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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vermieter - Erlebnisse bei der Wohnungssuche



Inaktiver User
29.12.2006, 17:01
Hallo,

wir suchen derzeit eine neue Wohnung und ich bin doch sehr erstaunt, was es für Vermieter gibt.

Situation 1:
Wir sehen uns ein RMH an, das uns sehr gut gefällt. Der Noch-Mieter gibt uns die Tel.Nr. vom Vermieter. Ein Anruf dort ergibt, daß der Vermieter gar keine Ahnung hat, daß der Noch-Mieter ausziehen will. Dennoch melden wir Interesse an. Vermieter: Ach, eigentlich habe ich jetzt und in den nächsten Wochen gar keine Zeit zum Vermieten. Wir: Ja, wir hätten Interesse, Sie bräuchten uns ja nur mal kurz zu begutachten. Vermieter: Ach nee, keine Zeit. Rufen Sie nächste Woche nochmal an. So ging es zwei, dreimal mit dem Ergebnis, daß eine Bekannte des Vermieters den Zuschlag bekam.

Situation 2:
Wir sehen uns eine Wohnung an, die unerklärlicherweise bereits seit 1 Jahr leer steht. Könnten uns vorstellen, dort einzuziehen. Vermieter: Also, in der Garage dürfen Sie keine Löcher bohren, im Keller auch nicht und auf der Terrasse sowieso nicht. Und Fliesen anbohren geht auch nicht. Wir: Ja, aber wir haben einen Haufen Wandregale, die man anbohren muß. Wir machen die Löcher bei Auszug wieder weg. Vermieter: Nee, kaufen Sie sich doch Standregale.

Situation 3:
Wieder eine schöne Wohnung, die uns gefallen würde. Haken: Uralt-Einbauküche ohne Spülmaschine ist drin und soll auch drin bleiben.
Nach einigen Tagen fragen wir nach, ob die Wohnung inzwischen vergeben wurde. Vermieter: Nein, ob wir Interesse hätten. Ja, hätten wir. Er: Ja, ich will aber einen Mietvertrag über mindestens 5 Jahre (das hatte er bei der Besichtigung nicht erwähnt).
Melde mich morgen wieder, wenn die Entscheidung gefallen ist.
Wir drüber geschlafen, 5 Jahres-Mietvertrag kommt nicht in Frage, man weiß ja heute nicht was morgen ist. Heute Telefon, der Vermieter: Sie können die Wohnung haben. Wir: Ja danke, aber wir können keinen 5-Jahresvertrag unterschreiben. Vermieter (ziemlich verschnupft): Ja wie, jetzt habe ich den ganzen anderen Interessenten schon abgesagt !

Gibt es in diesem Land auch noch irgendwo normale Vermieter ?

Erstaunte Grüße :schneemann:
Piggy

Anastasia1960
29.12.2006, 17:56
Ja HALLO, hier ist eine normale Vermieterin.

Als Vermieter hat man auch kein leichtes Leben....

zu Nr 1:
Es ist schon ne Frechheit vom Noch-Mieter, dass er Nachmieter für das Haus sucht und der Eigentümer keine Ahnung hat, dass der Mieter ausziehen will....
zu 2:
Potentielle Mieter wollen die Wohnung in einen Schweizer Käse verwandeln....... o.k ich gebe zu, wenn die Interessenten einen seriösen Eindruck machen hätte ich nichts dagegen...
Ich an euerer Stelle hätte gar nicht gefragt.....

zu 3:
Der Vermieter ist etwas unorganisiert, und hat evtl. nicht viel Routine in der Vermietung.

Ich drücke Euch die Daumen.

akademikerin
29.12.2006, 18:21
*lachentränenausdenaugenwisch* - Sorry, ich hatte das Ganze bildlich vor Augen und musste lachen.

Unabhängig von Details des Mietvertrages: Ihr könnt fast jeden Vertrag unterschreiben mit einer Zeitbindung. Dnen die gilt im Zweifel nicht. Es gibt nur noch GANZ enge Grenzen, innerhalb derer Zeitmietveträge rechtlich sicher sind.

Und was den Vermieter 2 angeht: ich habe vollstes Verständnis. Wenn jeder Mieter bohrt, wie er will, dann hat der Vermieter irgendwann Löcherwohnung. Und einfaches Zumachen reicht nicht, um die Bausubstanz langfristig nicht doch noch zu schädigen. Insofern ...

Vermieter 1 ... auch verständlich. Ich wäre als Vermieterin auch stinksauer, wenn mich jemand anruft, den ich nicht kenne und mir von einem Dritten erklärt wird, dass der Mieter ausziehen will. Das fände wohl keiner witzig.

Ich drück euch die Daumen, dass ihr was passendes findet :)

Inaktiver User
29.12.2006, 18:24
Oh, es gibt also doch noch normale Vermieter(innen) *freu* :smile: :blumengabe:

zu 1: Da gebe ich Dir vollkommen recht. Ich fand es nur recht seltsam, daß der gute Mann offenbar sein Objekt lieber leer stehen lässt, als ein wenig Zeit zu investieren.

zu 2: Das mit dem Bohren hat er uns von sich aus gleich zur Auflage gemacht. Wir haben dann nur nachgefragt.... Und auch hier drängt sich mir einfach die Frage auf, ob der gute Mann zuviel Geld hat. Immerhin stand die Wohnung schon 1 Jahr leer.

zu 3: Ja, schien ein bißchen unerfahren zu sein. Ich frage mich nur schon die ganze Zeit, wer denn heutzutage noch einen langjährigen Mietvertrag unterschreibt bzw. unterschreiben (kann).

Morgen ist wieder Samstag = neue Wohnungsanzeigen = neue Erfahrungen :lachen:

Inaktiver User
29.12.2006, 18:33
@akademikerin:

Ja, es ist auch zum Lachen. Zum Glück haben wir es mit der Suche nicht so hypereilig.

Der Vermieter 1 war übrigens gar nicht sauer, nur erstaunt, und hatte - wie gesagt - einfach keine Zeit...

