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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kieferknacken, Zähnknirschen und Beißschiene in der Nacht!



SimoneH
10.02.2007, 19:32
Hallo liebe Zahnprofis,

seit ca. 8 Jahren knirsche ich nachts im Schlaf mit den Zähnen oder beiße sie aufeinander!
In den 8 Jahren habe ich jetzt auch schon 6 Beißschienen durchgeknirscht und habe nun spezielle Beißschienen, die noch extra verstärkt wurden.

Mein Zahnarzt (ein guter Freund) sagt, dass das halt psychische Hintergründe hat und mich nachts immer irgendwas beschäftigt, sonst würde ich das nicht machen. Nur fällt mir nicht ein, was das sein könnte. Ich versichere ihm immer wieder, dass es mir gut geht.

Ich weiß auch noch, dass ich vor 3 Jahren vor meinem Diplom extrem geknirscht habe, wahrscheinlich durch die höhere Belastung. Aber ansonsten bin ich absolut glücklich mit meinem Leben und wüsste nichts, was mich nachts unterbewusst so beschäftigt.

Nur ist das mit dem Knirschen so schlimm, dass mein Kiefer laut knackt, wenn ich den Mund aufmache und dadurch manchmal starke Kopfschmerzen bekomme.

Mein Zahnarzt sagt, dass ich es mal mit Meditation oder Yoga probieren sollte, da ansonsten mein Kiefer operiert werden muss, da sich da nun schon Athrosen durch mein Geknirsche bilden.

Wer kennt dieses Problem oder hat es vielleicht schon gelöst???

Liebe Grüße
Simone

jobohrer
12.02.2007, 18:48
Hallo Simone,

Knirschen/Pressen ist ein hard wired Programm im Stammhirn. In dieser entwicklungsgeschichtlich sehr alten Hirnstruktur liegen auch die Steuerungen unter anderem von Schluckauf, Husten, Kotzen, Schlucken. Diese sind unabhängig vom Großhirn, was gut an Apallikern (Wachkoma) studiert werden kann. Apalliker knirschen extremst.
Kinder tun das auch und zwar öfter als Erwachsene (ca. 40% aller Kinder), selbst 1 -Jährige sind dabei. Es gibt offensichtlich auch erbliche Komponenten. Die Stressthese ist umstritten, es gibt experimentelle Beweise, dass Stress keinen wirklichen Einfluss hat.

Fazit: eigentlich ist es angeboren und solange alle eigenen Zähne im Mund sind, halten sich die Schäden im Rahmen. Knirscher haben übrigens signifikant weniger Probleme mit TMD (Schmerzen im und um das Kiefergelenk).

Weitere Details auf meiner Homepage.

Viele Grüße

Joachim Wagner

Inaktiver User
13.02.2007, 13:56
Fazit: eigentlich ist es angeboren und solange alle eigenen Zähne im Mund sind, halten sich die Schäden im Rahmen. Knirscher haben übrigens signifikant weniger Probleme mit TMD (Schmerzen im und um das Kiefergelenk).
naja, ich knirsche auch ganz schön. knacken und schmerzen im kiefergelenk habe ich auch, schon seit ich 15 bin. gehört irgendwie dazu.
falls einer eine lösung weiß, bin ich auch interessiert.

SimoneH
13.02.2007, 19:33
Hallo Joachim,

also lebe ich seit Jahren im Wachkoma. Wusste ich es doch! :freches grinsen: Daher geht es mir auch so gut.

Aber so richtig hilft mir das auch nicht weiter. Ich HABE ja extreme Schmerzen im Kiefergelenk. Auch, wenn ich die - laut deiner Aussage - weniger haben müsste. :wie?:

Aber ich sehe mir gleich mal deine Internetseite an. Trotzdem 1000 Dank!

________



Hallo Katsi,

schön!!!! Eine Leidensgenossin!!!! Tut gut zu lesen, dass ich nicht allein knirsche in der Nacht. :smile:
Musst du auch eine "Schlabberspange" tragen?

LG
SImone

SimoneH
13.02.2007, 19:35
Äh??!?!?! Wo ist denn bitte die Homepage?

Inaktiver User
14.02.2007, 13:32
Musst du auch eine "Schlabberspange" tragen?
ja, sehr unsexy und irgendwie eklig.

SimoneH
14.02.2007, 14:36
Mein Mann sagt dann immer: "Ready to rumble", wenn ich mir das Ding vorm Einschlafen in den MUnd schiebe. :freches grinsen:

Inaktiver User
14.02.2007, 16:36
Mein Mann sagt dann immer: "Ready to rumble", wenn ich mir das Ding vorm Einschlafen in den MUnd schiebe. :freches grinsen:
*kicher*
ich dekoriere mich vor dem schlafengehen mit der spange und stopfe dann die ohren mit ohrenpax zu. findet man(n) bei gelegenheit immer wieder sehr lustig. hat was von sado-maso-praktiken.

mozartkuge07
16.02.2007, 14:34
ich habe mich extra registrieren lassen, um dir zu schreiben.

ich habe jahrelang in einer zahnarztpraxis gearbeitet, die auf knirschen und andere fehlfunktionen spezialisiert war. knirschen und pressen sind meistens folgen von fehlfunktionen (wie zum Beispiel, fehlende zähne, zu hohe füllungen, zahnfehlstellungen).

wir hatten patienten in der praxis, die mit 50 jahren solch kaputte kiefergelenke durch knirschen hatten, dass sie den mund nicht mehr auf bekamen, mein chef hatte die gebisse unter berücksichtigung von funktionanalytischen maßnahmen, wie gelenkachsenbestimmungen u.s.w. wieder saniert, bißschienen lehnte er völlig ab, weil sie nicht die ursachen beheben.

unsere nichte wurde durch eine kfo-behandlung ein wunderschönes lachen gegeben, leider hat sie mit ende 20 massive probleme (seit der Beahndlung) mit den gelenken und ständige Gelenksentzündungen, dass sie oftmals tagelang nur trinken kann. sie bekam nach den ersten beschwerden auch eine bißschiene, nur die ursache ist auch bei ihr, für ein schönes lachen werden die zähne im mund hin und her geschoben,ohne berücksichtigung der artikulation und okklusion.

viele zahnärzt kennen sich auf diesem gebiet nicht gut oder garnicht aus, wende dich an die zahnärztekammer oder krankenkasse und frage nach praxis die funktionsanalytische maßnahmen spezialisiert sind.

