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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Abschied mit Fragen von meiner geliebten Katze



cat-woman
09.11.2016, 10:57
Gestern Morgen habe ich meine geliebte Katze gehen lassen. Sie war 12 Jahre alt und ist an den Schäden einer unentdeckten Diabetes gestorben.

Sie hat ihr Leben in vollen Zügen genossen und war bis zuletzt fit. Zehn Jahre hatten wir zusammen. Sie hat mir jeden Tag Freude bereitet und nie Kummer, ich finde das unfassbar großartig. Sie war der beste Kumpel, den ich mir vorstellen kann.

Sie hat so schnell abgebaut und war so am Ende, dass die Einschläferung eine riesengroße Erleichterung war. Ich bin glücklich über all das Gute und stolz, dass ich 10 Jahre lang gut für sie gesorgt habe. Wir waren das perfekte Team.

Aber allmählich quält mich die Frage, ob die Katze aus Rücksicht auf mich aus dem Leben gegangen ist. Sie hatte immer ein erstaunliches Gespür für mich. Sie hat sich immer dahin gelegt, wo mich was gezwickt hat. Dieses Jahr war ich zum ersten Mal richtig schlimm krank und an manchen Momenten hatte ich kaum noch die Kraft, die Katze zu versorgen. Manchmal im letzen halben Jahr hat mich ihre lebhafte Art belastet, natürlich habe ich sie weiter liebevoll versorgt und meine Gefühle bedauert. Da war nur dieser eine Tag, an dem das Katzenfutter alle war und ich nicht die Kraft hatte, das Haus zu verlassen. An dem Tag hat sie kein Futter eingefordert. Absolut untypisch für sie.

Und überhaupt, ist bei mir im letzten Jahr unvermittelt eine sehr starke Tierhaarallergie aufgetreten (bin schon über 40). Es begann mit juckenden Augen und am Ende war es allergisches Asthma. Ständiges Cortisonspray hat geholfen, für alles Geld der Welt hätte ich meinen Liebling nicht weggegeben. Ich erinnere mich noch genau, wie ich letzten Samstag, dem letzten Tag, an dem sie noch einigermaßen fit war, mir wegen des Asthmas zum ersten Mal wirglich sorgen gemacht habe. In der Lunge haben die Sprays nicht angeschlagen, ich war nur während einer längeren Dienstreise seit langem einmal beschwerdefrei. Naja am Samstag dachte ich mir noch, ist ja ein Ding, wie ich die Katze liebe aber ich kann nicht richtig atmen...Jetzt ist sie tot. Ich stehe kurz davor, das ernst zu nehmen und mich schuldig zu fühlen.

phantomlake
09.11.2016, 14:38
Gestern Morgen habe ich meine geliebte Katze gehen lassen. Sie war 12 Jahre alt und ist an den Schäden einer unentdeckten Diabetes gestorben.
Lass dich mal drücken! :in den arm nehmen:

Ein Tier zu verlieren ist schlimm. Ich lebe momentan mit meiner achten Katze zusammen und habe fast 40 Jahre Katzenerfahrung auf dem Buckel - und natürlich diverse Arten des Abschieds (krankheits-/altersbedingtes Einschläfern, Unfalltod, spurloses Verschwinden...). Man kann sich nur zu einem gewissen Teil daran "gewöhnen". Und wenn man mit einem Tier dann lange Zeit gelebt hat (10 Jahre sind ja schon ein ordentliches Stück Lebensweg), dann nützt es einem auch wieder nichts, wenn man im Vorfeld schon mehrfach Abschiede zu verkraften hatte. Da ist man dann einfach wieder "raus".

Mach dir bitte keine Vorwürfe, denn:

Sie hat ihr Leben in vollen Zügen genossen und war bis zuletzt fit. Zehn Jahre hatten wir zusammen. Sie hat mir jeden Tag Freude bereitet und nie Kummer, ich finde das unfassbar großartig. Sie war der beste Kumpel, den ich mir vorstellen kann.

Sie hat so schnell abgebaut und war so am Ende, dass die Einschläferung eine riesengroße Erleichterung war. Ich bin glücklich über all das Gute und stolz, dass ich 10 Jahre lang gut für sie gesorgt habe. Wir waren das perfekte Team.

Ihr hattet eine lange schöne Zeit zusammen und sie hat nicht lange leiden müssen.
Unentdeckte Diabetes-Schäden können schnell zum körperlichen Verfall führen. Und bei Tieren mit deutlich geringerer Lebenserwartung als Menschen geht das dann natürlich nochmal erheblich schneller.

