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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : H-Kennzeichen



Inaktiver User
10.01.2007, 17:02
Hallo zusammen,

mein Auto wird 30. Bis jetzt hat er ein Saisonkennzeichen, würde ihm aber gerne ein H-Kennzeichen gönnen.

Stimmt das mit dem Gutachten? Weiß jemand was? Was käme da auf mich zu, an Kosten? Und welche Vorteile hätte das H-Kennzeichen gegenüber dem Saisonkennzeichen (außer, das er nicht in die Garage muss Ende Oktober)?

Schöne Grüße
Hibiskus78

F.A.P
10.01.2007, 21:46
Hallo,
ein H-Kennzeichen kostet ca. 192.-€Steuern p. a, unabhänig vom Hubraum, erfordert eine Vollabnahme, die bis zum 1.3.07 nur der TÜV, danach aber viele Prüforganisationen durchführen dürfen. Die Prüfung ist so ne Art erweiterte Hu. Deine Kiste sollte also weitestgehend im Originalzustand sein. Kosten ca. 120€ wenn ich das recht erinnere.
Übrigens, die H-Zulassung gibt es erst, wenn tatsächlich 30 volle jahre vergangen sind. Das Bj. allein ist nicht ausschlaggebend.
Liebe Grüße

Inaktiver User
11.01.2007, 00:18
Hallo F.A.P, hallo Hibiskus78.

Vieles von den Ausführungen stimmt, einiges jedoch auch nicht.

Um ein H-Kennzeichen erhalten zu können müssen Fahrzeuge also zunächst einmal mindestens 30 Jahre alt und weitestgehend in ihrem eigenen Originalzustand sein, oder in ihren Originalzustand restauriert worden sein. Sie müssen sich ferner weiterhin der regelmäßigen Hauptuntersuchung bei DEKRA, KÜS oder TÜV unterziehen und erhalten von dort auch eine entsprechende Bescheinigung, dass sie mit einem H-Kennzeichen geführt werden dürfen. Die Bescheinigung für das H-Kennzeichen ist ebenso kostenpflichtig wie die auch immer damit verbundene Hauptuntersuchung oder Vollabnahme.

Der TÜV Süd z. B. hat zu diesem Thema einen Anforderungskatalog (http://www.ts-assekuranzmakler.de/olasko/infos-downloads/documents/Info-Anforderungskatalog-Oldtimer-TUEVSued.pdf) (PDF-Datei, 311 KB) zur Abnahme vom Oldtimerfahrzeugen herausgegeben, der zwar nicht von allen deutschen Prüfern zwingend anzuwenden ist, jedoch immer häufiger die Grundlage zur technischen Abnahme von Oldtimern bildet. Es empfiehlt sich daher durchaus, bei Meinungsverschiedenheiten mit den örtlichen Prüfern, mit diesem Anforderungskatalog zu argumentieren, auch wenn die betreffende Prüfung außerhalb des Geltungsbereichs des TÜV Süd liegt.

Die aktuelle pauschale Kfz-Steuer für einen Oldtimer mit H-Zulassung liegt bei ganzjähriger Zulassung bei 192,00 €.

Der Gesetzgeber hat ausdrücklich vorgesehen, dass die erforderlichen Altersgrenzen sowohl für das historische als auch für das Wechselkennzeichen zu Beginn des Jahres erreicht werden, in dem ein Fahrzeug von seiner Zulassung her dass erforderliche Alter rein rechnerisch erlangen wird. Beispiel: Ein Fahrzeug mit Erstzulassung 15. September 1975 kann bereits ab dem 2. Januar 2005 mit einem H-Kennzeichen zugelassen werden.

Mit dem H-Kennzeichen kann, wie mit einer "normalen" Zulassung auch, in alle Länder gefahren werden, in denen der jeweilige Versicherer Haftpflicht und/oder Kaskoschutz gewährt. Bei der Versicherung für einen solchen Oldie bestehen übrigens große Unterschiede beim Versicherungsschutz und beim Beitrag zwischen den verschiedenen Tarifen. Einige Anbieter haben besonders leistungsfähige Spazial-Tarife auf den Markt gebracht.

