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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jung-Gute Ausbildung-Guter Job-Noch keine Kinder-Was heißt Feminismus für uns?



MaKaHa
10.01.2007, 13:07
Hallo!

Mir fällt auf, dass die Diskussion um Feminismus und Emanzipation sich sehr stark um finanzielle Eigenständigkeit, Unabhängigkeit von Männern und Familie in welcher Form auch immer sowie gesicherte Kinderbetreuung dreht.

Ich fühle mich dabei als emanzipiert erzogene junge Frau im Berufsleben etwas ausgeschlossen. Denn finanziell stehe ich auf eignen Füßen, von Mann und Familie werde ich als eigenständig gesehen und um Kinderbetreuung werde ich mir in den nächsten 5 Jahren wohl erst einmal keine Gedanken machen. Ich möchte die oben genannten dominierenden Themen jetzt nicht entwerten, denn sie sind mehr als berechtigt und wichtig in der gesamten Diskussion.

Ich würde mich dennoch freuen, wenn wir hier auch mal über Emanzipation und Feminismus im Alltag von Frauen die gerade in das Berufsleben gestartet sind und verkrusteten Frauenbildern gegenüberstehen diskutieren.

Warum kann ich als Frau mich nicht mit Vornamen im Telefonbuch eintragen ohne mit sexistischen Anrufen zu rechnen? Warum werde ich im Flieger von Köln nach Zürich montags morgens als eine der wenigen Frauen merkwürdig angesehen? Warum kann ich meine Haare im Job nicht offen tragen ohne dass ich schräg angesehen werde? Warum werde ich bei Karrierenetzwerken von wildfremden Männern angesprochen, mit denen ich offensichtlich keine beruflichen gemeinsamen Interessen habe?

Eventuell mag das nun auch wenig emanzipiert klingen, dass mir dies passiert bzw. dass ich es passieren lasse. Es stimmt man lässt es passieren, es sind kleine Momente und man denkt: "Da steh ich drüber, ich bin ja emanzipiert." und doch ist im Endeffekt ist das Verständnis von emanzipierten Frauen noch nicht in der Wahrnehmung von Männern angekommen. Sie wollen nicht aufs Frausein reduziert werden, aber trotzdem in ihrem Frausein als gleichberechtigte intelligente Persönlichkeit akzeptiert und respektiert werden. Das laugt auf Dauer einfach aus.

Freue mich auf spannende Diskussionen über die Herausforderungen der Emanzipation und des Feminismus im Alltag.

Eure MAKAHA

zork
10.01.2007, 14:24
Hallo!

Warum werde ich im Flieger von Köln nach Zürich montags morgens als eine der wenigen Frauen merkwürdig angesehen?


Vielleicht hast du vergessen, dir die lockenwickler aus dem haar zu drehen oder so?




Warum werde ich bei Karrierenetzwerken von wildfremden Männern angesprochen, mit denen ich offensichtlich keine beruflichen gemeinsamen Interessen habe?



Weiss nicht, vielleicht weil die mit dir ´ne schnelle nummer wollen?

Lavenda
11.01.2007, 19:52
Ich stehe schon mein ganzes Erwachsenenleben mit vollem Vornamen (eindeutig weiblich) im Telefonbuch, und habe noch NIE einen anzueglichen Anfruf erhalten.

Was mache ich nur falsch? ;-(

Anjschella
11.01.2007, 20:28
Warum kann ich als Frau mich nicht mit Vornamen im Telefonbuch eintragen ohne mit sexistischen Anrufen zu rechnen?

Weil es viele Kaputte in dieser Welt gibt.



Warum werde ich im Flieger von Köln nach Zürich montags morgens als eine der wenigen Frauen merkwürdig angesehen?


Weil die meisten Mitfliegenden wahrscheinlich Männer sind und sich daran erfreuen, dass endlich mal eine hübsche Frau an Bord ist.



Warum kann ich meine Haare im Job nicht offen tragen ohne dass ich schräg angesehen werde?