Sie ist garantiert nicht gestorben, um dich nicht zu belasten. Rede dir das bitte nicht ein. Ich kann mir vorstellen, dass man sich im ersten Schock mit solchen Fantasien befasst. Wahrscheinlich musst du da jetzt auch durch, um das Ganze zu verarbeiten. Es nützt ja nichts, (Trauer-)Gefühle zu unterdrücken, die kommen sonst später immer wieder hoch.

Ich für meine Person bin eine große Befürworterin des Einschläferns, wenn die Lebensqualität des Tieres nicht mehr gegeben ist und sehe den Tierhalter da in der Verantwortung, sich entsprechend zu kümmern. Niemand sollte sich unnütz quälen (schade, dass mir als Mensch am Ende diese Möglichkeit nicht offensteht).

Da hast du schon die richtige Entscheidung getroffen.

Inaktiver User
09.11.2016, 16:40
Ich für meine Person bin eine große Befürworterin des Einschläferns, wenn die Lebensqualität des Tieres nicht mehr gegeben ist und sehe den Tierhalter da in der Verantwortung, sich entsprechend zu kümmern. Niemand sollte sich unnütz quälen (schade, dass mir als Mensch am Ende diese Möglichkeit nicht offensteht).

Da hast du schon die richtige Entscheidung getroffen.

Das sehe ich ganz genau so.

cat-woman
09.11.2016, 16:55
Lieber phantomlake,


Ich kann mir vorstellen, dass man sich im ersten Schock mit solchen Fantasien befasst.

Fantasie ist das richtige Stichwort. Einfühlsamer und gründlicher hätte mir der Zahn wohl nicht gezogen werden können. Danke.

Der Verlust bringt mir auch einen gesundheitlichen Vorteil - aber es ist ein Verlust und mein Vorteil ist kein Verrat oder so was. Dinge fügen sich passend zueinander, ohne dass da eine Verbindung bestehen muss. Da war halt Raum für Fantasie.

ICH SCHREIBE MIT WEISSER SCHRIFT WIE SIE GEGANGEN IST

Sie war so schnell weg. Der körperliche Verfall war erst am Wochenende sichtbar, vor zwei Monaten waren wir noch beim Tierarzt wegen eines eitrigen Öhrchens, sonst war nichts. Erhöhte Leukozytenwerte, ohne Befund. Kein Wort über Diabetes. Sie hat dann letzte Woche Gewicht verloren, war aber auch sehr viel draußen unterwegs und putzmunter. Samstag schlief sie den viel und war ein wenig wackelig auf den Beinen, Sonntag schlief sie noch mehr, war insgesamt langsam, deutliche Schwierigkeiten mit den Hinterläufen, wirkte desorientiert und total fertig. Montag waren wir beim Arzt. Die verbleibende Lebensdauer ohne Behandlung wurde auf 2-3 Tage geschätzt. Die Katze erhielt eine Infusion, die keine Verbesserung brachte. Der Arzt leitete die langfristige Insulintherapie ein, bestellte uns dringend für gestern Morgen zur Kontrolle und Insulingabe und erwähnte die Möglichkeit, dass die Maßnahme möglicherweise nicht anschlagen würde, sodass er das dann beenden würde. Wir haben den Montagabend bis in die Nacht geschmust und den den Rest der Nacht habe ich im Halbschlaf auf ihre Rufe geantwortet. Futter hat sie verweigert und Ketoazidoseatem. Da wurde mir klar, dass ich ihr da gerade beim Verhungern zusehe. Der Arzt hat gestern nur noch die Körpertemperatur gemessen und klargestellt, dass sie im Sterben liegt. Die Spritze zum Einschläfern hat er noch aufgezogen, aber die Betäubungsspritze hat dem schon ein Ende gesetzt, sehr sanft. Erspart hat es ihr vielleicht ein paar Stunden, einen Tag, ich weiß es nicht. Ich konnte sie da lassen und bekomme nächste Woche die Asche.

Wie hätte es schon besser laufen können. Wir haben uns verabschiedet. Aber es war ja wirklich erst gestern.

cat-woman
09.11.2016, 17:07
Liebe CrazyDolly,

unsere Beiträge haben sich überschnitten. Danke.

cat-woman
09.11.2016, 17:14
Ich hatte Montag viel gegoogelt, weil ja im Raum stand, dass sie mit täglicher Insulingaben noch hätte weiterleben können. Ich habe nun einen Artikel zur Ketoazidose (http://www.hundkatzepferd.com/news/12,218496/HKP-5-2010/Stoffwechselentgleisung.html) gefunden. Ich verstehe den Artikel natürlich nicht, aber der letzte Absatz ist interessant und beruhigt mich. Der Arzt hat echt sein Bestes gegeben.

phantomlake
09.11.2016, 17:17
Liebe cat-woman!
Dann ist es ja sehr sehr schnell gegangen. Gott sei Dank!

