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ukim
19.07.2016, 11:41
Hallo,
ich bin neu im Forum und eigentlich über die letzte Brigitte darauf aufmerksam geworden.
Ich fand das Dossier zum Thema alleine leben gut. Das Thema spricht mich gerade sehr an.
Ich(50) lebe seit 25 Jahren in einer Beziehung und habe die Schnauze voll.
Es ist nicht so, dass mein Partner nicht nett wäre, aber ich habe keine Lust mehr, mich um seine Bedürfnisse zu kümmern. Um niemandes Bedürfnisse am liebsten.
Ich träume von einer eher minimalistischen Einzimmerwohnung, am liebsten in Berlin.
Jetzt weiss ich nicht, wie ich ihm das schonend beibringen kann.
Gehts noch jemandem so?
Eure ukim

overknee
19.07.2016, 13:15
Hallo Ukim,
ich kann Deine Gefühle sehr gut nachvollziehen.
Ich habe nach 33 Jahren die Segel gestrichen, lieber allein, als in dieser Partnerschaft.
Habe nun seit 3 Jahren eine Beziehung, aber nur für die Wochenenden und den Urlaub.
Das gefällt mir sehr gut.
Aber auf Dauer immer allein?
Ich weiß nicht.
Ich glaube, es gibt Perioden im Leben, da ändern sich unsere Ansprüche. Gerade in den Wechseljahrzeiten gibt es da diesen Umbruch. Dieses in Frage stellen und endlich auf seine Bedürfnisse hören wollen.
Dann bricht man aus.
Um ein paar Jahre später festzustellen, dass es vielleicht doch nicht so toll ist, Sonntags allein zu frühstücken.

Ich habe eine Bekannte, die hat sich für 1,5 Jahre von ihrem Mann getrennt. Wohnung in einer anderen Stadt genommen.
Ab und zu haben sie sich getroffen und etwas zusammen unternommen.
Nun ist sie zurück gezogen. Sie sagt, die Trennung hat ihre Ehe gerettet.
Diese gemeinsamen Erinnerungen sind auch wertvoll.
Ich weiß ja nicht, wie es um Deine Ehe bestellt ist. Ob da gar nichts gemeinsames mehr ist, ob ihr streitet, verstummt seid oder schon tot vor der Zeit.
Ich würde sagen, sei behutsam. Lasse Dir den Rückweg offen, wenn er es zulässt.
Und probiere es aus.
Vielleicht helfen auch eigenen Zimmer und eine bessere Arbeitsteilung.
Keine Ahnung. Dazu wissen wir hier zu wenig von Dir.

sasahr
19.07.2016, 16:31
Ich gestehe, dass mich das Dossier eher befremdet hat, ich war sogar kurz davor, einen Leserbrief zu schreiben (und das will was heißen..;-)).
Natürlich ist es wichtig, seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und auch zu leben, aber warum sollte das in einer Beziehung nicht gehen? Mir erschienen die Männer in den Artikeln immer eher wie "Beiwerk", und nicht wie bereichernde Partner auf Augenhöhe. Also ist doch vielleicht eher die Frage, ob man die Art von Beziehung ändern sollte, als Beziehungen und Zusammenleben an sich in Frage zu stellen.
Ich bin doch nicht alleine auf der Welt, sprich es ist wichtig, die Bedürfnisse von anderen auch wichtig zu nehmen, seien es Kinder, Freundinnen, Kollegen, Eltern etc. . Kein Mensch ist schließlich eine Insel.
Oder wie sieht sonst die Zukunft aus? Ich treffe mich ab und an mit manchen Menschen um meine Bedürfnisse zu befriedigen (Sex, Unterhaltung, Freizeit) und ansonsten lebe ich meinen Ego-Trip?
Sorry für die etwas provokanten Worte, aber mir stößt so was ziemlich auf.
Ich bin übrigens auch über 50, lebe schon fast mein ganzes Leben in Beziehungen (auch in gleichen Räumen) und habe dennoch nie das Gefühl, meine eigenen Bedürfnisse nicht ausleben zu können....

charismarie
19.07.2016, 18:39
würdest du deinen Mann (noch) lieben, kämst du wahrscheinlich nicht auf diese Idee

ukim
20.07.2016, 14:36
Danke für Eure Antworten.

Am liebsten wäre mir, er würde ne andere Frau kennenlernen :ooooh:.
Aber so funktioniert die Welt ja nicht.
Er flirtet und baggert zwar alles an, was nicht bei 3 auf dem Baum ist, aber er möchte nicht auf sein geruhsames Leben verzichten.
Ist ja auch klasse, wenn die Alte alles macht.

Ach, ich habs satt.

ukim

Meagan
20.07.2016, 16:40
Jetzt musst ich wirklich mal lächeln als ich gelesen habe "ich habe die Schnauze voll" :freches grinsen:

Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich hatte es damals auch satt und mich dann nach 15 Jahren Ehe getrennt. Eine Wochenendbeziehung z.b. finde ich klasse :smirksmile: Ich werde auch keine "fremde" dreckige Wäsche mehr waschen und täglich kochen ! Ätzend ! :ooooh: Die Nummer ist bei mir schon lange durch :freches grinsen: Wozu gibt es leckere Restaurants die dir das Essen an den Tisch bringen ?:freches grinsen:

Inaktiver User
20.07.2016, 16:45
aber er möchte nicht auf sein geruhsames Leben verzichten.


Na du ja offenbar auch nicht?

Was hält dich denn davon ab, dich aktiv zu trennen?

Amboise
20.07.2016, 18:17
Na du ja offenbar auch nicht?

Was hält dich denn davon ab, dich aktiv zu trennen?

:freches grinsen:

zabieganab
26.07.2016, 20:21
hymmmm......
Jahre lang habe ich einige Frauen beneidet, daß sie verheiratet sind.
Heute, nach vieeeeeelen Jahren denke ich: der liebe Gott hat doch MICH lieb und nicht nur die anderen! Er hat mich davon verschont. Wie schön :-)

beagle88
27.07.2016, 15:45
Schon in der Bibel steht bei DER PREDIGER SALOMO (KOHELET):

Alles hat seine Zeit!

Nun ist es wohl bei dir an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen und dich, vielleicht nur auf Zeit, räumlich usw. zu trennen. Wohin dich dein Weg führst wirst du nur sehen können, wenn du dich traust.

braunbaerchen
27.07.2016, 16:25
Na du ja offenbar auch nicht?

Was hält dich denn davon ab, dich aktiv zu trennen?

Ich glaube damit hast Du es ziemlich gut auf den Punkt gebracht. :schild genau:
Erst wenn diese Frage geklärt ist, sollten wir weiterhin Tipps und Ratschläge verteilen.

Herbstbaum
27.07.2016, 17:16
Ich lebe gerne alleine in meiner kleinen Wohnung in der Hauptstadt.

Meine letzten Beziehungen waren na ja sagen wir es so, nicht so dolle.

Der eine sagt mir wieviel Käse ich auf mein Brot zu schmieren habe, der andere ist der totale Psychophath,der andere will gleich heiraten.Außerdem wartet Frau nicht ständig auf irgendwelche Nachrichten von den Herren.

Nein, sorry Leute ich lebe allein viel ruhiger.Ich kann einfach meine Tür zumachen und muß niemanden
Rechenschaft ablegen wo ich war und was ich gemacht habe.

Alles Gute..

Bluebutterfly
27.07.2016, 18:59
Nein, sorry Leute ich lebe allein viel ruhiger.Ich kann einfach meine Tür zumachen und muß niemanden
Rechenschaft ablegen wo ich war und was ich gemacht habe.

Sehe ich seit vielen Jahren genauso. Ab einem gewissen Alter ist es glaube ich schwierig in "neuen" Beziehungen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Ich beobachte gern die Beziehungen um mich herum und bin nicht neidisch, im Gegenteil, dass muss ich nicht haben. :ooooh:

Ich weiß wie "Leben" geht und brauche keine Tipps von jemand, der zu bequem ist sich selbst zu versorgen und um seine Belange zu kümmern.
Heute würde ich meine Hobbys und Interessen nicht mehr hinten anstellen, wie damals zu Ehezeiten.

Aussserdem habe ich festgestellt, dass sich bei den Herren 50+ doch schon heftige Zipperlein einstellen, da ich selbst sehr beweglich und aktiv bin, möchte ich mich diesbezüglich auf keinen Fall einschränken müssen.

Die Pflege eines ständig nörgelnden alten Mannes, mit dem mich nichts mehr verbindet möchte ich mir auf keinen Fall antun.:smile:

Herbstbaum
28.07.2016, 13:56
Bluebutterfly:

Sehe ich genauso.:smile:

Viele Grüße...

Ellimari
30.07.2016, 00:17
Ich muss gerade etwas schmunzeln ...
habe die ganzen mails gelesen und an meine eigene Geschichte gedacht.
Auch mir ging es so, dass ich nach 25 Jahren dachte, dass es nicht mehr so weitergehen kann. Ich konnte mir wahrlich nicht vorstellen mit dem Mann alt zu werden. ... und der Prinz mit dem Gaul verendete regelmäßig leidend bei der kleinsten Erkältung während ich die drei Kinder immer wieder ins Leben begleitete.
Nun.. der Zufall wollte es, dass die Trennung schneller kam als ich mir das vorstellen konnte.
Schwierig für mich erst einmal wieder Boden unter den Füßen zu haben. Wie gewohnt war ich es die Versorgung aller zu übernehmen.
Es bleibt auch nach einigen Jahren immer noch dieses gespaltene Gefühl.
Manchmal schaue ich neidisch auf optisch glücklich wirkende Paare. Dann wieder genieße ich es nicht morgens neben einem Dauerschnarcher aufzuwachen.
So richtig vorstellen eine feste Partnerschaft zu leben kann ich mir heute nicht mehr wirklich
Habe gerade mal wieder erlebt wie schnell Frau in diese alte Rolle zurückfällt und ich mich fast selbst verloren habe.
Ich könnte mir heute durchaus andere Wohn- und Lebensformen auch bezüglich des Alters vorstellen.
Aber dazu muss der Knoten im Kopf mancher Menschen erst platzen.
Diese Wochenend- und Urlaubsvariante finde ich sehr angenehm.
Ich kann nur ermuntern einfach genau zu schauen woran das Herz hängt. Was ist im Leben wichtig!!
Klar ist es vielleicht nicht ganz einfach , aber immer noch besser als mit der Gewissheit leben zu müssen.. hätte ich doch irgendwann mal.....
Liebe Grüße an all die Mutigen und Unentschlossenen

Allesaus
30.07.2016, 08:23
Ist schon interessant eure Diskussion. Wenn man aber unfreiwillig, durch Tod des Partners, plötzlich alleine leben muss, ist das wieder eine andre Hausnummer. Selbst nach nun 19 Monaten kann ich mich noch immer nicht ans Alleinsein gewöhnen. Soll ich nun alleine in Urlaub fahren? Mit wem all die Eindrücke teilen? Allein meine Wochenenden verbringem? Also ich finde es allein nicht schön. Ok. Nun ist es sicher ein Unterschied, ob ich mich freiwillig dazu entschließe oder ....

Bae
30.07.2016, 08:36
Ist ja auch klasse, wenn die Alte alles macht.

Ach, ich habs satt.


Dann hör doch auf, "alles" zu machen.

Entscheide dich für die Dinge, die du weiterhin tun wirst, teile das dem Herrn mit (und wenn er was Anderes gemacht haben will, muss er halt selbst gucken), und halte dich in Zukunft daran.

Der wird zwar am Anfang etwas mosern und meckern, aber das wird sich mit der Zeit vermutlich legen. Und wenn nicht, wird die Motivation zum Auszug vermutlich steigen.

gruss, barbara

Amelie63
30.07.2016, 12:55
Ich bin übrigens auch über 50, lebe schon fast mein ganzes Leben in Beziehungen (auch in gleichen Räumen) und habe dennoch nie das Gefühl, meine eigenen Bedürfnisse nicht ausleben zu können....

geht mir genauso.
Das mit dem Kümmern um Bedürfnisse ist in meiner Beziehung etwas auf Gegenseitigkeit. Ebenso auch das Kümmern um die eigenen Bedürfnisse. Wir haben einen sehr ähnlichen Rückzugsbedarf, daher passt es gut. Es ist eben auch gut zu wissen, was in einer Beziehung für einen selbst elementar wichtig ist und was eher nebensächlich und daher Kompromisse zulassend.

Die Beziehungen, in denen die Balance zunehmend in eine Bequemlichkeitshaltung seiten des Partners kippte, haben bei mir nunmal nicht überlebt. Ich kann das nicht, ich bin nicht das aufopfernde Frauchen, auch in meiner Mutterzeit war ich das nie. Wenn ich dann Stränge wie diesen hier lese, denke ich mir, dadurch ist mir aber auch einiges erspart geblieben. Ich bekam nie Trennungsgedanken, weil ich die Wäsche des Partners oder für ihn das Essen nicht mehr machen wollte. Weil das immer ganz selbstverständlich unter ausgleichendes Geben und Nehmen fiel.


Jetzt weiss ich nicht, wie ich ihm das schonend beibringen kann.
ich glaub nicht, dass es da ein "schonend" gibt. Wenn du in eurer Beziehung schon zu wenig Profil gezeigt hast, so dass es so weit kommen konnte, wirst du es wohl jetzt zeigen müssen.

Rotweinliebhaberin
30.07.2016, 13:06
Am liebsten wäre mir, er würde ne andere Frau kennenlernen :ooooh:.
Aber so funktioniert die Welt ja nicht.
Er flirtet und baggert zwar alles an, was nicht bei 3 auf dem Baum ist, aber er möchte nicht auf sein geruhsames Leben verzichten.
Ist ja auch klasse, wenn die Alte alles macht.

Nein, so funktioniert die Welt nicht. Weil eben nicht die Welt deine Situation verändert, und auch keine Fee, sondern du selbst kannst doch mal in die Puschen kommen und was verändern, statt über deinen "Alten" herzuziehen und in fauligem Selbstmitleid zu baden.

Such dir halt eine kleine Wohnung in Berlin, trenne dich von deinem langweiligen Partner, zelebriere die nordwestliche Freiheit der Frau und tu, was du willst!

Bestagewoman
31.07.2016, 00:53
Ist schon interessant eure Diskussion. Wenn man aber unfreiwillig, durch Tod des Partners, plötzlich alleine leben muss, ist das wieder eine andre Hausnummer. Selbst nach nun 19 Monaten kann ich mich noch immer nicht ans Alleinsein gewöhnen. Soll ich nun alleine in Urlaub fahren? Mit wem all die Eindrücke teilen? Allein meine Wochenenden verbringem? Also ich finde es allein nicht schön. Ok. Nun ist es sicher ein Unterschied, ob ich mich freiwillig dazu entschließe oder ....

Ich weiß nicht ob das einen Unterschied macht. Ich habe mich nach 35 Jahren Beziehiehung (davon 26 Jahre Ehe) von meinem Mann aus freien Stücken getrennt, weil ich meinen Mann nicht mehr geliebt habe......
Nach wie vor habe ich mich nicht an das allein sein gewöhnt und finde es auch nach 6 Jahren Singlezeit nicht schön. Ich habe mich aus freien Stücken dafür entschieden.....weil die Beziehung einfach keine mehr war und ich war unglücklich.
Trotzdem finde ich das ellein sein nicht schön.....und ich werde mich wohl auch nie daran gewöhnen.

Eine Trennung durch den Tod des Partner ist dennoch eine andere Hausnummer......:in den arm nehmen:

Rosen_Stolz
31.07.2016, 09:11
Ist schon interessant eure Diskussion. Wenn man aber unfreiwillig, durch Tod des Partners, plötzlich alleine leben muss, ist das wieder eine andre Hausnummer. Selbst nach nun 19 Monaten kann ich mich noch immer nicht ans Alleinsein gewöhnen. Soll ich nun alleine in Urlaub fahren? Mit wem all die Eindrücke teilen? Allein meine Wochenenden verbringem? Also ich finde es allein nicht schön. Ok. Nun ist es sicher ein Unterschied, ob ich mich freiwillig dazu entschließe oder ....

Hallo Allesaus,

das kann ich voll und ganz unterstreichen. Bei mir sind es jetzt 2,5 Jahre und ich tue mich einerseits auch schwer, mit dem aufgezwungenen Alleinsein umzugehen. Mit fehlt mein Seelenverwandter, mit dem ich mich über alles austauschen konnte. Gerade auch in so turbulenten Zeiten, wie wir sie im Moment erleben. Aber auch bei schönen Dingen. Ich war im Urlaub an meinem Geburtstag bei einem der besten Köche in Holland essen, das Menü war ein Traum, aber mir fehlte jemand, mit dem ich den Genuss teilen konnte.

Andererseits bin ich auch nicht bereit, zu viele Kompromisse zu schließen, nur um einen Partner zu haben. Ich war testweise mal für 3 Monate in einer Single-Börse Mitglied - das ist für mich echt ein Graus. So viel Oberflächlichkeit, Anspruchsdenken und Lügerei, da habe ich keine Lust drauf. Außerdem kostet es wahnsinnig viel Zeit, die ich eigentlich nicht habe. Ich setze einfach darauf, dass ich im Real-Life jemand kennen lerne. Und falls nicht, geht die Welt auch nicht unter.

Ich glaube schon, wenn man aus einer intakten Beziehung heraus allein leben (muss), ist das was anderes, als wenn man negative Beziehnungserfahrungen hat.

Liebe Grüße
rosen_stolz

Allesaus
31.07.2016, 11:25
Hallo Rosenstolz, du triffst es genau. Dieses aufgezwungene Alleinsein. Keiner, mit dem man seine Erlebnisse, Eondrücke und Gefühle teilen kann. Einfach nur reden über die banalsten Alltäglichkeiten.
Ich kann mir absolut nicht vorstellen, jemals wieder einen anderen Mann zu haben. Ok. Man weiß nie, was noch kommt.
Hab mich auch mal bei einer Börse für ü 50 angemeldet. Allerdings wollt ich keinen neuen Partner. Ich hoffte einfach nur Gleichgesinnte für die Freizeit zu treffen aus der Gegend. Aber wie du schon gesagt hast, nur Oberflächlichkeiten. Und wer nicht den gleichen Hintergrund hat, kann die Gefühle nicht nachvollziehen. Wie auch. Es ist ein Unterschied, ob ich mich trenne oder ob mir mein Partner genommen wurde.
Liebe Grüße
Chris

unimensch
31.07.2016, 11:53
Jetzt musste ich auch ein wenig schmunzeln.
Warum hast Du dir den Schuh denn angezogen?
Es muss doch keiner für „ALLES“ verantwortlich sein, wenn er es nicht will. Gerade das ist doch in einer Partnerschafft eines der positiven Dinge. Sich nicht um alles selber kümmern zu müssen.
Meist ist das doch eine anerzogene Verhaltensweise, aber keine die in Stein gemeißelt ist.
Bei meiner Frau war das auch so, dass sie meinte der „Haushalt“ ist ihre „Pflicht“.
Das war in ihrer Familie schon so das Rollenverhalten. Sie musste regelrecht lernen los zu lassen.
Und mal ehrlich, wenn ich für mich alleine Koche dann muss ich doch auch einkaufen und Gemüse oder ähnliches zubereiten. Dann ist doch nur die Menge größer wenn ich für mehr Personen koche.
Oder ich mache halt eine größere Schüssel Auflauf.
Natürlich ist auch die Wäsche mehr, hat aber den Vorteil, dass ich nicht eine Woche warten muss um eine Maschine voll zu bekommen.
Ich bin der Meinung einen Couchpotato erzieht man(n)/ (Frau) sich ein Stück weit alleine.
Natürlich kann ich dein „Schnauzte voll“ aber auch nachvollziehen. Ich vermisse das zurückziehen können auch manchmal (öffters).
Schöne Grüße

Bluebutterfly
02.08.2016, 10:11
Und mal ehrlich, wenn ich für mich alleine Koche dann muss ich doch auch einkaufen und Gemüse oder ähnliches zubereiten. Dann ist doch nur die Menge größer wenn ich für mehr Personen koche.
Oder ich mache halt eine größere Schüssel Auflauf.
Natürlich ist auch die Wäsche mehr, hat aber den Vorteil, dass ich nicht eine Woche warten muss um eine Maschine voll zu bekommen.
Ich bin der Meinung einen Couchpotato erzieht man(n)/ (Frau) sich ein Stück weit alleine.
Natürlich kann ich dein „Schnauzte voll“ aber auch nachvollziehen. Ich vermisse das zurückziehen können auch manchmal (öffters).
Schöne Grüße

Das ist ja eine seltsame Logik. Ich kann natürlich für mich alleine einkaufen, kochen....aber nur wenn ich es will und Lust dazu habe. Nicht weil es von mir erwartet wird.
Meiner Wäsche ist es übrigens egal, ob sie nach 2, 3 oder 4 Wochen in die Waschmaschine kommt.
Ich verbuche das unter "Energie sparen".

Meagan
02.08.2016, 14:03
Letzte Woche hatte ich auch das Bedürfnis mich zu trennen - einfach wegen "Schnauze voll".

ABER bald steht der Urlaub an: alleine fahren ?
An den WE alles alleine unternehmen ?
Immer jemand suchen der mal Zeit für dies und das hat ?
Für eine Person kochen ?
Abends immer alleine vor dem TV sitzen ?
Entscheidungen grundsätzlich alleine treffen?
Bei Einladungen (von Pärchen) alleine auftauchen?
Hoffen das Töchter/Söhne mal Zeit und Lust haben?

Klar ist es schön selbst das TV-Programm zu wählen, nicht über alles diskutieren zu müssen, Entscheidungen selbst zu treffen, Urlaubsort selbst zu bestimmen, mal mit einer Freundin verreisen - ABER IMMER ? :unterwerf: Irgendwie schreckt mich das schon ab.

