PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wann lohnt Wechsel in PKV?



Alice30
25.01.2007, 09:36
Folgende Situation: ich könnte mich privat krankenversichern, da über der Bemessungsgrenze. Allerdings planen mein Partner (selbständig, daher privat versichert) und ich dieses, spätestens nächstes Jahr zu heiraten, Baby ist angedacht (wenn's denn klappt, weiß man ja nie).

Ist es unter diesen Umständen überhaupt sinnvoll zu wechseln? Oder wäre es besser, erst mal in der gesetzlichen KV zu bleiben, so lange die Kinderfrage im Raum steht? Ein Kind wäre ja in der GKV automatisch mitversichert, in der privaten ja wohl nicht?

DerExperte
25.01.2007, 11:12
Folgende Situation: ich könnte mich privat krankenversichern, da über der Bemessungsgrenze. Allerdings planen mein Partner (selbständig, daher privat versichert) und ich dieses, spätestens nächstes Jahr zu heiraten, Baby ist angedacht (wenn's denn klappt, weiß man ja nie).

Ist es unter diesen Umständen überhaupt sinnvoll zu wechseln? Oder wäre es besser, erst mal in der gesetzlichen KV zu bleiben, so lange die Kinderfrage im Raum steht? Ein Kind wäre ja in der GKV automatisch mitversichert, in der privaten ja wohl nicht?

hallo alice30!

sofern sich die familiensituation (also noch kein kind) nicht ändert und du angestellt bist, kannst du so leicht nach dem 02.02.07 nicht mehr in die pkv wechseln. (stichtagsregelung aufgrund neuer gesundheitsreform). damit dürfte sich das thema erst einmal verschieben - um die kindererziehungszeit in der ein kind in der gkv der mutter mitversichert ist bzw. ohne kind um mindestens drei jahre, da du dann drei jahre durchgängig nachweisen musst, dass du freiwillig versichert warst.
sofern du dann verheiratet bist und nach einer kindererziehungszeit nicht arbeitest, so muß kind und du seperat versichert werden- privat oder freiwillig in der gkv- nicht kostenlos!
vielleicht solltest du über einen optionstarif nachdenken (also in der gkv bleiben, aber eine option auf eine vollversicherung ohne erneute gesundheitsprüfung bei der entspr. versicherung zu haben).

beste grüße,

DerExperte

Alice30
25.01.2007, 11:34
Vielen Dank für deine Rückmeldung! Das mit dem "Optionstarif" habe ich aber ehrlich gesagt nicht ganz kapiert?

DerExperte
26.01.2007, 01:08
Vielen Dank für deine Rückmeldung! Das mit dem "Optionstarif" habe ich aber ehrlich gesagt nicht ganz kapiert?

hallo alice30!

anbei eine erklärung, was ein optionstarif ist.

viele grüße,

DerExperte



"Optionstarif PKV
Optionstarife der privaten Krankenversicherung (Anwartschaftstarife)

Wer erwartet, innerhalb einer absehbaren Zeit
(gemeint ist in wenigen Jahre) in die private Vollversicherung zu wechseln, kann seit jüngerer Zeit bei einigen Versicherern eine Option dafür abschließen.

Verbunden ist dies stets mit einem besonders günstigen Zusatz-Tarif, der 2-Bett mit Wahlarzt im Krankenhaus leistet.

Bei Männern kostet das nur ca. die Hälfte des normalen Tarifs. Z.B. um die 12,- Euro monatlich für einen 25-jährigen Mann, und um die 17,- Euro für eine Frau gleicher Alterstufe.

Dieser Zusatz-Tarif hat keine Altersrückstellung, was ihn besonders günstig macht. Es ist ja auch nicht so gedacht, daß man auf lange Zeit dort versichert bleibt - es geht eher um die gesicherte Umstiegsoption für die Vollversicherung.

Optionstarif PKV
Wenn man innerhalb der Zeit bis zum (meist) 34. Lebensjahr beim selben Versicherer in die private Vollversicherung wechseln kann, wird man ohne eine neue Gesundheitsprüfung übernommen. Das gilt für eine Kombination mit 2-Bett und Chefarzt, ambulantem Tarif mit Selbstbeteiligung nach Wahl, normalen (guten) Zahnleistungen, und ein gewisser Form für das Krankentagegeld. In der Höhe z.B. bis zu 130 % aus der Kassenabsicherung (das wären zur Zeit 105,- Euro). Bei Selbständigen kann das Tagegeld im Rahmen dieser Option auch z.T. schon nach 2 Wochen beginnen. Bei Angestellten aber nach 6 Wochen.