Hast du in deinem Job schon mal einen Mann erlebt, der seine (langen) Haare offen tragen kann? - Diese Zeiten sind (leider) endgültig vorbei. Wir leben im Zeitalter von Anzug- und Schlipszwang und "ordentlichen" Frisuren. Sei doch froh, dass du sie nicht ganz rappelkurz schneiden lassen musst, so wie deine männlichen Kollegen.



Warum werde ich bei Karrierenetzwerken von wildfremden Männern angesprochen, mit denen ich offensichtlich keine beruflichen gemeinsamen Interessen habe?

Da hab ich eine Verständnisfrage: Wie wirst du angesprochen, anzüglich?




Eventuell mag das nun auch wenig emanzipiert klingen, dass mir dies passiert bzw. dass ich es passieren lasse. Es stimmt man lässt es passieren, es sind kleine Momente und man denkt: "Da steh ich drüber, ich bin ja emanzipiert." und doch ist im Endeffekt ist das Verständnis von emanzipierten Frauen noch nicht in der Wahrnehmung von Männern angekommen.


Nee, das klingt überhaupt nicht unemanziiert. Aber das Verhalten der Männer ist einmal wieder ein Beweis dafür, dass sich ihrerseits noch verdammt viel zu lernen haben.



Sie wollen nicht aufs Frausein reduziert werden, aber trotzdem in ihrem Frausein als gleichberechtigte intelligente Persönlichkeit akzeptiert und respektiert werden. Das laugt auf Dauer einfach aus.
Mach dir doch da keinen Hals! Es gibt eine Menge an tollen Kollegen und die anderen solltest du einfach in der Pfeife rauchen.

[/QUOTE]

Inaktiver User
11.01.2007, 20:46
Hallo!

Warum werde ich bei Karrierenetzwerken von wildfremden Männern angesprochen, mit denen ich offensichtlich keine beruflichen gemeinsamen Interessen habe?



Was ist das eigentlich? Wie sieht das in der Praxis aus? Wer geht da überhaupt hin? Ist das eine Art Fortbildungsveranstaltung? Organisiert der Arbeitgeber das? Stehen Termine in der Zeitung und wer interessiert ist, geht hin?

Ich hab das Wort "Karrierenetzwerk" bisher nur in der Bedeutung des Knüpfens und Pflegens von der Karriere nützlichen Kontakten gekannt. Dass es sich um eine Art Veranstaltung, zu der man hingehen kann, handelt, war mir neu.

Lavenda
11.01.2007, 21:19
dftt

Hofnarr
11.01.2007, 22:38
Was ist das eigentlich? Wie sieht das in der Praxis aus? Wer geht da überhaupt hin? Ist das eine Art Fortbildungsveranstaltung? Organisiert der Arbeitgeber das? Stehen Termine in der Zeitung und wer interessiert ist, geht hin?

Ich hab das Wort "Karrierenetzwerk" bisher nur in der Bedeutung des Knüpfens und Pflegens von der Karriere nützlichen Kontakten gekannt. Dass es sich um eine Art Veranstaltung, zu der man hingehen kann, handelt, war mir neu.

Sie meint vermutlich internetgestützte Kommunikationsplattformen wie OpenBC. Da gibt es im Rahmen von organisierten Regionalgruppen auch reale Treffen. Termine stehen dann auf der Webseite.

Und es ist auch denkbar, dass dies für Kontaktaufnahmen romantischer Natur genutzt wird.

Makaha scheint sich dabei wohl irgendwie gleich auf eine Rolle (als sexuell attraktives Wesen) reduziert zu fühlen. Ebenso bei Anrufen von wildfremden Personen oder beim Beobachtet werden im Flieger.

Die Frage ist, wie ließe sich sowas vermeiden?

In einer idealen Welt könnte man im Konsens den öffentlichen Raum zu einer geschlechtslosen Welt definieren. Niemand würde mehr als Mann oder Frau wahrgenommen, sondern als geschlechtsloser Mensch mit jeweils individuellem Anliegen, Forderung, Angebot (Was natürlich voraussetzen würde, dass Anliegen, Forderung, Angebot in keinem Zusammenhang mit dem Geschlecht stünde)

Somit würde dann in Zürich eben nicht Frau Makaha die Produkte ihrer Firma dem geneigten Zielpublikum präsentieren, sondern Mensch Makaha würde dies tun.

