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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum werde ich nicht schwanger!??



Chila1
05.01.2017, 10:35
Seit zwei Jahren versuche ich mit meinem langjährigen Partner schwanger zu werden.
Bisher hat es nicht geklappt.

Ich muss dazu sagen dass ich anscheinend in einem Alter bin wo es "schwer" wird. Das haben mir die Ärzte gesagt.
Mit 37 gehört man zum alten Eisen im Bezug Kinderwunsch.

Ich erzähle kurz etwas zu mir.
Vor zwölf Jahren habe ich meinen Partner kennengelernt und seitdem sind wir glücklich.
Da ich selbstständig bin und in meinem Beruf auf gehe habe ich bis vor 3 Jahren nie an Kinder gedacht. Es war aber klar dass wir irgendwann einmal Kinder möchten.
Die Zeit verging so schnell und wir haben nie wirklich ernsthaft daran gedacht dass es langsam Zeit ist dass wir mit dem Kinder machen anfangen sollten.
Zudem fühle ich mich eher wie 25 und hätte niemals daran gedacht dass es irgendein mal vielleicht zu spät sein könnte um Kinder zu bekommen.

Vor 3 Jahren haben wir etwa ein Jahr probiert ohne ärztliche Hilfe ganz normal und Easy schwanger zu werden.

Es hat nicht geklappt.

Dann habe ich meinen Frauenarzt gewechselt.
Meine neue Frauenärztin hat mich komplett untersucht und eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt.
Diese wurde dann gut behandelt und nach ein paar Monaten war ich gut eingestellt.
Mein Partner hatte zwei Spermiogramme wobei das erste nicht ganz perfekt war jedoch das 2te wunderbar.

Nach den Ärzten müssten wir beide also eigentlich bald schwanger werden.....eigendlich!!😑

Wir beide sind fit haben kein Übergewicht und vor kurzem ein Haus gekauft.
Finanziell geht es uns gut und wir wären absolut ready für ein Kind.
Selbst Drillinge würde ich nicht mehr verschmähen! 😑

Vor 4 Monaten hat mir meine Ärztin dann zu Clomifen geraten.
Ich nehme nur die halbe Portion denn Clomifen schlägt bei mir extrem gut an.
Die Follikel sprießen sensationell und eigentlich müsste ich schon Mutter von 5 Kindern sein!

Jedoch hat das Sperma Tierchen keines meiner Follikel getroffen oder meine Follikel haben diese ganz einfach verschmäht!

Seit zwei Jahren sind wir nun unter ärztlicher Beobachtung und ich gehe monatlich zum Ultraschall und lasse mir Spritzen geben! Manchmal habe ich es auch einfach satt.
Zum Teil fühle ich mich vollgepumpt mit irgendwelchen Hormonen.
Wie haben über Weihnachten einen Monat ausgelassen und es wieder so probiert. Wir dachten vielleicht gibt es ein Weihnachtsgeschenk!?💗 ( es gab keins)

Nun hat unsere Ärztin etwas von einer Insemination gesprochen und falls dies nicht klappt müsste man einmal an künstliche Befruchtung denken.

Jedoch verstehe ich nicht warum es nicht klappt wenn wir doch beide gesund sind und regelmässig übereinander herfallen. Vorzüglicher Weise immer an den wichtigen Tagen. Mein Ovulationstest ist bereits mein bester Freund geworden 😉

Im übrigen kenne ich bereits alle Schwangerschaftsanzeichen und dachte bestimmt schon fünf Mal dass ich schwanger war! Auch glaube ich zu merken wann mein Mittelschmerz stattfindet und ich habe bereits Wetten mit meiner Frauenärztin abgeschlossen dass ich schon vor dem Ultraschall weiß auf welcher Seite das Sieger- Follikel reift.
Ich hatte übrigens jedes mal recht!

Auch die Schmierblutungen die ich seit ein paar Monaten regelmäßig vor meiner Menstruation habe interpretiere ich jeden Monat als Nidationsblutung. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Ganz ehrlich! Manchmal weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll! Ich bin gesund und habe eine glückliche Partnerschaft aber uns fehlt unser Kind!
Ich habe so viele Freundinnen die nach ein oder zwei Monaten schwanger wurden und warum klappt das bei uns einfach nicht?

Ich weiß nicht ob ich künstliche Befruchtung möchte und auch mein Partner, der absolut zu 100% hinter mir steht und mich sehr unterstützt ,weiß nicht ob wir uns das antun sollen.
Aber was wenn ich nicht schwanger werde und nicht alles probiert habe? Wenn wir keine Kinder auf "einigermaßen natürlichen" Weg auf die Welt bringen werde ich mir dann Vorwürfe machen?!

Die Zeit läuft....

Danke fürs zuhören und ich wünsche euch allen einen sensationellen und wunderschönen Tag.

Chila💗💗

Marta-Agata
05.01.2017, 11:05
Das lässt sich nicht schönreden, dass es leichtsinnig war, so lange zu warten, obwohl du in einer festen Partnerschaft warst und schon klar war, dass du "irgendwann" mit diesem Partner Kinder möchtest.
Die Fruchtbarkeit nimmt schon ab Mitte 20 ab, und bei einem Viertel der Frauen mit 35 klappt es nicht mehr. Und sehr oft wird kein Grund gefunden.
Bei mir hat es nur in den 20ern geklappt, ab 30 trotz Kinderwunsch und "Basteln" nicht mehr. Bei Untersuchungen wurde kein Grund gefunden.

Das ist jetzt aber natürlich müßig, deshalb wünsche ich euch alles Gute und überlasse das Feld denjenigen, die vielleicht Mutmachergeschichten haben. Die gibt es natürlich, denn es geht ja um Statistik. Eine Frau kenne ich, die 20 Jahre versucht hat, ein Kind zu bekommen - und dann mit 42 und 45 ohne Behandlung 2 gesunde Jungs bekommen hat. Das gibt es auch - aber natürlich ganz selten.

