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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bin die Kinder manchmal so leid!!



Inaktiver User
04.02.2007, 14:49
Ich habe 2 Kinder - 4 und 6 Jahre. Sie sind das Liebste in meinem Leben... aber manchmal gehen sie mir einfach nur auf die Nerven und ich bin sie sooooo leid!!

Ich bin durch den Beruf meines Mannes bedingt mehrere Wochen alleinerziehend, und meist kommt nach 6 Wochen allein mit den Kindern sein der Durchhänger. Der ewige Krach, die Unordnung, das Rumtollen, die Widerworte, das Rumgezicke... das sie ewig von mir etwas wollen und ständig um mich rum sind... mir könnte der Kragen platzen. Oft bin ich schlecht gelaunt, raste aus oder schreie sie an. Manches Mal sage ich mir, wenn ich gewusst hätte, dass mein Leben mit Kindern SO aussieht, dann hätte ich nie welche bekommen. Ich hätte mir das einfacher vorgestellt. Die Mutter-Rolle fällt mir sehr schwer.

Dann sage ich mir, aus dem Gröbsten sind sie ja nun raus und sie werden immer unabhängiger und vernünftiger. Dann bekomme ich auch wieder mehr Zeiträume für mich.

Gestern abend war ich im Kino: 25€ für die Babysitterin ... das geht also auch nicht zu oft. Im Oktober habe ich meine Arbeitsstelle verloren und arbeite seid 4 Monaten nicht mehr. Jetzt habe ich Aussicht auf eine neue Stelle... ich glaube, es wird mir guttun, wieder zu arbeiten.

Ich unternehme viel mit meinen Kindern und dann haben wir meist sehr viel Spass. Aber sobald ich mit ihnen hier zu Hause sitze und sie hier rumtoben, fällt mir die Decke auf den Kopf. Also, nix wie weg vom Computer jetzt .. und 'raus geht's!

helen38
04.02.2007, 17:16
Geht bestimmt den meisten von uns so! :blumengabe:
Trotzdem, genieß die Zeit mit den Kleinen, so lange sie das noch sind, im Teenageralter ist es manchmal auch schwierig :smirksmile: , und als unser Großer zum Studieren ausgezogen ist, hatte ich monatelang daran zu knabbern!

Marilie33
04.02.2007, 21:19
Liebe espiguette,

wie gut kann ich Dich verstehen. Mir geht es auch manchmal so. Nicht mehr so häufig in der letzten Zeit, aber ich kenn das Gefühl sehr gut.
Meine Kinder sind etwas älter als Deine und es geht sehr bergauf.
Ich bin aber sehr davon überzeugt, dass es nicht so sehr das Alter, sondern die eigene Herangehensweise ist.
Mir wurde irgendwann klar, dass ich die Pflicht habe, meine Kinder so zu erziehen, dass sie sich auch in Situationen ohne " Außenprogramm" so benehmen, das sich die Situation für alle entspannt gestaltet. D.h., es wurden bestimmte Regeln eingeführt, bestimmte Dinge von mir nicht geduldet.
Ich arbeite ca. 20 h in der Woche, mache eine Ausbildung in einer Abendschule und denke ich habe es geschafft, die Zeit, die nicht durch Termine verplant sind gut zu gestalten.
Mein Mann ist wochentags auch kaum präsent, und am Wochenende glänzt er auch oft durch gedankliche Abwesenheit.

Mir war es immer wichtig, trotz aller Liebe zu meinen Kindern, meine Wut, meine Hilflosigkeit und Unzufriedenheit aussprechen zu können. Die Liebe zu Ihnen stelle ich nicht dadurch in Frage, wenn ich zugebe, sie manchmal auch für ein paar Tage verleihen zu wollen...

Ich habe noch einen, für mich netten Tip!
Wenn ich mich durch mein weibliches Kleinwesen total auf die Palme gebracht fühle, atme ich im Nebenraum ganz tief durch und singe dann ganz laut! Wir haben zu einer uns bekannten Melodie den Text " Du raubst mir den letzten Nerv, den letzten Nerv, den letzten Nerv, Du raubst mir den letzten Nerv, den letzten, letzten Nerv"
Bei uns wirkt es Wunder!

Ich hoffe ich konnte Dich ein bißchen stärken, meld Dich wieder!

Marilie

Inaktiver User
05.02.2007, 09:23
@ Helen
vielen Dank für den Zuspruch. das kann ich mir schon vorstellen, wie schnell die Zeit vergeht. mein Grosser ist schon 6 - kaum zu glauben...

