PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hybrid-Autos



poca
07.09.2016, 19:36
Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken, dass mein nächstes Auto ein Hybrid werden soll. Nicht heute oder morgen, eher in den nächsten Jahren.
Hat jemand von euch Erfahrung damit? Ist das beim jetzigen Stand der Technik überhaupt schon sinnvoll?

Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie das prinzipiell funktioniert. Ist das bei allen Anbietern gleich oder hat da jeder eine eigene Technik entwickelt? Kommt der benötigte Strom aus der Steckdose ;o) oder wird er aus Bremsenergie oder auf anderen Wegen gewonnen?

Unterstützt der Hybrid nur im Stadtverkehr oder auch bei höheren Geschwindigkeiten?

Gibt es schon Gebrauchte auf dem Markt? Hat man dann auch Anspruch auf die Prämie oder gibt es die nur für Neuwagen?

Fragen über Fragen eines technischen Analphabeten, und es werden sicher noch mehr werden, wenn die ersten Antworten kommen.

Würd mich freuen, wenn ich möglichst viele, auch konträre, Antworten dazu bekomme!

poca

Mr_McTailor
07.09.2016, 22:26
Das Verwerten der Bremsenergie (Rekuperation) ist allen gemeinsam.
Ansonsten gibt es unterschiedlich Konzepte.

z.B. rein elektrisch.
Das Ding wird an der Steckdose oder der Ladesäule aufgeladen und fährt nur mit Batterie und Elektromotor.

Dann gibt es Hybriden (HEV). Die haben zwar einen Akku und einen unterstützenden kleinen E-Motor, aber der Strom kommt nur aus der Rekuperation und einem Generator, der 'nebenbei' vom Verbrennungsmotor angetrieben wird. Der Strom wird da meist zum Anfahren oder bei langsamer Fahrt (Stau) genutzt.

Nächste Stufe sind Plug-In Hybriden (PEHV), die werden an der Steckdose aufgeladen und fahren dann signifikant elektrisch. Haben meist größere Akkus und stärkere Elektro-Motoren. Anfahren und Geschwindigkeiten bis 30 oder manchmal 50 km/h werden elektrisch bewältigt und der Verbrenner wird zugeschaltet, wenn mehr Kraft benötigt wird oder der Akku zur Neige geht.

Sinnvoll ist der Einsatz des Elektromotors vor allem beim Anfahren, da ist er am effektivsten (da sofort das volle Drehmoment anliegt). Bei höherer Geschwindigkeit kann es aber auch sinnvoll eingesetzt werden.

Vor allem auf der Autobahn, für das so genannte Segeln. Wenn man (beim 'normalen' Auto) vom Gas geht bleibt die Geschwindigkeit ja nahezu gleich, das Auto hat Schwung und wird nur allmählich langsamer - primär wegen Luft- und Rollwiderstand. Diese werden können dann mit relativ geringem Kraftaufwand durch den Elektro-Antrieb kompensiert werden, um die Geschwindigkeit konstant zu halten. Erst beim Beschleunigen muss der Verbrenungsmotor wieder eingreifen.

poca
08.09.2016, 07:11
Nächste Stufe sind Plug-In Hybriden (PEHV), die werden an der Steckdose aufgeladen und fahren dann signifikant elektrisch. Haben meist größere Akkus und stärkere Elektro-Motoren. Anfahren und Geschwindigkeiten bis 30 oder manchmal 50 km/h werden elektrisch bewältigt und der Verbrenner wird zugeschaltet, wenn mehr Kraft benötigt wird oder der Akku zur Neige geht.


Das ist doch schon mal ne interessante Info. Ich dachte nämlich immer, dass wäre das grundlegende Prinzip von Hybriden, bis gestern jemand ganz irritiert auf meine Annahme reagierte.

Gerade diese Variante war das, was mich interessierte, wo ich vorhatte, meinen selbst produzierten Strom einzusetzen.

Wenn diese Technik aber gar nicht bei allen Hybriden verwendet wird, muss ich da noch etwas genauer recherschieren.

Gibt es da denn Unterschiede beim Stand der Technik?

Ich wohne eher ländlich und bin dadurch selten mal längere Zeit im Stadtverkehr unterwegs. Meistens kann ich mit 100 über Land brausen, wobei ja an fast jeder Einmündung der Verkehr wieder auf 70 gebremst wird (und man so nicht einfach "segeln" kann, wie du es nennst). Spart man da mit Hybrid noch was?

poca

Scorpiongirl
08.09.2016, 07:35
ich fahre eine hybrid-auto - honda crz, hev.
allerdings war die erstzulassung schon 2010 und ich weiß gar nicht, ob sich die technik bei honda in den letzten jahren weiterentwickelt hat.

der strom wird aus den nichtbenötigten schubkräften gewonnen, aber nur, wenn die kupplung nicht benutzt wird.

der strom wird genutzt beim starten, anfahren, beschleunigen und z.b. beim fahren berghoch, also immer zur unterstützung des benzinmotors. wenn ich konstant fahre, wird kein strom genutzt.

Antje3
08.09.2016, 08:35
Hallo

Mr McTailor hat ja schon grundsätzliches erklärt. Meine Freundin (allerdings in USA) fährt jetzt seit einigen Jahren (laß mich denken - tatsächlich 8 oder 10!!) einen Toyota Prius. Gerade im Stadtverkehr spart es enorm Benzin (und das ist auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht mehr so billig gewesen zwischenzeitlich). Zuverlässig ist wohl auch diese Generation an Hybrid-Fahrzeugen - ich hätte es mitbekommen, wenn sie nennenswerte Schwierigkeiten mit dem Wagen gehabt hätte.

Ich bin überzeugt, daß man eine Prämie nur auf einen Neukauf bekommen kann - denn das gleiche Auto kann ja nicht zweimal bezuschußt werden. Aber von günstigeren Steuertarifen profitierst Du natürlich dauerhaft:Die KFZ Steuer bei Hybridfahrzeugen wird nicht gesondert behandelt, sie kosten jährlich genau so viel wie herkömmliche Automobile. Da schadstoffarmeautos jedoch steuerlich günstiger sind, als Co2 Schleudern, fährt man mit dem Hybrid natürlich steuerlich besser.

Rechnet sich das denn für Deine "Fahrweise" - die Faustformel ist wohl: mind. 10.000 km im Jahr und das überwiegend im Stadtverkehr - zumindest ist da die Benzineinsparung am höchsten.

michaelX
08.09.2016, 09:30
Ist das beim jetzigen Stand der Technik überhaupt schon sinnvoll?

