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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Burnout ? Mein Partner steckt mittendrin.....



Inaktiver User
31.12.2006, 17:11
...Hallo, ich habe schon einmal unter "um den Partner kämpfen" gepostet. Ich habe auch einen Burnout-Menschen, der mich fast um den Verstand bringt. Er hat mich in der gemeinsamen Wohnung zuletzt nicht mehr wahrgenommen und ich bin ausgezogen. Nach einer Woche kam bei ihm das großes Erwachen und er überhäufte mich mit Liebesschwüren. Ihm ging es wirklich sehr schlecht und er hat zudem noch einen Herzinfarkt diagnostizert bekommen, als er "wach" wurde. Darauf gabe es erste einmal Beruhigungstabletten....ich habe versucht ihm zur Seite zu stehen, obwohl es mir schwer fiel. Er hat mich ja praktisch fallengelassen....ich habe nur die Konsequenzen gezogen und "musste" ausziehen. Seine Selbstständigkeit hat unsere Beziehung gekostet.

Was ist jetzt ? Er kommt wieder bei mir an, schiebt mich weg, je nach Bedarf. Mal bin ich lieb und mal bin ich das "Arschloch". Dann bekomme ich auch mal ne SMS mit "Du nervst", dann wieder eine liebe SMS zur Nacht.......so kenne ich diesen Menschen überhaupt nicht. Er möchte gerne mit mir eine neue Beziehung aufbauen, tritt mich im gleichen Zug aber wieder mit Füssen. Wenn ich frage woran ich bin, kommt immer "ich weiß auch nicht, warum ich so zu Dir bin, warum ich genervt bin..."....
so langsam weiss ich auch nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich komme auch nicht so richtig von ihm los :-(. Das Schlimme ist nur, dass ich mir die derbsten Dinge anhöre, aber überhaupt nicht nachtragend sein kann !
Diese GEfühlswallungen kann ich mir einfach nicht erklären. Ich bin auf jeden Fall die Schuldige und mache alles kaputt !!!!

liebe traurige Grüsse
Daddel

Jiggles
26.01.2007, 22:34
...dieses gefühl von rauf und runter und gut und schlecht ist meiner Meinung nach ein zeichen dafür, daß die gefühle nicht mehr stimmen und man es vielleicht noch nicht eingestehen kann. Kann sein, er ist vielleicht oft gestresst aber mal ganz ehrlich, Du hast Dich einmal getrennt und wenn er jetzt angeblich "wach" geworden ist, dann hätte er nicht die Gefühle, Dich einerseits wegstóßen zu wollen und andererseits anzuziehen. Von dem was ich von Dir gehört habe würde ich gehen....

lindenblatt
27.01.2007, 00:04
Liebe Daddel,

kann deine Rat- und Hilflosigkeit sehr gut verstehen und schicke dir hier erst mal eine kleine Streicheleinheit: :wangenkuss: .

Ich weiß nicht, ob und, wenn ja, wie intensiv du dich mit schon mit dem Burnout-Syndrom beschäftigt hast. Sehr viel Aufschlussreiches kannst du dazu bei Wikipedia finden.

Ausgehen musst du auf jeden Fall davon, dass Burnout eine ernsthafte psychische Erkrankung ist, die zunächst einmal für den Betroffenen selbst ein Riesenproblem darstellt. Zum einen ist sie die Folge extremer Kraftanstrengungen (vor allem am Arbeitsplatz, meist aber auch in anderen Lebensbereichen), die der Erkrankte auch schon als äußerst quälend und sich selbst dabei wie den sprichwörtlichen Hamster im (sich immer schneller drehenden!) Laufrad erlebt hat. Und dann kommt der körperlich-seelische Zusammenbruch, schlimmstenfalls in so bedrohlicher Form wie einem Herzinfarkt.

Im Verlauf dieser Krankheit verändert sich - natürlich ohne dass er das will und in der Regel auch ohne dass er das merkt - die Persönlichkeit des Betroffenen. An diesem Punkt wird Bunout auch für die Menschen in seiner Umgebung zum Problem. Der am Burnout-Syndrom Erkrankte zeigt völlig widersprüchliche Verhaltensweisen, sowohl sich selbst als auch Anderen gegenüber. Das kann von totaler Apathie bis zum extremen Aktionismus reichen und von starker Anlehnungsbedürftigkeit über völlige Gleichgültigkeit bis zur aggressiven Ablehnung der Nähe anderer Menschen. Seine gesamte Umwelt nimmt er nur noch verzerrt wahr, auch seine zwischenmenschlichen Beziehungen. Die so widersprüchlichen Verhaltensweisen deines Mannes sind ganz typisch dafür.

Bei Wikipedia steht dazu (unter Anderem) Folgendes:


Schuldzuweisungen als emotionale Reaktion

Die mit Burnout verbundenen Probleme führen besonders zur Desillusionierung und fordern oft das Aufgeben von wichtigen Lebenszielen. Dies ist sehr schmerzlich und muss verarbeitet werden. Um die Aufarbeitung zu vermeiden, kommt es häufig zu Schuldzuweisungen. Diese kann sich entweder in Form einer Depression gegen sich selbst oder in Form von Aggressionen gegen andere wenden.

Bei Depression fühlen sich die Patienten hilflos, sie entwickeln Schuldgefühle und mindern ihr Selbstwertgefühl.

Bei Aggression werden verstärkt der Umwelt Vorwürfe gemacht - beispielsweise in der Arbeit Veränderungen blockiert - und es kommt häufiger zu Wutausbrüchen.

Bei Depression und Aggression ist das Burnout meist noch in einem Stadium, in dem man die Probleme, wenn man sie ernst nimmt, erfolgreich lösen kann.

Das heißt: Das Verhalten deines Mannes ist ein Krankheitssymptom, es gehört zum Krankheitsbild.
Es hat keinen persönlichen Bezug zu dir! Er kann nicht anders - so wie man nicht verhindern kann, dass sich bei Windpocken ein Hautausschlag bildet.
Möglicherweise wird die Neigung zu Schuldzuweisungen (dir gegenüber) noch dadurch verstärkt, dass er sich von dir im Stich gelassen fühlt, weil du ausgezogen bist. Dann wieder fühlt er sich selbst "schuldig". Mal braucht er deine Nähe, dann wieder fühlt er sich (von der Krankheit) in die Isolation gedrängt. Und so kommen dann seine unterschiedlichen bis gegensätzlichen Äußerungen zustande.

Daddel, du solltest dir also erst einmal klar machen, dass mit alledem nicht du als Person gemeint bist. Als Nächstes solltest du vielleicht überlegen, ob du deinem Mann beistehen und ihm helfen willst, wieder gesund zu werden. Um dir darüber Klarheit zu verschaffen, könntest du mit seinem behandelnden Arzt sprechen und dir diese Krankheit genau erklären lassen. Es würde deinem Mann ganz sicher helfen, wenn er in dir eine Verbündete hätte, aber dafür müsstest du bereit sein, die zwischenmenschlichen Symptome dieser Erkrankung auszuhalten. Wenn du ihn liebst... - vielleicht würdest du es schaffen. Aber das hängt auch sehr von deiner eigenen psychischen (und körperlichen) Konstitution ab.
Falls sie dir nicht erlaubt, seine Krankheit mitzutragen, solltest du vielleicht überlegen, wie du für ihn erreichbar bist, ohne ständig in seiner unmittelbaren Nähe sein zu müssen.

Daddel, wenn du mir einen ganz persönlichen Rat erlaubst, dann lass deinen Mann möglichst in dieser schweren Zeit nicht ganz allein. Wenn du dem zustimmst, dann lass dich gut beraten, wie du am sinnvollsten mit ihm umgehen, ihm am besten helfen, aber gleichzeitig auch dich selbst gegen den dabei entstehenden Stress schützen kannst.

Wird dein Mann denn nur medikamentös behandelt? Keine Psychotherapie? Die wäre unbedingt notwendig. Der Therapeut könnte auch dir fachmännisch helfen, das Ganze zu bewältigen.

Ich wünsche dir viel Mut und Kraft, deinem Mann alles Gute und euch beiden viel Glück! :blumengabe:


Gruß,
lindenblatt

lindenblatt
27.01.2007, 00:09
Daddel, hier noch der Link zur Burnout-Seite bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom



Tschüss,
lindenblatt

Inaktiver User
12.05.2007, 13:09
Hallo Lindenblatt,
ich hatte es bisher einfach vergessen, mich für Deine Tipps zu bedanken.
Mein Partner hatte sich Anfang des Jahres eigentlich sehr gut wieder gefangen, nachdem wir langsam wieder aufgebaut hatten. Er meinte das er keine THerapie benötigen würde, sondern es alleine schaffen wird.Er war lieb und sehr zuvorkommend. Das Handy wurde abends abgestellt und er hat auf der Arbeit (Selbstständiger) oftmals jetzt auch mal NEIN gesagt.Hat sich dann auch mehr um Sport gekümmert. Meiner Meinung lief es wieder langsam an.

Was ist jetzt ? Er ist wieder in das gleiche Muster zurückgefallen.......Mails werden sonntags um 22.00 Uhr beantwortet. Alles dreht sich wieder um seine Arbeit. Der Rest des Lebens ist alles Scheiße.
Schlangen an der Kasse, zu kurze Schrauben bei IKEA, Einzugsermächtigungen einrichten ......alles was einem noch so einfällt. Freitags wird dann besonders wieder bemerkt, dass er so viel auf dem Tisch hat, dass er gar nicht weiss, wie er alles schaffen soll. ( auf Hilfe von mir wird dabei eigentlich verzichtet "Du kannst Du mir eh nicht bei helfen")
Dieses ewige erzählen und berichten von der Arbeit zieht mich dann am Wochenende wieder launenmäßig runter.
Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Mittlerweile ist es wieder so weit, dass meine Probleme nur auf taube Ohren stossen. "Das ist nicht wichtig, solche lächerlichen Probleme, die Du hast. Ich habe ganz andere Sorgen".......(ich hatte Probleme mit einem Ebay-VErkäufer und habe ihm meine Sorgen und Nöte mitgeteilt ). Interessiert ihn alles nicht.
Nur er und seine Probleme sind wichtig.
Ich habe auch schon gesagt, warum ich eigentlich immer das Ventil für Frust auf der Arbeit bei ihm bin. Warum er mich teilweise mies behandelt. Er versteht es alles nicht.

Es kann doch nicht sein, dass wenn man sagt "bis 19.00 Uhr sollte ich meine Arbeit schaffen......" und sich dann gegen 20.30 Uhr per SMS meldet und dann meint "in 1 Stunde bin ich wohl durch". Warum ich dann sauer / enttäuscht bin kann er nicht verstehen. ER hat dann kleinlaut ein paar Tage später bei mir auf der Arbeit angerufen und hat gesagt "wir gehen mal Freitag oder Samstag essen und reden mal. Es kann doch nicht sein, dass wir immer STreß haben". Was ist ? Nichts ist passiert. Auf die Frage am Montag, warum er mich nicht mal angesprochen hat kam "hättest doch auch mal kommen können"...... Wieso ich ???? Ich habe doch nicht um ein Gespräch gebeten ???
Eine Sache war jetzt auch, dass ich (als gelernte Industriekauffrau im Sekretariat momentan arbeitend) mich mit Papierkram auskenne und ihm angeboten habe, doch mal mit zu schauen, ob man einige Dinge bei ihm effektiver machen könnte, weil ich der Auffassung bin, dass er sich mit der Arbeit "festgewühlt" hat.
Als Antwort kommt dann nur "toll, jetzt hälst Du mich auch noch für zu blöde meine Arbeit zu machen"...........da fiel mir dann nichts mehr zu ein.....

ich könnte noch immer so weiter erzählen. Momentan habe ich mal wieder meine 7 Sachen genommen und bin gegangen (ausgezogen war ich ja schon im Nov. 2006 ). Ich habe ihm gemailt, was er alles einpacken soll, wobei er es nicht einmal geschafft hat diese Dinge einzupacken. Die Toilettenartikel hat er nicht eingesteckt.

Wie gesagt, ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Er hat mich für Vatertag nach Usedom eingeladen......

Es geht mir einfach nicht in den Kopf, wie sich ein Mensch innerhalb 2 Jahren ( 13 Jahre sind wir zusammen ) so verändern kann ?? Wie mutiert man zu solchem "Arsch....." ??
Alles was er macht und sagt ist in seinen Augen richtig.Wenn man etwas sagt, fühlt er sich sofort persönlich angegriffen. Er bildet sich so oft Dinge ein, die ich weder gesagt, noch gedacht habe !
Ich verstehe das nicht und momentan schwanke ich schon wieder zwischen Mitleid und Wut.

Vielen Dank für Tipps
lieben Gruß
Daddel

seidige
22.05.2007, 08:14
Liebe Daddel,

Ich habe keine Tipps fuer dich - ich wuenschte, ich haette selbst ein Rezept, um meine eigene Partnerschaft zu reparieren.
Aber wahrscheinlich ist es dafuer jetzt bei uns sogar zu spaet - denn ich habe ihn vor einer Woche nachts "rausgeschmissen" (es kam - ich war selbst erschrocken, der Satz aus meinem Mund: "Da ist die Tuer.", was natuerlich alles andere als nett und fuer ihn genau wie mich ein Schock war, und weg war er, und der Rauswurf war fuer ihn so schlimm, was ich ja verstehen kann, dass er jetzt einfach komplett dicht gemacht hat)
Ich konnte aber an dem Abend wirklich nicht mehr. Es war ein eigentlich recht banaler Anlass, aber einfach der Tropfen auf dem heissen Stein, der das Fass zum Ueberlaufen brachte, weil ich und meine Beduerfnisse und Gefuehle immer und immer wieder ignoriert werden.
Bei uns geht/ging (ich schreibe mal doch in der Gegenwart, das ist alles noch so frisch mit der Trennung bzw. seinem Rauswurf, und ich weiss nicht wie endgueltig) das nun seit 2 1/2 Jahren, keine Zeit fuer die Partnerschaft mehr ist, eine Spirale von Vorwuerfen und Verletzungen, und die Liebe geht darin unter.
Er hat damals eine Firma gegruendet, nicht unter optimalen Bedingungen, auch sind wir im Ausland. Er ist mir gefolgt und hat alles aufgegeben fuer mich, um mit mir hier neu anzufangen. Wir waren so gluecklich und haben uns so gefreut, dass 3 Jahre Fernbeziehung aufhoeren!
Das hiess aber auch, dass wir seither 100% von meinem Geld leben - die Firma hat erst vor sehr kurzer Zeit den Break-even erreicht, und die ersten Gewinne fallen ab. Natuerlich etwas, was an sich schon schwierig ist, zumal Unterhalt zu zahlen ist an seine Ex, was emotional sehr besetzt ist - schwierig aber nicht, weil es nicht reichen wuerde, ich verdiene gut und kann eine Familie ernaehren, aber schwierig, weil es eben als "Abhaengigkeit" und "Machtgefaelle" erlebt werden kann, wenn einer viel hat, und der andere gar nichts. Er tut sich da sehr, sehr schwer mit, ich tue mich auch schwer, weil da ueber unseren Lebensunterhalt und den der Ex auch noch grosse Betraege von mir zu uebernehmen waren, und wir uns nicht vorgestellt hatten und nicht darauf vorbereitet waren, dass er so lange ohne eigenes Einkommen waere (wir hatten gehofft, er findet eine Stelle, aber wie gesagt, nicht-europaeisches Ausland, das ist nicht so einfach, als Auslaender, und so die Entscheidung, alternativ eine Firma zu gruenden). Aber das nur als Hintergrund, damit man verstehen kann, wie sehr er sich von Tag 1 in seine Firma hineinkniet, und wie verzweifelt er sie zum Laufen bringen will. Und ich habe das immer so gut ich konnte voll mitgetragen, und so gut ich konnte Ruecksicht auf ihn und seine Arbeitsbelastung genommen. Bis die akute Gruendungsphase vorbei ist - bis die Angestellten da sind - bis der grosse Auftrag gewonnen ist - bis die Entwicklung abgeschlossen ist - bis bis bis - zum St. Nimmerleins-Tag. "Bald wird das besser".
Denn auch nach 2 1/2 Jahren hat sich nichts wesentliches geaendert.
Ich arbeite selbst viel, als Managerin. Aber er? Lange waren es 7 Tage die Woche, von morgens bis nachts um 11, mindestens ein Jahr lang oft bis nach Mitternacht. Das Handy nie aus. Kunden, die sonntag nachts anriefen, samstags um 8 Uhr morgens. Und er stand parat. Und arbeitete und arbeitete. Und war erschoepft. Und nur noch chronisch muede, wenn er zuhause war. Unter der Woche sahen wir uns nicht, weil er die Naechte durcharbeitete, sonntags schlief er aus - bis in den Nachmittag, kann man es ihm verdenken, aber wie geht das auf Dauer mit einer Beziehung einher? Kritik, sorgevolle Kommentare von mir, dass er das doch unmoeglich durchhalten koenne, dass das so nicht gehe, dass er Grenzen ziehe muesse, dass er das nicht durchhalten koenne, dass wir als Paar zu kurz kommen, dass wir keine Zeit mehr fuereinander haben - Fehlanzeige. Natuerlich hatten wir auch Konflikte ums Geld, um den Unterhalt fuer die Ex (kann man ihn reduzieren? aber das aufzunehmen, dafuer hat er keine Zeit, er ist ja im Moment so gestresst, das machen wir, wenn es weniger arbeitsintensiv ist (also seit Jahren nicht) - naja, zahle ich halt einfach so den alten Satz weiter, obwohl er nichts mehr verdient?), aber hauptsaechlich ging es immer wieder um Zeit, Stress, Alltagsorganisation (wie macht man das mit so ueberfluessigen Aktionen wie Essen, Schlafen, oder auch Einkaufen, wenn einer nur noch arbeitet, man sich kaum sieht, und der andere ja auch eine anstrengende Woche hat, aber wen interessiert das schon, und man sich einfach nicht abstimmen kann?). Aber egal, was es war - er wollte am liebsten ueber kein Problem reden, doch, er hat es auch versucht, aber nie verstanden, wovon ich sprach, war einfach nicht zugaenglich - alles was er wollte, war seine Ruhe, ein kuscheliges Nest. Und weil da aber nun mal ein paar Probleme waren, und sie dadurch, dass sie nicht geloest oder angegangen wurden, ja nicht kleiner wurden, wiederholten sich die Diskussionen. Und es kam immer nur noch der Vorwurf, ich naehme ihm die Ruhe zuhause, die er brauche, ich mache ihm noch mehr Stress. Ich wurde in seiner Wahrnehmung sein Feind, der ihm zuhause noch die letzten Rueckzugsmoeglichkeiten nahm, weil ich nicht voellig still hielt und ihn tun und lassen liess, was er wollte, und sagte: Aber ich bin doch auch noch da, und frag doch auch einmal, wie es mir dabei geht. Unweigerlich und nein, nicht ueberraschend fuer mich, ich hab das sich entwickeln sehen, hat er sich in ein Burn-Out hinein manoeuvriert, aber er sieht es nicht. Unweigerlich ging unsere Beziehung vor die Hunde (wann sollten wir denn noch mal wach und entspannt miteinander reden? Abgesehen von gemeinsamen Erlebnissen, die es kaum mehr gab), unweigerlich kam es immer mehr zu einer Spirale von Arbeitsueberlastung und Tunnelblick auf seiner Seite (ich, ich, MEIN Stress, lass mich in Ruhe), von dem Gefuehl von Vernachlaessigt- und Ignoriert-werden auf meiner (hallo, und ich? Und mein Stress, und wir?), zu endlosen Gespraechen und Diskussionen, die er nur laestig und graesslich fand, weil sie ihm eben zusaetzliche Energie raubten (und das ist ja auch gut zu verstehen!), und ich frustrierend, weil ich ihn nicht erreichte. Minimale Aenderungen, die ich vorschlug, auch um ihn da ein Stueck weit abzubringen von nur arbeiten - ein Abend die Woche fuer uns! Wieder mal ins Kino ! Nachts zusammen ins Bett gehen (statt dass er, weil er vor lauter Stress nicht abschalten und einschlafen kann, noch bis spaetnachts rumwuselt) - Fehlanzeige. Du klappst eines Tages zusammen: Ach was, ich weiss, was ich mir zumuten kann (und dir...!).
Nicht, dass es in den letzten 2 1/2 Jahren nicht auch schoene und harmonische Stunden oder Tage gegeben haette, und ich seine Liebe nicht auch wieder einmal gespuert haette. Aber hat er sich veraendert? Und wie! Und selbstverstaendlichste Gesten von Aufmerksamkeit und Interesse fuehlen sich an der Seite eines Burn-Out-Partners erschreckenderweise ja schon wie kleine Feste an.

Daddel, warum ich dir schreibe, ist, weil ich dich so gut verstehen kann. Ich kenne das Warten auf jemanden, der sagt, er komme gleich heim, und dann 1 1/2 Stunden spaeter, nachdem man gewartet hat und ihn anruft, wo er bleibe, sagt, er sei immer noch im Buero, aber gehe jetzt, und dann dauert es noch einmal eine Stunde, bis er es schafft, weg zu kommen. Und der dann nicht versteht, weshalb man ihn nicht laechelnd an der Tuerschwelle begruesst, sondern, wo er doch Soooo muede ist, auch noch eine Diskussion mit ihm anfaengt, dass das nicht ok sei, und dann handelt man sich noch den Vorwurf ein, man hintertreibe seine Bemuehungen, weil man ihm die letzte Energie nimmt durch Diskutieren.
Ich kenne das Gefuehl, dass jeder Vorschlag, jede Anregung, wie die Arbeit eventuell effizienter zu gestalten sei, jede Kritik als kompletter persoenlicher Angriff verstanden wird.
Ich kenne das Gefuehl, wenn dich keiner mehr fragt, wie es dir geht, was deine Probleme sind, was du erlebt hast, aber SEINE Probleme und wie es ihm geht (erschoepft, gestresst), stehen immer wie dicke Mammuts im Raum und stellen alles in den Schatten.
Ich kenne das Gefuehl, wenn du immer nur noch Vorwuerfe bekommst, du wuerdest den anderen nicht genug unterstuetzen, obwohl du das, aus Liebe und Verstaendnis und in der Hoffnung, es sei vorruebergehend, schon bis an die Grenze der Selbstaufgabe und manchmal darueber hinaus TUST.
Ich kenne das Gefuehl, mies behandelt zu werden, und es mit seinem Stress und seiner Erschoepfung zu entschuldigen, waehrend er gar nicht einsieht, dass er mich mies behandelt.
Ich kenne das Gefuehl von Wut und Verzweiflung, das daraus erwaechst, dass der andere tut und macht, was er will, und erwartet, dass man sein Leben um ihn und seine Arbeit herum organisiert.
Ich kenne das Gefuehl, dass der andere irgend etwas erwartet, was man nicht weiss, und irgend etwas hoert, was man nicht sagt, und einem das vorwirft - weil man nicht mehr vernuenftig kommuniziert miteinander, aber auch, weil er sich unter Erfolgsdruck sieht und Existenzaengste hat und Versagensaengste, weil er ja irgendwo selbst weiss, dass er sich verzettelt hat, aber es sich nicht zugeben kann.
Ich kenne das Gefuehl, dass er alles, was man tut oder sagt, um etwas zu veraendern, zum Guten zu wenden, egal, ob man mit Wut und Vorwurf oder mit Verstaendnis und Anteilnahme versucht, einen Punkt an den Mann zu bringen, als Angriff, Boykott oder mangelnde Unterstuetzung ansieht.
Ich kenne das Gefuehl, dass jede Kritik abgewehrt wird, dass jeder Versuch, ueber eigene Erlebnisse zu sprechen, auf Desinteresse stoesst, dass die Arbeit ueber ALLEM steht, und jeder ausser ihm sieht, dass er sich - bei allen Qualitaeten als Geschaeftsmann - was Zeitmanagement angeht, voellig verrannt hat, grenzenlos geworden ist, und aufgrund seiner chronischen Erschoepfung ja auch gar nicht mehr voll leistungsfaehig ist, wo sich die Katze dann in den Schwanz beisst, denn deshalb braucht alles mehr Zeit....und es gibt noch mehr Stress und noch mehr Diskussionen zu hause...
Ich kenne das Gefuehl, dass man Angst hat um den Partner, weil man sieht, dass er eines Tages zusammenklappt, aber auch gleichzeitig bodenlose verzweifelte Wut, weil er rechts und links nichts mehr wahrnimmt und in Kauf nimmt, ueber Leichen zu gehen, ueber seine eigene, ueber die Leiche der Beziehung, er einen selbst ausnutzt und aussaugt, und nimmt und nimmt und fordert und fordert (naemlich Unterstuetzung und Ruecksichtnahme auf ihn und seinen Stress), aber nicht mehr viel mehr einbringt in die Partnerschaft als seine permanente Erschoepfung.

