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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nicht mit Arbeitskollegen ausgehen wollen



Lakritze
04.02.2007, 18:00
Meine Arbeitskollegen wollen öfter mal abends ausgehen.
Ich habe aber keine Lust dazu (hier und da schon, aber nicht so oft), ein Nein wird aber nicht akzeptiert.
Habt Ihr eine Idee, wie ich höflich ablehnen kann, ohne daß das Betriebsklima gefährdet ist?

Inaktiver User
04.02.2007, 18:09
Ich würde freundlich, aber bestimmt sagen, dass du ihr Angebot zwar schätzt, aber bisher Berufs- und Privatleben stets getrennt hast, und dies gern weiter so halten möchtest.

Lakritze
04.02.2007, 18:11
Danke für die schnelle Antwort, das klingt gut :smile:

Inaktiver User
04.02.2007, 18:26
mach ich auch so. ausgenommen Betriebsfest - das kommt nicht gut dort nicht zu erscheinen. hängt aber von der grröße des betriebes ab.

vg

Asoleado
05.02.2007, 13:30
Ich würde freundlich, aber bestimmt sagen, dass du ihr Angebot zwar schätzt, aber bisher Berufs- und Privatleben stets getrennt hast, und dies gern weiter so halten möchtest.

Ich finde, dass das die Kollegen vor den Kopf stossen könnte. Ich würde lieber sagen, dass ich zu k.o. bin oder noch Termine habe (Fitnesscenter, VHS, Freundin/Freund, usw.).

Tahnee
05.02.2007, 13:54
Ich finde, dass das die Kollegen vor den Kopf stossen könnte. Ich würde lieber sagen, dass ich zu k.o. bin oder noch Termine habe (Fitnesscenter, VHS, Freundin/Freund, usw.).

Ich finde nicht, warum man Kollegen vor den Kopf stössen könnte, wenn man ganz klar sagt, dass man zwischen Privat- und Berufsleben trennt. Habe ich auch stets so gehandhabt bisher und es war noch nie ein Problem. Ich bin doch mit den nicht befreundet oder was auch immer, sondern arbeite nur mit denen.

Tahnee

Ricarda44
05.02.2007, 19:31
Ich weiß ja nicht: Kann man echt Privat- und Berufsleben so strikt voneinander trennen? Ich finde das immer recht lustig, wenn man die Kollegen auch mal außerhalb des Jobs kennen lernt. Das entspannt das Arbeitsverhältnis doch fast immer.
Also, ab und zu sollte man sich schon 'nen Schubs geben und einfach mal mitgehen. Dieses "Trennen von Privat- und Berufsleben" hört sich ein wenig arrogant an finde ich.

Tahnee
05.02.2007, 19:52
Ich weiß ja nicht: Kann man echt Privat- und Berufsleben so strikt voneinander trennen? Ich finde das immer recht lustig, wenn man die Kollegen auch mal außerhalb des Jobs kennen lernt. Das entspannt das Arbeitsverhältnis doch fast immer.

Also, ab und zu sollte man sich schon 'nen Schubs geben und einfach mal mitgehen. Dieses "Trennen von Privat- und Berufsleben" hört sich ein wenig arrogant an finde ich.

Ja, man kann das so strikt trennen und aus meiner Sicht sollte man das auch. Wenn das für andere arrogant ist --> bitteschön.

Leeremick
06.02.2007, 08:51
Ich denke es kommt u.a. auch darauf an, wie die Firmenpolitik ist. Ich arbeite in einem Unternehmen, dass in letzter Zeit verstärkt gemeinsame Freizeitakivitäten plant und fördert. Theoretisch ist das natürlich Freizeit und niemand ist verpflichtet, immer mitzugehen. Wenn man es aber nie tut, wird das ausgesprochen ungern gesehen und durchaus negativ bewertet.
Die Ausgangsfrage war eine andere - das ist schon klar. Ich würde aber auch im freiwilligen Fall genau abwägen, ob es sinnvoll ist, sich ganz strikt abzugrenzen.
:ahoi: Lee

