) in einem großen Krankenhaus.


Mein ganz persönlicher Angstgegner: wieder zu "arbeiten", Leistung außerhalb der vier eigenen Wände zu erbringen...

Und ich habe es ohne jegliche Panik oder Nervenschwäche geschafft, über Krebs und dergleichen zu schreiben.
Es war sogar interessant, all die neuen lateinischen, medizinischen Vokabeln etc.
Ich bin ja "vom Fach" wie man so sagt, habe als junge Frau OP-Berichte und med. Gutachten geschrieben.

Ab nä. Woche offiziell, gestern und heute war Probearbeiten.

Und ich genieße das frühe Aufstehen, das Fahren mit der S-Bahn gemeinsam mit anderen Berufstätigen - ich fühle mich wohl dabei!


Möge es so bleiben, bittebittebitte :smirksmile:

Inaktiver User
15.10.2009, 15:30
Hallo zusammen,

ich bin hier nicht ganz neu, einfach nur schon ewig nicht mehr hier gewesen. Jetzt habe ich diesen Strang entdeckt und er berührt mich an einer Stelle, die gerade sehr zentral in meinem Leben ist.

Ich hoffe, meine Geschichte passt auch wirklich in diesen Strang, wenn nicht, bitte nicht böse sein.

Bis zum November 2008 habe ich, glaube ich, ein total normales Leben geführt. Nichts besonderes, für mich okay, mal schöne Tage, mal nicht so schöne Tage. Dann kam im November die schockierende Nachricht, mein Opa hat Lungenkrebs. Ich hatte schon Jahre davor mit dem Tod meine erste Begegnung, als meine Oma verstarb. Schlimm ist so etwas ja immer, aber wenn ein Mensch "friedlich einschläft" ist es doch etwas anders, als wenn er eine schwere Krankheit hat.

Als wir den ersten Schock überstanden hatten, kam der nächste. An Nikolaus der Anruf meiner Tante, mein 15jähriges Patenkind ist an Leukämie erkrankt. Damit brach meine Welt zusammen.

Um meine Geschichte nun ein wenig zu kürzen, versuche ich mich kurz zu fassen. Darauf folgten fünf Monate, die ich nie wieder vergessen werde. Zwei der wichtigsten Menschen in meinem Leben, zudem voneinander 600km entfernt, mussten schwer leiden. Beide Erkrankungen verliefen schwer, mit tausendfachen Komplikationen, und jeder aus der Familie musste weit über seine geahnten Grenzen gehen. Doch das tut man ja gern.

Um nun aber auf den Punkt zu kommen: ich habe für mich beschlossen, dass egal wie sehr ich weine, wüte, mit meinem und ihrem Schicksal hadere, ich bekomme beide nicht zurück.

Ich habe einen wundervollen Mann an meiner Seite, der mich auf jede mögliche Weise unterstützt. Und ich weiß, weder mein Opa noch mein Patenkind, die uns leider beide im März und im Mai verlassen mussten, würden wollen, dass ich mein Leben in einer dunklen Ecke verbringe.

und auch wenn es sich manchmal noch "falsch" anfühlt... ich liebe mein Leben. ich werde beide niemals vergessen, aber ich möchte glücklich sein. ich möchte ein glückliches Leben führen, dass mir für die Momente Kraft gibt, die mich runterziehen, die mich nochmal in das schwarze Loch schicken.

Naja, dieser Strang spricht mir aus der Seele. auch wenn es mir noch nicht wieder hunderprozentig gut geht, und das wird sicherlich noch dauern... aber... ICH LIEBE DAS LEBEN.

Inaktiver User
15.10.2009, 16:48
Opeline,dein Beitrag paßt doch gut :blumengabe:

Hat ja das Thema klick (http://www.dak.de/content/files/Ich_liebe_mein_Leben_Bild.jpg)




(mir war eben danach, ein passendes Bildchen zu suchen für diesen Strang)

Inaktiver User
15.10.2009, 17:51
Hallo Lavendelmond,
alles Gute und Liebe zu deiner neuen Arbeit :blumengabe:

Inaktiver User
15.10.2009, 21:26
Nun, ich hätte da so ein Licht :smile:

Ich habe eine Anstellung bekommen als Schreibkraft.
(vorerst Minijob, später Halbtags)

Ich schreibe nun Entlassungsberichte der Onkologie (Krebspatienten) in einem großen Krankenhaus.


Mein ganz persönlicher Angstgegner: wieder zu "arbeiten", Leistung außerhalb der vier eigenen Wände zu erbringen...

