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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zahnspange mit 40?



Barockengel
30.01.2007, 13:55
Hallo,

ich hatte mit 16 für ein Jahr eine feste Spange, um die Schneidezähne (einer stand extrem vor) zu begradigen. Dafür wurden mir oben weiter zwei Zähne gezogen, um Platz zu schaffen. Das hat auch prima geklappt.

Mit etwa 25 sind mein Weisheitszähne oben gezogen worden.

Nun bin ich 40 und vor vielleicht fünf Jahren fingen die Zähne oben an, sich wieder nach hinten zu schieben. Nun habe ich vorn zwischen den Schneidezähnen eine ziemlich grosse Lücke und der ehemals schiefe Zahn steht auch wieder etwas vor.

Nicht nur, dass es mir optisch nicht gefällt, im Liegen tut das manchmal im Mundraum ein bisschen weh. Der vorstehende Zahn piekt mich.

Meine Zahnärztin meinte, mit Kronen kann man da nichts machen und eine Spange würde ich in meinem Alter nicht von der Krankenkasse bezahlt bekommen.

Ich würde gern nochmal eine feste Spange auf mich nehmen, kann es mir aber nicht leisten.

Kennt jemand von Euch Ausnahmen, wo die Kasse vielleicht doch bezahlt? Weil es nicht nur doof aussieht, sondern auch Beschwerden verursacht?

Danke & LG
Barockengel

Otter
30.01.2007, 14:15
hallo barockengel,
ich bin auch schon fast in deinem alter und bekomme am freitag meine erste feste spange. da ich (ein glück!) privat krankenversichert bin, bekomme ich zumindest 50% erstattet. bei insgesamt ca. 5000€ kosten eine menge geld...
wenn du gesetzlich versichert bist, bekommst du für eine behandlung, die nach dem 18.lebensjahr begonnen wird, leider nichts mehr erstattet, es sei denn, bei dir ist u.a. eine kiederorthopädische operation medizinisch notwendig. das wird natürlich sorgfältig geprüft, "schmuh" machen ist leider nicht drin.
bei dir hört es sich ja leider nicht nach einer medizinischen notwendigkeit an. daher wirst du wohl auf den kosten sitzen bleiben.

gruß vom otter

Inaktiver User
30.01.2007, 21:26
Hallo Barockengel,
Otter hat recht, die Behandlung Erwachsener wird bis auf sehr wenige Ausnahmen (Unfälle, etc.) nicht von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet.

Allerdings fallen die Behandlungskosten immer Quartalsweise an, also nicht auf einmal, man kann es praktisch wie einen Schönheits-Kredit betrachten. Also mußt du keinesfalls die doch hohen Kosten auf einmal bezahlen, wenn dich das geschreckt hat.

Ich hatte selbst im Erwachsenenalter eine festsitzende Zahnspange, da ich große Probleme nicht nur ästhetischer, sondern auch funktioneller Art hatte (Kiefergelenk). Und es hat sich gelohnt, diese Zeit, Mühe, Aufwand und finanziellen Aufwendungen zu bringen!


Viele Grüße
magnummysterium

Utetiki
31.01.2007, 12:39
Hallo Barockengel,

viele KFOs bieten auch eine Ratenzahlung an.

Kennst Du schon: www.zahnklammern.de?

LG
Ute

Barockengel
31.01.2007, 13:10
Vielen Dank für Eure Antworten und Tipps.

Auf Raten zu bezahlen ist vielleicht eine Lösung.

Werde gleich mal den Link anschauen!!

LG
Barockengel

kuddeldaddeldu
08.02.2007, 18:19
Barockengel, wenn sich Deine Zähne in Deinem Alter wieder so drastisch verschieben steckt oft eine Prodontose dahinter. Das müßte von einem entsprechend kompetenten Zahnarzt erst abgeklärt werden,bevor an Zahnspange gedacht wird.
Gruß Kuddel.