Ich kenne das Gefuehl von Mitleid (rational) und Sorge um den Menschen, den man ja eigentlich liebt und unterstuetzen moechte, und die Wut, als Freundin, Partnerin und Geliebte von diesem Menschen im Stich gelassen zu werden, weil er nur noch um sich kreist und nichts mehr gibt, und die Verzweiflung, wenn man so tief in eine Spirale aus Mit-Aufgefressenwerden, Vorwuerfen und Frustration geraet, dass man irgend wann nur die Notbremse ziehen kann, weil man sonst selbst kaputt geht.

Ich habe sie vor einer Woche gezogen, und er schlaeft jetzt im Buero, ohne frische Kleider, er hat sich nichts geholt oder bringen lassen wollen, ohne zurueckkommen zu wollen, schrecklich verletzt und am Hadern gegen mich, abgesetzt im Irak ohne Fallschirm (seine Worte), was ich ja sogar verstehen kann, und jetzt bin ich natuerlich erst recht: DER FEIND. Denn ich habe ihn ja in all seinem Stress noch hinterruecks gemeuchelt und bin sowieso an allem schuld, und habe ihm nun auch noch das Dach ueber dem Kopf genommen (ich kuemmere mich aber im Hintergrund, ein Freund haette ihn bis auf weiteres bei sich aufgenommen, will er aber nicht, seine Familie steht parat, ihn aufzufangen, und fuer mich ist das auch noch kein voelliges Ende) und damit die gesamte Existenzgrundlage, und dass, wo er doch eh schon am Rande des Zusammenbruchs sei und nur noch gnadenlos erschoepft sei (das sagt und erkennt er selbst). Seine Lage ist tatsaechlich katastrophal, denn eigene Ruecklagen hat er nicht mehr, er hat ja wegen mir alles aufgegeben, und jetzt schmeisse ich ihn raus, nachdem, so sieht es fuer ihn jetzt aus, ich ihn in diesen Erschoepfungszustand getrieben haette. Denn die Arbeit, die haette er locker wegstecken koennen (merke: 7 Tage die Woche 16 Std., ohne Ausgleich, 2,5 Jahre lang), wenn ich ihm nicht auch noch seinen Rueckzugsort in eine Hoelle verwandelt haette, weil ich ihn mit "meinen internen" Problemen nicht in Ruhe lassen konnte.
Das ist angesichts meiner materiellen, emotionalen und praktischen Unterstuetzung fuer ihn so unglaublich unfair und brutal, dass ich sprachlos bin.
Ich habe ihm gleich nach dem "Knall" gesagt, dass ich das mit dem "Da ist die Tuer" nicht als endgueltigen Rauswurf gemeint haette, dass der Satz aus blanker Wut und Verzweiflung geboren wurde, dass es mir leid taete, und er zurueckkommen solle/koenne, aber auch zugleich, dass es so, wie es war, nicht weitergehen koenne. Denn das habe ich realisiert.

Ein Freund von ihm, der die ganze Entwicklung mitbekommen hat und auch uns beide gut kennt als Paar, meinte nur, er muesse wohl erst voellig an die Wand laufen, damit er aufwache. Auch er sieht seinen Burn Out, und was er macht, aber auch er sagt, er komme nicht an ihn ran.

Du bist jetzt zum 2ten Mal ausgezogen, lese ich - ich kann es verstehen. Es ist Selbstschutz, aber es fuehlt sich auch an, als liesse man jemanden ganz furchtbar im Stich.

Ich fuehle zum jetzigen Zeitpunkt nur: Ich liebe noch, trotz allem. Ich kann viel entschuldigen. Aber nicht alles. Ich weiss, da steckt irgendwo noch der Mann drinnen, mit dem ich mal gluecklich war, bevor er in den Strudel des Ausbrennens geriet. Ich habe ihn ja auch immer mal wieder kurz an meiner Seite gehabt, wenn wir (1x Mal in den Jahren) im Urlaub waren, er etwas entspannter war, weil er mal einen freien Tag zum Ausspannen und Ausschlafen gehabt hatte. Dann kam er wieder zum Vorschein. Darum will ich noch nicht aufgeben, und bin bereit, mit ihm noch einmal von vorne anzufangen. Aber das setzt natuerlich voraus, dass wir die "Work-Life-Balance" in den Griff bekommen, was wiederum voraussetzt, dass er einsieht, dass sein Burn-Out das Grundproblem ist, und dass er, ich denke einmal, professionelle Hilfe braucht, und dass wir als Paar die auch brauchen (fuer so was wie Beratung hatte er ja bis dato erst recht keine Zeit...wenn man schon nicht zum schlafen kommt vor Arbeit, und total blind und taub ist und nur wie ein Motor im falschen Gang alles Benzin auf der Stelle verbrennt, bis alles erstirbt....). Und es setzt voraus, dass er ueberhaupt zurueck zu mir moechte (er sagte noch einen Tag vor seinem Rauswurf, dass er mich liebt, aber das ist wohl momentan alles verschuettet unter Wut und Verzweiflung auf seiner Seite).
Ich weiss nicht, was als naechstes passiert, und ich bin sehr, sehr traurig, unter meiner Wut und Verzweiflung.
Ich lasse ihn jetzt erst einmal in Ruhe, habe ich mir vorgenommen.

Und ich fuehle auch Erleichterung, dass es geknallt hat. Was auch immer kommt: Es wird nicht mehr sein, wie es war.

PS: Hast du denn die Vatertagseinladung angenommen? Wie geht es bei euch weiter?

Liebe Gruesse,
Seidige

verena5477
22.05.2007, 16:48
hallo,
ich habe schon viele Parrallelen zu dem Verhalten meines Mannes in den vielen Antworten gefunden, aber bei uns ist das Problem noch ein bißchen anders.
Er ist Altenpfleger, hat seine Umschulung im Oktober beendet und sofort auf seiner Arbeitsstelle eine Psych-Tour zugeteilt bekommen.
Im Januar hat er sich dann ohne Angaben von Gründen von heute auf morgen von mir getrennt. Für mich ist alles zusammengebrochen.

Jetzt 5 Monate später gesteht er sich ein, am burnout erkrankt zu sein und hat auch einen Termin beim Psychotherapeuten.
Da wir aber ja nicht mehr zusammen sind und auch schon in getrennten Wohnungen leben, sehe oder spreche ich ihn nur zwischendurch. Es macht mich fertig ihn so leiden zu sehen, egal ob wir getrennt sind oder nicht.
Ich möchte ihm helfen und unterstützen, weiß aber nicht wie- bzw., ob ich es überhaupt soll- oder ich ihn besser in Ruhe lasse.

Kann mir jemand dazu was sagen ????

Danke für jede Antwort, weiß nicht weiter.
Verena5477

Inaktiver User
22.05.2007, 21:18
Liebe Verena,

schaffst Du es, Deinen Mann in Ruhe zu lassen, und ihm trotzdem Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, ohne ihn jedoch zu bedrängen oder ein schlechtes Gewissen zu bereiten? Als Ex-Betroffene entspräche das meiner Wunschvorstellung, wie sich ein Partner zu verhalten hat.

Der Burnout Deines Mann hat nichts mit Dir zu tun, trotzdem kann er Dir nicht die Gefühle entgegen bringen, die Du verdienst und die er Dir entgegen bringen möchte. Eine Trennung ist dann eine scheinbar logische Konsequenz, aber eigentlich ist es ein Schutzverhalten. Dein Mann möchte sich vor Schuldgefühlen Dir gegenüber schützen. Ihr seit schließlich getrennt und er braucht sich nicht mehr für Dein Wohlbefinden verantwortlich zu fühlen. Vor dem Hintergrund ist es sinnvoll, ihn in Ruhe zu lassen und ihm seinen Schutzraum zu lassen.

Nutze Deine Zeit um Dich intensiv selbst um Dein Wohlbefinden zu kümmern. Tue Dinge, die Dir gut tun, lass es Dir gut gehen. Und lass es Deinen Mann wissen, dass Du gut für Dich selbst sorgen kannst, natürlich mit etwas Fingerspitzengefühl. ;-)

Dieser Rat scheint egoistisch, ist es aber nicht. Indem Du Deinem Mann zeigst, dass Du die Verantwortung für Dein Wohlbefinden trägst, entlastet Du ihn.

Als Angehörige fällt es Dir sicherlich sehr schwer, Dich in die Gefühlwelt eines Betroffenen zu versetzen. Sich vorzustellen, das Interesse an wichtigen Personen, Dingen, Tätigkeiten zu verlieren, keine positiven und sogar negativen Gefühle mehr zu empfinden, erscheint für einen Nicht-Betroffenen bestimmt befremdlich und nicht nachvollziehbar. Der Betroffene kann den Schiefstand seiner Empfindungen jedoch nicht steuern.

Der Burnout ist aber nicht von Dauer. Einen richtigen Schritt auf dem Weg aus dem Burnout heraus ist Dein Mann bereits gegangen: er hat sich seinen Zustand eingestanden und professionelle Hilfe gesucht. Es ist harte Arbeit zu einem normalen Leben zurück zu finden. Und es dauert eine Weile, bis sich eine Verbesserung des Befindens einstellt. Diese Zeit und die Mühe lohnen sich jedoch.

Ob Dein Mann jemals wieder "der Alte" wird, wage ich zu bezweifeln. Durch Krisen entwickelt sich der Mensch. Bleibst Du trotz der Trennung eine liebevolle, verlässliche Begleiterin und Partnerin, halte ich es für durchaus möglich, dass sich seine alten Gefühle für Dich wieder einstellen. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht.

Ich wünsche Dir Kraft, Mut und Zuversicht, in der für Dich nicht einfachen Zeit.

Liebe Grüße
Christiane

Inaktiver User
22.05.2007, 22:29
Hallo zusammen,

darf ich mich auch dazu gesellen? Ich erkenne mich/uns in so vielen Postings wieder.

Allerdings sind mein Mann und ich schon etwas älter, wir sind seit über 20 Jahren verheiratet.
Er war immer schon ein extremes Arbeitstier, hat seinen Job immer 150% gemacht. Vor einigen Jahren übernahm er eine kleine Firma. Anfangs ging es gut, dann kam die Rezession und seitdem kämpft mein Mann um das Überleben der Firma.

Wir sind beide selbständig, in ganz verschiedenen Branchen. Ich arbeite bei ihm mit, wenn es nötig ist, obwohl ich mit meiner eigenen Arbeit voll ausgelastet bin. Wir malochen einfach beide wie die Bekloppten.

Früher war er sehr viel unterwegs und ich war während der Woche viel alleine, was ich sehr praktisch fand. Ich konnte mir meine Zeit selbst einteilen und niemand quasselte mir rein.

Vor einem Jahr hatte er einen gesundheitlichen Zusammenbruch. Ein Herzinfarkt wurde vermutet, es konnte aber keiner diagnostiziert werden. Seitdem hat er seine Reisen drastisch eingeschränkt und ist fast nur noch zu Hause (wir haben jeder ein eigenes Büro in unserem Haus).

Das wäre an sich kein Problem, wenn er nicht dauernd so einen Druck machen und mich permanent kritisieren würde. Ich kann ihm nichts recht machen, den ganzen Tag scheucht er mich herum, ich soll dies und jenes machen und wenn ich eine Rückfrage habe, explodiert er komplett: Nie hörst du mir zu, nie tust du, was ich sage, immer stellst du dich so saublöd an! Der Witz ist: er kann diese Arbeiten selbst nicht machen. Als ich es ihm mal zeigen wollte, schrie er: ja natürlich, so ist es am bequemsten für dich, da hast du weniger Arbeit!

Und natürlich bin ich immer an allem schuld. Schließlich hat ihn die Familie "da reingetrieben", ohne Familie hätte er die Firma gar nicht übernommen und hätte längst zu arbeiten aufgehört. Er hört mir nicht mehr zu, es ist kaum noch möglich, mit ihm über allgemeine Themen, Politik, Gesellschaft etc. zu reden. Ich solle ihn mit meinen Monologen verschonen.

Das geht schon seit Jahren so. Immer verstand er es, mir zu suggerieren, DIESE Aufgabe müsse noch geschafft werden, diese Krise durchgestanden, dann wäre hinterher alles besser. Pustekuchen. Es ging immer so weiter.

Ich weiß echt nicht mehr, was ich tun soll. Im Moment ist er auf Geschäftsreise und ich habe das Gefühl, da ist ganz viel Druck von mir genommen. Aber das sind gerade mal ein paar Tage.
Ich fürchte mich davor, ihn rauszusetzen, weil ich nicht sicher bin, dass er sich nicht was antut.

Als er diesen Zusammenbruch hatte, erzählte er mir hinterher, er hätte überhaupt keine Angst gehabt, wenn das sein Tod gewesen wäre und als vor einigen Wochen ein Nachbar starb, meinte er: der hat es gut, der hat keine Sorgen mehr.

Wenn ich ihm vorschlage, zum Arzt zu gehen, macht er sich über mich lustig, Psychologen sind für ihn ohnehin nur "Dummschwätzer", da kriegen ihn keine zehn Pferde hin.
Ich fürchte, das geht so lange, bis wieder was passiert.
Danke für´s Lesen...

Inaktiver User
23.05.2007, 10:35
Liebe Daddel,

Ich habe keine Tipps fuer dich - ich wuenschte, ich haette selbst ein Rezept, um meine eigene Partnerschaft zu reparieren.
Aber wahrscheinlich ist es dafuer jetzt bei uns sogar zu spaet - denn ich habe ihn vor einer Woche nachts "rausgeschmissen" (es kam - ich war selbst erschrocken, der Satz aus meinem Mund: "Da ist die Tuer.", was natuerlich alles andere als nett und fuer ihn genau wie mich ein Schock war, und weg war er, und der Rauswurf war fuer ihn so schlimm, was ich ja verstehen kann, dass er jetzt einfach komplett dicht gemacht hat)
Ich konnte aber an dem Abend wirklich nicht mehr. Es war ein eigentlich recht banaler Anlass, aber einfach der Tropfen auf dem heissen Stein, der das Fass zum Ueberlaufen brachte, weil ich und meine Beduerfnisse und Gefuehle immer und immer wieder ignoriert werden.
Bei uns geht/ging (ich schreibe mal doch in der Gegenwart, das ist alles noch so frisch mit der Trennung bzw. seinem Rauswurf, und ich weiss nicht wie endgueltig) das nun seit 2 1/2 Jahren, keine Zeit fuer die Partnerschaft mehr ist, eine Spirale von Vorwuerfen und Verletzungen, und die Liebe geht darin unter.
Er hat damals eine Firma gegruendet, nicht unter optimalen Bedingungen, auch sind wir im Ausland. Er ist mir gefolgt und hat alles aufgegeben fuer mich, um mit mir hier neu anzufangen. Wir waren so gluecklich und haben uns so gefreut, dass 3 Jahre Fernbeziehung aufhoeren!
Das hiess aber auch, dass wir seither 100% von meinem Geld leben - die Firma hat erst vor sehr kurzer Zeit den Break-even erreicht, und die ersten Gewinne fallen ab. Natuerlich etwas, was an sich schon schwierig ist, zumal Unterhalt zu zahlen ist an seine Ex, was emotional sehr besetzt ist - schwierig aber nicht, weil es nicht reichen wuerde, ich verdiene gut und kann eine Familie ernaehren, aber schwierig, weil es eben als "Abhaengigkeit" und "Machtgefaelle" erlebt werden kann, wenn einer viel hat, und der andere gar nichts. Er tut sich da sehr, sehr schwer mit, ich tue mich auch schwer, weil da ueber unseren Lebensunterhalt und den der Ex auch noch grosse Betraege von mir zu uebernehmen waren, und wir uns nicht vorgestellt hatten und nicht darauf vorbereitet waren, dass er so lange ohne eigenes Einkommen waere (wir hatten gehofft, er findet eine Stelle, aber wie gesagt, nicht-europaeisches Ausland, das ist nicht so einfach, als Auslaender, und so die Entscheidung, alternativ eine Firma zu gruenden). Aber das nur als Hintergrund, damit man verstehen kann, wie sehr er sich von Tag 1 in seine Firma hineinkniet, und wie verzweifelt er sie zum Laufen bringen will. Und ich habe das immer so gut ich konnte voll mitgetragen, und so gut ich konnte Ruecksicht auf ihn und seine Arbeitsbelastung genommen. Bis die akute Gruendungsphase vorbei ist - bis die Angestellten da sind - bis der grosse Auftrag gewonnen ist - bis die Entwicklung abgeschlossen ist - bis bis bis - zum St. Nimmerleins-Tag. "Bald wird das besser".
Denn auch nach 2 1/2 Jahren hat sich nichts wesentliches geaendert.
Ich arbeite selbst viel, als Managerin. Aber er? Lange waren es 7 Tage die Woche, von morgens bis nachts um 11, mindestens ein Jahr lang oft bis nach Mitternacht. Das Handy nie aus. Kunden, die sonntag nachts anriefen, samstags um 8 Uhr morgens. Und er stand parat. Und arbeitete und arbeitete. Und war erschoepft. Und nur noch chronisch muede, wenn er zuhause war. Unter der Woche sahen wir uns nicht, weil er die Naechte durcharbeitete, sonntags schlief er aus - bis in den Nachmittag, kann man es ihm verdenken, aber wie geht das auf Dauer mit einer Beziehung einher? Kritik, sorgevolle Kommentare von mir, dass er das doch unmoeglich durchhalten koenne, dass das so nicht gehe, dass er Grenzen ziehe muesse, dass er das nicht durchhalten koenne, dass wir als Paar zu kurz kommen, dass wir keine Zeit mehr fuereinander haben - Fehlanzeige. Natuerlich hatten wir auch Konflikte ums Geld, um den Unterhalt fuer die Ex (kann man ihn reduzieren? aber das aufzunehmen, dafuer hat er keine Zeit, er ist ja im Moment so gestresst, das machen wir, wenn es weniger arbeitsintensiv ist (also seit Jahren nicht) - naja, zahle ich halt einfach so den alten Satz weiter, obwohl er nichts mehr verdient?), aber hauptsaechlich ging es immer wieder um Zeit, Stress, Alltagsorganisation (wie macht man das mit so ueberfluessigen Aktionen wie Essen, Schlafen, oder auch Einkaufen, wenn einer nur noch arbeitet, man sich kaum sieht, und der andere ja auch eine anstrengende Woche hat, aber wen interessiert das schon, und man sich einfach nicht abstimmen kann?). Aber egal, was es war - er wollte am liebsten ueber kein Problem reden, doch, er hat es auch versucht, aber nie verstanden, wovon ich sprach, war einfach nicht zugaenglich - alles was er wollte, war seine Ruhe, ein kuscheliges Nest. Und weil da aber nun mal ein paar Probleme waren, und sie dadurch, dass sie nicht geloest oder angegangen wurden, ja nicht kleiner wurden, wiederholten sich die Diskussionen. Und es kam immer nur noch der Vorwurf, ich naehme ihm die Ruhe zuhause, die er brauche, ich mache ihm noch mehr Stress. Ich wurde in seiner Wahrnehmung sein Feind, der ihm zuhause noch die letzten Rueckzugsmoeglichkeiten nahm, weil ich nicht voellig still hielt und ihn tun und lassen liess, was er wollte, und sagte: Aber ich bin doch auch noch da, und frag doch auch einmal, wie es mir dabei geht. Unweigerlich und nein, nicht ueberraschend fuer mich, ich hab das sich entwickeln sehen, hat er sich in ein Burn-Out hinein manoeuvriert, aber er sieht es nicht. Unweigerlich ging unsere Beziehung vor die Hunde (wann sollten wir denn noch mal wach und entspannt miteinander reden? Abgesehen von gemeinsamen Erlebnissen, die es kaum mehr gab), unweigerlich kam es immer mehr zu einer Spirale von Arbeitsueberlastung und Tunnelblick auf seiner Seite (ich, ich, MEIN Stress, lass mich in Ruhe), von dem Gefuehl von Vernachlaessigt- und Ignoriert-werden auf meiner (hallo, und ich? Und mein Stress, und wir?), zu endlosen Gespraechen und Diskussionen, die er nur laestig und graesslich fand, weil sie ihm eben zusaetzliche Energie raubten (und das ist ja auch gut zu verstehen!), und ich frustrierend, weil ich ihn nicht erreichte. Minimale Aenderungen, die ich vorschlug, auch um ihn da ein Stueck weit abzubringen von nur arbeiten - ein Abend die Woche fuer uns! Wieder mal ins Kino ! Nachts zusammen ins Bett gehen (statt dass er, weil er vor lauter Stress nicht abschalten und einschlafen kann, noch bis spaetnachts rumwuselt) - Fehlanzeige. Du klappst eines Tages zusammen: Ach was, ich weiss, was ich mir zumuten kann (und dir...!).
Nicht, dass es in den letzten 2 1/2 Jahren nicht auch schoene und harmonische Stunden oder Tage gegeben haette, und ich seine Liebe nicht auch wieder einmal gespuert haette. Aber hat er sich veraendert? Und wie! Und selbstverstaendlichste Gesten von Aufmerksamkeit und Interesse fuehlen sich an der Seite eines Burn-Out-Partners erschreckenderweise ja schon wie kleine Feste an.