Schwer zu sagen, der erste Prius kam erst vor 19 Jahren auf den Markt ...

Punpun
08.09.2016, 12:52
Fragt mal die Taxifahrer die in Großstädten einen Prius fahren zu Ihrer Meinung über Ihr Hybridfahrzeug
Diese fahren seit zig Jahren ohne große Probleme mehrere Hunderttausende Kilometer und werden einen mehr als ehrlich Ihre Meinung sagen :smile:

Bei Hybrid ist alles genau umgekehrt wie bei der normalen bisherigen Spritverbrauchdenke.
Dort wo reine Verbrenner viel verbrauchen wie in der Stadt, viele Ampelstopps, ständige stop und go Verkehr hat der Hybrid seine Vorteile durch die Rückgewinnung der Energie
Da wo der Verbrenner spart , bei höherer (130 +) konstanter Geschwindigkeit auf der Autobahn verbraucht der Hybrid mehr
Der Hybrid eignet sich also vor allem für Stadtverkehr oder ständig wechselnden eher niedrigen Geschwindigkeiten und ist nichts für reine Kilometerfresser auf der Autobahn.

Deutsche Medien und Fachzeitungen suggerieren immer Bedenken da vorwiegend Japaner wie bsw. Toyota absolute Vorreiter in Sachen Hybrid oder jetzt Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen sind.
Die Hybrid Technik ist dort mehr als ausgereift und nun ja auch in Kleinwagen wie den Yaris erhältlich
Deutsche setzten Jahrzehntelang auf Diesel der in anderen Ländern überhaupt keine Rolle spielte

Die Japaner gehen anders als bsw. die deutsche Industrie eher mehr davon aus wofür man die Technik einsetzt und braucht und sehen die Zukunft momentan deswegen nicht einzig und alleine im E-Auto als Lösung und universelles Allheilmittel
Sondern jeder Zweck erfordert eine andere geeignetere Antriebsart

poca
08.09.2016, 17:56
Rechnet sich das denn für Deine "Fahrweise" - die Faustformel ist wohl: mind. 10.000 km im Jahr und das überwiegend im Stadtverkehr - zumindest ist da die Benzineinsparung am höchsten.

Die 10000 im Jahr krieg ich hin, der tägliche Weg zur Arbeit ist allerdings nur gut 5 km über Land eine Strecke. Dazu kommen dann die kurzen Wege zum Einkaufen, ab und zu mal abends etwas weiter zum Hobby und an den Wochenenden auch schon mal über die Autobahn, das aber meist nicht mehr als 100 km hin und zurück.

Ich bin wahrscheinlich bei meinen Überlegungen von falschen Annahmen ausgegangen, dachte, dass bei Kurzstrecken in erster Linie der Strom zum Einsatz kommt und ich dann immer schön zu Hause "nachtanken" kann. Dafür wäre aber wahrscheinlich ein reines Elektroauto sinnvoller, was dann wiederum für die längeren Strecken die ab und zu anfallen nicht geeignet ist... und 2 verschiedene Fahrzeuge sind dann auch nicht das Gelbe vom Ei.

poca

poca
08.09.2016, 18:01
Da wo der Verbrenner spart , bei höherer (130 +) konstanter Geschwindigkeit auf der Autobahn verbraucht der Hybrid mehr
Der Hybrid eignet sich also vor allem für Stadtverkehr oder ständig wechselnden eher niedrigen Geschwindigkeiten und ist nichts für reine Kilometerfresser auf der Autobahn.

Hhmm, ich bin weder das eine noch das andere. Irgendwie krieg ich grad das Gefühl, als sollte ich mir das aus dem Kopf schlagen. Am ehesten würde noch ein plugin-Hybrid passen, glaub ich.

poca

poca

Wildkatze69
09.09.2016, 08:09
Hallo Poca,
es gibt 2 Foren für Hybridfahrzeuge, da kannst du mal reinschauen und auch Fragen stellen. Die sind da gut informiert.
Such mal nach hybrid-piloten oder priusfreunde, wenn du interesse hast.

michaelX
09.09.2016, 08:15
Du mußt Hybridautos von Plug-in Hybridautos unterscheiden.
Plug-ins können auch rein elektrisch fahren, haben aber zusätzlich einen Verbrenner an Bord, der auch die Batterien laden und das Auto antreiben kann.
In Hybridautos wird "lediglich" der Verbrenner von einem Elektromotor bei der Arbeit unterstützt, die können höchstens ohne laufenden Motor ein- und ausparken.

Ein guter Bekannter fährt seit Jahren Prius, 4,4l/100km bei reinem Stadtverkehr im Sommer, 4,6 im Winter. Der Punkt ist, das funktioniert ohne jegliche Verrenkungen seitens des Fahrer. Reinsetzen, losfahren.

Ich meine gehört zu haben, daß ein bestimmter französischer Autohersteller beim Kauf eines vollelektrischen Autos eine bestimmte Anzahl von Tagen eines "normalen" Autos für die große Urlaubsfahrt dazugibt. Vielleicht wäre das je eine Option. 50 Wochen im Jahr ist das Auto viel zu groß, in den anderen zwei Wochen langt der Platz nicht. Dürfte bei den meisten so sein.

poca
09.09.2016, 19:24
Hallo Poca,
es gibt 2 Foren für Hybridfahrzeuge, da kannst du mal reinschauen und auch Fragen stellen. Die sind da gut informiert.
Such mal nach hybrid-piloten oder priusfreunde, wenn du interesse hast.

Danke für den Tipp!

poca
09.09.2016, 19:31
Ich meine gehört zu haben, daß ein bestimmter französischer Autohersteller beim Kauf eines vollelektrischen Autos eine bestimmte Anzahl von Tagen eines "normalen" Autos für die große Urlaubsfahrt dazugibt. Vielleicht wäre das je eine Option. 50 Wochen im Jahr ist das Auto viel zu groß, in den anderen zwei Wochen langt der Platz nicht. Dürfte bei den meisten so sein.

Naja, das wäre dann das nächste Problem: Ich für mich brauche nur ganz wenig Platz, aber die Hundebox im Kofferraum ne Menge. Die Hybridautos, die ich bis jetzt auf Bildern gesehen habe, waren alle keine Kombis. Und real hab ich bewusst noch gar keins gesehen.
Nächste Woche wird hier bei einem Händler die Möglichkeit zur Probefahrt angeboten, die wollte ich mal nutzen. Und das war auch der aktuelle Auslöser, gedanklich noch mal tiefer in die Materie einzusteigen.
Schließlich will ich ja wissen, worauf ich achten und wonach ich fragen muss.

