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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Motorroller bis 50ccm / 45 km/h - Erfahrungen



Poison.
17.03.2017, 08:10
Moin allerseits,

mein 15jähriges Auto muss im Mai durch den TÜV - die letzten beiden Male musste ich schon was reparieren lassen, nachdem nun ständig die Anzeigen für Drehzahlmesser, Tank und Kühlung ausfallen befürchte ich, dass es entweder sehr teuer oder das Aus sein wird. Ich überlege nun bereits die Alternativen, um im Mai dann hoffentlich bereits einen Entschluss gefasst zu haben, der dann zügig umgesetzt werden kann.

Ich fahre fast nur Kurzstrecken von 2,5 bis 10 km; da ich Arthrose in den Knien habe, ist ein motorisierter Untersatz schon ein enormer Zuwachs an Lebensqualität und Mobilität.

Ich könnte 4000 € für einen neuen Gebrauchtwagen - gerne älter, dafür weniger km - ausgeben, womit aber alle Reserven verbraucht wären, oder aber mir einen Motorroller zulegen, der neu maximal die Hälfte kosten dürfte. Da ich überwiegend Kurzstrecken in der Stadt fahre, ist ein Motorroller vielleicht auch die bessere Wahl? Aus Kostengründen - keine Steuer, wenig Versicherung, kein TÜV, da neu wohl vorerst keine Reparaturen - ist das jedenfalls sehr reizvoll.

Ist es schwer so ein Ding zu fahren? Ich saß noch nie auf einem drauf :peinlich: mit Führerscheinklasse 3 darf ich jedenfalls bis 50 ccm fahren, das habe ich schon rausgefunden. Gas geben, Gänge wechseln und Bremsen erfolgt über Handschalter? Gibt es Automatik, so dass das Gänge wechseln entfällt? Eine Übungsstunde in einer Fahrschule ist wohl eine gute Idee :lachen:

Worauf sollte ich achten beim Kauf? Wenn, dann würde ich liebäugeln mit einem Elektroroller - wie schwer ist der Akku, den man ja zum Aufladen rausnehmen kann? Wie praktikabel ist das, wie hoch ist der Stromverbrauch? Fallen bei einem Elektrroller sonst wirklich keine weiteren Betriebskosten an?

Gibt es Diebstahlversicherungen für Motorroller, welche könntet ihr empfehlen? So ein Ding ist zu zweit ja schnell auf irgendein Auto gewuchtet, wenn man es nicht festketten kann :knatsch:

Ich wohne in Hannover, Eis/Schnee in den Wintern ist hier seeeeeeeehr überschaubar - wie wintertauglich ist so ein Roller?

Für Input jedweder Art wäre ich euch dankbar :cool:

Petra13
17.03.2017, 08:45
Hallo Poison,

ich hatte einen Elektroroller, weil ich einen alten 'Traum' realisieren wollte. Also neben meinem kleinen Auto. ich habe ihn letztes Jahr wieder verkauft, weil ich festgestellt habe, dass es nicht das richtige für mich ist und ich ihn nur ganz selten gefahren bin. Ist aber vielleicht Typ-abhängig.

Bei einem neuen und je nachdem welchen Akku du haben möchtest, kannst du schon mal gerne einiges ausgeben. Ich hatte einen neuen gefunden, den der Händler verkaufen wollte, weil er die Elektroroller aus seinem Sortiment nehmen wollte. Der hatte dann auch den Akku-Vorgänger, der sehr schwer war. Da ich ihn in der Garage aufladen konnte, habe ich ihn nie rausgenommen.

Schau' mal bei
- emco Roller
- unumotors.com
- elektroroller-forum. de (auf der linken Seite gibt es eine Rubrik 'Forum'), dort auch Kleinanzeigen

Ich habe auch eine Fahrstunde genommen und kann es nur empfehlen. Ich war vorher auch noch nie mit einem Roller gefahren. Bei meinem Roller gab es keine Gänge. Gas geben und ab dafür und er ging an einer Ampel richtig ab, so dass man etwas Vorsprung vor den Autos hatte. Das war nicht immer angenehm, wenn man auf der Straße von einem Auto überholt wurde (auch bei fast 50 km passiert das oft). Bremsen wie beim Fahrrad, es gibt zwei - eine für 'kleinere Bremsvorgänge' und eine 'große'.