@ Marilie
das tröstet zu hören, dass es mir nicht nur allein so geht. mit dem Durchatmen und Singen, dass ist ein guter Tipp.
Das ist wohl mein Problem, dass ich's bisher nicht geschafft habe, sie so zu erziehen, dass sie sich auch ohne "Aussenprogramm" angemessen verhalten. Wenn ich keine Ausflüge organisiere, nicht das Fernsehen anstelle oder sie sonst irgendwie beschäftige, toben sie meist nur rum und bringen alles durcheinander. Auch mit dem Aufräumen bin ich zu lax gewesen - sie tun es einfach nicht! Wenn ich klare Regeln hätte und diese konsequent durchsetzen würde, hätte ich auch weniger Probleme...

Inaktiver User
05.02.2007, 09:33
Wenn ich klare Regeln hätte und diese konsequent durchsetzen würde, hätte ich auch weniger Probleme...


da geb ich dir uneingeschränkt recht. es gibt ein ganz hervoragendes buch, es heisst "kinder fordern uns heraus" . ich weiss leider nicht mehr von wem. habs wohl verliehen ... grins

dort geht es um konsequente erziehung. ich habe es gekauft als meine kinder 4 und 2 waren und ich total überfordert war.

heute sind sie 14 und 12, sind nie geschlagen geworden und sind unglaublich patente kinder.

gib nicht auf. es lohnt sich wirklich

lg von bine, seit 6 jahren alleinerziehend

Bauschundbogen
05.02.2007, 09:57
da geb ich dir uneingeschränkt recht. es gibt ein ganz hervoragendes buch, es heisst "kinder fordern uns heraus" . ich weiss leider nicht mehr von wem. habs wohl verliehen ... grins



Das Buch ist von Rudolf Dreikurs und Vicki Soltz und bei Klett-Cotta erschienen.

(Ich habs noch nicht gelesen, aber mein Mann, und der war sehr angetan davon.)

Unser Kinderschutzbund bietet auch empfehlenswerte Elternkurse an.

LG B&B
(die ihre Kinder auch manchmal leid ist)

Inaktiver User
05.02.2007, 10:27
super, genau, ich wusste noch irgendwas mit "V".

nein, im ernst, es lohnt sich wirklich es zu lesen. es eröffnet einem eine neue welt.

lg von bine (der immer wieder gesagt wird: na, deine kinder die sind absolut spitze)

Marilie33
06.02.2007, 22:01
Das Buch ist ürigens wirklich super, obwohl schon alt, absolut aktuell!
Es ist von Rudolf Dreikurs!

Viele Grüße
M.

Marilie33
06.02.2007, 22:03
Sorry Bauschundboden,

irgendwie habe ich Deinen Hinweis überlesen....

Ein Versehen
Marilie

Bauschundbogen
06.02.2007, 22:04
Sorry Bauschundboden,

irgendwie habe ich Deinen Hinweis überlesen....



No problem! :smirksmile:

Inaktiver User
10.02.2007, 13:27
Hallo espiguette,
ich würde dir davon abraten den Entertainer für deine Kinder zu spielen. Sie sollten sich alleine beschäftigen können. Das ist auch für den Schuleintritt wichtig.

Ich würde ihnen deshalb ermöglichen das Stillsitzen zu lernen und auch das stille Arbeiten. Und Eigenverantwortung (altersangemessen).

Die Wohnung ist nicht zum Toben da. Das können deine Kinder draußen machen. Klare Regeln.

Dass du hin und wieder keinen Bock hast auf die Rolle, kann ich sehr gut verstehen. Es ist einfach eine Überdosis. Ich frage mich mit einem Kind ja schon, wie machen das Eltern mit 2 und mehr Kindern? Ich wäre eindeutig genervt und schicke Besucherkinder gerne abends wieder heim.

LG Cora

ilana
23.02.2007, 11:33
...ich auch!:gegen die wand:

deiner Beschreibung deines Alltags kann ich nichts mehr hinzufügen.

Ich glaube, die Lösung ist zu einem kleineren Teil durch eine Veränderung der Sichtweise, zum größeren Teil nur durch eine Veränderung der Umstände herbeizuführen.

Es ist schon mal sehr gut, arbeiten zu gehen, ob Teilzeit oder Vollzeit. Leider manchmal nicht so einfach umzusetzen. Als meine Kinder im Abstand von anderthalb Jahren auf die Welt kamen, schrieb ich noch an meiner Dissertation. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens, der blanke Horror.
Obwohl ich erst 3 oder 4 Kinder wollte, habe ich nach dem 2. die Notbremse gezogen. Das Verheiratetsein schützt einen ja leider vor dem Alleinerziehen nicht.

