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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Harnwegsinfekte bei meinen Katzen - bin fertig



musicduck
22.12.2016, 22:45
Leute, ich krieg die Krise :niedergeschmettert: ... Wir haben drei Katzen, also einen Kater mit vier Jahren und dann noch ein Geschwisterpärchen mit zweieinhalb. Sie sind reine Wohnungskatzen. Wir haben die beiden Kleineren kurz nach ihrer Geburt geholt, weil ich irgendwie Angst hatte, dass unser Kater sonst zu einsam in der Wohnung ist.

Die zwei Kleinen sind mit ca. acht Wochen zu uns gekommen und waren unrein, was wohl an der Haltung, bevor sie zu uns gekommen sind, gelegen ist. Unser ältester Kater war von Anfang an rein gewesen. Als die zwei Kleinen zu uns gekommen sind, haben die überall hingemacht. Der kleinere Kater ist nach der Kastration rein geworden, das Weibchen nie. Die hat uns immer wieder mal in die Wohnung gemacht, ohne dass wir wussten, warum.

Ich kann normalerweise einen Großteil meiner Arbeit von zuhause aus erledigen. Im Sommer war es heuer aber so, dass ich ca. 2,5 Monate an sechs Tagen die Woche arbeiten musste, also gute 45h. Als ich im Herbst wieder zuhause war, ist mir aufgefallen, dass der älteste Kater, der ja schon immer sehr reinlich war, sich immer so hinhockt, als müsse er auf's Klo, aber es ist nichts gekommen. Hat das überall gemacht. Mir war schnell klar, es passt was nicht, bin dann zum TA, der stellte einen Harnwegsinfekt fest. Er hat dort eine Infusion bekommen und ein entzündungshemmendes Mittel für zuhause, fertig. Drei Monate später dann wieder dasselbe, diesmal aber blutiger Harn. Wieder zum TA, für längere Zeit Antibiotika und so ein entzündungshemmendes Mittel für zuhause, fertig. Nach Ende der Einnahme wurde ein Ultraschall gemacht. Er hat keine Harnsteine oder Harngriss. Seitdem war nichts mehr, ist aber auch erst zwei Monate her.

Kaum ist das mit ihm vorbei, fängt das Weibchen an. Sie ist diejenige, die nie wirklich rein geworden ist. Ihr Bruder war nach der Kastration dann richtig stubenrein, aber sie hat immer wieder mal rein gemacht, vor allem in die Küche. Waren vorher auch zwei Mal mit ihr deswegen beim TA, aber die meinten, das sei psychisch (haben aber auch nur die Blase abgetastet). Kam uns auch so vor, als würde sie es fast zu Fleiß tun, nur wussten wir nie, warum. Die letzten paar Male, bevor sie die Blasenentzündung bekommen hatte, hatte sie uns sogar reingekackt! :ooooh: Und wir wissen nach wie vor nicht, warum.

An besagtem Tag vor ca. eineinhalb Monaten hat sie mir auch wieder direkt in die Küche gemacht, da war der Harn aber schon richtig blutig. Ich hab mich furchtbar erschreckt. Hab sie geschnappt und bin gleich zum Tierarzt, hatte auch eine Harnprobe dabei. Die meinte, wir sollen es nur mit einem entzündungshemmenden Mittel probieren. Ich war skeptisch und hatte Recht. Wurde nur schlimmer, sind dann zu einem anderen TA, der hat ihr ein Antibiotikum gespritzt, das mind. 10 Tage halten hätte sollen und auch dort haben wir wieder etwas Entzündungshemmendes erhalten. Bereits nach sieben Tagen war ihr Harn schon wieder blutig. Da dieser TA nicht mehr da war (Wochenende), sind wir etwas weiter zu unserem alten TA in einem Nachbarort gefahren.
Er hat sie über Nacht da behalten, hat das Ultraschall gemacht und gemeint, dass sie keine Harnsteine oder Harngriss hätte, aber dass ihre Blasenwand ganz eindeutig sehr entzunden sei. Er hat ihr was gespritzt und hat mir gleich Spezialfutter mitgegeben. Das war am Sonntag. Heute waren wir wieder bei ihm, noch einmal nachspritzen. Am Nachmittag war der Harn schon wieder etwas blutig (nicht sehr, aber man sieht im Streu schon einen Rotstich).

Ich bin mit meinem Latein am Ende. An der Hygiene kann es scheinbar auch nicht liegen, hab diesbezüglich gefragt. Hab auch alle Klos desinfiziert. Nach einiger Recherche beschäftige ich mich jetzt wieder mit der Frage, ob es nicht doch etwas Psychisches ist? Unsere Katzen haben ca. 100m² für sich. Wir haben in jedem Zimmer mehrere Kratzbäume, Decken, Pölsterchen, jede Menge Spielzeug. Sie haben einen Futter- und einen Trinkplatz. Und sie haben insgesamt fünf Katzentoiletten auf zwei Standorte verteilt. Wir haben die auch so aufgebaut, dass sie nicht einsehbar sind (weil die Tierärztin meinte, dass sie sich gegenseitig ev. nicht aufs Klo lassen).

