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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nachforderungen Strom



Konkordia
23.01.2007, 15:40
Hallo,

weiss jemand hier, bis zu wievielen JAhren der ehemalige Stromversorger bezogenen, jedoch nicht vertragsgebundenen Strom nachfordern darf?
Im konkreten Fall war es so, dass der Strom nicht wissentlich hinterzogen wurde. Bei Einzug in die damalige Wohnung wurde - bedingt durch einen sehr reiseintensiven Job - schlichtweg vergessen, dass nicht der Vermieter, sondern man selbst sich beim Versorger anmelden muss. Daher erfolgte unwissentlich nie eine Anmeldung. Bei der jährlichen Ablesung wurde aber immer ein Zettel mit Zählernummer, Name und ZÄhlerstand an die Tür gehangen bzw. an den Stromkasten (es wurde von einer Anmeldung ausgegangen). Nicht einmal in vier Jahren kam eine Rückmeldung bzgl. möglicherweise falscher Vorgehensweise. Nun kam eine Rechnung und nach weiteren drei Monaten eine Klagedrohung. Kann der Versorger rückwirkend den Strom von vor ca. 7 Jahren zum Preis von heute nachfordern?
Vielen Dank für eure Hilfe!!

redellement
23.01.2007, 21:13
Wenn Du nicht gemeldet warst, wie kannst Du dann eine Ablesebenachrichtigung bekommen haben und daraufhin die Zählerstände per Zettel irgendwo hingehangen haben? Oder war das ein "Aushang" im Haus, der das ankündigte?

Und hast Du Dich nie gewundert, wohin Du Dein "Stromgeld" (nicht) hinbezahlst?

Den Mietnebenkosten kann man doch entnehmen, dass da kein Strom mit bei ist? Sieben (oder vier???) Jahre ist eine lange Zeit, um drauf zu kommen, ein Wunder, dass der Stromversorger so lang gebraucht hat.

Ich glaube, im Gegensatz zur Nebenkostenabrechnung des Vermieters bist Du dem Stromversorger die Kosten noch ziemlich lang schuldig.

Elle

Inaktiver User
24.01.2007, 08:12
Ich würde widerspruchslos zahlen. Immerhin konntest Du fiktive Zinsengewinne erzielen, die wohl die Kostendifferenz wieder ausgleichen.

Wenn ich an etwas schuld bin, denke ich nicht als erstes nach, wie ich die berechtigten Ansprüche des anderen nicht zahlen muß, sondern wie ich es bestmöglich reguliere.

Carabinchen
25.01.2007, 10:37
Ich würde mich erst mal kundig machen, ob und was von dieser Schuld schon verjährt ist. Ich denke nicht, daß der Stromversorger die vollen 7? Jahre voll einfordern kann.

Mir ist fast das gleiche passiert. Konnte mir aber nur ein Beratungsgespräch beim Rechtsanwalt leisten und der sagte was von - alles was älter als drei??? Jahre ist, besteht kein Anspruch. Ich weiß es nicht mehr genau - wohl verdrängt...

Hab mich letztendlich mit dem Inkassobeauftragten von eon geeinigt auf Ratenzahlung. Ansonsten wäre ich nicht ohne Gerichtsverhandlung aus der Nummer rausgekommen. Haben mir mit Stromabstellung und so gedroht.
Kläre das bloß nicht mit den Büroleuten von eon. Die sitzen in irgendwelchen Call-Centern und wollen so schnell wie möglich den Vorgang zugunsten eon zum Abschluß bringen.
Die haben mir voll die Pistole auf die Brust gesetzt.

Also ich drück Dir die Daumen. Wieviel Geld wollen die denn von Dir?

Carabinchen
25.01.2007, 10:38
Ach ja, der Inkassobeauftragte meinte zu mir, daß da eon sehr wohl auch schuld dran hat. Also bist Du nicht alleine verantwortlich für das alles...

Konkordia
25.01.2007, 13:26
Hallo Carabinchen,

danke für die Hilfe! Es geht um Nachzahlungen von 2000-2003 in Höhe von ca. 400 EUR. Ich habe es wirklich nicht mitbekommen, nicht mal beim Auszug.... und jetzt kam diese Post. Sehr ärgerlich, vor allem, dass das heutige Preisniveau zugrunde gelegt wird, finde ich etwas dreist.
Guter Tip mit der Einigung und der drei-Jahresfrist. Ich werde mal im Mietrecht blättern.
Danke!