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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freiberuflich arbeiten- ja oder nein? Vor- und Nachteile?



Inaktiver User
06.02.2007, 15:32
Moin moin

Freiberuflich arbeiten- das klingt sehr verlockend. Du kannst dir deine Zeit selbst einteilen, hast keinen Chef im Nacken, mußt keine Vorschriften befolgen, kannst auch mal "blau machen", wenn's dir danach ist, du bist dein eigener Chef. Klingt doch gut.

Wäre da nicht das große ABER

leider hab ich vernommen, dass Freiberufler sein auch heißt, nicht unbedingt den Traumlohn zu verdienen, auf gut Deutsch: ne brotlose Angelegenheit.

Ich arbeite im Bereich PR und hab vor kurzem gehört, dass ich meinen Job auch freiberuflich ausüben könnte (wenn ich wollte), aber will ich? Ich weiss nich'. :knatsch:

Die eine Seite in mir sagt: "He, genial, dann bist du frei, deine eigene Chefin, nur du bestimmst, wann und wieviel du arbeiten magst", und die andere Seite brüllt "Ja, aber du willst dir doch dies und das weiterhin gerne leisten können?". Mein Mann arbeitet vollzeit und verdient gut, zusammen würde es auch dann reichen, wenn ich viel weniger verdienen würde als jetzt. Aber wie steht's mit der Sicherheit? Freiberuflich arbeiten heißt auch, unsicherer Job/Verdienst.

Tja und so bin ich mit mir am hadern zwischen "Tue was dir gefällt" und "Hm, das würd ich mir gerne leisten".

Daher eröffne ich mal dieses Thema und bitte die Freiberufler, oder diejenigen, die Freiberufler kennen und/oder über freiberuflich arbeiten ein wenig Bescheid wissen, ein bisschen von ihren Erfahrungen zu erzählen.

Was sind die Vor- und Nachteile effektiv?

Wie ist es konkret freiberuflich tätig zu sein?

Verdient ihr gut? schlecht? knapp?

Was ist zu beachten?

Soll ich unter Umständen den Schritt wagen? Ja? Nein? Warum?

Ach, so viele Fragen. Hoffe, hier ein paar Antworten zu finden. Würde mich sehr freuen.

Liebe Grüße

eure fairyprincess

Mathilde
06.02.2007, 16:26
Zuallererst: nicht DU bestimmst, wie lange und wieviel Du arbeitest, Deine Auftragslage bestimmt das!

Ein kleiner, aber feiner Unterschied

Mathilde

Inaktiver User
06.02.2007, 17:47
Du bestimmst natürlich Deine Preise auch selber. und daher kommt es auf Dein Verhandlungsgeschick an. Ich kenne einen Menschen, der mahc PR Freiberuflcih, der verdient bestimmt 100.000 euro im Jahr (GEWINN!!!) Mindestens.

Und das "ist ja nicht schlecht".

Du musst ein Alleinstellungsmerkmal haben. WArum soll dich der kunde beauftragen?

akademikerin
06.02.2007, 18:50
Freiberufliich, gewerbliich oder sonstwie: es ist selbständige Tätigkeit. Damit verlierst du alles, was ein Arbeitnehmer hat, nämlich (relative) Arbeitsplatzsicherheit, regelmässige Geldeingänge, Sozialleistungen, Urlaubsanspruch etc ... Dagegen steht die absolute Freiheit, zu arbeiten oder nicht (mit den entsprechenden Konsequenzen).

Du wirst immer neue Kunden suchen und finden müssen ... im Prinzip alles, was Selbständige tun müssen: mit eigener Buchhaltung, Rechnungen, Mahnungen, Planungen etc ...

Liegt dir das? Kannst und willst du das? Habt ihr soviel Einkommen, dass ihr übersteht, wenn du zeitweilig kein Einkommen hast? ...

Inaktiver User
07.02.2007, 10:19
Freiberufliich, gewerbliich oder sonstwie: es ist selbständige Tätigkeit. Damit verlierst du alles, was ein Arbeitnehmer hat, nämlich (relative) Arbeitsplatzsicherheit, regelmässige Geldeingänge, Sozialleistungen, Urlaubsanspruch etc ... Dagegen steht die absolute Freiheit, zu arbeiten oder nicht (mit den entsprechenden Konsequenzen).

Du wirst immer neue Kunden suchen und finden müssen ... im Prinzip alles, was Selbständige tun müssen: mit eigener Buchhaltung, Rechnungen, Mahnungen, Planungen etc ...

Liegt dir das? Kannst und willst du das? Habt ihr soviel Einkommen, dass ihr übersteht, wenn du zeitweilig kein Einkommen hast? ...

Hallo akademikerin

Ja, mir würde das extrem gut liegen, ich bin vom Typ Mensch her eher eine kreative, unabhängige sehr freiheitsliebende Persönlichkeit. Es wär ja nich' so, dass ich nur freiberuflich wär. Ich dachte an eine 60% Anstellung (als festes Standbein), den Rest freiberuflich. Mein Mann verdient gut. Nicht übermässig, aber gut genug, um ganz okay leben zu können.