Also könnt ihr mir gerne noch weiter Infos und Gedanken zukommen lassen. die bisherigen haben schon gut geholfen.

Danke schon mal dafür,

poca

Punpun
10.09.2016, 00:00
Naja, das wäre dann das nächste Problem: Ich für mich brauche nur ganz wenig Platz, aber die Hundebox im Kofferraum ne Menge. Die Hybridautos, die ich bis jetzt auf Bildern gesehen habe, waren alle keine Kombis. Und real hab ich bewusst noch gar keins gesehen....

Auris Touring Sports als Hybrid wäre so eine Art Kombi für Deine Zwecke
Gibt es aber nicht als Plug -in nur als normalen Hybrid
https://www.adac.de/infotestrat/tests/auto-test/detail.aspx?IDTest=5031
Toyota Auris Touring Sports: der Kombi für kühle Rechner | Auto (http://www.tz.de/auto/toyota-auris-touring-sports-kombi-kuehle-rechner-zr-2991546.html)
So fährt der Toyota Auris Touring Sports Hybrid - Bilder - autobild.de (http://www.autobild.de/bilder/so-faehrt-der-toyota-auris-touring-sports-hybrid-4268145.html#bild1)
Toyota Auris Touring Sports Hybrid: Fahrbericht - autobild.de (http://www.autobild.de/artikel/toyota-auris-touring-sports-hybrid-fahrbericht-4268091.html)

poca
10.09.2016, 08:39
Auris Touring Sports als Hybrid wäre so eine Art Kombi für Deine Zwecke
Gibt es aber nicht als Plug -in nur als normalen Hybrid[/url]

Vielen Dank für die Links. Ich habe mehrfach in den Fahrberichten von Automatikgetriebe gelesen. Muss das so sein, damit Hybridtechnik funktioniert oder gibt es die auch mit Schaltgetriebe?

Und so wirklich viel weniger als mein jetziger verbraucht der im Echtbetrieb scheinbar auch nicht.

poca

taggecko
10.09.2016, 09:14
Ich habe seit 2011 einen Honda Jazz Hybrid- da würde hinten auch viel reinpassen, habe vor kurzem eine Tür transportiert. Den gibt's jetzt auch ab und zu gebraucht.
Mir wurde damals gesagt, dass es den Hybrid nur mit Automatikgetriebe gibt- am Anfang fand ich das furchtbar, unsportlich - jetzt finde ich es sehr bequem.

Punpun
10.09.2016, 09:49
Vielen Dank für die Links. Ich habe mehrfach in den Fahrberichten von Automatikgetriebe gelesen. Muss das so sein, damit Hybridtechnik funktioniert oder gibt es die auch mit Schaltgetriebe?

Und so wirklich viel weniger als mein jetziger verbraucht der im Echtbetrieb scheinbar auch nicht.

poca

Ja, muss sein mit Automatik bei Hybrid

Die Tester aus Deutschland fahren bewusst oft genau so wie sie einen Verbrenner fahren. Das heißt sie jagen den Wagen teilweise bis zum Anschlag gnadenlos über die Autobahn .
Dann beklagen sie sich das der Motor viel zu laut wäre und aufheulen würde und ja doch nicht viel sparsamer als ein Diesel wäre
So fährt oder sollte man aber normalerweise keinen Hybrid fahren und für so eine Fahrweise ist ein Hybrid auch nicht gedacht-
Ein Hybrid erzieht regelrecht zum anderen bewussten entspannten Sprit sparenden fahren und umdenken..
Eigentlich fast schon ne Philosophie die nach kurzer Zeit sogar Spaß macht aber nichts aber auch gar nichts mit aufheulenden Reifen und bedenkenlosen zügig freudig sportlichen durchtreten des Gaspedals wie es uns sonst immer als sportlich suggeriert wird zu tun hat. Am besten selbst einfach bei Probefahrten mal ausprobieren wie Hybridfahren so ist und was es mit einem macht.

Grundsätzlich ist zu sagen, das gerade in der Stadt oder auch bei kurzen abwechselnden Landstraßen/Stadtwechsel Fahrten eine Spritsparersparnis da ist.
Aber die erhöhten Kosten für ein Hybridfahrzeug zur Zeit immer noch (beim Plugin Hybrid natürlich noch gleich wesentlich viel mehr) natürlich erst aber einer vergleichsweise recht hohen Kilometerzahl wieder reingeholt werden können.
Andererseits weiß keiner wie die Kraftstoffpreise, Steuern , evtl. Citymautgebühren usw. sich die nächsten Jahre entwickeln
Im Moment geben ja einige Händler freiwillig 2500-3000 € Prämie auch für Hybridautos an Kunden weiter
Trotzdem würde ich aktuell sagen, dass ein Hybridfahrzeug kurzfristig immer noch teurer kommt als ein Verbrenner.
Was aber die Entwicklung über die nächsten Jahre angeht weiß man das nicht so genau.
Hybridfahrzeug scheinen aber wesentlich Wartungsärmer- und Reparaturunanfälliger in Langzeittests zu sein, Das bestätigen auch die ganzen Tests sowie die Taxis die oft noch mit den ersten oder zweiten Generation von Hybridfahrzeugen mit hohen Kilometerzahlen unterwegs sind.
Man fährt nach der teuren Anschaffung mit grünen Gewissen und freut sich jedes mal diebisch wenn der Elektromotor auf dem Display zuschaltet über geringere oder eingesparte Spritkosten was aber schon beides fast eine Glaubensfrage ist .

Alles schwer zu beschreiben wenn man so ein Fahrzeug noch nie gefahren ist.
Allein das ungewohnt leise (lautlose) Anfahren im E -Modus ist für manche schon eine unglaublich entspannende neue Erfahrung und unwirklich. Andere vermissen den kernigen Motorsound (und damit verbundenen Spritverbrauch :lachen:)

michaelX
10.09.2016, 11:30
Der normale Prius hat eine umklappbare Rücksitzbank und es gibt den Prius+, das ist so ne Art Kombi.