Für romantische (oder rein sexuelle) Kontaktaufnahmen müsste man dann abgeschlossene Räume schaffen, den Mann/Frau eben nur dann bewußt betreten würde, wenn Ihr/Ihm danach wäre.

Der Vorteil wäre, dass dann das Publikum in Zürich dem Mensch Makaha sagen könnte das die Produkte der Firma überteuerter Schrott sind, ohne das Mensch Makaha dies gleich auf das eigene Geschlecht bezieht ("Das sagt er nur, weil ich eine Frau bin") oder umgekehrt (nettere Variante) könnten natürlich auch die Produkte positive Resonanz finden, ohne das Mensch Makaha dies auf das eigene Geschlecht bezieht ("Das sagt er nur, weil er meine langen Haare geil findet")

Mir gefällt diese ideale Konstruktion, wüßte jetzt aber keine Möglichkeit, dies in der Realität umzusetzen.

Irgendwelche Ideen?

:krone auf:

Sisyphos
12.01.2007, 16:14
Ich stehe schon mein ganzes Erwachsenenleben mit vollem Vornamen (eindeutig weiblich) im Telefonbuch, und habe noch NIE einen anzueglichen Anfruf erhalten.

Was mache ich nur falsch? ;-(

Vielleicht faengt Dein Nachname mit dem falschen Buchstaben an.

Mein Nachname und der einer guten Freundin fangen mit dem selben Buchstaben an, und stehen ziemlich weit vorne im Alphabet.

Ueber Jahre kamen die anzueglichen Anrufe bei ihr und bei mir immer in zeitlicher Naehe. Ein gemeinsamer Bekannter wars wohl nicht (Stimme).
Vielleicht arbeiten sich diese Telefonsexler ja immer von vorne nach hinten durchs Telefonbuch, geben auf halber Strecke auf, und Frauen ab einem bestimmten Buchstaben kommen einfach nicht in den Genuss. Nur so eine Theorie ....

Ich finde solche Anrufe immer hoechst lustig. Und voellig kostenlos. Am besten das Telefon auf Lautsprecher stellen, und gemeinsam mit der/dem noch Anwesenden amuesieren.
Leider kamen in den letzten 3 - 4 Jahren keine mehr.

Lavenda
12.01.2007, 16:53
Das glaube ich nicht. Ich habe meinen Nachnamen mal geaendert (Maedchenname wieder angenommen). Einer war vorne im Alpahabet und einer hinten. Bei keinem kamen solche Anrufe. Die einzigen, die mich unerbittlich finden, egal wo im Alpahabet ich mich gerade befinde, sind Leute, die mir was verkaufen wollen. :(

Lilith
12.01.2007, 21:27
Das glaube ich nicht. Ich habe meinen Nachnamen mal geaendert (Maedchenname wieder angenommen). Einer war vorne im Alphahabet und einer hinten. Bei keinem kamen solche Anrufe. Die einzigen, die mich unerbittlich finden, egal wo im Alpahabet ich mich gerade befinde, sind Leute, die mir was verkaufen wollen. :(

Ich stehe schon mein ganzes Erwachsenenleben mit vollem Vornamen (eindeutig weiblich) im Telefonbuch, und habe noch NIE einen anzueglichen Anfruf erhalten.

Was mache ich nur falsch? ;-(
Ist doch ganz klar!
Eben weil Du mit Deinem vollen Vornamen im Telefonbuch stehst,
erhältst Du keine derartigen Anrufe.

Hinter einem Telefonbucheintrag mit auf die Initiale verkürztem Vornamen verbirgt sich höchstwahrscheinlich eine Frau, welche damit derlei Anrufe vermeiden möchte.

Macht doch viel mehr Spaß, gerade die zu belästigen!

Lavenda
13.01.2007, 16:01
@Lilith, stimmt, der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Mit dieser Aengstlichkeit fuehrt man genau das herbei, was man vermeiden wollte.

Inaktiver User
13.01.2007, 16:22
Hallo!