Und ich habe es ohne jegliche Panik oder Nervenschwäche geschafft, über Krebs und dergleichen zu schreiben.
Es war sogar interessant, all die neuen lateinischen, medizinischen Vokabeln etc.
Ich bin ja "vom Fach" wie man so sagt, habe als junge Frau OP-Berichte und med. Gutachten geschrieben.

Ab nä. Woche offiziell, gestern und heute war Probearbeiten.

Und ich genieße das frühe Aufstehen, das Fahren mit der S-Bahn gemeinsam mit anderen Berufstätigen - ich fühle mich wohl dabei!


Möge es so bleiben, bittebittebitte :smirksmile:

Mensch, Lavendelmond, das ist doch wirklich toll. Das bleibt so, wenn Du das willst, dass es so bleibt.

Innen wie außen: das, was Du ausstrahlst, bekommst Du zurück. Ich drück Dir fest die Daumen, aber ich bin sicher, Du bist mittlerweile so stark, dass Du das gut schaffst. Genieß einfach weiter. :blumengabe:

P.S. Ich denke grad wieder daran, wie wir 2 hier vor Jahren mit unseren ersten Nicks so unglaublich traurig waren, niemals gedacht haben, dass es mal anders sein könnte, aber dennoch die Kraft aufgebracht haben, als Rächer und Furien zu wüten, wenn uns jemand vereimern wollte. :Sonne:

Inaktiver User
15.10.2009, 21:47
Rächer und Furien?
Och nö...

Das war anders. Jedenfalls bei mir. Eher ein Wächteramt. Mit Leidenschaft und der nötigen Wut bei Bedarf.

Und wenn ich mich mit "jetzt und damals" vergleiche, kann ich nur staunen.
Nicht nur im Inneren sind Veränderungen und Entwicklungen geschehen, auch im Außen.
Niemalsnienicht hätte ich mir damals zugetraut in ein anderes Bundesland zu ziehen, einen Neuanfang zu wagen, Möbel 5 Etagen hoch zu schleppen, das Grab und meine Mutter im Heim zurückzulassen - und das auch noch mit einem "guten Gefühl", denn ich habe alles wohlversorgt hinter mir gelassen.

Und was jetzt noch an Entwicklung und Reifung und an "Ernte" VOR mit liegt, auch das kann ich mir nicht vorstellen, aber ich fühle und ahne, dass noch mehr möglich ist.

Aber dieses Forum hier, egal was kommt und egal was sein wird, das ist ein Stück Zuhause, das ist quasi die Kinderstube der neuen Lavendelmond.

Für viele ein wichtiger Ort, manchmal sogar ein Hort.



Und jetzt schützt Simplemind und wacht :blumengabe:

Inaktiver User
17.10.2009, 18:49
An dieser Stelle:


H a p p y b i r t h d a y (http://rlv.zcache.com/lavendel_geburtstagskarte_card-p137178782315675455q6k5_400.jpg) liebe Lavendel :blumengabe::prost::blumengabe:

:blume: ein schönes neues Lebensjahr

:blume: viel Glück, Freude und Erfolg im neuen Job

:blume: Gesundheit

:blume: aaaaaalles Liebe

Inaktiver User
17.10.2009, 18:55
Von mir auch nur das Beste zum Geburtstag für Dich, liebe Lavendelmond. Ich wünsche Dir, dass es Dir besonders gut geht und Du gesund und munter bleibst. :blumengabe: :jubel: :musiker:

Und gleich noch für Simplemind auch nur das Beste. Ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass Du die Zeit, bis Du das Ergbenis bekommst, gut überstehst, und das Ergebnis dann heißt, dass es gutartig ist. :in den arm nehmen: :allesok:

Simplemind66
17.10.2009, 19:04
Liebe Lavendel,

Alles alles Gute zum Geburtstag!

Mögen sich alle deine Wünsche erfüllen.:blumengabe:




Danke auch für eure Anteilnahme, ich weiß es sehr zu schätzen und "nehme es" dankbar mit

Inaktiver User
17.10.2009, 23:36
:liebe: Ich danke euch allen sehr für die Glückwünsche !
Ich hatte heute einen wundervollen Tag, Dank "meiner Männer" die mich heute rundum verwöhnten


Simplemind, ich wusste ja gar nicht, dass du grad so schwere Sorgen hast.
Ich wünsche dir einen Schutz:engel:engel zusätzlich, und dass du eine gute Nachricht erhältst