Daddel, warum ich dir schreibe, ist, weil ich dich so gut verstehen kann. Ich kenne das Warten auf jemanden, der sagt, er komme gleich heim, und dann 1 1/2 Stunden spaeter, nachdem man gewartet hat und ihn anruft, wo er bleibe, sagt, er sei immer noch im Buero, aber gehe jetzt, und dann dauert es noch einmal eine Stunde, bis er es schafft, weg zu kommen. Und der dann nicht versteht, weshalb man ihn nicht laechelnd an der Tuerschwelle begruesst, sondern, wo er doch Soooo muede ist, auch noch eine Diskussion mit ihm anfaengt, dass das nicht ok sei, und dann handelt man sich noch den Vorwurf ein, man hintertreibe seine Bemuehungen, weil man ihm die letzte Energie nimmt durch Diskutieren.
Ich kenne das Gefuehl, dass jeder Vorschlag, jede Anregung, wie die Arbeit eventuell effizienter zu gestalten sei, jede Kritik als kompletter persoenlicher Angriff verstanden wird.
Ich kenne das Gefuehl, wenn dich keiner mehr fragt, wie es dir geht, was deine Probleme sind, was du erlebt hast, aber SEINE Probleme und wie es ihm geht (erschoepft, gestresst), stehen immer wie dicke Mammuts im Raum und stellen alles in den Schatten.
Ich kenne das Gefuehl, wenn du immer nur noch Vorwuerfe bekommst, du wuerdest den anderen nicht genug unterstuetzen, obwohl du das, aus Liebe und Verstaendnis und in der Hoffnung, es sei vorruebergehend, schon bis an die Grenze der Selbstaufgabe und manchmal darueber hinaus TUST.
Ich kenne das Gefuehl, mies behandelt zu werden, und es mit seinem Stress und seiner Erschoepfung zu entschuldigen, waehrend er gar nicht einsieht, dass er mich mies behandelt.
Ich kenne das Gefuehl von Wut und Verzweiflung, das daraus erwaechst, dass der andere tut und macht, was er will, und erwartet, dass man sein Leben um ihn und seine Arbeit herum organisiert.
Ich kenne das Gefuehl, dass der andere irgend etwas erwartet, was man nicht weiss, und irgend etwas hoert, was man nicht sagt, und einem das vorwirft - weil man nicht mehr vernuenftig kommuniziert miteinander, aber auch, weil er sich unter Erfolgsdruck sieht und Existenzaengste hat und Versagensaengste, weil er ja irgendwo selbst weiss, dass er sich verzettelt hat, aber es sich nicht zugeben kann.
Ich kenne das Gefuehl, dass er alles, was man tut oder sagt, um etwas zu veraendern, zum Guten zu wenden, egal, ob man mit Wut und Vorwurf oder mit Verstaendnis und Anteilnahme versucht, einen Punkt an den Mann zu bringen, als Angriff, Boykott oder mangelnde Unterstuetzung ansieht.
Ich kenne das Gefuehl, dass jede Kritik abgewehrt wird, dass jeder Versuch, ueber eigene Erlebnisse zu sprechen, auf Desinteresse stoesst, dass die Arbeit ueber ALLEM steht, und jeder ausser ihm sieht, dass er sich - bei allen Qualitaeten als Geschaeftsmann - was Zeitmanagement angeht, voellig verrannt hat, grenzenlos geworden ist, und aufgrund seiner chronischen Erschoepfung ja auch gar nicht mehr voll leistungsfaehig ist, wo sich die Katze dann in den Schwanz beisst, denn deshalb braucht alles mehr Zeit....und es gibt noch mehr Stress und noch mehr Diskussionen zu hause...
Ich kenne das Gefuehl, dass man Angst hat um den Partner, weil man sieht, dass er eines Tages zusammenklappt, aber auch gleichzeitig bodenlose verzweifelte Wut, weil er rechts und links nichts mehr wahrnimmt und in Kauf nimmt, ueber Leichen zu gehen, ueber seine eigene, ueber die Leiche der Beziehung, er einen selbst ausnutzt und aussaugt, und nimmt und nimmt und fordert und fordert (naemlich Unterstuetzung und Ruecksichtnahme auf ihn und seinen Stress), aber nicht mehr viel mehr einbringt in die Partnerschaft als seine permanente Erschoepfung.

Ich kenne das Gefuehl von Mitleid (rational) und Sorge um den Menschen, den man ja eigentlich liebt und unterstuetzen moechte, und die Wut, als Freundin, Partnerin und Geliebte von diesem Menschen im Stich gelassen zu werden, weil er nur noch um sich kreist und nichts mehr gibt, und die Verzweiflung, wenn man so tief in eine Spirale aus Mit-Aufgefressenwerden, Vorwuerfen und Frustration geraet, dass man irgend wann nur die Notbremse ziehen kann, weil man sonst selbst kaputt geht.

Ich habe sie vor einer Woche gezogen, und er schlaeft jetzt im Buero, ohne frische Kleider, er hat sich nichts geholt oder bringen lassen wollen, ohne zurueckkommen zu wollen, schrecklich verletzt und am Hadern gegen mich, abgesetzt im Irak ohne Fallschirm (seine Worte), was ich ja sogar verstehen kann, und jetzt bin ich natuerlich erst recht: DER FEIND. Denn ich habe ihn ja in all seinem Stress noch hinterruecks gemeuchelt und bin sowieso an allem schuld, und habe ihm nun auch noch das Dach ueber dem Kopf genommen (ich kuemmere mich aber im Hintergrund, ein Freund haette ihn bis auf weiteres bei sich aufgenommen, will er aber nicht, seine Familie steht parat, ihn aufzufangen, und fuer mich ist das auch noch kein voelliges Ende) und damit die gesamte Existenzgrundlage, und dass, wo er doch eh schon am Rande des Zusammenbruchs sei und nur noch gnadenlos erschoepft sei (das sagt und erkennt er selbst). Seine Lage ist tatsaechlich katastrophal, denn eigene Ruecklagen hat er nicht mehr, er hat ja wegen mir alles aufgegeben, und jetzt schmeisse ich ihn raus, nachdem, so sieht es fuer ihn jetzt aus, ich ihn in diesen Erschoepfungszustand getrieben haette. Denn die Arbeit, die haette er locker wegstecken koennen (merke: 7 Tage die Woche 16 Std., ohne Ausgleich, 2,5 Jahre lang), wenn ich ihm nicht auch noch seinen Rueckzugsort in eine Hoelle verwandelt haette, weil ich ihn mit "meinen internen" Problemen nicht in Ruhe lassen konnte.
Das ist angesichts meiner materiellen, emotionalen und praktischen Unterstuetzung fuer ihn so unglaublich unfair und brutal, dass ich sprachlos bin.
Ich habe ihm gleich nach dem "Knall" gesagt, dass ich das mit dem "Da ist die Tuer" nicht als endgueltigen Rauswurf gemeint haette, dass der Satz aus blanker Wut und Verzweiflung geboren wurde, dass es mir leid taete, und er zurueckkommen solle/koenne, aber auch zugleich, dass es so, wie es war, nicht weitergehen koenne. Denn das habe ich realisiert.

Ein Freund von ihm, der die ganze Entwicklung mitbekommen hat und auch uns beide gut kennt als Paar, meinte nur, er muesse wohl erst voellig an die Wand laufen, damit er aufwache. Auch er sieht seinen Burn Out, und was er macht, aber auch er sagt, er komme nicht an ihn ran.

Du bist jetzt zum 2ten Mal ausgezogen, lese ich - ich kann es verstehen. Es ist Selbstschutz, aber es fuehlt sich auch an, als liesse man jemanden ganz furchtbar im Stich.

Ich fuehle zum jetzigen Zeitpunkt nur: Ich liebe noch, trotz allem. Ich kann viel entschuldigen. Aber nicht alles. Ich weiss, da steckt irgendwo noch der Mann drinnen, mit dem ich mal gluecklich war, bevor er in den Strudel des Ausbrennens geriet. Ich habe ihn ja auch immer mal wieder kurz an meiner Seite gehabt, wenn wir (1x Mal in den Jahren) im Urlaub waren, er etwas entspannter war, weil er mal einen freien Tag zum Ausspannen und Ausschlafen gehabt hatte. Dann kam er wieder zum Vorschein. Darum will ich noch nicht aufgeben, und bin bereit, mit ihm noch einmal von vorne anzufangen. Aber das setzt natuerlich voraus, dass wir die "Work-Life-Balance" in den Griff bekommen, was wiederum voraussetzt, dass er einsieht, dass sein Burn-Out das Grundproblem ist, und dass er, ich denke einmal, professionelle Hilfe braucht, und dass wir als Paar die auch brauchen (fuer so was wie Beratung hatte er ja bis dato erst recht keine Zeit...wenn man schon nicht zum schlafen kommt vor Arbeit, und total blind und taub ist und nur wie ein Motor im falschen Gang alles Benzin auf der Stelle verbrennt, bis alles erstirbt....). Und es setzt voraus, dass er ueberhaupt zurueck zu mir moechte (er sagte noch einen Tag vor seinem Rauswurf, dass er mich liebt, aber das ist wohl momentan alles verschuettet unter Wut und Verzweiflung auf seiner Seite).
Ich weiss nicht, was als naechstes passiert, und ich bin sehr, sehr traurig, unter meiner Wut und Verzweiflung.
Ich lasse ihn jetzt erst einmal in Ruhe, habe ich mir vorgenommen.

Und ich fuehle auch Erleichterung, dass es geknallt hat. Was auch immer kommt: Es wird nicht mehr sein, wie es war.

PS: Hast du denn die Vatertagseinladung angenommen? Wie geht es bei euch weiter?

Liebe Gruesse,
Seidige


Du sprichst mir soooo aus der Seele ! Vielen lieben Dank !
Ich habe Vatertag nicht angenommen. War auch keine Frage seinerseits.Ich habe 1 Woche später 1 Paket bekommen. Ohne Kommentar. Darin: 2 Bonbons, 1 Packung Knäcke, 2 Lutscher und ein paar Toilettenartikel.
Ich war wie vor den Kopf gestossen. Darauf habe ich noch einmal mein Verhalten per Mail erklärt. Darauf kam " ich sehe die Beziehung als gescheitert.Gerne würde ich weiter Kontakt halten, allerdings nicht in einer Beziehung".
Ich war sehr wütend. Wer entscheidet eigentlich über guten Kontakt ?? ER ?? Weil ich doch so nett bin ? Weil ich doch immer hinter ihm gestanden habe ?
Es folgte eine sehr böse Mail von mir, weil ich sehr sauer war. Ich habe sein Verhalten als feige (man hätte ja man sagen können, das etwas nicht rund läuft!!!) bezeichnet und ihm zu verstehen gegeben, dass ich kein Interesse an einem Kontak habe.

Das war Freitag und sei dem ist auch Sendepause.

ICh habe mich wirklich über Deine Zeilen gefreut. Es hat mich aufgebaut.....

liebe Grüße
Daddel

Inaktiver User
23.05.2007, 10:40
ach ja, ich habe ihm heute einen Brief mit Blättern über die Arbeitssucht geschickt und einige Dinge, die einen Mensch verändern angemarkert. Wie eine Beziehung zerbrechen kann usw.

Ich hätte auch eigentlich alles anmarkern können......

Inaktiver User
23.05.2007, 11:39
Hallo Daddel,

ich kann deinen Frust gut verstehen, allerdings fürchte ich, es hilft nicht viel, einem Selbständigen einen Text über Arbeitssucht zu schicken.

Für Selbständige ist der Zwang zur Arbeit meist so massiv, dass sie ihm nicht ausweichen können, es sei denn, sie wollen riskieren, ihre Auftraggeber / Kunden zu verlieren. In vielen Fällen gibt es niemanden, an den sie delegieren können, im Gegenteil: alle wollen was von ihnen. Jeder Selbständige weiß, dass die Arbeit, die er jetzt nicht schafft, einfach liegen bleibt und sich irgendwann zu einem Berg auftürmt, der nur noch Panik verursacht.

Inaktiver User
23.05.2007, 11:49
das mag stimmen.......
allerdings möchte ich ihm hiermit doch ein wenig zeigen, dass ich hinter ihm stehe. Mir Gedanken um ihn mache.....
.....anders habe ich ja keine Chance.
Ich hatte ihm damals auch Dinge über Burnout gemailt. Allerdings hatten wír da auch wieder Kontakt und er hat gemerkt, dass man damit nicht spassen sollte.
Er hat sich darauf ja auch "kurz" geändert und mehr an sich gedacht. Ich wurde natürlich auch sehr gut behandelt (hört sich ja beknackt an...) und er war dankbar, dass er mich hat.
Es kamen ja bereits Äußerungen:
ich kann nicht ohne Dich....ich liebe Dich......

letztens kam der Ausdruck:
ich liebe Dich, Du mich auch, doch anscheinend haben wir keine gemeinsame Zukunft. Schade


damit konnte ich nicht wirklich etwas anfangen.........keine Gründe, keine Erklärung von ihm......
ich wüsste nicht einmal wie er sich seine Zukunft vorstellt !

Vor einigen Wochen haben wir uns sogar, auf seinen Ansporn, Wohnungen angeschaut !

Das ist jetzt wieder alles begraben und tot ? Mal wieder unter den Teppich gekehrt ?

Inaktiver User
23.05.2007, 12:35
allerdings möchte ich ihm hiermit doch ein wenig zeigen, dass ich hinter ihm stehe. Mir Gedanken um ihn mache.....
.....anders habe ich ja keine Chance.
Ich hatte ihm damals auch Dinge über Burnout gemailt.

Ja, das kenne ich. Ich habe meinem Mann immer wieder gesagt, dass viele seiner Symptome: die dauernde Müdigkeit, die Gereiztheit, fast jeden Tag beim Aufwachen Kopfschmerzen, die Konzentrationsstörungen (er vergißt in Mails ganze Wörter) etc. auf einen Burnout hinweisen.
Was macht er mit dieser Information? Nichts.
Wahrscheinlich denkt er sich, ich will ihm schon wieder was vorschreiben, ihn unter Druck setzen.

Die Unentschlossenheit, die du beschreibst, das dauernde Wechseln der Meinung, kenne ich auch. Dabei ist das sehr untypisch für ihn. Er war als Manager immer sehr zielgerichtet, hat Dinge konsequent durchgezogen. Wenn er etwas sagte, dann war Verlass darauf, dann meinte er es auch so.
Seit einiger Zeit merke ich, dass er seine Meinung permanent wechselt: erst will er etwas, dann sagt er wieder das Gegenteil davon und wenn ich ihn darauf hinweise, brüllt er los und fühlt sich von mir unter Druck gesetzt.
Ich glaube, die Betroffenen wissen selbst nicht, was sie wollen, können keine wirklichen Entscheidungen mehr treffen.

Ich habe gerade eine interessante Seite zum Thema gefunden
http://www.hilfe-bei-burnout.de/

Ich finde es hilfreich, sich hier austauschen zu können.

Inaktiver User
23.05.2007, 12:56
ich freue mich auch, dass ich jetzt so rege Antworten bekomme.
Ich habe noch unter Trennung gepostet, doch dort fühle ich mich doch ein wenig missverstanden.
Wenn ich halt dem Partner eine Klatsche gebe solle ich mich schließlich nicht wundern, wenn er so agiert.

Trotzdem ich denke immer noch das mein Partner irgendwann wieder aufwacht und sich dann bei mir meldet.........( meine Freundinnen, unabhängig voneinander, meinen auch, das das passiert. Ich weiss allerdings noch nicht wie ich reagieren werde....)


Vielen Dank für eure Lebens-Geschichten. Jetzt fühle ich mich nicht mehr so alleine.....

liebe Grüße
Daddel

Inaktiver User
23.05.2007, 13:25
Mist, ich merke allerdings schon wieder, das ich mich in die Helferrolle manövriere....... :-(

ich mach mir wieder eher einen Kopf, den er sich sicher nicht machen würde.
Ich habe auf "Kontakt halten...." von ihm sehr gereizt regiert. Stinkesauer war ich auf diese Aussage.

Ich verdränge schon langsam wieder, das er teilweise auch mehr als ungerecht zu mir war. Mir damit sehr weh getan hat, ohne es zu merken. Ich keinen Kontakt mehr möchte.....

auf der anderen Seite möchte ich ihm mitteilen, dass ich immer hinter ihm stehe und immer gestanden habe. Das wird er sicher momentan überhaupt nicht versehen..........


lieben Gruß
Daddel

BlauerHimmel
24.05.2007, 05:26
Irgendwie sehe ich hier wenig Lösungswege, die aufgezeigt werden. Es wird nur versucht, an den Symptomen zu kurieren (Burnout-Broschüren zugespielt etc.). Das Problem ist doch nicht der Burnout als "Schwäche" des Betroffenen, sondern die viel zu große Arbeitsbelastung. Die Konsequenz muss m.E. sein: Firma verkaufen / auflösen bzw. Arbeitslast reduzieren. Da steckt wohl auch der versteckte Motor des Burnout: Die Selbständigen wollen keine Angestellten mehr sein, das würden sie als Niederlage empfinden. Anders liegt es bei dem Mann von Seidige, der quasi in die Selbständigkeit gezwungen wurde. In diesem Fall ist die Konsequenz noch klarer: Zurück in die Heimat, Angestellter werden! Seidige müsste als "Manager" auch in Deutschland was finden können. Aber auch hier wollen die Beteiligten sich wohl nicht eingestehen, dass ihr Beziehungskonzept so nicht funktioniert...

BlauerHimmel

Inaktiver User
24.05.2007, 08:07
Irgendwie sehe ich hier wenig Lösungswege, die aufgezeigt werden. Es wird nur versucht, an den Symptomen zu kurieren (Burnout-Broschüren zugespielt etc.). Das Problem ist doch nicht der Burnout als "Schwäche" des Betroffenen, sondern die viel zu große Arbeitsbelastung. Die Konsequenz muss m.E. sein: Firma verkaufen / auflösen bzw. Arbeitslast reduzieren. Da steckt wohl auch der versteckte Motor des Burnout: Die Selbständigen wollen keine Angestellten mehr sein, das würden sie als Niederlage empfinden. Anders liegt es bei dem Mann von Seidige, der quasi in die Selbständigkeit gezwungen wurde. In diesem Fall ist die Konsequenz noch klarer: Zurück in die Heimat, Angestellter werden! Seidige müsste als "Manager" auch in Deutschland was finden können. Aber auch hier wollen die Beteiligten sich wohl nicht eingestehen, dass ihr Beziehungskonzept so nicht funktioniert...

BlauerHimmel
Na, du hast aber den vollen Durchblick, BlauerHimmel :zwinker:
Verzeih mir meine Ironie, aber deine Vorschläge empfinde ich fast schon als zynisch: hast du schon mal davon gehört, welche Chancen Leute über 45 auf dem Arbeitsmarkt haben? Und dass nicht jede Firma sich vekaufen läßt, wenn sich in der Branche die Insolvenzen häufen? Dass viele Leute einfach keine Alternative zwischen Durchhalten oder Hartz IV haben, weil es auf Grund ihres Alters keine Aussicht mehr auf ein Angestelltenverhältnis gibt? Glaubst du, jemand stellt einen ehemaligen Spitzenmanager als Nachtwächter ein?

Spar dir deine Psychologie, die Welt ist ein wenig komplizierter als dass "Selbständige es als Niederlage empfinden würden, wieder Angestellte zu sein". Sie fänden es traumhaft, wie andere Leute um fünf die Bürotür hinter sich zumachen zu können und in die "Freizeit entlassen zu werden", sich keine Gedanken mehr um Akquise, Verkauf, Bürokram, Steuern und all den Kram zu machen.

Stell dir vor, dein Chef, der dir eine Arbeitsmöglichkeit als Angestellte schafft, ist auch so ein Verrückter, der eine Menge Verantwortung und Arbeitsbelastung auf sich nimmt und dir damit einen Arbeitsplatz ermöglicht, an dem du "nur" deine Arbeitsleistung verkaufen musst und von der ganzen Verantwortung für die Firma entlastet bist. Vielleicht sollte er auch Angestellter werden - nur schade, dass dann dein Job vielleicht auch weg ist.

BlauerHimmel
24.05.2007, 08:55
die Welt ist ein wenig komplizierter
Fein. Das heißt nämlich es gibt für die hier beschriebenen Situationen KEINE LÖSUNG! Null. Die Selbständigen sind aus dieser Sicht für immer und ewig gefangen in der Selbständigkeit. Das heißt auch: Der Burnout wird immer so weiter gehen, bis zum Grab. Wozu dann überhaupt diskutiert wird, sei dahingestellt.

Wie du auf das beleidigte Gerede von "meinem" Chef kommst, sei dahingestellt. Er ist ein ausgesprochen ruhiger und überlegter Mensch, dem Burnout-Tendenzen sehr fern liegen.

Inaktiver User
24.05.2007, 09:21
Fein. Das heißt nämlich es gibt für die hier beschriebenen Situationen KEINE LÖSUNG! Null.
Es gibt Lösungen, nur dürften sie weit komplizierter sein als deine Brachialvorschläge.

Der Burnout wird immer so weiter gehen, bis zum Grab.
In schlimmen Fällen ist das leider so, aber das ist keineswegs ein Phänomen der Selbständigen. Die meisten Sozialberufler, die ausbrennen, befinden sich in einem Angestelltenverhältnis. Aber wenigstens bekommen die eine Weile Arbeitslosengeld, ein Selbständiger fällt gleich hinten runter.

Wie du auf das beleidigte Gerede von "meinem" Chef kommst, sei dahingestellt. Er ist ein ausgesprochen ruhiger und überlegter Mensch, dem Burnout-Tendenzen sehr fern liegen.
Abgesehen davon, dass du nicht weißt, wie es in deinem Chef aussieht, war meine Antwort auf deine Diagnose gemünzt, die Selbständigen würden es als "Niederlage" empfinden, nicht mehr selbständig zu sein.
Mein Eindruck ist, dass sehr viele abhängig Beschäftigte in dieser Beziehung einen Tunnelblick haben und gar nicht sehen wollen, dass sie ihren Arbeitsplatz der Tatsache verdanken, dass ein Selbständiger mit seinem eigenen Geld, auf eigenes Risiko und mit einem hohen Zeitaufwand Arbeit schafft - für sich und andere. Hier per Küchenpsychologie zu diagnostizieren, diese Leute wären zu eitel, um angestellt zu sein, halte ich wirklich für daneben.

Inaktiver User
24.05.2007, 10:53
wenn es Lösungen geben würde wäre ich sicher auch froh.
In meinem "Fall" kann ich auch sagen, am Anfang viel in die Firma investiert aber leider nicht den gewünschten Erfolg herausgezogen.
Soll heissen, wenn die Firma jetzt mal einfach verkauft wird könnte er sich gleich als Privatinsolvent bei den vielen anderen einreihen.
Somit wird eben gehofft, das sich doch endlich mal der gewünschte Erfolg einstellt, auf den man allerdings vergeblich warten wird. Was bleiben denn dann für Lösungen ?
Ich kenne auch viele Selbstständige, die kein Burnout haben, trotz vieler Arbeit. Aber glücklicherweise sind die Menschen unerschiedlich.
Es soll auch Menschen geben, die Arbeit delegieren können. Diese Gabe ist dem Burnout Menschen allerdings oftmals nicht gegegeben. Anderen Leuten wird eben nicht mehr vertraut, man macht alle Arbeiten selber, auch wenn sie noch so banal sind.