Mir fällt auf, dass die Diskussion um Feminismus und Emanzipation sich sehr stark um finanzielle Eigenständigkeit, Unabhängigkeit von Männern und Familie in welcher Form auch immer sowie gesicherte Kinderbetreuung dreht.

Ich fühle mich dabei als emanzipiert erzogene junge Frau im Berufsleben etwas ausgeschlossen. Denn finanziell stehe ich auf eignen Füßen, von Mann und Familie werde ich als eigenständig gesehen und um Kinderbetreuung werde ich mir in den nächsten 5 Jahren wohl erst einmal keine Gedanken machen. Ich möchte die oben genannten dominierenden Themen jetzt nicht entwerten, denn sie sind mehr als berechtigt und wichtig in der gesamten Diskussion.

Ich würde mich dennoch freuen, wenn wir hier auch mal über Emanzipation und Feminismus im Alltag von Frauen die gerade in das Berufsleben gestartet sind und verkrusteten Frauenbildern gegenüberstehen diskutieren.

Warum kann ich als Frau mich nicht mit Vornamen im Telefonbuch eintragen ohne mit sexistischen Anrufen zu rechnen? Warum werde ich im Flieger von Köln nach Zürich montags morgens als eine der wenigen Frauen merkwürdig angesehen? Warum kann ich meine Haare im Job nicht offen tragen ohne dass ich schräg angesehen werde? Warum werde ich bei Karrierenetzwerken von wildfremden Männern angesprochen, mit denen ich offensichtlich keine beruflichen gemeinsamen Interessen habe?

Eventuell mag das nun auch wenig emanzipiert klingen, dass mir dies passiert bzw. dass ich es passieren lasse. Es stimmt man lässt es passieren, es sind kleine Momente und man denkt: "Da steh ich drüber, ich bin ja emanzipiert." und doch ist im Endeffekt ist das Verständnis von emanzipierten Frauen noch nicht in der Wahrnehmung von Männern angekommen. Sie wollen nicht aufs Frausein reduziert werden, aber trotzdem in ihrem Frausein als gleichberechtigte intelligente Persönlichkeit akzeptiert und respektiert werden. Das laugt auf Dauer einfach aus.

Freue mich auf spannende Diskussionen über die Herausforderungen der Emanzipation und des Feminismus im Alltag.

Eure MAKAHA Verzeih MAKAHA aber Dein Posting erinnert mich genau an das, was nun ständig in sog. Frauenzeitschriften und auch hier bei Brionline zur Diskussion gebracht wrden möchte.. Ich mutmaße wirklich dass genau das hinter Deinem Posting steckt.. sollte es nicht stimmen : ich finde es für eine junge emanzipiert erzogene Frau völlig lächerlich und unemanzipert solche Worthülsen wie sich auf das Frausein beschränkt zu fühlen im klugen Köpfchen zu tragen.. Zig Frauen leben mit dem was Du schilderst und belächeln müde Deine kleinen Beispiele des mutmaßlichen auf Auffraureduziertwerdens

Inaktiver User
13.01.2007, 16:51
Zitat Linwen2:
ich finde es für eine junge emanzipiert erzogene Frau völlig lächerlich und unemanzipert solche Worthülsen wie sich auf das Frausein beschränkt zu fühlen im klugen Köpfchen zu tragen.. Zig Frauen leben mit dem was Du schilderst und belächeln müde, Deine kleinen Beispiele des auf Fraureduziertwerden

So unberechtigt finde ich aber Makaha Feststellungen nicht. Ich kann die Liste noch fortführen:
1. Telefonbucheintrag nur auf Namen meines Mannes, obwohl Abbuchung von meinem Gehaltskonto. Ich habe zig... Anläufe unternommen, so dass jetzt unser beider Vorname+Nachname eingetragen ist.

2. Gemeinsame Steuererklärung:
Wiederum wurde vom Steuerberater nur mein Mann angeschrieben, bis ich diesem (dem Steuerberater) erklärte, dass ich mich nicht als unbedeutendes Anhängsel meines Mannes betrachten würde.

