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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Extreme Wetterlagen – Klimawandel?



Latona
17.01.2007, 19:59
Macht Ihr Euch auch Gedanken über das aktuelle Wetter?

Es ist nicht zu übersehen: Immer heißere Sommer mit Temperaturen weit über 30 Grad, ein Winter mit frühlingshaften Temperaturen. Ganz offenbar verändert sich etwas an unserem Klima.

Hier eine aktuelle Studie dazu:

http://www.wdr.de/themen/wissen/umwelt/klimawandel/070105.jhtml?rubrikenstyle=wissen

Wie werden Tiere eine plötzlichen Kälteeinbruch verkraften?

http://www.espace.ch/artikel_306693.html

Es wird immer wieder abgewiegelt, solche Extreme würden im Durchschnitt verschwinden:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,458430,00.html

Nichtsdestotrotz ist auffällig, dass extreme Wetterlagen sich in den letzten Jahren stark häufen. Vielleicht befinden wir uns ja erst am Anfang dieser Entwicklung. Es wäre daher besser, den Einstieg in den Ausstieg der von Menschen verursachten Erderwärmung nicht zu verpassen.

Und selbst wenn Vulkanausbrüche und El Nino zur Klimaerwärmung beitragen, ist das für uns Menschen kein Freibrief, ungehemmt unseren eigenen Anteil daran weiter zu treiben.

Eure Meinungen dazu?

Weitere Links zum Thema - insbesondere zur Bedrohung der Tierwelt durch einen plötzlichen Kälteeinbruch - sind willkommen! Ich bin keine Expertin, ich hab auch nur Infos über Google zusammen getragen.

regentroepfchen
17.01.2007, 22:20
Ich hab um Weihnachten herum eine 20 Jahre alte Tagesschau auf N3 gesehen... da war’s genau so warm wie jetzt.

Ansonsten wird m. E. auch viel Hysterie verbreitet, denn Klima wandelt sich ohnehin unaufhörlich - von Extrem zu Extrem, gestern, heute, morgen... seit Urzeiten und bis in fernste Zukunft.

Versuch einfach mal zu ergründen, wie es denn möglich war, daß Hannibal über grünende, baumbewachsene Alpenpässe ziehen konnte... wie auch Ötzi.

Oder wieso vor 2000 Jahren die Alpengletscher noch viel geschrumpfter waren als heute.

Und was waren die sibirischen und nordamerikanischen Permafrostböden, bevor sie gefroren bzw. wie kam das Methangas da hinein.

Bezüglich obskurer Klimakatastrophen-Verschwörungstheorien empfehle ich, mal die weltweit erste Adresse, das Alfred-Wegener-Institut, zu konsultieren.

Da kann man nur staunen, in welch extrem kurzen, nur nach Dekaden zählenden Zeiträumen, viele Klima-Umstürze auch in neuerer Zeit abgelaufen sind.

Und nein, nicht wegen menschlicher Industrieeinflüsse... lange vorher schon.

Vielleicht hast Du schon mal was von der Mittelalterlichen Warmzeit gehört - als Südgrönland landwirtschaftlich erschlossen und im britischen Wales Weinbau betrieben wurde; oder gar von der Kleinen Eiszeit, als Mitteleuropa unter sibirischen Wintern und arktischen Sommern litt... das kam und ging alles ruck-zuck.

Nachdem bei uns der letzte Winter ab Januar so frostig war, lange dauerte und das Vogelfutter ausging, haben wir uns dieses Mal schon im Oktober reichlich davon eingekauft... das steht alles noch rum... dafür gibt’s im Frühjahr/Sommer dann keine Mückenplage :smirksmile:

Inaktiver User
18.01.2007, 09:57
Hallo Latona,

ja, ich mache mir darüber Gedanken. Allerdings bin ich vom "Klimawandel" abgekommen. Wie schon im SPIEGEL Beitrag angeführt, wird die Vermengung von Wetter und Klima besonders gern in warmen Rekordjahren vorgenommen.

Einig sind wir uns, dass der diesjährige "Winter" wohl zum wärmsten gehört. Ich kann mich nicht erinnern, sowas je mal erlebt zu haben. Nicht ein Fussel Schnee, selten Minusgrade, stattdessen im Januar kurzärmlig.

