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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BU mit Depressionen



Pizzabroetchen
31.01.2007, 16:14
Hallo,

das Thema ist hier zwar schon öfter aufgetaucht, aber trotzdem eine Bitte um Ratschläge / Meinungen:

Ich habe mich in den letzten Monaten mit BUV auseinandergesetzt und festgestellt, dass ich momentan nicht zur Zielgruppe der Versicherungsgesellschaften gehöre. Ich habe vor 8 Jahren einen Suizidversich unternommen, war daraufhin 2 Wochen stationär und dann noch knapp 2 Jahre in therapeutischer Behandlung.
Die meisten BUVs schauen auf solche Dinge 10 Jahre zurück, ich müsste also noch 4 Jahre warten, bevor ich einen Antrag stellen könnte. Ich habe zwar einige (teurere) Versicherungen gefunden, die nur 5 Jahre zurückschauen - da ich aber gleichzeitig jetzt auch noch eine chronische Blasengeschichte habe, würden auch diese Versicherungen mich nur mit Aufschlag oder unter Ausklammerung der Blase / Nieren nehmen.

Ich möchte wirklich gerne eine BUV abschließen, da mein Partner und ich daran denken, in den nächsten Jahren ein Haus zu kaufen und man für so einen Kredit wohl auch den Nachweis über ein gesichertes Einkommen (sprich BUV) bringen muss. Zur Not könnten wir natürlich mit dem Hauskauf auch noch 4 Jahre warten, bis ich auch die Blasensache wieder überwunden habe und alles verjährt ist, allerdings fühle ich mich jetzt schon seit einigen Monaten nicht besonders gut und würde wahnsinnig gerne wieder in eine Therapie gehen. Nur, wenn ich damit wieder anfange kann ich wieder 10 Jahre warten. Was tun?

Eine weitere Frage wäre: in den letzten 6 Jahren war ich auch nicht Behandlungsfrei - aber im Ausland. Muss man das bei einem BU Antrag auch angeben? In dem Fall ist es eh egal, aber ich denke, das können die Versicherer nicht nachvollziehen, oder?

Kann mir Jemand einen Rat geben?

Inaktiver User
31.01.2007, 17:25
Hallo,
ich habe noch nie gehört, dass eine Immobilienfinanzierung von der Existenz einer Berufsunfähigkeitsversicherung abhängig gemacht wird. Es kommt doch auf den Kaufpreis und Wert der Immobilie, Euer Einkommen und vorhandenes Eigenkapital an - danach entscheidet die Bank, ob Ihr kreditwürdig seid. Außerdem wird die Hypothek doch im Grundbuch gesichert. Zu Deiner Beruhigung würde ich einmal ein unverbindliches Informations-/Beratungsgespräch mit Eurem potentiellen Baufinanzierer führen, damit Du Klarheit bekommst.

DerExperte
31.01.2007, 18:19
Ich habe mich in den letzten Monaten mit BUV auseinandergesetzt und festgestellt, dass ich momentan nicht zur Zielgruppe der Versicherungsgesellschaften gehöre. Ich habe vor 8 Jahren einen Suizidversich unternommen, war daraufhin 2 Wochen stationär und dann noch knapp 2 Jahre in therapeutischer Behandlung.
Die meisten BUVs schauen auf solche Dinge 10 Jahre zurück, ich müsste also noch 4 Jahre warten, bevor ich einen Antrag stellen könnte. Ich habe zwar einige (teurere) Versicherungen gefunden, die nur 5 Jahre zurückschauen - da ich aber gleichzeitig jetzt auch noch eine chronische Blasengeschichte habe, würden auch diese Versicherungen mich nur mit Aufschlag oder unter Ausklammerung der Blase / Nieren nehmen.