Inaktiver User
06.02.2007, 10:56
Ich denke es kommt u.a. auch darauf an, wie die Firmenpolitik ist. Ich arbeite in einem Unternehmen, dass in letzter Zeit verstärkt gemeinsame Freizeitakivitäten plant und fördert. Theoretisch ist das natürlich Freizeit und niemand ist verpflichtet, immer mitzugehen. Wenn man es aber nie tut, wird das ausgesprochen ungern gesehen und durchaus negativ bewertet.
Zwischen immer und nie gibts aber noch was dazwischen und da sollte jeder selber abwaegen, wie viel Firma er sich in seiner Freizeit noch zumuten will.
Fuer mich kaeme das sehr auf die Kollegen an. Ich hatte frueher ein paar sterbenslangweilige Kneipenabende, an denen meine (allesamt maennlichen) Kollegen sich angelegentlich ueber Fussball unterhalten haben.

Ich finde, wenns nicht uebertrieben haeufig ist und man selber etwas Spass bei der Sache hat ist das ok. Einmal die Woche waere mir zu viel. Einmal im Monat koennte ich mir vorstellen.

Dory

Regenwurm
06.02.2007, 11:13
"hier und da schon, aber nicht so oft"

Ich finde, das ist genau das, was du deinen Kollegen sagen und auch machen sollest. Ab und an mal einen Kneipenabend mit den Kollegen zu verbringen wenn jedem danach ist, kann dem Betriebsklima durchaus gut tun. Zwanghafte Abende oder ein 100% striktes Trennen von Arbeits- und Privatleben finde ich übertrieben, aber das hängt wohl von der jeweiligen Arbeitstelle und den Kollegen ab.

"ein Nein wird aber nicht akzeptiert"

Das finde ich nun nun wieder unverschämt, zumal du offenbar ab und an mal mitgehen würdest. Du bist doch nicht mit denen verheiratet...

Inaktiver User
10.02.2007, 17:29
Ich trenne Beruf- und Privatleben auch strikt. Wenn ich jemanden besonders mag und es sich deshalb nicht vermeiden lässt, dass wir uns anfreunden :zwinker:, mache ich schon mal eine Ausnahme... :freches grinsen:

Ernsthaft - ich will meine Freizeit nur mit Menschen verbringen, die mir liegen, mit denen ich Spass habe und die ich - siehe oben -gerne mag. Aus einem Gruppenzwang heraus etwas zu tun, liegt mir überhaupt nicht, dazu fehlt mir auch schlicht die Zeit...

Es sind bei uns auch nur die Kollegen, die sich abends treffen, die außerhalb der Firma keine oder wenig Freunde oder keinen Partner/Familie haben...

Lakritze
10.02.2007, 18:37
Danke für Eure Antworten



Ernsthaft - ich will meine Freizeit nur mit Menschen verbringen, die mir liegen, mit denen ich Spass habe und die ich - siehe oben -gerne mag. Aus einem Gruppenzwang heraus etwas zu tun, liegt mir überhaupt nicht, dazu fehlt mir auch schlicht die Zeit...

Es geht mir gar nicht mal so sehr darum, daß mir die Leute nicht liegen, mir liegen die Aktivitäten nicht.
Ich mag nicht stundenlang in verrauchten Cafés sitzen oder mit in (noch verrauchteren) Discotheken herumtreiben. Die Phase hatte ich zwischen 16 und 18.



Es sind bei uns auch nur die Kollegen, die sich abends treffen, die außerhalb der Firma keine oder wenig Freunde oder keinen Partner/Familie haben...

