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Inaktiver User
08.02.2007, 10:21
Hallo ihr lieben schon Mamis, Kugelbäuche und Hibbels :blumengabe: ,

ich weiß jetzt gar nicht ob das Thema schonmal angesprochen wurde, hmm wenn ja, dann stelle ich die Frage jetzt einfach nochmal in den Forums-Raum. :smile:
Ich bin jetzt in der siebten Woche schwanger *jipiih* :smile:, mein Arzt hat es mir natürlich schon bestätigt, hab schon Bilder und einen Mutterpass und das Größte war, beim letzten Besuch konnten wir auch schon das winzige, süße Herzchen schlagen sehen, ein unbeschreibliches Gefühl :yeah: ok, genug geschwärmt :freches grinsen: ...

Jetzt meine Frage, wann habt ihr es euren Vorgesetzten, bzw. Arbeitgeber gesagt ? Oder, falls noch nicht geschehen, wann würdet ihr es sagen ?

Ich bin mir da etwas unschlüssig, eigentlich sollte man es ja gleich sagen, wenn man es weiß, allerdings mache ich eine Bürotätigkeit im sitzen, also nix anstrengendes von dem mich mein Chef schützen müsste und es geht mir, bis auf die akute Müdigkeit :smirksmile: wirklich gut. Vor der 12 Woche ist halt auch noch die kritische Phase und mir wurde auch schon von mehreren Seiten geraten noch diese Zeit abzuwarten und es dann zu sagen.

Freue mich schon auf eure Antworten :smile:

Liebe Grüße

Chifuru
08.02.2007, 10:43
Huhu Süße,

also meine Meinung kennst Du... :zwinker:

Mich würde nur mal interessieren, ob es eine Frist gibt, wann man es spätestens gesagt haben muß?

couny
08.02.2007, 11:11
Ich denke es kommt ganz auf die arbeit und arbeitgeber an. Ich persönlich werde es in der 8. ssw sagen, wenn mein 1. fa besuch vorüber ist. So kann mein chef dann auch schon mal planen wies weiter geht.

Ich denke, dass man nicht unbedingt warten muss bis die 12. woche vorüber ist - es passiert ja sehr wenig wirklich was und dein chef ist dir evtl. dankbar wenn du es früh sagst.

Wenn du jedoch denkst, wenn was passiert wär das für dich ein riesen nachteil um dort zu bleiben, dann würde ich doch warten.

Lunara
08.02.2007, 11:32
Hallo Bibi,

wie versprochen, hier mein Beitrag.

Für die, die meine berufliche Situation nicht kennen: Hab´nun erst zum 01.02. eine neue Stelle angefangen und bin jetzt in der achten Woche schwanger. (Schwangerschaftstest habe ich am Tag des Vorstellungsgesprächs gemacht :smirksmile: )

Ich möchte es eigentlich erst so spät wie möglich sagen, wahrscheinlich nach meiner Hochzeit Ende März. Allerdings bin ich ja momentan wegen leichter Blutungen krank geschrieben. Mein Chef erhält also die Krankmeldung mit der Adresse vom Frauenarzt. Da er erst im letzten Jahr zwei Mütter hatte, wird ihm wohl Böses schwanen. Vor der 11., 12. Woche werde ich es ihm aber höchstwahrscheinlich nicht sagen.

@Chifuru: Ich habe letztens irgendwo gelesen, dass man es wohl theoretisch gar nicht sagen muss. Da kann man wohl auch mit ´nem 9-Monats-Bauch dassitzen und leugnen, schwanger zu sein :freches grinsen: Man sollte es aber einerseits natürlich zu seinem eigenen Schutz irgendwann sagen und andererseits sollte der Chef sich natürlich auch irgendwann drauf einstellen können. Zwingen kann einen aber wohl niemand.

Es gibt ja auch Berufe, die man sofort nach Feststellung der Schwangerschaft nicht mehr ausüben darf, z. B. Tierarzthelferin. Da bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als es sofort zu erzählen.

Beatus
08.02.2007, 12:07
Hallo Bibilein,

ich habe auch die ersten 12 Wochen abgewartet und habe außerdem meinen Chef gebeten, dicht zu halten.

Ich habe es dann noch meiner engsten Kollegin erzählt und erst als man es schon sehen konnte allen anderen KollegInnen.

LG Beatus

Vera80
08.02.2007, 12:23
Hallo Ihr Lieben,

ich habe bis nach der 12. Woche gewartet, es dann aber auch relativ bald meinen Kollegen etc. erzählt. Ich wollte einfach nicht in die Situation kommen, meinem Chef von einem Abgang erzählen zu müssen.
Zum Hintergrund: ich hatte während des Studiums eine MA (ungeplante SS). Und da hatte ich (völlig uninformiert wie ich war) schon relativ vielen Menschen von der SS erzählt (hatte z.B. auch mein geplantes Auslandspraktikum abgesagt) und fand es schrecklich, dann mit allen über die Fehlgeburt reden zu müssen. Daher war ich dann bei der zweiten SS vorsichtiger.

Die Regelung ist eigentlich, dass man es dem AG mitteilen soll, sobald man von der SS weiß, aber es ist keine Pflicht. Allerdings sollte man sich bewußt sein, dass die Mutterschutzregelungen erst greifen, wenn man den AG informiert hat (Überstunden, Kündigungsschutz, ...). Bei einem Bürojob ohne besondere Belastungen oder akute Kündigungsgefahr würde ich auf jeden Fall bis nach der 12. Woche warten.