6 schienen in 8 jahren ist schon heftig, ich möchte auch nicht abstreiten,dass stress ein auslöser ist oder ddie situation begünstigt. vielleicht muss der biß bei dir nur wieder eingeschliffen werden, oft sind es einzelne füllungen die stören, also kleinigkeiten.

hol dir einfach eine zweite, oder auch dritte meinung ein!!!


in fachkreisen ist bekannt, dass mehr zähne durch zahnärzte "kaputt gehen", als durch karies und paradontose zusammen

SimoneH
16.02.2007, 14:40
Hallo Mozartkugel,

ich weiß gar nicht, wie ich dir danken kann so übers Internet und dass du dich extra registriert hast meinetwegen. 100000000 Dank! Ich werde mich - jetzt nach deinen Worten - an die Kammer wenden!
Du hast mir Angst gemacht, aber besser jetzt als zu spät und wie gesagt: Vielen lieben Dank.

Simone

Inaktiver User
16.02.2007, 14:59
Hallo Mozartkugel,

ich weiß gar nicht, wie ich dir danken kann so Simone
ich danke auch, und wie.
bei mir haben die ärzte schon eingeschliffen, was das zeug hielt. aber immer nur so pi mal daumen.
jedesmal kommt mir der biß auf andere weise komisch vor.
dass es sowas wie achsenvermessung gibt, wußte ich nicht.

SimoneH
16.02.2007, 15:22
Am Besten haltenwir uns gegenseitig auf dem Laufenden, wie es nun weiter geht.

Habe gestern erst Abdrücke für die x.-te Schiene gemacht, aber nun werde ich mir mal einen spez. Zahnarzt suchen.

LG
Simone

mozartkuge07
16.02.2007, 15:30
habe ich gerne gemacht.....

noch ein kleinen tipp ,autogenes training hilft gegen die verspannungen oder einfach den unterkiefer locker kreisen lassen und die gelenke mit den fingern massieren

Inaktiver User
16.02.2007, 16:38
habe ich gerne gemacht.....

noch ein kleinen tipp ,autogenes training hilft gegen die verspannungen oder einfach den unterkiefer locker kreisen lassen und die gelenke mit den fingern massieren
mein kiefer ist dermaßen locker... :)
aber da fällt mir noch eine andere frage ein.
mein zahnarzt hat mir angst gemacht, dass meine parodontose vom knirschen schlimmer wird. deshalb müsse ich eine schiene tragen.
stimmt das?

Fcl
17.02.2007, 00:08
Mein Mann sagt dann immer: "Ready to rumble", wenn ich mir das Ding vorm Einschlafen in den MUnd schiebe. :freches grinsen:

Das Problem "Zähneknirrschen" ist sehr verbreitet... Die meisten Leute räumen, wenn das Gespräch darauf kommt, ein, dass sie auch mal eine Schiene hatten. Ich habe inzwischen seit fast 10 Jahren so eine Schiene (okay, die 3. oder 4.). Genutzt habt sie nur bedingt, der Abrieb am Schneidezahn war so dolle, dass mir letztes Jahr ein Stück abgebroben ist und wieder aufgebaut werden mußte.

Die Leier vom Stress und "ich kann nur das Symtom behandeln" kenne ich auch. Ob es stimmt, weiß ich nicht. Ich hatte mal extremen Stress und eine Spitze am Zahn die mich störte.. Kaum war ich im Zug eingenickt, bekam ich furchtbare Kopfschmerzen, der Kiefer tat mir Weh und das Zahnfleisch (Zahlhals) waren zum an die Decke gehen. Das nächtliche Zähneknirrchen war dagegen richtig harmlos.

Gruß, fcl

Inaktiver User
17.02.2007, 23:38
Also ich kann nur ein Lied vom jahrelangen Kieferknacken singen. Ob ich vorher mit den Zaehnen geknirscht habe weiss ich nicht.
Aber der Kiefer knackte immerzu. Dann......bueckte ich mich und irgendwas renkte aus. Ich massierte, machte paar Mundbewegungen und es renkte sich wieder ein. So ging das eine ganze Zeit, bis, ja bis sich eines Tages nichts mehr einrenken liess und ich nur noch Fluessignahrung zu mir nehmen konnte; den Mund nur noch 2 cm oeffnen. Habe knapp 5jaehrige 24stuendige Schienenbehandlung hinter mir und danach eine Umsetzung der Schiene auf Kronen und das alles, weil mir letztendlich irgendwann der Diskus (vorzustellen wie eine Bandscheibe) unreponierbar luxiert ist (was leider jede Menge weitere orthopaedische Probleme nach sich zog). Ich kann jedem wirklich jedem nur raten, dass nicht locker zu nehmen (so wie ich anfangs - .....knackst halt....). Nehmts ernst(!), sucht einen Fachmann auf und wenn ihr das Gefuehl habt, der hat keinen Plan, gleich zum naechsten. Leider sind viele Zahnaerzte damit nicht vertraut (in Norddeutschland sind die Betroffenen noch am besten dran - woran das liegt, weiss ich nicht). Auf jeden Fall, nehmt es bitte ernst und kuemmert Euch drum, bevor ihr richtig Aerger habt. Dass es mir heute einigermassen gut geht, habe ich nur Menschen zu verdanken, die mich im Internet aufgegabelt haben und mir Adressen gegeben haben. Ich bin dafuer 600 km weit gefahren - ich hatte aber auch nichts mehr zu verlieren, weil es mir echt dreckig ging - und ich bin heute sehr dankbar dafuer.
Ob das auf Dauer so bleibt (dass es mir einigermassen gut geht) kann ich nur weiterhin hoffen.
LG Leah

Lourdes
18.02.2007, 12:46
Hallo zusammen,

von diesem Thema kann ich auch ein Lied singen.

Knirscher-Schiene hab ich auch schon seit 3 Jahren, es wurde aber nicht besser, dazu kamen massive Schmerzen im Kiefergelenk, ich war nicht mehr in der Lage, ein Brötchen zu essen. Eine Freundin arbeitet in einer Zahnklinik, ihr Chef hat sich auf diese Kiefergeschichte und das Kausystem spezialisiert. Er stellte fest, dass ich eine Arthrose im Kiefergelenk habe, diese Diagnose wurde durch eine ...wie heisst es...Kernspintomographie?...jedenfalls durch Aufnahmen in dieser engen widerlichen Röhre, bestätigt. Nun habe ich eine spezielle Schiene, die wenigstens hilft, den Kiefer so weit in der richtigen Stellung zu halten, dass ich inzwischen - nach fast einem halben Jahr,- relativ beschwerdefrei bin. Zudem habe ich noch Osteophatie - Behandlungen bekommen, das ist auch sehr hilfreich, sehr entspannend.

Wenns gar nicht anders geht, muss ich über eine feste Klammer nachdenken (ich bin 34), da graut es mir natürlich vor, vor allem da ich denke, dass sich Zähne und Kiefer immer bewegen und ich Angst habe, dass nach einiger Zeit die gleichen Probleme wiederkommen. Davon einmal abgesehen, müsste ich alles privat bezahlen, wie die jetzige Behandlung auch. Die hat inzwischen schon über 1000 Euro gekostet.

