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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dossier: Scheidung und Geld



BRIGITTE Community-Team
29.12.2006, 09:24
Liebe Userinnen,

im aktuellen BRIGITTE-Dossier geht es um "Scheidung und Geld" (einen Auszug finden Sie hier (http://www.brigitte.de/job/finanzen/dossier-scheidung/index.html)).

Tauschen Sie hier Ihre Erfahrungen aus:
Scheidung und Geld: Wie lief's bei Ihnen?

Eine angeregte Diskussion wünscht

Ihre
Redaktion Brigitte.de

Inaktiver User
29.12.2006, 13:21
Also, ich kenne die Geschichte meistens so:

Man fährt vor der Scheidung einen Lebens-/Einkommensstil, der es einem erlaubt, dank Ehegattensplitting die Frau so gerade eben auch noch zu unterhalten - was man leicht genervt tut, aber man kann sie ja leider nicht arbeiten schicken.

Dann ist die Frau nach Scheidung zwar unterhaltsberechtigt, da aber auf einmal anderhalbtausend Euro in der Kasse fehlen ( Ehegattensplitting weg, neue Wohnung zu finanzieren, vielleicht noch Kredite abzubezahlen wg. Häuschen etc. ) bleibt für die Frau schlicht nichts übrig - was dann den Streit ausmacht, weil Frauen meistens nicht checken, daß ihre Ex Geld nicht sch... können, sondern dafür arbeiten müssen und für die Befriedigung ihrer Ansprüche, gelinde gesagt, zu wenig auf Eigenleistung setzen können.
Oder vielleicht noch aus allen Wolken fallen, wenn sie feststellen, daß die Tatsache, daß sie Gesamtschuldner für Haus usf. sind, eben auch bedeutet, daß sie eine eigenständige finanzielle Verantwortung haben.

Na ja, die Männer machen sich dann nach Scheidung daran, ihre Einkommensverhältnisse aufzupolieren - neuer Job, Selbständigkeit etc., Flucht in die Arbeit ist ja auch ein ganz gutes Mittel, um sich den Kopf von allzu depressiven Gedanken freizuhalten -, die Frauen suchen lange einen Job und landen meistens irgendwo weit unter ihrer einstmaligen Qualifikation, wenn sie nicht schlicht sowieso sozialhilfeabhängig sind.

Aus Sicht der Männer eigentlich ganz fair, denn warum sollten sie gleichzeitig hohe Steuern und noch einer einzelnen Frau Unterhalt zahlen ?
So bekommt eben die Frau jenes Geld, welches ihrem Mann unfairerweise vom Staat durch Streichung des Splittingvorteils abgeknöpft wird, doch wieder, durch Sozialhilfen halt.


Den Tip, Schenkungen, wie z.B. Geld etc. explizit der eigenen Tochter zuzuweisen, haben übrigens die Eltern meiner Frau immer durchgezogen, meine eigene Mutter nie, weil sie der Meinung war, daß ihre Schwiegertochter auch ihre "Tochter" wäre - insofern, er hört sich nicht schlecht an, aber in der Realität kann sowas natürlich auch ein absolut unterschiedliches und unvereinbares Verhältnis zu Geld und Familie offenbaren ... was eben auch ein Scheidungsgrund sein kann.

Inaktiver User
31.12.2006, 10:35
nun , mein vorredner war offensichtlich ein mann. aber ich kenne die geschichte gerade andersherum. meine eltern haben fleissig meinem ex alles zugeschanzt was nur ging, um mich "kleinzuhalten" und "fertigzumachen" ( o-ton mein vater), damit ich die scheidung zurückziehe oder es schlichtweg nicht packe durchzuziehen. " die machen wir fertig" ( so mein leibhaftiger vater zu meinem damaligen noch-mann).
ich habe die scheidung trotzdem durchgezogen, erhebliche finanzielle verluste in kauf genommen, während ER als top-anwalt die schäfchen im trockenen hat. natürlich habe ich keinen beruf, das nur so nebenbei erwähnt, da er ja immer der meinung war, das "bräuchte" ich nicht...
ich habe das haus ,das von meiner familie kam retten können, ansonsten bin ich froh, dass dieser albtraum vorüber ist.
ich werde NIE mehr heiraten, meine kinder sind nun erwachsen, mein vater übrigens tot. das ganze ist nun 5 jahre her und mir gehts so gut wie noch nie in meinem leben.
frauen: lasst euch nicht verarschen von euren männern. nehmt euch die besten anwälte und geht trotzdem davon aus, dass sie euch übern tisch ziehen. am besten VOR jedem zusammenzug oder gar heirat einen ehevertrag abschliessen.
na dann
prost
und ein gutes neues!
a.