An Mathilde:

Ja, das ist schon klar. Aber ich bestimm, ob ich nun morgens um 6 oder um 11 Uhr mit der Arbeit beginne, wieviele Pausen ich mach', ob ich nun heut' 12 Stunden arbeite dafür am nächsten Tag nur 6 Stunden, ect. Ich muss endlich keine unsinnigien blöden Vorschriften befolden (nur so und so viel Pause), kann mal ne Pause machen und laufen gehn' wenn ich müde bin. Ich tue meine Arbeit ja gerne, an der Motivations wird's nich' scheitern :zwinker:

An sierre:

Huch, der Lohn von diesem Bekannten is' gar nich' übel. Die Hälfte davon würde schon reichen :zwinker:

Inaktiver User
07.02.2007, 10:51
Aber ich bestimm, ob ich nun morgens um 6 oder um 11 Uhr mit der Arbeit beginne, wieviele Pausen ich mach', ob ich nun heut' 12 Stunden arbeite dafür am nächsten Tag nur 6 Stunden, ect. Ich muss endlich keine unsinnigien blöden Vorschriften befolden (nur so und so viel Pause), kann mal ne Pause machen und laufen gehn' wenn ich müde bin.
Kommt eventuell darauf an, was du machst. Man sollte sich normalerweise schon ein wenig nach den Kunden richten, wenn man Aufträge haben möchte. Sonst hast du nur noch Pause.

Inaktiver User
07.02.2007, 11:35
Hallo Mackie

Ja, natürlich.

Ich dachte, in den meisten Fällen heißt es: bis zum Tag X ist der Auftrag erledigt. Du kannst ihn sofort an einem Tag erledigen oder auch Stück für Stück täglich ein wenig.

Seh ich das falsch?

Sorry sorry hab leider (noch) keine konkreten Vorstellungen vom Freiberuflertum :knatsch: darum such ich hier viele viele Info's, die mir dann zur Entscheidung verhelfen könnten.

Inaktiver User
07.02.2007, 11:52
Wenn du vorher genau weißt wie lange du dafür benötigst. Manchmal rufen die ja dann auch an und sagen, sie müssen ihn doch eher haben. Dann kannst du ja nicht einfach sagen, nee, ich mache jetzt mal Pause.:smirksmile:

Inaktiver User
07.02.2007, 12:04
Bedenke, Du musst vieles in Deine Kalkulation einbeziehen - von der Versicherung, über Fahrtkosten bis hin zur Anschaffung/Ergänzung/Erneuerung deines Equipments.

Und Du musst aufpassen, dass Du immer mehrere Kunden hast, sonst gerätst Du womöglich noch in den Verdacht der Scheinselbständigkeit.

Überhaupt: Wenn Du Deine jetzige Tätigkeit im PR-Bereich teilweise beibehalten willst, trittst Du dann nicht in Konkurrenz zu Deinem Arbeitgeber? Wie findet der das denn?

solis

Wmfreundin06
07.02.2007, 12:55
Hallo fairyprincess,

viele wesentliche Aspekte wurden ja schon genannt.

Dass du schreibst,



Ja, mir würde das extrem gut liegen, ich bin vom Typ Mensch her eher eine kreative, unabhängige sehr freiheitsliebende Persönlichkeit.

trifft aber, glaube ich, nicht so ganz den Punkt.

Ich meine: unabhängig sind wir doch alle gern - wer würde schon von sich behaupten, er habe Spaß an einer sklavenartig organisierten Angestelltentätigkeit, die ihm persönlich keinerlei Entscheidungsspielraum lässt???:freches grinsen:

Akademikerin hatte aber, so habe ich das Posting verstanden, mehr die konkreten Herausforderungen der Freiberuflichkeit gemeint, d.h. die Problematik der Kundenwerbung und -bindung, der Überwindung von Durststrecken, die Organisation ungeliebter Aufgaben wie z.B. der Buchhaltung - bei diesen Dingen hilft einem die Tatsache, dass man ein Freigeist ist, nicht wirklich weiter.

Ein ganz wichtiger, bisher nicht erwähnter Aspekt ist für mich noch: wie viel Disziplin bringst du auf?
Natürlich kann man sich die Arbeit bis zu einem gewissen Grad selbst einteilen, aber ich kenne auch Fälle, in denen Leute an mangelnder Disziplin gescheitert sind - wer häufig Dinge erst in letzter Minute erledigt, kann bei unerwarteten Hürden nämlich schnell in Terminschwierigkeiten kommen. Es ist schon ein Unterschied, ob die Disziplin quasi 100 % von dir kommen muss, oder ob gelegentlich der Chef oder die Chefin den Kopf zur Tür reinsteckt und fragt, wie's so läuft...

Bevor du eine Entscheidung triffst, solltest du einfach noch mehr Fakten sammeln - wie hoch ist ein realistisch erzielbares Honorar? was machst du mit Kranken- und Rentenversicherung? wieviel müsstest du verdienen, um genauso gut dazustehen wie als Angestellte? und und und.
Leider ist es, was das Honorar betrifft, ja in vielen Branchen so, dass es einzelne "Stars" unter den Freiberuflern gibt, die Traumeinkommen erzielen, während die Masse der "Normalos" mit Hungerlöhnen klar kommen muss - von daher mein Hinweis auf ein "realistisch erzielbares" Honorar.