Cariad
05.01.2017, 12:16
Chila, als erstes möchte ich fragen, ob deine Frauenärztin eine Spezialistin für Reproduktionsmedizin ist? Falls nicht, würde ich ein spezialisiertes Kinderwunschzentrum aufsuchen. Diese können auch einfach einmal draufschauen, ob wirklich alles abgeklärt ist (wurden zb die Eileiter geprüft? wurde eine genetische Untersuchung gemacht?).

Die Insemination ist eine vergleichsweise harmlose Behandlung. Letztlich wird dabei nur dafür gesorgt, dass eine Portion gesunder Spermien zum rechten Zeitpunkt am rechten Ort ist. Tut nicht weh, belastet den Körper nicht. An eurer Stelle würde ich es probieren, und zwar recht bald.

Mein zweiter Rat: Arbeite an einem Plan B. Wie wird euer Leben aussehen, wenn ihr keine Kinder bekommen werdet? Je besser dieses Leben in deinen Augen aussieht, desto höher wird deine Lebensqualität in der Kinderwunschzeit sein - einfach weil nicht mehr jede Periode eine Riesenenttäuschung mit sich bringt.

(Ansonsten eine Mutmachgeschichte von mir: Fünf Jahre unerfüllter Kinderwunsch, vier FG und dann zwei gesunde Kinder mit 38 und 40.)

Neon81
05.01.2017, 12:18
Hallo Chila,

deine Geschichte erinnert mich in vielen Teilen an meine Anfangszeit (bis auf das gute SG :smirksmile:)

Wenn es bei jedem so schnell klappen würde, gäbe es wohl die ganzen Kiwu-Kliniken und Foren gar nicht, also kannst du dir sicher sein, dass du mit den Problemen nicht alleine bist...leider ! :knatsch:

Die Entscheidung, ob ihr auf den natürlichen Weg besteht oder in die Kiwu-Klinik geht, müsst ihr natürlich selbst treffen.
Für mich war es damals allerdings eine ziemliche Erleichterung, weg von dem Kalender-Sex und dem allmonatlichen Mens-Drama zu kommen und die Hoffnung zu haben, dass man dort schnell an sein Ziel kommt.
Eine Garantie dass es dort gleich klappt, gibt es natürlich auch nicht, aber die Chancen sind wahrscheinlich sehr viel höher, gerade bei euren guten Vorraussetzungen !
Der Weg in die Kiwu, ist allerdings auch mit mehr Zeitaufwand und Kosten verbunden, das darf man auch nicht vergessen.

Bei einer Insemination hat man keine Narkose und keine OP, sodass diese Art der Behandlung ja relativ "einfach" ist und auch nicht sehr belastend für deinen Körper.

Welche Spritzen lässt du dir denn zur Zeit geben, schon Hormone ??

Kinderwunschkliniken haben immer mal wieder einen Tag der offenen Tür, geht doch einfach mal hin und schnuppert mal rein, ob euch das Klima überhaupt gefällt und ich bin sicher, ihr werdet dort viele andere Paare treffen und überrascht sein, wieviele dort Hilfe suchen... und finden !
Auch ein Erstgespräch dort mit dem Kinderwunscharzt ist immer kostenlos und ihr verpflichtet euch zu nichts, ihr könnt euch das in Ruhe anhören und auch danach erst entscheiden, ob es das Richtige für euch wäre!? :smile:

Suchst du denn überhaupt "Mutmachgeschichten"?? Dass es trotz "steinalten" 37 :smirksmile: jemals noch auf dem natürlichen Weg klappen kann ??
Da du hier im Forum "unterstützter Kinderwunsch" deine Zweifel zu dem Thema schreibst, lese ich eher raus, dass du Erfahrungen von anderen suchst, die auch entscheiden mussten Kiwu ja oder nein, wann ist der richtige Zeitpunkt ??
Vor der Entscheidung standen wir hier ja alle einmal und viele haben sich damit schwer getan, aber wie bereits geschrieben, für mich war das eine große Hilfe und Erleichterung zu der Zeit als mein FA mich dorthin überwiesen hat ! :smile:


@Marta-Agata, einen späten Kinderwunsch, insofern man da mit Anfang 30 und nicht Mitte 40 überhaupt davon reden kann, mit "Leichtsinn" zu beschreiben finde ich falsch, es muss doch jeder seinen Zeitpunkt selbst bestimmen, wenn man bereit ist und nicht wenn man am Höhepunkt seiner Fruchtbarkeit angekommen ist oder weil man lange mit dem Partner zusammen ist!

Neon81
05.01.2017, 12:20
@Cariad, dem ist nichts hinzuzufügen :allesok:

Marta-Agata
05.01.2017, 12:24
@Marta-Agata, einen späten Kinderwunsch, insofern man da mit Anfang 30 und nicht Mitte 40 überhaupt davon reden kann, mit "Leichtsinn" zu beschreiben finde ich falsch, es muss doch jeder seinen Zeitpunkt selbst bestimmen, wenn man bereit ist und nicht wenn man am Höhepunkt seiner Fruchtbarkeit angekommen ist oder weil man lange mit dem Partner zusammen ist!
Doch, es ist leichtsinnig, die abnehmende Fruchtbarkeit nicht mit ins Kalkül zu ziehen und dann mit Mitte 30 völlig überrascht zu sein, dass es Schwierigkeiten gibt.

Feeodora
05.01.2017, 14:12
Liebe Chila, fühl dich mal gedrückt, das ist aber auch ein Mist.

Leider kenn ich aus eigener Erfahrung wie bescheiden man sich da fühlt. Wir sind jetzt 5 Jahre dabei (ich bin jetzt 40), ein Jahr auf gut Glück und dann mit medizinischer Unterstützung, bisher ohne "Erfolg".

Tja, Mut oder kann Hoffnung kann ich dir nicht zusprechen, außer viel Kraft und gute Nerven für den Weg. Wie auch immer er aussieht und endet.