Lustig, eine schrieb, sie würde sich abends mit Schiene und Ohrstöpsel präparieren: genau so wie ich! Echt hart alles....

Ich wünsche allen die diese Bescherden haben gute Besserung. Ich weiß wie unangenehm das alles ist, und ich bin davon überzeugt, dass diese Knirscherei sehr wohl etwas mit dem seelischen Zustand zu tun hat. Ich stelle ja bei mir selber fest, dass ich in schwierigen Zeiten extrem verkrampfe, der Auslöser für die schlimmste Phase war die Trennung von meinem Mann. Da wirkte sich sowohl auf den Kiefer als auch auf die Halswirbel aus. Körper, Geist und Seele hängen nunmal zusammen, man sollte nicht nur die Beschwerden als solche, sondern auch die Ursachen erforschen und daran ebenso arbeiten.

Grüße Lourdes

mozartkuge07
19.02.2007, 08:40
@katsi

dein zahnarzt hat recht, es sind enorme kräfte, die beim knirschen und pressen nicht nur auf die zähne, sondern auch auf den gesamten kiefer wirken. zahnfleischrückgang kann die folge sein.
ich habe dein motte....lebbe geht weida (stepi/eintracht) gelesen, im rheingau gibt es einen zA der darauf spezialisiert ist, ob er gut ist weiss ich nicht.

gruß mozartkugel

kathrin75
19.02.2007, 17:55
in fachkreisen ist bekannt, dass mehr zähne durch zahnärzte "kaputt gehen", als durch karies und paradontose zusammen

Ist ja wunderbar, dass Du hier so pseudo-schlaue Tipps gibst; aber welche Fachkreise, in denen solch dreist-falsche Thesen aufgestellt werden meinst Du genau? Hoffentlich nur solche Laienzirkel, in denen Parodontose mit Paradontose verwechselt wird!!

Inaktiver User
19.02.2007, 21:18
Ist ja wunderbar, dass Du hier so pseudo-schlaue Tipps gibst; aber welche Fachkreise, in denen solch dreist-falsche Thesen aufgestellt werden meinst Du genau? Hoffentlich nur solche Laienzirkel, in denen Parodontose mit Paradontose verwechselt wird!!
:cool: du wirst uns sicher noch erklären, warum du einer schreibungenauigkeit derartige bedeutung beimißt.

Aviva
19.02.2007, 22:06
Hallo, ich kann mich Leah nur anschliessen: Unternehmt umgehend etwas und geht unbedingt zu jemandem, der sich mit KG-Problemen auskennt.

Ich bin keine Knirscherin und trotzdem ist bei mir auf beiden Seiten der Discus irreparabel beschaedigt und ich hatte mit Anfang 20 massive Beschwerden, starke Schmerzen und konnte den Mund kaum noch oeffnen. Meine alte Kieferorthopaedin hatte das Knacken und das Gefuehl, dass da was rausspringt und sich wieder einrenkt, als Lappalie abgetan.

Deshalb: Auch wenn es ein Freund ist, wuerde ich Dir zum Zahnarztwechsel raten bzw. einen Kieferorthopaeden aufsuchen, der nicht nur auf gerade Zahnreihen fixiert ist.

Gute Besserung!
Aviva

kathrin75
20.02.2007, 10:11
Na klar kann ich das erklären. Mozartkuge07 ist offensichtlich eine Zahnarzthelferin, die jahrelang in einer auf Myoarthropatien spezialisierten Zahnarztpraxis gearbeitet hat und versucht hat, sich in die äußerst komplexe Materie einzuarbeiten, löblich. Ihre Tipps, sich über die Kammer einen auf Myoarthropatien spezialisierten Kollegen empfehlen zu lassen sind auch gut. Ihre versuchten Ferndiagnosen und vor allen Dingen pauschalen Aussagen ("In Fachkreisen ist bekannt, dass mehr Zähne durch Zahnärzte kaputt gehen als durch Karies und Parodontose zusammen") , die erkennen lassen, dass sie eben doch nicht so viel Ahnung hat, haben mich vielleicht etwas zu spitzfindig und zu hart reagieren lassen. Ich weiß aber, wovon ich rede, ich bin selber Zahnärztin, habe in der Praxis gearbeitet und bilde an der Uni zukünfige Zahnärzte aus. Trotzdem ist mein einziger Tipp: Geh zu einem über die Kammer emfohlenen Spezialisten, viele Zahnärzte haben tatsächlich keine Ahnung vom Kiefergelenk und von Schienen, es gibt tatsächlich viele schwarze Schafe unter den Kollegen aber auch sehr viele ziemlich weiße...
In diesem Sinne: Schuster bleib bei Deinen Leisten...

Inaktiver User
20.02.2007, 10:22
Na klar kann ich das erklären. Mozartkuge07 ist offensichtlich eine Zahnarzthelferin, die jahrelang in einer auf Myoarthropatien spezialisierten Zahnarztpraxis gearbeitet hat In diesem Sinne: Schuster bleib bei Deinen Leisten...
wenn du schon so hochgehst, waere es nett, wenn du erklaeren wuerdest, was myo...dings sind, und was diese mit paradontose bzw. parodontose zu tun haben.
mein zahnarzt hat mir einfach an den kopf geknallt, dass meine parodontose (oder paradontose, weiß ich nicht) durch mein knirschen verschlimmert wird. wie, das konnte er mir nicht erklaeren, da er fuer so doofis wie mich keine zeit hatte.
ok, ich werde den zahnarzt sowieso wechseln, und zwar genau aus diesem grund.

und ich fand es sehr angenehm, von einer zahnarzthelferin erklaert zu bekommen, dass ich diese sache ernst nehmen soll, und dass es sich nicht nur um abzocke von meinem zahnarzt handelt - auch wenn sie mir die zusammenhaenge nicht en detail erklaeren konnte.

du magst als za fachlich versierter sein als jede za-helferin. dennoch ist es nicht angebracht, patienten lediglich ein paar fachbegriffe (myo-dings) an den kopf zu knallen, ohne sie zu erklaeren, und im uebrigen za-helferinnen und patienten in generösen rundumschlaegen fuer dumm zu erklaeren und ihnen das maul zu verbieten.

genau diese arroganz treibt mich von meinem derzeitigen za weg.

kathrin75
20.02.2007, 11:16
Hallo Katsi,
Du solltest meine Antwort und vor allem die Einschätzungen von mozartkuge07 genauer lesen. Der Begriff "Myoarthropatie" ist vollkommen nebensächlich von mir benutzt und hat überhaupt nichts mit dem eigentlichen Thema meines Beitrages geschweige denn mit Arroganz zu tun. Ich habe mich nur dagegen gewehrt, dass Helferinnen oder wer auch immer mit dreisten Behauptungen, gefährlichen Ferndiagnosen und generellen Rundumschlägen (und dann auch noch auf die Berufung von sogenannten Fachkreisen...) die meisten Zahnärzte für dumm erklären. Das ist nun wirklich arrogant und dumm. Ich habe niemandem das Maul verboten, lediglich reagiert. Außerdem habe ich schon gesagt, dass ich nichts von Ferndiagnosen halte, auch nichts davon, Dir beispielsweise den Zusammenhang zwischen okklusalem Trauma und Parodontitis zu erläutern, das kann eine Beratung in einer guten Sprechstunde viel besser. Ich kann mich nur wiederholen: Laß`Dir einen Spezialisten empfehlen, der sich Zeit nimmt, einen sorgfältigen Befund erhebt und Zusammenhänge erklärt. Das kann ein solches Forum einfach nicht leisten. Schade, dass wir uns so mißverstanden haben.