Ich weiß wirklich nicht, was ich noch machen soll? Die Katzen verstehen sich gut miteinander. Natürlich raufen sie auch manchmal, aber eigentlich passt es schon. Mir fällt auf, dass sie mit ihrem Bruder öfters ein Problem hat, weil sie ihn oft wirklich anknurrt, obwohl er nur neben ihr steht. ... Wir haben ein Katzenklo hinter dem Wäschetrockner versteckt. Da haben wir auch viel rundherum aufgebaut, dass es eben nicht einsehbar ist. Ich hab heute beobachtet, wie der kleine Kater, also ihr Bruder, da so herumlungert und hab mich gefragt, was er da tut und dann, als ich die Glastür aufmache und hingehe, sehe ich unser Weibchen an ihm vorbeilaufen. Sie war auf der Toilette und er ist da gestanden. Also sie kann ihn unmöglich gesehen haben, weil dazwischen über einen Meter hoch Karton war, aber mein Partner meinte, dass sie ihn vielleicht "gespürt" hätte. Sie ist auch sehr schreckhaft. Jedenfalls war das da, wo wir heute wieder den blutigen Harn im Klo gesehen haben.

Der TA meinte auch, dass rote Katzen grundsätzlich noch mehr anfälliger seien (sie sind alle drei rot). Alles in allem habe ich vor allem Mitleid, muss aber sagen, dass uns das Ganze auch sehr schafft. Wir waren im letzten Quartal so oft beim Tierarzt, das ist Wahnsinn. Haben, das Spezialfutter eingerechnet, gute 700 Euro dortgelassen. Es geht mir jetzt nicht um's Geld, aber ich sag nur, dass wir uns das auf Dauer nicht leisten können. Auch diese ewige Fahrerei. Ich will die Katzen schon gar nicht mehr alleine lassen.

Ich weiß jedenfalls nicht, was ich noch tun kann? Ich bin wirklich lieb zu den Katzen, wir beschäftigen uns auch mit ihnen, sie haben ja alles. Manchmal frage ich mich, ob dem Weibchen die Wohnung zu wenig ist, aber andererseits ist die so schreckhaft, die wäre draußen ja nur auf der Flucht.

Werde mir morgen dieses Feliway kaufen. Habt ihr noch irgendwelche Ideen? Danke im Voraus.

MD

Nachtrag: Sie frisst und trinkt ganz normal, lässt sich auch zum Spielen animieren. Der Arzt meinte, wenn er nicht wüsste, dass sie krank ist, würde er denken, sie sei kerngesund.

Matratze
23.12.2016, 00:31
Leute, ich krieg die Krise :niedergeschmettert: ... Wir haben drei Katzen, also einen Kater mit vier Jahren und dann noch ein Geschwisterpärchen mit zweieinhalb. Sie sind reine Wohnungskatzen. Wir haben die beiden Kleineren kurz nach ihrer Geburt geholt, weil ich irgendwie Angst hatte, dass unser Kater sonst zu einsam in der Wohnung ist.

In der Ruhe liegt die Kraft...

Nur mal vorneweg:
3 Katzen - sie verstehen sich gut?
Wieviele Katzenklos?
Welches Streu?
Wie oft reinigt Ihr?

Die Fragen - obwohl ich davon ausgehe, dass es sich um ein medizinisches Problem handelt.


Die zwei Kleinen sind mit ca. acht Wochen zu uns gekommen und waren unrein, was wohl an der Haltung, bevor sie zu uns gekommen sind, gelegen ist.

Haltung?
Es war ein bissi früh.


Unser ältester Kater war von Anfang an rein gewesen. Als die zwei Kleinen zu uns gekommen sind, haben die überall hingemacht. Der kleinere Kater ist nach der Kastration rein geworden, das Weibchen nie. Die hat uns immer wieder mal in die Wohnung gemacht, ohne dass wir wussten, warum.

Zeigt die Katze irgendwelche Anzeichen einer Rolligkeit?
Tritt bei ihr die Entzündung in irgendwie regelmäßigen Abständen auf oder in irgendwie auffälligen Abständen/Intervallen?


Waren vorher auch zwei Mal mit ihr deswegen beim TA, aber die meinten, das sei psychisch (haben aber auch nur die Blase abgetastet). Kam uns auch so vor, als würde sie es fast zu Fleiß tun, nur wussten wir nie, warum. Die letzten paar Male, bevor sie die Blasenentzündung bekommen hatte, hatte sie uns sogar reingekackt! :ooooh: Und wir wissen nach wie vor nicht, warum.

Psychisch - wurde der Urin untersucht?


Hab sie geschnappt und bin gleich zum Tierarzt, hatte auch eine Harnprobe dabei. Die meinte, wir sollen es nur mit einem entzündungshemmenden Mittel probieren.

Was ergab die Probe?


Der TA meinte auch, dass rote Katzen grundsätzlich noch mehr anfälliger seien (sie sind alle drei rot).

Lebt Ihr in Österreich?
Nein, hat nix mit der Fellfarbe zu tun.
Peinlich, sach ich mal so!

Die Katzen sollten ein Antibiogramm bekommen.

Convenia wirkt gegen bestimmte Erreger, gegen andere eben nicht.
Blöd, wenn es erstmal gespritzt wurde, noch blöder, sollte es die Katze nicht vertragen.

Kopf hoch. Und weiter an medizinischer Hilfe dranbleiben, aber mit Köpfchen.
Urinproben, Antibiogramm erstellen lassen, wenn möglich und gezielt vorgehen.
Deine Katzen pinkeln ja nicht wild, weil sie das so beschlossen haben.
Die fühlen sich mega unwohl und haben Schmerzen.