Trotzdem sollte das nicht Anlaß sein, den Klimaschutz als Fetish einiger unverbesserlicher Ökoaktivisten abzutun.

meta1
18.01.2007, 10:30
Wenn wir alles immer damit abtuen würden, dass es eben ein paar Schwarzseher gäbe, dann würde sich nie was ändern. Dass sich das Klima in den letzten Jahren verändert hat, das ist wohl unbestritten, dass wir dem immer größer werdenden Ozon-Loch entgegenwirken müssen, doch wohl auch nicht. Oder sehe ich das falsch?

Inaktiver User
18.01.2007, 13:10
Ansonsten wird m. E. auch viel Hysterie verbreitet, denn Klima wandelt sich ohnehin unaufhörlich - von Extrem zu Extrem, gestern, heute, morgen... seit Urzeiten und bis in fernste Zukunft.

....


Vielleicht hast Du schon mal was von der Mittelalterlichen Warmzeit gehört - als Südgrönland landwirtschaftlich erschlossen und im britischen Wales Weinbau betrieben wurde; oder gar von der Kleinen Eiszeit, als Mitteleuropa unter sibirischen Wintern und arktischen Sommern litt... das kam und ging alles ruck-zuck.
Das gab es zwar, aber, öh, von Hysterie würde ich da nicht sprechen, das Dumme an den von Dir erwähnten Klimaveränderungen war ja auch, daß sie auf Menschen wirkten, egal, ob sie nun von Menschen verursacht wurden.

Und es war nun leider auch so, daß die kleine Eiszeit in Mitteleuropa eine Zeit der Hungersnöte war.
Und ich weiss z.B. nicht, ob die Warmzeit, in deren Verlauf Grönland von den Wikingern besiedelt wurde, nicht vielleicht in Afrika hunderttausenden Menschen das Leben gekostet hat.

Ausserdem gibt es da insgesamt einen wichtigen Unterschied, finde ich - eine von Menschen unabhängige Klimaveränderung ist unangenehm, aber wenn einem was Gutes einfällt, kommt man damit klar, man kann sich darauf einstellen - egal, wie man sich auf die Veränderungen einstellt, menschlichen Massnahmen haben ja keine Auswirkungen auf das Klima ! Wir können z.B. die Rindfleischversorgung der Menschheit sicherstellen, indem wir die Züchtung der Methan-pfurzenden Rinder von den nach Erderwärmung nicht mehr fruchtbaren Gebieten nach z.B. Grönland verlegen.

Eine durch Menschen verursachte Klimaveränderung stellt etwas dar, was Jared Diamond in seinem Buch Collapse im Zusammenhang mit anderen Ressourcen beschreibt - Gesellschaften nutzen Ressourcen in einer Weise, die deren Resistenz gegenüber Veränderungen durch das Wachstum dieser Gesellschaften überschreitet - und gelangen damit nicht nur an die Grenzen ihres Wachstums, sondern werden oftmals ziemlich brutal bestraft.
Würde z.B. die Erderwärmung durch Methan-pfurzende Rinder hervorgerufen :freches grinsen:, so könnte man NICHT die Rindfleischversorgung der Menschheit weiter gewährleisten, indem man die Zucht nach Grönland verlegt.
Nein, dann müssen wir handeln und entweder unseren Rindfleischkonsum eindämmen ( Rindfleisch teuer machen :heul:, z.B. durch Methan-Pfurz-Rechte-Handel ) oder nicht-Methan-pfurzende Rinder züchten :freches grinsen: !


Aber die Klimaexperten sind sich doch eigentlich in den letzten Jahren einig geworden, daß das zweite Szenario zutrifft, oder :knatsch: ? )

Inaktiver User
21.01.2007, 20:20
Waren es Rülpser, nicht Pfürze (http://www.zeit.de/2007/04/Kuh?page=1) :knatsch: ?

Inaktiver User
23.01.2007, 04:09
Was mich nervt, aufregt! ist, daß Deutschland die Emissionsrechte an die großen Verpeßter verschenkt hat, ..eine Sauerei!

