PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : freiberuflich arbeiten...



katrin_b
10.01.2007, 17:55
wo muss ich mich "anmelden" ?
welche bedingungen muss ich erfüllen (krankenkasse,versicherung etc.)?
was gibt es sonst noch wichtiges zu beachten?

was ist der unterschied zwischen freiberuflichem arbeiten und dem wenn ich ein gewerbe anmelde?

der bereich fällt eher in die geistheilungstätigkeit , würde mich aber auch unter der rubrik "wellness" bezeichnen ,falls es rechtliche "komplikationen" geben sollte.

um event. fragen oder hinweise vorwegzunehmen .
ich habe keine finanziellen belastungen durch dieses "unternehmen" und betreibe es anfangs "nebenbei".

ich danke herzlich für antworten
lg katrin

erdbeereis
11.01.2007, 10:47
Freiberuflich darfst du dich bezeichnen, wenn du zu einer dieser Berufsgruppen gehörst wie Ärzte, Architekten, Ingenieure, Schriftsteller, Lehrer..... Da gibt es eine Liste, wo diese Berufe und Abwandlungen aufgelistet sind. Ansonsten wird eine freiberufliche Tätigkeit beim FA gemeldet und los gehts.

Krankenkasse ist deine Angelegenheit, wenn du komplett freiberuflich bzw. selbstständig bist. Rentenversicherung ebenfalls.

Wassertropfen
11.01.2007, 12:14
Ich empfehle Dir ein Existenzgründerseminar zu besuchen. Die kosten nicht viel und geben Dir einen guten Überblick über alle wesentlichen Dinge, auch wenn Du anfangs nur "nebenbei" in die Selbständigkeit gehen möchtest.

lg Wassertropfen

Inaktiver User
11.01.2007, 22:54
Wenn Du weiterhin als Angestellte arbeitest und Deine selbständig Tätigkeit nur nebenbei betreibst, reicht es wahrscheinlich, dies erstmal freiberuflich zu tun (wenn es in die Sparte passt).
Wenn Du ein Gewerbe anmeldest, wird sofort das FA aktiv, will tausend Informationen von Dir, Du bist automatisch bei der IHK gemeldet (und musst Pflichtbeiträge bezahlen), musst für die Ermittlung der Gewerbesteuer tätig werden usw.
Am besten erkundigst Du Dich bei einem Steuerberater oder einem Wirtschaftsförderungsverein in Deiner Nähe, was für Dich besser ist.

katrin_b
12.01.2007, 12:41
vielen dank für eure informationen!
ich wünsche euch alles liebe...
katrin

erdbeereis
12.01.2007, 13:58
...Du bist automatisch bei der IHK gemeldet (und musst Pflichtbeiträge bezahlen), musst für die Ermittlung der Gewerbesteuer tätig werden usw....

Diesen Satz mit der IHK habe ich hier schon desöfteren gelesen und kann das überhaupt nicht nachvollziehen. WER meldet einen denn AUTOMATISCH bei der IHK an?
Ich bin jahrelang selbstständig (mit Gewerbeanmeldung) und noch NIE hat sich bei mir eine IHK oder das FA noch das Gewerbeamt diesbezüglich bei mir gemeldet. So eine Verpflichtung gibt es doch garnicht oder eventuell, wenn man ein HANDWERK ausübt? Das entzieht sich meiner Kenntnis. Dann müssten ja ALLE Selbstständigen automatisch Mitglied bei der IHK sein? Blödsinn sowas! Ich kenne keinen!

Und was die Gewerbesteuer angeht. Soviel muss man erstmal verdienen, um auch Gewerbesteuer zahlen zu müssen. Ansonsten sind das bei der Einkommensteuererklärung nur 2 Minuten mehr Arbeit (wird ein extra Formular ausgefüllt).

Optimistin68
12.01.2007, 17:02
Hallo Erdbeereis,

doch, das gibt es. Bei mir hat es nach Gewerbeanmeldung ganze 14 Tage gedauert und ich hatte Post von der IHK, dass ich Pflichtmitglied bin und ich Mitgliedsbeiträge zahlen soll.

Man kann sich aber befreien lassen, solange man weniger als ? Einnahmen oder Gewinn? - habs vergessen - hat. Traf auch mich erstmal zu.