LG
Vera

Inaktiver User
08.02.2007, 12:36
das heisst, wenn morgen eine kündigung kommt und ich bin schwanger, und hab noch nix gesagt, so ist diese rechtskräftig? nun, dann ist recht klar, was zu tun ist. dann doch lieber früher. wenn von daher keinerlei gefahr droht, dann sagte ich es erst nach der 12. woche.

lunara, hast du den arbeitsvertrag unterschrieben, als du bereits schwanger warst?


ich bin selbständig und in der 15. woche... bald werde ich es sagen MÜSSEN. man sieht es. mir graut davor, was meine kunden sagen werden... und ob welche abspringen. meine mitarbeiter wussten von anfang an bescheid. :smile:

Liina
08.02.2007, 12:39
Tja, falle da etwas aus dem Rahmen, da ich Freiberuflerin bin, da ist die Situation natürlich ganz anders.
Ich arbeite im Moment für einen großen Kunden vor Ort und habe noch nichts gesagt.(ich bin 13+2)
Ich habe ja keinen Vorteil davon und da ich da nicht angestellt bin bin ich eh zu nix verpflichtet...gut wenn der Bauch langsam sichtbar wird, muss ich es dann schon sagen, aber solange werde ich noch warten! Es geht nämlich nun in die nächste Verhandlung für eine Verlängerung des Vertrages bis Ende Juni, und das wäre optimal für mich, danach höre ich dann erstmal mit dem Arbeiten auf! :yeah:

Wenn ich Angestellt wäre, kommt es ja sehr auf den Chef an-
Ich denke es ist völlig in Ordnung bis zur 12ten Woche zu warten!

Liebe Grüße

liina

Beatus
08.02.2007, 12:40
@shelilly: Nein, du hättest nach der kündigung noch 2 Wochen Zeit deine Schwangerschaft mitzuteilen. Die Kündigung wäre somit nichtig!

Inaktiver User
08.02.2007, 12:41
na. dann warten bis zur 12. woche.

Liina
08.02.2007, 12:43
ja ich denke es ist tatsächlich so dass der Kündigungsschutz nicht besteht, wenn man nochnichts gesagt hat, es sei denn man kan nachweisen, dass man von der Schwangerschaft zu dem Zeitpunkt selber noch nichts wusste! Ich glaube so ist es...also wenn der Job nicht sicher ist, dann lieber sofort sagen!

Lilly! Ja ich kenne das Problem, zumal hier gerade Gelder gekürzt werden und einige Externe Mitarbeiter wohl keine Verlängerung bekommen...da ist es mir doch sicherer erstmal nichts zu sagen! :freches grinsen:

Liina
08.02.2007, 12:43
ahhh danke Beatus! Das wusste ich auch nicht! :blumengabe:

Inaktiver User
08.02.2007, 13:12
ui, danke für die vielen Beiträge und Tipps :blumengabe:

Ich denke aufgrund der Tatsache, dass mein Job keine körperliche Belastung darstellt und er zudem auch recht sicher ist (geh ich jetzt einfach mal davon aus, da ich einen unbefristeten Vertrag habe und schon ein paar Jährchen in der Firma bin :smirksmile: )
warte ich auf jedenfall auch noch bis zur 12. Woche, bzw. 13. :smile:

Solltet ihr noch weitere Tipps und Infos dazu haben, immer her damit ! :smile:

bellybee
08.02.2007, 13:51
Hallo Bibilein,

ich hatte ursprünglich vor, es auch nicht vor Ablauf der magischen 12. Woche zu sagen.
Da es mir auch körperlich gut geht (bis auf die gewisse Schläfrigkeit :smile: ), wäre bzgl. Schutzregelungen vorher kein Bedarf gewesen und man will ja einigermaßen sicher sein, dass es auch "hält".

Dann war es bei uns im Büro so, dass wir kurz nach Weihnachten überraschend ein großes Projekt dazu bekommen haben und deswegen eine größere Mitarbeiter-Umverteilung anstand.

Da fand ich es dann fairer, gleich die Karten auf den Tisch zu legen, und anzukündigen, dass ich voraussichtlich ab Ende Juni weg sein werde. Jetzt können die Chefs bei den anstehenden Neueinstellungen entsprechend reagieren und evtl. auch gleich einen Ersatz für mich einplanen.

Ja, und so haben sie es letztendlich vier Wochen eher erfahren als geplant. Den Kollegen habe ich es dann in der Woche drauf auch erzählt, eine wusste es von Anfang an schon.

Aber wenn bei Dir beruflich im Moment keine größeren Veränderungen anstehen, würde ich an Deiner Stelle auf alle Fälle noch die fünf Wochen abwarten. Auch nach der 12. Woche bleiben Deinem Chef ja immer noch einige Monate, um zu reagieren.
Ich glaube auch, dass die meisten mit dieser "üblichen" Grenze gut leben können und nicht erwarten, dass man sich schon früher meldet.