Für eine Lösung wäre ich sehr dankbar !
Liebe Grüße
Daddel

Inaktiver User
24.05.2007, 11:46
Hallo Daddel,
das ist ja das Problem. Wenn die Firma nicht verkauft werden kann, weil es (im Moment) keine Interessenten dafür gibt, kann man nur weiter machen oder gleich Insolvenz anmelden. Dann hat man nicht nur (wie im Falle eines Angestellten) den Job verloren, sondern auch das investierte Geld und damit die Existenzgrundlage. Arbeitslosengeld gibt es für Selbständige ohnehin keines.
Ich denke nicht, dass es in jedem Fall aussichtslos ist, weiter zu machen. Oft geht es tatsächlich darum, druchzuhalten, die Konjunktur springt ja gerade wieder an. Es kann sich also durchaus "nur" um eine Durststrecke handeln.

Dass viele in dieser Phase nicht delegieren können, liegt oft weniger an einer persönlichen Disposition als schlicht am Geld. Die Personalkosten sind hoch und wenn die Aufträge nicht regelmäßig kommen, kann das brenzlig werden, weil die Leute im Fall einer Flaute ja nicht einfach entlassen werden können. In Extremfällen sind Firmen schon mit vollen Auftragsbüchern in die Insolvenz geschlittert, wenn sie nicht liquide waren, weil zB. ein großer Kunde nicht gleich zahlt. Wenn die Liquidität nicht mehr ausreicht, um die Gehälter zu zahlen, muss sofort Insolvenz angemeldet werden, alles andere gilt als Insolvenzverschleppung und ist strafbar.
Dazu kommen die Banken; der Eigenkapitalanteil wird in letzter Zeit nur noch nach Basel II berechnet, auch das treibt Firmen in die Insolvenz.

Ich denke, die Lösung kann nur aus ganz kleinen Schritten bestehen: sich erst mal einzugestehen, dass man am Limit ist und sich temporäre Freiräume schaffen für Dinge, die einem gut tun, Geschäftsreisen reduzieren, wo es möglich ist, Geschäftskunden ins eigene Haus kommen lassen etc.

In allen Berichten über Burn-out wird immer wieder betont, dass es ein langer Prozess ist, da heraus zu kommen. "Patentlösungen" im Sinne von "schmeiss deinen Job gleich hin" sind noch katastrophaler, weil diese Leute meist auch keine Hobbys mehr haben und bei Jobverlust in ein noch tieferes Loch fallen, das sich zu einer Identitäskrise auswachsen kann.

Wir als Angehörige können die Betroffenen ohnehin nicht "heilen", ich wäre auch vorsichtig mit Schlagworten wie "Co-Abhängigkeit". Arbeit ist nicht vergleichbar mit Genußmittelsucht, die man am besten radikal aufgibt, an der Arbeit hängt meist die ganze Existenz.
Ich sehe den Sinn dieses Forums auch eher darin, dass sich Angehörige austauschen; es hilft oft, zu sehen, dass es anderen genau so geht bzw. dass manche Dinge Krankheitsymptome sind und keine Bösartigkeit des Partners.

Inaktiver User
24.05.2007, 16:01
das sehe ich auch so. Bisher habe ich einige Verhaltensmuster meines Freundes auch als sehr grenzwertig verstanden. Als ich aber mehr über Arbeitssuch/Burnout gelesen habe, um so mehr habe ich einfach sein Verhalten "verstanden".

Leider haben wir zur Zeit überhaupt keinen Kontakt mehr und ich leide doch ein wenig darunter. Ich vermisse ihn einfach.
Wenn es doch noch ein Fünktchen Liebe zwischen uns geben sollte, wäre er aber daran das zu zeigen.
Ich bin sehr oft auf ihn zugegangen, doch leider gab es in der letzten Zeit einfach zu viele Demütigungen, Missverständnisse und Beleidigungen seinerseits, für die ich mich nicht entschuldigen will und kann. Ich war schon viel zu lange in seinem ARbeitsstrudel und benötige dringends Zeit für mich.

Lieben Gruß
Daddel

Inaktiver User
24.05.2007, 17:05
Leider haben wir zur Zeit überhaupt keinen Kontakt mehr und ich leide doch ein wenig darunter. Ich vermisse ihn einfach.
Wenn es doch noch ein Fünktchen Liebe zwischen uns geben sollte, wäre er aber daran das zu zeigen.


Das würde ich auch so machen. Wenn er dich wirklich will und vermißt, wird er wieder kommen, so bald er wieder Luft hat.

Lieben Gruß Astraia

Inaktiver User
25.05.2007, 08:01
irgendwie glaube ich daran aber nicht mehr.......warum kann ich auch nicht sagen. Vielleicht habe ich ihn mit meiner nicht gerade freundlichen Mail endgültig verschreckt oder er ist "froh", das er mich als vermeindlichen "Störenfried" nicht mehr hat.
Wie gesagt, seit dem 9. Mai ist absolute Sendepause.

Trotz alledem ist es natürlich auch blöde. Er hat mich teilweise sehr verletzt und ich denke dann manchmal auch, ob ich es bei einem anderen Mann nicht einfach harmonischer und ruhiger hätte. .....doch auf der anderen Seite ist man schließlich 13 Jahre liiert gewesen und ist heute ja auch keine 20 mehr.

Ich ertappe mich momentan immer dabei auf die Displays sämtl. Telefone zu schauen, ob er angerufen hat.......das gefällt mir selber einfach nicht.

Er selber frisst ja auch alles in sich hinein. Hat auch keine Person, der er mal sein Leid klagen könnte. Ich selber habe noch mit einem damaligen Kollegen mit ihm gesprochen und der wollte sich die nächste Woche einfach mal mit ihm in Kontakt setzen. Der selber wusste nicht einmal vom Herzinfarkt meines Ex, obwohl die beiden doch ein recht freundschaftliches Verhältnis gepflegt haben.
Er verschliesst sich halt immer mehr und glaubt seine Probleme selber regeln zu können........

die_chemo85
26.05.2007, 00:14
hallo astraia/daddel

ich weiß nicht wo ich anfangen soll ....

ich hab eure beiträge gelesen und bin auf sehr große übereinstimmung mit meiner situation gestoßen.

zu meiner situation: ich hänge/klebe seit etwa 4 jahren an einer extrembeziehung mit höhen und extrem vielen tiefschlägen... als ich anfang des jahres von meinem freund schwanger wurde, habe ich die beziehung aus verzweiflung aufgegeben. ich konnte mit der form nicht mehr weiter leben. dementsprechend hoch war auch schon mein frust gegenüber meines freundes. besagter hat sich daraufhin extrem den arsch aufgerissen, um mich mit kind wieder zurück zu erobern. ihm ist wohl wieder mal klar geworden, dass er ohne mich nicht leben will und dass er unsere kleine familie nicht her-/aufgeben will. ich konnte allerdings nicht gleich wieder auf beziehung umstellen, war noch voller frust über ihn und die nicht zufriedenstellende beziehungsform, dass ich anfangs ablehnend ihm gegenüber war und mit weiterer verstreichender zeit immer mehr von ihm gefordert habe. meine gefühle waren nie ganz tot. sie sind in der zeit, in der er sich so bemüht hat immer stärker geworden, so dass ich uns noch eine chance geben wollte. just in dem moment hat sich die situation völlig umgeschlagen. er ist extrem streitsüchtig geworden, hat mir ständig vorwürfe gemacht, wie fordernd und furchtbar ich wäre und hat sich immer mehr zurückgezogen, nicht über seine probleme geredet etc. vor drei tagen hat er mir offenbart, dass ein arzt bei ihm das BOS festgestellt hat und nach reichlicher recherge und beiträgen konnte ich zu seinem verhalten parallelen ziehen. ich mach mir grad große vorwürfe, dass ich so fordernd war und (er meint, jetzt reichts ihm endgültig) wahrscheinlich auch die liebe in ihm getötet habe. es ging alles so schnell ....
er hat mich auf einmal völlig abgestoßen, meint aber, dass er für mich gefühle hätte. andereseits sagt er auch, dass es das jetzt endgültig war und das volle programm halt ....
laut arzt soll er auch noch im anfangstadium sein ...
habt ihr denn schon wege gefunden, euren männern zu helfen?
ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. ich glaub nicht, dass er mich nicht mehr liebt und ich bekomm in knapp 3 monaten unser kind. er schiebt die krankheit und seine sorgen alles auf mich. dass er 24h am tag für seine arbeit lebt und das auch die ursache sein kann will er nicht sehen. ich hab ihm schon seit monaten darauf hingewiesen, dass die permanente präsens auf arbeit nicht gesund ist. aer ich stoß nur auf taube ohren. ICH BIN SCHULD
bin für jede hilfe dankbar. man findet im netz nix, wie man mit solchen menschen umgehen kann, ohne den kontakt völlig abzubrechen.

grz chemo

Inaktiver User
26.05.2007, 14:33
hallo astraia/daddel

ich weiß nicht wo ich anfangen soll ....

ich hab eure beiträge gelesen und bin auf sehr große übereinstimmung mit meiner situation gestoßen.

zu meiner situation: ich hänge/klebe seit etwa 4 jahren an einer extrembeziehung mit höhen und extrem vielen tiefschlägen... als ich anfang des jahres von meinem freund schwanger wurde, habe ich die beziehung aus verzweiflung aufgegeben. ich konnte mit der form nicht mehr weiter leben. dementsprechend hoch war auch schon mein frust gegenüber meines freundes. besagter hat sich daraufhin extrem den arsch aufgerissen, um mich mit kind wieder zurück zu erobern. ihm ist wohl wieder mal klar geworden, dass er ohne mich nicht leben will und dass er unsere kleine familie nicht her-/aufgeben will. ich konnte allerdings nicht gleich wieder auf beziehung umstellen, war noch voller frust über ihn und die nicht zufriedenstellende beziehungsform, dass ich anfangs ablehnend ihm gegenüber war und mit weiterer verstreichender zeit immer mehr von ihm gefordert habe. meine gefühle waren nie ganz tot. sie sind in der zeit, in der er sich so bemüht hat immer stärker geworden, so dass ich uns noch eine chance geben wollte. just in dem moment hat sich die situation völlig umgeschlagen. er ist extrem streitsüchtig geworden, hat mir ständig vorwürfe gemacht, wie fordernd und furchtbar ich wäre und hat sich immer mehr zurückgezogen, nicht über seine probleme geredet etc. vor drei tagen hat er mir offenbart, dass ein arzt bei ihm das BOS festgestellt hat und nach reichlicher recherge und beiträgen konnte ich zu seinem verhalten parallelen ziehen. ich mach mir grad große vorwürfe, dass ich so fordernd war und (er meint, jetzt reichts ihm endgültig) wahrscheinlich auch die liebe in ihm getötet habe. es ging alles so schnell ....
er hat mich auf einmal völlig abgestoßen, meint aber, dass er für mich gefühle hätte. andereseits sagt er auch, dass es das jetzt endgültig war und das volle programm halt ....
laut arzt soll er auch noch im anfangstadium sein ...
habt ihr denn schon wege gefunden, euren männern zu helfen?
ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. ich glaub nicht, dass er mich nicht mehr liebt und ich bekomm in knapp 3 monaten unser kind. er schiebt die krankheit und seine sorgen alles auf mich. dass er 24h am tag für seine arbeit lebt und das auch die ursache sein kann will er nicht sehen. ich hab ihm schon seit monaten darauf hingewiesen, dass die permanente präsens auf arbeit nicht gesund ist. aer ich stoß nur auf taube ohren. ICH BIN SCHULD
bin für jede hilfe dankbar. man findet im netz nix, wie man mit solchen menschen umgehen kann, ohne den kontakt völlig abzubrechen.

grz chemo


Hallo,
das ist ja auch eine vertrackte Situation. Freut er sich denn eigentlich auf das Kind ? Hat er Angst vor der Zukunft mit Kind ? Wohnt ihr zusammen ? Wie lange seid ihr zusammen ? Wie alt seid ihr ?

Ist er denn Selbstständig oder Angestellt ?

So könnte ich momentan auch keinen Rat geben........mir geht es ja sehr ähnlich. Vielleicht hat man es einfach zu lange schon mit den Partnern mitgemacht ? Vielleicht sind sie sich unserer einfach zu sicher ?

Mensch, ich wäre auch froh gewesen, wenn sich mein Freund den Kopf gemacht hätte, den ich mir jetzt über ihn mache :niedergeschmettert:

liebe Grüße
Daddel

Inaktiver User
26.05.2007, 16:12
Bei uns geht es im Moment recht gut, ich dränge ihn zu nichts und mache meine eigene Arbeit.

@chemo85
die Geburt eines Kindes ist immer eine aufregende Sache und wirbelt den Alltag ohnehin komplett durcheinander. Bei aller Freude über das Kind ist das erst mal Streß pur. Wenn dein Freund jetzt schon so am Limit ist, wird er kaum ruhiger werden, wenn auch noch das Baby dazu kommt.
Hast du vielleicht irgend jemanden außer deinem Freund, der dir mit dem Baby helfen könnte? Mutter, Schwester, Freundin? Es wäre toll, wenn da jemand von außen wäre, der dich/euch unterstützen könnte.

Ich würde mich in deiner Situation erst mal um mich selbst und das Kind kümmern, ihr seid jetzt wichtiger als sein Burn-out. Versuch jede Hilfe von außen zu kriegen, die möglich ist, er ist wohl kaum in der Verfassung, dich wirklich ruhig und besonnen zu unterstützen.
Viel Glück!

Inaktiver User
30.05.2007, 16:06
so, jetzt ist es soweit.....mein EX lehnt jeglichen Kontakt mit mir ab.
Selbst auf freundschaftlicher Basis hat er null Interesse........

......bin völlig geschockt.
Letztens wollte er noch gerne Kontakt beibehalten.....


traurige Grüße
Daddel

katerignotus
24.06.2007, 19:41
[QUOTE]schaffst Du es, Deinen Mann in Ruhe zu lassen, und ihm trotzdem Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, ohne ihn jedoch zu bedrängen oder ein schlechtes Gewissen zu bereiten? Als Ex-Betroffene entspräche das meiner Wunschvorstellung, wie sich ein Partner zu verhalten hat.

Der Burnout Deines Mann hat nichts mit Dir zu tun, trotzdem kann er Dir nicht die Gefühle entgegen bringen, die Du verdienst und die er Dir entgegen bringen möchte. Eine Trennung ist dann eine scheinbar logische Konsequenz, aber eigentlich ist es ein Schutzverhalten. Dein Mann möchte sich vor Schuldgefühlen Dir gegenüber schützen. Ihr seit schließlich getrennt und er braucht sich nicht mehr für Dein Wohlbefinden verantwortlich zu fühlen. Vor dem Hintergrund ist es sinnvoll, ihn in Ruhe zu lassen und ihm seinen Schutzraum zu lassen.



Dieser Rat scheint egoistisch, ist es aber nicht. Indem Du Deinem Mann zeigst, dass Du die Verantwortung für Dein Wohlbefinden trägst, entlastet Du ihn.


Der Betroffene kann den Schiefstand seiner Empfindungen jedoch nicht steuern.


Ob Dein Mann jemals wieder "der Alte" wird, wage ich zu bezweifeln. Durch Krisen entwickelt sich der Mensch. Bleibst Du trotz der Trennung eine liebevolle, verlässliche Begleiterin und Partnerin, halte ich es für durchaus möglich, dass sich seine alten Gefühle für Dich wieder einstellen. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht.

Liebe ChristianeL :blumengabe: :blumengabe: :blumengabe: ,

du weißt worüber du redest. Als ehemaliger Burn-out-Patient kann ich all das, was du geschrieben hast, nur unterstreichen. Wer nicht in der Lage ist, deine Worte in aller Ernsthaftigkeit zu begreifen, wer seinem, an Burn-out erkrankten Partner (auch Frauen erkranken daran!) im Sinne deiner Worte nicht entgegenkommen kann, hat den Partner für immer verloren.

katerignotus

Mika04
02.08.2007, 17:20
Hallo!

Hab das Forum heute erst entdeckt.
Hat jemand eine Geschichte, wie man es mit seinem Partner (mit BurnOut)schaffen kann?

Schokolienchen
03.08.2007, 01:03
Hallo und vielen Dank, dass es diesen Strang gibt!:blumengabe:

Mein Partner hat sich vor 6 Wochen plötzlich auf einer gemeinsamen Reise getrennt als ich das Thema Zusammenziehen, das wir 4 Wochen zuvor noch besprochen hatten, kurz aufbrachte. Für mich brach eine Welt zusammen, er reiste nach vielen Tränen einfach ab. Jetzt wird mir immer klarer dass es Burnout ist. Habe ihm gestern den Stern (Titelthema: Burnout) ins Büro bringen lassen und später mit ihm telefoniert. Er sagte er hatte bereits nach der Hälfte schon genug Punkte... Aber ich solle mir keine Sorgen machen, heute geht es schon besser. Aber ich sehe das anders! Es bahnte sich bereits die letzten Monate an und immer öfter machte ich mir sorgen, es könnte ihm gesundheitlich etwas passieren. Er hatte schon ständig entzündungen, Infektionen, Seitenstrangangina. Das Immunsystem ist doch am Ende! Er hat kaum Mut/Kraft den Briefkasten zu leeren, der Strom wurde im Frühlich abgestellt weil er Rechnungen deshalb nicht bezahlt. Er ernährt sich von Fastfood und Eiscreme, braucht Zucker als Ausgleich, raucht, bewegt sich nicht.... Seit März ist die Flamme im Beuler aus, wir hatten kein warmes Wasser keine Heizung weil er es nicht schaffte einen Termin mit dem Hausmeister zu organisieren. Jegliche Hilfe meinerseits lehnte er ab. Er fallt einfach im Taxi in einen tiefen Schlaf und schnarcht. So fertig ist er. Neulich war ihm kalt und da ist er mit eingeschaltetem Fön unter der Bettdecke eingeschlafen und hatte danach eine riesige Brandblase. Hat er mal frei, schläft er den ganzen Tag. Interessiert sich für nichts anderes. Ich hab wirklich Angst um ihn!

@ChritianeL und katerignotus
ich bin froh, dass ich Eure Zeilen lese, denn ich frage mich wie ich helfen kann ohne dass es sich gedrängt fühlt. Er sagte gestern er sei ohne mich nicht glücklicher, er denke in allen möglichen Lebenslagen an mich, in seiner Wohnung sei alles noch so wie zuvor, meine Bilder, meine Kosmetikartikel etc. Ich habe sogar noch seine Wohnungsschlüssel. Er meinte: Das habe ja noch Zeit sie ihm zurückzugeben. Aber zumindest hätte er nun nicht mehr die Verantwortung mich glücklich zu machen. Und er meine nicht die großen Dinge im Leben wie Zusammenziehen, Kinder, Heiraten etc. sondern die kleinen Dinge im Leben. Weil er es nicht mehr schafft?!? Ich glaube er kennt seine Bedürfnisse gar nicht. Nun bin ich ein sehr eigenständiger Mensch, aber seine größer werdende Emotionslosigkeit und dass er kaum etwas für die Beziehung getan sondern nur arbeitet ohne zu schlafen bis er unverständliches stammelt (!!!), das hat doch zu schaffen gemacht. Und ich denke das konnte er nicht mehr mit ansehen das es mich unglücklich machte. Ich habe es halt persönlcih genommen. Jetzt sehe ich es anders. Er ist so ein liebevolle Mensch und agressiv war er zum Glück bereits noch nicht. Eher ist er bei Diskussionen oder Streits einfach weggelaufen, hat sich im Hotel eingemietet um nicht erreichbar zu sein (!!!)

Wir haben sogar davon gesprochen uns bald mal wieder zu treffen, er betonte jedoch er wolle keine "Aussprache", was ich immer besser verstehen kann. Als ich neulich schrieb, ich müsse wissen warum er sich getrennt hat in einer E-Mail, hat er sich angegriffen und bereits gestresst gefühlt. Daher habe ich ihm geschrieben dass ich bei unserem Treffen einen entspannten Abend und höchstens Tränen vor Lachen wünsche und dass es ok ist wenn ihm selbst noch nicht klar ist warum er nun alleine sein muss wie er selbst sagt.

Könnt ihr als ehemalige Betroffene bitte weitere Tips geben?

Ich liebe meinen Freund so sehr und sehe nicht dass es bereits zuende ist.

Herzlichen Dank!:blumengabe:
Schokolienchen

Tatra
03.08.2007, 08:11
Ich kann Dir nur begrenzt Tips geben denn ich habe letztes Jahr gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen. Ich habe in dem Stadium wo man es noch in den Griff bekommen kann und die Energie von mir noch dafür gereicht hat professionelle Hilfe gesucht. Ich hatte das Glück gleich bei der richtigen Therapeutin zu landen und es haben mir deshalb auch die 5 Vorgespräche gereicht um zu erkennen was ich eigentlich ändern muß.
Halt hat mir damals vor allem mein Mann und meine beste Freundin gegeben zusammen mit einem verständnisvollem Mediziner.
Aber ich bin immer noch am ändern und ich habe immer noch Angst vorm Briefkasten (so albern das auch ist) es gibt Tage da kann ich einfach nicht bestimmte Dinge erledigen. Ich kann mir das jetzt aber verzeihen und warte halt ein zwei Tage ab bis ich soweit bin. Ich mache mir selber weniger Druck.
Mein Mann war zwar relativ hilflos aber immer für mich da, er hat mich nicht kritisiert sondern mich unterstützt. Er hat keine Forderungen gestellt und mich in Ruhe gelassen wenn nötig und er hat meine Anfälle ausgehalten. Mehr hätte er nicht machen können.
Versuche Deinen Freund in eine Therapie zu bekommen, bzw. mit ihm darüber zu reden. Ohne wird er weitermachen bis er zusammenbricht und muß dann eine machen. An einer Therapie führt kein Weg vorbei. Das er auch alles umstellen muß würde ich ihm vielleicht noch nicht sagen, er hat im Moment schon panische Angst vorm normalen Alltag. Und nehmt im Moment keine neuen Projekte wie z.B. Umziehen in Angriff, Essen gehen ist schon anstrengend genug für ihn.

LG Tatra

Schokolienchen
03.08.2007, 11:16
Vielen Dank Tatra!!!

Er hat sich ja offiziel von mir getrennt (obwohl es seine Kollegen noch nicht wissen). Mein Bild steht wohl immernoch auf seinem Schreibtisch und er sagt nichts. Aber wir habens uns zuletzt bei unserer Aussprache vor 1 Monat gesehen, die sehr liebevoll und ohne Streit ablief.
Soll ich ihm weiterhin den Ernst seiner Situation vor Augen halten? Ich habe auch eine Therapeutin zu der ich seit langem immer mal wieder gehe wenn ich an mir arbeite, aber zu der wollte er nicht, obwohl ich sie seit 12 Jahren kenne und absolutes Vertrauen habe. Ich denke er hat Angst. Wás kann ich tun damit er einen Therapeuten aufsucht bevor er zusammenbricht? Ich möchte ihm so gern zeigen dass ich für ihn da bin.