Siehe hierzu den nachfolgenden Eintrag.

lg. justii

Inaktiver User
11.01.2007, 00:36
Beispiele von Spezial-Oldtimer-Tarifen und/oder Konzepten:
(der Text wurde von mir per Drag & Drop hierher kopiert)

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Deckungsalternative I
Dieser Risikoträger zeichnet sich durch besondere Deckungserweiterungen in Teilkasko (TK) und Vollkasko (VK) aus. Hier geht es um versicherte Gefahren. Es gelten demnach bereits über Teilkasko versichert:
Brand oder Explosion
Entwendung Diebstahl, Raub und Unterschlagung
Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung
Glasbruchschäden
Kurzschluss
Vandalismusschäden
Transportmittelunfallschäden
Erweiterte Wildschadendeckung (Zusammenstoß mit Haarwild, Rindern, Pferden, Schafen, Ziegen und Hunden)
Ersatzteile für das versicherte Fahrzeug (mit 10 % des Marktwertes), die in der Wohnung, dem Haus oder der Einzelgarage des VN gelagert werden Schlossaustausch, wenn die Autoschlüssel durch Raub oder Wohnungseinbruch abhanden kommen Schäden an demontierten Einzelteilen während Reparatur oder Restaurierung Versicherungsschutz auf der Fähre

Darüber hinaus in Vollkasko:
Unfall und Eigenverschulden
Innerhalb Europas kostenloser Rücktransport des durch einen Kaskoschaden nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuges zur Heimatwerkstatt
Ein Wertgutachten ist ab einem Marktwert von 25.000,00 erforderlich. Ansonsten sind aktuelle Fotos und eine Zustandsbeschreibung mit selbst geschätztem Marktwert ausreichend. Ein Alltagsfahrzeug ist nachzuweisen.
Dieser Risikoträger bietet auch einen speziellen Oldtimer-Schutzbrief zu einer Jahresbruttoprämien von 37,00 je Fahrzeug an. Normale Schutzbriefleistungen werden den Ansprüchen eines Oldtimers nicht gerecht. Daher wurden gezielt Belange von Oldtimer-Fahrern berücksichtigt. So kann man z. B. ein während einer Oldtimerveranstaltung verunfalltes oder defektes Fahrzeug gegen ein evtl. anderes, in der heimatlichen Garage stehendes, Fahrzeug, austauschen lasen.


Deckungsalternative II
Die über uns angebotene OLASKO- S (=Standard) ist ähnlich der bekannten Teilkasko-Deckung einer Kfz-Versicherung, jedoch erweitert um die Gefahren Vandalismusschäden, Transportmittelunfall und Havarie Grosse.

In der OLASKO TS (=Top Secure), einer echten All-Gefahren-Deckung, sind nahezu alle Gefahren, denen Fahrzeuge ausgesetzt sind, versichert. Das ist mehr, als eine Vollkaskoversicherung bietet. Nun wird nicht mehr von versicherten Gefahren gesprochen, sondern nur noch über Ausschlüsse. Der wichtigste Grundsatz einer All-Gefahren-Deckung besteht nämlich darin, dass alles, was nicht ausdrücklich über die zugrunde liegenden Versicherungsbedingungen ausgeschlossen wird, versichert gilt. Die wenigen Ausschlüsse, vereinfacht dargestellt, sind Schäden durch Krieg oder Kernenergie, durch Teilnahme an Höchstgeschwindigkeitsrennen, durch Rost, Oxidation, natürliche Abnutzung, Verschleiß, u. ä. sowie Schäden durch Überhitzung bzw. mangelnde Kühlung im Fahrbetrieb.

Ein weiterer Vorteil der All-Gefahren-Deckung ist die sog. Beweislastumkehr im Schadenfall. Während der Versicherungsnehmer bei einer herkömmlichen Kaskodeckung verpflichtet ist, dem Versicherer nachzuweisen, dass ein entstandener Schaden von ihm zu tragen ist, und in welcher Höhe, hat bei der All-Gefahren-Deckung der Versicherer ggf. diese Beweis zu erbringen. Das erleichtert die Schadenbearbeitung bei allen Beteiligten, Versicherungsnehmer, Versicherer und Kfz-Sachverständiger, und beschleunigt die Regulierung erheblich.

Vorteilhaft ist auch, dass nur dieser Risikoträger nicht nur den Markt-, sondern den Wiederbeschaffungswert versichert, der dem erstgenannten gegenüber auch eine etwaige Händlerspanne sowie die Mehrwertsteuer mit berücksichtigt. Der vereinbarte Selbstbehalt gilt über den gesamten Schadenbereich. Eine Unterscheidung zwischen Teilkasko- und Vollkaskoschäden kennt die All-Gefahren-Versicherung nicht. Die Prämien sind bei diesem Versicherer grundsätzlich Jahresprämien. Eine Abrechnung bei unterjähriger Zulassung erfolgt nicht.

Ein Wertgutachten, das neben dem Markt- auch den Wiederbeschaffungswert angibt, ist in jedem Fall erforderlich. Bei der Suche nach einem geeigneten und günstigen Gutachter in Ihrer Nähe können wir behilflich sein.