Automatik ist großartig, du wirst nie wieder was anders haben wollen.

ereS
10.09.2016, 11:42
Hallo

Mr McTailor hat ja schon grundsätzliches erklärt. Meine Freundin (allerdings in USA) fährt jetzt seit einigen Jahren (laß mich denken - tatsächlich 8 oder 10!!) einen Toyota Prius. Gerade im Stadtverkehr spart es enorm Benzin (und das ist auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht mehr so billig gewesen zwischenzeitlich). Zuverlässig ist wohl auch diese Generation an Hybrid-Fahrzeugen - ich hätte es mitbekommen, wenn sie nennenswerte Schwierigkeiten mit dem Wagen gehabt hätte.

Ich bin überzeugt, daß man eine Prämie nur auf einen Neukauf bekommen kann - denn das gleiche Auto kann ja nicht zweimal bezuschußt werden. Aber von günstigeren Steuertarifen profitierst Du natürlich dauerhaft:Die KFZ Steuer bei Hybridfahrzeugen wird nicht gesondert behandelt, sie kosten jährlich genau so viel wie herkömmliche Automobile. Da schadstoffarmeautos jedoch steuerlich günstiger sind, als Co2 Schleudern, fährt man mit dem Hybrid natürlich steuerlich besser.

Rechnet sich das denn für Deine "Fahrweise" - die Faustformel ist wohl: mind. 10.000 km im Jahr und das überwiegend im Stadtverkehr - zumindest ist da die Benzineinsparung am höchsten.

was sind denn "schadstoffarme autos" ? und was ist da geunstiger ?

poca
10.09.2016, 12:27
Ja, muss sein mit Automatik bei Hybrid

Die Tester aus Deutschland fahren bewusst oft genau so wie sie einen Verbrenner fahren. Das heißt sie jagen den Wagen teilweise bis zum Anschlag gnadenlos über die Autobahn .
Dann beklagen sie sich das der Motor viel zu laut wäre und aufheulen würde und ja doch nicht viel sparsamer als ein Diesel wäre
So fährt oder sollte man aber normalerweise keinen Hybrid fahren und für so eine Fahrweise ist ein Hybrid auch nicht gedacht-
Ein Hybrid erzieht regelrecht zum anderen bewussten entspannten Sprit sparenden fahren und umdenken..
Eigentlich fast schon ne Philosophie die nach kurzer Zeit sogar Spaß macht aber nichts aber auch gar nichts mit aufheulenden Reifen und bedenkenlosen zügig freudig sportlichen durchtreten des Gaspedals wie es uns sonst immer als sportlich suggeriert wird zu tun hat. Am besten selbst einfach bei Probefahrten mal ausprobieren wie Hybridfahren so ist und was es mit einem macht.


Ojee, ich glaube, da müsste ich auch noch ziemlich umdenken.

Ich hab mal kurz den abgelegten Automatikwagen meines Vaters gefahren und war gar nicht glücklich damit. Leider (!!) bin ich, zumindest beim Beschleuhigen, oft eher mit Bleifuß unterwegs, wobei ich schon darauf achte, auch vorausschauend zu fahren, rechtzeitig vom Gas zu gehen um nicht unnötig bremsen zu müssen.
Kann sein, dass dies z.T. auch an der eher niedrigen Leistung meiner bisherigen Autos liegt.

poca

Punpun
10.09.2016, 12:51
Ojee, ich glaube, da müsste ich auch noch ziemlich umdenken.

Ich hab mal kurz den abgelegten Automatikwagen meines Vaters gefahren und war gar nicht glücklich damit. Leider (!!) bin ich, zumindest beim Beschleuhigen, oft eher mit Bleifuß unterwegs, wobei ich schon darauf achte, auch vorausschauend zu fahren, rechtzeitig vom Gas zu gehen um nicht unnötig bremsen zu müssen.
Kann sein, dass dies z.T. auch an der eher niedrigen Leistung meiner bisherigen Autos liegt.

poca

Könnte dann gut möglich sein, dass dann Hybrid -Technik wirklich (noch) nichts für Dich ist oder so gar nicht Deiner bisherigen Gewohnheit bzw. Mentalität entspricht
Die Freude und das verstehen von Hybrid-Technik kann man vielleicht überspitzt gesagt mit der Einstellung von bzw. zum (Zen-) Buddhismus vergleichen und weniger mit bisherigen anerzogenen gewohnten höher schneller weiter denken als einziges mögliches Leistungscredo
Außer zur Freude der Sanfheit, Ruhe ,Gelassenheit und des Spritsparens natürlich

Aber alles graue Theorie zumindest eine oder mehrere Probefahrten soltesten du schon machen und wie michaelX und taggecko schon schrieben.
Automatik ist großartig, du wirst nach einiger Zeit nie wieder was anders haben wollen

poca
10.09.2016, 20:51
Die Freude und das verstehen von Hybrid-Technik kann man vielleicht überspitzt gesagt mit der Einstellung von bzw. zum (Zen-) Buddhismus vergleichen und weniger mit bisherigen anerzogenen gewohnten höher schneller weiter denken als einziges mögliches Leistungscredo
Außer zur Freude der Sanfheit, Ruhe ,Gelassenheit und des Spritsparens natürlich

Aber alles graue Theorie zumindest eine oder mehrere Probefahrten soltesten du schon machen und wie michaelX und taggecko schon schrieben.
Automatik ist großartig, du wirst nach einiger Zeit nie wieder was anders haben wollen

Dann ist es vielleicht sogar genau das, was ich brauche!

Ich werde auf jeden Fall nächstes Wochenende die Möglichkeit zur Probefahrt nutzen. Neugierig bin ich.

Im Moment ist es so, dass ein Auto für mich die Möglichkeit bedeutet, von A nach B zu kommen. Dafür brauche ich weder größer, stärker, schneller noch sonst irgendwas sondern nur was, was fährt. Allerdings sollte die Zeitspanne zwischen A und B nicht zu lang sein, da sie eher lästiges Übel ist. Da käme dann der Zenmoment zumTragen.
Mein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand und kein Prestigeobjekt. Für mich bräuchte ich nur ein ganz kleines, für Hund (der täglich mitfährt) und alle möglichen (Bau)materialien dann aber doch wieder mehr Platz.
Von daher könnte ich mein Gewissen beruhigen, wenn ich ein eigentlich zu großes Auto fahre, was aber dann den Spritverbrauch eines Kleinwagens hat.

poca

Punpun
11.09.2016, 11:57
Normalerweise rate ich jedem Interessierten schon fast missionarisch zu Hybrid und versuche Ihn zu überzeugen
Bei Dir liebe Poca bin ich mir da jetzt aber nicht so sicher und habe darüber jetzt schon fast ein schlechtes Gewissen