Inaktiver User
20.02.2007, 11:25
Ich kann mich nur wiederholen: Laß`Dir einen Spezialisten empfehlen, der sich Zeit nimmt, einen sorgfältigen Befund erhebt und Zusammenhänge erklärt. Das kann ein solches Forum einfach nicht leisten. Schade, dass wir uns so mißverstanden haben.
ich denke, ich habe dich nicht missverstanden.
mozartkuge habe ich nicht anders verstanden als dich. ich habe von ihr mitgenommen, dass ich den hinweis meines za - den ihc als abzocke verstanden hatte - ernst nehmen und mich an die kammer wenden soll. insofern sehe ich nicht, dass sie ihre kompetenzen ueberschritten haette.
ich wollte dir nur zeigen, wie dein einwurf hier ankam.
ok?

?*friedenspfeife*? :blumengabe:

Caretaker
21.02.2007, 21:30
Ach kathrin75 - jeder schreibt über seine Erfahrungen ...
Meine sind z.B., dass mir in einer Kieferklinik, bei der Ausbildung von Zahnärzten, bei einer Wurzelbehandlung ein Nevenkanal überstopft wurde und zwar so, dass es kurz bis vor den Kiefernerv ging.
Es folgte eine Wurzelresektion, bei der sich der Spezialist nicht an dieses Stück wagte, da es zu nah am Nerv war und er keine Schädigung riskieren wollte.
Jede Migräne, jede Erkältung beschert mir besondere Schmerzen an dieser Stelle.
Die drei Wurzelbehandlungen (inkl. zweier Resektionen) habe ich einem Zahnarzt zu verdanken, der mir unsachgemäß meine Amalgan-Füllungen gegen Kunststoff austauschte. Es hat nicht lange gedauert und die Nerven waren geschädigt/tot.
Die Zähne mussten überkront werden und der Zahnarzt war zunächst nicht in der Lage meine Beschwerde, die Krone wäre zu hoch, ernst zu nehmen.
Dies bescherte mir neue, unglaubliche Schmerzen, bis die Krone gottseidank rausfiel und beim neu-einarbeiten endlich weiter abgeschliffen wurde.

Das alles war natürlich nicht bei einem Zahnarzt, sondern bei verschiedenen.
Ich unterschreibe, dass viele Probleme mit den Zähnen von Zahnärzten verursacht werden.

Und zum Thema - ich trage auch eine Beißschiene und das hilft mir, entspannter zu schlafen, mein Hals ist lange nicht mehr so verspannt, wenn ich aufwache.

Gruß-
Caretakerin

mozartkuge07
22.02.2007, 22:20
an kathrin75

ja, ich bin gelernte zahnarzthelferin und habe jahrelang bei einem anerkannten spezialisten auf diesem gebiet gearbeitet, der seine ausbildung und weitere fortbildungen in den usa gemacht hatte, ein großer teil seines patientenkreises bestand aus zahnärzten, einer von ihnen hat auch die aussage ...mehr zähne durch karies...u.s.w, wahrscheinlich hast du von ihm ein fachbuch im regal stehen

ich wollte nur jemand einen anstoss geben, der sich seit jahren in zahnärztlicher kontrolle und behandlung befindet und nicht optimal behandelt und beraten wird....spricht doch auch für die aussage deines kollegen, oder??

SimoneH
25.02.2007, 23:02
Hallo Ihr Lieben,

dieses Rumgehacke aufeinander macht doch keinen Sinn. Im Gegenteil: Nachher fangen wir wieder alle an zu knirschen wegen des Stresses. :freches grinsen:

Ich bin dankbar für alle Tipps hier. Und da ist es egal, ob vom Fachmann Zahnarzt oder vom Fachmann Zahnarzthelfer. Hauptsache es wird sich bei dieser Diskussion beteiligt. Also 1000 Dank noch einmal dafür.

In 2 Wochen werde ich zu einem Termin bei einem Spezialisten gehen und ich hoffe, ihr Knirscher berichtet auch weiter, was bei euch raus kam.

Liebe Grüße
Simone

SimoneH
26.02.2007, 18:19
Sehr geehrte Frau XXX,

bei der Zahnärztekammer Niedersachsen werden keine Listen mit Namen und Anschriften von Zahnärzten geführt, die spezielle Behandlungsmethoden oder -techniken ausüben. Leider können wir Ihnen insofern nicht weiterhelfen. Die Recherche über das Internet wäre jedoch eine gute Möglichkeit, weitere Informationen zu erhalten. Viele Zahnärzte verfügen zwischenzeitlich über Homepages. Auch das Gespräch mit dem Hauszahnarzt hilft hier ggf. weiter.


Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
XXX
Zahnärztekammer Niedersachsen
Zeißstraße 11a
30519 Hannover


:knatsch:

jobohrer
26.02.2007, 19:14
Hallo Caretakerin,

Ich schreiben Ihnen mal in Ihre Schreibe. Sie schrieben:


Meine sind z.B., dass mir in einer Kieferklinik, bei der Ausbildung von Zahnärzten, bei einer Wurzelbehandlung ein Nevenkanal überstopft wurde und zwar so, dass es kurz bis vor den Kiefernerv ging.
---- ist eigentlich nicht schlimm

Es folgte eine Wurzelresektion, bei der sich der Spezialist nicht an dieses Stück wagte, da es zu nah am Nerv war und er keine Schädigung riskieren wollte.
----- Gottseidank, sonst wär die Lippe taub und die Schmerzen stärker

Jede Migräne, jede Erkältung beschert mir besondere Schmerzen an dieser Stelle.
---- Migräne und diese Empfindlichkeit sind Hinweise auf eine Neuropathie des Trigeminus

Die drei Wurzelbehandlungen (inkl. zweier Resektionen) habe ich einem Zahnarzt zu verdanken, der mir unsachgemäß meine Amalgan-Füllungen gegen Kunststoff austauschte.
---- auch, aber nicht nur

Es hat nicht lange gedauert und die Nerven waren geschädigt/tot.
---- sehr schwer auseinanderzuhalten, ob der Kollege wirklich an allen Zähnen Versagerfüllungen eingebaut hat. Wahrscheinlicher ist es, dass die Zähne einfach weh taten, und keiner auf die Idee gekommen ist, sich den Trigeminus näher anzuschauen. Stattdessen wurde tüchtig weitergebohrt.