Zum Glück gehe ich ab März arbeiten, Vollzeit. Dann werde ich meine Kinder wohl wieder Engelchen nennen können.:smirksmile:

Es grüßt dich

Ilana

Inaktiver User
23.02.2007, 12:54
Als meine Kinder im Abstand von anderthalb Jahren auf die Welt kamen, schrieb ich noch an meiner Dissertation. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens, der blanke Horror.Dafür können die Kinder nichts

Zum Glück gehe ich ab März arbeiten, Vollzeit. Dann werde ich meine Kinder wohl wieder Engelchen nennen können.:smirksmile:
Kann ich nicht nachvollziehen.

ilana
23.02.2007, 13:45
Natürlich können die Kinder nichts dafür, das habe ich nie behauptet. Trotzdem habe ich ein Recht darauf, sie manchmal leid zu sein. Ich habe dagegen kein Recht, ihnen das aufzubürden, und das tue ich auch nicht.


Kann ich nicht nachvollziehen.

Naja, wie gut, dass jeder Jeck anders ist.

Inaktiver User
23.02.2007, 19:49
Naja, wie gut, dass jeder Jeck anders ist.

Hm, aber wieso sollten die Kinder plötzlich Engel sein, weil du arbeitest?!

Auch nach einem Arbeitstag auswärts sind Kinder noch anstrengend.

Mir klebten sie dann erst recht am Bein, wenn sie mich den ganzen Tag nicht gesehen haben.

Aber sie werden ja größer :yeah:

Inaktiver User
24.02.2007, 13:57
Hm, aber wieso sollten die Kinder plötzlich Engel sein, weil du arbeitest?!
Weil man sich das seltener sieht. Das ist ja auch eine Lösung.

Mir klebten sie dann erst recht am Bein, wenn sie mich den ganzen Tag nicht gesehen haben.
Was normal ist.

Inaktiver User
24.02.2007, 14:59
Mackie, wassn los? Schlecht geschlafen? :smile:

Ich finde auch, dass man erwachsene Frauen und kleine Kinder nicht zu lange inner Bude zusammensperren sollte. :freches grinsen:

Wobei es natürlich Mütter gibt, die das wunderbar können - aber ich z.B. konnte das auch nicht, aber hab mich schrecklich unter Druck gesetzt, um eine "gute Mutter" zu sein. Bis ich zusammenbrach.

Manche Mütter brauchen mehr eigene Luft zum Atmen und Freiräume als andere - das ist nix, was andere be- oder verurteilen können.

Ich hab mich in der Zeit als meine Tochter zwischen 4 und 11 mit anderen Müttern zusammen getan und gedealt: einen Nachmittag holst du die Bande vom Kinderladen ab und die pennen dann bei dir, und du bringst sie am Morgen hin - und den andern Nachmittag ich.

Das kostet nix und bringt den Müttern einen ganzen kinderlosen Tag incl. Nacht und Ausschlafen....:smile:

Inaktiver User
24.02.2007, 15:50
Ich finde auch, dass man erwachsene Frauen und kleine Kinder nicht zu lange inner Bude zusammensperren sollte. :freches grinsen:


Da geh ich völlig konform mit dir! Krieg einen Koller, wenn ich längere Zeit durchgehend meinen - wahrhaft geliebten - Spatz am nicht vorhandenen Rockzipfel kleben habe.

Ich hab das Problem gelöst, indem einfach der Vater ran muss. Nein, der ist weder arbeitslos noch ein Softie, der muss sich das Leben und die Arbeit genauso einteilen, wie es eine Frau mit Kind eben auch zu tun hat:

Hab 2 Jahre nicht am Familienwohnort gearbeitet, war also unter der Woche abwesend und am Wochenende auch manchmal. In den 2 Jahren hat sich das eingespielt, der Vater ist heute genau so wie ich Ansprechperson. Zieh mich also im Alltag nach wie vor in den vereinbarten Phasen aus der Affäre, für Sohni (7 J.) ist dann Papi zuständig (ob physisch anwesend oder nicht ist Vereinbarungssache zwischen Elternteil und Kind).

Wir haben die gleichen Rechte / Pflichten betreffend das Kind und die gleichen Rechte, uns bei der Arbeit oder anderwertig auswärts zu vergnügen. In diesem Rahmen kann ich so viel arbeiten wie ich will, mich ohne Kind mit Freundinnen treffen, mir mal alleine was Gutes tun - was mich sehr zufrieden stellt und mir ein gutes Nervenkostüm für die Phase mit Kind bietet!