1000 Dank!

Mika04
03.08.2007, 13:40
Hallo, da bin ich auch noch mal!
Kann man als Partner wirklich nur "zusehen" und "still" sein?
Warum sind diese Menschen auf der einen Seite fies und arrogant und kalt zu einem und auf der anderen Seite fühlen sie sich schuldig?
Bin für jede Antwort dankbar!!!!!!!!

Eine Verzweifelte Mika

Inaktiver User
03.08.2007, 14:45
Das 'sich schuldig fühlen' kommt aus der Empfindung 'zu versagen' oder 'versagt zu haben'.

Da alles - auch die kleinsten Alltäglichkeiten - zu einer Herausforderung wird, die kaum bewältigt werden kann und schon gar nicht so, wie man sich das vorstellt, erlebt man jeden Tag auf's Neue, dass man ständig scheitert und versagt. Spirale nach unten. Etwas richtig daran zu ändern oder gar auszusteigen wird immer schwieriger, alles was noch geht, ist, sich 'jedes Mehr' vom Leib zu halten. Das wirkt dann schnell arrogant und kalt, ist aber nichts anderes als ein reiner Schutzmechanismus. Der Geplagte handelt dabei NICHT GEGEN seine Umwelt, sondern ausschließlich FÜR SICH. Die Kollateralschäden nimmt er dabei 'gezwungenermaßen' in Kauf - weil er nicht anders kann. Man befindet sich permanent im 'Notprogramm'.

Wenn jemand in den Burn Out gerät, geht es letztendlich darum zu lernen, gut für sich selbst zu sorgen. D.h. zuerst die Situation ohne Bewertung anzunehmen - d.h. das 'schuldig sein' und 'versgen' rauszunehmen, Bestandsaufnahme zu machen, die eigenen wirklichen Bedürfnisse dahinter zu erkennen und die (nur erdachten) Maßstäbe zu korrigieren. - Und dann Schritt für Schritt zu lernen, wirklich wesensgemäß zu leben und nicht z.B.irgendeiner Karriere hinterher zu hecheln, weil sie familiär oder gesellschaftlich angesagt ist. Das sind aber ziemlich anspruchsvolle Themen, die viel Ehrlichkeit sich selbst gegenüber bedürfen - Eigenerkenntniss und Zeit.

Hilfe anzunehmen ist natürlich in so einer Situation nicht möglich - da beißt sich die Katze in den Schwanz: Wer 'versagt' und 'schuldig' ist, 'muss auch sehen, wie er alleine da wieder rauskommt', Hilfe anzunehmen wäre 'Versagen einzugestehen'. - So jedenfalls sind die herkömmlichen Denkmuster dabei. Und die sind ziemlich festzementiert. Vor allem Perfektionisten, EinzelkämpferInnen und Männern muss es ziemlich schlecht gehen, bis sie diese Schwelle überwinden. Das ist aber erst dann der Fall, wenn das Notprogramm auch nicht mehr greift.

Das Blöde ist, je mehr Burn Out, desto weniger spürt man sich. Man weiß zwar, dass irgendetwas nicht stimmt, aber das Ausmaß ist immer weniger spürbar, nur die alten Schutzmechanismen aus dem Notprogramm funktionieren noch: Strikte Abweisung von allem, was in irgendeiner Form eine Anforderung darstellt. Und das ist so ziemlich alles, was über das Decke über den Kopf ziehen und Ohrenstöpsel reinmachen, hinausgeht. -Also auch eine Beziehung, denn das bedeutet, dass im geringsten Fall jemand da ist, der in irgendeiner Form etwas 'erwartet' - und seien es nur wöchentliche Anrufe.

Für die, die helfen wollen, ist das widerum eine Lektion in Sachen: Hilflosigkeit, Ohnmacht, Verantwortlichkeit ja / nein. Denn da ist guter Rat wirklich teuer. Man kann im Prinzip nur etwas machen bzw. unterstützen, so bald es der andere auch möchte und die Einsicht selbst hat, etwas in seinem Leben ändern zu müssen wenn er mehr Lebensqualität haben möchte. Leider ist aber auch z.B. das Lebensmuster 'mir darf es nicht gut gehen' weit verbreitet .... diese Menschen drehen diese Schleife mehrmals und machen diese Erfahrung nicht nur einmal.

Ich weiß es selbst nicht, was ich machen würde. Ich schließe für mich aber nichts an Möglichkeiten aus: Das geht vom totalen Rückzug, weil es der andere einfach nicht anders will bis zum Kofferpacken und in eine andere Umgebung entführen um einen Rahmen zu schaffen, wo auch ein anderer Blick auf die Situation möglich ist - und wenn ich denjenigen bis über sein Notprogramm hinaus erstmal durch den Wald jagen müsste. - Je nach Beziehung, die man mit demjenigen hat oder hatte und je nach dem, was man voneinander weiß - so dass man in etwa weiß, wie der andere tickt und wie er sich seine persönlichen Stolpersteine immer wieder auslegt.

Wichtig: Um eine Beziehung zu retten kann es dabei aber nicht gehen. Dabei geht's dann nur darum, den anderen darin zu unterstützen, für sich wieder auf eine konstruktive Spur zu bringen. In einem anderen Kontext habe ich das in etwa schon gemacht: Ich war einfach ein paar Tage hintereinander da und habe intensiven Kontakt gehalten, stundenlang Händchen gehalten, zugehört, zugesehen, das Elend mit ertragen und einfach abgewartet ob der Zeitpunkt kommt um den Koffer zu packen und in die Klinik zu fahren. Das war aber nicht mein Partner und ich bin von demjenigen vorher angerufen worden .. nicht gerade mit den Worten 'kannst du mal kommen' ... aber irgendetwas hat sich offensichtlich so zugespitzt, dass ich dachte, da fahr ich jetzt mal hin ... Das birgt natürlich das Risiko, dass der Ofen danach in jeglicher Beziehung aus ist und es wäre gut, wenn man sich persönlich dabei ziemlich zurücknehmen kann.

Letzteres ist wahrscheinlich auch das Rezept für jemanden, dessen Partner im Burn Out oder in der Depression steckt: Sich und die Beziehung zurückzunehmen, mit völlig offenem Ausgang zu rechnen und nur als Angebot 'da zu sein'. Dabei sich selbst und die eigenen Grenzen aber nicht vergessen und genau und ehrlich prüfen ob einem das wirklich möglich ist ... und vor allem: wie lange. Sonst hängen letztendlich zwei in den Seilen.

Gruß, Leda


P.S.:
Sich und die Beziehung zurückzunehmen, mit völlig offenem Ausgang zu rechnen und nur als Angebot 'da zu sein

Ich meine damit: Sonst geht es darum 'den anderen zu ändern', weil: 'eigentlich ist er ganz anders' und: 'wenn er wieder so wäre wie vorher, wäre alles wieder gut.' - Das hat noch nie funktioniert und stimmt so auch nicht. Er ist nämlich jetzt so wie er ist, das gilt es erstmal zu akzeptieren. Mit allen Konsequenzen wie unbezahlte Rechnungen und Brandblasen. Das ist am schwersten für den Betroffenen. Passiert aber nicht dadurch, in dem man auf ihn einredet wie auf einen lahmen Gaul.
Der größte Irrtum ist aber der, wieder so werden zu wollen wie vorher um alles wieder 'gut' werden zu lassen. Irgendwas war nämlich vorher überhaupt nicht gut - sonst wäre es ja nicht soweit gekommen. Möglicherweise war da jemand sogar zu 'zuvorkommend und einfühlsam'. Will sagen: der Ausgang ist so oder so offen. Das 'Hinbiegen' kann sich Frau also um der Beziehung Willen wirklich sparen. Nicht dass die Beziehung auf jeden Fall scheitern muss ... aber sie wird nicht mehr so sein, wie sie es mal war, wenn's gelingt. :smirksmile:

Schokolienchen
03.08.2007, 17:31
@ Leda
Vielen herzlichen Dank!!!! Das waren Worte die ich gebraucht habe. Zum ersten mal seit 6 Wochen geht es mir nicht mehr so schlecht da ich nicht mehr im Dunkeln tappe. Ich habe endliche eine Antwort! Ich kann es/ihn akzeptieren ohne mich verletzt zu fühlen.

Sich und die Beziehung zurückzunehmen, mit völlig offenem Ausgang zu rechnen und nur als Angebot 'da zu sein


Mit dieser Idee kann ich besser Leben als mit der vorherigen Situation und das habe ich ihn heute in einer liebevollen E-Mail auch wissen lassen. Dass ich für ihn da sein werde wenn er es braucht und dass ich nichts erwarte sondern sein Wohlergehen mir am Herzen liegt und ich ihm Freude und Befriedigung wünsche.

DANKE!!!!:blumengabe: :blumengabe: :blumengabe:

Tatra
03.08.2007, 21:04
Ich denke etwas besseres kannst Du nicht tun, es war das was für mich ausschlaggebend war zu wissen das sie da sind und jederzeit bereitstehen ohne Forderungen zu stellen. Ich konnte selber so viel machen wie ich halt konnte ohne das Geführ mich rechtfertigen zu müssen.
Ich würde mit der Therapie auch nicht zu sehr schubsen wenn Ihr ohnehin schon darüber geredet habt, er muß von sich aus etwas ändern wollen vorher geht nichts.
Und ich wäre auch niemals zu einem Therapeuten gegangen der schon mehr über uns gewußt hätte, von daher auch nicht zu einem bei dem mein Mann regelmäßig war. Vielleicht kannst Du Deinen Therapeuten ja nach einer guten anderen Anlaufstelle fragen, die könntest Du ihm unverbindlich einfach als Adresse geben, danach nicht mehr danach fragen!

Schokolienchen
03.08.2007, 21:17
Herzlichen Dank Tatra!

Habe soeben eine liebe sms von ihm bekommen in der er sich für meine E-Mail bedankt und er sagt er sei sehr gerührt. Sie beginnt mit: meine liebste... und endet mit: Dein...

Das ich mich in dieser Situation glüchlich nennen würde hätte ich nie gedacht! VIELEN DANK AN ALLE!:blumengabe:

Schokolienchen

Inaktiver User
03.08.2007, 23:21
Schokolienchen, das freut mich! :blumengabe:


Ich kann es/ihn akzeptieren ohne mich verletzt zu fühlen.

Ja, das ist wohl eine der wichtigsten Erkenntnisse daraus, als Angehöriger. Auch wenn es sich oft anders anfühlt, die Verständnisbereitschaft für dieses Verhalten schwankt und wenn es auch nicht völlig spurlos an einem selbst vorüber geht (das wäre eine übermenschliche Leistung), verletzen ist das Letzte, was der Betroffene will. Die Abweisung / Kündigung hat die Motivation zu schützen - sich und den anderen.

Das mit der (neutralen) Anlaufstelle / Therapeuten ist eine gute Idee von Tatra. Ein erster Schritt wäre auch der Gang zum Hausarzt. Vielleicht findest Du noch einen guten, kurzen Artikel über Burn Out, den Du beilegen kannst. Und den Hinweis, dass er damit machen kann, was er will, Du würdest nicht mehr danach fragen ....
(In meiner Familie hat es fünf Jahre gedauert, bis eine Therapeutentelefonnummer zum Einsatz kam, die ich mal beiläufig mit Empfehlung da abgelegt hatte. Der Therapeut hat dann noch mal 2 Jahre gebraucht, bis die Person in eine Klinik ging. :smirksmile:)

Kann aber auch ganz anders laufen, ist die 'andere Generation'.
Alles Gute!

Schokolienchen
04.08.2007, 00:27
Vielen Dank Leda!:smile:

Ich verstehe. Und er beteuerte mir auch erst dass es das letzte sei was er will: Mich zu verletzen.

Das mit dem Artikel (ist zufällig gerade im Stern!) und einem Link von Wikipedia habe ich "nebenbei" auch gemacht und auch betont, dass er mir keine Rechenschaft schuldig ist und ich nichts erwarte sondern ihn so akzeptiere und für ihn "da bin" wenn er denn will. Auch dass er keine Schuldgefühle haben soll da ich Verantwortung für mein Wohlergehen selbst trage. Er scheint wirklich erleichtert!

:entspann: endlich kann ich entspannen

:schlaf gut: zum ersten mal seit langem beruhigt einschlafen!
Gute Nacht!

Mika04
04.08.2007, 10:59
Guten Morgen!

Ich finde das escht noch ziemlich kompliziert damit umzugehen. Besonders weil mein Freund in meinem Fall auf der einen Seite noch immer ackert wie ein Gaul, ständig von zu Hause weg ist (weil es ja meine Wohnung ist und er sich dort nicht zu Hause fühlt), die Energie findet seinen Umzug in eine 200km entfernte Stadt zu planen und doch BurnOut hat. Wenn ich ihn mit anderen sehe oder am Telefon reden höre ist er fast "normal". Nur mich schliesst er aus fast allem aus, unternimmt nichts mehr mit mir, sucht keine körperliche Nähe und kann auch nicht lachen. Warum fixieren diese Menschen so auf den Partner?
Kann ich ihn vom Umzug abhalten, wohl eher nicht?
Hab ich vor dem Umzug noch Zeit etwas zu retten oder kann ich nur zukucken?
Warum hat er nicht Momente in denen er "schwach" wird und seinen Panzer kurz ablegt?

So viele Fragen
Hat jemand ein paar Antworten für mich?

Vielen Dank im Voraus

Mika

Tatra
04.08.2007, 11:19
Sie fixieren nicht auf den Partner sondern auf die Arbeit. Er kann sich nicht vorstellen dabei etwas zu ändern. Der Partner stellt Forderungen (naturgemäß) die als zusätzliche, nicht mehr tragbare Belastung empfunden werden. Er hat das Gefühl auch noch in seinem Privatleben nicht in Ruhe gelassen zu werden.
Du kannst wahscheinlich nur zugucken, solange er das Problem nicht erkennt kannst Du gar nichts machen.
Er kann seinen Panzer nicht ablegen, das ist das Einzige was ihn noch aufrecht erhält.

Tatra
04.08.2007, 11:28
Als Ergänzung, vielleicht macht das es leichter zu verstehen.
Ich denke der Grund warum ich noch die Kurve gekriegt habe war auch das ich sowohl die Beziehung zu meinem Mann wie auch die Freundschaft mit meiner besten Freundin nie hinterfragt habe. Das hat seinen Grund in meiner eigenen und unserer gemeinsamen Vorgeschichte. Für uns alle drei sind diese Beziehungen sehr sicher und verläßlich und von großer Loyalität und Vertrauen geprägt, das hat seine Gründe in vergangenen Geschehnissen. Deshalb hatte ich kein Problem damit dort Hilfe zu suchen und Schwäche zuzugeben. Außerdem komme ich aus einem Umfeld in dem es normal ist professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen wenn man es braucht, das ist nicht stigmatisiert. Ohne diesen Hintergrund wäre ich denke ich ganz abgerutscht. Mit diesem Hintergrund habe ich es geschafft mich zu stabilisieren aber es gibt nach wie vor schwierige Tage, ich kann damit besser umgehen das ist der Unterschied zu vorher und ich weiß was ich ändern muß und arbeite daran, das gibt Auftrieb denn irgendwann wird es besser sein.
Aber ich denke nicht, das viele Beziehungen so sicher sind, meine vorherigen waren es definitiv nicht. Nicht zuletzt deshalb weil meine Partner damit nicht hätten umgehen können.

Mika04
04.08.2007, 11:41
In den letzten Monaten ist viel passiert, wo ich im Nachhinein auch bestimmt nicht richtig, aber aus purer Verzweifelung gehandelt habe. D.h es wäre richtig gewesen bei einem nicht Erkrankten und das wusste ich damals noch nicht!
Jetzt weiss ich was Bo heisst und WEISS dass diese Menschen in dieser Situation sich selbst gegenüber machtlos sind und doch FüHLT es sich für einen selbst als Partner so unerträglich an, erstens die Beziehung so leiden zu sehen und zweitens seinen geliebten Partner so zu sehen und nichts tun zu können, zu dürfen. Ich bin eigentlich eine Kämpfernatur, wenn es um die Liebe geht, doch hier ist es schwer, da ich nicht offen drum kämpfen darf, sondern passiv sein muss.

ist das verständlich was ich schreibe?

Tatra
04.08.2007, 11:49
Ich denke es ist für alle sehr verständlich und es läßt sich sicherlich auch nur sehr schwer aushalten, gerade dass man eben nicht direkt helfen kann und der Betreffende sich auch nicht helfen läßt.
Ändern kannst Du es aber nicht, letzendlich bleibt wahrscheinlich oft nur für sich einen Schlußstrich zu ziehen damit man selber einigermaßen unbeschadet aus der Sache herauskommt. Ich denke als Partner sollt man dabei sehr gut auf sich selber aufpassen und die eigenen Bedürfnisse nicht völlig aus den Augen verlieren.

Mika04
04.08.2007, 11:59
Für mich kommt ein Schlussstrich überhaupt nicht in Frage.
Rational gesehen würde es mich vielleicht schützen ebr emotional hänge ich so an diesem Menschen, dass ich mir nicht vorstellen kann ohne ihn zu sein.

Tatra
04.08.2007, 14:59
Dann würde ich so weitermachen wie Schokolienchen und hoffen das er seine Behandlung weiterführt, eine Kur reicht da sicherlich nicht.
Und so grausam es ist Du mußt damit rechnen das er irgendwann einen Schlußstrich zieht und sei es weil er bei einer Therapie feststellt das Eure Beziehung nicht das Richtige für ihn ist.

Ich denke nach einem Burnout ist nichts mehr so wie vorher.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft und Geduld.

LG Tatra

Schokolienchen
06.08.2007, 11:45
Hallo Mika!
Mir geht es ähnlich aber ich denke es ist wichtig sich KEINE Schuldgefühle zu machen da Du es nicht besser wustest und ja selbst auch Bedürfnisse hast! Bin froh es jetzt zu wissen und ihn mit anderen Augen betrachten und anders damit umgehen zu könnnen.

Ich glaube darin besteht ja der "Kampf": Es mit ihm passiv durchzustehen! Ich bin auch eher ein sehr aktiver Mensch und lerne gerade das man auch auf eine andere art "kämpfen" kann. Ich akzeptiere gerade diese "machlos sein". Es darf sich entwickeln. Ich lasse es los ohne die Liebe zu ihm zu verlieren. Die geht ohnehin nicht weg.

Bin sehr gespannt wie alles weitergeht! Bei Dir, bei mir....

Alle Liebe!
Schokolienchen:blumengabe:

Schokolienchen
08.08.2007, 13:52
Hallo Leute! :jubel:

Gestern laufe ich zu meiner Änderungsschneiderei und wen sehe ich auf der anderen Starssenseite draußen am Tisch eines Bistros sitzen? IHN!!!! Habe seinen Namen gerufen und als er mich sah schmiss er sein Sandwitch auf den Teller, winkte mir heftig wie ein kleines Kind und rannte auf die Strasse, mir entgegen. Wir haben uns auf der Strasse umarmt und auf die Wangen kegüsst (hmm wie gut er roch) und uns gegenseitig gesagt wie gut wir doch aussehen (fand ihn sooo klasse!) und gab zu dass er total zittere und aufgeregt sei. Er fragte mich ob ich diese Woche Zeit hätte sich mal zu treffen und sagte er würde mich heute mal anrufen! Da standen wir also immernoch auf der (normalerweise viel befahrenen großen Strasse) und strahlten uns an...

Mal schauen ob er anruft und wir uns bald mal sehen...:smile:

schokolienchen:jubel:

Schokolienchen
08.08.2007, 17:36
Wow, wir treffen uns heute Abend!!!!! :prost:

schokolienchen

Mika04
09.08.2007, 12:56
Wie ist es gelaufen, Schokolienchen?

Schokolienchen
09.08.2007, 15:28
Hallo Mika!:blumengabe:

Es war zauberschön! :liebe: Er hat den ganzen Abend meine Hand gehalten und mich immer wieder gefragt ob er mich in den Arm nehmen darf. Sagte mir, dass er mich sehr tief und innig liebt und mir selbst wurde so deutlich wie sehr ich ihn liebe, wie sehr wir doch zusammenpassen. Er hat von sich aus ein paar mal vorsichtig nachgefragt ob ich denn wirklich glaube dass er BOS hat. Ich habe ihm gesagt dass er ja mal ein unverbindliches Gespräch mit einem Therapeut führen kann und dann einfach mal weiterschaut. Dann hat er mir ganz stolz erzählt dass er all seinen Mut zusammengenommen hat und nach 8 Wochen endlich den Briefkasten gelehrt und zwei Rechnungen bezahlt hat. Er hat von selbst dann immer wieder ein paar Sätze über unsere Beziehung gesprochen. Dass er so erleichtert sei dass ich es nun nicht mehr persönlich nehme sondern ihn verstehe. Dass er mir niemals wehtun wollte. Dass er mich jeden Tag sehen wollte, er sich aber nie Zeit für sich genommen hat um allein zu sein, was er aber brauche. Dass doch all die materiellen Dinge oder Statussymbole unwichtig seien. Das was zähle sei das was wir miteinander haben: Tiefe echte Liebe und Herzensfreude beieinander zu sein! Ich konnte gar nicht fassen was er da sagte.

Den ganzen Abend hatten wir so viel Spaß, strahlten uns an und er wollte gar nicht gehen obwohl er heute sehr früh im Büro sein müsste. Im Gegenteil, er hatte mich gebeten die Nacht bei ihm zu bleiben. Ich habe mich selten so geliebt gefühlt. Habe immernoch Gänsehaut! Und heute morgen fragte er mich dann ob wir uns evtl. nächste Woche sehen wollen. Oder vielleicht auch schon vorher.

Ich vertraue auf unsere Liebe, die durch die Trennung viel stärker geworden scheint und lasse es sich entwickeln.

Wie ist es bei Euch Mika?

10000 herzliche Grüße von einer sehr glücklichen
:liebe: schokolienchen :liebe:

Schokolienchen
20.11.2007, 20:49
Hallo Mika und alle anderen Betroffenen!

Wollte mich mal wieder melden und berichten:

Wir kommen gerade aus unserem romatischen Skiurlaub zurück und und haben unsere Beziehung nun geklärt. Seit 3 Monaten trafen wir uns regelmäßig, ich habe ihm die Kontrolle überlassen, mich aber auch um mein Wohlbefinden gekümmert, habe nach rechts und links geschaut und habe mein Leben gelebt. Jetzt sind wir enger zusammen denn je und haben während dieser sehr schweren Krise herausgefunden wie sehr wir uns wirklich lieben und dass das Kämpfen für einander auch bedeuten kann, mal die Füße still zu halten und einfach nur da zu sein. Ich hatte solche Angst dass es zerbricht. Wenn ich jedoch auf mein Gefühl gehört habe, hat es mir immer gesagt: Halt durch, die Liebe ist nicht weg und wenn er aufwacht wird sie noch stärker sein. Er ist aufgewacht und hat sich seinen Problemen gestellt. Und ihm ist klar geworden was er fast aufgegeben hätte.