Wenn du noch konkrete Fragen hast, nur zu, ich bin seit inzwischen zehn Jahren freiberuflich tätig, allerdings in einer ganz anderen Branche. Und ja: mir gefällt es so - trotz diverser Nachteile genieße ich meine kleinen Freiheiten :freches grinsen:

Gruß
wmfreundin


P.S.: was mir gerade auffällt: wenn du noch 60 % als Angestellte arbeitest, ist das mit der Freiheit ja sowieso sehr eingeschränkt. SOOO viel Zeit, die du dir selbst einteilen kannst, bleibt ja dann gar nicht mehr, oder täusche ich mich da????

Inaktiver User
07.02.2007, 13:27
Hallo solis und Wmfreundin

an solis: ich würde zu 60% dann in ner anderen Branche arbeiten, da ich mehrere Ausbildungen (ewige Studentin?:freches grinsen: ) gemacht hab.

an Wmfreundin:

Weißt du, darum würd ich auch nich' 100% Freiberuflerin sein, weil das Einkommen sehr niedrig und dazu noch unsicher ist, zwar könnten wir immer noch gut durchkommen, wenn ich nen "Hungerlohn" verdiene, aber dies widerspricht meinen Prinzipien als "emanzipierte Frau": teilweise wär ich dann finanziall von meinem Mann abhängig und das möchte ich nicht.

Meine Gedanken und Vorstellungen (ob sie der Realität entsprechen?) sind, dass ich mit meinem "zweiten Standbein" zu 50-60% soviel verdien, dass es theoretisch für eine Person zum überleben reichen würde, und dazu als Freiberuflerin noch "Zucker obendrauf", ich hab konkrete Vorstellungen, wieviel ich verdienen möchte und entsprechend Berechnungen angestellt, bin verschiedene Modelle durchgegangen wie 80% angestellt, 50% angestellt 50% freiberuflich, 60% angestellt 40% frei, und so weiter.

Ich hab lange Zeit um die 50-60 Stunden die Woche gearbeitet, momentan arbeit ich normal Vollzeit, aber die Sehnsucht nach Freiheit, Unabhängigkeit und mehr Zeit für mich wächst langsam, aber stetig :smile: . Inzwischen kann ich nen Lohn verlangen, der mir erlaubt auch mit Teilzeit meine (bescheidenen?) Bedürfnisse zu erfüllen :peinlich: wenn ich mich mal so ausdrücken darf :peinlich:

Hab langsam keinen Bock mehr auf Montag bis Freitag acht-bis-fünf-im-Büro-hocken-müssen, hätte auch schon einige potentielle Kunden an der Angel. Aber hm. ich weiss nich'.

Vielleicht fehlt mir auch der Mut?

Noch was zur Disziplin: ich arbeite nach wie vor sehr gerne, es geht nich' mal um die Arbeit an sich. Es geht mir um mehr Fleixibilität (Arbeitszeiten), mehr Freiheit. Ich bin ein Freigeist, das ist wahr und als solcher fällt es mir schon schwer, Vorschriften zu befolgen. Ich arbeite sehr gerne, aber ich hätt zum Beispiel gerne mehr Pausen, ich fühle mich so "eingeschränkt" in meinem Lebensstil. Ich bin eine Person, die besser und mehr arbeitet, wenn sie frei ist (das weiß ich daher, weil ich mal nen Chef hatte, der einem jede Freiheit ließ, keine Vorschriften machte und die Arbeitszeiten flexibel waren, Menno, hab ich gut und viel gearbeitet)

Patatipatata
07.02.2007, 17:00
Hallo Fairyprincess,

ich glaube es ist relativ schwierig nur zu einem Teil selbständig zu sein, gerade in so einer beratungsintensiven Branche wie PR. Die Kunden verlangen doch 100% Erreichbarkeit. Macht dein Chef das mit, wenn du im Büro von deinen Privatkunden angerufen wirst? Kunden machen es aber bestimmt nicht mit, wenn man ihnen eng begrenztes Zeitfenster für ihr Anliegen mitteilt. Ich mache zwar auch meine Pausen, dann wird aber immer das Telefon auf mein Handy umgeleitet. Nur wenn ich in Besprechungen bin, gehe ich ausnahmsweise nicht dran.

Bedenklich finde ich auch, dass du in einer ganz anderen Branche als PR arbeitest. Gerade in diesem Bereich passiert viel über persönliche Kontakte, also ein Netzwerk mit Personen, die wissen, was du kannst.

Vielleicht glorifizierst du ein wenig die Freiheit eines Selbständigen. Ich habe zumindest den Eindruck, dass ich mich mehr verbiegen muss, als vorher. Und nur mal einen Kaffee trinken gehen, wenn man will ist nicht Freiheit genug, man muss ihn auch bezahlen können. Außerdem gibt es wenig Leute, die diese Freiheit auch teilen, sprich du musst alleine ins Cafe. Überhaupt bist du sehr viel alleine, auch fachlich ... und du musst dich wirklich um jeden Schei* selbst kümmern. Von der Büronadel bis hin zur Absetzung der Telefonrechnung von der Steuer. Das kann auch Freiheiten beschränken und einem richtig auf den Nerv gehen.