LG, bellybee

lissi80
08.02.2007, 14:55
hallo
also ich bin anfang sechste woche werd es aber meinem chef auch erst nach der 12. sagen, da ich einen befristeten vertrag hab und ich den noch gerne bis juli verlängert hätte, derzeit geht er nis ende mai.

noch ne frage an dich bibi wann genau war dein termin beim arzt als du das herzchen sehen konntest, wie weit warst du da, ich hab nächst woche freitag meinen ersten termin und wollt mal wissen ob ich mir in diser richtung überhaupt schon hoffnungen machen kann.

lg lissi

Tigerente
08.02.2007, 14:58
Mir ging's ähnlich wie Bellybee. Wegen der beantragten Beurlaubung eines Kollegen fand ich es auch wichtig, dass zumindest die 2 maßgeblichen Leute wussten, dass ich auch weg sein würde für eine gewisse Zeit. Denen habe ich es dann schon in der 8. Woche gesagt, und die haben auf meinen Wunsch auch dichtgehalten. Nach der 12. Woche habe ich mir beim Frauenarzt die Schwangerschaft bescheinigen lassen, das an die Personalabteilung geschickt und es dann weiteren Kollegen gesagt. Mir ist es hoch angerechnet worden, dass ich es den 2 Leuten, für die es wirklich wichtig war, sehr früh gesagt habe. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich Beamtin bin und mein Aufgabenbereich sich berufsbedingt praktisch nicht ändern kann, auch Teilzeit kein Problem ist - aber für meine Kollegen ist es sehr wichtig zu wissen, ob und wie sie mit mir planen können. Für das Betriebsklima war diese Informationspolitik also sehr gut.

Wenn es bei Dir mit Übelkeit und Co. geht, und Du eh einen Bürojob hast, würde ich auch bis zur 12. Woche warten. Da hat Dein Chef immer noch genug Zeit, sich mit dem Gedanken anzufreunden.

AnnaK
08.02.2007, 14:58
Huhu Lissi,

aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur empfehlen, erst nach der Vertragsverlängerung Deine Schwangerschaft zu outen. Ein befristeter Vertrag läuft auch schwanger ganz normal aus, wenn er nicht verlängert wird. Natürlich darf er nicht aufgrund einer Schwangerschaft nicht verlängert werden, aber da finden sich zur Not auch genügend andere Gründe für die Vorgesetzten.

Alles Gute!
Anna

lissi80
08.02.2007, 15:00
ja deshalb hat ich auch noch vor bis nach der verlängerung die hoffentlich kommt zu warten. danke

Lunara
08.02.2007, 15:36
Hallo nochmal,

ja, als ich den Arbeitsvertrag unterschrieben habe, wusste ich es bereits seit ca. 4 oder 5 Tagen. Allerdings war ich da noch nicht beim Frauenarzt, es war also noch nicht mal ärztlich festgestellt. Zudem bekomme ich meinen Mutterpass erst nächste Woche, das bedeutet, schriftlich festgehalten, dass ich von der Schwangerschaft weiß, steht es ja erst da drin. Den Mutterpass muss man aber nicht vorlegen, also kann Dir niemand nachweisen, ab wann Du von der Schwangerschaft wusstest. Im Vorstellungsgespräch darf man ja auch tatsächlich lügen. Da hatte ich allerdings noch ein reines Gewissen :smirksmile:

Und von wegen Kündigung habe ich mich natürlich schlau gemacht. Ein befristeter Vertrag läuft natürlich ganz normal aus. Gekündigt kann einem allerdings nicht werden. Noch nicht mal, wie bei mir jetzt in der Probezeit. Du darfst sogar bis zu zwei Wochen nach der Kündigung ein Attest vorlegen, dass Du zum Kündigungszeitpunkt schwanger warst und dann muss die Kündigung zurückgenommen werden. Tja, da ist das Recht wirklich mal auf Seite der Arbeitnehmerin.

Inaktiver User
08.02.2007, 15:43
guguck,

oh, hier sind ja ganz viele Oktobermamis dabei :ahoi:

Lissi, ich bin jetzt anfang 7. Woche (seit heute:smile:) Also 6+0 wenn ich richtig rechne. Den Termin hatten wir am Dienstag, da war ich bei 5+5. Mein Arzt hat extra das Bild vergrößert und man konnte ganz deutlich das Herzlein buppern sehen. :yeah:
Du wärst ja dann nächsten Freitag 6+1, ich vermute das ihr da Glück haben werdet und das kleine Herzchen auch schon fleißig schlägt. :zauberer:
Bin gespannt was du erzählst. :smile:

Ja, ich denke auch, dass mein Chef sich sicher freuen würde, wenn ich es ihm so früh wie möglich sage, aber ich glaube ich werde trotzdem noch warten. Es sei denn, es kommen größere Projekte, bei denen ich eingesetzt werde, dann evtl. doch schon früher, wegen der Planung. Mal abwarten...

Inaktiver User
08.02.2007, 15:47
huhuu Lunara, danke für´s schlau machen :-))

ja, als werdende Mutter bekommt man ja tatsächlich nen richtigen Arbeits-Schutzmantel angezogen, ich bin beeindruckt:-))

lissi80
08.02.2007, 15:59
danke bibilein für die info, dann mach ich mir jetzt doch mal hoffnungen in der richtung.hast du gleich beim ersten besuch den mutterpass bekommen, hör immer unterschiedliches, ne arbeitskollegin von mir meinte sogar sie habe den erst nach dem 3. monat bekommen (sie war allerdings damals schon 38)

Omilein
08.02.2007, 17:08
Hallo an die Runde!