Inaktiver User
01.01.2007, 10:50
@artistwoman
Gratulation dazu, dass du es geschafft hast :blumengabe:.
Wie aus deinem Bericht zu ersehen ist, sind es häufig die Eltern, die den Töchtern nicht klar machen, dass wirtschaftliche Unabhängigkeit auch für eine funktionierende Ehe das beste Unterfutter ist, in deinem Fall mit beinahe krankhaftem Partriarchismus erklärbar.
Meine Schwägerin erhielt von ihren Eltern ein nicht unerhebliches Vermögen zusammen mit ihrem Mann - meinem Bruder - geschenkt; der Schenkungsvertrag lief darauf hinaus, dass sie im Falle einer Scheidung beinahe leer ausgegangen wäre, weil ihre Eltern ihr nicht zutrauten, das Ererbte unversehrt an die Enkeltochter weiterzugeben, meinem Bruder, dem Schwiegersohn, jedoch schon.
Dabei hat meine Schwägerin nicht nur eine längere Ausbildung genossen, immer mehr verdient als mein Bruder (ausgenommen in den kurzen Zeiten, die sie der Kindererziehung widmete), sondern ist nach meiner Auffassung auch diejenige, die in allen Belangen des täglichen Lebens die Nase vorne hat.
Wir Frauen müssen also nicht nur unsere langfristig wirksamen Entscheidungen genau anschauen, sondern auch die Ratschläge und "Hilfen" unserer Eltern auf ihre Relevanz untersuchen.

Ein gewisser nachhaltiger Faktor der "Minderwertigkeit" aus Urzeiten scheint noch nicht ausgemerzt zu sein.

Den heutigen jungen Frauen aber, die dem girly- (bzw. girlie-) Sein den Zuschlag geben und dem Feminismus abschwören, weil sie eine grössere Chance darin sehen, sich auf Männer in der Ehe, im öffentlichen Leben, in den Unternehmen zu stützen, als auf ihre Selbständigkeit, kann ich nur ein gewisses Lied einer amerikanischen Blondine in Erinnerung rufen :smirksmile:

Was das posting von Mnn anbelangt, stellt sich mir die Frage, weshalb ein Mann, dessen Frau finanziell nichts zum gemeinsamen Leben beiträgt, sich nicht frühzeitig gegen diese Art stillschweigenden Abkommens wehrt?
Könnte auch mit Bequemlichkeit zu tun haben.

Es ist nicht unangenehm, abends ein frischgekochtes Essen vorzufinden, den Klempner nicht selbst rufen zu müssen, überraschend Gäste mitbringen zu können und sich aus der Verantwortlichkeit für die Kindererziehung (Kindergartenplätze, Nachhilfe, Freizeitangebot, Krankenbetreuung, etc.) herauszuhalten, aber dann mit den 18- bis 25jährigen Studierenden zu klettern, Boot zu fahren, oder Fernreisen zu unternehmen.
Gruss Colonna

Inaktiver User
01.01.2007, 11:23
ja, ich denke meine geschichte ist zwar ungewöhnlich von der konstellation her, aber meinem vater und meinem ex-gatten ging es hauptsächlich um kontrolle und macht. eine frau, die unabhängig ist, sei´s aufgrund ihres berufes oder herkunft, ist weniger manipulierbar und kontrollierbar. dieses für uns angebliche relikte aus der steinzeit oder dem "unterentwickelten" orient zuzurechnendes männliches machtgebaren tritt auch bei uns gehäuft auf, bzw. ist noch in den köpfen der meisten männer vorhanden, nur zeigt es sich versteckter und nicht so offensichtlich.
ich suchte mehrere anwälte auf, da auch hier die männer der meinung waren, " alle achtung, wie der das gemacht hat" ( o-ton anwalt zur nachehelichen notariellen vereinbarung, die ich dummerweise unterschrieben habe) " geniale formulierung, das muss ich mir merken"...ausser einer saftigen rechnung für den blick den sie draufgeworfen haben, ist nichts passiert.
ich schliesse nun. vorbei ist vorbei. jedenfalls ist mein bedarf an männern gedeckt.
schönes neues jahr euch allen. vielleicht bin ich ja wirklich nur an die schlimsten exemplare geraten und es gibt noch andere? ich will es hoffen.
a.

Inaktiver User
02.01.2007, 11:55
@Colonna:



Was das posting von Mnn anbelangt, stellt sich mir die Frage, weshalb ein Mann, dessen Frau finanziell nichts zum gemeinsamen Leben beiträgt, sich nicht frühzeitig gegen diese Art stillschweigenden Abkommens wehrt?
Nun, wenn Du es nochmal liest, stellst Du fest, daß es eine Anleitung zum Sich-Wehren ist :smirksmile:: Man reiche immer dann, wenn das Einkommen Höhen erreicht, die auch nach Scheidung noch Unterhaltspflichten begründen würden, die Scheidung ein, falls man nicht damit einverstanden ist, daß der Ehepartner seinen Beitrag zum finanziellen Aufkommen schwänzt.
Und natürlich nur, wenn er sich - stillschweigend ist da garnichts - uneinsichtig zeigt :cool:.