Allesaus
02.08.2016, 20:32
Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich mich dazu entscheide allein zu leben oder ob der Partner stirbt 😓

kleiner.TIGER
02.08.2016, 21:15
Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich mich dazu entscheide allein zu leben oder ob der Partner stirbt 😓

Das ist richtig!
Und es ist sicher schwer, alleine weiterzuleben.
Aber man muss sich dann aktiv und selbst entscheiden, weiterleben zu wollen - ohne den Partner, auch wenn's schwer fällt.
Das eigene Leben ist ein Geschenk ... und es ist noch nicht zuende. :blume:

Allesaus
02.08.2016, 21:33
Das ist richtig!
Und es ist sicher schwer, alleine weiterzuleben.
Aber man muss sich dann aktiv und selbst entscheiden, weiterleben zu wollen - ohne den Partner, auch wenn's schwer fällt.
Das eigene Leben ist ein Geschenk ... und es ist noch nicht zuende. :blume:
Das ist wohl richtig kleiner Tiger. Aber ohne dir nahe treten zu wollen, genau das sind die Sprüche, die man in dieser Situation nicht braucht und die einem auch absolut nicht helfen. Aber wie gesagt, wer es nicht erlebt hat, weiß es nicht besser. Und das ist gut so...

kleiner.TIGER
02.08.2016, 21:46
Glaub mal besser nicht, dass Du die Einzige hier bist mit dieser Erfahrung ...

Allesaus
02.08.2016, 21:52
Das hab ich auch nie behaubtet. Sorry. Wollte dich nicht kränken.

katelbach
02.08.2016, 22:09
@Allesaus

Deine Signatur ... Es beutelt mich, wenn ich sie lese, denn es sind meine Gedanken seit jetzt fast genau 15 Jahren. :blumengabe:

Spadina
02.08.2016, 22:30
Ich bekenne mich voll zu den himmlischen Vorzügen des Alleinseins.

In jungen Jahren miese Ehe, wenige Jahre, ein Kind, dann also alleinerziehend.

Mal eine Partnerschaft, ging mir nach 2 Jahren auf den Keks, Trennung.

Mit 40 die große Liebe, die aber auch nicht hielt. Er liebte eben gerne viele Frauen, ich trennte mich.

Mit 50 wurde ich wirklich geliebt. Der Mann, wesentlich älter als ich, verstarb nach 2 Jahren, ist auch schon 12 Jahre her.

Seitdem hat sich nichts ergeben, ich bin aber auch nicht wirklich aktiv auf der Suche.

Fühle mich immer wieder bestätigt, dass es mir so viel besser geht. Ich reise durch die Welt, ich schaue, was mich glücklich macht - und da finde ich viel. Mal nach Kuba, mal nach Südamerika, dann mal nur an die Ostsee.

Ich habe keinen verkrampften Blick auf Paare, die es angeblich so toll miteinander haben. Ja, die gibt es und die sehe ich auch, ich freue mich für sie. Aber ich beobachte viel, im Alltag wie auf Reisen. Ein Drittel scheint sich bestens zu ergänzen, aberbei den anderen zwei Dritteln beobachte ich Resignation, Langeweile von und zueinander, da gibt es scheinbar nichts mehr zu sagen, die schmalen Lippen hängen runter,jederglotzt in eine andere Richtung.

Meine verheirateten Freundinnen halten durch in ihren Ehen, gleichzeitig bin ich dort nicht gerne gesehen als Besuch gesehen, Fritz-Hubert oder Heinrich-Holger könnte bei meiner Lebenslust ja auf dumme Gedanken kommen...

Also lieber keine Besuche, was ich auch gar nicht bedaure, weil eben diese Ehemänner allein schon so gräßlich für mich sind, aber es dreht sich auch eher darum, dass die Männer anspringen könnten, nicht ich.

Ich habe einige Bekannte, die verwitwet sind, wo eben genau auch solche Langweilerehen stattgefunden haben. Da habe ich mir über Jahre hinweg in Telefonaten die dollsten Schrecklichkeiten anhören müssen und eigentlich wollten sie sich immer scheiden lassen, haben sich aber nicht getraut, die Gewöhnung (oder Abhängigkeit) war zu stark.

Genau jene welche ergehen sich aber in heutigen Gesprächen immer wieder in einer Art Verblendung, wie toll doch die Ehe gewesen sei. Und wenn ich dann mal an die Untreue von Dietmar-Ullrich erinnnere, war das alles gar nicht so schlimm...

Nein, da kein Ersatz gefunden wurde, wird eben die Ehe glorifiziert.

Statt nun endlich ihr Leben zu leben, wird nachgejammert. Alles ist allein so schrecklich, gleichzeitig sagen sie aber zu mir, sie beneiden mich um die Dinge, wie ich sie eben lebe.
Sie trauen sich das nicht zu, meinen, sie würden auffallen, wenn sie mal allein im Café sitzen würden usw. Und allein verreisen - um Gottes Willen - nein....

Mein letzter Partner (auch mit dem war ich nie zusammen gezogen), lag mit mir auf einer Wellenlinie. Er trug mich auf Händen.

Ein neuer Partner müßte ähnlich gestrickt sein, nicht notgeil auf eine Frau, die ihn versorgt. Auf so etwas hab ich keinen Bock.

Wir haben Ausflüge gemacht, sind ins Theater gegangen, haben am Comer See Champagner geschlürft und zu Hause hat jeder anschließend in seiner Bude dann die Unnerbüxen selbst gewaschen und gebügelt...

Wir haben keinen Alltag gelebt sondern das Leben, wenn es sich ergab, zelebriert.

Das dran Denken zaubert mir ein Lächeln ist Gesicht. Die Erinnerung ist eine einzige Freude, ich bin nicht eine Sekunde traurig, wenn ich an den Mann denke.

So soll es bleiben und sollte sich tatsächlich für gemeinsame Gelegenheiten noch mal wieder jemand finden, werde ich das handhaben, wie immer. Jeder sollte für sich wohnen und trotzdem könnte man viel gemeinsam machen.

Rotweinliebhaberin
02.08.2016, 23:54
@ Spadina: :blumengabe: :prost: :wangenkuss: :allesok:

kleiner.TIGER
03.08.2016, 07:03
dito :allesok:

Allesaus
03.08.2016, 07:19
Spadina, ich finde es gut, dass du dein alleinsein so genießen kannst. Ich kann es nicht. Wir sind halt verschieden. Ich finde es schrecklich, mich allein in ein Cafe zu setzen oder allein zu verreisen. Ich finde es schrecklich, mich dann mit irgendwelchen fremden Leuten zu unterhalten, wie schön es doch ist oder so. Ich möchte da mich mit mir vertrauten Memschen austauschen können. Aber jeder ist halt anders. Bisher musste ich auch nie allein sein. Ich werde mich dran gewöhnen (müssen) . Bleibt mir ja nichts andres übrig. Aber schön ist es nicht. Auf diese Freiheit hätte ich gern verzichtet.

Allesaus
03.08.2016, 07:20
@Allesaus

Deine Signatur ... Es beutelt mich, wenn ich sie lese, denn es sind meine Gedanken seit jetzt fast genau 15 Jahren. :blumengabe:
🙅🌻

Bae
03.08.2016, 07:36
nur weil man nicht Tisch und Bett mit einem Ehe- oder Lebenspartner teilt, bedeutet das doch nicht, dass es keine vertrauten Menschen im Leben gibt!

Es ist halt nicht EIN Mensch für alles zuständig und nicht EIN Mensch mehr oder weniger permanent anwesend, sondern es sind dann mehrere Menschen. Die durchaus auch, hoffentlich, im Lauf der Zeit immer vertrauter werden.

gruss, barbara

Allesaus
03.08.2016, 07:51
Es gibt nur wenige Menschen, die so vertraut sind. Und ja, ein Mensch ist nicht für alles zuständig. Zuständig für sich ist man nur allein. Unser Bekannten- und Freundeskreis bestand nun mal aus Paaren. Und da bin ich ja nun das 5. Rad.
Und auch wenn jetzt einige wieder kontern, ich fühle mich ohne meinen Mann nicht vollständig. Auch wen nicht immer alles perfekt war 😐. Und auch wir manchmal schweigend nebeneinander gesessen.haben. Man muss ja nicht ständig reden und kann trotzdem verstehen.
Es gibt wenig vertraute Menschen. Die halt alle ihr Leben haben. Und so ist man halt allein.......

Bae
03.08.2016, 07:57
Es ist immer schwierig, wenn langjährige Beziehungen auseinander gehen, aus welchem Grund auch immer das geschieht. Es ist auch völlig gut und richtig, dieses Auseinanderbrechen zu betrauern.

Aber es gibt auch ein Leben nach der Beziehung, es gibt Formen von Vertrautheit und Zusammensein, das man sich mit andern Menschen wieder neu aufbauen kann, egal ob zusammen lebend, zusammen arbeitend, zusammen im Ehrenamt, zusammen in der Freizeit, zusammen im Verein...

und womöglich findet man früher oder später auch die Freuden des Alleinseins, denn die gibt es auch! Wenn ich eine Woche lang voll gearbeitet habe, sprich viele Kontakte mit vielen Menschen hatte - bin ich inzwischen um nichts mehr froh, als einfach ein Wochenende allein sein zu DÜRFEN. Und bleibt mir bloss mit Leuten vom Leib!

gruss, barbara

Bestagewoman
03.08.2016, 08:02
Spadina,
ein toller Beitrag :prost::in den arm nehmen::blumengabe:

Allesaus
03.08.2016, 08:13
Gut, dass wir alle verschieden sind. Ich bin nicht gern allein. Und das wird sich auch nicht ändern.

kleiner.TIGER
03.08.2016, 08:27
Gut, dass wir alle verschieden sind. Ich bin nicht gern allein. Und das wird sich auch nicht ändern.

Mit so einem Vorsatz verbaust Du Dir alle Chancen auf ein gutes und zufriedenes Leben!

Inaktiver User
03.08.2016, 08:32
Unser Bekannten- und Freundeskreis bestand nun mal aus Paaren. Und da bin ich ja nun das 5. Rad.


Was ja nur folgerichtig ist. Warst du offen für alleinstehende Menschen, als du noch Teil eines Paares warst?

Bae
03.08.2016, 08:35
Gut, dass wir alle verschieden sind. Ich bin nicht gern allein. Und das wird sich auch nicht ändern.


nun, dann programmierst du dir somit dein Unglück gleich selbst.

Viel Spass noch dabei!

gruss, barbara

Allesaus
03.08.2016, 08:51
Wieso programmiere ich mir mein Unglück, wenn ich nicht gern allein bin?
Und verbaue mir die Chance auf ein zufriedenes Leben. Ich sehe nun mal ein zufriedenes Leben nicht im Alleinsein.
Wenn ihr ein gutes und zufriedenes Leben im Alleinsein seht - bitteschön. Ich nicht!

Josyfine
03.08.2016, 08:52
Ich bin nicht gern allein. Und das wird sich auch nicht ändern.

nun, dann programmierst du dir somit dein Unglück gleich selbst.

Viel Spass noch dabei!

Was soll so ein abwertender Kommentar? :unterwerf:

Es ist genauso legitim, sich einzugestehen, dass man am liebsten MIT Partner leben möchte - wie hier in dem Strang, wo Frauen nur noch ohne Typ leben wollen.

Wobei ich allerdings zustimme: fatal wird es, wenn man nicht mehr mit sich selbst glücklich sein kann, sondern nur noch mit Anhang.

Allesaus
03.08.2016, 08:56
Nach Tod des Partners mit sich selbst glücklich zu sein werd ich wohl noch lernen müssen. Vielleicht gelingts mir ja irgendwann

Bestagewoman
03.08.2016, 08:59
Gut, dass wir alle verschieden sind. Ich bin nicht gern allein. Und das wird sich auch nicht ändern.

Geht mir leider auch so :in den arm nehmen::blumengabe:

kleiner.TIGER
03.08.2016, 09:00
Und das wird sich auch nicht ändern.

Mit DIESEM Vorsatz verbaut man sich neue Erfahrungen und die eigene Weiterentwicklung ...

Bestagewoman
03.08.2016, 09:01
Was soll so ein abwertender Kommentar? :unterwerf:

Es ist genauso legitim, sich einzugestehen, dass man am liebsten MIT Partner leben möchte - wie hier in dem Strang, wo Frauen nur noch ohne Typ leben wollen.


:blumengabe:

kleiner.TIGER
03.08.2016, 09:03
.., wie hier in dem Strang, wo Frauen nur noch ohne Typ leben wollen.


DAS hat hier niemand so behauptet!

Bestagewoman
03.08.2016, 09:05
Mit DIESEM Vorsatz verbaut man sich neue Erfahrungen und die eigene Weiterentwicklung ...

Das sehe ich nicht so. Auch wenn man nicht gerne alleine ist, heißt das ja nicht, dass man nur noch zu Hause sitzt und sich nicht weiterentwickelt.
Ich bin NICHT gerne alleine und wünsche mir einen neuen Partner an meiner Seite.
Und trotzdem bin ich viel unterwegs, treffe mich mit Freunden, verreise so oft wie möglich ....lerne ständig neue Leute kennen und versuche, das Beste aus meiner Situation zu machen.

Und dennoch: ich bin NICHT gerne alleine.......

Allesaus
03.08.2016, 09:07
Mit DIESEM Vorsatz verbaut man sich neue Erfahrungen und die eigene Weiterentwicklung ...
Lass doch diese Phrasen und pseudopsychologischen Ansätze. Es reicht nun.
Wenn es dir Spaß macht allein zu sein dann ist es doch gut.

Allesaus
03.08.2016, 09:08
DAS hat hier niemand so behauptet!
Kommt aber bei dir so rüber

kleiner.TIGER
03.08.2016, 09:11
@ Bestagewoman:

Wenn man sich vornimmt, dass sich etwas NIE ÄNDERN wird (das hat Allesaus so schon mehrfach geschrieben), lässt man keine neuen Erfahrungen zu.
Bzw. erlebt alles mit dem negativen Gefühl des Mangels. Sieht die Dinge sozusagen von der falschen Seite aus.

Selbstverständlich tut Verlust sehr weh - und nicht nur der Tod des Partners ist so ein Verlust, auch eine Trennung ist im Prinzip nichts anderes.
Und selbstverständlich braucht man seine Zeit, um das zu verarbeiten.
Aber Jammern und Klagen hat seine Zeit - und der Blick nach vorne und das Annehmen der Gegebenheiten hat eben auch seine Zeit. Leben ist Entwicklung. Und oft genug anders, als wir das gewählt hätten.
Der Blick rückwärts zeigt dann oft, dass es eben doch gut war!

kleiner.TIGER
03.08.2016, 09:12
Lass doch diese Phrasen und pseudopsychologischen Ansätze. Es reicht nun.
Wenn es dir Spaß macht allein zu sein dann ist es doch gut.

Wo soll ich denn sowas Dämliches geschrieben haben?

Aber wenn Du gerne im Selbstmitleid verharren willst, bitte sehr.

Allesaus
03.08.2016, 09:15
Sich trennen oder den Partner durch Tod verlieren ist ja wohl ein sehr großer Unterschied, auch wenn.du das nicht verstehst.
Und mit Selbstmitleid hat das ja wohl nichts zu tun.

kleiner.TIGER
03.08.2016, 09:25
Sich trennen oder den Partner durch Tod verlieren ist ja wohl ein sehr großer Unterschied, auch wenn.du das nicht verstehst.
Und mit Selbstmitleid hat das ja wohl nichts zu tun.

Du weisst offenbar nicht, wie sehr ein Partner leidet, wenn er verlassen wird. Kann man hier in Hunderten von Beiträgen nachlesen.
Du kennst aber das Verlassenwerden durch den Tod. Allerdings weisst Du schon, wie weh es tut, wenn man das Doppelleben des Partners entdeckt. Jedenfalls hast Du davon berichtet.
Ich denke, da kommen einige Baustellen zusammen. Deshalb wehrst Du Dich vermutlich auch so.

Und was ICH verstehe oder nicht, kannst Du nun wirklich nicht beurteilen. Das spielt hier auch keine Rolle.
Ich wünsche Dir bessere Tage und den Blick nach vorne in DEIN Leben.

:ahoi:

Bae
03.08.2016, 09:32
Was soll so ein abwertender Kommentar? :unterwerf:


nicht abwertend. Bloss die Feststellung eines Sachverhalts und dessen wahrscheinlichem Ausgang.

Findest du Leute auch "abwertend" die sagen "Nimm den Schirm, es regnet draussen in Strömen, sonst wirst du nass!"




Es ist genauso legitim, sich einzugestehen, dass man am liebsten MIT Partner leben möchte -

Sicher. Wenn man das, was man am liebsten möchte, aber nicht kriegen kann, lohnt es sich, aus dem, was man nicht am liebsten hat, das Beste zu machen, die Vorteile zu suchen und zu nutzen. Die Idee "wenn ich keinen Lebenspartner hab, gibt es auch keine vertrauten Personen" oder "ohne Lebenspartner kann ich niemanden treffen" klingt mir echt nicht nach einem guten Plan, wenn die Situation gerade so ist, dass da eben KEIN Lebenspartner ist.



Wobei ich allerdings zustimme: fatal wird es, wenn man nicht mehr mit sich selbst glücklich sein kann, sondern nur noch mit Anhang.

ja. eben.

gruss, barbara

Allesaus
03.08.2016, 09:34
Du weisst offenbar nicht, wie sehr ein Partner leidet, wenn er verlassen wird. Kann man hier in Hunderten von Beiträgen nachlesen.
Du kennst aber das Verlassenwerden durch den Tod. Allerdings weisst Du schon, wie weh es tut, wenn man das Doppelleben des Partners entdeckt. Jedenfalls hast Du davon berichtet.
Ich denke, da kommen einige Baustellen zusammen. Deshalb wehrst Du Dich vermutlich auch so.

Und was ICH verstehe oder nicht, kannst Du nun wirklich nicht beurteilen. Das spielt hier auch keine Rolle.
Ich wünsche Dir bessere Tage und den Blick nach vorne in DEIN Leben.

:ahoi:
Vielen Dank für dein Einfühlungsvermögen und deine objektive Betrachtungsweise. Du bist ein wahrer Gewinn für die Menschheit!

kleiner.TIGER
03.08.2016, 09:55
Vielen Dank für dein Einfühlungsvermögen und deine objektive Betrachtungsweise. Du bist ein wahrer Gewinn für die Menschheit!

DAS ist schlichtweg unverschämt.

Bluebutterfly
03.08.2016, 09:59
Sich trennen oder den Partner durch Tod verlieren ist ja wohl ein sehr großer Unterschied, auch wenn.du das nicht verstehst.
Und mit Selbstmitleid hat das ja wohl nichts zu tun.

Du hast sicher in vielen Dingen Recht die du schreibst.
Natürlich ist es eine einschneidende Veränderung, wenn der Partner plötzlich stirbt.
Ich könnte mir jedoch vostellen, dass dein Partner sich gewünscht hat, dass du auch weiterhin glücklich bist und dich nicht im Kummer vergräbst.
Nach einer Zeit der Trauer könntest du ja mal versuchen, wie es sich anfühlt mal allein im Cafe´ zu sitzen und mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Könntest am Anfang kurze Reisen unternehmen. Es gibt ja viele Frauen, denen ähnliches passiert ist und die sich wie du allein fühlen. Daraus könnten sich durchaus neue Kontakte oder Freundschaften entwickeln.

Allesaus
03.08.2016, 10:07
Du hast sicher in vielen Dingen Recht die du schreibst.
Natürlich ist es eine einschneidende Veränderung, wenn der Partner plötzlich stirbt.
Ich könnte mir jedoch vostellen, dass dein Partner sich gewünscht hat, dass du auch weiterhin glücklich bist und dich nicht im Kummer vergräbst.
Nach einer Zeit der Trauer könntest du ja mal versuchen, wie es sich anfühlt mal allein im Cafe´ zu sitzen und mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Könntest am Anfang kurze Reisen unternehmen. Es gibt ja viele Frauen, denen ähnliches passiert ist und die sich wie du allein fühlen. Daraus könnten sich durchaus neue Kontakte oder Freundschaften entwickeln.
Ich vergrabe mich nicht zu Hause. Ich sitze auch allein mal in einem Cafe und ich komme auch mit fremden Menschen ins Gespräch. Für Reisen allein bin ich noch nicht bereit. Sicher gibt es Frauen, denen ähnliches passiert ist. Nur steht es ihnen nicht auf der Stirn. Es ist nicht leicht Gleichgesinnte kennenz oder neue Freundschaften zu knüpfen.

Bluebutterfly
03.08.2016, 10:15
Da hast du Recht! Nein, das Schicksal steht niemand auf der Stirn.
Manchmal hilft aber auch ein schöner Zufall und die Zeit.

Allesaus
03.08.2016, 10:31
🌻👍

unimensch
03.08.2016, 11:02
Das ist ja eine seltsame Logik. Ich kann natürlich für mich alleine einkaufen, kochen....aber nur wenn ich es will und Lust dazu habe. Nicht weil es von mir erwartet wird.
Meiner Wäsche ist es übrigens egal, ob sie nach 2, 3 oder 4 Wochen in die Waschmaschine kommt.
Ich verbuche das unter "Energie sparen".

Ja, natürlich hast Du Recht. Es ist ja nur ein Beispiel weil es für mich so den Anklang hatte, dass der Haushalt und die alltäglichen Dinge gefühlt für den Partner gemacht werden.
Ich möchte ja gerade betonen, dass man eine etwaige Erwartungshaltung abschütteln sollte und diese Dinge gemeinsam oder der der gerade „Lust“ hat dies erledigt.
Es ist doch niemand verpflichtet dies zu einem bestimmten Termin zu erledigen weil einer der Partner dies möchte. Wenn mir das wichtig ist, mache ich das selbst.
Das Beispiel mit der Wäsche ist natürlich auch richtig. Ich für meinen Teil habe nicht so viel Kleidung, dass ich komplette 4 Wochen damit auskomme. Wäre für mich auch ein Platzproblem, aber wenn ich alleine Wohnen würde müsste ich mir das überlegen. Ich möchte natürlich auch eine möglichst volle Waschmaschine und die Energie sinnvoll nutzen.

Spadina,
ein toller Beitrag

Spadina
03.08.2016, 11:15
Ich denke schon, es ist eine Einstellungssache.

