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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Scheidung und Lebensversicherung



Cassis05
13.01.2007, 21:42
Hallo,
wie wird eine Lebensversicherung bei einer Scheidung aufgeteilt?
Bekommt man was von der Überschuss-bzw.Gewinnbeteiligung?
Wer kennt sich da aus od. hat Erfahrung?
Cassis

Einspluszehn
14.01.2007, 08:30
überschuss- und gewinnbeteiligungen dürften ganz normal mit in den zugewinn fallen. dieser wird bei der scheidung unter den eheleuten aufgeteilt.

die berechnung is einigermaßen kompliziert, google mal, da gibt es sicher auch rechner im internet, wo du alles eintragen kannst.

viel erfolg elf

Cassis05
14.01.2007, 21:52
Danke, werde bei Google mal nachschaun!
LG, cassis

Inaktiver User
15.01.2007, 20:29
Hallo.

Die Frage ist, was eine Aufteilung wirklich bringt.
Wird der Vertrag gekündigt und das vorhandene Kapital aufgeteilt, dann geht
a) der Versicherungsschutz verloren, bei dem keiner weiß ob nicht ein inzwischen eingetretenes Gesundheitsmanko einen Neuabschluß verhindert. Leidtragende können u.U. im Todesfall z.B. die Kinder sein, denn die Lebensversicherung hatte ja mal einen Sinn und Zweck.
b) viel Geld verloren, weil nur der Rückkaufswert ausbezahlt wird.

Es gibt weitere Möglichkeiten, die sehr viel besser für den Geldbeutel sind. So kann z.B. das vorhandene Guthaben angefragt werden und der VN des Vertrages zahlt dann seinen Ex-Partner aus (funktioniert aufgrund gestörter Kommunikation in dieser Situation aber nicht immer). Damit ist das Geld ebenfalls geteilt und der Todesfallschutz bleibt vorhanden.

Eine weitere Alternative ist der Verkauf einer Lebensversicherung. Hier ist der ausbezahlte Betrag etwa 5% bis 15% höher als bei Kündigung und bei vielen Anbietern bleibt der Todesfallschutz erhalten. Damit würden also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

....eigentlich jedoch drei Fliegen. Denn worüber man sich zum beiderseitigen Vorteil vor der Scheidung einigt, darum braucht man sich bei der Scheidung nicht mit dem Rechtsanwalt streiten. Wenn das Ganze über Rechtsanwalt aufgeteilt wird, kann es gerade bei jüngeren Verträgen vorkommen, daß sich der Gedanke an die Überschuß- oder Gewinnbeteiligung erübrigt, da diese und mehr sowieso der Rechtsanwalt kassiert. Ich denke, mit den Alternativen ist also die größte Einsparung für beide möglich.

Schöne Grüße

justii

Cassis05
16.01.2007, 09:19
Hallo Justii,
Deine Vorschläge sind gut, aber wie Du schon sagtest, sie funktionieren nur wenn noch eine Kommunikation zwischen den Partnern besteht.
Sie funktionieren natürlich gar nicht, wenn einer versucht den andern über den Tisch zu ziehen.:knatsch:
LG, Cassis

Inaktiver User
16.01.2007, 09:24
Ist es eine gemeinsame Lebensversicherung? Oder läuft sie auf einen Namen?

Der Zugewinnausgleich erfolgt doch so, dass jeder sein Vermögen behält und einer von beiden (der mit dem niedrigeren Zugewinn) einen Anspruch auf einen Ausgleich "in Geld" hat.

Wenn jemand während der Ehe eine wertvolle Münzsammlung auf gebaut hat, hat der Partner keinen Anspruch auf die Hälfte der Münzen. Sondern höchstens auf eine entsprechende Ausgleichszahlung.

Insofern geht es nicht um die Aufteilung einzelner Vermögensgegenstände. Oder ist die Lebensversicherung Euer einziges Vermögen?

Gruß, Leonie