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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Expertenchat zum Thema Raucherentwöhnung



Beratungsnetz
26.01.2007, 12:52
Einladung zum Expertenchat "Rauchen – aufhören ist möglich" auf das-beratungsnetz.de

Liebe Forumsteilnehmerinnen und -teilnehmer,

Wir möchten Sie herzlich zu unserem nächsten Expertenchat zum Thema "Rauchen – aufhören ist möglich" auf dem Beratungsportal das-beratungsnetz.de einladen.

Angesichts vieler gravierender Schäden, die durch das Rauchen verursacht werden, ist die Nikotinentwöhnung ein zentraler Baustein der Krankheitsprävention. Welche Wege zum Aufhören mit dem Rauchen führen und wie man werdende Nichtraucher unterstützen kann, ist Thema dieses Expertenchats mit Dipl.-Psych. Martina Schröter, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitskreis Raucherentwöhnung der Universitätsklinik Tübingen.

Chat-Termin: Dienstag, den 30.01.2007, Beginn 20:00 Uhr, Ende: 21:30 Uhr

Über folgenden Link gelangen Sie direkt zum Expertenchat "Rauchen – aufhören ist möglich":
http://www.das-beratungsnetz.de/themenchat/index.php

Wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüßen zu dürfen!

Mit freundlichen Grüßen,
das Team von das-beratungsnetz.de

Yeti
30.01.2007, 13:07
Wer ist denn Experte bei der Rauchentwöhnung? Ist das derjenige, der das schon 150 mal geschafft hat? :ooooh:

Nee, ne? Das ist doch wohl nicht wahr. Dann muß doch der Raucher der größte Experte sein, denn der hört nach jeder Zigarette auf zu Rauchen.

Wenn ihr mich fragt, dann würde ich den Beruf des Experten abschaffen. Schon morgens gibt es eine Fülle von Experten im Morgenfernsehn, später reden Experten im Radio und abends blubbern uns noch einige hundert Experten ihren Senf in die Ohren, daß es einem als Erbrochenes wieder herauswürgt.

Nein, gerade Dipl. Psychs sind KEINE Experten.
Dem katholischen Priester sprecht ihr auch jegliches Wissen über die Ehe ab.

Wieviel hat Frau Dr. exp. denn früher geraucht?
Ach, sie hat noch nie geraucht? :ooooh:
Wie kann sie dann Experte sein? :wie?:

Hat sie geraucht und ist von der Sucht weg, dann ist sie auf dem Stand wie wir alle. Sie kann somit genausogut von uns lernen, denn WIR SIND EXPERTEN.
Ist das verstanden worden oder war das zu hoch?
Echte Experten haben verstanden was ich hier geschrieben habe.

:kuss: :freches grinsen:

Inaktiver User
30.01.2007, 13:41
:schild genau:
Yeti, DANKE :freches grinsen:

ich hab mal gekuckt, wie Experte eigentl. definiert wird, und ob ein Experte ferner irgend etwas mit 'Ex' zu tun hat :freches grinsen:

(aus Wikipedia-wie meistens)
Der Fachmann oder die Fachfrau (Mehrzahl: die Fachmänner, Fachfrauen oder Fachleute; auch der Spezialist oder der Experte genannt) bezeichnet unscharf eine Person, die über umfangreiches Wissen auf einem oder mehreren bestimmten Fachgebieten oder über spezielle Fähigkeiten verfügt, wie beispielsweise ein Wissenschaftler. Auch ein Wissensvorsprung gegenüber dem Durchschnitt kann einen Fachmann definieren. Neben dem theoretischen Wissen ist auch eine kompetente Anwendung desselben, also praktisches Handlungswissen, kennzeichnend. Solche Fertigkeiten gründen sich meist auf Training sowie Talent. Seine Wissenstiefe unterscheidet ihn vom Generalisten, der sich in vielen Fachbereichen heimisch fühlt. Der Generalist ist sozusagen der Spezialist dafür, in einer Vielzahl von Themen Bescheid zu wissen. Das Wort „Experte“ kann auch ironisch verwendet werden, wenn eine Person vorgibt, Fachkenntnisse in einem Gebiet zu besitzen, die aber gar nicht hat.