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Wir bohren uns nicht wie die Wilden durch fremde Wohnungen:freches grinsen: , sondern haben nur ein Kellerregal, das an der Wand befestigt wird, sowie einige Haken und ein ebensolches Regal in der Garage. Es ist durchaus noch im Rahmen. Und nach uns ist auch noch kein Haus wegen zu sehr geschädigter Bausubstanz eingebrochen (auch eine köstliche Vorstellung :freches grinsen: !).

Danke für den Tipp mit dem Zeitmietvertrag. Ich glaube, bis zu 4 Jahren wäre es sogar rechtens, aber ich habe schon keine Lust dort einzuziehen, wenn es evtl. bei einer früher erforderlichen Kündigung Probleme geben kann. Ich möchte doch einfach nur in Ruhe wohnen, meine eigene (teure) Küche einbauen und pünktlich meine Miete zahlen.....

luftballon
01.01.2007, 19:17
hallo ,wir hätten volles verständnis für solche wünsche..also es gibt auch normale vermieter...

im bad haben wir übrigends grundausstattung installiert. wenn mieter auszieht, haben wir auch schion einbauten übernommen 8 es war guter Möbeltischler) ich denke wer selbst mal mieter war,kann als Vermieter auch normaler mensch sein..

und wir haben schlichte ausstattung..

und freuen uns wenn mieter interesse an Selbstverschönern haben..
dann übernehmen anteilig die kosten..so freuen sich beide,, es gibt immer möglichkeiten zum Kompromiss.

so half ein junger mitmieter bei unserem sohn bei der zimmerrenouvierung bei ihm.. ,dafür bezahlt er diesen monat weniger miete und freut sich ,farben mitnutzen zu dürfen,da es gerade finanziell eng ist..
wer sagt denn,dass Vermieter und mieter sich nicht anfreunden könne?

gruß luftballon..

Didi50
02.01.2007, 11:48
Als Vermieterin möchte ich mal die andere Sicht zeigen:

1. Fall
Ich wäre auch nicht begeistert, wenn ein Nachmieter anruft und ich noch gar nicht weiss, dass der Mieter ausziehen will. Oft hat man ja mit dem Objekt nach dem Auszug des bisherigen Mieters was vor, sei es, dass jemand aus dem Familienkreis einziehen würde, dass man es gründlich renovieren will oder sogar verkaufen will. Ich würde mir da auch erst mal Luft verschaffen und sagen, dass ich grad viel zu tun habe (es war ja wohl auch zwischen den Jahren) und dann zunächst mit dem Mieter reden. Eure Adresse hätte ich mir notiert und gesagt, dass ich Mitte Januar euch Bescheid sagen würde.

2. Fall
Wenn eine Wohnung aus unerklärlichen Gründen leer steht, dann ist der Vermieter oft unentschlossen oder kompliziert und in so einem Fall würde ich sowieso nicht mieten.
Legal ist, dass ihr Hängeregale aufhängt, wenn ihr die Löcher wieder zugipst. Ich kenne das aber auch, in zwei Fälle habe ich anschliessend die Zimmer neu verputzen lassen.
Garage und Keller wäre mir allerdings die Löcherzahl ziemlich gleichgültig.

3. Fall
Als Vermieter würde ich NIE allen absagen, sonder sagen: Ich verhandle gerade mit jemanden, wenn das nichts wird, melde ich mich wieder bei Ihnen und einen max. Termin nennen.
Die Einbauküche könnt ihr rausnehmen und auf eure Kosten eine reinbauen, nach Auszug wechselt ihr das einfach wieder. Das ist legal.


Generell gilt eben: Man muss zusammenpassen. Ich möchte meine Wohnungen auch gerne lieber länger vermieten, frage aber nie die Mieter, sondern versuche mir ein Bild zu machen. Ich mach es so, dass ich eher eine günstigere Miete verlange, so daß die Entscheidung zum Wohnungswechsel für die Mieter nicht so einfach ist. Das hat sich bewährt.

Inaktiver User
02.01.2007, 12:07
Ich finde das nun nicht sooo unerklärlich, was Euch da passiert ist.

Zu Vermieter 1: Für mich liegt es ziemlich nahe, dass die Bekannte des Vermieters zum Zeitpunkt Eures Anrufes als potentielle Mieterin schon im Gespräch war und er ihre Entscheidung abwarten wollte.

Zu 2: Ich wünschte unser Vermieter wäre hier etwas konsequenter bei unseren Vormietern gewesen. Unser Bad sieht wirklich aus wie ein Schweizer Käse... Nicht sooo schön und fiel mir leider auch erst auf, nachdem ich den ganzen Kunststoff-Kram demontiert habe. Die Vormieter haben ganz gezielt in die Kacheln gebohrt, statt in die Fugen.

Zu 3: Da war er in der Tat zu voreilig.

Bei uns hat eine Vermieterin, die uns ihre Wohnung un-be-dingt vermieten wollte, wochenlang Telefonterror veranstaltet. Nach unserer Absage (die Wohnung kam für uns weniger in Frage, aber vor allem war sie als Vermieterin uns von vorneherein suspekt) rief sie noch mehrmals an. Anfangs versuchte sie uns mit einem Mietnachlass, guten Argumenten für die Wohnung und Realisierung von Sonderwünschen zu locken, später ging es dann in latente Drohungen über - sie wäre bereit, alles viel für uns zu tun, wir wären undankbar, wir würden schon sehen, was wir davon hätten, andere Vermieter wären nicht so entgegenkommend wie sie und überhaupt - wir würden das noch bitter bereuen.
Sie hatte wirklich einen "Schuss", zum Glück haben wir das frühzeitig bemerkt, vermutlich hätten wir viel Freude mit ihr gehabt...