Das kann sehr vorteilhaft sein. Das Eintrittsalter gilt allerdings ganz normal, zum Zeitpunkt des Wechsels.

Kommt die Vollversicherung bis z.B. zum 34 Lebensjahr nicht zum Tragen, wird man in einen dauerhaften Krankenhaus-Zusatztarif übernommen, der dann allerdings deutlich teurer ist, weil dann das neue Alter verwendet wird, und dann auch Altersrückstellungen gebildet werden. Wenn man z.B. nach einem Studium zwar nicht sofort über der Pflichtgrenze liegt, dies aber bald erwartet, oder plant, später in die Selbständigkeit zu gehen, sollte man diese Option in Betracht ziehen. Freilich nur, wenn der gewählte Versicherer auch sonst akzeptabel ist - das ist nicht unbedingt immer der Fall."

Inaktiver User
26.01.2007, 08:34
Folgende Situation: ich könnte mich privat krankenversichern, da über der Bemessungsgrenze. Allerdings planen mein Partner (selbständig, daher privat versichert) und ich dieses, spätestens nächstes Jahr zu heiraten, Baby ist angedacht (wenn's denn klappt, weiß man ja nie).

Ist es unter diesen Umständen überhaupt sinnvoll zu wechseln? Oder wäre es besser, erst mal in der gesetzlichen KV zu bleiben, so lange die Kinderfrage im Raum steht? Ein Kind wäre ja in der GKV automatisch mitversichert, in der privaten ja wohl nicht?
Ich bin selbst privat krankenversichert und muss sagen, dass die Entscheidung pro/contra PKV von der angedachten Zielsetzung abhängig sein sollte.
Finanziell betrachtet ist es eine grössere Belastung (auch wenn es auf den ersten Blick anders aussieht).

Aber medizinische Leistungen und Service sind deutlich freier wählbar und auch besser - das ist mir die Sache einfach wert.
Mit der anstehenden Familienplanung ist das so eine Sache - wäre der Kindsvater gesetzlich versichert und könntest Du ein Baby über ihn versichern?

Alice30
26.01.2007, 10:40
@Experte: vielen Dank für die Erklärung!
@tristania: wie im ersten Post geschrieben ist mein Partner privat versichert, daher ist eine Versicherung ev. Nachwuchses über ihn nicht möglich.

Ich werde wohl erstmal in der "gesetzlichen" bleiben, bis die "Familienfrage" klar ist.

Inaktiver User
26.01.2007, 11:14
@tristania: wie im ersten Post geschrieben ist mein Partner privat versichert, daher ist eine Versicherung ev. Nachwuchses über ihn nicht möglich.

Ups, das hatte ich wohl überlesen............
Dann würde ich auch erst mal in der GKV bleiben und vielleicht ein kleines Zusatzpaket (Zähne, Brille) einkaufen.

Alice30
26.01.2007, 11:29
Ups, das hatte ich wohl überlesen............
Dann würde ich auch erst mal in der GKV bleiben und vielleicht ein kleines Zusatzpaket (Zähne, Brille) einkaufen.

Zähne werd' ich (hoffentlich) nie brauchen (sagt zumindest mein Zahnarzt) :freches grinsen:

Wenn, dann werde ich wohl eher eine Zusatzversicherung fürs Krankenhaus abschließen, in den letzten Monaten hatten einige meiner Bekannten das "Vergnügen", und, ehrlich gesagt, ich fand es schockierend, was da z.T. abgeht.

Inaktiver User
26.01.2007, 11:33
Wenn, dann werde ich wohl eher eine Zusatzversicherung fürs Krankenhaus abschließen, in den letzten Monaten hatten einige meiner Bekannten das "Vergnügen", und, ehrlich gesagt, ich fand es schockierend, was da z.T. abgeht.
Nun ja - nie (?) bei Zähnen?
Du musst nur mal nen blöden Unfall haben.