Ich möchte wirklich gerne eine BUV abschließen, da mein Partner und ich daran denken, in den nächsten Jahren ein Haus zu kaufen und man für so einen Kredit wohl auch den Nachweis über ein gesichertes Einkommen (sprich BUV) bringen muss. Zur Not könnten wir natürlich mit dem Hauskauf auch noch 4 Jahre warten, bis ich auch die Blasensache wieder überwunden habe und alles verjährt ist, allerdings fühle ich mich jetzt schon seit einigen Monaten nicht besonders gut und würde wahnsinnig gerne wieder in eine Therapie gehen. Nur, wenn ich damit wieder anfange kann ich wieder 10 Jahre warten. Was tun?

Eine weitere Frage wäre: in den letzten 6 Jahren war ich auch nicht Behandlungsfrei - aber im Ausland. Muss man das bei einem BU Antrag auch angeben? In dem Fall ist es eh egal, aber ich denke, das können die Versicherer nicht nachvollziehen, oder?


hallo pizzabroetchen!

meine worte sind vielleicht teilweise hart, aber dafür ehrlich und wohl auch hilfreich für dich. also festhalten.

du hast recht, du gehörst leider nicht zur "zielgruppe" der versicherer. jeder versicherer wird froh sein, dich nicht versichern zu muessen. denn die psyche eines menschen ist noch nicht soweit erforscht, dass man weiss, ob und welche folgeerkrankungen dadurch entstehen oder entstehen können.

es gibt auch versicherer, die generell fragen, ob du jemals einen suizidversuch unternommen hast- ohne einschränkung auf das jahr. darunter ist einer der besten bu-versicherer, der leistungsstark ist und das hält, was er verspricht. eine geeignete annahmepolitik tut das übrige.

beim theme bu geht es nicht um teuer oder billig. die bedingungen zählen...und zwar bis ins detail. dazu solltest du dir einen fachmann zu rate ziehen. ohne den fährst du vielleicht ins blaue...

chronische erkrankungen musst du generell angeben, wenn du keinen ärger später haben möchtest. da geht es nicht um die jahre wann wielange usw. chronisch bleibt chronisch und ist anzugeben.

ob behandlungen im ausland auch vom versicherer irgendwie in erfahrung gebracht werden kann weiß ich nicht. wäre aber vorsichtig. du musst alle gesundheitsfragen richtig und gewissenhaft angeben, sonst riskierst du deinen versicherungsschutz- sofern du überhaupt einen erhälst. in sachen bu halte ich das für sehr unwahrscheinlich.

es gibt eine alternative zur bu, die aber tendenziell später leistet und wo du eine chance hast, dein einkommen über diesen weg zu versichern. aber behandlungsfreiheit in sachen psyche in den letzten 2 jahren muss gegeben sein. bei wunsch nach mehr infos: pn

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
31.01.2007, 23:01
Hallo Pizzabroetchen.

Die BU-Versicherungen sind in den letzten Jahren in der Annahmepolitik sehr viel wählerischer geworden. Trotzdem möchte ich nicht ungesagt lassen, daß wir in den letzten 15 Jahren immerhin mehrere Suizidversuche und noch sehr viel mehr Therapie-Patienten für den Fall der BU versichern konnten. In einigen Fällen wurde zunächst eine Zurückstellung um 2 Jahre vorgenommen und dann nach nochmaliger Prüfung angenommen.

...und dies sogar bei einer Auswahl der in sämtlichen allgemein anerkannten Bewertungen besten BU-Versicherer in Deutschland. Dabei spukt mir eine Frage im Kopf herum:

es gibt auch versicherer, die generell fragen, ob du jemals einen suizidversuch unternommen hast- ohne einschränkung auf das jahr. darunter ist einer der besten bu-versicherer, der leistungsstark ist und das hält, was er verspricht. eine geeignete annahmepolitik tut das übrige.

Die besten BU-Versicherungen werden nach unterschiedlichen Kriterien festgelegt. Geprüft werden sowohl die Versicherungsbedingungen, die Antragsfragen, die Annahmepolitik, die BU-Erfahrung/-abwicklung, die Gesellschaft selbst, die Leistungsbereitschaft usw.