Es ist nicht unangenehm, abends ein frischgekochtes Essen vorzufinden, den Klempner nicht selbst rufen zu müssen, überraschend Gäste mitbringen zu können und sich aus der Verantwortlichkeit für die Kindererziehung (Kindergartenplätze, Nachhilfe, Freizeitangebot, Krankenbetreuung, etc.) herauszuhalten, aber dann mit den 18- bis 25jährigen Studierenden zu klettern, Boot zu fahren, oder Fernreisen zu unternehmen.
Gruss Colonna Äh, ja, gibt viele Frauen, die die eine Art von "Leistung" erbringen, die andere Art von Leistungen nicht mehr, weswegen manche Männer gewisse Dinge "outsourcen", statt sich darum zu kümmern, daß in der Ehe wieder mehr los ist.
Gibt es auch umgekehrt.

Na und ? Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun ?


@artistwoman:
Sage mal, wieso bist Du denn eigentlich der Meinung, daß Du einen großen Anteil vom Einkommen eines "Top-Anwaltes" verdient hättest ?

Inaktiver User
02.01.2007, 15:49
@Colonna:

Nun, wenn Du es nochmal liest, stellst Du fest, daß es eine Anleitung zum Sich-Wehren ist :smirksmile:: Man reiche immer dann, wenn das Einkommen Höhen erreicht, die auch nach Scheidung noch Unterhaltspflichten begründen würden, die Scheidung ein, falls man nicht damit einverstanden ist, daß der Ehepartner seinen Beitrag zum finanziellen Aufkommen schwänzt.
Und natürlich nur, wenn er sich - stillschweigend ist da garnichts - uneinsichtig zeigt :cool:.

Äh, ja, gibt viele Frauen, die die eine Art von "Leistung" erbringen, die andere Art von Leistungen nicht mehr, weswegen manche Männer gewisse Dinge "outsourcen", statt sich darum zu kümmern, daß in der Ehe wieder mehr los ist.
Gibt es auch umgekehrt.

Na und ? Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun ?


@artistwoman:
Sage mal, wieso bist Du denn eigentlich der Meinung, daß Du einen großen Anteil vom Einkommen eines "Top-Anwaltes" verdient hättest ?

ganz einfach deshalb, weil ER sich seinen "Anteiil" an der firma meines vater auch geholt hat...

Inaktiver User
02.01.2007, 16:28
ganz einfach deshalb, weil ER sich seinen "Anteiil" an der firma meines vater auch geholt hat...
Verstehe, zumindest verstehe ich, daß Du offenbar allen Grund hast, Dich zurückgesetzt und irgendwo auch veräppelt zu fühlen.

Bloß, Dein Vater kann doch Anteile überschreiben, wem er will.
Das ist doch ein ganz anderer Vorgang als der, mit dem Du unterschrieben hast, daß Du auf Unterhalt bei Scheidung verzichtest.

Also, ich kann Deine finanziellen Wünsche als Ausdruck persönlicher Verletztheit verstehen, aber nicht als Ausdruck der Ansprüche eines mündigen Menschen, der Verpflichtungen eingegangen ist.
Hier halt die, sich um sein finanzielles Auskommen selber zu kümmern, was Du eben mit Unterschrift unter die Vereinbarung mit Deinem Ex besiegelt hast - offenbar war der eben auch nur bereit, sein Einkommen als Entgegenkommen im Rahmen einer Ehe zu teilen, aber nicht als Anspruch ohne Ehe.

Weswegen ich nicht so ganz verstehe, wieso Du auf ihn gehört hast und keinen Beruf erlernt hast.
Ist natürlich ein bißchen doof, wenn Du dachtest, Du könntest Dich dank der Firma Deines Vaters um Dein finanzielles Auskommen kümmern und der fällt Dir da "in den Rücken" ... aber Du schriebst doch auch, Dir würde es jetzt so gut wie noch nie in Deinem Leben gehen !

Darf ich mal fragen, was die Ingredienzen dazu sind, wenn Du doch weder Unterhalt von Deinem Top-Ex noch die vollen Gewinne/Erbschaft/was weiss ich aus Firma von Deinem Vater erhältst UND keinen Beruf hast ?

Sorry, bin hoffentlich nicht zu neugierig ....

Grüße, mnn

Inaktiver User
02.01.2007, 20:27
was man leicht genervt tut, aber man kann sie ja leider nicht arbeiten schicken.