Dann gibt es da noch die netten Banken, die dich plötlich wie einen Aussätzigen behandeln. Man bekommt keinen Kredit mehr, da musst du dann durch. Je nach Typ, kommen dann schnell Existenzängste, zumindest da bist du ja über deinen Mann abgesichert.

Und zu guter letzt wirst du nie fertig. Egal wie viel du arbeitest. Es bleibt immer was liegen. Irgendjemand will immer was von dir, oder irgendwas solltest du noch erledigen, beschaffen, etc. Selbständigkeit ist wie ein Studium ohne Bafög, elterliche Unterstützung und auch ohne Abschluss. Denn du musst dich dauernd selbst motivieren, hast keine finanziellen Garantien und viel Ehre erhälst du auch nicht.

Jetzt habe ich aber abgezogen, dabei bin ich gar nicht so unerfolgreich.:zwinker: aber nur die Faxen dicke zu haben, reicht glaube ich nicht, um langfristig erfolgreich selbständig zu sein.

Grüße
Pati

frangipani
07.02.2007, 23:25
Hallo fairyprincess

ich kann mich den anderen nur anschliessen, sie haben alles aufgefuehrt. Es hat Vorteile und Nachteile. Du musst Selbstdisziplin haben, deine Zeit gut einteilen koennen, Durststrecken ueberwinden, den Druck der Kunden allein aushalten, deine Planung allein machen, und, und, und. Dagegen kannst du aber auch allein planen, kannst wirklich mal bis Mitternacht arbeiten, wenn du mittags lieber mal ne Stunde ins Freibad willst (Handy ausmachen, gerade dann rufen die Kunden an!)
Was macht dein Mann? Ist er bereit, abends deinen Frust mal anzuhoeren? Als Sparringpartner zu dienen? Hast du ein gutes berufl. Netzwerk? Ohne das gehts nicht. Gerade, wenn du den ganzen Tag zuhause hockst.

Ich bin seit 4 Jahren selbstaendig (Grafik) allerdings im Ausland. Ich hatte ein, zwei schlechte Jahre dazwischen, an denen ich immer noch knabber, jetzt laeuft es gerade so einigermassen, das ich davonleben kann (lebe seit kurzem wieder alleine).
Was mich zur Zeit total nervt, ist der Geiz und die Wechselhaftigkeit der Kunden, der Terminstress und die Unsicherheit in Sachen Technik (in PR brauchst du zum Glueck nicht so schrecklich teure Programme). Du wirst im Preis gedrueckt und der Sinn fuer Qualitaet ist bei den meisten Kunden ziemlich im Keller. Hier zumindest.

Gestern abend haette ich alles fuer einen Angestelltenjob gegeben :knatsch:
Aber selbst das hatte ich ueberlegt, mit 60/40 oder so - geht aber nicht, ich muss erreichbar sein. Hiesse also eher, ein zweites selbstaendiges Standbein aufbauen.

Naja, ich hoffe, diese Phase geht auch wieder vorbei.

Eine gute Seite zum Motivieren ist uebrigens:

http://www.flyingsolo.com.au

Ist allerdings auf englisch.

Good luck mit deinen Plaenen.

frangipani

Patatipatata
08.02.2007, 09:44
Hallo frangipani,

toller Link, danke!!

Pati

Inaktiver User
08.02.2007, 09:53
Hi frangipani

Ja, das hab ich auch gehört, dass die Kunden sehr geizig seien und keinen Sinn mehr für Qualität hätten und dich im Preis drücken und drücken und drücken. Viele Freiberufler bewegten sich am Rande des Existenzminimums hab ich gehört, allein durch die Sparwut und den Geiz der Kunden :knatsch:

Mit der Selbstdisziplin hapert's bei mir echt nich', lieber Selbstdisziplin als Chef und Vorschriften :knatsch: . Mein Mann arbeitet im Management einer Firma, ist aber nich' so n Abzockertyp, hat einen normalen Lohn, von dem man garantiert nicht Millionär wird, aber: recht gut leben kann. Eigentlich hab ich n gutes Netzwerk, ja, aber das ist keine Garantie.

Mmmh, bin immer noch sehr unschlüssig: (teilweise) freiberuflich? oder vielleicht einfach auf Teilzeit runterschrauben?

Wmfreundin06
08.02.2007, 11:25
Hallo nochmal,

fairyprincess, deine PN habe ich gesehen, aber ich denke, ich kann auch hier im Thread antworten, denn ganz in die Details (Umsatz oder so) würde ich sowieso nicht gehen...

Ich bin als Übersetzerin selbständig und das bedeutet - gemessen an dem, was ich als Erlös übrig behalte - manchmal ein großartiges Honorar (in Arbeitszeit umgerechnet), manchmal ein normales, und manchmal ein erbärmliches.

Im Durchschnitt der Jahre betrachtet ist es bei mir so, dass ich zwar zur Not auch allein klar käme, aber einen für mich angenehmen Lebensstandard und das Gefühl, mir "auch mal etwas Besonders leisten zu können" habe ich dadurch, dass ich verheiratet bin, mit Mann + Kind zusammenlebe und somit vom ordentlichen Angestellteneinkommen meines Mannes mit profitiere (abhängig fühle ich mich dadurch nicht, das ist bei uns irgendwie gar kein Thema).