Ich bin da (mittlerweile) bei Marta und Cariad, die Welt auch kinderlos zu akzeptieren, bzw eben eine Alternative zu finden.

Es ist eben nun leider so, dass die Gesellschaft immer unfruchtbarer wird, das hat verschiedene Gründe, aber das Alter spielt dabei eben eine erhebliche Rolle. Meine subjektive Wahrnehmung ist, dass einzelne Paare immer mehr Kinder bekommen (Geschwisterkinder >2) und immer mehr andere Paare dafür komplett kinderlos bleiben, Tendenz steigend. Ich denke große Mitschuld daran trägt, dass die Partnerwahl sich komplett nach hinten verlagert hat. Die meisten finden den Partner fürs Leben erst in den 30ern, die die früher zusammen kommen sind dann meistens schon wieder getrennt. Immer mehr Patchworkfamilien enstehen oder wie in meinem Freundeskreis viele alleinerziehende Einzelkindmütter.

Für mich war das Kinderkriegen immer eine Selbstverständlichkeit. Jahrelang wurde mir schon ab Teenageralter eingebläut zu verhüten, nicht zu früh Kinder zu kriegen, erst mal auf eigenen Beinen stehen... Das hat bei mir dazu geführt, dass ich geglaubt habe mir mit dem Kinderkriegen Zeit lassen zu können, obwohl ich mir schon früh Kinder gewünscht habe, aber die äußeren Umstände waren schwierig, Partner, Job, Studium. Auch bin ich erst recht spät mit 30 in die richtige Arbeitswelt eingestiegen und dazu kam, dass ich in meiner "besten Zeit" von 27/28 bis 35 Single war.

Während ich früher immer dachte kinderlose Paare, zb Freunde der Eltern, die Tante aus XY, ect, sind gewollt kinderlos, versteh ich nun besser, dass da doch meist andere Gründe vorlagen. Und es werden ja tatsächlich immer mehr.

Daher denke ich es ist besser sich eben nicht mehr auf den Kinderwunsch zu versteifen, das Leben anders ausrichten.

Mir selbst fällt das schwer, befinde mich noch mittendrin. Der Weg ist steinig, warum ich ihn noch gehe, das frage ich mich immer öfter. Aber noch bin ich eben alternativlos für ein Leben ohne Kinder. Vielleicht kommt der Punkt noch.

Ob man sich in medizinische Hände begeben sollte, muss tatsächlich jeder selbst entscheiden, für uns war und ist es der einzige Weg um ein Kind zu bekommen, daher ist meine Motivation hoch.

Und ja ich versteh total, dass man sich ein Wunder wünscht. Jeden Monat. Aber es wird eben leider immer schwieriger, selbst bei optimalen Bedingungen liegt ja die Wahrscheinlichkeit nur bei 25%, mit steigendem Alter bei weit weniger.

Was ich dir noch mit auf den Weg geben möchte, schau nach rechts und links, informiere dich über Alternative Methoden/Wege. Ich für mich habe festgestellt, dass die Schulmedizin ziemlich oft am Ende ist mit ihrem Latein, die Kiwukliniken wählen meistens nur den klassischen Weg. Und auch wenn scheinbar alles ok ist, muss es das nicht unbedingt sein. Da kann man vieles unterschiedlich betrachten und bewerten (das führt allerdings manchmal auch zu heiloser Überforderung). Und klar, bei vielen Paaren hilft der konservative klassische schulmedizinsche Weg, aber es gibt eben Ausnahmen, die dann auf der Strecke bleiben.

Alles gute für dich:blume:

Chila1
05.01.2017, 14:14
Als ich meinen Freund kennengelernt habe hätte ich mir nie und nimmer Kinder vorstellen können denn ich war damals nicht gefestigt genug und auf keinen Fall ready für eine Familie.
Wir haben uns ein gutes Leben aufgebaut mit Sicherheit und einer guten Grund Substanz für eine Familie.
Das war mit 30 noch nicht gegeben und somit fand ich den Zeitpunkt mit Mitte 30 eigentlich perfekt jedoch wenn man das Alter sieht ist das natürlich nicht mehr so gegeben.
Daran habe ich davor jedoch nicht gedacht.
Nie und nimmer hätte ich gedacht dass ich Probleme habe schwanger zu werden!
Meine Familie ist eine sehr fruchtbare Familie. Ausser mir 😑😐

Meine Frauenärztin ist spezialisiert auf den Kinderwunsch jedoch natürlich nicht so deutlich wie eine Kinderwunschklinik.
Wir sind vor ein paar Monaten in unser neues Haus gezogen und haben gleich in der Nähe eine Kinderwunschklinik wo wir auch überlegen ob wir uns anmelden sollen.

Mein Eisprung wird die letzten Monate mit einer Spritze ausgelöst und meine Frauenärztin versucht es mit Hormonspritzen die zusätzlich unterstützend wirken sollen. Hauptsächlich ist das damit die Ärztin meinen Zyklus besser unter Kontrolle hat und wir den Zeitpunkt der Befruchtung optimieren können. Es ist auch eine Art Vorbereitung auf die Insemination welche meine Ärztin mit uns vorhat.

Es kann ja nur eigentlich besser werden 😊

Ich versuche das alles recht locker zu nehmen aber natürlich hat man ab und zu ein paar Hänger und vor allem wenn der Schwangerschaftstest dann wieder negativ war oder die Erdbeer Tage kommen ist man nicht gerade motiviert.

Wir haben uns schon überlegt ob wir uns die künstliche Befruchtung überhaupt antun möchten. Natürlich hätten wir sehr gerne ein Kind oder auch zwei und ich wäre sehr traurig wenn das nicht in Erfüllung gehen würde aber ich bin beruflich sehr erfüllt und auch mein Partner. Somit könnten wir uns sicher arrangieren.

Meine beste Freundin ist bewusst kinderlos geblieben mit ihrem Partner und die beiden haben ein sehr schönes Leben.

Grüsse
Chila

Feeodora
05.01.2017, 14:23
Chila, wir haben uns überschnitten.

