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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nebenkostenabrechnung Mietausfallwagen



marliesjers
08.02.2007, 14:18
Wir haben privat ein kleines Reihenhaus gemietet. In der jährlichen Nebenkostenabrechnung rechnet unser Vermieter nun 2 % Mietausfallwagnis ab. Ist das rechtens?

Kraaf
08.02.2007, 14:30
Im Rahmen der sogenannten Kostenmiete ja. Aber nur aus der Kaltmiete.

Was heisst privat gemietet? Also keine Sozialwohnung oder sonstwie öffentlich gefördert?

nettes Grüssle
Kraaf

marliesjers
08.02.2007, 14:35
Es handelt sich um einen älteren Herrn, dem sein Haus zu groß wurde und es deshalb privat an unsere Familie vermietet hat. Es handelt sich also nicht um eine öffentlich geförderte oder Sozialwohnung.

Kraaf
08.02.2007, 14:49
Schau mal, hier *klick* (http://www.mieterbund.de/recht/main_recht_nebenkost.html) stehen die zulässigen Nebenkosten.

Hat es noch andere "komische" Positionen, wie z.B. Instandhaltungsrücklage, Kontogebühren oder Verwalterkosten?

lumbricidae
08.02.2007, 15:32
Im Rahmen der sogenannten Kostenmiete ja. Aber nur aus der Kaltmiete.

Was heisst privat gemietet? Also keine Sozialwohnung oder sonstwie öffentlich gefördert?

nettes Grüssle
Kraaf

:wie?: Ist Mietausfallwagnis nicht Sache des Vermieters? Ich dachte, das gehört in die Kalkulation mit rein und ist in der Miete schon enthalten. Naja, notfalls lernt man eben nie aus.

1952
09.02.2007, 12:49
Hallo,
gelesen bei: rewirpower.de

MIETAUSFALLWAGNIS
In Sozialwohnungen darf nur die so genannte Kostenmiete erhoben werden, die die tatsächlich anfallenden Kosten für die Wohnung abdeckt. Ihre Höhe wird durch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung ermittelt, die der Vermieter der zuständigen Behörde zur Genehmigung vorlegen muss.

Das Mietausfallwagnis darf mit zwei Prozent der Jahresmiete in diese Berechnung einfließen. Es soll dem Vermieter das Risiko abdecken, dass die Wohnung eventuell eine Zeit lang leer steht oder die Miete aus anderen Gründen nicht eingetrieben werden kann. Ist dieses Risiko auf andere Weise abgesichert - zum Beispiel dadurch, dass sich jemand für die Zahlung verbürgt - darf das Mietausfallwagnis nicht angesetzt werden.

Früher bezog sich das Mietausfallwagnis auch auf die Betriebskosten. Seit diese nicht mehr in der Kostenmiete enthalten sein dürfen, sondern getrennt abgerechnet werden müssen, ist der Betrag für das Mietausfallwagnis entsprechend gesunken. Zum Ausgleich dürfen Vermieter von Sozialwohnungen jetzt zusätzlich ein Umlageausfallwagnis in Höhe von zwei Prozant der jährlichen Betriebskosten verlangen.

Gruß
1952