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Humerusfraktur
06.02.2007, 09:20
Ich bin seit gut einem Jahr in Rente und war pflichtversichert. Nun überlege ich mir, in eine private Krankenkasse zu wechseln. Mein Mann ist schon immer privat versichert und ich war während meiner Familienphase in derselben Kasse versichert.
Meine Frage: Gibt es jemand, dem es gelungen ist in ähnlicher Situation aus der gesetzlichen in die private zu wechseln?
Und wenn ja zu welchen Bedingungen?
Vielen Dank im voraus!

DerExperte
06.02.2007, 10:24
Ich bin seit gut einem Jahr in Rente und war pflichtversichert.

wie alt bist du? wenn du in rente bist dann doch sicher keine vierzig mehr, oder? und jetzt hast du freiwilligen-status?



Nun überlege ich mir, in eine private Krankenkasse zu wechseln.

warum willst du denn in eine private kv?



Mein Mann ist schon immer privat versichert und ich war während meiner Familienphase in derselben Kasse versichert.
Meine Frage: Gibt es jemand, dem es gelungen ist in ähnlicher Situation aus der gesetzlichen in die private zu wechseln?
Und wenn ja zu welchen Bedingungen?


deine frage ist zu allgemein.
du hast gar keine möglichkeit mehr, altersrückstellungen zu bilden. der beitrag kann dir später "um die ohren knallen". privat ist auch nicht immer besser. in jeder versicherung gibt es versicherungslücken. manche können existenzbedrohend sein.
wenn du viel geld hast und das überhaupt keine rolle spielt, du zudem noch sehr gesund sein magst, dann kann die privata kv eine möglichkeit sein.
zuvor solltest du dich aber intensiv mit den systemunterschieden beschäftigen und in erfahrung bringen, wie die pkv denn überhaupt funktioniert. ich habe das starke gefühl, dass du das nie gemacht hattest. sorry.
es gäbe dann auch kein zurück mehr, wenn du dich privat versichern würdest.

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
06.02.2007, 13:50
es gäbe dann auch kein zurück mehr, wenn du dich privat versichern würdest.

Ich gebe Dir in den meisten oben genannten Punkten Recht.
Bin auch sicher, dass die jede PKV die Aufnahme vergolden liesse (das wäre sehr teuer).

Es lohnt sich vermutlich nicht - im krankheitsfall kannst Du immer noch Dienstleistungen privat zukaufen.


ABER:
Demnächst (nach der Gesundheitsreform) wird es eine Versicherungspflicht geben - dann muss auch die Rückkehr in die GKV geregelt sein.

akademikerin
06.02.2007, 14:27
Ich würde mir mal unverbindliche Angebote einholen (kann man teilweise auch über Internet) und dann sehen, dass ich sitze, wenn die kommen. Denn die werden um ein x-faches über dem liegen, was du jetzt in der GKV bezahlst, eben weil du

a. Risikomitglied wärst
b. schon relativ "alt"
c. keine Rücklagen in der Kasse hast

Aber lass dir doch einfach mal sagen, was es dich kosten könnte und entscheide dann. Deine finanzielle Lage kennt ja hier auch keiner.

Humerusfraktur
06.02.2007, 16:35
Hallo - danke für Eure Antworten.
Zunächst ich bin 62 Jahre alt, Gespräche mit der PK habe ich geführt, die würden mich aufnehmen. Mein Beitrag mit allen möglichen Absicherungen läge bei ca. 280 Euro monatlich. (also auf jeden Fall teurer als die GK) Die Vertreterin jedoch meinte, dass das Wichtigste wäre, mit meiner (gesetzlichen)Kasse zu klären, ob sie mich überhaupt herauslassen. Was glaube ich sind die Vorteile eines Wechsels?
- keine Zusatzversicherung mehr (die ich für den Fall eines stationären Aufenthalts bereits habe , ca. 40 Euro monatlich bezahle und falls ich für Zahnärztliche Behandlung ebenfalls eine abschließen wollte, kämen nocheinmal ca. 20 Euro dazu!)
- keine Medikamentenzuzahlungen
- keine Praxisgebühren
- kein hin und her zwischen Hausarzt und Facharzt und
- bessere Leistungen
Was mit der neuen Gesundheitsreform kommt ist garantiert nicht besser als jetzt. Und eine Zweiklassenmedizin haben wir jetzt schon. Ich kann das bei meinem Mann, der Privatpatient ist, sehen. (Extra Wartezimmer, keine Wartezeit auf OP's usw.)
Meine Frage war, ob überhaupt jemand, der pflichtversichert in Rente gegangen ist, in eine PK gewechselt hat.