Da ist unsere Weg ähnlich, in den 20ern hatte ich auch eine langjährige Beziehung, da waren wir auch einfach nicht bereit, wir haben uns dann allerdings getrennt, wobei der nicht vorhandene Kinderwunsch meines damaligen Partners auch eine Rolle spielte.

Oh ja, meine Familie ist auch äußerst fruchtbar:beleidigt:.

Ich denke es wäre doch für euch gar nicht schlecht einfach mal ein völlig unverbindliches Gespräch mit der Kiwu zu vereinbaren, die Ärzte haben einfach noch mal einen fokussierten Blick auf die ganze Thematik und wer weiß vielleicht gibt es ja bei euch nur eine klitzekleine Stellschraube. Ich für mich kann nur sagen, dass ich eben lieber nix unversucht lasse, als hinter her zu sagen, hätt ich mal... Da tickt aber jeder anders:blume:.

Ich wünschte manchmal auch keinen Kinderwunsch zu haben:unterwerf:.

Liebe Grüße

Neon81
05.01.2017, 15:18
ich bin beruflich sehr erfüllt und auch mein Partner. Somit könnten wir uns sicher arrangieren.Mit Hormonspritzen und Eisprung auslösenden Spritzen seid ihr ja bis auf die Befruchtung an sich schon mittendrin in der Kinderwunschbehandlung.
Ob ihr noch den kleinen Schritt weiter gehen wollt, könnt nur ihr beide entscheiden.
Aber deine Ausführung oben (Plan B) klingt schonmal sehr gut. :smile:

Ich wünsche dir alles Gute, egal für was du dich entscheidest. :blumengabe:

ereS
05.01.2017, 15:23
ich an deiner stelle wuerde in jedem fall mit einem gewissen abstand noch 1-2 spermiogramme deines mannes machen lassen, bevor du deinen koerper weiteren strapazen aussetzt
denn spermoigramme koennen sehr sehr unterschiedlich ausfallen
und es ist nie auszuschließen, das es auch daran liegen kann

Feeodora
05.01.2017, 16:09
Das ist ein guter Tipp. SGs sind immer nur Momentaufnahmen und sollten regelmäßig wiederholt werden. Am besten zwei im monatlichen Abstand. Wichtig ist, dass sie bei einem Experten, am besten in einer Kiwuklinik, gemacht werden. Bei Kinderwunsch werden die nämlich genauer bewertet. Ein Wald-und-Wiesen-Urologe hat da nicht unbedingt das richtige Wissen.

Marta-Agata
06.01.2017, 00:37
Für mich war das Kinderkriegen immer eine Selbstverständlichkeit. Jahrelang wurde mir schon ab Teenageralter eingebläut zu verhüten, nicht zu früh Kinder zu kriegen, erst mal auf eigenen Beinen stehen... Das hat bei mir dazu geführt, dass ich geglaubt habe mir mit dem Kinderkriegen Zeit lassen zu können, ...
Ich habe mir schon manches Mal gedacht, dass die Aufklärung da umfassender sein und die abnehmende Fruchtbarkeit da auch vorkommen müsste.
Wir eichen unsere Jugendlichen so sehr darauf, dass ein einmaliges Schlampen bei der Verhütung zu einem Kind führen kann (was ja stimmt), dass die Leute später dann ganz erstaunt sind, dass das Absetzen der Verhütung nicht sofort zu einer Schwangerschaft führt.

Halina
06.01.2017, 06:58
Ich habe mir schon manches Mal gedacht, dass die Aufklärung da umfassender sein und die abnehmende Fruchtbarkeit da auch vorkommen müsste.
Wir eichen unsere Jugendlichen so sehr darauf, dass ein einmaliges Schlampen bei der Verhütung zu einem Kind führen kann (was ja stimmt), dass die Leute später dann ganz erstaunt sind, dass das Absetzen der Verhütung nicht sofort zu einer Schwangerschaft führt.
Dazu kommt die gebetmühlenartige Eintrichterung, dass man erst zwei unbefristete Jobs haben sollte, bevor man eine Familie gründet. Es wäre der größte Fehler meines Lebens gewesen, wenn ich auf diesen Rat gehört hätte.

Maude_eduaM
06.01.2017, 09:25
Hallo Chila :ahoi:
Meine Muntermachergeschichte: Meinen Mann habe ich mit 30 kennengelernt, 1 Jahr später Haus gekauft, nochmal ein 1 später geheiratet und das Haus renoviert. Wir haben eigentlich immer "schlampig verhütet" und nach der Renovation ernsthaft angefangen. Da war ich 33. Nach einem Jahr Erfolglosigkeit kamen die Untersuchungen, inkl. Eileiterdurchlässigkeitsprüfung. Diagnose: Spermiogramm 2 Mal unterirdisch. Auch 2 weitere waren schlecht. Bei mir hingegen ist alles wie aus dem Biologiebuch eigentlich sogar besser da ich damals ich eher "das biologische Alter einer Mitt-20erin" hatte. Wir haben eine Insemination im natürlichen Zyklus gemacht, weil ich zu der Zeit die IVF abgelehnt hatte. Wegen viel zu wenig Spermien was das allerdings von Vornherein ein Himmelfahrtskommando und hat mich nur zusätzlich runtergezogen. Im Endeffekt war es aber ein wichtiger Schritte in der Entscheidungsfindung und wir haben direkt danach die 1. ICSI gemacht. 9 Monate später sind Eltern geworden. Jetzt bin ich 38 und nach der 2. ICSI in der 18. Woche schwanger.

Den Rat von Cariad, Neon, Feeodora zum Plan B kann ich unterschreiben. Ich habe arg mit mir gerungen in der Entscheidungsfindung wieviel wir für ein Kind machen sollen und mein Mann ist wie Deiner; die körperlichen Belastungen hat die Frau zu tragen und deshalb steht er mir beratend zur Seite aber entscheiden soll ich. In der schwierigsten Phase (nach der IUI) ist mein Plan B entstanden und er hat mich ganz sicher, so wieder Austausch mit ebenfalls Betroffenen, getragen.