Schattentraum
02.01.2007, 12:32
Ich glaube die meisten Vermieter haben vergessen, das das ganze ein Geschäft ist. Eine Dienstleitung oä. Wir, die Mieter sind nichts anderes als Kunden die viel Geld bezahlen. Leider ist es oft so, das wir uns dafür noch dumm kommen lassen müssen. Uns in unserem Leben einschränken müssen, oder eben den Duckmäuser spielen. Und oft kann man es sich als Mieter nicht leisten, sich den Vermieter auszusuchen.
Klar gibt es auch schlimme Mieter, aber ich glaube trotzdem sollten sich einige Vermieter mal den "Kunden" ins Gedächnis rufen. Und der sollte bekannlich König sein.
In einem Hotel, indem ich ja auch "wohnen" miete, wird man jedenfalls nicht so behandelt. Und ich denke das solte man sich als Vorbild suchen.
:smirksmile:
Grüße Schattentraum

Didi50
02.01.2007, 12:52
Ich glaube die meisten Vermieter haben vergessen, das das ganze ein Geschäft ist. Eine Dienstleitung oä. Wir, die Mieter sind nichts anderes als Kunden die viel Geld bezahlen. Leider ist es oft so, das wir uns dafür noch dumm kommen lassen müssen. Uns in unserem Leben einschränken müssen, oder eben den Duckmäuser spielen. Und oft kann man es sich als Mieter nicht leisten, sich den Vermieter auszusuchen.
Klar gibt es auch schlimme Mieter, aber ich glaube trotzdem sollten sich einige Vermieter mal den "Kunden" ins Gedächnis rufen. Und der sollte bekannlich König sein.
In einem Hotel, indem ich ja auch "wohnen" miete, wird man jedenfalls nicht so behandelt. Und ich denke das solte man sich als Vorbild suchen.
:smirksmile:
Grüße Schattentraum

Ein Geschäft ist dann gut, wenn es für beide Seiten gut ist. Mieter sind keine Duckmäuser, aber Vermieter sind auch nicht die Wünscheerfüller der Mieter. Als Vermieter will man vor allem,dass die Mieter neben der Mietzahlung auch die Mietsache pfleglich behandeln. Der Mieter ist für mich nicht König und nicht Kunde, sondern eben ein Geschäftspartner. Ich habe mehrere Objekte vermietet, fast immer problemlos. Aber mit einem Mieter habe ich ungeheuere Probleme, er kommt laufend mit Wünschen und Forderungen und ich habe ihm schon mehrfach gesagt, wenn ihm das alles nicht passt, so würde ich mich freuen,wenn er ausziehen würde.

Vielleicht müssen zukünftige Mieter unter dem Verhalten dieses Mieters leiden, da ich in meinen Übergabeprotokollen und Mietverträgen einiges ändern werde.

Ja und dann: Ich muss ja nicht vermieten. Ich kann die Immobilien ja auch verkaufen und das Geld anders anlegen.

Aber wie gesagt: Ich habe weitgehend keine Probleme. Die Mieter melden sich nur mit größeren Sachen. Einmal im Jahr geh ich nach Anmeldung hin und wir besprechen, was gemacht werden müsste oder auch einfach nur, dass alles gut läuft.

Kraaf
02.01.2007, 13:08
Klar gibt es auch schlimme Mieter, aber ich glaube trotzdem sollten sich einige Vermieter mal den "Kunden" ins Gedächnis rufen. Und der sollte bekannlich König sein.
In einem Hotel, indem ich ja auch "wohnen" miete, wird man jedenfalls nicht so behandelt. Und ich denke das solte man sich als Vorbild suchen.

Kein Wunder, dass manche Vermieter lieber nicht vermieten...

Anastasia1960
02.01.2007, 13:23
Stimmt, manchmal ist es nervenschonender NICHT zu vermieten als sich ständig das Gemotze über Kleinigkeiten die in der Wohnung/Haus nicht funktionieren anzuhören....
Es macht wirtschaftlich wirklich keinen Sinn wegen einem wackeligen Lichtschalter den Elektriker kommen zu lassen....

Ich kann Leute gut verstehen die lieber ihre Ruhe haben wollen und nicht vermieten..... (wenn es finanziell machbar ist).

Lilithblack
02.01.2007, 13:38
Sit. 1: Okay, brauchen wir nicht drüber zu reden.

Sit. 2: Da geht mir die Hutschnur hoch.

Sit. 3: Da auch.

Ich kann Vermieter verstehen, die ihr Eigentum verunstaltet vorfinden und dann sauer sind. Echt. Aber ich für meine Wenigkeit war immer eine pflegeleichte Mieterin, und wenn dann Vermieter mit so überzogenen (=rechtswidrigen?!?!) Ansprüchen daherkommen, bleibt mir die Luft weg.

Kein Bohren? Meiner unerheblichen Meinung nach gehört das zum normalen Verschleiss. Kein Mieter bohrt ohne Sinn und Verstand. Und wenn nach 20 Jahren mal Kacheln nachgelegt werden müssen, ist das einfach........ NORMAL.

Und 'nen 5-Jahres-Vertrag würde auch nie-nimmer-nich unterschreiben.

Inaktiver User
02.01.2007, 14:29
Ich habe derzeit ein Zweifamilienhaus zu verkaufen - vermieten würde ich niemals! Einmal ist der Nachbar zu laut, dann gibts eine Diskussion um die Füllung des Pool und solche Sachen. Nö! Ist mir zu mühsam.

Auch mein jetziges Haus, das ich nach Umzug nicht mehr brauche, werde ich nicht vermieten, sondern verkaufen.

Ich bin einfach nicht der Typ Vermieter, der das packt.

Würde mich jemand anrufen, weil ein Wasserhahn tropft, wäre ich wohl fassunglos - jeder, der halbwegs Hirn erhalten hat, weiß, daß es sich hier um Dichtungen handelt, die ausgewechselt werden können und auch immer wieder mal müssen. Soll heißen: Ich will mich nicht um jeden Nonsens kümmern.

Schade eigentlich, beide Objekte wären optimal zum Vermieten. Aber - es muß nicht sein, und ich hab Zeit.

Sugarnova
04.01.2007, 20:42
Bohrt man, wenn et denn sein MUSS, nicht in die Fugen und nicht in die Kacheln?! Schon mal was von Spachtelmasse gehört?

Jip, bei unserem Bad waren ein paar Löcher notwendig, da keine Ausstattung und sehr, sehr schmal und fast bis oben gekachelt, klar. Wir suchen schon die ganze Zeit, große Schränke passen da nicht wirklich rein.