Das kann ich bei uns nicht bestätigen. :smirksmile:

Kappuziner
10.02.2007, 18:52
Ich bin früher auch nie mit meinen Kollegen weggegangen und irgendwann hat mir das leid getan. So ein Zusammenhalt entsteht oft ausserhalb der Arbeit (und auch die wichtigsten Informationen werden nicht während der Dienstzeiten ausgetauscht). Als mal eine Neue bei uns anfing, habe ich die Gelegenheit genutzt, mich ab und an den anderen anzuschließen und ich habe es nicht bereut, auch wenn ich eigentlich nicht "der Typ dafür" bin.

Man tut sich leichter, wenn man z.B. ein Problem hat bei der Arbeit, einen Durchhänger, oder vielleicht mit einer Person aus einer anderen Abteilung nicht gut zurechtkommt. Man hat dann immer einen Ansprechpartner, oder mehrere, denen man vertrauen kann.
Und man ist immer auf dem neuesten Stand.

Ich gehe seitdem öfter mal in die Kantine und so 3-4 mal im Jahr mit den anderen weg. Lohnt sich.

Lakritze
10.02.2007, 20:11
Ich gehe seitdem öfter mal in die Kantine und so 3-4 mal im Jahr mit den anderen weg. Lohnt sich.
Also, in der Kantine hocken wir sowieso pausenbedingt zweimal täglich alle zusammen. Daher glaube ich auch nicht, daß mir Neuigkeiten entgehen.

Inaktiver User
10.02.2007, 22:58
Ich gehe seitdem öfter mal in die Kantine und so 3-4 mal im Jahr mit den anderen weg. Lohnt sich.
3-4 mal im Jahr ist ja auch nicht wirklich viel. Wenn dann wenigstens was nettes unternommen wird...
Discobesuche mit den Kollegen? Komische Idee. Da lassen die so eine alte Oma wie mich doch gar nicht mehr rein (und discomäßig hab ich mich schon lange ausgetobt). Abgesehen davon ist das ja wohl der schlechteste Ort für eine Unterhaltung, den man sich denken kann.

Dory

NeverGiveUp
11.02.2007, 01:48
Ich verstehe nicht, warum ich das strikt trennen sollte oder warum manche so empfindlich auf private Treffen unter Kollegen reagieren.
Ich hab zwei meiner besten Freunde im Kollegenkreis.

Wir (ein Bereich aus der Firma, ca. 10 Leute) treffen uns auch ein-zweimal im Jahr zum Grillen und laden uns gegenseitig zu größeren Geburstagen/Silberhochzeiten etc. ein.
Das Klima ist dadurch viel entspannter und persönlicher.

frauclooney66
12.02.2007, 12:50
Kommt auf das Verhältnis zu den Kollegen an. Wir ratschen im Büro auch mal privat. Das ist immer sehr nett, trotzdem wäre es heute undenkbar für mich mit den gleichen Kollegen abends noch einen trinken zu gehen. Weil sie mir sooo sehr nun doch nicht am Herzen liegen, als das ich auch noch meine Freizeit mit ihnen verbringen möchte. Das war früher mit anderen Kollegen anders.
@ Lakritze: Vorausgesetzt, Du verstehst Dich sehr gut mit Deinen Kollegen. Wäre ein Kompromiss daß Du 1 x im Monat mitgehst (z.B. Essen statt Zappelschuppen) und ansonsten eben nicht ?
Vorauszusetzen, daß MAN immer und überall mitmachen muss, finde ich persönlich ziemlich dreist.

Inaktiver User
14.02.2007, 19:34
Es geht mir gar nicht mal so sehr darum, daß mir die Leute nicht liegen, mir liegen die Aktivitäten nicht.
Ich mag nicht stundenlang in verrauchten Cafés sitzen oder mit in (noch verrauchteren) Discotheken herumtreiben.



Dann hast Du doch ein gutes Argument! Du kannst doch sagen, dass Du keinen Qualm und keine schlechte Luft vertragen kannst (z. B. wegen Allergien, Asthma usw.;-) und dass Deine Ärzte Dir davon abgeraten haben!

Latona
14.02.2007, 21:34
@ NeverGiveUp
Ich verstehe nicht, warum ich das strikt trennen sollte oder warum manche so empfindlich auf private Treffen unter Kollegen reagieren.
Ich hab zwei meiner besten Freunde im Kollegenkreis.