Hybridautos sind noch teuer und wenn du jetzt allein wegen dem Hund und dem Baumaterial ein größeres Hybridauto brauchst wird es noch viel teurer.
Wenn Du alleinstehend bist und du dir einen Kombihybrid für eine ganze Kleinfamilie interessierst wie dem Auris Touring Sport bsw. sollte Dir das immer bewusst sein welche Kosten in der Anschaffung das dann für Dich das dann für Deine bescheidenen ? Bedürfnisse wären.
Deswegen überlege dir gut, ob dann nicht ein einfacher Verbrennerkombi wie bsw. ein Skoda Fabia Kombi bsw. richtiger wären (ab 13.000 € aufwärts ) oder wenn es Hybrid sein soll, dann eher ein Kleinwagen wie Toyota Yaris oder Honda Jazz (ab 14.000 € aufwärts) wo du dann meinetwegen zum Transport die Rückbank permanent umklappst oder Du Dir so einen gebraucht kaufst

Wenn Du aber das Geld wirklich übrig hast und es Dir auch wert ist rate ich Dir natürlich nicht von einem großen Hybrid ab aber wir reden hier von ab 25.000 € aufwärts

Ist so ähnlich als ob Du bei beim Discounter oder bei Feinkostkäfer einkaufst oder ne normale Handtasche oder eine von Prada

Aber jetzt Schluss mit dem ganzen Rat geben, genieße erst einmal die Probefahrten möglichst mit verschiedenen Fahrzeugen aus verschiedenen Klassen und Firmen

poca
11.09.2016, 12:44
Normalerweise rate ich jedem Interessierten schon fast missionarisch zu Hybrid und versuche Ihn zu überzeugen
Bei Dir liebe Poca bin ich mir da jetzt aber nicht so sicher und habe darüber jetzt schon fast ein schlechtes Gewissen

Hybridautos sind noch teuer und wenn du jetzt allein wegen dem Hund und dem Baumaterial ein größeres Hybridauto brauchst wird es noch viel teurer.
Wenn Du alleinstehend bist und du dir einen Kombihybrid für eine ganze Kleinfamilie interessierst wie dem Audis Touring Sport bsw. sollte Dir das immer bewusst sein welche Kosten in der Anschaffung das dann für Dich das dann für Deine bescheidenen ? Bedürfnisse wären.
Deswegen überlege dir gut, ob dann nicht ein einfacher Verbrennerkombi wie bsw. ein Skoda Fabia Kombi bsw. richtiger wären (ab 13.000 € aufwärts ) oder wenn es Hybrid sein soll, dann eher ein Kleinwagen wie Toyota Yaris oder Honda Jazz (ab 14.000 € aufwärts) wo du dann meinetwegen zum Transport die Rückbank permanent umklappst oder Du Dir so einen gebraucht kaufst

Wenn Du aber das Geld wirklich übrig hast und es Dir auch wert ist rate ich Dir natürlich nicht von einem großen Hybrid ab aber wir reden hier von ab 25.000 € aufwärts

Ist so ähnlich als ob Du bei beim Discounter oder bei Feinkostkäfer einkaufst oder ne normale Handtasche oder eine von Prada

Aber jetzt Schluss mit dem ganzen Rat geben, genieße erst einmal die Probefahrten möglichst mit verschiedenen Fahrzeugen aus verschiedenen Klassen und Firmen

Hallo punpun,

vielen Dank, dass du dir so unermüdlich "meinen Kopf zerbrichst". Ich finde das klasse und freue mich über die vielen Denkanstöße (natürlich auch von allen anderen die mitschreiben). Die bekommt man nicht unbedingt, wenn man irgendeinen Fahrbericht liest.

Du meinst sicher Auris statt Audis, oder? Der steht am Wochenende auf meiner Probefahrtwunschliste. Allerdings ist das, zumindest hier im Prospekt, kein Kombi und ich war nicht sicher, ob es den als Hybrid auch in der Kombivariante gibt. Ich bin ein paar Jahre Corolla gefahren und war damit super zufrieden, allerdings war der dann ohne Kombi vom Kofferraum her zu klein für die Hundebox.

Und den Skoda Fabia Kombi fahre ich aktuell. Allerdings fühle ich mich mit dem nicht so wohl wie mit dem Corolla, auch wenn es kein schlechtes Auto ist.

Den Yaris fährt mein Sohn, aber der ist mir definitiv zu klein, sowohl für den Hund als auch für all die anderen Dinge, die ich immer mal wieder hin und her fahren möchte. Haus und Garten erfordern ja doch immer wieder den Transport größerer Gegenstände.

Und auch wenn es voraussichtlich nur noch selten nötig ist, ist es vom Gefühl her doch ganz schön, wenn man spontan auch mal mehr als eine Person mitnehmen kann und nicht die Rückbank entweder umgeklappt oder durch Hundebox belegt ist.

Ich weiß, ich vermische da unterschiedliche Bedürfnisse, aber das liegt vielleicht daran, dass ich NOCH in der Umstellung nach der Familienphase bin, wo ich ja sogar ne Zeit lang mal 7-Sitzer gefahren bin und den auch gebraucht habe.

Theoretisch brächte ich ein Auto mit den Außenmaßen eines Yaris und dem Platz eines Zafira :freches grinsen:. Dann könnte ich alles transportieren und käme in jede Parklücke.

poca

Mr_McTailor
11.09.2016, 13:47
An Automatik wird wohl kein Weg vorbeiführen. Reine Elektroautos fahren sogar ganz ohne Getriebe, oder jedenfalls stufenlos.

Das Stichwort Kombi erlaubt es mir, meinen derzeitig favorisierten Hybriden ins Spiel zu bringen:
den Volvo V60 Twin-Engine.

Die Kombination aus einem dicken Diesel (220 PS) und einem ordentlichen Stromer (70 PS) ist einfach geil. Rein elektrisch fährt er so um die 50 KM weit, Diesel und Strom kombiniert landet man irgendwo zwischen 750 und 1.000.

Wenn man die Kuh fliegen lässt (permanent Allrad), ist man in 6 Sek. auf 100. Aber e-Autos machen beim Beschleunigen auch dann Spaß, wenn man den Verstand eingeschaltet läßt.

Man kann wählen rein elektrisch zu fahren, nur mit Diesel oder dem Auto die Entscheidung überlassen.

