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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : plötzliche Panikattacken im Auto



pink_lady
17.01.2007, 12:49
Hallo,

ich habe gesehen, dass es bereits einen thread zum Thema Angst beim Autofahren gibt, allerdings sieht die Sache bei mir ein bisschen anders aus. Ich habe keine Angst vor dem Fahren an sich, habe meinen Führerschein seit ungefähr 20 Jahren und bin teilweise über Jahre 30 TKM pro Jahr gefahren, habe also mehr als ausreichend Fahrpraxis. Ich bin gern gefahren und halte mich für eine sichere Fahrerin.

Seit einiger Zeit ist das jedoch plötzlich anders. Ich hatte jetzt mehrfach Panikattacken aus heiterem Himmel. Ich fuhr ganz normal auf der Autobahn, es war eine recht steile Steigungsstrecke, und plötzlich bekam ich Herzrasen, mir brach der Schweiss aus, der Mund wurde trocken, ich begann zu zittern, meine Beine und Arme schienen taub.

Ich hatte das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, nicht mehr richtig Gas geben und Schalten zu können, viel zu schnell zu sein (was definitiv nicht der Fall war), hatte Angst vor Kurven und musste bei nächster Gelegenheit anhalten und mich erst einmal beruhigen. Das passierte zunächst nur im Dunklen, also dachte ich an Nachblindheit oder ähnliches. Gestern ist es mir aber auch am hellichten Tag passiert, wieder auf einer Strecke auf der AB, die sehr kurvig und mit Steigung und Gefälle ist. Ich bin durch die Attacken insgesamt vorsichtiger geworden, fahre langsamer als sonst, war gestern aber ganz normal unterwegs. Plötzlich ging es wieder los - die typischen Symptome, das Gefühl, nicht schalten und bremsen zu können durch die Taubheit in Beinen und Armen. Hinzu kam, dass es an der Stelle keinen Standstreifen gab, das verstärkte die Panik in dem Moment noch.

Ich fuhr dann auf den nächsten Parkplatz, beruhigte mich, fuhr weiter - ich musste ja irgendwie nach Hause kommen! Kurz darauf die nächste Attacke. Wieder auf einen Parkplatz - kurz beruhigen - weiterfahren. Und zack, die nächste Panikattacke. Diesmal habe ich die Autobahn verlassen und bin Landstrasse gefahren, auch dort mit mulmigem Gefühl. Nach einer Weile habe ich dann nochmal einen Versuch auf der AB gemacht, aber es ging einfach nicht, also bin ich wieder abgefahren und bin den Rest der Strecke über Land gefahren.

Angefangen hat das alles - tja, keine Ahnung? Ich kann mich erinnern, dass ich seit einer ganzen Weile Unwohlsein an Steigungsstrecken habe, verbunden mit der Vision, beim Anfahren abzuwürgen und vielleicht zurück zu rollen. Aber auf der Autobahn??

Allein wenn ich das hier aufschreibe, bekomme ich schweissfeuchte Hände. Geht oder ging es hier jemandem vielleicht ähnlich, und wenn ja: Was sind Eure Tipps, Erfahrungen?

Ich habe mir zwei Verhaltenstherapeuten heraus gesucht, die ich kontaktieren will - ich muss etwas gegen diese Panik tun, das ist mir klar, trotzdem wäre es schön, vielleicht hier im Forum ein paar Rückmeldungen zu bekommen. Ich habe mich extra deshalb angemeldet.

Liebe Grüsse
pink_lady

Siofna
19.01.2007, 12:12
Hallo Pink Lady,

wenn man Panikattacken hat, stimmt irgendwas nicht im Leben. Und da ist es egal, wo man die Panikattacken hat, ob im Auto, im Supermarkt oder in der U-Bahn. Die Angst hat nicht wirklich was mit dem Autofahren zu tun.
Gut, dass Du Dir schon Therapeuten rausgesucht hast, denn oft greift die Angst noch weiter um sich und ehe man sich versieht, hat man vor allem und jeden Angst.

Inaktiver User
21.01.2007, 13:22
Hallo...fühl Dich von mir mal ganz lieb getröstet!
Vor Jahren hatte ich das gleiche Problem. Als Vielfahrerin die sich nichts schöneres vorstellen konnte als allein im Auto zu sitzen.
Ich war zunächst entsetzt über diese bedrohlichen Zustände,konnte meinem Körper nicht mehr trauen und fuhr fortan jeden Tag mit Angst los.
Nun habe ich aber keine Therapie gemacht sondern nur viel darüber im Internet gelesen.
Dann wurden diese Attacken irgendwann so zur Gewohnheit dass ich nur noch versuchte nicht zu hyperventilieren und ansonsten dachte..ach das ist ja gleich vorbei.
Mit der zeit wurden die Anfälle seltener und ich lebte ja noch!!
Eines Tages waren sie verschwunden.
Warum es nun soweit kam ist mir herzlich egal. Was ich in meinem Leben ändern kann und will,das ändere ich,und was so bleiben muss das bleibt. Basta.
Vermeide keine Situationen in denen Du Angst kriegst sondern
siehe es als Achterbahnfahrt und sei stolz auf ich wenn es vorbei ist. eines Tages ist es weg. Und Du bist nicht krank!

silina1
22.01.2007, 22:03
Hallo, es klingt merkwürdig, aber fast bin ich froh, dass hier beschrieben wird, was auch mir seit einiger Zeit Angst macht:

Ich bin nun über 50 Jahre alt und fahre seit meinem 18. Lebensjahr Auto. Außer 2 leichten Auffahrunfällen ist mir nie etwas passiert und ich zähle mich zu den "guten Fahrerinnen".