Storys habe ich zwar nicht, aber mich wundert schon ehrlich, dass Wohnungen geplant werden OHNE WaMaAnschluss (O-Ton: "Da können se doch die Gemeinschafts-Waschmaschine im Keller benutzen!"), Küchen viel zu klein sind für normale Ausstattung (ich rede hier nicht von der Mega-Loft-Einbauküche), geschweige denn für einen Luxus a la Spülmaschine... Dazu kommt noch chronischer Steckdosenmangel...(okay, dafür gibt es ja Abhilfe).

Das Beste, was ich erlebt habe, war der "Wintergarten": Der Raum war zur Hälfte mit Fenstern versehen, die untere Hälfte war mit Wellblech (!) verkleidet.

Und: Ich würde NIE irgendwo einziehen oder irgendwas unterschreiben, so nach dem Motto: Damit kommt er eh nicht durch. Wenn ein Vermieter solche Basics nicht weiß, dann kommt noch einiges an Ärger für den Mieter zu...

Inaktiver User
08.01.2007, 14:26
Letzte Woche konnten wir neue Erfahrungen sammeln:smirksmile: und stellten fest, daß ein Großteil der Seltsamkeit bei Vermietern offenbar altersabhängig ist (was jetzt nicht heißen soll, daß ältere Vermieter prinzipiell seltsam sind !). Alle 3 o.g. Fälle waren +- 70 Jahre alt.
Diese Woche hatten wir es mit zwei Vermietern zu tun, die +- 40 Jahre alt waren, und waren angenehm überrascht, wie problemlos die beiden waren. Sie wollten noch nicht mal wissen, was wir denn arbeiten; das ist bei den "Alten" immer das Top-Thema Nr. 1. Auch Kinder wären kein Problem gewesen.
Leider waren die Wohnungen beide zu klein, von daher kann ich demnächst weiter berichten :freches grinsen: .

Inaktiver User
13.01.2007, 20:48
Ich glaube die meisten Vermieter haben vergessen, das das ganze ein Geschäft ist. Eine Dienstleitung oä. Wir, die Mieter sind nichts anderes als Kunden die viel Geld bezahlen. Leider ist es oft so, das wir uns dafür noch dumm kommen lassen müssen. Uns in unserem Leben einschränken müssen, oder eben den Duckmäuser spielen. Und oft kann man es sich als Mieter nicht leisten, sich den Vermieter auszusuchen.
Klar gibt es auch schlimme Mieter, aber ich glaube trotzdem sollten sich einige Vermieter mal den "Kunden" ins Gedächnis rufen. Und der sollte bekannlich König sein.
In einem Hotel, indem ich ja auch "wohnen" miete, wird man jedenfalls nicht so behandelt. Und ich denke das solte man sich als Vorbild suchen.
:smirksmile:
Grüße Schattentraum

eine wohnung ist kein hotel oder serviert dir dein vermieter morgens das frühstück?

vll hast du ja besonders schlechte erfahrungen machen müssen, aber wenn es danach geht, dürfte ich aus vermietersicht noch einen viel grässlicheren text als du schreiben :smirksmile:

ich finde es immer wieder sehr erschreckend, dass so viele meinen, mit dem vermieten von wohnungen ließe sich quasi ein jet-set-leben finanzieren. wer auf mind. halbwegs seriöse art reich werden will, vermietet nicht, sondern sucht sich andere einnahmequellen.

Anastasia1960
15.01.2007, 18:12
Da kann ich dir nur zustimmen alle Mieteinnahmen gehen für Reparaturen drauf, bald muss ein neuer Heizkessel her und ein neues Dach.... Reich werde ich nicht . Ich kann das Haus auch nicht vergammeln lassen, dann finde ich keine vernünftigen Mieter mehr.... Alles nur Werterhaltung.... nix Gewinn....

uzzi
16.01.2007, 01:44
Da kann ich dir nur zustimmen alle Mieteinnahmen gehen für Reparaturen drauf, bald muss ein neuer Heizkessel her und ein neues Dach.... Reich werde ich nicht . Ich kann das Haus auch nicht vergammeln lassen, dann finde ich keine vernünftigen Mieter mehr.... Alles nur Werterhaltung.... nix Gewinn....

Alle Mieteinnahmen:wie?:

werterhaltung:wie?:

ich wohne jetzt seit 25 Jahren hier und habe am Anfang 1000,-DM Miete bezahlt, inzwischen sind es 1000,-Euro.

Alles was an Werterhaltung in dieser Zeit von Vermieterseite
gemacht wurde:

ein neuer Wasserboiler (der alte war total verkalkt)
zwei neue Toilettenspülkästen (die alten waren undicht)
neue Teppichböden nach 20 Jahren (nur unter Androhung der Mietminderung)
Und danach der Versuch die Miete zu erhöhen, wegen neuer Böden (ohne mich)

Wer will, kann jetzt mal die Gegenrechnung aufmachen. Mieteinnahmen gegen Investition.

Inaktiver User
17.01.2007, 19:47
Mal über Mieter:

Meine ersten Mieter. Optisch solide junge Menschen. Er Beamter, sie Beamtin. Nehmen beim einzug jeden Fleck auf der Wand ins Protokoll. Beim Auszug wegen Hauskauf: Defekte einbauküche verkauft, Wohnung unrestauriert zurückgelassen, im Keller stand unter Anderem noch eine alte gebrauchte Klobürste, die letzte Miete fehlt, unbekannt verzogen. Name nicht nachforschbar, da Wohnort unbekannt und Name millionenfach in Deutschland

Der zweite Mieter: traumhaft, repariert alles selber, zahlt gut und pünktlich und ist total nett. Lernt leider schnell eine Frau kennen, wird Vater und zieht nach einem Jahr aus. Die Wohnung steht ein halbes Jahr leer, die Kosten laufen.

Die dritte Mieterin: Steht plötzlich total panisch mit dem Umzugswagen vor der Tür und will unbedingt mieten, optisch und eindrucksmäßige Totalchaotin, aber supernett, zahlt wenig aber pünktlich und macht null Arbeit. Leider kann das ganze Haus sie nicht ausstehen, weil sie im Winter rosa Puschen trägt und einen türkischen Freund hat. Bei jeder Eigentümerversammlung muss ich mir das Genöle anhören.

