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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KV bei Verbeamtung auf Zeit



Bauschundbogen
06.01.2007, 16:50
Hallo zusammen,

mein Mann ist seit 1.1. Beamter auf Zeit, befristet auf drei Jahre, hat vorher im Angestelltenverhältnis im öffentlichen Dienst gearbeitet und war bei der AOK krankenversichert.

Der Arbeitswechsel ging ratz-fatz innerhalb von drei Wochen, und so haben wir uns noch nicht wegen einer KV kundig gemacht.

Kann die KV ganz "normal" weiterlaufen? Muß er sich jetzt freiwillig in der GV weiterversichern? Kann er den Beihilfeanspruch nur bei einer privaten KV geltend machen? Innerhalb welcher Frist kann er in eine PV wechseln? Und nach drei Jahren problemlos wieder zurück?

Und - last but important - besteht derzeit ein gültiger Versicherungsschutz?

Herzlichen Dank im voraus
LG B&B

Pia1976
06.01.2007, 17:32
Hallo BauschundBogen,

als Beamter z.A. kann sich Dein Mann theoretisch in der AOK freiwillig weiterversichern, muss dann allerdings auch den Arbeitgeberanteil tragen, also doppelt soviel zahlen, wie bisher. Davon, dass die Beihilfe im Krankheitsfall die Hälfte der Kosten trägt, hat er dann nichts. Er kann sich, und das ist das Übliche, bei einer privaten Krankenversicherung in einem Beihilfe-Tarif versichern, der dann all das trägt, was die Beihilfe nicht zahlt. Die privaten Krankenkassen können ihn bis zu zwei Monaten rückwärtig versichern, d.h. bis Ende Februar solltet ihr eine KV haben. Was ich nicht genau weiss, ist ob er hinterher problemlos in die GKV zurück kann. Auf jeden Fall geht das lt. AOK, wenn er vom Gehalt hinterher wieder unter der Beitragsgrenze liegt, wenn nicht (also Gehalt zu hoch), geht es angeblich nicht. Da würde ich aber sicherheitshalber noch einmal nachfragen!

Eine gute Übersicht über die Tarife, auch für Beamte, ist im Finanztest-Heft 12/2006. Wenn er sich sicher ist, dass er nach drei Jahren wieder aus dem Tarif herausgeht, kann er durchaus einfach einen billigen nehmen. Sollte er länger in der PKV bleiben müssen, muss man auch auf solche Dinge wie den derzeitigen Bestand achten, da diese die Beitragssteigerungen im Alter stark beeinflussen.

Bzgl. des derzeitigen Versicherungsschutzes kann ich Dir leider auch nicht weiterhelfen, da habe ich selbst bis vorgestern noch gebangt (da kam dann die PKV-Annahme), da ich auch nicht wußte, ob die AOK noch für mich zuständig ist.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
Pia

(die auch seit 1.1. z.A. ist)

Waldmeisterin
05.02.2007, 13:02
@Pia:

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Beamtin z. A. :blumengabe: Bleib sauber und halt die Ohren steif und seh der Lebenszeitverbeamtung gelassen entgegen.

Bauschundbogens Mann ist allerdings nicht Beamter zur Anstellung sondern auf Zeit (Darf man auch hier gratulieren? Führungsposition?)

Pia - Du hast selbst schon gesagt dass der Verbleib in der GKV wohl eine teuere Alternative wäre weil der Dienstherr für Beamte keinen AG-Anteil entrichtet.

Was ist wenn er nun in die PKV wechselt und sein Beamtenverhältnis nicht über die vorläufigen drei Jahre hinaus dauert?

Kann er dann einfach wieder in die GKV zurück?

Wenn sein Einkommen wie bisher auch unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen sollte eigentlich schon.

Es tritt nämlich dann wieder die Versicherungspflicht kraft Gesetz ein.

Das Beste wär's aber wohl er würde sich beraten lassen. Er sitzt bei der AOK doch sozusagen an der Quelle.