Vor 3 Wochen musste ich mich allerdings von einer Raststätte abholen lassen, weil ich Panik hatte weiterzufahren. Obwohl ich gerade mal 80 km/h fuhr, hatte ich das Gefühl ich rase und könnte mein Wagen nicht mehr kontrollieren. Baustellen erschienen mir wahnsinnig eng und Straßen ohne Standstreifen oder gar mit Blick in den Abgrund wurden für mich zum Horror.

Ich bin auch schon mal einen 4 stündigen Umweg gefahren, nur damit ich nicht wieder durch einen Tunnel (ca. 5 Minuten Fahrzeit!) musste.

Den Alltag bewältige ich gut und manchmal vergesse ich sogar "das Problem". Ich fahre täglich 15 Minuten zur Arbeit und zurück. Diese Strecke ging bislang gut. Doch ab gestern bekomme ich auch dieses wackelige Gefühl, wenn ich über die Autobahnbrücke fahre, die ich mind. 10.000 Mal überquert habe. Ich bin heilfraoh, wenn ich "es geschafft habe".

Wenn ich darüber nachdenke, wie es anfing, dann konnte ich schon vor ca. 15 Jahren nicht mehr in Gewölbe oder Keller gehen. Danach war es mir fast unmöglich einen Steg mit dem Fahrrad zu überqueren. Treppengitter mit Blick nach unten gehen gar nicht mehr. Ich bleibe inzwischen grundsätzlich unten und besteige keinen Turm o.ä. mehr.

Das war ja alles noch akzeptabel. Aber nun das Problem beim Autofahren. Langgezogene Kurven, enge Spuren, Mauern als Straßenbegrenzung, Brücken, Abgründe neben der Straße => Stress u. Panik breiten sich aus.

Inaktiver User
09.10.2010, 18:29
Hallo,

ich habe mich in dem Artikel wieder erkannt und möchte hier nur schreiben, um einiges loszuwerdenund so vielleicht verschont zu bleiben. Die erste Attacke traf mich, als ich mit dem Auto unterwegs war. Es gab solche Lärmschutzwände und ich hatte da Gefühl, ich komme hier nie mehr raus. Auch, als die Lärmschutzwände längst weg waren, hatte ich dieses panikgefühl. Ich bin dann mit 70 oder 80 km/h weitergefahren und habe mich von den LKW`s überholen lassen. Ich musste jeden Parkplatz anseteuern, den es gab und habe nur noch gezählt, wie viele km es bis zum nächsten Parkplatz sind. A, liebsten hätte ich das Auto abgestellt und wäre mit dem Zug weiter gefahren. Dann musste ich von der Autobahn runter, weil kein Parkplatz in der Nähe war.
Die zweite kam ebenfalls auf der Autobahn, wobei ich noch dachte, dass ich da Problem gut im Griff habe. Ich musste dann aber sogar auf dem Standstreifen halten, weil es nicht mehr ging.
Seit einer Woche habe ich eine Gürtelrose. Da sie nicht sooo schmerzhaft ist, wollte ich im Supermarkt einkaufen. Ich war total ausgeschlafen und entspannt (seit einer Woche krank geschrieben). Da überkommt es mich im Supermarkt. Ich merke, wie mir heiß wird, meine Hände schwitzen, ich habe Schweißausbrüche am Kopf. Fange an zu zittern, ich muss unbedingt raus und reiße dem Kassierer, der sich so unendlich Zeit lässt, das >Wechselgeld. Ich hätte fast darauf verzichtet. Mir war alles egal, ich wollte nur noch nach Hause. Draußen im Auto konnte ich auch nicht gleich losfahren, obwohl es nur 5 Min zu mir sind. Ich brauchte ungefähr eine halbe Stunde, um wieder runter zu kommen.
Ich habe an Burnout gedacht, aber mein Arzt meinte, ich solle es nicht so hoch aufhängen und es passiert nichts. Das Habe ich mir dann auch immer wieder eingeredet, aber heute im Supermarkt war es das gleiche. Die kassierin lässt sich unendlich Zeit und ich spüre, wie es gleich wieder losgeht. Zuhause ist dann alles wieder in ordnung. Ich werde jetzt also keine langen Strecken mehr fahren, obwohl ich ein absolut sicheres Auto fahr und nur noch mit meiner Freundin einkaufen gehen.

Leide ich unter burnout???

Inaktiver User
09.10.2010, 18:42
Storcher, schade, dass Du Dich gleich wieder gelöscht hast. Ich nehme an, Du liest noch mit.

Es hat keinen Sinn, Vorsichtsmassnahmen gegen das Autofahren und Einkaufen zu unternehmen, die Anfälle können jederzeit wiederkommen, auch im eigenen Bett. Und Dein Bewegungsspielraum wird immer enger werden.