Alles Liebe - ja, ist nicht so ohne - keine Frage!
Kennst Du Blasenentzündung von Dir selbst?
Macht mächtig Aua und Unwohlsein...

katelbach
23.12.2016, 08:54
Bei einer ersten Blasenenzündung kann man ein Standard-Antbiotikum geben, d.h. eins, das bei den meisten Erregern, die häufig Blasenentzündungen verursachen, im Allgemeinen wirksam ist.

In rezidivierenden Fällen muss der Urin untersucht werden, und zwar nicht nur mit dem Stick in der Praxis, sondern er wird ins Einsendelabor geschickt: zum Erregernachweis und zur Empfindlichkeits-/Resistenztestung. Nur so weiß man, welches Antibiotikum in diesem speziellen Fall wirksam ist.
Dieses - und das ist die Aufgabe des Katzenbesitzers - wird so lange gegeben, wie vorgeschrieben, auch dann, wenn die Katze nach 3 Tagen keine Syptome mehr zeigt. Das Vorgehen ist auch nicht verhandliuiungsfähig, denn ein zu früher Therapieabbruch führt unweigerlich zu Resistenzen.

Nun gibt es bei Katzen auch noch den Sonderfall "idiopathische Cystitis (http://www.enpevet.de/Lexicon/ShowArticle.aspx?articleid=40900)", das ist eine Blasenentzündung, für die es keinen ersichtlichen Grund gibt. Man muss einiges an Diagnostik betreiben, die Prognose ist aber so schlecht nicht.

Alles Gute für Euch!

Und vergiss das Märchen mit den roten Katzen.

musicduck
14.01.2017, 19:57
Vielen Dank für eure Antworten. Unsere Katze hatte noch jede Menge Untersuchungen, u.a. eine Blasenspiegelung. Es hat dann Gott sei Dank ein Antibiotikum angeschlagen. Außerdem haben wir sie auf die medizinische Nahrung umgestellt. Sie ist derzeit wieder gesund und ich hoffe, dass das so bleibt. Danke euch.

musicduck
20.01.2017, 12:46
Ich bin's nochmal.

Eine Woche war Ruhe, jetzt ist wieder alles ganz schlimm.

Blasenspiegelung: Nichts gefunden. Er meinte, er hätte ganz kleine Ablagerungen gesehen, aber er könne nicht sagen, ob das Harngriess ist.

Soweit war alles in Ordnung.

Jetzt ist ihr Harn wieder nur mehr rot, also richtig blutig. Sie hat schon so viele Antibiotika bekommen, ganz unterschiedliche. Die letzten Tabletten hatten geholfen, aber nach einer Woche wieder. Wahnsinn. Dann gab's noch Ulraschall, Blasenspiegelung und nichts gefunden. Der Arzt meinte, als Nächstes müsse er die Blase aufschneiden und noch einmal genauer spiegeln. Ev hätte er was übersehen, was man bei der normalen Spiegelung nicht sehen kann. Wir möchten das aber nicht. Das scheint mir übertrieben.

Wir haben fünf Katzentoiletten an mehreren Standorten in der Wohnung. Die Toiletten werden regelmäßig mit einer Schaufel gesäubert. Die Katzen verstehen sich in der Regel gut. Die betroffene Katze bekommt auch nur mehr medizinisches Futter. Außerdem frisst und trinkt sie und sie spielt und kuschelt auch.

Der TA meinte, dass es vielleicht auch Blutungen sind, die nur manchmal auftreten. Teilweise gibt es das ja, ohne entsprechende Ursache oder ohne dass es was Schlimmes ist. Diesmal ist es aber wieder so blutig, dass ich mir sicher bin, dass sie wieder eine Blasenentzündung hat und das wäre auch naheliegend, weil das vorher auch so war.

Ich hab ihr jetzt mal noch eine Antibiotikatablette (die vom letzten Mal) gegeben, weil wir noch eine übrig hatten. Außerdem hab ich ihr wieder Wasser angeboten und versucht, sie abzulenken.

Wir haben für später einen Termin bei ihm.
Was würde euch noch einfallen, was man noch machen könnte, bevor er sie aufschneidet?

Danke und ganz liebe Grüße

MD

mariarosa
20.01.2017, 13:42
Spontan dazu fällt mir ein, das das Blut jetzt eine Folge der Blasenspiegelung sein könnte.
Ich würde mal zu einem zweiten Tierarzt gehen, bevor weitere Untersuchungen gemacht werden.

Gute Besserung
mariarosa

Grande-Soya-Chai
20.01.2017, 15:20
Oh nein, das kenne ich! Trinken die hin und wieder aus der WC-Schüssel Wasser?

Das war bei uns der Fall.... Seitdem das streng verboten ist (WC-Deckel immer zu) und ich zum Nassfutter warmes Wasser mische (den Beutel zur Hälfte mit Wasser fülle und zum Futter gebe, ist Ruhe bei uns (achja, Antibiotika hat meiner auch bekommen. In Form von täglichen Spritzen, weil er das Medi immer ausgespuckt hatte).

Struvitsteine sind seitdem auch kein Thema mehr. Ich füttere unter anderem mit normalem Supermarktfutter, Trockenfutter nur als Leckerli und wenn Medis verabreicht werden müssen. Anfangs fanden die das komisch, aber mittlerweile mögen meine die warme Suppe ganz gerne.