Barockengel
09.02.2007, 14:39
Hallo Kuddel,

ähm, ich gehe aber total regelmässig zum ZA (halbjährlich) und zur Prophylaxe. Die sagen, es ist alles okay. Es ist wohl einfach zu viel Platz in der oberen Kauleiste.

LG
Barockengel

Inaktiver User
09.02.2007, 14:41
Hallo Barockengel,

mit dem Bezahlen ist es nicht so wie beim Zahnarzt. Man bekommt keine Riesenschlußrechnung, sondern zahlt monats- oder quartalsweise. Dadurch halten sich die KOsten noch im Rahmen. Man braucht auch keien Ratenzahlung zu vereinbaren, denn die Abrechnungsweise ist ja quasi eine.

Viele Grüße
Mauerblume

kuddeldaddeldu
12.02.2007, 12:48
Barockebgel,bei meiner Schwägerin ist es genau so gelaufen : die Zähne sind so nach dem 40sten Lebensjahr langsam auf Lücke gegangen. Sie war regelmäßig beim Zahnarzt und immer alles o.K. Schließlich hat sie dann einen Kieferorthopäden aufgesucht. Der hat nur eine einfache Sonde genommen und konnte an verschiedenen Stellen an den Schneidezähnen richtig tief in Knochentaschen versacken. Großes Erstaunen bei Kieferorthopäde und später beim Zahnarzt .So von der einfachen Logik her ,würde es mich wundern,warum Zähne nach langer zeit der Stabilität plötzlich in Bewegung geraten wenn der Grund dafür schon seit Jugendalter besteht. Ich meine damit Platz für Abwanderung nach hinten oder sind in letzter Zeit hinten Zähne gezogen worden ? Du kannst auch selbst einmal mit den Fingern prüfen,ob Deine Schneidezähne beweglich sind.
Viele Grüße Kuddel.

Barockengel
12.02.2007, 13:19
Hallo Kuddel,

oops, das klingt ja bedrohlich!!

Aber meine Schneidezähne bewegen sich nicht einen Fatz. Ist alles fest ...

@Mauerblümchen

Danke für den Tipp. In kleinen Summen abbezahlen, das wäre wohl machbar. Kann nur nicht so ein paar Tausender auf einmal auf den Tisch legen.

LG
Barockengel

lacendrillon
23.03.2007, 21:05
Hallo Barockengel,

ich bin sehr froh über Dein Forum, denn mir geht es ähnlich wie Dir.
Heute wurde mir gesagt, dass ich auch wieder eine feste Zahnspange brauche. Erst war ich sehr traurig & erschrocken- aber ich hab gerade gesehen, dass es anderen ähnlich geht & dass man Lösungen finden kann.
Hast Du auch die unsichtbaren Zahnschienen vorgeschlagen bekommen? Sie fallen wirklich kaum auf & sind quartalsweise nicht viel teurer als eine Spange mit Keramikbrackets.

Liebe Grüße,
Lacendrillon

sonnenstunde
01.04.2007, 16:25
Hallo,
ich selbst bin sogar 50 und trage mich mit dem Gedanken, endlich meinen schiefen Schneidezahn richten zu lassen. Dazu muss ein Schneidezahn im Unterkiefer gezogen werden, er steht so vor, dass der obere nicht zurück könnte, wenn er stehen bleiben würde. Ich habe dann also im Unterkiefer eine Zahnlücke, die sich mit einer Spange innerhalb eines Jahres schliesst. Zeitgleich wird im Oberkiefer der vorstehende Zahn zurückgeschoben. Mein Problem sind jetzt nicht in erster Linie die Kosten (Voranschlag: ca. 2000,-- Euro) sondern ich habe einfach ein Problem damit, in meinem Alter mit Zahnspange herumzulaufen. Was für Erfahrungen hinsichtlich der Reaktion der Umwelt habt Ihr denn gesammelt? Wobei, wie gesagt, ich bin bereits 50 Jahre alt. Ich habe mich immer vor einer Spange gescheut, aber inzwischen bin ich soweit, weil es mich einfach stört, dass ich nicht mehr unbefangen lachen kann, wegen meines krummen Zahnes.
Vorgeschlagen wurden mir Keramik-Brackets, die nicht ganz so auffallend sind wie die aus Metall. Was sind das denn für unsichtbare Zahnschienen, von denen hier gesprochen wird?
Wäre nett, wenn ich hierauf eine Antwort bekäme.
Vielen Dank und Gruss
Sonnenstunde