Für mich war es eine sehr wichtige Lektion die ich gelernt habe: Vertrauen zu entwicklen und auf meinen Bauch zu hören. Ich bin sehr viel gelassener geworden und habe das Gefühl dass mich so schnell nichts mehr umhaut. Ein schönes Gefühl und ich hoffe dass es Euch allen ebenfalls so gut geht!

Liebe Grüße von einer sehr glücklichen
schokolienchen :blumengabe:

Tatra
20.11.2007, 21:29
Das freut mich sehr für Euch!

Bei uns geht es langsam aber stetig aufwärts, fürs nächste Jahr sieht alles sehr gut aus. Allerdings war ich zwei Tage nicht am Briefkasten und habe den Brief vom Finanzamt noch nicht aufgemacht :) Aber ich kann mir sagen das ich nach sehr stressigen Wochen ein paar ruhige Tage verdient habe. Morgen werde ich mich aber zwingen müssen, ich denke dann gehts auch. Dafür habe ich heute fast alle Überweisungen gemacht, immerhin! Ich habe gelernt kleine Schritte zu machen und nachsichtiger mit mir zu sein. Ganz über den Berg bin ich noch nicht.
Aber als ich die alten Beiträge hier gelesen haben hatte ich Tränen in den Augen, ich bin schon sehr weit gekommen in der Zwischenzeit und kann mich nur noch dunkel an meine Verzweiflung damals erinnern.

LG Tatra

Mary69
30.11.2007, 10:16
Hallo,

ich habe vorhin dieses Forum entdeckt und alle Seiten gelesen.
Mein Partner hat meiner Meinung nach das BO-Syndrom, denn alle seine Verhaltensweisen deuten darauf hin. Begonnen hat es schon vor drei Jahren, ständig wachsende Arbeitszeiten (Angestellter), immer mehr Erwartungen von den Chefs. Anfänglicher Übereifer, im Laufe der Zeit wurden seine Patienten immer mehr zu Nummern bzw. Krankheitsbildern.

Im vergangenen Jahr wurde es ganz schlimm mit ihm. Denn er sagte selber, dass er seinen Patienten nicht mehr gerecht werden kann, sich die Arbeit häuft. Der direkte Vorgesetzte ist äusserst launisch. Konflikte sind vorprogrammiert. In "guten" Phasen gab mein Freund diese Überbelastung zu, am nächsten Tag war das alles wieder vergessen.

Ich hatte ihm im vergangenen Jahr Internetausdrucke und Bücher sowie einen Selbsttest auf seinen Nachttisch gelegt und irgendwann hat er sie auch gelesen. Im März diesen Jahres hat er dann die Arbeitszeit reduziert, worauf natürlich die Frage bei Kollegen und Patienten auftrat, warum er nicht abends um 20.00h noch auf dem Diensthandy zu erreichen sei, wo seine reguläre Arbeitszeit doch bereits um 16.30h beendet ist.

Wir als Familie waren wieder glücklich, doch es spitzt sich alles wieder extrem zu. Zu unserer Familie gehören sein Sohn aus erster Ehe, mein Sohn und ich.

Sein Sohn kommt alle zwei Wochen und in allen Ferien zu uns. Mit dem ekelhaften und ausgrenzenden und desinteressierten Verhalten meines Partners wird er irgendwann dafür sorgen, dass sein Sohn nicht mehr zu uns kommen will...

Seit ein paar Wochen ist es wieder so, dass ich wieder nicht wahrgenommen werde. So z. B. ein Friseurbesuch, bei dem meine Haare von "lang" auf "schulterlang" gekürzt wurden. Auch wenn ich neue Wäsche trage, bleibt das unbemerkt. Es tut weh, und ich zweifel mich als Frau an. Gehöre leider zu denen, die sich den Schuh anziehen und sofort Angst vor dem Aus der Beziehung haben.

Mir fällt es jetzt wieder schwer, dieser Sache mit Verständnis entgegenzugehen. Im März und auch die Zeit davor wäre es für meinen Freund unvorstellbar gewesen sich in therapeutische Hilfe zu begeben und mittlerweile glaube ich, dass ich die benötige, denn ich wache morgens schon mit dem gleichen Herzrasen auf, mit dem ich ins Bett gegangen bin. Wenn mein Freund von der Arbeit kommt, merke ich schon die Anspannung in mir und ich habe Angst vor dem was kommt. Ich möchte so gerne mal ein Lächeln in seinem Gesicht sehen - und selber wieder lachen können. Ich möchte ihn so gerne mal berühren - und selber gestreichelt werden.

Mein Sohn bekommt derzeit noch nichts von dem "neuen Ausbruch" mit. Dafür sehen die beiden sich zu selten. Aber im vergangenen Jahr hat auch er sehr kämpfen müssen.

Ich versuche Ablenkungsmanöver für mich und die Kinder zu starten, bemerke aber auch bei mir eine Trägheit und Hilflosigkeit, ständig verweinte und geschwollene Augen und immer die Hoffnung, dass mein Schatz mir sagt dass er mich liebt.....

....weil Logik und Gefühl sind zwei verschiedene paar Schuhe. Ich weiss nach dem Durchlesen eurer Zeilen wieder, dass ich ihm Verständnis entgegenbringen muss - das hat letztes Jahr auch irgendwann gut geklappt - aber ich bin dafür selber zu mürbe und liebe ihn doch so. So, wie er auch in der Zwischenzeit wieder war.

Ich hatte so gehofft, dass das Thema mit der Reduzierung der Arbeitszeit erledigt ist, aber die Stundenzahl ist langsam durch Urlaubsvertretungen und weitere Arbeitsbereiche wieder gestiegen.

Zu Hause macht mein Freund nichts mehr. Entweder gibt es zum Entspannen PC-Spiele (Zum Glück nur ganz Harmlose wie Mah-Yong). Am Wochenende schläft er lange und liegt die restliche Zeit auf der Couch.

Ich habe bestimmt ziemlich durcheinander geschrieben, wollte damit zum Ausdruck bringen, wie schwierig es ist, meinen Freund so zu ertragen und seine Bedürfnisse zu erfüllen wenn meine nach Anerkennung, Respekt und Liebe WIEDER nicht erfüllt werden. Und die der Kinder ja auch nicht, vor allem wenn sich die Situation noch mehr steigert.

Danke fürs Lesen....

Gruss,
Mary

Schokolienchen
02.12.2007, 17:54
@Tatra

Super! Ich drücke Dir die Daumen. Du bekommst das hin! Schritt für Schritt!

@Mary69

Mein Freund hatte sich erleichert gefühlt als er merkte dass ich meine Bedürfnisse selbst befriedigen kann und nicht erware dass er mich glücklich macht. Somit war der Druck weg. Und er hatte gleichzeitig gemerkt dass ich nicht selbstverständlich an seiner Seite bin. Somit hat er von allein wieder Gas gegeben und sich um mich bemüht. Wenn du die Situation wirklich akzeptierst wie sie ist und nichts erwartest habt ihr meiner Erfahrung nach die besten Chancen.

Alles Liebe und viel Energie
wünscht Euch schokolienchen:blumengabe:

Burnout
20.03.2008, 19:06
@Tatra

Super! Ich drücke Dir die Daumen. Du bekommst das hin! Schritt für Schritt!

@Mary69

Mein Freund hatte sich erleichert gefühlt als er merkte dass ich meine Bedürfnisse selbst befriedigen kann und nicht erware dass er mich glücklich macht. Somit war der Druck weg. Und er hatte gleichzeitig gemerkt dass ich nicht selbstverständlich an seiner Seite bin. Somit hat er von allein wieder Gas gegeben und sich um mich bemüht. Wenn du die Situation wirklich akzeptierst wie sie ist und nichts erwartest habt ihr meiner Erfahrung nach die besten Chancen.

Alles Liebe und viel Energie
wünscht Euch schokolienchen:blumengabe:
Burnout

Hallo , bin ein Burnout Patient und möchte hier mal richtig Luft ablassen ...!!!

Habe das Gefühl das ihr gar nicht über einen Burnout genau angaben machen könnt sondern nur über eure schmerz gefühle berichten wollt und somit das ganze aus den augen verliert ..!

Zu 1...

Sind wir uns einig wenn ich schreibe , nicht jeder mensch ist gleich ..?!
Sollte man nicht versuchen jeden mensch zu verstehen ?
Sollte man ein Burnout nicht mit alltäglichen wunden vergleichen .?!
Sollte man versuchen ein Burnout nicht zu verallgemeinern.?!
Sollte man nicht sehr vorsichtig sein mit aussagen die leien falsch verstehen könnten .?!
Sollte man nicht erkennen das man ein falscher Ratgeber ist und vielleicht flasche tips gibt ..?!

Punkt 2
Muß hier leider erkennen das eure Tips einfach nur anmaßend , und sehr gefährlich für eine Beziehung sind ..!!
Solltet ihr nicht lieber schreiben , meine Erfahrung und mein wissen beruht nur auf meine eigenen Erfahrungen und sind nicht zu verallgemeinern .!!!!
Solltet ihr nicht erst überlegen und es jeden sehr deutlich machen das man seine gefühle und verstand in einem Einklang bringen sollte ..!Oder Muss ?!
Sollte ihr nicht versuchen euch selber erstmal genauer zu betrachten wenn ihr hier postings setzt ...??!
Die frage die ich euch hier stelle ist doch ganz einfach , Burnout ist für keinen einfach und macht auch sehr viel Kaputt aber es gibt auch einem das gefühl einzigartig zu sein ..!

Punkt 3

Meine Freundin ist ausgezogen und sie hat sich hier belesen..!
Hoffe für sie das sie sich das genau überlegt hat und nicht von euch beeinflußt wurde ..?!?
Mein Gefühl sagt mir das eure postings sie dazu bewegt haben .!
Ist das wirklich richtig ?Das kann doch nicht das mass aller dinge sein oder ..?
Und solltet ihr jetzt schreiben warum hat sich es sich angenommen dann schreibe ich euch , es gibt sehr viele menschen die sich wegen euren postings getrennt haben und es als tip und hilfe angesehen haben ..!!!

Wir haben einen gemeinsamen Sohn von ca. 2 jahren und jetzt ist alles vorbei, da auch ich nicht mehr zurück kann da sie mich mit ihrer abweisenden art und weise stark verletzt hat .!!!

Sie war meine Traumfrau und ja ich habe viele Fehler gemacht. und bereue auch meine Verhaltensweisen aber man hätte es nicht so beenden dürfen und man muß versuchen den Partner der krank ist zu verstehen ...! Möchte aber nicht damit sagen das man alles akzeptieren muss , sondern nie aufzugeben und immer wieder einen weg zu finden ...!!!Wenn der Partner in Behandlung ist ..!Und was dagegen unternimmt ....!!!

Punkt 4 und der letzte

Möchte euch zu verstehen geben das man nie solange man liebt aufgeben soll und nie auf andere hören sollte ...!!Man muss und sollte immer sein Herz und seinem Instinkt folgen ..!Kennt ihr das Sprichwort Wo eine Wille da ein Weg ???? Ich kenne es und lebe es ..!!!
Mein leben hat nicht mehr ganz soviel Sinn zur zeit , aber auch mein Schmerz von Trennung und verlieren wird sich bessern ..!
Aber was ist mit meinem sohn wie wird er das alles mal verkraften sagt mir bitte wie ...? Ich und meine ex Freundin werden neue Partner finden und vielleicht auch ein bissel glücklich werden aber was ist mit meinem sohn was ..???Was soll ich ihm mal sagen wenn er fragt warum seit ihr nicht mehr zusammen und warum habt ihr euch getrennt ??? Soll ich ihm sagen mama hat es nicht mehr mit Papa ausgehalten oder Mama laß hier die (postings) von euch super schlauen sorry möchte keinen beleidigen aber es ist so ..!Ja habe eine Traumfrau verloren einen Traumsohn einen Ganzen Familien Traum verloren ...!!! Denkt nicht das ich euch alleine diese schult zu weise so einfach ist es auch nicht ..Aber ihr gabt den Denkanstoß dazu ,so das sie keine zeit mehr verloren hat um aus zuziehen ..!Sie ist einfach gegangen und hat mir gesgat das war das letzte mal das du mich so verletzt hast ..!

Zur Meiner person ...!

Besitze eine sehr oder schon grosse firma und habe ja sehr viel geld aber das alles ist nichts ohne meine zwei kleinen, aber da muss ich jetzt durch und es macht mir große angst in die zukunft zu blicken ...! Finde mich zur zeit sehr verletzt und Gekränkt in meiner Person ..!Versuche die vom Therapeuten gesagten Tips und Ratschläge umzusetzen ..! Was mir zwar sehr schwer fällt zur zeit , aber der weg ist das Ziel ...!Meine Ex Freundin tut mir auch Hölle leid und ja ich weine jede sekunde wenn ich an sie und den kleinen denken muss ...!!!Bereue aber nichts da es wirklich nicht meine person entspricht wie ich ich gehandelt habe auch das ist nicht für euch zu verstehen denke ich ...!Obwohl ich es anders meine als ich es hier schrieb meine das bereuen...!

Ich gebe euch jetzt einen Einblick in Meine Gefühls Welt ..!
Ich schrieb eine SMS die ich ihr nie Schickte ...! Zitiere den INNHALT jetzt ok ...!

ICH STELLE MIR VOR DAS DU IM KOMA LIEGST !!!ICH WÄRE JEDE SEKUNDE AN DEINEM BETT!!ICH WÜRDE MIT DIR REDEN ,ICH WÜRDE DICH STREICHELN AN DEINER WANGE U HÄNDEN !!WÜRDE DIR ZU FLÜSTERN WIE WUNDERVOLL DU BIST ,WÜRDE FLÜSTERN WIE SCHÖN UNSER SOHN DOCH IST .WÜRDE DIR MEINEN RESPEKT ERBRINGEN WIE GESUND DU GELEBT HAST IN DER SCHWANGERSCHAFT !!WÜRDE DIE WELT NICHT MEHR VERSTEHEN WENN DU NICHT WACH WERDEN WÜRDEST !!! NICHTS AUF DIESER WELT WÜRDE MICH VON DEINEM BETT ENTFERNEN !!!!DEINE HAARE U WANGEN WÜRDE ICH IMMER ZU STREICHELN !!!DIR IMMER WIEDER MEINE LIEBE INS OHR FLÜSTERN !!!MEIN LEBEN HÄTTE NUR NOCH EINEN SINN DICH WIEDER AUS DEM KOMA ZU BEFREIEN ,NUR DIESER GEDANKE UND WUNSCH WÄRE MEIN LETZTER WUNSCH AUF DIESER WELT !!ABER SOBALD DU WACH WERDEN WÜRDEST ,WÜRDE ICH LAUFEN UND IMMER ZU LAUFEN !!Beim Laufen wäre ich Glücklich und Würde Gott dafür Immer Zu Danken ...!!DAS DU AUFGEWACHT BIST !!!!!

Kann mich einer Verstehen Nein das kann keiner !!!!!!!!!!!!!!!

Burnout
20.03.2008, 20:49
Hallo , bin ein Burnout Patient und möchte hier mal richtig Luft ablassen ...!!!

Habe das Gefühl das ihr gar nicht über einen Burnout genau angaben machen könnt sondern nur über eure schmerz gefühle berichten wollt und somit das ganze aus den augen verliert ..!

Zu 1...

Sind wir uns einig wenn ich schreibe , nicht jeder mensch ist gleich ..?!
Sollte man nicht versuchen jeden Mensch zu verstehen ?
Sollte man ein Burnout nicht mit alltäglichen wunden vergleichen .?!
Sollte man versuchen ein Burnout nicht zu verallgemeinern.?!
Sollte man nicht sehr vorsichtig sein mit aussagen die leien falsch verstehen könnten .?!
Sollte man nicht erkennen das man ein falscher Ratgeber ist und vielleicht falsche Tips gibt ..?!

Punkt 2
Muß hier leider erkennen das eure Tips einfach nur anmaßend , und sehr gefährlich für eine Beziehung sind ..!!
Solltet ihr nicht lieber schreiben , meine Erfahrung und mein wissen beruht nur auf meine eigenen Erfahrungen und sind nicht zu verallgemeinern .!!!!
Solltet ihr nicht erst überlegen und es jeden sehr deutlich machen das man seine Gefühle und verstand in einem Einklang bringen sollte ..!Oder Muss ?!
Sollte ihr nicht versuchen euch selber erstmal genauer zu betrachten wenn ihr hier postings setzt ...??!
Die frage die ich euch hier stelle ist doch ganz einfach , Burnout ist für keinen einfach und macht auch sehr viel Kaputt aber es gibt auch einem das Gefühl einzigartig zu sein ..!

Punkt 3

Meine Freundin ist ausgezogen und sie hat sich hier belesen..!
Hoffe für sie das sie sich das genau überlegt hat und nicht von euch beeinflußt wurde ..?!?
Mein Gefühl sagt mir das eure postings sie dazu bewegt haben .!
Ist das wirklich richtig ?Das kann doch nicht das mass aller dinge sein oder ..?
Und solltet ihr jetzt schreiben warum hat sie sich es sich angenommen dann schreibe ich euch , es gibt sehr viele Menschen die sich wegen euren postings getrennt haben und es als tip und hilfe angesehen haben ..!!!Und vielleicht auch sehr ( Naiv ) sind ....!

Wir haben einen gemeinsamen Sohn von ca. 2 jahren und jetzt ist alles vorbei, da auch ich nicht mehr zurück kann da sie mich mit ihrer abweisenden art und weise stark verletzt hat .!!!

Sie war meine Traumfrau und ja ich habe viele Fehler gemacht. und bereue auch meine Verhaltensweisen , aber man hätte es nicht so beenden dürfen und man muß versuchen den Partner der krank ist zu verstehen ...! Möchte aber nicht damit sagen das man alles akzeptieren muss , sondern nie aufzugeben (kämpfen Kämpfen ) und immer wieder einen weg zu finden ...!!!Wenn der Partner in Behandlung ist und somit zeigt das er was ändern will. ..!Und was dagegen unternimmt ....!!!

Punkt 4 und der letzte

Möchte euch zu verstehen geben das man nie solange man liebt aufgeben soll und nie auf andere hören sollte ...!!Man muss und sollte immer sein Herz und seinem Instinkt folgen ..!Kennt ihr das Sprichwort Wo eine Wille da ein Weg ???? Ich kenne es und lebe es ..!!!
Mein leben hat nicht mehr ganz soviel Sinn zur zeit , aber auch mein Schmerz von Trennung und verlieren wird sich bessern ..!
Aber was ist mit meinem sohn wie wird er das alles mal verkraften!!!! sagt mir bitte wie ...? Ich und meine ex Freundin werden neue Partner finden und vielleicht auch ein bissel glücklich werden aber was ist mit meinem sohn was ..???Was soll ich ihm mal sagen wenn er fragt warum seit ihr nicht mehr zusammen und warum habt ihr euch getrennt ??? Soll ich ihm sagen mama hat es nicht mehr mit Papa ausgehalten oder Mama laß hier die (postings) von euch super schlauen sorry möchte keinen beleidigen aber es ist so ..!Ja habe eine Traumfrau verloren !!einen Traumsohn !!!einen Ganzen Familien Traum verloren ...!!! Denkt nicht das ich euch alleine diese schult zu weise so einfach ist es auch nicht ..Aber ihr gabt den Denkanstoß dazu ,so das sie keine zeit mehr verloren hat um aus zuziehen ..!Sie ist einfach gegangen und hat mir gesgat das war das letzte mal das du mich so verletzt hast ..!

Zur Meiner person ...!

Besitze eine sehr oder schon grosse firma und habe ja sehr viel geld aber das alles ist nichts ohne meine zwei kleinen, aber da muss ich jetzt durch und es macht mir große angst in die zukunft zu blicken ...! Finde mich zur zeit sehr verletzt und Gekränkt in meiner Person ..!Versuche die vom Therapeuten gesagten Tips und Ratschläge umzusetzen ..! Was mir zwar sehr schwer fällt zur zeit , aber der weg ist das Ziel ...!Meine Ex Freundin tut mir auch Hölle leid ,und ja ich weine jede sekunde wenn ich an sie und den kleinen denken muss ...!!!Bereue aber nichts da es wirklich nicht meiner person entspricht wie ich ich gehandelt habe auch, das ist nicht für euch zu verstehen denke ich ...!Obwohl ich es anders meine als ich es hier schrieb meine das bereuen...!

Ich gebe euch jetzt einen Einblick in Meine Gefühls Welt ..!
Ich schrieb eine SMS die ich ihr nie Schickte ...! Zitiere den INNHALT jetzt ok ...!

ICH STELLE MIR VOR DAS DU IM KOMA LIEGST !!!ICH WÄRE JEDE SEKUNDE AN DEINEM BETT!!ICH WÜRDE MIT DIR REDEN ,ICH WÜRDE DICH STREICHELN AN DEINE WANGEN U HÄNDEN !!WÜRDE DIR ZU FLÜSTERN WIE WUNDERVOLL DU BIST ,WÜRDE FLÜSTERN WIE SCHÖN UNSER SOHN DOCH IST .WÜRDE DIR MEINEN RESPEKT ERBRINGEN WIE GESUND DU GELEBT HAST IN DER SCHWANGERSCHAFT !!WÜRDE DIE WELT NICHT MEHR VERSTEHEN WENN DU NICHT WACH WERDEN WÜRDEST !!! NICHTS AUF DIESER WELT WÜRDE MICH VON DEINEM BETT ENTFERNEN !!!!DEINE HAARE U WANGEN WÜRDE ICH IMMER ZU STREICHELN !!!DIR IMMER WIEDER MEINE LIEBE INS OHR FLÜSTERN !!!MEIN LEBEN HÄTTE NUR NOCH EINEN SINN DICH WIEDER AUS DEM KOMA ZU BEFREIEN ,NUR DIESER GEDANKE UND WUNSCH WÄRE MEIN LETZTER WUNSCH AUF DIESER WELT !!ABER SOBALD DU WACH WERDEN WÜRDEST ,WÜRDE ICH LAUFEN UND IMMER ZU LAUFEN !!Beim Laufen wäre ich Glücklich und Würde Gott dafür Immer Zu Danken ...!!

Kann mich einer Verstehen Nein das kann keiner !!!!!!!!!!!!!!!

Ich Muß noch eines hinzufügen ...!

Ich Liebte Diese Frau mehr als mein Leben und ja Sie war für Mich meine TraumFrau mit der ich alt werden wollte ...!!Ich war so stolz auf Sie und den Kleinen Es zerreißt Mir das Herz das es zur dieser Trennung gekommen ist ...!
Aber ich habe diesen weg so gewollt oder besser gesagt mein zweites ich war so verrückt dieses zu tun , was keine Entschuldigung für mein handeln darstellen soll ..!Ich weiß auch das ich es Nie versuchen würde Sie wieder ZU BEKOMMEN ..!