Bin auch Ex. Seit einem Monat :yeah: und hatte eigentl. schon seit 1997 immer mal wieder versucht, anzufangen aufzuhören - was mir diesmal endlich zu gelingen scheint. Wahrscheinlich weil ich eher ein Generalist bin ? ! :zwinker:

LG
Lillblue

Yeti
30.01.2007, 15:53
Ach jetzt versteh ich; durch deinen Beitrag ist mir ein Licht aufgegangen, Lillblue.

Ich komme also zu folgendem Trugschluß ... äh, zu folgender Dingens ... ähm ... Schlußfolgerung:

besser Exraucher als Experte

Nun aber haben wir ein neues Problem. Was ist ein Perte?

kaputtlach :freches grinsen:

Inaktiver User
30.01.2007, 22:23
besser Exraucher als Experte

Nun aber haben wir ein neues Problem. Was ist ein Perte?

kaputtlach :freches grinsen:


Ich überlege noch...was ein Perte ist :freches grinsen:
PS: kaputtlach ist in jedem Fall und grundsätzlich schonmal richtig und hilft fast immer :zwinker:

LG
Lillblue

Yeti
30.01.2007, 23:33
http://www.langenscheidt.de/fremdwb/fremdwb.html

Bei aller Phantasie kann ich Perte mit keinem Wort in Beziehung bringen.

:wie?:

Inaktiver User
30.01.2007, 23:42
Wie wäre es mit ~Perte und der Wolf~ oder mit Per.perte.ummobile :wie?:

oder wie mit http://dict.leo.org/frde?lp=frde&search=perte

Oh, hoffentlich weicht das nicht zu sehr vom eigentlichen Thema NR ab.


(Doch natürlich)


ÄHEM falscher Schreibkasten *g*
:blumengabe:

Yeti
31.01.2007, 11:52
Perte und der Wolf? *grübel* :freches grinsen:

... aber das könnte doch passen:


perte (http://dict.leo.org/frde?lp=frde&p=5qvU.&search=perte) f. das (http://dict.leo.org/frde?lp=frde&p=Dhr..&search=das) Verderben (http://dict.leo.org/frde?lp=frde&p=Dhr..&search=Verderben)
Rauchen bringt das Verderben, somit ist ein Experte ein ehemaliger Raucher, ein Exraucher ... ein EX-Perte also.

Die Dipl. pych. hat also mal geraucht.

Herzlich willkommen in unserer Runde, Diplpsych! :freches grinsen:

Inaktiver User
20.02.2007, 09:23
Yeti!

Wunderbarer Beitrag! Beifall!

Yeti
20.02.2007, 09:55
Yeti!

Wunderbarer Beitrag! Beifall!

Ich bin Logiker und habe ein Grundbedürfnis Gewäsch und Wichtigtuerei aufzudecken.

Im TV angepriesenen "Experten" zu Gast im Studio ist meist eine Peinlichkeit anzusehen. Diese tun mir dann immer etwas leid.

:freches grinsen:

Inaktiver User
20.02.2007, 10:02
Also einen Noch-nie-Raucher könnte ich auch niemals als Aufhörexperten ansehen, echt nicht.

Boomer
21.02.2007, 10:24
Hallo,

ich habe mich in den Chat eingeloggt gehabt. Allerdings kam da in Sachen Expertenwissen wirklich nichts rüber. Eher das, was man immer zu diesem Thema zu lesen bekommt. Rauchen ist ungesund, man muss motiviert sein um aufzuhören und es gibt natürlich Nikotinersatzpräparate als Entwöhnungshilfen. AHA :cool: Als ich drin war gings gerade um alle möglichen Pillen und Spritzen, mit deren Hilfe das Aufhören ganz leicht ist. Da ich von Pillen und Spritzen in diesem Zusammenhang nichts halte habe ich mich wieder verabschiedet. War also nur wenige Minuten online.

Ich bin der Meinung, dass jeder der aufhören möchte und dies nicht aus dem Stehgreif hinkriegt, sich mit dem Thema auseinandersetzen und seine Sucht begreifen muss. Das Begreifen ist der erste Schritt. Dann muss man natürlich noch den für sich geeigenten Weg finden, wie man sich aus der Sucht lösen kann. Dazu kann es sehr wohl sinnvoll sein, Hilfe von Experten anzunehmen. Ob derjenige wirklich Raucher gewesen sein muss? Ich denke nicht unbedingt. Das Rauchen ist eine Sucht wie viele andere auch. Ich muss ja auch nicht drogenabhängig gewesen sein, um Junkies zu helfen. Ich muss das Problem verstanden haben. :smile: Experte ist für mich jeder und niemand. Das ist doch immer eine Frage der Sichtweise.