Deckungsalternative III
Auch dieser Risikoträger bietet besondere Deckungserweiterungen bereits in Teilkasko (TK) und Vollkasko (VK) an. Hier geht es wieder um versicherte Gefahren. Es gelten demnach in Teilkasko versichert:
Brand oder Explosion
Entwendung Diebstahl, Raub und Unterschlagung
Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung
Glasbruchschäden
Kurzschluss
Vandalismusschäden
Transportmittelunfallschäden
Erweiterte Wildschadendeckung (Zusammenstoß mit Haarwild, Rindern, Pferden, Schafen, Ziegen und Hunden)

darüber hinaus in Vollkasko:
Unfall und Eigenverschulden (nur bei Vollkasko)
Ein Wertgutachten ist ab einem Marktwert 40.000,00
erforderlich. Ansonsten reichen auch hier aktuelle Fotos und eine Zustandsbeschreibung mit selbst geschätztem Marktwert aus. Ein Alltagsfahrzeug ist nachzuweisen. Ein spezieller Oldtimer-Schutzbriefe kostet hier 32,50 je Fahrzeug an.


Deckungsalternative IV
Dieser Versicherer bietet oft günstige Prämien. Diese sind auf die vergleichsweise auch etwas geringere Deckung zurück zu führen. Er bietet klassische Kaskodeckungen an, befasst sich also auch wieder mit versicherten Gefahren. Die Deckungserweiterungen in Teilkasko sind aber nicht so weitgehend, wie bei den Alternativen I und II, und reichen erst recht nicht an OLASKO-TS heran. So sind dort in Teilkasko über die AKB hinaus lediglich gedeckt:
Transportschäden
Vandalismusschäden
Für beide Gefahren gilt im Schadenfall jedoch eine Selbstbeteiligung in Höhe von 500,00 Euro, unabhängig von der ansonsten vereinbarten Selbstbeteiligung für Teilkaskoschäden. Für Fahrzeuge ab einem Wert von 75.000,00 und einer Zustandsbewertung von min. 2 oder besser wird ein Prämiennachlass von 10% gewährt.

In jedem Fall sind Wertgutachten vonnöten (bis 35.000,00 ist eine Kurzbewertung ausreichend). Solche, die nicht älter, als zwei Jahre sind, werden von OLDITAX oder Classic-Data akzeptiert. Sollte ein Wertgutachten erst erstellt werden müssen, so werden nur OLDITAX- oder Classic-Data-Partner akzeptiert.

Als nachzuweisendes Alltagsfahrzeug ist ein Pkw vorgeschrieben, der auf den Versicherungsnehmer oder Lebenspartner zugelassen sein muss. Versicherungsnehmer und alle Fahrer müssen min. 25 Jahre alt sein.

Alle Risikoträger bieten auch kostengünstige Sonderkonzepte für Fahrzeugsammlungen an.
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Soweit die Ausführungen des Spezial-Anbieters.

Ich hoffe, damit die möglichen Alternativen ein wenig aufzeigen zu können, damit jeder seinen Bedarf erkennen und gegebenenfalls festlegen kann.

Schöne Grüße

justii

Inaktiver User
11.01.2007, 08:36
Guten Morgen und vielen Dank erst mal!

Wir werden es uns überlegen. Der Escort ist im Originalzustand, ein bisschen was muss jetzt dran gemacht werden (der TÜV im letzten Jahr hat auf ein bisschen was hingewiesen).

Aber danke für die Infos.

Liebe Grüße
Hibiskus78

Inaktiver User
11.01.2007, 09:18
Hallo Hibiskus,

ich hab vor drei Jahren mal für eine Versicherung gearbeitet. Aus der Zeit weiß ich noch, dass, wenn man ein Auto als "historisch" fahren wollte, es Bedingung war, dass man noch ein anderes, neueres Auto angemeldet hat. Mit dem historischen durfte man maximal fünftausend Kilometer pro Jahr fahren.

Bitte erkundige dich auch danach, kann ja inzwischen wieder anders sein.

Viele Grüsse!

Inaktiver User
11.01.2007, 09:41
Hallo Hibiskus,

ich hab vor drei Jahren mal für eine Versicherung gearbeitet. Aus der Zeit weiß ich noch, dass, wenn man ein Auto als "historisch" fahren wollte, es Bedingung war, dass man noch ein anderes, neueres Auto angemeldet hat. Mit dem historischen durfte man maximal fünftausend Kilometer pro Jahr fahren.

Bitte erkundige dich auch danach, kann ja inzwischen wieder anders sein.

Viele Grüsse!

Hallo Schlaflose,

das stellt bei uns kein Problem dar, wir besitzen einen regelrechten Fuhrpark. Jetzt, mit dem Saisonkennzeichen, darf ich auch nur 3000 km fahren.

Wir schaun mal, welche Vorteile das H-Kennzeichen hat.

Danke auch Dir!