DerExperte
06.02.2007, 16:53
Mein Beitrag mit allen möglichen Absicherungen läge bei ca. 280 Euro monatlich. (also auf jeden Fall teurer als die GK).

wie kommt dieser Beitrag zustande? was hast du da gerechnet?



Die Vertreterin jedoch meinte, dass das Wichtigste wäre, mit meiner (gesetzlichen)Kasse zu klären, ob sie mich überhaupt herauslassen.

das wichtigste für die vertreterin ist, daß du wechselst. nicht mehr, nicht weniger. ein vertreter ist da sowieso immer der falsche ansprechpartner. lass dir unabhängig helfen!



Was glaube ich sind die Vorteile eines Wechsels?
- keine Zusatzversicherung mehr (die ich für den Fall eines stationären Aufenthalts bereits habe , ca. 40 Euro monatlich bezahle und falls ich für Zahnärztliche Behandlung ebenfalls eine abschließen wollte, kämen nocheinmal ca. 20 Euro dazu!)
- keine Medikamentenzuzahlungen
- keine Praxisgebühren
- kein hin und her zwischen Hausarzt und Facharzt und
- bessere Leistungen
Was mit der neuen Gesundheitsreform kommt ist garantiert nicht besser als jetzt. Und eine Zweiklassenmedizin haben wir jetzt schon. Ich kann das bei meinem Mann, der Privatpatient ist, sehen. (Extra Wartezimmer, keine Wartezeit auf OP's usw.)
Meine Frage war, ob überhaupt jemand, der pflichtversichert in Rente gegangen ist, in eine PK gewechselt hat.

schau nicht nur danach welches die vorteile wären (es gibt auch etliche nachteile !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ), sondern schau nach, ob du mit dem sytem der pkv klarkommen wirst- und zwar auf dauer. wenn du die erste bist, die sich dann über eine saftige beitragserhöhung beschwert, dann hast du entweder das system nicht begriffen oder / und den falschen tarif gewählt. eine zukünftige beitragsstabilität lässt sich im übrigen nicht an den vergangenheitswerten messen, da man hier zusätzlich in die kalkulation der pkv einblick haben muss und die dazugehörigen gesetze kennen sollte. das ist aber nicht allein deine aufgabe. darum die wiederholung. lass dir unabhängig helfen.
ich denke, die pkv ist nicht der richtige weg für dich.

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
06.02.2007, 16:56
Hallo Humerusfraktur...

ich habe eben mal spasseshalber den Tarifvergleich von ca. 50 privaten KV- Versicherern mit "reduziertem Leistungsumfang" durchlaufen lassen.

Es ist mir offengestanden ein Rätsel wie ein Beitrag von 280 € mtl. bei dir zustande kommen kann. Derartig niedrige Beiträge gehen höchstens einher mit extrem hohen Selbstbehalten...

Der Karstatt Quelle - Tarif würde z.B. ungefähr hinkommen bei einem Beitrag von 248,70 € mtl. und einem SB i.H.v. 5000,- € p.a.

Der Tarif den man dir vorgeschlagen hat, würde mich mal interessieren und sicherlich andere die sich mit der PKV beschäftigen, auch.

Gruß Austernschluerfer

Humerusfraktur
07.02.2007, 12:25
Hallo,
eure Beiträge sind interessant! Also nochmals, die Debeka hat mir folgendes Angebot gemacht
- PZ 30 188,66 Euro
- BE 1 11,73 Euro
- PVZ750 54,83 Euro (Pflegeversicherung) und
- PVB 29,04 Euro
macht insgesamt 284,26 Euro. Dabei sind meine früheren Zeiten in dieser Versicherung noch nicht berücksichtigt.
Der niedrige Beitrag kommt unter anderem dadurch zustande, dass ich Beihilfe bekommen werde.
Liebe(r) Experte: Was sind denn die Nachteile? Dass ich die Rechnungen im voraus begleichen muss und dann erst die Kosten erstattet bekomme? Diese Verfahren kenne ich von meinem Mann.
Vorteil der Debeka ist u.A., dass die Überflüsse aus anderen Versicherungen in die Krankenversicherung fließen, deshalb heißt die Form "auf Gegenseitigkeit". Nach der Gesundheitsreform werden von den PK's 10 % Erhöhung in Aussicht gestellt.
Meine Frage ist immer noch nicht beantwortet: Komme ich aus der GK heraus oder nicht? Und wenn nein, warum nicht - welche gesetzliche Vorgaben lassen einen Wechsel nicht zu? Und wenn ja, welche Bedingungen müssen erfüllt sein? Wäre schön, wenn ich darauf Antwort bekäme. Danke im voraus!