Nachdem hier viele Mahnerinnen (ich eingeschlossen) schon sämtliche erdenkbaren Nachteile aufgelistet haben, hier nochmal ein paar Vorteile:

- zeitliche Unabhängigkeit: ja, ich empfinde das wirklich so. Ich habe z.B. oft die Gelegenheit, Sport zu machen oder Shoppen zu gehen, wenn nicht gerade Menschenmassen unterwegs sind.

Wenn die Auftragslage aber gerade sehr gut ist (wie zurzeit), kommen alle anderen Dinge dafür auch eher zu kurz als bei einem ordentlich geregelten Angestelltentag (naja, außer Bricom natürlich :freches grinsen: ).

Und wenn die "viele Zeit" mal mehr als zwei Wochen andauert, kann ich das auch nicht mehr so richtig genießen, weil ich mich gleich frage, wie ich die nächste Einkommensteuervorauszahlung begleichen soll ... aber ich wollte ja Vorteile nennen...

- generell mehr Zeit: das trifft insbesondere zu, wenn du zuhause dein Büro hast (m.E. sollte es schon ein eigenes Zimmer sein, das nur nebenbei). Wenn ich alle Jubeljahre mal einen Außentermin wahrnehme, bin ich im Grunde immer entsetzt, wie viel Zeit fürs geschäftstaugliche Stylen, Fahren, Parkplatzsuche usw. draufgeht - da bin ich froh, dass mir das normalerweise erspart bleibt. Im Vergleich zu einer Freundin, die Angestellte ist, habe ich jeden Tag effektiv anderthalb Stunden mehr Zeit zur Verfügung - das ist schon eine ganze Menge.

- Freiheitsgefühl: NATÜRLICH bin ich auch abhängig von Kunden und deren Wunschterminen. Aber wenn gar nichts mehr geht, lehne ich auch Aufträge ab. Und wenn ich mit einem Kunden schlechte Erfahrungen hinsichtlich der Zahlungsmoral gemacht habe, sowieso. Daher habe ich schon zu einem gewissen Grad das schöne Gefühl, "frei" zu entscheiden - und nicht für irgendeinen Chef, sondern wirklich für mich zu arbeiten (naja, und für's Finanzamt, genau genommen).


So, das sind jetzt mal ein paar spontane positive Gedanken, denn die sollten hier auch nicht zu kurz kommen.

Die Frage stellt sich immer noch, wie du das mit einer 60 % Angestelltentätigkeit vereinbaren kannst - dann bleibt ja von Freiheit und freier Zeiteinteilung fast nichts mehr übrig, oder?

Wenn du in einer Branche arbeitest, in der die allgemeine Jobsituation derzeit gut ist, kannst du ja ggf. versuchen auf der Basis Teilzeit-Selbständigkeit und Teilzeit-Angestelltenjob (aber maximal 50 % der Zeit) den Einstieg ins Freiberuflerdasein zu finden. Wenn es dann gut läuft, kannst du die feste Stelle immer noch kündigen - wenn nicht, eventuell komplett zurück ins Angestelltendasein gehen???

Gruß
wmfreundin

P.S.: Übrigens habe ich deshalb so ausführlich geschrieben, weil ich das Gefühl habe, dass du wirklich an Antworten (und zwar auch an solchen, die nicht deinen Vorstellungen entsprechen) interessiert bist - das ist hier in den Foren leider nicht immer der Fall... ich hoffe, die Beiträge helfen bei der Entscheidungsfindung!

just77
08.02.2007, 13:11
Hallo !

Ich kann Deine Gedanken und Bedenken gut verstehen.
Ich überlege seit einiger Zeit, ob ich mich nicht nebenbei selbstständig machen möchte.
Es ist bei mir nicht so sehr der finanzielle Aspekt ( als Betriebswirtin mit Schwerpunkt Wirtschaftsanalyse uns Statistik ist der Verdienst nicht schlecht ) und auch nicht das Freiheitsgefühl ( habe sehr flexible Arbeitszeiten usw. ).
Ich möchte kreativer mit Menschen arbeiten und sinnvoller meine Freizeit nutzen ( mein Partner arbeitet viel länger und ich habe Zeit über ).
Aber da sind da so die Bedenken ..............
Muß ich das mit meinem AG abklären, zusätzlich noch mehr Krankenversicherung bezahlen...............
Da machen mir so Dinge wie Buchhaltung oder Organisation gar keinen Kopf ( komme eh von Fache ).

Aber ganz ehrlich :
Ich hätte nicht den Mut aus einen soliden Job auszusteigen ins Ungewisse.
Da ziehe ich vor ganz vielen hier den Hut.
Wie ist das dann eigentlich wenn Ihr keine Aufträge mehr habt oder schwanger werdet ?
Man ist dann doch nicht mehr abgesichert ( aussser der Mann versorgt einen ), oder ?