Auch Neons Aussage betreffend der Erleichterung aus dem "monatlichen Horrorkabinet" rauszukommen, unterstütze ich. Allerdings ist es bei einer eindeutigen Diagnose vermutlich einfacher die Hoffnung auf einen Glückstreffer und die Enttäuschung wenn dies nicht passiert einzufangen.

Ganz banal: Eine Insemination macht nur Sinn, wenn die Eileiter frei sind; die Spermien werden in der Gebärmutter deponiert. Wenn keine Eizelle dorthin gelangt, können dort die besten Ritter bereitstehen. Ich kenne ein paar das in der 3. Insemination schwanger geworden ist. Allerdings zählt dies wohl zum "schnellen Erfolg" dieser Methode. Der Vorteil ist, dass sie im Vergleich zu IVF/ICSI weniger zeitintensiv und kostengünstiger ist. Mein KiWu Spezialist-Doc, bei dem wir uns beide übrigens sehr gut aufgehoben und beraten fühlen, sagt "low-tech" (im Vergleich zu den "high-tech" Methoden die die Entnahme von Eizellen aus dem Körpfer erfordern).

Bei meiner Entscheidung für die "high-tech" hat eine der Überlegungen, die Du selbst formuliert hast, eine gewichtige Rolle gespielt: Was wenn ich es in 10 Jahren bereuen werde, nicht auch dies versucht zu haben? Ich hatte grosse Angst vor der Hormonbehandlung und es gibt da ja doch sowas wie den "Point of no return"; also wenn man mal stimuliert, dass muss man auch die Entnahme machen (oder hat da jemand eine Erfahrung? Kann man die Stimu mehr oder weniger risikolos abbrechen?). Jedoch hat mein Mann mir da sehr geholfen; ich muss es ja nicht zig Mal machen aber es einfach mal versuchen und dann sehen wie ich damit klar komme. Womit er ja einfach nur recht hat: ohne es erlebt zu haben, bleibt es bei der Spekulation.

Die Frage der Finanzierung scheint sich bei Euch eher nicht zu stellen. Das ist sicher auch keine schlechte Voraussetzung.
Also zusammengefasst: Lasst Euch mal in einer KiWu Klinik beraten. Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen dass die Frage, die Du hier stellst (Warum werde ich nicht schwanger?) dort eine Antwort bekommt.

Alles Gute für euren weiteren Weg :blumengabe:

Maude_eduaM
06.01.2017, 09:28
Die Kommentare "Leichtsinn" und "schlecht aufgeklärt" in DIESEM Theman, kann ich nicht unkommentiert lassen:

Kinderwunsch Zeit ist eine belastende Zeit. Viele Beziehungen zerbrechen daran und ich persönlich bin ein anderer Mensch geworden. Ich bin achtsamer gegenüber mir selbst, denn mir ist klar geworden welch fragiles Gut das Glück ist und dass ich selbst für meines verantwortlich bin. Ich habe eine Seite der modernen Medizin kennengelernt, die es nicht nur uns ermöglicht hat Eltern zu werden, sondern die es auch anderen Menschen ermöglicht ungewollte Schwangerschaften verleichsweise risikoarm zu beenden und vor allem habe ich gelernt, dass es für jeden Aspekt dieses medizinischen Fortschritts Gründe und dementsprechend Kunden gibt und diese Kunden sind Menschen. Teil unserer Gesellschaft ist es, dass unsere Freiheit sich auch auf die Entscheidungen, die unser Leben grundlegend verändern, erstreckt und ich habe auch durch die eigene Kinderwunscherfahrung gelernt diese Entscheidungen zu respektierten und vor allem habe ich gelernt, dass Bewertungen durch andere im besten Falle anmassend sind, meist sich sie dazu aber auch noch verletzend.

Ich bin ehrlich froh, dass nicht jeder durch diese Lehrzeit gehen muss. Ich freue mich sogar für jedes Paar dem es erspart bleibt. Aber manchmal, und wirklich nur ganz selten, denke ich dann doch auch: Es gibt Menschen, denen hätte es vielleicht ganz gut getan.

Chila1
08.01.2017, 13:18
Danke euch allen für eure Anteilnahme.
Ich hatte eine Eileiterdurchlässigkeits Untersuchung und mein linker Eileiter ist frei wärend mein rechter Eileiter wohl nur leicht durchgängig ist.
Bei der Untersuchung konnte die Ärztin im rechten Eileiter keine kontrastflüssigkeit entdecken jedoch später dann im rechten Eierstock. Somit ist wohl doch etwas Flüssigkeit dorthin gekommen.
Jedoch merke ich dass meine Frauenärztin an ihre Grenzen gekommen ist und deswegen werden wir wohl einen Termin in der Kinderwunschklinik machen und uns dort beraten lassen.