Eine Infektion mit von resistenten Darmbakterien würde ich auf jeden Fall noch abklären. Vielleicht ist eine Tierklinik besser ausgestattet als ein Tierarzt - jedenfalls bei uns war das die Lösung, nachdem ich bei 3 anderen Tierärzten war und keiner von denen was gefunden hatte.

Ich drücke dir fest die Daumen, dass auch bei Euch wieder Ruhe einkehrt.

LG

katelbach
20.01.2017, 17:54
Zeigt die Katze eigentlich sonst Symptome? Anueiochen für Schmerzen beim Harnabsatz? Oder habe ich es überlesen?
Gibt es aktuelle Blutwerte?
Harnsediment: Erregernachweis, Resistenztestung, Konkremente ...?

Ich drück Euch auch die Daumen!

musicduck
20.01.2017, 21:23
Danke für eure Antworten.



Spontan dazu fällt mir ein, das das Blut jetzt eine Folge der Blasenspiegelung sein könnte.
mariarosa

Die Blasenspiegelung ist mittlerweile über eine Woche her. Sie hatte währenddessen (lt. Arzt) und auch danach keinen Tropfen Blut im Harn. Das hat erst jetzt wieder angefangen.


Oh nein, das kenne ich! Trinken die hin und wieder aus der WC-Schüssel Wasser?

Eine Infektion mit von resistenten Darmbakterien würde ich auf jeden Fall noch abklären. Vielleicht ist eine Tierklinik besser ausgestattet als ein Tierarzt - jedenfalls bei uns war das die Lösung, nachdem ich bei 3 anderen Tierärzten war und keiner von denen was gefunden hatte.

Nein, keine unserer Katzen trinkt aus dem WC. :zwinker: Dass vielleicht Bakterien aus dem Darm rübergekommen sind, hatte ich auch schon mal vermutet, aber eigentlich dürfte das einer gesunden Katze ja nichts machen, oder? Ich meine, unsere Katzen lecken sich ja alle gegenseitig (am Arsch und auch überall sonst :freches grinsen: ). Wie könnte man das abklären? Ich habe heute den Tierarzt gefragt, ob man mal einen Harn einschicken soll, weil ich das eben vom Menschen kenne, dass man da Harnkulturen und so anlegt, aber er meinte, dass das nichts bringen würde.


Zeigt die Katze eigentlich sonst Symptome? Anueiochen für Schmerzen beim Harnabsatz? Oder habe ich es überlesen?
Gibt es aktuelle Blutwerte?
Harnsediment: Erregernachweis, Resistenztestung, Konkremente ...?

Also der Harn heute war extrem blutig. Ich hab auch eine Harnprobe mitgenommen von dem, was sie abgesetzt hatte. Er hat es aber nicht angeschaut bzw. hat er die anderen Harnproben immer mit so einem "Streifen" gecheckt. Also richtige Blutwerte wie beim Menschen, wie aus dem Labor, haben wir keine. Eine der anderen Tierärzte, wo wir vorher waren, meinte, man solle mal einen "sterilen" Harn direkt aus der Blase einsenden, aber davon hält er gar nichts. Weiß nicht, wieso. Vielleicht auch deshalb, weil sie noch sehr jung ist und jetzt schon seit zwei Monaten eine Blutung ist, die einfach nicht aufhört und mal mehr, mal weniger stark ist. Er denkt, dass das keine Bakterien sind, sondern dass das was Anderes sein muss. Ev. auch was in der Niere. Das möchte er eben nächste Woche abklären.

Ich habe ihr heute zugesehen. Sie pinkelt ja quer durch die Wohnung (wobei sie früher auch ab und an in die Wohnung gepinkelt hat, ev. hat sie ja auch schon länger Beschwerden, nur eben ohne Blut). Sie hockt halt so da. Hat schon angestrengt ausgesehen. Aber sie frisst und trinkt, sie spielt und kuschelt.

Er hat sie heute nochmal geschallt (Ultraschall) und abgetastet. Da hat sie auch blutigen Harn abgesetzt. Wir haben vereinbart, dass er sie nächste Woche noch einmal endoskopieren wird und ansonsten wird er sie "aufschneiden", damit er mehr sieht, wobei er meinte, dass das nur ein kleiner Eingriff sei.

Ich finde, dass er ein sehr guter Tierarzt ist. Ich war ja vorher schon bei zwei anderen Tierärzten, die sich dem gar nicht angenommen haben. Die haben uns immer nur vertröstet und mit Tabletten abserviert. Er ist der Erste, der überhaupt Ultraschall und die Blasenspiegelung gemacht hat. Er nimmt auch kein Geld mehr von uns, bis er rausgefunden hat, woran es jetzt wirklich liegt. :smile: Er hat mir Antibiotika mitgegeben bis zur Untersuchung. Unsere Katze war wirklich sooo brav :smile:

Wie macht man das eig. mit einem "richtigen" Bluttest? Müsste man das an ein Labor schicken? Kann ich das als Privatperson auch? Ich meine, ich habe ohnehin keine Versicherung für die Tiere, daher muss ich es ohnehin selbst bezahlen. Bzw. mit dem Harn einschicken, wäre es dasselbe. Nur sie hat schon so viele Antibiotika bekommen, dass da so gar nichts länger greift, ist ja merkwürdig, ich kann seine Skepsis da verstehen. Wie würde man denn gegen resistente Darmbakterien vorgehen?