Ach ja: und die Berufsgenossenschaft kam auch gleich und wollte Geld für die Zwangsmitgliedschaft - obwohl ich gar kein Personal habe - schließlich gelte das Angebot ja auch für mich...

Aber auch denen hab ich erst mal ne lange Nase gedreht und hab mich befreien lassen.

Ist aber immer Rumrödelei, bis man diese dämlichen Formulare ausgefüllt hat.

Da muss man wohl durch, fürchte ich - oder gibt es jemanden, der die Sache einfach ausgesessen hat?

Liebe Grüße
Optimistin68

erdbeereis
13.01.2007, 19:16
Optimistin,

vielleicht ist das ja auch von Bundesland/Gemeinde verschieden?
Oder diese Regelung existiert erst seit wenigen Jahren?
Das mit der Berufsgenossenschaft hatte ich auch, als ich mal Angestellte hatte. Bin da irgendwie wieder rausgekommen.
Aber IHK?

ReezaJBar
14.01.2007, 12:38
Hallo zusammen,
bei der Gewerbeanmeldung geht automatisch ein Schreiben ans Finanzamt, die Stadt und je nachdem, was für ein Gewerbe man anmeldet auch die IHK bzw. Handwerkskammer.
Danach kommen Fragebögen von diesen Stellen, denn woher sollen die denn wissen, was Du verdienst bzw. was Du genau machst.
Dann schreibt man denen das und gut ist.
Wenn man sich selbständig macht, gehört das dazu, dass man sich entweder auskennt in all dem Behördenkram oder jemanden hat (bezahlt oder Freund/in), der das weiss. Als Selbständiger kann man sich nicht mit Unwissenheit rausreden z.B. keine Mitarbeiter anmelden, keine Umsatzsteuer zahlen usw.
Im Normalfall hat man einen Steuerberater und der weiss das alles, aussitzen bringt einem im Endeffekt nur unnötigen Ärger. Ihr müsst ja immer an später denken, wenn Euer Unternehmen mal Profit abwirft und ihr dann mit nem Problem zu nem Sachbearbeiter geht, wird er Euch eher helfen, als wenn ihr ihn vorher stur wart. Ihr braucht die Sachbearbeiter, es hilft ungemein sich nicht noch unnötige Feinde zu machen.
Ich bin Bilanzbuchhalterin und ich liebe diese Metier und die Finanzbeamten können doch auch nichts gegen die Gesetze und wenn ihr nett fragt, helfen einem die meisten weiter, das ist meine Erfahrung. Alte Sturköpfe gibt es überall.
Liebe Grüße
Andrea
PS: Schreibt mir ruhig ne PN, wenn ihr ein Problem habt bei Formulierungen usw.

Naturkosmetik
21.01.2007, 15:21
Nein, Erdbeereis, leider nicht. Die Pflichtmitgliedschaft besteht in allen Bundesländern. Ab 5,000 Euro Umsatz pro Jahr muss man einen Pflichtbeitrag zahlen. Die Pflichtmitgliedschaft besteht bei Freiberuflern nicht.

Inaktiver User
22.01.2007, 10:14
guten morgen,
ich habe eine andere frage..
ich war ca. 2o jahre bei meinem mann beschäftigt auf niedriglohnbasis. mein mann war selbstständig. aber als ehefrau habe ich mehr als 6o stdn. in der woche im büro gearbeitet. was man eben so macht, wenn sich die arbeit überhäuft. mein mann hat keine! rentenbeiträge für mich bezahlt. wenn ich ihn ansprach, bekam ich zur antwort. macht doch nichts. das geld bleibt eben und wenn mir was passiert, hast du das haus und meine gute rente.
jetzt geht es aber um eine evtl. trennung, und um die unterhaltsregelung. bei einer trennung will ich die 2o jahre rentenbeiträge nachbezahlt bekommen oder beim hausverkauf als zugabe bekommen. wovon soll ich leben. mein mann ist rentner, die hälfte gehört mir, dass weiss ich. aber ich habe ja auch bearbeitet, damit wir ein haus bauen konnten. ich habe meinen anteil an arbeit geleistet, viell. noch mehr als eine frau, die tägl. ihre 8 stdn. in einer fremden firma sitzt. sorry... soll keine beleidigung an die frauen sein.
kennst sich jemand aus .??
Theresia