Eine Ferndiagnose werde ich nicht stellen, gebe Dir nur den dringenden Rat so bald als möglich Deinen Hausarzt aufzusuchen und diese Panikattacken zu beschreiben. Überlass ihm die Deutung der Symptome und bemühe Dich um eine möglichst genaue Beschreibung.

Gute Besserung.

yampi
10.10.2010, 12:47
Sowas hatte ich voriges Jahr gehabt.

Bevor ich mit dem Auto im Tunnel fahre, wollte ich nicht wissen, was ich
in meinem Körper habe. Doch kam es mir plötzlich in Panik, als ich im
Tunnel war, und dachte, ich konnte sterben, weil mein Kopf sich total
verdrehte, irgendwie platt war und ich keine Luft dabei hatte. Da mußte
ich durch, bis ich daraus gekommen bin. Wußte nicht, wie das so
gekommen war. Ein Tag danach war ich zum Arzt gegangen und
brauchte Rat von ihm. Er empfahl mir, mehrmals draußen auszugehen.
Das konnte nicht gehen, dachte ich, weil es meiner Vermutung nach
nichts brachte. Das versuchte ich jedoch mal, habe es nun im Griff und
das war mir klar, woher es kam. Wenn ich zu hause zuviel hockte, ist es
schon geschehen, weil ich mich auf Fernstudium durch konzentrierte.
Das sollte nicht gut gehen. Daher hatte ich mir vorgenommen, mal eine
Abwechselung zu machen. Das hat mir geholfen. Seit einem Jahr habe
ich es nicht mehr und fühle mich fit wie ein Turnschuh! Dank an meinem
Hausarzt!

Sushie
28.10.2010, 13:56
Obwohl ich gerade mal 80 km/h fuhr, hatte ich das Gefühl ich rase und könnte mein Wagen nicht mehr kontrollieren. Baustellen erschienen mir wahnsinnig eng und Straßen ohne Standstreifen oder gar mit Blick in den Abgrund wurden für mich zum Horror.
...

Langgezogene Kurven, enge Spuren, Mauern als Straßenbegrenzung, Brücken, Abgründe neben der Straße => Stress u. Panik breiten sich aus.

Diese Beschreibung trifft recht genau, was ich seit einigen Jahren immer mal wieder, seit diesem Sommer (Urlaubsfahrt mit zwei extremen Brücken) aber eigentlich bei fast jeder Autobahnfahrt erlebe. Besonders schlimm wird das Gefühl des absoluten Kontrollverlustes in Rechtskurven, bei kurvigen Gefällstrecken oder hohen Brücken. Wenn dann noch keine nennenswerten Begrenzungen der Straße vorhanden sind und der Blick extrem in die Weite gehen kann, dann fühle ich mich wie ein Seiltänzer ohne Halt.

Auch ich kenne doppelte Fahrzeit, weil ich lieber über Land fahre.

Ich habe noch keinen Arzt aufgesucht (weil ich gar nicht wüsste, welchen), mein Hausarzt ist Allgemeinmediziner und Chiropraktiker, der hat mit psychischen Befindlichkeiten wenig "an der Mütze" und würde mir wohl nur raten, ich solle mich nicht so hineinsteigern. Was vermutlich auch gar nicht verkehrt ist, denn ich habe ja schon Angst vor der Angst und die Erwartungshaltung, dass sie hinter der nächsten Biegung lauert...wenn der Blick sich in die Weite öffnet...die Straße in nicht enden wollender Rechtskurve verläuft...und die Erdanziehung aussetzt, so daß ich das Lenkrad verreiße und mit den mickrigen 70kmh, die ich mich noch zu fahren traue....die Panik-Schallmauer durchstoße. Brrrrr - schrecklich.

Hatte ich schon erwähnt, eine ansonsten recht logisch denkende Frau mit bescheinigtem "gesunden Menschenverstand" zu sein?

Es ist schade, daß ich nach 3 Jahren wohl keine Antwort mehr bekommen werde, wie der Symptomverlauf war, und ob Silina ihre Ängste überlisten konnte.

Vielleicht jemand anderes? Wäre toll.

Lady_Angel
16.11.2010, 22:24
Hallo Pink Lady und alle anderen..

ich bin selbst nur Beifahrerin,habe keinen Führerschein...aber habe selber nun seit einiger Zeit panik im Auto...mal mehr .,mal weniger..

Ich bin neu hier und hab auch anderweitig mit Ängsten und Panik zu tun..Mir graut schon davor,wenn ich weiß ich muß irgendwohin..weiß nicht genau was ich damit verbinde..die Angst vor dem was mich da erwartet vlt.,das es evtl nichts mit dem Auto fahren an sich zu tun hat..
Oft muß ich das Fenster ein stück aufmachen,auch im Winter..manchmal schaffe ich es auch ohne..Autobahn kann ich gar nicht fahren..meide ich komplett..mein mann fährt dann Überland,was zwar länger dauert und ihn auch nicht freut aber er nimmt da Rücksicht..
Manchmal hab ich das Bedürfnis einfach auszusteigen,da ich denk es geht nicht mehr,hab dann plötzlich Beklemmung,weis nicht wieso..

Ich weiß 1 Situation..ich war vor Jahren mal im Heidepark..und bin Achterbahn gefahren..im 1. Wagen vorne..plötzlich fielen die Bremsen aus..ich blieb oben auf der Steigung stehen..keine Ahnung..halbe dreiviertelstunde..mit dem Ding gedrückt an meinen Bauch,wo ich nicht raus kam..habe daher auch bei bergen Probleme zu fahren..