3. Ich erkundige mich nach einem Anlagensystem und unterschreibe mit Vorname und Zuname. Antwort: sehr geehrter Herr .... Auf meinen Hinweis, dass ich weiblich wäre, kam die Antwort, es wäre ungewöhnlich, dass sich eine Frau nach elektronischen "Spielereien" erkundigen würde (war ein Alarmanlagensystem! :wie?:)

4. ICH melde meinen Mann und mich zu einer Reise an, war telefonisch und schriftlich in Kontakt mit dem Reiseveranstalter, erledigte alle Anmeldeformalitäten usw.
Die Rechnung für Anzahlung und Restbetrag war nur an meinen Mann adressiert, sie hätte ja wenigstens an beide gerichtet sein können. Im Grunde wäre aus meiner Sicht ja gegen SEIN Bezahlen nichts einzuwenden gewesen :wie?::wie?::wie?: Aber diese Reise sollte auf mein Konto gehen. Habe ich richtig gestellt.

5. Die Rechnung der Rheinhessischen wurde bisher an meinen Mann gerichtet (sollte Frau eigentlich auch nichts dagegen haben :wie?:), wenn ER sie bezahlt. Das Haus gehört uns beiden je zur Hälfte und eine Zeitlang wurden auch diese Kosten von mir bezahlt. Kann man nicht von vornherein an die Eheleute adressieren??? Habe ich auch richtig gestellt.

Sollte FRAU darüber müde lächeln???? Also ich weiß nicht.
P.

Inaktiver User
13.01.2007, 17:05
Zitat Linwen2:
ich finde es für eine junge emanzipiert erzogene Frau völlig lächerlich und unemanzipert solche Worthülsen wie sich auf das Frausein beschränkt zu fühlen im klugen Köpfchen zu tragen.. Zig Frauen leben mit dem was Du schilderst und belächeln müde, Deine kleinen Beispiele des auf Fraureduziertwerden

So unberechtigt finde ich aber Makaha Feststellungen nicht. Ich kann die Liste noch fortführen:
1. Telefonbucheintrag nur auf Namen meines Mannes, obwohl Abbuchung von meinem Gehaltskonto. Ich habe zig... Anläufe unternommen, so dass jetzt unser beider Vorname+Nachname eingetragen ist.

2. Gemeinsame Steuererklärung:
Wiederum wurde vom Steuerberater nur mein Mann angeschrieben, bis ich diesem (dem Steuerberater) erklärte, dass ich mich nicht als unbedeutendes Anhängsel meines Mannes betrachten würde.

3. Ich erkundige mich nach einem Anlagensystem und unterschreibe mit Vorname und Zuname. Antwort: sehr geehrter Herr .... Auf meinen Hinweis, dass ich weiblich wäre, kam die Antwort, es wäre ungewöhnlich, dass sich eine Frau nach elektronischen "Spielereien" erkundigen würde (war ein Alarmanlagensystem! :wie?:)

4. ICH melde meinen Mann und mich zu einer Reise an, war telefonisch und schriftlich in Kontakt mit dem Reiseveranstalter, erledigte alle Anmeldeformalitäten usw.
Die Rechnung für Anzahlung und Restbetrag war nur an meinen Mann adressiert, sie hätte ja wenigstens an beide gerichtet sein können. Im Grunde wäre aus meiner Sicht ja gegen SEIN Bezahlen nichts einzuwenden gewesen :wie?::wie?::wie?: Aber diese Reise sollte auf mein Konto gehen. Habe ich richtig gestellt.

5. Die Rechnung der Rheinhessischen wurde bisher an meinen Mann gerichtet (sollte Frau eigentlich auch nichts dagegen haben :wie?:), wenn ER sie bezahlt. Das Haus gehört uns beiden je zur Hälfte und eine Zeitlang wurden auch diese Kosten von mir bezahlt. Kann man nicht von vornherein an die Eheleute adressieren??? Habe ich auch richtig gestellt.