Erst einmal herzlichen Glückwunsch an alle Schwangeren!:blumengabe:

Ich bin es nicht, möchte aber trotzdem ein paar Gedanken einwerfen, die mich beschäftigen.
Auch auf die Gefahr hin, mich jetzt hier unbeliebt zu machen (uiuiui).

Lunara, deine Vorgehensweise finde ich trotz allem Verständnis für den Wunsch einer Absicherung nicht fair.
Ein Arbeitsverhältnis ist doch von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Du hattest irgendwo schon mal geschrieben, dass du jetzt als Schwangerschaftsvertretung eine Stelle angetreten hast, nachdem die erste Vertretung ebenfalls schwanger geworden ist.
Dein Arbeitgeber versucht demnach, diese Position innerhalb kürzester Zeit zum dritten Mal zu besetzen.
Und er wird in einem Monat erfahren, dass er sich auf die Suche nach Nummer Vier begeben kann.
Wenn er dann einen männlichen Bewerber einsetzen würde, hätte ich sogar Verständnis dafür.

Ich finde schon, dass es einen großen Unterschied macht, ob man als langjährige Mitarbeiterin schwanger wird oder bei einer Neueinstellung eine bestehende Schwangerschaft verheimlicht.
Über ersteres würde ich mich als Arbeitsgeber - wenn auch mit leichten Bauchschmerzen - freuen. Letzteres würde ich als Arbeitgeber als Vertrauensbruch empfinden.
Ich glaube, ich hätte - auch auf die Gefahr hin, vielleicht nicht eingestellt zu werden - mit offenen Karten gespielt. Fände ich fairer.


Sorry für die Einmischung, aber das mußte ich einfach mal loswerden.

Euch allen toi toi toi für eine problemlose Schwangerschaft!

omilein

Louette
08.02.2007, 18:02
Hallo,

ich bin zwar nicht schwanger, aber dafür Juristin mit einer Vorliebe fürs Arbeitsrecht.
Wenn Ihr nicht aus irgendwelchen Gründen unter die Schutzregelungen fallen müsst, da Ihr in gefährlichen Bereichen arbeitet, würde ich es auf jeden Fall nicht vor Ablauf der 12-Wochenfrist sagen. Denn wenn Ihr es früher sagt und dann einen Abgang habt, besteht die Gefahr, dass Eure Kündigung recht bald hinterher kommt (Erfahrungswert :knatsch:).
In den meisten Fällen kommen die Arbeitgeber damit zwar nicht durch, aber es ist irrsinnig belastend für den Mitarbeiter.

Ansonsten waren die Angaben hier richtig:
Die Frage nach der Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch ist generell unzulässig, so dass jede Frau da guten Gewissens lügen darf. Sie ist selbst dann unzulässig, wenn eine Frau die Stelle auf Grund ihrer Schwangerschaft niemals antreten kann, weil sie wegen der Gefährlichkeit der Arbeit ein sofortiges Beschäftigungsverbot erteilt bekommt. Eine Arbeitnehmerin, die einen befristeten Vertrag in einer Wäscherei unterschrieben hatte, konnte wegen der Schwangerschaft nie dort arbeiten.

Ihr habt selbstverständlich ab dem ersten Tag der Schwangerschaft, also auch bevor Ihr es überhaupt wisst, Kündigungsschutz. Ab der Kündigung müsst Ihr binnnen zwei Wochen die Schwangerschaft mitteilen, wenn Ihr noch nichts von der Schwangerschaft wisst, beginnt die Frist erst ab Kenntnis.
Selbst eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber ist während der Schwangerschaft extrem schwierig durchzusetzen.

Ich kann immer nur empfehlen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man einen Job schwanger antritt. Was soll man denn machen? Die Alternative ist schlicht und einfach, dass man nicht eingestellt wird. Bei der derzeitigen Arbeitsmarktlage ziemlich bescheiden und im Hinblick auf das Elterngeld ist es deutlich sinnvoller noch für eine Weile zu arbeiten.
Da ist tatsächlich mal das Recht auf Arbeitnehmerseite, muss es aber auch, weil es sonst wahrscheinlich nur arbeitslose Schwangere geben würde.

Wenn es um Vertragsverlängerungen geht und die Schwangerschaft bereits bekannt ist, sollte man bei der Diskussion über die Vertragsverlängerung immer eine Vertrauensperson (z.B. Betriebsratsmitglied) dabei haben. Dann hat man einen Zeugen, wenn der Arbeitgeber sagt, dass der Vertrag auf Grund der Schwangerschaft nicht verlängert wird.
Aber auch so empfiehlt es sich bei solchen Verhandlungen eine Vertrauensperson dabei zu haben.
Ach ja, und wenn es um Vertragsverlängerungen geht, bloß nicht denken, ich bin ab Tag X nicht mehr da, da beginnt der Mutterschutz, und dann bloß bis dahin den Vertrag verlängern. Dass Frauen in einem bestimmten Alter schwanger werden, ist nun mal so. Da braucht man kein Mitleid mit dem Arbeitgeber zu haben, die wenigsten haben nämlich Mitleid mit den Arbeitnehmern. Ich habe die nächsten Tage mal wieder tolle Kündigungsschutzprozesse,...