Liebe Grüße

Inaktiver User
08.02.2007, 13:32
So, an diesem Punkt ein Zwischen-Dankeschön an alle, die so ausführlich die freiberufliche Situation beschrieben haben. Also erstmal danke für die sachliche und neutrale Auflistung der Vor- und Nachteile.

An Patati....: Ja, du magst vielleicht Recht haben mit den "falschen Vorstellungen". Ich war noch nie freiberuflich tätig und hatte bisher nur vage Vorstellungen davon.

An Wmfreundin: Natürlich ists auch super, wenn du mir hier im öffentlichen Antwortest, Antwort ist Antwort :blumengabe: Übersetzerin ist klasse. Bin mir am überlegen, ob ich vielleicht auch sowas in die Richtung mach, hab ja zwei Muttersprachen, könnte so erstmal Teilzeitjob & Weiterbildung und dann Teilzeitjob & freiberuflich.

Na ich hab da ja meine x Ausbildungen (denn sie weiß nich' was se will :freches grinsen: ) und hab Möglichkeiten in 2-3 Branchen Teilzeit zu arbeiten. Na mal sehen.

Erstmal an alle ein großes DANKE. :blumengabe:

An just77: Also ganz 100% freiberuflich, dazu hab ich auch nicht den Mut. Ich kenn einige Freiberufler, die genug verdienen, aber nur dank dem berühmten "zweiten Standbein": einer Teilzeittätigkeit.

Inaktiver User
08.02.2007, 17:33
also, ich bin als juristische übersetzerin und journalistin tätig (habe eine weile auch pr in dieser richtung gemacht). und ich bin mehr als zufrieden. ich kam im angestelltenverhältnis nie gut zurecht, da ich mich einfach nicht unterordnen kann. sicher muss man auch als freiberufler den kunden gegenüber ab und zu "buckeln", aber das geht mir lange nicht so nahe. und wenn es erst einmal gut läuft, hat man auch das entsprechende standing und muss sich mitnichten alles bieten lassen. kunden, die sich m.e. ungerechtfertigt beschweren (was zum glück sehr selten vorkommt), sehen mich in der regel nicht mehr wieder.

und sicher, phasenweise arbeite ich wie ein tier. aber meist auch, weil ich das so will. und dann kann ich mir aber auch meine auszeiten nehmen. untertags joggen, im sommer ins freibad oder an den see. dafür arbeite ich dann auch mal am we.

ich habe während meiner freiberuflichen tätigkeit durchaus auch angebote zur festen mitarbeit bekommen, aber nie im leben würde ich meine freiheit wieder aufgeben. zumal ich auch noch ziemlich gut verdiene. bald kommt mein kind und auch da sehe ich (fast) nur vorteile. ich werde relativ bald wieder für meine besten kunden arbeiten und das volumen meinen möglichkeiten anpassen. ich muss mich nicht zwischen hausfrauendasein und vollzeittätigkeit entscheiden, kann z.b. arbeiten, wenn mein freund zu hause ist (der auch freiberufler is).

lange rede kurzer sinn: ich liebe das freiberuflertum!

frangipani
09.02.2007, 02:25
Ich hätte nicht den Mut aus einen soliden Job auszusteigen ins Ungewisse.
Da ziehe ich vor ganz vielen hier den Hut.
Wie ist das dann eigentlich wenn Ihr keine Aufträge mehr habt oder schwanger werdet ?
Man ist dann doch nicht mehr abgesichert ( aussser der Mann versorgt einen ), oder ?



Hi

geplant war das auch nicht, es ergab sich so, weil ich hier keinen festen Job fand.

Um Neu-Auftraege musst du dich halt laufend kuemmern. Akquise ist ein grosser Teil der Selbstaendigkeit. Und das moeglichst dann, wenn du eh grad viel zu tun hast - da es eine Zeit braucht, bis aus einem Kontakt ein Job wird (in manchen Faellen habe ich erst nach 1 Jahr wieder was gehoert)

Schwanger werden ist nicht mehr :smirksmile: tja, und wenn man richtig krank wird, da braucht man halt Versicherungen. oder gute Freunde. Also am besten nicht krank werden.



Ich wuerde aber auch nicht mehr ins Angestellenverhaeltnis zurueckgehen, trotz solcher Tiefs wie vorgestern. Zumindest nicht mehr in meinem Beruf, was mit fast 44 eh so gut wie unmoeglich ist. Man ist auch ein bisschen 'versaut' fuer die alltaeglichen Ablaeufe in einem Unternehmen.

Ich habe gerade gelesen, dass in der neuen brandeins ein Artikel ueber Frauen ist, die sich mit 50+ selbstaendig gemcht haben - den werde ich mir mal besorgen lassen.


@ pati - ja, der newsletter aus dem Link kommt meist zu richtigen Zeit reingeschneit, um mich aufzumuntern :zwinker:


lg
frangipani

Inaktiver User
09.02.2007, 09:01
Hey ihr Lieben

Schön. Wieder ein paar tolle neue Beiträge.

@Rocca: hey du, genau so geht es mir. Ich habe extrem Mühe, mich unterzuordnen :knatsch: Ich dacht' schon, ich sei deswegen n völliger Versager:peinlich:

Wisst ihr, eure Beiträge werde ich dann mal ausdrucken und in Ruhe nochmals durchlesen. Denn primär lautet die Frage. Stimmt das Freiberuflertum für mich persönlich?