Beim Elektroroller muss man eines unbedingt bedenken (hatte da die eine oder andere Begebenheit): man hört dich nicht!!! Immer damit rechnen, dass der Fahrradfahrer oder Fußgänger anders reagiert, weil er dich nicht kommen hört.

Beim Kauf solltest du auf den Akku achten, der entscheidet darüber, wie weit du mit deinem Roller fahren kannst. Bei mir waren es 45 km - frag' mich jetzt nicht mehr, welchen Akku ich hatte. :-(

Also so Dinge wie Inspektion (Bremsen etc.) muss man bei einem Elektroroller auch machen (bei mir kam es nicht so weit - ich mußte nur mal ein Lämpchen austauschen lassen). Bei der Versicherung kann man auch Diebstahl mitversichern. Ich konnte beim abschließen den vorderen Teil einrasten lassen, so wie beim Auto mit dem Lenkrad. So konnte man den Roller nicht mehr lenken. Trotzdem habe ich mir ein 'dickes' Schloss besorgt - doppelt hält besser.

Warum ich verkauft habe? Weil ich ein Weichei bin und nur bei gutem Wetter gefahren bin - kurze Strecken, wenn ich nicht viel transportieren mußte. Das ist nämlich noch so ein Punkt. In so eine Box kriegt man nicht viel rein und selbst mit einem Rucksack auf dem Rücken - meinen Wochenendeinkauf konnte ich damit nicht machen. Ich bin doch eher der Autofahrer. Gottseidank konnte ich ihn in sehr nette Hände abgeben.

In dem oben genannten Forum kannst du viel nachlesen und auch Fragen stellen - mir hat das sehr geholfen.

Poison.
17.03.2017, 09:34
Hey Petra,

danke für Deine Antwort - ja, das Auto wird bzgl. Bequemlichkeit wohl öfter vor einem Motorroller gewinnen, bei mir würde es aber auf entweder/oder hinauslaufen. Wobei ich mir gerade überlege, dass ein E-Fahrrad angesichts von Kurzstrecken ja den gleichen Zweck erfüllen würde? Hm.

Für meinen Wocheneinkauf dürfte ein großer Rucksack reichen oder ich müsste halt 2x pro Woche einkaufen, das sollte hinkommen.

Die Links schaue ich mir mal an :blumengabe:

Syriana
17.03.2017, 10:05
Hey Poison,

ich habe mir im letzten Jahr einen Ekektroroller gekauft und bin damit super zufrieden. Ich habe einen Unu - die gefielen mir am besten.

Ich bin vorher noch nie Roller gefahren - habe es mal ne halbe Stunde in unserer Ecke geübt - und los gings.

Ich fahre allerdings nur bei schönem Wetter und kurze Strecken. Ab und zu bin ich im Sommer - just for fun - die immerhin 25 km zu meinem Job gefahren (dort gibt's praktischerweise eine Aufladestation für E-bikes und Roller).

Wenn ich in die Stadt fahre - so 3 km - bin ich viel flinker als mit dem Auto und ich mag dieses "Vespa feeling".
Für längere Strecken und kühle Tage unbedingt einen Nierengurt anlegen. Man kühlt ganz dchön aus selbst bei "nur" 45-50 km/h.

Ich habe von Unu einen guten Versicherer gleich mit empfohlen bekommen und auch eine Diebstahlsicherung mit abgeschlossen. Zusätzliches Schloss habe ich keins (zu schwer, zu umständlich) - aber er steht bei mir nachts auch in der verschlossenen Garage.

Mein Akku hält so 50 km - das blöde ist, das der Roller zum Ende hin deutlich langsamer wird.

Fahr doch mal irgendwo Probe. Für deine kurze Strecken könnte das echt eine gute Alternative sein!