JanaFreese
23.01.2007, 06:41
Wenn es mal was wärmer wird droht uns die Schlagzeile der B..D mit Wüste, wenn es wieder kälter wird mit Eiszeit. Ich gehe mal davon aus, dass das ein Hype ist, der von denen angeheizt wird, die gerade daran verdienen.

Die einzige Rettung vor der Klimakastastrophe ist Solarenergie - oder Kernkraft - oder Windenergie - oder Gas, je nach couleur.

Heute sollen wir das Gewichts- und Verbrauchsoptimierte Auto fahren, um die Welt zu retten. Morgen muss das auf den Schrott, damit wir ein Solar / Gas - Hybridauto kaufen, welches die einzige Rettung der Welt ist.

Alternativ oder gleichzeitig versenken wir freudig noch ein paar Milliarden in die öffentlichen Verkehrsmittel, denn nur diese retten die Welt.

Natürlich muss jedes Haus zwangsweise auf moderne Heizkessel umgestellt werden, denn nur so retten wir die Welt.

Und weil der Schornsteinfeger keine Schornsteine mehr zu fegen hat kontrolliert er jetzt deren Abgaswerte, denn nur so retten wir die Welt.

Und natürlich braucht jeder Haushalt einen neuen Kühlschrank und einen neuen Herd und eine neue Spülmaschine und eine neue Waschmaschine und lauter neue Lampen. Alles total energieeffizient, denn nur damit retten wir die Welt.

Das ist doch alles Pseudoreligion: Tuet dies und tuet das und zahlet dafür Milliarden, dann wird alles gut.


All the Best
Jana

Inaktiver User
23.01.2007, 07:21
@Regentröpfchen

Genau so ist es!

Das Beständigste ist die Unbeständigkeit!

Ausserdem brauchen immer mehr Medienfuzzis Futter!

Was mich zum Nachdenken bringt, ist der Wind, die Böen
und Windstürme die es schon länger gibt. Also ich meine,
nicht mal nur ein Sturm für ein, zwei Tage. Der bleibt gleich
fast ne Woche! :knatsch:

Aber ich denke die Erde wird sich auch ohne Menschen
immer wieder verändern. Mich wundert es sowieso ,dass
Mutter Natur dem Menschen nicht viel öfter eine vor den
Latz knallt. (So wie dieser in der Masse mit ihr umgeht!)

LG

Inaktiver User
23.01.2007, 07:46
JanaFreese,
wer meine Luft verpeßtet, der soll dafür blechen! Sehen wir das anders?

Inaktiver User
23.01.2007, 08:47
'Aber ich denke die Erde wird sich auch ohne Menschen
immer wieder verändern. Mich wundert es sowieso ,dass
Mutter Natur dem Menschen nicht viel öfter eine vor den
Latz knallt. (So wie dieser in der Masse mit ihr umgeht!)'

Ja, erst solls knalln, sonst keine Reaktion..macht halt und viel Spaß! Der Globus ist ein großer bunter Spaßplanet

meta1
23.01.2007, 09:34
Ich finde einfach, dass unser derzeitiges Denken einfach viel zu kurzfristig ist. Es zählt das Heute und Jetzt, an Morgen oder gar Übermorgen wird nicht gedacht.
Der Rubel muss rollen, Folgen? Darüber sollen sich dann die anderen Gedanken machen. So sollte es halt auch nicht sein.

Elsa
23.01.2007, 09:54
Der Rubel muss rollen, Folgen? Darüber sollen sich dann die anderen Gedanken machen. So sollte es halt auch nicht sein.


Ja, und das tut er. Einhergehend mit der Klimahysterie kommt auf gewisse Bereiche/Forschungsbetriebe ein richtiger Geldsegen zu.

Mach was mit "Climate Change" und Du findest beste Möglichkeiten, für Deine Uni/Forschungseinrichtung etc. Gelder zu ergattern - adapt or die *fg*

Inaktiver User
23.01.2007, 10:19
..

Inaktiver User
23.01.2007, 10:25
.

