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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was soll ich tun?



loora
27.01.2007, 00:29
Hallo Leute!

Im moment, befinde ich mich in einer sehr, sehr schwierigen Situation... in der ich an allem zweifle...

Ich bin erst 20 ja... Aber denkt nicht, dass ich euch hier sinnlos zu heule bitte. Ich erzählt euch etwas über mich.

Als ich 16 war, ist meine Mutter gestorben. Seitdem lebe ich mit meinem Vater alleine. Wir verstehen uns gut, sind enger zusammengewachen, aber trotzdem streiten wir uns sehr oft.

Seit Geburt an habe ich eine Hüftdysplasie. Ich hatte einen Gehfehler dementsprechend. Wurde jetzt operiert und habe eine künstliche HÜfte bekommen. Im moment sitzt ich im Rollstuhl.

Bin ziemlich lange als Mauerblümchen durch die Welt gelaufen... bis ich mit 18 meinen ersten Freund kennen gelernt habe, den ich wirklich sehr geliebt habe... Wir waren aber nur 9 Monate zusammen... Er hat mich verlassen. Weil er sich in eine andere verliebt hatte und die letzen 3 Monate der Beziehung war er in Gedanken schon bei ihr.

Ich habe sehr, sehr lange gebraucht um über ihn hinweg zu kommen. Und bin mir mittlerweile nicht sicher, ob ich ncht immer noch etwas für ihn empfinde.

Ich hatte nach ihm 2 Affairen. Dann lernte ich einen Kerl kennen, der mir den Hof machte. Doch nachdem er mich im Bett hatte, habe ich nichts mehr von ihm gehört. Ein anderer Kerl, hat mir´auch Versprechungen gemacht, und sie im Nachhinein nicht eingehalten.

Dann lernte ich meinen 2. Freund kennen. Und das war das mieseste, was mir je passieren konnte. Im Augsut 2006 lernten wir uns kennen und ich war sehr blauäugig. Er hat mich wirklich nur verarscht. Und im nachhinein habe ich rausgefunden, dass er mir auch fremd gegangen ist. Mittlerweile glaube ich auch, dass die ganze beziehung für ihn eine lüge war. Schluss gemacht hat er mit mir über msn, also über das internet. Sehr feige... ich habe nichts mehr von ihm gehört seit dem.

Ich habe gehofft, dass ich jemanden habe, der mir beisteht in dieser Zeit. Mir geht es wirklich nicht gut. Ich bin ein Mensch, der immer unterwegs war. Der gerne unter leuten war. aber jetzt... ich sitz die meiste zeit wirklch nur daheim, viele "Freunde" haben ihr wahres gesicht gezeigt und haben mich im stich gelassen. Aber ich habe auch 4 echte Freunde entdeckt, die sich um mich kümmern, wann se nur können. Aber da diese berufstätig sind, oder noch zu schule gehen, geht das leider nicht soo oft. Und ich habe meinen Vater, der sich auch um mich kümmert.

Ich fühle mich allein gelassen. Bin total unglücklich. Soviel Zeit zum Nachdenken hatte ich noch nie. Und ich habe das Gefühl, dass ich einfach niemanden mehr trauen bzw. vertrauen kann. Immer passiert mir das gleiche mit den Männern. Können sie überhaupt treu sein? Auf was kann man sich heut zu tage überhaupt noch verlassen? Heute habe ich gehört, dass über die HÄlfte der deutschen Männer fremdgehen...

Was kann ich tun, damit ich endlich wieder glücklich werde?

Inaktiver User
27.01.2007, 22:04
Liebe Loora,

fuehl Dich erst mal herzlich gedrueckt von mir. Ich weiss ziemlich genau, wie besch* es Dir zur Zeit geht, denn vor etwas ueber zwei Jahren habe ich auch eine neue Huefte bekommen. Und die Zeit danach war wahrlich kein Zuckerschlecken. Da ich im allgemeinen sehr aktiv bin und es nicht besonders leiden kann, wenn ich auf andere angewiesen bin, war diese Zeit fuer mich sehr unangenehm, und ich hatte wohl auch eine leichte Depression. Hinzu kommt, dass man auch noch einfach zuviel Zeit zum Nachdenken hat, so wie Dein Beitrag zeigt. Ich finde, Du vermischst hier grundsaetzlich zwei Dinge, die per se nichts miteinander zu tun haben ... Dein jetziger Zustand nach der Hueftoperation und Dein Liebesleben. Und wie der Amerikaner so schoen sagt, kann ich Dir nur raten: First things first. Das wichtigste ist, dass Du wieder so schnell wie moeglich auf die Beine kommst. Bist Du noch im Walker, oder kannst Du schon am Stock laufen? Hast Du einen physikalischen Therapeuten (aehm, ich weiss nicht mehr so genau, wie man die in D nennt), der Dich zuhause besucht oder den Du besuchst, und der mit Dir Uebungen macht?! Sehr wichtig!!! Sobald Du wieder einigermassen auf den Beinen bist, und selbst wohin kannst, wuerde ich Dir unbedingt empfehlen, mehrmals in der Woche schwimmen zu gehen. Im Wasser sind diese Bewegungsuebungen einfacher und trotzdem bessert sich die Muskulatur. Was ich damit sagen will: Konzentriere Dich jetzt erstmal voellig darauf, wieder gesund zu werden. Maenner der Vergangenheit und der Zukunft sollten jetzt erstmal ein nachrangiges Problem sein. Wenn Du Dich trotzdem damit beschaeftigen willst, dann lies Dir mal den Nachbarstrang von Lissy durch: http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=49441 - und Du bist noch einiges juenger und hast noch soviel Zeit vor Dir. Glaub mir, die Welt dreht sich weiter, auch wenn man die erste grosse Liebe verliert. Und es wird wahrscheinlich auch nicht der letzte Sch*kerl gewesen sein, denn Du kennenlernst. Lass Dir einfach Zeit und tue Dinge, die Dir selbst gut tun und die Dich gluecklich machen - aber erwarte das nicht von einem anderen Menschen - das geht nur nach hinten los. Versuche Dich einfach zu der Einstellung voranzuarbeiten, dass es Dir wichtig ist, dass es Dir gut geht und dass Du mit Dir selbst im Reinen bist. Wenn Du Dir diese Einstellung aneignen kannst, dann wirst Du auch weniger Probleme haben, einen Mann zu finden, der zu Dir passt und mit dem eine Beziehung einzugehen. Man stirbt nicht daran, allein zu sein. Es kommt lediglich darauf an, wie man damit umgeht. Nach meiner ersten Ehe war ich fast fuenf Jahre allein, aber nie einsam! Nachdem der erste Trennungsschmerz verarbeitet war, wuerde ich heute meine Singlezeit als einen meiner schoensten Lebensabschnitte bezeichnen, in dem ich sehr viel fuer mich selbst erreicht habe und der mich letztlich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin, und mit dem ich es sehr gut aushalten kann :freches grinsen:

:blumengabe: Alles Liebe von Bluebonnet