Es gibt Menschen, für die stimmt's super im Angestellten-Verhältnis (dafür bewunder' ich meinen Mann!), und wiederum andere, die können sich einfach nich' unterordnen (*Hand hebe*). :knatsch:

Inaktiver User
09.02.2007, 10:51
Aber sich nicht unterordnen können heißt noch lange nicht, dass man dann freiberuflich auch erfolgreich ist.

just77
09.02.2007, 11:38
Hallo !

Ja..........das mit dem Unterordnen ist schon so eine Sache.
Es kommt oft auf die Position an.
Klar ist bei uns das Ziel seitens der Geschäftsleitung vorgegeben, aber den Weg dorthin wähle ich selbst.
Ich habe auch eine zeitliche Vorgabe in der ich eine Projekt einreichen muß.
Bin sonst flexibel.
Kann dann auch mittags frei machen, muß aber am WE schon mal ran.
Da ist der Unterschied zur Selbstständigkeit kaum da.

Wenn man sich dann so unschlüssig mit der Selbstständigkeit ist, sollte man nicht vielleicht einen neuen Job annehmen mit flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten ?
Ist nur so ein Gedankengang von mir..........
Aber wenn genug Eigenkapital da ist und man keine hohen fixen Kosten zu tragen hat ( z.Bspl. hohe Raten fürs Haus ), dann hat man nicht viel zu verlieren.
Und wenn da noch der Mann ist.
Dann kann das bestimmt gut gehen.

Alles Gute bei Deiner Entscheidungshilfe und liebe Grüße.

MistressWeatherwax
09.02.2007, 12:07
Ich bin jetzt seit sechs Jahren als Übersetzerin selbstständig. Und ich finde es immer wieder lustig, wenn mir jemand erzählt, wie schön das sein muss, so ohne Chef und so.
Dabei denkt jeder meiner Kunden, er sei mein Chef, er allein, er exklusiv könne über alles bestimmen, was ich zu tun habe.
Ich habe also nicht einen Chef mit exotischen Macken und realitätsfernen Vorstellungen, wie etwas auszusehen hat, ich habe viele davon. Auch bei Freiberuflern ist viel Diplomatie gefragt - sicher könnte ich mal sagen, dass ich dieses und jenes aber für Schwachsinn halte - aber auch nur ein Mal, dann war's das nämlich mit dem Kunden.
Zumindest in meiner Branche kann ich voll unterschreiben, dass Qualität gar nichts mehr wert ist, Billig zählt, Geiz ist geil.
Du brauchst einen langen Atem, um Dürreperioden auszuhalten, die quälenden Zweifel, ob du jemals wieder einen Kunden findest, ob du am Ende doch einen festen Job annehmen sollst und so weiter.
Die Aufträge kommen bei mir in Schüben, zur Zeit läuft alles prima, d.h. mein letztes richtiges Wochenende (zwei Tage frei) muss irgendwann 2005 (oder Anfang 2006?) gewesen sein, der letzte Urlaub war Mitte 2005. Du kannst dir nicht wirklich aussuchen, wann du arbeitest - habe Auftrag, mache Arbeit.
Ich gönne mir den Luxus des "Nein" nur ganz, ganz selten. Einfach weil auch jede Sicherheit fehlt. Also arbeite ich lieber zu viel als gar nicht. Besonders frei fühle ich mich dabei nicht.
Und du musst sehr viel organisieren, ohne Steuerberater geht gar nichts, da alle immer gleichzeitig alles wollen, musst du deine Termine ordentlich abstimmen, damit du nicht ins trudeln kommst und und und.

Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich dann eine feste Anstellung vorziehen?
Lieber Himmel, nein. Ich hasse Büros und das ewige Gemauschele und Intrigieren, das immer währende "Wann darf ich endlich nach Hause?". Ich bin auch kein Frühaufsteher. Ich sitze gern stundenlang allein vor meinem Bildschirm und starre ihn an :smile:

Inaktiver User
09.02.2007, 12:14
Oder man hat eine Verabredung, muss sie aber absagen, weil ein Auftrag fertig werden muss.

Inaktiver User
09.02.2007, 13:28
Aber sich nicht unterordnen können heißt noch lange nicht, dass man dann freiberuflich auch erfolgreich ist.

Natürlich nicht.

An Mistressof....

"Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich dann eine feste Anstellung vorziehen?
Lieber Himmel, nein. Ich hasse Büros und das ewige Gemauschele und Intrigieren, das immer währende "Wann darf ich endlich nach Hause?". Ich bin auch kein Frühaufsteher. Ich sitze gern stundenlang allein vor meinem Bildschirm und starre ihn an"

Na eben. Beides hat Vor- und Nachteile, die Vorteile des Freiberuflertums überwiegen für dich.


An just77:

"Wenn man sich dann so unschlüssig mit der Selbstständigkeit ist, sollte man nicht vielleicht einen neuen Job annehmen mit flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten ?"

Vielleicht? :smile:
Hab ja von Anfang an geschrieben: ich weiss (noch) nich' was ich will.