Noch eine andere Frage: Kennt ihr homöopathische Mittel für Katzen? Ich hab sowas mit Cranberry gekauft (extra auf die Vitamin C Dosis geschaut, damit es nicht zu viel ist) und wollte ihr auch einen Nieren-Blasen-Tee geben (stark verdünnt mit Wasser), aber sie will das nicht trinken.

Danke für euren Zuspruch :smile: :blume: :katze:

morcheeba-1966
20.01.2017, 21:35
Aktuell habe ich in einem anderen Zusammenhang wieder einmal sehr gute Erfahrungen mit Feliway gemacht. Das würde ich wohl an deiner Stelle einsetzen. So oder so, ob psychisch oder organisch, ist es eine Stresssituation für die Katze.

So oft, wie ich das hier schon empfohlen habe, gerate ich wohl allmählich doch in Verdacht, Provision zu bekommen. :lachen:

Wenn du willst, versuche ich herauszufinden, was unserer Katze seinerzeit geholfen hat. Ich musste das Mittel über mehrere Wochen in einer bestimmten Abfolge anwenden, zwischendurch auch immer wieder aussetzen. Leider komme ich gerade nicht auf den Namen. Es war ein bisschen mühsam, aber sehr effektiv. Unsere Katze hatte seither - toitoitoi - nie wieder einen Harnwegsinfekt.

musicduck
20.01.2017, 21:43
Danke für den Tipp. Ich hatte Feliway tatsächlich gekauft und verwendet, war mir aber nicht sicher, ob es hilft. Immerhin ist unsere Wohnung auch sehr groß. Vielleicht stecke ich es doch wieder ein.

Falls du draufkommst, wäre das super. Das muss unbedingt aufhören, denn sie tut mir schon so leid. Sie ist so tapfer. Falls es dir einfällt, bin ich dir dankbar, wenn du mir den Namen sagen kannst.

Liebe Grüße MD

morcheeba-1966
20.01.2017, 21:53
Versuchs mal statt oder zusätzlich zum Stecker mit dem Umgebungssspray. Damit sprühe ich die bevorzugten Plätze nicht direkt ein, sondern nur die Umgebung - also bei der Schlaftonne nicht das Bettchen, sondern die Außenseite. Bei uns hat es - mal wieder - Wunder gewirkt.

Das Mittel war homöopathisch, das vergass ich zu erwähnen, soll ich trotzdem suchen? Vielleicht kannst du damit nichts anfangen (das könnte ich verstehen, ich war auch superskeptisch, aber habe es in meiner Verzweiflung dann doch probiert).

Nachtrag: Ich habe es schneller gefunden als erwartet, es heißt Cantharis Comp. Vet.
Allerdings ist die Anwendung rsp. deren Intervall wohl auch entscheidend. Es ist aber kein Mittel, das gegen akute Symptome wirkt, sondern baut die Immunabwehr systematisch wieder auf.

musicduck
20.01.2017, 22:08
Toll, vielen Dank!

PS: Viell. blöde Frage, aber hast du das beim TA gekauft? Weil ich es jetzt nirgendwo zum Bestellen finde.

katelbach
20.01.2017, 22:57
Ich habe heute den Tierarzt gefragt, ob man mal einen Harn einschicken soll, weil ich das eben vom Menschen kenne, dass man da Harnkulturen und so anlegt, aber er meinte, dass das nichts bringen würde.

Sorry, aber das ist Unsinn.
Die Untersuchung des Sediments ist genauso aufschlussreich wie beim Menschen. Man zentrifugiert die Urinprobe und sc hickt das Pellet, also das, was als fester Rest bleibt, ins Labor.



Also der Harn heute war extrem blutig. Ich hab auch eine Harnprobe mitgenommen von dem, was sie abgesetzt hatte. Er hat es aber nicht angeschaut bzw. hat er die anderen Harnproben immer mit so einem "Streifen" gecheckt. Also richtige Blutwerte wie beim Menschen, wie aus dem Labor, haben wir keine.

Also das ist etwas, das ich nicht verstehen kann. Klar kann man aus eine stark blutigen Proben nicht soviel ehen, aber dass der Kollege vorher immer nur gestickt hat und nie was eingschickt ... Verstehe ich nicht. Genauso wie die Tatsache, dass es keine Blutuntersuchung gibt.

Wir haben immer sehr schnell Blut abgenommen und einen Unterschungsauftrag ans Labor ggeschickt oder auch nachts im Notdienst (ohne Helferin) die wichtigsten Parameter schnell durchlaufen lassen. Das hilft in unklaren Fällen oft weiter.


Eine der anderen Tierärzte, wo wir vorher waren, meinte, man solle mal einen "sterilen" Harn direkt aus der Blase einsenden, aber davon hält er gar nichts. Weiß nicht, wieso.

Hätte ich Dir auch empfohlen. Eine Blasenpunktion ist kein Akt für die Katze. Macht man ja auch notfallmäßig, wenn sie nicht pinkeln können.



Er denkt, dass das keine Bakterien sind, sondern dass das was Anderes sein muss. Ev. auch was in der Niere. Das möchte er eben nächste Woche abklären.

Wie?