Inaktiver User
23.01.2007, 10:47
na Elsa, hier gehts weniger um Kohle ;-

Besser wäre ein allgeimein verständliches know-how

Inaktiver User
23.01.2007, 11:30
Pseudoreligion, Spassgesellschaft, Klimahysterie :knatsch: - ich meine, nicht daß ich nicht auch die apokalyptische Ironie schätze, die darin besteht, daß unsere Gesellschaft von Rinderrülpsern bedroht wird.

Aber ich plädiere ja für eine leicht modernisierte Form von Prophetentum !

*aufdemMarktplatzaufbau*:
Ihr glaubt, ihr werdet Spass an den Renditen Eurer Aktien haben, aber ich sage Euch, meine Energiespargesellschaft entwickelt die Technologie, die Euren Aktien teuer zu stehen kommen wird. Ha.
Setzt auf die Aktien von **** und ihr werdet weiterhin Spass haben, wer da aber setzt auf die Aktien von ****, der soll vertilgt werden vom Antlitz der Vergnügungsparks.

Inaktiver User
23.01.2007, 12:29
Ich genehmige mir mal den Rülpser und sehe die Wirtschaft kapitulieren. vor der Natur.

Diese 2 Grad Erwärmung haben globale Auswirkung.
Ich bin kein Volkswirtschaftler, aber es wird immenses Geld kosten.

Aber mir ist das alles gleich, habe keine Kinder - also nach mir die Sinnflut!

Inaktiver User
23.01.2007, 13:00
Also, Du siehst "die Wirtschaft kapitulieren" - die "Wirtschaft" ist nicht etwas, was kapitulieren kann. Einzelne Menschen oder auch Firmen sind gezwungen, zu wirtschaften - das steht nicht in ihrem Belieben.

Aber das Ganze ist schon etwas, was z.B. David Friedman die dunkle Seite der Vernunft nennt. Jeder Einzelne wirtschaftet korrekt und vernünftig - weil es keine Kommunikation darüber gibt, daß ein kollektives Verhalten anderer Art jedem Einzelnen eher nützen würde, kann sich niemand zu diesem Verhalten durchringen, da es dem Einzelnen schadet, solange es nicht für alle verpflichtend ist.

Das Ganze ist eher eine Aufgabe der Politik - der Bekanntmachung unbequemer Wahrheiten. Die eben schlicht darauf hinauslaufen, daß wir leider Gottes auch mit anderen Ressourcen zu wirtschaften gezwungen sind - wie z.B. der Luft, dem Meerwasser usf.

Wir haben auch da keine Wahl - entweder die Politik ( wir ) regelt das, oder die Natur, zumindest ist das mittlerweile die Meinung der großen Mehrheit der Experten, siehe z.B. den IPC-Entwurf (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,418165,00.html).

Und übrigens heisst es "Sintflut" und "verpesten" ( von Pest ) ... und Leute, die nach mir die Sintflut rufen, brauchen sich nicht wundern, wenn die Leute nach ihnen sich ihrer und ihres Lebensstils schneller entledigen, als ihnen lieb ist.

Inaktiver User
24.01.2007, 15:58
Vision 2067 (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,460250,00.html) - Wirtschaften mit Süßwasser ?

Inaktiver User
29.01.2007, 01:07
Ich meinte Sinnflut und Peßt.

Wirtschaften mit Süßwasser bringt Geld und wird irgendwo bei den Schwarzen ein paar uninterressante Kriege finanzieren.. egal bringt Geld!

Inaktiver User
29.01.2007, 01:36
Letztlich ist es mit dem Wasser wie mit den Genen, es gibt tatsächlich Menschen, die darauf plötzlich Anspruch erheben und das mit dem Segen der WTO. Zum Kotzen!

Und was das noch mit der Ausgangsfrage zu tun hat:
Wer in meine Richtung furzt, der bekommt eine auf die Fresse oder er entschuldigt sich mit einem guten Bier!

Inaktiver User
30.01.2007, 11:21
Ich meinte Sinnflut und Peßt.
Oh, sorry :peinlich: !

Was hast Du denn mit "Sinnflut" und "Peßt" gemeint :ooooh: ?