Evtl. könntest Du auch den Renault Kangoo e anschauen. Der wäre zwar rein elektrisch, und ich bin nicht sicher, ob die 100 KM (+/-) Reichweite zu Deinem Pflichtenheft passen, aber der sonst ist er vielleicht einen Blick wert.

poca
11.09.2016, 16:14
Die Kombination aus einem dicken Diesel (220 PS) und einem ordentlichen Stromer (70 PS) ist einfach geil. Rein elektrisch fährt er so um die 50 KM weit, Diesel und Strom kombiniert landet man irgendwo zwischen 750 und 1.000.

Evtl. könntest Du auch den Renault Kangoo e anschauen. Der wäre zwar rein elektrisch, und ich bin nicht sicher, ob die 100 KM (+/-) Reichweite zu Deinem Pflichtenheft passen, aber der sonst ist er vielleicht einen Blick wert.

Hab gesehen, dass es den auch mit160 PS gibt, aber selbst das ist wahrscheinlich für mich schon übermotorisiert. Und Diesel ist für meine Kurzstrecken wohl auch eher ungeeignet. Ich komme mittlerweile nicht mehr auf 15.000 im Jahr.

Leider ist aber die Reichweite des reinen E-Autos dann doch nicht ausreichend, damit könnte ich nicht mal mehr meine Familie besuchen und das fällt doch mindestens einmal/Monat an.

Aber was ich da auf der HP noch gelesen habe, wirft schon direkt die nächste Frage auf: Wie hoch sind eigentlich die durchschnittlichen Stromkosten für den Betrieb? Kann man das überhaupt so generell sagen? Da stand was von 1,8 Franken auf 50 km, das wären ja umgerechnet etwas mehr als 3,30 € auf 100 km, also deutlich günstiger als Sprit. Passt das generell oder ist das von Fahrzeug zu Fahrzeug und je nach Fahrweise und landschaftlichen Gegebenheiten unterschiedlich. Da kommt es doch sehr wahrscheinlich sehr stark drauf an, wie oft sich der E-Motor überhaupt zuschaltet, oder?

Stimmt es eigentlich, dass die Akkus jeweils nicht in den Besitz übergehen, sondern monatliche Mietkosten anfallen?
Edit:Hab gesehen, dass das anscheinend bei den reinen Elektroautos so ist, aber bei den Hybriden habe ich diesen Hinweis noch nicht entdeckt.

poca

Mr_McTailor
11.09.2016, 18:40
Hab gesehen, dass es den auch mit160 PS gibt, aber selbst das ist wahrscheinlich für mich schon übermotorisiert. Und Diesel ist für meine Kurzstrecken wohl auch eher ungeeignet. Ich komme mittlerweile nicht mehr auf 15.000 im Jahr Naja, der Witz ist ja, dass man ihn auch rein elektrisch fahren kann.

15.000 km im Jahr abzüglich der Langstrecken also vielleicht 12.000 - mithin knapp 240 pro Woche. Da kommst Du mit 50 km Reichweite pro Ladung wahrscheinlich fast rein elektrisch durch den Alltag. Wie fett der Dieselmotor ist, spielt dann eigentlich keine Rolle mehr. Abgesehen davon natürlich, dass er im Anschaffungspreis reinschlägt.

Von einem kleineren als dem 220 PS Fünfzylinder habe ich noch nichts gehört. Nur von einem größeren - im XC90 Twin-Engine.

Grundsätzlich hängen die Stromkosten natürlich am Verbrauch und der wiederum an der Fahrweise, dem Fahrzeuggewicht und den zusätzlichen Verbrauchern (primär wohl Heizung und Klimaanlage).

Ganz grob kann man folgende Rechnung machen: der V60 hat eine Batteriekapazität von 11,2 kw/h und soll damit 50 km rein elektrisch fahren. Wenn man z.B. 25 €-cent für die kw/h zahlt wären das 11,2 x 0,25 = also 2,80 €. Dann muss man noch etwas Effizienzverlust beim Ladevorgang einkalkulieren und landet wohl bei etwas über 3 € für die 50 km also bei etwa 6,50 € pro 100 km. Deutlich billiger als mit Diesel ist das wohl nicht.

Mit dem Citroen DS3 verbrauche ich in der Stadt unter 4,5 Liter, mit dem 220er Daimler (C-Klasse Kombi) auf der Lang- und Mittelstrecke etwas unter 7 Liter - jeweils Diesel.

Es gibt inzwischen reine e-Autos, die haben Reichweiten zwischen 200 und 300 km. Z.B. Nissan Leaf und BMW i3, die passen aber von Form und Größe eher nicht zu Deinem Anforderungsprofil.

Punpun
11.09.2016, 19:02
Stimmt es eigentlich, dass die Akkus jeweils nicht in den Besitz übergehen, sondern monatliche Mietkosten anfallen?
Edit:Hab gesehen, dass das anscheinend bei den reinen Elektroautos so ist, aber bei den Hybriden habe ich diesen Hinweis noch nicht entdeckt.

Bei den E-Autos soll das wohl so sein, kenne ich mich aber nicht so aus

Bei dem Hybriden gehört die Hybridbatterie jedenfalls genau so dem Fahrzeugeigentümer wie der Motor . die normale Autobatterie oder andere Teile des Autos bei reinen Benzinern oder Dieselfahrzeugen

Mit allen Vor- und Nachteilen die Eigentum so mit sich bringt
(evtl. Reparatur, Austausch, Entsorgung usw.)
Allerdings kommt ein Batteriewechsel wohl extrem selten bislang vor

Toyota bsw. rechnet bei den NiMH-Batterien Nickel-Metallhydrid-Akkumulato) mit einer Lebensdauer, die der Fahrzeuglebensdauer entspricht (200.000-250.000 km)
Es soll aber auch schon Hybridfahrzeuge (Taxis) geben die derzeit schon noch mehr gefahrene km (mehr als 350.000 km ) problemlos mit der bislang ersten Batterie unterwegs sind.
Normal werden ganz andere Bauteile viel eher schlappmachen, wie normale Elektronik
Immerhin wurden ja schon mehrere Millionen von Hybridfahrzeuge allein weltweit von Toyota ausgeliefert.
Wenn es da breitflächige Batterieprobleme gäbe, wäre das sicher in den Medien schon genüsslich breitgetreten worden - vor allem von der Konkurrenz
Kosten für einen Batterie-Ersatz dürften etwa um 2000€ je nach Fahrzeug sein, falls es dann wirklich nötig sein sollte.

poca
12.09.2016, 07:08
Von einem kleineren als dem 220 PS Fünfzylinder habe ich noch nichts gehört. Nur von einem größeren - im XC90 Twin-Engine.
Ich habe mich auch verlesen, seh ich grad. Die 162 waren die kW, nicht die PS.

poca

michaelX
12.09.2016, 11:06
Bei eAutos von Renault muß man die Akkus dazu mieten, bei andern Herstellern gehören sie zum Auto.

poca
13.09.2016, 06:51
Bei eAutos von Renault muß man die Akkus dazu mieten, bei andern Herstellern gehören sie zum Auto.