Wir (ein Bereich aus der Firma, ca. 10 Leute) treffen uns auch ein-zweimal im Jahr zum Grillen und laden uns gegenseitig zu größeren Geburstagen/Silberhochzeiten etc. ein.
Das Klima ist dadurch viel entspannter und persönlicher.
Wie Du das hältst, ist natürlich Deine Sache. Aber ich geb Dir mal zwei einfache Gründe, warum es sinnvoll sein kann, Arbeit und Privates weitestgehend zu trennen:

1. Meine Freizeit ist meine Freizeit, und die möchte ich mit den Menschen verbringen, die mir am Herzen liegen. Das müssen nicht unbedingt diejenigen sein, mit denen ich 8 Stunden am Tag zusammenarbeite, denn die habe ich mir im Gegensatz zu meinen Freunden nicht ausgesucht.

2. Ich halte es nicht für nötig, dass meine Kollegen und Kolleginnen zuviel Privates von mir wissen. Damit macht man sich im Zweifelsfall nämlich auch angreifbar. Schließlich sind Firmen heutzutage keine kuschligen Familien mehr, sondern knallharte wirtschaftliche Unternehmungen. Da wird im Zweifelsfall nicht immer mit fairen Bandagen gekämpft.

Inaktiver User
15.02.2007, 08:59
Ich sehe des ähnlich wie Latona, besonders dem ersten Punkt schließe ich mich an. Ich habe zwar meine Kollegen nicht acht oder zehn Stunden um mich herum, da ich ein Büro für mich habe und manchmal auch zu Hause arbeite, aber wenn ich mal mit Kollegen ausgehe, dann ist das Gesprächsthema Nr. 1 - die Arbeit und vor allem die anderen Kollegen und der Tratsch und Ratsch. Und der interessiert mich nun wirklich überhaupt nicht...

Polarstern
15.02.2007, 09:48
@ NeverGiveUp
Wie Du das hältst, ist natürlich Deine Sache. Aber ich geb Dir mal zwei einfache Gründe, warum es sinnvoll sein kann, Arbeit und Privates weitestgehend zu trennen:

1. Meine Freizeit ist meine Freizeit, und die möchte ich mit den Menschen verbringen, die mir am Herzen liegen. Das müssen nicht unbedingt diejenigen sein, mit denen ich 8 Stunden am Tag zusammenarbeite, denn die habe ich mir im Gegensatz zu meinen Freunden nicht ausgesucht.

2. Ich halte es nicht für nötig, dass meine Kollegen und Kolleginnen zuviel Privates von mir wissen. Damit macht man sich im Zweifelsfall nämlich auch angreifbar. Schließlich sind Firmen heutzutage keine kuschligen Familien mehr, sondern knallharte wirtschaftliche Unternehmungen. Da wird im Zweifelsfall nicht immer mit fairen Bandagen gekämpft.
Grundsätzlich hast Du recht. Aber das hängt ja auch sehr vom Betrieb ab, oder?

Bei mir sind meine Kollegen die Menschen, die mir am Herzen liegen. In der piefigen Kleinstadt, in der ich lebe, gibt es wenige weltoffene, nette Leute, und es ist schwer, die bei einer langen (Arbeits-)Woche kennenzulernen, trotz Sportverein oder VHS. Ich habe hier nur 2 Freunde, die ich nicht über die Arbeit kennengelernt habe.

Was die Konkurrenz angeht: kaum einer von uns arbeitet im selben Bereich. Dadurch kommt es auch nicht zu der beschriebenen Konkurrenzsituation, daher ist Privatwissen keine Gefahr.