Sollte FRAU darüber müde lächeln???? Also ich weiß nicht.
P. Und um auf MAKAHAs ( die ich nicht für eine Frage einer realen Userin mit persönlichem Interesse halte ) Frage zurückzukommen : Was bedeutet das für den Feminismus? Es bedeutet für mich, dass manches noch im Argen liegt..nicht mehr und nicht weniger.. In den Köpfen einzelner ist manches noch fest manifestiert, aber ein Gequake : Hilfe, ich FRAU werde auf mein Frausein, durch die genannten wirklich läppischen Beispiele, reduziert, finde ich unangebracht. Frauen haben leider heute noch teilweise mit manchen echten Probemen zu kämpfen, aber das genannte ist doch nun wirklich nicht der Rede wert.. Dem kann frau mit einer gelassenen Haltung begegnen, finde ich, denn zu leicht wirken sie sonst, angesichts noch vorhandenen Probleme lächerlich. Ich stelle mir die weiblichen Intendantinnen vor oder die NRW SPD-Fraktionchefin, die herum quakt, weil sie ihre Haare nicht offen tragen kann, weil damit nicht akzeptiert würde oder im Flieger anzüglichen Männerblicken ausgesetzt ist..

Inaktiver User
13.01.2007, 17:33
Ja, Valentin, die Beispiele von Makaha berühren mich auch nicht wirklich.
Wenn mich jemand im Flugzeug merkwürdig anschaut, gucke ich merkwürdig wieder zurück, oder frage, ob derjenige ein Problem hat. Bei anzüglichen Anrufen (ist nur einmal passiert) - klang irgendwie nach Jungbubenanruf - habe ich diesen abgewürgt, indem ich so etwas sagte, meiner Meinung nach wäre er für solche Dinge noch zu jung usw.
Aber bei den von mir aufgeführten Beispielen, ärgert es mich schon, dass ich als Frau aktiv werden muss - sei es über Telefon oder Brief -, um darauf hinzuweisen, dass ich neben meinem Mann auch noch existiere und in gemeinsamen Belangen mit angesprochen werden will. Das sollte in den Köpfen langsam eine Selbstverständlichkeit geworden sein.
P.

Inaktiver User
13.01.2007, 17:59
Ja, Valentin, die Beispiele von Makaha berühren mich auch nicht wirklich.
Wenn mich jemand im Flugzeug merkwürdig anschaut, gucke ich merkwürdig wieder zurück, oder frage, ob derjenige ein Problem hat. Bei anzüglichen Anrufen (ist nur einmal passiert) - klang irgendwie nach Jungbubenanruf - habe ich diesen abgewürgt, indem ich so etwas sagte, meiner Meinung nach wäre er für solche Dinge noch zu jung usw.
Aber bei den von mir aufgeführten Beispielen, ärgert es mich schon, dass ich als Frau aktiv werden muss - sei es über Telefon oder Brief -, um darauf hinzuweisen, dass ich neben meinem Mann auch noch existiere und in gemeinsamen Belangen mit angesprochen werden will. Das sollte in den Köpfen langsam eine Selbstverständlichkeit geworden sein.
P. ja. es ist noch vieles nicht selbstverständlich..LEIDER. wird es auch nie sein. Lies hier mal quer in den Foren. Auch bei Fragen und Antworten, die ganz andere Themen betreffen, wird ständig kübelweise Klischeegülle ausgegossen, über Frauen und Männer.. Du musst immer als Frau aktiv werden, wenn Du eine bist und als Mann, wenn Du ein Mann bist. ;-).. Ein Mann, der die Waschmaschine bedienen kann, wird auch gerne noch von manchen je nach Blickwinkel als Held oder Weichei betrachtet... Dein Hinweis in Deinen Beispielen hat sicher etwas bewirkt und das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber eine Diskussion hier im Forum oder in mit dem Beispiel der offenen Haare im Job ? Ich glaube eher nicht.. Und denke eher, dass ganz schnell wieder wegen der Beispiele etwas in die falsche Richtung laufen wird und flugs auch wieder viele Männer ( berechtigter Weise ) erzählen, was ihnen so alles als Mann Übles widerfährt.. weil manche Beispiele geradezu dazu herausfordern.. Oder es kommt zum Berufstätigen-vs-Hausfrauen-Disput oder oder.. ;-))..