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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auto mit Bruder teilen / Kosten?



Jaledi
17.08.2016, 10:17
Guten Morgen,

mein Bruder zieht ab September wieder in meine Stadt und ich überlege nun, ob wir uns sein Auto teilen können. Ich habe ihn schon gefragt, er hat gleich zugestimmt und sagte, ich könne es auch umsonst mitbenutzen, wenn ich es möchte. Ich möchte aber schon auf jeden Fall etwas dazugeben. Was würdet ihr angemessen finden? Es geht darum, dass ich das Auto ca. ein- bis zweimal die Woche zum Einkaufen benutze. Bin alleinerziehend mit Kleinkind und musste bisher alles zu Fuß/mit Fahrrad erledigen, von daher wäre ein Auto eine große Erleichterung. Außerdem würde ich das Auto ab November benutzen, um jeden zweiten Samstag zu einer Fortbildung zu fahren (insgesamt 40 km hin und zurück).

Ich dachte so an 50 EUR monatlich plus 100 EUR jährlich als mein Anteil für Versicherung/Steuer? Und dann natürlich auch zwischendurch mal tanken.

Müsste ich noch was wegen der Versicherung beachten, wenn ich ein fremdes Auto fahre?

LG
Jaledi

Margali62
18.08.2016, 08:54
Mit der Versicherung: Lass das deinen Bruder klären, würde ich sagen. Ist ja seine Versicherung.

2., Kostenbeteiligung: Pauschal ist nicht so meins. Es ist besser, ein Fahrtenbuch zu führen. So kann nach gefahrenen Kilometern abgerechnet werden.
Zumindest !! solltest du die Spritkosten deiner gefahrenen Kilometer erstatten. Es darf auch ruhig etwas mehr sein, denn dein Bruder nimmt auf seine Kappe

O den kilometerabhängigen Wertverlust
O den Instandhaltungsaufwand
O die Steuern und Versicherung.

Margali62
18.08.2016, 08:55
Ich schicke dir per P.N. noch einen Link.

Mann-und-Mensch
18.08.2016, 14:35
2., Kostenbeteiligung: Pauschal ist nicht so meins. Es ist besser, ein Fahrtenbuch zu führen. So kann nach gefahrenen Kilometern abgerechnet werden.
Zumindest !! solltest du die Spritkosten deiner gefahrenen Kilometer erstatten. Es darf auch ruhig etwas mehr sein, denn dein Bruder nimmt auf seine Kappe

O den kilometerabhängigen Wertverlust
O den Instandhaltungsaufwand
O die Steuern und Versicherung.

Das sehe ich auch so. Wenn Dein Bruder das Auto hauptsächlich nutzt, finde ich es am gerechtesten, wenn Ihr einen Geldbetrag pro gefahrenem Kilometer ausmacht. Orientieren könnt Ihr Euch dabei am steuerlichen Kilometersatz von 0,30 Euro / km. Das ist schon relativ niedrig. Bei einem sehr billigen, sehr sparsamen Auto könnt Ihr auch einen niedrigeren Satz vereinbaren, bei einem sehr teuren und sehr spritschluckenden Auto können die vollständigen Kosten auch über 1 Euro pro Kilometer liegen.

wildwusel
18.08.2016, 23:09
Abschreibung (Wertverlust, Ansparen für's nächste Auto, wie auch immer), und laufende Kosten bestimmen, Fahrtenbuch führen, jeder zahlt entsprechend seines Anteils an den Gesamtkilometern.

z.B. monatliche Abschreibung 100 Euro, auf den Monat runtergerechnete Steuer und Versicherung 30 Euro, Benzinkosten diesen Monat 80 Euro, Gesamtfahrleistung 1000 km, davon 1/3 du und 2/3 er, Auslagen von ihm 30 Euro plus Abschreibung, Auslagen von dir 80 Euro: Gesamtkosten 210 Euro, er hat eingebracht 130 Euro, du hast eingebracht 80 Euro, er ist für 140 Euro (2/3 von 210) gefahren, du für 70 (1/3 von 210) => du kriegst 10 Eu von ihm.

Klären, wie Reparaturen/TÜV/Wartung gehandhabt werden. (z.B. nach Anzahl der gefahrenen Kilometer im letzen Jahr.)
Klären, wie Schäden und evt. dadurch steigende Versicherungsbeiträge gehandhabt werden.

Gucken, ob die Versicherung andere Fahrer erlaubt, und ob es eine Jahreskilometergrenze gibt, die bei zwei Nutzern zu niedrig angesetzt ist.

Jaledi
19.08.2016, 09:38
Danke für eure Antworten! Das bringt mich auf jeden Fall um einiges weiter. Wir werden es wahrscheinlich so machen, wie Wildwusel es geschrieben hat. Nur nach gefahrenen Kilometern zu bezahlen, wäre schon arg wenig. Wenn ich nur einmal die Woche damit einkaufe, würde ich höchstens 5 Kilometer fahren.

Wie das mit Reparaturen/TÜV usw. aussieht, müsste ich mal schauen. Bei mir sieht es finanziell eher knapp aus, wenn es große Beträge wären, könnte ich nicht wirklich viel dazu beisteuern :niedergeschmettert:

LG

Meeressturm
19.08.2016, 21:57
Abzuklären ist auch, wie es mit der Versicherung aussieht. Wer haftet, wenn du zB. ein Unfall baust? Soweit ich weiß, muss dann die Versicherung deines Bruders aufkommen, auch wenn du zB den Blechschaden verursacht hast.

Wär' vielleicht nicht schlecht, dass mal zu besprechen, nicht dass es dann im Nachhinein Überraschungen gibt.

Marta-Agata
19.08.2016, 22:02
Wieviel fährt er denn?
Hat(te) er das Auto sowieso? Steht es bei ihm meist herum?
Ist er finanziell deutlich besser gestellt als du?