Aber auch eine andere Situation,wo wir mal in urlaub gefahren sind und nachts unser Auto nicht mehr fuhr..sagte mein Mann mir ,ich wußte das nicht mehr..

Und 2004 hatte ich einen Überfall an der Arbeit..da kam ich auch nicht raus..vlt. auch daher die Angst im Auto..es muß nicht immer nur mit dem Auto an sich zu tun haben.
Wichtig is nur,sich zu stellen und trotdzem zu fahren..gut als Beifahrer kann man sich eher ablenken mit irgendwas,als Fahrer is das schlecht..

LG,
Alex

Karla48
16.11.2010, 22:45
Ihr Lieben,

diese Art von Panikattacken im Auto kenne ich auch noch. Mit Hilfe einer Verhaltenstherapie habe ich das gut und recht schnell loswerden können. Also: Nur Mut, das wird wieder! :in den arm nehmen:

Der Weg:
Hausarzt schreibt Überweisung zum Facharzt, in diesem Fall zum Psychiater/Neurologen. Dieser stellt fest, dass eine Therapie erforderlich ist. Man sucht sich einen Therapeuten (die Krankenkasse stellt gerne eine Liste zur Verfügung).

Möglich ist auch eine psychosomatische Reha. Auch die liefe über den Facharzt. Dauer wohl ab 4 Wochen oder 6. Auch Verlängerungen sind möglich.

Einen Hausarzt, der mit psychischen Dingen "nichts an der Mütze hat" würde ich eigentlich nicht mehr aufsuchen. Vieles hat mit der Psyche zu tun, mehr als man denkt. Ich könnte einem Hausarzt, der das nicht weiß, nicht vertrauen.

Ich kann nur jeden ermutigen, sich von dieser Last zu befreien. Man lebt ja sowas von eingeschränkt, so unfrei! Und das in einem Land, wo man nun wirklich jede Freiheit hat! Außerdem ist bekannt, dass diese Ängste sich auf immer mehr Lebensbereiche ausdehnen können, wenn man nichts dagegen unternimmt. Das kann bis dahin gehen, dass man sich nicht mehr auf die Straße traut. Folglich auch nicht arbeiten gehen kann. Eine furchtbare Spirale, die wirklich nicht sein muß.

Alles Gute den Betroffenen! :blumengabe:
LG Karla

Lady_Angel
16.11.2010, 22:51
Hallo Karla..

danke für deinen Zuspruch..das macht Mut..seit vielen Monaten telefoniere ich nun wie wild und bekomme dauernd Absagen..Liste von Krankenkasse hatte ich auch..
Mein damaliger Hausarzt sagte mir stationär würde nicht viel bringen,da ich wenn sich an der grundsituation,bei mir Wohn und Beziehungssituation nichts ändert,sich auch an dem anderen nichts ändern kann..

Auch die gelben Seiten hab ich schon durchtelefoniert..:knatsch:

LG,Alex

Karla48
16.11.2010, 23:22
Eine Reha bringt auf jeden Fall etwas !
Lass dich zum Facharzt überweisen und kläre das mit ihm.

Ja, es kann lange dauern, bis man einen Therapeuten hat. Deshalb ist es ja so gut, wenn man die Reha machen kann. Dann hat man wenigstens den Anfang gemacht, und kann im Anschluß auch noch in Nachsorgegruppen weitermachen. Und dann dauert es auch schon nicht mehr lange, und der Therapeut hat einen Platz frei.

Gib nicht auf, bleib am Ball, niemand muss sich mit diesen Umständen abfinden, man kann wieder zurück in ein "normales" Leben.

Situationen verändern, auch das lernt man in Reha ansatzweise und in der Therapie sowieso. Jedenfalls sollte es so sein.

Du könntest inzwischen auch Lebensberatung bei der Kirche o.ä. machen, dann hättest du wenigstens überhaupt etwas Hilfe. Sowas ist oft kostenlos! Erkundige dich doch mal.

LG Karla
Gute Nacht für heute!

Lady_Angel
16.11.2010, 23:38
ja durcheinander gebracht hat mich die letzte Thera..die mir schon durch die Blume sagte,das ich nicht mehr gesund werde und das immer haben werde...das macht mir auch wieder Angst..
Jeder Gang is ne Qual..ich weis ich schaffe es..egal ob was einkaufen,oder Arzt,zahnarzt..habe bisher alles gut gemeister,aber dennoch is immer vorher diese ANgst..

Habe auch ein Thema aufgemacht..vlt. kannst ja da mal lesen..

danke dir und auch gute Nacht wünsche..

LG,Alex

Inaktiver User
17.11.2010, 00:41
ja durcheinander gebracht hat mich die letzte Thera..die mir schon durch die Blume sagte,das ich nicht mehr gesund werde und das immer haben werde...das macht mir auch wieder Angst..


Wenn jemand dir das gesagt hat, ist das fahrlässig (und gemein).

Auch ich hatte Panikattacken beim Autofahren - auf geraden, endlosen Strecken ohne Links- und Rechtskurven und die Möglichkeit, die Fahrt beenden zu können.
Oder im ICE, wenn ich gerade am Haus meiner schwerkranken Mutter vorbeifuhr, ohne aussteigen zu können.