Die Zähne mussten überkront werden und der Zahnarzt war zunächst nicht in der Lage meine Beschwerde, die Krone wäre zu hoch, ernst zu nehmen.
---- klarer Hinweis auf auffällige Entwicklung.

Dies bescherte mir neue, unglaubliche Schmerzen, bis die Krone gottseidank rausfiel und beim neu-einarbeiten endlich weiter abgeschliffen wurde.
---- ich wette 10 Cent, dass die Beschwerden/Schmerzen an dieser Stelle ab und zu von alleine wiederkommen und wieder alleine verschwinden.

Das alles war natürlich nicht bei einem Zahnarzt, sondern bei verschiedenen.
Ich unterschreibe, dass viele Probleme mit den Zähnen von Zahnärzten verursacht werden.
---- Jein. Es stimmt: ohne die fortgesetzten Eingriffe hätte sich wahrscheinlich die Lage von alleine wieder etwas beruhigt. Der Denkfehler dabei ist: das Gewebe vor Ort ist nicht oder nur wenig am Schmerzgeschehen schuld. Deswegen geraten solche Situationen in eine Abwärtsspirale, die sich immer genauso wiederholt: Schmerzen, also muß da was sein, also wird gebohrt - obwohl nicht viel zu sehen war, danach mehr Schmerzen, also muß da was sein, es wird reseziert - obwohl eigentlich nichts zu resezieren war, danach mehr Schmerzen ...

Und zum Thema - ich trage auch eine Beißschiene und das hilft mir, entspannter zu schlafen, mein Hals ist lange nicht mehr so verspannt, wenn ich aufwache.
---- die Schiene nutzt was gegen Knirschen - als Schoner für die Gegenbeisser. Gegen neuropathische Schmerzen nutzt sie leider nicht viel.

Details auf meiner Homepage.

Viele Grüße

Joachim Wagner
www in meinem Profil

Aviva
26.02.2007, 21:09
Hi Simone,

in Niedersachsen kenn ich leider auch niemanden. In MUC kann ich Dir Dr. Ernst Hoesl (Kieferorthopaede) und Dr. Petra Hartmann (Zahnaerztin) empfehlen. Sie sind beide KG-Spezialisten. Ausserdem ist Prof. Axel Bumann ein bekannter Kieferchirurg (weiss nicht, wo der gerade ist - er war mal in Kiel).

Wenn Du so ohne weiteres nicht an Adressen in Deiner Naehe kommst, koenntest Du bei diesen Zahnaerzten anrufen und um einen Empfehlung bitten. Die kennen sich ja untereinander alle recht gut, von Kongressen, Weiterbildungen etc.

Viel Glueck bei der Suche nach dem geeigneten Arzt.
Aviva

SimoneH
26.02.2007, 22:24
Vielen Dank. Ich werde mal googeln und notfalls komm ich auf dich zurück. Danke.

SimoneH
27.02.2007, 13:51
Hallo Leah,

vielleicht kannst du mir helfen und mir auch deine Adressenliste zu senden? Bin am verzweifeln, weil es in Hannover keinen Spezialisten zu geben scheint oder ich keinen finde. Weiß auch nicht, wo nach ich suchen soll oder ob ich jetzt das ganze Telefonbuch durch telefonieren muss. Soll man eher Kiefernorthopädan anrufen oder normale Zahnärzte? Bin völlig verzweifelt... :wie?:

Bei wem warst du denn?

LG
Simone

Aviva
27.02.2007, 14:26
Och, aber da musst Du doch jetzt nicht verzweifeln. :wangenkuss:

Ich wuerde an Deiner Stelle nicht wahllos das Telefonbuch durchgehen sondern mir einen Spezialisten empfehlen lassen. Es muss jemand sein, der sich auf solche Faelle spezialisiert hat und das haben die meisten Kieferorthopaeden und Zahnaerzte leider nicht.

Du koenntest in der Uniklinik nachfragen oder tatsaechlich einen Spezialisten anderswo anrufen und um eine Empfehlung fuer einen Arzt in Deiner Naehe bitten.

Koennte etwas Muehe kosten, aber meiner Erfahrung nach lohnt sich das.

Keep smiling... :blumengabe:

SimoneH
27.02.2007, 14:34
Hab eben einen gefunden!!!!!!!! Was haltet ihr davon:

http://www.zahnarzt-dr-munack.de/53674496f207bd003/536744970b07dec13/index.html

Allerdings erst in 1,5 Monaten einen Termin. :knatsch:

Caretaker
27.02.2007, 14:43
Hallo Caretakerin,

Ich schreiben Ihnen mal in Ihre Schreibe. Sie schrieben:

[...]

Sehr geehrter Herr Jobohrer!

Vielen Dank für die Antwort auf meine "Schreibe".
Zwei Dinge dazu:
Trigeminus war nachgeforscht und ausgeschlossen und
"eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus".

Mit freundlichen Grüßen -
Caretakerin

Inaktiver User
05.03.2007, 15:40
Hallo Simone,
entschuldige, dass ich Dir jetzt erst antworte.
Der Link den Du reingestellt hast klingt gut und es ist optimal, wenn der Zahnarzt mit Physiotherapeuten bzw. Osteopathen zusammenarbeitet.
Genau dieses CMD wurde bei mir auch diagnostiziert. Ich denke die 1,5 Monate Wartezeit lohnen sich. Bist Du privatversichert oder normal kassenversichert? Erschwerend kommt nämlich bei dieser Erkrankung hinzu, dass viele Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden und evtl. viel Eigenleistung auf jemanden zukommt, der davon betroffen ist. Falls Du noch zusätzliche Adressen brauchst, empfehle ich Dir Dich an die Kassenärztl. Vereinigung Schleswig-Holstein zu wenden. In der Ecke gibt es mehrere Zahnärzte die sich damit auskennen (sollen). Der Tipp mit der Uni war auch nicht schlecht.
Ich bin damals übrigens in Rendsburg gewesen. Die dortige Adresse lasse ich Dir gerne zukommen wenn Du magst.
Liebe Grüße
Leah

SimoneH
05.03.2007, 15:48
Hallo Leah,

vielen lieben Dank, auch, dass du dir die Mühe gemacht hast, dir die Internetseite mal durch zu lesen. Rendsburg ist aber echt weit weg. Ich warte erst mal den Termin ab und überlege gerade, ob ich vorher noch mal in die Medizinische Hochschule gehe und mich da durchchecken lasse oder wirklich erst einmal abwarte.