Calimero
26.01.2007, 14:52
Vergesst die PKV.
Einzelzimmer. WoW! Die Zeiten der großen Schlafsäle ist doch eh vorbei.
Chefarztbehandlung. Süper! Du liegst blutüberströmt auf der Trage und nur der Assistenzarzt ist verfügbar, Scheffe is zum Golfen. Das heißt es die Zähne zusammenbeißen und warten bis er da ist, wenn das Lebenslicht bis dahin nicht schon erloschen ist.
Wenn ich als Kassenpatient zum Arzt gehe, werd ich behandelt und zisch wieder ab.
Die PKV Patienten kann ich nur bedauern. Das sind Opfer. Hier noch ein Tübchen, da noch ein Pillchen, vielleicht noch einen Einlauf, das befreit. Da haben wir noch die Bachblütentherapie und anschließend legen wir Ihnen noch warme Steine aufs Kreuz. Die Kasse zahlt ja.
Wie,Sie wollen nach Hause? Nee das geht nicht, Sie haben doch so ein schönes Einzlezimmer.
Als Kassenpatient bin ich schon längst zu Hause und lass mit von meiner Frau den Nacken massieren
Dafür gibts als PKVler ein extra Wartezimmer mit dem aktuellen "Spiegel" und nicht der "Bild der Frau " von Januar 1977. Wers braucht!

Dann kommt die Rechnung ins Haus geflattert, da heißt es erstmal zahlen und dann mit der PKV abrechnen. Spitze! Da sind die 10.-€ Praxisgebühr schnell vergessen.

Und alle, ob PKV, oder GKV haben die gleich Probleme, steigende Ausgaben und zuwenig Einnahmen. Das bedeutet, höhere Beiträge.

Und eins lasst Euch gesagt sein: Die Ärzte leben nicht von den 10% PKVlern, sondern von den 90% Kassenpatienten, trotz allem Geschwätz in der Presse. Also selbstbewußt nach vorne geschaut!





CALIMERO

Inaktiver User
26.01.2007, 15:26
@Calimero:

Du hast überhaupt keine Ahnung wovon Du sprichst.


Einzelzimmer.
Muss man extra versichern - braucht kaum jemand, macht kaum jemand, viel zu teuer.


Chefarztbehandlung.
Hast keinen Anspruch, braucht auch kein Mensch - die meisten Assis sind besser im Thema.


Bachblütentherapie
Zahlt keine private Kasse - die PKV zahlt auch nur den Leistungskatalog der GKV, bis auf weniger Ausnahmen.


Dann kommt die Rechnung ins Haus geflattert, da heißt es erstmal zahlen und dann mit der PKV abrechnen.
Ich kontrolliere diese Rechnung und entscheide, ob der Arzt die Leistungen erbracht hat.


Dafür gibts als PKVler ein extra Wartezimmer mit dem aktuellen "Spiegel" und nicht der "Bild der Frau " von Januar 1977. Wers braucht!

Stimmt nur bei sehr wenigen Ärzten und ist ein Vorurteil.



Die PKV Patienten kann ich nur bedauern. Das sind Opfer.
Dei "Bedauern" klingt nach einfach nach Neid.
Der Kassenpatient ist aus meiner Sicht Opfer, weil er in allen Dingen eingeschränkt ist (inklusive Arztwahl).

Alice30
26.01.2007, 15:53
@Calimero:

Äh... hä?

Also ich bin schon der Meinung, daß Privatpatienten oft besser behandelt werden. Sehe ich ja z.b. auch an meinem Partner, der privat versichert ist. Schnellere Termine für wichtige Untersuchen, usw. Ich hatte zwar auch als "GKV'ler" noch nie wirklich Probleme, allerdings habe ich bei dem ein oder anderen Arzt auch schon ganz schön auf den Busch gehauen / hauen müssen, sonst hätte ich z.B. auf eine Mammographie 3 Wochen warten sollen. KLAAAR!

Und "Opfer" bin ich so und so nicht. Wenn ich eine Behandlung / ein Medikament nicht will, will ich es nicht und damit basta. Das mache ich jetzt so, das würde ich in der PKV nicht anders machen! Also - qualitative Nachteile kann ich in der PKV keine sehen, sorry!