Syriana

wildwusel
17.03.2017, 11:50
Die sind einfach zu fahren, wenn du Radfahren kannst. Such dir einen Übungsplatz. Zwei oder drei Fahrstunden sind auch nicht verkehrt.
Automatik ist Standard. Nach Schaltgetriebe müßte man ernsthaft suchen!
Wintertauglichkeit bei benzinbetriebenen Rollern ist hoch. Bei Elektrorollern weiß ich's nicht.
Akkus sind Betriebskosten. (Begrenzte Lebensdauer)
Teilkasko hat Diebstahlschutz. Vergleiche die Anbieter.
Ich würde im Fachhandel kaufen, wo du probefahren kannst, bei Bedarf repariert wird, und du jemanden hast, den du wegen Gewährleistung ansprechen kannst.
Du brauchst Helm und Handschuhe. Nierengurt würde ich empfehlen, macht das Fahren bequemer. Geeigenete Jacke (abriebfest) ist eine sehr gute Idee.
Überlege dir, was du normalerweise transportieren mußt. Paßt das in einem Rucksack, oder brauchst du eine Möglichkeit zur Gepäckunterbringung?

Das ganz große Problem beim Mopeds ist: Du bist gerade eben langsam genug, um ein Hindernis im fließenden Verkehr zu sein. Jeder Autofahrer wird dich zwanghaft, ohne Rücksicht auf Verluste, Verkehrsregeln und Sicherheit überholen. Sie können nicht anders, das ist wie die Katze mit dem Wollknäuel. Du mußt dem nervlich gewachsen sein. (Es lohnt sich, "Schleichwege" zu nehmen.)

Ich bin jahrelang einen 80er-Roller gefahren (damals mit 1b-Führerschein) und fand das absolut brilliant. Wegen der immensen Versicherungskosten der Klasse bin ich dann auf ein kleines Motorrad umgestiegen.
Mit Honda hatte ich immer gute Erfahrungen, Piaggio/Vespa ist cool, aber teurer und hakeliger. Schwalbe bin ich nur Antiquitäten gefahren, die sehr eigenwillig waren.

nicolette1967
17.03.2017, 12:30
ich würde an deiner stelle eher über ein pedelec nachdenken - damit tust du deinen knien auch noch etwas gutes und es ist als "lastesel" wunderbar geeignet. zwei packtaschen an den gepäckträger und los gehts!

seit ich pedelec fahre, steht mein auto fast nur noch rum. ich überlege es abzuschaffen und vielleicht für einen größeren einkauf / transport auf car-sharing auzuweichen.

ich liebe mein rad und es macht einfach großen spaß damit zu fahren. die unterstützungsstufen kannst du wählen und auch deinem trainingszustand anpassen.

aber für ein pedelec müsstest du schon so 2000 - 2500 euro auf den tisch legen. alles andere ist meiner meinung nach murks.

Poison.
17.03.2017, 13:33
Danke für eure Meinungen :blume:

Syriana, da bekomme ich direkt Lust auf Rollerfahren :lachen:

wildwusel, was ist ein "80er"?

Als Autofahrer überhole ich Rollerfahrer auch immer :peinlich: allerdings ist das bei Radfahrern ja nicht viel anders, da bin ich es auch gewohnt überholt zu werden. Verbunden mit meiner lockeren "da passiert schon nix"-Einstellung habe ich auch recht gute Nerven. Gerade bei Ampeln mit Rechtsabbiegern stelle ich es mir etwas einfacher vor, weil man mit Roller ja nicht auf dem Radweg fährt und Autofahrer einen dann wohl eher wahrnehmen.

Nicolette, an einem E-Bike überlege ich auch herum - mit den Knien hast Du schon recht. Das müsste ich mal austesten. Allerdings halte ich die für noch diebstahlgefährdeter als Roller :knatsch: da ich keine Garage habe und auch ganz sicherlich zu faul wäre das Rad ständig in den Fahrradkeller zu transportieren, wäre das recht heikel. Gepäcktechnisch ist ein Rad aber wohl komfortabler als ein Roller, allerdings habe ich kaum noch jemals viel zu transportieren. Hm. Wie lange hält denn ein Akku für ein E-Bike?

Von den Kosten her würde sich beides nicht viel nehmen.