Ich habe das als normal in meiner damaligen Situation empfunden. Es war für mich einfach schwer, Kontrolle abzugeben und ums Ver****** keinen Einfluss nehmen zu können.

Das habe ich akzeptiert und wusste gleichzeitig, dass die Zeit kommen wird, in der das nicht mehr so ist und die Zeit reif sein wird, sich den Ängsten zu stellen, Schritt für Schritt.

So wie es aussieht hat sich dies bewahrheitet und die meisten Ängste gehören nun der Vergangenheit an.

Die Angst ebenfalls schwerkrank zu werden, ist die nächste Herausforderung, die ich zur Zeit meistern muss.
Gute Nacht...

Lady_Angel
17.11.2010, 09:57
Hi Sternbirne..

das war es auch..danach hab ich die Therapie aufgehört...sie hatte nochmals stunden beantragt..aber das war mir dann bei ihr zu doof..denn ich saß oft da und hatte den Eindruck die nimmt mich nicht ernst und schläft gleich ein,da ihr Kopf immer so weggenickt war...das war öfters der Fall..
Ich stelle mich den Ängsten jeden tag...doch leider rutsche ich oft wieder in eine Vermeidung..heute hab ich einen Gesprächstermin bei der Erziehungsberatung..hab schon Angst etwas..da ich in das Gabäude muß..aber letztens beim Gutachter hab ich es auch geschafft und das is das selbe..nur muß ich dann links rum anstatt rechts..
DAs sage ich mir nun,das ich es wieder schaffe..und das es nicht schlimm ist,das mir nix passiert und mir niemand was tut,sondern ich dort vlt. Hilfe bekomme..ich kenne die Frau ja schon..ich hab laut der Thera "innere Kinder" die ich immer an den sicheren Ort bringen muß..

Ich glaube auch das bei mir sie Situation,die seit jahren schon schwer und anstrengend is maßgebend ist..habe ein neues Thema aufgemacht..vlt. magste ja mal lesen..

Auch meine Kleine leidet sehr darunter...sie versucht unsere Probleme zu lösen..kann das nicht mehr ertragen..geht dran kaput..hat Alpträume,schläft schlecht ein oder durch..hat also Schlafstörungen..seit jahren schon..
Und der Große hat auch seine Probleme damit..bis vor 1 Jahr näßte er noch ein..das hat aufgehört...zum Glück...aber auch das war psychisch..

LG,Alex

Ninny81
18.03.2013, 11:32
Hallo,

nachdem ich gerade im Netz gesurft habe, bin ich auf eure Antworten gestoßen.
Ich leide seit ca. 3 Jahren unter Panikanfällen, zu 99% habe ich diese wenn ich im Bett liege
oder morgens.. es ist schrecklich... Jetzt hatte ich mal 3 Monate Ruhe jedoch gestern Abend
auf der A7 wieder nen Anfall, zum Glück saß mein Freund neben mir, aber ich war noch nie so unsicher und so schnell auf dem Standstreifen! Mein Psychologe ist auch schon informiert, wo ich seit 3 Monaten nicht mehr war, denn ich dachte alles ist okay. Ich würde zu gerne wissen wie man das alles in den Griff bekommt, ich bin eine, die sich seht gut reinsteigert... ich versuche mein bestes aber das Ergebnis ist dann doch, dass ich heule und mich frage, warum Ü 30 alles so schlimm wird ;). Es passiert immer das gleiche, ein mega kribbeln geht mir durch den Körper, hoher Puls, meine Beine zittern sehr doll und ich hab zu tun, ruhig zu Atmen ( gelingt meißtens nicht so gut, weil ich denke ich habe enn Herzanfall)... Evtl fällt einem hier etwas zu mir ein :)

LG Ninny

Karla48
18.03.2013, 16:31
Ich nehme an, du hattest eine Verhaltenstherapie bei deinem Psychologen?
Setze das fort.
Und höre erst dann auf damit, wenn du eine Weile gut zurechtgekommen bist, und lasse dich von dem Psychologen auch diesbezüglich beraten. Ein "Rückfall" ist nichts ungewöhnliches. Mach einfach weiter mit dem, was dir geholfen hat.
Nur Mut! Das wird man wieder los!
LG Karla

Ninny81
19.03.2013, 11:25
Danke Karla für die netten Worte, ich hab schon einen Termin bei ihm, ich sitze jetzt immer im auto und versuche mich krampfhaft abzulenken, ich liebe Autofahren aber gerade nimmt es mit etwas den Spaß, dass macht mich traurig. Ich hoffe das ich es los werde!!