Nennt mich Verrückt oder nennt mich Kranker oder sonst wie aber ich kann nicht wirklich anders ...!Und ich weiß sobald der erste Schmerz vorüber ist ,das ich dann den Nötigen Abstand habe um es nicht erneut zu versuchen mir ihr ...!!!! Und das Versuchte ich euch Klar zu machen das jeder Mensch anders tickt und denkt und handelt ..!!!!

Inaktiver User
21.03.2008, 14:03
Zitat von Burnout
...

Wir haben einen gemeinsamen Sohn von ca. 2 jahren

...

Besitze eine sehr oder schon grosse firma und habe ja sehr viel geld aber das alles ist nichts ohne meine zwei kleinen, aber da muss ich jetzt durch und es macht mir große angst in die zukunft zu blicken ...! Finde mich zur zeit sehr verletzt und Gekränkt in meiner Person ..!Versuche die vom Therapeuten gesagten Tips und Ratschläge umzusetzen ..!
Hallo Burnout,

es ist eine schwierige Situation, in der Du Dich befindest.
Dass Dir der Kontakt zu Deinen Sohn wichtig ist, verstehe ich.
Und wie sollte der Kleine auch begreifen können, was da zwischen Papa und Mama abläuft? Habt ihr das gemeinsame Sorgerecht? Wie kommt ihr damit klar, konntet ihr das regeln? Und wie geht es Deinem Sohn?

Welche Tipps wurden Dir denn von Deinem Therapeuten gegeben?

Herzliche Grüße
binauchda

Burnout
21.03.2008, 14:56
Danke dir erstmal für dein Interesse ...

Weiß nicht wirklich wie es meinem Sohn geht ..!? Da kein kontakt besteht zur zeit ...!

Was sagt mein Therapeut das möchte ich hier nicht Öffentlich beantworten da ich ich angst habe das sich hier Leute wieder belesen und denken sie müssten genauso handeln ...!!!

Kann Dir nur einen kleinen Einblick gewähren was der Therapeut sagt ( es ist nicht einfach mit ihn zu leben und es ist nicht richtig das sie beleidigen das sie verletzen ect ect ..Aber ihre Freundin hätte sehen müssen das sie auf dem richtigen weg sind und schon mit Kritischen Situationen GANZ anders umgehen ...! )

Hm ja es ist nicht einfach für mich und für sie ...! Aber mein abstand wird immer grösser und grösser ..! Was ich damit sagen will , ist das der abstand zur ex immer grösser wird und dadurch das Gefühl der liebe stirbt und ja es tut mir sehr leid sehr leid und es schmerzt .!

Weiß nicht was in mir sich für Großes Tor SICH öffnet kann es nicht deuten....! nicht schmecken nicht riechen nicht berühren ...! Verliere den Boden unter den Füßen komme mir vor wie ein Kind was nicht mehr weiß , was heiß oder kalt zu unterscheiden weiß ...!


Versuche aus der Situation zu lernen , aber es ist alles so Dunkel So furchtbar so haltlos bin nicht mehr sicher einen weg zu finden aber ich muss mich immer wieder versuchen ins leben zurück zurufen ..!

Meine Gedanken sind nur noch schwarz und mit ganz viel angst und schmerz gefüllt ...Sehe keinen Ausweg mehr aus dem schwarzen Wald ...!

Möchte sterben ...!!!! Möchte mich nicht weiter mit der Situation auseinander setzen!!!! und nicht mehr denken !!!!! nicht mehr Fühlen !!!!!nicht mehr verletzen !!!!nicht mehr leben ...!!!!

Inaktiver User
21.03.2008, 14:59
Entweder [unerlaubte formulierung gelöscht] oder Du hast Depressionen.
Beides ist behandelbar.


Ein Burn Out -Patient wäre zu Postings wie Deinen nicht in der Lage.

Alles Gute,
für oder gegen was auch immer.

Lizzie64
21.03.2008, 15:09
lara und alle anderen,

fake-vermutungen gehören in keines der unterforen hier und meiner meinung nach in dieses noch weniger.

ich bitte mit hinweis auf die nutzungsbedingungen - die du mit der anmeldung hier akzeptiert hast - zu unterlassen.

danke,
liz

Inaktiver User
21.03.2008, 15:15
Hallo Burnout,

tu Dir selbst den Gefallen und besinne Dich darauf:


das sie auf dem richtigen weg sind und schon mit Kritischen Situationen GANZ anders umgehen ...! )

Dein Posting spricht nämlich eine rabenschwarze Sprache und das kann von Deinem Therapeuten damit nicht gemeint gewesen sein.

Also: Kleinen Schritt zur Seite, anderen Blickwinkel einnehmen und weiter geht's .... auf dem guten Weg.

Das Blöde ist, dass man sich letztendlich selbst das Leben schwer macht, so bald man anderen das Leben schwer macht. Das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders.

Du bist wie Du bist lebens- und liebenswert - genau wie jeder andere auch. Die Besonderheiten liegen in den Wesensunterschieden, nicht in der Daseinsberechtigung - die ist für jeden gleich.

Wenn man das mal verinnerlicht hat, ist es mit der "Lebenskunst" auch relativ simpel:

Herzchen aufmachen und mit-einander das Leben liebenswert leben.

Inaktiver User
21.03.2008, 15:16
Lizzie, entschuldige bitte ! :blumengabe:

Es war nicht meine Absicht, gegen die NUBs zu verstoßen oder ausgerechnet hier Unfrieden zu stiften.

Ich kann Dir dann aber im Hinblick auf di NUBs auch gleich mitteilen, daß ich mich durch Postings dieses Users verletzt und gekränkt fühle.
Ich bin selber sehr schwer am Burn Out erkrankt und habe kein Verständnis dafür, wenn eine solche Krankheit so mißbraucht wird.

Frohe Ostern allerseits.
Ich bin jetzt offline.

Inaktiver User
21.03.2008, 15:27
Zitat von Leda
Hallo Burnout,

tu Dir selbst den Gefallen und besinne Dich darauf:


Zitat von Burnout
das sie auf dem richtigen weg sind und schon mit Kritischen Situationen GANZ anders umgehen ...! )

Dein Posting spricht nämlich eine rabenschwarze Sprache und das kann von Deinem Therapeuten damit nicht gemeint gewesen sein.

Also: Kleinen Schritt zur Seite, anderen Blickwinkel einnehmen und weiter geht's .... auf dem guten Weg.

Das Blöde ist, dass man sich letztendlich selbst das Leben schwer macht, so bald man anderen das Leben schwer macht. Das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders.

Du bist wie Du bist lebens- und liebenswert - genau wie jeder andere auch. Die Besonderheiten liegen in den Wesensunterschieden, nicht in der Daseinsberechtigung - die ist für jeden gleich.

Wenn man das mal verinnerlicht hat, ist es mit der "Lebenskunst" auch relativ simpel:

Herzchen aufmachen und mit-einander das Leben liebenswert leben.


@Leda: Erst einmal: Hallo nach langer Zeit :osterhase: :liebe:
Ich kann Deinem Posting aus ganzem Herzen zustimmen. :blumengabe: :Sonne:

Leider ist es in Zeiten des Schwarzsehens schwer diesen Zusammenhang "Das Blöde ist, dass man sich letztendlich selbst das Leben schwer macht, so bald man anderen das Leben schwer macht." zu begreifen, zu akzeptieren und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Kleine Schritte helfen. :ostersmiley:

Inaktiver User
21.03.2008, 15:41
@binauchda - hab Dich schon vermisst, ganz ääährlich! :liebe:


Leider ist es in Zeiten des Schwarzsehens schwer diesen Zusammenhang "Das Blöde ist, dass man sich letztendlich selbst das Leben schwer macht, so bald man anderen das Leben schwer macht." zu begreifen, zu akzeptieren und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Kleine Schritte helfen. :ostersmiley:

Klar. Kleine Schritte.
Und während dem Schwarzsehen ist es natürlich besonders mühsam ... wer es aber soweit geschafft hat, wie @Burnout, der weiß das im Grunde schon. Es geht hier, glaube ich, hauptsächlich darum, sich erstmal daran zu erinnern. Die Konsequenzen zu ziehen erfolgt, wenn es an der Zeit ist.

Inaktiver User
21.03.2008, 15:54
@binauchda - hab Dich schon vermisst, ganz ääährlich! :liebe:
Ich Dich auch. Ich les Dich gerne. :liebe:
Vor allem Deine herzerfrischenden Kommentare, wie diese hier:
*flitzt vorbei, nimmt Schild weg, schließt alle Fenster, heizt kräftig ein, murmelt ' alles muss man selber machen', freut sich und ist wieder weg*

Ich weiß, das war jetzt nicht zum Strangthema, aber es ist Ostern und ich hoffe, die Mitleser verzeihen meine kleinen Abschweifungen... :blume:



Klar. Kleine Schritte.
Und während dem Schwarzsehen ist es natürlich besonders mühsam ... wer es aber soweit geschafft hat, wie @Burnout, der weiß das im Grunde schon. Es geht hier, glaube ich, hauptsächlich darum, sich erstmal daran zu erinnern. Die Konsequenzen zu ziehen erfolgt, wenn es an der Zeit ist.
Stimmt, der Begriff "Konsequenzen ziehen" klingt so hochtrabend, so meine ich das gar nicht. In einer rabenschwarzen Situation ist es manchmal schon sehr positiv, die Wogen über einen hinwegschwappen zu lassen ohne zu handeln... sie einfach ins Leere laufen lassen...

Und dass Burnout die Koma-Geschichte nicht der Mutter seines Sohnes schickte, auch das ist schon mal ein kleiner Schritt, der weiterhilft.

Burnout
21.03.2008, 16:33
Hallo ,

Nein bin kein Fake oder sonst wer ich bin es ja und ich mag es selber nicht absolut nicht …!!!

Finde hier Beiträge gut und schlecht und ja der Weg ist das Ziel …!

Aber ich sehe schwarz weiß und ich werde es irgendwie schaffen müssen ja hoffe Es auch sehr …!




Kennt ihr das Lied …Vielleicht Nur Einmal im Leben ..ich erinnere mich immer an den ersten Kuss .. ich möchte dich hassen ich verfluche dich …!

Das Lied ist von Michelle anno Tanja Thomas dieses Lied ist der Hammer und ja es tut weh und zeigt zugleich das Menschen fühlen und Schmerz empfinden ..!!!

Meine Grammatik ist Schei+++ aber wisst ihr was es ist mir absolut Latte …..!!

Habe auch das Gefühl das ich Abschied von meiner kleinen Familie nehme und das es eigentlich nicht richtig ist aber ja ich spüre denn abschied ich leide ich weine ich bin ein schlechter kranker Mensch ..!



Aber es hilft mir und ja ich werde hoffentlich BALD alles vergessen und andere Dinge und Perspektiven sehen ..!!

Alles ist so schei*** aber egal da muss ich durch meine Gefühle spielen verrückt und mein Herz blutet so stark so stark …!!


Ich kann nur über mich reden und schreiben und weiß das ich nicht richtig ticke und das meine aussagen einfach nur heftig sind aber ja das bin ich und vielleicht bald nicht mehr lange das Leben ist mir zu schwer geworden ich muss immer denken ich sehe alles als angriff ich bin sehr schnell verletzt kann nur beleidigen nur drohen und verletzten und ach shit …!

Burnout
21.03.2008, 16:44
Vernünftiges Handeln in der menschlichen Sphäre ist nur möglich, wenn man die Gedanken, Motive und Befürchtungen des anderen zu verstehen sucht, so daß man sich in seine Lage zu versetzen weiß.


Dem Brauche ich nichts Hinzufügen oder ?

Burnout
21.03.2008, 16:47
Wenn man erst sich selber gefunden hat, muß man verstehen, sich von Zeit zu Zeit zu verlieren - und dann wieder zu finden: vorausgesetzt daß man ein Denker ist. Diesem ist es nämlich nachteilig, immerdar an eine Person gebunden zu sein.



Ohne Worte ...!!!

Burnout
21.03.2008, 16:57
Was ist nur los mit mir ich verstehe alles nicht ich verzweifle an meiner Person ja ich verzweifel …!

Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er dir sagt, sondern vielmehr auf das, was er verschweigt.

Versteht ihr das Nein ihr versteht es nicht Wirklich und ich bin keinem böse es nicht zu verstehen …!!!!

Burnout
21.03.2008, 17:18
Das sich unverstanden Fühlen und das die Welt nicht Verstehen begleitet nicht die erste Leidenschaft, sondern ist ihre einzige nicht zufällige Ursache. Und sie selbst ist eine Flucht, auf der das Zuzweiensein nur eine verdoppelte Einsamkeit bedeutet.Und ja ich spüre wieder was in mir und ich versuche mir immer wieder zusagen das alles einen sinn hat .!

Burnout
21.03.2008, 19:28
Wenn du ein Auto fährst, dann wechselst du die Gänge, damit es fährt. Wann immer du den Gang veränderst, kommt ein Moment, in dem der Gang durch den Leerlauf geschaltet wird. Wenn man einen neuen Gang einlegen will, muss man durch den Leerlauf gehen. Ein Mensch, dessen Verstand zusammengebrochen ist, befindet sich im Leerlauf. Er ist wieder so leer und unschuldig wie er geboren wurde.

Ja was sollten mir Gedanken dieser art und weise sagen wisst ihr es ?

Burnout
21.03.2008, 19:37
"Das Schlimmste an den Minderwertigkeitskomplexen ist, dass die falschen Leute sie haben."Und wisst ihr was das das leben ein Ganz grosser runder ball einer ach was schreibe ich wieder hier

Burnout
23.03.2008, 21:42
Hallo,


hier gehts weiter



http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=83524&page=6

lg Burnout

Inaktiver User
24.03.2008, 22:06
Hi,
mein Freund leidet ebenfalls am BOS und wir haben uns getrennt, weil ich mit den Verletzungen nicht mehr umgehen konnte. Er schreibt, dass er mich nicht mehr ertragen könne; kommt aber andauernd an und will mit mir reden.
Von Zärtlichkeiten will ich gar nicht sprechen; die gibt es schon lange nicht mehr; manchmal hat er sie von mir "ertragen"
Damit trifft er bei mir einen "wunden" Punkt.
Er sagte auch immer zu mir, dass er mich nicht verletzen wolle.
Aber (und das obwohl ich mit psychisch kranken Menschen arbeite und das gut) ich konnte damit nicht mehr umgehen.
Allerdings habe ich ihm meine Freundschaft angeboten und dass ich für ihn da bin, wann immer er mich braucht.
Er macht, Gott sei Dank, eine Therapie und es hilft ihm.
Das Problem ist, ich habe einen anderen Mann kennen gelernt und habe jetzt Angst, dass ich ihn damit zu sehr verletze.
Was meint ihr?

Burnout
25.03.2008, 00:27
Hallo seluh64

Re

Naja wenn ich den Satz schon lese (Kommt aber andauernd an und will mit mir reden ) sorry ..ist aber nicht wirklich nett wenn du es so meinst wie du es schreibst ..!!

Zu deiner Frage … so wie es sich für mich anhört bist du von ihm sehr verletzt worden und möchtest keine Beziehung mehr mit ihm führen !?

Bitte versuche es noch für eine gewisse zeit verstreichen zulassen (weiß nicht wie lange ihr getrennt seit ) ??

Und Nochmal Bitte Wenn er an BOS erkrankt ist und Du es weißt (angeblich ) und er dich verletzt hat meinte er es nicht wirklich so wie er handelt ..!!Aber es soll nicht heißen das das dich nicht verletzt hat oder du es dir gefallen lassen musstest und oder musst aber ein Klein Bissel Verständnis solltest Du schon haben ein Klein Bissel nichts anderes ..!!! Will es nicht schön reden ok ..!

Versuch Für ihn..!!.. ein bisschen Respekt davor zu haben ihm es zusagen..!!!.. und Du schreibst ja selber Das du ihn nicht unbedingt verletzen willst ..!!ich weiß echt nicht wie lange ihr auseinander seit dann könnte ich vielleicht mehr dazu sagen ..!! Aber so kann ich Dir nur raten Bitte Mach es langsam wenn man sowas überhaupt Langsam machen kann ..! Er muss da irgendwann durch ja aber manchmal muss man ein bissel Lügen um den anderen zu schützen Hoffe das ich das richtig ausgedrückt habe …?!

Lass ihm eine gewisse schon Frist hört sich pervers an aber Tue es für Ihn …!


Hoffe konnte e einen Kleinen Stück helfen Hoffe es ..:!!

lg Burnout

Burnout
25.03.2008, 21:02
Liebe Daddel,

kann deine Rat- und Hilflosigkeit sehr gut verstehen und schicke dir hier erst mal eine kleine Streicheleinheit: .

Ich weiß nicht, ob und, wenn ja, wie intensiv du dich mit schon mit dem Burnout-Syndrom beschäftigt hast. Sehr viel Aufschlussreiches kannst du dazu bei Wikipedia finden.

Ausgehen musst du auf jeden Fall davon, dass Burnout eine ernsthafte psychische Erkrankung ist, die zunächst einmal für den Betroffenen selbst ein Riesenproblem darstellt. Zum einen ist sie die Folge extremer Kraftanstrengungen (vor allem am Arbeitsplatz, meist aber auch in anderen Lebensbereichen), die der Erkrankte auch schon als äußerst quälend und sich selbst dabei wie den sprichwörtlichen Hamster im (sich immer schneller drehenden!) Laufrad erlebt hat. Und dann kommt der körperlich-seelische Zusammenbruch, schlimmstenfalls in so bedrohlicher Form wie einem Herzinfarkt.

Im Verlauf dieser Krankheit verändert sich - natürlich ohne dass er das will und in der Regel auch ohne dass er das merkt - die Persönlichkeit des Betroffenen. An diesem Punkt wird Bunout auch für die Menschen in seiner Umgebung zum Problem. Der am Burnout-Syndrom Erkrankte zeigt völlig widersprüchliche Verhaltensweisen, sowohl sich selbst als auch Anderen gegenüber. Das kann von totaler Apathie bis zum extremen Aktionismus reichen und von starker Anlehnungsbedürftigkeit über völlige Gleichgültigkeit bis zur aggressiven Ablehnung der Nähe anderer Menschen. Seine gesamte Umwelt nimmt er nur noch verzerrt wahr, auch seine zwischenmenschlichen Beziehungen. Die so widersprüchlichen Verhaltensweisen deines Mannes sind ganz typisch dafür.

Bei Wikipedia steht dazu (unter Anderem) Folgendes:


Schuldzuweisungen als emotionale Reaktion

Die mit Burnout verbundenen Probleme führen besonders zur Desillusionierung und fordern oft das Aufgeben von wichtigen Lebenszielen. Dies ist sehr schmerzlich und muss verarbeitet werden. Um die Aufarbeitung zu vermeiden, kommt es häufig zu Schuldzuweisungen. Diese kann sich entweder in Form einer Depression gegen sich selbst oder in Form von Aggressionen gegen andere wenden.

Bei Depression fühlen sich die Patienten hilflos, sie entwickeln Schuldgefühle und mindern ihr Selbstwertgefühl.

Bei Aggression werden verstärkt der Umwelt Vorwürfe gemacht - beispielsweise in der Arbeit Veränderungen blockiert - und es kommt häufiger zu Wutausbrüchen.

Bei Depression und Aggression ist das Burnout meist noch in einem Stadium, in dem man die Probleme, wenn man sie ernst nimmt, erfolgreich lösen kann.

Das heißt: Das Verhalten deines Mannes ist ein Krankheitssymptom, es gehört zum Krankheitsbild.
Es hat keinen persönlichen Bezug zu dir! Er kann nicht anders - so wie man nicht verhindern kann, dass sich bei Windpocken ein Hautausschlag bildet.
Möglicherweise wird die Neigung zu Schuldzuweisungen (dir gegenüber) noch dadurch verstärkt, dass er sich von dir im Stich gelassen fühlt, weil du ausgezogen bist. Dann wieder fühlt er sich selbst "schuldig". Mal braucht er deine Nähe, dann wieder fühlt er sich (von der Krankheit) in die Isolation gedrängt. Und so kommen dann seine unterschiedlichen bis gegensätzlichen Äußerungen zustande.

Daddel, du solltest dir also erst einmal klar machen, dass mit alledem nicht du als Person gemeint bist. Als Nächstes solltest du vielleicht überlegen, ob du deinem Mann beistehen und ihm helfen willst, wieder gesund zu werden. Um dir darüber Klarheit zu verschaffen, könntest du mit seinem behandelnden Arzt sprechen und dir diese Krankheit genau erklären lassen. Es würde deinem Mann ganz sicher helfen, wenn er in dir eine Verbündete hätte, aber dafür müsstest du bereit sein, die zwischenmenschlichen Symptome dieser Erkrankung auszuhalten. Wenn du ihn liebst... - vielleicht würdest du es schaffen. Aber das hängt auch sehr von deiner eigenen psychischen (und körperlichen) Konstitution ab.
Falls sie dir nicht erlaubt, seine Krankheit mitzutragen, solltest du vielleicht überlegen, wie du für ihn erreichbar bist, ohne ständig in seiner unmittelbaren Nähe sein zu müssen.

Daddel, wenn du mir einen ganz persönlichen Rat erlaubst, dann lass deinen Mann möglichst in dieser schweren Zeit nicht ganz allein. Wenn du dem zustimmst, dann lass dich gut beraten, wie du am sinnvollsten mit ihm umgehen, ihm am besten helfen, aber gleichzeitig auch dich selbst gegen den dabei entstehenden Stress schützen kannst.

Wird dein Mann denn nur medikamentös behandelt? Keine Psychotherapie? Die wäre unbedingt notwendig. Der Therapeut könnte auch dir fachmännisch helfen, das Ganze zu bewältigen.

Ich wünsche dir viel Mut und Kraft, deinem Mann alles Gute und euch beiden viel Glück!


Gruß,
lindenblatt
.................................................. ...................................

Warum muss ich so weinen wenn ich immer wieder diesen beitrag lese und warum sagte mein Therapeut auch sowas in einer gewissen Art und weise meine das vielleicht alles zu verstehen und vielleicht es mit dem Partner zusammen zu schaffen warum ...! Ist dieser Mensch der das hier gepostet hat so falsch ist seine Meinung so falsch .. oder sehe ich es nicht das dieser Mensch unrecht hat ..! Aber warum sagt dann mein Therapeut zu mir das Sie es hätte versuchen sollen und das ich auch jetzt was dagegen tue und das sollte Sie sehen und vielleicht dadurch kraft schöpfen ich weiß es nicht aber warum weine ich wenn ich das posting hier immer wieder lese von lindenblatt ...!??!?!?!?!?!??!!?


lg burnout

firewall
29.03.2008, 10:42
burnout

Bist Du in eurer gemeinsamen Zeit schon in Therapie gewesen?
Wenn nicht-woher sollte sie wissen,dass sie sich auch beraten lassen kann??

lg firewall

Burnout
29.03.2008, 11:21
Hallo

re


ja war schon dreimal in der zeit wo wir zusammen waren in der Therapie und ja habe mich mit allem ein bissel schon gebessert was Sie aber nicht mehr sah oder nicht mehr sehen wollte ..!!