Danke für die Info!

Punpun
19.09.2016, 22:16
@poca

...und wie war die Probefahrt ?
Erzähl doch mal hinterher Deine subjektive ersten Eindrücke, würde mich wirklich interessieren ?

poca
20.09.2016, 16:48
@poca

...und wie war die Probefahrt ?
Erzähl doch mal hinterher Deine subjektive ersten Eindrücke, würde mich wirklich interessieren ?

Naja, so wirklich ergiebig war sie nicht. Ich durfte gar nicht selber fahren sondern habe beim Verkäufer auf dem Beifahrersitze gesessen. Und bei ihm hatte ich eher das Gefühl, er wollte mir zeigen, wie spritzig so ein Wagen ist, wie schnell er von 0 auf 100 kommt.
Das fand ich zwar auch erstaunlich, aber das war ja nicht mein Anliegen. Ich hätte selber fahren können, aber nur im Rahmen eines Gewinnspiels, wo der sparsamste Fahrer auf einer vorgegebenen Strecke einen Grill gewinnen konnte. An dem hatte ich erstens kein Interesse, 2. hatte schon jemand mit 2,9 l vorgelegt (der verschwenderischste lag bei 4 l) und 3. hat mir da dann die Zeit gefehlt, weil ich nicht so früh wie geplant von zu Hause weg gekommen bin.
Außerdem hätte ich da ja wieder nicht "meine" Dinge testen können, nicht mal ein bisschen mit den Möglichkeiten spielen können.
Das Fahrzeug war ein Auris, also kein plug-in, wobei ich schon fasziniert war und mit dem plug-in ja einfach noch mal mehr Möglichkeiten hätte als mit einem normalen Hybrid.
Den Prius konnte ich mir nur ein wenig von innen ansehen, aber noch nicht mal anmachen, weil die Batterie leer war. Das war natürlich denkbar schlecht vorbereitet. Aber alleine das Drinsitzen fand ich schon eher nicht so mein Ding, weil der mir einfach eine Nummer zu groß war, und wahrscheinlich mit all seinen vielen Anzeige- und Auswertetools in der Praxis dann auch zu unübersichtlich.

Naja, ich stehe ja noch ziemlich am Anfang meiner Überlegungen, wobei mir sogar der Verkäufer eher davon abgeraten hat. Seiner Meinung nach sind das eher Prestigeobjekte, geeignet z.B. für Inhaber einer Firma für Photovoltaikanlagen, die mit der Nutzung ein bestimmtes Ziel verfolgen oder für Technikfreaks, die immer auf dem neuesten Stand bleiben wollen.
Für andere stimme einfach das Preis/Leistungsverhältnis (noch) nicht und lohne sich nur, wenn man/frau Geld zu viel habe.

poca

michaelX
20.09.2016, 17:09
Als erstes einen anderen Händler suchen.

Mr_McTailor
20.09.2016, 17:37
Ich würde den Beitrag einfach mal kopieren, in eine Mail setzen und an Toyota Deutschland schicken.
Womöglich stellen sie Dir als Reaktion die Karren für die Probefahrt gleich vor die Haustür.

Antje3
20.09.2016, 17:37
Wollte ich auch gerade schreiben. Was soll denn so ein Scheiß. Probefahrt ist doch nicht eine Spazierfahrt für den Verkäufer. Den würde ich gar nicht dabei haben wollen!
Ich kenne das so, daß man den Wagen mitbekommt. In manchen Autohäusern sogar für ein Wochenende....

Punpun
20.09.2016, 20:33
@poca

Nicht so schön, vor allem sehr,sehr kontraproduktiv :grmpf:

Aber ich glaube du hattest Dir bei Toyota mit dem bundesweiten einmal im Jahr Grill WE auch den falschen Termin ausgesucht .
Bei solchen Veranstaltungen genau wie an dem Sonnabenden wo ein neues Model mit Frühstücksbuffet oder Kaffee und Kuchen vorgestellt wird ist meistens viel zu viel los.
Aber das ist auch von Händler zu Händler und Ort unterschiedlich.
An solchen beworbenen Model, Motto , Schnorrer und Händlerfeiertagen , egal von welche Marke und Händler, gucke ich in der Regel immer nur , esse und trinke und setze mich fühlend und prüfend ins Auto , nehme mir die Prospekte mit und vereinbare eine Probefahrt wo ich alleine fahren darf, innerhalb der nächsten Tage.

Mein Toyota und auch Lexus Händler ist da mehr als nur großzügig was zeit und Sprit angeht, liegt aber auch daran das bei mir in der Region VW extrem übermächtig und angesehen ist.

Punpun
20.09.2016, 20:37
Ich würde den Beitrag einfach mal kopieren, in eine Mail setzen und an Toyota Deutschland schicken.
Womöglich stellen sie Dir als Reaktion die Karren für die Probefahrt gleich vor die Haustür.

:allesok:

poca
21.09.2016, 22:23
Ich würde den Beitrag einfach mal kopieren, in eine Mail setzen und an Toyota Deutschland schicken.
Womöglich stellen sie Dir als Reaktion die Karren für die Probefahrt gleich vor die Haustür.

Gute Idee, sollte ich vielleicht mal probieren :freches grinsen:

poca
21.09.2016, 22:35
Aber ich glaube du hattest Dir bei Toyota mit dem bundesweiten einmal im Jahr Grill WE auch den falschen Termin ausgesucht .


nehme mir die Prospekte mit und vereinbare eine Probefahrt wo ich alleine fahren darf, innerhalb der nächsten Tage.