@Mnn
Artig, wie ich (manchmal) bin, habe ich deinen Text nochmals gelesen und keine neuen Erkenntnisse daraus gewonnen!

Allerdings "man kann sie ja nicht arbeiten schicken" ist mir nun besonders aufgefallen. Netter Satz! So männlich (eingeschränkt, denn ich kenne einige Männer, die auf diese kindlich-väterlich-böswillige Art kaum auf ihre Partnerin herabsehen würden).
Da ich es aber gerne genau wissen möchte, was meinst du mit "andere Art von Leistungen" in deinem zweiten posting?
Sex? :ooooh: Wenn ja, und nur unter dieser Voraussetzung: Sex mit dem von mir geliebten Mann betrachte ich nicht als Leistung (und er hoffentlich auch nicht), sondern als ein wunderbares Vergnügen.
Und "outsourcen" (das Unwort unserer Zeit)? Wie betreibt man/frau outsourcing da, wo Gefühle im Spiel sind?
Oder meinst du damit doch nicht das, was ich impliziere, sondern die Wäsche? Und ich bin eine ganz Böze, die nur an das Eine denkt :smirksmile:
Colonna

Inaktiver User
02.01.2007, 20:27
Gelöscht, doppelt!

Inaktiver User
02.01.2007, 21:10
nun mnn, eigentlich wollte ich mich nun nicht mehr beteiligen, aber die sache ist etwas komplizierter und komplexer als du denkst. das alles zu erklären würde den rahmen sprengen. nur co viel: ich bin weder dumm noch naiv oder sonst was, sonder schlicht weg wirklich gelinkt worden . ganz kurz: ich hatte firmenanteile, die im zuge des zugewinns natürlich, während ER studierte, eingefordert hat. das haus hat mein vater aus MEINEM firmenanteil genommen, natürlich nur wenn ER, mein ex-gatte auch mit im grundbuch steht! kapiert was da abging????
und das ist noch lange nicht alles. ich könnte bücher schrieben, ende nun aber, da ich mnn nicht überfordern will.
a.

Inaktiver User
02.01.2007, 21:45
ach ja und noch was zu euer aller beruhigung!
es ist durchaus möglich dass es einem nach einer scheidung besser als vorher geht : ich meine das jetzt hauptsächlich emtional, seelisch...nicht finanziell.
und um alle komplett zu beruhigen: ich bin künstlerin, malerin und stelle auch international aus.
so. nun melde ich mich ab.
viel spass noch.
a.

Inaktiver User
02.01.2007, 21:47
und noch was: der titel heisst : kampf ums geld,
nicht
wir schmeissen wattebällchen
oder mutter theresa wirkt in gestalt eines mannes an der scheidung mit.

Inaktiver User
02.01.2007, 21:52
@Colonna:


@Mnn
Allerdings "man kann sie ja nicht arbeiten schicken" ist mir nun besonders aufgefallen. Netter Satz! So männlich (eingeschränkt, denn ich kenne einige Männer, die auf diese kindlich-väterlich-böswillige Art kaum auf ihre Partnerin herabsehen würden).
Keine Ahnung, was Du da rausliest, ich sage Dir nochmal, was es heisst: Möchte man nicht, daß die eigene Frau unterhaltsberechtigt gegenüber einem ist, sollte man, falls das eigene Einkommen von der Art zu werden droht, daß sie es im Zweifelsfall wird, von ihr die Unterzeichnung eines Unterhaltsverzichtes verlangen.
Oder, falls sie sich weigert, auf Grund wesentlicher Differenzen in finanziellen Angelegenheiten halt die Scheidung einreichen.

Hast Du damit ein Problem ?




Da ich es aber gerne genau wissen möchte, was meinst du mit "andere Art von Leistungen" in deinem zweiten posting?
Sex? :ooooh: Wenn ja, und nur unter dieser Voraussetzung: Sex mit dem von mir geliebten Mann betrachte ich nicht als Leistung (und er hoffentlich auch nicht), sondern als ein wunderbares Vergnügen.
Und "outsourcen" (das Unwort unserer Zeit)? Wie betreibt man/frau outsourcing da, wo Gefühle im Spiel sind?
Oder meinst du damit doch nicht das, was ich impliziere, sondern die Wäsche? Und ich bin eine ganz Böze, die nur an das Eine denkt :smirksmile:
Colonna Die Zweiteilung in Leistungen der Ehefrau und der "Studentin" hast Du gebracht - habe mich allerdings gewundert, daß nirgendwo Sex auftauchte, obwohl Du das ja "meintest".

Ansonsten ist das hier ein Talk über "Scheidung und Geld" - da sollte man Gefühle aussen vorlassen :smirksmile: - weswegen ich da lieber nicht drauf eingehe, wo sich wer was holt. Das ist nämlich jedermanns/fraus Privatangelegenheit.