Betreffen die Antragsfragen die letzten 3 oder 5 Jahre, gibts maximale Punktezahl. Werden 10 Jahre abgefragt, gibts Punkteabzug, Gibt es keine zeitliche Begrenzung, ist die Gesellschaft im Prinzip durchgefallen. Wie man eine solche Gesellschaft als "einer der besten BU-Versicherer" darstellen kann ist mir ein Rätsel. Wer sich als Gesellschaft solche Hintertürchen offen hält, dessen Leistungsbereitschaft darf getrost angezweifelt werden. Finger weg vor solchen Gesellschaften!

Ich möchte die Problematik der Vorerkrankungen hier nicht verharmlosen. Besonders in einem Fall, in dem mehrere Vorerkrankungen zusammen kommen. Aus diesem Grund warne ich auch davor, die im Ausland behandelten Erkrankungen zu verschweigen.

Denn Erstens ist die BU-Versicherung eine langfristige Angelegenheit und wer hätte vor 30 Jahren die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten voraussagen können. In 30 Jahren ist Ihr heutiges "Geheimnis" vielleicht gar kein Geheimnis mehr sondern ein Grund für eine BU-Versicherung, die Leistung zu verweigern...

Und Zweitens neigen Patienten dazu, bei der Aufnahme einer Anamnese (vor allem in Notfällen) auch diese im Ausland erfolgten Behandlungen anzugeben um für sich die beste Behandlung sicherzustellen. Ab diesem Zeitpunkt sind diese auch in Deutschland bekannt und führen im Zweifelsfall dazu, daß Du Deinen Versicherungsschutz verlierst...

Zu guter Letzt unterzeichnest Du den Antrag unter der Vorgabe, die Gesundheitsfragen nach bestem Wissen und Gewissen wahrheitsgetreu beantwortet zu haben. Hast Du das nicht getan, riskierst Du Deinen Versicherungsschutz. Bei den Gesundheitsfragen wird nicht gefragt, ob Du Dich in Deutschland in Behandlung oder Untersuchung befunden hast... Es würde sich also um bewußtes Verschweigen handeln. Moralisch und rechtlich höchst fragwürdig.... Oder?

Falsch ist in jedem Fall: sofort aufzugeben
Falsch ist in jedem Fall: Versicherungsschutz zu erschleichen
Falsch ist in jedem Fall: Bei den Gesundheitsfragen zu schwindeln

Nimm Dir also die guten Gesellschaften (es sind gar nicht so viele) vor und stelle einen unverbindlichen Probeantrag. Damit umgehst Du eine förmliche/definitive Ablehnung, die in der zentralen Sonderwagnis-Datei gespeichert wird.

Beschäftige Dich mit keinen schlechten Gesellschaften, denn selbst wenn Du dort eine Police bekommen könntest, lassen schlechte Bedingungen der Versicherung genug Schlupflöcher, warum Sie im BU-Fall doch nicht zahlen... (siehe auch obiges Zitat). Es wäre also reine Zeit- und Geldverschwendung.

Du wirst evtl. verschiedene Antworten bekommen. Das Spektrum umfasst dabei
a) eine ablehnende Haltung (Absage)
b) eine überprüfende Haltung (Zurückstellung für 24 Monate)
c) einen ausschließende Haltung (Ausschluß v. Vorerkrankungen und deren Folgen)
d) eine rechnerische Haltung (Risikozuschläge)
e) eine offene Haltung (potentielle Annahmeerklärung)

Keine dieser möglichen Antworten ist jedoch endgültig!
Bei a) und b) sollte nach 24 Monaten erneut eine Voranfrage gestellt werden.
Bei c) und d) kann der Versicherungsschutz beantragt werden. Es soll jedoch alle 24 Monate der Ausschluß/Risikozuschlag überprüft werden. Denn diese sind nicht endgültig festgelegt. Besteht eine gewisse Zeit Beschwerdefreiheit, können diese wegfallen und es besteht voller Versicherungsschutz.
Bei e) ist alles OK