Luzina
19.03.2013, 14:16
Hallo zusammen, auch wenn es sich vlt. doof anhört, aber es beruhigt, dass man nicht alleine ist.
Ich habe auch so viel Angst vor dem Autofahren, dass ich noch nicht einmal den Führerschein gemacht habe - mittlerweile schäme ich mich schon dafür, was neue Ängste erzeugt :-( Da meine Ängste schon seit längerem bestehen und leider auch andere Bereiche betreffen habe ich auch schon Verhaltenstherapien hinter mir. Der Erfolg war leider nur kurzfristig :-( Fazit ist dass sich meine Ängste auf alles beziehen was mit Kontrollverlust zu tun hat....eine unsichere Lebenssituation kommt noch hinzu, die sich auch nur teilweise verändert hat. Der kleinste Stress und die Nerven liegen völlig blank, was sich auch verstärkt in Panikattacken und Ängsten äußert....Körperlich wurde auch alles durchgecheckt - ohne Befund. Bei vielen scheint es sehr schlimm zu sein, wenn man die 30 erstmal überschritten hat.....das erlebe ich auch so. Eigentlich hat man doch inzwischen mehr Erfahrung, schon viel erlebt, aber manchmal fühle ich mich wie ein kleines Kind, wenn mir dann wieder alles zu viel wird. Oft trauere ich meinem "früheren" Leben hinter her, wo ich viel und unbeschwert unterwegs war und ich mir einfach nicht so viel Gedanken gemacht habe. Das fällt mir übrigens auch auf, dass ich sehr schnell vor Unternehmungen bei diesen "Worst case- Szenarien" lande. Ich muss mich wirklich richtig anstrengen, dass ich daran denke was z.B. an einem Ausflug schön ist und auf was ich mich freuen kann.
Ich wünsche Euch allen alles Gute und dass es Euch bald besser geht :blume:

LG Luzina

Ninny81
19.03.2013, 15:22
Hey Luzina,

ich kenne das gut, ich bin jetzt 31 und denke auch das alles ü30 irgendwie anders ist, ich gehe zur Physio wegen meinem Rücken, ich bin irgendwie nicht mehr soooo belastbar, ich hänge mehr auf dem Sofa rum..haha irgenwie ist es lustig:) Mein Schatz ist ein wenig jünger, dass treibt mich wieder in die Diskotheken. Autofahren ist sowas tolles.. ich liebe es, schnelle Autos, schöne Autos.. ich glaube irgendwie man muss seinen inneren Schweinehund überwinden und sich damit bewusst auseinander setzen. Ich habe die Panikanfälle ja zu 99% zu hause, abends.. wenn man will bekommt man alles in den Griff, auch wenn es dauert. Ich hab noch nicht das richtige "Rezept" gefunden, deshalb bin ich jetzt mal hier, ich denke austauschen ist etwas wichtiges.:smile:

Minou21
27.05.2013, 23:37
Hallo,

ich kann Dir das sehr gut nachempfinden, wie es dir geht. Ich leide auch seit 10 Jahren an Panikattacken. Mal mehr, mal weniger. Wobei es mittlerweile weit weniger stark ausgeprägt ist, als zu meinen schlimmsten Zeiten.
Ich habe eine zweijährige Verhaltenstherapie gemacht und das wichtigste das ich gelernt habe ist, aushalten, in der Situation bleiben und nicht flüchten. Auch nicht gedanklich. Und immer und immer wieder in die angstauslösende Situation hinein gehen. Bis dein Kopf merkt, hier droht mir keine Gefahr. Ich muss keine Angst haben.
Ich weiß, das ist beim Auto fahren extrem schwierig und auch gefährlich, besonders auf der Autobahn. Aber du schreibst, das du besonders angst vor Steigungen hast. Vlt. hast du ja die möglichkeit i-wo an einer ruhigen Steigungstraße zu "üben" und da immer und immer wieder lang zu fahren, bis dir diese Straße keine angst mehr macht. Und dann nimmst du dir die nächste Steigung vor. Evtl. kannst du dir ja am anfang auch eine Begleitperson mitnehmen.

Ich wünsche dir aufjedenfall alles gute und das du deine Panikattacken wieder in den Griff bekommst.

LG
Minou21

Irmchen
27.06.2013, 16:32
Hallo ihr Lieben,

Hier schreibt eine geheilte Panikerin. Es gibt nur eins!!!!!!!

Fahren, fahren, fahren, fahren und nochmals fahren.

Weder anhalten, rechts ran, andere Strecken etc. Fahren!!!!!!

Ich weiß, das hört sich jetzt leicht an. Aber nur so wird es besser werden. Ihr habt auch während der Attacke das Auto unter Kontrolle. Es passiert nichts. Fahrt immer weiter......die Panik wird kommen, ihren Höhepunkt erreichen und wieder gehen. Nach ein paar mal werdet ihr merken, dass es besser wird.

Fahren! Nicht meiden!!!!!

Ich wünsche euch Kraft und Stärke......

Euer Irmchen - Schakka!!!!!

Ps. Litt 8 Jahre unter extremen panikattacken. Konnte zum Teil das Haus nicht verlassen.

Ihr schafft das!!!!!!

Rimina
30.03.2015, 19:53
Hallo!
Ich hatte meine ersten panikattacken leider beim autofahren, mittlerweile haben sie sich generalisiert. Ich war schon in thrapie mit konfrontaion. Habe alles relativ gut im griff nur das autofahren ist immer noch die grosse hürde! Warum? Weil ich dabei nicht auf eigenen beinen stehe und den kontrollverlust im absoluten unfall enden sehe ...
Wie schaffe ich es endlich wieder autofahren zu können?
Freue mich von die zu hören! Kannst gerne ins detail gehen, bin absolut im bilde, bekomme es leider nur nicht hin ...
Herzlichst rimina, 47 j., 2 kinder

Karla48
30.03.2015, 20:05
Ich habe damals einen Fahrlehrer bemüht, um wieder auto fahren zu üben. Nur eine Stunde! Das hat schon so viel gebracht an Sicherheitsgefühl, ganz enorm.