@artistwoman:
Sorry, aber was soll dieser arrogante Ton ? Wüßte nicht, daß ich Dir gegenüber einen ähnlichen angeschlagen hätte ... aber bedauere es angesichts dessen auch nicht, daß Du "ende" machst !

Inaktiver User
02.01.2007, 21:59
Hast Du damit ein Problem ?

@Mnn
Aber nein, ich hab mit gar nichts ein Problem; finde den Satz "er kann sie ja nicht arbeiten schicken" sonderbar, in Beziehung zu einem erwachsenen Menschen gesetzt, und die Verächtlichmachung hat nun mal mit dem, was du mir als Erklärung schreibst, nichts zu tun.
Wo habe ich zwischen Ehefrau- und Studentinnenleistung unterschieden, bzw. diese angeführt??????
Colonna

Inaktiver User
02.01.2007, 22:12
@Colonna:



Könnte auch mit Bequemlichkeit zu tun haben.

Es ist nicht unangenehm, abends ein frischgekochtes Essen vorzufinden, den Klempner nicht selbst rufen zu müssen, überraschend Gäste mitbringen zu können und sich aus der Verantwortlichkeit für die Kindererziehung (Kindergartenplätze, Nachhilfe, Freizeitangebot, Krankenbetreuung, etc.) herauszuhalten, aber dann mit den 18- bis 25jährigen Studierenden zu klettern, Boot zu fahren, oder Fernreisen zu unternehmen.
Gruss Colonna
Na ja, ich hab' halt das Zitierte als so eine Unterscheidung verstanden.

Ansonsten verstehe ich nicht so Recht, was Du an meinem Satz "verächtlich machend" findest - ich meinte ja nicht, daß Mann sozusagen einen Job bereit hält, der nicht ausgeschlagen werden kann, sondern daß ich eigentlich diese doch ziemlich drakonische Lösung, die ich vorgeschlagen hatte, nicht so gut finde - besser wäre es, seinen Partner an die staatlichen Stellen zur Arbeitsvermittlung bzw. die Stellen, die für ihn ohne Ehe verantwortlich wären, verweisen zu können, wenn man ihm keinen Unterhalt zahlen möchte.
Geht aber nicht - das meinte ich mit "man kann ja nicht arbeiten schicken".

Inaktiver User
03.01.2007, 00:06
@Mnn
Es ist genug gesagt worden; nur noch dies: mit den 18- bis 25jährigen Studierenden hab ich die erwachsenen Kinder gemeint, für die der Vater vorher - eben weil seine Frau Hausfrau war - keine oder kaum Zeit aufbringen musste.
Gruss Colonna

Didi50
03.01.2007, 10:07
@artistwoman:
Sage mal, wieso bist Du denn eigentlich der Meinung, daß Du einen großen Anteil vom Einkommen eines "Top-Anwaltes" verdient hättest ?

Ganz einfach, weil sie ihm über Jahre hinweg den Rücken freigehalten hat, damit er sich seinem Beruf widmen kann.

Inaktiver User
03.01.2007, 10:27
@Colonna:


@Mnn
Es ist genug gesagt worden; nur noch dies: mit den 18- bis 25jährigen Studierenden hab ich die erwachsenen Kinder gemeint, für die der Vater vorher - eben weil seine Frau Hausfrau war - keine oder kaum Zeit aufbringen musste.
Gruss Colonna
Oh, peinlich, da habe ich Dich wohl komplett missverstanden. Leider.


@Didi50:
Na ja, das werden wir ja jetzt nie rausfinden, nicht wahr, artistwoman hat sich ja abgemeldet ( aber nicht, daß jemand glaubt, "Scheidung und Geld" wäre der Strang, in dem die BriCom-Neulinge-Klatschen-Liga realisiert wäre ) - hätte ja auch sein können, daß er IHR den Rücken freihalten sollte, für eine Künstlerkarriere, die erstmal nix einbringt, und er hatte keine Lust dazu.

Abgesehen davon ist das "Rücken-frei-halten" ja normalerweise ein Scheinargument: In den seltensten Fällen hätten die Leute, die Karriere machten, ohne "Rücken-frei-halten" auf diese verzichten müssen - da fehlt ein bißchen die Kausalität.

Egal was ... derartige Argumente führen zu impliziten und unausgesprochenen Ansprüchen, weswegen ich dafür bin, gleich anfangs sozusagen Klarschiff zu machen, also abzuklären, daß man von seinem Partner dieses ominöse "Rücken-freihalten" nicht erwartet. Weswegen er doch bitte ruhig den Unterhaltsverzicht unterschreiben kann.