Und ich persönlich halte Sätze, die einen nicht mehr über den Tellerrand schauen lassen können, auch für sehr gefährlich.
Sie graben sich ein in Gehirnwindungen, werden zur Platte mit Sprung und werden durch die sich selbst erfüllende Prophezeiung zur Wahrheit. Allein sein. Alle anderen haben jemanden, ich nicht.

Der Blick auf andere Singles existiert wenig oder sogar gar nicht. Und genau dort liegt, wenn man denn will, die Chance...

Da muß man sich dann auch nicht als 5. Rad am Wagen fühlen.

Und ansonsten kriege ich Brechreiz um das Gefühlsgerangel, welche Trennung denn nun schmerzhafter ist, die wegen Betrogenseins oder durch Tod.

kleiner.TIGER
03.08.2016, 11:56
:allesok: Spadina

Bestagewoman
03.08.2016, 12:05
Und ansonsten kriege ich Brechreiz um das Gefühlsgerangel, welche Trennung denn nun schmerzhafter ist, die wegen Betrogenseins oder durch Tod.

:blumengabe:

silberdistli
03.08.2016, 12:34
Ich vergrabe mich nicht zu Hause. Ich sitze auch allein mal in einem Cafe und ich komme auch mit fremden Menschen ins Gespräch. Für Reisen allein bin ich noch nicht bereit. Sicher gibt es Frauen, denen ähnliches passiert ist. Nur steht es ihnen nicht auf der Stirn. Es ist nicht leicht Gleichgesinnte kennenz oder neue Freundschaften zu knüpfen.
:schlaf gut:Wieso gleichgesinnte? Gleichgestellte trifft es meiner Meinung nach besser!

Allesaus
03.08.2016, 12:45
Ich frag mich echt was dieser scharfe Ton in dieser Unterhaltung soll. Alles Krümelkackerei. Jeder ist nun mal anders. Und jeder empfindet auch anders. Ob nun gleichgesinnt oder gleichgestellt.

Inaktiver User
03.08.2016, 12:54
Ich frag mich echt was dieser scharfe Ton in dieser Unterhaltung soll. Alles Krümelkackerei. Jeder ist nun mal anders. Und jeder empfindet auch anders. Ob nun gleichgesinnt oder gleichgestellt.

Bist du nach der ersten Schockstarre denn schon so weit, dass du Vorstellungen hast wie dein Leben aussehen soll? Willst du einen neuen Mann? Oder ist dir das eher unvorstellbar - was dann aber hieße, eben auf Dauer allein zu leben? Das musst du glaub ich für dich erfühlen, was dir passender scheint, und danach würd ich mich dann ausrichten.

Allesaus
03.08.2016, 14:05
Bist du nach der ersten Schockstarre denn schon so weit, dass du Vorstellungen hast wie dein Leben aussehen soll? Willst du einen neuen Mann? Oder ist dir das eher unvorstellbar - was dann aber hieße, eben auf Dauer allein zu leben? Das musst du glaub ich für dich erfühlen, was dir passender scheint, und danach würd ich mich dann ausrichten.
Momentan ist ein neuer Mann für mich noch unvorstellbar. Wir waren 44 Jahre zusammen. ..... Ich weiß es nicht

Spadina
03.08.2016, 14:56
Ich finde, Du schlägst ganz schön um Dich.

Hier gibt es viele Beispiele, das Leben neu zu betrachten.


Alles Krümelkackerei. Jeder ist nun mal anders. Und jeder empfindet auch anders. Ob nun gleichgesinnt oder gleichgestellt.

Und gleichgestellt ist tatsächlich passender :blume:

Meagan
03.08.2016, 15:22
Momentan ist ein neuer Mann für mich noch unvorstellbar. Wir waren 44 Jahre zusammen. ..... Ich weiß es nicht

Ich kann das gut nachvollziehen. Nach soooo vielen Jahren plötzlich alleine. Das muss ganz schrecklich sein. :in den arm nehmen: Es wird lange dauern bis du dich an diese Situation gewöhnt hat. Wie lange ist dein lieber Mann denn schon verstorben ? Für mich wäre es auch absurd jetzt an einen anderen Mann zu denken.

Du hattest das große Glück eine so lange Ehe und Partnerschaft zu führen.

Inaktiver User
03.08.2016, 15:25
Du hattest das große Glück eine so lange Ehe und Partnerschaft zu führen.

:blumengabe:

Allesaus
03.08.2016, 17:04
Ich kann das gut nachvollziehen. Nach soooo vielen Jahren plötzlich alleine. Das muss ganz schrecklich sein. :in den arm nehmen: Es wird lange dauern bis du dich an diese Situation gewöhnt hat. Wie lange ist dein lieber Mann denn schon verstorben ? Für mich wäre es auch absurd jetzt an einen anderen Mann zu denken.

Du hattest das große Glück eine so lange Ehe und Partnerschaft zu führen.

1Jahr und 7 Monate.

Meagan
03.08.2016, 17:11
1Jahr und 7 Monate.

Das ist noch nicht lange her und tut sicher noch sehr weh. :in den arm nehmen: Aber man gewöhnt sich irgendwann daran alleine zu leben. Ich habe auch ähnliche Erfahrungen machen müssen. Allerdings nicht nach 44 Jahren. Das stelle ich mir sehr hart vor.

Die ersten Monate bin ich erst gar nicht nach der Arbeit nach Hause. Warum auch ? War eh niemand mehr da. Selbst mein allerliebstes Tier war im gleichen Monat gestorben. :heul: Plötzlich war ich ganz alleine in einem riesigen Haus.

Allesaus
03.08.2016, 17:21
Das tut mir leid Meagan. Das Tier auch noch. Mir geht es heut noch so wenn ich in der Stadt unterwegs bin, denke ich, er kommt gleich um die Ecke.
Ich bin 4 Monate danach umgezogen. Die Wohnung war zu groß und zu teuer für mich allein. Arbeit hatte ich ja auch keine mehr, da ich zur Pflege zu Hause geblieben bin. Habe jetzt eine kleinere Wohnung in der Stadt. Kann alles zu Fuß erreichen. Seine Sachen wegzuräumen war nicht einfach. Ein paar Stücke hab ich aufgehoben.....

Bluebutterfly
03.08.2016, 18:12
Es ist ja nur ein Beispiel weil es für mich so den Anklang hatte, dass der Haushalt und die alltäglichen Dinge gefühlt für den Partner gemacht werden.
Ich möchte ja gerade betonen, dass man eine etwaige Erwartungshaltung abschütteln sollte und diese Dinge gemeinsam oder der der gerade „Lust“ hat dies erledigt.
Es ist doch niemand verpflichtet dies zu einem bestimmten Termin zu erledigen weil einer der Partner dies möchte. Wenn mir das wichtig ist, mache ich das selbst.


Möglicherweise bist du die berühmte Ausnahme von der Regel? Die bittere Realität sieht da wohl ganz anders aus.
Da wird nichts selbst erledigt, auch keine Bitten gestellt, sondern Forderungen.
Ich beobachte seit Langem, dass Gemeinsamkeiten in jahrelangen Beziehungen irgendwie auf der Strecke geblieben sind.
Aus meiner Sicht ist da nicht viel übrig geblieben, ausser die Macht der Gewohnheit. Das ist mir zu wenig!
Um gemeinsam "alt" zu werden sind das ziemliche traurige Perspektiven, finde ich.

unimensch
04.08.2016, 08:51
Möglicherweise bist du die berühmte Ausnahme von der Regel? Die bittere Realität sieht da wohl ganz anders aus.
Da wird nichts selbst erledigt, auch keine Bitten gestellt, sondern Forderungen.
Ich beobachte seit Langem, dass Gemeinsamkeiten in jahrelangen Beziehungen irgendwie auf der Strecke geblieben sind.
Aus meiner Sicht ist da nicht viel übrig geblieben, ausser die Macht der Gewohnheit. Das ist mir zu wenig!
Um gemeinsam "alt" zu werden sind das ziemliche traurige Perspektiven, finde ich.


Ich bin der Meinung, in der Regel kann ein erwachsener Mensch einem anderen nicht verbieten, so zu leben und zu lieben, wie es dem Partner richtig und wichtig ist.

LG Unimensch

Bluebutterfly
04.08.2016, 12:06
Unimensch, so sollte es sein.
Ich habe es leider ganz anders und ziemlich extrem erlebt und ich lerne auch immer wieder Frauen kennen, die bei jeder Verabredung mit einer Freundin um Erlaubnis fragen müssen, natürlich pünktlich wieder zurück sein müssen...wo der Partner die E-Mails kontrolliert und auch kritisiert.
Frauen die, die ihre eigene Gesundheit strapazieren, Belastungen und heftige Schmerzen auf sich nehmen, weil der Partner es so will. Bei Weigerung wird das Leben zum Spießrutenlauf.

Der Härtefall ist eine Ehefrau, die ER mit einer Excel-Tabelle zum Einkaufen schickt und die jeden Preis eintragen und für jede Preiserhöhung Rede und Antwort stehen muss.

Bestagewoman
04.08.2016, 13:10
Unimensch, so sollte es sein.
Ich habe es leider ganz anders und ziemlich extrem erlebt und ich lerne auch immer wieder Frauen kennen, die bei jeder Verabredung mit einer Freundin um Erlaubnis fragen müssen, natürlich pünktlich wieder zurück sein müssen...wo der Partner die E-Mails kontrolliert und auch kritisiert.
Frauen die, die ihre eigene Gesundheit strapazieren, Belastungen und heftige Schmerzen auf sich nehmen, weil der Partner es so will. Bei Weigerung wird das Leben zum Spießrutenlauf.

Der Härtefall ist eine Ehefrau, die ER mit einer Excel-Tabelle zum Einkaufen schickt und die jeden Preis eintragen und für jede Preiserhöhung Rede und Antwort stehen muss.

Was kennt Ihr nur für Beziehungen????? Ich kenne keine einzige Beziehung, in der es so läuft......muss wohl an der guten Landluft hier liegen :freches grinsen:
Ich kenne einige Beziehungen, in denen beide Partner ihr eigenes Ding machen, weil es "nur" noch eine freundschalftliche Beziehung ist und keine Liebesbeziehung mehr nach vielen Jahren. Aber wer damit klar kommt und wem so eine Beziehung reicht......finde ich es nicht schlimm so zu leben. Meins wäre es nicht, aber deswegen ist so eine Beziehung nicht schlecht, wenn es beiden Partnern dabei gut geht.

Meagan
04.08.2016, 14:07
Unimensch, so sollte es sein.
Ich habe es leider ganz anders und ziemlich extrem erlebt und ich lerne auch immer wieder Frauen kennen, die bei jeder Verabredung mit einer Freundin um Erlaubnis fragen müssen, natürlich pünktlich wieder zurück sein müssen...wo der Partner die E-Mails kontrolliert und auch kritisiert.
Frauen die, die ihre eigene Gesundheit strapazieren, Belastungen und heftige Schmerzen auf sich nehmen, weil der Partner es so will. Bei Weigerung wird das Leben zum Spießrutenlauf.


Sind das muslimische Frauen ?

Inaktiver User
04.08.2016, 15:00
Ich bin 62, lebe seit 5 Jahren allein, nachdem es zur Trennung von meinem zweiten Partner gekommen ist. Mit meinem ersten Mann war ich 25 Jahre verheiratet, die letzten 9 Jahre allerdings lebte er schon in Asien aus beruflichen Gründen. Das hat unsere Ehe am Ende nicht ausgehalten. Mit dem zweiten Partner hab ich rund 10 Jahre zusammen gelebt und es waren teilweise echt tolle Jahre. Dass er sich kurz nachdem wir beschlossen hatten zu heiraten, in eine andere Frau verliebt hat, hat mich unglaublich getroffen. Diese Trennung war viel schmerzhafter als die erste, bei der es mir aber auch nicht gut ging. Komischerweise hatte ich gleich wieder Sehnsucht nach einem Menschen an meiner Seite. Das hat aber nicht geklappt und ich bin heute froh darüber, denn ich brauchte doch eine erhebliche Zeit, um zu mir zu kommen. Ich bin zunächst den spanischen Jakobsweg 800 km gelaufen um den Kopf frei zu bekommen und dann hab ich auch noch eine Therapie gemacht. Nun fühle ich mich sicher und gestärkt und ehrlich gesagt, nun könnte gern noch einmal ein Herzensmensch auftauchen. Ich hab gelernt, wo meine Bedürfnisse liegen und wo ich Fehler gemacht habe. Ich glaube, eine neue Partnerschaft könnte eine ganz neue Basis haben. Niemals mehr würde ich an mir zweifeln oder mehr Kraft einbringen als ich habe. Leider ist es in meinem Alter nicht so einfach, nochmal jemanden zu finden. Aber da bin ich ziemlich Schicksalsgläubig und denke: wenn es so sein soll, wird er schon kommen. Bis dahin lebe ich möglichst erfüllt und fröhlich allein.
Ich habe die Beiträge nur kurz überflogen und hoffe, dass meine Gedanken hier rein passen.

Meagan
04.08.2016, 16:15
Wow ! 800 km ! Da war ganz sicher genug Zeit um zu sich zu kommen :allesok: Ich kann mir gut vorstellen, dass dir noch mal ein Herzensmensch über den Weg laufen wird. 62 ist ja noch kein Alter :smirksmile:

Warum hast du eine Therapie gemacht ? Lernt man da wirklich nicht wieder die gleichen Fehler zu begehen?

Bestagewoman
04.08.2016, 16:19
Amaco...Respekt :blumengabe:

Inaktiver User
04.08.2016, 16:31
Ich habe es leider ganz anders und ziemlich extrem erlebt und ich lerne auch immer wieder Frauen kennen, die bei jeder Verabredung mit einer Freundin um Erlaubnis fragen müssen,

Diese Frauen müssen genau gar nichts, sondern machen das, weil sie sich dafür entschieden haben und davon profitieren und nicht bereit sind, die Konsequenzen auf sich zu nehmen, wenn sie das ändern.

So ehrlich sollte man schon zu sich sein, diese Opfernummer finde ich albern.

Inaktiver User
04.08.2016, 16:32
Der Härtefall ist eine Ehefrau, die ER mit einer Excel-Tabelle zum Einkaufen schickt und die jeden Preis eintragen und für jede Preiserhöhung Rede und Antwort stehen muss.

Arbeiten gehen und vom eigenen Geld kaufen was man will?

Meagan
04.08.2016, 16:35
Arbeiten gehen und vom eigenen Geld kaufen was man will?

Da ziehen diese Weiber wohl lieber die Excel-Tabelle vor :fg engel:

Bestagewoman
04.08.2016, 16:37
Der Härtefall ist eine Ehefrau, die ER mit einer Excel-Tabelle zum Einkaufen schickt und die jeden Preis eintragen und für jede Preiserhöhung Rede und Antwort stehen muss.

....wenn sie es mitmacht......

Inaktiver User
04.08.2016, 18:04
@Meagan Ich habe die Therapie gemacht, um erstmal zu lernen, wie ich ticke. Warum mir das alles passiert ist und welchen Anteil ich daran habe. Ich hatte damals auch heftige Panikattacken. Ich bin so ein Versorgertyp, der es gerne allen recht machen möchte, Konflikten aus dem Weg geht und gern mal die eigenen Kräfte missachtet. Das war mir aber gar nicht klar. Es ist ja immer so ein pingpong zwischen den Partnern. Wenn man dann sich selbst gegenüber nicht achtsam ist, kann es eben mal aus dem Ruder laufen. Aber ich hab ja inzwischen viel gelernt. Schade, dass Mr. Wonderful gar nicht weiß, welches Prachtstück hier auf ihn wartet:smirksmile:

Spadina
04.08.2016, 18:23
An Tagen wie diesen....

...kommt tatsächlich mal der Gedanke, so ein Kerl könnte nützlich sein...

Ich hatte heute Früh eine kleine OP mit Vollnarkose. Bin gegen Mittag dann 3 mal umgestiegen, noch einen Kilometer zu Fuß gelaufen, bis ich groggy zu Hause ins Bett fiel.

Aber eigentlich war von all den Partnern nur einer, der sich in solchen Fällen besorgt gerührt hätte. Der Rest hätte vielleicht noch bedauernde Worte gefunden aber irgendwas zu sehen, was gefällig sein könnte - nee.

Freundinnen standen auch nicht parat. Die eine ist an der Ostsee, die andere hat heute einen Zahn ziehen lassen müssen.

Bluebutterfly
05.08.2016, 10:47
Sind das muslimische Frauen ?

Nein.

Bluebutterfly
05.08.2016, 10:52
Was kennt Ihr nur für Beziehungen????? Ich kenne keine einzige Beziehung, in der es so läuft......muss wohl an der guten Landluft hier liegen :freches grinsen:

Ich kenne auch viele Menschen, die lediglich das sehen was sie sehen wollen.:ooooh:

Bluebutterfly
05.08.2016, 11:03
Arbeiten gehen und vom eigenen Geld kaufen was man will?

Respekt, du hast so tolle Tipps parat. Sie ist schon ewig auf der Suche nach Arbeit.
Hast du dich mal mit den Chancen einer Frau Ü50 auf dem aktuellen Arbeitsmarkt beschäftigt?

Bluebutterfly
05.08.2016, 11:07
Diese Frauen müssen genau gar nichts, sondern machen das, weil sie sich dafür entschieden haben und davon profitieren und nicht bereit sind, die Konsequenzen auf sich zu nehmen, wenn sie das ändern.


Woher weißt du das, kennst du die persönlichen Gegebenheiten?

Bluebutterfly
05.08.2016, 11:10
Da ziehen diese Weiber wohl lieber die Excel-Tabelle vor :fg engel:

Wie armselig ist denn dieser Kommentar? :schild ...uups:

Inaktiver User
05.08.2016, 12:52
Respekt, du hast so tolle Tipps parat. Sie ist schon ewig auf der Suche nach Arbeit.
Hast du dich mal mit den Chancen einer Frau Ü50 auf dem aktuellen Arbeitsmarkt beschäftigt?

Ja, ich bin ja selbst Ü50. Allerdings war ich auch immer im Job. Und hab allein drei Kinder großgezogen. :smile:

Inaktiver User
05.08.2016, 12:52
Woher weißt du das, kennst du die persönlichen Gegebenheiten?

Wieso? Ist Scheidung neuerdings verboten? :wie?:

Allesaus
05.08.2016, 14:17
Ja, ich bin ja selbst Ü50. Allerdings war ich auch immer im Job. Und hab allein drei Kinder großgezogen. :smile:
Ich war auch immer im Job. Aber wenn man warum auch immer raus ist, ist es verdammt schwer in nicht ganz jungen Jahren wieder einen Job zu bekommen.
Da hast du großes Glück.

Bluebutterfly
05.08.2016, 17:25
Ja, ich bin ja selbst Ü50. Allerdings war ich auch immer im Job. Und hab allein drei Kinder großgezogen. :smile:

Na Bravo! Hast du schon bemerkt, dass du nicht allein auf dieser Welt bist?
Andere Menschen haben eben andere Lebenssituationen.

WARUM sollte sie sich scheiden lassen ? Sie liebt ihren Mann.
Sie nimmt das Versprechen in guten wie in schlechten Tagen ernst.

Bevor sie arbeitslos wurde hatte sie auch einen festen Job.
Der zweite Sohn, ein Nachzügler hat große, nicht nur gesundheitliche Probleme und sie hatte aus diesem Grund zuviele Fehlzeiten. Fazit: Kündigung
Der Junge braucht immer noch sehr viel Zuwendung und darum besteht das Problem nach wie vor.

Weißt du, was Menschen ausmacht? Menschlichkeit.

Auch wenn meine Lebensplanung eine ganz andere ist; ich habe mir keinen Zacken aus der Krone gebrochen, als ich mir ihre Probleme anhörte.

Manchmal tut es einfach nur gut, wenn jemand zuhört, ohne Wertung. :allesok:

Inaktiver User
05.08.2016, 17:45
Ich war auch immer im Job. Aber wenn man warum auch immer raus ist, ist es verdammt schwer in nicht ganz jungen Jahren wieder einen Job zu bekommen.
Da hast du großes Glück.

Na ja, als Glück seh ich es eher nicht - ich hätt auch sagen können, das ist mir zu anstrengend, mit drei kleinen Kindern arbeiten zu gehen. Dann wär ich wahrscheinlich nicht da wo ich heute bin - hätte aber schöne ruhige Jahre daheim mit den Kindern gehabt.

Allesaus
05.08.2016, 17:45
Na Bravo! Hast du schon bemerkt, dass du nicht allein auf dieser Welt bist?
Andere Menschen haben eben andere Lebenssituationen.

WARUM sollte sie sich scheiden lassen ? Sie liebt ihren Mann.
Sie nimmt das Versprechen in guten wie in schlechten Tagen ernst.

Bevor sie arbeitslos wurde hatte sie auch einen festen Job.
Der zweite Sohn, ein Nachzügler hat große, nicht nur gesundheitliche Probleme und sie hatte aus diesem Grund zuviele Fehlzeiten. Fazit: Kündigung
Der Junge braucht immer noch sehr viel Zuwendung und darum besteht das Problem nach wie vor.

Weißt du, was Menschen ausmacht? Menschlichkeit.

Auch wenn meine Lebensplanung eine ganz andere ist; ich habe mir keinen Zacken aus der Krone gebrochen, als ich mir ihre Probleme anhörte.

Manchmal tut es einfach nur gut, wenn jemand zuhört, ohne Wertung. :allesok:
Du sagst es! 🙅👏

Inaktiver User
05.08.2016, 17:46
WARUM sollte sie sich scheiden lassen ? Sie liebt ihren Mann.
Sie nimmt das Versprechen in guten wie in schlechten Tagen ernst.


Dann füllt sie halt ihre Exceltabelle aus Liebe - dann passt doch alles.

Wenn das ihre Vorstellung von Liebe ist, sich runterputzen zu lassen akzeptiere ich das. Aber leid tun muss sie mir dann nicht.