Aber Ihr habt schon recht, diese ständige Expertenberieselung, derer wir uns unterziehen müssen, kann einen schon nerven. Kein Thema ist so schlecht, dass es nicht wert wäre, mindestens eine Handvoll Experten dazu zu befragen.

So, ich geh jetzt mal zum Kaffee-Experten in die Kantine und werde mich in Sachen Kaffeetrinken beraten lassen.

Inaktiver User
21.02.2007, 15:23
Hallo Boomer,

es handelt sich anscheinend um "Experten" der chemischen bzw. Pharmaindustrie, die nur unser Bestes wollen :freches grinsen:

Sämtliche Einträge von "Beratungsnetz" beziehen sich auf zig Krankheiten, zu denen dann jeweils zum Expertenchat gerufen wird. Deshalb: Konnte ich es mir heute nicht verkneifen, die Einträge mal im Thread "Werbelinks" zu posten.

Merke: Wer sich der Tabakindustrie entzieht, oder entziehen will,
wird sogleich als potenzieller Neukunde von den kommerziellen "Helfern" und deren Produkten anvisiert
:zwinker: aber das wissen wir längst:zwinker:
Aber eben auch worauf es in allererster Linie und wirklich ankommt; und das kostet keinen einzigen Cent :blumengabe:
(Und wo ist der Ätsch-Smiley?! :freches grinsen: )
LG
Lillblue

Yeti
21.02.2007, 19:00
:aetsch: <--- Da isser. :freches grinsen:

Hier im Strang haben alle recht. :smile:

Die Pharmaindustrie ist die größte Mafia und die Medien machen mit. Das Thema Heuschnupfen ist ein jährlich wiederkehrendes Thema.

Einfach mal kein KZ-Fleisch mehr zu essen, stattdessen auf eine vollwertige Ernährung zu wechseln, das sagt keiner, das fällt keinem ein.

Die Bevölkerung ißt vielzuviel Fleisch. Würde der Bürger den Konsum der Chemiekühe und -schweine au einmal die Woche reduzieren, es gäbe keine vollen Wartezimmer mehr, Tempo und die Pillenindustrie müßten Massenentlassungen vornehmen, die Menschen lebten länger, die Tierquälerei und die Umweltbelastung würde aufhören ....

http://www.ist4you.com/gesund/

Inaktiver User
21.02.2007, 20:58
Huhu Yeti,

jaaa, wie recht Du hast.
Und wer z.b halbwegs gut ißt, benötigt auch nix gegen "Völlegefühl" etc.

Eine Liste mit vergleichbaren Unnützprodukten, deren vermeintlicher Bedarf bereits viel früher zu verhindern wäre, könnte schier endlos sein.
Heute war ich - nicht für mich -in einer Apotheke (kommt äußerst selten vor). Was da alles herumstand...
u.a. ein -anscheinend relativ neues Pharma-Produkt- das man "nehmen soll, wenn man Sport treibt". Nee, es war nichtmal die Rede von Hochleistungssport.

Da greife ich mir echt an den Kopf. Vor allem, dann, wenn so etwas gekauft wird. Es gibt derart viel Sch...

Die Tabakindustrie ist auch so'n aktenfüllendes Thema...
Kleines Beispiel:

Kein Cent für den "Insider"
Was macht eigentlich heute
Jeffrey Wigand


Zur Person:
Der 60-Jährige lebt in Mt. Pleasant, Michigan, ist geschieden und hat drei Töchter. Er studierte Biochemie und arbeitete ab 1988 als Vizepräsident für Forschung und Entwicklung beim Tabak-Multi Brown & Williamson (Lucky Strike). 1993 wurde er entlassen, nachdem er sich geweigert hatte, das Suchtpotenzial von Zigaretten durch krebserregende Stoffe zu steigern. 1995 ging Wigand an die Öffentlichkeit. Das anschließende Verfahren führte zu einem Vergleich: Die Tabakkonzerne müssen die Rekordsumme von 246 Milliarden Dollar Entschädigung zahlen (nach seinen Erlebnissen wurde in Hollywood der Film "Insider" gedreht).