Ich lese hier die aufgezählten Vor- und Nachteile in aller Ruhe durch, versuche mir ein Bild zu machen von meiner Situation, aber die Entscheidung, die wird erst Anfang nächsten Jahres (Januar 2008) definitiv fallen. Dann steht der große Jobwechsel bevor.

Vielleicht probier ich's mit einem neuen Job, wo ich flexibler und freier sein kann?

Mit einer Teilzeitanstellung?

Ich glaube, ich werde mich erstmal so langsam ans Freiberuflertum rantasten: so 50% angestellt, 50% freiberuflich und mal sehen, was wird.

Oder vielleicht sollte ich sagen; mal sehen, was ich kriege.

just77
09.02.2007, 13:29
Wisst Ihr was mir noch so durch den Kopf geht............

Ich habe sehr viel mit insolventen Firmen zu tun, weil wir in den letzten Jahren einige von Ihnen gekauft haben.
Da stellt man immer wieder fest, daß falsch kalkuliert wurde.
Klar ist das ein anderer Rahmen, aber............

Hier mal ein Beispiel :
Wenn ich als AN sagen wir mal 2.000 EURO netto rauskriege, dann sind da alle meine Versicherungen ( KK, Arbeitslosenv., Rente.... ) schon abgezogen.
Das habe ich dann quasi cash.
Wenn ich als selbständige 2.000 EURO Gewinn im Monat habe, dann muß ich noch für alle Versicherungen aufkommen.
Und dann sollte man sich den tatsächlichen Stundenlohn mal ausrechnen ( Aquise, zum Kunden fahren, Auftragsdurchführung, Buchhaltung, Besprechungen usw. )..............

Ich will hier überhaupt nicht gegen die Selbständigkeit argumentieren.
Schließlich denke ich selbst über dieses Thema ernsthaft nach.
Sind halt nur so meine Gedankengänge..............
Denn ich höre hier viel von freie Zeiteinteilung, sein eigener Chef sein ( obwohl die Kunden ja immer das Gehalt bezahlen und die Maßstäbe setzten ), sich nicht unterordnen ( wobei man ohne Kompromisse wahrscheinlich sehr schnell insolvent ist ).........
Aber das gibt es in einem einigermaßen guten Job auch.
Wo liegt dann wirklich der Vorteil einer Selbständigkeit ?

Für mich wäre ein wichtiger Vorteil, daß man in einem Bereich arbeiten könnte, in den mal schwer reinkommt.
Bei mir ist es zum Bspl. so, daß ich seit etwa 7 Jahren ( seit Ende meines Studium ) sehr spezialisiert arbeite.
Da ist es schwer den "Bereich" zu wechseln.
Oder :
Man tut es aus einer Not heraus ( Beispiel : Ich-AG ).

Welche konkreten Vorteile gibt es noch ?
Und ich meine wirklich die, die nicht in einem einigermaßen guten Angestelltenverhältniss auch gegeben sind.

just77
09.02.2007, 13:33
Schon wieder ich............
Ich hoffe ich nerve nicht..............

Mal ne andere Frage...........
Wo kommst Du denn her , wenn ich fragen darf ?
Ich komme aus NRW, Sauerland.

Es ist ja so, daß ich auch nebenbei selbständig was machen möchte.
Habe auch das so die Ideen.............
Verfüge über sehr gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse und habe auch noch nen Informatiker Zuhause .............
Vielleicht kann man sich auch zusammen tun............

Sorry, wollte nicht aufdringlich sein.
War so ein Gedanke...............

Inaktiver User
09.02.2007, 13:58
Schon wieder ich............
Ich hoffe ich nerve nicht..............

Mal ne andere Frage...........
Wo kommst Du denn her , wenn ich fragen darf ?
Ich komme aus NRW, Sauerland.

Es ist ja so, daß ich auch nebenbei selbständig was machen möchte.
Habe auch das so die Ideen.............
Verfüge über sehr gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse und habe auch noch nen Informatiker Zuhause .............
Vielleicht kann man sich auch zusammen tun............

Sorry, wollte nicht aufdringlich sein.
War so ein Gedanke...............

Hallo just

Meinst du mich?

Ich lebe zur Zeit in der Schweiz (sieht n bisschen besser aus mit Jobs :zwinker: als zu Hause). Um ganz genau zu sein, leb ich momentan noch in der Stadt Zürich, was sich in den nächsten Jahren aber ändern wird :freches grinsen:

Warum nicht?

über meine Ausbildungen geb ich gerne per PN Auskunft (wenn du magst), Sry, mag nich' bestimmte private Dinge öffentlich machen (Danke fürs Verständnis).

Inaktiver User
09.02.2007, 18:47
missweather: ich habe die erfahrung gemacht, dass gute kunden, gerade wenn man ab und an einen auftrag ablehnt, einen noch mehr wertschätzen. wenn man immer zeit hat, werden sie wohl sogar eher misstrauisch. und in punkto preisverhandlungen hat man auch einen schlechten stand.

ich mache mich jedenfalls nicht kaputt für die arbeit und verdiene trotzdem ziemlich gut (für mein empfinden). lieber ausgewählte kunden und jobs, als alles mitnehmen.