Sicherlich kannst Du die o.g. Varianten einer Dread-Disease-Versicherung/Grundfähigkeitsversicherung/Erwerbsaufallversicherung o.ä. vorübergehend (bis Du endgültigen BU-Schutz hast) oder als generellen Versicherungsschutz wählen. Die Gesundheitsfragen sind hier jedoch in den meisten Fällen nicht weniger gründlich als bei der BU-Versicherung. Diese sind auch in keinem Fall eine Alternative zur BU-Versicherung sondern ein vernünftiger, in vielen Fällen sinnvoller Versicherungsschutz. Auch hier gibt es nur wenige wirklich gute Gesellschaften/Tarife, so daß die Wahl leicht fallen dürfte.

In jedem Fall wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinen Bemühungen um guten Versicherungsschutz. Und denke immer daran: "BU-Schutz darf niemals eine Beitragsfrage sein sondern immer nur eine Qualitätsfrage."

Schöne Grüße

justii

DerExperte
01.02.2007, 00:32
Sicherlich kannst Du die o.g. Variante einer Dread-Disease-Versicherung vorübergehend (bis Du endgültigen BU-Schutz hast) oder als generellen Versicherungsschutz wählen. Die Gesundheitsfragen sind hier jedoch in den meisten Fällen nicht weniger gründlich als bei der BU-Versicherung. Die Dread-Disease-Versicherung ist auch in keinem Fall eine Alternative zur BU-Versicherung sondern ein vernünftiger, in vielen Fällen sinnvoller Versicherungsschutz. Auch hier gibt es nur wenige wirklich gute Gesellschaften/Tarife, so daß die Wahl leicht fallen dürfte.


ich hatte nicht von dread disease gesprochen. oder habe ich da einen wortlaut irgendwo übersehen???
aber du hast wie immer recht.
wer recht hat darf dieses recht gerne für sich behalten :-)

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
01.02.2007, 08:06
Ergänzt! Zufrieden?
Ich freue mich aber, daß Du mir, abgesehen von der Wortwahl, ansonsten inhaltlich zustimmst :-)
Schöne Grüße
justii

Pizzabroetchen
01.02.2007, 09:43
Vielen Dank für Eure Antworten!

Wie schon gesagt, ist mir ja auch bewusst, dass ich nicht zur Zeilgruppe gehöre und ich würde mich selbst auch nicht versichern - habe mich ja auch ein wenig mit den Statistiken befasst und gesehen, dass Depressionen bzw. psychische Leiden die häufigste Ursache für BU sind.

Nur noch zum besseren Verständniss: bei meinem Suizidversuch war ich 16 - die Therapie habe ich mit 18 abgeschlossen. Kann man das nicht zu pubertären Problemen zählen? Ich bin schwar psychisch etwas labil, würde mich aber nicht mehr unbedingt als depressiv einstufen und schon gar nicht selbstmordgefährdet. Aber, das können die Versicherer natürlich nicht wissen.

Wegen der Blase bin ich jetzt seit pber einem Jahr in Behandlung und es ist nichts gefunden worden. Ich bin durchgeröngt, geultraschallt, etc worden. Die Nieren und die Blase funktionieren toll und es gibt nix zu sehen - ich habe nur ständige Blasenentzündung. Das scheint bei vielen Frauen so zu sein und ich bin da guter Hoffnung, dass ich in den nächsten Monaten eine geeignete Therapie finde. Habe einen guten Urologen und der ist auch ganz zuversichtlich. Ich gehe also davon, aus, dass sich das klärt.