LG, Grasfrosch

Inaktiver User
28.02.2007, 08:48
Tja, leider kann sich das nicht jeder so einrichten wie du, Grasfrosch. Insbesondere die Eingangsposterin hat es ja geschildert. Sie muss mit der Situation, wie sie ist, klar kommen, arbeiten möchte sie ja, kann aber im Moment nicht!

So hilft es vielleicht nur, zu wissen, dass es normal ist, von Kindern genervt zu sein, die man eigentlich von Herzen liebt - aber durch die man halt eingesperrt ist. Ich finde es doch immer wieder erstaunlich, wie oft Arbeit als "Erholung" von der Familie dargestellt wird. Nicht, dass es mir nicht so gehen würde: Ich habe auch eine schöne Arbeit und erhole mich dabei von dem Familiengewusel - aber dennoch ist Arbeit eben Arbeit und kein Freizeitvergnügen. Das wäre ein Besuch in einer Wellnessoase oder ein vergammelter Nachmittag auf dem Sofa. Sind wir Frauen nicht bescheiden - stattdessen gehen wir lieber arbeiten?! Als meine Kinder noch kleiner waren, gehörten zur Erholung auch Einkäufe oder einfach ungestört der Hausarbeit nachgehen, statt immer nur weggerufen zu werden, sobald ich etwas angefangen habe. Da habe ich mich manchmal gefragt: Wo bin ich eigentlich angekommen, dass ich es erholsam finde, ungestört die Küche zu putzen und an der Supermarktkasse zu warten, ohne angesprochen zu werden?

Inaktiver User
28.02.2007, 11:22
Als meine Kinder noch kleiner waren, gehörten zur Erholung auch Einkäufe oder einfach ungestört der Hausarbeit nachgehen, statt immer nur weggerufen zu werden, sobald ich etwas angefangen habe. Da habe ich mich manchmal gefragt: Wo bin ich eigentlich angekommen, dass ich es erholsam finde, ungestört die Kücher zu putzen und an der Supermarktkasse zu warten, ohne angesprochen zu werden?

Es gibt da so ein kluges entspanntes Buch von Barbara Sichtermann ("Vorsicht, Kind!" Eine Arbeitsplatzbeschreibung..)
in der sie diese Unterbrechung von Handlungsabläufen wunderbar beschreibt.
Z.B. ihr Vorhaben, eine Tasse Tee zu trinken. Vom Aufsetzen des Wassers bis zum tatsächlichen Genuss wird das der reinste Hindernislauf und Stress pur.
Da tut es Müttern einfach gut, einen kompletten Handlungsbogen einfach mal in einem Rutsch zu erledigen, und wenn's nur Küche putzen ist.:smile:

Jalinda
13.04.2007, 15:10
Als meine Kinder noch kleiner waren, gehörten zur Erholung auch Einkäufe oder einfach ungestört der Hausarbeit nachgehen, statt immer nur weggerufen zu werden, sobald ich etwas angefangen habe. Da habe ich mich manchmal gefragt: Wo bin ich eigentlich angekommen, dass ich es erholsam finde, ungestört die Küche zu putzen und an der Supermarktkasse zu warten, ohne angesprochen zu werden?
Aber ist das - wie oben beschrieben - nicht auch Erziehungssache, dass sich die Kinder mit sich selbst beschäftigen können, ohne einen ständig "wegzurufen"? kann man den Kindern nicht sagen: "Ich muss jetzt erst das und das fertig machen, dann komm ich zu Dir"?

(Ist nur eine Frage, die ich als Kinderlose stelle).

Inaktiver User
13.04.2007, 19:58
Aber ist das - wie oben beschrieben - nicht auch Erziehungssache, dass sich die Kinder mit sich selbst beschäftigen können, ohne einen ständig "wegzurufen"? kann man den Kindern nicht sagen: "Ich muss jetzt erst das und das fertig machen, dann komm ich zu Dir"?

(Ist nur eine Frage, die ich als Kinderlose stelle).

Natürlich sagt man das. Jedes Mal sogar: "Ich komme sofort, ich muss nur noch..." - das sagt man so oft, bis man denkt, man hätte einen Papagei verschluckt. Und außerdem - wann ist man schon fertig? Nie.

Je kleiner die Kinder sind, desto schwerer ist es mit dem Warten. Neulich hörte ich eine Mutter zu einem Baby sagen: "Du musst nicht meinen, dass ich dich herumtrage, nur weil die Oma das immer macht..." Reines Selbstgespräch.