Oder spricht auch etwas für Motorroller, also nicht Elektroroller? Was ich bislang rausgelesen habe, wohl die Wintertauglichkeit, also wenn es eisig wird. In Hannover liegt selten nennenswerter Schnee und dickes Eis, aber es sind gerne mal um die -5 bis -10 Grad in normalen Wintern. Allerdings kommen dann eben noch die Benzinkosten für einen eher kleinen Tank hinzu (also öfter tanken, was lästig ist) und man muss wohl auch Öl zugeben oder mal was reinigen?

skirbifax
17.03.2017, 13:52
Danke für eure Meinungen :blume:

Syriana, da bekomme ich direkt Lust auf Rollerfahren :lachen:

wildwusel, was ist ein "80er"?

Eine Maschine mit 80 ccm. Die haben kein Versicherungskennzeichen mehr, sondern die rechteckigen weißen "normalen" Kennzeichen (die von großen Motorrädern sind dann quadratisch). Dazu brauchst du aber einen Führerschein, 80 ccm kann man nur noch mit einem alten 3er fahren, wenn der vor 1980 ausgestellt worden ist.

Diese Maschinen fahren schneller als 50 km/h und man hat schon eine andere Beschleunigung. Ich selbst fahre ja gerne Zweirad, aber bei Regen und wenn es kalt ist, ist das kein Vergnügen. Wenn du in einer Stadt wohnst und wenig Auto fährst, kann natürlich Carsharing eine Alternative sein. Aber, der Winter ist in unseren Breiten lang. Auch wenn wir heute warme 17 °C haben, habe ich heute Morgen noch Scheiben gekratzt. Da möchte ich auf keinem Zweirad fahren. Vor Mitte April ist es morgens einfach noch zu schattig und spätestens ab Anfang Oktober (Laub!) ist einfach die Rollerzeit vorbei.

Poison.
17.03.2017, 14:04
Danke für die Erklärung. Für mich kommt nur ein 50 ccm in Betracht.

Ich bin früher täglich mit dem Rad ins Büro gefahren, ausgenommen wenn im Winter wirklich Eis und Schnee lag, das waren aber immer nur wenige Tage im Jahr - nach dem Horrorwinter 2011, als das durchgängig über Monate hinweg der Fall war, legte ich mir dann auch das Auto zu, aber seitdem ist es außerordentlich gemäßigt hier.

Wenn der Weg nur 2,5 km beträgt, sollte das von der Unbequemlichkeit her (Wetter, kalt, nass) mit einem Roller doch noch gut machbar sein? Was wäre bei den Straßen- / Wetterverhältnissen der Unterschied zu einem Fahrrad?

wildwusel
17.03.2017, 14:12
wildwusel, was ist ein "80er"?

Ein Motoroller oder Leichtkraftrad mit 80ccm Hubraum und (üblicherweise) 80 km/h Höchstgeschwindigkeit.


Als Autofahrer überhole ich Rollerfahrer auch immer :peinlich: allerdings ist das bei Radfahrern ja nicht viel anders, da bin ich es auch gewohnt überholt zu werden.

Stadtverkehr: Moped/Roller fährt 45 km/h. Autofahrer kommt mit 55 km/h. Autofahrer weiß, daß er überholen muß, beschleunigt auf 65 km/h. Merkt, daß er damit sehr schnell auf den Gegenverkehr zurast, bremst und zieht rein. (Ja, das ist mir auch mit der 80er passiert, wenn ich im Stadtverkehr selber 55 fuhr.)

Daß du nicht auf dem Radweg fährst, ist allerdings ein spürbarer Gewinn an Sicherheit und innerer Ruhe.

Gepäckmäßig gibt es für Roller Topcases und/oder Gepäckträger, und meist ein abschließbares Handschuhfach.

Der Vorteil an einem Benziner ist:
- man hört dich
- du weißt genau, was deine Reichweite ist
- du bist nicht auf Steckdosen und Zeit zum Laden angewiesen
- du mußt keine abgenutzten Akkus tauschen. (Ich weiß aber nicht, ob das praktisch wirklich ein Problem ist).

Es würde mich sehr wundern, wenn man heute noch das Innenleben putzen muß.

Der Vorteil an Elektro ist
- Beschleunigung!
- kein Knattern und Stinken
- kein Hantieren mit Benzin oder Öl
- vermutlich keine Starterprobleme

Wetter: Auf einem Roller wird man weniger naß als auf einem Fahrrad, weil man schneller da ist, nicht schwitzt, und einen Beinschutz hat.