Inaktiver User
07.02.2007, 12:55
Das kommt darauf an, ob Du pflichtversichert oder freiwillig versichert bist. Wenn Du pflichtversichert bist, kommst Du nicht raus. Pflichtversichert bist Du, wenn Du bestiimmte Vorversicherungszeiten erfüllt hast, näheres hier
http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_11958/SharedDocs/de/Navigation/Rente/Leistungen/KVdR__PVdR/KVDR__Voraussetzungen__Beginn__Ausschluss__node.ht ml__nnn=true

Am besten einfach mal die Krankenkasse nach Deinem Status fragen bzw. das müsste sich auch irgendwie aus Deinen Unterlagen ergeben.
Gruß, Suse

Inaktiver User
07.02.2007, 13:15
Hallo Humerusfraktur... ok, dein Beihilfestatus ist also verantwortlich für den doch recht niedrigen Beitrag.... das erklärt dann natürlich alles.

Noch ein Wort zum VVaG...die Überschüsse aus anderen Versicherungssparten fließen natürlich nicht in die KV, auch nicht bei einem VVaG, denn auch hier gibt es erstmal offiziell das Prinzip der Spartentrennung.

VVaG s haben gegenüber AGs den Vorteil, dass z.B. keine Dividendenzahlungen an Aktionäre ausgeschüttet werden müssen.... das Geld also gewissermassen in Händen der Mitglieder des Vereins bleibt....theoretisch...

Ich glaube auch nicht dass die LV oder Sachkunden der Debeka begeistert wären, wenn ihre Überschüsse die KV sponsoren würden...genausowenig wie du wahrscheinlich begeistert wärest wenn eventuelle KV Überschüsse den LV/Renten - Kunden gutgeschrieben würden und deine Beiträge munter steigen würden ... mangels Überschuss.

Gruß Austernschluerfer

DerExperte
07.02.2007, 14:09
Liebe(r) Experte: Was sind denn die Nachteile? Dass ich die Rechnungen im voraus begleichen muss und dann erst die Kosten erstattet bekomme? Diese Verfahren kenne ich von meinem Mann.


du hast dich wohl nie ernsthaft mit der pkv beschäftigt. sei mir nicht böse, aber an deiner aussage kann ich leicht erkennen, dass du dich nie ernsthaft mit der pkv befasst hast bzw. dich nie richtig und unabhängig hast beraten lassen.
eine komplettberatung kann man nicht in schriftform machen. gebe dir aber einen tipp von vielen: schau nach, daß auch leistungen für stationäre psychotherapie drin sind. viele tarife bieten da nur 30 oder 42 tage leistung. das ist ein witz. das sind etliche tausend euro oder gar 100.000 eur, die man dann aus dem einen tarif an leistung erhält, aus dem anderen nicht!



Vorteil der Debeka ist u.A., dass die Überflüsse aus anderen Versicherungen in die Krankenversicherung fließen, deshalb heißt die Form "auf Gegenseitigkeit".

solltest dich nochmal zum begriff "versicherung auf gegenseitigkeit" näher befassen und nicht den begriff hier komplett falsch darlegen (siehe kommentar austernschluerfer).
sorry.



Meine Frage ist immer noch nicht beantwortet: Komme ich aus der GK heraus oder nicht? Und wenn nein, warum nicht - welche gesetzliche Vorgaben lassen einen Wechsel nicht zu?

ruf bei deiner krankenkasse an und frage nach, ob du freiwilligen-status hast. wenn ja, dann kannst dich um details kümmern. wenn nein, dann ist es so und vielleicht sogar besser für dich.