Sabbi
31.01.2007, 10:12
Wie wäre es, wenn wir alle etwas mehr sparen würden- ich denke da an die Energie (Gas, Strom...), außerdem spart man dann auch noch Geld...
Nach mir die Sintflut, die Einstellung finde ich unter aller ___!!
Sabbi

Nimwen
02.02.2007, 17:23
So, nun ist es sozusagen amtlich:
Die Klimaänderung existiert und sie ist selbstgemacht.
Auf der Seite vom IPCC kann man sich die heute in Paris veröffentlichte Studie herunterladen.

Schade finde ich, dass noch immer darauf verwiesen wird, das sei "Panikmache" oder dieser Klimawandel sei ein ganz natürliches Phänomen.

Die kleine Eiszeit zum Beispiel, die ein natürliches Phänomen darstellt, ist wohl nicht zu vergleichen mit dem, was jetzt passiert, nämlich einem selbstgemachten, überhaupt nicht kontrollierbaren Wandel.

LG
Nimwen

Inaktiver User
03.02.2007, 02:44
Ich finde es minder gesagt sehr peinlich, dass dieses sich mit Umweltschutz brämende Deutschland von der EU ermahnen lassen muss, doch die Emissionsgrenzen einzuhalten.

Die Borniertheit der Wirtschaft in Deutschland fährt uns noch alle gegen die Wand!

Inaktiver User
03.02.2007, 03:19
doppelt

Inaktiver User
03.02.2007, 03:36
(PS Latona: El Nino ist ein Phänomen, eine beindruckende Auswirkung des instabilen Klimas)

MaxPower
03.02.2007, 17:05
So, nun ist es sozusagen amtlich:
Die Klimaänderung existiert und sie ist selbstgemacht.
Auf der Seite vom IPCC kann man sich die heute in Paris veröffentlichte Studie herunterladen.

Schade finde ich, dass noch immer darauf verwiesen wird, das sei "Panikmache" oder dieser Klimawandel sei ein ganz natürliches Phänomen.

Die kleine Eiszeit zum Beispiel, die ein natürliches Phänomen darstellt, ist wohl nicht zu vergleichen mit dem, was jetzt passiert, nämlich einem selbstgemachten, überhaupt nicht kontrollierbaren Wandel.

LG
Nimwen

Also, daß eine Klimaänderung existiert, bezweifelt niemand und es gab auch noch nie keinen Klimawandel, weil das völlig normal ist.

Selbstgemacht ist der Klimawandel definitiv nicht, jedenfalls nicht so, wie es dargestellt wird. Klimaforscher können genauso wenig das Klima beeinflußen, wie Meteorologen das Wetter beeinflussen können. Beide können nur deutlich schlechter als recht wenig gehaltvolle Prognosen aus ihren wenig verstandenen Erkenntnissen abgeben. Es ist schon sehr naiv zu glauben, daß einer, der fast nix weiß, anhand des großen Nichtwissens Verhaltensregeln zur Besserung der Situation aufstellen kann.

Man braucht sich nur anschauen, wies in den Städten ausschaut. Da war vor wenigen Jahrzehnten nix mit sauberer Luft. Da war auch nix mit Sonne. Wäsche konnte man auch keine raushängen, es sei den, man wollte sie schwärzen. Die Entwicklung ist längst auf dem richtigen Weg.

Nur, die Märkte sind verteilt. Wer nochmal dick Kohle mit Energie machen will, der muss den Menschen einreden, daß es guten und schlechten Energieverbrauch gibt. Prasst du mit Ökostrom und Rapsöl, dann ist das ok-machste das mit Atomstrom und Erdöl, dann ist das pfui!

Nimwen
03.02.2007, 17:35
Natürlich waren hier in Deutschland vor ein paar Jahrzehnten die Städte dreckiger. Deutschland ist allerdings so miniklein im Vergleich zu den Staaten, wo heutzutage die Städte dreckig sind. Warst Du schon mal in China? Ich schon. Das ist so eklig da über den Städten, es gibt welche, wo Du nie den blauen Himmel sehen kannst. Und das Land ist doch ein bisschen größer... Dass dies ohne Folgen bleibt, das kann ich mir kaum vorstellen.