Ein Vorteil von Pedelecs/e-Bikes gegenüber Mopeds/Rollern ist, daß man sie in Fahrradständern abstellen kann. Beim Parken eines Rollers kann man sich in einem undefinierten Bereich befinden, wo man ein Knöllchen kriegt, egal, was man tut.

skirbifax
17.03.2017, 14:16
Wenn der Weg nur 2,5 km beträgt, sollte das von der Unbequemlichkeit her (Wetter, kalt, nass) mit einem Roller doch noch gut machbar sein? Was wäre bei den Straßen- / Wetterverhältnissen der Unterschied zu einem Fahrrad?

Beim Fahrradfahren bewegst du dich ja, beim Rollerfahren nicht. Und so schnell wie auf dem Roller fährst du auch nicht Fahrrad. 2,5 km sind nicht so lang, da kühlt man nicht wirklich aus, das ist richtig, die kalte Luft dringt aber überall durch. Du musst es ausprobieren!

Syriana
17.03.2017, 15:23
Wintertauglichkeit bei benzinbetriebenen Rollern ist hoch. Bei Elektrorollern weiß ich's nicht.

Elektroroller sind ebenfalls wintertauglich. Man sollte den Akku allerdings bei Temperaturen um/unter Null Grad mit reinnehmen.


Ich würde im Fachhandel kaufen, wo du probefahren kannst, bei Bedarf repariert wird, und du jemanden hast, den du wegen Gewährleistung ansprechen kannst.

Auch die Elektroroller-Hersteller sind einem Fachhadel angeschlossen und es gibt in jeder Stadt eine Service- Werkstatt. Bei mir war mal ne Schraube los und ich bekam den Sitz nicht mehr auf - wurde sofort und natürlich kostenfrei vom Vertragspartner vor Ort erledigt.


Du brauchst Helm und Handschuhe. Nierengurt würde ich empfehlen, macht das Fahren bequemer. Geeigenete Jacke (abriebfest) ist eine sehr gute Idee.
Bei dieser "Ausstattung" geht es weniger um Bequemlichkeit, denn um Schutz. Ein Roller hat nun mal keinen AirBag und wenn du damit hinfällst, sind Kopf, Hände und Knie einfach verletzungsgefährdet. Einen Nierengurt anzulegen ist eine gute Investition in die Gesundheit, sagten mir alle Roller- und Motorradfahrer, insbesondere wenn man viel damit fährt und längere Strecken. Deine Nieren werde es dir danken. Bequem ist ein Nierengurt nicht unbedingt, aber auch nicht unbequem :-)


Überlege dir, was du normalerweise transportieren mußt. Paßt das in einem Rucksack, oder brauchst du eine Möglichkeit zur Gepäckunterbringung?

Ich habe länger überlegt, ob ich mir ein Top Case zulege - rein aus ästhetischen Gründen finde ich meinen Roller ohne schöner. Ich habe mir dennoch eins zugelegt, einfach weil ich Helm, Gurt und Handschuhe darin bequem verschwinden lassen kann.


Das ganz große Problem beim Mopeds ist: Du bist gerade eben langsam genug, um ein Hindernis im fließenden Verkehr zu sein. Jeder Autofahrer wird dich zwanghaft, ohne Rücksicht auf Verluste, Verkehrsregeln und Sicherheit überholen. Sie können nicht anders, das ist wie die Katze mit dem Wollknäuel. Du mußt dem nervlich gewachsen sein. (Es lohnt sich, "Schleichwege" zu nehmen.)

Ich bin anfangs sehr vorsichtig gefahren und war/bin überrascht, wie fast ausnahmslos rücksichtsvoll die Autofahrer sich bewegen - ich fühle mich im Stadtverkehr - mein Roller fährt 50 - Null behindert oder gefährdet. Ich fließe mit dem Verkehr mit und "surre" quasi lautlos geschmeidig durch die Stadt - und wenn ich die stinkenden, lauten anderen Roller sehe und höre, denke ich immer: never!