Bluebutterfly
05.08.2016, 17:58
Na ja, als Glück seh ich es eher nicht - ich hätt auch sagen können, das ist mir zu anstrengend, mit drei kleinen Kindern arbeiten zu gehen. Dann wär ich wahrscheinlich nicht da wo ich heute bin - hätte aber schöne ruhige Jahre daheim mit den Kindern gehabt.

Ja, wer weiß? Womoglich hättest du unter andern Umständen menschliche und nicht durch und durch verbiesterte, gehässige Züge entwickelt.

Inaktiver User
05.08.2016, 18:09
Ja, wer weiß? Womoglich hättest du unter andern Umständen menschliche und nicht durch und durch verbiesterte, gehässige Züge entwickelt.

Geht's noch?

Wenn du von mir hören willst, dass eine erwachsene Frau im Deutschland 2016 ein bemitleidenswertes Wesen ist weil sie sich von ihrem geliebten Ehemann schurigeln lässt, dann hat das nichts mit Menschlichkeit zu tun sondern mit Diskriminierung. Ich halte auch Frauen für vernunftbegabte Wesen, die das leben was sie leben wollen.

Vielleicht gibst du den Tip mit der Menschlichkeit mal besser ihrem Gatten?

Bluebutterfly
05.08.2016, 18:20
Geht's noch?

Wenn du von mir hören willst, dass eine erwachsene Frau im Deutschland 2016 ein bemitleidenswertes Wesen ist weil sie sich von ihrem geliebten Ehemann schurigeln lässt, dann hat das nichts mit Menschlichkeit zu tun sondern mit Diskriminierung. Ich halte auch Frauen für vernunftbegabte Wesen, die das leben was sie leben wollen.

Vielleicht gibst du den Tip mit der Menschlichkeit mal besser ihrem Gatten?

Ich hätte mir eher gewünscht, gar nichts von dir zu lesen. Bei einigen Menschen bin ich auch echt froh, dass ich sie nicht persönlich kennen lernen muss.

Du verteilst doch schon ausreichend Tipps, ich brauche das für mich nicht.

Allesaus
05.08.2016, 18:22
🙋👍👏

Inaktiver User
05.08.2016, 18:28
Ich hätte mir eher gewünscht, gar nichts von dir zu lesen.

Ich verrate dir was: dazu bist du genausowenig gezwungen wie deine liebe Freundin zu ihrer Exceltabelle.

Tatsächlich sind mir hier auch schon freundlichere userinnen als du untergekommen. :knicks:

Allesaus
05.08.2016, 18:32
Ich verrate dir was: dazu bist du genausowenig gezwungen wie deine liebe Freundin zu ihrer Exceltabelle.

Tatsächlich sind mir hier auch schon freundlichere userinnen als du untergekommen. :knicks:
Aber auch freundlichere als du. Du verteilst doch nur Seitenhiebe. Bisschen Verständnis für andere wäre nicht schlecht. Klingst echt verdrieslich.

Bae
05.08.2016, 18:41
Verständnis ist aber etwas Anderes als eine selbst gewählte Situation der quasi-Gefangenschaft als unvermeidlich darzustellen.

Vermutlich, wenn man mal sorgfältig darüber nachdenken täte, was man tatsächlich muss (also sterben und Steuern zahlen) - kommt man wohl darauf, dass man den Rest nicht muss, sondern will. Da offenbar ein Ehemann mit Excel-Tabelle und Kontrolle der privaten Post offenbar trotzdem so viele Benefits bietet, dass man das akzeptiert, um nicht auf den Komfort zu verzichten.

Aber ich glaube schon, dass goldene Käfige zu jenen Situationen gehören, die sehr schwer zu verlassen sind - weil, wenn man sie verlässt, das Leben erst mal massiv mühsamer und schwieriger wird, bevor es besser wird.

gruss, barbara

Allesaus
05.08.2016, 18:47
Es ging jetzt mehr um Arbeiten ab 50 . Und um Verständnis für andere ..... auch andre Meinungen gelten lassen

Inaktiver User
05.08.2016, 18:51
auch andre Meinungen gelten lassen

Damit ist in den meisten Fällen gemeint, dass man nur seine eigene bestätigt haben will...

Ansonsten dürfte es ja kein Problem sein, meine andere Meinung zu dem Thema ebenfalls gelten zu lassen. :smile:

Allesaus
05.08.2016, 18:56
Ich lass dir deine Meinung. Keine Bange.

Bae
05.08.2016, 18:57
Es ging jetzt mehr um Arbeiten ab 50 . Und um Verständnis für andere ..... auch andre Meinungen gelten lassen


Es dürfen selbstverständlich alle meinen, was sie wollen.

und ja klar, es ist schwierig, mit 50 eine Erwerbsarbeit zu finden, vor allem, wenn man vorher eine längere Pause hatte. Klar ist es schwer, mit dem Leben als Erwerbstätige zurecht zu kommen, wenn man das schlicht nicht gewohnt ist.

Was nichts daran ändert, dass man eine Situation à la Ehe der 50er -Jahre, mit all den Abhängigkeiten, die das mit sich bringt, freiwillig eingegangen ist. Ich hab noch nie gehört, dass Bräute vor dem Alter mit vorgehaltener Pistole zum Jawort gezwungen wurden... und keine Ehefrau muss bei ihrem Ehemann bleiben, die das nicht will. Jede kann die Scheidung einreichen. Mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt, logischerweise.

gruss, barbara

Sigyn
05.08.2016, 19:02
Ich kenne auch viele Menschen, die lediglich das sehen was sie sehen wollen.:ooooh:

Das trifft dann auch auf deine Beobachtungen zu, Bluebutterfly, oder?

Wenn man nicht genug Selbstachtung aufbringt, sich aus einer solchen Situation zu befreien, das ist wirklich traurig.

Ich kenne aber auch keine langjährige Beziehung, in der solche extremen Sachen laufen.
Natürlich ist es normalerweise nicht mehr so prickelnd nach 10 und mehr Jahren, aber wenn es so ausartet, sollte frau den Mumm haben, sich zu verabschieden.

Rapunzel07
05.08.2016, 19:30
Also ich kenne solche Auswüchse in Beziehungen auch nicht, und das liegt mitnichten daran, dass ich das nicht sehen will.

Allerdings finde ich es auch legitim, danach zu fragen, warum man in so einer Situation lebt und sich so behandeln lässt. Auch und grade wenn man den Partner liebt.

Und wenn Trennung keine Option ist, dann gibt es ja noch die Möglichkeit, seine Grenzen aufzuzeigen und nicht überschreiten zu lassen. Zugegebenermaßen nicht leicht, aber sich besser als sich so klein machen zu lassen.

Spadina
05.08.2016, 19:50
Ich kenne eigentlich nur solch unglückliche Nichttrenner. Die wurden schwanger in der Ausbildung, haben die abgebrochen, mehrere Kinder nacheinander gekriegt.. Nie gearbeitet oder höchstens mal gejobbt. Immer abhängig gewesen vom Ehegespons.

Diese Herren sind dann immer mal wieder in fremden Betten gewesen, haben sogar außereheliche Kinder gezeugt. Und sie sind geblieben, haben geschluckt, ihre Schilddrüsen damit kaputt gemacht. Also dicker Hals ohne Ende.

Drohungen mit ich laß mich scheiden, aber nie umgesetzt. Neidisch auf zum Beispiel mein freies Leben...
Ich bin auch der Meinung, sie sind da den Weg des geringsten Widerstandes gegangen. Das Gejammer - um ein wenn nicht versautes Leben so aber um ein nicht selbstbestimmtes - Leben ist groß.

Nie Grenzen gesetzt, nie den eigenen Weg gegangen. Und eigentlich nie dazu stehen zu können, dass man eigentlich zu schwach war. Dafür aber kann man einen riesigen Katalog vorlegen, wer alles Schuld hat. Natürlich, man selber nie...

silberdistli
06.08.2016, 13:11
Allerdings finde ich es auch legitim, danach zu fragen, warum man in so einer Situation lebt und sich so behandeln lässt. Auch und grade wenn man den Partner liebt.

Und wenn Trennung keine Option ist, dann gibt es ja noch die Möglichkeit, seine Grenzen aufzuzeigen und nicht überschreiten zu lassen. Zugegebenermaßen nicht leicht, aber sich besser als sich so klein machen zu lassen.
bingo!

Amboise
06.08.2016, 13:39
Wobei ich mich frage, was alles mit (vermeintlicher?) "Liebe" entschuldigt und ertragen wird :smirksmile:.

Diese Menschen werden auch nie Grenzen setzen, weil sie sich selbst zur "Dulderin" erniedrigt haben.

herbstblatt7
06.08.2016, 14:19
... Ich bin zunächst den spanischen Jakobsweg 800 km gelaufen um den Kopf frei zu bekommen und dann hab ich auch noch eine Therapie gemacht. Nun fühle ich mich sicher und gestärkt und ehrlich gesagt, nun könnte gern noch einmal ein Herzensmensch auftauchen. Ich hab gelernt, wo meine Bedürfnisse liegen und wo ich Fehler gemacht habe. Ich glaube, eine neue Partnerschaft könnte eine ganz neue Basis haben....
Ich habe die Beiträge nur kurz überflogen und hoffe, dass meine Gedanken hier rein passen.

Das bewundere ich sehr! 800 km. Hast Du das alleine gamcht oder mit einer Freundin? In einer Zeit oder verschiedenen Zeiten? Ist das nicht so'n bisschen schwierig alleine? Gerade als Frau? Da sollen ja so viele aufdringliche Hunde herumlaufen, z. B.?

Ich werde schon trübsinnig, wenn ich eine Ganztagswanderung alleine mache. Was ich inzwischen weiß und deshalb nur mit Freundinnen oder meinen erwachsenen Kindern tue.


...Schade, dass Mr. Wonderful gar nicht weiß, welches Prachtstück hier auf ihn wartet:smirksmile:

Bestimmt ist das so :smile: :blumengabe:

Ehrlich gesagt, ich kenne nur mehr oder wenige normale Frauen. Ich fasse einfach das Spektrum "normal" weit. Und von jedem von uns hier und in der weiten Welt ist wohl eine Eigenschaft zu finden, die, wenn das Scheinwerferlicht grell und begrenzt und ausschließlich auf sie gerichtet ist, zu dem Ausruf veranlassen kann: "Dieser Mensch hat einen großen Vogel!"

Das mit dem Excel, das würde ich mal als wunderlichen Spleen sehen. Hier bei den Schwaben (wozu ich mich in 4 Jahren zählen darf, wenn ich die erforderlichen 30 Jahre hier verlebt habe), kenne ich ganz ausgefeilte Sparfüchse. Gerade bei Ehepaaren. Was übrigens nicht bedeutet, dass die Geizhälse sind. Sondern dabei noch ehrenamtlich und musikausübend und sonstwie wohltätig unterwegs. Die so sparsamen Schwaben (und sie sind wirklich so!) haben übrigens, zumindestens war es vor wenigen Jahren so, den höchsten Spendenprozentsatz auf die Einzelperson von ganz Deutschland gehabt.

Ein bisschen Exelübung und Marktanalyse können nicht schaden :lachen:

silberdistli
06.08.2016, 16:22
:blume:

silberdistli
06.08.2016, 16:23
Ich werde schon trübsinnig, wenn ich eine Ganztagswanderung alleine mache. Was ich inzwischen weiß und deshalb nur mit Freundinnen oder meinen erwachsenen Kindern tue.



Bestimmt ist das so :smile: :blumengabe:

Ehrlich gesagt, ich kenne nur mehr oder wenige normale Frauen. Ich fasse einfach das Spektrum "normal" weit. Und von jedem von uns hier und in der weiten Welt ist wohl eine Eigenschaft zu finden, die, wenn das Scheinwerferlicht grell und begrenzt und ausschließlich auf sie gerichtet ist, zu dem Ausruf veranlassen kann: "Dieser Mensch hat einen großen Vogel!"



Danke

Inaktiver User
06.08.2016, 16:41
@herbstblatt Ich bin den Jakobsweg allein und in einem Rutsch gelaufen. Hab mir 2 Monate Urlaub genommen und los ging es. Ich laufe auch hier gerne allein im Wald herum, das macht mir nichts aus. Von den Hunden hatte ich vorher auch gehört aber ich hab auch davor keine Angst. Es gab keine einzige gefährliche Situation. Ich bin sicher, dass eine solche Herausforderung ohnehin am besten allein zu meistern ist. Du brauchst Deinen eigenen Rhythmus, musst Deinen eigenen Gedanken nachgehen. Mich hätte es gestört, wenn ich auf eine andere Person hätte Rücksicht nehmen müssen. Aber am Abend ist man so gut wie nie allein. Man trifft ja die tollsten Menschen auf dem Weg. Hier würde ich auch gern mal in Gesellschaft radeln oder wandern aber meine Freundinnen können oder möchten nicht. Also mach ich das allein. Ich fühle mich eigentlich erst einsam, wenn ich allein unter Menschenmassen bin. Ein Konzert oder Kino allein geht ja noch aber allein abends noch mal einen Hafenbummel oder ähnliches macht mich einsam.

herbstblatt7
06.08.2016, 16:50
Danke für Deine Antwort.

Einer meiner Kollegen hat den Jakobswege alleine, ohne seine Frau, abgewandert und sagt schon seit Langem, er denkt, das könnte das Richtige für mich sein. Er hatte immer einen Stock dabei, sagt er. Das war noch vor Hape Kerkeling.

Tolle Begegnungen hatte er auch.

Ich bin mal vor paar Jahren eine reichliche Woche allein auf der Schwäbischen Alb gewandert. Über Nacht habe ich in der Jugendherberge dort geschlafen. Das war schön und seltsam fremd. Abends bin ich dann durch das entzückende Städtchen gebummelt oder ins Thermalbad gegangen. Das glaubt man gar nicht, wie wenige Menschen da oben sind, mal von den bekannten Albwegen und Albtraufwegen abgesehen. Einige Tage bin ich einfach morgens los, mit Vesper, und ohne Plan draufzu gelaufen. Es gab da wirklich Tage, wo ich bis auf weit entfernte Bauern auf dem Feld oder bei Kühen oder Schafen den ganzen Tag niemanden gesehen habe. Mitten in der Zivilisation.

Gestern war ich mit einer Freundin auf dem Stuttgarter Sommerfest. Von 4 bis gegen 10. Das war einfach schön wegen der vielen Bands und dem fröhlichen Gewimmel und zwei Ballons sind im Neuen Schlosshof aufgestiegen. Alleine hätte ich mich da genauso wohlgefühlt.

Inaktiver User
06.08.2016, 16:58
Ach, dann kennst Du ja dieses wunderbare Gefühl, außer Laufen, Essen und Schlafen einfach mal keine Aufgaben zu haben. Wenn ich so darüber nachdenke, reizt es mich schon, mal wieder die Wanderschuhe anzuziehen. Ich liebe ja das platte Land hier im Norden aber wandern in den Bergen, das hat schon was.
Siehst Du und das meine ich: für mich wäre es auf so einem Sommerfest schrecklich, wenn ich allein dort wäre.

herbstblatt7
06.08.2016, 17:10
Ja, das habe ich so verstanden.

Ja, das Gefühl kenne ich.

Chrischie31
06.08.2016, 19:27
...
Ich habe es leider ganz anders und ziemlich extrem erlebt und ich lerne auch immer wieder Frauen kennen, die bei jeder Verabredung mit einer Freundin um Erlaubnis fragen müssen, natürlich pünktlich wieder zurück sein müssen....



Diese Frauen müssen genau gar nichts, sondern machen das, weil sie sich dafür entschieden haben und davon profitieren und nicht bereit sind, die Konsequenzen auf sich zu nehmen, wenn sie das ändern.

So ehrlich sollte man schon zu sich sein, diese Opfernummer finde ich albern.

Diese Opfernummer ist traurig...sehr traurig.
Ich kenne mehrere solcher Frauen aus der Generation meiner Mutter. (Jahrgang 1943)...Sie haben es nicht gelernt eigene Wünsche anzumelden und durchzusetzen. Sie sind alle Jahrzehnte verheiratet.
Manche bekommen die Kurve und lassen sich scheiden, wenn die Kinder aus dem Haus sind oder die Rente beginnt. Es gab mal einen Artikel dadrüber in der Brigitte. Doch persönlich kenne ich keinen einzigen Fall.

Viele gehen diesen Schritt nicht, weil sie Angst vor dem Alleine leben haben.

Amacado, ich finde es toll, wie Du das Thema angegangen bist. Meine Oma hatte nach dem frühen Tod ihres Mannes (Anfang 60) noch zwei erfüllende Partnerschaften. Die letzte übrigens zu meinem Schwiegeropa!
Ich wünsche Dir viel Glück :blume:

Inaktiver User
06.08.2016, 19:46
Bei älteren Frauen ist das nochmal was anderes, hier wurde aber von Frauen um die 50 gesprochen, das ist meine Generation.

Kann sein, dass die Angst vor dem Alleinsein dahintersteckt - man darf aber nicht vergessen, dass es schlichtweg bequemer ist, seinen Mann alles regeln zu lassen, genauso wie es halt auch leichter ist daheim zu bleiben als jeden Tag in die Arbeit zu gehen und Geld verdienen zu müssen.

Eine Freundin von mir ist da aufrichtiger: sie hat einen sehr dominanten Mann, beklagt sich aber nicht - weil sie mein Leben dagegen sehr anstrengend findet. Ihr ist es ganz recht, keine Entscheidungen treffen oder Probleme lösen zu müssen.

Voll versorgt zu sein, sich um nichts unangenehmes kümmern zu müssen und gleichzeitig viel Freiheit zu haben, das geht halt selten zusammen.

Allesaus
06.08.2016, 21:04
Ach, dann kennst Du ja dieses wunderbare Gefühl, außer Laufen, Essen und Schlafen einfach mal keine Aufgaben zu haben. Wenn ich so darüber nachdenke, reizt es mich schon, mal wieder die Wanderschuhe anzuziehen. Ich liebe ja das platte Land hier im Norden aber wandern in den Bergen, das hat schon was.
Siehst Du und das meine ich: für mich wäre es auf so einem Sommerfest schrecklich, wenn ich allein dort wäre.
Ich bewundere euch. Das könnte ich nicht. Allein so eine weite Strecke.... glaub, da würde ich Depressionen kriegen. Ehrlich...nicht, dass ich eine Labertasche bin. Aber die vielen Eindrücke.... das muss man doch mit jemand teilen!
Und allein auf ein Fest geht schon gar nicht 😯

herbstblatt7
06.08.2016, 21:19
Ich kann gut zwischendurch labern. Bei mir macht's die Mischung. Allein bin ich wirklich konzentrierter. Es ist einfach anders schön. Aber immer allein wäre mir echt der Horror.

Bae
06.08.2016, 21:20
Ich bewundere euch. Das könnte ich nicht. Allein so eine weite Strecke.... glaub, da würde ich Depressionen kriegen. Ehrlich...nicht, dass ich eine Labertasche bin. Aber die vielen Eindrücke.... das muss man doch mit jemand teilen!

Skizzenblock, Tagebuch, zufällige Reisebekanntschaften... Internetforen...:pfeifend:



Und allein auf ein Fest geht schon gar nicht 

Oh doch das geht wunderbar!

Auch wenn es schwer ist, an Paare ranzukommen, wo der Eine den ganzen Tag lang nicht von der Seite der Anderen weicht. ^^

gruss, barbara

herbstblatt7
06.08.2016, 21:21
Ich will dann gar nicht an Paare 'rankommen.

Bae
06.08.2016, 21:24
Ich will dann gar nicht an Paare 'rankommen.

Ich lern grundsätzlich gern Leute kennen und finde es schade, wenn manche sich so in einer vertrauten Kombi abkapseln.

Aber es hat meist ja noch genug andere Leute, mit denen ein Kontakt leicht möglich ist. :-)

gruss, barbara

herbstblatt7
06.08.2016, 21:32
Ein Paar ist ein Paar ist ein Paar, jedenfalls auf einem Fest.

Chrischie31
06.08.2016, 21:40
Bei älteren Frauen ist das nochmal was anderes, hier wurde aber von Frauen um die 50 gesprochen, das ist meine Generation.



Ja, ist auch meine Generation und ich hatte mal eine Freundin in unserem Alter, die es süß fand, dass mein Vater nicht alleine sein mag und deswegen immer ungeduldig wird, wenn meine Mutter nach einer Verabredung mit Freundinnen nicht pünktlichst auf der Matte steht.

Und sie hatte vollstes Verständnis, dass ihr Vater nicht zu einer Reha nach einem Schlaganfall wollte, weil er nicht allein dort sein wollte. Es treibt schon seltsame Blüten, was Menschen auf sich nehmen, nur um nicht allein zu sein...

herbstblatt7
06.08.2016, 22:29
Hallo unbekanntes Wesen aus Beitrag #138,

ich fürchte, das kommt davon, wenn jemand zuviel alleine lebt :ooooh: :lachen:

Spadina
06.08.2016, 22:33
Ich fahre im September/Oktober für 5 - 6 Wochen in die Schweiz zum Wandern. Allein. Das habe ich letztes Jahr auch schon so gemacht. Ich hatte großes Glück mit dem Wetter und hoffe wieder auf einen schönen Herbst.

Nicht eine Sekunde käme ich auf die Idee, an Depressionen zu denken, Warum sollte ich???

Tolle Landschaft, sie ist ein Traum. Ich bin frei wie ein Vogel. Andere Menschen würden mic h in meinem Denken nur stören, weil sie ja wohl kaum so fühlen können wie ich. Ich genieße jede Sekunde.

Und ich hoffe, ich werde auch noch den Jacobsweg wandern können. Ich muß immer ein wenig mit meiner Gesundheit jonglieren.

Wenn nicht demnächst - wann soll ich denn so etwas noch machen? Mit über 70 oder 80 ? Nee, nach Möglichkeit in meinen noch 60ern.

Pläne machen, Pläne haben, meine ersten Gedanken am Morgen, meine letzten abends.

Depressionen? Welch eine Verschwendung von Gedanken, für die man sich bewußt entscheiden kann, aber sicher nicht muß.