Und was das Verhungern betrifft: Das klingt immer so brutal. Aber: Der Körper weiß, wann er nichts mehr braucht und stellt dann auch das Hunger- und Durstgefühl ein. Da leidet der Sterbende nicht. Künstliche Ernährung ist dann die Qual.

Hier gibt es wieder die Erleichterung beim Tier, dass man die Ernährung einstellen darf. Beim Menschen halt nicht oder es wird schwierig (keine Ahnung, wie die Rechtslage da momentan ist), habe ich (bin ja auch Ü40) schon alles miterlebt. Ganz miese Situationen tun sich da auf!

In diesem Sinne: Alles Gut dir!

Aufgrund der aufgetretenen Allergie denkst du wohl nicht daran, dir wieder eine neue Katze ins Haus zu holen, oder?
Mir hat beim Abschiednehmen immer der Gedanke geholfen, dass jetzt eine neue arme Socke aus dem Tierheim eine Chance auf ein tolles Leben mit mir bekommt. Wenn man sich im Tierheim und in der Welt so umschaut (ich war lange Jahre ehrenamtlich im Tierschutz aktiv, geht jetzt jobbedingt aus Zeitgründen nicht mehr) sitzen da genug Aspiranten, die es nötig haben.

phantomlake
09.11.2016, 17:25
Ich hatte Montag viel gegoogelt, weil ja im Raum stand, dass sie mit täglicher Insulingaben noch hätte weiterleben können.
Wobei sich da immer die Frage stellt, wie schlimm die körperlichen Schäden schon sind, ob sie gut einzustellen gewesen wäre etc. "Dharma09" hier im Forum hatte mal einen Kater mit Diabetes. Du kannst sie ja mal per PN kontaktieren, falls du noch Klärungsbedarf hast. Ich denke, dass sie dir eventuelle Fragen gern beantwortet.


... der letzte Absatz ist interessant und beruhigt mich. Der Arzt hat echt sein Bestes gegeben.
Schön, dass du das so annehmen kannst.
Ich denke auch, dass das die beste Lösung war.

cat-woman
09.11.2016, 17:32
Ja das ging richtig schnell. Sie kam in der letzten Nacht noch aus freien Stücken zu mir ins Bett. Was für ein Geschenk.


Aufgrund der aufgetretenen Allergie denkst du wohl nicht daran, dir wieder eine neue Katze ins Haus zu holen, oder?


Nein. Dieses Nein kam mir gestern in den Sinn, als ich mich durch die Vermittlungsseite des Tierheims geklickt habe...Die Sprays haben zwar an Augen und Nase gut gewirkt, aber nicht in der Lunge. Auf Dauer hat es für mich ja auch gesundheitliche Konsequenzen, wenn die Atmung immer eingeschränkt ist. Aber Lebensumstände ändern sich ja immer mal wieder. Vielleicht ergibt es sich mal wieder.

cat-woman
09.11.2016, 17:41
Wobei sich da immer die Frage stellt, wie schlimm die körperlichen Schäden schon sind

Es war definitv zu spät. Spätestens die Infusionstherapie am Montag hätte eine Verbesserung bringen müssen. Im Verlauf der Diabetes werden halt die Organe in Mitleidenschaft gezogen, was wiederum den Stoffwechsel stört etc. Irgendwann machen Leber und Nieren das nicht mehr mit. Der Arzt hat ja gestern noch mal den Zucker gemessen und der Wert war deutlich verbessert, aber der Organismus war schon zusammengebrochen.

phantomlake
09.11.2016, 17:54
Ja das ging richtig schnell. Sie kam in der letzten Nacht noch aus freien Stücken zu mir ins Bett. Was für ein Geschenk.
Ja. Toll!

So etwas ähnliches hat mir mal ein Nachbar von seinem ersten Boxer erzählt. Der kam nicht ins Bett, kam aber ganz ungewohnt kuschelig an (wobei er sonst auch ziemlich verschmust war, aber nicht soooo extrem) und ging dann wieder auf seinen Platz. Und zwei Stunden später war er tot (Herzversagen). Haben oder hatten Boxer ja oft wegen der schlechten Atmung aufgrund verkürzter Nase. Er war Mitte der 70er geboren (platte Nase, kupierte Ohren, kupierter Schwanz, das volle Programm was damals so üblich war). Die Boxer wurden wohl selten älter als 8 oder 9 Jahre und er war schon 10.