DerExperte
26.01.2007, 19:16
ich sehe es anders als calimero.
manchmal kann man seinen kh-aufenthalt ja planen und liegt nicht gleich blutüberströmt da. das sind meine erfahrungen.
aber jeder der eine eigene meinung hat, darf diese auch behalten ;-).
ich hatte ja erwähnt, daß man eine zusatzversicherung fürs kh machen kann (sofern noch gesund!) und/oder einen optionstarif.
das wäre wohl klug.

beste grüße,

DerExperte

Calimero
26.01.2007, 20:40
Ich habe bewusst übertrieben, das ist ja offensichtlich.
Ich denke nur das Ganze wird überbewertet. Für GKVler gibts auch eine gut Versorgung und niemand muss sich seltsam vorkommen nur weil er nicht "Privat" ist.
"Die PKV zahlt auch nur den Leistungskatalog der GKV, bis auf weniger Ausnahmen."
So stehts weiter oben.
Chefarzt und Einzelzimmer braucht man ja offensichtlich auch nicht, na dann ist ja alles klar.
Wer es sich leisten kann und das auch will, bitte schön.
Dann kann er sagen "Ich bin pivatversichert"
Seis drum.
In unserer Stadt gibts ein kleines Krankenhaus, die haben eine Riesensumme in ein abulantes OP-Zentrum investiert.
Das rechnet sich nie ohne Kassenpatienten, aber ohne Privatversicherte ging es auch.

Also, nix für ungut.

CALIMERO

DerExperte
26.01.2007, 23:52
@ calimero und alle

privat ist nicht immer besser. das ist fakt.
daher kann ich deinen äußerungen durchaus teilweise
zustimmen :-)

beste grüße,

DerExperte

Inaktiver User
27.01.2007, 07:31
Ich habe bewusst übertrieben, das ist ja offensichtlich.
Ich denke nur das Ganze wird überbewertet. Für GKVler gibts auch eine gut Versorgung und niemand muss sich seltsam vorkommen nur weil er nicht "Privat" ist.
"Die PKV zahlt auch nur den Leistungskatalog der GKV, bis auf weniger Ausnahmen."
So stehts weiter oben.

ach so - ja dann ;-))

Ich denke auch, dass die PKV nicht immer die bessere Wahl ist - als Frau lohnt es sich aus wirtschaftlichen Gründen nur, wenn man Beamtin ist.

Die wirklich guten Ärzte und Kliniken behandeln alle Patienten mit der gleichen Aufmerksamkeit und bieten im Zweifelsfall den privat zu zahlenden Zusatz-Service von sich aus an.
Das kann man sich bei Bedarf dann ja auch gönnen.

Natasha72
31.01.2007, 08:35
Da ich mich mit der gleichen Frage rumplage (auch mit Kinderwunsch) habe ich mal bei meiner Versicherung angefragt. Und die Antwort war wie folgt: Wenn 2 Partner (die sind von Ehepartner ausgegangen) ein Kind bekommen, dann wird das Kind bei demjenigen mitversichert, der das höhere Einkommen hat (durchschnitt der letzten 12 Monate). Das kann also sowohl der privat versicherte Partner sein wie auch der gesetzlich versicherte. In unserem Fall wäre es dann mein privat versicherter Partner. Seine Beiträge würden dann erhöht werden (bei ihm etwa 100,- Euro).

Falls Du Dich privat versichern möchtest und nichts anderes dagegen spricht, dann bedenke aber bei der Wahl des Tarifes, dass Du evtl. anfangs was mehr zahlst um dann im Alter einen geringeren Beitrag zu zahlen. Das geht in vielen, vielleicht sogar in allen Versicherungen. Die Beiträge ansich halte ich für uns Frauen für sehr hoch, gerade wenn man erst in den 30ern einsteigt in die PKV. Ich habe mich daher für eine gute Zusatzversicherung entschieden - ganz ohne würde ich es nicht mehr machen wollen, denn es gibt ganz eindeutig eine 2- Klassen- Gesellschaft bei Kranken. Vielleicht nicht im Krankenhaus aber auf jeden Fall in vielen Praxen, was man allein schon bei der Vergabe von Terminen sieht, die bei privat versicherten immer müheloser gehen. Aber auch das nur meine ganz persönliche Erfahrung, die jedoch von erstaunlich vielen Ärzten in meinem Bekanntenkreis bestätigt werden.

ich würde mich auf jeden Fall gut informieren, auch was die einzelnen Versicherungen angeht.