Mich ärgert es nur, dass häufig argumentiert wird nach dem Motto "das ist ein ganz normaler Vorgang, das Klima wandelt sich immer", wo doch inzwischen die Anzeichen wirklich da sind, dass es eben kein normaler Vorgang ist. Dass es ja alles ganz normal sein soll, das ist so herrlich bequem, nicht? Da kann man schön weitermachen wie bisher und den Kopf schön in den Sand stecken.

LG
Nimwen

Inaktiver User
05.02.2007, 02:49
MaxPower; die Russen pflegen den Himmel zu ihrem Nationalfeiertag mit Silbernitrat zu besprühen, damit die lästigen Wolken verschwinden..

Kurzfristige Prognosen sind in einem chaotischen System bekanntlich schwerer vorherzusagen als langfristige.

Wie Du in deinem Posting von der ersten Erklärung zur zweiten kommst ist mir schleierhaft!

Inaktiver User
19.02.2007, 14:51
Ja, der Klimawandel ist schon extrem, wenn man heute mit dem Wetter vor 15 Jahren oder so vergleicht... aber was will man machen, wir können eh nichts tun. :-( also nützen auch Gedanken darüber nichts.

Mondschaf
19.02.2007, 19:33
Ich empfehle allen, die sich wirklich für das Thema interessieren, das Buch "Wir Wettermacher" von Tim Flannery zu lesen. Dort ist ganz eindrucksvoll beschrieben, wie und in welchem Maße wir das Wetter beeinflussen können. Ist super recherchiert (von 2005). Tatsächlich sind neben 1998 4 weitere Jahre nach 2000 die wärmsten Jahre seit den Wetteraufzeichnungen. Und die bisherigen Klimawandel hatten auch Prozesse im Vorlauf wie sie heute stattfinden. Es ist doch traurig, dass man Urlaub in Australien macht, und man das abgesplitterte Packeis vom Südpol vorbeischwimmen sieht.

Auch, wenn jetzt Umweltbewusstsein trendy zu werden scheint, hoffe ich, dass die Erkenntnis bei allen vordringt und man sich nicht mehr hinter Erklärungen verstecken wird. Es IST nun mal so.


Warst Du schon mal in China? Ich schon. Das ist so eklig da über den Städten, es gibt welche, wo Du nie den blauen Himmel sehen kannst. Und das Land ist doch ein bisschen größer... Dass dies ohne Folgen bleibt, das kann ich mir kaum vorstellen.

Mich ärgert es nur, dass häufig argumentiert wird nach dem Motto "das ist ein ganz normaler Vorgang, das Klima wandelt sich immer", wo doch inzwischen die Anzeichen wirklich da sind, dass es eben kein normaler Vorgang ist. Dass es ja alles ganz normal sein soll, das ist so herrlich bequem, nicht? Da kann man schön weitermachen wie bisher und den Kopf schön in den Sand stecken.

Ja, ich geb dir recht! Es ist doch beruhigend, wenn man doch nicht selbst die Schuld tragen muss. Wenn ich in gewisser Weise nicht umweltbewusst handele, dann muss ich auch dazu stehen. Bzw. sollte ich in anderen Bereichen dafür mehr tun. Unsere Bequemlichkeit wird uns nochmal auf die Füße fallen.

Viele Grüße,
Mondschaf

setshu
20.02.2007, 10:09
Trotzdem sollte das nicht Anlaß sein, den Klimaschutz als Fetish einiger unverbesserlicher Ökoaktivisten abzutun.


Regentröpfchen hat recht, wenn sie auf Hannibal und den Weinbau in Wales verweisst, ebenso die Ökoaktivisten, wenn sie auf den Einfluss der Industrialisierung verweisen.

Wahrscheinlich laufen hier zwei Phänomene aufeinander zu.

Das wirklich fatale ist, wir können garnichts machen. Selbst wenn wir in Deutschland, und auf mehr haben wir kaum Einfluss, alle mit dem Fahrrad fahren, im Osten erwacht mit China und Indian gerade ein Moloch, der alles was bisher war in den Schatten stellen wird.

setshu
20.02.2007, 10:39
Mich ärgert es nur, dass häufig argumentiert wird nach dem Motto "das ist ein ganz normaler Vorgang, das Klima wandelt sich immer",

Es findet ein "natürlicher" Klimawandel statt, unbestritten.