Wenn du viel Radfahren gewohnt bist - so wie ich auch - hast du auch weniger Ängste auf der Strasse. Ich nutze meine stinkende Blechkiste (Auto) nur, wenn ich muss und bevorzuge Rad und Roller.

Wenn du zum Teil nur 2,5 km fahren musst, ist ein Roller top. Wobei ich die Sache mit dem Pedelec aus gesundheiltichen Gründen auch gut fände - wenn man sonst nicht viel Sport betreibt.

Allerdings würde ich dann ein E-bike bevorzugen - mit dem kann man auch auf den Radwegen fahren, mit dem Pedelec nicht, zumindest mit denen nicht, die schneller sind als 25 km/h.

Ich sag' ja: ausprobieren. Bei mir kam damals ein "Scout" zu Hause vorbei, damit ich den Roller testen konnte - und entweder man mag es, oder nicht. Ich war sofort recht begeistert und mag dieses Fahren. Andere können damit nicht viel anfangen.

Einmal Aufladen kostet angeblich so um die 35 Cent - es ist also auch finanziell nicht unattraktiv und du brauchst nur eine Steckdose. Das Aufladen dauert allerdings bis zu 4 Stunden, wenn der Akku fast leer ist. Man kann auch einen zweiten Akku dazu nehmen, Platz ist dafür unter'm Sitz - ich habe das bisher nicht benötigt.

Ich sag' ja: einfach mal ausprobieren...

Poison.
17.03.2017, 16:30
Als Radfahrer ziehe ich es vor auf der Straße zu fahren - von Autos geht m.E. weitaus weniger Gefahr aus als von Fußgängern, die blindlings über die Radwege latschen. Und extrem rücksichtsloses Fortbewegen - egal wie unterwegs - fällt mir irgendwie kaum jemals explizit auf (weiß gar nicht wo die Leute immer unterwegs sind, die sich darüber beklagen).

Egal wie langsam ich radle, selbst bei den läppischen 2,5 km ins Büro komme ich ins Schwitzen :knatsch: ich bin zugegebenermaßen aber auch sehr unsportlich (wobei ich in sportlicheren Zeiten aber auch schnell schwitzte beim Büroweg :unterwerf:), deshalb reizt halt ein Roller sehr.

Habt vielen Dank für eure Tipps, das hilft mir bei der Entscheidungsfindung schon weiter. Ich tendiere durchaus schon sehr stark zum Elektroroller - umweltbewusst, leise, wenig Betriebskosten; einzig die 8-10 kg 1-2x pro Woche 2 Etagen hochschleppen könnte lästig werden, aber ständig Tanken fahren wäre lästiger (und viel teurer und offenbar auch reparaturanfälliger). Hält so ein Akku um die 1000 Aufladungen (sind damit volle Aufladungen gemeint oder wirklich JEDE Aufladung? Ich würde durchaus dazu tendieren bei z.B. noch 30 % Betriebsbereitschaft schon mal vorsichtshalber aufzuladen), würde so ein Akku durchaus etliche Jahre lange bei mir halten.

Lese gerade kreuz und quer durchs Web und könnte mich bei einem neuen Roller wohl von 2000 € Anschaffungspreis verabschieden; mein Roller müsste gewichtsmäßig schon was aushalten und eine größere Reichweite als 50 km wäre auch schön; habe in Hannover gerade ein Center gefunden, welche z.B. NIU-Roller mit 80 km Reichweite - was auf jeden Fall für eine ganz normale Arbeitswoche mit Einkauf hier & da reichen würde - anbieten für rd. 2600 €. In zwei Jahren hätte ich das Geld wieder raus im Vergleich zum Auto; da habe ich Fixkosten inkl. geschätztem Sprit von rd. 1200 €, aber noch gar keine Reparatur drin. Und irgendwas ist immer bei einem alten Auto.

Hm, ich überlege, mein Auto vor dem TÜV im Mai versuchen zu verkaufen. Die Kosten inkl. dann anstehendem Reifenwechsel könnte ich ja glatt schon mal sparen, von der Versicherung müsste es ja auch was retoure geben vom im Januar gezahlten Jahresbeitrag (?), die Steuer im April würde nimmer anfallen, der ADAC im April auch nicht - hossa, ich kann mir das echt schön rechnen :lachen: zumindest wäre das Zubehör wie Helm, Case, Nierengurt (mal gucken) damit schon mal locker wieder drin.