Wie macht man das eig. mit einem "richtigen" Bluttest? Müsste man das an ein Labor schicken? Kann ich das als Privatperson auch? [...] Bzw. mit dem Harn einschicken, wäre es dasselbe. Nur sie hat schon so viele Antibiotika bekommen, dass da so gar nichts länger greift, ist ja merkwürdig, ich kann seine Skepsis da verstehen. Wie würde man denn gegen resistente Darmbakterien vorgehen?

Man nimmt aus einer Vene an Unterarm oder am Hinterbein Blut, überlegt sich, was man wissen will und schickt es ans Einsendelabor. Laboklin, SynlabVet oder so. Wenn man nicht weiß, was man untersucht haben will, weil man in Labordingen nicht so fit ist, dann macht man einen "großen Check".
Die Urinprobe ist vorzugsweise steril, d.h. aus eine Blasenpunktion gewonnen. Normalerweise zentrifugiert man in der Praxis und schickt das Pellet ins Labor. Auftrag: Erregerprofil, Resistenztestung, Konkremente ... Auf den Auftrag schreibt man (XY (= Nane des Antibiotikums)-resistente hämorrhagische Cystitis).


Kennt ihr homöopathische Mittel für Katzen? Ich hab sowas mit Cranberry gekauft (extra auf die Vitamin C Dosis geschaut, damit es nicht zu viel ist) und wollte ihr auch einen Nieren-Blasen-Tee geben (stark verdünnt mit Wasser), aber sie will das nicht trinken.

So einen Tee bringst Du in eine Katze normalerwesie nicht rein. Die schmecken so eklig.
Cranberries bringen nach den neuesten Ergebissen beim Menschen nix, sie sind nicht besser als Placebo.
Ich bin Schulmedizinerin, habe aber bei schmerzhaften Blasenentzündungen unseren Hund-/Katzenpatienten zusätzlich Cantharis oder auch mal Apis gegeben. Hat möglicherweise das Brennen günstig beeinflusst. Aber sie hatten auch Antibiose ...

Also wenn es mein Tier wäre, dann würde ich in eine Klinik gehen. Und ich würde mich auch mit der idiopathischen Cystitis befassen. An eine im weitesten Sinne psychosomatische Genese sollte man immer erst denken, wenn alle medizinischen Gründe wirklich ausgeschlossen sind. Sonst verbaut man sich die Chance auf eine echte Heilung.
Wobei Feliway zusätzlich nicht schadet.

Alles Gute!

katelbach
20.01.2017, 23:01
Nachtrag: Ich habe es schneller gefunden als erwartet, es heißt Cantharis Comp. Vet.
Allerdings ist die Anwendung rsp. deren Intervall wohl auch entscheidend. Es ist aber kein Mittel, das gegen akute Symptome wirkt, sondern baut die Immunabwehr systematisch wieder auf.

Cantharis alleine in einer niedrigen Potenz wirkt (oder soll wirken) bei der akuten Erkrankung.
Cantharis ist Spanische Fliege, die Brennen der Schleimhäute verursacht. Im Sinnen der homöopathischen Lehre wird es in extremer Verdünnung bei akuten und noch viel extremerer Verdünnung (Hochpotenz) bei chronischen Prozessen mit brennenden Schleimhäuten eingesetzt.

morcheeba-1966
20.01.2017, 23:10
Toll, vielen Dank!

PS: Viell. blöde Frage, aber hast du das beim TA gekauft? Weil ich es jetzt nirgendwo zum Bestellen finde.


Ja, ich hatte es vom Tierarzt. Ich habe es bei Apovia gefunden, vielleicht hilft dir das weiter.

Siehe bitte noch Katelbachs Ergänzung, das war wohl nur halbrichtig, was ich zu Cantharis geschrieben habe. Mir ist es ja schon immer komisch, wenn ich in einem Strang Empfehlungen ausspreche, in dem sie ihre Kompetenz schon eingebracht hat.

katelbach
21.01.2017, 01:42
@morcheeba

Ales ok. :blume: Ich habe von Homöopathie nicht soviel Ahnung. Zufällig habe ich Cantharis bei schmerzhaftem Harnabsatz einfach von meinen Kollegen gelernt, also deren Erfahrungen damit übernommen.

Matratze
21.01.2017, 03:14
Mittlerweile gehe ich ja davon aus, dass Du in Österreich lebst (und zum TA gehst)...

Gibt es eine größere Klinik in erreichbarer Nähe, vielleicht sogar Uniklinik?

morcheeba-1966
21.01.2017, 07:37
Die Frage zum Tee hatte ich übersehen. Der Hund meiner Mutter trinkt brav Blasebalg von Sidroga. Bei Katzen stelle ich mir das schwierig vor.

musicduck
21.01.2017, 12:21
Danke für eure Antworten.

Ist jetzt vielleicht eine blöde Frage, aber wenn man einer Katze Blut abnimmt - was könnte man daraus ganz konkret in Bezug auf die Harnwege ableiten?? Ich habe vergessen zu erwähnen, dass unsere Katze gestern keinen Harn in der Blase hatte. Er hat ihr über einen Katheter Wasser reingegeben, aber sie hat es nicht halten können. Da ist auch viel Blut mit, also ist es im Endeffekt so gut wie fix, dass das Blut direkt aus der Blase und nicht aus den Nieren kommt, zumindest wäre das logisch.

Ich hatte mal einen Harn von uns, den sie mir abgesetzt hat, mitgebracht zur Tierärztin, bei der ich davor war und die hat das durchlaufen lassen. Sie hat mir gesagt, dass sie halt eine Entzündung hat, mit erhöhten Leukozyten und Blut. Mehr nicht. Also eingeschickt wurde nichts.