Ich finde, daß kann doch jeder nur für sich und seine Firma beurteilen. Ich gehe abends mit meinen Kollegen weg, wenn ich Lust dazu habe. ich schlage aber auch viele Einladungen aus, ohne daß es mir jemand übel nimmt. DAS finde ich das eigentlich merkwürdige an Lakritzes Kollegen: daß sie ihr nicht die Wahl lassen. Ich würde mich auch mit zuviel Rauch rausreden. Da kann wohl keiner meckern...

LG
Polarstern

Brombeerkatze1
15.02.2007, 10:33
Ich trenne auch Beruf- und Privatleben. Ich verbringe doch sowieso schon mehr Stunden mit den Kollegen als mit meinen Lieben...
Das Unternehmen es gerne sehen wenn die Kollegen Freizeit miteinander verbringen finde ich übergriffig. Meine Freizeit gehört mir, bin schließlich auch noch Privatmensch.
viele Grüße Brombeerkatze

Polarstern
15.02.2007, 12:37
Ich trenne auch Beruf- und Privatleben. Ich verbringe doch sowieso schon mehr Stunden mit den Kollegen als mit meinen Lieben...


Wie macht Ihr das alle? Ich teile mein Büro mit zwei Kollegen, die ich wirklich ein paar Stunden pro Tag sehe (aber nie volle 8, weil wir durch Gleitzeit je nach Lust und Laune auftauchen). Mit denen gehe ich aber nie aus, sondern mit etwa 20 (in Grüppchen, nicht alle zusammen :smirksmile:), denen ich im Arbeitsalltag eigentlich fast nie begegne.

Wenn ich in einem Großraumbüro arbeiten müßte, würde ich wahrscheinlich mit der Schlußfanfare nach Hause rasen und nie mit einem Kollegen sprechen. :freches grinsen:

LG
Polarstern

Aareblitz
15.02.2007, 12:45
Habt einige von Euch so unsympathische Arbeitskollegen?

Bei mir im Büro gibts einige Kollegen, die ich gut mag und mit denen ich auch abends mal etwas trinken gehe. Das passiert unregelmässig und auch nicht sehr oft, aber es sind immer lustige Abende.

Man ist 8 Stunden oder mehr pro zusammen auf der Arbeit, da ist es doch normal, dass man sich auch mal über private Dinge unterhält. Natürlich kehre ich auch nicht mein Innerstes nach Aussen, dafür habe ich Freunde, aber meine Arbeitskollgen dürfen doch auch wissen, was ich privat so für Hobbys habe, wo ich in den Ferien war etc. Ich sehe nicht ganz, wo mir das schaden sollte und warum man da einen extremen Strich machen soll.

Inaktiver User
15.02.2007, 12:53
So wie von Aareblitz beschrieben, läuft es bei meiner Arbeit (öffentl. Dienst) auch. Natürlich quatschen wir tagsüber mal über Urlaub, Kinder, Fernsehen, Schönheitstipps und was auch immer;-)
Bei uns gibt es einige, die auch privat etwas unternehmen, und andere (wie auch mich;-) die sich eher raushalten. Ich mag z. B. wie die eine Vorschreiberin auch keinen Alkohol trinken und keinen Zigarettenqualm einatmen - das sage ich den anderen aber auch, wenn irgendwelche Unternehmungen geplant werden. Ich sage dann immer, dass ich zu diesem konkreten Anlaß nicht mitkomme, aber wenn sie z. B. in Zukunft einfach mal lecker essen gehen, ich durchaus bereit wäre mitzugehen.
Andere Kollegen halten sich davon total fern und es gibt auch keine Probleme deswegen. Aus der freien Wirtschaft kenne ich das von Verwandten aber anders, da schreibt der Chef oft gemeinsame Wochenenden usw. vor:(

Inaktiver User
15.02.2007, 13:17
Ja, man kann das so strikt trennen und aus meiner Sicht sollte man das auch. Wenn das für andere arrogant ist --> bitteschön.

Ich hab eine ziemlich blöde Erfahrung diesbezüglich gemacht: das gemeinsame Mittagessen der Clique der Geschäftsführungs-Assistentinnen hab ich boykottiert, ich konnte mir das Sushi nicht leisten und bin lieber mit den Jungs aus der Systemabteilung zum Türken gegangen.