Ich hoffe, ich konnte Euch ein bisschen helfen.
Liebe Grüße
Louette

Inaktiver User
08.02.2007, 18:29
Dass Frauen in einem bestimmten Alter schwanger werden, ist nun mal so. Da braucht man kein Mitleid mit dem Arbeitgeber zu haben, die wenigsten haben nämlich Mitleid mit den Arbeitnehmern. Ich habe die nächsten Tage mal wieder tolle Kündigungsschutzprozesse,...



Diese Verallgemeinerung finde ich bitter und falsch. Einen Vertrag wissentlich schwanger zu unterschreiben, mag rechtens sein, ist aber trotzdem auch Betrug. Das muss Jeder für sich entscheiden.

Ich kenne eine Menge guter Unternehmer und bei mir haben bisher alle Frauen Teilzeit arbeiten können, so sie mit Kind wollten. Aber eine kleinere Firma wie meine bringen solche versteckten Schwangerschaften und Vertretungsspielchen ganz schnell an den Rand der finanziellen und zeitlichen Kapazitäten.


Wie immer sind Pauschalverurteilungen vor allem Eines: entsetzlich langweilig. :smirksmile:

Inaktiver User
08.02.2007, 19:11
hallo,

auch ich möchte mich mal kurz in dieser runde einmischen.

ich habe 2005 einen arbeitsvertrag unterschrieben und wusste nur durch einen ss-test von meiner ss.
leider habe ich vor dem unterschreiben des av keinen termin beim fa bekommen.
ich hatte also keine 100%-ige sicherheit.
als mir der fa dann die ss bestätigte, habe ich es dem ag mitgeteilt.
habe lange mit mir gerungen. denn ich wollte den job wirklich behalten.

allerdings war es eine wirklich körperlich anstrengende arbeit, von der ich auf jeden fall befreit werden musste.
(und ich hatte dann auch schon innere blutungen - vom arzt bestätigt - so dass ich große angst hatte, mein baby zu verlieren. mir wurde absolute bettruhe verordnet).
tja, und als ich es dann meiner vorgesetzten sagte, meinte die erst einmal, sie müsste es mit der chefetage besprechen.
der rest war einfach nur noch horror!!!
der ag war ein großes deutsches unternehmen - namen darf ich hier sicher nicht nennen - und somit bestand sicher überhaupt kein problem, mich umzusetzen, zumal ich eine arbeit weit unter meiner qualifizierung angenommen habe.
aber mir wurde dann nahe gelegt, einen aufhebungsvertrag zu unterschreiben. wie gesagt: einfach nur horror!
aus angst, mein baby zu verlieren, gab ich den job dann wirklich auf... :knatsch: :heul:
aus heutiger sicht würde ich es wohl nicht mehr so machen.
mich wundert es bis heute, dass das aa das so akzeptiert hat von mir...

klar, kann ich verstehen, dass es bei kleineren unternehmen und in bestimmten situationen auch in größeren firmen schwierig ist mit einer ss einer kollegin.
aber andererseits ist es auch richtig: mal ganz ehrlich, welcher ag denkt denn wirklich auch an den arbeitnehmer oder dessen situation?

ich bin heute noch immer ohne arbeit.
habe während der ss einige angebote bekommen.
als ich dann (nach meiner schlechten erfahrung) meine ss angab, war natürlich kein interesse mehr da.
traurig aber wahr.
sozial??????
haha!

hat jemand ähnliche erfahrungen gemacht?

ich finde es gut, dass die werdenden muttis dann wenigstens bis kurz vor der geburt arbeiten wollen!!!!!!!!!!!!!!!!

alles gute für die ss-en!

viele grüße

Lunara
08.02.2007, 19:57
Hallo nochmal,

dass man mir hier sozusagen Betrug vorwirft, finde ich ehrlich gesagt schon dreist.

Zuerst einmal hatte ich zum Zeitpunkt des Vorstellungsgespräch noch keine Ahnung von der Schwangerschaft und zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung nur einen postiven Schwangerschaftstest. Dies allein bezeugt noch keine Schwangerschaft. Mutterpass habe ich bis jetzt noch nicht.

Der Vertrag bei meinem alten Arbeitgeber endete zum 31.1. Natürlich hatte ich einen Kinderwunsch, aber hätte ich mich nun arbeitslos melden sollen, bis sich dieser erfüllt? Was machen dann Frauen, bei denen es ewig nicht klappt? Das Leben muss nunmal weitergehen und es kann auch jetzt im schrecklichsten Fall noch sein - dass es aus irgendwelchen Gründen doch nicht klappt und dann würde ich sowohl ohne Schwangerschaft als auch ohne Job
dastehen.

Diesmal hatte ich großes Glück, gleich im Anschluss eine Stelle zu finden. Das letzte Mal war ich ein halbes Jahr arbeitslos, habe unzählige Bewerbungen geschrieben und Vorstellungsgespräche gehabt. Dies nun einer sicheren Stelle mit anschließendem Elterngeld vorzuziehen, denke ich, ist total unrealistisch. Außerdem wiederum unfair dem Staat gegenüber, der mich in diesem Fall unterstützen müsste.

Bei meinen letzten Stellen wurde von Arbeitgeberseite her keinerlei Rücksicht auf mich genommen. Die Verträge endeten und es war den Firmen herzlich egal, ob Frau Lunara nun eine neue Stelle hat oder nicht. Dieses eine Mal hat nun leider die Firma das Nachsehen. Das tut mir in diesem Fall für meinen Chef wirklich leid, aber so ist es nunmal.