Allesaus
07.08.2016, 04:04
Ja Spadina, die Menschen sind halt alle verschieden. Ist doch gut so!
Ich bin lieber in Gesellschaft.

Inaktiver User
07.08.2016, 10:14
Und allein auf ein Fest geht schon gar nicht 



Ich bin lieber in Gesellschaft.

Gesellschaft ist aber nicht ausschließlich ein männlicher Partner.

Solange man das gleichsetzt wird man immer in diesem Mangelgefühl steckenbleiben.

Auf einer Feier bist du mit vielen anderen Menschen zusammen, also eben nicht allein.

Eine langjährige Bindung ersetzt man nicht durch andere Kontakte, das ist schon klar - das ist eine andere Ebene, aber sich dem zu verschließen macht doch auch keinen Sinn. Liebe, Zuneigung und Geborgenheit kann man auch außerhalb einer Partnerschaft erfahren, aber man muss das halt auch zulassen.

Chrischie31
07.08.2016, 10:31
Eine langjährige Bindung ersetzt man nicht durch andere Kontakte, das ist schon klar - das ist eine andere Ebene, aber sich dem zu verschließen macht doch auch keinen Sinn. Liebe, Zuneigung und Geborgenheit kann man auch außerhalb einer Partnerschaft erfahren, aber man muss das halt auch zulassen.

:blume:

Liebe und Zuneigung sollte man auch für sich selbst empfinden, dann kann man auch mit sich allein sein.

Bae
07.08.2016, 10:36
Eine langjährige Bindung ersetzt man nicht durch andere Kontakte, das ist schon klar - das ist eine andere Ebene, aber sich dem zu verschließen macht doch auch keinen Sinn. Liebe, Zuneigung und Geborgenheit kann man auch außerhalb einer Partnerschaft erfahren, aber man muss das halt auch zulassen.

Das stimmt.

Nachdem ich jetzt schon ziemlich lang allein lebe - was mir durchaus nicht immer leicht fiel - kann ich mir inzwischen nicht mehr vorstellen, meine Bedürfnisse nach Kuscheln, Reden, Sex, Verständnis, Geborgenheit etc nur mit einer einzigen Person zu leben.

inzwischen gibt es ziemlich viele Leute, denen ich auf die eine oder andere Weise nah bin, und fühle mich so auch geborgen und gut aufgehoben. Die müssen dann auch gar nicht alle ständig verfügbar sein; aber ich weiss, dass ich im Falle eines Falles auf sie zählen kann.

Viele von diesen Verbindungen sind inzwischen auch langjährig. und das ist gut und schön so. Und es kommen gelegentlich auch wieder neue dazu. Und auch das ist gut und schön so.

gruss, barbara

Amboise
07.08.2016, 11:05
Liebe und Zuneigung sollte man auch für sich selbst empfinden, dann kann man auch mit sich allein sein.

Das müssen viele Menschen erst mühsam erkennen. Und diejenigen, die ihr Empfinden (Wohlfühlen) von einem Partner abhängig machen, haben es besonders schwer. Das sind diejenigen, die sich z.B. nicht vollständig (-wertig) fühlen, wenn kein Partner da ist. Für mich unvorstellbar. Bin ja schließlich auch wer, gelle? :smirksmile:

Aber diese Problematiken haben wir ja schon in anderen Strängen hinlänglich beschrieben :smirksmile:.

Jede/r muss seinen Weg finden und ich hoffe, dass es denjenigen, die (noch) Schwierigkeiten damit haben, gelingt, irgendwann wieder positiv ins Leben zu schauen. :blume:

Chrischie31
07.08.2016, 11:10
Unterschreib!

:blume:

Inaktiver User
07.08.2016, 11:26
Hallo,
ich bin neu im Forum und eigentlich über die letzte Brigitte darauf aufmerksam geworden.
Ich fand das Dossier zum Thema alleine leben gut. Das Thema spricht mich gerade sehr an.
Ich(50) lebe seit 25 Jahren in einer Beziehung und habe die Schnauze voll.
Es ist nicht so, dass mein Partner nicht nett wäre, aber ich habe keine Lust mehr, mich um seine Bedürfnisse zu kümmern. Um niemandes Bedürfnisse am liebsten.
Ich träume von einer eher minimalistischen Einzimmerwohnung, am liebsten in Berlin.
Jetzt weiss ich nicht, wie ich ihm das schonend beibringen kann.
Gehts noch jemandem so?
Eure ukim

Mache das! Du bist 50J und nicht zufrieden.
Minimalistische Wohnung hört sich für mich gut an.

Oder bist du schon wieder im alten Trott? :knatsch:

Wie viele User dir hier ihre Erfahrungen mit dem alleine leben beschreiben, kann ich unterschreiben.

Es ist gut zufrieden mit sich alleine sein zu können....man muss auch wollen. Und was für dafür tun.

Ich z:B. möchte heute niemanden sprechen. DAS geht natürlich nicht wenn man verbandelt ist. Es sei denn man hat einen Partner der dir deine Ruhe lässt.
Aber, auch wie schon von anderen geschrieben, es gibt hier in der Bri einige Stränge wo dieses Thema schon ausführlich ge/beschrieben wurde.

Spadina
07.08.2016, 13:27
Wenn die Aussage ist, Menschen sind eben verschieden, dann steckt da das gute deutsche Wort scheiden drin, verwandt mit entscheiden.

Und die Aussage, ich kriege schon Depressionen wenn ich dort alleine bin, hinmuß oder was auch immer...,

IST schon die Entscheiung FÜR die Depression, weil so entschieden, eben verschieden, weil für andere Gedanken gar kein Platz ist.

Das muß erst begriffen werden. Der Gedanke muß wirklich reifen, damit die nächsten 100 Beiträge nicht nur immer den selben Inhalt über ich krieg ne Depression haben sondern auch von Lebenslust geprägt sind.

Amboise
07.08.2016, 18:00
Und die Aussage, ich kriege schon Depressionen wenn ich dort alleine bin, hinmuß oder was auch immer...,

IST schon die Entscheiung FÜR die Depression, weil so entschieden, eben verschieden, weil für andere Gedanken gar kein Platz ist.

Das muß erst begriffen werden.

Der Gedanke muß wirklich reifen...

Ich für meinen Teil kann es sicherlich nicht nachvollziehen, habe aber Verständnis, wenn Menschen nach langer Zweisamkeit sich bei Wegfall der Person (aus welchen Gründen auch immer) wirklich allein - förmlich "amputiert" vorkommen und auch so empfinden. Das liegt aber in der unterschiedlichen Prägung.

Sich Fachhilfe zu holen, wenn es wirklich nicht geht und man dem Leben wirklich nichts, aber auch gar nichts, Positives abgewinnen kann, ist keine Schande. Sie keine Hilfe zu holen wäre für mich eine!

Aber die Schritte gehen, müssen die Betroffenen selbst. Da kann ihnen niemand (außer die Fachfrau/oder der Fachmann) bei helfen. Und wer wirklich nicht "ohne" kann, der muss die Schritte unternehmen, dass sich der Zustand ändert. Aber wie man sich dreht und windet, man landet unweigerlich immer bei sich :smirksmile:.

Lea1958
07.08.2016, 18:06
:blume:

Liebe und Zuneigung sollte man auch für sich selbst empfinden, dann kann man auch mit sich allein sein.

Das muss man im Prinzip, abgesehen vielleicht von schwächelnden Phasen, auch in einer Beziehung, sonst ist man unerträglich, würde ich meinen.

Lea1958
07.08.2016, 18:16
...
Ich z:B. möchte heute niemanden sprechen. DAS geht natürlich nicht wenn man verbandelt ist. Es sei denn man hat einen Partner der dir deine Ruhe lässt.
...

Diesen Grund hört man häufiger, ich muss aber sagen, dass mich das noch nie so richtig überzeugen konnte. Da man sich in der heutigen Zeit einen Partner auswählt, der zu einem passt, sollte das allein und ungestört bleiben auch in einer Partnerschaft gegeben sein. Wer das nicht akzeptieren kann, würde zu mir z. B. auch nicht passen.

Oder man hat bewusst einen Gegenpol als Partner gesucht, weil man sonst Gefahr gelaufen wäre, im eigenen Saft zu versauern. So eine Korrektur kann für die eigen e Persönlichkeit wichtig sein. Dann ist die Störung vom Grundsätzlichen her eben gewollt.

Spadina
07.08.2016, 18:48
Professionelle Hilfe finde ich auch sinnvoll. Oder auch Selbsthilfegruppen, dort ist man sicherlich nie alleine und findet Anschluß. Sofern man es haben will.

Chrischie31
07.08.2016, 21:02
Das muss man im Prinzip, abgesehen vielleicht von schwächelnden Phasen, auch in einer Beziehung, sonst ist man unerträglich, würde ich meinen.

Ja, damit hast Du recht. Auch in einer Beziehung sollte man sich selbst lieben.

Ich hatte mal jemanden kennengelernt, bei dem ich dann feststellte, dass er nicht allein leben konnte. Da war meine erste Verliebtheit sehr schnell verflogen...

Ich weiß, dass man nicht immer zufrieden mit sich ist, geht mir in schwächelnden Phasen auch so.

Inaktiver User
08.08.2016, 08:46
Ich weiß, dass man nicht immer zufrieden mit sich ist, geht mir in schwächelnden Phasen auch so.

Aber man ist auch in einer Beziehung nicht immer glücklich und zufrieden. Auch da gibt es Auf und Ab, ist doch völlig normal.

Allesaus
14.08.2016, 00:46
Heute wär unser 40. Hochzeitstag. 😐

Josyfine
14.08.2016, 00:48
Heute wär unser 40. Hochzeitstag. ��
Das ist schon krass. :in den arm nehmen:

Inaktiver User
14.08.2016, 07:56
Das müssen viele Menschen erst mühsam erkennen. Und diejenigen, die ihr Empfinden (Wohlfühlen) von einem Partner abhängig machen, haben es besonders schwer. Das sind diejenigen, die sich z.B. nicht vollständig (-wertig) fühlen, wenn kein Partner da ist. Für mich unvorstellbar. Bin ja schließlich auch wer, gelle? :smirksmile:

Aber diese Problematiken haben wir ja schon in anderen Strängen hinlänglich beschrieben :smirksmile:.

Jede/r muss seinen Weg finden und ich hoffe, dass es denjenigen, die (noch) Schwierigkeiten damit haben, gelingt, irgendwann wieder positiv ins Leben zu schauen. :blume:

Amboise,
wer sich nach langer Zeit des Zusammenlebens trennt muss zwangsläufig gewisse Lücken schließen.
Weil es in jeder Partnerschaft eine sagen wir mal Aufgabenverteilung gibt.
Jeder übernimmt was er am besten kann.

Mein Orientierungssinn was schon eh immer schwach ausgeprägt - bis nicht vorhanden.
Fahrpläne zu lesen war so was wie ne Gleichung mit drei Unbekannten.

Und jetzt gehts - und zwar so gut, dass ich sogar Tipps gebe.

Vor allem fahre und reise ich allein.
Viele Frauen tun das ja gar nicht. Weil sie es entweder zu fad finden sich nicht austauschen zu können oder es eben zu beschwerlich finden alles allein zu planen.
Manche Sachen könnte man als schwierig empfinden.
Wenn man zum Beispiel mit Rad und Bahn unterwegs ist - und die Fahrstühle kaputt sind - was nicht soo selten vorkommt.
Bis jetzt fiel mir aber immer was ein.

Und last but not least: wenn mir ein vormals langjähriger und auch lieber Partner später nicht fehlen würde wäre in meinen Augen eher was falsch gelaufen.
Das ist der Lauf des Lebens - sich liebe Gewohnheiten zu schaffen - und wenn sie wegfallen erst mal eine Lücke empfinden.

Das ist alles Andere als Schwäche.

Allesaus
14.08.2016, 08:12
Und last but not least: wenn mir ein vormals langjähriger und auch lieber Partner später nicht fehlen würde wäre in meinen Augen eher was falsch gelaufen.
Das ist der Lauf des Lebens - sich liebe Gewohnheiten zu schaffen - und wenn sie wegfallen erst mal eine Lücke empfinden.

Das ist alles Andere als Schwäche.

Genau so ist es.
Egal, was war oder was auch im Nachhinein ans Licht kam, es bleibt eine Lücke. Und auch wenn man wohl fähig ist, allein zu.leben, es aber nicht freiwillig macht, wird es immer eine Lücke bleiben, die mal mehr mal weniger schmerzt.
Und besonders an solchen Tagen.

Inaktiver User
14.08.2016, 18:25
Da hast du mich leider falsch verstanden.
Die Lücke kann schon geschlossen werden.

Heute bin ich so selbständig wie noch nie im Leben.

Aber, bei dir ist ja scheinbar alles noch so frisch.
Darf ich mal deutlich schreiben? Letzten Endes ist es Überlebenswille oder Training.

Du kannst ja auch mit der Lücke leben - mach was dir am liebsten ist.
Es gibt schon einige Fallstricke für allein-lebende Frauen. Anfangs war ich einfach im Schlepptau von irgendwelchen Menschen gelandet. Frauen können auch ziemlich grob sein.
Oder ich wurde mal so schön als seelischer Mülleimer ausgenutzt.

Aber, mein bester Feind war ich selbst, lach.
Ich bin ja schon so alt......obwohl ich wirklich flott bin. Aber, so im Innersten war der kleine Teufel: alte Schachtel was soll das.
Den kann man nicht bekämpfen, aber - der verträgt wohl eins nicht: nämlich stetiges Weitermachen.

Ich musste mich ehrlich gesagt oft aufraffen. Wenn ich dann draußen bin sieht die Welt ganz anders aus.
Heute finde ich: ist meine beste Zeit.

Und mein persönlicher Rat: ruhig traurige Gefühle zulassen. Am nächsten Tag bin ich immer frisch und rosig wie Kinderpopo.
Alles Liebe von mir, dem Hut

Allesaus
14.08.2016, 21:26
Du hast recht und auch wieder nicht Hutliebhaberin. Für dich mag es richtig sein. Du hast selbst entschieden, allein zu leben.
Ich fühl mich nach traurigen Gefühlen alles andre als wohl.
Aber es ist wie es ist!

Chrischie31
14.08.2016, 22:45
Ich stimme der Hutliebhaberin zu, ich sehe es auch so.

Man darf traurige Gefühle zulassen, aber es ist wichtig, dass man lernt allein zu leben.
Ich tue das heute auch gern und es hat mich unheimlich befreit.

Ich bin nicht davon abhängig, dass jemand anderes für mein Seelenheil sorgt. Ich kann das selbst!

Und ehrlich gesagt, möchte ich auch für keinen weiteren Partner diese Verantwortung übernehmen.

Mir hat es nach der Trennung von meinem Exmann sehr geholfen, meinen Freundeskreis zu erweitern und mir eigene neue Rituale zu schaffen, die meine Lebensfreude erneuern.

Ja, es ist was anderes, wenn der Partner gestorben ist, aber bei uns war es auch endgültig vorbei, weil er sich in eine andere verliebt hatte, weggezogen ist und sie geheiratet hat.

Allesaus, ich wünsche Dir viel Kraft und Zuversicht für die Zukunft!
:blumengabe:

Allesaus
15.08.2016, 00:12
Danke Chrischie. Irgendwie gehts immer weiter - irgendwie.

SashaMakarova
16.08.2016, 11:57
Liebe Ukim,

ich habe mir jetzt nur deinen Start-Post durchgelesen.
Kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich bin mir für mich auch nicht wirklich sicher, ob es sowas wie eine dauerhaft glückliche Beziehung wirklich gibt. Meine längste Beziehung dauerte 9 Jahre und wenn ich rückblickend ehrlich bin, war nach 4 Jahren wirklich endgültig die Luft raus. Das sah ich damals allerdings nicht so, weil ich im Alltagstrott dermaßen gefangen war, dass ich 5 Jahre gebraucht habe um es zu begreifen!
Bin jetzt mit neuem Partner in unserem 3. Jahr und zwar noch glücklich, merke aber wie jeder Streit und jedes Böse Wort sich irgendwo tief in einem drinnen wie auf einer Giftmülldeponie ansammelt. Meinem Mann geht es genauso, wir reden da relativ offen drüber und geben uns große Mühe im größten Maße respektvoll miteinander umzugehen. Das hilft noch, wie das aber 25 Jahre lang gutgehen soll ist mir noch nicht ganz klar. Jedenfalls wissen wir beide jetzt genauer was wir definitiv nicht mehr wollen, was wir besser machen müssen und wann es Zeit ist eine Beziehung zu beenden.

25 Jahre WOW. Ich nehme an dein Mann ist eher einer von der egoistischen Sorte wenn du es mit "um seine Bedürfnisse Kümmern" beschreibst. Ein Pascha?
Ginge für mich gar nicht an. Da lieber auf einen gemeinsamen Haushalt verzichten, soweit es wgn. Kinder, Finanzen etc. geht und er muss sich um seinen eigenen Mist kümmern. Die schöne Zeit wird dann als Quality-Time gemeinsam verbracht. Finde ich sehr fair, lässt sich aber nicht in jedes Beziehungsmodell übertragen, das ist mir klar.

Ich wünsche dir, dass du das tust, was dich als Person glücklich macht.
Wenn du glücklich bist, kannst du es auch an andere weitergeben.

Grüße

Allesaus
17.08.2016, 06:30
Bin jetzt mit neuem Partner in unserem 3. Jahr und zwar noch glücklich, merke aber wie jeder Streit und jedes Böse Wort sich irgendwo tief in einem drinnen wie auf einer Giftmülldeponie ansammelt. Meinem Mann geht es genauso, wir reden da relativ offen drüber und geben uns große Mühe im größten Maße respektvoll miteinander umzugehen. Das hilft noch, wie das aber 25 Jahre lang gutgehen soll ist mir noch nicht ganz klar. Jedenfalls wissen wir beide jetzt genauer was wir definitiv nicht mehr wollen, was wir besser machen müssen und wann es Zeit ist eine Beziehung zu beenden.

25 Jahre WOW. Ich nehme an dein Mann ist eher einer von der egoistischen Sorte wenn du es mit "um seine Bedürfnisse Kümmern" beschreibst. Ein Pascha?
Ginge für mich gar nicht an. Da lieber auf einen gemeinsamen Haushalt verzichten, soweit es wgn. Kinder, Finanzen etc. geht und er muss sich um seinen eigenen Mist kümmern. Die schöne Zeit wird dann als Quality-Time gemeinsam verbracht. Finde ich sehr fair, lässt sich aber nicht in jedes Beziehungsmodell übertragen, das ist mir klar.

Ich wünsche dir, dass du das tust, was dich als Person glücklich macht.
Wenn du glücklich bist, kannst du es auch an andere weitergeben.

Grüße

In jedem Zusammenleben sind Kompromisse notwendig. Wenn ich dazu nicht bereit bin und nur meinem Ego fröhne, sollte ich lieber allein bleiben.
Und wenn ich mich in einer Partnerschaft unterordne und dem Herrn alles hinterherräume und mir dabei einen Pascha ranziehe, bin ich auch selbst schuld und brauche dann nicht zu jammern.

SashaMakarova
17.08.2016, 11:06
In jedem Zusammenleben sind Kompromisse notwendig. Wenn ich dazu nicht bereit bin und nur meinem Ego fröhne, sollte ich lieber allein bleiben.
Und wenn ich mich in einer Partnerschaft unterordne und dem Herrn alles hinterherräume und mir dabei einen Pascha ranziehe, bin ich auch selbst schuld und brauche dann nicht zu jammern.

Im Groben gebe ich dir recht. Dass man, wenn man "keine Kompromisse" eingehen will lieber alleine bleiben soll finde ich allerdings sehr schwarz-weiß gemalt bzw. zu einfach formuliert (missverständlich). Schließlich gibt es unterschiedliche "Stufen" der Kompromissfähigkeit. Jemandem, der KEINEN Kompromiss eingehen will, bin ich noch nicht begegnet. Es kommt partnerschaftlich darauf an das eigene Denken so schnell wie möglich offen zu kommunizieren, damit der andere sich darauf einstellen kann.
Denn es gibt Kompromisse, die geht man ein und welche, die möchte man auf keinen Fall eingehen, weil sie das eigene Leben in den eigenen Augen zu stark beeinträchtigen. Das ist eine sehr individuelle Geschichte und ist bei jedem anders. Darüber sollte auch niemand von außen urteilen!
Ich würde z.B. nie den "Kompromiss" eingehen für die Beziehung Kinder zu bekommen, denn ich möchte definitiv keine.
Dass ich deshalb alleine bleiben soll glaube ich nicht. Ich suche mir einfach einen Partner, der auch keine möchte.
Vor andere Entscheidungen für die man Kompromisse eingehen sollte wird man beispielsweise erst in einer bestehenden Beziehung gestellt. Z.B., wenn der Partner von der Arbeit aus ins Ausland berufen wird. Wenn sich der Partner, der mitreisen soll, definitiv nicht vorstellen kann mit umzuziehen und keinen Fernbezihungs-Kompromiss eingehen will, beendet er vielleicht die Beziehung deswegen, ja. Aber deshalb ist er noch lange nicht allgemein beziehungsunfähig.
Es kommt immer darauf an, wie man seine Prioritäten setzt und darauf jemanden zu finden, der möglichst die Einstellung zu den Prioritäten teilt!

Allesaus
17.08.2016, 12:46
Ja. Da hast du natürlich recht. Und wenn du keine Kinder möchtest, sollte das von Anfang an auch gesagt werden. Sonst gibt es dann.später Knatsch. Das ist klar. Sowieso ist Kommunikation in einer Beziehung das Wichtigste. Leider ebbt die in langjährigen Beziehungen ab. Da kommt es dann schnell zu Missverständnissen, die vermeidbar gewesen wären.😐

Meagan
17.08.2016, 15:42
Es gibt auch Missverständnisse wenn die Kommunikation nicht abebbt nämlich wenn sich der Partner missverständlich ausdrückt! :beleidigt: Bei uns ist das oft der Fall. Er denkt oft, ich könnte (männliche) Gedanken lesen, und dass noch kreuz und quer :nudelholz:
Dinge auf die ich nie und nimmer gekommen wäre.