Die Sache ging nach hinten los, die Prada-Tussis fanden mich arrogant und haben mich gemobbt. Ein paar Bemerkungen gegenüber der Geschäftsleitung und ich war weg vom Fenster.

Ist nur meine persönliche Erfahrung.

Inaktiver User
15.02.2007, 13:52
Habt einige von Euch so unsympathische Arbeitskollegen?

In meinem Fall ja, und ich vermute, dass ich nicht die einzige bin, die so "nette" Kollegen hat.



Natürlich kehre ich auch nicht mein Innerstes nach Aussen, dafür habe ich Freunde, aber meine Arbeitskollgen dürfen doch auch wissen, was ich privat so für Hobbys habe, wo ich in den Ferien war etc. Ich sehe nicht ganz, wo mir das schaden sollte und warum man da einen extremen Strich machen soll.

Genau so habe ich früher auch gedacht; durch persönliche Erfahrungen sehe ich das anders. Du glaubst gar nicht, was für Unterstellungen bis hin zu Mobbing möglich sind, weil man so dumm war, über seine Hobbies, bevorzugte Ferienziele, Wochenendaktivitäten etc. zu berichten. Und ich spreche nicht von "exotischen" Hobbies / Ferienzielen etc.; es hat in meinem Fall schon gereicht, dass ich gerne koche und lieber Städtetouren in europäischen Metropolen mache als Trekkingtouren in Weißnichtwo ohne Strom und fließendes Wasser.

(Wobei ich als Neuling auf die Frage nach Interessen wahrheitsgemäß "Kochen" gesagt habe und giftig-verständnislose Bemerkungen von militanten Nichtköchen geerntet habe. Ich habe mich z.B. nie negativ über Campen und Trekkingtouren geäußert, nur gesagt, dass ich lieber Städtetouren mache. Wochen später hieß es dann hintenrum, ich hätte wohl zu viel Geld und sei mir für einiges zu fein... Bei uns herrscht schon ein sehr spezielles Klima, oberhalb der Tischplatte haben sich alle furchtbar lieb, unterhalb des Tischtuches kriegst Du Tritte vors Schienbein, dass Dir Hören uns Sehen vergeht. Wer keine mehrheitsfähige Meinung hat, wird gnadenlos niedergemacht.)



Andererseits kann es einem auch so ergehen, wie Evemie es geschildert hat: Wer nicht mitgeht (oder einmal mit der "falschen" Gruppe), kann auch unten durch sein.

Im Grunde halte ich mir Kollegen wegen meiner sehr, sehr schlechten Erfahrungen gerne auf Distanz. Kollegiales Zusammenarbeiten gerne, ein wenig Smalltalk, aber nichts Privates und keine gemeinsam verbrachte Freizeit.

frauclooney66
15.02.2007, 14:36
Na ja,
aber so wie Evemie es hier schreibt, kann ich die Ablehnung der Kolleginnen auch irgendwie nachvollziehen. Hätte sie das Sushi abgelehnt und wäre im Büro geblieben - o.k. Aber stattdessen ging sie lieber mit anderen Kollegen zum Türken. Wie würdet ihr das finden ?

@evemie: Auch ich verfüge bekanntermassen über ein gesegnetes Mundwerk :peinlich: :freches grinsen: Aber warum sind die Sekretärinnen der GF automatisch Prada-Tussen (=korrekte Mehrzahl von Tussi*klugscheiss*) ? Bestimmte Positionen erfordern nun mal einen gewissen Dresscode, sagen aber nicht immer was über die Person aus. Oder ?

Polarstern
15.02.2007, 14:36
Ok, nach Euren Beschreibungen sehe ich es ein: ich habe viel nettere Kollegen! Mit den meisten von Euch beschriebenen würde ich auch keine Minute meiner Freizeit verschwenden wollen.