Lapalma75
17.03.2017, 16:53
Ich fahre bei schönem Wetter nun auch wieder gerne Roller. Habe aber einen Motorroller, mit dem ich im Sommer auch in die 25km entlegene Arbeit fahren kann. Es ist aber auch ein 125ccm- Roller.
50ccm Roller gibt es schon neu um 900 €. Recht schöne Retro-Roller von Tauris z.B.

nicolette1967
20.03.2017, 14:30
also ich bringe noch mal das pedelec ins rennen :knicks:

eine akku ladung hält locker 80km oder mehr, je nach unterstützungstufe. wenn du die ganze zeit auf "turbo" durch die gegend düst natürlich nicht.
aber du willst ja auch schließlich was für deine gesundheit tun ;-)

du kannst eine versicherung abschließen und dann ist dein bike gegen diebstahl versichert. allerdings hast du nicht ganz unrecht was die diebstahl-gefahr betrifft.

aber ein pedelec bringt dir einfach jede menge spaß und du kannst damit schön um den maschsee gondeln!

Entchen
22.03.2017, 20:48
poison, steuern bekommst du auch bei einem verkauf nach april anteilig zurück!

schau doch mal im elektrorollercenter vorbei - vielleicht vermieten die die teilchen auch, dann könntest du mal ein bis zwei wochen probefahren?

ich hab für mich leider zu spät festgestellt, dass mir rollerfahren gar keinen spass macht. aber da war ich sechzehn und hatte noch nicht die alternative "auto". ich fühl mich ohne knautschzone so angreifbar...

Anke75
10.03.2019, 21:24
Ganz aktuell: Elektroroller bis 20 KM/h sollen ja demnächst sogar ohne Führerschein eine Straßenzulassung erhalten :allesok: finde die Teile ziemlich cool und praktisch und man kann sie sogar einklappen und mitnehmen

Syriana
16.03.2019, 11:38
Ganz aktuell: Elektroroller bis 20 KM/h sollen ja demnächst sogar ohne Führerschein eine Straßenzulassung erhalten :allesok: finde die Teile ziemlich cool und praktisch und man kann sie sogar einklappen und mitnehmen
20 KM/h ... und damit schleicht man dann durch die Stadt und behindert den Verkehr? 😐...

Mr_McTailor
16.03.2019, 12:32
Motorroller mit Elektro-Antrieb gibt es auch von Sharing-Anbietern. Von Hannover weiß ich es nicht, aber ich fahre in Berlin mit emmy.

So könntest Du die Kisten zumindest mal ausprobieren. Speziell natürlich elektrische, aber ich vermute, man bekommt auch generell ein Gefühl dafür, wie man mit einem motorisierten Zweirad zurecht kommt.

Als weiteren Anbieter neben emmy kenne ich noch coup.
Guugi kennt vermutlich noch weitere und womöglich so gar einen vor Ort?

Petra13
16.03.2019, 12:55
Ganz aktuell: Elektroroller bis 20 KM/h sollen ja demnächst sogar ohne Führerschein eine Straßenzulassung erhalten :allesok: finde die Teile ziemlich cool und praktisch und man kann sie sogar einklappen und mitnehmen

Damit meint sie sicherlich die Elektro -Tretroller, denn die kann man zusammen klappen. Aber die genauen "Bedingungen " sind noch nicht raus.

Wahrscheinlich auf Radwegen und Straße erlaubt, nicht jedoch auf dem Gehweg.

In vielen Städten im Ausland kann man die mieten (Lissabon / Wien).

Syriana
17.03.2019, 12:51
Damit meint sie sicherlich die Elektro -Tretroller, denn die kann man zusammen klappen.
In vielen Städten im Ausland kann man die mieten (Lissabon / Wien).
Ja, in Lissabon gesehen und getestet. Funzt nicht so recht und wird auch (noch) nicht besonders gut angenommen. Zu stressig im Verkehr auf der Strasse, zu kurz die Strecken, die man ohne Störung "fahren" kann damit. Nettes Spielzeug.