Danach bin ich dann eine Weile immer mit Beifahrer/-in gefahren.
Dann alleine.
Mit allen Tricks aus der Verhaltenstherapie (zählen, usw.).

Es geht. Man muss dranbleiben und nicht verzagen. Das Gehirn lernt wieder um. Garantiert!

GLG Karla

Eelliissaa
04.04.2015, 13:44
Vielleicht muss es nicht einmal ein FahrlehrerIn sein, sondern einfach jemand, der sicher Auto fahren kann.

Das lässt sich meist schnell sowie Tag und Nacht realisieren.

:blume:

Karla48
04.04.2015, 14:21
Also für mich musste es ein Fahrlehrer sein, und das war auch richtig so. Er hat mir wirklich effektive Tipps gegeben, die mich sicherer werden ließen.
Später reichen irgendwelche Beifahrer. Aber um erstmal die Hürde überhaupt wieder ein einziges Mal nehmen zu können, war der Profi das richtige. Ich würde es immer wieder genauso machen.

Amboise
04.04.2015, 16:01
Hatte auch vor Jahren mit diesen lästigen Panik-Attacken zutun. Es traf mich damals mitten im Bus als ich zur Arbeit fuhr. Ich dachte, ich kriege nen Herzinfarkt oder kippe gleich vom Sitzplatz und der Schweiß lief mir in Strömen am Arm runter.... wollte nur noch raus aus dem Ding und stand dann völlig orientierungslos an der Straße und wusste nicht, ob ich nach Hause gehe oder zur Arbeit. Völlig unvorbereitet und für mich nicht verständlich.

Im Nachhinein ist mir klar geworden, was der Auslöser war: Überbeanspruchung. Vollzeit arbeiten, alleinerziehend und Partner auch noch krank. Das war einfach zuviel.

Mein Arzt gab mir damals Entspannungstipps, wenn ich die Attacke kommen fühle und die Atmung ist auch wichtig. Wie schon oben geschrieben, gibt es eine sog. "Spitze" der Attacke und dann geht der Körper wieder auf Normalmodus.

Gott sei Dank hatte sich mein Privat- und Arbeitsleben dann wieder entspannt und auch die Attacken waren dann weg.

Im Auto sind sie dann nach Jahren wiedergekommen und auch hier denke ich, weiß ich, woran es liegt: Ich schiebe schlicht Angst, in einen Unfall verwickelt zu werden. Auch ist es mir auf der Autobahn schlicht zu hektisch. Klar kann ich rechts bleiben, aber die LKW machen mir auch Angst und von daher meide ich die Autobahn und fahre lieber Landstraße. Und wenn es nicht zu vermeiden ist, dass ich die (Stadt-)Autobahn befahren muss, dann mache ich immer gaaaaanz laut Musik und singe mit. Das lenkt ab und eine Attacke hat keine Chance.

Eelliissaa
04.04.2015, 16:02
Dann kannst du ja verstehen, was in einem Menschen vorgeht. Würdest du bitte Beispiele nennen, was ein professioneller Fahrlehrer dir gesagt hat, was die anderen Beifahrer nicht bemerkt haben.

Coco-Lores
05.04.2015, 12:13
Mir hilft MBSR (http://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeitsbasierte_Stressreduktion). Ich habe zwei Kurse gemacht und mache nun selbst weiter, bin zu einer Meditationsgruppe im Umfeld gegangen, um die Motivation oben zu halten.

Man muss 45 Minuten pro Tag investieren. Das ist nicht schön und anfangs wirklich lästig, aber auf Dauer lohnt sich jede einzelne Sekunde, die man investiert. Inzwischen schalte ich lieber das TV ab, als meine 45 Minuten aufzugeben.

Ich habe meine Nervosität beim Autofahren noch nicht vollständig hinter mir, aber auch keine akuten Panikattacken mehr. Und bei manchen Fahrten machts mir sogar wieder richtig Spaß, Gas zu geben.

Auch das geschützte Üben von konkreten Situationen (hier: Steigungen) ist gut. Und entspannter Sex hilft :smile: (Caution: nicht beim Autofahren)

Ich bin skeptisch gegenüber rein kopf- oder vergangenheitsbezogenen Theorien und Therapien. Meiner Erfahrung nach ist die Sache körperlich und momentan. Der Körper gerät durch irgendwas in irgendwelche inneren Spannungszustände (vor allem der tiefliegenden Muskulatur, die man nicht willentlich entspannen kann), und das Gehirn interpretiert sich dann Gründe dazu: Tempo, Höhe, Ungeschütztheit draußen... . Daher auch die immer weitere Einschränkung in immer mehr Handlungsfeldern.

Sport alleine bringts auch nicht, weil der klassische Sport solche inneren Spannungszustände ignoriert (gilt auch für sportliches Yoga). Sport zu machen, ohne zuerst die tiefliegenden Spannungen zu lösen, ist wie Gas geben bei angezogener Handbremse. Erst muss die Handbremse gelöst werden. Das kann MBSR.

Oder sowas ähnliches. Meditatives Yoga. Meditieren. Progressive Muskelentspannung. Feldenkrais. Rolfing. Trauma Release Exercises. Es gibt so viel. Man muss halt experimentieren, bis man was findet, was einem gut tut, und was man wirklich regelmäßig machen kann (Täglich 45 Minuten entspannter Sex ist wohl eher unrealistisch :freches grinsen:)

Eelliissaa
13.04.2015, 12:47
Also für mich musste es ein Fahrlehrer sein, und das war auch richtig so. Er hat mir wirklich effektive Tipps gegeben, die mich sicherer werden ließen.
Später reichen irgendwelche Beifahrer. Aber um erstmal die Hürde überhaupt wieder ein einziges Mal nehmen zu können, war der Profi das richtige. Ich würde es immer wieder genauso machen.

Könntest du noch etwas deutlicher werden. Ich kann es mir nicht vorstellen.
Eine Panikattacke ist ein Erlebnis der besonderen Art, da möchte ich schon sicher sein, bevor ich einen Fahrlehrer empfehle.

Karla48
13.04.2015, 13:45
Er hat mir ganz normale Fahrlehrer-Tipps gegeben. Wohin mein Blick gehen soll. Dass der Wagen dahin fährt, wohin ich blicke. Zum Beispiel. Und durch seine Art hat er mir viel Ruhe und Sicherheit vermittelt.
Fühlt sich einfach anders an, wenn ein Fachmann dabei ist, der präzise schulen kann, als irgend jemand anders, der mit dem Problem gar nicht vertraut ist und Fahrschule zuletzt vor 40 Jahren hatte. :smirksmile:

Coco-Lores, so gern man das immer möchte (weil dann die Lösung einfach ist) - aber Körper/Geist/Seele kann man nie voneinander getrennt betrachten.

Eine Panikattacke ist ganz sicher keine rein körperliche Sache.

Eelliissaa
13.04.2015, 13:53
Vielen Dank Karla, jetzt habe ich es verstanden.

War mir vorher nicht klar.

:blume:

Karla48
13.04.2015, 18:38
Alles klar! :ahoi:

GittaM
28.10.2016, 15:58
hallo an alle mit den schrecklichen panikattacken,
hat jemand einen tipp für mich wie ich sie loswerden kann, oder wo ich hilfe bekommen kann?
ich kann so nicht mehr weiter leben.
liebe grüße gitta

Karla48
28.10.2016, 18:57
Bitte, sprich mit deinem Hausarzt darüber.
Du kannst mit ihm besprechen, was getan werden kann.

Sicher wird er den Besuch eines Facharztes vorschlagen.
Möglich ist auch, dass er dich krank schreiben wird.
Oder dir eine psychosomatische Reha vorschlägt.
Es gibt diverse Möglichkeiten!

Du wirst sie los werden!

Deine Seele drückt gerade aus "Bitte, ändere etwas!".
Was das ist, worum es geht - das kann man herausfinden. Mit fachlicher Hilfe.

Vielleicht bist du arg gestresst im Leben?
:in den arm nehmen:

Gugel doch mal nach Foren zu "Angststörung". Da wirst du viele andere Betroffene finden und kannst dir schon mal einen Einblick in deren Erfahrungen verschaffen.

Ich habe einen Bekannten, der dachte schon 150 Mal (an Panikattacken leidend), er würde gleich sterben. Nun - er ist putzmunter und vergnügt. Hat ein Medikament weg gelassen und eine Therapie gemacht.

GLG! Karla

Elad
14.07.2017, 10:20
Hallo zusammen,
ICh wurd damals sogar zum Psychologen geschickt.. ich war einfach so fix und fertig von diesen ganzen panikattacken, dass ich öfters Nervenzusammenbrüche erlitt und eine zeit lang im krankenhaus lag.
Ich konnte mir die panikattacken nicht erklären. Alles wurd auf die Psyche geschoben,aber es gab nichts was mich schon im Vorfeld belastete. Ich bekam vom Psychologen antidepressiver verschrieben,aber dadurch ging es mir sogar noch schlechter. Ich war 25 und wollT nicht so ein Frack sein.Vorallem wollt ich nicht mein restliches leben von diesen Pillen abhängig machen.dafür war ich viel zu jung!!
Hatten die behandlung nach zwei Jahren
dann abgebrochen und bin zu einer Heilpraktikerin gegangen.
Das war mein Glück! Sie sagte das manche "panikattacken"durch allergische Reaktionen ausgelöst werden. Ich solle doch einfach mal die Nahrungsmittel weglassen, die ich jeden tag zu mir genommen habe.
Dazu gehörte der morgendliche kaffee.
Klingt jetzt viell merkwürdig für alle die diesen Beitrag lesen.
Schon vier Tage später war meine Welt wieder in Ordnung.nie mehr was gehabt! Es muss nicht unbedingt der kaffee sein,meine Kollegin verträgt z.b. Tee nicht.. Die hat seit dem kein engegefühl mehr in der brust..
Ganze drei jahre litt ich darunter! auto fahren war nicht möglich. Einkaufen ging nicht, aber hey laut Psychologe lag es ja an meiner Psyche. Hätte der mir mal genauer zugehört, Hätte er wissen müssen, dass ich keine antis hätte nehmen müssen...