Umgekehrt sollte natürlich auch jemand, der seinem Partner den Rücken freihalten will, diesem mitteilen, daß er ihn ab sofort als Gewinne abwerfendes Investitionsobjekt sieht, welches jetzt bitte eine Renditezusage unterschreiben sollte.

Ist halt alles eine Frage der Kommunikation.

Na ja, auf jeden Fall nimmt der Strang wohl irgendwie einen untypischen Verlauf.

Das BrigitteTeam ( ich ja auch ) würde sich sicher freuen, wenn noch ein paar Damen mit hundertprozentigen Erfolgsstories rüberkommen würden :blumengabe: .... ich schliesse mich mal Colonna an und habe genug gesagt !

Didi50
03.01.2007, 14:37
Abgesehen davon ist das "Rücken-frei-halten" ja normalerweise ein Scheinargument: In den seltensten Fällen hätten die Leute, die Karriere machten, ohne "Rücken-frei-halten" auf diese verzichten müssen - da fehlt ein bißchen die Kausalität.


Das nicht. Selbst in der SZ war letzte Woche ein Artikel, dass über 70% der erfolgreichen Männer sagten, dass es für ihre Karriere gut war, dass ihre Frauen den Haushalt übernommen haben.

Wenn die alleine gewesen wären, hätten sie wohl auch mit etwas mehr Mühe Karriere gemacht. Sie hätten sich aber nicht um Kinder gekümmert oder was eben sonst so zu einem funktionierenden Familienleben gehört.



Umgekehrt sollte natürlich auch jemand, der seinem Partner den Rücken freihalten will, diesem mitteilen, daß er ihn ab sofort als Gewinne abwerfendes Investitionsobjekt sieht, welches jetzt bitte eine Renditezusage unterschreiben sollte.


Ich habe in meinem Berufsleben sehr oft mit Männern zu tun, deren Frauen wirklich alles des täglichen Lebens für sie tun. Das fängt bei sämtlichen Bankgeschäften an und hört nicht bei der Kleiderpflege und Kleiderauswahl aus.

D.h. wenn diese Männer diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ist für mich klar, dass die Frauen im Scheidungsfall auch Anspruch auf einen angemessenen Unterhalt haben. Da ersetzt das Handeln die tatsächliche Abmachung.

Wenn ein Mann das nicht will, dann muss er sich eben auch an Haushalt, Kindererziehung etc. beteiligen und nicht die Frau für seine Dienstleistung nutzen.

Didi

Inaktiver User
03.01.2007, 15:34
@Didi50:

Sicher - das bezweifele ich ja auch nicht.

Übrigens, hier noch die "Hauptbotschaften (http://eswf.uni-koeln.de/forschung/wts/botschaften.pdf)" aus der an der Uni Köln (http://eswf.uni-koeln.de/forschung/wts/index.html) durchgeführten und vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebenen Studie zur wirtschaftlichen Situation von Geschiedenen, die ich am interessantesten fand :

...

2. Scheidung führt häufig zur Ausweitung der mütterlichen Erwerbstätigkeit
Jede dritte Mutter mit minderjährigen Kindern nimmt nach einer Trennung und Scheidung eine Erwerbstätigkeit
auf oder weitet diese Tätigkeit aus. Kinderlose Frauen sind bereits vor einer Trennung
überwiegend Vollzeit beschäftigt.

3. Das väterliche "Abtauchen" in Arbeitslosigkeit wird nicht bestätigt
Der häufig erhobene Vorwurf, Väter würden sich durch Flucht in Arbeitslosigkeit ihrer Unterhaltszahlungen
entziehen, wird durch die Studie nicht bestätigt: Eine Verringerung der Erwerbsarbeit tritt nur
bei jedem achten getrennt lebenden Mann auf - und in ebenso hohem Maße bei kinderlosen Frauen.

...

5. Trennung und Scheidung verdoppeln das Armutsrisiko der Frauen - trotzdem geht die Scheidung in zwei Dritteln aller Fälle von den Frauen aus
Obwohl die Armutsquote der Frauen von 20 Prozent (zwei Jahre vor der Trennung) auf 34 Prozent im
Jahr nach der Trennung ansteigt, geht die Initiative zur Trennung hauptsächlich von ihnen aus.

...

7. Beiderseitige Erwerbstätigkeit nivelliert Geschlechterdifferenzen
Wo beide Partner erwerbstätig sind, gib es die geringsten geschlechtsspezifischen Differenzen und
wirtschaftlichen Probleme nach Trennung und Scheidung. Hier verteilen sich auch die wirtschaftlichen
Lasten gleichmäßig.