Inaktiver User
17.08.2016, 18:32
Ja. Da hast du natürlich recht. Und wenn du keine Kinder möchtest, sollte das von Anfang an auch gesagt werden. Sonst gibt es dann.später Knatsch. Das ist klar. Sowieso ist Kommunikation in einer Beziehung das Wichtigste. Leider ebbt die in langjährigen Beziehungen ab. Da kommt es dann schnell zu Missverständnissen, die vermeidbar gewesen wären.��

Findest du?
Meiner Erfahrung nach sieht die Welt eben doch ganz anders aus wenn man den Mann trifft mit dem man zusammen bleiben will. Man liebt ja auch oder gerade seine Schwächen.
Ich finde Beziehungen sind auch immer noch Abenteuer und auch Schicksal.
Das hab ich auch oft in meinem Umkreis erlebt. Da gibt es Kehrwendungen um 180 Grad. Meine damalige Schulfreundin ist so fast noch in der Scheidungszeit schwanger geworden.
Es ist auch bei dem einen Kind geblieben, mit dem damaligen Mann war das aber nie ein Thema, und die waren schon ein paar Jährchen zusammen.

Beate53
17.08.2016, 19:57
Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen.
Bin seit 15 Jahren in einer Beziehung.bewusst nicht verheiratet,und finde es einfach schöner,nicht alleine zu sein.
Sicher gibt es Kritikpunkte,z.b.tätige Mithilfe im Haushalt,aber wenn es darauf ankommt,ist er da.
Wir leben offiziell nicht zusammen,er hat auch noch seine eigene Wohnung,ist aber meistens bei mir.
Als z.B mein Hund krank war,ist er ohne Murren nachts mit mir in die Tierklinik gefahren.
Wenn einer was vor hat ohne den anderen,sprechen wir uns ab.Wir schränken uns nicht ein.

Inaktiver User
20.08.2016, 21:06
Depressionen? Welch eine Verschwendung von Gedanken, für die man sich bewußt entscheiden kann, aber sicher nicht muß.

:gegen die wand: Nee, eher: Welch ein Zynismus und welch eine maßlos Arroganz, so über eine schwere, kaum heilbare Krankheit zu sprechen, an der allein in Deutschland jedes Jahr über 10 000 Menschen sterben....

Der Rest, den ich Dir dazu gerne sagen würde, ist leider nicht NUB-konform.

Allesaus
20.08.2016, 23:43
:gegen die wand: Nee, eher: Welch ein Zynismus und welch eine maßlos Arroganz, so über eine schwere, kaum heilbare Krankheit zu sprechen, an der allein in Deutschland jedes Jahr über 10 000 Menschen sterben....

Der Rest, den ich Dir dazu gerne sagen würde, ist leider nicht NUB-konform.
Die meisten, die keine Ahnung davon haben, reden so über Depressionen. Dabei ist damit leider nicht zu spaßen.

Inaktiver User
21.08.2016, 08:22
Nicht nur diejenigen die keine Ahnung davon haben.....

Eine Depression ohne eigenes Zutun - ohne Mitarbeit - wäre ja eine reinweg medikamentöse Behandlung.
Und die hat bekanntlich ihre Grenzen - und Nebenwirkungen.

Spadina
22.08.2016, 18:20
:gegen die wand: Nee, eher: Welch ein Zynismus und welch eine maßlos Arroganz, so über eine schwere, kaum heilbare Krankheit zu sprechen, an der allein in Deutschland jedes Jahr über 10 000 Menschen sterben....

Der Rest, den ich Dir dazu gerne sagen würde, ist leider nicht NUB-konform.

Jut. Was weißt Du genau über meine Depressionen? Ich bitte um detailierte Mutmaßungen....

Inaktiver User
22.08.2016, 22:29
Vermutlich soviel wie Du über meine.

Soll das jetzt hier ein Ranking werden, wen es schlimmer erwischt hat oder wie ? :gegen die wand:

Spadina
23.08.2016, 00:03
Vermutlich soviel wie Du über meine.

Soll das jetzt hier ein Ranking werden, wen es schlimmer erwischt hat oder wie ? :gegen die wand:

Es dreht sich darum, dass hier das (mein) Wissen über Depressionen mit :gegen die wand: kommentiert wird. Und nicht um ein Ranking.

Und eben diese Abwertung :gegen die wand: ist eine Wertung.

Und weil eben über meine Depressionen keine Information vorliegt, finde ich das daneben.

Und ja, durch die Entscheidung, durch bildhaft gelenkte therapeutische Meditation sich intensiv auf so eine Therapie einzulassen, neben Medikamenten, schafft man sich andere Gedanken.

Sie unterscheiden sich deutlich von denen in einer Depression. Fakt. Und mit längerem Training und auch sportlicher Bewegung, die auch Glückshormone rauswerfen, entstehen nach und nach positivere Bilder, Gedanken.

Das ist ein langer Weg, der aber keineswegs :gegen die wand: ist.

Allesaus
23.08.2016, 06:42
Das ursprüngliche Thema war allein leben und nicht wer hat die schlimmste Depression. 😐
Warum immer gleich aufeinander losgegangen wird, ist mir ein Rätsel.

PeggySue
23.08.2016, 12:45
Nicht eine Sekunde käme ich auf die Idee, an Depressionen zu denken, Warum sollte ich???

Glaubst du im Ernst, dass die unter Depressionen leidenden Frauen sich bewusst und gewollt dafür entschieden haben? Danke deinem Schicksal, dass du nicht betroffen bist. Ich neige auch nicht zu Depressionen, ich habe einen angeborenen Optimismus. Das ist aber nicht mein Verdienst, das ist mein Glück!

PeggySue
23.08.2016, 12:58
Warum immer gleich aufeinander losgegangen wird, ist mir ein Rätsel.

Das habe ich mir gerade beim Durchlesen des Threads auch gedacht.

Inaktiver User
23.08.2016, 13:24
Danke, PeggySue ! :blumengabe:


Ein letztes Wort von mir: Vielleicht ist nicht allen Teilnehmern dieser Diskussionsrunde bekannt, daß es mehrere Ursachen für Depressionen gibt und daß nur ein Bruchteil dieser Ursachen behandelbar ist.
Wenn man zu den Patienten gehört, deren Depressionen auf irreversible Veränderungen im Hirnstoffwechsel zurückzuführen sind, bleibt einem außer sich mit der Krankheit abfinden und hoffen, daß man noch viele gute oder wenigstens erträgliche Tage hat, bevor man doch aufgibt, nichts mehr.

Inaktiver User
23.08.2016, 15:53
In vielen mir bekannten Fällen ist eine Depression durchaus reaktiv, ein Schutzschirm für die Seele, wie eine Blase am Fuss, wenn ein Schuh nicht passt kann man depressiv werden, wenn das Leben das man lebt nicht passt.

Was den Hirnstoffwechsel angeht, da ist sich die Wissenschaft meines Wissens noch nicht sicher, ob der Ursache der Depression ist, genausogut könnte er auch die Folge davon sein und sich dann auch wieder verändern wenn man die Depression anders angeht.

Eine rein physiologische Erklärung greift jedenfalls auch für viele Mediziner zu kurz.

Was kann man daraus mitnehmen? Sich ein Leben einzurichten das zu einem passt ist auf jeden Fall eine gute Idee, und auch, sich nicht als Opfer, sondern als Täter seines Lebens zu begreifen, sprich das aktiv zu gestalten. Und auch für Depressionen gilt was für andere Krankheiten auch gilt: es gibt oft auch einen Krankheitsgewinn.

Wie es einem geht hängt in meinen Augen immer sehr viel weniger von den Gegebenheiten ab als davon wie man damit umgeht - nicht alle, denen ähnliches widerfährt verarbeiten das auch ähnlich. Da gibt es also durchaus Stellhebel und Gestaltungsmöglichkeiten.

Wer also nun allein ist, ob durch Schickalsschläge oder nicht, der tut gut daran, sich mit dem abzufinden was jetzt nicht zu ändern ist und andererseits das zu gestalten, was er in der Hand hat. Wir haben wahrscheinlich alle nur dieses eine Leben und mir persönlich ist das zu wertvoll um es nicht zu genießen.

Inaktiver User
23.08.2016, 15:55
Glaubst du im Ernst, dass die unter Depressionen leidenden Frauen sich bewusst und gewollt dafür entschieden haben?

Das nicht - aber man kann durchaus verstehen lernen wieso man so reagiert, und dann was verändern. Therapeutische Begleitung ist deshalb Standard bei Depressionen, ansonsten könnte man jeden einfach Pillen schlucken lassen und basta.


Danke deinem Schicksal, dass du nicht betroffen bist.

Woher weißt du, dass das so ist?

Spadina
23.08.2016, 19:14
Danke deinem Schicksal, dass du nicht betroffen bist.




Woher weißt du, dass das so ist?


Genau. Klinikaufenthalte die - natürlich unterbrochen - sich auf fast 2 Jahre addierten, darunter auch erst einmal wenig hilfreiche.

Und schließlich das Begreifen, dass man schon mal im Oberstübchen gedanklich aufräumen sollte....

Und diejenigen, wo Hilfe nichts bringt, sind wohl -hoffentlich - prozentual in der Minderheit. Da bin ich nicht informiert, wie es genau mit den Zahlen aussieht.

Und sich das aussuchen, ich weiß nicht, ich weiß nicht. ..

Eine ehemalige Freundin von mir hat eine Pyrrolurie, die geht auch mit Depressionen einher. OK.

Und seitdem sie das weiß, ist ihr Reden nur noch geprägt von ausschweifenden dramatischen Äußerungen von früh bis spät: Mir geht es oberschlecht und es wird nie besser werden und alles ist eh Mist und Heulkrampf: keiner hat mich wirklich lieb. Und Mami war so böse und kein Mann mag mich. Und niemand will was mit mir zu tun haben. Ich bin ja so allein....

Aber sobald man sie eingeladen hat ins Kino, war sie Feuer und Flamme, um gleich nach der Vorstellung wieder in die üblichen Sätze zu verfallen.

Das meine ich damit, immer die gleiche Platte mit Sprung aufzulegen, ohne sich einmal damit mit zu beschäftigen, was man therapeutisch machen könnte.

Ich bin doch nicht verrückt, Himmel, bloß keinen Psychiater oder Therapeuten und schon gar nicht so eine psychosomatische Klinik.

Dass man selbst mittels genau solcher Methoden aber Hilfe gefunden hat, wird abgetan.

Um festzustellen, doch, man (in diesem Fall ich) pflegte zur Zeiten der Depression mit geistiger Lähmung im Sessel eigentlich die gleichen mies gelagerten Gedanken . Gebetsmühlenartig.

Diese ehemalige Freundin war sehr extrem, aber ich kenne weniger extreme Fälle, wo sich auch berufen wird auf: da kann man nichts machen.

Sie (man, Frau) bestehen drauf.

powerwoman123
23.08.2016, 20:34
Hallo,
ich bin neu im Forum und eigentlich über die letzte Brigitte darauf aufmerksam geworden.
Ich fand das Dossier zum Thema alleine leben gut. Das Thema spricht mich gerade sehr an.
Ich(50) lebe seit 25 Jahren in einer Beziehung und habe die Schnauze voll.
Es ist nicht so, dass mein Partner nicht nett wäre, aber ich habe keine Lust mehr, mich um seine Bedürfnisse zu kümmern. Um niemandes Bedürfnisse am liebsten.
Ich träume von einer eher minimalistischen Einzimmerwohnung, am liebsten in Berlin.
Jetzt weiss ich nicht, wie ich ihm das schonend beibringen kann.
Gehts noch jemandem so?
Eure ukim

Sehr interessant, wie depressiv ihr alle seid. Aber ich würde jetzt gerne wieder auf das Ursprungsthema des Threads zurückkommen.

Was die TE schreibt, habe ich auch bei mir oft wiedergefunden. Wieso rutscht man in so eine Versorgerrolle rein und findet nicht raus, obwohl man gar nicht so leben möchte?

Amboise
23.08.2016, 21:22
Wieso rutscht man in so eine Versorgerrolle rein und findet nicht raus, obwohl man gar nicht so leben möchte?

Kann mir vorstellen, dass die Betroffenen sehr wohl wissen, warum und wieso die Versorgerrolle ausgeübt wird. :smirksmile:

Falls nicht, könnten Vorleben der Mutter/Erwartungshaltungen von anderen erfüllen aufgrund mangelnder eigener Vorstellungen und/oder Selbstbewusstsein/Bequemlichkeit/Übertragung evtl. noch vorhandener "Muttergefühle" auf den Partner? vielleicht Gründe sein? Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht; sind nur Vermutungen.

Tja und wenn festgestellt wird, dass man so nicht mehr leben möchte, ist Offenheit + anschließendem Handeln angesagt. In einem vernünftigen Gespräch dürfte das möglich sein. Und was in diesem Zusammenhang mit "schonend beibringen" gemeint ist, kann ich mir auch vorstellen, die Tatsache als solche läuft jedoch letztlich auf Trennung hinaus und die ist in diesem Fall für den Verlassenen so oder so eine Kröte, die es zu schlucken gilt. Da ich nicht weiß, wie das "Gegenüber" aufgestellt ist, muss die TE wissen, welche Vorgehensweise da angesagt ist.

Und Powerwoman, wenn Dein Nick "Programm" ist, gehörst Du vielleicht zur Gruppe der "Macherinnen"? :smirksmile: Die fackeln dann nicht lange, handeln und der Partner muss mitziehen, ob er will oder nicht und schwupps kriegt man auch gleich die Medaille der Versorgerin umgehängt :smirksmile:. Und man soll nicht glauben, dass die Herren das nicht toll finden!

PeggySue
23.08.2016, 22:46
Woher weißt du, dass das so ist?
Ich habe auf Spadinas Beitrag geantwortet, nicht auf deinen.

Inaktiver User
24.08.2016, 00:40
Ich habe auf Spadinas Beitrag geantwortet, nicht auf deinen.

Das hab ich schon so verstanden - aber nicht wieso du davon ausgeht dass sie nicht aus eigener Erfahrung weiß wovon sie redet.

PeggySue
24.08.2016, 11:58
Das hab ich schon so verstanden - aber nicht wieso du davon ausgeht dass sie nicht aus eigener Erfahrung weiß wovon sie redet.

Es ist doch egal warum, wenn ich mich irre liegt es an ihr mich zu korrigieren, was sie ja inzwischen schon getan hat.

PeggySue
24.08.2016, 12:07
Was das eigentliche Thema angeht, ich kann es mir zwar vorstellen alleine zu leben, ich habe Freunde, Kinder, mit denen ich mich austauschen und gemeinsam etwas unternehmen kann. Ich wäre sicher nicht gezwungen alleine ein Café aufzusuchen, eine meiner Freundinnen würde mich sicher begleiten.
Aber mein Mann würde mir trotzdem schrecklich fehlen. Nach 36 Ehejahren und noch ein paar gemeinsamen Jahren davor wäre er durch nichts und niemanden zu ersetzen. Nach so langer Zeit braucht es oft keine Worte, ein Blick genügt um zu wissen was der andere denkt.

Purpurn
27.08.2016, 14:07
Hallo Zusammen,

ich lebe seit dem 16.06.16 gezwungenermaßen wieder alleine - weil mein Mann leider mit gerade mal 50 Jahren an Krebs gestorben ist. Wir hatten eine 11,5-jährige wunderbare Beziehung, in der ich nichts von dem wieder finde, was hier einige schreiben.

Eine Beziehung, in der von mir erwartet würde, dass ich den anderen pampere, seine Wäsche wasche, ihn bekoche und überhaupt alleine für die gemeinsame Lebensführung verantwortlich bin... neverever wäre das für mich eine erfüllende Partnerschaft.

Das hat nichts damit zu tun, dass ich tatsächlich meist gekocht habe, dass tatsächlich meist ich die Wäsche gewaschen habe und anderes. Ich habe das tatsächlich gerne und FÜR UNS gemacht und mein Mann hat es gewertschätzt. Wenn ich aber keine Lust oder Zeit hatte, hat er eben übernommen. FÜR UNS. Mein Mann hat ohne Federlesens andere Dinge übernommen, wie z. B. sich um die Autos gekümmert oder den Garten gemacht. FÜR UNS. Und wenn er eben dazu keine Zeit oder keine Lust hatte, habe ich eben übernommen.

Wir haben beide unsere Interessen verfolgt, getrennte und gemeinsame. Wir haben uns auch nie vorgeschrieben, wann der andere wieder daheim zu sein hatte oder sonst was. Wir passten einfach zusammen wie Pott und Deckel - und wir haben uns blind vertraut und blind verstanden. Wir WOLLTEN Zeit miteinander verbringen - weil wir uns liebten und uns wichtig waren und wir gemeinsam schöne Dinge erleben wollten. Und wir waren füreinander da, wann immer es drauf ankam.

Ich bin sehr, sehr dankbar, dass wir eine so schöne Zeit zusammen erleben durften. Und ich bin sehr, sehr traurig, dass diese Zeit jetzt leider schon vorbei ist.

Aber jetzt ist die Situation leider so wie sie ist, ich habe mir das nicht ausgesucht und ich hätte meinen Mann so gern wieder an meiner Seite. Wir wollten so gerne miteinander alt werden. Nun ist es aber nun mal leider anders gekommen. Ich weiß, dass mein Mann ganz sicher wollte, dass es mir gut geht und dass ich wieder Spaß und Freude in meinem Leben habe.

Und deshalb nehme ich die Situation an und mache jeden Tag das Beste draus - so wie es mir eben gerade möglich ist. Ob ich so eine Liebe noch einmal finden werde, weiß ich nicht. Ich werde sicher nicht danach suchen, aber mich auch sicher nicht dagegen sträuben, wenn mir noch mal ein solches Juwel wie mein Mann war über den Weg laufen würde.

Ich bin jetzt 48 Jahre alt, seit gut zwei Monaten verwitwet und lebe allein. Ich suche noch nach meinem Weg, mit welchen Menschen und Aktivitäten ich das große Loch werde füllen können, das der Verlust meines Mannes gerissen hat. Aber ich versuche es, ich gehe alleine ins Café, fahre Rad, gehe Schwimmen, koche mir was Leckeres, kümmere mich um meine Katzen, treffe mich mit Freunden und meiner Familie und nehme mir auch Zeit zum Trauern.

Es hilft niemandem, schon gar nicht mir selbst, wenn ich mich in Selbstmitleid ergieße und mich verkrieche und nur noch alles schrecklich finde und in der Vergangenheit lebe. Dafür ist das Leben zu kostbar - und es bringt mir meinen Mann ja nicht zurück.

Und an die Frauen hier, die in so unglücklichen Ehen verharren: es es Eure eigene Entscheidung. Jede von Euch könnte die Situation verändern - nur hat eben jede Veränderung auch Konsequenzen. Und wenn Euch die Folgen unannehmbar erscheinen - dann kann es ja auch nicht so schlimm sein...

Und dann solltet Ihr vielleicht mal darüber nachdenken, was Ihr an Euch selbst und Eurer Einstellung verändern könnt um wieder glücklich zu sein. Dafür seid Ihr nämlich selbst verantwortlich und nicht Euer Ehemann oder "die Umstände".

Nichts für ungut und Euch allen einen schönen, sonnigen Samstag, Purpurn

Inaktiver User
27.08.2016, 14:15
Schönes Post!! Ich glaube, dafür dass du trotzdem auch dankbar bist für eure Zeit tust du dir selbst den größten Gefallen!!!!! Auch wenn der Verlust immer bleiben wird.

Alles Gute! :blumengabe:

PeggySue
27.08.2016, 14:22
Ich bin jetzt 48 Jahre alt, seit gut zwei Monaten verwitwet und lebe allein. Ich suche noch nach meinem Weg, mit welchen Menschen und Aktivitäten ich das große Loch werde füllen können, das der Verlust meines Mannes gerissen hat. Aber ich versuche es, ich gehe alleine ins Café, fahre Rad, gehe Schwimmen, koche mir was Leckeres, kümmere mich um meine Katzen, treffe mich mit Freunden und meiner Familie und nehme mir auch Zeit zum Trauern.
:in den arm nehmen:

Die durch den Tod eines geliebten Menschen entstandene Lücke lässt sich nicht wieder füllen aber man kann versuchen, so wie du es machst, sich die Lebensfreude zu erhalten.

Rosen_Stolz
28.08.2016, 10:31
Liebe Purpurn,

mein herzliches Beileid.

Ich kann Dich sehr gut verstehen, ich bin seit 2,5 Jahren in dieser Situation. Ich war 50 Jahre, als mein Mann plötzlich verstarb. Deinen Beitrag kann ich eins zu eins unterschreiben, genau so sieht es aus.

Ich lebe heute mein eigenes Leben, gehe viel raus, treffe Freunde und reise viel allein. Mein Mann wäre, daran glaube ich fest, stolz auf mich. So hat er mich kennen und lieben gelernt, als selbstbewusste Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und Ihren Weg geht. Und trotzdem ist es ein ganz anderes Leben, er fehlt mir.

Mein Plan war eigentlich nicht, allein zu leben. Aber so langsam wird mir klar, dass es wohl schwierig bis unmöglich sein wird, nochmal einen Mann zu treffen, mit dem eine so ausgeglichene, erfüllende Beziehung, in der man sich blind versteht und vertraut, möglich ist. Und für billige Kompromisse - nur das ich nicht allein lebe - dafür geht es mir allein zu gut.

Aber wer weiß, vielleicht läuft mir ja wirklich nochmal durch Zufall die Liebe über den Weg.

Dir liebe Purpurn wünsche ich ganz viel Kraft auf Deinem Weg.

Liebe Grüße
Rosen_stolz

Spadina
28.08.2016, 11:52
Mein letzter Lebensgefährte, bereits 2015 verstorben, hatte Pancreaskrebs, der schnell fortschritt, wußte doch, dass er bald gehen mußte. Seine Gedanken kreisten immer wieder darum, das Leben, mein Leben weiterhin zu genießen.