Tut mir leid, dass ich mich jetzt hier so aufrege, aber ich habe die letzten Jahre wirklich ´ne Menge beruflich mitgemacht und bin dabei immer fair geblieben, was mir häufig überhaupt nicht gedankt wurde. Soweit ich kann, werde ich auch jetzt meinen Job bis zum Mutterschutz so gut wie möglich machen.

Im Moment bin ich in der Tat krankgeschrieben, nach nur fünf Tagen Arbeit. Auch dies belastet mich sehr und ich würde am liebsten munter und fröhlich in die Arbeit gehen, anstatt hier zuhause zu warten, dass die Blutungen aufhören....

Inaktiver User
08.02.2007, 20:03
ich kann für mich sagen:

eine schwangere, die es mir sagt, bevor sie einen befristeten neuen vertrag unterschreibt, die werde ich bis zum mutterschutz befristet einstellen und danach gern über teilzeit rückkehr sprechen.

jemand, der mich wissentlich hintergeht, bevor er unterschreibt und bei mir beginnt, den werde ich selbstredend korrekt behandeln und entlohnen. mit ablauf des mutterschutzes kündige ich sie. definitiv.

ich arbeite nicht mit leuten, denen ich nicht vertrauen kann.


ich habe eine mami im unternehmen, die im laufe der letzten 10 jahre circa 7 mal ihre arbeitszeitmodelle gewechselt hat...vollzeit, teilzeit, halbe tage, 3 ganze, ein jahr ganz raus... möglichkeiten versuche ich immer zu finden.


ich denke, dass jeder das mit sich selbst ausmachen muss, und verurteile auch nicht. aber umgekehrt finde ich die abgreifmentalität auch nicht sehr sinnvoll.

der nun zum dritten mal eine vertretung suchende chef wird von frauen als arbeitnehmern zunehmend die schnauze voll haben. zu recht.

und ein ausgeglichenes geben und nehmen flexibler arbeitgeber ist das, was berufstätige mütter am meisten brauchen. :smirksmile:

Inaktiver User
08.02.2007, 20:07
@ lunara

ich habe dich keine sekunde persönlich verurteilt, genau, weil ich die hintergrundgeschichte nicht kenne. wollte das hier nochmal laut und deutlich sagen.

und ich wünsche dir gute besserung! :yeah:

AnnaK
08.02.2007, 20:09
ich kann für mich sagen:

eine schwangere, die es mir sagt, bevor sie einen befristeten neuen vertrag unterschreibt, die werde ich bis zum mutterschutz befristet einstellen und danach gern über teilzeit rückkehr sprechen.

Shelilly, das ehrt Dich. Ich habe es meinem ehemaligen Chef (relativ kleines Non-Profit-Unternehmen, ich war seit 8 Jahren mit kurzen Unterbrechungen und befristeten Verträgen dort) sofort nach Erhalt des Mutterpasses gesagt. Seine Reaktion unter 4 Augen: "Herzlichen Glückwunsch, aber Deinen Vertrag können wir so natürlich nicht verlängern".

Mein Vertrag lief noch bis ca. Beginn 5. Monat. Ich habe ihm vorgeschlagen, eine Verlängerung nur bis Beginn Mutterschutz zu machen und alles weitere offen zu lassen. Nö.

Pauschal ist immer doof, dennoch befürchte ich, dass Einstellungen wie Deine eher selten auf Unternehmerseite sind.

LG, Anna

Inaktiver User
08.02.2007, 20:18
es ist nie einfach...es kostet zeit und geld, eine schwangere zu beschäftigen.

deswegen bemühe ich mich, eine gute und faire arbeitgeberin zu sein.

aber dann will ich umgekehrt eben auch nicht als ruhekissen für geburtsplanungsfinanzen mißbraucht werden.

Lunara
08.02.2007, 20:29
Hallo nochmal,

Shelilly, leider gibt es viel zu wenig Arbeitgeber wie Dich.

Mir wurde bereits im Vorstellungsgespräch durch die Blume gesagt, dass eine der Mütter wohl gerne als Teilzeitkraft wiederkommen würde, aber das wolle man wohl nicht so gerne.

Ich denke, auf Fairneß im heutigen Arbeitsmarkt zu hoffen, ist zwar ehrenwert, aber ziemlich unrealistisch.

Bei mir ging es tatsächlich nur um wenige Tage. Fünf Tage später getestet und ich hätte den Vertrag total unwissentlich unterschrieben. Dies wäre für den Arbeitgeber das Gleiche.

Omilein
08.02.2007, 20:40
Der Vertrag bei meinem alten Arbeitgeber endete zum 31.1. Natürlich hatte ich einen Kinderwunsch, aber hätte ich mich nun arbeitslos melden sollen, bis sich dieser erfüllt? Was machen dann Frauen, bei denen es ewig nicht klappt? Das Leben muss nunmal weitergehen und es kann auch jetzt im schrecklichsten Fall noch sein - dass es aus irgendwelchen Gründen doch nicht klappt und dann würde ich sowohl ohne Schwangerschaft als auch ohne Job
dastehen.
.