LG
Polarstern

NeverGiveUp
15.02.2007, 17:56
Liegt wohl an den Kollegen und offensichtlich auch an der Art der Arbeit.
Ich arbeite nicht im Büro und muß auch gestehen, daß ich kein Interesse hab, auch nur eine Person bei uns aus dem Büro näher (privat) kennen zu lernen.

Inaktiver User
15.02.2007, 18:40
Das muss ich wohl noch richtig stellen: Ich mag meine Kollegen. Wir arbeiten prima zusammen und die Stimmung untereinander ist - meistens - sehr gut. Aber der gemeinsame Nenner ist die Arbeit, das gemeinsame Interesse oder Ziel, das wir hier verfolgen.
Trotzdem pflege ich einige sehr gute und langjährige Freundschaften (die beiden längsten seit fast 20 Jahren) mit Leuten, die ich bei der oder über die Arbeit kennengelernt habe. Diese sind allerdings immer erst entstanden, nachdem wir nicht mehr den selben Arbeitgeber hatten oder am selben Projekt gearbeitet haben...

Islabonita
16.02.2007, 09:26
Hallo Moncheeba,

das ist bei mir ganz ähnlich. Engere private Kontakte während der ARbeit habe ich immer vermieden, aber 3 meiner besten Freunde und Freundinnen sind Ex-Kollegen.
Bei meiner jetzigen Arbeit ist es so, dass Privates und GEschäftliches recht stark vermischt werden, was normalerweise nicht mein Fall ist.
Allerdings hatte ich noch nie so viele ausgesprochen nette Kolleginnen und Kollegen, so dass ich ab und an auch an privaten Aktivitäten teilnehme.

Grundsätzlich neige ich jedoch immer dazu, privat und geschäftlich weitgehend zu trennen.

Und Gruppenzwang finde ich ganz schrecklich! Beispiel Evemie/Mittagspause - ist doch ihre Sache, mit wem sie die verbringt, ich finde das völlig unmöglich ihr das anzukreiden, wenn sie lieber mit anderen Kollegen mittags zusammen ist.

Gruß

Latona
16.02.2007, 10:55
Ganz abgesehen von Erfahrungen wie sie kappa gemacht hat, kann ich mich Brombeerkatze nur anschließen:
Ich verbringe doch sowieso schon mehr Stunden mit den Kollegen als mit meinen Lieben...
Das Unternehmen es gerne sehen wenn die Kollegen Freizeit miteinander verbringen finde ich übergriffig. Meine Freizeit gehört mir, bin schließlich auch noch Privatmensch. Warum in aller Welt muss ich mich dafür rechtfertigen, wenn ich privat keine Kontakte mit Kollegen pflegen möchte, die über Betriebsfeiern hinausgehen?

demelza
20.02.2007, 16:52
Es geht mir gar nicht mal so sehr darum, daß mir die Leute nicht liegen, mir liegen die Aktivitäten nicht.


wenn es nur um die aktivitäten geht, wäre es dann für dich eine lösung, selbst eine freizeitaktivität vorzuschlagen? eventuell eine, die im freien stattfinden kann? gemeinsames grillen, wie hier schon mal jemand erwähnt hat - oder vielleicht etwas sportliches - oder den besuch eines biergartens? die wämere jahreszeit würde sich doch sicherlich dafür anbieten

Lakritze
20.02.2007, 18:03
wenn es nur um die aktivitäten geht, wäre es dann für dich eine lösung, selbst eine freizeitaktivität vorzuschlagen? eventuell eine, die im freien stattfinden kann? gemeinsames grillen, wie hier schon mal jemand erwähnt hat - oder vielleicht etwas sportliches - oder den besuch eines biergartens? die wämere jahreszeit würde sich doch sicherlich dafür anbieten
Das ist eine gute Idee.
Es kam eh mal kurz der Gedanke auf, daß wir gemeinsam bei einem von uns grillen und jeder was mitbringt. Ich denke, das werde ich nochmal ansprechen. :smile: