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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ehrenamtliche Vorstandsarbeit - trotzdem Bezahlung?



Schnurpsel
25.01.2007, 09:38
Liebe BriCom,

nachdem ich im Allgemeinen Forum leider null Antworten bekommen habe, hoffe ich, dass ich mit meinem Thema hier besser aufgehoben bin und ihr mir hier weiter helfen könnt.

Ich bin seit langen Jahren in einem Sportverein, rund 300 Mitglieder. Es wird immer schwieriger, für die zu besetzenden Vorstandsämter (insgesamt 7 Positionen) freiwillige und zudem auch noch ehrenamltliche Mitglieder zu finden - denn so steht es in unserer Satzung.

Es gibt nun einen Antrag für die anstehende Jahreshauptversammlung, den Vorstandsmitgliedern eine durch die Hauptversammlung jährlich festzulegende Aufwandentschädigung zu zahlen. Dafür muss natürlich zunächst auch die Satzung geändert werden (und die Frage, ob dann noch Gemeinnützigkeit besteht.).

Meine Bedenken dazu jedoch: Jedes Vorstandsmitglied hat einen unterschiedlichen Arbeitsaufwand und auch persönlichen Einsatz. Wie kann man hier "gerechte" Zahlungen leisten, d.h. natürlich auch so, dass sich der Vorstand nicht untereinander streitet, weil der eine mehr Geld und der andere weniger bekommt? Geht das nur mit Stundennachweisen (wer will die jemals prüfen????) ?

Mich würde interessieren, ob es solche Ideen / Fälle auch bei Euch gibt und wie das in den verschiedenen Vereinen geregelt wird.

Danke und Gruß

Schnurpsel

Inaktiver User
25.01.2007, 10:11
ehrenamtlich bedeutet seine zeit kostenlos investieren, aber materielle aufwendungen werden natürlich erstattet, auch wegegeld wie z. b. bus und bahn. als ehrenamtliche richterin bekomme ich soetwas wie einen tagessatz, der meiner realen arbeitstätigkeit mehr oder weniger gut angepasst ist. bei sportvereinen ist das aber anders geregelt....das hauptproblem bleibt aber, daß es höchstgrenzen bei der "bezahlung" von solchen sportämtern z. b. gibt, sonst will am ende das FA nämlich auch noch was abhaben.....dann muß versteuert werden
gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

Dani
25.01.2007, 13:45
Ich weiss, dass es bei manchen Verbänden durch eine Art Stundenlohn vergütet wird. Z.B. arbeitet jemand 6 Stunden für den Verband, drei Stunden werden ihm mit kleinem Geld honoriert, drei Stunden leistet er tatsächlich ehrenamtlich.

Inaktiver User
25.01.2007, 14:06
Problemfall kann tatsächlich die Gemeinnützigkeit werden. Wir haben vor ca. 5 Jahren einen Vereine gegründet (Schüler-durch-Schüler-Nachhilfe), in dem bezahlt wird, und haben uns hinsichtlich der Satzung und den Zahlmodi vom Finanzamt helfen lassen.
Das würde ich dir auch raten - die wissen, wie's geregelt werden muss, damit die Gemeinnützigkeit erhalten bleibt. Wichtig: NICHT zahlen, bevor das nciht geregelt ist, sonst müsst ihr Nachzahlungen leisten!!!