Ich bin jung und brauche das Geld. Als Vermieter ist man ne arme Sau - ganz ehrlich.

KleinesPloetz

Inaktiver User
17.01.2007, 21:34
hallo uzzi,

geht es hier um € 1.000,00 warm oder kalt? dafür, dass zb die energiekosten so angestiegen sind, kann der vermieter nichts. im gegenteil, er darf sogar noch die differenz zwischen monatlicher bk-zahlung und tatsächlich entstandenen kosten oft monate im voraus ausgleichen und dann dem mieter hinterherrennen, damit dieser seine nebenkostenabrechnung einmal im jahr auch bezahlt. passiert nicht selten (gern auch bitte um ratenzahlungen) und das kann einen schon mal gut reinreißen, wenn man nicht monatlich fleißig zur seite legt. besonders dann, wenn es vll sogar noch um mehrere wohnungen geht. anfang des monats die mietkonten plündern und dann bei gucci einkaufen, ist leider nicht drin, auch wenn sich einige mieter das vll gern so vorstellen. häuser und wohnungen sind meist übrigens auch nicht abbezahlt, aber das nur mal so nebenbei.

einen tollen vermieter scheinst du da wirklich nicht zu haben, da gebe ich dir recht. das mit den teppichböden verstehe ich allerdings nicht. wenn ich irgendwo so lange wohnen würde, täte ich es mir selbst dort schön machen zu wollen. das bedeutet, dass ich dann eben selbst mal in so etwas wie neuen teppich investiere. ich denke mir, dass es ja sooo schlimm für den mieter auch nicht sein kann, wenn er freiwillig in so einer wohnung lebt.


generell:
ich habe schon scheußlichkeiten gesehen, die man normalerweise für unvorstellbar hält (ich zumindest). mittlerweile wundere mich aber kaum noch über sowas (http://img444.imageshack.us/my.php?image=p1010019ym5.jpg), sowas (http://img455.imageshack.us/my.php?image=p1010024dg6.jpg), sowas (http://img409.imageshack.us/my.php?image=p1010042ly3.jpg) oder sowas (http://img110.imageshack.us/my.php?image=p1010016bu9.jpg) (gesehen bei einer noch recht neu übernommenen wohnung)

klar, aus diesem (http://img162.imageshack.us/my.php?image=p1010018er7.jpg) kann man zb jenes (http://img53.imageshack.us/my.php?image=p1010094xq7.jpg) machen. dafür muss so eine wohnung aber dann schon völlig entkernt und modernisiert werden. man kann also locker 25.000 investieren. bad, küche, fußböden, elektrik neu. tapezieren, malen, fußleisten. bitte mal ausrechnen, wie lange es wohl dauert, bis das finanziell abgewohnt ist. leider bleibt einem jedoch oft nichts anderes übrig, weil sich so eine bruchbude kaum neu vermieten lässt. abgesehen davon, will man (ich zumindest) sowas auch nicht anbieten müssen. bei obiger wohnung habe ich 4 fenster geputzt und dafür insgesamt 18 (in worten: achtzehn!!) stunden gebraucht. das ganze mit diversen schwämmen, lappen, fiesen chemikalien, schraubenzieher, messer, kochfeldschaber bewaffnet. unabhängig davon, dass da 10-jahre alter rauchergilb an rahmen und fenster waren, klebten sogar noch klebestreifen von einer mietereigenen uraltrenovierung an den rahmen. die ließen sich auch kaum noch abziehen. das musste ich zentimeterweise bearbeiten. möchte lieber gar nicht wissen, wie es da jetzt zwischenzeitlich wieder aussieht. igitt! ich habe jedenfalls nicht vor, diese wohnung nochmal zu betreten. ganz ehrlich? da betrete ich tatsächlich lieber einen gucci-shop! kann ich mir nur leider nicht leisten :knatsch:

alte einrichtung ist eine sache, pflege und hygiene eine andere. ein wunder, dass es da kein ungeziefer gab, aber vll wurde das auch konsequent ausgeräuchert :freches grinsen:

mittlerweile verlegen wir nur noch wohnliche fliesen. erstens sieht es ganz nett aus, mediterran zum teil. zum anderen sind die fast unverwüstbar, und selbst ein zahlungsunwilliger und schwer unhygienischer mietnomade kann denen kaum etwas anhaben.

Inaktiver User
18.01.2007, 09:05
Boah Luci, die Küche ist aber obergeil geworden ! Wahnsinn !

Wenn ich die ganzen Antworten hier lese, komme ich zu dem Schluß, daß es sicherlich auch arme Vermieter gibt, die totales Pech mit ihren Mietern haben. Im Bekanntenkreis haben wir auch so einen Fall. Der Vermieter hat wirklich die schlechteren Karten. Dennoch ärgere auch ich als Mieter mich über meinen Vermieter. Wir ziehen ja demnächst aus, aber mal so als Anhaltspunkt für die "armen Vermieter":
Derzeit bewohnen wir ein EFH aus den 60er Jahren. Die KM beträgt 1.000 Euro, die Nebenkosten rund 500 Euro, hauptsächlich deshalb, weil der Vermieter die Hütte überhaupt nicht isoliert hat und auch den zum riesigen Garten gehörenden Wassertank nicht ersetzt, obwohl dieser ein Leck hat. Es zieht ständig durch alle Ritzen, u.a. weil die vor x Jahren eingesetzten Fenster (den Modellen nach muß es rund 10 Jahre her sein) nicht richtig angeputzt sind und man von außen den Füllschaum sieht. Es gibt nicht überall Rolläden, die vorhandenen sind wahlweise hypermodern und elektrisch, die restlichen sind aus verzogenen Holzlatten und garantiert noch die allerersten. Die Küche läßt sich nicht heizen, die alte Ranzküche ist noch drin (Wenn Sie wollen, können Sie die gerne ausbauen...), der Keller schimmelt, der Parkettboden ist nicht richtig versiegelt, so daß die Oberfläche rauh ist und man Laufwege sieht, Steckdosen und Lichtschalter funktionieren nicht alle. Als wir einzogen, mußten wir erstmal einen Briefkasten kaufen und natürlich selber aufhängen, ebenso wie ein neues Haustürschloß und eins für die Rumpelkammer. Für die Garage gab's nur einen Schlüssel, also durften wir da auch noch einen nachmachen. Ach ja, die Garage war natürlich voller Gerümpel, so daß wir die erst nach ein paar Wochen nutzen konnten, als er sein Gerümpel abtransportiert hatte. Im Garten lag ein riesiger Haufen Grünabfälle, der erst nach Monaten entsorgt wurde. Geputzt war selbstverständlich auch nichts und der zum Haus gehörende Schwedenofen stand unangeschlossen im Flur statt im Wohnzimmer, wo er eigentlich hingehört.