8. Hausmänner schneiden so schlecht ab wie Hausfrauen
Wo Männer die gemeinsamen Kinder betreuen, haben sie nach einer Trennung ähnliche Einkommenseinbußen
wie alleinerziehende Mütter. Die Hälfte der alleinerziehenden Väter erfährt Einkommensverluste
von 10 Prozent und mehr.

...

11. Öffentliche Transfers machen's möglich
Während die privaten Transfers nur etwas mehr als ein Zehntel des Haushaltseinkommens getrennt
lebender Frauen bilden, beträgt der Anteil öffentlicher Transfers mehr als ein Viertel, bei Frauen mit
Kindern sogar mehr als ein Drittel.

12. Die Zahlungsmoral lässt zu wünschen übrig
Zwei Drittel der Frauen, die Anspruch auf Trennungsunterhalt haben, erhalten keine Zahlungen.
Noch schlechter geht es den (wenigen) anspruchsberechtigten Männern: Hier sind es rund 90 Prozent,
die kein Geld bekommen. Die große Mehrheit der Zahlungspflichtigen wäre jedoch leistungsfähig.

13. "Nicht leistungsfähige Männer" sind eine Risikogruppe
10 bis 20 Prozent der unterhaltspflichtigen Männer sind nicht zahlungsfähig und kommen ihrer Unterhaltsverpflichtung
nicht nach wegen mangelnder Ressourcen. Über 80 Prozent verfügen hingegen nach Abzug ihrer Unterhaltsverpflichtungen noch über mehr Einkommen als den sogenannten
„Selbstbehalt“.

...

17. Die traditionelle Hausfrauenrolle ist riskant
Mangelnde Erwerbserfahrung ist das Hauptrisiko für scheidungsbedingte Armut. Die Studie sieht im
geltenden Steuerrecht ein kontraproduktives Anreizsystem, das die traditionelle Rollenverteilung in
der Ehe mit einem männlichen Hauptverdiener und einer weiblichen Nicht- oder Zuverdienerin fördert.
Gerade diese Konstellation führt aber bei Trennung und Scheidung zu den größten Problemen.

18. Regelmäßiger Kindeskontakt führt zu regelmässigen Unterhaltszahlungen
Es besteht ein Zusammenhang zwischen gutem Kindeskontakt und gutem Zahlungsverhalten bzw.
zwischen mangelndem Kontakt und ausbleibendem Unterhalt. Unterhaltspflichtige Väter entziehen
sich den Zahlungen besonders häufig in den Fällen, in denen kein oder nur wenig Kontakt (mehr) zu
ihrem Kind besteht. Deshalb ist eine Verbesserung der Zahlungsmoral nur über eine Verbesserung
des Umgangs zu erreichen.





Jetzt mal ganz offen gesagt, ich finde das Brigitte Dossier "Kopieren Sie seine Unterlagen" nicht gerade zeitgemäss :knatsch: ...

Inaktiver User
03.01.2007, 16:33
Jetzt mal ganz offen gesagt, ich finde das Brigitte Dossier "Kopieren Sie seine Unterlagen" nicht gerade zeitgemäss :knatsch: ...
Die vollständige Studie ist übrigens als Buch erhältlich, habe ich gelesen, nur so als kleiner Tip (http://www.amazon.de/Zahlen-werden-wirtschaftlichen-Trennung-Scheidung/dp/3531141449/sr=11-1/qid=1167838003/ref=sr_11_1/303-5739961-4661049) ...

tanimun
03.01.2007, 23:53
Hallo Mnn!

Also, von Dir möchte ich ja lieber nicht geschieden sein! :smirksmile:

sultan tanimun

Inaktiver User
04.01.2007, 11:30
Hallo Mnn!

Also, von Dir möchte ich ja lieber nicht geschieden sein! :smirksmile:

sultan tanimun
*hüstel* Das läßt sich einrichten.

Inaktiver User
04.01.2007, 22:07
Zitat:
Zitat von tanimun
Hallo Mnn!

Also, von Dir möchte ich ja lieber nicht geschieden sein!