Kann gut sein, dass ein anderer Termin besser gewesen wäre, wobei ich es da nicht wirklich voll fand. Aber, wie gesagt, es war wahrscheinlich kurz vor Feierabend und da hatten die dann vielleicht die Faxen dicke. Prospekte von dem Prius hatte ich mir mitgenommen, und hab da auch noch ein paar interessante Infos drin gefunden.
Jetzt wo du es schreibst, fällt mir ein: der Verkäufer hat mir angeboten, dass wir einen separaten Termin für weitere Probefahrten vereinbaren können. Da bin ich aber erst mal nicht drauf eingestiegen, weil ich ja momentan noch keine konkreten Kaufabsichten habe und außerdem terminlich etwas eng bin. Ich bin eher mit der Vorstellung zu dem Termin gegangen, dass es an so einem Tag vielleicht etwas freier ist und der Verkäufer einem nicht unbedingt schon einen unterschriebenen Kaufvertrag vorlegt.

Im Nachhinein ist mir eingefallen, ich hätte das Gewinnspiel ja auch für meine Zwecke nutzen können, wenn ich sowieso keine Lust auf den Grill habe. Da hätte ich ja, völlig losgelöst vom Verbrauch, einfach für mich testen können. Aber bei sowas bin ich dann immer etwas zu langsam im Kopf. Die Strecke ist dann zwar vorgegeben, aber ich hätte ja einfach experimentieren können.

poca

janne123
19.01.2017, 17:04
Es gibt inzwischen auch gute Informationsquellen. Nachlesen kannst du viele Informationen zum Beispiel unter

[editiert]

Da gibt es auch einige Testberichte.

Gruß
Janne

Reginadelanoche
06.04.2017, 16:31
Dieser Thread ist ja schon ziemlich alt, aber offenbar immernoch interessant. Deshalb möchte ich kurz meine Erfahrungen mit einem Hybridfahrzeug schildern. Wir fahren seit knapp 2 Jahren einen Toyota Auris Hybrid, den wir gebraucht (3 Jahre alt) mit einer Laufleistung von 72.000 km für 9000 Euro bei einem Händler gekauft haben. Mit der Antriebstechnik sind wir nicht so zufrieden, weil der Motor manchmal nicht nachvollziehbar reagiert. Beispiel: Wir stehen mit dem Auto an einer roten Ampel. Nach 5 Sekunden schaltet sich der Motor ab, aber noch bevor es grün wird, schaltet er sich wieder an, weil anscheinend der Strompuffer im Akku leer ist. Es lassen sich ohnehin nur sehr kurze und langsame Strecken voll elektrisch fahren. Der Traum, zumindest Kurzstrecken von 1-2 km rein elektrisch zu fahren, war schnell ausgeträumt.
Der Auris ist schon ein recht sparsames Auto, aber weniger als 5 Liter verbrauchen wir nie. Und wir fahren beide sehr vernünftig und vorausschauend. Drei Liter Verbrauch sind eine Illusion.
Ein ganz großer Nachteil ist der extrem kleine Kofferraum, da in ihm auch noch die Akkus untergebracht sind. Um zwei normale Koffer zu verstauen, müssen wir schon die Rückbank umklappen. Zum Glück ist unser Sohn inzwischen aus dem Haus, so dass wir auf diese Weise mit dem Platzangebot auskommen. Aber von unserem alten Minivan waren wir sehr verwöhnt.
An die Automatik habe ich mich schnell gewöhnt. Das ist schon sehr schön, aber ich verstehe inzwischen auch, wie es dazu kommen kann, dass manche (alte) Leute die Bremse mit dem Gaspedal verwechseln. Der linke Fuß auf der Kupplung fehlt einfach bei der Orientierung im Fußraum.
Mein Fazit ist: Ich würde heute lieber weniger Geld ausgeben und einen alten Benziner kaufen. Den fahre ich dann noch so lange, bis die Preise für Elektrofahrzeuge im bezahlbaren Rahmen liegen.

poca
07.04.2017, 07:14
Vielen Dank!

Sehr interessante Infos, genau sowas suche ich... praktische Erfahrungen.

poca

Alda79
08.04.2017, 19:08
Nachdem ich auch gerade intensive Autorecherche betrieben habe, war der Auris Touring Sports (also die Kombivariante des Auris) mein Top-Favourit.

Ich bin ihn auch Probe gefahren, und auch da gefiel er mir- leider scheiterte es daran, dass mein Mann den "Gummiband"-Effekt einfach nicht akzeptieren konnte :unterwerf:: die Beschleunigung fühlt sich ganz anders an als bei vergleichbar motorisierten herkömmlichen Diesel- oder Otto-Kraftstoff-Fahrzeugen.
Wie gesagt, ich fand ihn prima zu fahren, gerade die Automatik hätte mich sehr gefreut. (Und objektiv hat er sehr gut beschleunigt! Aber mein Mann blieb stur...)

Zum Platzangebot: ich fand ihn sehr großzügig. Der Kofferraum ist doch riesig? Klar, es war der Kombi- die Batterien allerdings sind unter der Rückbank verstaut und nicht unterhalb des Kofferraumes. (Das Fahrzeug war von Ende 2015 - vielleicht wurde das umgestellt?)
Die Rückbank war auch großzügig, wir haben es mit Kindersitzen und Kindern drin getestet.
Bloß vorne wirkte es durch die Gestaltung des Armaturenbrettes/ Handschuhfachs beengend, aber das mag uns durch den Kontrast zum derzeitigen Fahrzeug so erschienen sein.

Zum Verbrauch oder zur Start-Stopp-Automatik kann ich natürlich nach einer Probefahrt nichts sagen , aber: der "Nicht-Plug-in"-Hybrid ist auch definitiv nicht für das reine elektrische Fahren konzipiert!
Man SOLL ihn nicht rein elektrisch fahren, das ist eine reine "Angebefunktion", die man höchstens nutzen kann, wenn man abends mal extra leise die Einfahrt hinaufschleichen will oder auf Parkplätzen oder im Parkhaus :smirksmile:.

Der Sinn des Hybridantriebs ist alleine die Kraftstoff- und damit Emissionsersparnis, besonders effektiv wird diese, wenn das persönliche Fahrprofil viel Stadt- und Landstraßenverkehr und einen geringeren Autobahnanteil aufweist, weil so durch die Rekuperation am meisten Energie gewonnen wird.

Die Batterien sind so ausgelegt, dass sie sich niemals komplett entladen können (das erhöht die Lebensdauer) und wenn man ihn nie ausufernd rein elektrisch fährt, sollte das dann auch nicht dazu führen, dass es die Start-Stopp-Automatik beeinträchtigt.

Hach, ich finde es immer noch schade, dass er es nicht geworden ist :lachen:.
(Allerdings war das Fahrzeug von der Probefahrt , 1 Jahr alt, ca. 18.000 km, viel Ausstattungsextras mit 23.500 € auch über unserem geplanten Budget...)