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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Honorare für Steuerberatung



F.Stockmann
26.01.2007, 15:56
Ich arbeite freiberuflich als Beraterin. Mich interessiert, ob Steuerberater alle denselben Gebührensatz berechnen, oder ob sie die Gebührenordnung unterschiedlich ansetzen können? Lohnt sich ein Preisvergleich?

Inaktiver User
26.01.2007, 17:11
Klar lohnt sich der Preisvergleich. Es gibt zwar eine Gebührenordnung, aber innerhalb dieser können die Berater mit den Zehntelsätzen jonglieren. Und das gibt einen ordentlichen Spielraum
Am besten mit Deinem Berater ein Pauschalhonorar vereinbaren.
Pauschal für Buchführung, Pauschal für Jahresabschluss und auch Pauschal für Die notwendigen Steuererklärungen.

Und das ganze mit deinen bisherigen Honoraren (die du bezahlt hast) vergleichen und möglichst 10 % drunter bleiben. Die meisten Steuerberater gehen heutzutage ordenltich runter.

Aber der Billigste ist selten der Beste.

Eine andere Möglichkeit besteht natürlich auch darin, einen Teil selber zu machen. Z.B. die Finanzbuchführung. Ich weiß ja nicht was Du machst. Aber die Buchführung kann man schon selbst machen. Ist nicht so sehr schwierig.
Wenn es Dein steuerberater Dir zutraut, dann ist es glaube ich ein guter Berater. De Berater der Dir andauernd abrät und glaubt, dass nur er es machen kann (bzw. sein Büro), der will seine Pfründe verteidigen.

Also nochmals Preisvergleich lohnt sich. Und mittelsatz ist nicht unbedingt der günstigste Satz (sondern der Höchste ohne besondere Nachweise)

Inaktiver User
27.01.2007, 16:37
Aber der Billigste ist selten der Beste.

Eine andere Möglichkeit besteht natürlich auch darin, einen Teil selber zu machen. Z.B. die Finanzbuchführung. Ich weiß ja nicht was Du machst. Aber die Buchführung kann man schon selbst machen. Ist nicht so sehr schwierig.
Wenn es Dein steuerberater Dir zutraut, dann ist es glaube ich ein guter Berater. De Berater der Dir andauernd abrät und glaubt, dass nur er es machen kann (bzw. sein Büro), der will seine Pfründe verteidigen.

Also nochmals Preisvergleich lohnt sich. Und mittelsatz ist nicht unbedingt der günstigste Satz (sondern der Höchste ohne besondere Nachweise)

Also eigentlich wollte ich ja nicht, aber........

Erst mal sehr provokant: Naürlich gibt es Konstellationen, in denen es besser ist, wenn der Mandant/Unternehmer seine Buchhaltung "selber" macht. Ab einer Betriebsgröße wird es schon automatisch so sein, aber dann wird der oder die Unternehmer/in sich das Wissen nicht mehr extern einkaufen, sondern das Wissen in Form einer Fachkraft einstellen. Das dies eine Buchhaltungsfachkraft sein wird und nicht ein Kfz-Mechaniker der Autos reparieren kann und keine Ahnung von Buchhaltung hat, wird einleuchten. An dem Wort "Fachkraft" ist schon zu sehen, dass man ein gewissen Fachwissen braucht, welches sehr umfangreich ist. Deswegen finde ich es sehr problematisch zu sagen, Buchhaltung wäre gar nicht so schwer (für mich ist sie es nicht). Auch muss ich sagen, dass einem alles etwas leichter vorkommt, je weniger man weiss. Dann sieht man die Probleme ja erst gar nicht. Ich kann natürlich schematisch aufgrund der Vorlage des Steuerberaters aus dem Vormonat alles übernehmen, was ich dann mache und ob es richtig ist, weiss ich dann nicht. Und: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, vorallem im Steuerrecht. Ob sich jeder/jede Unternehmer/in als Einzelkämpfer/in dieses Fachwissen aneignet, wage ich mal zu bezweifeln. Denn die Einkommensteuer und Umsatzsteuer rechtlichen belange sind doch weit aus komplexer, als man sich denkt. Ein gewisses Grundwissen sollte natürlich vorhanden sein. Schneide ich mir bald selber die Haare, weil ein Friseur zu teuer ist ?

Mittelwert ist Höchstwert ? Der Mittelwert steht dem Berater zu laut Gebührenverordnung. Leider ist es in unserer Branche üblich geworden, sich auf Dumpingpreise einzulassen. Auf Dauer geht das nur zu Lasten der Qualität. Schwarze Schafe an sich gibt es übrigens überall.

Auch übrigens: Je besser die Vorarbeit, desto geringer können Steuerberatungskosten sein (also kein Schuhkarton).