beste grüße,

DerExperte

Humerusfraktur
07.02.2007, 17:27
Hallo,
ich habe jetzt eine Anfrage an meine Krankenkasse gerichtet. Bin gespannt auf die Antwort. Denn einer Kollegin von mir ist es geglückt aus der GK in eine PK zu wechseln, obwohl sie pflichtversicherte Rentnerin war. Ich wollte einfach wissen, ob es weitere Vorgänge gibt.
Noch etwas zum "Experten": Was für mich gut ist oder nicht - das entscheide immer noch ich!
Es ist ja so, dass ich von jedem zusätzlich möglichen Verdienst höhere Beiträge entrichten muss. Und wenn ich alles zusammenrechne, dann bin ich nicht mehr weit von den 284 Euro entfernt und bei einem Wechsel hätte ich den Status einer Privatpatientin. Und da mag noch so mancher vermeintliche Experte warnen - es hat nur Vorteile! Was die Psychotherapie anbelangt: Mein Mann, der ja in derselben Versicherung ist, hat gerade einen 6-wöchigen stationären Aufenthalt hinter sich - voll übernommen! Und eine Verlängerung wäre problemlos möglich gewesen. Ich melde mich wieder, wenn sich die GK gemeldet hat.

Inaktiver User
07.02.2007, 17:54
@ Humerusfraktur

Da du dich - wie wir nun wissen, über einen Beamtentarif versichern kannst, ist es sicherlich nicht uninteressant für dich in die PKV trotz deines Alters zu wechseln. ( ausführlichste und penibel durchgeführte Gesundheitsprüfung vorausgesetzt )

In der PKV wirst du perspektivisch , leistungsmässig und - insofern du nicht auf jeden Beitragscent hinterm Komma guckst oder angewiesen bist, sicherlich besser aufgehoben sein als in der GKV ... das steht angesichts der Misere im Gesundheitswesen wohl ausser Frage.

Ich gebe dir auch insofern recht, als dass man die beiden Systeme...PKV und GKV allein über den Beitrag nicht vergleichen kann... das ist eine immer wieder gerne angestellte klassische Milchmädchenrechnung - da die Leistungsunterschiede bekannterweise je nach Tarifwahl - PKV, qualitativ betrachet, teils meilenweit voneinander entfernt sind.

Deinen o.g. Beamtentarif musst du halt mal genau unter die Lupe nehmen...leistungsmässig gesehen.

Es stellt sich eigentlich ganz einfach die Frage- und die hast du ja schon für dich beantwortet

... Bin ich mir den Mehrbeitrag wert ..... ???

In diesem Sinne auf ein gutes Gelingen

Austernschluerfer

Inaktiver User
07.02.2007, 20:13
Also derExperte.

Auch wenn Du es gut meinst, ich finde den Ton auch hier etwas unangemessen. Zumal Humerusraktur ja bereits bei ihrem Mann mitversichert war und die Abwicklung/das Handling aus dem Hause Debeka offensichtlich auch daher am eigenen Leib erfahren hat. Darüber hinaus erlebt sie es ja "täglich" bei ihrem Mann oder führt die Abwicklung sogar für Ihren Mann durch...

Wenn dann tatsächlich noch alte Rückstellungen vorliegen und diese angerechnet werden, dann fallen
a) die Beitragserhöhungen gar nicht so stark aus
b) werden die aktuellen Beiträge sogar noch günstiger
c) wandelt sich Humerusfraktur ohne Mehraufwand vom gesetzlich (minimal) Versicherten zum Privatversicherten

Wo ist Dein Problem?
Falls die Beiträge tatsächlich überdurchschnittlich ansteigen würden, könnte sie immer noch die Leistungen bis auf "GKV-Nieveau" zurück schrauben und damit wieder Beiträge sparen.




Vorteil der Debeka ist u.A., dass die Überflüsse aus anderen Versicherungen in die Krankenversicherung fließen, deshalb heißt die Form "auf Gegenseitigkeit".

Hallo Humerusfraktur.

Wer hat Dir denn diese Auslegung erzählt? Das grenzt allerdings ein wenig an groben Unfug. Sicherlich ist es so, daß die Überschüsse nicht wie bei AG's an die Aktionäre ausbezahlt werden sondern im Haus bleiben und deshalb allen Mitgliedern irgendwie zu Gute kommen. Aber das Ganze ist auch wieder gar nicht so gut. Doch sieh selbst:


Vor- und Nachteile der Rechtsformen

Der wirtschaftliche Erfolg der VVaG bedeutet eine der wesentlichen Stärken seiner Rechtsform und begründet seine außerordentliche Bedeutung für den Versicherungsmarkt.