Warum wir dort eingezogen sind ? Weil wir a) zu gutmütig waren und b) zu der Zeit dringend eine Wohnung brauchten. Das Haus sah eigentlich recht vielversprechend aus, aber im Nachhinein war dessen Zustand eine einzige Unverschämtheit . Wie kann man ein Objekt in diesem Zustand vermieten wollen ? Da würde ich mich in Grund und Boden schämen. Und ehrlich gesagt frage ich mich, was der Vermieter mit meinem Geld macht. Er kriegt von mir 12.000 Euro im Jahr und das Haus ist die letzte Bruchbude.

Es ist alles ein Geben und Nehmen. Das Vermieten ist eine Geschäftsbeziehung und zwischen den Parteien muß die Chemie und auch die Einstellung auf beiden Seiten stimmen.

Wir haben jetzt übrigens eine hübsche Wohnung gefunden. Bevor wir einziehen, machen die Vermieter von sich aus noch neue Bodenbeläge (Fliesen) und neue Türen rein, ebenso wird das Bad noch komplett neu gemacht (obwohl man es für meine Verhältnisse durchaus noch hätte drin lassen können) und - wenn technisch möglich - eine zweite Toilette eingebaut, da die Vermieterin das sehr praktisch findet. Das Vermieter-Ehepaar ist ca. Mitte 40 und steht mitten im Leben.

Arisa
18.01.2007, 14:46
Es gibt arme Mieter und arme Vermieter egal wie man es dreht.

Ich kann nur Berichten was ich für Erlebnisse hatte bei der Wohnungssuche.

Von ca. 6 Wohnungen die ich besichtigt habe waren zwei Stück schlicht unbewohnbar und eine war ein Witz.

Wohnung 1: Uraltes Haus, sah ziemlich baufällig aus. Im Hausflur graue Wände, abgestellter Schrott, eine Treppe die bestimmt schon 70 Jahre oder mehr auf dem Buckel hatte und bei mir für Unbehagen sorgte beim betreten. Die Wohnung selber, graue -fast schwarze- Wände, schiefe Böden, in der Küche eine Holzvertäfelung die einen Brandschaden hatte. Das Bad war als einziger Raum ok. Der Vermieter wollte die Wohnung in diesem Zustand vermieten ohne irgendwelche Reperaturen ausführen zu lassen.

Wohnung 2: auf dem Weg zur Wohnung (DG, 4 OG) sind mir mehrere eingetretene Wohnungstüren aufgefallen. Die Wohnung hatte einen gebrochenen Türrahmen (Wohnungstüre, wurde bestimmt auch eingetreten). Dann in der Wohnung total verdreckte Teppiche dazu uralt, Wasserschaden an der Holzdecke, Brandschäden an Wänden und der Holzdecke, Bad total verdreckt und versifft, Toilette war ekelhaft schmutzig. Vermieter wollte keinerlei Reperaturen bzw. Modernisierung ausführen, sondern so wie sie ist vermieten, der Mieter sollte alles selbst bezahlen. Und dazu war die Miete sehr hoch.

Im gesamten war ich von diesen Wohnungen sehr geschockt. Ich habe mich dann an einen Immobilienmakler gewandt und eine schöne bewohnbare Wohnung gefunden.

Inaktiver User
18.01.2007, 22:33
Es ist alles ein Geben und Nehmen. Das Vermieten ist eine Geschäftsbeziehung und zwischen den Parteien muß die Chemie und auch die Einstellung auf beiden Seiten stimmen.

da hast du recht. wobei ich es schon so empfinde, dass mieter vom gesetz her besser geschützt sind als vermieter.

da fällt mir spontan ein mieter ein, der erbost anrief und fragte, warum denn sein guthaben aus der nk-abrechnung (eine woche nach dessen erhalt) immer noch nicht auf seinem konto wäre. das könne ja nicht sein, dass wir jetzt mit seinem geld "arbeiten". bei dem guthaben handelte es sich übrigens um 60 cent. was soll man zu sowas noch sagen? hätte ich vor ihm gestanden, hätte ich ihm liebend gern einen euro in die hand gedrückt und gesagt "stimmt so" :cool:. das sind dann leute, die im hausflur nichtmal eine neue glühbirne eindrehen wollen.

gestern sah ich einen beitrag bei sterntv, indem es darum ging, dass es sich finanziell sehr lohnen kann, als mieter seine wohnung zu vermessen. ab einer abweichung von 10% der lt. mietvertrag angegebenen qm² darf man seine miete kürzen. im prinzip ja auch okay, aber ich möchte gar nicht wissen, wieviele zuschauer noch letzte nacht nachgemessen haben :smirksmile:. bin froh, dass in dem bericht wenigstens darauf hingewiesen wurde, dass falsche angaben im mietvertrag nicht unbedingt gewollt sind. da werden veraltete grundrisspläne zur überlegung bezügl. miethöhe herangezogen oder es wurde eben falsch gerechnet. wohnräume mit schrägen werden zb anders gemessen. ein vermieter ohne erfahrung, der die eine wohnung, die er denn hat, eh noch abbezahlt, ist dann mies dran. dabei hätte er die wohnung so oder so vll für den vereinbarten preis vermieten wollen.