Leider bin ich nur ganz popelig normal versichert. Mein Mann möchte jetzt für mich so eine Zusatzzahnversicherung abschließen, aber ob das dann da noch reinfällt, weiß ich nicht.

LG
Simone

SimoneH
05.03.2007, 15:51
Was mir noch einfällt....

Als ich MEINEN Zahnarzt letzte Woche drauf ansprach, meinte er nur:

"Wieso? Du hast doch jetzt eine neue Beißschiene. Was willst du denn noch?"

Er war eingeschnappt, dass ich noch einen anderen Zahnarzt aufsuchen möchte, hat mir keine anderen Adressen gegeben und meinte, dass dieses Myoarthro..dingens mit dem Kieferknacken und Knirschen absolut nichts zu tun hat.:knatsch:

Sehr hilfreich!

Inaktiver User
05.03.2007, 18:09
Er war eingeschnappt, dass ich noch einen anderen Zahnarzt aufsuchen möchte, hat mir keine anderen Adressen gegeben und meinte, dass dieses Myoarthro..dingens mit dem Kieferknacken und Knirschen absolut nichts zu tun hat.:knatsch:

Sehr hilfreich!
ja, genau das ist es, was mich ärgert. jeder zahnarzt arbeitet vom anderen isoliert und kann einfach ALLES.

du kriegst einfach irgendeine information an den kopf geknallt, friß oder stirb, und wenn du einen spezialisten aufsuchen willst, was in anderen fächern gang und gäbe ist, beleidigst du deinen zahnarzt persönlich.

Aldebaran
05.03.2007, 18:25
Hallo SimoneH,
in Ebstorf/Niedersachsen gibt es seit letztem Jahr den Dentalpark.
Am besten, du googlest mal. Ich hab allerdings keine Erfahrung mit denen.
LG
Alde

SimoneH
05.03.2007, 19:01
Ja, Katsi, schlimm und traurig ist das! In meinem Beruf empfehle ich auch an Spezialisten weiter, wenn ich nicht weiter weiß. Ist doch klar, wenn man auf einem Gebiet nicht ausgebildet ist.

Vielen Dank, Alde! Wenn die beiden Termine nichts bringen, google ich auch noch mal dahingehend. Ist der Dentalpark auf für normale Krankenkassenpatienten möglich?

Inaktiver User
05.03.2007, 23:55
Hallo,
Katsi, dass kenne ich leider von VIELEN Aerzten - aber wirklich verallgemeinern finde ich (JEDER tut das), kann man das auch nicht. MEIN normaler Zahnarzt, den ich vor dieser Problematik hatte, war schlichtweg damit ueberfordert. Aber vorher war ich froh, ihn zu haben. Ich bin eine echte Zahnarztschisserin gewesen (heute bin ich notgedrungen desensibilisiert). Und er war der erste Zahnarzt in meinem Leben, dem ich anfing zu vertrauen. Nur bei diesem Problem stocherte er im Trueben. Mir ging es immer schlechter, also musste mir irgendwie geholfen werden. Und er hat mir dabei nicht im Weg gestanden - noch irgendwie beleidigt getan (allerdings auch nicht geholfen; das haben wie geschrieben, Leute aus dem Internet und u.a. Zahnaerzte, die mich dort auftrieben). Ich komme uebrigens aus Frankfurt Simone und hab immer den weiten Weg nach Rendsburg angetreten. .....aber echt nur, weil ich mir keinen Rat mehr wusste (der Leidensdruck war einfach zu gross). Natuerlich war das ein finanzielles Desaster und nach dem ich einigermassen stabil war, hatte ich Glueck doch noch hier in der Gegend eine Zahnaerztin zu finden, die sich auskennt und die Behandlung fortgefuehrt hat. Sie ist vorher gemeinsam mit mir zu einem Kieferorthopaeden gefahren um die Behandlung abzustimmen (also auch DA nicht, ich bin der King) und hatte sich mit den vorherigen Behandlern in Verbindung gesetzt - das war mir sehr sympatisch. Aber menschlich, reicht sie nicht mal ansatzweise an meinen frueheren Zahnarzt heran. Er war schon der Richtige fuer meine Zahnarztangst - aber eben nicht der Richtige fuer diese Problematik. Geaergert hatte mich nur, dass er eben nicht sagte - sorry, mir sind hier die Haende gebunden. Im Internet wurde mir von einem Zahnarzt gesagt....erst mal Diagnose mittels Kernspint.
Ihm das gesagt, und ER hat sofort die Ueberweisung ausgeschrieben. Ich musste ihm aber alles sagen, was ich selber recherchiert habe ......und meine Nerven lagen ziemlich ziemlich blank. .....der Hammer war, seine NETTE Sprechstundenhilfe, die, nachdem die Diagnose feststand, mir um den Hals fiel und meinte, DAS HABEN SIE NICHT VERDIENT. Wenn ich bis dahin noch zuversichtlich war, DA haben mich dann meine Nerven komplett verlassen und mir wurde klar, ich hab ein ernstes Problem. .....seufz, mag gar nicht mehr dran zurueck denken.
Aber es gibt wirklich Hilfe - und ich bin an dem Ganzen auch ein Stueck weit gewachsen.
Liebe Gruesse an alle Kiefergelenks-Geplagten
Leah

Inaktiver User
06.03.2007, 14:54
Katsi, dass kenne ich leider von VIELEN Aerzten - aber wirklich verallgemeinern finde ich (JEDER tut das), kann man das auch nicht. Leah
hi leah, du hast recht *schäm* :knatsch:
ich neige manchmal zu sprachlichen rundumschlaegen, ich arbeite dran, mir das abzugewoehnen, ich schwoere.
mit entschuldigung an alle zahnaerzte, die sich auskennen und auch empfehlungen aussprechen.

SimoneH
08.03.2007, 16:29
Neues von der Front:

War heute in der Medizinischen Hochschule Hannover und habe dem jungen Arzt (der war auch noch keine 30!) ordentlich was vorgeknackt! Habe ihn aber wenig beeindruckt.

Nachdem er dann meine Gelenke angeguckt hat, meinte er, dass das noch nicht so schlimm sei und man auch nicht mehr machen könnte als die Spange tragen.
Ich sagte ihm, dass man ja damit nicht die Ursachen bekämpft und er meinte: Oh, Sie sind die erste Patientin, die das versteht.
Hab ihm dann natürlich nichts vom BriCom-Forum erzählt. :zwinker:

Jedenfalls meinte er, dass es, wenn es schlimmer wird, bei mir dazu führen kann, dass ich irgendwann meinen Mund nicht mehr auseinander bekomme. Dass der Kiefer völlig runterklappt passiert bei mir nicht. Eher die völlige Maulsperre.