Die Sprays haben zwar an Augen und Nase gut gewirkt, aber nicht in der Lunge. Auf Dauer hat es für mich ja auch gesundheitliche Konsequenzen, wenn die Atmung immer eingeschränkt ist. Aber Lebensumstände ändern sich ja immer mal wieder. Vielleicht ergibt es sich mal wieder.
Übel! Da würde ich auf keine Fälle rumexperimentieren. Diese Medikamente sind wohl gut, wenn man mal andere Menschen mit Katzen besucht (macht die Schwester einer Freundin so, die extrem allergisch auf fast alles reagiert). Aber bei Dauerbeschuss mit Allergenen (selbst wenn das Mittel zuerst toll anschlägt) ist das keine gute Idee. Jedenfalls nicht auf engem Raum in einer kleinen Wohnung. Vielleicht als Freigänger mit striktem Schlafzimmer-Verbot.

Violine
10.11.2016, 11:32
Ich stehe kurz davor, das ernst zu nehmen und mich schuldig zu fühlen.

Liebe cat-woman,

erst mal mein ehrliches Beileid! Da ich letztes Jahr meine Jule verloren habe (und 2009 meinen Paul), weiß ich in etwa, wie es dir geht. Auch ich hatte 1000 Fragen, die mir niemand beantworten konnte. Es waren Fragen, die aus Selbstvorwürfen resultierten. Jule lag tot am Boden, als ich nachhause kam. Hat sie mich in ihren letzten Minuten gesucht? Hätte sie mich gebraucht? Warum hat sie nicht auf mich gewartet usw. Ich habe aufgehört, mir Fragen zu stellen oder mich schuldig zu fühlen und ich bitte dich, es ähnlich zu machen. Es hört sich vielleicht gefühllos an, aber ändern kannst du nichts mehr. Und du solltest wissen, dass du nichts falsch gemacht hast. Tiere haben eine anderes Verständnis vom Sterben als wir; sie hören auf ihren Körper und handeln instinktiv. Angst vorm Tod kennen sie nicht.

Alles Gute für dich!

sime
10.11.2016, 12:36
Liebe Cat-Women

Mein herzliches Beileid. Ich verstehe Dich gut.

Einerseits ist es ein Segen, dass man ein geliebtes Tier gehen lassen kann und auf der anderen Seite, trägt man dafür die Verantwortung - damit muss man auch umgehen lernen.
Nach dem Einschläfern meiner alten Lady habe ich mich auch immer wieder gefragt, ob ich nicht noch .....gekonnt hätte....
Es ist die Entscheidung im Augenblick zu der man später stehen muss. Ich hatte es gespürt und in ihren Augen gelesen: es ist Zeit.

Dass sie wegen Dir gegangen ist glaube ich keinesfalls. Ich kenne kein Tier, dass sich so sehr um seine eigenen Bedürfnisse zu kümmern vermag, wie eine Katze.

Gib Dir noch ein bischen Zeit. Eine Trauer darf auch hier seine Zeit dauern.:blume:

Sime

cat-woman
10.11.2016, 13:48
Danke Euch Beiden.

Ich kann gar nix weiter schreiben. Hier wird nicht mehr geschnurrt.

cat-woman
15.11.2016, 11:22
Heute habe ich die Asche bekommen. Ich hatte mich für eine Einzelkremierung entschieden.

Es ist so still jetzt hier.

Rosen_Stolz
15.11.2016, 13:33
Liebe cat-woman,

lass Dich drücken :in den arm nehmen:

Es tut mir echt leid, was passiert ist und es gibt in so einer Situation wenig Trost. Ich kann Deine Gefühle so gut nachvollziehen. Und mir kommen schon beim Lesen die Tränen...

Alles Liebe für Dich
rosen_stolz

cat-woman
09.04.2017, 14:47
Fünf Monate ist es jetzt her, dass sie eingeschlafen ist. Ich hatte die ganze Zeit noch die Kratztonne stehen, zugedeckt mich Ihrer Decke, darauf ihre Asche und eine LED Kerze. Heute war ich mit jemandem über E-Bay verabredet, der die Tonne abholen wollte. Ich habe abgesagt. Ich konnte die Tonne nicht verkaufen. Die Decke und die Kissen aus der Tonne wollte ich waschen, aber sie riechen noch nach ihr. Wie sehr sie mir fehlt.