Hallo Lunara,

auch ich habe dir keinen Betrug vorgeworfen. Ich habe nur davon gesprochen, dass ich die Vorgehensweise in diesem Fall als unfair empfinde.
Natürlich sollen sich Frauen bewerben, auch wenn sie einen Kinderwunsch haben, eben weil man ja nun wirklich nicht wissen kann, wann eine Schwangerschaft eintritt, ob sie eintritt usw.
Und natürlich ist es gut, dass schwangere Frauen gesetzlich abgesichert sind. Darum geht es doch gar nicht.
Mir geht es lediglich um die Fairness. Denn ich kenne genauso wie Shellily eine ganze Reihe von Arbeitgebern, die sich sehr wohl Gedanken um ihre Mitarbeiter machen .
Ich habe schon eine ganze Reihe von unterschiedlichen Arbeitgebern erlebt, da ich immer projektorientiert in befristeten Verträgen arbeite. Und gegenseitiges Vertrauen war dort immer eine sehr wichtige Basis.

Gute Besserung!

omilein

Geduld
09.02.2007, 08:05
Guten Morgen!

Ich komme wieder auf das Anfangsthema zurück :zwinker:

Es ist schon ein paar Mal geschrieben worden, aber ich möchte das nochmals betonen: Bitte bitte bitte, wenn Ihr könnt, wartet die ersten 12 Wochen ab! Natürlich geht frau davon aus, dass die SS intakt ist, aber die Gefahr einer FG in dieser Zeit ist relativ groß. Ich hätte es damals in die ganze Welt hinein schreien wollen, dass ich schwanger bin, weil ich mich so tierisch gefreut habe. Jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe. Diesmal möchte ich es erst sagen, wenn der Bauch schon so groß ist, dass er sich nicht mehr verstecken lässt. :freches grinsen:

Für den AG ist eine schwangere Arbeitnehmerin einfach teuer, das ist eine Tatsache. Und wenn dann die Frau eine FG hat, beeilt sich der AG schon mal, das Arbeitsverhältnis zu kündigen. So war es bei mir wahrscheinlich auch. Also Ruhe bewahren. :blumengabe:

Euch allen eine schöne SS!!!

Geduld
6+1

Chifuru
09.02.2007, 09:48
Shelilly,

ich habe leider auch die Erfahrung gemacht, daß AG wie Du leider sehr rar gesät sind. Es wäre schön, wenn es mehr von der Sorte gäbe, aber gerade etwas größere Firmen ticken da leider ganz anders.

Klar ist es nicht toll, daß es jetzt so ungünstig läuft bei Lunara, aber sie fühlt sich ja auch nicht gut dabei und hat es nicht mit Vorsatz gemacht, es ist halt einfach so ungünstig für den AG ausgelaufen. Daher sollte man ihr keinen Vorwurf deswegen machen, sie hat den AG ja nicht gewollt und bewußt "hintergangen".

Letztendlich denke ich schon, daß heute jeder an sich denken muß. Die Arbeitsmarktsituation ist nicht rosig, für Mütter schon gleich zweimal nicht. Die meisten größeren Unternehmen möchten doch am liebsten gar niemanden in Teilzeit mehr einstellen. Und wie es mir geht und was aus mir wird, wenn mich das Unternehmen kündigt, interessiert auch niemanden (Ausnahmen natürlich immer ausgenommen!).

Kascho
09.02.2007, 10:19
Hallöle,

Um euch mal Mut zu machen - eine POSITIVE Reaktion eines Chefs!

Ich war Mutig!

Ich habe es meinem Chef in der 9.(+3) Woche berichtet. Ich war mir nicht wirklich sicher wie er reagieren würde, wenn ich ihm von der Schwangerschaft erzähle. Ich war also genauso unsicher wie ihr!

Vorsichtig habe ich es ihm "gebeichtet" Diese Vorsicht und meine Ängste es ihm zu erzählen waren unbegründet. Er hat sich gefreud und hat mir gratuliert. Wir werden gemeinsam einen sinnvollen Weg für meine Zukunft finden *freu* Mir ist wirklich ein Stein vom Herzen gefallen!

Das ist doch eine tolle und erfreuliche Nachricht :-)

Ich wünsche euch auch so verständisvolle Chefs!

Lieben Gruß KaScho

Keja2004
12.02.2007, 12:24
Hallo,

ich bin zwar selber noch nicht ss, aber aus der Sicht als AG, kann ich nur sagen, dass ich es gut fände, wenn es so früh wie möglich gesagt wird. Einfach aus dem Grund, dass wir dann zusammen mehr Zeit haben zu überlegen, wie es weitergehen soll. Wann möchte die werdende Mama zurückkommen, und wie? Das muss ja alles geplant sein, und braucht auch einige Zeit.

Ich habe aber vollstes Verständnis, wenn man bis zu 12. Woche wartet, dann sollte frau aber das Gespräch suchen:blumengabe:

Viele Grüße an alle, keja

Beatus
12.02.2007, 12:45
Wo ist das Problem die Schwangerschaft erst nach 12 Wochen zu berichten? Der AG hat dann noch 4-5 Mon. Zeit nach einer Nachfolgerin zu suchen und eine angemesse Einarbeitungszeit ist auch noch machbar!