Das läge an psychosomatischen Beschwerden. Ich wieder: ICH HABE ABER KEINEN STRESS UND KEINE PSYCHOPROBLEME! Er meinte, dass er das auch nicht damit gesagt hätte, sondern dass es viele Menschen gibt, die ihren ganz "gewöhnlichen Alltagsstress "durch das Knirschen abbauen. Das würde aber weggehen, wenn ich zum beruflichen Ausgleich Yoga oder Pilates :wie?: :wie?: :wie?: machen würde.

Fazit: Für den Arsch! Ich warte jetzt noch das Gespräch bei dem Spezialisten im April ab und ansonsten werde ich kinderlose Hausfrau, damit ich keinen Stress mehr habe.

Inaktiver User
08.03.2007, 16:38
Fazit: Für den Arsch! Ich warte jetzt noch das Gespräch bei dem Spezialisten im April ab und ansonsten werde ich kinderlose Hausfrau, damit ich keinen Stress mehr habe.
da bin ich ja froh, dass ich auf dem richtigen weg bin!
so ein büschen yoga kann nur gut tun.
ich bin schon dabei :freches grinsen:
jeden morgen eine halbe stunde, kommt gut. probier mal aus.
könnte aber ein paar jahre dauern, bis das so richtig durchschlägt.
ich hoffe, bis dahin verliere ich nicht meine zähne.

SimoneH
08.03.2007, 16:42
weiß nicht, wie das geht, hab mich jetzt aber für pilates angemeldet. :freches grinsen: aber schon vorher mit kollegin zusammen.

Dany87
03.04.2007, 18:40
Hallo,
ich bin neu hier und hab das Forum wegen der Beissschiene entdeckt..ich habe auch seit kurzem eine...und meine Frage ist, wo ihr sie tagsüber aufbewahrt?
Ich habe sie in einer kleinen Tupperdose, aber irgendwie bekommt sie da halt keinen Sauerstoff, sodass sie abends (auch mit gründlichem waschen) unangenehm riecht und dann auch schmeckt...vielleicht habt ihr einen Tipp??

Liebe Grüsse

SimoneH
03.04.2007, 19:19
Hallo Dany,

ich kaufe immer Corega Tabs oder die billige Version davon von Rossmann und lege darin die Zahnspange den ganzen Tag ein in einem Glas bis ich sie wieder abends einsetze. Dann duftet sie sehr gut und ist dabei noch gereinigt.
140 Stück kosten etwa 5 Euro.

LG
Simone

ducksy
07.04.2007, 19:16
Oh, so viele Leidensgenossinnen. :)

Ich bin seit knapp sechs Jahren mit meinem Kiefergelenk ( bin CMD-Patientin) in Behandlung und habe auch schon diverse Schienen durchgeknirscht. In den letzten Jahren habe ich etwa ein Dutzend Zahnärzte, Kieferorthopäden und -chirurgen kennen gelernt, zwei Operationen hinter mich gebracht und verschiedene Therapien ausprobiert. Langfristig hat mir aber nichts geholfen.

Im Dezember letzten Jahres war ich bei einem Zahnarzt, der sich auf Gnathologie spezialisiert hat, und den ich für recht kompetent halte. Er hat sich geduldig meine ganze Geschichte angehört und schließlich gemeint, dass ein Patient mit meiner Geschichte seinen Kiefer besser kennt als jeder Zahnarzt. Seiner Ansicht nach könne man medizinisch nichts mehr für mich tun. Er hat mir empfohlen, auszuprobieren, was mir am besten hilft, ob nun Autogenes Training, Yoga oder vor dem Schlafengehen ein Bierchen trinken.

Seit ich auf diesen Rat höre und nicht mehr von Arzt zu Arzt renne, bin ich deutlich weniger gestresst. Meinem Kiefergelnk geht es nicht besser und nicht schlechter, und ich knirsche noch immer. Trotzdem musste ich feststellen, dass es mir viel besser geht, seit ich die Sorge "was mache ich mit meinem Kiefer" aus meinen Gedanken gestrichen habe.

SimoneH
07.04.2007, 23:57
Hallo Ducksy,

löbliche Einstellung und du hast absolut Recht!!!!

Man darf sich nicht verrückt machen und ich persönlich gehe auch nur zu zwei Spezialisten und wenn die mir beide das gleiche sagen, sprich ähnlich wie bei dir: Joga, Meditation, neuen Mann :smirksmile: , dann werd ich es auch lassen! Bringt nichts von Arzt zu Arzt zu rennen.
Und bloß nicht verrückt machen lassen, sonst knirscht man allein nur deswegen, weil man noch knirscht.

Man beachte nur, wie viele wirklich knirschen (siehe Umfrage oben)! Und da gibt es bestimmt noch eine Dunkelziffer von Leuten, die gar nicht mitbekommen, was ihr Kiefer Nachts mit ihnen macht, wenn sie schlafen.

Aber was hattest du für OP´s deswegen? Das würde mich nun wirklich mal interessieren.

LG
Simone

ducksy
08.04.2007, 17:30
Hallo Simone,

meine Kieferprobleme begannen mit ständigem Knacken und einer akuten Kieferblockade, d.h. ich konnte meinen Mund nicht mehr richtig öffnen, weil das Kiefergelenk "ausgeknackst" war. Unter Vollnarkose wurde das Gelenk dann wieder "eingeknackst" und der Mund für eine Woche mit Draht verschlossen. Anschließend musste ich etwa anderthalb Jahre eine Schiene tragen, um den Kiefer in einer neuen Position zu stabilisieren.

Leider konnte ich hinterher nicht mehr ohne Schiene essen, da sich der Zahnkontakt auf einen einzigen Zahn beschränkte. Deshalb bekam ich eine feste Zahnspange und schließlich eine Dysgnathie-Operation, bei der der Oberkiefer versetzt wurde.

SimoneH
09.04.2007, 00:31
Das ist echt heftig!!!! Ich drück dir die Daumen, dass es bald weniger wird mit dem Knirschen. Und Frohe Ostern!!!

Inaktiver User
12.04.2007, 22:46
Liebe SimoneH,

meine Schwester hatte das auch.
Die hat von Kind an furchtbar mit den Zähnen geknirscht. Rannte jahrelang von einem Spezialisten zum anderen, gab ein kleines Vermögen aus, und alles für nichts.
Bis sie dann in ihrer Verzweiflung zu einer klassischen Homöopathin ging.
Die fragte zwei Stunden lang kreuz und quer das Blaue vom Himmel, dann bekam sie ein paar winzige Kügelchen und Kaffeeverbot. Am nächsten Tag hatte sie plötzlich leichtes Fieber und einen Ausschlag auf Brust, Bauch und Rücken, der hielt so zwei Tage an - und der Spuk war vorbei.
Sie knirscht nicht mehr mit den Zähnen, hat inzwischen OHNE IRGENDWAS 8 Kilo abgenommen, obwohl sie vorher ständig Diäten und etwas Sport machte, und ich finde sie viel ausgeglichener und gelassener als vorher. Seit zwei Jahren ist sie dieses Kreuz nun los, anfangs war sie so alle 2 Monate mal bei der Homöopathin, seit einem Jahr braucht sie da nicht mehr hinzugehen. Es ist bisher alles okay.