@ goleo: wir waren bei einem Berater. Dieser hat uns ja erst darauf gebracht, das man eine BUV braucht. Mit Eigenkapital, Einkommen etc. sieht es ja nicht schlecht aus, nur, er sagte uns halt, dass diese Einkommen auch abgesichert sein müssten - denn was macht die Bank, wenn einer von uns nicht mehr arbeitet und wir die Raten nicht bezahlen können. Ist das denn tatsächlich nicht so?

@ experte und justii: okay, also sollte man ehrlich sein. Das macht die Sache dann noch komplizierter - aber so ist das Leben wohl. Ich kann ja verstehen, dass man bei einer Versicherung auf die Qualität achten sollte und nicht darauf, wieviel sie kostet, aber ich habe ein nicht gerade berauschendes Einkommen und so halt auch nicht so viel übrig um in Versicherungen zu investieren.

Inaktiver User
01.02.2007, 10:56
@ experte und justii: okay, also sollte man ehrlich sein. Das macht die Sache dann noch komplizierter - aber so ist das Leben wohl. Ich kann ja verstehen, dass man bei einer Versicherung auf die Qualität achten sollte und nicht darauf, wieviel sie kostet, aber ich habe ein nicht gerade berauschendes Einkommen und so halt auch nicht so viel übrig um in Versicherungen zu investieren.

Hallo Pizzabroetchen.

Beispiel:
Was hilft Dir die günstigste Versicherung, bei der Du jeden Monat 10.- Euro sparst aber trotztem noch 25.-Euro Beitrag bezahlst... Nach 10 Jahren Beitragszahlung (3000.-Euro Beitrag / 1200.-Euro Einsparung) wirst Du BU und bekommst nichts!

Bei der Hochwertigen hättest Du zwar 4200.-Euro Beitrag bezahlt, bekommst aber aufgrund guter Versicherungsbedingungen für die Dauer der BU jeden Monat eine Rente von 700.-Euro und weil Du nach beispielsweise 4 Jahren die Füsse nicht mehr still halten und durch einen neuen, ausgeübten Beruf Deinen Unterhalt selbst wieder bestreiten kannst, nochmal eine Eingliederungshilfe von 6000.-Euro.
Versicherungsleistung insgesamt 39600.-Euro...

Was ist also die bessere Investition?

Grüße justii

Inaktiver User
01.02.2007, 11:05
Vielen Dank für Eure Antworten!

@ goleo: wir waren bei einem Berater. Dieser hat uns ja erst darauf gebracht, das man eine BUV braucht. Mit Eigenkapital, Einkommen etc. sieht es ja nicht schlecht aus, nur, er sagte uns halt, dass diese Einkommen auch abgesichert sein müssten - denn was macht die Bank, wenn einer von uns nicht mehr arbeitet und wir die Raten nicht bezahlen können. Ist das denn tatsächlich nicht so?


Du hast tatsächlich Recht Pizzabroetchen.

1) Ein verantwortungsbewußter Bankmitarbeiter wird auch Deinen bestehenden Versicherungsschutz (Todesfall, BU, usw.) in seine Beratung mit einbeziehen.

2) Ein verkaufsorientierter Bankmitarbeiter wird BU-Schutz anraten, Deinen vorhandenen Schutz madig machen und versuchen selbst sein bankeigenes Produkt (Versicherungs-Verbund-Partner) an die Frau zu bringen ohne das gestiegene Eintrittsalter (höherer Beitrag) etc. zu berücksichtigen.

3) Ein verantwortungsloser Bankmitarbeiter wird entweder das Risiko der BU außer Acht lassen oder aber unbeachtet der vorhandenen Absicherungen seine Restschuld-Versicherung (oder Kreditausfallversicherung etc.) ins Spiel bringen.

Leider haben sowohl Tests der Stiftung Warentest als auch der Verbraucherschützer immer wieder gezeigt, daß es viel zu viele Bankberater der Couleur 2) und 3) und viel zu wenige der Gattung 1) gibt.