Er hat mir regelrecht verboten, mich in langwierige Gedanken zu ergehen. Lebe mein Schatz, lebe. Das waren immer wieder seine Worte.

Wir haben zusammen so viele schöne Dinge erlebt, dieses Lebensgefühl kann ich noch heute abrufen. So sollte es sein, ihn auf freudige Art zu spüren, ohne in einer K(l)ammer gefangen zu sein.

Trotzdem frei zu sein, auf die schönen Dinge, die das Leben noch zu bieten hat.

Ich kann heute Glück sehr intensiv empfinden, und manchmal, wie auch gerade wieder auf einer Reise, schicke ich den Gedanken: Mein lieber H... schau, ich glaube, das würde dir genau s o gefallen gen Himmel.

Purpurn, Rosenstolz - ihr macht das richtig.

Mein LG hatte einen guten Satz parat:
Schau nach oben, dort ist der Himmel, dasGute - blicke nicht zum Boden, da gibt es nur verdorrende Knochen.

Das deckt sich mit der Hirnforschung. Mit dem Blick nach oben werden positivere Hormon- Cocktails in die Blutbahnen geschickt.

Und man schaue auf die Menschen, die stets nach unten gucken, da findet man kein Lachen, nicht einmal Lächeln, das ist der Grübelblick in der Endlosschleife.

Purpurn
28.08.2016, 14:53
Danke für Euren Zuspruch, Ihr Lieben. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass ich nicht alleine mit meinem Schicksal bin und dass es tatsächlich noch ein gutes, wenn auch ganz anderes Leben geben kann.

Was würde ich darum geben, wenn mein Mann noch bei mir wäre - die gerissene Lücke wird immer bleiben. Wir müssen jedoch lernen, damit zu leben. Die erste Aufgabe beim Trauern ist meiner Meinung nach, erstmal die Tatsache anzunehmen, dass der geliebte Mensch tot ist. Und dann die Trauer in liebevolle Erinnerung zu wandeln - und auch wieder nach vorne zu sehen. Wir hätten es doch umgekehrt auch für unsere Männer so gewollt. Und ja: das ist manchmal echt schwer und wenn man es alleine nicht zu schaffen meint, muss man sich Hilfe holen.

Dieser Strang hat mich wirklich getriggert - ich kann einfach nicht verstehen, warum manche Menschen ständig über das Jammern, das sie haben. Wenn ihnen was fehlt, dann müssen sie eben was ändern. Und es ist doch um Längen besser, alleine sein Leben zu leben, wie man es möchte, als in einer lieblosen Ehe zu bleiben.

LG, Purpurn

BennoBerlin
06.09.2016, 20:09
Hab sehr lange alleine gelebt, beziehungstechnisch und kenne dieses *minimalistische Leben*, bei mir war das eher die Reizüberflutung ... Arbeit und dies und das oder eine enttäuschende Beziehung. Denke kommt auf den Blickwinkel an und den momentanen Beziehungsstatus usw. ... Du kannst doch machen was Du möchtest und denke wenn Du es Deinem Partner gut und liebevoll erklärst dann versteht er es auch !

Kenne Deinen Partner nicht und weiss nicht wie er *drauf* ist und deshalb auch keine Anleitung geben kann dafür aber wenn Du ihn liebst, es wirklich Dein Wusnch ist dann wirst Du die richtigen Worte finden und er auch akzeptieren was Du willst und wer weiss, vielleicht ist dieses minimalistische Leben gerade nur temporär reizend für Dich aber auch das kann sich wieder ändern ! :) Weiss ja auch nicht wie *fordernd* Dein Schatz ist und Du musst Deinen Partner ja auch nicht verstossen, musst ja nicht tun als ob Du ihn nicht mehr kennst sondern lebt für Euch und und getrennt aber könnt ja trotzdem die Zweisamkeit geniessen wenn es Euch so ist, ohne Zwang usw. ! :)

Alles Gute ! :)

Allesaus
06.09.2016, 20:19
musst ja nicht tun als ob Du ihn nicht mehr kennst sondern lebt für Euch und und getrennt aber könnt ja trotzdem die Zweisamkeit geniessen wenn es Euch so ist, ohne Zwang usw. ! :)

Alles Gute ! :)

Das stell ich mir aber sehr schwer vor BennoBerlin.
In vielen langjährigen Beziehungen bleibt leider das miteinander reden auf der Strecke.
Aber allein leben ist nicht wirklich schön - wenn nicht freiwillig gewollt.

Inaktiver User
07.09.2016, 06:23
Wieso nicht freiwillig gewollt?
Selbst Menschen deren Trennung von ihnen ausging - wie bei mir - machten das ja aus gewissen Zwängen.
Und nicht weil plötzlich der Mann zu viel in der Wohnung war....

Viele Trennungen werden auch regelrecht provoziert.
Und dann? Ist man ne Weile sauer, tief traurig.

Und findet sich mit dem Zustand ab.
Was eben dann dazu führt dass man wieder glücklich ist - und manchmal dann unverhoffter Weise - wie bei mir - noch glücklicher als jemals gedacht oder jemals zuvor.

Ständig mit was zu hadern halte ich mit Verlaub für eine Charakterschwäche.

Und glücklicherweise werden ja die meisten - oder fast alle Menschen - mit zunehmendem Alter klüger.
Kommen sich selber auf die Schliche.

Was dann eben zu mehr Zufriedenheit führt.
Ich sehe was ich habe - und geniesse das wirklich in vollen Zügen.

Allesaus
07.09.2016, 07:51
Mit nicht freiwillig gewollr meine ich, wenn der Partner stirbt und man plötzlich unfreiwillig allein ist. Allein sein muss.
Dann bin ich halt charakterschwach, Hutliebhaberin, wenn ich mit diesem Zustand hadere. Ich bin jedenfalls nicht gern allein und ganz und gar nicht glücklich über diesen Zustand!

katelbach
07.09.2016, 08:36
Mit nicht freiwillig gewollr meine ich, wenn der Partner stirbt und man plötzlich unfreiwillig allein ist. Allein sein muss.
Dann bin ich halt charakterschwach, Hutliebhaberin, wenn ich mit diesem Zustand hadere. Ich bin jedenfalls nicht gern allein und ganz und gar nicht glücklich über diesen Zustand!

Ich bin vor 15 Jahren, mit 44, aus dem Leben gefallen, als mein Lebensmensch starb.
Das Alleineben empfand ich mit der Zeit als ganz angenehm. Ich hab schon immer viel Zeit und Raum für mich gebraucht. Ich war zufriedener Single, allerdings kein unbedingt glücklicher - aufgrund der Umstände.

Aber dieses unendliche Verlassenheitsgefühl ist geblieben. Ich habe nie mehr jemanden getroffen - geschlechtsunabhängig - mit dem ich mich so austauschen kann, so streiten und dann darüber lachen, nächtelang diskutieren, Musik hören, lesen, seltsame Filme anschauen, kochen, essen, über Wein fachsimpeln, lange Spaziergänge machen oder einfach blöd in die Landschaft glotzen, nachts im See schwimmen, reisen, lieben ...

*edit* Ich habe zu keiner anderen Zeit in meinem Leben ein solches Maß an Freiheit empfunden, wie mit diesem ganz besonderen Menschen.

Im Grunde lebe ich trotzdem mehr oder weniger allein, weil ich noch viel mehr Zeit und Raum brauche.
Obwohl ich seit einiger Zeit wieder einen Partner habe (zufällig möchte ich sagen).

Inaktiver User
07.09.2016, 15:17
Mit nicht freiwillig gewollr meine ich, wenn der Partner stirbt und man plötzlich unfreiwillig allein ist. Allein sein muss.
Dann bin ich halt charakterschwach, Hutliebhaberin, wenn ich mit diesem Zustand hadere. Ich bin jedenfalls nicht gern allein und ganz und gar nicht glücklich über diesen Zustand!

Na ja, hadern ist ja was Anderes als trauern.
Wenn ich das mal so schreiben darf. Trauern ist was Aktives - und hadern sehe ich als so eine grundsätzliche Unzufriedenheit an.
Obwohl ich damals mich ja nur getrennt hatte fühlte ich mich wie eine Witwe.
All meine Perspektiven waren futsch.

Und an jeder Ecke fehlte mir mein Mann als Freund. Ich habe nichts verdrängt, selbst wenn mich andere Menschen als töricht schalten. Meiner Meinung nach ist das der einzige Weg zur Verarbeitung.

Wenn ich jetzt eine richtige Witwe gewesen wär hätte ich hingebungsvoll schwarz getragen, vielleicht sogar Briefe an den Verstorbenen geschrieben, eine Messe für ihn lesen lassen .....und....

Und irgendwann lösen diese Gefühle andere ab.
Bei mir war Staunen was wir alles geleistet hatten, wieviel mutiger ich mit ihm war.
Und auch Dankbarkeit.

Das Problem scheint mir: man kann es nicht verkürzen.
Man kann sich anfangs überhaupt nicht vorstellen dass diese Düsternis vergeht.
Und dann die Gewohnheiten. Ein Mensch mit dem man lange zusammen gewesen ist kann und wird einem wahrscheinlich auch lange fehlen.

Aber, ich glaube nicht immer.
Alles Gute für dich.

Allesaus
07.09.2016, 20:44
Bitte rede nicht über Geühle, die man nicht nachfühlen kann, hat man sie nicht selbst erlebt - erleben müssen.
Das hat nichts mit hadern zu tun. Was soll trauern bitte aktives sein. Die Trauer ist da... es trauert einen. Man kann dies nicht steuern oder aktiv trauern.

Allesaus
08.09.2016, 08:00
Du hadt es richtig geschrieben @katelbach. Dieses unendliche Verlassenheitsgefühl. Das steckt tief in der Seele und bleibt. Egal was kommt und sein wird.
Ich freue mich für dich, dass du wieder hemand gefunden hast und wünsche dir alles Glück der Welt. 🙅

katelbach
08.09.2016, 08:30
Du hadt es richtig geschrieben @katelbach. Dieses unendliche Verlassenheitsgefühl. Das steckt tief in der Seele und bleibt. Egal was kommt und sein wird.
Ich freue mich für dich, dass du wieder hemand gefunden hast und wünsche dir alles Glück der Welt. ��


Danke, liebe Allesaus.
Aber es ist schon gaz anders. Sehr distanziert, ein Missverständnis löst das andere ab. Zwei "Alte", unterschiedlich sozialisiert, sehr verschiedene gestaltung des vorherigen Lebens ... Ohne die räumliche Distanz, z.B. in einer gemeinsamen Wohnung wäre das extrem schwierig. Wobei mir eine Art von Nähe fehlt, die, die mich früher frei, stark, fröhlich und mutig gemacht hat.

Es ist ein langer Weg des Zusammenraufens.

Allesaus
08.09.2016, 12:22
Das glaub ich dir.
Aber so sehr man sich nach Nähe sehnt, könnte ich mir ein Zusammenleben in einer gemeinsamen Wohnung mit einem anderen Mann nicht vorstellen..

katelbach
08.09.2016, 13:28
Gemeinsame Wohnung. Niemals!

Nähe: Ich verstehe darunter mehr geistig-seelische-intellektuelle Nähe.
Gemeinsamer Kommunikationskodex, ähnliche Sozialisation, nicht alles erklären müssen.

Allesaus
08.09.2016, 14:00
So was muss wachsen. Und ob das jemals wieder was wird.... wie es mal war. Das bewage ich echt zu bezweifeln...

Rapunzel07
08.09.2016, 21:04
Was soll trauern bitte aktives sein. Die Trauer ist da... es trauert einen. Man kann dies nicht steuern oder aktiv trauern.

Ich finde schon, dass Trauer etwas ist, das man durch viele bestehende Rituale auch aktiv gestalten kann.
Und das finde ich hilfreich, diese Möglichkeiten zu nutzen, um auf die ganz eigene Art und Weise zu verarbeiten und Abschied zu nehmen.

Da wird ein innerer Prozess im Aussen sichtbar.

Vorsichtiger
10.09.2016, 21:35
@Allesaus, @katelbach

Euch kann ich beide so gut verstehen, wie es überhaupt möglich ist, wenn nicht der eigene Partner gestorben ist!
Bei mir kam der Verlust, weil meine Frau sich nach > 25 J getrennt hat (Kinder aus dem Haus, eigenes Leben in weit entfernter Stadt ohne mich gewünscht), und es fühlt sich auch nach genau 4 Jahren noch sehr ähnlich an, wie Ihr es für Euch beschreibt, samt gewisser fundamentaler Perspektivlosigkeit.
Es ist klar, dass die Form der früheren Verbundenheit nicht wiederholbar ist; mit einer neuen Partnerschaft müsste eine ganz andere Art der Beziehung gesucht werden, mit ganz anderen Erwartungen, Respektierungen und Kompromissen auf beiden Seiten. Keine Ahnung, ob es sowas gibt, aber gelegentlich liest man doch darüber. Jedenfalls würde das wieder ein "Learning by Doing" sein.

katelbach
10.09.2016, 22:59
Und das "learning by doing" ist so unendlich schwer. Das merke ich jeden Tag.

Dir alles Gute! :blume:

Allesaus
11.09.2016, 01:16
Am Ehesten ist da wohl - wenn überhaupt - ein Partner mit ähnlichem Hintergrund gut. Wie gesagt, wenn überhaupt.

Vorsichtiger
11.09.2016, 01:37
:-)
Danke Euch!
Und jetzt wird geschlafen!
;-)

Camenzind
09.02.2017, 12:14
Hallo miteinander,

durch eher kuriose Umstände wurde ich dieser Tage auf das Brigitte Forum aufmerksam und konnte mir zunächst nicht vorstellen, als [eigensinniges (= von eigenem Sinn)] männliches Wesen mich hier anzumelden …

Dann fiel mir bei flüchtigem Schauen über Inhalte dieser Thread auf, und ich habe ihn mittlerweile komplett gelesen … und allerhand Interessantes und Bedenkenswertes darin gefunden.

Ich habe meine Partnerin vor einem halben Jahr durch Krebs verloren, nach 13 Jahren wirklich guten Zusammenlebens.

Das Alleinsein an sich macht mir eigentlich nichts aus, ich bin sehr gern allein, vor unserer Beziehung war ich auch viereinhalb Jahre lang allein, mir fehlen keine Menschen, mir fehlt halt meine Partnerin …

Insofern schließe ich mich der Haltung einiger Vorrednerinnen an, das Beste draus machen … alleine Fahrrad fahren, spazierengehen, Ausflüge machen, in die Sauna gehen, in Urlaub fahren, Fernsehen usw. ist AUCH schön … es ist anders schön, vorher war es schöner, aber nun habe ich halt keine Wahl …

Meine Partnerin fehlt mir sehr, auch nach einem halben Jahr fließen ab und an immer noch mal Tränen, aber leiden ist das eine und das Beste daraus machen das andere … ich lebe mein Leben wie vorher, nur halt allein … („und das geht auch“, um Herrn Grönemeyer zu zitieren)

Soweit erstmal zum Einstand.

:smile:

funkenfluege
09.02.2017, 12:58
Wo bitte ist der andere Strang geblieben???

Rosen_Stolz
10.02.2017, 15:54
Das Alleinsein an sich macht mir eigentlich nichts aus, ich bin sehr gern allein, vor unserer Beziehung war ich auch viereinhalb Jahre lang allein, mir fehlen keine Menschen, mir fehlt halt meine Partnerin …

Insofern schließe ich mich der Haltung einiger Vorrednerinnen an, das Beste draus machen … alleine Fahrrad fahren, spazierengehen, Ausflüge machen, in die Sauna gehen, in Urlaub fahren, Fernsehen usw. ist AUCH schön … es ist anders schön, vorher war es schöner, aber nun habe ich halt keine Wahl …

Meine Partnerin fehlt mir sehr, auch nach einem halben Jahr fließen ab und an immer noch mal Tränen, aber leiden ist das eine und das Beste daraus machen das andere … ich lebe mein Leben wie vorher, nur halt allein … („und das geht auch“, um Herrn Grönemeyer zu zitieren)

:

Lieber Camenzind,

mein herzliches Beileid. Ich schicke Dir eine virtuelle Umarmung, denn ich kann Dich so gut verstehen. Deine Worte könnten von mir sein.

Bei mir sind es nächste Woche 3 Jahre, dass ich meinen geliebten Partner plötzlich verloren habe. Es ist einfach ein anderes Leben und es fehlt definitiv jemand. Ich bin wie Du jemand, der gut allein sein kann. Ich unternehme auch relativ viel allein, fahre allein in den Urlaub. Und trotzdem bleibt das Gefühl, es fehlt etwas oder jemand.

Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg.

Liebe Grüße
rosen_stolz

katelbach
10.02.2017, 22:41
Im August waren es 15 Jahre und er fehlt mir unendlich. Auch wenn das Leben irgendwie, irgendwann wieder erträglich geworden ist.

Ich wünsche Euch, rosen_stolz und Camenzind, alles Gute! :blumengabe:

Allesaus
11.02.2017, 08:00
Ich schick dir mal eine virtuelle Umarmung katelbach. Das Alleinsein ist grausig. :-(

herbstblatt7
11.02.2017, 09:03
Oh, das war der falsche Strang, sorry. Liebe katelbach, kannst Du das bitte löschen. Denn ich schreibe ja im "Alleine bleiben" Strang und zwei sind mir zuviel!

katelbach
11.02.2017, 11:24
Hallo herbstblatt,

ich kann her leider nichts löschen, ich bin hier kein Mod.

katelbach
11.02.2017, 11:29
Danke, Allesaus, Dir geht es ja ähnlich.

Ich lebe inzwischen ja gern allein. Mit jemandem zusammenziehen möchte ich nicht. Ich lebe nach vielen Jahren allein inzwischen eine Art Fernbeziehung in räumlicher Nähe (sehr kompliziertes Konstrukt). An meinem Gefühl des Verlusts und des Verlassenseins ändert das aber nichts.

Es ist dieser einzigartige Mensch, der fehlt.

Allesaus
11.02.2017, 11:54
Danke, Allesaus, Dir geht es ja ähnlich.


Es ist dieser einzigartige Mensch, der fehlt.

Genau so ist es katelbach.
Dieser eine Mensch fehlt.

Sentenza_
11.02.2017, 16:15
20. August. Ganz normale Tage ...

Sentenza_
11.02.2017, 16:21
Geburtstag war 20.2. In ein paar Tagen, letztes Jahr hab ich noch dran gedacht; Ein paar Damen aus dem Kochforum planten den 60. ihrer Ehemänner ... Alles Gute!

katelbach
11.02.2017, 16:49
20. August. Ganz normale Tage ...

7. August.
20. August wäre Hochzeitstag.

Daniel12
08.03.2017, 20:08
Wohne mit meiner Freundin knapp 3 Jahre zusammen. Ich weiß das ist jetzt nicht die Welt dennoch fühlen wir uns beide Wohl :)
Jeder kümmert sich um alles.. Sprich Ich räume auf und Sie räumt auf, Ich koche und auch sie kocht, Sie bringt Müll raus und ich bringe Müll raus.. Wenn man sich alles teilt wird es glaube weniger anstrengend:)
...

Meagan
09.03.2017, 15:06
Also ein ganz normales Zusammenleben :allesok:

Vergleichsweise
02.07.2017, 00:22
Lieber Herbstbaum,

es ist vergleichsweise immer angenehmer, alleine zu sein.

Wenn man die Freiheit liebt und sich nicht verbiegen will.

Die Kunst aber ist es, die eigene Freiheit zu kultivieren, indem man in einer Beziehung lebt.

Denn wenn das eine das andere ausschließt, ist das eine das andere und es ist gut, wenn man sich wieder füreinander öffnet, um einen guten Weg zusammen zu gehen.

Chrischie31
02.07.2017, 12:38
es ist vergleichsweise immer angenehmer, alleine zu sein.

Wenn man die Freiheit liebt und sich nicht verbiegen will.

Und wenn man seine eigene Gesellschaft schätzt...

Viele werden Dir da aber widersprechen, weil sie sich mit sich selbst langweilen...

herbstblatt7
02.07.2017, 22:33
Lieber Herbstbaum,

es ist vergleichsweise immer angenehmer, alleine zu sein.

Wenn man die Freiheit liebt und sich nicht verbiegen will.

Die Kunst aber ist es, die eigene Freiheit zu kultivieren, indem man in einer Beziehung lebt.

Denn wenn das eine das andere ausschließt, ist das eine das andere und es ist gut, wenn man sich wieder füreinander öffnet, um einen guten Weg zusammen zu gehen.

Das ist sehr kultiviert gesagt :blumengabe:

Inaktiver User
03.07.2017, 07:23
Also ich glaube, es gibt Entwicklungen die man nur allein-lebend machen kann und welche die man nur mit einem Partner machen kann.....

Aber, es ist immer so schwer zu beschreiben wie und was das ist was in einer Liebe passiert.

bavaria64
03.07.2017, 16:03
Da ziehen diese Weiber wohl lieber die Excel-Tabelle vor :fg engel:

Eigenes Geld verdienen? Das wird der Typ mit der Exel-Tabelle wohl kaum erlauben!

lea_rose
03.07.2017, 22:26
Ich lebe seit gut einem Jahr zum ersten Mal in meinem über 50-jährigen Leben allein. Während meiner langjährigen Ehe und einer anschließenden 6-jährigen Beziehung hatte ich oft regelrechte Sehnsucht nach dem Alleinsein.
Alleinsein hat mir nie Angst gemacht, im Gegenteil: Zeit mit mir zu verbringen, in diesen "Flow" zu kommen, in dem ich völlig entspannt tue, wonach mir gerade ist, empfinde ich als puren Luxus.
Ganz selten gibt es einen kurzen Moment, da fehlt mir dieser eine, ganz spezielle Mensch, dem ich "guten Morgen" oder "Schlaf gut" sage. Diese ganz besondere Vertrautheit und Intimität. Die kleinen Rituale des Zusammenlebens.
Im Moment ist die Sehnsucht danach allerdings noch nicht groß genug, dass ich an meinem Alleinleben etwas ändern wollte.