Danke für eure Berichte sie helfen mir sehr 💗
Chila

Melarne
10.01.2017, 16:03
Kinderwunsch und Alter

ich muss jetzt leider mal was los werden. Ich finde es eine unverschämtheit, auch wenn es vielleicht nicht böse gemeint ist, aber KEINE Frau ist selber schuld, oder hätte die Zeit, ihr Alter mit berücksichtigen müssen wenn es um den Kinderwunsch geht. Das macht mich echt wütend. Es gibt die verschiedensten Gründen wieso man erst später an Kinder denkt oder aber mit den "Üen" anfängt. Den späten Kinderwunsch dann praktisch vorgeworfen zu bekommen, da könnte ich an die Decke gehen. Soetwas zu sagen hat, wie ich finde, auch nichts damit zu tun, das man seine Meinung äußert, sondern ist absolut unsensibel und es wurde scheinbar nicht nachgedacht. Und keine Frau, auch nicht mit Ü35 muss sich sagen lassen, das hättest du besser berücksichtigen sollen oder aber das man sich dann ja nicht wundern braucht wenn es nicht klappt. Und soetwas von einer Frau zu lesen, das erschüttert mich.
So, dass musste jetzt mal raus.
An Alle Frauen, seht zu, dass ihr glücklich werdet, egal was Andere sagen. Wir entscheiden wann wir was und wie wollen und sollten das frei von irgendwelchen Zwängen oder Meinungen Anderer entscheiden. Klar, manchmal werden manche Dinge dann "vielleicht" schwieriger, aber solange ihr mit Euch zufrieden seid, solange habt ihr alles richtig gemacht. Und selbst wenn wir einen Fehler oder eine falsche Entscheidung getroffen haben, macht euch keine Vorwürfe, wir können nunmal nicht in die Zukunft schauen!
Und was diese tollen Studien zur Fruchtbarkeit im Alter geh: vielleicht sollte nicht immer alles geglaubt werden was "Alle" sagen und schreiben, DENN:
Positiv
http://www.liliput-lounge.de/schwanger/frauen-sind-laenger-fruchtbar-als-gedacht/
http://www.theatlantic.com/magazine/archive/2013/07/how-long-can-you-wait-to-have-a-baby/309374/
Negativ
Und diese wiederum zeigt was Anderes, allerdings von 2000.

Aber, wer sich mit Studien auskennt, der weiß wie aussagekräftig Studien sind. Es ist immer die Frage wer diese Studie durchgeführt hat, also besteht Interesse an einem bestimmten Ergebnis? Wie wurde die Untersuchungsfrage gestellt? Wie viele Teilnehmer gab es? Was wurde genau untersucht und welche Einflüsse wurden berücksichtigt? Wie sahen die Rahmenbedingungen der Studie aus? Mussten die Teilnehmer täglich ein Tagebuch führen? Wie sicher ist, dass die Teilnehmer genaue Daten angaben? Welche Voruntersuchungen gab es.......,....,....,.....
Es gibt unzählige Studien sowohl für die eine Richtung als auch für die Andere. Am Ende hilft keine Studie irgendeiner Frau beim Schwanger werden.

Egal wie alt wir alle sind, ich wünsche uns von Herzen, viel Verständnis in unserem Umfeld, keine dummen und nervigen bzw. schmerzhaften Fragen oder Tipps und das wir alle schon bald ein kleines Wunder unter unserem Herzen tragen.

Liebe Grüße
Melarne

Neon81
11.01.2017, 12:14
@Melarne, toller Beitrag, du hast Recht.
Ich hab allerdings die Erfahrung gemacht, dass es nicht automatisch bedeutet, dass jede Frau gleich Expertin ist, was das Thema unerfüllter Kinderwunsch und Kinderwunschklinik angeht.
Wie Maude schon schreibt, Frauen, die diesen anstrengenden Weg nicht gehen müssen, wissen gar nicht wie anmaßend und verletzend solche bewertenden Aussagen ankommen.


Egal wie alt wir alle sind, ich wünsche uns von Herzen, viel Verständnis in unserem Umfeld, keine dummen und nervigen bzw. schmerzhaften Fragen oder Tipps und das wir alle schon bald ein kleines Wunder unter unserem Herzen tragen. Das klingt toll, das wünsche ich euch auch ! :smile:

Marta-Agata
11.01.2017, 16:18
Melarne, es wird dich nicht wundern, dass ich deinen Beitrag ziemlich daneben finde.
Für mich ist es Abschieben von Verantwortung, wenn man für die Konsequenzen des eigenen Tuns bzw. eigener Entscheidungen "bemitleidet" werden will, bzw. überhaupt abstreitet, dass das Konsequenzen eigener Entscheidungen sind.
Ich vertiefe das aber nicht, denn das ist tatsächlich nicht das Thema des Threads bzw. auf die TE bezogen ist das müßig.



Wie Maude schon schreibt, Frauen, die diesen anstrengenden Weg nicht gehen müssen, wissen gar nicht wie anmaßend und verletzend solche bewertenden Aussagen ankommen.
Du weißt doch gar nicht, was ich erlebt habe - es war jedenfalls eine ganze Menge.

Marta-Agata
11.01.2017, 16:18
doppelt.

Feeodora
11.01.2017, 19:03
Ich finde Martas Beitrag überhaupt nicht anmaßend bzw unverschämt.

Genau das ist doch das Problem. Es wird einfach geglaubt Frau ist ewig fruchtbar. Natürlich gibt es ganz individuelle Gründe warum manche Paare erst später mit der Familienplanung loslegen (können). Wofür doch hier vollstes Verständnis herrscht. Ich bin ja selbst so eine Kandidatin.

Die Foren sind voll mit Frauen jenseits der 35 wo es eben nicht mehr wie am laufenden Band klappt. Und das ist doch das Problem. Wenn man sich umschaut wird da heutzutage ganz schön viel "nachgeholfen" und damit meine ich nicht als letzte Instanz "künstliche Befruchtung". Das fängt doch schon bei ganz simpler Zyklusbeobachtung und Mitteln wie Mönchspfeffer an.

Mich nervt an solchen Diskussionen immer, dass sie immer persönlich werden.

Wer länger in diesem Forum schreibt weiß, daß speziell in diesem Unterforum Frauen mit sehr intensiver Kiwuzweit sich zu Wort melden.

Aber es artet wirklich off topic aus... Die TE hat ja geschrieben, daß sie die Antworten alles hilfreich empfindet und das ist ja Sinn und Zweck dieses Stranges :blume:.