sultan tanimun

*hüstel* Das läßt sich einrichten.
__


Bitte, nicht unseriös werden :freches grinsen: :freches grinsen:
Colonna

Inaktiver User
21.01.2007, 16:43
Hallo,
leider habe ich erst gestern gesehen, dass es so was von brigitte gibt, bin in der Beziehung etwas rueckstaendig.
Nun zu meinen Fragen - bin nach 25 Jahren Ehe diese Woche wegen einer Scheidungsberatung zum Anwalt gegangen und ich glaube, ich habe nicht den besten Anwalt gefunden, ist so ein Gefuehl, kennt vielleicht jemand im Stuttgarter Raum eine gute Anwaeltin? Wer weiss, was das neue Scheidungsgesetz genau bedeutet? Der Anwalt meinte ausserdem, dass er die Scheidung erst ab ca. Mai einreichen kann, warum nicht schon frueher? Mein Mann und ich leben getrennt, haben 3 Soehne , die alle in der Ausbildung/Studium sind. Mein Mann hat vor 4 Jahren aufgehoert zu arbeiten, weil er keine Lust mehr hatte und er ausserdem vermoegend ist und genug Geld hat. Das Haus indem meine Jungs und ich wohnen hat er vor 16 Jahren von seiner Mutter bekommen, er ist alleiniger Eigentuemer. Wir mussten dafuer meiner Schwiegermutter eine Eigentumswohnung kaufen. Er wohnt jetzt in einer Eigentumswohnung, die er auch geerbt hat. Jetzt hat er sich selbstaendig gemacht und verdient nur ganz wenig. Der Anwalt meinte, dass das gemeinsam erwirtschaftete Vermoegen aufgebraucht ist durch die Ausbildung der Jungs u.a., das was er alles geerbt hat gehoert ihm alleine und ich werde mehr oder weniger mit nichts dastehen. ISt das gerecht? Ich bin jetzt 53 Jahre und wuerde wirklich gerne wieder arbeiten, kriege eine Absage nach der anderen, keine Chance.
Ich wuerde mich sehr freuen, wenn mir Andere Ihre Erfahrungen schreiben.

Inaktiver User
21.01.2007, 17:10
@live3
Leider kenne ich mich mit den deutschen Gesetzen nicht aus. Was der Anwalt da von sich gibt, scheint aber auch mir nicht ganz ok zu sein.
Ich würde an deiner Stelle mal im Internet recherchieren. Zum Beispiel nach einer Frauenbeauftragten in der Stuttgarter Stadtverwaltung. In der BriCom könntest du auch bei den Stammtischen nach Frauen aus der Gegend suchen, die eine oder andere wird schon etwas wissen.
Abschliessend: von einem Anwalt, bei dem ich kein gutes Gefühl habe, würde ich mich rasch trennen; weshalb hast du nicht nachgefragt, warum die Scheidung erst im Mai eingereicht werden kann? Der Mann ist für dich da, nicht du für ihn. Du musst wissen, die Leute geben sich häufig abweisend, weil sie 1. nicht so gut über das Metier informiert sind, wie sie tun und 2. die KundInnen gerne einschüchtern wollen, damit die sich nicht zuviel herausnehmen.
Willst du also bei dem Mann bleiben, dann atme tief durch, schreib dir alle Fragen auf einen Zettel, mach einen Termin aus und genier dich nicht, den Fragebogen zu zücken. Er lebt von deinem Geld und nicht umgekehrt. Und weil ich schon das Geld erwähne, es sollte dir nicht peinlich sein, ihn zu fragen, was dich der Zauber kosten wird.
Toll wäre natürlich auch, hättest du alle Informationen bezüglich des Besitzes deines Mannes, seiner Einkünfte usw. aufgelistet.
Kopf hoch!
Colonna

Inaktiver User
21.01.2007, 17:36
Hallo liv3,

an Deiner Stelle würde ich mir schleunigst eine neue Anwältin suchen. Ich bin zwar nicht vom Fach, aber das eine oder andere weiß ich auch und die Auskünfte Deines Anwaltes kommen mir auch etwas seltsam vor.

Wieso ist euer gemeinsam erwirtschaftes Vermögen durch die Ausbildung eurer Söhne aufgebraucht? Mußtet ihr die Ausbildungen extra bezahlen? Wenn nicht, wo ist das Geld abgeblieben? Etwa in der Eigentumswohnung der Schwiegermutter? Wer ist der Eigentümer dieser Wohnung? Bitte sag' nicht, daß Deine Schwiegermutter als Alleineigentümerin im Grundbuch steht (wenn überhaupt).

Natürlich gehören die ererbten Dinge Deinem Mann, aber, wenn sie im Wert steigen (Haus, Wohnung, Wertpapiere), hast Du Anspruch auf den Zugewinnausgleich (es sei denn, ihr habt ihn ausgeschlossen).

Kümmere Dich bitte schnellstmöglich um eine kompetente Scheidungsanwältin, denn ich habe ganz stark den Verdacht, Dein (Noch-)Mann will Dich über den Tisch ziehen.

Pianoforte

Inaktiver User
22.01.2007, 06:38
Hallo Pianoforte,
danke fuer Deine Antwort und Deinen Rat. Werde heute alles in Angriff nehmen. Weiss gar nicht momentan, wie ich das alles bewaeltigen soll, wird aber schon klappen.
liv3

Inaktiver User
22.01.2007, 06:42
Hallo Colonna,
danke fuer Deine Antwort, das mit der BriCom ist ein guter Tip, werde ich heute alles erledigen.
liv 3