Inaktiver User
14.04.2007, 10:23
Aber ist das - wie oben beschrieben - nicht auch Erziehungssache, dass sich die Kinder mit sich selbst beschäftigen können, ohne einen ständig "wegzurufen"? kann man den Kindern nicht sagen: "Ich muss jetzt erst das und das fertig machen, dann komm ich zu Dir"?

(Ist nur eine Frage, die ich als Kinderlose stelle).

Da würd ich sagen: kommt auf das Alter der Kinder an und den Zustand der eigenen Nerven an... :smile:

Babies oder Kids in der Trotzphase können ohrenbetäubenden Lärm veranstalten und haben auch überhaupt kein Gefühl für Zeit. Bei Schulkindern funktioniert das ganz gut - ich hatte für solche Fälle eine Eieruhr...

Yana
14.04.2007, 10:46
Aber ist das - wie oben beschrieben - nicht auch Erziehungssache, dass sich die Kinder mit sich selbst beschäftigen können, ohne einen ständig "wegzurufen"? kann man den Kindern nicht sagen: "Ich muss jetzt erst das und das fertig machen, dann komm ich zu Dir"?

(Ist nur eine Frage, die ich als Kinderlose stelle).

Wie schon jemand sagte, ist das altersabhängig. Wenn ein Baby schreit, dann will es getröstet, gefüttert oder gewickelt werden.
Da kann man 100 mal sagen "ich komme gleich", das Baby gibt erst Ruhe, wenn es sich wieder wohl fühlt.

Ich habe den Haushalt immer erledigt, als das Baby (hoffentlich) geschlafen hat; also nachts, denn tagsüber habe ich gearbeitet.
Bei meinem ersten Kind (Schreibaby) kam ich so auf ca 2-3 Stunden Schlaf pro Nacht, was für meine Nerven äußerst ungünstig war und ich einfach nur jeden Tag bereut habe nicht abgetrieben zu haben.

Das zweite Kind hat jeden Abend ab 18 Uhr im Alter von 4 Wochen perfekt durchgeschlafen. Da war das abends überhaupt kein Problem mit Haushalt und ausreichend selbst schlafen.

Mein drittes Kind ist so "mittelprächtig". Wenn ich Glück habe schläft es ab 19.30 Uhr, wenn ich Pech habe erst um Mitternacht, obwohl ich es regelmäßig ab 19 Uhr zu Bett bringe.
Je nachdem habe ich dann eben noch Zeit für den Haushalt oder halt nicht.

Klar, mit zunehmendem Alter der Kinder wird es leichter, nur ist das keine wirklicher Trost bei akutem Schlafmangel. Was hat man schließlich von der Aussage "in einem Jahr wird es leichter", wenn man aber jetzt müde ist, weil man seit einigen Nächten das Bett nicht mehr gesehen hat?

Yana
14.04.2007, 11:00
Da tut es Müttern einfach gut, einen kompletten Handlungsbogen einfach mal in einem Rutsch zu erledigen, und wenn's nur Küche putzen ist.:smile:

Wie wahr. Ich weiß noch als ich beim ersten Kind versucht habe abends eine Tasse, einen Teller und das Besteck zu spülen.
Ich hab dafür über eine Stunde gebraucht, weil alle paar Sekunden dieses schreckliche Baby gebrüllt hat und ich gelesen hatte, dass man ein Baby keines Falls schreien lassen darf, weil es sonst irreparable Schäden bekommt.:knatsch:

Inaktiver User
14.04.2007, 11:19
Wie wahr. Ich weiß noch als ich beim ersten Kind versucht habe abends eine Tasse, einen Teller und das Besteck zu spülen.
Ich hab dafür über eine Stunde gebraucht, weil alle paar Sekunden dieses schreckliche Baby gebrüllt hat und ich gelesen hatte, dass man ein Baby keines Falls schreien lassen darf, weil es sonst irreparable Schäden bekommt.:knatsch:

Liebe Yana,
ich find es soooo erfrischend den Begriff "schreckliches Baby" zu lesen! :Sonne: :Sonne: :Sonne:

Ich hab heute noch die Töne im Magen, mit der das schreckliche Baby sein ohrenbetäubendes Geschrei vorbereitete...

Dreimal Luftholen, zwei Quietscher, und dann dachte die ganze Nachbarschaft, wir packen sie regelmässig auf die Herdplatte!

Die Katze, die bei uns wohnt, macht das gleiche Geräusch, und obwohl es ganz leise ist, und das Baby mittlerweile 18 ist, werd ich SOFORT hellwach..