Da ein VVaG keine fremden Eigentümer hat, die Ansprüche auf den erzielten Gewinn haben, verbleiben erwirtschaftete Überschüsse im Unternehmen oder kommen den Versicherungsnehmern als Vereinsmitgliedern zugute. Andererseits kann ein VVaG nicht ohne weiteres Kapital auf dem Kapitalmarkt aufnehmen, sondern muss die genötigten Sicherheitsmittel aus seinen Gewinnen selbst erwirtschaften. Dies schränkt wiederum seine Möglichkeiten, Gewinne zugunsten der Versicherungsnehmer zu verwenden ein. Zudem kann ein VVaG im Rahmen dieser Beschränkung sein Geschäft nicht ohne weiteres ausdehnen, da er die für zusätzliches Geschäft benötigten Sicherheitsmittel erst aus dem bestehenden Geschäft bilden muss.

Im internationalen Wettbewerb erweist sich die Rechtsform des VVaG jedoch immer mehr als Hemmschuh, weshalb entsprechend ambitionierte VVaG Umwandlungen (Demutualisierung) oder Holdingstrukturen anstreben.

VVaG müssen die zur Absicherung von Schwankungen des Versicherungsverlaufs benötigten Sicherheitsmittel selbst systematisch erwirtschaften, während Aktiengesellschaften diese bei Bedarf kurzfristig auf den Kapitalmärkten aufnehmen können. VVaG halten daher regelmäßig besonders hohe Sicherheitsmittel vor, die sie systematisch aufbauen; nur hierfür nicht benötigte Beträge können zugunsten der Versicherungsnehmer verwendet werden. Der Aufbau der Sicherheitsmittel des VVaG muss mit dem Wachstum des Geschäfts Schritt halten; insofern unterliegt der VVaG Wachstumsschranken. VVaG weisen daher in der Sparte Schaden/Unfall im Durchschnitt erheblich über dem Soll liegende Solvabilität auf, so dass eine Vielzahl von VVaG einen Deckungsgrad der Ist-Solvabilität zwischen 250 und 450 % aufweisen. In der Lebensversicherung liegt der Schnitt zwischen 150 und 200 % und in der Sparte Kranken zwischen 200 und 300 %. Andererseits haben VVaG für diese hohen Reserven aber keine Finanzierungskosten, wie sie von Aktiengesellschaften für auf dem Kapitalmarkt aufgenommene Beträge in erheblichen Umfang in Form von Dividenden zu leisten sind. Daher halten VVaG soviel Reserven wie sinnvoll, Aktiengesellschaften so wenig Reserven wie vertretbar. Soweit der VVaG gleichmäßig wächst und keine größeren Schwankungen im Versicherungsergebnis hat, kann er daher Versicherungsschutz günstiger anbieten als Aktiengesellschaften. Hingegen kann hohes Wachstum, größere Diversifikation und der Ausgleich von starken Schwankungen besser von Aktiengesellschaften geleistet werden.

VVaG führem also in größerem Umfang als Aktiengesellschaften entstandene Gewinne dem Eigenkapital zu, dafür aber keine Dividenden an Aktionäre. Zusätzlich bieten sich für VVaG als Alternative zur Kapitalbeschaffung börsennotierte Genussrechte an. Eine weitere Möglichkeit, den Kapitalmarkt zu nutzen, besteht durch die Schaffung von Tochterunternehmen in Form von Aktiengesellschaften und die Bündelung von Aktivitäten in Zwischenholdings. Dies bietet bei ausreichendem Volumen sogar die Möglichkeit eines Börsengangs. (Quelle: Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Versicherungsverein_auf_Gegenseitigkeit))

Das was von den VVaG's immer als Vorteil verkauft wird, kann also genauso gut ein Nachteil sein. Aber darüber wird der Mantel des Schweigens gebreitet. Vielleicht sollte man darüber einmal nachdenken...




Es ist ja so, dass ich von jedem zusätzlich möglichen Verdienst höhere Beiträge entrichten muss. Und wenn ich alles zusammenrechne, dann bin ich nicht mehr weit von den 284 Euro entfernt und bei einem Wechsel hätte ich den Status einer Privatpatientin.

Das Statement ist eindeutig: Ja, ich bin mir den Mehrbeitrag wert! und das ist gut so *lächel*

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
08.02.2007, 06:05
@Humerusfraktur: das kommt mir aber hoch vor, wieviel % Beihilfe bekommst Du denn? Ich bin bei der Continentale privat krankenversichert und zahle bei 70 % Beihilfe für denselben Schutz 150 € im Monat.

Inaktiver User
08.02.2007, 07:12
@Humerusfraktur: das kommt mir aber hoch vor, wieviel % Beihilfe bekommst Du denn? Ich bin bei der Continentale privat krankenversichert und zahle bei 70 % Beihilfe für denselben Schutz 150 € im Monat.