Convallaria
07.03.2017, 15:52
Hi zusammen,

zwar schon was älter der Strang, aber hier auch mein Senf:
@Marta-Agata und Fee, ich finde den Hinweis zum Alter und zum Konsequenzen tragen auch ein wenig schwierig, weil sehr eindimensional: Erstens gibt es durchaus Fälle, in denen in jüngeren Jahren keine Entscheidungsfreiheit da war, sondern schlicht ein Kind nicht möglich (sowas gibts - nehmen wir das Beispiel "aus gesundheitlichen Gründen"). Ich gebe zu, das ist nicht der Normalfall :smirksmile:
Zweitens, und das finde ich deutlich relevanter: Klar spielt das Alter eine Rolle, aber in zahlreichen Fällen unerfüllten KiWus liegen die Gründe ganz woanders, auch Ü30. Das mag bei dir, @Marta, damals anders gewesen sein und es lag bei den Versuchen Ü30 am Alter, aber das ist nur ein Dein spezieller Fall, i.d.R. ist das ein Alter mit noch hoher Fruchtbarkeit. Wir persönlich haben mit Anfang 30 angefangen, und als es nicht klappte, kam von allen Befragten nur - Ihr seid ja noch jung, das wird schon, im Durchschnitt dauert es ein Jahr.... usw. Im Endeffkt haben wir damit kostbare Zeit verplempert, denn die ganze Kiwu-Mühle dauert lang. Mir ist schon klar, dass mein Alter auch eine Rolle spielt, aber ganz sicher nicht die ausschlaggebende.

Daher mein guter Tip für Chila, falls du noch mitliest: Zöger nicht und gib Gas. Entscheide dich - wenn du ein Kind möchtest, setze alle Hebel in Bewegung. Allein auf das Erstgespräch wartet man in vielen Kliniken einige Monate; dann erneute Diagnostik, und schon ist wieder ein halbes Jahr um. Und die Versuche gehen auch nicht wie am Fliesband, man benötigt Pausen. Außer, man hat Glück und Versuch 1 klappt. Soll es ja auch geben :smirksmile:

Alles Gute!
C.

Marta-Agata
08.03.2017, 22:35
Convallaria,
ich nenne einfach mal die Zahlen.

Die Fruchtbarkeit nimmt schon ab Mitte 20 ab - was ja nicht heißt, dass alle Frauen um die 30 kaum noch Kinder bekommen.

Mit 25 liegt die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 5 Jahren ein Kind zu bekommen, bei 95%, mit 35 bei 75%. Das heißt, es klappt bei den meisten noch - aber bei einem Viertel der Frauen eben nicht mehr.

Oder anders ausgedrückt: Von 100 Frauen klappt es bei 25 im Alter von 35 nicht mehr mit einem Kind.
Und bei 20 von diesen 25 hätte es mit 25 Jahren geklappt. Das finde ich nicht vernachlässigbar - und das heißt insbesondere, bei 80% der Frauen, bei denen es mit 35 nicht mehr klappt, hätte es mit 25 geklappt.

Das ist natürlich Statistik, und die meisten wissen nicht, ob das auf sie zugetroffen hätte (nur solche Frauen wie ich, die recht früh Kinder bekommen haben und dann trotz weiterem Kinderwunsch nicht mehr - davon kenne ich übrigens eine ganze Reihe) - aber als Wahrscheinlichkeitsrechnung lässt sich das nicht wegdefinieren.

Marta-Agata
08.03.2017, 22:36
doppelt

Inaktiver User
08.03.2017, 22:41
Mich nervt an solchen Diskussionen immer, dass sie immer persönlich werden.


Mich auch. Es geht doch nicht um "ällalätsch" sondern um den Hinweis auf Fakten. Das mag schreiend ungerecht sein, aber das liegt dann an der Biologie, dass man halt nicht unbegrenzt superfruchtbar ist, und nicht daran, dass jemand das ausspricht.

Ich finde die Propaganda der Fruchtbarkeitsmedizin in dieser Hinsicht wirklich fahrlässig, zumindest wenn vorgegaukelt wird, dass es doch gar kein Problem wär, in fortgeschrittenem Alter noch zum Wunschkind zu kommen, dann halt mit Unterstützung.

Wenn dann finde ich das zynisch, wenn etwas als machbar dargestellt wird, wo viele Paare dann leidvoll erfahren müssen, dass es für sie dann trotz aller medizinischen Möglichkeiten nicht klappt. :knatsch:

Maggie74
08.03.2017, 23:05
Alles kann, nichts muss

Logischerweise ist man naturbedingt in den zwanzigern am fruchtbarsten
Heisst aber nix

Meine älteste hab ich mit 20 bekommen (tropi kind:smirksmile:)

Danach haben wir nicht mehr verhütet und trotz allem und ich War kerngesund bin ich erst mit 25 wieder schwanger geworden

Also 5 Jahre in denen wir sexuell höchst aktiv waren und nix passiert

Es nützt also gar nichts wenn man schon alles untersucht hat sich diese Frage zu stellen

Manchmal passiert es einfach nicht
Andere nehmen 25 Jahre lang die Pille setzen sie mit 44 ab und werden 3 Monate drauf schwanger (meine Freundin:lachen:)

Also ich würde nicht mehr allzu lange mit Unterstützung warten

Utetiki
09.03.2017, 07:39
Meine neue Frauenärztin hat mich komplett untersucht und eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt.
Diese wurde dann gut behandelt und nach ein paar Monaten war ich gut eingestellt.


Ich möchte hier einmal nachhaken. Was heißt "gut eingestellt", kennst Du Deine Werte?

Meine Frage deshalb, weil ich in letzter Zeit bemerke, dass die TSH-Diskussion des Öfteren wieder einen Umkehrschwung einlegt. Plötzlich sind bei einigen Ärzten TSH-Werte bis zu 10 nicht mehr behandlungswürdig.

Ich nehme zwar an, dass Deine Ärztin gerade bei Kinderwunsch dieser Linie nicht folgt, aber interessieren würde es mich schon, wie der TSH-Wert eingestellt ist und ob auch auf die freien Werte fT3 und fT4 geachtet wird.

LillyTown
09.03.2017, 18:28
Mit 25 liegt die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 5 Jahren ein Kind zu bekommen, bei 95%, mit 35 bei 75%. Das heißt, es klappt bei den meisten noch - aber bei einem Viertel der Frauen eben nicht mehr.