SimoneH
12.04.2007, 23:10
Das Phänomen Homöopath hab ich selbst erlebt mit Warzen. Alles hab ich ausprobiert: Von Wegbrennen mit dicken Löchern in den Füßen bis hin zu besprechen und Schneckenschleim. Letzt endlich haben mir zwei kleine Globolis geholfen. Dabei hab ich nie an so etwas geglaubt.

Guter Tipp von dir! Werd ich in Anspruch nehmen so bald meine neue Versicherung greift. Und Abnehmen schadet mir auch nicht. :peinlich:

ladyrose17
23.02.2008, 19:29
hey leute! dieser beitrag ist zwar schon ein wenig älter, aber ich hoffe, dass vielleicht doch noch jemand darauf antwortet...
also, ich bin vor etwa 1 1/4 jahr beim springen vom pferd geflogen und übelst auf meinem kinn gelandet. ich hatte danach 2-3 tage lang schmerzen im kiefer, war danach aber alles wieder weg. nur seitdem habe ich ein knacken im kiefer. mein kieferorthopäde hat mich damals gefragt, ob ich kopfschmerzen hätte oder irgendwelche gelenkbeschwerden. hatte ich aber nicht und er hat dann auch nichts weiter unternommen.
seit gut einer woche habe ich jedoch den ganzen tag kopfschmerzen und ich frage mich, woran das liegen könnte...wetterfühlig bin ich nicht und genug frische luft bekomme ich auch :smirksmile: . ich bin allerdings seit zwei wochen an einer realschule und mache dort als lehramtsstudentin ein praktikum, was ziemlich stressig ist. kann das damit zusammenhängen? das ding ist nur, dass die kopfschmerzen morgens nicht weg sind, sondern wirklich dauerhaft sind. auch wenn ich am tag 3 aspirin einwerfe, tut sich da nichts.
meint ihr, dass da eventuell ein zusammenhang bestehen könnte zwischen dem kieferknacken und den kopfschmerzen? oder dass der zusätzliche stress in der schule das vielleicht noch begünstigt oder erst auslöser dafür ist?
freue mich über jeden hilfreichen rat :smile:

Aviva
23.02.2008, 20:49
Unabhaengig von den Kopfschmerzen wuerde ich wg. des Kieferknackens noch eine 2. Meinung einholen, solange es noch nicht zu spaet ist. Der Kiefer sollte nicht knacken. Dass er das tut, deutet u.U. darauf hin, dass etwas hin- und herrutscht, und das kann langfristig ziemliche Probleme / irreparable Schaeden zur Folge haben. Ich spreche aus eigener Erfahrung... Gute Besserung!

ladyrose17
24.02.2008, 21:04
danke für den tipp (-; werde morgen früh mal bei meinem zahnarzt anrufen und mir noch für diese woche einen termin geben lassen.

mus-musculus
25.02.2008, 11:30
Hallo ihr Knirscherinnen !

Dann möchte ich mal meine Erfahrungen aufschreiben.
Ich knirsche seit genau 20 Jahren und zwar, seit ich als
Kind eine Zahnspange bekam. Zahnärzte und Kiefernorthopäden sind so ziemlich das dunkelste Kapitel in meinem Leben.
Meinen Zahnarzt suche ich mir heute sehr gut aus.
Und ich hab da gewisse Regeln. Der Zahnarzt kann und soll mich
gerne beraten usw., aber ich alleine entscheide, was gemacht
wird.

An so einen Spezialisten bin ich leider erst sehr spät in meinem
Leben gekommen, hab 10 Jahre ne feste Klammer gehabt mit nur minimalem Erfolg. Ich hab alles mögliche an Metall und Gummi im Mund gehabt, war beim Logopäden, um neu Sprechen und Schlucken zu lernen, war beim Homöopathen und beim Yoga und hatte natürlich eine Schiene. Als ich 20 war, gab mein Kiefernorthopäde auf.
Und ich hatte die Schnauze gehörig voll. 2 Jahre später kam ich dann an so einen Spezialisten. Ich war die ständigen Verspannungen und Kopfschmerzen leid. Dort sagte man mir nach 1 Röntgenbild, daß man bei mir nichts mehr machen wird. Durch die jahrelange Hin- und Herschieberei der Zähne und das Knirschen, sind bei mir bei den meisten Zähnen die Wurzeln stark geschrumpft und es besteht die Möglichkeit, daß sie irgendwann einfach herausfallen. Je mehr daran rumgedoktert wird, desto eher. Einzige Möglichkeit wäre Operation, beide Kiefer zersägen und in anderer Position anwachsen lassen.
Erfolgschance aber nicht 100%-tig vorhersehbar.
Das wollte ich dann nicht.
Mehrere Jahre später (ich war umgezogen) legte mir ein neuer Zahnarzt noch mal so einen Spezialisten ans Herz. Gleiches Ergebnis.
Seit dem leb ich mit meiner Schiene und freu mich, daß ich noch Zähne im Mund hab.
Ganz ehrlich.

Viele Grüße, Mus

lillebror
25.02.2008, 21:04
So viel ich weiß, kann auch durch Unverträglichkeiten von Zahnfüllstoffen (Amalgam, Gold) Zähneknirschen ausgelöst werden. Gruß, Lillebror

frauvommond
04.05.2008, 00:16
Hallo an die Leidensgenossinnen,


ich habe auch seit Jahren mit einer Kiefergelenksproblematik zu kämpfen (und leider den Gesichtsschmerzen dazu) und habe vielleicht einen Tipp, der helfen könnte:
Oft ist die Schwachstelle des Körpers ganz woanders!
Bei mir war es das Becken
a) durch einen Beckenschiefstand, verschiebt sich die gesamte Geometrie des Körpers. Das Becken ist mit dem Kiefer sehr stark verbunden, ein Besuch beim Chiropraktiker kann helfen
Oder auch: einen Beckengurt tragen
b) die Augen überprüfen lassen. Sehschwäche führt zur Überlastung der Kopf- und Kiefergelenke


Persönlich habe ich mit Knirschschienen eher schlechte Erfahrungen gemacht. Auch im Schlaf bewegen wir uns, die Schiene wirkt zu statisch! Das kann man auch bemerken, (womit wir auch wieder bei der Beckenproblematik wären), dass nach regelmäßigem Schienentragen die Kieferschmerzen weg sind, aber dafür dann der Steiß schmerzt.

Vielleicht können die Tipps wem helfen! Lieber Gruß!