freut mich aber, dass ihr jetzt glück zu haben scheint mit der neuen vermieterin. viel spaß in eurem neuen heim :blumengabe:

Inaktiver User
18.01.2007, 22:47
ohje arisa, das klingt wirklich gruselig. vor ein paar jahren war ich mal mit einer freundin auf wohnungssuche, da sie nach der trennung von ihrem freund etwas neues brauchte. ich erinnere mich an 2 besonders gruselige wohnungen.

die eine hatte lt. anzeige einen "schönen südbalkon". der entpuppte sich dann als eine kleine dreieckige fläche mit geländer. da konnte original nur eine person gerade stehen. quasi ein raucherbalkon :smirksmile:. die "geräumige einbauküche" war zwar tatsächlich eine einbauküche, aber dass sie geschätzte 30 jahre alt und in giftgrünem plastik gehalten war, wurde natürlich nicht erwähnt. da dachten wir wortwörtlich, wir stehen im wald. die farbe setzte sich dann im wohnzimmer fort: ein dunkelgrüner hässlicher kachelofen. das bad war auch die hölle, diesmal allerdings in beige-gelb. ob der vermieter noch etwas in der wohnung machen würde? nö, natürlich nicht.

die zweite gruselwohnung war ziemlich heruntergekommen, aber man hätte wirklich etwas tolles daraus machen können. auch da beim makler die frage, ob noch etwas gemacht wird. antwort: "nein, aber wenn SIE hier renovieren möchten, dürfen Sie das. Sie müssten die Wohnung beim Auszug dann auch nicht in den URSPRUNGSZUSTAND zurückversetzen" :ooooh: :ooooh: :ooooh: ...weia, war das großzügig :freches grinsen: ...die freundin hat natürlich dankend abgelehnt.

Skunk
19.01.2007, 12:26
Eure GEschichten erinnern mich doch sehr an meine Wohnungssuche zum Beginn des Studium...

Kellerloch, Badbenutzung (eingebaut in die Waschküche) und "Küchenbenutzung" (2 Herdplatten auf einem Schränkchen im Trepenflur + Waschschüssel) zusammen mit 2 Fernfahrern...

Schönes Zimmer in Einfamilienhaus (überzähliges Kinderzimmer). Dazu aber ein mega-dunkles Bad (dunkelbraune Fliesen, kein Fenster), welches gemeinsam mit dem Opa des Hauses benutzt werden sollte; Kochgelegenheit wieder 2 Herdplatten im Bad.

Zimmer in altem Haus, komplett eingerichtet. Aber: Schrottmöbel, Mini-Schrank, bräunliche Fasertapete, das vorhandene Bild (Typ "Röhrender Hirsch") durfte nicht abgehängt werden, eigenes durfte nicht aufgehängt werden. Waschbecken in der Ecke des Zimmers, ein Schränkchen für 2 Kochplatten (wären selber zu besorgen gewesen) stand bereit. Als Dusche war der Hohlraum unter der Treppe im Flur umgebaut worden, man hätte also "nackert" durch den Hausflur (Hauseingang!!) laufen müssen.

Zwar altmodisch, aber nett und zweckmäßig eingerichtetes Dachzimmer im Haus einer älteren Dame. Mit Kruzifix (okay, war auch in Bayern). Aber nur an weibliche Wochenendheimfahrer, bei 600 km Weg (einfach) nicht realisierbar. Besuch nicht erwünscht, auch nicht von Damen.

Da waren noch mehr (alb)traumhafte Angebote, aber die habe ich verdrängt...

Blutorange
19.01.2007, 13:36
Da kann ich mich auch noch an so ein paar Frechheiten aus meiner Studentenzeit erinnern.
Ein "möbiliertes Zimmer" in einem Häuslein eines alten Ehepaares entpuppte sich als 9 Quadratmeter große Abstellkammer, vollgestopft mir uralten Möbeln, mehr als 30 cm riesige Schimmmelfecken an der Decke. Ohne Bad, Waschbecken, Klo oder Küchenzeile.
Zur Frage, ob man das Bad mitbenutzen kann: Ja, also das geht nicht immer, weil die Dame des Hauses oft das Bad benutzt. Außerdem sollte ich noch "Erledigungen" für die Dame machen. Preis: 250 Euro.
So eine Unverschämtheit hab ich schon lange nicht mehr erlebt, dass hier Studenten hier schamlos ausgenutzt werden sollen, weil es in München kaum Studentenzimmer gibt.
Blutorange

uzzi
20.01.2007, 00:35
hallo Luzi,
die 1000 Euro sind kalt.
Strom, Gas Wasser zahlen wir direkt an die Stadtwerke.
NK., wie z.B Grundsteuer, Gebäudeversicherung, usw. zahlen wir nochmals extra, was zusammen dann nochmals ca.1800Euro im Jahr beträgt.

Du sprichtst die Teppiche an.
natürlich haben wir selbst Teppiche verlegt, damit wir uns wohlfühlen, aber auf die Dauer ging das nicht mehr.

Unser Vermieter ist kein "armer" Vermieter, da er damals das Haus als "Bauherrenmodell" erworben hat und ordentlich Steuern gespart hat.

sommerlaune
26.01.2007, 13:39
Wir hatten 2005 die letzten Wohnungen und Häuser besichtigt. Aufallend war folgendes:
Der Zustand der Objekte bewegte sich zwischen "absolut gruslig", wie von einigen Posterinnen bereits beschrieben, und "Woooow"...
Nicht nachvollziehbar war dabei die Mietpreisgestaltung: diese Wohnung mit Traumausstattung (nagelneue Alnoküche mit rundum-sorglos-Ausstattung, klasse Parkett, tolle Lage, sehr schöne, hochwertige Badausstattung..) kostete unwesentlich mehr als ein gleich großes, völlig vermülltes 60-er Jahre Häuschen mit "Originalausstattung".
Auch hier wollte der Vermieter nichts machen, nicht mal entrümpeln..:ooooh:
Die 10 besichtigten Objekte unterschieden sich im Mietpreis minimal, im Zustand um Welten.

pepsi26
27.01.2007, 13:10
Ich hatte auch schon "nette" Erlebnisse bei der Wohnungssuche, die allerdings nicht die Wohnungen selbst betreffen.