Hallo GoleoVI.

Bist Du auch weiblich und 62 Jahre jung?

Inaktiver User
08.02.2007, 18:01
Hallo,
ja, weiblich bin ich - sonst hätte ich wohl kaum die Kinder bekommen können, die meinen Beihilfeanspruch auf 70 % erhöht haben *zwinker*
Allerdings bin ich "erst" 39...
Bin vor Jahren von der Debeka in die Continentale gewechselt, weil die Bearbeitungs- und Überweisungsdauer bei der Debeka inakzeptabel lang war (bei der Conti noch nie länger als 5 Arbeitstage). Gleichzeitig senkte sich damals der Beitrag erfreulicherweise durch den Wechsel. Aber wer weiß, vielleicht hat sich die Debeka ja inzwischen verbessert...? Eine Tante&Onkel von mir sind in der DKV und sehr, sehr unzufrieden, allerdings leider zu alt und zu krank für einen Wechsel.

Inaktiver User
08.02.2007, 18:08
[quote=GoleoVI]Hallo,
ja, weiblich bin ich - sonst hätte ich wohl kaum die Kinder bekommen können, die meinen Beihilfeanspruch auf 70 % erhöht haben *zwinker*
Allerdings bin ich "erst" 39...


Na ja, dann liegt Humerusfraktur mit ihrem Beitrag nicht schlecht - wenn du 39 bist und sie 62.

Wie immer...alles ist relativ :freches grinsen: und wenn man was miteinander vergleichen will, dann immer auf möglichst vergleichbaren Grundlagen.

Gruß Austernschluerfer

Inaktiver User
08.02.2007, 18:39
Hallo,
ja, weiblich bin ich - sonst hätte ich wohl kaum die Kinder bekommen können, die meinen Beihilfeanspruch auf 70 % erhöht haben *zwinker*
Allerdings bin ich "erst" 39...


*g* mit den Kindern hast Du wohl recht :smile:

Und mit dem Altersunterschied haben wir auch schon erklärt, warum Humerusfraktur einen höheren Beitrag bezahlt. Obwohl ich sagen muß, daß bei diesem Altersunterschied entweder Dein Beitrag relativ hoch oder der von Humerusfraktur ganz schön niedrig ist...

Es ist ja alles relativ, ob nun die Räder am Bus oder der Bus an den Rädern... :smile:

Auf jeden Fall hätten wir dies geklärt.

Schöne Grüße

justii

Humerusfraktur
13.02.2007, 17:00
Hallo, nun ist es amtlich: Ein Wechsel in eine PK ist nicht möglich, weil die Dreimonatsfrist bei mir abgelaufen ist. (Ärgerlich, dass mich niemand darauf aufmerksam gemacht hat, aber nicht mehr zu ändern)
Ausnahme:
- Befreiung, aufgrund selbständiger Arbeit. Dies kommt für mich zur Zeit nicht in Frage, weil ich ja vorzeitig in den Ruhestand gegangen bin und nur 340 Euro hinzuverdienen darf. Die Bedingung ist jedoch: mindestens 18 Wochenstunden freiberufliche Arbeit (und "Gewerbeanmeldung").
Wie man wieder sieht, die GK hatte kein Interesse, mich zu informieren. Die Rentenberatungsstelle hat mich nicht über meine Möglichkeiten aufgeklärt - sie hätte dazu ja meine persönliche Situation erfragen müssen. Und von wem hätte ich sonst sensibilisiert werden können? Ich weiß jetzt Bescheid aber viele weitere Betroffene nicht. Vielleicht hilft es jedoch anderen, die diese Zeilen nachlesen.

Heroica
17.02.2007, 19:52
Wie man wieder sieht, die GK hatte kein Interesse, mich zu informieren.

Sorry, aber warum sollte die GKV Dich auch über einen möglichen Wechsel in die PKV informieren? Ein Wechsel wäre ja in Deinem Interesse und für die Wahrnehmung seiner Interessen ist in diesem Land (zum Glück!) noch jeder selbst verantwortlich.

Humerusfraktur
18.02.2007, 15:49
Hallo Heroica,
natürlich mache ich der GKV keinen Vorwurf, dass sie mich nicht informiert hat. Wie aber kann ich Verantwortung übernehmen, wenn ich keine Informationen habe? Das ist doch mein Problem! Ich kann ja nur entscheiden, wenn ich Alternativen habe - Angebote vorausgesetzt! Und die hatte ich eben nicht.