Aber ebenso unbestritten ist, dass es nicht ohne Folgen für das Weltklima bleiben kann, wenn munter Kohlen-, Stick- und Schwefeloxide in die Atmosphäre pusten.

Da tragen wir schon auch Verantwortung.

Inaktiver User
21.02.2007, 13:48
Ansonsten wird m. E. auch viel Hysterie verbreitet, denn Klima wandelt sich ohnehin unaufhörlich - von Extrem zu Extrem, gestern, heute, morgen... seit Urzeiten und bis in fernste Zukunft.
Hat da nicht kürzlich in einer TV-Diskussion ein Handelsblatt-Redakteur das gleiche behauptet?
Ein Meteorologe hat sehr anschaulich und überzeugend erklärt, wie die Dinge stehen und inwiefern sie dramatisch sind.

Daraufhin stand der Mann ganz allein mit seiner Negierung des Offensichtlichen und flüchtete sich in die Stufe 2 der Ignoranz:

"mag sein, dass es wirklich einen Zusammenhang zwischen Industrialisierung und Klimaveränderung gibt, aber wir können sowieso nichts machen". Er hat dann sogar versucht sich in Sarkasmus zu flüchten, als wären alle Leute doof, die versuchten durch privates Energiesparen etwas zu bewegen.

Auch dieses Argument wurde vom Tisch gewischt, von einem spezialisierten Ingenieur, der aufzeigte, wie viele Kraftwerke eingespart werden könnten, wenn jeder das täte, was ohne weiteres in der Macht des einzelnen steht.

Aber ist das nicht typisch:
Erst die Augen verschliessen und dann, wenn sie einem geradezu gegen den eigenen Willen geöffnet werden, wenigstens die Arme verschränken.

Inaktiver User
22.02.2007, 09:05
Im Spiegel steht ein langer und informativer Artikel über den zweiten Teil der UNO-Klimastudie und die konkreten Forderungen des Weltklimarates:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,467875,00.html

Sehr empfehlenswert!

Inaktiver User
22.02.2007, 09:31
Versuch einfach mal zu ergründen, wie es denn möglich war, daß Hannibal über grünende, baumbewachsene Alpenpässe ziehen konnte... wie auch Ötzi.

Oder wieso vor 2000 Jahren die Alpengletscher noch viel geschrumpfter waren als heute.

Und was waren die sibirischen und nordamerikanischen Permafrostböden, bevor sie gefroren bzw. wie kam das Methangas da hinein.


Laut dem 1. Teil der UNO-Klimastudie, veröffentlicht im Januar 2007, hat sich seit 1850 die globale Temperatur um 0,8 Grad erhöht.




Seit dem Höhepunkt der letzten Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren hat sich die Erde um etwa fünf Grad erwärmt. Die Erwärmung seit dem Ende der Eiszeit vor 11.000 bis 12.000 Jahren ist geringer. Dies verstärkt sogar die Kernaussage, dass sich die Erderwärmung gegenwärtig sehr viel schneller vollzieht, als seit dem Ende der letzten Eiszeit.
*) Projektleiter für Klimamodelle am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg


Also nochmal zusammengefasst:

Seit HÖHEPUNKT der letzten EISZEIT: Erwärmung um 5 Grad innerhalb von 20.000 Jahren
davon 0,8 Grad innerhalb der letzten 150 Jahre = seit Beginn der Industrialisierung
.

Inaktiver User
01.03.2007, 08:13
Hi

Ich bin langsam (leider) davon überzeugt das wir schon
mittendrinn im Klimawandel sind.
Auch bin ich (wieder leider) davon überzeugt, dass keine
Industrie die viel Geld mit all den Energieverschwendern macht,
nur einen Schritt zurück geht!
Ich denke auch die Natur weiss das und fängt an zu zeigen
wer die Macht über die Erde hat.

In diesem Sinne LG Strelia

Delikatesse
09.03.2007, 18:44
Meine Meinung zum Klimawandel findet ihr hier ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=Srw0PD6Bx7Y