Vor knapp 10 Jahren suchten wir eine größere Wohnung. Es kam kaum zu Wohnungsbesichtigungen, da viele Vermieter bereits am Telefon absagten, nachdem ich erklärt habe, dass wir 3 Kinder haben.

Einer ließ sich nicht abschrecken, der Besichtigungstermin stand bereits fest und ganz am Schluss des Telefonats fragte ich noch, ob es ein Problem sei, dass mein Mann Ausländer ist. - "Nein, das ist überhaupt kein Problem. - Was ist er denn?" - "Türke" - "Na ja, wir haben ja schon mindestens 40 Bewerber für die Wohnung. Da macht es vermutlich wenig Sinn, wenn Sie zur Besichtigung kommen."

Wir fanden nach langer Suche dann doch eine Wohnung. Ich habe die Nationalität meines Mannes vorab nicht mehr erwähnt. Nachdem der Vermieter ihn gesehen hat, war es dann wirklich kein Problem. Er hat nicht einmal nach der Nationalität gefragt.

Jahre später - 2 Kinder und Mann ausgezogen, ich alleinerziehend mit 12-jährigem Sohn - suchte ich nun eine kleinere (und billigere) Wohnung. Eine 3-Zimmer-Wohnung kam finanziell nicht in Frage, nur eine 2-Zimmer-Wohnung.

Ich musste feststellen, dass es als Alleinerziehende noch schwieriger ist, eine Wohnung zu finden, als mit 3 Kindern und ausländischem Mann. (Ich habe aber ein gesichertes Einkommen im öffentlichen Dienst.)

Hauptproblem der Vermieter war das "fehlende" Kinderzimmer. "Wo schläft denn das Kind? Es gibt ja nur ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer."

Meine derzeitige Wohnung (2 Zimmer) habe ich bekommen, weil ich nicht ganz bei der Wahrheit geblieben bin. Ich erzählte, dass ich 3 Kinder habe - 2 sind erwachsen, das 3. lebt beim Vater. Für mich alleine (sogar mit Hund) bekam ich die Wohnung dann problemlos.
Nach einem Monat teilte ich dem Vermieter dann schriftlich mit, dass mein Sohn ab sofort nicht mehr beim Vater, sondern bei mir leben wird.

Es gibt bis heute keine Probleme.

Ich weiß, dass das nicht korrekt ist, aber ich sah keine andere Möglichkeit.

Anastasia1960
27.01.2007, 14:34
@pepsi Weißt du warum die Vermieter sich abschrecken lassen wenn du eine 2-Zimmer-Wohnung mit Kind willst?
Ich bin auch Vermieterin ich hätte Bedenken, dass die Mieterin die Wohnung mietet und in kurzer Zeit feststellt, dass sie doch eine größere Wohnung mit Kinderzimmer braucht.
Mich schreckt nicht ab, dass ein Kind einzieht, sondern die evtl Mehrarbeit bei erneuter Vermietung...

pepsi26
27.01.2007, 14:56
Ich versteh das schon. Aber das Risiko besteht doch bei einer 2-Zimmer-Wohnung immer, wenn an junge Leute vermietet wird. Meine Tochter und ihr Freund sind im Dezember in eine 2-Zimmer-Wohnung gezogen. Es ist absehbar, dass diese Wohnung bald zu klein sein wird, weil sie irgendwann Kinder wollen.
Aber es kamen niemals derartige Bedenken von potentiellen Vermietern. Weil sie eben beide im Schlafzimmer schlafen und somit noch ein Wohnzimmer haben.

Wenn ich mich gerechtfertigt habe, dass ich nur 2 Zimmer brauche - eins für meinen Sohn - eins für mich, dann kamen blöde Bemerkungen, wie "Sie wollen im Wohnzimmer schlafen????"

Das tu ich doch in einer 1-Zimmer-Wohnung auch. Und kein Vermieter fragt nach.

Es kamen auch Fragen wie "Wer betreut das Kind nachmittags, wenn Sie arbeiten?" Auf meine Antwort, niemand, mein Sohn könne schon nachmittags 2 Std. allein sein, erhielt ich verständnisloses Kopfschütteln.

Außerdem, was geht den Vermieter meine Kinderbetreuung an?

Ich habe mich jedenfalls oft und sehr über indiskrete Fragen geärgert, die einer "normalen Familie" nicht gestellt werden. Und ich bin froh, dass ich das alles hinter mir habe.

pepsi26
27.01.2007, 14:57
PS: Ich habe auch einmal selbst eine Anzeige aufgegeben: Mutter mit Kind sucht ....
Ich bekam AUSSCHLIESSLICH obszöne Angebote!

Sandra71
27.01.2007, 21:13
Höhö...da hab ich auch noch einen:

War früher bei der Post verbeamtet und bin seit gut 3 Jahren dienstunfähig mit Mindestversorgung (zur Erklärung der Vorgeschichte). Die potenzielle Vermieterin fragte mich dann wirklich SOWAS VON aus, dass ich dachte, das gibt's ja gar nicht. Hab Ihr natürlich am Anfang nicht gesagt, dass ich nicht arbeite (warum auch...geht sie ja im Grunde nix an) und sie fragte mich, was denn mit meinem Sohn (10 J.) wäre, wenn ich den ganzen Tag nicht zuhause bin. Ich erwiderte daraufhin, dass ich nicht berufstätig bin und mein Sohn durch mich betreut wird. Dann wollte sie wissen, was für eine Krankheit ich denn gehabt hätte, dass ich mit Mitte 30 nicht mehr arbeiten müsste...und zu welcher Schule mein Sohn gehen würde, interessierte sie offensichtlich auch brennend :wie?:

Dass sie mich nicht gefragt hat, ob ich "Herrenbesuch" empfange, war wirklich alles :ooooh: :zwinker:

Unnötig zu erwähnen, dass ich zu diesem Zeitpunkt an der Wohnung bereits NICHT mehr interessiert war :freches grinsen: sie an mir als Mieterin aber scheinbar auch nicht, denn ich habe nie wieder was von ihr gehört.