sonnenstunde
01.04.2007, 19:52
hallo Lacendrillon,
eigentlich war mein Eintrag im Forum unter "Zahnspange mit 40" für dich bestimmt. Vielleicht hast Du Zeit, mir zu antworten. Eintrag möchte ich jetzt nicht nochmal wiederholen, Du kannst alles nachlesen im Forum.
Liebe Grüsse
Sonnenstunde

Inaktiver User
02.04.2007, 08:59
Hallo Sonnenstunde,

bei den unsichtbaren Zahnschienen handelt es sich um sogenannte invisaligns. Ich hatte mit 42 ein ähnliches Problem wie Du- einen Schneidezahn, der vor der Zahnreihe stand. Dieser wurde gezogen und dank der Schienen ist der dahinterstehende schiefe Zahn jetzt fast gerade und vor allem ist die Lücke auch fast zu. Aber es hat auch fast zwei Jahre gedauert und jetzt kriege ich auch nochmal "Nachschlag", weil es eben noch nicht optimal ist. Nochmal ca. 20 Wochen. Der nebenbei auch begradigte Oberkiefer ist aber in kürzerer Zeit sehr schön geworden.

Dekada

Inaktiver User
02.04.2007, 19:43
Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an.
Man kann in Raten bezahlen, die Krankenkasse bezahlt im Erwachsenenalter nichts mehr dazu, wenn keine kombiniert kieferchirurgisch-kieferorthopädische Behandlung vorgenommen wird.
Es gibt Keramik- oder Kunststoffbrackets, die kaum sichtbar sind, auch gibt es Bögen, die nahezu unsichtbar sind.
Inivsalign ist seeeehr teuer, man kann auch nicht alle Befunde damit korrigieren. Ich arbeite im kieferorthopädischen Bereich und weiß daher, dass es auch eine günstigere Variante zu Invisalign gibt, aber wie gesagt, der Kieferorthopäde wird dir sagen, ob eine Schienentherapie möglich ist oder ob du doch einige Zeit Bänder, Brackets und Bögen tragen musst.
Rede mit einem Kieferorthopäden Deines Vertrauens.
Damit das Ergebnis dann auch stabil bleibt, wirst du nachts eine Schiene tragen müssen, sonst ist nach einiger Zeit wieder einiges verschoben.

Lg Bine

sonnenstunde
03.04.2007, 09:52
hallo bine,
es wäre nett, wenn du mir zu deinen ausführungen noch eine frage beantworten könntest, da du im kieferorthopädischen bereich arbeitest, weisst du das sicher: bei mir wird -bevor ich die zahnspange bekomme- ein schneidezahn im unterkiefer entfernt. er steht sehr schräg und würde das begradigen des oberen schneidezahns verhindern. die spange im unterkiefer dient dann dazu, diese lücke zu schliessen. die spange im oberkiefer, den vorstehenden schneidezahn nach hinten zu bewegen. meine frage ist nun, hast du während deiner beruflichen tätigkeit schon mal eine ähnliche konstellation erlebt und vor allem, gibt es eine möglichkeit, diese lücke zu "kaschieren", so lange sie besteht. denn das wird wohl das optisch auffallendste werden, unabhängig von der spange. diese werde ich wohl mit keramik-brackets wählen, einfach, damit es nicht so auffällt. aber die zahnlücke wird man beim sprechen sehr sehen. kennst du eine möglichkeit, damit das nicht so auffällt?
ich wäre dir für eine antwort sehr dankbar.
lb gruss
sonnenstunde

Inaktiver User
03.04.2007, 19:44
Hallo liebe Sonnenstunde.
Du hast pn! :-)

Lg Bine