Oder wie sagte der Therapeut ... vielleicht wollte Sie es nicht mehr sehen da Sie schon unterwegs mit ihren Gedanken war und unbedingt ihre Wohnung ziehen wollte und es so wie es ist ..:!!!

Will ihr auch keine Vorwürfe mehr machen ...! Es bringt nichts mehr aus welchen grund auch immer Sie es nicht mehr sah aber ich weiß das es schon anders war und ich soll darauf stolz drauf sein .....!!!

Er sagte mir auch ganz DEUTLICH das Sie sich bei ihm melden hätte können um sich erklären lassen zu können um damit ein Bissel besser umzugehen ...! Wie sagte er Sie hätte ihn ja Heimlich anrufen können und erfragen können wie soll ich mit Diesem Ar**** umgehen wenn er tickt aber naja jeder so wie er möchte ...!! Wir hatten ein Kind man hätte es vieleicht versuchen sollen , aber will keine Schuldt auf Sie laden absolut nicht auf keinem Fall aber ich kann euch sagen und das meine ich wirklich so wie ich es sage ich ....!!! Ich würde sofort im Auto Sitzen wenn es ihr schlecht geht sofort aber jetzt Würde ich Wieder sofort fahren sobald es ihr besser gehen würde sofort ..!!! Sie tut mir leid aber Sie hätte vieleicht noch eine weile es annehmen sollen das Sie die Verbesserungen gesehen hätte ...!! Sie hat aber eine Abfindung bekommen also Geld sorgen hat Sie erstmal nicht und das ist auch super wichtig und beiden geht's erstmal etwas länger sehr gut ... dafür habe ich gesorgt und ja habe ihr auch sehr viel mitgeben von meinen Sachen hier so das Sie sich nichts großartig kaufen muss (also Schlafzimmer muss Sie sich kaufen und Wohnzimmer ...!!) aber es ist genug Geld da ...!!!!


Ganz Liebe Grüße Burnout

Schokolienchen
18.05.2008, 15:51
Hallo Burout!

Bin etwas geschockt von einem Deiner ersten Postings! Scheinbar suchst Du hier nach einem Schuldigen für Deine Trennung und willst uns gleichzeitig vorschreiben wie wir uns zu verhalten haben. Kein Mensch versucht hier irgendjemand zu irgendetwas zu bringen. Deine Angst diesbezüglich sagt viel über Dich und Dein Vertrauen in Deine Partnerin aus. Und ganz richtig: Hier wollen wir über unsere Gefühle schreiben!!! Das hier ist in erster Linie doch ein Thread für Personen die Partner mit Burnout haben und ich muss sagen, dass mir dieser erheblich geholfen hat! Und ich habe mich über jeden Beitrag von betroffenen ebenfalls gefreut. Gleichzeitig gibst Du selbst seitenweisen Anweisungen was wir hier nicht alles "SOLLTEN". Es gibt kein Patentrezept! Nichts anderes wird hier gesagt. Im Gegenteil: Man sollte für seine Liebe kämpfen, nur dass kämpfen auch manchmal loslassen heißen kann! Aber dass hier kann ein Gefühl dafür geben was einem selbst helfen kann. Und dafür ist jeder SELBSTVERANTWORTLICH!

Aber vielleicht muntert Dich ja meine Geschichte auf. Ich selbst hatte meinen Freund wegen BO verloren und heute sind wir nach einer schmerzhaften Trennung glücklicher denn je, sind gerade in eine Traumhafte Wohnung gezogen und sehen einer glücklichen Zukunft entgegen. Heute kann ich für mich sagen, dass die Trennung das Beste war was uns passieren konnte.


Ich wünsche Dir jedenfalls dass Du gesund und glücklich wirst!

schokolienchen

Inaktiver User
22.05.2008, 22:29
Hallo Schokolienchen,

Burnout sieht die Sache meiner Erfahrung nach durchaus richtig. Er als Betroffener hat eine Innensicht der Krankheit, die wir als Angehörige nicht haben.

Es handelt sich bei dieser Krankheit im schlimmsten Stadium um eine Erschöpfungsdepression mit hoher Suizidgefahr. Die Kranken sind ihrem Zustand in hohem Maße ausgeliefert.

"Um die Liebe kämpfen" kann man in normalen Krisen unter Gesunden. Kranken mit einer akuten Depression hilft es nichts, wenn man ihnen sagt: jeder ist selbstverantwortlich. So viel Selbststeuerung haben sie in den meisten Fällen nicht mehr.

Es ist sehr erfreulich, dass du mit deinem Freund wieder zusammen gekommen bist.
Aber ich denke wie Burnout, dass Paare sich in dieser Phase nicht trennen sollten, wenn es irgendwie geht. Generell wird in der Akutphase von allen großen Entscheidungen abgeraten, weil der Kranke dadurch nur noch mehr belastet wird und weder die Kraft noch die Fähigkeit hat, sinnvoll langfristige Entscheidungen zu treffen.

Ich möchte den Partnern, die sich getrennt haben, keinen bösen Willen unterstellen. Vermutlich haben sie sich einfach nicht wirklich mit der Krankheit auseinander gesetzt und waren so sehr in ihrer eigenen Gekränktheit gefangen, dass sie nicht sehen konnten, dass die Verhaltensweisen des Betroffenen Krankheitssymptome waren.
Aber ich denke, man sollte auf jeden Fall versuchen, während der Krankheit loyal zu sein und sich nicht zu trennen. Wenn der Partner wieder gesund ist, kann man das immer noch tun, wenn es nicht anders geht.
Mitten in einer akuten Depression den Betroffenen sitzen zu lassen ist so, als ob man einen Schwerverletzten einfach liegen lässt - unterlassene Hilfeleistung.

Schokolienchen
27.05.2008, 19:01
Hallo Ellipse

Du scheinst davon auszugehen, dass es sich der Partner hier leicht macht und einfach mal egoistisch abhaut um bloß keine Umstände zu haben.... das ist eine sehr törichte Sichtweise, wer tut soetwas schon wenn er liebt?:wie?: das ist mir unerklärlich wie ihr darauf kommt und scheint nur die Angst von "burnout" zu sein. Verständlich.

Zum einen habe ich meinen Partner damals nicht verlassen. Das hatte er getan, und zwar aus heiterem Himmel auf einer Reise. Ohne Vorankündigung. Und das war ein Schock! Sondern ich habe ihn ge-lassen. Ich habe ihn trotzdem immer wieder spüren lassen dass ich da bin wenn er mich braucht, dass ich ihn unglaublich liebe. Wer das Einfach nennt, herzlichen Glückwunsch! Was der aber brauchte, war etwas zu lernen, dass er in der Partnerschaft scheinbar nicht lernen konnte! Meine Liebe im Hintergrund hat ihm dabei sehr gehölfen und er hat gelernt sich auf diese zu verlassen, zu vertrauen.

Allerdings ist es doch auch fatal zu glauben, dass ein Mensch sich selbst nicht weiterentwickeln sollte und um Himmels Willen den Partner nicht verlassen darf sondern wenn, dann erst wenn dieser wieder gesund ist???? Das macht überhaupt keinen Sinn und ist im Gegenteil ziemlich gefährlich. Ihr geht davon aus, dass der Partner genaue Einsicht in das Innenleben des anderen hat, was er, wie Du selbst so schön sagst, eben NICHT hat.Und keiner weiß wann und ob er überhaupt gesund wird oder der Burnoutpartner die Beziehung nach der Genesung überhaupt noch will. Ein Mensch muss sich weiterentwickeln und genau das hatte meinem Freund gezeigt, dass er nicht für mein Glück verantwortlich ist sondern ich selbstverantwortlich (für mich) bin. Ich habe ihm nicht die Ohren vollgejammert wie schlecht es mir dabei geht. Das hätte ihn (unter anderem) nur unglaublich gestreßt, ohne dass er das jemals gesagt hatte oder ich ihm Grund dazu gegeben hatte, das waren seine alten Gedankenmuster, SEIN eigenes Thema dass er bereits seit vielen Jahren mit sich herumträgt. Es hat ihn unendlich erleichtert dass er mich nicht glücklich machen muss, dass ich selbst groß bin. Das kann man aber schlecht mit Worten erklären, dass muss der Partner er-leben und fühlen. Und das konnte er in der Partnerschaft eben nicht sehen weil er zu tief drin steckte. Heute sagt er, die 5 Monate "Trennung" waren die lehrreichsten und wichtigsten in seinem Leben, wobei er immer betont, dass es keine richtige Trennung war. Das wußten wir beide ab einem bestimmten Zeitpunkt.

Das man nur um Liebe kämpfen kann wenn man mit einem Gesunden zusammen ist ist eine ziemlich festgefahrene Meinung von Liebe und wie sie sein soll. Wie man kämpft ist doch die Frage. Ich habe gekämpft indem ich mein Ego zurückgenommen habe und voll und ganz unserer Liebe vertraut habe. Eine Trennung fand äußerlich, aber nicht innerlich statt. Beide haben Urvertrauen gelern. Aber anfangs hatte ich eine SCHEIßANGST die Liebe meines Lebens zu verlieren. Eine Garantie dass er gesund wird konnte mir auch keiner geben. Gleichzeitig habe ich mich um meine eigene Gesundheit gekümmert denn der Partner hat nun mal eben auch Gefühle und muss mit der Situation fertig werden. Bevor es hier noch einen zweiten Kranken gibt, und das geht ganz schnell! Und darum geht es in diesem Thread. Er ist ersteinmal für die Partner gedacht die ebenfalls sehr darunter leiden. Jetzt herzugehen und zu fragen wer denn hier das ärmere Schwein von uns beiden war ist doch völlig absurd und egoistisch. Hier sollte jeder mit seinen Gefühlen geachtet werden! Ich habe losgelassen. Was wirkliches Loslassen heißt, ich wage zu bezweifeln, dass Du das weißt wenn ich Deine Zeilen lese.

Ich wünsche Euch alles Liebe und Gute und vor allem Gesundheit!!!! :blumengabe:

verloren555
11.06.2008, 09:41
Auch ich bin eine Angehörige eines BO erkrankten. Wir sind in einem eigenen Forum für Betroffene und Angehörige zu finden.

Siehe http://www.forumromanum.de/member/forum

Auch ICH weiß nicht mehr weiter (siehe mein Thread bei Trennung/Scheidung "Was ist mit ihm los").

Ich stehe zu hundert Prozent zu ihm und bin doch wieder entsorgt worden!:heul:

sonja.2
25.08.2008, 22:35
Hallo!

Schöne Grüße vorweg an Schokolienchen, deren Antworten ich schon vor ein paar Monaten gelesen habe.

ich freue mich, daß hier noch länger diskutiert wurde und nicht schon alles tot ist.

also, ich hatte im letzten jahr einen Mann kennengelernt, weil wir mit noch einem Freund ein Projekt aufziehen wollten. Das haben wir auch getan.

Wissen muß man, ich bin viele Jahre ohne es zu wissen selbst chronisch ausgebrannt gewesen.
dann im Januar ist er zusammengebrochen und es kam einfach eine Mail, daß es ihm sehr schlecht ginge und er sich vom gerade gestarteten projekt zurückziehen müßte für einen Weile.
Er erwähnte auch, daß es sich um burnout handeln würde, weil es nicht das erste mal sein.
zum glück konnte er es benennen.
das hat mir selbst den weg geöffnet mein leben zum ersten mal grundlegend so zu gestalten, daß ich gesund werden konnte,
weil ich nun wußte was mit mir los war.

die letzten 8 monate war schwierig und schön, oft habe ich gut reagiert, wenige male nicht. manchmal war es mir selbst über den kopf gewachsen, vor allem, weil ich nun mit dem projekt, das sehr gut angelaufen ist, allein zurecht kommen mußte und der 3. im Bunde leider selbst eine schwierige Trennung und viel andere Arbeit zu bewältigen hatte.

vor einer woche hatten wir eine meinungsverschiedenheit, die nicht richtig aufgelöst werden konnte. ich kann das projekt definitiv nicht in der sehr erfoglreichen form weiterführen. diese diskussion hat er sich mehr zu herzen genommen als von mir gewollt und hat sich davon losgesagt.

er hat neben dem burnout noch sein Examen durchzustehen, hatte zwischenzeitlich einen Bandscheibenvorfall und viele andere Anforderungen.


Ich finde sehr schön wie Schokolienchen beschrieben hat, das richtiges Vertrauen für eine Beziehung wachsen muß und daß es immer leichter ist, wenn einer der beiden gesund ist, darüber bin ich gerade gestolpert.

Das hat mich die Situation noch deutlicher sehen lassen, denn ich werfe mir vor, daß ich nicht noch besser und souveräner sein konnte.
Danke Schokolienchen für Deine Zeilen. burnout ist schwer zu verstehen und umständlich zu bewältigen.

Sonja

sonja.2
25.08.2008, 22:38
oh, entschuldige, ich hatte das falsch interpretiert mit dem Gesunden, naja, manchmal liest man das, was man gerade schon im Kopf herum trägt :smile:

turbojuergen
14.01.2009, 10:55
hallo zusammen,
bin neu hier ... stecke auch in einer beziehung wo meine partnerin am burnout leidet.
habe eure berichte und ratschläge gelesen... einiges kann ich auf mich beziehen ... nun kurz mal wie bei mir die sachlage liegt.
habe im mai die frau meiner träume kennengelernt. wir hatten den himmel auf erden 4 monate lang. nach ihrer ausage auch für sie. dann kam die kur in der enztal-klinik. dort war es die ersten 4 wochen auch noch gut zwischen uns. wir telefonierten fast täglich miteinander und auch kamen immer wieder liebe sms an bei mir. dann war der tag als ich plötzlich nix mehr von ihr hörte ...ok... ich wusste im voraus das es nicht einfach für uns wird. nach einiger zeit machte ich mir sorgen und habe bei ihr angerufen. bei dem telefonat habe ich dann erfahren das sie ein matyrium durchmacht gerade und ihre gedanken kaum sammeln kann aber sie mir alles nach der beendigung der kur erklärt. und entschuldigte sich dafür das sie meine geduld so strapaziert. gut ich wartete den rest der kur ab . leider mit einem komischen gefühl in der magengegend. nach den 3 wochen wartens machten wir einen tag aus um über alles zu reden. bei diesem gespräch kam dann raus was mit ihr los ist und das sie ihre vergangenheit aufarbeiten muss. dabei erwähnte sie auch das es zwischen uns aus ist und sie alleine da durch muss. das war überaus schmerzhaft für mich und unbegreiflich. es ist die frau mit der ich alt werden will und wir auch schon in der richtung pläne machten. eigendlich kann ich es im herzen noch immer nicht ganz begreifen . gut im kopf hab ich es verstanden um was es ihr ging. nun hab ich mich hier angemeldet um etwas hilfe zu bekommen wie ich ihr aus der leidenslage helfen kann. durch ihre mutter weiss ich das sie noch immer so fühlt wie zuvor und das sie nur schluss gemacht hat um nicht von sich selber davonzuspringen. sie wie ich haben ein helfersymtom ...wenn ich es mal so beschreiben darf.
wer noch fragen hat .... bitte fragt.
wer helfen kann ... bitte helft.
ich selber gehe noch in eine therapie um selber mit mir wieder klar zu kommen ..denn das mit ihr hat mich ganz schön runtergezogen.
lg jürgen

jorlanda76
22.04.2009, 12:55
Hallo schokolinchen!

habe zwar lange keinen bericht mehr von dir lesen können, hoffe aber dass du noch ab und zu mal vorbeischaust und mir einige tipps geben kannst.
bin seit 3 einhalb jahren mit einem mann zusammen bzw wieder mal gewesen. wir haben uns bei der arbeit kennengelernt, er ist arzt und ich bin eine krankenschwester. ich war damals frisch verheiratet und er ist gerade vater geworden, aber wir haben uns gesehen und es war die liebe auf den "ersten blick."
er hatte nach langem hin und her seine freundin verlassen und ich ließ mich scheiden. wir führten von anfang an eine beziehung die voller liebe strotzte. niemand konnte uns beiden etwas anhaben!
doch nach seiner facharztprüfung wurde sein vertrag nicht verlängert und er musste gehen. die näheste stelle die er annehmen konnte, war in wien. 350 km weit weg von mir und da seine zuvorige freundin aus deutschland kam und dort wieder hingezogen war, musste er um seinen sohn zu sehen, was er alle 2 wochenenden tut, auch rund 300 km fahren.
er ist immer schon ein "perfektionist" gewesen, als arzt, als partner, als vater. jedem versuchte er es recht zu machen. seine arbeit liegt ihm sehr am herzen, sowie sein sohn und auch ich.
doch irgendwann mal hörte es auf. er zog sich immer mehr von mir zurück. er hatte mich immer als die "liebe seines Lebens" bezeichnet und plötzlich konnte er mich nicht mehr ertragen. er kann nicht mehr! waren zuerst seine worte und er verliess mich das erste mal im september 2008. kam jedoch nach 3 oder 4 wochen wieder drauf mich doch in seinem leben zu vermissen. ich gab ihm eine chance. knapp vor weihnachten verliess er mich erneut, er wäre sich seiner gefühle mir gegenüber wieder mal nicht sicher und auch beruflich würde er sich weiterhin im kreis drehen. er würde sich gerne selbstständig machen, aber irgendwie werden ihm immer wieder "steine in den weg gelegt". so sieht er es halt, alles ist negativ und alle meinen es nur schlecht mit ihm.
nach einigen wochen kam er jedoch wieder, es waren 9 wochen in denen er mich einfach ignoriert hatte, er hat auf keine meiner smsen reagiert, hatte mich nicht angerufen usw. Das einzige was er tat, er schickte mir meinen haustürschlüssel per post retour. Aber wie gesagt er kam wieder: überhäuft mich mit liebesschwüren, entschuldigt sich für sein "eiskaltes verhalten". er selbst wurde schon mal in krankenstand geschickt, wegen eines "burnouts". er wollte eine therapie machen und wenn nötig medikamente nehmen. aber das hat er nicht getan. eine zeit lang, war er ja stabil. hatte ein wenig mehr energie um unsere beziehung weiterzuführen. über ostern verbrachten wir 4 gemeinsame tage miteinander und es war toll. obwohl ich innerlich spürte, dass es ihm nicht so gut ging, wie es schien. am montag 13.04. fuhr er wieder nach wien und am mittwoch rief er mich an, um mir wieder mal zu sagen, dass er sich seinen gefühlen mir gegenüber nicht sicher ist und er auch beruflich nicht mehr weiter wisse, alles erscheint ihm zurzeit wieder über den kopf zu wachsen. so und jetzt? also: so richtig kann ich es ihm ja nicht glauben, dass es nun endgültig sein sollte, wie denn auch? es ist nun das 3 te mal. er hat mir mal gesagt, dass ihm meine liebe, in der zeit der trennung (9wochen) die er trotz der trennung spürte, aufrecht erhalten hatte.
ich habe versucht mit ihm zu reden, habe ihm gesagt, für ihn dazu sein, bla bla ,.. aber er ist wieder "eiskalt"mir gegenüber.
ich will ihn nicht loslassen, weil ich heute noch von unserer liebe überzeugt bin, andererseits macht mich sein verhalten mir gegenüber, selbst kaputt. was soll ich tun? weil sein verhalten auch langsam mich in den wahnsinn treibt, gehe ich ab nächster woche selbst in eine therapie. klingt doch verrückt, oder? er ist KRANK und ICH gehe in therapie! ich bin verzweifelt... deshalb würde ich mich, über einen ratschlag von dir (aber auch anderen usern) sehr freuen.
ich habe gelesen, dass ihr eine 5 monatige trennung hattet, dazu wollte ich wissen, hattet ihr in sieser zeit kontakt miteinander?
soll ich mich zurückziehen? oder soll ich ihm sagen, dass ich auf ihn warten werde? ich will JETZT keinen fehler machen.
LG jorlanda

luca1
04.01.2015, 22:59
hallo zusammen,
bin neu hier ... stecke auch in einer beziehung wo meine partnerin am burnout leidet.
habe eure berichte und ratschläge gelesen... einiges kann ich auf mich beziehen ... nun kurz mal wie bei mir die sachlage liegt.
habe im mai die frau meiner träume kennengelernt. wir hatten den himmel auf erden 4 monate lang. nach ihrer ausage auch für sie. dann kam die kur in der enztal-klinik. dort war es die ersten 4 wochen auch noch gut zwischen uns. wir telefonierten fast täglich miteinander und auch kamen immer wieder liebe sms an bei mir. dann war der tag als ich plötzlich nix mehr von ihr hörte ...ok... ich wusste im voraus das es nicht einfach für uns wird. nach einiger zeit machte ich mir sorgen und habe bei ihr angerufen. bei dem telefonat habe ich dann erfahren das sie ein matyrium durchmacht gerade und ihre gedanken kaum sammeln kann aber sie mir alles nach der beendigung der kur erklärt. und entschuldigte sich dafür das sie meine geduld so strapaziert. gut ich wartete den rest der kur ab . leider mit einem komischen gefühl in der magengegend. nach den 3 wochen wartens machten wir einen tag aus um über alles zu reden. bei diesem gespräch kam dann raus was mit ihr los ist und das sie ihre vergangenheit aufarbeiten muss. dabei erwähnte sie auch das es zwischen uns aus ist und sie alleine da durch muss. das war überaus schmerzhaft für mich und unbegreiflich. es ist die frau mit der ich alt werden will und wir auch schon in der richtung pläne machten. eigendlich kann ich es im herzen noch immer nicht ganz begreifen . gut im kopf hab ich es verstanden um was es ihr ging. nun hab ich mich hier angemeldet um etwas hilfe zu bekommen wie ich ihr aus der leidenslage helfen kann. durch ihre mutter weiss ich das sie noch immer so fühlt wie zuvor und das sie nur schluss gemacht hat um nicht von sich selber davonzuspringen. sie wie ich haben ein helfersymtom ...wenn ich es mal so beschreiben darf.
wer noch fragen hat .... bitte fragt.
wer helfen kann ... bitte helft.
ich selber gehe noch in eine therapie um selber mit mir wieder klar zu kommen ..denn das mit ihr hat mich ganz schön runtergezogen.
lg jürgen

hallo jürgen, bin neu hier und gelesen was du geschrieben hast. ich bin in einer ähnlichen situation, wie ist es bei dir weiter gegangen? lg luca

luca1
04.01.2015, 23:01
hallo Schokolienchen , ich habe all deine interessanten berichte und informationen gelesen. Sie waren alles sehr hilfreich für mich. ich bin in einer ähnlichen situation. wie geht es dir und deinem freund? würde mich freuen von dir zu lesen. lg franco

Hummel73
17.01.2015, 17:35
Hallo Luca....
Habe gesehen, dass du auch erst seit Anfang Januar dabei bist. Nun... die anderen Beiträge sind alle älter und ich hoffe, dass wir 2 Erfahrungen austauschen können. Ich befürchte ich hänge grad genauso in der Luft wie Du. Weiß keine Antworten. Vl. finden wir zusammen eine Lösung oder halten uns hier einfach nur aufrecht.

LG