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
01.02.2007, 19:19
Komisch - mein Ex und ich hatten früher ein eigenes Haus - keiner von uns hatte eine BU und dies wurde auch nie angesprochen (OK, wir sind beide Beamte auf Lebenszeit, vielleicht deshalb nicht?).

cancosmo
20.03.2007, 23:58
Hallo Allerseits

wie siehts es denn mit einer BU aus, wenn man Eine abgeschlossen hat und ca.3 Monate später einen Psychologen aufsucht (u.U. eine Behanldung mitmacht).

Würde ich hiermit einen Rausschmiss riskieren. Ich war vorher noch nie in einer Behanldung. Würde aber mal gerne zum Psychologen gehen und mich mal von ihm checken lassen.

Sonst habe ich bisher keine Situationen, im Sinne von OPs etc. gehabt, bin also in bester Verfassung.

Was meint Ihr?

Viele Grüsse
cosmo

DerExperte
21.03.2007, 10:18
solltest du bei antragstellung alle gesundheitsangaben richtig gemacht haben, so hast du jetzt, nachdem die bu schon läuft, in dieser hinsicht nichts zu befürchten. eine nachmeldung ist nicht nötig.

allerdings:

- du wirst es nach einer solchen beratung schwer haben, einen weiteren versicherungsschutz für die nächsten ca. 5 jahre zu finden, z.b. andere bu, private krankenvoll- und krankenzusatzversicherung.

1. ist dein tarif wirklich so gut von der leistung und den bedigungen her? wie hast du damals ausgewählt?
wenn du darauf evtl. keine antworten weißt, dann solltest du das auch vorher prüfen lassen.
2. bist du nun so abgesichert, wie es du haben wolltest bzw. es sinnvoll ist, ich meine mit personenversicherungen rundum?

beste grüße,

DerExperte



Hallo Allerseits

wie siehts es denn mit einer BU aus, wenn man Eine abgeschlossen hat und ca.3 Monate später einen Psychologen aufsucht (u.U. eine Behanldung mitmacht).

Würde ich hiermit einen Rausschmiss riskieren. Ich war vorher noch nie in einer Behanldung. Würde aber mal gerne zum Psychologen gehen und mich mal von ihm checken lassen.

Sonst habe ich bisher keine Situationen, im Sinne von OPs etc. gehabt, bin also in bester Verfassung.

Was meint Ihr?

Viele Grüsse
cosmo

Inaktiver User
21.03.2007, 21:44
Hallo Allerseits

wie siehts es denn mit einer BU aus, wenn man Eine abgeschlossen hat und ca.3 Monate später einen Psychologen aufsucht (u.U. eine Behanldung mitmacht).

Würde ich hiermit einen Rausschmiss riskieren. Ich war vorher noch nie in einer Behanldung. Würde aber mal gerne zum Psychologen gehen und mich mal von ihm checken lassen.

Sonst habe ich bisher keine Situationen, im Sinne von OPs etc. gehabt, bin also in bester Verfassung.

Was meint Ihr?

Viele Grüsse
cosmo

Hallo Cosmo.

Wenn Du zum Psychologen gehst, nachdem der Versicherungsbeginn drei Monate zurück liegt, dann gibt es kein Problem. Selbst wenn Du nur eine Woche nach dem Versicherungsbeginn gehst.... (Obwohl ich als Versicherung dann schon vermuten würde, daß u.U. schon vor einer Woche ein Grund vorgelegen haben könnte. Im Schadensfall würde ich dann ganz genau nachprüfen...)

Wenn Du allerdings drei Monate nach dem Abschluß der Versicherung zum Psychologen gehst und der Beginn noch in der Zukunft liegt oder eine Policierung noch nicht erfolgt ist (etwa wegen Arztrückfrage), dann besteht bei vielen Gesellschaften eine Nachmeldepflicht.

Schöne Grüße

justii