WhiteAngel85
13.02.2007, 13:05
Hi

Ich weiß es seit 4 Wochen und bin jetzt in der 10ten SSW.
Hab es auch noch nicht bekannt gegeben. Hab da auch irgendwie etwas angst vor. Da ich auch noch nicht lange im Unternehmen bin.
Und was sollt ighr dann sagen? das ihr das gerade erst erfahren habt?

Chifuru
13.02.2007, 13:07
Ich sage dazu gar nichts. Ich sage einfach "ich bin schwanger" und falls jemand fragt, wie weit und warum ich es so "spät" sage, dann sage ich, daß ich die kritische Phase abwarten wollte. Ich werde mich nicht dafür rechtfertigen, daß ich es nicht sofort gesagt habe.

Inaktiver User
13.02.2007, 13:21
Sehe ich auch so wie Chifuru, zu rechtfertigen braucht man sich meiner Ansicht nach auch nicht. Der Arzt stellt ein Schriftstück aus, welches für die Personalabteilung und den Arbeitgeber gedacht ist, darin steht der errechnete ET, wonach sich dann der Mutterschutz richtet. Wann die Schwangerschaft festgestellt wurde, ist meiner Ansicht nach für den AG nicht relevant. :-)

Deshalb habe ich mich jetzt auch dazu entschieden auf jedenfall bis zur 12. Woche zu warten.

lieben Dank nochmal für eure Tipps und Gedanken. :-)

sandy87
28.06.2013, 11:10
Hallo,

ich bin zwar nicht schwanger, aber dafür Juristin mit einer Vorliebe fürs Arbeitsrecht.
Wenn Ihr nicht aus irgendwelchen Gründen unter die Schutzregelungen fallen müsst, da Ihr in gefährlichen Bereichen arbeitet, würde ich es auf jeden Fall nicht vor Ablauf der 12-Wochenfrist sagen. Denn wenn Ihr es früher sagt und dann einen Abgang habt, besteht die Gefahr, dass Eure Kündigung recht bald hinterher kommt (Erfahrungswert :knatsch:).
In den meisten Fällen kommen die Arbeitgeber damit zwar nicht durch, aber es ist irrsinnig belastend für den Mitarbeiter.

Ansonsten waren die Angaben hier richtig:
Die Frage nach der Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch ist generell unzulässig, so dass jede Frau da guten Gewissens lügen darf. Sie ist selbst dann unzulässig, wenn eine Frau die Stelle auf Grund ihrer Schwangerschaft niemals antreten kann, weil sie wegen der Gefährlichkeit der Arbeit ein sofortiges Beschäftigungsverbot erteilt bekommt. Eine Arbeitnehmerin, die einen befristeten Vertrag in einer Wäscherei unterschrieben hatte, konnte wegen der Schwangerschaft nie dort arbeiten.

Ihr habt selbstverständlich ab dem ersten Tag der Schwangerschaft, also auch bevor Ihr es überhaupt wisst, Kündigungsschutz. Ab der Kündigung müsst Ihr binnnen zwei Wochen die Schwangerschaft mitteilen, wenn Ihr noch nichts von der Schwangerschaft wisst, beginnt die Frist erst ab Kenntnis.
Selbst eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber ist während der Schwangerschaft extrem schwierig durchzusetzen.

Ich kann immer nur empfehlen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man einen Job schwanger antritt. Was soll man denn machen? Die Alternative ist schlicht und einfach, dass man nicht eingestellt wird. Bei der derzeitigen Arbeitsmarktlage ziemlich bescheiden und im Hinblick auf das Elterngeld ist es deutlich sinnvoller noch für eine Weile zu arbeiten.
Da ist tatsächlich mal das Recht auf Arbeitnehmerseite, muss es aber auch, weil es sonst wahrscheinlich nur arbeitslose Schwangere geben würde.

Wenn es um Vertragsverlängerungen geht und die Schwangerschaft bereits bekannt ist, sollte man bei der Diskussion über die Vertragsverlängerung immer eine Vertrauensperson (z.B. Betriebsratsmitglied) dabei haben. Dann hat man einen Zeugen, wenn der Arbeitgeber sagt, dass der Vertrag auf Grund der Schwangerschaft nicht verlängert wird.
Aber auch so empfiehlt es sich bei solchen Verhandlungen eine Vertrauensperson dabei zu haben.
Ach ja, und wenn es um Vertragsverlängerungen geht, bloß nicht denken, ich bin ab Tag X nicht mehr da, da beginnt der Mutterschutz, und dann bloß bis dahin den Vertrag verlängern. Dass Frauen in einem bestimmten Alter schwanger werden, ist nun mal so. Da braucht man kein Mitleid mit dem Arbeitgeber zu haben, die wenigsten haben nämlich Mitleid mit den Arbeitnehmern. Ich habe die nächsten Tage mal wieder tolle Kündigungsschutzprozesse,...

Ich hoffe, ich konnte Euch ein bisschen helfen.
Liebe Grüße
Louette

hallo liebe louette...
ich bin in der 27ssw und musste mir wegen krankenkasse eine neue arbeit suchen... ich hab es ihm (meinen chef)noch nicht gesagt weil mein vertrag noch nicht unterschrieben is...
Ich hab tierische angst es ihm zu sagen... mein vertrag wäre bis 1.12.13 befristet...
und mein et ist am 30.9.13
Kannst du mir sagen ob er mir rechtlich. irgendwelch strafen aufbrummen kann wenn ich es ihm sage???