Ich will ein neues Katzenkind!!! Ist mir egal, ob ich allergisch bin, da kann man was gegen machen. Vielleicht nehme ich auch erst mal eine in Pflege. Aber ein Leben ohne Katze ist nix für mich.

maryquitecontrary
09.04.2017, 15:15
Liebe cat-woman,
In bezug auf die Allergie könntest du versuchen herauszufinden, ob du auf allergie"freundliche" Katzenrassen eventuell weniger reagierst.

Ich kenne Sibirkatzen und Rex als Möglichkeiten - das muss man wohl aber individuell herausfinden.


Eine Bekannte von mir hat trotz Allergie eine Sibirkatze (Draußenkatze) und ist weitgehend symptomfrei.

cat-woman
09.04.2017, 16:20
Mary, ich erkundige mich mal!

Vielleicht hat sich aber auch meine Gesundheit verbessert. Meine Allergien (Pollen und Tierhaare) sind ja ganz plötzlich 2015 aufgetreten. Der Arzt hatte mir von sich aus eine Desensibilisierung vorgeschlagen. Das geht immer! Ich habe aber dieses Jahr gar nicht auf Pollen reagiert bis jetzt! Vielleicht vertrage ich auch schon wieder eine Katze.

Deshalb mein Gedanke: ich könnte erst mal die Pflegefälle aus dem Tierheim nehmen, kranke Katzen, die intensive Pflege benötigen bis sie wieder vermittelbar sind. So kann ich immer mal wieder testen, wie ich die Nähe vertrage.

Wer hat noch gleich gesagt: ein Leben ohne Katze ist möglich, aber sinnlos...

cat-woman
09.04.2017, 16:47
Vielleicht vertrage ich auch schon wieder eine Katze.


Öhm...nachdem ich ausgiebig am Schlafkissen meines Lieblings geschnüfftelt und die Kratztonne zum Einlagern gesäubert habe niese ich kräftig und ausdauern. Gehe lieber noch mal zum Arzt bevor ich den ersten Pflegling willkommen heiße...

Ich habe mir alle Eure Beiträge noch mal durchgelesen und muss mich nochmals herzlich bedanken. :blume:

Katzenmutta
09.04.2017, 19:05
Fünf Monate ist es jetzt her, dass sie eingeschlafen ist. Ich hatte die ganze Zeit noch die Kratztonne stehen, zugedeckt mich Ihrer Decke, darauf ihre Asche und eine LED Kerze. Heute war ich mit jemandem über E-Bay verabredet, der die Tonne abholen wollte. Ich habe abgesagt. Ich konnte die Tonne nicht verkaufen. Die Decke und die Kissen aus der Tonne wollte ich waschen, aber sie riechen noch nach ihr. Wie sehr sie mir fehlt.

Ich will ein neues Katzenkind!!! Ist mir egal, ob ich allergisch bin, da kann man was gegen machen. Vielleicht nehme ich auch erst mal eine in Pflege. Aber ein Leben ohne Katze ist nix für mich.

Ja so ist es, einmal Katze, immer Katzen :-)

Aber: wenn du dich für ein Katzenkind entscheidest, dann bitte für zwei, am besten Geschwister! Jetzt im Frühjahr geht es ja wieder los mit jeder Menge Kätzchen. Ansonsten ist es nicht so schön für das Kätzchen, wenn es alleine aufwächst - und Mensch ist zwar schön und gut, aber eben kein Artgenosse.
Oder ein älteres Katzenpaar aus dem Tierheim. Manchmal werden aber auch Einzelgänger im Tierheim abgegeben.

Was die Allergie betrifft. Ich hatte auch nie eine und urplötzlich, von einem auf's andere Jahr Heuschnupfen. Der war dann ein paar Jahre da und dann wieder weg. Den habe ich auch quasi ausgesessen ;-)

Ich habe von meinen auch noch Decken, T-Shirts, Spielzeuge - ich kann nichts wegwerfen, ich behalte das.

cat-woman
27.06.2017, 14:32
Ich wollte mich noch mal für Eure wunderbaren Beiträge bedanken. Meine Kleine ist im November letzten Jahres gegangen. In der bisher schwierigsten Zeit in meinem Leben auch das noch. Ich habe dem kaum mehr Raum gegeben als hier zu schreiben. Die Asche stand noch lange auf ihrem Kratzturm. Den habe ich inzwischen weggeräumt. Erst jetzt kann ich weinen. Sie hat es gar nicht gemocht, wenn ich weinte. Sie war einfach so super.