Ganz wichtig noch an sierre von wegen Pfründe und so: Soll ein Steuerberater jedem sagen:"Ach, dass können Sie doch selber machen. Dazu brauchen Sie mich nicht. Ich will kein Geld verdienen ?". Passt nicht. Ebenso könnte F.Stockmann als Beraterin bei einer Anfrage sagen:" Wissen Sie, Sie müssen nicht beraten werden oder ich arbeite halt umsonst." Nicht gerade kaufmännisch. Der Ast auf dem ich Sitze...... Jeder will und muss sein Geld verdienen, aber in Deutschland ist ja eh jeder auf jeden neidisch.......

Aber ich habe mich schon damit abgefunden, dass es eine Anti-Steuerberaterfraktion in diesem Forum gibt.

Übrigens: Wer eine geringe Pauschale aushandelt und em Berater aber am laufenden Band Formulare zum ausfüllen bringt, der muss damit rechen, dass die Pauschale zeitnah erhöht wird. Das gleiche gilt für tägliches Anrufen und mal eben eine Frage stellen.

So, das wars. Nun steinigt mich !

akademikerin
30.01.2007, 16:21
Ich habe eine Pauschale für das 1. Jahr verhandelt und dann ahben wir geschaut, ob es passte. Passte nicht, deshalb Erhöhung.

Wenn ich selbst erwrate, für meine Beratungen bezahlt zu werden: klar der STeuerberater aus.

Aber man kann ja auch Pauschale für bestimmte Zeit vereinbaren und rechtzeitig prüfen, ob es noch passt. Und mit einer mittleren GEbührenklasse anfangen.

erdbeereis
30.01.2007, 17:05
Ein_Mann001?
Blubbert hier rum und löscht sich dann gleich wieder?
Ich weiß schon, warum ich mir KEINEN Steuerberater mehr leiste.
Und dieses Selbstmitleidgeleier dieser Leute:gegen die wand:
Geht garnicht! Ich habe seitdem KEINE Probleme mit dem FA mehr. Als ich noch so einen Steuerberater (schon dieses Wort ist so lächerlich), gab es ständig Unstimmigkeiten mit FA, Steuerberater und an wem blieb es hängen? An mir natürlich:knatsch: . Seitdem ich keinen mehr habe, kläre ich wenn überhaupt die Angelegenheiten direkt mit dem FA. Die sind zumindest bei mir immer ganz freundlich und kooperativ. Also ich kann jedem nur raten, sich mit diesem Thema ernsthaft selbst auseinanderzusetzen. Den Steuerberater muss man leider auch kontrollieren, also MUSS man sich schon etwas 'Fachwissen' aneignen. Dafür gibt es unzählige Bücher, Kurse und Seminare. Lohnt sich wirklich! Zumindest bei kleinen Unternehmen, die keine doppelte Buchhaltung machen müssen und deren Buchungen und Umsätze überschaubar sind.

erdbeereis
30.01.2007, 17:07
Sorry, wenn ich jetzt so auf die Steuerberater losgehackt habe. es gibt ja sicherlich wie überall solche und solche. Leider bin ich eben nur an solche:pc kaputt: geraten.

Inaktiver User
30.01.2007, 20:47
Ein_Mann001 war sicherlich ein Steuerberater von der wenig angenehmen Sorte. Besserwisserisch, überzeugt von "seiner vermeintlichen Elite" und daher sehr unangenehm. Aber er hat sich ja schon abgemeldet. Ich hatte ja oben schon mal ausgeführt, dass es verschiedene Arten auch in dieser Berufsgruppe gibt.
Steuerberatung etwas eigentlich völlig sinnloses. Wenn dieser Staat seine Gesetze verständlich und einfach machen würde, wer bräuchte dann Steuerberater?

akademikerin
31.01.2007, 13:25
Dann keiner mehr, richtg. Ich war ziemlich froh, dsas ich einen hatte, denn das FA hat einen 5-stelligen Betrag an Werbungskosten nicht anerkannt und es wurde richtig übel. Mit dem STeuerberater haben wir das klären können und das FA musste zahlen. DIe haben sich auf Bestimmungen bezogen, die ich nicht einmal finden, geschweige denn so richtig verstanden habe (ein Grund, jetzt Recht zu studieren ;)) - insofern wra ich ziemlich froh.

Wer keinen will, muss ja keinen haben; nur: wenn man einen in Anspruch nimmt, sollte man auch angemessen bezahlen (wollen), so, wie man selber ja auch bezahlt werden möchte.

Ak.

PS: Ich fand es v.a. beruhigend, weil ich mit der Beauftragung an den STeuerberater aus der Haftung raus war. Wenn er Mist gebaut hätte, hätte er dafür einstehen müssen. Hätte ich MIst gebaut ... au weia! Dann wäre womöglich noch bis zur Rente gepfändet worden.