Wäre mir einer meiner Partner durch den Tod oder eine von mir ungewünschte Trennung verloren gegangen, wäre ich nie an diesen Punkt gekommen. Ich habe großes Mitgefühl mit denjenigen, die sich mit dem Alleinleben arrangieren müssen.

Allesaus
04.07.2017, 06:37
Ich lebe seit gut einem Jahr zum ersten Mal in meinem über 50-jährigen Leben allein. Während meiner langjährigen Ehe und einer anschließenden 6-jährigen Beziehung hatte ich oft regelrechte Sehnsucht nach dem Alleinsein.
Alleinsein hat mir nie Angst gemacht, im Gegenteil: Zeit mit mir zu verbringen, in diesen "Flow" zu kommen, in dem ich völlig entspannt tue, wonach mir gerade ist, empfinde ich als puren Luxus.
Ganz selten gibt es einen kurzen Moment, da fehlt mir dieser eine, ganz spezielle Mensch, dem ich "guten Morgen" oder "Schlaf gut" sage. Diese ganz besondere Vertrautheit und Intimität. Die kleinen Rituale des Zusammenlebens.
Im Moment ist die Sehnsucht danach allerdings noch nicht groß genug, dass ich an meinem Alleinleben etwas ändern wollte.

Wäre mir einer meiner Partner durch den Tod oder eine von mir ungewünschte Trennung verloren gegangen, wäre ich nie an diesen Punkt gekommen. Ich habe großes Mitgefühl mit denjenigen, die sich mit dem Alleinleben arrangieren müssen.
Ich muss mich jetzt seit 2 Jahren und 7 Monaten damit arrangieren und kann mich immer noch nicht damit anfreunden. Die Sehnsucht nach meinem Mann ist einfach zu groß.
Und es sind genau diese kleinen Rituale, die fehlende Wärme, der Austausch über die kleinen Dinge des Lebens...

Inaktiver User
04.07.2017, 08:54
Die wird auch vermutlich nie vergehen.
Aber, will man als Frau nur wegen gewisser Rituale an denen man hing oder einem Gute-Nacht-Kuss oder morgendlichem Kuscheln mit einem Mann zusammen sein?

Ich nicht.
Gerade gestern hatte ich mich mit einer Bekannten darüber unterhalten.
Unser Tenor war: die Männer sind einfach zu langweilig und uninteressant.

Dann fiel mir doch glattweg noch eine Gruppe ein der ich mich dann doch nicht anschloss.
Da waren ein paar Männer die ich wirklich interessant fand. Alle liiert, aber manche erst recht frisch.

Einer gefiel mir wirklich auf Anhieb. Ein Mann der einem Schicksalsschlag so charmant trotzte, einfach ein neues Leben anfing, Begeistert anfing zu kochen. Kurse besuchte. Einen großen Humor hatte, eine Leichtigkeit.
Dem fehlte einfach die Bitterkeit der späten Jahre, die Resignation.

Die laufen einem dann aber auch nicht reihenweise über den Weg.
Ich habe den Mann quasi bei mir abgespeichert, wenn der das wüsste, lach.

Mit solch einer Art Mensch könnte ich mir vorstellen zu leben, irgendwann.
Wenn ich dann noch so einiges abgearbeitet habe und noch die bin die ich sein möchte.
Jedenfalls waren die unbemannten Jahre wirklich alles andere als umsonst.

Also ich finde es schon enorm wichtig zu wissen was man eventuell will, was gehen könnte - und dass es das gibt.
Mit Geld hat das eigenartigerweise herzlich wenig zu tun.:freches grinsen::freches grinsen::grmpf::cool::cool:

Bestagewoman
04.07.2017, 10:32
Die wird auch vermutlich nie vergehen.
Aber, will man als Frau nur wegen gewisser Rituale an denen man hing oder einem Gute-Nacht-Kuss oder morgendlichem Kuscheln mit einem Mann zusammen sein?

Ich nicht.
Gerade gestern hatte ich mich mit einer Bekannten darüber unterhalten.
Unser Tenor war: die Männer sind einfach zu langweilig und uninteressant.

Dann fiel mir doch glattweg noch eine Gruppe ein der ich mich dann doch nicht anschloss.
Da waren ein paar Männer die ich wirklich interessant fand. Alle liiert, aber manche erst recht frisch.

Einer gefiel mir wirklich auf Anhieb. Ein Mann der einem Schicksalsschlag so charmant trotzte, einfach ein neues Leben anfing, Begeistert anfing zu kochen. Kurse besuchte. Einen großen Humor hatte, eine Leichtigkeit.
Dem fehlte einfach die Bitterkeit der späten Jahre, die Resignation.

Die laufen einem dann aber auch nicht reihenweise über den Weg.
Ich habe den Mann quasi bei mir abgespeichert, wenn der das wüsste, lach.

Mit solch einer Art Mensch könnte ich mir vorstellen zu leben, irgendwann.
Wenn ich dann noch so einiges abgearbeitet habe und noch die bin die ich sein möchte.
Jedenfalls waren die unbemannten Jahre wirklich alles andere als umsonst.

Also ich finde es schon enorm wichtig zu wissen was man eventuell will, was gehen könnte - und dass es das gibt.
Mit Geld hat das eigenartigerweise herzlich wenig zu tun.:freches grinsen::freches grinsen::grmpf::cool::cool:

Sehr schön geschrieben :blumengabe:

Marl54
04.07.2017, 11:54
Volle Zustimmung, Hutliebhaberin. Leider ist der Prozess des Lernens und der Selbst(wieder)findung manchmal lang und schmerzhaft aber keinesfalls verlorene Zeit.

So sehr ich mich auch nach Zweisamkeit sehne, merke ich doch, dass ich noch nicht fertig bin mit mir selbst und meinem Weg. Dennoch denke ich manchmal, die Zeit läuft mir davon. Und überhaupt: dieser Traumpartner, der zumindestens annähernd so ist, wie ich es mir wünsche und brauche, wo soll der denn sein?

Daher meine Devise: Ich mach mir das Leben so schön, wie es mir möglich ist, arbeite an mir selbst, erwarte nichts sondern vertraue darauf, dass das (oder der) kommt, was kommen soll.

Bestagewoman
04.07.2017, 12:18
Volle Zustimmung, Hutliebhaberin. Leider ist der Prozess des Lernens und der Selbst(wieder)findung manchmal lang und schmerzhaft aber keinesfalls verlorene Zeit.

So sehr ich mich auch nach Zweisamkeit sehne, merke ich doch, dass ich noch nicht fertig bin mit mir selbst und meinem Weg. Dennoch denke ich manchmal, die Zeit läuft mir davon. Und überhaupt: dieser Traumpartner, der zumindestens annähernd so ist, wie ich es mir wünsche und brauche, wo soll der denn sein?

Daher meine Devise: Ich mach mir das Leben so schön, wie es mir möglich ist, arbeite an mir selbst, erwarte nichts sondern vertraue darauf, dass das (oder der) kommt, was kommen soll.

Ich lebe ja auch seit 7!!! Jahren alleine und es fällt mir oft schwer. Mir fehlt auch jemand an meiner Seite, der sein Leben mit mir teilt. Vor Allem fehlt mir Zärtlichkeit und eine Schulter zum anlehnen.

Trotzdem möchte ich die Zeit alleine auch nicht mehr missen. Ich habe in der Zeit so viele schöne Dinge erlebt..so viele tolle neue Leute kennengelernt......das hätte ich in einer Partnerschaft so nicht gehabt.

Aber auch ich habe das Gefühl mir läuft die Zeit davon......die 60 rückt schon sehr nahe......und dann frage ich mich auch oft: Wo soll jetzt nochmal ein Partner herkommen, den ich mir wünsche.......

Ich mache mir auch mein Leben so schön wie irgend möglich. Meistens gelingt mir das auch........aber manchmal überkommt mich auch die Sehnsucht.......und die tut auch oft weh.

Es ist ein Wechselspiel......aber ich bin ja auch in den Wechseljahren......:freches grinsen:

Marl54
04.07.2017, 12:30
Ja, so fühle ich das auch. Bei mir sind es 6 Jahre und leider ist es mir in meinem Leben 2 mal passiert, dass mir der Partner abhanden gekommen ist. Der Klassiker beide male.

Ich werde morgen schon 63 und mach mir da keine Illusionen. Für mein Leben hab ich viele Ideen und Wünsche, nur mit der Umsetzung hapert es noch. Einiges mach ich auch alleine aber zum Beispiel Reisen finde ich zu zweit einfach schöner und mit meinen Freundinnen passt das nicht immer so gut zusammen.

Bestagewoman
04.07.2017, 12:40
Ich werde morgen schon 63 und mach mir da keine Illusionen. Für mein Leben hab ich viele Ideen und Wünsche, nur mit der Umsetzung hapert es noch. Einiges mach ich auch alleine aber zum Beispiel Reisen finde ich zu zweit einfach schöner und mit meinen Freundinnen passt das nicht immer so gut zusammen.

Ich bin leider auch kein Mensch, der gut alleine sein kann. Ich habe in den letzten Jahren einige neue Freundinnen gewonnen, auch Singlefrauen, mit den ich viele Dinge gemeinsam erlebe. Reisen würde ich auch nie alleine.....das ist einfach nciht so mein Ding. Aber wir reisen zu zweit, zu Dritt oder auch zu Viert.....und das ist immer total schön. Für diese Freundinnen bin ich sehr dankbar.
Meine früheren Freundinnen sind auch alle verheiratet. Eine von Ihnen macht aber auch immer mal mit mir Urlaub. Letztes Jahr sogar eine ganze Woche, sonst aber immer mal ein verlängertes Wochenende.

herbstblatt7
04.07.2017, 13:41
:in den arm nehmen: :blumengabe: Seufz. Geht mir auch so.

Für meine meist langjährigen Freundinnen bin ich ebenfalls dankbar. Und umgekehrt. Und natürlich ist es schön, immer wieder Menschen kennenzulernen :smile:

Nachtrag: Ich bin auch knapp 60 und manchmal denke ich, das kann es nicht gewesen sein und das macht mich dann traurig ... Ich versuche es, mit Würde und Anmut zu nehmen, sozusagen sportlich :ooooh: :lachen: :heul:, aber leicht finde ich es nicht.

Schließlich haben wir nur dieses eine Leben, nicht wahr. Zu viel Trauer ist da nicht gut.

Allesaus
04.07.2017, 15:35
Ich werde dieses Jahr auch 63.
So im Alltag geht das schon das Alleinsein. Allein verreisen geht aber gar nicht. Leider hab ich nicht viele Freundinnen, die mit verreisen wollen oder können. Einmal im Jahr mach ich mit meiner Schwester ein verlängertes Wochenende.
Meine früheren Freundinnen sind halt alle verheiratet. Und neue Freundinnen finden ist im "Alter" nicht wirklich einfach. Also werd ich wohl doch irgendwann über meinen Schatten springen müssen und allein verreisen.
Mal sehen, was die Zeit bringt.
Ob ich mich auf einen neuen Partner einlassen könnte.....ich weiß es nicht.
Wir waren 44 Jahre zusammen.

Bestagewoman
04.07.2017, 15:37
Also werd ich wohl doch irgendwann über meinen Schatten springen müssen und allein verreisen.
Mal sehen, was die Zeit bringt.

Wie wäre es denn mit einer Singlereise? Oder einem Cluburlaub?

Allesaus
04.07.2017, 16:47
Ist ja auch eine Kostenfrage. Als Alleinreisender zahlst ganz schön drauf drauf. Und Clubreisen.... ich weiß nicht... mit Bingo oder so. ne. Da ward ich noch bissl ;-)

Marl54
04.07.2017, 16:54
@Allesaus. Das mit dem Reisen übt sich. Am einfachsten sind ja organisierte und geführte Städtereisen. Zwei solcher Reisen hab ich bisher gemacht. Bei der ersten habe ich eine Frau kennen gelernt, die ganz in meiner Nähe wohnt und wir sind inzwischen sehr gut befreundet. Die zweite Reise nach Rom fiel mir auch leicht, obwohl sonst nur Paare dabei waren. Ich war immer Fan von ganz individuellem Urlaub und das ist allein schon eher eine Herausforderung.
Die allerbeste Reise habe ich vor 5 Jahren allein gemacht und zwar 7 Wochen auf dem Jakobsweg in Spanien knapp 800 Kilometer zu Fuß. Das wollte ich alleine machen und das würde ich immer wieder allein tun.
Ich träume davon, mit dem Wohnmobil nach Schweden zu fahren. Das wiederum mag ich nicht alleine tun.

Ich bin lieber allein im Wald unterwegs als allein in der Stadt herumzulaufen oder dort, wo viele Menschen sind. Da fällt das Alleinsein viel mehr ins Gewicht und macht mich traurig. Ich radele stundenlang durch die Gegend, auch das geht, wäre aber schön, wenn mal jemand mitkäme. Meine Freundinnen haben häufig andere Interessen oder eben mit Partner ein anderes Leben.

In meinem diesjährigen Urlaub, der bald beginnt, habe ich an einer Sommerakademie einen Kurs für abstrakte Gestaltung belegt. Eine Woche bin ich in einem Steinbruch und versuche mich an einer Skulptur. Das mache ich auch allein.

Inaktiver User
04.07.2017, 17:20
Ja, so fühle ich das auch. Bei mir sind es 6 Jahre und leider ist es mir in meinem Leben 2 mal passiert, dass mir der Partner abhanden gekommen ist. Der Klassiker beide male.

Ich werde morgen schon 63 und mach mir da keine Illusionen. Für mein Leben hab ich viele Ideen und Wünsche, nur mit der Umsetzung hapert es noch. Einiges mach ich auch alleine aber zum Beispiel Reisen finde ich zu zweit einfach schöner und mit meinen Freundinnen passt das nicht immer so gut zusammen.

Ja, man könnte denken die Zeit läuft davon.
Wohin eigentlich - lach?

Ich habe eine 74jährige Bekannte, die wirklich noch sehr fit ist und auch gut aussieht, ihr Geschäft führt und auch nicht auf den Pfennig zu gucken braucht. Trotzdem ist sie irgendwie tuddeliger....

Also, in dem Alter wärs dann schon wieder besser nicht mehr alleine um die Häuser zu ziehen...
Das Leben verläuft ja auch nicht statisch. Ich habe zum Beispiel auch so eine Art Verjüngung erlebt, haben mir viele Leute bestätigt. Heute habe ich weniger Sorgen, rauche nicht mehr und sehe besser aus als vor ein paar Jahren.

Das geniesse ich einfach noch soo sehr....
Ich könnte mir vorstellen auch wieder ruhiger zu werden, mich mehr einem Menschen zuwenden.

Was mir wichtig ist mir nichts vorzumachen. Auch Schwächen zu zeigen, nicht so zu tun als ob die Männer alles Verbrecher sind.
Es wäre in meinen Augen fast frevelhaft sich nicht mehr nach dieser Nähe und Lebensart zu sehnen die eben nur in dieser Paarkonstellation möglich ist. Ich kann nicht nur gut damit leben, ich züchte das manchmal regelrecht heran. Damit überlebt mein Frausein. Es treibt mich nicht in die Verzweiflung - im Gegenteil, ich lege gerne ab und an CDs mit Liebesliedern auf, sehe Filme mit Liebesthemen.
Das wärmt mein Herz.

Was mir am meisten an meinem Single-Leben gefällt ist dass es immer ich bin die gemeint ist.
Darin könnte ich regelrecht baden.

Inaktiver User
04.07.2017, 17:27
Ist ja auch eine Kostenfrage. Als Alleinreisender zahlst ganz schön drauf drauf. Und Clubreisen.... ich weiß nicht... mit Bingo oder so. ne. Da ward ich noch bissl ;-)

Das war eine Zeitlang so eine Art Pfahl im Fleische bei mir, ganz besonders wenn die in meinen Englischkursen immer so viel unterwegs sind und davon erzählen.

Ehrlich gesagt, so toll ist das auch nicht.
Selten hat mal jemand was Interessantes erzählt...

Aber, letztens hab ich in einer Zeitung was gelesen: Oma au-pair.
Völlig unkompliziert, keine langen Aufenthalte....., aber immerhin länger als man sich sonst eine Reise leisten könnte.

Die arbeiten sich auch nicht kaputt.

Marl54
04.07.2017, 18:23
:fg engel:Na, im Alltag bin ich schon Oma genug. Die Portion reicht mir.

Aber kann schon sein, dass es für die ein- oder andere Singlefrau das richtige ist. Ich persönlich bin gar nicht mehr so scharf darauf, oft auf Reisen zu sein. Nur so ab und zu, ein- oder zwei Sachen im Jahr. Es gibt aber auch einiges, was nicht so teuer ist und es gibt schöne Reiseveranstaltungen nur für Frauen wie eine Woche Kanufahren oder ähnliches. Oder mal ne Woche Wandern mit Übernachtungen in Herbergen. Das ist auch erschwinglich.


Ich lebe nunmal da, wo andere Urlaub machen und düse einfach mal mit dem Rad zum Strand.

Ansonsten fühl ich mich inzwischen auch fitter, neugieriger und jünger als zu Zeiten der Partnerschaft. Das Leben hat sich geändert und wirklich nicht zum Schlechteren.

herbstblatt7
04.07.2017, 18:51
Ich bin mal von 9 Tage in der Schwäbischen Alb gewesen, habe dort in der Jugendherberge von Bad Urach übernachtet (das habe ich früher mit meinen Kindern gemacht) und bin tagsüber wandern gewesen. Abends bin ich dann durch das Städtchen gebummelt und habe in Kneipchen gelesen oder noch vor der Jugendherberge gesessen oder war im Thermalbad.

Das was schön und ein wenig seltsam. Mich zieht' nicht groß zu reisen. Könnte ich mir auch gar nicht leisten, trotz Vollzeiarbeit, fliege jedoch demnächst ins Ausland für eine Woche zu einem meiner Kinder. Das haben mir meine Kinder bezahlt und ich darf nicht einmal ein Eis ausgeben. Das andere kann nicht mit, weil es gerade in einer Bewerbungsphase nach der Promotion ist, bringt mich jedoch zum Flughafen, leiht mir seinen Leichtkoffer und holt mich ab. He heh, ich bin selbst auch nie geizig gewesen :smile: und habe meinen Kindern im Sommer oder im Winter schöne Freizeiten ermöglicht, mit oder ohne mir. Jetzt tun sie es mit ihrer alten Mom.

Allesaus
04.07.2017, 18:55
Bin im realen Leben auch Oma. Das ist schön aber genug.
An der See wohnen stell ich mir schön vor. Aber in den Bergen ists auch schön.
Aber halt normal.
Muss halt sehen, wie's weitergeht. Erzwingen kann man eh nichts.
Mein Partner ist nun mal leider gestorben. Ich muss sehen, wie ich nun mein Leben einrichte. Bin nun gezwungenermaßen Single und nicht freiwillig. Geht vielen so..... ist aber auch kein Trost.

herbstblatt7
04.07.2017, 18:56
Liebe Allesaus,

:in den arm nehmen: :blumengabe:

Amboise
04.07.2017, 19:00
Ansonsten fühl ich mich inzwischen auch fitter, neugieriger und jünger als zu Zeiten der Partnerschaft.

Das ist ja auch eine aufschlussreiche Aussage :smirksmile:.

Singleurlaub ist nur wirklich für jemanden etwas, der auch bereit ist, andere Menschen kennenzulernen. Sicher ist es möglich, auch in einer Gruppenreise "separat" zu bleiben, aber es entgeht einem sehr viel.

Vor 2 Jahren habe ich eine Toscana-Single-Reise unternommen und es war einer der besten Urlaube in meinem Leben. Die Gruppendynamik war einfach toll und noch heute pflege ich einen sehr guten Kontakt zu einer Mitreisenden, deren Gatte vor einigen Jahren (mit 52) verstorben ist. Auch sie war der Meinung, sich nicht einigeln zu dürfen und hat diese Reise gebucht.

Auch dieses Jahr war meine Reise zwar mit Paaren, aber einige Singles waren mit dabei. Es gab eine Gruppe mit 3 Paaren, die gemeinsam anreisten und bis ca. zum 4. Tag unter sich blieben. Ab da haben sie plötzlich festgestellt, dass sie sich auf einer Gruppenreise befinden, aber da war es zu spät. Wiederum haben wir Singles mit 2 Ehepaaren an einem Tisch gesessen, die sich der Gruppe zugehörig fühlten.

Wie alles im Leben, kommt es auf einen selbst an. Ist man dann eher nicht so eingestellt, neue Bekanntschaften zu schließen, bleibt man eben daheim oder auf einer Reise für sich. Es wird niemand gezwungen, sich abends noch zu einem Gläschen zusammen zu setzen oder einen Stadtbummel zu machen oder oder oder. Auf Letzteres hätte ich zumindest nicht verzichten wollen :smile:.

Amboise
04.07.2017, 19:11
Ich muss sehen, wie ich nun mein Leben einrichte.

.. und ich könnte mir vorstellen, dass Dein Mann es Dir von Herzen gönnen würde, wenn Du Dir Dein Leben schön einrichtest. Du würdest es ihm doch auch gönnen, wenn es umgekehrt gelaufen wäre, oder?

Klingt zwar abgedreht, aber nimm ihn doch mit. Nimm ein Bild mit, rede mit ihm. Er ist da, zwar nicht sichtbar, aber er ist da.

Ich rede heute noch mit meiner großen Schwester :freches grinsen:. Gott sei Dank hört mich keiner in meiner Wohnung, aber es tut mir gut und mit meinem Vater habe ich vorhin erst gesprochen: "Otti" hab ich gesagt, "wie war immer Dein Spruch?" .... Es hat sich heute etwas ergeben, wo ich an den Spruch meines Vaters erinnert wurde.

Wir können es leider nicht ändern und es tut sicherlich verdammt weh, aber wir können ihnen zeigen, dass wir an sie denken und sie eigentlich gar nicht weg sind. Wir sehen sie zwar nicht, aber wir haben die Bilder im Kopf und so erwachen sie zu neuem Leben.

Ich kann das jetzt nicht anders ausdrücken...., war ein kläglicher Versuch :blume:.