Oder anders ausgedrückt: Von 100 Frauen klappt es bei 25 im Alter von 35 nicht mehr mit einem Kind.
Und bei 20 von diesen 25 hätte es mit 25 Jahren geklappt. Das finde ich nicht vernachlässigbar - und das heißt insbesondere, bei 80% der Frauen, bei denen es mit 35 nicht mehr klappt, hätte es mit 25 geklappt.


Das klingt so absolut.
Darf ich fragen, wer diese Zahlen erhoben hat, wieviele empirische Fälle herangezogen wurden und ob in der Statistik auch Paare enthalten sind, die sich einer modernen Kinderwunschbehandlung unterzogen haben?
Und - was gern vergessen wird: Wurde auch das Alter der Väter berücksichtigt?

Ganz bestimmt spielt das Alter der Eltern eine Rolle, aber lassen sich die Wahrscheinlichkeiten einer Geburt über einen bestimmten Zeitraum wirklich so genau berechnen?

Wenn eine Frau nach 1-2 Geburten keine weiteren Kinder bekommen kann, muss das nicht unbedingt am Alter liegen, sondern kann auch mit den vorangegangenen Schwangerschaften zusammenhängen.
Vieles ist auf diesem Gebiet noch nicht erforscht, und wahrscheinlich werden wir in den nächsten 10-20 Jahren einiges dazulernen, wovon wir heute noch nichts ahnen.

Convallaria
09.03.2017, 19:08
@Marta-Agata, Du hast ja recht :smile: Ich will die Statistik auch nicht wegargumentieren. Klar ist die Chance ab 30 bei ansonsten gesunden Paaren auch schlechter als bei jüngeren (auch das Alter des Mannes hat übrigens durchaus Einfluss, das wird auch oft anders dargestellt), aber je nach persönlichen Präferenzen bzw. Lebensumständen kann das ein Risiko sein, dass man bereit ist einzugehen. Ich gebe dir Recht, dass man die Konsequenz dann auch tragen muss und es ist richtig, dass ein Teil der Verantwortung bei einem selbst liegt. Ich verstehe den Punkt, dass in der öffentlichen Diskussion oft ein anderes Bild entsteht und das ist in der Tat schlecht. Andererseits sehe ich schon die Verantwortung auch bei jedem Einzelnen, sich entsprechend zu informieren. Und in den allermeisten Fällen (so interpretiere ich jetzt 75% mal) stimmt es ja nun auch, dass es auch nach der 30 noch gut klappt.

Man kann ja immer nur für sich selbst sprechen aus der persönlichen Erfahrung, und ich muss sagen, meine Entscheidung "damals" in sehr jungen Jahren gegen ein Kind war definitiv richtig und ich bereue sie nicht, auch wenn es jetzt vielleicht nicht mehr klappen sollte. Ich denke jedoch nicht, dass es bei uns am Alter liegt, sondern gehe stark davon aus, dass bereits mit Anfang 20 keine echte Chance bestanden hätte, auch wenn die tatsächliche Ursache im Dunkeln liegt. Vielleicht mache ich mir da was vor, aber das finde ich ok :smirksmile: denn ich kann es eh nicht ändern und so fühle ich mich in diesem ganzen Sche*ß wenigstens einen klitzekleinen Tacken besser.

Worauf ich auch hinaus wollte - das Alter spielt natürlich eine wesentliche Rolle, aber leider gibt es zudem zahlreiche weitere Gründe, warum "es" nicht funktioniert. Und die Kiwu-Klinik-Mühle dauert lange, das hab ich mir auch mal anders vorgestellt. Deshalb kann ich nur dafür plädieren, wenn es nicht klappt, zügig in eine Kiwu-Klinik zu gehen (falls man sich das denn überhaupt vorstellen kann und sich nicht dann gegen eine Behandlung entscheidet), und nicht allzu lang darüber nachzugrübeln, ob das denn jetzt richtig ist oder ob es nicht doch noch klappt. Denn dann verliert man kostbare weitere Zeit.

1977
19.03.2017, 21:46
Liebe Chila,

ich will dir kurz meine Geschichte erzählen: Kinderwunsch ab Mitte 20, nach zwei Jahren erfolglosen Übens haben wir uns 2003 in einer Kinderwunschklinik vorgestellt. Spermiogramm mäßig, stellte man dort fest, bei mir "alles ok". Hormonspiegel und Eileiterdurchgängigkeit wurden untersucht (per Kontraströntgen, an eine Bauchspiegelung dachte niemand).

Etliche negative ICSIs später zerbrach meine damalige Beziehung, mein Ex wurde sehr schnell danach Vater.

Auch meine neue Beziehung blieb kinderlos (keine invasiven Methoden mehr, nur Hormonstimu), bis ich vor 2 Jahren mit 38 nochmal alles auf eine Karte setzen wollte.

Neue Kiwuklinik, Bauchspiegelung: Ausgebreitete Endometriose!!! Bis ans Zwerchfell versprenkelte Gebärmutterschleimhaut hatte zwar meine Eileiter verschont, aber für eine ständige, unterschwellige Entzündung im gesamten Bauchraum gesorgt (und nein, ich hatte nie besonders starke Regelschmerzen!), die eine Schwangerschaft unmöglich gemacht hat.

Drei Monate später war ich schwanger, nach 15 Jahren vergeblichen Wartens und Hoffens.

Und jetzt, mit 40, blicke ich auf das einjährige blonde Wuschelköpfchen, das neben mir schläft, und kann kaum fassen, welch ein Glück wir hatten.

Also, bitte warte nicht zu lange und ziehe vielleicht auch die Möglichkeit einer Bauchspiegelung in Erwägung- ja, es tut ein paar Tage danach etwas weh, aber meinesachtens kann eine Endometriose nur so sicher diagnostiziert werden. Und so lange die Entzündungsherde im Bauch schwelten, ist das ganze Spektrum der Reproduktionsmedizin einfach so verpufft - es hätte wohl nie geklappt.

Ich wünsche dir und deinem Mann ganz viel Glück und Erfolg!

Liebe Grüße

1977

Nadine75
20.03.2017, 01:33
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