Sie sind schwer zu erreichen.
Ich bin ständig auf Achse, toure durch Schulen und warne vor den Gefahren des Rauchens. Ich berate Staatsanwälte und rede mit Politikern.

In den USA ist Tabakwerbung stark reglementiert, die Industrie muss Geschädigten hohe Summen zahlen - zufrieden?
Das Geld holen die sich über höhere Preise wieder. Es geht um die Deklaration der Inhaltsstoffe. Jeder soll wissen, was er kauft. Wie bei Keksen. Aber die Tabakindustrie blockt. Sie ist ein Milliarden-Steuerzahler.

In Deutschland führen gerade drei Tabakkonzerne die vermeintlich preiswerten 10er-Packs ein - auch "Kinderpackungen" genannt.
Bei meinen Vorträgen zeige ich auch Dokumente der Zigarettenindustrie: "Kriegen wir sie jung, kriegen wir sie fürs Leben", heißt es darin. Je früher ein Raucher anfängt, desto abhängiger wird er. Darum haben sie die Kinder im Visier.

Wie klären Sie die Kids auf?
Ich blase Zigarettenrauch durch einen Wattebausch. Mit dem reiben sie sich Nagellack von den Fingern. Das bewirkt Aceton, eine dem Tabak beigemischte suchtsteigernde Substanz. Danach wirft mindestens eins sein Zigarettenpäckchen auf den Tisch und sagt: "Ich höre auf."

Was ist in Zigaretten noch drin?
Zirka 600 Zusatzstoffe. Giftiges Ammoniak etwa. Es erhöht die Suchtwirkung des Nikotins, während die Nikotinwerte auf den Packungen offiziell sinken. Andere Gifte machen den Rauch unsichtbarer, um die soziale Akzeptanz von Rauchern zu verbessern. Zucker und Schokolade süßen ihn. Das klingt harmlos. Doch beim Verbrennen entsteht krebserzeugendes Acetaldehyd.

Als Tabak-Manager hatten Sie einen 300 000-Dollar-Job inklusive Firmen-Jet. Wovon leben Sie heute?
Zumeist von Vortragshonoraren. Alle denken, ich wäre durch den "Insider" reich geworden. Aber ich bekam keinen Cent.

Wie das?
Ich war am Film nicht beteiligt. Die Story schrieb eine Journalistin, die mich interviewt hatte. Sie bekam das Geld. Regisseur Michael Mann lud mich für einen Tag ein, damit Russell Crowe mich kennen lernte. Wir unterhielten uns und spielten Golf. Das war&#180;s.

Zeigt der Film die Wahrheit?
Er trifft sehr gut die psychologische Situation der Bedrohung, die Angst, die Agonie.

Und der Psychoterror?
Ein von der Tabakindustrie angeheuerter Ex-FBI-Agent verfolgte mich. Meine Familie erhielt Todesdrohungen. In Büro und Auto meines Anwalts wurde eingebrochen. Polizei-Bodyguards waren ständig um mich. Ich war völlig paranoid.

Dann kam die Schmutzkampagne.
Sie schnüffelten überall. Eine angeheuerte PR-Agentur log ein 500-Seiten-Dossier zusammen. Ich würde meine Frau schlagen, so ein Zeug. Zeitungen druckten es. Ich fühlte mich, als wäre ich radioaktiv.

Wie reagierte Ihre Familie?
Meine Frau konnte das alles nicht mehr ertragen. Sie ließ sich scheiden, die Kinder nahm sie mit.

Ihr Schritt auszupacken hat Ihr Leben verändert. Würden Sie es wieder tun?
Mit Sicherheit. Ich weiß, ich habe heute etwas bewirkt. Ich habe ein Kind beeinflusst. Und das ist weit mehr, als ich je vorher getan habe.

Interview: Hansjörg Heinrich
Gelesen bei stern.de
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Und ansonsten:

Iesch ässe gar keine Fleisch :zwinker: :yeah:

und seit der Rauchentwöhnung eher Richtung "Low Carb"; allerdings nicht super streng, d.h. möglichst ohne Krampf.

Lillblue