Die nächste Tierklinik ist mit dem Auto rund 40 Minuten entfernt, wobei ich gerade gesehen habe, dass die seit heuer aufgrund der strengeren Bestimmungen die Bezeichnung "Klinik" nicht mehr führen dürfen. Dann würden wir in die nächste Klinik fast eine Stunde mit dem Auto brauchen. Und ja, wir leben in Ö. In dem Bundesland, in dem wir leben, ist das mit den Tierärzten etwas schwierig. Es gab erst vor einem halben Jahr einen großen Bericht darüber in der Zeitung.

Wie lange dauert das denn, bis man da ein Ergebnis hat? Wir hätten schon geplant, dass wir sie Anfang nächster Woche zum TA bringen, um noch einmal die Blase zu spiegeln. Ich denke übrigens, dass der TA das so dachte: Unsere Katze hat immer mal mehr und mal weniger Blut im Harn. Mal ist es ein bis zwei Tage weg, dann wieder da. Nach Antibiotika auch kurz wieder gut, dann sofort wieder da und das erst seit zwei Monaten. Wenn er sie abtastet, spürt er immer so einen Knubbel, kann aber nicht genau sagen, ob das was in der Blase ist (er hat beim Spiegeln nichts gefunden, sieht aber auch nicht so gut rein, meinte er, daher auch ganz klein aufschneiden). Er denkt, dass da irgendwas ist, das sich immer wieder aufreibt und keine Entzündung.

Auch diese Blasenentzündung, die psychisch bedingt ist, meinte er, müsse man ja trotzdem entsprechend physisch behandeln, weil es ja körperliche Symptome sind.

katelbach
21.01.2017, 16:50
Man kann sehen, ob eine Entzzündung im Körper vorliegt, ob der Urin rot sein könnte, ohne dass eine Entzündung vorliegt (Auflösung der roten Blutkörperchen), wie Nierwe und Leber "drauf" sind, ob das Immunsystem funktioniert (ganz grob gesagt, ob die Immunglobulin-Fraktionen in den richtigen Mengen vorliegen ...) und auch sonst einiges.

Hat die Katze den typische Symptome einer Blasenentzündung? Nachpressen, nur ein paar Töpfchen absetzen, Schmerzäußerung, Fieber ...
Es gibt mehr Ursachen für Blut im Urin als nur eine Entzündung.

Ich fürchte, ohne anständige Diagnostik seid Ihr auf verlorenem Posten.

Blutwerte hat man normalerweise am nächsten Tag.

musicduck
23.01.2017, 20:31
Danke für eure Antworten.

Kurzes Update: Er hat sie heute noch einmal endoskopiert und anschließend aufgeschnitten. Er sagte, er habe sowas noch nie gesehen. Ihre Blasenwand ist SEHR stark verdickt, allerdings ist die Blasenschleimhaut nicht entzündet. Er meinte auch, dass die Blase sich nicht ausdehnen würde und das auch der Grund sei, warum sie ständig auf's Klo muss bzw. sie ständig überall hinpinkelt. Der Arzt hat heute eine Gewebeprobe entnommen und eingeschickt. Er meinte, der Harn sei so blutig, dass man nichts rauslesen könne. Er meldet sich in den nächsten Tagen bei uns. Ich hab ein bisschen Schiss, weil er auch sagte, dass es nichts Gutes sei, dass er sowas noch nie gesehen hätte. Drückt mir die Daumen.

@ Katelbach: Ob sie direkt nachpresst, weiß ich nicht. Sie pinkelt halt überall hin und dann ist mal mehr und mal weniger Blut dabei. Manchmal ist es viel Harn, manchmal nur ganz wenig. Teilweise scheint es so, als mache es ihr nichts, dann sieht man aber andererseits manchmal wieder, dass sie sich schon plagt. Es ist alles irgendwie so konträr. Fieber dürfte sie keines haben, das wurde damals gecheckt.

Grande-Soya-Chai
24.01.2017, 09:42
Liebe musicduck

Das tut mir sehr leid und ich hoffe, dasss sich alles zum Besten wendet. Ich wünsche dir ganz viel Kraft um mit dieser Situation fertig zu werden und deiner Katze das bestmögliche geben zu können.

Alles Liebe euch

musicduck
24.01.2017, 11:44
Liebe musicduck

Das tut mir sehr leid und ich hoffe, dasss sich alles zum Besten wendet. Ich wünsche dir ganz viel Kraft um mit dieser Situation fertig zu werden und deiner Katze das bestmögliche geben zu können.

Alles Liebe euch

Danke :blume:

musicduck
24.01.2017, 14:08
Habe meine Katze heute Mittag abgeholt. Beim Nachhausefahren war alles ok. Jetzt hat sie ein Auge immer zu und fährt sich teilweise mit beiden Pfoten sehr energisch zu den Augen, als ob sie was drin hätte. Kann ich das irgendwie säubern, z.B. mit Kamillentee?

Danke. LG

katelbach
24.01.2017, 15:54
Kann sein, dass sie trockenes Auge bzw. gereizte/entzündete Bindehäute hat.
Wenn man bei der Narkose keine Augensalbe reintut, um das Auge feucht zu halten, kann das passieren. Katzen schließen, wie auch Hunde, beim Schlafen die Augen nicht vollständig wie wir Menschen.

Klingt ein bisschen so, wie die interstitielle Cystitis des Menschen.
Wurde eine Gewebeprobe in die Histologie geschickt?

musicduck
25.01.2017, 10:47
Kann sein, dass sie trockenes Auge bzw. gereizte/entzündete Bindehäute hat.
Wenn man bei der Narkose keine Augensalbe reintut, um das Auge feucht zu halten, kann das passieren. Katzen schließen, wie auch Hunde, beim Schlafen die Augen nicht vollständig wie wir Menschen.

Klingt ein bisschen so, wie die interstitielle Cystitis des Menschen.
Wurde eine Gewebeprobe in die Histologie geschickt?


Danke für die Info. Das Auge sieht nicht entzündet aus. Es hat sich dann wieder gelegt, wobei es auch heute noch etwas "kleiner" ist als das andere und sie es ab und an zumacht. Er hat ihr schon eine Salbe reingegeben, soweit ich weiß.

Er hat die entnommene Gewebeprobe an ein Labor geschickt (welches genau, weiß ich nicht). Hab das mit der interstitiellen Cystitis gerade gegoogelt. :niedergeschmettert: Hast du sowas schon einmal bei Katzen gesehen??

LG

katelbach
25.01.2017, 17:18
Nein, aber ich habe auch nicht soooviel Praxiserfahrung, weil ich theoretisch arbeite.

Ich würde jetzt auf jeden Fall die Histologie abwarten, wenn die Katze keine Schmerzsymptomatik zeigt.

Ansonsten würde ich sie in einer Klinik anmelden und dort hinfahren. Und ich würde einen komplette Blutuntersuchung veranlassen.

musicduck
26.01.2017, 12:08
Nein, aber ich habe auch nicht soooviel Praxiserfahrung, weil ich theoretisch arbeite.

Ich würde jetzt auf jeden Fall die Histologie abwarten, wenn die Katze keine Schmerzsymptomatik zeigt.

Ansonsten würde ich sie in einer Klinik anmelden und dort hinfahren. Und ich würde einen komplette Blutuntersuchung veranlassen.

Ich hoffe, dass wir es noch diese Woche wissen. ... Man merkt jetzt nach der OP schon, dass sie sich schwer tut beim Klogehen, weil sie sehr lange braucht, aber ich denke, dass das "normal" ist. Ansonsten geht es ihr gut. Sie frisst und trinkt, geht schon wieder herum, lässt sich streicheln. Man merkt, dass sie sich erholt, aber das Problem mit der Blase ist natürlich nach wie vor da.

Ja, also das werden wir auf jeden Fall tun. Ich glaube allerdings, dass du unter "Tierklinik" was Anderes verstehst, als wir hier. Bei uns gibt es im ganzen Bundesland nur mehr zwei Tierkliniken und die sind, glaube ich, auch nicht so "groß", wie du es dir wahrscheinlich vostellst? Aber ja, wir werden da auf jeden Fall dran bleiben. Danke.

katelbach
26.01.2017, 19:36
Verstehe.

Die Uni Wien ist keine Option, nehme ich an.

Vermutlich lebst Du auch nicht grenznah zu Bayern, da hätte ich zumindest eine Idee.

musicduck
27.01.2017, 17:06
Nein, gar nicht. Das wären jeweils vier bzw. fünf Stunden Fahrt. Das würde ich ihr nur im Notfall antun.

Wir haben mittlerweile die Ergebnisse aus dem Labor. Es ist eine starke, hochgradige Zystitis, die schon so weit geht, dass die Schleimhaut zerstört wird und deshalb von den Gefäßen dahinter immer wieder eine Einblutung erfolgt. Es konnten allerdings keinerlei Bakterien gefunden werden. Der TA meinte, dass man nur weiterhin mit Antibiotika behandeln könne und dies viel länger tun müsse, damit das ausheilt. ... Wäre das auch ein Hinweis auf diese idiopathische Zystitis??

Limonadenbaum
27.01.2017, 22:01
Hallo musicduck,

vielleicht kann ja nochmal in die Richtung gedacht werden, ob Struvit- oder Oxalatkristalle vorliegen, die immer wieder die inzwischen vorgeschädigte Blasenwand „aufkratzen“?

Das war bei meiner Katze vor Jahren der Fall, die in kurzer Abfolge immer wieder fiese, schmerzhafte, blutige Blasenentzündungen hatte und zunächst dauernd mit Antibiotika behandelt wurde. Beim Absetzen fing die Blasenentzündung innerhalb weniger Tage wieder an. Harnansäuerung über einen längeren Zeitraum half, da es sich um Struvitsteine handelte. Leider weiß ich den Namen der Flüssigkeit nicht mehr. Entsprechendes Futter half nicht und Futter zusätzlich Ansäuern auch nicht, weil Madame sehr krüsch war. So musste ich die Menge mit einer Einwegspritze kurzerhand ins Maul geben, was eigentlich ganz gut klappte.

Ich denke, dass Du auch noch eine kompetente Aussage hierzu von Deinem TA kriegen solltest, denn mit Antibiotika wäre in so einem Fall die Ursache nicht behoben. Wichtig wäre es außerdem zu wissen, um welche Art Steine es sich handelt, denn das Ansäuern wäre bei Oxalat-Steinen absolut kontraproduktiv.

Viele Grüße vom Limonadenbaum